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Die beste Munddusche

last updateZuletzt aktualisiert:
Munddusche Test: Munddusche Waterpik
Franziska Irrgeher

Franziska Irrgeher

ist begeisterte Hobby-Gärtnerin und -Köchin und testet für AllesBeste vorwiegend Haushalts- und Gartengeräte.

Die beste Munddusche für die meisten ist die Oral-B WaterJet. Sie reinigt sanft aber präzise und man kann die Stärke des Wasserstrahls anpassen, außerdem ist sie zu einem guten Preis zu haben. Wenn es Ihnen neben der Zahnfleischpflege auch um weißere Zähne geht, ist die Waterpik Water Flosser WF-06 eine gute Wahl, denn die kann man mit Whitening-Tabletten verwenden.

Update 6. November 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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17. Juli 2020

Wir haben acht neue Mundduschen getestet. Neue Empfehlungen sind die Panasonic EW1411 und die Waterpic Water Flosser WF-06 mit Whitening Tabletten.

2. Oktober 2018

Unser neuer Testsieger ist die Oral-B WaterJet. Wir haben unseren Testbericht entsprechend aktualisiert.

Wir haben 23 Mundduschen mit Preisen zwischen 11 und 110 Euro für Sie getestet. Darunter waren sowohl stationäre Geräte für das Badezimmer, die an eine Steckdose angeschlossen werden und einen großen Wassertank bieten, als auch mobile Mundduschen, die mit Strom aus dem Akku laufen und auch auf Reisen mitgenommen werden können.

Das wohl wichtigste Fazit unseres Tests: Man muss nicht viel Geld ausgeben, um eine Munddusche zu bekommen, die ihre Sache ordentlich macht. Insgesamt bieten alle Modelle eine brauchbare bis sehr gute Reinigungsleistung. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede bei Ausstattung und Benutzerfreundlichkeit. Wir sagen Ihnen, für wen eine Munddusche geeignet ist und welche Modelle im Test punkten konnten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Oral-B WaterJet

Test Munddusche: Oral-B WaterJet
Die Düsen der Oral-B bieten zwei Reinigungsmodi: präzise und sanft.

Die Oral-B WaterJet reinigt das Gebiss präzise, aber dennoch sanft. Vor allem die Aufsätze mit der Doppelfunktion haben uns gefallen; man kann zwischen einem dünnen, relativ starken Strahl oder einem sanften Strahl wählen, der nicht ganz so präzise, dafür aber sehr weich ist. Auf Wunsch bekommt man die WaterJet auch als großes Mundpflege-Center mit elektrischer Zahnbürste.

Mit Luft und Wasser

Philips Sonicare AirFloss Ultra

Test Munddusche: Philips Sonicare AirFloss Ultra
Mit einem Gemisch aus Wasser und Luft säubern kurze Druckstöße die Zahnzwischenräume sanft.

Eine Alternative zu unserem mobilen Favoriten ist die Philips Sonicare AirFloss Ultra, die die Stelle zwischen den Zähnen auf eine ganz besondere Art reinigt: Das sehr kompakte Gerät nutzt keinen Wasserstrahl, sondern stößt in kurzen Intervallen ein Gemisch aus Wasser und Luft aus. Dieses Prinzip reinigt äußerst sanft und dennoch gründlich – die optimale Munddusche für Menschen mit empfindlichen Zähnen und Zahnfleisch. Preislich liegt sie mit knapp über 80 Euro aber deutlich höher als die meisten getesteten Mundduschen.

Mobile Alternative

Panasonic EW1411

Test Munddusche: Panasonic EW 1411
Zum Laden stellt man sie in die Halterung, zum Reinigen der Zahnzwischenräume ist sie aber mobil – ein guter Zwischenweg.

Die Panasonic EW1411 steht auf einer Ladestation, die auch Platz für zwei Aufsätze bietet, die Munddusche selbst kann für die Nutzung entnommen werden. Dieses halbmobile Konzept finden wir gut, denn so geht es zuhause schnell und man spart sich bei der Reinigung Arbeit. Und unterwegs trocknet die Munddusche durch den kleinen Tank und den praktischen Verschluss schnell.

Auch für Whitening

Waterpik Water Flosser WF-06

Die Waterpik Waterflosser WF-06 ist eine stationäre Munddusche, aber keine gewöhnliche: Bei diesem speziellen Modell können Whitening-Tabletten in das Griffstück unterhalb der Düse gelegt werden, die bei der Reinigung die Zähne aufhellen. Außerdem gibt es zehn Stufen und einen Netzschalter, der das Gerät auch wirklich ausschaltet, so dass kein Standby-Strom verschwendet wird.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMit Luft und WasserMobile AlternativeAuch für Whitening
ModellOral-B WaterJetPhilips Sonicare AirFloss UltraPanasonic EW1411Waterpik Water Flosser WF-06Smagreho MundduscheOrali Mobile MundduscheSilodent MundduscheWaterpik WP-660EUPanasonic EW1611Oral-B OxyJetApiker Oral IrrigatorTruelife AquaFloss StationPanasonic EW1211Bestope Cordless Water FlosserDuomishu Cordless Oral Irrigator
Test Munddusche: Oral-B WaterJetTest Munddusche: Philips Sonicare AirFloss UltraTest Munddusche: Panasonic EW 1411Test Munddusche: Waterpik Water Flosser WF-06Test Munddusche: Smagreho MundduscheTest Munddusche: Orali Mobile MundduscheTest Munddusche: Silodent MundduscheTest Munddusche: Waterpik WP-660EUTest Munddusche: Panasonic EW1611Test Munddusche: Oral-B OxyJetTest Munddusche: Apiker Oral IrrigatorMunddusche Test: Truelife MundduscheTest Munddusche: Panasonic EW1211Test Munddusche: Bestope Cordless Water FlosserTest Munddusche: Cordless Oral Irrigator
Pro
  • Wasserstrahl wahlweise präzise oder sanft
  • Großer Tank
  • Sanfte Reinigung mit sanften Druckstößen
  • Benötigt wenig Wasser
  • Kleiner Tank sorgt für kompaktes Gehäuse
  • Wasserstand im Tank besser sichtbar als bei EW-1211
  • Haptik angenehm
  • Verarbeitung gut
  • Eher leise
  • Jet präzise und stark
  • Whitening-Tabletten enthalten
  • Viele Düsen enthalten
  • Handhabung und Kabellänge gut
  • 10 Stufen
  • Keine Wartung nötig
  • Unbegrenzter Wasservorrat
  • Einfache Installation
  • Läuft ohne Strom mit Handpumpe
  • Sehr leicht
  • Unbegrenzter Wasservorrat
  • Hoher Druck
  • Präziser Wasserstrahl
  • Großer Tank
  • Viele Aufsätze inklusive
  • Sehr großer Tank
  • Gute Verarbeitung
  • Alle Stufen sehr angenehm
  • Edle, schlichte Optik
  • Sehr großer Tank
  • Gute Verarbeitung
  • Viele Aufsätze enthalten
  • Großer Tank
  • Saugnapffüße
  • Druck und Stärke sehr präzise einstellbar
  • 10 Stufen
  • Präziser Wasserstrahl
  • Verschiedene Reinigungsmodi
  • Kabellos
  • Viele Aufsätze enthalten
  • Griffig dank Noppen
  • Tank durchsichtig und groß
  • Tank durchsichtig und groß
  • Griffig dank Noppen
  • Stufen kräftig und gut
  • Viele Düsen enthalten
Contra
  • Druck könnte etwas höher sein
  • Reinigungsleistung durchwachsen
  • Druck nicht einstellbar
  • Kurze Laufzeit
  • Lange Ladezeit vor erstem Einsatz
  • Eher laut
  • Wasserstandsanzeige könnte besser sein
  • Auf Dauer vielleicht störend am Waschbecken
  • Das Pumpen geht auf Dauer zu Lasten von Druck und Koordination
  • Sehr kleiner Tank
  • Abhängig von Wasserdruck sehr unangenehmer Strahl
  • Zusammenbau unpraktisch
  • Könnte auf Dauer am Wasserhahn stören
  • Trocknen dauert lange
  • Teuer
  • Druck könnte etwas höher sein
  • Darf nur mit Wasser betrieben werden
  • Soll nicht mit Alkohol abgewischt werden
  • Eher laut
  • Wasserstrahl nicht besonders präzise
  • Druck eher zu schwach
  • Handstück pulsiert mit
  • Auf höchster Stufe laut
  • Kann schnell schmerzhaft werden bei falscher Einstellung
  • Kein Netzschalter
  • Eher laut
  • Tank nicht besonders groß
  • Teuer
  • Eher billig verarbeitet
  • Nur USB-Kabel enthalten
  • Mit vollem Tank recht schwer
  • Mit vollem Tank recht schwer
  • Nur mit USB-Kabel geliefert
  • Eher billig verarbeitet
Bester Preis
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Was ist besser: Zahnseide oder Munddusche?

