Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine
test
Veröffentlicht: 15.1.2021

Die beste Overlock-Nähmaschine

Wir haben acht Overlock-Nähmaschinen getestet. Die beste für die meisten ist die Gritzner 788. Sie ist sehr günstig und kann trotzdem mit guter Nähleistung und umfangreichen Extras punkten. Wer mehr will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen – das lohnt sich nur für sehr passionierte Selbernäher oder Profis.

Andrea Zschocher
ist freie Journalistin, Buchautorin und Bloggerin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern.

Overlock-Nähmaschinen sind eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Nähmaschine, denn sie nähen Nähte um einiges schneller zusammen, als es die normale Nähmaschinen schaffen. Auch fürs Säumen sind sie eine gute Alternative, weil sie so viel schneller arbeiten. Dafür sind sie aber auch um einiges lauter und das Einfädeln der vier Fäden ist bei manchen Modellen komplizierter als bei anderen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Von ziemlich laut bis eher leise, von relativ preisgünstig bis ziemlich teuer und von komfortabel zu bedienen bis zu kurz davor, das Nähprojekt hinzuwerfen bieten die acht getesteten Overlock-Nähmaschinen die ganze Bandbreite. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Testsieger

Gritzner 788 Overlock Special Edition

Test Overlock-Nähmaschine: Gritzner 788
Der Testsieger kann mit einer guten Nähleistung und vielen Extras bei einem relativ geringen Preis überzeugen.

Die Gritzner 788 Overlock Special Edition liefert als preiswertestes Modell im Test nicht nur eine sehr gute Nähleistung, sie kann auch mit jeder Menge brauchbarer Extras überzeugen. Für alle, die ganz neu in die Welt der Overlock-Maschinen einsteigen, eine absolute Empfehlung.

Komfortabel

Juki MO-2000

Test Overlock-Nähmaschine: Juki MO-2000
Die Overlock-Maschine ist für alle, die es komfortabel mögen eine echte Entdeckung: LC-Display und das Easy Threading System sorgen für viel Spaß beim Nähen.

Wer es besonders komfortabel mag, für den ist die Juki MO 2000 die beste Wahl. Sie bietet nicht nur eine sehr einfache Einfädelhilfe an, mit der das Fadeneinziehen zum Kinderspiel wird – sie kommt auch als einziges Modell im Test mit Display, über das die Stiche komfortabel ausgewählt werden können.

Wenn Geld egal ist

Baby Lock Acclaim

Test Overlock-Nähmaschine: Baby Lock Acclaim
Das RevolutionAir-System macht das Einfädeln zum Kinderspiel. Die Maschine näht leise alles zusammen, was Sie ihr vorlegen.

