Die beste Outdoor-Kamera

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Test Outdoor-Kamera: Olympus Stylus Tough TG-5

Die beste wasserdichte und stoßfeste Digitalkamera ist die Olympus Tough TG-5. Sie liefert eine ordentliche Bildqualität – über und unter Wasser. Und sie ist die einzige Outdoor-Kamera, für die der Hersteller eine Menge Zubehör anbietet, mit dem sich die Anwendungsmöglichkeiten erweitern lassen.

Update 30. November 2018

Wir haben 5 neue Outdoor-Kameras getestet. Unser Favorit ist die Olympus Tough TG-5.

Wasserdichte und robuste Outdoorkameras mit ihrem sehr klein gebauten, innen liegenden Objektiv und ihrem kleinen Bildsensor reichen nicht an die Qualität guter Kompaktkameras heran. Rechnen Sie bitte in etwa mit der Bildqualität, die Sie aus einem aktuellen Smartphone erhalten (vielleicht sogar noch etwas darunter).

Die Stärken dieser Kameras liegen woanders. Mit einer Outdoor-Kamera machen Sie Fotos und Videos unter widrigen Bedingungen, bei denen normale Kameras (und auch Smartphones) längst den Geist aufgegeben hätten. So entstehen damit oft Aufnahmen, die es mit anderen Geräten erst gar nicht gegeben hätte. Und das macht diese Kameraklasse nach wie vor so attraktiv und lebendig.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Olympus Tough TG-5

Test Outdoor-Kamera: Olympus Stylus Tough TG-5
Die Outdoor-Kamera mit den besten Allround-Eigenschaften kann dank viel optionalem Zubehör sogar noch mit Möglichkeiten ausgestattet werden.

Die beste Kamera für alle Belange des Outdoor-Lebens ist für uns die Olympus Tough TG-5. Mit ihr können Sie tauchen, in frostigen Gegenden Bilder schießen und auch, wenn sie mal hinunterfällt, ist sie dank ihrer robusten Bauart kaum empfindlich dafür. Ihr Zoom-Objektiv ist, verglichen mit denen anderen Outdoor-Kameras, relativ lichtstark, d. h. es lässt noch verhältnismäßig viel Licht auf den Bildsensor durch. Dieser wiederum löst mit 12 Megapixeln weniger hoch auf als andere Outdoorkameras, was eine kluge Entscheidung von Olympus war. Beides zusammen sorgt nämlich letztlich für eine Bildqualität, mit der man wirklich zufrieden sein kann.

Ihr Ausstattungsumfang ist zudem riesig. Und wem der noch nicht reicht, kann die Kamera mit allerlei Zubehör noch für weitere Anwendungen fit machen.

Mit Sucher

Panasonic Lumix DC-FT7

Test Outdoor-Kamera: Panasonic Lumix DC-FT7
Die einzige Outdoor-Kamera mit Sucher kann bis 31 Meter tief tauchen. Leider ist ihr Objektiv nicht lichtstark.

Wer nicht allein auf das Display der Kamera angewiesen sein will, sondern auf jeden Fall einen Sucher haben möchte, kommt um die Panasonic Lumix DC-FT7 nicht herum. Sie ist die einzige Outdoor-Kamera, die einen Sucher hat (in diesem Fall einen elektronischen Videosucher). Ein Sucher bietet in sehr heller Umgebung, z. B. am Strand oder im Schnee, klare Vorteile. Die Panasonic setzt auch den aktuellen Rekord beim Tieftauchen ohne zusätzliches Schutzgehäuse: Satte 31 Meter tief darf man mit der Lumix FT7 gehen.

Allerdings ist die Panasonic DC-FT7 auch etwas größer und schwerer als andere Outdoor-Kameras und hat weder GPS noch Bluetooth (letzteres ist ungewöhnlich für eine Kamera aus 2018). Ihr Objektiv ist wenig lichtstark und besitzt keinen ausgeprägten Weitwinkel. Unserem Testsieger kann sie damit nicht das Wasser reichen.

