Niesel und Schauer halten unsere Minis nicht davon ab, draußen rumzutoben, zu klettern und im Sandkasten zu buddeln. Gut so! Denn: Das Kind muss an die frische Luft! Und wir halten es mit dem Sprichwort: »Es gibt kein schlechtes Wetter – nur falsche Kleidung«
Deshalb haben wir 15 beliebte Matschhosen – auch Buddelhosen oder Regenhosen genannt – mit Preisen zwischen schmalen 20 und bemerkenswerten 70 Euro getestet. Und zwar mit einem knapp zweijährigen Testkind an Bord, das eine ausgeprägte Liebe fürs Pfützenspringen und Rutschen hat. So konnten alle Matschhosen im winterlichen Hamburger Schmuddelwetter über zwei Wochen hinweg im Spielplatz-Härtetest zeigen, was sie aushalten – und ob sie dicht halten.
Hier finden Sie unseren Test zu den besten Gummistiefeln für Kinder.
Getestet haben wir Matschhosen mit und ohne Fütterung. Beim Test haben wir darauf geachtet, ob die Klamotten nach dem Spielen trocken waren. Und natürlich, ob das Kind trocken und warm, aber nicht verschwitzt war. Die Temperaturunterschiede haben wir mit Unterkleidung ausgeglichen. Soll heißen: War eine Matschhose nicht gefüttert, haben wir das mit einem entsprechend flauschigwarmen Wollwalk oder Schneeanzug kompensiert, sodass immer ungefähr die gleichen Bedingungen herrschten.
Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen
BMS Matschhose

Die Matschhose vom Hamburger Label BMS ist für uns die beste, denn so wasserdicht ist sonst keine: Bis zu einer Wassersäule von sagenhaften 20.000 Millimeter soll die Hose laut Hersteller dicht halten. Die Matschhose ist zudem aus schadstofffreiem Material hergestellt, atmungsaktiv und gut und sorgfältig verarbeitet. Es gibt sie in sagenhaften 17 verschiedenen Ausführungen – da ist für jeden Geschmack was dabei. Die Nähte sind verschweißt und ordentlich gearbeitet.
Was ein bisschen nervt, ist der etwas frickelige Verschluss, aber das ist Geschmackssache. Dennoch: Die BMS ist für uns mit Abstand die beste Matschhose – und noch dazu kostet sie nicht viel.
Tchibo Thermo-Regenhose

Die Tchibo Thermo-Regenhose ist bei vielen Eltern sehr beliebt. Denn sie ist wind- und wasserdicht, atmungsaktiv und hält schön warm. Dabei ist sie kostengünstig, hat ein praktisches Namensschild und extraschützende Oxfordbesätze an Knien und Popo. Die Wassersäule liegt bei 5.000 Millimetern, was für den normalen Spiel-Alltag ausreicht.
Die Matschhose wurde zudem umweltschonend imprägniert, hat gut sichtbare Reflektoren und ist bedingt größenverstellbar. Wegen des warmen Futters kann die Matschhose nicht im Sommer getragen werden und sie hat auch keine seitlichen Druckknöpfe, was sie nur bedingt größenverstellbar macht. Besonders klasse ist der wärmende Brust-Bereich, der einen dicken Pulli ersetzen kann und für ein angenehmes Klima sorgt. Außerdem wird er mit einem Reißverschluss geöffnet.
Tchibo Regenhose

Die Tchibo Regenhose ist genau wie die gefütterte Thermo-Variante hier im Test ein sehr beliebter Klassiker bei Eltern. Auch sie trotzt Wind, Regen und Wasser und ist dabei dennoch atmungsaktiv. Diese Matschhose ist nicht gefüttert, was sie zum perfekten ganzjährigen Begleiter macht.
Die Matschhose hat eine Wassersäule von ausreichenden 5.000 Millimetern sowie größenverstellbare Träger. Sie wurde aus umweltschonenden Recyclingmaterialien hergestellt, hat einen niedlichen Reflektor und kann mit einem sehr praktischen Reißverschluss im Brust-Bereich geöffnet und geschlossen werden. Die Matschhose ist zudem sensationell leicht, was uns besonders gut gefallen hat. Einzige Mankos: Leider hat die Hose kein Namensschild und könnte noch sorgfältiger genäht sein.
BMS Babybuddy

Vom gleichen Label wie unser Testsieger ist diese Babyvariante einer Matschhose. Die Babybuddy von BMS kommt mit integrierten Füßlingen, so kann man das Krabbelbaby bei Regen einfach so wie es ist mit Socken, barfuß oder auch mit Lauflernschuhen in die Matschhose packen – und los geht der Spaß. Auch diese Regenhose ist mit einer Wassersäule von 20.000 Millimeter so wasserdicht wie der Testsieger. Bei den ganz Kleinen ist das besonders gut, da sie noch mehr Bodenkontakt haben als die Größeren, die schon viel herumflitzen.
Die Buddelhose ist super verarbeitet, aus schadstofffreiem Material, die Nähte sind versiegelt und mitwachsen kann die Matschhose auch. Der Preis ist relativ hoch, bedenkt man die Qualität und Langlebigkeit, relativiert sich der aber.
Finkid Pullea

Die Matschhose von Finkid ist auch sehr gutem, atmungsaktiven Material hergestellt und ebensogut verarbeitet. Die Gummizüge sind widerstandsfähig und fest – da wird kein Fuß nass. Die Hosenträger kommen ohne Verschluss aus und können einfach so abgestreift werden. Die Wassersäule liegt bei 10.000 Millimeter, was wirklich sehr wasserfest ist.
Der besondere und einzigartige Stoff ist zudem auch noch winddicht. Optimal also für das Spielen am Meer. Die Druckknöpfe, die Hosenträger und die Reflektorstreifen sind ebenfalls sehr ordentlich verarbeitet – keine Fäden weit und breit. Einziges Manko ist der doch wirklich hohe Preis. Der, betrachtet man die herausstechende Qualität, aber gerechtfertigt ist.
Vergleichstabelle

- Robustes Material
- Sehr gut verarbeitet
- Besonders schadstoffarm
- In vielen Farben erhältlich
- Sehr hohe Wassersäule
- Bisschen nerviger Verschluss

- Winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv
- Oxfordbesätze an Knien und Gesäß
- Umweltschonend imprägniert
- Microfleece-Futter, versiegelte Nähte und Namensschild
- Aus recyceltem Polyester
- Kann wegen der Fütterung nicht im Sommer getragen werden
- Keine seitlichen Druckknöpfe
- Könnte noch besser verarbeitet sein

- Winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv
- Reißverschluss und versiegelte Nähte
- Sehr leicht
- Umweltschonend imprägniert
- Microfleece-Futter
- Aus recyceltem Polyester
- Kein Namensschild
- Könnte noch besser verarbeitet sein

- Robustes Material
- Sehr gut verarbeitet
- Besonders schadstoffarm
- Super für Krabbelkinder
- Mit integrierten Füßlingen
- Sehr hohe Wassersäule
- Bisschen nerviger Verschluss

- Sehr gutes, atmungsaktives Material
- Sehr gut verarbeitet
- Sehr robuste, feste Gummizüge
- Kein Verschluss
- Sehr hochpreisig

- Gutes Material
- Gefüttert, gut für den Winter
- Kann wegen der Fütterung nicht im Sommer getragen werden

- Gutes Material
- Gut verarbeitet
- Gefüttert, gut für den Winter
- Kann wegen der Fütterung nicht im Sommer getragen werden
- Bisschen nerviger Verschluss
- Keine seitlichen Druckknöpfe

- Sehr gutes Material
- Gut verarbeitet
- Atmungsaktiv
- Aus recycelten PET-Flaschen hergestellt
- Vollständig schadstofffrei
- Bisschen nerviger Verschluss
- Hochpreisig

- Weiches Textilfutter im Brustbereich
- Fußlaschen größenverstellbar
- Günstig
- Kein Angabe zur Wassersäule
- Könnte besser verarbeitet sein
- Keine seitlichen Druckknöpfe
- Kein Garderobenaufhänger

- Atmungsaktiv
- Mit Kordelzug
- Wasserdicht
- Reflektor
- Der Bauch könnte kalt werden
- Kein Angabe zur Wassersäule

- Gutes Material
- Gut verarbeitet
- Gefüttert, gut für den Winter
- Besonders großes Namensschild
- Günstig
- In vielen Farben erhältlich
- Kann wegen der Fütterung nicht im Sommer getragen werden
- Nerviger Verschluss

- Sehr gutes Material
- Gut verarbeitet
- Gefüttert, gut für den Winter
- Sehr wasserdicht
- Kann wegen der Fütterung nicht im Sommer getragen werden
- Keine Reflektoren

- Gutes Material
- Niedlicher Reflektor in Label-Optik
- Nicht ganz so toll verarbeitet
- Fäden schauen raus
- Wird nicht lange halten

- Gutes Material
- Bisschen extremer Gummizug im Rücken
- Keine seitlichen Druckknöpfe
- Kein Garderobenaufhänger
- Nicht gut verarbeitet