Wer gesunde Zähne und ein gesundes Zahnfleisch haben möchte, kommt nicht umhin, sich jeden Tag die Zähne gründlich zu putzen. Doch selbst mit der besten Putztechnik kommt die beste Zahnbürste nicht an alle Stellen im Mund heran. Vor allem die Zahnzwischenräume sind ein Rückzugsort für Bakterien, die sich dort vermehren und auf Dauer großen Schaden anrichten können. Deswegen sollte man sich neben dem täglichen Zähneputzen auch um die Zwischenräume kümmern.

 Munddusche Test: Munddusche Waterpik
Manche Mundduschen nehmen mehr Platz am Waschbecken ein als andere.

Zahnärzte empfehlen daher die Zahnzwischenräume täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten zu reinigen. Doch viele Menschen kommen weder mit Zahnseide noch den Zwischenraumzahnbürsten gut zurecht. Eine Munddusche kann dann eine gute Alternative sein. Allerdings reinigen Mundduschen nicht so gut wie Zahnseide oder Interdentalbürste. Vor allem kann die Munddusche die Zähne dort nicht reinigen, wo sie aneinander stoßen. Gerade hier entsteht aber oft Karies.

Zahn­zwischen­räume werden häufig ver­nach­lässigt

Ganz kann eine Munddusche das Reinigen mit Zahnseide oder Interdentalbürste also nicht ersetzen. Aber bevor Sie Ihre Zahnzwischenräume gar nicht reinigen, weil Sie mit Zahnseide nicht zurecht kommen, ist eine Munddusche immer noch die bessere Lösung.

Auch für Menschen mit Zahnspange oder Brücken und Kronen ist Zahnseide kein adäquates Mittel, weil sie sich darin verfangen kann. Hier sind Mundduschen eine praktische Alternative. Sie reinigen sanft mit einem sehr dünnen Wasserstrahl, der auch in Ecken gelangt, in die Zahnbürste und Zahnseide nicht kommen.

Stationäre oder mobile Mundduschen?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Mundduschen: stationäre und mobile. Stationäre Modelle werden an eine Steckdose angeschlossen und stehen meist fest neben dem Waschbecken im Badezimmer. Sie besitzen einen großen Wassertank, der über einen Schlauch mit dem Handstück verbunden ist. Das Handstück ist vergleichsweise leicht und hat meist einen Schalter, mit dem man den Wasserstrahl kontrollieren kann. Der Druck, mit dem die Pumpe das Wasser durch den Schlauch zur Aufsteckdüse pumpt, lässt sich an der Station selbst einstellen – meist über einen Drehknopf.

Meist reicht ein relativ geringer Druck aus

Mobile Mundduschen laufen mit einem Akku, der sich – ebenso wie der Wassertank – im Handstück befindet. Entsprechend schwerer und klobig liegen solche Modelle in der Hand: Mit vollem Tank sind es meist um die 400 bis 500 Gramm. Weil der Tank nur 125 bis 250 Milliliter fasst, reicht das Wasser oft nur für eine mehr oder weniger schnelle Anwendung. Allerdings lassen sie sich schnell nachfüllen. Dafür bieten mobile Mundduschen den Vorteil, dass man sie auf Reisen einfach mitnehmen kann und kein Schlauch die Bewegungsfreiheit einschränkt. Leiser sind sie tendenziell auch als ihre stationären Konkurrenten.

 Munddusche Test: Munddusche Waterpik
Eine mobile Munddusche eignet sich auch für Reisen, die stationären Modelle sind etwas sperriger.

Generell ist der Wasserdruck, den stationäre Mundduschen erzeugen, etwas höher als bei mobilen Modellen. Doch in der Regel reicht der Druck schon aus, um die Zahnzwischenräume zu reinigen – zumal man das Zahnfleisch meist gar nicht mit einem derart kräftigen Strahl belasten möchte. Für die meisten Menschen reicht der Druck einer mobilen Munddusche vollkommen aus.

