Die beste MicroSD-Karte

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Test: Microsd Teaser
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Die beste MicroSD-Karte für die meisten Nutzer ist die Kingston Canvas React. Sie bietet in der von uns getesteten 64-Gigabyte-Variante hohe Transferraten und kurze Zugriffszeiten. Und dabei ist sie auch noch günstig zu haben – inklusive SD-Karten-Adapter.

Update 7. Dezember 2018

Wir haben 12 weitere MicroSD-Karten getestet. Unser neuer Testsieger ist die Kingston Canvas React.

MicroSD-Karten sind vor allem als Speichererweiterung für Smartphones beliebt. Sie sind die günstigste Möglichkeit, mehr Fotos und Apps aufs Smartphone zu bekommen – sofern das Smartphone einen entsprechenden Steckplatz hat und Apps auf SD unterstützt. Auch viele Action-Cams setzen auf MicroSD zum Speichern der Videoaufnahmen.

Wir haben uns alle auf dem deutschen Markt erhältlichen MicroSD-Karten angesehen und zwölf aktuelle Modelle für unser Test-Update gewählt. Dabei haben wir uns auf Speicherkarten mit einer Kapazität von 64 Gigabyte beschränkt, weil diese Größe in der Regel mit das beste Verhältnis von Preis zu Speicherplatz bietet und auch immer noch am meisten nachgefragt wird. Im Durchschnitt all unserer Testmodelle lag der Preis bei 42 Cent pro Gigabyte.

Modelle mit 32 oder 128 Gigabyte erreichen in der Regel sehr ähnliche Testergebnisse wie die von uns getesteten Versionen mit 64 Gigabyte. Wenn Sie eine andere Größe benötigen, spricht also nichts dagegen, unsere Empfehlungen in anderen Speichergrößen zu kaufen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kingston Canvas React

Test Micro-SD-Karte: Kingston Canvas React
Preiswert, schnell genug für 4K-Videos und auch im Smartphone gut aufgehoben ist die Canvas React.

Wegen ihrer tollen Leistung und dem günstigen Preis ist die Kingston Canvas React unser Favorit bei den MicroSD-Karten. Sie spricht mit sehr hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sowie kurzen Zugriffszeiten sowohl Fotografen und Filmer als auch Smartphone-Nutzer an.

Wenn Geld egal ist

ADATA Premier One V90

Test Micro-SD-Karte: ADATA Premier One V90
Nicht ganz billig, dafür aber rasend schnell: Die Premier One genügt höchsten Profi-Ansprüchen.

Die ADATA Premier One V90 ist unserem Favoriten in jeder Hinsicht weit überlegen, kostet aber auch etwa doppelt so viel. Das enorm hohe Schreibtempo reicht selbst für 8K-Videos locker aus. Smartphone-Nutzer freuen sich über die sehr kurzen Zugriffszeiten.

Gut & günstig

Hama microSDXC

Test Micro-SD-Karte: Hama micro SDXC 64
Dass auch sehr günstige Karten gut mithalten können, beweist die performante Hama microSDXC.

von 49 Lesern gekauft

Eine der günstigsten Karten im Test hat es auch unter die besten geschafft. Mit der Hama microSDXC bekommt man für kleines Geld eine SD-Karte mit gutem Schreibtempo und kurzen Zugriffszeiten. Wie bei den meisten neuen Karten überzeugt zudem das sehr hohe Lesetempo.