- Günstig
- Keine gute Qualität
- Nicht gut verarbeitet
- Nicht wirklich wasserdicht (Wassersäule nur 1500 mm)
Spaß im Schlamm: Matschhosen im Test
Schlamm- Buddel- oder Matschhosen sind ein Muss für alle Eltern, die in Regionen leben, in denen auch mal ordentlich was von oben runter kommt – also mindestens alles nördlich des Alpenhauptkamms. Auf den Knien im Sandkasten hocken, das Klettergerüst erklimmen, wildes Fangenspielen – Klamotten müssen dabei ganz schön was aushalten. Erst recht, wenn es regnet oder nass draußen ist. Dann ist eine Matschhose eine superpraktische Lösung: Einfach das Kind reinstecken, Schuhe und Regenjacke an und los geht’s!
Wichtig ist bei der Anschaffung, dass die Matschhose robust ist. Man sollte beim Kauf vor allem auf die Verarbeitung der Nähte achten. Sind sie wasserdicht verschweißt? Sind sie ordentlich und vielleicht sogar doppelt gearbeitet? Schauen Fäden aus den Nähten heraus?
Auf die Wassersäule kommt es an
Neben der Verarbeitungsqualität sollte man auch die Wassersäule einer Matschhose im Auge haben. Die sagt nämlich etwas über die Wasserdichtigkeit aus. Je höher der Wert, desto dichter die Hose. Für den normalen Spielplatz-Alltag reicht eine Wassersäule von 3.000 Millimeter bis 5.000 Millimeter aus. Das heißt: Ein Stündchen auf dem Spielplatz rumwuseln, rutschen, schaukeln und dann wieder ab nach Hause. Geht es allerdings an die Küste, wo auch noch eine steife Brise weht, sollt die Wassersäule noch größer sein. Oder auch dann, wenn Kinder wesentlich länger draußen sind, wie etwa bei einer Wanderung oder beim Campingausflug.
Im Alltag reicht meist eine Wassersäule von 3.000 bis 5.000 Millimeter aus
Ganz kleine Kinder, die mit ihrem ganzen Gewicht auf der Hose sitzen, knien oder vielleicht sogar liegen, sollten auch eine Matschhose mit einer hohen Wassersäule tragen. Denn das Gewicht der Kleinen stellt die Wasserdichtigkeit auf die Probe – gerade weil die Minis ja oft eine ziemliche Zeit an einer Stelle hocken und sich kaum bewegen. Hier macht es also Sinn, sich vorher darüber zu informieren, wie dicht eine Matschhose ist (wer sich für das Thema Wassersäule und das entsprechende Testverfahren interessiert, kann alles dazu hier nachlesen).
Mit oder ohne Futter?
Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Wir finden eine gefütterte Matschhose toll. Im Winter ist das Kind so warm, mollig und wasserdicht verpackt und kann seinen Abenteuern nachgehen, ohne dass man es vorher in zig Zwiebelschichten hüllen muss. Was aber, wenn die Temperaturen wieder klettern?


Eine kurze Zeit lang kann man das Kind nur mit Body und Strumpfhose in die Matschhose stecken, aber auch das wird dann sehr bald zu warm. Spätestens dann muss eine ungefütterte Variante her. Deshalb sind wir auch Fans von ungefütterten Matschhosen. Die kann man das ganze Jahr über tragen und zwar über den Klamotten, die man in der jeweiligen Saison sowieso angezogen hätte.
Im Winter muss man dann allerdings das Kind zuerst in Berge von Kleidung stecken, damit es nicht friert und das kann je nach Temperament der Beteiligten durchaus nervenzerfetzend sein. Dann ist eine gefütterte Matschhose ein echter Segen.
Fazit: Am besten hat man eine gefütterte und eine ungefütterte Matschhose. Nachteil: Das geht schnell ins Geld, bedenkt man, dass man das gleiche Set noch mal für den Kindergarten braucht.
Verschlüsse
Auch bei den Verschlüssen von Matschhosen scheiden sich die Geister. Es gibt bei fast allen Matschhosen Steckverschlüssen. Einmal die gewöhnlichen Steckschnallen, auch Klickverschluss genannt: An den Seiten werden zwei Ausbuchtungen zusammengedrückt, die Schnalle geht auf. Fertig! Supereinfach und superpraktisch, da man dieses Schnalle auch mit dicken Handschuhen, mit nassen Eishänden oder unter anderen erschwerten Umständen öffnen kann.
Diese Schnallenart hat Unterarten. Und zwar eine dreieckige, die vorne spitz zuläuft und eine sehr flache, bei der eine flache Scheibe in ein passendes Gegenstück geschoben wird. Beide Varianten der Steckschnalle sind filigraner und damit wahrscheinlich schlicht günstiger als die rustikale und große Steckschnalle. Das spart sicher Materialkosten für den Hersteller, praktischer für den Verbraucher, uns müde Eltern, ist es aber nicht. Die dreieckig spitz zulaufenden Schnallen muss man an der Spitze Zusammendrücken und löst sie so aus dem Schnallenkorpus. Das benötigt Fingerspitzengefühl und etwas Geduld, was man beides im Alltag manchmal nicht hat. Das Reinstecken ist auch schwieriger als bei der normalen Steckschnalle. Natürlich gibt es hier auch je nach Hersteller Qualitätsunterschiede.

Generell kann man sagen: Die herkömmliche Schnalle ist die praktischste, die flache Schnalle ist etwas einfacher zu bedienen als die dreieckige. Die Scheibe wird in das Gegenstück geschoben. Das geht einfach, aber beim Öffnen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Das Scheibchen muss mit dem Daumen reingedrückt und gleichzeitig hochgeschoben werden. Klingt alles wissenschaftlicher als es ist und man könnte sich fragen, wie wichtig eine Schnalle sein kann. Wenn man aber die Person ist, die mit diesen Schnallen mindestens zweimal am Tag über mehrere Monate Kontakt hat, weiß man eine praktische Lösung zu schätzen. Es sind die Kleinigkeiten, die den feinen Unterschied machen.
Fußschlaufen
Nicht ganz so komplex wie mit den Schnallen verhält es sich mit den Fußschlaufen. Eine richtig gute Matschhose hat entweder so starke und robuste Bündchen am Bein, dass der Schuh oder der Stiefel unmöglich abrutschen kann, so etwa die Finkid-Matschhose. Andere Matschhosenhersteller haben das Schuh-Abrutsch-Problem mit abnehmbaren und verstellbaren Laschen gelöst. Diese Fußschlaufen oder Laschen sind dafür gemacht, die Hosenbeine und die Gummistiefel oder anderes Schuhwerk an Ort und Stelle zu halten. Jeder, der mal ein Kleinkind auf einer Schaukel sitzen hatte, weiß wieso.

Aber: Es ist wichtig, dass man diese Laschen oder Schlaufen abnehmen und/oder in der Länge verstellen kann. Sind diese Fußschlaufen jedoch festgenäht und nicht größenverstellbar, können sie sehr leicht ein Hindernis und eine Gefahrenquelle sein. Ist die Lasche nämlich zu lang, kann das Kind damit hängenbleiben, stürzen und sich verletzen. Logisch, man kann die Lasche in die Regenhose schieben oder in den Schuh quetschen, aber das stört das Kind beim Laufen und Spielen.
Bedeutet: Wenn eine Lasche festgenäht ist, muss sie größenverstellbar sein. Oft wird diese Angelegenheit mittels eines Knopfes gelöst. Der Knopf befindet sich im Inneren des Hosenbeins, direkt am Saum. Die Lasche hat diverse Lochaussparungen, sodass für jede Fuß- oder Schuhgröße die richtige Länge eingestellt werden kann. Am schönsten ist es jedoch, wenn man die Laschen ganz entfernen kann, so fliegt da keine nervige Gummilasche im Hosenbein umher – allerdings ist die Gefahr, diese Lasche dann zu verlieren, auch recht hoch. Man muss sich also vor dem Kauf einer Matschhose genau überlegen, was für einen selbst und das Kind am besten ist.
Schadstoffe in Matschhosen – ein wichtiges Thema
Wasserfeste oder wasserdichte Textilien, wie sie in Matschhosen verwendet werden, enthalten Chemikalien und Zusatzstoffe. Erst durch diese synthetischen Beschichtungen werden die Textilien wasserdicht. Viele davon können gesundheitsschädlich sein, wenn sie bestimmte Grenzwerte überschreiten.
Diese Schadstoffe sind zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Sie gelten als krebserregend und werden bei Tests immer wieder in wasserfesten Kleidungsstücken gefunden – auch in Matschhosen. Daher: Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Matschhose auf Schadstoffe getestet wurde. Eine gute Orientierung bietet auch das Oeko-Tex-Label, das einen gewissen Standard der Schadstoffprüfung garantiert.
Achten Sie auf das Oeko-Tex-Label: Es garantiert weitgehende Schadstofffreiheit.
Beim Umhertollen bei an Regentagen bei Wind und Wetter kommen die meisten Kinder ordentlich ins Schwitzen. Warme und feuchte Luft, also das Klima im inneren einer Matschhose, kann dazu führen, dass sich Schadstoffe aus dem Kunststoffmaterial lösen und durch die Haut in die Blutbahn gelangen. Fühlen Sie während des Spielens im Zweifel einfach mal im Nacken Ihres Kindes nach. Sollte er feucht und heiß sein, ziehen Sie Ihrem Kind lieber eine Lage aus. Das reduziert die Temperatur im Inneren der Matschhose und sorgt für ein angenehmes Klima.
Reinigung einer Matschhose
Wie es der Name schon verrät: Matschhosen werden so richtig schön dreckig. Sand, Schlamm, Gras, Matschepampe – alles hartnäckige Verschmutzungen, die, Matschhose sei dank, nicht die hübschen (und manchmal teuren) Klamotten ramponieren.
Matschhosen kann man nach dem Gebrauch erst mal vorsichtig draußen ausziehen und trocknen lassen. Oft reicht ein kräftiges Abschütteln der harten Brocken, die dann einfach abfallen. Will man das Kind samt Matschhose jedoch in ein Umfeld bringen, wo man keinen Matsch haben will, ist eine gründlichere Reinigung nötig. Oder auch wenn die Matschhose von innen kontaminiert wurde – mit was auch immer. Unser Testkind neigt beispielsweise dazu, heimlich ganze Butterbrote, Mandarinenspalten oder gefundenen Müll in die Hose zu stopfen und dann stundenlang damit umherzutollen – was für ein Massaker!
Die meisten Matschhosen kann man in der Maschine waschen. Unser Tipp: Niemals mit Waschmittel. Das zerstört das Material und macht die Hose weniger wasserdicht. Und auch am besten nicht über 30°C, selbst wenn der Hersteller es erlaubt. Denn auch die Hitze zerstört die Beschichtung der Regenhose.
Testsieger: BMS Matschhose
Die Matschhose vom Hamburger Label BMS haben wir in einem schönen Babyrosa bestellt. Es gibt die Matschhose noch in 16 anderen Varianten, was wir super finden, so läuft man nicht Gefahr, dass alle Kinder auf dem Spielplatz in den gleichen Klamotten herumlaufen.
Ein weiterer Pluspunkt ist das Material. Schon beim ersten Durchfühlen aller Testkandidaten merkt man den Unterschied: Die BMS Matschhose fühlt sich ganz anders an – viel fester und robuster. Guckt man dann genauer hin, sieht man auch, wie sauber die Nähe gearbeitet sind. Alle Säume sind doppelt genäht und nach innen umgeschlagen. Die Außennähte sind vollständig versiegelt.