Ausstattungs-Riese

Nikon Coolpix W300

Test Outdoor-Kamera: Nikon Coolpix W300
Größter Zoombereich, bis 30 Meter wasserdicht, beste Konnektivität – nur die Bildqualität ist einen Tick schlechter als beim Testsieger.

Fast genauso tief wie die Lumix, nämlich 30 Meter ohne Extra-Tauchgehäuse, kann die Nikon Coolpix W300 tauchen. Qualitativ kommt diese Kamera dicht an unseren Testsieger heran. Sie hat an der Gehäuseseite große Tasten für Schnellfunktionen, wodurch sie sich auch mit Handschuhen noch recht gut bedienen lässt. Die Nikon ermöglicht auch schon die heute übliche Verbindung per Bluetooth zum Smartphone.

Ihr Objektiv ist allerdings im Weitwinkelbereich weniger lichtstark und beim Sensor mit 16 Megapixeln pokert Nikon schon ein bisschen hoch. Die Kombination aus beidem geht ein wenig zu Lasten der Bildqualität.

Die Mittelklasse

Fujifilm FinePix XP120

Die drei zuvor genannten Kameras repräsentieren aktuell die Spitzenklasse unter den Outdoor-Kameras. Damit haben sie aber auch ihren Preis. Nur rund die Hälfte davon kostet die Fujifilm FinePix XP120. Teilweise bekommt man sie sogar noch günstiger, denn sie ist bereits ein Auslaufmodell (der Nachfolger XP130 ist noch etwas teurer, bietet aber keine wesentlichen Vorteile, die den Mehrpreis wert wären).

Bildqualität bei Foto und Video liegen natürlich etwas unterhalb des Spitzentrios, die Ausstattung ebenfalls. Aber für den fairen Preis bekommt man mit der Fujifilm eine ordentliche Outdoor-Kamera, die 20 Meter tief tauchen darf.

Noch günstiger wird es in der Einsteigerklasse. Wer einfach eine günstige, wasserdichte Kamera möchte oder eine robuste Kamera für seine (kleinen) Kinder sucht, dem können wir die Nikon Coolpix W100 empfehlen. Die Kamera gibt es teilweise schon für weniger als 140 Euro und die Bedienung ist kinderleicht, zudem gibt es sie unter anderem auch in Pink oder sogar in »Bunt« (wie hier abgebildet, das Design nennt sich »Marine«), aber auch wirklich schick schlicht in ganz Weiß. Die W100 ist 10 Meter wasserdicht und stoßfest, ähnlich wie die teureren Mitbewerber. Ungewöhnlich in dieser Preisklasse: sogar die Konnektivität ist mit WLAN und Bluetooth voll auf der Höhe der Zeit.

In Sachen Bildqualität muss man bei diesem Kamerakonzept allerdings deutliche Abstriche machen, denn der Bildsensor der W100 ist noch kleiner und ihr Objektiv noch weniger lichtstark als das der teureren Modelle.

Vergleichstabelle

TestsiegerMit SucherAusstattungs-RieseDie Mittelklasse(Auch) für Kinder
Modell Olympus Tough TG-5 Panasonic Lumix DC-FT7 Nikon Coolpix W300 Fujifilm FinePix XP120 Nikon Coolpix W100
Test Outdoor-Kamera: Olympus Stylus Tough TG-5Test Outdoor-Kamera: Panasonic Lumix DC-FT7Test Outdoor-Kamera: Nikon Coolpix W300Test Outdoor-Kamera: Fujifilm FinePix XP120Test Fotokamera für Kinder: Nikon Coolpix W100
Pro
  • Gute Leistung bei Foto und Video
  • Großer Funktionsumfang
  • Umfangreiches Zubehörangebot
  • GPS, Kompass und Barometer
  • Gute Akkulaufzeit
  • Elektronischer Sucher
  • Hochauflösender Monitor
  • Hochauflösende Videos
  • Wasserdicht bis 31 Meter
  • Großer Zoombereich
  • Hochauflösende Videos
  • Wasserdicht bis 30 Meter
  • GPS, Kompass und Barometer
  • Großer Zoombereich
  • Relativ günstig
  • Günstigste Marken-Outdoor-Kamera
  • Einfache Bedienung
Contra
  • Etwas anfällig für Gegenlicht
  • Relativ groß und schwer
  • Lichtschwaches Objektiv
  • Mikrofone nehmen bei Video Zoom- und Autofokus-Geräusche mit auf
  • Lichtschwaches Objektiv
  • Sehr kleiner Sensor
  • Lichtschwaches Objektiv
  • Bildqualität schlechter als die anderen Outdoor-Kameras
Bester Preis
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Wer braucht eine Outdoor-Kamera?

