Die beste Outdoor-Über­wachungs­kamera

Test: Funk-Überwachungskamera für draußen – Testsieger Netgear Arlo

Die beste Outdoor-Überwachungskamera ist die Netgear Arlo. Durch Funkübertragung und Batteriebetrieb ist sie so flexibel zu Montieren wie keine andere Kamera und sie bietet den meisten Komfort bei Einrichtung und Aufnahme. Während wir bei der Konkurrenz viel herumprobierten und keine Alarm-Aufnahme zustande kam, machte die Arlo auf Anhieb das, was sie soll: Bewegungen erkennen und ein Video aufzeichnen.

Heute muss eine Überwachungskamera nicht mehr verkabelt werden – IP-Kameras senden das Signal direkt per WLAN und man kann darauf zugreifen, egal wo man ist, denn man wir über das Smartphone oder per E-Mail benachrichtigt.

Der Markt an Überwachungskameras ist groß und es gibt sie in jeder Preisklasse. Doch welche ist wirklich empfehlenswert? Wir haben uns neun Modelle für euch angesehen. Das günstigste für knapp 60 Euro, das teuerste ca. 200 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Netgear Arlo

Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Netgear Arlo
Einfach zu bedienen und auf Wunsch wird erst mit der Überwachung begonnen, wenn niemand mehr zu Hause ist.

Netgears Arlo ist technisch gesehen keine perfekte High-End IP-Kamera, doch sie macht alles richtig, wenn es um Einrichtung, Bedien-Komfort und Funktion geht.

Wer eine einfach zu installierende und einfach zu bedienende Überwachungskamera ohne viel Schnickschnack sucht, die ultimativ flexibel angebaut werden kann, der ist mit unserem Testsieger bestens bedient.

Zeitplanung und Geofencing erlauben eine nahtlose Einbindung in die normalen Abläufe eines Haushalts. So beginnt die Überwachung auf Wunsch erst, wenn alle Hausmitglieder das Objekt verlassen haben. Von solchem Komfort ist die versammelte Konkurrenz meilenweit entfernt.

Test Funk-Überwachungskamera für draußen: LogiLink WC0049
Bessere Nachtbilder, optischer Zoom, Gegensprechanlage und Detail-Einstellungen.

Die LogiLink WC0049 ist für Sie geeignet, wenn Sie eine umfassende Videoüberwachung haben wollen. Sie ist schwenkbar und liefert damit mehr Überwachungsfläche als unser Testsieger. Außerdem sind die Nachbilder besser und ein optischer Zoom ist auch mit dabei.

Mit der LogiLink können Sie auch über den PC durch die Kamera-Augen sehen und da sie ONVIF-konform ist, kann auch jegliche Video-Sicherheitssoftware genutzt werden.

Gegensprechanlage: Samsung SNH-E6440BN

Test Outdoor-Überwachungskamera: Samsung SNH-E6440BN
Exzellente Tageslicht-Aufnahmen, wird durch Kopplung mit Lautsprecher und Mikrofon zur Gegensprechanlage

Die Samsung Smartcam HD ist eine gute Wahl, wenn Sie Ihre Über­wa­chungs­kamera an der Haustür anbringen möchten und eine Gegensprechanlage einrichten wollen. Ein Mikrofon-Eingang und ein Lautsprecher-Ausgang sind vorhanden, die Kabelverbindung ist leider etwas unflexibel.

Was die Aufnahmen angeht sind die Tagesbilder die besten aus dem gesamten Test. Die Nachtaufnahmen sind allerdings vergleichsweise schlecht, dies können Sie aber mit einem separaten Infrarot-Scheinwerfer beheben.

Vergleichstabelle

TestsiegerProfi-OptionGegensprechanlage
Modell Netgear Arlo LogiLink WC0049 Samsung SNH-E6440BN Foscam FI9828W ABUS TVAC19100A ie Geek 201W HiKAM A7 Wansview W1 7Links WLAN-IP-Kamera mit Full HD
Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Netgear ArloTest Funk-Überwachungskamera für draußen: LogiLink WC0049Test Outdoor-Überwachungskamera: Samsung SNH-E6440BNTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: Foscam FI9828WTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: ABUS TVAC19100ATest Outdoor-Über­wachungs­kamera: ie Geek 201WTest Outdoor-Über­wachungs­kamera: HiKAM A7Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Wansview W1Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: 7Links Wetterfeste WLAN-IP-Kamera mit Full HD
Pro
  • Einfache Installation und Bedienung
  • Zeitplanung und Geofancing
  • Für den Multi-Kamera-Betrieb geeignet
  • Sehr gute Nachtbilder
  • Sehr klein und robust
  • Auch als Gegensprechanlage nutzbar
  • Profi-Modell
  • Vergleichsweise günstig
  • Sehr günstig
  • Gute Tagaufnahmen
  • Guter Preis
  • SD-Karte mit dabei
  • Gute Bildqualität Tag und Nacht
  • Viele Erweiterungsmöglichkeiten
  • Gute Bildqualität Tag und Nacht
  • Mit Zeitplaner in der App
Contra
  • Keine technischen Ergänzungen möglich
  • Nachtaufnahmen könnten besser sein
  • Nicht gerade billig
  • SD-Karte wird nicht mitgeliefert
  • Probleme mit der Funkverbindung
  • Schwierige Inbetriebnahme
  • Schlechte Aufnahmen bei Tag und bei Nacht
  • Bedienerunfreundliche App
  • Keine SD-Karte dabei
  • Bildqualität ist sowohl bei Tag als auch bei Nacht nicht gut
  • Kein SD-Speicher dabei
  • Kein Zugriff auf Bilder aus der App heraus
  • Keine Zeitplanung
  • Alarm-Aufnahmen waren nicht vorhanden
  • Keine Alarm-Aufnahmen auf SD-Karte
  • Unkomfortable App
  • Schlechte Bildqualität Tag und Nacht
  • Schlechte Befestigung
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Früher mussten Outdoor-Überwachungskameras aufwändig verkabelt werden, heute senden sie das Videosignal einfach per WLAN direkt ins Internet. Solche IP-Kameras sind wesentlich günstiger als herkömmliche Überwachungskameras und daher für jedermann erschwinglich. IP steht dabei für »Internet Protocol«, IP-Kamera lässt sich also am besten als »Netzwerkkamera« übersetzen.

Eine IP-Kamera ist letztlich also ein kleiner Computer, der mit einem Kameramodul und Infrarotsensoren bestückt ist und als Netzwerk-Gerät ins heimische Funknetzwerk integriert wird. Mit Hilfe eines Bewegungs-Sensors und zeichnet sie Fotos oder Videos auf, sobald jemand ins Blickfeld der Kamera kommt. Auch Nachtaufnahmen gelingen mit einem eingebauten Infrarot-Scheinwerfer.

IP-Kameras sind direkt mit dem Internet-Router verbunden, etwa der FritzBox oder einem Telekom-Speedport. Das hat den Vorteil, dass nicht immer ein Computer laufen muss, um die Videos aufzuzeichnen. Die Verbindung erfolgt entweder über ein Netzwerk-Kabel, oder – wie bei den meisten Überwachungskameras heute – über WLAN. Das ist viel praktischer, denn so spart man es sich, Kabel zu verlegen.

