Die beste NAS für Heimanwender

Test: NAS für Heimanwender – Testsieger WD My Cloud Mirror 4TB
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Die beste Netzwerkfestplatte für zuhause ist die WD My Cloud Mirror. Sie bietet auch anspruchsvolleren Anwendern alle nötigen Funktionen, die man heutzutage von einem modernen Netzwerkspeicher erwartet, ist einfach zu installieren und zu bedienen und ist zu einem fairen Preis zu haben.

Update 13. Januar 2017

Die WD My Cloud Mirror ist unserer Meinung nach immer noch die beste NAS für Privatnutzer. Daher ist sie weiterhin unsere Top-Empfehlung. Allerdings haben wir zwei neue Alternativen von Synology und QNAP für ambitionierte Heimanwender und Profis hinzugefügt.

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22. Dezember 2015

Für Windows Phone steht derzeit keine My Cloud App von WD zur Verfügung. Der Artikel wurde entsprechend ergänzt.

20. November 2015

Western Digital hat die zweite Generation der WD My Cloud Mirror vorgestellt. Sie kommt mit einem etwas schnelleren Prozessor und mehr Arbeitsspeicher. Da die Versionen mit 4 und 6 TB kaum teurer ist als die der ersten Generation, empfehlen wir diese. Wer mehr Speicherplatz benötigt, sollte hingegen noch zur alten Version greifen, da diese wesentlich günstiger ist. Die minimalen Unterschiede in der Hardware dürften die meisten Nutzer kaum bemerken.

18. September 2015

Die WD My Cloud Mirror ist immer noch die beste Netzwerkfestplatte für die meisten Leute. Mit der QNAP TS-131 haben wir eine neue Alternative für anspruchsvollere Nutzer hinzugefügt.

NAS steht für »Network Attached Storage«, also ein Speichermedium, das an ein Netzwerk angeschlossen ist. Es handelt sich meist um eine oder mehrere Festplatten, die in einem speziellen Gehäuse stecken, das Sie per Netzwerkkabel an den heimischen Router anschließen.

Der Vorteil gegenüber einer normalen externen Festplatte: Alle Rechner daheim, aber auch Tablets, Notebooks und Smartphones, ja sogar moderne Fernseher und Spielekonsolen haben Zugriff auf die Dateien, die auf einer NAS abgespeichert sind. Sie müssen also die Festplatte nicht immer von einem Computer abstecken, zu einem anderen tragen und dort wieder anschließen. Bei Smartphones und Tablets geht das ohnehin nicht ohne weiteres. Hier bräuchten Sie ein Modell, das überhaupt kompatibel mit externen Speichermedien ist, sowie ein spezielles Adapterkabel.

Mehr als eine Festplatte mit Netzwerkanschluss

Doch die Funktionen einer NAS reichen noch sehr viel weiter, als es die Bezeichnung zunächst aussagt. So nutzt jede NAS eine Art Betriebssystem, das zusätzliche Möglichkeiten bereitstellt. Sie richten damit etwa verschiedene Benutzer ein, so dass beispielsweise der Computer der Kinder einen eigenen Bereich auf den Festplatten erhält, auf dem der Nachwuchs Dateien abspeichern darf. Dieser ist getrennt von Ihrem Bereich, auf den nur Sie Zugriff haben. Außerdem gibt es Bereiche, auf den alle Benutzer zugreifen dürfen, um Dateien auszutauschen.

Zu Hause könnte das etwa das gemeinsame Verzeichnis mit den Urlaubsfotos oder der Musiksammlung sein. In kleinen Bürogemeinschaften, für die die hier vorgestellten Modelle ebenfalls in Frage kommen, sind es hingegen Dokumente und Präsentationen, an denen man gemeinsam arbeitet.

Zudem lassen sich einzelne Dateien oder Ordner auch für außenstehende Benutzer freigeben, die dann für den Zugriff kein Benutzerkonto auf der NAS benötigen. Dateien ständig per E-Mail hin und her zu senden oder auf einem USB-Stick von PC zu PC zu tragen, können Sie sich mit einer NAS also sparen.