Die teuerste Maschine im Test, die Baby Lock Acclaim, kann wirklich alles zusammennähen. Und das auch noch recht leise und schnell. Gleichzeitig ist sie in der Handhabung sehr angenehm und das Einfädeln der Fäden geht beinahe von selbst. Aber sie muss man sich leisten können und wollen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKomfortabelWenn Geld egal ist
Gritzner 788 Overlock Special Edition Juki MO-2000 Baby Lock Acclaim Bernina L 450 Baby Lock Enspire W6 Wertarbeit N 656D Juki MO 50eN Bernette 44 Funlock
Test Overlock-Nähmaschine: Gritzner 788Test Overlock-Nähmaschine: Juki MO-2000Test Overlock-Nähmaschine: Baby Lock AcclaimTest Overlock-Nähmaschine: Bernina MTC L405Test Overlock-Nähmaschine: Baby Lock EnspireOverlock-Nähmaschine Test: W6 N 656d NaehmaschineTest Overlock-Nähmaschine: Juki MO 50eNTest Overlock-Nähmaschine: Bernina  44 Funlock
Pro
  • Guter Preis
  • Viele Extras
  • Schafft auch dicke Stoffe
  • Sehr feste Saugfüße
  • Mit Easy Threading
  • LC-Display
  • Näht sehr leise
  • Stichwahl automatisch (kein Ausbauen der Nadeln nötig)
  • Mit RevolutionAir-System
  • Näht sehr leise
  • Kann auch dekorative Nähte
  • Schafft auf dicke Stoffe
  • Mit viel Zubehör
  • Näht sehr leise und gut
  • Schnelles Nähen
  • LED-Licht schön hell
  • Mit JetAir System
  • Schafft auch dicke Stoffe
  • Interessante Halterung für Garnkonen
  • Schnelles Nähen
  • Schnelles Nähen
  • Näht recht leise
  • Detaillierte Gebrauchsanweisung
  • Relativ kleiner Preis
  • Einsteigermodell
  • Einsteigermodell
  • Näht relativ leise
  • Helles LED-Licht
Contra
  • Eher laut
  • Braucht Geduld beim Einfädeln
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Keine Auffangschale
  • Kann nur bis 6mm Stoffdicke
  • Einfädeln kompliziert
  • Auffangbox hakt nicht gut
  • Näht eher laut
  • Hoher Preis
  • Fadenhalter löste sich im Test immer wieder
  • Einfädeln macht keinen Spaß
  • Näht eher laut
  • Wärmt sich im Bereich der Lampe auf
  • Toolbox verkantete sich mehrfach an der Klappe
  • Einfädeln macht keinen Spaß
  • Kommt mit dicken Stoffen nicht zurecht
Bester Preis
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Mit Abfallbehälter?JaJaNeinJaNeinJaJaJa
ExtrasJe nach Bestellung, mit Garn, Nähbuch, weiteren Nähfüßen, AbdeckungNadeln, Schraubendreher, Pinzette, Nadelbürste, Zubehörtasche, Öl, AbdeckungPinzette, Nadeln, Schraubendreher, Ersatzmesser, Pinsel, magnetische AblageflächeNadeln, Schraubendreher, Pinzette, Nadelbürste, Zubehörtasche, Öl, AbdeckungNadeln, Schraubendreher, Ersatzmesser, PinselSchraubendreher, Öl, Nadeln, Bürste, Pinzette, Zubehörtasche, AbdeckhaubeNadeln, Ersatzmesser, Imbusschlüssel. Öl, AbdeckhaubeSchraubendreher, Öl, Nadeln, Bürste, Pinzette, Zubehörtasche, Abdeckhaube
Stiche8 Stiche15 Stiche8 Stiche16 Stiche6 Stiche16 Stiche5 Stiche15 Stiche
Gewicht7 KG9 KG13,92 KG11,62 kg9,1 kg6,4 kg7,5 kg8,92 kg
Maße30 x 30 x 30 cm42 x 40.5 x 39.5 cm53.2 x 45.4 x 42.4 cm40.8 x 39.6 x 37.8 cm42.4 x 33.6 x 33.6 cm30,8 x 31,1 x 28,7 cm29,5 x 29 x 29,5 cm41.2 x 36.6 x 34.4 cm

Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Naehmaschine

Wofür braucht man eine Overlock-Nähmaschine?

Wer bereits eine Nähmaschine besitzt, fragt sich vielleicht, wieso es dann zusätzlich noch eine Overlock sein sollte. Die kurze Antwort: Weil das Nähen damit sehr viel schneller geht. Overlock-Nähmaschinen sind allerdings eher Maschinen fürs Gröbere. Sie nähen zwei Stoffteile zusammen, können aber keinerlei Verzierungen anbringen. Auch das Applizieren ist nicht möglich.

Vereinfacht gesagt, für alles, was nur miteinander vernäht werden muss, ist die Overlock die schnelle Lösung. Für alles, was besonders schön aussehen soll oder verschiedene Dekorationselemente oder Dekostiche umfasst, braucht man eine »normale« Nähmaschine. Auch die haben wir getestet.

Was bedeutet Overlock?

Das Wort Overlock setzt sich aus den englischen Worten »over« für über und »to lock« für Abschließen zusammen und beschreibt gut, was die Maschine macht: Die Fäden werden über die Kanten der Stoffe gelegt und schließen sie ab bzw. zusammen. Der zusammengenähte Stoff kann an dieser Stelle nicht mehr ausfransen. Das Praktische: Sie müssen beim Nähen mit einer Overlock keine überstehenden Stoffreste abschneiden. In der Maschine ist ein Messer verbaut, das beim Zusammennähen gleichzeitig den unnützen Stoff abschneidet. Bei Bedarf kann man es aber auch wegklappen.