Einfache und schnelle Anwendung

Die Funktionsweise aller Mundduschen ist identisch. Ein feiner Wasserstrahl spült unter vergleichsweise hohem Druck Essensreste und andere Ablagerungen aus den Zahnzwischenräumen. Dafür setzt man die Düse einfach dicht an die Stelle zwischen zwei Zähnen und lässt den Strahl dort ein bis zwei Sekunden arbeiten. Danach geht’s weiter zur nächsten »Zahnlücke«. Tipp: Den Mund dabei geschlossen und den Kopf über dem Waschbecken halten, das minimiert die Wasserspritzer am Badezimmerspiegel.

Wenn man den Tank vorher mit warmem Wasser füllt und den Wasserdruck nicht allzu hoch einstellt, ist die Behandlung sehr angenehm und massiert gleichzeitig sogar das Zahnfleisch. Für letzteres bieten einige Mundduschen sogar spezielle Modi, in denen der Wasserstrahl in kurzen Stößen aus der Düse kommt – aber es geht auch ohne.

Eine Ausnahme in unserem Testfeld bildet die Philips Sonicare AirFloss Ultra. Sie setzt zwar ebenfalls auf kurze Stöße, allerdings nutzt sie dafür ein Gemisch aus Luft und Wasser. Dadurch ist die Reinigung sanfter und spart Wasser. Die Vor- und Nachteile der Methode erklären wir weiter unten im Abschnitt.

Je öfter man eine Munddusche nutzt, desto besser geht es Zähnen und Zahnfleisch. Am besten setzt man sie einfach konsequent nach dem Zähneputzen morgens und abends ein, um den optimalen Reinigungseffekt zu erzielen.

Wasserfestigkeit und Nutzung

Viele Mundduschen lassen sich auch mit Mundwasser betreiben, was einen zusätzlichen Reinigungs- und vor allem Frischeeffekt hat. Allerdings sollte man danach das ganze Gerät – Tank, Schlauch und Aufsatz – gründlich mit klarem Wasser spülen. Sowieso ist es ratsam, das überschüssige Wasser aus dem Tank zu kippen und beim nächsten Mal frisch nachzufüllen.

Einige Geräte dürfen aber überhaupt nicht mit Mundwasser betrieben werden, in der Anleitung wird dann explizit darauf hingewiesen. Findet man dazu gar keine Informationen, sollte man lieber nachfragen, falsch befüllt kann sonst das Gerät auf längere Sicht kaputtgehen. Salz, Puder oder Zahnpasta dürfen z. B. nicht in einige Panasonic-Modelle. Die Waterpik Whitening Munddusche dagegen liefert Tabletten mit, die in die Halterung der Düse gelegt werden. So kommen die Tabletten nicht direkt mit dem Wassertank in Kontakt, reinigen Zähne und Zahnfleisch aber gründlicher als nur Wasser. Diese Möglichkeit finden wir praktisch und würden sie uns bei mehr Geräten wünschen.

 Munddusche Test: Munddusche Waterpik Tableten
Manche Mundduschen liefern Reinigungstabletten mit.

Mundduschen sind recht einfach zu reinigen, da sie generell wasserfest sind, zumindest theoretisch – dennoch gehören sie wegen ihrer elektrischen Bauteile nicht in die Spülmaschine. Der Tank lässt sich einfach ausspülen, das Gehäuse mit einem feuchten Tuch abwaschen. Das Innere kann man von Zeit zu Zeit mit etwas Essig- oder Zitronensäure – am besten verdünnt – reinigen, um es zu entkalken. Dabei mit klarem Wasser immer gut nachspülen!

Bei manchen Modellen wird explizit vor dem Abspülen mit Wasser gewarnt, andere dagegen werben mit IPX7. Das irritierte uns anfangs – es handelt sich immerhin um ein Gerät, das mit Wasser arbeitet. Die Rede ist hierbei vor allem von stationären Mundduschen, hier kommen im Alltag nicht alle Teile in Kontakt mit Wasser und können dementsprechend schon mal empfindlicher sein. Alkohol zur Reinigung vertragen manche nicht, aber in der Grippesaison oder auch nach einer Erkältung wäre eine Desinfektion manchmal sinnvoll. Heißes Wasser ist da leider keine Alternative, denn die Geräte vertragen im Schnitt maximal 40 bis 50 Grad heißes Wasser.

Auf der sicheren Seite ist man in jedem Fall, wenn man die Anleitung vor der ersten Nutzung liest. Bei den mobilen Geräten muss oft erstmal geladen werden, man hat also genügend Zeit, um sich mit der Munddusche und den Funktionen vertraut zu machen.

Die Düsen und ihre Funktionen

Manche Hersteller liefern standardmäßig nur zwei normale Düsen mit, andere dagegen bieten ein ganzes Arsenal an verschiedenen Aufsätzen für die Munddusche. Aber braucht man das alles wirklich? Wir haben uns verschiedene Düsen beim Update 07/2020 genauer angesehen und gehen im Folgenden näher auf die Funktionen, sowie Vor- und Nachteile in der Praxis ein. Dabei verwenden wir die Bezeichnungen der Hersteller, die meist nicht auf Deutsch übersetzt werden.

 Munddusche Test: Munddusche
Verschiedene Düsen der Waterpik Whitening Munddusche (von links nach rechts): Normale Düse, Plaque-Düse, zweite normale Düse, Orthodontic-Düse.

Normale Düsen: Immer dabei und leicht zukaufbar, wenn sie mal kaputt gehen oder aus hygienischen Gründen ersetzt werden müssen. Die Form dieser Düse ist bei allen Herstellern ähnlich und die Härte und Frequenz des Wasserstrahls wird einzig durch die Einstellung an der Munddusche bestimmt. Panasonic bietet teils etwas schmalere Düsen, die unserer Meinung nach sehr präzise arbeiten. Bei Oral-B dagegen kann man die Düse nach innen drücken und hier auch den Wasserstrahl beeinflussen. Das haben wir bislang bei keinem andern Hersteller gesehen.

Orthodontic/Kieferorthopädische Düse: Diese Düse eignet sich vor allem für Träger von Zahnspangen oder anderer orthodontischer Applikationen. Schwer zu erreichende Bereiche können somit einfach von Essensresten und Bakterien befreit werden. Einige Nutzer schaffen sich Mundduschen speziell für die Reinigung der festen Zahnspange an. Wir fanden diese Düse recht angenehm und eher weich.

Periodontal Düse: Soll Parodontitis vorbeugen, zumindest kann man mit diesem Aufsatz vor allem den Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch gut reinigen. Die Spitze dieser Düse ist sehr schmal, meist spitz zulaufend und wir fanden sie sehr präzise. Auch kleine Zwischenräume und schwer zu erreichende Stellen werden so gut erreicht.