Eine private Cloud aufbauen

Nutzen Sie Cloud-Speicher-Dienste wie Dropbox, Google Drive, Apples iCloud oder dergleichen, dürfte Ihnen das Konzept, von verschiedenen Geräten gemeinsam auf Dateien zugreifen zu können, bekannt vorkommen. Bei diesen Diensten kommt noch hinzu, dass Sie von überall an die Dateien herankommen – mit dem Smartphone in der Bahn, mit dem Computer im Arbeitszimmer eines Freundes oder mit dem Notebook auf der anderen Seite des Globus. Alles, was Sie brauchen, ist ein Internetzugang.

Außerdem bieten Cloud-Speicher-Dienste die bequeme Möglichkeit, Dateien auf Wunsch automatisch zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren: Speichern Sie eine Datei am PC im Büro ab, landet sie automatisch auch auf dem Notebook Zuhause – sofern Sie die beiden Computer entsprechend eingerichtet haben. Das geht meist über eine Software vom jeweiligen Anbieter.

Aber auch mit einer NAS können Sie diese Möglichkeiten inzwischen nutzen: Sie sitzen mit Ihrem Tablet im Café an der Ecke und zeigen jemandem die Fotos des letzten Urlaubs, die auf Ihrer NAS zu Hause im Wohnzimmer gespeichert sind. Oder Sie sind unterwegs zu einem Termin und benötigen dringend dieses eine Dokument, das aber nicht auf dem Notebook, sondern nur auf der Festplatte im NAS-Gehäuse liegt. Moderne Netzwerkspeicher wie die WD My Cloud Mirror bieten hier den selben Komfort wie Dropbox & Co.

Allerdings haben Sie darüber hinaus noch einen großen Vorteil: Denn die Dateien liegen nicht auf den Festplatten irgendwelcher Anbieter außerhalb von Deutschland und damit außerhalb des Einflusses hiesiger Datenschutzgesetze, sondern bei Ihnen zu Hause auf der eigenen Festplatte. Ihre persönlichen Dateien sind somit nicht den Begehrlichkeiten von Geheimdiensten und Datenkraken ausgesetzt. Im Fachjargon heißt dieses Konzept denn auch treffend »Private Cloud«. Es erfreut sich wachsender Beliebtheit – auch aufgrund des NSA-Skandals – und ist mit NAS-Modellen wie der WD My Cloud Mirror auch daheim einfach umzusetzen.

Am Ende hängt aber auch Ihre NAS am Internet und ist damit potenziell Angriffen von außen ausgesetzt. Absolute Sicherheit gibt es nicht, und wer es wirklich auf Ihre Dateien abgesehen hat, findet häufig einen Weg. Sie können es ihm allerdings so schwierig wie möglich machen. Meist reicht eine hohe Hürde schon aus, um Angreifer abzuschrecken. Diese wenden sich dann lieber einfachen Zielen zu, davon gibt es im Internet mehr als genug.

Konkret bedeutet das: Wählen Sie für alle NAS-Konten sichere Passwörter, die weder in einem Wörterbuch stehen noch mit Ihnen persönlich zusammenhängen. Ihr Geburtstag, die Lieblingsfarbe oder der Name des Haustieres sind als Kennwort tabu. Besser sind mindestens zehnstellige Kombinationen aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Dieser Tipp gilt übrigens für alle Passwörter – egal, wo Sie diese einsetzen.

Zudem sollten Sie über den Konfigurations-Dialog der NAS die Option »HTTPS« einschalten. Damit wird die Verbindung verschlüsselt, wenn Sie von außerhalb Ihres Heimnetzwerkes – also etwa von unterwegs – auf Ihre Dateien zugreifen. So machen Sie es Dritten fast unmöglich, Dateien während der Übertragung zwischen NAS und Smartphone, Notebook oder Tablet abzuhören. Am Endgerät müssen Sie aber ebenfalls darauf achten, dass Sie bei den Apps, die Sie für den Zugriff nutzen, die HTTPS-Funktion einschalten. Greifen Sie über einen Browser zu, stellen Sie statt des standardmäßigen »http://« ein »https://« vor die Internetadresse. Auch dieses Konzept hat Schwachstellen, erhöht aber wiederum die Hürde. Und darauf kommt es an.