Vergleichstabelle

Unser FavoritWenn Geld egal istGut & günstig
Modell Kingston Canvas React ADATA Premier One V90 Hama microSDXC SanDisk Extreme Plus (A2) Toshiba Exceria Pro M401 SanDisk Extreme Pro SanDisk Extreme Plus (A1) Samsung Pro Plus Emtec Speedin Sony SR64UXA Samsung Evo Select SanDisk Extreme Pro Samsung Evo Plus Transcend Ultimate 633x Lexar 633x SanDisk Ultra SanDisk Extreme Toshiba Exceria PNY Elite Performance Intenso Professional PNY Elite Fujifilm High Professional Transcend Premium 400x Kingston Gold SanDisk Ultra SDSQUAR 64 SanDisk Ultra 64
Test Micro-SD-Karte: Kingston Canvas ReactTest Micro-SD-Karte: ADATA Premier One V90Test Micro-SD-Karte: Hama micro SDXC 64Test Micro-SD-Karte: SanDisk Extrem Plus (A2)Test Micro-SD-Karte: Toshiba Exceria Pro M401Test Micro-SD-Karte: SanDisk Extreme ProTest Micro-SD-Karte: SanDisk Extreme PlusTest Micro-SD-Karte: Samsung Pro PlusTest Micro-SD-Karte: Emtec SpeedinTest Micro-SD-Karte: Sony SR64UXATest Micro-SD-Karte: Samsung Evo Select 64Test Micro-SD-Karte: SanDisk Extreme ProTest besten Micro-SD-Karten: Samsung Evo PlusTest Micro-SD-Karte: Transcend Ultimate 633xTest Micro-SD-Karte: Lexar 633xTest Micro-SD-Karte: SanDisk UltraTest Micro-SD-Karte: SanDisk ExtremeTest Micro-SD-Karte: Toshiba ExceriaTest Micro-SD-Karte: Intenso ProfessionalTest Micro-SD-Karte: PNY Elite PerformanceMicro-SD-Karte Test: Fujifilm Memory Card Microsdxc 64gb High Professional Uhs I Class 10 AdapterTest Micro-SD-Karte: Transcend Premium 400xTest Micro-SD-Karte: Kingston GoldTest Micro-SD-Karte: SanDisk Ultra SDSQUAR 64Test Micro-SD-Karte: SanDisk Ultra 64
Pro
  • Sehr hohes Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Günstig
  • Extrem hohes Schreibtempo
  • Extrem hohes Lesetempo
  • Sehr kurze Zugriffszeiten
  • Hohes Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr günstig
  • Sehr hohes Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohes Schreibtempo
  • Hohes Lesetempo
  • Kurze Zugriffszeiten
  • Sehr hohes Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohe Transferraten
  • Sehr hohes Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Günstig
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Hohe Transferraten
  • Hohe Lesegeschwindigkeit
  • Hohes Lesetempo
  • Hohes Lesetempo
  • Akzeptables Lese- und Schreibtempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr günstig
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr günstig
  • Sehr hohes Lesetempo
  • Sehr günstig
Contra
  • Lese-Zugriffszeiten nur mittelmäßig
  • Lese-Zugriffszeiten nur mittelmäßig
  • Für das Gebotene deutlich zu teuer
  • Lange Zugriffszeiten
  • Lange Zugriffszeiten
  • Für das Gebotene zu teuer
  • Für das Gebotene deutlich zu teuer
  • Mittelmäßiges Schreibtempo
  • Lange Zugriffszeiten
  • Lange Zugriffszeiten
  • Deutlich zu teuer
  • Schwache Schreibrate
  • Sehr lange Zugriffszeiten
  • Deutlich zu teuer
  • Schlechteste Schreibwerte im Test
  • Lange Zugriffszeiten
  • Extrem langsames Schreibtempo
  • Sehr lange Zugriffszeiten
  • Extrem langsames Schreibtempo
  • Sehr lange Zugriffszeiten
  • Lange Zugriffszeiten
  • Extrem langsames Schreibtempo
  • Extrem lange Zugriffszeiten
  • Zu teuer
  • Extrem langsames Schreibtempo
  • Extrem lange Zugriffszeiten
  • Massiv überteuert
  • Extrem langsames Schreibtempo
  • Extrem lange Zugriffszeiten
  • Lange Zugriffszeiten
  • Für das Gebotene zu teuer
  • Langsames Schreibtempo
  • Langsames Schreibtempo
  • Kein Adapter dabei
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Wir haben uns für die neue Testreihe zwölf aktuelle MicroSD-Karten mit 64 Gigabyte Speichergröße besorgt und durch zwei standardisierte Testprogramme laufen lassen. Die beliebte Größe von 64 Gigabyte bietet nicht mehr unbedingt das beste Preis-Leistungsverhältnis, oft ist der Preis pro Gigabyte bei 128 oder sogar 256 Gigabyte großen Karten sehr ähnlich. Im Durchschnitt all unserer Testmodelle lag er bei 42 Cent pro Gigabyte.