Plaque Düse: Soll Plaque von den Zähnen entfernen, auch Essensreste wird man damit los. Diese Düse ist nicht immer dabei und die Borsten sind hier breiter angeordnet.

Zahnbüstenaufsatz: Hierbei handelt es sich um einen Zahnbürstenkopf, der etwas kürzer als normal ist und aus dem mittig Wasser kommt. Es spritzt nicht heraus, wie bei den normalen Aufsätzen, sondern rinnt eher. Das Gefühl, seine Zähne damit zu säubern ist angenehm, die Bürste selbst aber eher weich. Als Zahnbürsten-Ersatz würden wir diesen Aufsatz keinesfalls empfehlen, finden ihn als zusätzliche Form der Reinigung aber ganz gut.

Zungenreiniger: Dieser Aufsatz ist meist blau, durchsichtig und sieht aus wie ein kleiner Löffel, das Wasser kommt in einem leichten Strahl aus seiner Mitte.

Das Problem dabei: einen normalen Zungenreiniger zieht man über die Zunge, bei diesem Aufsatz müsste man den »Löffel« dazu umdrehen, der Strahl trifft dann direkt auf die Zunge und löste bei uns im Test erstmal das Bedürfnis aus, das Wasser zu schlucken. Blöd, denn genau das soll man nicht. Nur Wasserstrahl oder nur »Löffel« fänden wir sinnvoller, die Kombination ist nicht ganz durchdacht. Hier raten wir eher zu einem normalen Zungenreiniger, hygienischer ist das außerdem, denn den kann man meist sehr heiß abwaschen.

Nasendüse: Noch so ein Aufsatz, bei dem wir uns fragen: braucht man das wirklich? Dass namhafte Hersteller diese Art von Aufsatz nicht standardmäßig mitliefern, sagt schon einiges. Prinzipiell ähnelt das Prinzip einer Nasendusche, nur finden wir es eher unhygienisch, die Munddusche danach wieder normal zu verwenden, richtig desinfizieren kann man die Kunststoff-Komponenten meist nicht.

Wir haben diesen Aufsatz selbst nicht ausprobiert, würden aber dazu raten, ihn keinesfalls während einer Erkältung zu verwenden, sonst steckt man sich nach der Genesung selbst wieder an, wenn es blöd läuft.

Grundsätzlich gilt: die normalen Düsen reichen aus, es sei denn, man hat eine feste Zahnspange, künstliche Zähne oder Ähnliches, das einer präziseren oder sanfteren Reinigung bedarf.

Hier ist Vorsicht geboten

Mundduschen an sich sind eine tolle Erfindung, in bestimmten Situationen ist aber Vorsicht geboten, denn nicht jeder sollte eine Munddusche verwenden.

Vorsicht bei Mundduschen, wenn Sie wenig Gefühl im Mund haben!

Einige Hersteller geben ein Alter von acht Jahren an, um die Munddusche nutzen zu können. Da ein starker Wasserstrahl falsch ausgerichtet doch einiges an Irritation, wenn nicht gar Schaden verursachen kann, befürworten wir diese Hinweise definitiv. Im Test haben wir den stärksten Strahl versehentlich in Richtung Rachen gehalten und fanden das alles andere als angenehm.

Wer reduzierte sensorische, physische oder mentale Fähigkeiten hat, kann eine Munddusche eventuell unter Aufsicht auch benutzen, grundsätzlich würden wir bei unerfahrenen Nutzern aber immer erst zur niedrigsten Stufe raten.

Wer wenig oder kein Gefühl im Mund hat, sollte von der Verwendung absehen, sonst kann es unbeabsichtigt zu Schäden kommen.

Grundsätzlich gilt: Wenn es schmerzhaft ist lieber aufhören!

Ein Zahnarzt sollte zurate gezogen werden, wenn Sie gerade krankheitsbedingt Probleme im Mundraum haben, gerade in zahnärztlicher Behandlung sind oder unter Parodontose leisen, der Fachmann entscheidet dann, ob die Anwendung der Munddusche sicher ist oder nicht.

So haben wir getestet

Wir haben alle Mundduschen selbst ausprobiert und in der Praxis getestet. Wie ist die Handhabung und wie hoch der Druck? Wie sind die Modelle verarbeitet? Wie laut sind sie? Auch die Zeit bis der Tank leer ist, haben wir gestoppt – einmal mit Minimal- und einmal mit Maximaldruck. So weiß man, wie weit man mit einer Tankfüllung kommt oder ob man schon nach ein paar Zähnen wieder auffüllen muss, um das ganze Gebiss komplett zu reinigen.

Abgesehen von den Mundduschen, die ohne Pumpe arbeiten – die Modelle von Smagreho, Silodent und Orali – sind alle getesteten Mundduschen recht laut: Im Bereich zwischen 70 und 80 Dezibel bewegt sich der Schalldruckpegel, den wir im Badezimmer gemessen haben. Dort herrscht normalerweise eine Lautstärke von nur 42 Dezibel. Am späten Abend, wenn andere Bewohner in der Wohnung bereits schlafen, sollte man die Mundduschen also nicht benutzen, weil sie doch deutlich zu hören sind – selbst durch die geschlossene Badezimmertür.

Den speziellen Aufsätzen, die einige Hersteller ihren Mundduschen beilegen, haben wir kaum Beachtung geschenkt. Beim Update 07/2020 haben wir allerdings die mitgelieferten Spezialaufsätze ausprobiert und gehen etwas weiter oben auf ihre Funktionen und unseren Eindruck ein.

So gibt es etwa Düsen speziell für die Zahnbelagentfernung, Zahnfleisch- und Zungenreinigung oder die Säuberung der Zahnspange. Alle Aufgaben erledigen auch die normalen Düsen, die man zudem nachkaufen kann – im Gegensatz zu den Spezialanfertigungen im Lieferumfang einiger Modelle. Im Alltag wird man auf Dauer ohnehin nur den normalen Aufsatz benutzen, der unserer Meinung nach auch völlig ausreicht – auch für Träger von Zahnspangen. Nicht umsonst verzichten namhafte Hersteller wie Braun oder Panasonic auf derlei Zubehör.

Mundduschen Test: Testsieger Honzin Dental Aquarius.

Testsieger: Braun Oral-B WaterJet

Wer empfindliche Zähne hat, wird sich über die Oral-B WaterJet freuen. Besonders in Kombination mit einer elektrischen Zahnbürste bildet sie Gesamtpaket ist sie damit unsere Top-Empfehlung. Aber auch einzeln hat uns die Munddusche überzeugt.

Testsieger

Oral-B WaterJet

Test Munddusche: Oral-B WaterJet
Die Düsen der Oral-B bieten zwei Reinigungsmodi: präzise und sanft.