Vorne auf der Hose, auf Höhe des Herzens, ist das Label-Emblem in reflektierender Schrift aufgedruckt. Die Reflektorstreifen am Bein ergänzen die Sichtbarkeit in der Dunkelheit noch zusätzlich. Die Bündchen am Bein sind elastisch, aber fest. Innen befindet sich ein kleiner, transparenter Knopf, an dem man die separat liegenden Fußlaschen befestigen kann. Die sind übrigens aus hochwertigem Silikon gefertigt, was sie zu einer Besonderheit machen. Sonst setzten alle Hersteller immer geschlossen auf Gummibänder. Nur BMS hat sich hier für eine wesentlich robustere und rutschfestere Variante aus Silikon entschieden. Bravo!
Somit sorgt nämlich die Fußlasche nicht nur dafür, dass der Schuh nicht wegfliegt (oder autonomiephasenbedingt einfach abmontiert wird), sondern auch für einen besseren Grip. Die Fußlaschen aus Gummi können manchmal ein Stolperstein sein. Das beste an den Fußlaschen von BMS: Man kann sie einzeln nachkaufen (für nicht mal zwei Euro), und zwar in vielen verschiedenen Farben. Das nennen wir mal mitgedacht! Denn: Die Laschen gehen einfach schnell verloren. Und durch die Farbauswahl kann man der Matschhose einen individuellen Touch verleihen.
Die BMS ist luftig geschnitten und kommt ohne Gummizug aus
Viele Hersteller setzen auf einen mehr oder weniger dehnbaren Gummizug, der das Mitwachsen einer Hose garantieren soll. Aber im Alltag kann dieser Gummizug dazu führen, dass das Kind unnötig in seine Klamottenlagen eingequetscht wird. Die Matschhose von BMS hingehen ist oben schön weit und unten etwas schmaler und kommt ohne Gummizug aus. Will man mehrere Lagen unter der Matschhose anziehen, kann man im Zweifel mit den seitlichen Druckknöpfen für mehr Platz sorgen oder im umgekehrten Fall für etwas weniger. Die Hosenträger sind so gearbeitet, dass man die Länge super verstellen kann, ohne dass irgendwo ein Ende nervig herumbaumelt. Die Garderobenlasche ist super fest und robust verarbeitet, die reißt garantiert nie ab.
Das einzige Manko ist der Steckverschluss der Hosenträger. Der ist schön leicht und filigran gearbeitet, allerdings finden wir diese Art des Verschlusses wesentlich frickeliger als den »normalen« Steckverschluss. Das Öffnen, aber auch das Schließen ist mit dieser Art Verschluss einfach komplizierter und das ist unnötig.
Das Schild mit der Waschanweisung ist hier gleichzeitig das Schild für den Namensaufkleber, falls man denn einen anbringen will. In zwei kleine Felder kann man sonst auch händisch den Namen und die Kontaktdaten des Kindes eintragen. »Diese kleine Softskin Hose gehört:…« steht dort – niedlich. Unter der Waschanleitung dann der Oeko-Tex-Zettel, der belegt, dass diese Matschhose unter sehr hohen Standards produziert wurde und keinerlei Schadstoffe aufweist.
Im Test beweist die Matschhose von BMS, dass der erste gute Eindruck nicht getäuscht hat. Das Kind flutscht geradezu in die Hose, ohne sich hilflos in allen möglichen Schnüren, Trägern oder Gummizügen zu verheddern. Rein und fertig, besser geht’s nicht, auch nicht für die Eltern. Noch schnell Gummistiefel an, den sehr festen Bund über die Gummistiefel stülpen, damit der Regenanzug vollständig ist, und ab auf den Spielplatz. Es wird gerutscht, geschaukelt und gebuddelt bei nicht einmal sieben Grad draußen und es ist klamm, weshalb Testkind Hanna einen leichten Wollanzug (und eine gefütterte Wollschlupfmütze) trägt, um das fehlende Futter der Matschhose auszugleichen. Eine knappe Stunde butschern wir zwei auf dem Spielplatz rum, dann müssen wir rein: Die Hände sind ihr zu kalt (niemals würde dieses Kind Handschuhe anziehen).
Zuhause rupfen wir die Matschhose einfach runter, die Gummistiefel bleiben dabei an der Hose hängen, so fest sind sie, und das sogar ohne die Gummilaschen, die wir gar nicht erst anmontiert hatten. Hätte es also eine Pfützen- oder Matsch-Bespringung gegeben, wären die Füße und die Beine trocken geblieben. Auch der Wollwalk ist schnell runter vom Kind und wir fühlen nach: Alles pudertrocken und nichts ist schwitzig. Ein perfekt klimatisiertes Kleinkind!
Reinigung am besten bei 30 Grad und ohne Waschmittel
Die Matschhose von BMS ist bei unserem Trip überhaupt nicht schmutzig geworden, weshalb wir sie auch nicht reinigen mussten. Theoretisch geht die Reinigung aber ganz einfach in der Waschmaschine – laut Hersteller bei 40 Grad. Wir raten allerdings zu 30 Grad und zum Verzicht von Waschmittel. Darunter leidet die tolle Beschichtung und die phänomenale Wassersäule von 20.000 Millimeter könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Es reicht völlig aus, die Hose einmal kräftig unter der Dusche abzubrausen und über Nacht trocknen zu lassen – die sieht dann wieder aus wie neu.
BMS Matschhose im Testspiegel
Ökotest bewertete die BMS-Matschhose in der Ausgabe von 1/2018 im Praxis-Test mit »ausreichend« und im Schadstofftest mit »ungenügend«. Warum? Sehr aufschlussreich ist dazu die Stellungnahme des Unternehmens und von Oeko-Tex. Sie gibt einen guten Einblick in den Interpretationsspielraum der Testergebnissen von Ökotest.
Wir finden, dass Ökotest bei der Schadstoffbewertung oft übers Ziel hinaus schießt und unrealistische Maßstäbe anlegt, die mit der Nutzungsrealität der Produkte wenig zu tun haben. Wir finden die Aussage von BMS dagegen sehr transparent und vertrauen in die Standards von Oeko-Tex. Dennoch: Eine Garantie, dass die Textilien gesundheitlich unbedenklich sind, können auch wir nicht geben.
Alternativen
Für uns ist die Matschhose von BMS die beste. Da aber die Bedürfnisse unterschiedlich sind, kann es gut sein, dass eine andere Matschhose für Sie noch besser passt. Hier sind unsere alternativen Empfehlungen.
Die Beste im Winter: Tchibo Thermo-Regenhose
Die Tchibo Thermo-Regenhose haben wir online bestellt, man kann sie aber auch in den meisten Filialen von Tchibo kaufen. Anders als die Matschhosen aus unserer ersten Test-Runde, hat diese eine Besonderheit: Die Träger der Matschhose sind keine Gummibänder, sondern weiche, flauschige und warme Träger aus Thermo-Stoff. Man kann sie zusätzlich mit Druckknöpfen einmal in der Größe verstellen, was super ist.