Sie sollten unbedingt ein sicheres Passwort für den Zugang zur Kamera vergeben!

Auch auf einen Stromanschluss kann man bei einigen IP-Kameras ebenfalls verzichten, sie werden einfach mit Batterien oder Akkus ausgestattet. So können sie völlig frei ganz ohne Kabel platziert werden.

Für den Test haben wir aus dem riesigen Markt der Überwachungskameras neun Modelle herausgesucht, die das ganze Preisspektrum von günstigen Geräten ab rund 60 bis zu teuren Marken-Kameras für über 200 Euro abdecken.

Neben Modellen von Markenherstellern wie Samsung, Netgear und Abus hatten wir Outdoor-Überwachungskameras von HiKam, LogiLink, Foscam, ieGeek, Wansview und 7 Links im Test.

Überwachungskameras von Markenherstellern werden inzwischen zunehmend von No-Name-Herstellern aus Fernost verdrängt. Die sind oft wesentlich günstiger, bieten aber so gut wie keinen Kundenservice – und haben manchmal eklatante Sicherheitsmängel. So wurde jüngst bekannt, dass viele günstige Sicherheitskameras über ihre IP-Adressen ohne jeglichen Passwortschutz über das Internet erreichbar sind – so bekommt jedermann Zugriff auf die Kamera. Bei der Installation sollte man daher auf jeden Fall ein sicheres Passwort für den Zugang zur Kamera vergeben. Umso wichtiger ist, dass der Installationsvorgang einfach und verständlich ist.

Alle Outdoor-IP-Kameras im Test lösten mit mindestens 1.280 x 720 Bildpunkten (720p) auf, einige bieten aber auch höhere Auflösungen.

Alle neun Geräte dieses Tests sind wetterfest, sie halten zumindest den IP66-Standard ein. Danach sind die Geräte gegen starkes Strahlwasser, Staub und Berührung vollständig geschützt. Diese Kameras können also ohne jeden Schutz direkt dem Wetter ausgesetzt werden.

Für überdachte Carports oder andere Außenbereiche sollte man Geräte mit der Schutzklasse IP65 oder IP66 wählen, da auch hohe Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser ungeschützter Elektronik schaden kann.

Für Innenräume und Hallen genügen dagegen einfache Indoor-Modelle, die meistens günstiger sind. Wir haben uns für diesen Test aber auf Outdoor-Modelle konzentriert.

Schutz gegen Einbrecher

Praktisch alle Outdoor-Überwachungskameras arbeiten mit einer Smartphone-App zusammen, über die ein Alarm direkt ans Smartphone gemeldet wird, entweder als Push-Nachricht oder per SMS oder E-Mail.

Alles im Blick - IP-Kameras versprechen etwas mehr Sicherheit für kleines Geld.
Alles im Blick: IP-Kameras versprechen mehr Sicherheit für wenig Geld.

Das hört sich auf den ersten Blick verlockend an, denn so kann man einen Einbrecher aus der Ferne auf frischer Tat ertappen und gleich die Polizei verständigen. Denkt man sich.

Doch die Realität sieht anders aus. Denn meistens ist es nicht ein unerwünschter Eindringling, der den Alarm auslöst, sondern die Katze des Nachbarn, die über die Terrasse läuft, spielende Kinder oder ein Auto in der Ferne. Selbst Wind, der die Äste von Bäumen bewegt, kann bestimmte Bewegungsmelder auslösen.

In der Praxis wird daher kaum jemand die Alarm-Funktion dauerhaft eingeschaltet lassen – das ständige Gebimmel nervt. Nur in speziellen Bereichen, etwa dem geschützten Eingangsbereich eines Hauses, sind Push-Meldungen sinnvoll. Oder aber eine Zeitplanung begrenzt die Aktivität auf die Nachtstunden.

Alarm wird bei Bewegungen jeglicher Art ausgelöst

Wirklich verhindern kann eine Überwachungskamera einen Einbruch also eher nicht, sie wirkt aber sehr wohl abschreckend. Schließlich liefert sie Beweismaterial, mit dem ein Täter unter Umständen identifiziert werden kann. Einen zielstrebigen und gut vorbereiteten Einbrecher wird auch das nicht abhalten, schließlich kann er sich auch vermummen. Doch so gut vorbereitet gehen die meisten Einbrecher in der Regel nicht zu Werke.

Einige Überwachungskameras verfügen auch über eine Alarm-Schaltung über die zum Beispiel eine Sirene angeschlossen werden kann. So macht man potentiellen Einbrechern das Leben noch ein Stückchen schwerer – oder aber den Nachbarn mit ständigen Fehlalarmen.

In der Regel verrichtet eine Überwachungskamera ihren Dienst daher eher passiv, ohne Belästigung durch Fehlalarme. Kommt es zu einem Einbruch, kann man das Material der vergangenen 24 Stunden oder – je nach Modell – auch der letzten Tage oder Wochen sichten. Das ist der eigentliche Sinn einer Überwachungskamera.

Zusatzfunktionen wie der Echtzeit-Blick in den heimischen Garten sind zwar auf den ersten Blick attraktiv, mit der Zeit wird die manuelle Bedienung der Kamera aber in Vergessenheit geraten.

Bildqualität zweitrangig

Die Videoqualität von Outdoor-Überwachungskameras kann weder mit der eines Smartphone noch der eines Camcorders mithalten. Auch einen optischen Zoom gibt es fast nie. Die Bildqualität ist am ehesten mit einer einfachen HD-Webcam im Klappdeckel eines Notebooks vergleichbar: Relativ starkes Bildrauschen, oft stark überdrehte Kontraste, verfälschte Farben und manchmal unscharfe Flecken im Bild, speziell bei den beweglichen Dome-Kameras. Auch wenn die Hersteller mit HD oder Full-HD werben – die Bildqualität ist nicht unbedingt das, was man erwartet, selbst wenn die hohe Auflösung das suggeriert.

Samsung SNH-E6440BN: Tagaufnahme
Samsung SNH-E6440BN: Tagaufnahme der Oberklasse.

Aber bei einer Überwachungskamera geht es ja auch nicht darum, möglichst schöne Videos vom Einbrecher zu machen, sondern darum, dass sie zuverlässig in allen möglichen Lichtsituationen ein erkennbares Bild liefert – vor allem auch nachts.

Bildqualität ist zweitrangig – solange man etwas erkennen kann

Dazu sind IP-Kameras in der Regel mit Infrarot-Lichtquellen ausgestattet, die den Bereich vor der Kamera mit einer für das menschliche Auge unsichtbaren Lichtwellenlänge ausleuchten. Infrarot-Licht im Wellenlängenbereich von 800-1000 Nanometer kann von jeder Kamera in Schwarz-Weiss aufgezeichnet werden. Bei Tageslicht wird der Infrarot-Filter in der Kamera einfach weggeklappt.