Sie möchten bei Wind und Wetter fotografieren? Ihre Kamera soll auch auf der Skipiste bei eisigen Temperaturen funktionieren? Und wasserdicht sein, damit Sie sie zum sommerlichen Bad im Baggersee oder in den nächsten Schnorchelurlaub mitnehmen können? Dann denken Sie jetzt vielleicht als erstes an eine Action-Cam.

Action-Cams sind ausgesprochen robust und überstehen die Strapazen bei anstrengenden Freizeitaktivitäten klaglos. Aber Action-Cams sind erster Linie für Filmaufnahmen gedacht. Fotoaufnahmen sind mit diesen Geräten recht mühselig. Die winzigen Kameras sind dafür gebaut, bei der Aufnahme irgendwo montiert zu sein und nicht dafür, beim Fotografieren in der Hand gehalten zu werden. Zudem haben sie ein Extrem-Weitwinkelobjektiv – damit muss man schon sehr, sehr dicht ran ans Geschehen. Für bestimmte Anwendungen oder gelegentliche Fotos mag das gehen.

Aber es gibt ja noch die Outdoor-Kameras, die in erster Linie zum Fotografieren gebaut werden (aber natürlich auch filmen können). Sie sind wasserdicht und stecken auch sonst einiges weg. Sie bedienen sich so, wie man es von einer »richtigen« Kamera erwartet. Beispielsweise habe sie einen für Fotokameras typischen zweistufigen Auslöser – halb durchdrücken stellt scharf, ganz durchdrücken löst aus (sowas haben Action-Cams nicht). Und sie haben ein Zoom-Objektiv, mit dem man etwas weiter entfernte Motive heranholen kann. Und einen sinnvoll großen Monitor, mit dem man gut arbeiten kann.

Extratipp

Outdoor-Kameras sind, anders als heutzutage übliche, andere Digitalkameras, in vielen bunten Farben erhältlich. Das hat zum Teil natürlich modisches Aspekte: Die Kameras sollen dadurch flippig und jung wirken. Eine auffällige Farbe kann aber auch sehr nützlich sein, insbesondere beim – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Aufenthalt der Kamera unter Wasser.

Dem Autor ist beispielsweise das Missgeschick passiert, dass sich beim Hochklettern der Badeleiter einer kleinen Segelyacht die um den Hals hängende Outdoor-Kamera irgendwo verhakte und der Traggurt der Kamera riss. Die Kamera ging auf den Grund. Zum Glück war das orangefarbene Gehäuse im leicht trüben Wasser auf dem Grund zwischen Wasserflanzen gut auszumachen. So war die Kamera aus drei Metern Tiefe schnell wieder unversehrt hochgetaucht.

Eine schwarze oder camouflage-farbene Kamera wäre hingegen auf dem bewachsenen Meeresboden praktisch unsichtbar und wahrscheinlich verloren gewesen, denn die niedrige Wassertemperatur ließ keine langen Suchvorgänge zu. Auch wenn Schwarz schick ist – eine Outdoor-Kamera darf ausnahmsweise gerne eine auffällige Farbe haben!