Bei der Oral-B WaterJet handelt es sich um eine stationäre Munddusche, deren Aufsätze aber eine Besonderheit bieten: zwei Betriebsmodi. Hier schaltet man nicht an der Station selbst, sondern an der Düse um. Drückt man sie in den Kopf des Aufsatzes, kommt ein sanfter, leicht verwirbelter Wasserstrahl heraus. Er hat einen geringeren Druck und reinigt Zähne und Zahnfleisch besonders sanft und sehr angenehm. Lässt man die Düse draußen, ist der Strahl dagegen fein und präzise mit höherem Druck. Der Hersteller verspricht außerdem eine besonders gründliche Reinigung mithilfe kleiner Luftblasen – ob sie tatsächlich etwas bringen, können wir schwer beurteilen. Wir wissen nur, dass die WaterJet sehr zufriedenstellend arbeitet.

Munddusche Test: Testsieger Hozin Dentale Aquarius.
Der Aufsatz der Oral-B WaterJet bietet einen präzisen Modus mit feinem Wasserstrahl oder einen sanften Modus mit leicht verwirbeltem Strahl.

Der Tank der WaterJet lässt sich besonders einfach herausnehmen und wieder einsetzen. Bei manch anderem Model hakelt es hier schon mal. Die maximal 600 Milliliter Wasser reichen bei niedrigem Druck für zwei, bei hohem Druck für drei Minuten. Das ist nicht besonders lang für eine stationäre Munddusche, aber in Ordnung. Insgesamt könnte die Pumpe in der Oral-B zwar einen etwas höheren Druck liefern, den meisten Menschen dürfte es für die tägliche Mundspülung aber ausreichen.

Optisch gibt sich das Gerät erwartungsgemäß und fügt sich mit seinem blau-weißen Plastik-Look unauffällig in die meisten Badezimmer ein. Die vier mitgelieferten Sprühköpfe lassen sich genau wie das Handstück bequem in der Station verstauen. Auf Wunsch kann man sie übrigens an der Wand anbringen – praktisch, wenn man wenig Platz im Bad hat. Vollständig ausschalten lässt sich die Munddusche nicht, sie bleibt immer auf Standby.

Der Schlauch ist nicht allzu lang, erfüllt aber seinen Zweck und hat uns im Test nicht gestört. Kundenberichten zufolge neigen die Schläuche von Oral-B-Mundduschen im Langzeitgebrauch dazu, porös zu werden und kaputt zu gehen. Das scheint aber auch nicht bei jedem Gerät zu passieren. Wir selbst konnten im Rahmen unseres Tests nichts derartiges feststellen, allerdings handelt es sich hierbei auch nicht um einen Langzeittest.

Als Oral-B Mundpflege-Center gibt es die WaterJet inklusive der elektrischen Zahnbürste Oral-B 700. Wer eine solche noch nicht besitzt, bekommt hier also beide Geräte für die optimale Mundhygiene in einem – und das zu einem fairen Gesamtpreis.

Die Braun Oral-B WaterJet im Testspiegel

Die Auswahl an Testberichten über die Braun Oral-B WaterJet auf seriösen Seiten ist übersichtlich. Trotzdem sind wir nicht die einzigen, denen die Braun Oral-B WaterJet gefallen hat. Das Portal Dentalwissen vergibt für die Munddusche eine Wertung von 89 Prozent und schlussfolgert:

»Eine tolle stationäre Munddusche, die eine überzeugende Reinigungsleistung bietet. Wen der etwas kurze Schlauch nicht stört, der kann hier Zugreifen. Alle anderen sehen sich bei der mobilen Konkurrenz um.«

Sobald wir weitere Berichte über die Munddusche finden, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Wenn Sie lieber anderes Gerät oder gar ein mobiles Modell möchten, haben wir interessante Alternativen für Sie.

Mit Luft und Wasser

Philips Sonicare AirFloss Ultra

Test Munddusche: Philips Sonicare AirFloss Ultra
Mit einem Gemisch aus Wasser und Luft säubern kurze Druckstöße die Zahnzwischenräume sanft.

Für seine Sonicare AirFloss Ultra hat sich Philips eine ganz besondere Reinigungstechnik ausgedacht: Die mobile Munddusche gibt kurze, kräftige Stöße eines Wasser-Luft-Gemischs ab, um die Zahnzwischenräume zu reinigen.

Das hat vor allem zwei Vorteile: Zum einen ist die Methode besonders sanft, da kein harter Wasserstrahl auf das Zahnfleisch trifft. Wer besonders schmerzempfindlich ist, wird das zu schätzen wissen. Zum anderen spart das Vorgehen sehr viel Wasser. Der Tank der AirFloss Ultra fasst gerade einmal 20 Milliliter und dennoch reicht das für 140 Druckstöße – genug für mehrere Anwendungen.

Die Handhabung ist im Vergleich zu anderen Mundduschen vielleicht etwas ungewohnt, aber schon nach wenigen Minuten hat man den Dreh raus. Irritierend ist vor allem das komplett andere Gefühl im Mund. Dennoch bringt auch das Modell eine gute Reinigungsleistung. Dass man damit viel gründlicher reinigen kann, würden wir allerdings nicht behaupten.

Weil der Wassertank so klein ist, ist auch das Gerät selbst besonders kompakt und leicht. Gerade mal 186 Gramm bringt es mit vollem Tank auf die Waage. Zudem ist es vergleichsweise leise und macht nicht durchgehend Lärm, sondern immer nur dann, wenn ein Druckstoß ausgegeben wird.

Ob ein, zwei oder gleich drei Stöße direkt hintereinander aus der Düse kommen, wenn man den Knopf drückt, lässt sich vorher einstellen. Je mehr, desto gründlicher die Reinigung. Allerdings: Der Druck selbst lässt sich nicht anpassen. Wem er zu hart oder zu weich ist, für den ist die Philips Sonicare AirFloss Ultra nichts.

Mobile Alternative

Panasonic EW1411

Test Munddusche: Panasonic EW 1411
Zum Laden stellt man sie in die Halterung, zum Reinigen der Zahnzwischenräume ist sie aber mobil – ein guter Zwischenweg.

Die Panasonic EW1411 ist weitgehend baugleich mit der EW1211. Sie kommt in schlichtem Weiß und Grau daher und gefällt uns besser als ihr Schwestermodell, denn hier ist die Tankfüllung besser sichtbar.

Die Haptik des Handstücks ist angenehm, auch wenn sie wie alle mobile Mundduschen eher groß ausfällt. Der Tank ist mit nur 130 Millilitern recht klein, reicht aber für eine Reinigung locker aus.