Eine weitere Andersartigkeit im Vergleich zu den Modellen aus der ersten Testrunde ist der mittig über der Brust verlaufende Reißverschluss. Wahnsinnig praktisch finden wir das. Denn so muss man die Träger nicht jedes mal öffnen und das Kind ist viel schneller und trockener an- und wieder ausgezogen. Zusätzlich hat der obere Teil dieser Matschhose den Vorteil, dass er wie eine Art Tanktop geschnitten ist und deshalb auch eine wärmende Komponente hat.
Da wurde wirklich mitgedacht, denn im Winter haben Eltern häufig folgende Herausforderung: Es ist kalt und nass, das Kind will aber draußen spielen, sich aber KEINE dicke Jacke oder einen Pulli anziehen. Denn Kindern ist immer zu warm! Zudem stört ein dicker Pulli unter der meist auch noch dicken Jacke und schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Mit dieser Matschhose kann das Kind ein dünnes Oberteil oder nur einen warmen Langarm-Body tragen. Der dicke Pulli entfällt. Es benötigt nur noch eine warme Jacke oder Regenjacke, die aber auch nicht sonstwie dick gefüttert sein muss, denn der Thermo-Stoff wärmt ausreichend. Wirklich eine tolle Sache, für Eltern, deren Kindern beim Spielen immer zu warm ist.
Allgemein ist die Matschhose gut verarbeitet. Hier und da ragt ein kleiner Faden heraus, aber die Nähte lösen sich nicht. Sie sind halt nicht sauber abgeschnitten worden. Die Matschhose ist auch relativ günstig und bedenkt man, dass sie aus recyceltem Polyester besteht, das wiederum aus bis zu 21 PET-Flaschen gewonnen wurde, sieht man über kleine Unsauberkeiten in der Verarbeitung gerne hinweg.
Die Matschhose ist sonst sehr robust und der untere Teil wasserdicht bis 5000 Millimeter, was für den normalen Spielalltag völlig ausreicht. Die Knie und der Popo sind noch mal extra verstärkt, was wieder sehr schlau ist. Schließlich werden diese Stellen am meisten beansprucht und sind so auch am ehesten durchlässig für Kälte und Nässe. Super!
Die beiden Reflektor-Streifen sorgen dafür, dass das Kind gut gesehen werden kann und somit im Verkehr sicher ist. Der Teil des Reißverschlusses, der unten aus der Jacke herausguckt, ist mit einer Lasche überdeckt, sodass hier keine Feuchtigkeit oder Kälte eindringen kann. Die Fußlaschen sind größenverstellbar, aber leider nicht abnehmbar. Kein großes Drama, aber es ist immer von Vorteil, wenn man die Gummis auch entfernen kann.
Schön finden wir das sehr ausführliche Namensschild, in dem man wirklich alle relevanten Informationen unterbringen kann. So wird die Hose, falls sie im Kindergarten oder beim Spielen mal verloren geht oder vertauscht wird, garantiert nach Hause zurückkehren.
Die Matschhose kann ganz normal bei 40 Grad gewaschen werden, darf aber nicht in den Trockner. Sie darf sogar bis zu 110 Grad gebügelt werden, wo wir uns aber ernsthaft fragen, wer eine Matschhose bügelt.

Im Test zeigt sich, dass die Tchibo Thermo-Regenhose leicht anzuziehen ist. Der Sitz ist gut und die Größe fällt ziemlich exakt aus. Die Matschhose ist eher etwas weiter geschnitten und hat etwas Spiel, was auch gut ist, gerade bei einer Winterhose. Die Bündchen an den Hosenbeinen sind nicht zu eng und man bekommt sie gut über die Gummistiefel gestülpt. Das Beste: Es muss nur eine warme Jacke angezogen werden und kein dicker Wollpulli, was Kind und Eltern freut.
Draußen sind es sechs Grad und ein eisiger Wind pfeift. Bei dem Wetter schaukelt das Kind, rutscht und verschwindet buddelnd in der Sandkiste. Die Hose raschelt etwas, aber weniger als viele andere. Auf dem Trampolin wird es dann langsam etwas warm und wir gehen wieder rein. Das Kind hat fröhlich gespielt und findet auch die kleinen Monster, die auf die Hose gedruckt sind, super. Hanna ist bei diesem Wetter weder nass noch kalt geworden und ist auch nicht verschwitzt – dank des fehlenden Pullovers, den wir aufgrund des cleveren Schnittes der Thermo-Matschhose gar nicht erst anziehen mussten.
Die Tchibo Thermo-Regenhose macht uns rundum zufrieden und wir können sie allen empfehlen. Nur im Sommer sollte man sich dann einen dünnere Alternative zulegen, wie beispielsweise die leichte Tchibo Regenhose.
Mit Reißverschluss: Tchibo Regenhose
Die Tchibo Regenhose erinnert uns sofort an die Matschhose von Finkid. Auch sie ist aus einem einzigartig dünnen und rascheligen Material hergestellt und macht einen sehr guten Eindruck. Anders als die Matschhose von Finkid ist die Regenhose von Tchibo allerdings etwas weniger gut verarbeitet. Wie bei der Tchibo Thermo-Regenhose schauen hier und da ein paar nicht sauber abgeschnittene Fäden heraus, was aber bei dem Preis und der nachhaltigen Qualität der Hose nicht weiter ins Gewicht fällt.

Auch diese Hose haben wir online besorgt, wobei sie auch in den Filialen hängt. Genau wie die Tchibo Thermo-Regenhose ist diese Regenhose umweltschonend aus Recyclingmaterialien produziert worden. Und auch hier finden wir einen hohen Latz mit Reißverschluss, was das Handling sehr vereinfacht. Die Träger kann man hier deshalb gar nicht erst öffnen.
Super, denn die Schnallen können immer ein Faktor sein, der gerade Kleinkinder nervt. Da wird gemäkelt und gemault oder versucht sich der unbequemen Kleidung zu entledigen – es ist schon eine Herausforderung Kinder in Funktionskleidung zu stecken, die sie dann auch anbehalten.
Die Farbe und das Design sind zugegebenermaßen nicht so besonders kindlich. Das Olivgrün erinnert eher an Landadel in Miniaturformat oder Anglerkleidung, aber wer sich umschaut, weiß: Das ist gerade absolut angesagt. Somit folgt der Hersteller Tchibo einfach nur den Trends, den sich Großstadteltern bei Pinterest angucken, und machen damit sicher viel richtig. Die Mode geht aktuell dahin, die Kinder in möglichst farblose, beigefarbene oder naturfarbene Töne zu stecken. Einen guten Ausgleich findet der Hersteller hier mit dem niedlichen kleinen Reflektor in Waschbär-Form – was für ein cleverer Kompromiss!
Die Matschhose wächst mit, da man sie in der Länge der Träger verstellen kann und die Druckknöpfe an der Seite lassen die Hose auch einige Größen mitmachen.

Die Tchibo Regenhose ist ruckzuck angezogen, Reißverschluss sei dank. Auch hier sind die Fußlaschen nicht abnehmbar, dafür aber einstellbar. Die Regenhose ist wirklich sehr leicht und es ist fast nicht zu glauben, dass sie dicht hält. Wir müssen die Regenhose über einen dicken Wollwalk ziehen, da es draußen sechs Grad kalt ist. Es regnet nicht, ist aber feucht.
Testkind Hanna springt vergnügt mit der Hose herum, als hätte sie keine an. Mit Freude beobachten wir, wie leichtfüßig sie mit der Regenhose klettern kann, ohne dass dicke Stoffschichten sie in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken würden. Nach der Spielerei im Freien ist das Kind warm, trocken und happy. Was will man mehr?
Wir können die Regenhose von Tchibo sehr empfehlen, da sie günstig, nachhaltig, modern und hübsch ist sowie einige clevere Details mitbringt.
Super für Krabbelkinder: BMS Babybuddy
Die BMS Babybuddy kommt vom gleichen Label wie der Testsieger und ist wirklich ein Muss für alle Eltern. Die patentierte Regenhose ist extrem wasserdicht (20.000 mm), atmungsaktiv, frei von Schadstoffen, hat das Oeko-Tex-Siegel und das allerbeste: Sie hat Füßlinge! Das bedeutet, man kann das Baby so wie es ist in die Hose stecken und muss sich keinen Kopf mehr um Füßlinge machen, die eh immer abfliegen. So kann das Baby auch auf den Spielplatz und Eltern müssen nicht pausenlos ihren laufunfähigen Nachwuchs durch die Gegend schleppen. Soweit die Theorie!