Zeitersparnis und tolle Nähte

Die allermeisten Nähmaschinen besitzen einen (falschen) Overlockstich, alternativ sichern Sie die Nähte immer mit einem Zickzackstich. In jedem Fall bedeutet es doppelte Arbeit. Die ersparen Sie sich mit der Overlock-Nähmaschine. Auch weil die Overlock viel schneller näht als jede Standardmaschine, ist man beim Zusammennähen von Kleidung viel schneller fertig.

Überstehender Stoff wird abgeschnitten

Außerdem spart man sich wie gesagt das nachträgliche Abschneiden überstehender Stoffränder. Auch Saumabschlüsse, den sogenannten Rollsaum, können Sie mit einer Overlock nähen. Je nachdem welche Stichauswahl die Maschine anbietet, kann man auch für verschiedene Stoffarten besonders elastische oder feine Nähte kreieren.

Braucht man Nähmaschine und Overlock?

Was Sie mit einer Overlock-Nähmaschine nicht tun können, ist im Stoff selbst nähen. Selbst wenn Sie das Messer wegklappen, funktioniert das nicht. Sie kann nur am Stoffrand nähen. Außerdem können Sie mit einer Overlock nicht rückwärts nähen. Deshalb ist eine Overlock eine gute Ergänzung zur Nähmaschine, sie wird eine Standardmaschine aber niemals komplett ersetzen können.

Faden einspannen

Etwas das alle Overlock-Nähmaschinen-Fans zum Fluchen bringt, ist das Einfädeln der vier Fadenstränge. Man muss dabei nämlich zwingend immer einer vorgegebenen Reihenfolge folgen. Die ist auf den Maschinen aufgedruckt. Im Praxistest haben wir herausgefunden, dass es hilfreich ist, nach Videos zu suchen, die das Fadeneinspannen Ihrer Overlock-Nähmaschine erklären. Das Ansehen der Piktogramme allein ist nämlich oft nicht sonderlich hilfreich.

Mit Videos geht’s besser

Hochpreisige Maschinen verfügen über sogenannte Air-Systeme. Sie heißen oft anders, ihre Arbeitsweise ist aber immer dieselbe: Der Ober- und Unterfaden wird mit Luft automatisch eingefädelt, so spart man sich viel Fummelarbeit. Das hat aber seinen Preis: Die Modelle, die das können, kosten knapp unter 1000 Euro.

Bei den preiswerteren Modellen muss man dafür Geduld haben. Einen Tipp haben wir aber: Um nicht immer wieder diese nervenaufreibende Arbeit zu übernehmen, können Sie, wenn Sie das Garn ändern möchten, kleine Knoten an das abgeschnittene Ende der Faden knüpfen. So wird das neue Garn automatisch eingezogen und Sie haben zumindest etwas Zeit gespart.

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So haben wir getestet

Wir haben 8 Overlock-Nähmaschinen getestet. Dabei haben wir natürlich bewertet, wie einfach oder schwer sich die Fäden einfädeln lassen. Uns interessierte auch die Lautstärke, die die einzelnen Maschinen produzieren. Hier waren wir wirklich überrascht – einige waren ähnlich laut wie eine Nähmaschine, andere brummten wirklich nervtötend.

Außerdem haben wir verschiedene Stoffarten – von sehr zart bis sehr dick – zusammengenäht, um zu prüfen, wie gut die Maschinen damit zurechtkamen. Beim Teddyfell mussten einige Maschinen passen. Mit allen anderen Stoffen – von dünnem Musselin über Baumwolle bis hin zu rutschigem Jersey – kamen aber alle Overlock-Nähmaschinen gut zurecht. Und das werden in der Hauptsache ja auch die Stoffe sein, die Sie am häufigsten verwenden werden.

Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschinen Gruppenfoto
Die acht Overlock-Maschinen aus dem Test 01/2021.