HiKAM A7: Nachtaufnahme - Gesicht bei 4 Metern gut erkennbar, Ausleuchtung 10 Meter
HiKAM A7: Nachtaufnahme mit Infrarot-Lichtquelle.

Gänzlich unsichtbar sind die Infrarot-Scheinwerfer der meisten IP-Kameras allerdings nicht. Wenn man nachts frontal in die Kamera blickt, kann man meist einen roten Punkt sehen. Der Grund: IR-Scheinwerfer in Kameras arbeiten meist mit einer Wellenlänge von 850 Nanometern. Es gibt zwar auch unsichtbare 940nm-IR-Strahler, deren Reichweite ist aber nur halb so groß, wie die von 850nm-IR-Strahlern.

Bild zeigt die Scheinwerfer-Kegel der 2 Dome-Kameras (über Tor) und der 5 anderen IP-Kameras (Bildmitte)
Das Bild zeigt die Scheinwerfer-Kegel der 2 Dome-Kameras (über dem Tor) und der 5 anderen IP-Kameras (links).

Typischerweise schauen Überwachungskameras in eine Richtung und leuchten dabei einen engen Bereich aus. Im Test war dieser vier bis 12 Meter weit und höchstens vier bis sechs Meter breit. Herstellerangaben von bis zu 20 Metern halten wir für stark übertrieben.

Objekte in größerer Entfernung verschwinden in der Dunkelheit. Mit separaten IR-Scheinwerfern aus dem Handel kann man Abhilfe schaffen, falls man mit der Ausleuchtung unzufrieden sind. Das ist bei einem hohen Anspruch an die Nachtsicht-Qualität sogar empfehlenswert, denn die Infrarot LED-Scheinwerfer im Kameragehäuse sind selten eine optimale Lösung.

Auch sonst haben eingebauten Scheinwerfer Nachteile: Verschmutzungen auf der Objektivabdeckung führen zu Reflexionen, die die Bildqualität drastisch verschlechtern können. Ein häufiges Problem sind solche Spiegelungen vor allem bei eingebauten Infrarot-LEDs bei Dome-Kameras, denn die Plastik-Kuppel der Abdeckung reflektiert auch das Infrarot-Licht der LEDs darunter.

Zwar verschmutzen auch externe LED-Strahler, aber das hat allenfalls Auswirkungen auf die Ausleuchtung, nicht auf die Bildqualität. Abstrahlwinkel und Leuchtweite sind bei eingebauten LED-Strahlern im Kameragehäuse in jedem Fall ungünstiger als bei externen LED IR-Scheinwerfern. Außerdem lockt die Abwärme der eingebauten IR-LEDs Insekten wie zum Beispiel Spinnen an, die sich gern an der Kamera niederlassen und die Sicht blockieren.

Hohe Auflösung eher problematisch

Bis vor wenigen Jahren besaßen Überwachungskameras im besten Fall 640 x 480 Pixel (VGA) Auflösung. Für den Zweck reicht das auch heute noch aus, doch viele Käufer erwerben nun einmal gerne hochauflösende Megapixel-Kameras: 1.920 x 1.080 Bildpunkte stellt in unserem Testfeld die beste Kamera bereit.

Eine geringere Auflösung kann sinnvoller sein

Weil die Bildsensoren trotz höherer Auflösung aber nicht größer werden, benötigen diese Kameras mehr Licht, um die gleiche Detailschärfe zu liefern. Sie beginnen dadurch schneller zu rauschen, als Kamerasysteme mit geringen Auflösungen.

Folge des Bildrauschens: Die Qualität der Bilder sinkt, die erforderliche Bandbreite und der Speicherbedarf steigen um bis zu 80 Prozent und intelligente Analysefunktionen liefern permanent Fehlergebnisse. Unser Tipp: Entweder Sie entscheiden sich gleich für eine geringere Auflösung, oder Sie rüsten separate Infrarot-Scheinwerfer nach.

Speicher: Online oder auf Karte

ABUS Security-Center TVAC19100A: die SD-Karte kommt unter die Abdeckung
ABUS Security-Center TVAC19100A: Die SD-Karte kommt unter die Abdeckung.

Viele IP-Kameras speichern das aufgezeichnete Videomaterial auf fest eingebaute oder von außen eingesteckte SD-Speicherkarten. Alternativ kann das Material bei einigen Modellen auch gleichzeitig auf einem Onlinespeicher abgelegt werden – das bieten aber nur wenige Exemplare. In Punkto Ausfallsicherheit ist die Onlinespeicherung ideal, denn auch bei Zerstörung der Kamera bleibt das Beweismaterial so erhalten.

Einige Kameras verfügen aber auch über einen eigenen Router, gewissermaßen als Empfangsteil der Kamera, das man im Haus unterbringt. Auf diesem kann das Videomaterial auf einem USB-Stick oder einer SD-Karte gespeichert werden.

Wenn die Kamera manuell mit der Smartphone-App ausgelöst wird, werden Bilder und Videos dagegen direkt auf dem Speicher des Smartphones abgelegt.

Bewegungserkennung

Der Bewegungssensor ist ein passiver Infrarot-Sensor (PIR-Sensor), der auf Bewegung in Verbindung mit Wärme reagiert. So kann er den Erfassungsbereich laufend nach Lebewesen absuchen, denn die strahlen Wärme ab.

Vor dem 4×5 Millimeter großen Sensor sitzt eine Linsenanordnung, die den Erfassungsbereich in Zonen aufteilt. Jede Linse sieht einen genau abgegrenzten Bereich und lenkt auftretende Wärmestrahlung direkt auf den PIR-Sensor. Bewegt sich eine Wärmequelle durch die einzelnen Zonen, werden unterschiedliche Ladungsdifferenzen auf dem PIR-Sensor erzeugt und der Alarm wird ausgelöst.

Eine andere Möglichkeit der Bewegungserkennung ist das konstante Aufzeichnen eines Videostreams. Verändert sich der Bildinhalt sehr schnell, etwa wenn eine Person durch das Sichtfeld läuft, wird der Alarm ausgelöst.

Doch ein solcher Bildvergleich kann unter Umständen viele Fehlalarme produzieren, etwa, wenn Bäume sich durch Wind bewegen, starker Schnee fällt oder Autos durchs Bild fahren. Zuverlässiger sind Überwachungskameras mit passiven Infrarot-Sensoren.

Was ist mit Ton?

Während einige Geräte komplett auf die Audioaufzeichnung verzichten, können andere mit einem Außen-Mikrofon ergänzt werden oder haben ein integriertes Mikrofon. Einige IP-Kameras haben sogar einen Lautsprecher-Anschluss. Zusammen mit einem Mikrofon können sie dann auch als Gegensprechanlage eingerichtet werden.

Rechtliche Situation

Privatnutzer in Deutschland müssen sich auf ihren Grundstücken und in ihren Wohnungen wenig Gedanken über Datenschutzbestimmungen machen, wenn sie eine Überwachungskamera einsetzen wollen. Sie müssen noch nicht einmal konkrete Gründe dafür nennen. Aber: Teile einer öffentlichen oder vom Nachbarn genutzten Fläche dürfen nicht überwacht werden. Es gilt allgemein die Transparenzpflicht: Wenn Sie zu Ihren Besuchern fair sein möchten, sollten sie auch Hinweise auf die Überwachungskamera anbringen.

