Die beste Mikrowelle

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Mikrowellen Test: Testsiger Sharp R843INW.

Die beste Mikrowelle ist für uns die Sharp R843INW. Ihr Nutzinhalt ist mit 25 Litern sehr groß bemessen und dank Drehwahlknopf und übersichtlicher Anzeige ist sie komfortabel zu bedienen. Die Mikrowelle von Sharp kann mit Heißluft und Ober-/Unterhitze bis zu 230 Grad backen. Beim Grillen und Aufbacken erzielten wir gute Ergebnisse, die Speisen müssen in der Regel nicht gewendet werden. Ein Wermutstropfen ist lediglich die etwas ungleichmäßige Erwärmung von Speisen.

Update 29. Oktober 2018

Wir haben die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Wir haben uns das riesige Angebot von Mikrowellen genau angesehen, die interessantesten ausgewählt und anschließend ausführlich getestet. Unter den 14 Testgeräten waren sowohl Geräte mit als auch ohne Grill- und Backfunktion, denn nicht jeder braucht beides.

Mikrowellen, die auf Grill- und Backfunktion verzichten, sind wesentlich günstiger. Man kriegt sie schon ab 50 Euro. Das teuerste Geräte im Test kostete dagegen 250 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sharp R843INW

Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Sharp R843INW
Aufback & Grill-Meister: Backen bis 230° mit Ober- und Unterhitze und guter Bedien-Komfort.

Unser Testsieger Sharp R843INW bereitete alle unsere Testgerichte nahezu perfekt zu. Egal ob Brathähnchen, Brötchen oder Reis – mit Ober- und Unterhitze klappt in dieser Mikrowelle fast alles. Dank des mitgelieferten beschichteten Metalldrehtellers werden gebratene Lebensmittel von unten schön kross. Einzig beim Erwärmen von Suppe konnte sich die Sharp nicht sonderlich positiv hervorheben, hier zeigte sich, dass sie nicht sehr gleichmäßig erwärmt. Unterm Strich ist sie für uns trotzdem die beste Mikrowelle für die meisten.

Besser aber teurer

Caso IMCG25

Noch etwas besser macht ihre Sache die Caso IMCG25, sie ist aber deutlich teurer als unser Testsieger. Der wuchtige Korpus passt sicher nicht in jede Küche, dafür handelt es sich um das solideste Produkt im Test. Sie ist eher ein Backofen mit Mikrowellenfunktion als eine Mikrowelle mit Grill und Heißluft. Backwaren können aber nur bis 200 Grad erhitzt werden – hier ist unser Testsieger im Vorteil. Dafür verzichtet Caso auf den Drehtelleraufbau: Die Unterhitze wird von einer Keramikplatte abgestrahlt. Aufbackbrötchen kann die Caso perfekt – und das ohne sie wenden zu müssen. Neben unserem Favoriten hatte die Caso das beste Aufbackergebnis im Test. Wenn Ihnen der Backofenaufbau gefällt und Sie nicht unbedingt Temperaturen über 200 Grad benötigen, sollten Sie die Mehrinvestition von zirka 100 Euro in Erwägung ziehen.

Wer unter 100 Euro bleiben möchte, findet in der Sharp R642INW eine günstigere Alternative. Mit einem Nutzinhalt von 20 Litern ist sie nicht so groß wie unser Favorit, aber dafür sind ihre Abmessungen kompakter und das Gewicht deutlich geringer. Bei der Sharp R642INW muss man sich mit Oberhitze begnügen, die mittels eines Quarzstrahlers abgegeben wird. Wie die große Schwester basiert diese Mikrowelle auf der Invertertechnik. Sie lieferte im Test sehr gut Grillergebnisse – auch ohne Heißluft. Man muss aber mit einem höheren Zeitbedarf rechnen, speziell beim Aufbacken von Brötchen. Zudem muss das Grill- und Aufbackgut wegen der fehlenden Unterhitze gewendet werden.

Gut & günstig

Severin MW 7875

Die Severin MW 7875 ist eine günstige Mikrowelle mit Grillfunktion, einfacher Bedienung und ohne Programmschnickschnack. Der mechanische Timer zeigt die Fertigstellung mit einen hellen »Ping« an, nervige Piepstöne gibt es nicht, Severin hat hier alles aufs Nötigste reduziert. Die Grillfunktion kann mit der Mikrowelle kombiniert werden, was im Test blasse bis goldbraune, aber sehr saftige Hähnchen ergab. Grill- oder Backwaren müssen allerdings zwingend gewendet werden, da keine Luftumwälzung stattfindet.

Mit Crisp-Funktion

Bauknecht MW 49 SL

Wer mit wenig oder ohne Fett frittieren und backen möchte, liegt mit der Bauknecht MW 49 SL richtig, denn sie bietet die Crisp-Funktion. Auf der Crisp-Platte gelingen sogar von unten angebrutzelte Hähnchenteile, Wedges oder Reibekuchen. Allerdings mussten wir die Reibekuchen und Wedges wenden. Schwachstelle der Bauknecht ist der hohe Austrocknungsgrad bei der Nutzung von Heißluft: Die Reibekuchen aber auch das Hähnchen auf dem Rost waren ziemlich trocken. Hähnchen auf der Crisp-Platte waren davon nicht betroffen. Die Bedienung mit den Touch-Tasten gelingt zügiger als bei der Caso, die preislich vergleichbar ist.

Spar-Tipp

Severin MW 7890

Wer nur eine einfache, kompakte Solo-Mikrowelle ohne Schnickschnack und Grillfunktion braucht, kann viel Geld sparen. Unsere Empfehlung ist dann die Severin MW 7890. Die 20-Liter-Mikrowelle nimmt von allen 14 Geräten im Test auch die geringste Stellfläche ein. Es gibt keine verwirrenden Programme, kein Display mit Uhrzeit oder Licht und keine nervigen Pieps-Geräusche beim Bedienen. Ein simpler mechanischer Timer schaltet das Gerät nach dem Betrieb komplett aus. Alle anderen Mikrowellen haben keinen Netzschalter und ziehen stets Energie aus der Dose. Wer ein unaufdringliches, kleines Gerät zum Auftauen oder zum Erwärmen von Speisen sucht, liegt it der günstigen Severin goldrichtig.