Wir haben uns auch hier für die gelbe Variante entschieden. Es gibt die Buddelhose in insgesamt sieben unterschiedlichen Designs. Man merkt sofort, wie robust sie ist. Die Nähte sind versiegelt, doppelt gelegt und nach innen geschlagen. Hier wird garantiert kein Baby nass! Seitlich und im Rückenbereich sind Gummizüge eingebaut. So kann die Hose entweder mitwachsen oder man kann dem Baby im Winter ganz entspannt noch einen Schneeanzug und dicke Socken oder Fellpuschen anziehen.
Schuhe sollten Babys in dem Alter nicht tragen, sie sind zu schwer. Lieber auf leichte, gefütterte oder ungefütterte Lauflernschuhe zurückgreifen. Auch diese, meist empfindlichen Lederschläppchen sind in der Matschhose BMS Babybuddy optimal geschützt. Und man muss nicht noch extra Füßlinge oder Matschschuhe kaufen. Im Bereich der Knöchel hat die Regenhose ein flexibles Gummi mit gut verarbeiteten Druckknöpfen. So kann die Matschhose in ihrer Passform individuell an das Baby angepasst werden. Super!
Diese Hose haben wir nicht draußen getestet. Der Grund: Unser Kind kann schon sehr gut laufen, hat festes Schuhwerk. Und für leichte Lederschläppchen wäre es viel zu kalt draußen gewesen. Gefütterte Fellpuschen hat das Testkind nicht parat – so findet der Test drinnen statt. Wie soll das gehen, fragt man sich. Ganz einfach: Wir malen! Denn dafür kann man diese Hose auch ganz wunderbar benutzen. Also, wenn man keine Lust hat, dass alle Klamotten oder die Haut nach der ganzen Pinselei aussieht wie ein Jackson Pollock Gemälde.
Die Wasserfestigkeit und Atmungsaktivität verhält sich exakt wie bei der Matschhose von BMS, schließlich wurde das gleiche Material verwendet. Das Anziehen gestaltet sich sehr einfach. Kind oben reinstecken, fertig! Man sieht sofort, dass die Buddelhose in ihrer Passform etwas zu klein ist. Die Größe geht bis zu einem Alter von 16 Monaten – Hanna ist aber schon 23 Monate alt. Das spannt und sieht etwas lustig aus, passen tut’s trotzdem, schließlich ist das Kind recht zart.
Die Babybuddy eignet sich nicht nur für draußen, sondern auch etwa zum Malen
Los geht also die wilde Tuscherei, welch ein Spaß! Nach getaner Arbeit sind die Klamotten, die unter der Hose waren, völlig trocken und sauber. Alles darüber war hoffnungslos verloren, aber darum geht es hier ja nicht. Und obwohl wir bei üppigen 21 Grad Wohnzimmertemperatur gearbeitet haben, wurde nicht geschwitzt. Beeindruckend, bedenkt man, dass das Kind darauf bestand, den dicken Wollpullover anzubehalten.
Unterm Strich können wir sagen: Schade, dass wir nicht vorher von der BMS Babybuddy gewusst haben, sie hätte uns die ersten eineinhalb Jahre echt gute Dienste erbringen können. Eine ausdrückliche Kaufempfehlung.
Wenn Geld egal ist: Finkid Pullea
Die Matschhose von Finkid haben wir uns in so richtig friesisch-nordischem gelb bestellt – ganz im Stil eines sogenannten »Friesennerzes«. Es gibt noch fünf andere Varianten. Der Hersteller Finkid kommt nicht etwa aus Finnland, sondern aus Berlin. Jedoch sieht die Marke das skandinavische Land als seine Heimat an und versucht mit den farbenfrohen Designs und den extrem hochwertigen Stoffen einen Spagat zwischen Großstadtleben und Fernweh herzustellen. Jedenfalls gibt es keinen Spielplatz in deutschen Großstädten, wo nicht viele Kinder das Label Finkid tragen. Allerdings nur in entsprechenden Stadtteilen, denn die Klamotten sind richtig teuer! Deshalb nehmen wir dieses Kult-Label besonders unter die Lupe und prüfen ganz genau, ob sich der superhohe Preis auch lohnt.