Unser Favorit: Olympus Tough TG-5

Die Olympus Tough TG-5 übersteht Stürze aus bis zu 2,1 Metern Höhe. Sie ist bruchsicher bis zu einer Belastung von 100 Kilogramm und funktioniert auch noch bei frostigen Temperaturen bis -10 °C. Und beim nächsten Tauchgang begleitet Sie die Olympus Tough TG-5 bis hinab auf 15 Metern Wassertiefe. Wenn es einmal noch tiefer hinunter gehen soll, gibt es als Zubehör ein spezielles Unterwassergehäuse, das bis 45 Tiefe dicht ist. Und weil dort unten bekanntlich praktisch kein Tageslicht mehr ist, hat Olympus sogar einen passenden externen Unterwasserblitz im Programm – so etwas gibt es sonst nur von auf Unterwasserfotografie spezialisierten Herstellern.

Testsieger

Olympus Tough TG-5

Test Outdoor-Kamera: Olympus Stylus Tough TG-5
Die Outdoor-Kamera mit den besten Allround-Eigenschaften kann dank viel optionalem Zubehör sogar noch mit Möglichkeiten ausgestattet werden.

Für den harten Einsatz unter Wasser oder in luftigen Höhen ist die Olympus Tough TG-5 zudem mit einer Reihe von Spezialfunktionen gerüstet, etwa speziellen Aufnahmeprogrammen, die auch unter Wasser Fotos ohne Farbstich ermöglichen, oder einem GPS-Logger mit Barometer. Der zeichnet nicht nur zu jedem Foto die Ortskoordination auf, sondern auch die Höhe. Auch Temperatur- und Kompassdaten zeichnet die Kamera auf, sie lassen sich bei Bedarf aufs Smartphone oder Tablet übertragen und dort mit der kostenlosen OI.Track-App auswerten.

Handhabung und Ergonomie

Ganz so handlich wie eine normale Kompaktkamera ist die TG-5 von Olympus nicht. Das liegt zum einen am stabilen, abgedichteten Gehäuse, aber auch daran, dass das Objektiv beim Zoomen nicht aus der Kamera herausfährt, also Platz im Inneren finden muss. Aber dafür ist die TG-5 eben auch wasserdicht und viel robuster.

Dennoch fällt die Olympus TG-5 derart kompakt aus, dass nur noch Platz für recht kleine Bedienelemente ist. Die winzigen Knöpfchen und Taster lassen sich mit Handschuhen kaum mehr bedienen – ein Schwachpunkt, mit dem viele Outdoor-Kameras zu kämpfen haben.

Zur Bildkontrolle dient, wie bei einer klassischen Digitalkamera, das rückwärtige Display. Zwar löst es mit rund 460.000 Bildpunkten nicht sonderlich hoch auf, zur Bildbeurteilung reicht das aber allemal, zumal der Kontrollmonitor sehr hell und so auch im Sonnenschein gut abzulesen ist.

Die Klappen für das Speicherkartenfach und die Schnittstellen hat Olympus, wie bei Outdoor-Kameras üblich, doppelt gesichert – so können sie sich nicht so leicht beim Tauchgang versehentlich öffnen.

Ausstattung lässt kaum Wünsche offen

An der Ausstattung der Tough TG-5 hat Olympus nicht gespart. Insbesondere das Objektiv sticht aus der Masse hervor: Es ist deutlich lichtstärker als üblich, ermöglicht also kürzere Belichtungszeiten oder niedrigere ISO-Werte bei der Aufnahme.

Der Zoombereich reicht von 25 bis 100 Millimeter, geht also weit in den Weitwinkelbereich hinab. Wer einen noch größeren Zoombereich wünscht, kann den Weitwinkelkonverter FCON‑T01 oder den Telekonverter TCON‑T01 vor das Objektiv schrauben (jeweils mittels Adapter Olympus CLA-T01). Wasserdicht bleibt die Tough TG-5 auch mit solchen Objektivvorsätzen.

Ebenfalls klasse: Die TG-5 stellt auf Motive in nur zehn Zentimetern Entfernung scharf, im »Super-Makro-Modus« reduziert sich die Naheinstellgrenze sogar auf einen Zentimeter Entfernung – das schaffen nur wenige Kameras.