Vergleichstabelle

TestsiegerBesser aber teurerGünstigerGut & günstigMit Crisp-FunktionSpar-Tipp
Modell Sharp R843INW Caso IMCG25 Sharp R642INW Severin MW 7875 Bauknecht MW 49 SL Severin MW 7890 Bosch HMT75M451 Serie 4 Medion MD 17495 Medion MD 14482 Samsung GE89MST-1XEG Panasonic NN-GD38HSGTG Samsung MS23F301EASEG Sharp R242BKW
Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Sharp R843INWTest Mikrowelle mit/ohne Grill: Caso IMCG25Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Sharp R642INWTest Mikrowelle mit/ohne Grill: Severin MW 7875Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Bauknecht MW 49 SLTest Mikrowelle mit/ohne Grill: Severin MW 7890Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Bosch HMT75M451 Serie 4Test Mikrowelle: Medion MD 17495Test Mikrowelle: Medion MD 14482Test Mikrowelle: Samsung GE89MST-1XEGTest Mikrowelle: Panasonic NN-GD38HSGTGTest Mikrowelle: Samsung MS23F301EASEGTest Mikrowelle: Sharp R242BKW
Pro
  • Ober- und Unterhitze bis 230° (Brot Backen)
  • Rundes Grill/Backblech inklusive
  • Kein Wenden von Grill- & Aufback-Gut
  • Gute visuelle Darstellung der Betriebsmodi und Programme
  • Drehwahl-Knopf
  • Backofen-Aufbau mit Einschiebe-Rost (Mittel/Oben)
  • Ober-Unterhitze bis 200° (Backen)
  • Visueller Bedien-Komfort mit Touch
  • Gleichmäßig erwärmte Suppen
  • Machte den robustesten Eindruck
  • Sehr gute Grill-Ergebnisse, auch ohne Umluft
  • Gleichmäßige Suppenerwärmung
  • Dezente Beleuchtung
  • Guter Preis
  • Simple Bedienung
  • Ohne störendes Licht/Uhr
  • Krosse, saftige Hähnchen
  • Gleichmäßig erwärmte Suppen
  • Energieverbrauch im Standby fast null
  • Crisp-Platte
  • Gutes Hähnchen-Ergebnis
  • Überbacken mit Heißluft geht relativ schnell
  • viele Auto-Programme
  • mitgelieferter Dampfgarbehälter (klein)
  • Simple Bedienung
  • Ohne störendes Licht/Uhr/Piepsgeräusche
  • Energieverbrauch im Standby fast null
  • Hängende Montage möglich
  • Fast gleichmäßige Suppen- und Reiserwärmung
  • Uhr abschaltbar (kein Licht)
  • Drehwahl-Knopf versenkbar
  • Gute visuelle Darstellung der Auto-Programme
  • Brauchbarer Brötchen-Aufbäcker
  • Leichte Innenraum-Reinigung
  • Visuelle Darstellung der Auto-Programme
  • Keine Beleuchtung
  • Leichte Reinigung des Innenraumes
  • Sehr gleichmäßiges Erhitzen von Suppe im Teller
  • Intuitive Bedienung
  • Reinigungsprogramm mit Behälter
  • Gleichmäßige Reis-Erwärmung
  • Echtes Dampfgaren mit Edelstahl Dampfgar-Behälter
  • Gute Ergebnisse beim Hähnchen vom Grill
  • PanaCrunch-Pfanne für krosse Pizza
  • Intuitive Bedienung
  • Keine Komplexität
  • Leichte Innenraum-Reinigung
  • Unaufdringlicher, grüner Timer/Zeitanzeige
  • Leichte Innenraum-Reinigung
Contra
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppen
  • Kein Glas-Drehteller sondern beschichtetes Grill/Backblech
  • Hoher Standby Energieverbrauch
  • Grill- und Aufbackgut muss (oft) gewendet werden
  • Hähnchen-Ergebnis war nicht perfekt
  • Touch-Bedienfeld etwas reaktionsträge
  • Weniger Bedien-Komfort
  • Kein Drehwahl-Knopf
  • Grill- und Aufbackgut muss gewendet werden
  • Höherer Zeitbedarf zum Aufbacken
  • Grill- und Aufbackgut muss gewendet werden
  • Schlechtes Aufback-Resultat
  • Höherer Zeitbedarf zum Aufbacken
  • Backgut muss auf dem Rost gewendet werden
  • Brötchen mit ungleichmäßiger Bräunung
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppen
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe und Reisgericht
  • Bedienung etwas komplexer
  • Automatik-Programme
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe
  • Schlechte Ergebnisse beim Grillen von Hähnchen
  • Lautstärke und Piepsgeräusche
  • Bedienung der Tasten
  • Heizleistung fehlt
  • Schlechte Ergebnisse beim Grillen von Hähnchen
  • Schlechte Ergebnisse beim Aufbacken von Brötchen
  • Bedienung der Tasten
  • Brötchen Aufbacken dauert sehr lange
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe
  • Hähnchen-Ergebnis nur passabel
  • Langes Nachlaufen der Lüftung
  • Schlechte Ergebnisse beim Aufbacken von Brötchen
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe
  • Wackelige Buttons
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe
  • Hoher Standby-Energieverbrauch
  • Sehr helle, blaue Beleuchtung
  • Tür quietscht
  • Ungleichmäßige Erwärmung von Suppe
Bester Preis
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So haben wir getestet

Getestet haben wir zehn Mikrowellen mit und vier ohne Grillfunktion. Die Verarbeitungsqualität der verschiedenen Geräte unterscheidet sich trotz der großen Preisunterschiede erstmal nur wenig. Es gibt keine ungleichmäßigen Spaltmaße, die Lackierungen sind allesamt in Ordnung und Touch- sowie Button-Bedienfelder funktionieren wie sie sollen.

Manche Geräte machen allerdings einen solideren Eindruck als andere, sind dann aber auch größer und benötigen mehr Stellfläche. Dazu gehören die Caso IMCG25 und die Bosch HMT75M451 Serie 4.

Auch bei der Lautstärke im Betrieb gibt es kaum Unterschiede, angenehm leise ist kein Modell. Doch es gibt negative Beispiele wie die Samsung GE89MST-1XEG. Bei ihr klappert es unangenehm und sowohl die Caso IMCG25 als auch die Panasonic NN-GD38 haben eine lange Nachlaufphase des Lüfters. Bauknecht MW 49 SL, Medion MD 17495 und Samsung GE89MST-1XEG waren die lautesten Maschinen im Test.