Die meisten Anbieter von Overlock-Nähmaschinen verweisen für die Benutzung gern auf ihr eigenes Overlock-Garn. Das haben wir nicht dazu bestellt. Wir haben alle Maschinen mit den gleichen Garnkonen von Ackermann bestückt. Es gleitet gut durch die Maschinen und mit insgesamt 20 Konen in fünf verschiedenen Farben haben Sie erstmal eine gute Auswahl. Da jede Kone 1000 Meter Garn enthält, geht Ihnen so schnell das Garn nicht aus. Wir waren mit dem Garn sehr zufrieden und keine der Overlock-Maschinen hatte damit ein Problem.

Worauf wir außerdem achteten, waren die mitgelieferten Extras. Wir waren erstaunt, wie weit die Zugaben auseinanderlagen. Gerade die hochpreisigen Maschinen ließen hier einiges vermissen. So hat unser Testsieger, die Gritzner 788, wirklich alles im Gepäck, was man brauchen kann – von einem Nähbuch über verschiedene Nähfüße bis zum Abfallbehälter und Garn. Man kann die Gritzner in verschiedenen Varianten erwerben: je teurer, desto mehr Extras. Da sich der Preis immer auf unter 300 Euro beschränkt, raten wir zum Rundum-Sorglos-Paket.

Das sechsmal so teure Gerät, die Babylock Acclaim, überzeugt beim Nähen auch – bei den Extras mussten wir aber Punkte abziehen. Es gab hier nicht mal einen Abfallbehälter dazu.

Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788

Testsieger: Gritzner 788 Overlock Special Edition

Der Preissieger ist auch unser Gesamtsieger. Das liegt aber nicht nur an den Kosten, sondern auch an der Qualität der Maschine – und dem Nähspaß! Auch die Extras der Gritzner 788 können sich sehen lassen, sodass die Overlock-Nähmaschine für uns das ideale Modell für alle Einsteiger und Gelegenheitsnäher ist.

Testsieger

Gritzner 788 Overlock Special Edition

Test Overlock-Nähmaschine: Gritzner 788
Der Testsieger kann mit einer guten Nähleistung und vielen Extras bei einem relativ geringen Preis überzeugen.

Die Gritzner 788 wird, das ist eine Ausnahme, bereits einsatzbereit geliefert. Es sind Minikonen eingespannt, sodass man sofort mit dem Nähen loslegen kann. Wir empfehlen aber trotzdem, sich mit dem Einfädeln zu beschäftigen, denn am Ende geht es darum, dass Sie Ihre Overlock-Nähmaschine gut kennenlernen. Sie sollten wissen, was Sie machen müssen, wenn es mal nicht so rund läuft. Aber zum ersten Nähen finden wir diese Service-Leistung sehr gut.

Viele verschiedene Extras

Wir haben uns beim Test für die Overlock-Variante entscheiden, die sämtliches Zubehör im Gepäck hatte und trotzdem mit unter der 300 Euro überaus günstig ist. So bekamen wir Garn, ein Nähbuch, weitere Nähfüßchen und einen Auffangbehälter dazu. Andere Varianten vom Hersteller umfassen nur das Nähbuch und den Auffangbehälter oder nur die Nähfüßchen und den Behälter. Da können Sie schauen, was für Sie wichtig ist und gegebenfalls Geld sparen.

Wollen Sie viel mit der Gritzner 788 ausprobieren, raten wir zum größten Paket, für das auch wir uns entschieden haben. Schon allein, weil Sie sich dann für längere Zeit auch nicht um die Beschaffung von Garnkonen kümmern müssen.

Sie können beim Garn jedes beliebige Overlock-Garn verwenden – im Test entschieden wir uns für das Garn von Ackermann, das im Paket dabei ist. Das Einfädeln, um das Sie früher oder später nicht herum kommen, ist etwas mühselig. Es gibt natürlich höherpreisige Maschinen, die das sehr viel komfortabler erledigen.

Bei der Gritzner 788 muss man jeden Faden einzeln einziehen und beim Ober- und Unterfaden ist etwas Geduld gefragt. Folgt man den Piktogramme ist es kein Hexenwerk, aber es dauert. Wenn Sie mit der Anleitung nicht zurecht kommen, suchen Sie auf YouTube nach Videos, das hilft oft enorm. Nach einigen Versuchen klappt es in aller Regel auch schneller. Aber wir gestehen: Spaßig ist das Einfädeln bei der Gritzner 788 nicht.