Als Zubehör gibt es zwei verschiedene Makro-Lichtvorsätze. Auch das ist einzigartig. Der FD-1 leitet das Licht des eingebauten Blitzgeräts direkt rund um das Objektiv, ideal für Fotoaufnahmen von kleinen Motiven dicht vor der Kamera. Der LG-1 hingegen leitet das Licht der LED für Ultra-Nahaufnahmen direkt vors Objektiv, was für besser ausgeleuchtete Videos sorgt und bei Foto-Makroaufnahmen für ein weicheres, aber auch deutlich weniger helles Licht als der FD-1. Wir kennen Anwender, die die Olympus TG-5 nicht wegen ihrer Robustheit, sondern ausschließlich wegen ihrer Makro-Aufnahmefähigkeiten gekauft haben – und hochzufrieden mit der Kamera sind.

Vor dem Objektiv befindet sich übrigens ein doppeltes Schutzglas. Damit soll das unvermeidbare Beschlagen der Frontlinse gegenüber einem einwandigen Glas vermindert werden, wenn man die Kamera aus einer kalten in einer warme Umgebung bringt.

Wer sich nicht lange mit den richtigen Kameraeinstellungen aufhalten möchte, verlässt sich am besten einfach auf die zahlreichen Automatikfunktionen der Olympus Tough TG-5. Bei der Vollautomatik wählt die Kamera aus 28 Motivprogrammen das passende. Sie können das gewünschte Programm aber auch selbst vorgeben, etwa »Portrait«, »Landschaft« oder »Innenaufnahme«. Sogar an spezielle Outdoor-Programme hat Olympus gedacht, darunter »Unterwasser-HDR« und »Unterwasser-Makro« oder »Strand und Schnee«.

Geübte Fotografen müssen sich nicht auf die Vollautomatiken verlassen. Für sie bietet die Tough TG-5 eine Zeitautomatik, die Möglichkeit zur Belichtungskorrektur fehlt ebenfalls nicht. Anspruchsvolle Fotografen wird ganz besonders freuen, dass die Olympus Tough TG-5 wahlweise auch im RAW-Format aufzeichnet und so eine deutlich bessere Bildqualität liefert.

Um verwackelte Fotos zu vermeiden, hat Olympus die Tough TG-5 mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Verwackelte Aufnahmen müssen Sie also nicht so schnell befürchten.

Einen kleinen Blitz hat die Kamera ebenfalls an Bord. Falls der einmal zu schwach sein sollte, kann sie ein externes Blitzgerät via Funk ansteuern – vor allem bei Unterwasseraufnahmen ein großer Vorteil. Bei actionreichen Szenen schießt die TG-5 flotte Bildserien mit 5 Fotos pro Sekunde, bei reduzierter Auflösung sind sogar bis zu 60 Bilder pro Sekunde drin.

Auch wenn die Olympus Tough TG-5 keine Action-Cam ist – Videos kann sie natürlich trotzdem aufnehmen, auch mit Stereoton. Dabei beherrscht sie auch schon die aktuell angesagte hohe 4K-Videoauflösung mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde (fps) im Film. In der »normalen« FullHD-Auflösung sind sogar Zeitlupenaufnahmen möglich, denn dann schafft die TG-5 bis zu 120 fps.

Auf WiFi versteht sich die TG-5 ebenfalls, sie nimmt per Funk Kontakt zu einem Smartphone oder Tablet auf. Dann können Sie die Kamera vom Mobilgerät aus fernsteuern oder Fotos gleich aufs Tablet übertragen. Den lästigen Verbindungsaufbau hat Olympus übrigens clever vereinfacht. Auf dem Display der Kamera erscheint ein QR-Code, den Sie nur noch mit dem Mobilgerät scannen müssen – schon steht die Verbindung.