Das eigene Grundstück darf überwacht werden

Gezielte Beobachtungen des Nachbargrundstückes sind allerdings klar verboten. Das wäre eine tiefgreifende Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Nachbarn, er könnte dann auf Schadenersatz und Schmerzensgeld klagen. Um keinen Unfrieden zu stiften, sollten Sie im Zweifel mit Ihren Nachbarn über das Vorhaben sprechen und darauf hinweisen, welche Bereiche aufgezeichnet werden. Vor allem wenn es um gemeinsame Zuwege und Flächen geht, ist eine einvernehmliche Absprache Pflicht.

Dabei spielt es nach aktueller Rechtslage keine Rolle, ob die Kamera ein Dummy oder technisch gar nicht funktionsfähig ist. Entscheidend ist, dass Ihr Nachbar oder ein Besucher von einer Aufzeichnung ausgeht und sich beobachtet fühlt.

Vorsicht ist auch geboten, wenn öffentliche Gehwege, Parkplätze etc. durch die Kamera mit überwacht werden. Deutsche Gerichte räumen dem Persönlichkeitsrecht des Passanten regelmäßig mehr Gewicht ein, als den Schutz-Interessen eines Hausbesitzers. Mehr dazu können Sie in einer Broschüre der Uni-Münster nachlesen.

Gewerbe

Gaststätten, Hotels, Geschäfte oder Bürogemeinschaften berufen sich in der Regel auf ihr Hausrecht, wenn sie Überwachungskameras installieren. Hier gibt es jedoch datenschutzrechtliche Vorschriften, schließlich handelt es sich um öffentlich zugängliche Räume im Sinne von § 6b Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Grundsätzlich dürfen Pächter und Eigentümer aber Maßnahmen gegen Diebstahl oder Beschädigungen des Eigentums ergreifen und die Videoüberwachung ist dabei ein legitimes Mittel zur Prävention und zur Aufklärung. Eine heimliche oder verdeckte Videoüberwachung verletzt aber die Interessen der Betroffenen und ist daher grundsätzlich unzulässig. Das gilt vor allem für Gaststätten oder ähnliche Lokale.

Produktionsstätten ohne Publikumsverkehr, Büros oder auch Küchen sind bei der Überwachung grundsätzlich ein kritischer Fall, die Inhaber oder Entscheider sollten sich auf jeden Fall über ihren rechtlichen Spielraum genau informieren. Wirtschaftsgänge, Lager, Außenbereiche oder Parkplätze sind hingegen selten problematisch. Einen guten Einstieg in das Thema finden Sie beim sächsischen Datenschutzbeauftragten.

In der Schweiz ist die Rechtslage ähnlich der in Deutschland. Mehr Informationen dazu finden Sie beim eidgenössischen Datenschutzbeauftragten.

Schweiz und Österreich

In Österreich ist die Gesetzeslage dagegen strenger, hier sind Überwachungskameras meldepflichtig, sobald sie Videomaterial aufzeichnen. Im gewerblichen Bereich darf Videoüberwachung nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden und muss ebenfalls vorab genehmigt werden. Mehr Informationen dazu finden sie bei der österreichischen Datenschutzbehörde.

 

 

Test: Funk-Überwachungskamera für draußen – Testsieger Netgear Arlo

Testsieger: Netgear Arlo

Von allen neun IP-Kameras hat uns nach unseren ausführlichen Tests die Netgear Arlo am meisten überzeugt. Überragend sind bei ihr die einfache Verwaltung und der simple Zugriff auf das Bildmaterial.

Testsieger: Netgear Arlo

Test Outdoor-Über­wachungs­kamera: Netgear Arlo
Einfach zu bedienen und auf Wunsch wird erst mit der Überwachung begonnen, wenn niemand mehr zu Hause ist.

Die Kontrahenten waren entweder zu komplex bei der Einrichtung, manuell nicht bedienbar, zeichneten keine Alarm-Videos auf oder kamen mit unbrauchbarem Befestigungsmaterial.

Netgear Arlo: Nach 30 Minuten 100 % einsatzbereit für Alarm-Videos. Das schaffte keine Zweite Kamera.
Netgear Arlo: Nach 30 Minuten fertig einsatzbereit – das schaffte keine andere Kamera im Test.

Inbetriebnahme

Für die Eirichtung muss das Smartphone mit der Kamera-App mit dem selben WLAN-Netz verbunden sein, wie die zu installierende Kamera. Dazu muss die Kamera zuerst nach Anleitung mit dem Router verbunden werden. Erst wenn die Verbindung steht, wird die Kamera an der Hauswand montiert. Dazu kann die Kamera auch vom Strom getrennt werden, nach dem Einschalten findet sie ihr Netzwerk dann automatisch wieder.

Einfache und schnelle Einrichtung

Das Verbinden mit dem eigenen WLAN geht schnell und problemlos: App installieren, mit Netzteil verbinden, QR-Code an der Kamera scannen, WPS-Taste am Router drücken – fertig. Verfügt der Router nicht über WPS, muss man noch das Kennwort des WLANs über die App eingeben.

Ebenso zügig geht die Einrichtung bei Samsung, ABUS, oder HiKAM, bei LogiLink WC0049, Wansview W1 und 7Links war es etwas umständlicher. Das Schlusslicht war die Foscam FI9828W, hier benötigten wir ganze zwei Stunden für die erste Aktivierung. Zum einen funktionierte der IP-Client am PC nur mit dem Firefox-Browser. Zum anderen wurde unser WiFi-Netzwerk erst nach vier Anläufen gefunden – bei einer Distanz von drei Metern.

Netgear Arlo: Klein und schnell montiert
Netgear Arlo: Klein und schnell montiert.

Auch bei der Montage schlägt Netgears Arlo in Sachen Flexibilität alle Konkurrenten: Durch den Batteriebetrieb kann die Kamera an jeder beliebigen Stelle der Fassade oder des Grundstücks installiert werden – lediglich auf die Reichweite des Arlo-Routers muss man achten. Der wird per Kabel mit dem Internet-Router verbunden, kann also unter Umständen nur ein Stückweit in Richtung der Kamera aufgestellt werden.

Testsieger Netgear Arlo schafft bei der Datenübertragung problemlos eine 15-Meter-Distanz zu seinem eigenen Router im Wohngebäude. Bis auf Samsungs Smartcam HD bewältigten aber auch alle anderen IP-Kameras diese Reichweite problemlos und waren stets und bei jedem Wetter mit der App erreichbar.

Im Gegensatz zur Arlo benötigen alle anderen IP-Kameras im Test in unmittelbarer Nähe eine Innenraum-Steckdose. An den Kameras befindet sich jeweils ein nur 50 bis 60 Zentimeter langes Kabel, das in einem trockenen Innenraum enden muss. An das Kabel werden Indoor-Netzteil und je nach Ausstattung und Wunsch Netzwerkkabel, Lautsprecher, Mikrofon oder Sirene angeschlossen.