Eine Mikrowelle ist ein Küchenhelfer und niemand möchte allzu oft in der Anleitung nachschlagen, was denn nun das Auto-Programm A7 bedeutet. Modelle ohne oder mit separaten Auto-Programmen sind mit einem einzigen oder zwei Tastendrückern in Gang zu setzen – zumindest für den Mikrowellenbetrieb.

Je intelligenter die Mikro­welle, desto größer der Bedien­aufwand

In der Praxis braucht es meistens aber vier bis zehn Tastendrücker, denn die Geräte sind intelligent – und das macht mehr Arbeit: Um eine Auftauzeit für gefrorenes Hühnchen bei passender Leistung zu berechnen, muss man das Gewicht in Gramm eingeben. Geräte mit Drehwahlregler sind hier im Vorteil, denn damit lassen sich die Angaben viel schneller auswählen als durch Tasten.

Die Anleitungen haben wir uns ebenfalls angesehen. Sie waren bei fast allen Geräten ausreichend bis ausführlich. Panasonic patzt durch eine nicht vorhandene Anleitung, Bauknecht trumpft mit einem deutschen Quick-Guide auf Pappe auf, der sich besser an der Küchenpinnwand anbringen lässt als das Anleitungsbüchlein in zehn Sprachen.

Falls Sie ungern Energie verschwenden, wird Sie interessieren, dass unser Testsieger mit 0,78 Watt Standby-Energieaufnahme im Mittelfeld liegt. Das schlechteste Gerät verbraucht fast das doppelte im Standby.

Mikrowellen – was Sie wissen müssen

Eine Mikrowelle erwärmt Speisen nicht durch von außen zugeführte Wärme wie man es beispielsweise vom Backofen kennt. Stattdessen setzen durch ein sogenanntes Magnetron erzeugte hochfrequente elektromagnetische Wellen Wassermoleküle in den Speisen in Bewegung und heizen sie dadurch auf.

Da Lebensmittel nicht von außen sondern von innen erwärmt werden, eignen sich Mikrowelle gut, um gefrorene Lebensmittel aufzutauen. Das Erhitzen mittels Mikrowellen ist eine relativ schonende Art der Erwärmung. Es bleiben also viele Nährstoffe erhalten – sofern Sie sich an einige Regeln halten, die wir weiter unten für Sie zusammengefasst haben.

Mikro­wellen sind besser als ihr Ruf

Klassische Mikrowellen regulieren ihre Leistung durch einen Intervallbetrieb. Das Magnetron wird im Rhythmus von einigen Sekunden ein- und ausgeschalten. Durch das Verhältnis von Ein- und Auszeit entsteht die vom Nutzer geforderte Leistung. Dadurch sind die Lebensmittel allerdings für kurze Zeit einer sehr hohen Leistung – sprich Erhitzung – ausgesetzt. Das kann bei Speisen, die besonders schonend gegart werden müssen wie beispielsweise Fisch, zu geschmacklichen Nachteilen oder zum Verlust von Vitaminen führen.

Aus diesem Grund wurden Mikrowellen mit Schaltnetzteil entwickelt, sogenannte Inverter-Mikrowellen. Sie steuern den Anodenstrom des Magnetrons elektronisch, dadurch kann die gewünschte Leistung gleichmäßig abgegeben werden, wodurch das Gargut noch schonender erwärmt wird.

Bei einer Mikrowelle finden Sie immer die Angabe einer Leistungsklasse, zum Beispiel 700 Watt. Sie bezieht sich auf die maximale Leistung des Magnetrons, der die Mikrowellen erzeugt. Üblich sind 700 bis 900 Watt Mikrowellenleistung. Die Leistung der Komponenten Grill und Heißluft wird zu obiger Leistung allerdings gegebenenfalls noch hinzu addiert. So kommen Leistungswerte von 2.000 Watt und mehr zustande.

Keine erwiesenen Nachteile

Viele Zeitgenossen sind bekennende Mikrowellenverzichter. Von gesundheitsschädlicher Strahlung ist da oft die Rede oder von der Zerstörung von Nährstoffen. Strahlung, die nach außen dringt, ist kein Thema, das haben unter anderem die Tests der Stiftung Warentest erwiesen.

Alle Geräte sind so gut metallisch abgeschirmt, dass keine Strahlung nach außen dringt. Am Glas der Tür einer Mikrowelle kann man ein Metallnetz erkennen, das die Strahlung der Mikrowelle nicht durchdringen kann.

»Strahlung« klingt natürlich erst einmal gefährlich, ist aber letztlich ein neutraler physikalischer Begriff. Es handelt sich hierbei um elektromagnetische Strahlung zu der Licht genauso gehört wie die Wärmestrahlung des Backofens. Der einzige Unterschied ist die Frequenz der elektromagnetischen Strahlung: während die Frequenzen sichtbaren Lichts zwischen 400 und 790 Terahertz liegen, erzeugt der Mikrowellenherd eine Frequenz von 2,45 Gigahertz und liegt damit im sogenannten Mikrowellenbereich – daher der Name.

Lebewesen gehören natürlich nicht in die Mikrowelle. Denn die Mikrowellen erhitzen die Flüssigkeit in den Zellen, Eiweiße gerinnen und das Tier stirbt. Kleine Kinder sollten Sie also belehren, dass die Katze in der Mikrowelle nichts zu suchen hat – genauso wenig wie im Backofen.

Jeder Garvorgang, egal ob im Topf, im Ofen, in der Pfanne oder in der Mikrowelle, zerstört oder beeinflusst die Vitamine eines Lebensmittels. Nicht umsonst gilt die Aussage, rohes Gemüse oder Obst ist gesünder als gekochtes.

Tipp: Erhitzen Sie Gemüse mit einer geringen Leistungsstufe von etwa 300 Watt und das nur so lange wie nötig. Es sollte nicht kochen und dampfen.

Die meisten Vitamine werden durch zu langes und zu hohes Erhitzen zerstör. Da sind Mikrowellen sogar im Vorteil, denn weil sie Speisen von innen nach außen erhitzen, geht das Erwärmen deutlich schneller als mit einer Hitzezufuhr von außen. Hier finden Sie eine Tabelle der Vitamine, die hitzebeständig oder -unbeständig sind.

Grillen, Braten, Backen & Co.