Eine Ladung des auswechselbaren Akkus reicht für etwa 380 Aufnahmen nach dem CIPA-Standard, der auch viele Blitzaufnahmen vorsieht. Mehr schafft keine andere Outdoor-Kamera. Der Akku kann per USB-Kabel aufgeladen werden. Wer also mit leichtem Gepäck auf eine Tracking-Tour gehen will, kann mit einem externen Smartphone-Zusatzakku also auch gleich die Outdoor-Kamera wieder nachladen.

Wie gut ist die Bildqualität?

Wie fast alle Outdoor-Kameras muss die Tough TG-5 mit einem Bildsensor auskommen, der gerade einmal so groß ist wie die Fläche eines Fingernagels. Die meisten Konkurrenten bringen, genau wie Olympus bei früheren Modellen, 16 Millionen oder sogar noch mehr Pixel auf der kleinen Fläche unter. Für die Bildqualität ist so etwas aber nicht weiter förderlich, sondern sieht vor allem auf dem Papier gut aus. Die kleinen, innenliegenden Zoom-Objektive bringen eine so hohe Auflösung effektiv nämlich gar nicht auf den Bildsensor.

Olympus hat beim Generationsübergang vom Vorgängermodell TG-4 zur TG-5 die Pixelanzahl auf dem Bildsensor deutlich zurückgenommen. »Nur« 12 Millionen Pixel sind es auf dem Bildsensor der TG-5 und die sind entsprechend größer, was der Lichtempfindlichkeit zugute kommt. Zudem ist der Bildwandler in besonders lichtempfindlicher BSI-Technologie ausgeführt. Das war der Vorgänger auch schon.

Tatsächlich hat die Bildqualität gegenüber dem Vorgängermodell noch etwas zugelegt. Feinzeichnung und Detailtreue auf dem Niveau einer Systemkamera (oder Kompaktkamera mit größerem Sensor) kann man von einer Outdoor-Kamera wie der TG-5 aber nicht erwarten. Die Qualität reicht für Ausdrucke bis zu DIN-A4-Größe. Wichtig ist, ausreichend Licht bei der Aufnahme zu haben, um ISO-Werte über ISO 400 zu vermeiden. Bei höheren ISO-Werten nimmt die Bildqualität sichtbar ab.

Wer versuchen will, das letzte Quäntchen Qualität aus den Bildern herauszuholen, kann mit der TG-5 im Rohdatenformat aufzeichnen. Dann müssen die Bilder zwar am Computer in einem RAW-Konverter entwickelt werden. Sie haben dabei aber alle Freiheiten, das Ergebnis ganz nach Ihren Wünschen abzustimmen. Eine solche Möglichkeit bieten nicht viele Outdoor-Kameras.

Olympus TG-5 im Testspiegel

Im digitalkamera.de-Testbericht punktet die Kamera durch eine sehr umfangreiche Ausstattung wie GPS und WLAN sowie drahtlose Blitzsteuerung. Zwar ist das Bildrauschen erfreulich niedrig, dafür ist der Detailverlust über ISO 400 bemerkbar und ab ISO 1600 deutlich.

Das FotoMagazin lobt das Einstellrad neben dem Auslöser, das je nach gewähltem Modus unterschiedliche Funktionen hat und die Bedienung erleichtert. Die Videofunktion sei auf der Höhe der Zeit und der Autofokus meist schnell. 4 von 5 Sterne und ein »sehr gut« lautet die Endnote.

Der Test bei dkamera.de lobt die gute Videofunktion. Fotos seien bis ISO 200 recht gut, ab ISO 800 deutlich schlechter. Bei Raw-Aufnahmen ist der Pufferspeicher sehr schnell gefüllt. Für längere Aufnahmeserien bleibt nur das JPEG-Format.

Golem.de bewertet die Qualität der Fotos und Videos mit gut und lobt die Bedienung mit Einstellrädern statt mit Knöpfen. Bildmodi wie die Makro- und Unterwasserfunktionen brächten einen echten Mehrwert. Aus den Raw-Dateien lies sich in der Praxis bei der Bearbeitung weniger herausholen als vermutet.