Upload-Geschwindigkeit als Flaschenhals

Eine private Cloud bietet aber nicht nur Vorteile, das muss man ganz klar sagen. Der größte Nachteil ist wohl die Upload-Geschwindigkeit des eigenen Internetanschlusses. Denn Sie können Dateien unterwegs aus Ihrer Cloud – also von Ihrer NAS – nur so schnell herunterladen, wie die NAS sie ins Netz hochladen kann.

Zwar werben DSL-Anbieter gerne mit Zahlen wie »DSL 16.000« oder »Anschluss mit 50 MBit«. Aber das bezieht sich immer auf die Transferrate, mit der Sie etwas aus dem Internet herunterladen. Der Upload ist meist wesentlich geringer und wird bei einer privaten Cloud oft zum Flaschenhals. Viele Internetanschlüsse bieten beim Upload nur eine Geschwindigkeit von 1.000 KBit/s.

Sitzen Sie also bei einem Freund am PC, laden gerade etwas von Ihrer NAS und die Daten kommen nur sehr langsam an, liegt das meist nicht am Anschluss des Freundes, sondern am Upload Ihrer Leitung daheim, mit der Ihre NAS verbunden ist. Riesige Dateien mit einer Gesamtgröße von mehreren Gigabyte mal eben herunterzuladen, ist damit oft nicht drin oder dauert eine halbe Ewigkeit. Für einzelne Fotos oder MP3s ist es dagegen in der Regel kein Problem, noch weniger für Word-Dokumente, Excel-Tabellen und dergleichen, denn die sind oft nur einige Kilobyte groß.

Ein weiterer Punkt, den man ansprechen muss: Eine NAS läuft in der Regel rund um die Uhr. Sie können Sie natürlich abends aus- und morgens wieder einschalten. Doch wenn Sie das vergessen, kommen Sie etwa auf dem Weg zur Arbeit nicht an die abgespeicherten Dateien heran. In der Regel bieten NAS-Modelle – wie auch die WD My Cloud Mirror – einen Ruhemodus. Dieser wird automatisch aktiviert, wenn gerade niemand auf die Dateien zugreift, und schaltet die Festplatten aus. In diesem Zustand verbraucht ein Netzwerkspeicher meist nur wenige Watt.

Um diese beiden Nachteile – Upload-Geschwindigkeit und Stromverbrauch – müssen Sie sich als Nutzer von Dropbox oder Google Drive natürlich keinerlei Gedanken machen. Die Anbieter sorgen für einen ausreichend schnellen Upload, um auch tausende von Nutzern gleichzeitig mit schnellen Downloads versorgen zu können. Und deren Stromverbrauch ist nicht Ihr Problem.

Cloud ersetzt kein Backup

Sie müssen eine NAS natürlich nicht als Cloud-Speicher nutzen. Doch wenn Sie es tun, sollten Sie bedenken, dass eine Cloud – egal ob privat oder öffentlich – prinzipiell kein Backup ersetzt. Das hat etwas mit der automatischen Synchronisation zu tun, die einen Cloud-Dienst so wahnsinnig praktisch macht. Löschen Sie beispielsweise auf einem Rechner eine Datei, wird dieser Löschvorgang in die Cloud übertragen und von dort auf alle Rechner, die zur Synchronisation angeschlossen sind. Die Datei ist dann weg (die meisten Anbieter haben allerdings eine Art »Löschen rückgängig machen«-Funktion).

Noch schlimmer ist es, wenn die Festplatten in der NAS den Geist aufgeben. Wie bei einer Festplatte im PC oder Notebook kann dagegen nur eine Sicherungskopie auf einer weiteren Festplatte helfen.

Viele Netzwerkspeicher bieten hier allerdings eine Besonderheit, die ein normaler Computer in der Regel nicht bietet: Hat die NAS zwei oder mehr Festplatten, können diese zu einem RAID-System zusammengeschlossen werden. Einfach gesagt, kopiert das Betriebssystem die NAS dabei automatisch jede Datei, die Sie abspeichern, auf alle vorhandenen Festplatten. Fällt ein Speichermedium wegen eines Defekts aus, sind die Dateien immer noch auf der anderen Festplatte vorhanden. Dieses Konzept wird RAID 1 genannt und wird auch von der WD My Cloud Mirror unterstützt. Es gibt auch noch RAID 5, 6 oder 10, aber diese sind für Heimanwender eher weniger geeignet.