HiKAM A7: Selten, die Netzwerk-Kupplung wird mit dem Adapter wasserdicht.
Bei er HiKAM A7 wird die Netzwerk-Kupplung dank Abdeckung wasserdicht.

Die Steckverbinder der Kameras sind in der Regel nicht wasserdicht. Nur die HiKAM A7 hat einen wasserdichten Ethernet-Anschluss sowie einen spritzwassergeschützen Stromstecker. Ähnlich ist es bei ABUS, hier ist die Verbindung zum Netzteil ebenfalls geschützt.

Samsungs Smartcam HD NH-E6440BN wird durch ein acht Meter langes Netzwerkkabel mit dem eigenen Router verbunden, so kann sie weit in den Außenbereich hinein verlegt werden.

Befestigung

Netgear Arlo: einfacher gehts nicht, starker Magnet-Halter
Netgear Arlo: Starker Magnet-Halter – einfacher gehts nicht.

Die Netgear Arlo wird mit ihrer magnetischen Rückseite einfach auf eine halbrunde Installationsplatte aufgesetzt. So kann ohne Stellschrauben der Überwachungswinkel frei eingestellt werden. Dieses System ist so einfach wie zuverlässig und macht den mit Abstand durchdachtesten Eindruck.

Leider funktioniert die Magnethalterung nur bei Wandmontage. Will man die Kamera an der Decke oder am Dach anbringen, benutzt man eine Schraub-Halterung ähnlich der eines Foto-Stativs.

Die anderen Kameras kommen in der Regel mit einem Sockel und einem Gelenk-Arm. Am brauchbarsten war die Fixierung des Gelenkarms bei ABUS Security-Center und Wansview W1. LogiLink und Foscam haben im Vergleich dazu sehr stabile, gusseiserne Gehäuse und Füße. Ihr Vorteil: Bei den Dome-Kameras für die Wand muss gar nichts eingestellt werden.

7Links IP-Kamera: Einstellschraube überdreht, wir bekommen das Gelenk nicht mehr fixiert.
Bei der 7Links IP-Kamera überdrehte die Einstellschraube und wir bekamen das Gelenk nicht mehr fixiert.

Mit einigen Gelenk-Armen waren wir nicht zufrieden. Sie waren fummelig zu installieren und am Ende doch noch wackelig. Einen Fauxpas leistete sich 7Links: Der Imbus überdrehte und wir konnten die Kamera nicht mehr fixieren. HiKAM bringt immerhin einen Metall-Sockel mit, der vorher auf Wand oder Dach geschraubt wird. Die Kamera wird dann mit Gewindeschrauben daran befestigt.

Keine Gegensprechanlage

Einige Kameras können mit Mikrofon und Lautsprecher erweitert werden, dann entsteht eine Gegensprechanlage. Diese Möglichkeit hat unser Testsieger Netgear Arlo mangels Mikrofon und Lautsprecher allerdings nicht.

Kein Mikrofon und Lautsprecher dabei

Wer darauf Wert legt, ist mit den Dome-Kameras von Foscam und LogiLink gut bedient, aber auch die Wansview W1 hinterlässt hier einen guten Eindruck. An ihre entsprechenden Kabelpeitschen können Lautsprecher und Mikrofon angeschlossen werden.

Kabelpeitsche der Wansview W1 für Lautsprecher, Mikrofon, Sirene
Kabelpeitsche der Wansview W1 für Lautsprecher, Mikrofon und Sirene.

Bei der Kamera von Samsung können sowohl das Mikrofon als auch der Lautsprecher am eigenen Repeater angeschlossen werden.

Einen eingebauten Lautsprecher inklusive Mikrofon besitzt die HiKAM A7. Als Gegensprechanlage funktioniert sie allerdings trotzdem nicht, denn der Lautsprecher ist viel zu leise. Auch die eingebaute Sirene ist nur kläglich laut, ein Einbrecher wird da eher in Gelächter ausbrechen als die Flucht ergreifen.

App

Unsere Begeisterung für die Netgear Arlo kommt nicht zuletzt von der hervorragenden, einfach bedienbaren App. Die wenigen Einstellungen zu Qualität, Nachtsicht und Bild-Umkehren (für die Deckenmontage) sind übersichtlich. Hier kann auch die Bewegungserkennung aktiviert oder deaktiviert werden, passend dazu mit einem Zeitplan. Eine Bibliothek zeigt nach Datum strukturiert das Alarm-Logfile. Bei Bedarf können die Videos aufs Smartphone heruntergeladen werden. So einfach und übersichtlich wie die App von Netgear ist keine andere.

Alle Kameras neben Netgears Arlo versuchen entweder durch zahlreiche Funktionen und überbordende Einstellungsmöglichkeiten (HiKAM A7, 7Links) den Nutzer einzuschüchtern, oder aber sie haben nur eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten (ABUS, Samsung). Ein richtiger Wohlfühl-Faktor wollte da nicht aufkommen.

Die Dome-Kameras von LogiLink und Foscam setzen beim Thema Bedienung noch einiges drauf: Sie können per PC- oder Mac-Software oder einfach per IP-Zugriff im Browser bedient und eingerichtet werden. Der Laie steigt bei diesen Profi-Tools jedoch schnell aus, »einfach« und »komfortabel« ist bei diesen Client-Tools gar nichts. Für den Profi, der vier oder mehr Kameras einrichtet und die Überwachung hautsächlich vom PC aus steuert, sind LogiLink oder Foscam allerdings mächtige Tools. Von der Zeitplanung bis hin zum FTP-Speicherort bleiben kaum Wünsche offen.

Die manuelle Bedienung der Kameras mit Aufnahme, Zoom, Helligkeit oder Ton On/Off klappte bei allen Kameras im Test ziemlich gut. Hierbei nehmen sich der Testsieger Arlo oder ABUS Security-Center TVAC19100A, ie Geek 201W, HiKAM A7, Wansview W1 und 7Links nicht viel.

Echte Ausreißer leisteten sich nur die Dome-Kameras von LogiLink und Foscam: Die baugleichen Geräte waren in der App oder auch in der Client-Software am PC schlichtweg nicht bedienbar. Sie reagierten extrem träge, jeder Schwenk der fahrbaren Kamera wurde zur Geduldsprobe. Das änderte sich auch durch das Einstellen einer niedrigen Auflösung nicht wesentlich. Erst als wir statt über WLAN eine Verbindung per Ethernet-Kabel herstellten, waren die beiden Kameras flüssig bedienbar.

Foscam FI9828W: Quälend langsam - mit dem IP-Client direkt im Browser bedienen.
Foscam FI9828W: Quälend langsam – mit dem IP-Client direkt im Browser bedienen.

Möglicherweise war unser Funknetzwerk durch die neun Kameras überlastet – oder die 15-Meter-Distanz war zu groß. So können wir vom Funk-Betrieb der Dome-Modelle LogiLink WC0049 und Foscam FI9828W jedoch nur abraten und müssen stattdessen den Betrieb über Netzwerk-Kabel empfehlen.