Karten mit weniger als 32 Gigabyte sind oft unverhältnismäßig teuer und auch immer schlechter erhältlich. Im Einzelfall sollte man kurz den Gigabyte-Preis ausrechnen. Außerdem sind Karten mit 8 oder 16 Gigabyte Kapazität in Zeiten hochauflösender Fotos und Videos zu schnell voll.

alle-micro-sd-speicherkarten-im-test
Insgesamt 14 MicroSD-Karten haben wir getestet: PNY Elite, SanDisk Ultra, Transcend Premium 400x, Intenso Professional, Toshiba Exceria, SanDisk Extreme, PNY Elite Performance, Fujifilm High Professional, SanDisk Extreme Pro, Kingston Gold, Samsung Evo Plus, Lexar 633x, SanDisk Extreme Plus, Transcend Ultimate 633x.

MicroSD-Karten mit einem Preis von mehr als 1 Euro pro Gigabyte haben wir von vorneherein vom Test ausgeschlossen, weil es sich in der Regel nicht lohnt, so viel Geld auszugeben. Diese Modelle sind nicht unbedingt besser, nur weil sie teurer sind. Da UHS-II-Karten stark im Preis gefallen sind, haben wir diesmal zwei günstigere Modelle dieses Typs mit berücksichtigt.

Test-Update: Übersicht Neue Micro-SD-Karten
Diese zwölf aktuellen MicroSD-Speicherkarten haben es in unser Test-Update geschafft: Hama microSDXC, Kingston Canvas React, Emtec Speedin, Samsung Pro Plus, SanDisk Ultra SDSQUAR, Toshiba Exceria Pro, Sony SR64UXA, SanDisk Extreme Pro, ADATA Premier One V90, SanDisk Extreme Plus, Samsung Evo Select, SanDisk Ultra.

Die zwölf neuen Karten mussten zwei Testprogramme durchlaufen. Mit beiden haben wir die sequenzielle Schreib- und Lesegeschwindigkeit sowie die Zugriffszeiten unter Windows 10 getestet. Dazu haben wir die Speicherkarten mit einem schnellen, UHS-II-fähigen USB-3.0-Lesegerät an den PC angeschlossen.

Das Prozedere haben wir bei unseren Empfehlungen nochmals mit SD-Karten-Adapter durchgeführt, um die Auswirkungen des Adapters auf die Geschwindigkeit zu prüfen. Wir konnten beobachten, dass Adapter bekannter »Premium«-Hersteller wie SanDisk tendenziell weniger bzw. gar keinen Einfluss auf das Tempo haben als die weniger bekannter Marken. Generell ist man natürlich auch nicht auf den mitgelieferten Adapter angewiesen.

Leider wollten einige Karten in den mitgelieferten Adaptern partout nicht mit unserem Kartenleser kooperieren, sodass wir dort ersatzweise auf einen Samsung-Adapter zurückgreifen mussten. Das haben wir dann extra vermerkt.

Die sequenzielle Schreib- und Lesegeschwindigkeit besagt, wie zügig die Speicherkarte größere Dateien wie Digitalfotos fortlaufend speichern oder lesen kann – wichtig bei der Aufnahme von HD- und 4K-Videos und der Serienaufnahme von Fotos sowie beim Kopieren der Dateien von der Karte auf die Festplatte des Computers.

Fürs Smartphone ist eine kürzere Zugriffszeit wichtiger als eine hohe Schreibrate

Die Zugriffszeit ist hingegen die Zeitspanne, die vergeht, bis die Speicherkarte reagiert. Sie ist bei MicroSD-Karten, die als Speichererweiterung in Smartphones zum Einsatz kommen, noch entscheidender als die sequentielle Transferrate. Denn anders als bei der Transfergeschwindigkeit geht es hier um kurze Zugriffe auf kleine Mengen von Daten, die oft quer über die Karte verstreut liegen.

Wer beispielsweise Apps auf die Speicherkarte auslagert, bemerkt kurze Zugriffszeiten unter anderem durch eine schnelle Reaktion des Smartphones auf Nutzereingaben.

Adapter machen viele Karten langsamer

Zuletzt haben die Empfehlungen mit Adapter in einer Digitalkamera mit hoher Serienbildgeschwindigkeit getestet. Zum Einsatz kam eine Canon EOS 77D (UHS-I), deren interner Datenpuffer bis zu 23 RAW-Fotos zwischenspeichern kann. Wir wollten wissen, wie lange die Kamera benötigt, den vollen Puffer auf die Karte zu übertragen und wieder bereit ist, neue Fotos zu machen. Hier gab es im Test signifikante, aber nicht so große Unterschiede.