Die Munddusche steht – wenn man sie gerade nicht benutzt – auf einer Ladestation, die an die Steckdose angeschlossen wird. Platz finden auf der Ladestation auch noch zwei Aufsätze, die im Lieferumfang enthalten sind. Eine Wandmontage wäre auch möglich, dafür werden zwei kleine Schrauben mitgeliefert. Die Kabelführung kann den Gegebenheiten angepasst werden.

Die Anleitung sorgt bei Mundduschen gerne mal für Verwirrung, in dieser hier steht z.B. »Stellen Sie das Ladegerät nicht über oder in die Nähe mit Wasser gefüllter Waschbecken oder Badewannen.« Damit gemeint ist: Kabel und Elektronik dürfen nicht nass werden – Stromschlaggefahr! Ein Nachteil eines fest verbauten Kabels: Wenn es kaputt geht, muss man die gesamte Ladestation wegwerfen.

Vor der ersten Benutzung muss das Gerät mehrere Stunden geladen werden, erst dann kann es losgehen. Die Munddusche wird zur Nutzung entnommen und kann komplett mobil verwendet werden.

Es gibt vier Modi: Soft, Regular, Jet und Interdental. Bei Soft und Regular wird Luft beigemischt, bei Jet ist der Strahl stärker und für eine gezielte Reinigung geeignet, bei Interdental gibt es einen intermittierenden – also zeitweise aussetzenden – Wasserfluss, dadurch reicht die Tankfüllung deutlich länger. Wir fanden alle Stufen sehr angenehm, Jet nochmal etwas stärker und präziser als bei der EW1211. Den Modus wählt man durch den Druck auf eine Taste unter dem Einschaltknopf, der ausgewählte Modus leuchtet dann auf und mit der Start/Stopp-Taste kann die Reinigung jederzeit unterbrochen werden.

Die Reinigung der Munddusche geht recht einfach: Das Wasser wird nach dem Gebrauch ausgegossen, durch Einschalten der Munddusche wird noch verbleibendes Wasser herausgepumpt. Möchte man die Munddusche ganz trocknen, kann man den Tank auch entnehmen und den Tankdeckel öffnen. Düsen entfernt man mit Druck auf den dafür vorgesehenen Knopf und kann sie dann bis zur nächsten Nutzung in den Ständer stellen. Zur Reinigung der Düsen empfiehlt der Hersteller eine (Zahn-)Bürste. Der Akku ist fest verbaut und soll drei Jahre halten. Wechselbare Akkus wären uns lieber, aber wie bei den meisten elektrischen Zahnbürsten geht dem Hersteller hier Wasserfestigkeit offenbar vor Langlebigkeit.

Da das Ladegerät schnell ein- und ausgesteckt ist und mitgenommen werden kann, ist die Panasonic auch eine gute Munddusche für unterwegs. Dank guter Verarbeitung und solider Funktionen empfehlen wir die Panasonic EW1411 für alle, die keine ganz mobile, aber auch keine komplett stationäre Munddusche wollen.

Auch für Whitening

Waterpik Water Flosser WF-06

Die Waterpik Waterflosser Whitening WF-06 ist eine stationäre Munddusche, die mit Whitening-Tabletten geliefert wird. Weißere Zähne liegen nach wie vor im Trend, vorwiegend nutzt man dazu Zahnpasta, aber es geht auch mit der Munddusche.

Das Bauprinzip dieser Munddusche findet man auch bei unseren Neuzugängen Apiker und Truelife: Der Deckel wird nur auf den Tank aufgelegt, gehalten wird er durch ein Stück Kunststoff an der Tank-Rückseite, bei dem wir durch häufigen Wasserkontakt und das Abnehmen und Aufsetzen eine potentielle Bruchstelle sehen.

Im aufklappbaren Deckel ist genügend Platz für einige Düsen und der Wassertank fasst 600 Milliliter. Er hat eine Skala für Ounce und Milliliter, die gut ablesbar ist. Einen echten Netzschalter gibt es auch – kippt man den, ist die Munddusche wirklich aus und verbraucht auch keinen Standby-Strom mehr.

Den Reinigungs-Modus wählt man über einen Drehknopf, zehn Stufen stehen zur Verfügung, sie reichen von sehr sanft über ordentlich, aber noch angenehm bis hin zu einem sehr kräftigen Strahl. Am Handstück der Munddusche gibt es zusätzlich einen An/Aus-Schalter. Mit dabei sind neben den normalen Düsen noch eine Orthodontic-Düse und eine für Plaque sowie 30 Whitening-Tabletten.

Nachdem man den Tank mit Wasser gefällt hat, klappt man die Halterung für die Düse auf, legt die Tablette ein, setzt eine passende Düse ein, klappt alles wieder zu und es kann losgehen. Die Tabletten lösen sich nicht komplett auf, man sieht winzige Brösel und sie schmecken relativ stark nach Minze. Wir fanden den Geschmack eher zu intensiv, auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass es aktuell nur diese Geschmacksrichtung gibt. Der Hersteller verspricht, dass nach zwei Wochen Anwendung 25 Prozent der Verfärbung entfernt werden, nachprüfen konnten wir das nicht.

Die Munddusche kann auch mit antibakteriellen Lösungen oder Mundwasser genutzt werden, den Tank sollte man danach auswaschen. Vor der gleichzeitigen Verwendung von Tablette und Mundwasser wird gewarnt, der Geschmack könnte eher unangenehm werden. Das Gerät kann mit Essig gereinigt werden, wenn die Ablagerungen zu stark werden.

Das Handstück liegt angenehm in der Hand, kann leicht in die Halterung eingesetzt werden, das Kabel ist auch lang genug. Den Deckel haben wir nach dem ersten Befüllen des Tanks versehentlich ins Wasser getaucht – das kann passieren, wenn man ihn nicht gerade aufsetzt. Pausen während der Nutzung sind möglich und alle Stufen empfanden wir als angenehm, blutendes Zahnfleisch gab es hier nicht.

Die Lautstärke störte uns etwas, aber stationäre Geräte sind (vor allem auf höchster Stufe) grundsätzlich lauter als mobile. Ein weiterer Nachteil: Die Düsen sind speziell für diese Munddusche entwickelt worden und passen nicht zu anderen Geräten.

Ansonsten können wir den Waterpik Flosser für alle empfehlen, die eine gute Munddusche suchen und ihre Zähne gelegentlich mit Whitening-Tabletten aufhellen möchten.