Näht schnell und ist standfest

Was dagegen Spaß macht ist das Nähen! Die Saugfüße der Maschine sind sehr stark, da wackelt nichts. Wir wissen aus der eigenen Nähpraxis, dass es immer wieder Overlock-Nähmaschinen gibt, die durch die Vibrationen, die bei 1300 oder mehr Stichen pro Minute entstehen, beinahe über den Tisch hüpfen. Die Gritzner 788 steht wie eine Eins und bewegt sich überhaupt nicht – eine echte Wohltat!

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Unser Testsieger: Die Gritzner 788.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Einfädeln ist durch optische Hilfe kein Problem.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Folgen Sie den Anweisungen auf der Gritzner.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Lassen Sie immer etwas Garn überhängen bevor Sie mit dem Nähen beginnen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Differentialtransport und Fadenspannung lassen sich problemlos einstellen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Die Gritzner überzeugt auch durch gute Helligkeit beim Nähen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Der Auffangbehälter sorgt für einen sauberen Arbeitsplatz.

Das Nähen geht sehr schnell, die Gritzner 788 schafft 1.300 Stiche pro Minute. Das Messer gleitet gut durch den Stoff, die Schnittkanten sind gleichmäßig. Wenn Sie möchten, können Sie das Messer auch wegklappen. Die Gritzner 788 hatte auch mit unserem Teddyfell keine Probleme und nähte es ordentlich und sauber zusammen. Das ist bei Overlock-Nähmaschinen in diesem Preissegment bemerkenswert.

Unterschiedliche Stoffe sind kein Problem

Sie verfügt über acht verschiedene Stiche – wir gehen aber davon aus, dass die meisten Hobby-Näher nicht mehr als zwei oder drei Stiche verwenden werden. Die Umstellung zwischen den Stichen ist etwas frickelig, da brauchen Sie ein wenig Geduld. Aber das gilt bis auf zwei Ausnahmen für alle Maschinen.

Sie können auch recht einfach die Stichlänge und den Druck des Nähfüßchens individuell einstellen. Das braucht man vor allem dann, wenn man mit vielen unterschiedlichen Stoffen nähen möchte. Wollen Sie immer nur Baumwolle oder Jersey zusammennähen, reicht es, wenn Sie die Standardeinstellungen übernehmen und gar nichts verändern.

Beim Nähen ist die Gritzner 788 im Vergleich zur sehr viel teureren Konkurrenz eher laut. Aber wir sprechen hier immer noch nicht von Düsenjet-laut. Im Test gab es Overlock-Nähmaschinen, die deutlich mehr auf die Ohren gingen, aber es gibt auch wesentlich leisere. Die kosten dann allerdings deutlich mehr.

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Beeindruckende Extras.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Die Gritzner 788 näht eher laut.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Gritzner 788
Schöne Nähte und flache Schnittkante.

Die Extras, die die Gritzner 788 im Gepäck hat, können sich sehen lassen. Wie schon erwähnt, gibt es verschiedene Ausführungen, aber in jeder Version sind eine Auffangschale für die Nähabfälle, eine Toolbox mit Öl, Ersatznadeln, eine Pinzette und eine Bürste zum Sauberhalten der Maschine dabei.

Für Anfänger und Gelegenheitsnäher

Uns überzeugte die Gritzner 788 trotz kleinerer Minuspunkte durch viel Nähspaß, schnelles Nähen und durch ihre einfache Bedienung zum günstigen Preis. Die Konkurrenz kostet teilweise sechsmal so viel und bietet meist auch nur ein etwas komfortableres Nähen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem verlässlichen Nähbegleiter sind, der viele Extras bereit hält und zuverlässig seine Arbeit tut, sind Sie mit der Gritzner 788 auf jeden Fall bestens beraten.

Gritzner 788 im Testspiegel

Leider gibt es bislang noch keine Tests von anderen Redaktionen. Wenn sich das ändert, tragen wir die Testergebnisse hier nach.