Wichtig: Die Geschwindigkeit einer Speicherkarte hängt stark von der Testumgebung ab. Das verwendete Lesegerät oder die genutzte Kamera haben einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. So hängt das tatsächliche Tempo im Smartphone oder Tablet immer in erheblichem Maße vom jeweiligen Speicherkarten-Controller des jeweiligen Gerätes ab.

Unsere Testreihe dient daher lediglich der Vergleichbarkeit der MicroSD-Karten untereinander und nur tendenziell einer Aussage über die absoluten Transferraten. Unter anderen Umständen können die Modelle auch schneller oder langsamer sein. Das hat jedoch keinen Einfluss auf die Aussagen dieses Artikels.

Kleine Karte, viel Speicherplatz

Die MicroSD-Karte ist die stark verkleinerte Version der SD-Karte. Sie ist nur 11 x 15 x 1 Millimeter groß und damit ungefähr viermal kleiner als der große Bruder. Der Grund: Sie kommt in Geräten zum Einsatz, die nicht viel Platz für einen Speicherkartenschacht übrig haben – also vor allem in Smartphones und Tablets, aber auch in einigen Action-Cams.

Eine MicroSD-Karte ist die günstigste Möglichkeit, den Speicher des Smartphones zu erweitern – sofern der Hersteller einen entsprechenden Slot eingebaut hat. Apples iPhones etwa bieten diese Möglichkeit nicht, aber auch viele andere Premium-Smartphones verzichten darauf. Dann sind schnell 100 Euro und mehr für die nächstgrößere Speicherausstattung fällig.

Erweitert man den Speicher des Smartphones dagegen mit einer MicroSD-Karte, zahlt man mit unserem 64-GB-Favoriten gerade einmal 23 Euro mehr.

Schnelle Speicherkarte für Fotos und Videos

Doch die Kapazität einer MicroSD-Karte ist nicht alles, es kommt auch auf die Geschwindigkeit an. Wie schnell eine Speicherkarte Daten abspeichern und wieder lesen kann, ist von Modell zu Modell verschieden.

Die meisten Kameras verfügen über einen schnellen Datenpuffer, in dem die geschossenen Fotos zunächst zwischengespeichert werden. Bei Serienbildaufnahmen ist die Schreibgeschwindigkeit von großer Bedeutung, sonst kommt es bei vollem Puffer zwischen den einzelnen Fotos zu längeren Pausen, weil die Karte mit dem Abspeichern beschäftigt ist. Bei unserer Canon 77D machte sich das stark bei der Serienbildgeschwindigkeit mit vollem Puffer bemerkbar.

4K-Aufnahmen benötigen sehr hohe Schreibraten

Noch wichtiger ist die Übertragungsgeschwindigkeit bei Ultra-HD-Aufnahmen, wie sie etwa Action-Cams wie die GoPro Hero und auch viele Smartphones beherrschen. Dabei werden so viele Daten auf einmal auf die Speicherkarte geschrieben, dass bei einer langsamen MicroSD der Datenstrom abreißen kann. Das Resultat ist ein unbrauchbares Video.

Die ADATA Premier One V90 (UHS-II, zum Testzeitpunkt 46 €) gehört derzeit zu den schnellsten Karten und ist damit für alle Einsatzzwecke von Serienbildern über 4K-Videos bis hin zu 8K-Aufnahmen (!) bestens geeignet. Unser Favorit von Kingston ist zwar viel langsamer und nicht für 8K spezifiziert, erreicht aber ebenfalls ein professionelles Niveau und kostet eben auch nur die Hälfte.

Beide Modelle unterstützen die Übertragungs- bzw. Geschwindigkeitsstandards, die für solche anspruchsvollen Aufgaben gemacht sind. Was es damit genau auf sich hat, können Sie in unserem Test zu den besten SD-Karten nachlesen. Denn technisch sind SD- und MicroSD-Karten miteinander kompatibel. Preislich gesehen gibt es derzeit keinen Grund mehr, auf langsamere MicroSD-Modelle mit kleineren Speed-Klassen zu setzen.

Man kann eine MicroSD-Karte auch in einem Schacht für SD-Karten nutzen. Dafür benötigt man lediglich einen Adapter, der den meisten MicroSD-Karten bereits beiliegt – im gesamten aktualisierten Test gibt es nur eine einzige Ausnahme. So lässt sich eine MicroSD-Karte beispielsweise auch in einer Digitalkamera einsetzen.