Wenn Sie am Sonntag Ihre Brötchen aufbacken möchten, brauchen Sie einen Grill, mit einer Mikrowelle allein kommt man da nicht weit. Bei allen Testgeräten ohne Heißluft war dabei ein Wenden notwendig, damit sie nicht verbrennen. Geräte mit Heißluft eignen sich generell besser fürs Aufbacken.

Einfache Grillmodelle haben keine Heißluft, das Grillhähnchen wird dann nur von oben und ungleichmäßig gebräunt. Wenn sie oft Fleisch grillen, sollten Sie unbedingt ein Gerät mit Umluft wählen.

Caso IMCG25: Die Keramik-Platte heizt sich auf und sorgt für Unterhitze
Caso IMCG25: Die Keramikplatte heizt sich auf und sorgt für Unterhitze.

Noch besser sind Modelle mit Ober- und Unterhitze. Die haben dann in jedem Fall auch Heißluft und können ein Hähnchen von oben und unten gleichmäßig bräunen. Wenn man sie auf den Rost legt, müssen sie nicht einmal gewendet werden. Von unseren Testgeräten waren nur Sharp R843INW und Caso IMCG25 mit Ober- und Unterhitze ausgerüstet.

Einige Hersteller preisen außerdem Dampfgarfunktionen an und legen einen speziellen Dampfgarbehälter bei. Prinzipiell kann in jeder Solo-Mikrowelle mit Dampf gegart werden, dazu braucht es nur einen separaten Dampfgarbehälter, etwa den Sistema Behälter für Dampfkochen.

Dampfgar-Topf des Panasonic NN-GD35
Dampfgar-Topf des Panasonic NN-GD38.

Da in diesen Kunststoffbehältern die Mikrowellen auch das Gargut treffen, sind Konsistenz und Geschmack aber längst nicht so gut wie bei reinem Dampfkontakt. Herausragend ist in diesem Bereich der Metall-Dampfgartopf der Panasonic NN-GD38.

Was die Bedienung anbelangt, hat man die Wahl zwischen analogen Drehknöpfen mit mechanischem Timer oder digitalen Anzeigen mit Tasten oder Touchfeld und Drehwahlknöpfen. Digital hat Vorteile: Die Zeit kann exakt eingestellt und abgelesen werden, außerdem sind Auto-Programme möglich. Dafür kann die Bedienung aber relativ komplex werden.

Mikrowellen mit analogen Drehknöpfen sind einfacher gestrickt, mehr als Leistung, Zeit und Modus (Mikro, Grill, Kombination) kann nicht gewählt werden. Das ist übersichtlich, schränkt aber die Möglichkeiten ein.

Reinigung

Zuallererst: Vermeiden Sie Verschmutzung an den Innenwänden sowie Gerüche, indem Sie Speisen und Getränke abdecken. Füllen sie regelmäßig ein Schälchen mit 200-250 Milliliter Wasser, geben Sie etwas Zitrone dazu und lassen Sie es 10 Minuten bei höchster Stufe in der Mikrowelle kochen. Nachdem der Dampf einige Zeit einwirken konnte, wischen Sie alle Flächen trocken. Dabei löst sich das Fett an den Wänden.

Auch wenn Sie den Garraum regelmäßig reinigen, können Gerüche in den Lüftungsbereichen verbleiben. Man kann sie mit Holzkohle binden: Einfach eine Hand voll in Stoff wickeln und für einige Tage im Garraum platzieren – und die Mikrowelle in dieser Zeit natürlich nicht benutzen.

Sicherheitstipps

Benutzen Sie keine Mikrowelle, deren Tür oder Schließmechanismus beschädigt ist. Außerdem sollten Sie Mikrowellen nie mit leerem Garraum betreiben, denn die Leistung des Magnetrons muss von etwas absorbiert werden. Decken Sie die Lüftungsschlitze des Gerätes nicht ab.

Achtung: Heiß! Benutzen Sie Mikrowellengeschirr. Normales Geschirr absorbiert keine Mikrowellen (Porzellan, Kunststoff) und wird nur indirekt durch das Gargut erwärmt. Unglasiertes Steingut oder solches mit Rissen kann Wasser enthalten, das dann ebenfalls erhitzt wird.

Metall in die Mikro­welle?

Benutzen Sie kein Geschirr mit Goldrand oder anderen metallischen Verzierungen. Sie wird durch die Strahlung beschädigt, schmilzt und platzt ab. Sie hören es am Knistern im Garraum.

Metall im Garraum ist aber nicht generell tabu. Speisen können sogar in der Alu-Schüssel erwärmt werden. Das ist allerdings ineffizient, da Schüsselwandung und Boden die Strahlung reflektieren und sie so nur von oben in das Gargut eindringen kann. Gegenstände aus dickem Metall wie Besteck sind kein Problem, sie werden einfach nur heiß.

Und zu guter letzt: Lassen Sie den Garvorgang nicht unbeaufsichtigt. Brötchen verkohlen schnell mal, ein Hähnchen kann mit der Keule im Grill hängenbleiben oder eine Flüssigkeit kann verkochen. Speziell wenn Sie ein neues Gerät besitzen, werden Sie erst lernen müssen, wie lange bestimmte Garvorgänge dauern.

Unser Testsieger: Sharp R843INW

Von allen getesteten Mikrowellen hat uns die Sharp R843INW unterm Strich am meisten überzeugt. Sie kostet zwar etwas mehr, hat dafür aber echte Backofenkompetenz im Kleinstformat.

Testsieger

Sharp R843INW

Test Mikrowelle mit/ohne Grill: Sharp R843INW
Aufback & Grill-Meister: Backen bis 230° mit Ober- und Unterhitze und guter Bedien-Komfort.

Während die meisten Mikrowellen mit Grill nur ein einziges Heizelement an der Decke des Garraumes haben, ist die Sharp R843INW mit einem zusätzlichen Heizelement unter dem Drehteller bestückt. Die Mikrowelle bietet damit sowohl Ober- wie auch Unterhitze und kann bis zu 230° aufgeheizt werden. Man kann damit nicht nur Brötchen aufbacken oder Rührkuchen zubereiten, sogar dunkle Roggenbrote aus Sauerteig, die anfangs hohe Temperaturen brauchen, sind möglich.