Der erste Eindruck: Ja, es lohnt sich! Denn das Material ist unvergleichlich – ein sehr leichter, feiner, aber extrem robust wirkender Stoff, sehr gut und sorgfältig genäht. Der Innenstoff ist besonders zart und atmungsaktiv. Die Wassersäule liegt bei 10.000 Millimeter – das ist wirklich viel, und winddicht ist der besondere Stoff auch.
Alle Details, wie die seitlichen Druckknöpfe, die Hosenträger und die Reflektorstreifen, sind perfekt verarbeitet und genäht. Das Bündchen am Bein ist so robust und fest gearbeitet, dass diese Hose keine Fußlaschen braucht. Es ist quasi unmöglich für Kinder, ihre Gummistiefel damit zu verlieren. Wir finden das super, denn so praktisch die Fußlaschen auch sind, eine gewisse Stolpergefahr besteht ihretwegen immer. So wie Finkid es macht, finden wir es optimal. Auch, weil die Fußlasche immer ganz besonders ekelhaft vollgesaut ist und die Reinigung echt kein Spaß macht – das entfällt hier völlig. Genau wie auch das gesamte Schnallenthema. Die Hosenträger sind hier nämlich so konzipiert, dass man sie einfach mit einer hochwertigen Schnalle in der Länge verstellt werden kann. Ein Öffnen der Hosenträger ist nicht nötig. Großartig!
Es sind knapp 10 Grad draußen, es ist trocken, aber Rutsche, Schaukel und co. sind klamm und die Sonne lässt sich ab und zu blicken. Deshalb ziehen wir einen Body an, eine Strumpfhose, einen Pulli, eine dicke Hose, eine gefütterte Baumwollmütze und gefütterte Gummistiefel. Über die Matschhose kommt noch eine gesteppte Übergangsjacke. Das Anziehen der Finkid Pullea ist einfach. Testkind Hanna rutscht völlig mühelos hinein. Die Gummistiefel sitzen wie angenäht in dem Hosenbein und es vollständig unmöglich sie zu verlieren oder dass Feuchtigkeit eindringt.
Dreckspatz Hanna flitzt los, ab aufs Trampolin. Dabei macht die Matschhose ein leicht rascheliges Geräusch, das schlicht niedlich ist. Die Hose ist so federleicht, dass wir immer wieder den Nackentest machen, weil wir uns sorgen, dass die Kleine zu kalt werden könnte. Aber nein: Alles schön warm und trocken. Das Trampolinspringen, Ballhinterherrennen und Toben gestaltet sich völlig unbeeinflusst von der Matschhose.
Alles bleibt trocken und warm
Wieder zuhause angekommen wird die kleine Springmaus aus der Hose geschält. Die Gummistiefel sitzen so bombenfest, dass sie gleich samt der Hose ausgezogen werden und immer noch in ihr festhängen. Alles ist trocken und schön warm geblieben. Bis auf die Nasenspitze und die völlig abgefrorenen Hände. Das hat aber mit der Matschhose nix zu tun.
Unser Fazit ist: Es macht Sinn, so viel Geld für die Finkid Pullea auszugeben. Vor allem, weil man sie fast ohne Wertverlust (bei guter Pflege) auf den gängigen Verkaufsportalen (Ebay Kleinanzeigen/Vinted) wieder los wird. Das macht dieses Label auch besonders nachhaltig. Apropos Pflege: Die Matschhose kann man bei 40 Grad in der Maschine waschen. Auch bei ihr raten wir allerdings zu 30 Grad, damit die Wasserdichtigkeit nicht leidet.
Außerdem getestet
Kik Regenhose Kiki & Koko wasserdicht
Die Kik Regenhose Kiki & Koko wasserdicht ist vom Discounter Kik und dementsprechend preiswert. Wir haben die Matschhose genau deshalb gewählt: weil sie unschlagbar günstig ist. Und das ist für viele ein entscheidendes Kaufkriterium. Die Matschhose ist jedoch nicht gut verarbeitet. Alles ist sehr dünn, Fäden schauen überall heraus und der Saum ist hektisch umgenäht. So, wie man es für den Preis halt erwarten kann. Uns fällt auf, dass sie sehr groß geschnitten ist, was aber auch von Vorteil sein kann. Beispielsweise passen so locker schön warme Winterklamotten darunter, ohne dass diese einengen würden.
Leider gibt es kein Namensschild, was immer schade ist. Für den Kindergarten und Co. ist das nämlich schon sehr praktisch. Fußlaschen sind vorhanden, aber leider nicht abnehmbar. Dafür sind ein Paar Reflektor-Streifen angebracht, für mehr Sicherheit im Alltag. Die Matschhose ist nicht gefüttert und auch nicht wirklich wind- und wasserdicht. Die Wassersäule liegt bei nur 1500 Millimetern, was sehr wenig ist. Somit eignet sich die Matschhose höchstens für den Spielplatz und ein bisschen Buddeln im Sand. Im Matsch wird der Popo sicher schneller nass.
Im Test lässt sich die Hose gut anziehen. Auch die Bündchen an den Beinen sitzen nicht zu stramm und lassen sich gut über die Gummistiefel stülpen. Es muss ein Wollwalk darunter getragen werden, denn es ist sehr kalt draußen. Testkind Hanna flitzt los und hat eine gute Bewegungsfreiheit. Die Matschhose ist etwas groß, was aber mit dem dicken Wollwalk darunter nicht sonderlich schlimm ist. Klettern, Schaukeln, in der Sandkiste buddeln – alles kein Problem. Nach etwa 30 Minuten gehts wieder rein ins Warme. Alles ist trocken, was aber auch am Wollwalk liegen kann. Für leichte Spiel-Aktivitäten scheint die Hose völlig auszureichen. Wer also nach einer extrem günstige Matschhose sucht und auf eine gute Verarbeitung und eine hohe Wassersäule verzichten kann, der findet in der Kik Regenhose Kiki & Koko wasserdicht sein Match.
Machbaby Warme Regenhose
Die Machbaby Warme Regenhose ist keine klassische Matschhose, sondern eben »nur« eine Regenhose. Ähnlich der Jan & Jul Regenhose hier im Test macht eine solche Hose besonders in Übergangsphasen Sinn. Also wenn es draußen schon etwas oder noch warm ist, der Boden aber schon oder noch kalt sein kann – also im Herbst und im Frühling. Im Winter benötigt man hier zusätzlich noch eine warme Winterjacke, sonst wird es schnell zu kalt. Laut Hersteller ist die Hose atmungsaktiv und wasserdicht. Leider gibt es keine Angaben zur Wassersäule, was schade ist. Auch hier muss man die Wasserdichte selber herausfinden.
Dank des Kordelzugs kann man die Matschhose bedingt in der Größe verstellen und anpassen. Es gibt die Regenhose in vier klassischen Farben und preislich liegt sie im unteren Bereich. Die Matschhose ist gut und solide verarbeitet und macht den Eindruck, dass sie ordentlich was aushält. Sie lässt sich in der Waschmaschine waschen, zur Temperatur wird allerdings keine Angabe gemacht. Das Fleece-Futter ist schön warm und kuschelig. Die Reflektoren sind rund um die Fersen angebracht, was eine gute Sichtbarkeit garantiert. Gerade wenn es früher dunkel wird, ist das ein großer und wichtiger Punkt. Die Hose fällt großzügig aus und das Bündchen an der Taille ist nicht zu eng.
Beim Test lässt sich die Hose gut anziehen. Sie ist nicht zu eng an den Beinen, sodass wir sie gut über die Gummistiefel stülpen können. Das Kind ist etwas irritiert, da es sonst nur Anzüge gewohnt ist und beschwert sich gleich über das Taillenbündchen. Nach kurzer Diskussion geht es raus. Vorher mussten wir noch eine warme Jacke herbeizaubern, was gar nicht so einfach ist in einem Haushalt, in dem nur Anzüge getragen werden. Am Ende wurde es ein dicker Pulli und eine leichte Regenjacke. Schon nach kurzer Zeit wird sich über den kalten Wind beschwert, der von unten in die Jacke reinkommt. Das macht Sinn: Wenn in der Mitte kein Material ist, kann es logischerweise dort schneller kühl werden. Wir gehen also nach kurzem Spielen im Sand wieder rein. Das Kind ist trocken und am Bauch tatsächlich etwas kühl. Wer also Fan von Hosen ist, sollte in Sachen Winterjacke gut oder zumindest besser als wir ausgestattet sein.
Grundsätzlich ist die Machbaby Warme Regenhose eine gute Regenhose, die wird durchaus empfehlen können. Denn sie ist gut verarbeitet, scheint wasserdicht zu sein und ist günstig. Wir empfehlen sie vor allem für Übergangsphasen, wo kleine Bäuche noch nicht so kalt werden können.
Playshoes Kinder Regenlatzhose
Die Regenlatzhose von Playshoes haben wir uns in einem knalligen Fuchsia ausgesucht und zwar in der dick gefütterten Variante. Es gibt die Hose in insgesamt fünf verschiedenen Designs. Die Matschhose hat eine Wassersäule von 5.000 Millimetern und fühlt sich weich und gleichzeitig robust an. Die Nähte sind ordentlich und fest versiegelt. Sie sind super verarbeitetet, kein Ziehfaden weit und breit. Den Verschluss an den Hosenträgern finden wir besonders gut – der gute alte Klickverschluss.
Das große Namensschild, das innen ins Futter genäht ist, macht diese Hose zu einer guten Kindergartenhose. Allerdings finden wir die CareTec noch ein bisschen besser für den Kindergarten geeignet, einfach weil sie noch ein wenig günstiger ist, aber dazu später mehr. An den Seiten der Playshoes Matschhose sind seitlich Druckknöpfe angebracht und im Rückenbereich ein breiter Gummizug – super, denn so kann die Matschhose locker ein Jahr lang mit dem kleinen Schlammspringer zusammen groß werden. Und die Matschhose ist wie gesagt gefüttert. Das hat im Sommer den Nachteil, dass sie da schlicht nicht getragen werden kann.
Das Anziehen gestaltet sich leicht. Klar, sobald ein Futter in der Hose ist, haftet dieses etwas an der Kleindung des Kindes und alles muss noch kurz zurechtgezuppelt werden, bevor man den Sack zu macht. Die Hosenträger lassen sich leicht anpassen und sind so konzipiert, dass die Enden nicht doof umherflattern, sondern schön ordentlich und doppellagig den Träger verstärken. Der Gummizug am Bein ist fest genug, sodass er die Gummistiefel schön festhalten kann. Für alle Fälle gibt es aber noch eine Fußlasche. Diese ist abnehmbar und größenverstellbar. Super, so soll es sein. Wir legen sie aber gar nicht erst an, da wir erst mal auf die Gummizüge am Bein vertrauen.