Von der SanDisk Extreme Plus hatten wir im ersten Test eine ältere Version mit dem Aufdruck »A1« begutachtet, zu der sich jetzt ein neues, minimal schnelleres Modell mit dem Vermerk »A2« gesellt hat. Bei A2 handelt es sich um einen noch recht neuen Standard, der unter anderem Mindestanforderungen an die Performance bei zufälligen Schreib- und Lesevorgängen definiert und deshalb vor allem für den Einsatz in Tablets und Smartphones interessant ist.

Testsieger: Kingston Canvas React

Ausreichend Speicherplatz, hohe Geschwindigkeit beim sequentiellen Lesen und Schreiben sowie kurze Zugriffszeiten – das sind die Kriterien, die für eine gute MicroSD-Speicherkarte sprechen. Am besten gibt es das Ganze dann noch zu einem günstigen Preis.

Unser Favorit

Kingston Canvas React

Test Micro-SD-Karte: Kingston Canvas React
Preiswert, schnell genug für 4K-Videos und auch im Smartphone gut aufgehoben ist die Canvas React.

Genau diese Eigenschaften zeichnen unseren Testsieger Kingston Canvas React aus, der zu einem günstigen Preis von 36 Cent pro Gigabyte zu haben ist. Dafür liefert die von uns getestete 64-Gigabyte-Version vor allem sehr hohe Schreibgeschwindigkeiten von 80 Megabyte pro Sekunde (MB/s) und sehr gute Lesegeschwindigkeiten von 94 MB/s. Das genügt problemlos für 4K-Aufnahmen und Serienbilder mit dem Smartphone oder der Action-Cam.

Für Smartphone-Nutzer ist die Canvas React zudem wegen ihrer kurzen Zugriffszeiten bestens geeignet. 0,455 Millisekunden beim Lesen gehören zu den besten Ergebnissen im Testfeld. Damit reagiert das Handy auch dann schnell, wenn Apps und Daten auf die Speicherkarte ausgelagert und von dort bei Bedarf abgerufen werden.

Beim Kameratest benötigt die EOS 77 D nur 7,5 Sekunden zum Übertragen des vollen Puffers auf die Karte. Das ist einer der besten Werte für UHS-I-Karten im Test. Während die Karte in zwei Digicams anstandslos ihren Dienst verrichtet, verweigert sie in ihrem Adapter leider die Zusammenarbeit mit unserem Kartenleser. Wir haben uns daher eines schnellen Adapters einer Samsung-Karte bedient und festgestellt, dass es damit keine Geschwindigkeitseinbußen gibt – die Karte arbeitet fast exakt so schnell wie ohne Adapter.

Damit ist die Kingston Canvas React für die allermeisten Nutzer die perfekte MicroSD-Speicherkarte, weil sie nicht nur sowohl in Kameras als auch in Smartphones schnell arbeitet, sondern auch noch vergleichsweise günstig zu haben ist. Der Hersteller gewährt eine Garantie für die »Lebenszeit des Produktes«, was auch immer das bedeutet. Kingston bietet das Modell ebenfalls in den Kapazitäten 32 Gigabyte und 128 Gigabyte und an.

Alternativen

Unser Favorit, die Kingston Canvas React, bietet eigentlich schon für fast alle Ansprüche eine gute Performance – und das zu einem sehr niedrigen Preis. Sie ist daher unser Tipp für alle, die einfach eine sehr gute und dennoch günstige MicroSD-Speicherkarte suchen. Wenn Sie aber bereit sind, für ein Maximum an Leistung auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, haben wir für Sie eine andere Empfehlung.

Wenn Geld egal ist

ADATA Premier One V90

Test Micro-SD-Karte: ADATA Premier One V90
Nicht ganz billig, dafür aber rasend schnell: Die Premier One genügt höchsten Profi-Ansprüchen.

Die ADATA Premier One V90 hat in unserem Test durch die Bank die mit Abstand besten Ergebnisse erzielt. Dank extrem hoher Schreib- und Lesegeschwindigkeit eignet sie sich sogar für professionelle Fotografen sowie für 8K-Videos. Den Serienbildtest mit der Canon-Kamera absolviert sie mit Adapter innerhalb von 6,6 Sekunden – auch das ist ein Spitzenwert.