Eine Besonderheit ist der Drehteller aus beschichtetem Metall, der gleichzeitig als Bratpfanne benutzt werden kann. Einfach die Hähnchenkeulen oder anderes kleines Stückgut direkt darauf legen und fertig.

Durch die Unterhitze wird auf diese Weise auch von unten kross angebraten, wie eben in der guten alten Bratpfanne. Bei der Bauknecht MW 49 SL muss man sich das mit der Crisp-Platte deutlich teurer erkaufen.

Das klassische Aufbacken der Brötchen oder auch das Grillen von Hähnchenkeulen klappt mit der Sharp R843INW ganz ohne Wenden, am besten auf dem mitgelieferten niedrigen Grillrost.

Die Hähnchen wurden in unseren Testläufen fast perfekt. Für die optimale Färbung und eine krosse Haut bedarf es noch etwas Feinjustierung durch den Koch. Mit der Sharp ist das möglich, denn neben den Automatikprogrammen (auch für Hähnchen) können Temperatur, Leistung und Zeit manuell eingestellt werden.

Die jeweilige Einstellung geschieht über Tasten und einen Drehwahlknopf. Auf dem Display werden die Betriebsmodi Grill, Heißluft, Mikrowelle übersichtlich angezeigt. Bei der Nutzung des Backofens zeigt eine Skala an, ob das Temperatur-Soll erreicht ist.

Test: Erwärmen von Suppe und Reisgericht

Wir haben eine kühle, dickflüssige Kürbissuppe einmal in einem tiefen und auch in einem breiten Teller für jeweils zwei Minuten auf maximale Leistungsstufe erhitzt. Die Ergebnisse konnten unterschiedlicher nicht sein, wobei uns die Differenz von heißester und kühlster Stelle interessierte.

Der Testsieger machte im Suppentest leider keine so gute Figur, 29 (normaler Teller) und 40 Grad (breiter Teller) Temperaturunterschied lagen zwischen heißestem und kühlstem Punkt. Doch auch die Sharp R642INW (22 und 31 Grad) und Caso IMCG25 (28 und 33 Grad) sind nicht viel besser. Top-Resultate von nur 13 und 16 Grad Temperaturunterschied erzielte die Medion MD 14482.

Im Fall von Suppe sind größere Temperaturunterschiede aus unserer Sicht aber nicht tragisch: Zweimal umgerührt, schon ist die Suppe überall gleich warm. Problematischer ist es, wenn auch festere Nahrungsmittel ungleichmäßig erwärmt werden, dann ist das Hühnchen an einer Stelle schon trocken und an einer anderen noch roh. Allerdings relativiert sich der Effekt bei längeren Garzeiten.

Deshalb haben wir in einem zweiten Test ein Fertig-Reisgericht gekocht. Hier erzielte unser Testsieger ein sehr gutes Ergebnis: 104 zu 87 Grad sind eine relativ geringe Temperaturdifferenz. Es geht auch wesentlich schlechter, wie die Sharp R242BKW (95 zu 55 Grad) mit fast 40 Grad Temperaturunterschied unter Beweis stellt.

Test: Hühnchen vom Grill (Hälften, Keule)

Da viele in ihren Elektro- und Gasherden gerne Hähnchen oder deren Keulen zubereiten, haben wir dies zu den zwei wichtigsten Tests auserkoren. Geflügel auf dem Rost bearbeiten die Mikrowellen mit Grill und die Geräte ohne gleichermaßen. Sofern Heißluft vorhanden ist, wird selbige auch noch dazu geschalten.

Wenn ein passendes Geflügelprogramm vorhanden war, haben wird dieses benutzt und der Zeitvorgabe des Computers vertraut. Diese wird nach Eingabe des Gewichts berechnet. Ohne Auto-Programm haben wir den Kombi-Modus gewählt (Mikrowelle + Grill).

Die Keulen sind dasselbe in grün. Auch hier muss das Hähnchenprogramm – sofern vorhanden – aktiviert werden. Die Zeit lag hier bei ungefähr 30 Minuten, die Hähnchenhälften bei 40 Minuten.

Tipp: Überlassen Sie Ihre ersten Hähnchen nicht dem Zufall. Beobachten Sie den Garprozess und passen Sie Zeit, Leistung und Grillrosthöhe an. Mit der Zeit werden Sie lernen, wie es in Ihrer Mikrowelle am besten gelingt.

Da es sich um einen Kochprozess mit unterschiedlichen Variablen handelt, kann es sich bei unserem Ergebnis nur um einen Hinweis auf ein gutes oder schlechtes Kochergebnis handeln. Durch Variieren der Zeit, Nutzung unterschiedlich hoher Grillroste und Leistungsstufen und durch regelmäßiges Wenden des Hühnchens können die Ergebnisse bei Ihnen anders aussehen. Wir haben obige Tests in sieben Fällen wiederholt, weil das Ergebnis zu schlecht oder inkonsistent war.

Test Brötchen Aufbacken

Der Klassiker muss natürlich mit rein, wir haben uns für die Non-Frost-Ware aus der Tüte entschieden. Die wichtigste Frage für den Komfort war: Muss ich die Brötchen wenden? Die wichtigste Frage für den Geschmack: Ist das Brötchen rundherum kross und hat es überall eine schöne goldene Färbung?

Von diesem Idealfall sind die meisten Geräte weit entfernt. Unser Testsieger Sharp R843INW schafft immerhin das Aufbacken ohne Wenden und das in einer akzeptablen Zeit von acht Minuten. Die Hülle war rundherum kross. Hier kommt Ober- und Unterhitze zum Tragen, das leistet sonst nur noch die Caso IMCG25.

Das war es dann auch schon mit den Modellen, die Aufbackbrötchen perfekt hinbekommen. Alle anderen Geräte, inklusive der teuren Bauknecht MW 49 SL und der Panasonic NN-GD35, erzeugen eine ungleichmäßige Bräunung, hier muss das Backgut zwingend gewendet werden. Medions MD 17495 machte die Teiglinge von oben und unten kross, aus irgendeinem Grund aber nicht von den Seiten, trotz Heißluft und 150 Grad.

Die Nachteile

Die Sharp R843INW ist ein Allrounder, der Freunde des Überbackens (Heißluft) ebenso bedient wie Fans von Geflügel (Grill + Mikrowelle + Heißluft) und ambitionierte Bäcker (Heißluft bis 230 Grad).