Es sind knapp 9 Grad draußen, es ist trocken, aber die Spielgeräte und der Sand sind feucht und immer wieder kommt die Sonne raus. Wir ziehen also eine Strumpfhose, einen Body, einen leichten Pulli und eine flauschige Hose an. Darüber kommt eine Übergangsjacke mit leichter Wattierung und eben die Matschhose. Auf den Kopf kommt eine gefütterte Baumwollschlupfmütze. Die Gummistiefel sind sehr warm und mit Fell gefüttert. Ab geht’s auf den Spielplatz.
Testkind Hanna rennt quietschend zum Schaukelpferd. Dabei raschelt die Hose ordentlich, scheint die kleine Maus aber nicht zu behindern. Auch das Erklimmen des hölzernen Pferderückens gelingt gewohnt elegant. Der restliche Besuch des Spielplatzes gestaltet sich sehr lebhaft und fröhlich. Und der Nackentest zeigt: Hanna schwitzt nicht. Die Hose ist also atmungsaktiv und sorgt für ein angenehmes Klima. Wieder zuhause wird die kleine Reiterin schnell ausgepackt und alles wird befühlt. Alles warm, nichts ist heiß oder schwitzig, nichts ist nass geworden, außer die Nasenspitze, aber das ist ja normal. Wir sind sehr zufrieden mit der Matschhose und finden es super, dass sie uns sicher noch nächstes Jahr begleiten wird, denn sie ist großzügig geschnitten und wächst mit.
Schmutzig ist die Hose beim Testen kaum geworden. Laut Hersteller kann man die Hose aber problemlos bei 40 Grad waschen. Wir raten zu einer schonenderen Reinigung bei 30 Grad ohne Waschmittel, wenn es denn sein muss. Besser ist es, die Hose in der Dusche kurz abzubrausen und über Nacht trocknen zu lassen. So hält die Beschichtung und damit auch die Wasserdichtigkeit am längsten.
CareTec Kinder wasserdichte Regenlatzhose
Die Regenhose von CareTec haben wir uns in einem knalligen Blau bestellt. Es gibt die Hose in weiteren 16 Designs. Das Material ist fest, griffig und super verarbeitet. Die Nähte sind versiegelt, keine Ziehfäden aufzufinden. Der Garderobenaufhänger ist auch sehr robust und solide ins Futter vernäht. Über die Wassersäule finden wir keine Angaben, schätzen sie aber auf mindestens 5.000 mm. Von innen ist die Hose flauschig weich gefüttert und hat ein sehr großes Namensschild – super für den Kindergarten. Was diese Regenhose auch für einen dauerhaften Wohnsitz im Kindergarten prädestiniert, ist ihr super niedriger Preis: Diese Matschhose ist die günstigste im Test und das bei gleichzeitig guter Qualität.
Ein bisschen nervig und schwergängig finden wir den Verschluss. Aber dazu zwei Sachen: Es klingt vielleicht gemein, aber im Zweifel müssen die ErzieherInnen im Kindergarten sich damit rumärgern und zweitens verstehen wir eh nicht, weshalb man die Verschlüsse überhaupt jemals öffnet. Die Hosenträger der Matschhose von CareTec lassen sich super in der Größe verstellen. Auch an den Seiten gibt es zwecks Größenverstellbarkeit Druckknöpfe, die gut verarbeitet sind.
Im Rücken ist kein Gummizug, was das Anziehen leichter macht. Natürlich sitzt die Matschhose so lockerer, was wir bei einer so dick gefütterten Buddelhose aber auch gar nicht verkehrt finden. Die Fußlaschen sind festgenäht, was besonders im Kindergarten von Vorteil ist, damit kein neugieriger Dreikäsehoch da irgendwelche Laschen abpopelt. Solange Fußlaschen größen- und damit längenverstellbar sind, besteht auch keine große Gefahr, dass die Minis darüber stolpern.
Es sind knapp 8 Grad, ein leichter Wind geht, die Erde und die Spielgeräte sind feucht. Hanna trägt einen Body, einen Pulli, eine Strumpfhose. Die Gummistiefel sind gefüttert und die Mütze ist es auch. Die Jacke ist eine gesteppte Übergangsjacke. Das Anziehen der Matschhose gestaltet sich wie mit allen gefütterten Matschhosen hier im Test minimal komplizierter als mit den nicht gefütterten, was einfach daran liegt, dass das flauschige Futter an der Oberfläche der Kleidung etwas stoppt.
Nach kurzem Zurechtgeziehe der Klamotten geht’s auch schon raus. Auch hier raschelt es beim Laufen ordentlich, was aber dem Spaß am Spiel keinen Abbruch tut. Es wird gerutscht, geklettert und Trampolin gesprungen. Die Hände von Testkind Hanna werden so schnell kalt, dass es relativ zügig wieder rein geht. Zuhause angekommen fühlen wir schnell nach. Ein völlig warmes, trockenes Kind – bis auf die Hände, was aber nicht an der Hose, sondern an der Handschuh-Aversion der Probandin liegt.
Schmutzig ist die CareTec nicht geworden. Nur ein wenig sandig, das lässt sich schnell abklopfen. Laut Hersteller kann man die Hose bei 40 Grad waschen, wir werden aber nicht müde zu betonen, dass 30 Grad erstens völlig ausreichen und zweitens auch besser sind für die Wasserdichtigkeit der Hose.
Lego Wear LWPUELO
Die Lego Wear LWPUEOLO ist aus gutem, festen, solidem Material und super verarbeitet. Wir haben uns die Hose in einem sehr schönen Beerenton bestellt. Es gibt sie noch in drei weitern hübschen Farben. Die Hose ist dick gefüttert, die Nähte sind versiegelt und seitlich ist ein Gummizug verarbeitet, der ein Mitwachsen möglich macht. Die Fußlaschen sind mit Knöpfen befestigt, abnehmbar und größenverstellbar. Die Wassersäule beträgt 5.000 mm.
Der Verschluss ist etwas filigraner gearbeitet und deshalb schwieriger zu öffnen, gerade wenn es kalt ist und man Eishände hat. Wir sind aber eh Fan, davon Verschlüsse nicht zu öffnen. Die Hose hat einen klassischen Reflektor-Streifen und zusätzlich ein Symbol in Form eines Legosteins, der auch reflektiert. Leider hat die Matschhose weder ein auffälliges Namensschild noch seitliche Drückknöpfe. Preislich liegt die Matschhose im unteren Bereich.
Draußen sind knapp 5 Grad. Testkind Hanna trägt einen Body, eine Wollstrumpfhose, eine dünne Hose einen warmen Pulli und eine gefütterte, winddichte Jacke mit Kapuze und eine gefütterte Mütze. Dazu gibt’s gefütterte Gummistiefel und (wie immer) keine Handschuhe. Die Buddelhose war relativ leicht anzuziehen, jedoch muss man bei gefütterten Matschhosen die Kleidung noch mal etwas zurechtschieben. Die Oberflächenstruktur lässt die Kleidung einfach etwas verrutschen. Alles kein Beinbruch.
Die Matschhose raschelt fröhlich vor sich hin, wie einfach alle Matschhosen hier im Test. Nach knapp einer Stunde auf dem Spielplatz gehts zurück ins Warme. Ausziehen, nachfühlen – alles warm und trocken. Schmutzig ist die Hose gar nicht geworden, aber man darf sie theoretisch laut Hersteller bei 40 Grad waschen. Wie immer raten wir zu 30 Grad und den Verzicht von Waschmittel. Nur so bleibt die Regenhose schön wasserdicht.
Auch mit dieser Matschhose macht man nichts falsch, gerade bei Lego-Fans. Abzüge bekommt sie nur für das etwas versteckte Namensschild und die fehlenden Druckknöpfe an der Seite.
Freds World Regenhose
Die Matschhose von Freds World kommt in einer sehr guten Materialqualität. Wie haben die Matschhose in einem Goldbraun bestellt, es gibt sie noch in drei weiteren Farbtönen. Die Wassersäule liegt ziemlich hoch, nämlich bei 8.000 Millimeter und dabei ist die Buddelhose trotzdem atmungsaktiv und winddicht. Das grüne Label stellt die Matschhosen aus recycelten PET-Flaschen her, ist fair gehandelt und ist vollständig schadstofffrei, was wir mit dem Blick auf die Nachhaltigkeit natürlich super finden.
Die Matschhose selbst ist top verarbeitet. Alle Nähte sind versiegelt, die Druckknöpfe an der Seite fest integriert. Das Namensschild ist schön groß und der Aufhänger für die Garderobe sitzt bombenfest. Sowieso ist die gesamte Hose sehr robust. Nur der Verschluss ist etwas fummelig, aber das ist Geschmackssache. Der Reflektor ist ein süßer Stern, der gleichzeitig das Label-Symbol ist. Die Fußlaschen sind nicht festgenäht und können mit Knöpfen in der Länge verstellt werden.
Die Außentemperatur beträgt 3 Grad, die Sonne scheint und es ist knackig kalt. Der Sand am Strand ist feucht. Testkind Hanna trägt einen Body, eine dünne Strumpfhose, einen wattierten Schneeanzug und eine gefütterte Mütze. Dazu gibt’s ungefütterte Gummistiefel mit Wollsocken drin und (mal wieder) keine Handschuhe. Es wird locker eine Stunde mit dem Vierbeiner im Sand gebuddelt und auch auf dem Popo gesessen, viel Herumgelaufen wird nicht. Wieder zuhause der Test: Das Kind ist rundherum trocken und warm. Nur die Füße und die Hände sind Eiszapfen, was aber nicht an der Buddelhose liegt.
Der Schneeanzug ist auch vollkommen trocken, da geht absolut kein Tropfen durch. Schmutzig ist die Hose auch nicht geworden. Sollte das mal passieren, kann man sie bei 30 Grad in der Maschine ohne Waschmittel waschen. Leider ist diese Regenhose recht hochpreisig, empfehlen können wir sie jedoch sehr. Man muss bei der Anschaffung auch bedenken, dass man hochwertige Kleidung, auch Matschhosen, sehr gut auf Online-Plattformen wieder verkaufen kann. Denn eine Matschhose brauchen einfach alle Kinder.
Jan & Jul Wasserdichte Regenhose
Die Jan & Jul Matschhose ist die einzige im Test, die keinen Latz und keine Hosenträger hat. Wir haben sie in einem süßen Pünktchenmuster bestellt. Sie ist aus einem sehr guten Material hergestellt. Beim Befühlen müssen wir an die extrem hochwertige Pullea von Finkid denken, denn das Obermaterial ist dem der Finkid sehr ähnlich – sehr wasserdicht, sehr winddicht und on top noch atmungsaktiv. Die Wasserdichtigkeit liegt bei ordentlichen 10.000 mm. Auch die Bündchen am Bein sind sehr stark, was das Fehlen von Fußlaschen ausgleicht.
Die Matschhose ist dicht gefüttert und flauschig weich. Der Taillensaum lässt sich dank Kordelzug in der Weite verstellen. Leider hat diese Matschhose keine Reflektoren, was definitiv einen Punktabzug gibt. Denn gefütterte Matschhosen werden im Winter getragen. Im Winter ist es nicht nur kalt, sondern auch schnell dunkel, die Sichtbarkeit ist eingeschränkt. Da ist es ein Muss, dass Kinderkleidung reflektierende Bereiche hat! Davon mal abgesehen ist die Buddelhose super verarbeitet und es gibt sie in neun tollen Designs. Der Preis liegt je nach Größe eher im oberen Bereich.