Alternativen

Wenn Sie mit Ihrer Overlock-Nähmaschine Größeres vorhaben oder es besonders komfortabel wünschen, haben wir im Folgenden natürlich auch Alternativen für Sie.

Sehr komfortabel: Juki MO-2000

Die Juki MO-2000 macht beim Nähen sehr viel Spaß, weil vieles ganz automatisch funktioniert. Sie ist auch die einzige Maschine im Test, die über ein Display verfügt und deswegen sehr einfach verschiedene Stiche ermöglicht.

Komfortabel

Juki MO-2000

Test Overlock-Nähmaschine: Juki MO-2000
Die Overlock-Maschine ist für alle, die es komfortabel mögen eine echte Entdeckung: LC-Display und das Easy Threading System sorgen für viel Spaß beim Nähen.

Komfortabler geht es eigentlich kaum: Das Einfädeln von Ober- und Unterfaden gelingt bei der Juki MO-2000 nämlich mithilfe eines Luftstoßes, Sie müssen da gar nichts machen. JetAir nennt der Hersteller das und erspart Ihnen damit all die Fummelarbeit, die das Arbeiten mit der Overlock manchmal so unschön macht und verhindert, dass ambitionierte Näher die Fadenfarbe wechseln. Lieber mit einem unscheinbaren Beige oder Weiß weiternähen als zu riskieren, ewig mit dem Einfädeln beschäftigt zu sein. Das gehört mit dem JetAir aber der Vergangenheit an, denn hier übernimmt das die Overlock für Sie.

Komfortables Einfädeln und LC-Display

Sie müssen nur darauf achten, dass die beiden Fäden richtig eingezogen werden, zur Sicherheit ziehen Sie die Enden lieber ein Stück weiter heraus. Die zwei Fäden, die durch die Nadeln gezogen werden, müssen Sie auch weiterhin selbst fädeln, das geht aber viel schneller als beim Ober- und Unterfaden. Dafür stehen Ihnen zwei Nadeleinfädler zur Verfügung – das bieten die wenigsten Overlock-Nähmaschinen. Meist muss man mit nur einem zurecht kommen.

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Die Juki MO2000 im Test.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Das LC-Display zeigt an, welche Naht gerade eingestellt ist.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Schön übersichtlich: Die Erklärung zum Einfädeln.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Alle Tools, die Sie öfter benötigen sind griffbereit verpackt.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
JetAir Threading geht in Sekundenschnelle.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
So sehen Ober- und Unterfaden aus, wenn das Einfädeln perfekt geklappt hat.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Zum Lösnähen müssen Sie die Verrigeln wieder entfernen.

Was bei der Juki MO-2000 ebenfalls total komfortabel funktioniert ist die Stichauswahl. 15 Stiche stehen zur Verfügung, Sie können sich auf dem LC-Display durch die Auswahl klicken. Das kann keine andere Maschine. Sie sparen sich damit im Prinzip auch die Betriebsanleitung, denn auf dem Display steht alles, was Sie tun müssen. Vieles davon geschieht ganz automatisch – echter Luxus.

Wenn Sie den gewünschten Stich einstellen, sehen Sie auf einem Blick, was Sie dafür verändern müssen – von Fadenspannung über Differentialtransport bis zur Stichlänge. Sie können auch bis zu drei eigene Einstellungen speichern. Wenn Sie also mit einer bestimmten Einstellung, die von den Vorgaben der Juki abweicht, super zurecht kommen, können Sie das abspeichern und immer wieder aufrufen.

Sehr leise Overlock-Nähmaschine

Auch luxuriös ist der Klang – oder viel mehr das Fehlen von Krach. Denn die Juki MO-2000 näht sehr leise und das, wo sie trotzdem so schnell arbeitet. Das Stichergebnis ist gleichmäßig und schön flach. Kaum eine andere Overlock-Nähmaschine im Test näht so leise wie diese Empfehlung.

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Die Juki MO-2000 näht alles zusammen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Wählen Sie aus verschiedenen Stichen den passenden, oder programmieren Sie selbst bis zu 3 eigene Lieblingseinstellungen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Der Auffangbehälter ist im Lieferpreis enthalten.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Schöne flache Nähte und ein sehr leises Arbeiten.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Juki Mo 2000
Die Juki MO-2000 ist in wenigen Minuten einsatzbereit.