Wer die Karte in einem Smartphone oder Tablet nutzen möchte, freut sich über die schnellsten Zugriffszeiten im Test. Der beiliegende Adapter funktioniert in unserem Kartenleser und bremst die Karte nicht im Geringsten aus.

Die Premier One ist damit perfekt geeignet für besonders anspruchsvolle Nutzer, die die Karte sowohl ohne als auch mit Adapter einsetzen möchten. In allen Einsatzszenarien zieht sie dank UHS-II der versammelten Konkurrenz davon und bietet mit 72 Cent pro Gigabyte ein tolles Preis-Leistungsverhältnis, obwohl sie zu den teuersten Modellen in unserem Test gehört. Alternativ ist die Karte auch mit 128 und 256 Gigabyte zu bekommen.

Gut & günstig

Hama microSDXC

Test Micro-SD-Karte: Hama micro SDXC 64
Dass auch sehr günstige Karten gut mithalten können, beweist die performante Hama microSDXC.

von 49 Lesern gekauft

Sparfüchse greifen hingegen zur überaus günstigen Hama microSDXC, von der auch die Größen 16, 32 und 128 Gigabyte erhältlich sind. Für schlappe 22 Cent pro pro Gigabyte bekommt man hier eine rundum schnelle Karte, die nur beim Schreibtempo deutlich hinter unseren Favoriten zurückfällt. Das bedeutet, dass sie beim Einsatz im Smartphone fast auf Augenhöhe mit der Kingston Canvas React agiert.

Außerdem getestet

SanDisk Extreme Plus (A2)

Wer vielleicht aufgrund guter Erfahrungen in der Vergangenheit oder der 5-Jahres-Garantie gerne eine sehr gute Karte von SanDisk kaufen und dabei nicht auf den letzten Euro achten möchte, kann unbesorgt zur SanDisk Extreme Plus (A2) greifen. Der Allrounder liegt mit unserem Favoriten auf Augenhöhe, ist aber ein Stück teurer.

Toshiba Exceria Pro M401

Auch Toshiba hat mit der Exceria Pro M401 eine etwas teurere, aber durchaus spannende Karte im Angebot. Die schwächelt zwar beim Schreibtempo etwas, eignet sich aufgrund der zweitkürzesten Zugriffszeiten im Test aber hervorragend für Smartphones und Tablets und bewältigt auch 4K-Videos mit der Action-Cam problemlos.

Besonders langsam beim sequentiellen Schreiben ohne Adapter waren die Modelle PNY Elite und Elite Performance, SanDisk Ultra, Toshiba Exceria, Fujifilm High Professional und Transcend Premium 400x. Besonders lange und damit schlechte Zugriffszeiten beim Lesen haben wir bei PNY Elite mit 1,919 Millisekunden und die Transcend Premium 400x mit 1,791 Millisekunden gemessen. Bei den zwölf neuen Karten im Test lag die längste Zugriffszeit übrigens nur noch bei 0,628 Millisekunden.

Zahlreiche hier nicht gesondert erwähnte Karten sind zwar von der Performance her einen Blick wert, nur sind die Preise für das Gebotene zu hoch. Das gilt insbesondere im Vergleich zu unserem Testsieger Kingston Canvas React und der günstigen Hama-Karte.

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Kommentare

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Sven van L
Sven van L

hab ca 300 auf Lager wer will bitte melden 🙂

Philipp Gardener
Philipp Gardener

Private Cloud ist sicherer und größer

Andre Breitenstein
Andre Breitenstein

Ich habe mal gehört das Mann eine Cloud auch knacken kann??

Jörg Schiefer
Jörg Schiefer

SD ist überflüssig und veraltet viele setzen auf cloud https://play.google.com/store/apps/details?id=com.degoo.android

Robert Friedriszik
Robert Friedriszik

Aber auf SD Karten kann man zB die Spotify Mediathek runterladen, wird mit der Cloud schwierig. Besonders wenn man nur ein begrenztes Datenvolumen zur Verfügung hat…

Benny Krebs
Benny Krebs

Ganz genau Ralf Mohr . Ich halte auch nix von der cloud.

Alexander Fischer
Alexander Fischer

Hab auch alles auf einer SD und nux in der Cloud. Ohne Netz iat nämlich nix mit Cloud und Daten.