Die Außentemperatur beträgt 4 Grad, es ist bewölkt, über Nacht hatte es gefroren, es ist richtig kalt und eher trocken. Hanna trägt einen Body, eine Strumpfhose, einen dicken Wollpulli, eine gefütterte Baumwollmütze, eine gefütterte Jacke und gefütterte Gummistiefel. Los geht’s nach draußen! Auf dem Spielplatz wird ein bisschen gerutscht, geklettert, aber auch viel herumgestanden. Die Finger sind so kalt.
Handschuhe werden verweigert, weshalb es nach nur einer halben Stunde wieder in die warme Wohnung geht. Alles warm und trocken. Die Hosenbündchen umfassen die Stiefel super fest, was wir klasse finden. Da bleiben die Füße garantiert warm und trocken. Das Taillenbündchen hat auch einen guten Job gemacht. Nichts ist verrutsch oder hat eingeschnürt. Die Jan & Jul Matschhose ist super, anstandslos empfehlen können wir sie wegen der fehlenden Reflektoren allerdings nicht.
Steiff Regenhose
Die Matschhose von Steiff ist aus solidem Material. Die Nähte sind versiegelt und verschweißt, aber nicht gut verarbeitet. Überall gucken Ziehfäden heraus, Einzelheiten sind nur einfach vernäht und baumeln herum. Ein Namensschild gibt es nicht. Die Matschhose gibt es in zwei Ausführungen, wir haben uns für die fuchsiafarbene entschieden. Der Reflektor in Label-Optik ist niedlich und tut, was er soll. Die Wassersäule dieser Matschhose liegt bei ausreichenden 5.000 Millimeter und der Preis liegt im mittleren Bereich.
Die Matschhose hat seitliche Knöpfe zum Verstellen der Weite und einen Gummizug im Rückenbereich. Der Verschluss der Hosenträger ist etwas frickelig und die Hosenträger selbst haben eine Optik, die nicht besonders kindlich ist: Schwarzer Grund und darauf weiße Buchstaben mit dem Label-Schriftzug – nicht so schön, finden wir. Die Fußlaschen sind festgenäht, aber mit Hilfe eines Knopfes größenverstellbar.
Die Außentemperatur beträgt 6 Grad, es ist bewölkt, der Boden war gefroren, es ist knackig kalt und trocken. Hanna trägt einen Body, Wollstrumpfhosen, einen dicken Wollpullover, Jersey-Hosen und einen Wollwalk aus reiner Merinowolle. On top eine gefütterte Baumwollmütze und ungefütterte Gummistiefel mit Wollsocken darin. Das Anziehen der Matschhose gelingt relativ leicht. Der Gummizug im Rücken ist etwas nervig, aber es geht. Draußen wird erst mal ausgiebig geschaukelt, danach gibt es ein Picknick, bei dem viel auf einer nassen Bank gesessen wird.
Wieder zuhause wird geprüft: trotz Spielen im Matsch und an Regentagen alles warm und trocken. Auch der Merinoanzug ist völlig trocken, warm und sauber. Soweit so gut. Leider können wir diese Matschhose nicht empfehlen, außer man ist absoluter Steiff-Fan. Denn die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig, der Hosenträger ist hässlich, ein Namensschild fehlt – da bekommt man für weniger Geld eine deutliche bessere Buddelhose.
BenBoy Kinder Regenhose
Die Kinder Regenhose von BenBoy haben wir in Schwarz bestellt. Es gibt die Matschhose in fünf verschiedenen Farben und sie hat wahrscheinlich eine Wassersäule von 3.000 bis 4.000 Millimetern. Wir mussten das schätzen, da diesbezüglich keine Angaben zu finden sind. Für die Schätzung haben wir das Material einfach genau geprüft und mit den anderen Matschhosen im Test verglichen. Die Matschhose ist robust und gut verarbeitet. Die Nähte sind versiegelt und das Innenmaterial wirkt atmungsaktiv. Die Buddelhose hat Hosenträger und einen guten Klickverschluss.
Die BenBoy hat ein sehr starkes Gummibündchen im Rücken, das sich bis zur Seite zieht. Leider hat die Matschhose keine seitlichen Druckknöpfe. Im Inneren ist die Matschhose recht eilig und fast ein bisschen schlampig vernäht. Das Namensschild ist nur einfach am oberen Saum befestigt – das haben wir bei anderen Matschhosen schon wesentlich sorgfältiger gesehen. Eine Garderobenaufhängung fehlt gänzlich. Die Stoffenden hängen auch lose im Inneren der Matschhose herum, sind weder umgenäht noch angenäht. Das ist wirklich nachlässig und nervig beim Tragen. Die Reflektorstreifen sind in doppelter Ausführung vorhanden und die Fußlasche ist größenverstellbar und nicht angenäht. Preislich liegt die Matschhose im unteren Bereich.
Die Außentemperatur beträgt vier Grad, es ist sonnig und bewölkt, der Boden war nachts gefroren, es ist bibberkalt und trocken. Hanna trägt einen Body, Wollstrumpfhosen, einen dicken Wollpullover, Baumwollhosen und einen Wollwalk aus reiner Merinowolle. Der Kopf wird durch eine gefütterte Baumwollmütze warm gehalten und die Füße durch ungefütterte Gummistiefel mit Wollsocken drin. Das Anziehen der Matschhose gestaltet sich recht nervig. Die innenliegenden Stofflappen rollen sich an den Klamotten auf und müssen erst mal wieder glatt gestrichen werden. Mit einem Kind im Arm, das gerne raus möchte, ist das wirklich keine Freude.
Endlich draußen wird im Regenanzug geschaukelt und Karussell gefahren. Hanna flitzt los und wir hinterher. Ständig müssen wir die Regenhose wieder in Form ziehen oder den Wollanzug. Irgendwas verrutscht ständig. Der Gummizug ist viel zu eng und geht viel zu weit um die Matschhose herum. Und egal wie eng wir die Hosenträger stellen, irgendwie schaffen sie es trotzdem herunterzurutschen und das Spielen zu stören. Wieder in der Wohnung befühlen wir Kind und Kleidung akribisch. Alles warm und trocken. Wenigstens das. Dennoch: Diese Matschhose ist ein Reinfall und wirklich gar nicht zu empfehlen. Da gibt es deutlich bessere hier im Test.
So haben wir getestet
Die Matschhosen haben wir nach Beliebtheit und Verkaufsrang ausgesucht. Unsere Auswahl enthält gefütterte, ungefütterte und welche mit und ohne Latz und Hosenträgern. So haben wir eine schöne Bandbreite abgebildet. Um beim Testen dann eine möglichst ähnliche Ausgangssituation zu schaffen, haben wir jeden Tag die Temperatur geprüft und Testkind Hanna entsprechend gekleidet.
Geschaut haben wir nach der Verarbeitung, der Optik und ob eine Matschhose Reflektoren, eine Garderobenaufhängung, ein Namensschild und seitliche Druckknöpfe hat. Wir haben geprüft, ob die Matschhose wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv und warm ist – warm natürlich nur im Fall einer gefütterten Matschhose. Wir haben geguckt, wie aufwändig der Verschluss der Hosenträger zu öffnen und zu schließen ist, falls vorhanden. Wir haben auch beurteilt, wie es um die Fußlaschen steht. Sind sie angenäht? Wenn ja, kann man sie in der Länge verstellen?
Und wir haben bewertet, wie leicht es ist die Matschhose anzuziehen, also ob sie einfach über die Klamotten flutsch, oder ob sie hängen bleibt oder ähnliches. Den Tragekomfort haben wir auch berücksichtigt. Also: Fühlt sich das Testkind wohl oder muss man ständig nacharbeiten, weil die Matschhose vorne und hinten nicht richtig sitzt. Schlussendlich haben wir überprüft, ob das Kind und die Unterklamotten nach dem Spielen warm, trocken und sauber waren. Extrapunkte gab es für besondere Nachhaltigkeit oder Gütesiegel oder ausgebuffte Ideen, die Eltern das Leben leichter machen.
Die wichtigsten Fragen
Welche Matschhose ist die beste?
Die beste Matschhose ist die BMS Matschhose, weil sie unschlagbar wasserdicht ist. Frei von Schadstoffen und außerdem atmungsaktiv hat sie in unseren Augen alles, was eine Matschhose braucht. Wer sich dennoch nach Alternativen umsehen möchte, wird in unseren übrigen Empfehlungen fündig.
Was sollte man beim Kauf einer Matschhose beachten?
Wichtig ist die Wasserdichte, schadstofffreies und robustes Material, aber auch die Verarbeitung und versiegelte Nähte. Man sollte drauf achten, dass die Matschhose an einigen Stellen in der Größe verstellbar ist, nur so kann sie mitwachsen oder über dickere Kleidung gezogen werden. Das geht in der Regel durch einen breiten Gummizug im Rücken, seitliche Druckknöpfe, längenverstellbare Hosenträger und längenverstellbare Fußlaschen.
Es ist auch wichtig, dass die Hose atmungsaktiv ist, sodass das Kind nicht zu sehr schwitzt: Erkältungsgefahr! Optimalerweise ist die Hose dabei nicht nur wasser-, sondern auch winddicht. Die Hose sollte leicht sein, gemütlich und weit genug geschnitten und unbedingt reflektierende Streifen oder Muster haben, sodass das Kind auch im Dunklen sichtbar ist. Und zwar für die Eltern und die Verkehrsteilnehmer.
In welcher Größe kauft man eine Matschhose?
Am besten kauft man eine Matschhose immer eine Konfektionsgröße größer. Einfach weil die Matschhose ja über der Kleidung getragen wird und dabei nicht zu eng sitzen sollte. Ist die Matschhose zu eng, hat die Luft keinen Platz mehr und dem Kind wird schneller kalt.
Braucht man eine Matschhose nur bei Regenwetter?
Nein. Denn auch wenn es nicht regnet, kann der Untergrund nass und kalt sein. Spielt das Kind auf einem Spielplatz mit Wasser-Ecke, in einer großen Pfütze oder am Strand, ist es sinnvoll es in eine Matschhose zu stecken. So wird das Kind vor Nässe und damit vor Auskühlung geschützt. Nebenbei schont es die Kleidung und damit die Nerven von Papa und Mama.
Schwitzt das Kind nicht total, wenn eine Hose wasserdicht ist?
Doch, und wie! Bis zu einem Liter pro Stunde sagt man, schwitzt ein sehr aktives Kind. Deshalb ist es so wichtig eine Matschhose zu kaufen, die auch entsprechend atmungsaktiv ist. Die meisten Hersteller lösen das mit einem speziellen Innenfutter. Eltern sollten darauf achten, das Kind zusätzlich nicht zu warm anzuziehen und dass die Kleidung schön luftig sitzt und nicht hauteng anliegt. So kann die warme Luft zirkulieren und das Kind wird abgekühlt.