Außerdem getestet

Von den folgenden Mundduschen waren wir mal mehr, mal weniger begeistert. Für den ein oder anderen dürfte aber auch hier ein empfehlenswertes Gerät dabei sein.

Ganz ohne Strom

Die Munddusche von Smagreho ist ein stationäres Gerät, das ganz ohne Tank und Pumpe und damit auch ohne Strom auskommt. Stattdessen wird die Munddusche einfach an den Wasserhahn des Waschbeckens angeschlossen. Den Druck reguliert man über den Wasserhahn, damit ist die Wasserzufuhr auch unerschöpflich und man kann sich mit der Reinigung Zeit lassen. Ebenfalls positiv: Sie ist sehr leise. Für die recht einfache Montage stehen verschiedene Aufsätze und Gewinde bereit, sodass man die Smagreho an fast jedem Hahn anbringen kann. Ein sogenannter Splitter erlaubt die permanente Installation, denn so lässt sich der Wasserhahn weiterhin normal benutzen. Über einen kleinen Hebel stellt man von Wasserhahn auf Munddusche um – und wieder zurück. Eine Wandhalterung ist ebenfalls mit dabei.

Wenn der Wasserdruck aus der Leitung nicht hoch genug ist, kommt natürlich auch aus der Düse nur ein dünner Strahl. Trotzdem ist es eine interessante Idee und günstig ebenfalls.

Orali Mobile Munddusche

Ein weiteres spannendes Konzept ist die mobile Munddusche von Orali, die ebenfalls ganz ohne Strom funktioniert. Hier muss man mit dem Finger pumpen, damit Wasser aus der Düse spritzt. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut und mit entsprechendem Aufwand ist der Strahl recht kräftig. Allerdings kann die Sache auf Dauer ermüdend werden und darunter die Koordination leiden. Dafür ist die Orali recht klein und leicht, der Tank hat genügend Wasser für etwa 40 Stöße – und sie arbeitet lautlos. Allerdings: Ersatzdüsen für dieses Modell haben wir nicht gefunden. Der Preis für das komplette Set ist jedoch recht niedrig.

Munddusche Test: Testsieger Hozin Dentale Aquarius.
Die Orali Munddusche wird mit Muskelkraft betrieben. Sie läuft daher leise und ist sehr leicht.

Leider nicht zu empfehlen ist die Munddusche von Silodent. Ebenso wie das Modell von Smagreho handelt es sich um eine Munddusche, die direkt am Wasserhahn montiert wird und somit für unbegrenzte Wasserzufuhr sorgt. Die Montage der Munddusche am Wasserhahn ist einfach und schnell erledigt – kein Tropfen und mit dem Griff nach unten kann der Hahn weiterhin normal benutzt werden. Außerdem kann das Modell von Silodent alternativ an Badewanne oder Dusche angeschlossen werden.

 Munddusche Test: Silodent2
Die Silodent wird direkt an den Wasserhahn angeschlossen.

Neben einer Wandhalterung sind Ersatzdüsen und Dichtungen mit im Set. Das Aufstecken des Schlauchs gemäß Anleitung erweist sich in der Praxis als schwierig – einmal angeschlossen, konnten wir das Verbindungsstück trotz Anleitung nur mit Mühe wieder entfernen. Die Stärke des Wasserstrahls kann selbst reguliert werden, in unserem Fall war der Strahl aufgrund der hohen Beimischung an Luft allerdings eher unangenehm, hier überzeugen uns die Modelle mit Tank mehr. Auch die Reinigung gestaltet sich schwierig und der Spiralschlauch ist auch Stunden nach der Demontage innen noch nass.

Stationäre Mundduschen

Die stationären Mundduschen Waterpik WP-660EU ist unserem Testsieger fast ebenbürtig. Zum Favoriten hat es leider nicht ganz gereicht, obwohl sie gegenüber der Waterpik deutlich günstiger und im Gegensatz zur Homitt etwas besser zu bedienen ist. Letztgenannte hat nämlich einen Schalter am Handstück, der den Wasserfluss nicht startet, sondern stoppt. Alle anderen Handstücke arbeiten genau anders herum, was wesentlich sinnvoller ist, um den Strahl zu kontrollieren. Das ist zwar nur ein kleiner, dafür aber feiner Unterschied in Sachen Handhabung.

Bei der Panasonic EW1611 könnte der Druck etwas höher sein, den Wasserstrahl fanden wir aber sehr angenehm und recht präzise. Die Düse hat uns von allen im Juli 2020 neu getesteten Modellen am besten gefallen. Auch hier finden sich eher kuriose Warnhinweise in der Anleitung: Man darf die Munddusche nicht mit Alkohol abwischen und nicht mit Wasser abwaschen. Auf Nachfrage teilte man uns mit, dass das Gerät wasserfest sei, der Tank dürfe sogar in die Spülmaschine. Hier geht es in der Anleitung wohl eher darum, sich abzusichern.

Auch hier kann man wählen, auf welcher Seite das Kabel rauskommen soll. Der Wassertank kann entnommen werden, es gibt allerdings nur oben eine Linie als Füllstandsanzeige, wir hätten uns hier noch Zwischenstufen gewünscht. Den Deckel setzt man nach dem Befüllen wieder auf und den Tank auf das Hauptgerät. Als Netzschalter gibt es auch hier einen Knopf, durch Drücken wir die Munddusche an- oder abgeschaltet.

Das Problem bei diesem Prinzip: Die Munddusche ist nie wirklich aus, kommt man versehentlich an den Knopf, überschwemmt man schnell das Badezimmer. Auch hier kann der Betrieb unterbrochen werden, den Modus wählt man durch den zweiten Knopf aus, zehn Stufen stehen zur Verfügung und die Munddusche merkt sie die letzte Einstellung vor dem Ausschalten sogar.

Ein Ständer für die Düsen ist zwar dabei, der erinnert uns aber eher an einen langen LEGO-Stein und wirkt wackelig. Da bieten andere Hersteller bessere Möglichkeiten. Salz, Mundwasser oder Chemikalien darf man nicht in den Tank füllen, für einige dürfte das ein Ausschlusskriterium sein. Wir finden aber grundsätzlich, dass diese Munddusche auch ohne Mundwasser gute Arbeit bei der Reinigung leistet.

Zum anderen ist da die Oral-B OxyJet, die spezielle Aufsätze mit zwei Betriebsmodi bietet. Dabei kommt der feine Strahl sehr schräg aus der Düse heraus, was wir irritierend finden. Wir haben es mit zwei Aufsätzen versucht, um sicher zu gehen, dass wir nicht einen defekten benutzen. Der andere Modus hingegen, bei dem ein verwirbelter Sprühstrahl aus der Düse austritt, ist sehr angenehm im Mund und vermittelt uns überraschenderweise eher den Eindruck einer gründlichen Reinigung. Aber insgesamt bevorzugen wir Modelle mit einem feinen und präzisen Strahl, der gerade aus der Düse tritt.