Auch Samsung zeigte sich von der Schattenseite: Während alle Kameras inklusive der Dome-Modelle kein Problem mit der Videoübertragung über 15 Meter Luftlinie zum Router hatten, streikte die Smartcam HD häufig bei dieser Distanz. Wenn wir die Auflösung auf maximal setzten – das sind bei Samsung 1.920 x 1.080 Pixel – war gar keine Verbindung mehr möglich.

Zeitplanung

Netgear Arlo: Planung in der App
Netgear Arlo: Planung in der App.

Wenn die Bewegungserkennung nur zu bestimmten Zeiten aktiv sein soll, dann braucht die Kamera eine Zeitplanung. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, Wansview, ie Geek und Samsung haben keinen Planer in der App. Unser Testsieger Arlo, sowie LogiLink, 7Links, HiKAM (und Terminaufnahme) sowie Foscam bieten dagegen eine solche Funktion.

Die fehlende Planbarkeit kann ein Problem sein, wenn der Alarm per Push-Nachricht aufs Smartphone oder per E-Mail versendet wird. Schnell ist man von der Flut nach Nachrichten und Hinweisen genervt.

Arlo setzt als einzige Testkamera noch eins drauf, nämlich Geofencing. Das bedeutet: Der Alarm wird nur scharfgeschaltet, wenn sich ein oder mehrere definierte Mobilgeräte aus dem Funknetz abmelden. Dann nimmt Arlo an, dass niemand mehr zuhause ist und sendet Alarme aufs Handy.

Speicherung der Alarm-Videos

Vor dem Test hätten wir das nicht für möglich gehalten: Aber die Spreu trennt sich vom Weizen, wenn es darum geht wie und wo ein Alarm-Video abgelegt wird – und vor allem, welchen Aufwand man dafür betreiben muss. Wer meint, Kamera anschließen und los geht’s, der irrt bei acht von neun Modellen.

Netgears Arlo war die einzige Kamera im Test, die hier vorbildlich arbeitet: Die Kamera hat keinen internen Speicher, Fotos und Videos werden grundsätzlich in der Arlo-Cloud abgelegt. Um das Video zu sichten, muss es manuell aufs Smartphone heruntergeladen werden. Ein Live-Videomitschnitt kann dagegen direkt auf dem Telefonspeicher abgelegt werden.

Nur die Arlo machte ihren Job gut

Die zwei USB-Ports an der Arlo Base haben dagegen keine Funktion, ein USB-Speicher oder eine Festplatte können hier nicht angeschlossen werden, sie sind nur für zukünftige Entwicklungen gedacht.

Netgear Arlo: Biblliothek mit den Alarm-Aufnahmen
Netgear Arlo: erstklassige Bibliothek mit den Alarm-Aufnahmen

Bei Samsung, ABUS, 7 Links und ieGeek gibt es weder eine Cloud-Lösung, noch liegt eine SD-Karte bei. Vor allem bei einem Preis von rund 180 Euro für das Samsung-Modell ist das kaum nachvollziehbar. Bei 7 Links und ieGeek kann immerhin alternativ ein FTP-Speicher verlinkt werden, für technisch wenig versierte Käufer ist das aber kaum eine Option und auch wir wollen uns nicht erst einen FTP-Account auf einem Server einrichten, sondern ein schnelles Ergebnis sehen.

Bei Foscam und LogiLink bleibt ebenfalls nur die Anbindung eines FTP-Speicherortes. Beides sind Produkte für den professionellen Bereich, hier macht eine FTP-Anbindung auch Sinn. Bei den beiden Dome-Kameras kann auch eine SD-Speicherkarte nachgerüstet werden, dazu muss allerdings die Kamera geöffnet werden.

Auch bei den übrigen Modellen mit SD-Karte kam keine Freude auf: Bei der HiKam konnten wir die Alarm-Aufnahmen auf der SD über die App nicht finden, eine FTP-Speicherung ist nicht möglich. Bei Wansview meldet die App zwar immer wieder einen Alarm, ein Video wurde trotz passenden Einstellungen aber nicht auf dem SD-Speicher abgelegt.

Diese Schwierigkeiten beim Erzeugen eines simplen Alarm-Videos, ärgerten uns: So sehen keine Allround-Lösungen aus, die einfach ihren Job machen. Kamera in Betrieb setzen, Bewegungsalarm aktivieren und Aufzeichnungen anschauen. So hatten wir es uns vorgestellt.

Was wir – abgesehen von Netgears Arlo – bekamen, waren Hinweise auf fehlende Speicherkarten, die Forderung einen FTP-Onlinespeicher ein zu richten, viel zu komplexe Einstellungsmöglichkeiten, teilweise mangels Bandbreite nicht bedienbare Kameras oder schlichtweg nicht funktionierende Alarm-Aufnahmen trotz SD-Speicher. Netgears Arlo war vor diesem Hintergrund ein echter Lichtblick – und das ist ein wesentlicher Grund, weshalb sie unser Testsieger wurde.

Nachteile?

Unser Testsieger ist mächtig komfortabel und verrichtet klaglos seinen Job. Dennoch ist die Arlo IP-Kamera nicht mit allen Wassern gewaschen. Technische Ergänzungen sind nicht möglich, etwa der Anschluss von Lautsprechern oder einem Mikrofon.

Die App ist komfortabel, doch sie erlaubt nur Basis-Einstellungen. Wer seine Alarm-Videos auf FTP speichern möchte oder den PC als Monitor nutzen will, ist hier fehl am Platz. So gut uns die Arlo für den Hausgebrauch erscheint, sie ist keine Profi-Lösung, die mit technischen Raffinessen glänzt.

Nachtaufnahmen könnten besser sein

Auch die Bildqualität der Nachtaufnahmen lässt zu wünschen übrig, speziell, weil man Gesichter oder Beschriftungen erst auf sehr kurze Distanz erkennen kann (siehe nächste Seite). Hier zeigt sich der Nachteil des Batteriebetriebs: Um Energie zu sparen, hat der Hersteller nur eine schwache Infrarot-Beleuchtung eingebaut. Um dieses Manko zu beseitigen, kann man über die Anschaffung von externen IR-Scheinwerfern nachdenken.

Ein weiterer Nachteil von Batterien: sie müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Während der gut vierwöchigen Testphase im Winter fiel der Akkustand von 95 auf 75 Prozent. Bei hoher Auflösung gehen wir daher von einer drei bis höchstens viermonatigen Laufzeit aus, der Hersteller gibt 4 bis 6 Monate an. Die vier CR2 Batterien können immerhin sehr einfach ausgetauscht werden. Kostenpunkt 11 bis 15 Euro für 4 Stück.

Das Arlo-System ist nur bis zum Einsatz von maximal 5 Kameras kostenlos, aber das dürfte für die meisten mehr als ausreichen. Wer mit mehr Kameras überwachen möchte, muss das Premier-Paket für 9 Euro im Monat erwerben, mit dem Elite-Abo für 15 Euro sind insgesamt 15 Kameras einsetzbar, mehr schafft der Router nicht.