Schwächen leistet sich die 25-Liter-Maschine nur beim Aufwärmen von Suppen im Teller, hier war das Ergebnis ungleichmäßig. Feinfühlige Zeitgenossen könnten sich an den klapprigen Tasten stören. Das Piepsen als Quittung für jeden Tastendruck ist Geschmacksache.

Sharp R843INW im Testspiegel

Zur Sharp R843INW sind momentan noch keine Testberichte vorhanden. Sobald welche verfügbar sind, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Die Sharp R843INW ist für uns die beste Mikrowelle, weil sie auch viele Backfunktionen übernehmen kann. Wenn Sie die nicht brauchen, weil Sie ohnehin einen Backofen haben, kommen auch andere, teils deutlich günstigere Modelle für Sie in Frage. Auch wenn die Mikrowelle den Backofen ganz ersetzen soll, gibt es bessere Alternativen.

Besser aber teurer

Caso IMCG25

Die Caso IMCG25 ist die beste Wahl für alle, die ganz auf einen Backofen verzichten wollen. Sie war das größte und eindeutig auch das solideste Modell im Test und fasst 25 Liter, ist aber drei Kilogramm leichter als der Testsieger von Sharp.

Die Caso ist aber auch eher ein Backofen mit Mikrowellenfunktion als anders herum. Das sieht man schon am fehlenden Drehteller und den Einschüben auf zwei Höhen für den eckigen Grillrost.

Unterhitze wird von der Keramikplatte abgestrahlt. Sie stellt den Boden des Ofens dar und ist leicht zu reinigen, auch der zu erwärmende Teller wird hier abgestellt.

Vom Typus her handelt es sich wie bei den beiden Geräten von Sharp um eine Inverter-Mikrowelle. Der Teller mit Suppe wurde ziemlich gleichmäßig erwärmt. Kuchen kann sowohl in der eigenen Springform als auch in dem runden Backblech mit Rand zubereitet werden, das im Lieferumfang enthalten ist.

Aufbackbrötchen gelingen perfekt und das, ohne sie zu wenden, wenn man sie auf den Rost legt. Neben unserem Testsieger lieferte die Caso damit das beste Aufbackergebnis. In allen anderen Grill-Mikrowellen muss immer gewendet werden.

Caso IMCG25: Display Auto-Programme

Bei der Caso muss man keine Programm-Codes wie A1 bis A12 dechiffrieren. Selbige stehen im Klartext in Deutsch und Englisch auf dem großen Bildschirm. Die Logik von Programm-, Gewichts- und Zeitwahl ist etwas gewöhnungsbedürftig, klappt mit etwas Übung aber relativ schnell.

Backen ist leider nur bis 200 Grad möglich. Außerdem reagiert das Touch-Bedienfeld etwas schwerfällig und kann nur bei geöffneter Tür bedient werden. So entweicht Hitze aus dem Ofen, wenn man sich im Programm geirrt hat und neu auswählen möchte.

Die Sharp R642INW ist eine etwas günstigere Alternative zum Testsieger. Abstriche muss man beim Garraum machen, der nur 20 Liter fasst. Außerdem gibt es keine Unterhitze, keinen Drehteller, der eine Bratpfanne ersetzen könnte und keine 230 Grad zum Backen.

Im Gegenzug sind die Abmessungen kompakter und das Gewicht knapp sieben Kilogramm geringer. Die R642INW ist ebenfalls eine Inverter-Mikrowelle, kann die Leistung also regulieren, genau wie unser Testsieger.

Die Sharp R642INW brachte im Test sehr gute Grillergebnisse zustande – und das ohne Heißluft. Allerdings müssen sowohl Grillgut als auch Brötchen gewendet werden. Durch die fehlende Umluft dauern sowohl Aufbacken als auch Grillen länger als beim Testsieger.

Einen Pluspunkt bekommt sie wiederum für die Erwärmung von Suppe im Teller. Das gelingt mit der R642INW deutlich gleichmäßiger als mit unserem Favoriten.

Bedienfeld und Display der beiden Sharp-Geräte sind nahezu gleich aufgebaut. Allerdings hat das günstigere Modell keinen Drehwahlregler. Für die Bedienung ist das ein echter Nachteil, das Einstellen von Zeit, Programm oder Gewicht geht auf Tasten nun einmal nicht so zügig.

Gut & günstig

Severin MW 7875

Wenn Sie eine Mikrowelle ohne Schnickschnack und verwirrende Automatikprogramme suchen, die einfach nur aufbacken und erwärmen kann, sind Sie mit der Severin MW 7875 gut beraten. Sie ist für uns die beste günstige Mikrowelle mit Grillfunktion.

Ein mechanischer Timer macht sich am Ende der eingestellten Zeit mit einem »Ping« bemerkbar und das Gerät ist dann wieder komplett ausgeschaltet. Einen Standby-Energieverbrauch von nahezu null haben wir sonst nur bei den zwei Mikrowellen mit mechanischem Timer gemessen.

Es gibt keine Anzeige mit Uhr, die mitunter störende Nachtbeleuchtung der Küche entfällt. Was erfreulicherweise ebenso entfällt sind die nervigen Piepstöne bei der Wahl von Zeit, Leistung und Modus.

Die Grillfunktion kann mit der Mikrowelle kombiniert werden, dafür gibt es auf dem oberen Rad eine feste Funktion. Und beim Grillen konnte sie überzeugen: Die Hähnchen waren zwar etwas blass bis goldbraun, aber dafür sehr saftig.

Da die Severin MW 7875 keine Umluftfunktion hat, müssen Grill- oder Backwaren gewendet werden. Daneben machte auch die normale Mikrowelle eine gute Figur: Suppe und Reis erwärmten sich relativ gleichmäßig.

Mit Crisp-Funktion

Bauknecht MW 49 SL

Bauknecht hat mit dem 25-Liter-Modell MW 49 SL keinen Preisbrecher im Angebot, aber eine Option mit interessanten Stärken. Damit meinen wir die gut gehende Touch-Bedienung auf dem großen Bedienfeld, die nützliche Crisp-Funktion sowie die hohe Geschwindigkeit bei der Nutzung von Heißluft.

Die Bedienung geht zügiger vonstatten als bei der Caso: Erstens muss zum Eintippen nicht die Tür geöffnet werden, zweitens reagieren die Tasten schneller.