Apiker Oral Irrigator

Von Apiker kommt eine stationäre Munddusche, die wir in Schwarz gekauft haben und optisch recht schick finden, einzig der weiße Schlauch stört ein wenig. Das Konstruktionsprinzip ähnelt dem der Waterpik Whitening Munddusche, auch hier können die zusätzlichen Düsen im Deckel gelagert werden. Diese Munddusche hatte als einzige Saugnapffüße, das finden wir toll.

Weniger gut: Das Handstück pulsiert im Betrieb mit – man merkt hier deutlich, wie das Wasser durch das Gerät gepumpt wird. Das stört zwar nicht wirklich, wir fänden es aber besser, wenn man die Hand komplett ruhig halten könnte.

Alle Stufen waren angenehm, bei den zusätzlichen Aufsätzen war einzig der Parodontal-Aufsatz sehr unpräzise. Insgesamt bekommt man hier eine gute, wenn auch nicht ganz perfekte Munddusche mit vielen verschiedenen Aufsätzen.

Truelife AquaFloss Station

Die Truelife kommt in Weiß und Mintgrün daher und sieht sehr hübsch aus. Auch hier gilt das Bauprinzip: auflegbarer Deckel mit Platz für diverse Düsen. Es gibt ein Drehknopf, aber keinen Netzschalter, auf »Off« kann man den Regler aber natürlich stellen. Wer möchte, kann aber einfach das Kabel aus der Steckdose ziehen, wenn die Munddusche ganz ausgehen soll. Die Verarbeitung ist zweckmäßig und nicht wirklich hochwertig, aber auch nicht billig. Hier hatten wir die stärksten Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen, von beinahe nicht vorhandener Strahlstärke bis hin zu wirklich schmerzhaft war alles dabei. Wer nicht ganz so empfindliches Zahnfleisch hat, könnte aber sogar Stufe zehn noch gut finden. Insgesamt ist es aber definitiv ein Vorteil, wenn man den Unterschied zwischen den Stufen auch spürt.

Nach der ersten Testrunde machte sich im Wassertank schon ein dezenter Rand bemerkbar, verursacht durch eher kalkhaltiges Münchner Leitungswasser – auf Dauer wird man hier also öfter Kalkränder entfernen müssen. Insgesamt bekommt man auch hier eine Munddusche mit guter Leistung, unsere Empfehlungen bieten aber einfach mehr Zusatzfeatures wie z.B. einen Netzschalter.

Mobile Mundduschen

Nichts falsch machen Käufer der Panasonic EW1211. Sie ist baugleich mit unserer Empfehlung EW1411, hat aber eine Funktion weniger. Die Panasonic fügt auf Wunsch dem Wasserstrahl eine ordentliche Portion Luft hinzu, damit die Säuberung noch sanfter wird. Allerdings finden wir nicht, dass das den Aufpreis rechtfertigt. Auch hier muss vor der ersten Nutzung erstmal lange geladen werden, die Haptik ist aber sehr angenehm und die Reinigungsleistung gut. Eine Wandbefestigung ist auch hier möglich.

Duomishu Cordless Oral Irrigator

Die Duomishu Munddusche kommt mit einer großen grauen Tasche für die Aufbewahrung der Munddusche, zwei Düsen (für die gibt es keinen extra Behälter) und einem USB-Ladekabel – ohne Netzstecker. Sieht man sich die Rezensionen an, so sind die Kunden davon angetan, wir zweifeln aber doch etwas am Sinn dieser Lademethode. Die Munddusche steht im Badezimmer und da will man sie laden, nicht in einem anderen Raum mit passendem Anschluss. Auch das Zweckentfremden eines vorhandenen Netzsteckers ist nicht der optimale Weg. Für den Urlaub dagegen ist diese Möglichkeit gut, hier muss man sich um andere Steckdosenarten immerhin keine Gedanken machen.

Die Reinigungsleistung ist auch hier ordentlich und es gibt viele Ersatzdüsen für verschiedene Anwendungsbereiche. Die Verarbeitung des Geräts könnte besser sein, aber immerhin ist sie durch die genoppte Rückseite sehr griffig.

Bestope Cordless Water Flosser

Bei der Munddusche von Bestope ist eine Tasche für die Aufbewahrung mit dabei, außerdem ein USB-Kabel ohne Netzteil, das finden wir auch hier eher sinnlos. Ansonsten ist sie fast baugleich zur Duomishu. Die Reinigung damit ist gut und präzise, zudem sind viele verschiedene Düsen mit dabei. Die Verarbeitung ist eher billig und die Schläuche in den Tanks dieser Art von Mundduschen erreichen die Reste des Wassers oft nicht richtig. Ansonsten bekommt man aber hier, wie auch bei Duomishu eine ordentliche Munddusche, die vielleicht nicht ganz so lange hält wie die bekannten Markenprodukte.

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Kommentare

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Christoph von Hardenberg
Christoph von Hardenberg

Ich habe die Philips Sonicare Airfloss Ultra seit 1,5 Jahren und bin mit der Leistung zufrieden. Allerdings habe ich inzwischen das 4 Austauschgerät, da das Gerät bisher immer nach 1-2 Monaten Funktionsstörungen bekam: Wenn ich nach dem Anstellen auf dem unteren Knopf oben auf den Betriebsknopf gedrückt habe, hat sich das Gerät jedesmal wieder abgestellt. Immer das gleiche Problem. Das Gerät ließ sich nicht mehr nutzen. Daher meine Frage an die Tester: Haben Sie auch einen Dauertest durchgeführt? Philips hat mir auf diese Frage leider nie geantwortet, sondern nur immer ein Ersatzgerät zugeschickt. Daher vermute ich, dass das jetzige Gerät… Mehr... »

Elke Lemke
Elke Lemke

Die Preisangabe bei eurem mobilen Sieger bei Amazone ist für ein anderes Modell und nicht für das Getestete.

Redaktion
Redaktion

Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

Frank
Frank

Bei der Die Munddusche von Smagreho ist ihnen ein Fehler unterlaufen. Der Link sowie der Preis gehören zu einem anderen Modell. Aktuell liegt der Preis bei 19.99€

allerdings findet sich ein Baugleiches Modell bei einem anderen Anbieter für 14.99€.

lg

Redaktion
Redaktion

Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.