Kostenlos werden die Videos für sieben Tage gespeichert, auch wer sie länger speichern möchte, braucht ein Abo. Aber auch das dürfte in den meisten Fällen kein Problem sein.

Für manche vielleicht ein weiterer Nachteil: Man muss die Arlo-Cloud zur Speicherung von Videos nutzen, denn lokale Speichermöglichkeiten auf einer SD, einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte an der Arlo Basis gibt es beim Arlo-System bislang nicht.

Netgear Arlo im Testspiegel

CHIP hatte ein Paket der Netgear Arlo mit zwei Kameras im Test, das im Vergleichstest zum Testsieger gekürt wurde. CHIP schreibt:

»Das Sicherheitssystem Arlo von Netgear mit zwei HD-Kameras überzeugt im Test mit seiner einfachen und flotten Einrichtung sowie der guten Bedienung. Dass alle Aufnahmen in der Cloud landen und dort nur gegen ein Abo länger als eine Woche verweilen, trübt den Gesamteindruck.«

Im Test von PC Welt wird die Videoqualität gelobt, gerade auch bei Nachtaufnahmen, was wir so nicht bestätigen können:

»Die Netgear Arlo macht gute, hochwertige Aufnahmen, die Bewegungs- und Nachtsichterkennung arbeitet zuverlässig. Als Sicherheits-Kamera erfüllt sie also ihren Zweck. Ihr großer Vorteil: Sie arbeitet kabellos, lässt sich also überall aufstellen – sofern Sie einen Platz finden, an dem die Kamera sehen kann, aber nicht gesehen wird.«

Im Vergleichstest von PC Magazin und PCgo erhielt die Netgear Arlo das Testurteil »gut«. Im Fazit heißt es:

»So viel Flexibilität bietet keine andere Kamera im Test. Ob Wohnzimmer, Terrasse oder Garageneinfahrt – die Netgear Arlo Wire-Free überwacht alles, was ihr vor die Linse kommt. Dabei ist der Gratis-Speicher auch noch umfangreich: Sieben Tage reichen für viele Anwendungen aus.«

Testsieger wurde die Arlo bei PC Magazin nicht, sie erhielt den vierten Platz. Allerdings handelte es sich um einen Test von Indoor-Kameras, hier wurde der Arlo das fehlende Mikrofon und der fehlende optische Zoom zum Verhängnis.

Im Test von FAZ.net wird unter anderem das Geofencing gelobt:

»Innovativ und unseres Wissens einzigartig ist jedoch die Option, das Smartphone und einen Geo-Zaun zum Scharfstellen oder Ausschalten verwenden zu können. Verlässt oder betritt man mit dem Telefon ein Areal, idealerweise rund ums Haus, schaltet sich die Anlage automatisch ein oder aus. Eine bestechende und bestens funktionierende Lösung, zumindest für den Single-Haushalt. »

Das Magazin Technik zu Hause ist genau wie wir von der Bedienerfreundlichkeit begeistert und vergibt das Testurteil »sehr gut«:

»Mit Arlo bietet Netgear ein bedienfreundliches System,­ das durch die vielfältigen Möglichkeiten­ überzeugt.«

Ins selbe Horn stößt der Test von Curved:

»Das Setup für beide Kameras ging schnell und war unkompliziert. Die Arlo Q wird über ein Kabel an den Strom angeschlossen und kann – dank eines magnetischen Standfußes – überall angebracht werden. Dieser hält die kleine rautenförmige Kamera auch problemlos über Kopf an der bevorzugten Stelle. Da sie ohne Basisstation auskommt, installiert Ihr lediglich die App, paart beide Geräte über den Scan eines QR-Codes miteinander und schon ist die Kamera einsatzbereit.«

Praxistest

Videoqualität bei Tageslicht

Die besten Aufnahmen bei Tageslicht liefert die Wansview W1. Doch auch hier sollte man keine Super-Fotos erwarten: Der Kontrast ist wie bei den meisten Kameras übersteuert. Danach folgen HiKAM, LogiLink und Arlo mit passablen aber dennoch zu kontraststarken und punktuell verwaschenen Bildbereichen.

Am schlechtesten hat ABUS abgeschnitten, sehr enttäuschend, wenn wir an die angepriesene 720p Auflösung denken. Die maximale Bildgröße, die wir speichern konnten, lag bei 720 x 405 Pixeln. Eine hohe Auflösung ist nicht gleich hohe Qualität.

Nachtaufnahmen

Beweismaterial ist der Hauptzweck einer Kamera, daher haben wir Nachtaufnahmen einer Person und von beschrifteten Aufstellern gemacht. Auf welche Distanz können wir im Bild die Gesichtszüge bzw. die Buchstaben erkennen?

Unser Testsieger Netgear Arlo kann hier leider nicht gut punkten, er gehört bei der Nachtsicht eher zu den Schlusslichtern. Schrift kann bis 4 Meter erkannt werden, Gesichtszüge bis 2-3 Meter Entfernung. Das können LogiLink WC0049, ie Geek 201W, HiKAM A7 und Wansview W1 deutlich besser: Schrift ist bei ihnen bis 6 Metern sehr gut lesbar, ein Gesicht ist bei Wansview und LogiLink auch noch bei 6 Metern Entfernung erkennbar.

Die Schlusslichter bei den Nachtaufnahmen sind Samsung und wider Erwarten Foscam. Hier sind Gesichtszüge gerade mal bei einem Meter Distanz erkennbar. Mit zusätzlichen IR-Scheinwerfern können diese Ergebnisse bei allen Modellen aber deutlich verbessert werden.

Wetterfestigkeit

Wir haben den Winter genutzt und alle Kameras im Freien installiert, wenn möglich ohne jeden Wetterschutz. Alle Geräte haben den Testlauf über mehr als zwei Wochen bestanden, wir hatten keine Ausfälle. Allenfalls die Bildqualität kann unter Regentropfen und Kondenswasser auf der Linsenabdeckung leiden. Das tritt speziell beim Testsieger Arlo aber auch bei Samsung auf, denn diese Kameras haben keinen kleinen Schirm über ihrem »Auge«.

Alternativen

So gut uns die Netgear Arlo gefällt – sie ist nicht für jeden die beste Überwachungskamera für draußen. Das liegt zum einen daran, dass die Kamera nicht schwenkbar ist und zum anderen daran, dass man sie nicht als Gegensprechanlage einsetzen kann. Für beides haben wir zwei gute Alternativen für Sie.

Test Funk-Überwachungskamera für draußen: LogiLink WC0049
Bessere Nachtbilder, optischer Zoom, Gegensprechanlage und Detail-Einstellungen.

Wer eine umfassende Videoüberwachung mit mehreren Kameras plant, für den ist die LogiLink WC0049 die bessere Wahl. Die schwenkbare Dome-Kamera hat nicht nur viel mehr Fläche unter Überwachung, sie liefert auch bessere Nachtbilder als unser Testsieger und hat einen optischen Zoom.