Alternativen

Mit Sucher

Panasonic Lumix DC-FT7

Test Outdoor-Kamera: Panasonic Lumix DC-FT7
Die einzige Outdoor-Kamera mit Sucher kann bis 31 Meter tief tauchen. Leider ist ihr Objektiv nicht lichtstark.

Einen dicken Pluspunkt hat die Panasonic Lumix FT7 mit ihrem elektronischen Sucher, der grade in gleißender Sonne eine große Erleichterung sein kann.

Allerdings hat sie auch ein sehr lichtschwaches Objektiv in Kombination mit einem sehr hochauflösenden Sensor, was eine bessere Bildqualität verhindert.

Dafür setzt die Kamera derzeit knapp den Rekord bei der Tauchtiefe: Satte 31 Meter schafft die Lumix FT7 serienmäßig, also ohne zusätzliches Schutzgehäuse.

Ausstattungs-Riese

Nikon Coolpix W300

Test Outdoor-Kamera: Nikon Coolpix W300
Größter Zoombereich, bis 30 Meter wasserdicht, beste Konnektivität – nur die Bildqualität ist einen Tick schlechter als beim Testsieger.

Fast genauso tief hinab, nämlich 30 Meter, kann man mit der Nikon Coolpix W300 heruntergehen. Die Kamera hat unserer Meinung nach das durchdachteste Gehäuse und sogar einige große Schnelltasten an der Seite, die sich mit Handschuhen bedienen lassen.

Der Zoomfaktor ist größer als bei unserem Favoriten, besonders im Telebereich holt die Nikon etwas mehr heraus. Auch in Sachen Konnektivität ist die Coolpix W300 top. Die Bildqualität liegt nur knapp unter der unseres Testsiegers.

Die Mittelklasse

Fujifilm FinePix XP120

Am meisten Tele bietet die Fujifilm FinePix XP120, allerdings hat sie auch deutlich weniger Weitwinkel. Die XP120 haben wir übrigens bewusst ausgewählt, obwohl sie mit der XP130 eigentlich schon ein Nachfolgemodell hat. Die XP120 bekommt man aber mitunter deutlich günstiger, ohne gravierende Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Die Kamera kann bis 20 Meter tauchen und repräsentiert in diesem Test sozusagen die Mittelklasse. Alles ist etwas schlechter als bei den Spitzenkameras, dafür kostet sie aber auch nur rund die Hälfte. Wer eine einfache, robuste Kamera für Schnappschüsse braucht, kann sich die Fujifilm ruhig einmal anschauen.

Noch günstiger geht es mit der Nikon Coolpix W100, dann aber mit nochmal weiteren Abstrichen bei der Bildqualität. Der Bildsensor ist nochmals deutlich kleiner und der 3-fach-Zoom alles andere als lichtstark. Hohe Ansprüche an die Bildqualität darf man also nicht haben.

Ansonsten ist die Ausstattung aber gut, die Konnektivität mit WLAN und Bluetooth sogar sehr gut und die Bedienung wirklich sehr einfach – kinderleicht, könnte man sagen. Und Kinder sind tatsächlich auch eine der Zielgruppen für die Kamera, die es in etlichen Farben gibt, darunter sogar eine bunt bedruckte. Aber auch Erwachsene kommen mit der Kamera natürlich gut zurecht und ganz in Weiß sieht sie sogar richtig schick aus.

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Kommentare

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Qrisu Nanuq Steurer
Qrisu Nanuq Steurer

Outdoor-Kameras ? Ich habe bis jetzt und schon immer mit jeder Kamera auch draußen im Freien fotografiert . . . . . . . . .

Franz Henzler
Franz Henzler

alles gelesen oder Mal nur ein Kommentar geschrieben? ……

Stefan Telfner
Stefan Telfner

Klasse …
Auch ich konnte mich bereits von einigen Outdoor Kamera überzeugen. Olympus ist hier wirklich sehr stark

Meine Private Übersicht
http://www.smartcamnews.eu/category/kameras/outdoor-kameras/