Die Crisp-Funktion ersetzt eine Bratpfanne. Auf der beschichteten Platte liegende Hähnchenteile oder Reibekuchen werden auch von unten angebraten, denn die Platte heizt sich stark auf. Wer mit wenig Fett frittieren oder braten möchte, liegt hier richtig.

Das Überbacken eines Auflaufs mit Käse gelingt in kurzer Zeit und ein krustiger Bräunungseffekt ist auch vorhanden. Das klappt deutlich schneller als mit dem Testsieger.

Die beste Mikrowelle ist die Bauknecht MW 49 SL für uns aber nicht, denn die Geschwindigkeit und die gute Bräunung mit Heißluft brachten einen Nachteil: Unsere fettfreien Reibekuchen hatten zwar eine schöne Färbung und waren gar, innen aber auch ziemlich trocken.

Bauknecht MW 49 SL: Mit der Crisp-Platte werden die Stücken wie in der Pfanne auch von unten angebrutzelt.

Noch stärker kam das beim Hähnchen oder den Hähnchenteilen zum Tragen, dort war die Haut schrumpelig aber nicht kross. Im Grillbereich konnte uns die MW 49 SL daher leider nicht überzeugen.

Wir haben auch CrispyFry ausprobiert. Dieses Auto-Programm verspricht Pommes ohne Fett. An den eher trockenen Stäbchen konnten wir uns allerdings nicht erfreuen. Zu guter letzt waren dann auch noch die Brötchen auf dem Rost trotz Heißluft ungleichmäßig gefärbt und nicht überall kross.

Für den Koch besteht jedoch die Option, über die Verringerung der Leistung außerhalb der Auto-Programme bessere Ergebnisse auf dem Grill zu erzielen. Das muss aber jeder selbst durch Erfahrung herausfinden.

Außerdem will Bauknecht bei der MW 49 SL mit einer Dampfgarfunktion punkten. Die ist technisch gesehen keine Meisterleistung, denn mittels eines Dampfgarbehälters gelingt so etwas in jeder anderen Mikrowelle auch.

Theoretisch, denn praktisch haben uns die wässrigen, pampigen Pastinaken-Sticks nicht geschmeckt. Dampfgaren mit einem Dampfgarer, mit der Küchenmaschine oder auch im Topf erzielt schmackhaftere Ergebnisse. Die Mikrowellen bringen das Wasser zum Kochen, das Gemüse oder Fleisch aber leider auch, was die Konsistenz negativ beeinflusst.

Die Panasonic NN-GD38H hat ebenfalls so eine Art Crisp-Platte, kombiniert sie aber mit Deckel und Einsatz zum Dünsten bzw. zum Dampfgaren. Diese Gesamtlösung gefällt uns besser. Siehe unter »Außerdem getestet«.

Spar-Tipp

Severin MW 7890

Unser Spar-Tipp für alle, die nur eine Solo-Mikrowelle ohne Grill brauchen, ist die MW 7890 von Severin. Sie nimmt von allen 14 Geräten die geringste Stellfläche ein und war eine der günstigsten im Test.

Die simple Bedienung ähnelt der MW 7875: Es gibt weder Auto-Programme, noch Display mit Uhrzeit, erst recht kein störendes Licht und keine Piepsgeräusche beim Bedienen.

Sie erwärmte die Suppe und den Fertigreis relativ gleichmäßig und in der festgesetzten Zeit auf eine relativ hohe Temperatur. Aufbacken von Brötchen oder gar Backen von Hähnchen gehen mit ihr aber nicht.

Mit dem mechanischen Timer schaltet die MW 7890 nach dem Betrieb komplett aus und verbraucht keinen Strom mehr. Alle Mikrowellen mit Digitaleingabe haben keinen Netzschalter und ziehen etwas Standby-Energie. Das sind mit Uhrzeit-Dauerlicht teils beträchtliche Werte von 0,4 bis 1,5 Watt.

Außerdem getestet

Nicht alle getesteten Mikrowellen können wir uneingeschränkt empfehlen, was allerdings nicht heißt, dass die nachfolgenden Modelle schlecht sind. Für manchen kann auch hier ein passendes Gerät dabei sein.

Bosch HMT75M451 Serie 4

Die Bosch HMT75M451 Serie 4 kostet etwas mehr als unsere Empfehlung Sharp R642INW, hat aber nicht einmal einen Grill an Bord. Wir sehen sie für manche trotzdem als gute Wahl an, denn es ist das einzige Modell im Testfeld, das für eine hängende Unterbaumontage vorbereitet ist. Schrauben, Vorbohrungen und eine Anleitung sind vorhanden. Die Abmessungen sind nicht ganz so knapp bemessen wie bei der Severin MW 7890, dafür wird Suppe und das Reisgericht gleichmäßiger erwärmt. Das Bedienpanel besitzt einen versenkbaren Drehwahlregler, wie man ihn vom Herd kennt. Einige Auto-Programme und schnell wählbare Leistungsstufen runden das leicht erlernbare Bedienkonzept ab.

Die Medion MD 17495 versucht mit viel Modernität im Bedienfeld und mit ihrer Spiegeloptik ein Preisbrecher zu sein. FMan bekommt Grill und Heißluft. Die Bedienung ist erlernbar, aber nicht so komfortabel wie mit dem Drehrad des Testsiegers. Das Einstellen einer Zeit jenseits von drei Minuten dauert uns viel zu lange und das helle Piepsen bei jedem Tastendruck nervt. Die Auto-Programme sind indes gut aufgemacht, denn das Display hinter der Tür zeigt die passenden Symbole, etwa Pizza oder Hähnchen. Im praktischen Küchentest waren die Resultate bei Brötchen und Hähnchen gut bis sehr gut. Wenden war nicht nötig, jedoch könnte damit das Ergebnis aufgewertet werden. Suppe zu erwärmen war hingegen nicht die Stärke des Medion MD 17495, denn sie wurde nur ungleichmäßig erhitzt.

Ebenfalls von Medion kommt die MD 14482. Sie fasst nur 20 Liter, hat aber einen Grill, aber keine Heißluft. Die Grillleistung soll 1.000 Watt betragen, zeigte sich im Test aber als so schwach, dass sie für die Praxis unbrauchbar war: Das Hühnchen auf dem Grill war nach 25 Minuten zwar leicht gebräunt, aber innen immer noch blutig. Das schaffen anderen Grill-Mikrowellen locker in 15 Minuten bei derart kleinen Stücken. Daher kann die Medion MD 14482 von uns nicht empfohlen werden. Positiv ist, dass Programme kombiniert werden können – etwa zuerst auftauen und dann das Grillprogramm. Zum Aufbacken von Brötchen reicht die Leistung dann aus, wobei unbedingt gewendet werden muss. Exzellent schneidet das Aufwärmen von Suppe ab: So gleichmäßig schafft das kaum ein anderes Gerät – egal, ob im normalen oder im breiten Teller.