Die Optionen zur Erweiterung sind groß, mit einem externen Mikrofon und Lautsprechern ist das Aufsetzen einer Gegensprechanlage möglich.

Hinzu kommt die Möglichkeit des Betriebs am Netzwerkkabel, eine Option die wir als deutlich stabiler und bedienfreundlicher ansehen – sofern die Verlegung des Kabels nicht zu viel Aufwand bedeutet.

Auch wenn Sie vorhaben, am PC durch ihre Kamera-Augen zu schauen, ist LogiLink WC0049 die richtige Wahl: Die Kamera ist ONVIF-konform und kann mit diverser Video-Sicherheitssoftware im Multi-Kamera-Betrieb genutzt werden.

Die Foscam FI9828W sieht auf den ersten Blick baugleich aus, bereitete im Einrichtungsprozess aber Probleme und lieferte die schlechtesten Nachtfotos aller Kameras. Hinzu kam ein loses Schräubchen in der Glaskuppel. Da ist die LogiLink auf jeden Fall die bessere Option.

Gegensprechanlage: Samsung SNH-E6440BN

Test Outdoor-Überwachungskamera: Samsung SNH-E6440BN
Exzellente Tageslicht-Aufnahmen, wird durch Kopplung mit Lautsprecher und Mikrofon zur Gegensprechanlage

Wer seine Überwachungskamera an der Haustür anbringt und eine Gegensprechanlage einrichten möchte, für den ist die Samsung Smartcam HD die beste Wahl.

Sie hat an ihrer Basis einen Mikrofon-Eingang und einen Lautsprecher-Ausgang. Mit diesen beiden zusätzlichen Komponenten wird die Kamera zu einer Gegensprechanlage und man kann direkt aus der App heraus mit dem Gast oder Paketboten vor der Tür sprechen – natürlich auch aus der Ferne.

Die Samsung-Kamera ist wie die Arlo sehr klein und robust konstruiert. Die 8-Meter-Kabelverbindung zur eigenen Basis macht die Installation aber etwas unflexibel. Die Tag-Bildqualität ist die beste aller Kameras im Test die Nachtaufnahmen sind hingegen vergleichsweise schlecht, was man aber durch einen separaten Infrarot-Scheinwerfer beheben kann.

Die Speicherung der Videos ist nur auf SD-Karte möglich, die aber nicht mitgeliefert wird. Die SD-Karte wird in die Basis gesteckt, damit ein Einbrecher sie nicht mitnehmen kann, sollte man sie versteckt anbringen.

Leider hatte die Kamera von Samsung in unserem Test große Probleme mit der Funkverbindung, wodurch die App immer wieder den Kontakt verlor. Man sollte daher auf einen geringen Abstand zum Router achten. Der kann wahlweise auch mit einem Netzwerkkabel angeschlossen werden. Dadurch wird die Bedienung zuhause über die App wesentlich flotter.

Mit ihrem Kugelgelenk taugt die Samsung allerdings nicht zur Montage auf dem Dach. Dafür ist das Kugel-Gelenk sehr stabil und stufenlos einstellbar.

Außerdem getestet

Foscam FI9828W

Die Dome-Kamera Foscam FI9828W ist ein Profi-Modell, leider auch mit profimäßigen Anforderungen bei der Inbetriebnahme.

Wer eine einfache Lösung sucht, die schnell Alarm-Videos aufzeichnet, der ist hier fehl am Platz.

Hinzu kommt ein sehr schlechtes Nachsicht-Ergebnis und ebenfalls starkes Rauschen bei Tagaufnahmen.

ABUS TVAC19100A

Die ABUS Security-Center (TVAC19100A) speichert Alarm-Videos nur auf SD, da grenzt es schon fast an eine Frechheit, dass ABUS selbige nicht mitliefert.

Die Bildqualität am Tage ist schwach, bei Nacht sind Details nur auf kurze Distanz erkennbar.

Es existiert keine Zeitplanung und die App ist sehr bedienunfreundlich.

ie Geek 201W

Die ie Geek 201W ist für unter 60 Euro der Preisbrecher unter den IP-Kameras.

Leider liegt für diesen Preis kein SD-Speicher bei, dadurch war im Test kein Zugriff auf die Fotos möglich (aus der App heraus).

Tagaufnahmen sind sehr gut und es kann auch auf einem FTP-Server gespeichert werden.

HiKAM A7

Die HiKAM A7 bringt zu einem interessanten Preis eine 16 GB SD-Karte mit. Leider waren Alarm-Aufnahmen dennoch nicht vorhanden, obwohl die App-Bewegung per Push-Nachricht meldete.

Das ist schade, denn die Nacht- und Tagqualität der Bilder ist ziemlich gut.

Leider gibt es auch hier keine Zeitplanung, allerdings Terminaufnahmen.

Wansview W1

Die Wansview W1 bietet zu einem interessanten mittleren Preis zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten, wie etwa den Aufbau eine Gegensprechanlage oder die Verbindung mit einer Sirene.

Leider hatten wir dasselbe Problem wie bei der HiKAM A7: Auf die eingebaute SD-Karte wurden einfach keine Alarm-Videos aufgenommen.

Die App ist unkomfortabel und erlaubt keine Zeitplanung. Da nützen der Wansview W1 auch nicht ihre sehr gute Ausleuchtung (10-15 Meter) und die hohe Bildqualität bei Tag und Nacht.

Die 7Links IP-Kamera wird ohne SD-Speicher ausgeliefert, es kann aber auf FTP gespeichert werden.

Die Bildqualität, auch bei Tage, ist ziemlich mies, das konterkariert die Full-HD-Auflösung.

Positiv ist der Zeitplaner in der App. Die Befestigung ist die schlechteste im Test: Die frickelige Einstellerei an winzigen Schrauben beendeten wir, als ein Gewinde überdreht war.

Kommentare

15 Kommentare zu "Die beste Outdoor-Über­wachungs­kamera"

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Frank
Frank

Teurer Schrott, gibt viel besseres für weniger Geld

sascha
sascha

Kann man nur die Kamera kaufen oder braucht man das smarthome von netgar auch ??

Redaktion

Die Kamera kann man auch einzeln als Zusatzkamera erwerben. Aber zum Betrieb braucht sie einen Router, mit dem sie kommunizieren kann. Irgendwo muss das Videosignal ja hingeschickt werden. ?

Wie lange halten die Batterie?
Man kann ja im www von bis lesen, aber keine klaren antworten

Habe sie auch seit einen halben Jahr bin sehr zufrieden.

Habe meine gestern bekomme. Einrichten und in Betrieb nahme war super einfach. Bin sehr zufrieden

Ja das stimmt…kann ich bestätigen….läuft super die Cams

Top Kamera
Kann man nur empfehlen top.

Der Testbericht ist herausragend! Ich fühle mich derart gut informiert und beraten wie lange nicht mehr. Vielen Dank!

Dankeschön!

Tip Top ob Innen oder Außen !!!

Läuft seit einigen Wochen daheim und ich bin echt begeistert!

kann ich für uns bestätigen (Y)

Sind voll Zufrieden.

Kann ich empfehlen

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