Das doppelte LED-Licht sorgt für eine gute Sicht und leuchtet alles sehr gut aus. Sie können also wirklich genau sehen, was Sie da wie zusammen nähen. So hell wird es nicht bei allen Modellen im Test. Natürlich hat auch die Juki MO-2000 jede Menge Tools im Gepäck. Neben dem praktischen Auffangbehälter sind das Pinzette, Extranadeln, Öl und auch der Pinsel zum Saubermachen. Das Overlock-Messer kann bei Bedarf weggeklappt werden. Diese Overlock-Nähmaschine kam mit dem Ackermann-Nähgarn sehr gut zurecht, tatsächlich riss der Faden hier nicht.

Die Juki MO-2000 kommt mit allem zurecht

Und auch mit unterschiedlichen Stoffen kann die Juki gut umgehen. Ob Teddyfell oder Musselin, alles wurde zusammengenäht und es entstanden keine Risse im Stoff. Das Nähen mit der Juki MO-2000 geht schnell, leicht und angenehm. Das hat natürlich seinen Preis. Sie müssen hier deutlich tiefer in die Tasche greifen als beim Testsieger. Aber dafür bekommen Sie eben auch deutlich mehr Komfort.

Wenn Geld egal ist: Baby Lock Acclaim

Die Baby Lock Acclaim ist wirklich ein High-End-Produkt. Sie näht eigentlich nicht, sie schnurrt – so leise ist sie. Und natürlich überzeugt auch das Nähergebnis auf ganzer Länge. Sie schafft wirklich jeden Stoff und bietet jede Menge Komfort. Das alles hat aber seinen Preis.

Wenn Geld egal ist

Baby Lock Acclaim

Test Overlock-Nähmaschine: Baby Lock Acclaim
Das RevolutionAir-System macht das Einfädeln zum Kinderspiel. Die Maschine näht leise alles zusammen, was Sie ihr vorlegen.

Bei der Baby Lock Acclaim bekommen Sie drei LED-Lichter, die den gesamten Arbeitsbereich sehr gut ausleuchten und Ihnen ein angenehmes Arbeiten ermöglichen. Denn nichts ist beim Nähen nerviger, als keine ausreichende Beleuchtung zu haben. Das kann hier nicht passieren.

Was auch eher nicht passieren wird: Dass Sie fluchen, weil das Auffädeln von Ober- und Unterfaden Ihnen den letzten Nerv raubt. Denn auch diese Nähmaschine ist mit einem Luftstrom ausgestattet, der das für Sie übernimmt. Bei Baby Lock heißt das System RevolutionAir und es brauchte tatsächlich die Hilfe eines Videos, um zu verstehen, wie wir in den Genuss des super einfachen Einfädelns kommen. Sie müssen einen Schalter von »Serging« auf »Threading« ändern, dann klappt alles. Und nach dem Einfädeln müssen Sie das wieder lösen, sonst funktioniert das Nähen nicht.

RevolutionAir erleichtert das Einfädeln

Der Rest ist ein Kinderspiel, dank RevolutionAir werden hier beide Fäden in Sekundenschnelle durchgezogen und Sie müssen nur noch die zwei Fäden durch die Nadeln ziehen. Was uns auch auffiel: Die Baby Lock Acclaim hat als einzige kleine Puschel am Garnhalter, was dafür sorgt, dass die Garnkonen gleichmäßiger abgerollt werden. Auch die Acclaim bietet Unterstützung beim Einfädeln der beiden Nadeln. Das kann man bei einem Modell in dieser Preiskategorie aber auch erwarten.

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Die Baby-Lock Acclaim im Test.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Wählen Sie zwischen Overlock- und Wavestichen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Achten Sie auf die Einstellung "Threading" beim Einfädeln.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Garn einfädeln geht mithilfe einer Pinzette oder ruhigen Fingern.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Der doppelte Fadeneinfädler erleichtert die Arbeit.