Samsung GE89MST-1XEG

Samsung hat mit der GE89MST-1XEG einen kleinen Allrounder mit Grill und Crisp-Funktion auf die Beine gestellt. Sie kann uns aber bei Aufbackbrötchen und Hähnchen nicht überzeugen, weshalb wir sie nicht empfehlen können. Das Hähnchen im Test wurde ungleichmäßig blass bis goldbraun, das Fleisch war zu trocken und die Haut war nur teilweise kross. Brötchen dauerten uns einfach zu lange (12 Minuten) und mussten auch noch gewendet werden. Beim Thema Lautstärke gab es die meisten Minuspunkte: Im Betrieb ist die Samsung eine der lautesten im Test. Das Blech des Chassis vibriert und natürlich stören uns wieder Piepstöne bei jedem Tastendruck, aber das ist natürlich Geschmacksache. Auf der Haben-Seite steht die intuitive Bedienung mit den mechanischen Tasten. Samsung übertreibt es hier nicht mit Auto-Programmen, sondern spendiert CrustyCook, Mikro/Grill-Kombi und AutoClean eine eigene Taste.

Panasonic NN-GD38HSGTG

Die Panasonic NN-GD38 zählt zu den vier Inverter-Mikrowellen im Test. Sie hat einen Grill, aber keine Heißluft. Deshalb muss das Backgut in jedem Fall gewendet werden. Von der Bräunung der Brötchen waren wir nicht überzeugt, da sie sehr ungleichmäßig war. Bei den Hähnchenschenkeln ging das Ergebnis mit leicht trockenen aber goldbrauner, knuspriger Färbung und Konsistenz noch in Ordnung. Die halben Hähnchen indes waren teilweise verbrannt und alles andere als gleichmäßig gefärbt. Dadurch konnten wir uns nicht zu einer Empfehlung durchringen. Beachtenswert ist hingegen das Zubehör mit Dampfgarer, PanaCrunch-Pfanne und Grillrost. Anders als bei Bauknecht ist der Dampfgarer nicht nur eine kleine Kunststoffbox mit Deckel und Siebeinlage. Panasonic liefert eine große runde Metallschüssel mit Deckel und Edelstahlrost. Der Boden dieser Schüssel ist die PanaCrunch-Pfanne, die für krosse Pizzen und zum Dünsten (Deckel) benutzt wird. Wir haben die Dampffunktion mit Bohnen und Pastinaken ausprobiert und waren zufriedener als mit der Bauknecht-Lösung: Geschmack und Konsistenz sind besser. Der Grund: Panasonic liefert einen Dampfgarbehälter aus Metall. Darin gelangen die Wellen nicht hinein, sie erhitzen aber den Boden, der dann Wasser zum verdampfen bringt. Das Aufwärmen von Suppe klappt mit der Panasonic NN-GD38 mehr schlecht als recht, denn die Wärme ist sehr ungleichmäßig verteilt.

Samsung MS23F301EASEG

Die Samsung-Mikrowelle mit dem komplizierten Namen MS23F301EASEG ist das Low-Cost-Modell des Herstellers ohne Grill. Es hat eine mechanische Zeitschaltuhr, aber dennoch den höchsten Standby-Energieverbrauch im Testfeld von 1,5 Watt. Hier gibt es nämlich eine sehr hell leuchtende, blaue Uhr. Die Bedienung ist sehr einfach und intuitiv. Dafür gibt es natürlich keine Auto-Programme. Lediglich Leistung, Zeit und Gramm beim Auftauen können eingestellt werden. An der Verarbeitung müssen wir allerdings die quietschende Tür negativ vermerken. Der Keramik-Emaille-Innenraum soll besonders leicht zu reinigen und kratzfest sein. Es handelt sich um eine spezielle Lackierung, die sich unseres Erachtens aber kaum von den Innenraumlackierungen der anderen Mikrowellen unterscheidet. Die Lautstärke ist hingegen nicht sonderlich hoch und nervige Piepstöne gibt es nur wenige.

Das günstige Sharp-Modell mit dem Namen R242BKW bietet 20 Liter Garraum, 800 Watt und 8 Gar- und Auftau-Auto-Programme. Die Erwärmung von Suppe ist ziemlich ungleichmäßig: Selbst beim Fertig-Reisgericht in der Tüte ist das der Fall. Die Sharp R242BKW bringt wie die meisten Mikrowellen eine ständig leuchtende Uhrzeit mit. Der Null-Watt-Standby-Verbrauch geht dadurch natürlich flöten. Nervige Piepstöne gehören leider auch hier dazu. Allerdings gibt es auch eine Kindersicherung – das kommt in dieser Preisklasse selten vor.

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Kommentare

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Wühr Karl-Heinz
Wühr Karl-Heinz

Die wär perfekt vor allem für das wärmen von unserem Sonnenschein seines Essen, schlechter Esser aber warm sollte es doch sein.

Sabine Horner
Sabine Horner
Kristina Maus
Kristina Maus

Ich würde mich auch freuen

Gabriele Prochnow
Gabriele Prochnow

Gerne versuche ich hier mein Glück

Nadine Niederelz
Nadine Niederelz

Nach über 10 Jahren könnte ich so langsam eine neue gebrauchen Newsletter abonniert ✔

Susi Bendlin
Susi Bendlin

Versuche mein Glück. Angemeldet hab ich mich

Hans Habetler
Hans Habetler

Wau super cool da würde ich mich ur freuen ☺☺☺

Andreas Raimann
Andreas Raimann

Ein Test ohne Panasonic? Was soll das…?

AllesBeste.de
AllesBeste.de

Wir haben auch eine Mikrowelle von Panasonic getestet. Sie hat aber nicht so gut abgeschnitten.

Andreas Raimann
Andreas Raimann

Sorry, habe ich das überlesen…?

Dirk Schmitz
Dirk Schmitz

Absolut mega klasse wieder und sehr schöner Test