Allerdings ist auch ein RAID kein vollständiger Backup-Ersatz, denn gegen einen Virenbefall oder einen Bedienungsfehler durch den Nutzer wie versehentliches Löschen ist dieses System ebenfalls machtlos, da es den Löschvorgang von Platte A auch auf Platte B übertragen würde. Hier helfen nach wie vor nur Sicherungskopien auf externe Medien. Dafür schließen Sie etwa eine USB-Festplatte an die NAS an oder installieren ein Backup-Programm auf dem Computer, das regelmäßig Sicherungskopien von der NAS zieht und dann auf einer USB-Festplatte speichert, die wiederum am PC angeschlossen ist. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ein wunder Punkt bleibt aber auch dann: Was ist, wenn bei Ihnen zuhause eingebrochen wird und alle Geräte geklaut werden? Oder gar die Wohnung abbrennt? Für diese Fälle sollte man eine Sicherungskopie außerhalb der eigenen vier Wände aufbewahren. Und dafür bieten Cloud-Speicher-Dienst immer noch die beste Möglichkeit. Nur leider geben Sie damit wiederum die Hoheit über Ihre Daten aus der Hand.

Wie man es auch dreht und wendet – hundertprozentige Datensicherheit zu erreichen ist schwierig. Letzten Endes müssen Sie selbst abwägen, was für Sie und Ihre Daten ein akzeptables Risiko ist.

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Kommentare

23 Kommentare zu "Die beste NAS für Heimanwender"

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Man glaubt gar nicht, wie schnell die eigenen Wünsche und Anforderungen wachsen, wenn man sich an die neuen Möglichkeiten gewöhnt hat. :-O Ich hatte ursprünglich auch mit einer WD Mirror geliebäugelt, habe mich dann aber von Bekannten und Kollegen doch zu einer Synology überreden lassen. 🙂 😀 Gestartet mit einer DS414 und 2x 6TB WD Red im Raid1, nach kurzer Zeit eine dritte 6TB WD Red dazu und auf Raid5 umgestiegen und bald darauf ein WD MyBook Duo mit ebenfalls 2x 6TB WD Red im Raid0 per USB als Backup Medium an der DS414. Dank Synology CloudSync kann man einzelne… Mehr... »

Warum keine wd Platten Thomas Hiller? Die WD Red sind super, habe ich auch in meiner Synology.

DAS beste NAS für Heimanwender?

You made my Day

Was bitte ist eine NAS???

Eine Netzwerkfestplatte. NAS steht für Network Attached Storage. 😉

Danke!

Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß 😉

Letztendlich wird es eh fast immer ein Server. 🙂 NAS ist hier eher ein Modebegriff.

Synology ist die Beste

… aber sicher nicht mit wd platten.

Ich kann über ne gescheite QNAP (einschließlich Virtualisierung) nicht klagen

Florian Hi

Andreas Galler

leider machte ich keine gute Erfahrungen mit WD-NASen .. 🙁

hab die kleine wd my cloud daheim,..ist nicht schlecht. jedoch ist die app grottenschlecht.

Habe sie wd und qnap, qnap ist um weeeeeeiten viel besser und viel einfacher. Und es gibt sehr viel öfters Neuerungen und Updates zur Software. Außerdem ist mit der qnap auch viel mehr möglich.

Hab auch nur schlechte Erfahrung mit den mycloud NASen, das Web Interface ist schlichtweg nicht zu gebrauchen und außer einer Hand voll SMB freigaben und für Time Machine sehe ich diese Geräte leider nicht. Ich verkaufe und verbaue nur noch Synology, hab letzten Monat noch zwei myCloud NAS gegen eine Synology DS416 ausgetauscht, diese macht jetzt in einem kleinen Unternehmen auch direkt DNS und Directory Server sowie Aufzeichnung der Video Überwachung und dient als iSCSI LUN für einen kleinen VMware ESXi Server.

Geht nichts über eine vernünftige QNAP-NAS.

Qnap? Tzzzz
Synology gibt es.

Jedem das seine, dir deine Synology….

Nie wieder! Unbrauchbar! Super langsam und für Backups unzuverlässig. Hatte mal 890 GB Fotos gesichert. Zum Glück nicht nur auf der Cloudplatte. Die waren zu 30% alle defekt = Streifen und Bildausfälle.

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