Ist die Maschine eingefädelt, geht der Nähspaß los. Die Baby Lock Acclaim näht sehr sehr leise, da ist Musik hören oder nebenbei unterhalten überhaupt kein Problem. Oft wollen die anderen Familienmitglieder vom »Krach« der Overlock-Maschinen ja nichts hören und verlassen das Zimmer, wenn man losnäht. Hier werden alle bleiben, weil die Acclaim so angenehm leise über den Stoff schnurrt.

Sie bekommen ein Werkzeug-Set dazu. Leider fehlt eine Auffangschale, die die Nähreste auffängt. Bei dem Preis ist das schon eine kleine Enttäuschung. Es gibt in unserem Test kein höherpreisiges Gerät – da finden wir, dass diese Basics im Lieferumfang enthalten sein sollten. Es bleibt Ihnen aber nichts anderes übrig, als zumindest den Auffangbehälter nachzukaufen oder eben darauf zu verzichten und sich zu ärgern.

Wave Stich und ATD- System

Das Nähergebnis kann sich sehen lassen. Alles ist schön gleichmäßig, das Nähen geht schnell und vollkommen mühelos. Die Baby Lock Acclaim kommt mit jedem Stoff zurecht und das ganz leicht. Sie müssen selbst nicht die Fadenspannung verändern, das übernimmt die Acclaim automatisch für Sie. Das Geheimnis dahinter ist das ATD- System, ein Fadenzufuhrsystem, das hier verarbeitet wurde.

Sie können auch zwischen verschiedenen Stichen wechseln, indem Sie die Taste für »Wave« betätigen. Es gibt verschiedene Stiche, zwei lassen sich auf »Wave« umstellen. Der »Wave«-Stich ist ein spezieller Stich von Baby Lock, den es nur bei ausgewählten Maschinen dieses Herstellers gibt.

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Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Angenehme Lautstärke beim Nähen, die auch Gespräche noch möglich macht.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Perfekter Schnitt und saubere Nähte kann die Acclaim auf alle Fälle nähen.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Eine Umstellung für alle, die bereist Overlock- Erfahrung haben. Das Nähfüßchen wird an ungewohnter Stelle gehoben.
Overlock-Nähmaschine Test: Overlock Nähmaschine Baby Lock Acclaim
Ein Ärgernis: Der Auffangbehälter ist bei der Baby-Lock nicht inklusive.

Etwas ungewöhnlich ist, dass der Nähfuß vorn rechts herunter- oder hochgelassen wird. Wenn Sie das Nähen mit einer Overlock bereits gewohnt sind, ist das eine kleine Umstellung. Aber relativ schnell werden Sie sehen, dass es auf diese Art viel bequemer ist, das Nähfüßchen zu heben und zu senken. Auch hier lässt sich das Messer wieder versenken – für das Einfädeln können Sie das Messer auch feststellen.

Nicht für jeden Geldbeutel

Etwas sehr Praktisches ist das magnetische Nadelfeld, das Ihre Nadeln sammelt, während Sie sie beim Nähen aus dem Stoff ziehen. So fliegen die Nadeln nicht überall herum, Sie können, wenn das Kleidungsstück fertig ist, alle Nadeln aus diesem Feld sammeln. Das hält den Arbeitsplatz sauber und gefällt uns sehr gut.

Natürlich ist die Baby Lock Acclaim keine Overlock-Nähmaschine für alle. Allein der Preis wird Einige abschrecken. Sie bietet aber sehr viele komfortable Lösungen, überzeugt mit einem tollen Nähergebnis und näht besonders leise, sodass wir glauben, dass Menschen, die gern und viel mit Ihrer Overlock nähen wollen, diese Investition vielleicht doch tätigen möchten.

Außerdem getestet

Bernina L 450

Die Bernina L 450 kommt, wie unser Testsieger, mit jeder Menge Extras daher. Unser Tipp: Folgen Sie beim Einfädeln genau den Anweisungen für den Ober- und Unterfaden. Das Ganze ist etwas komplizierter und wenn Sie nicht alles streng nach Vorgabe machen, klappt es am Ende leider nicht. Das war jedenfalls unsere leidvolle Erfahrung im Test. Wenn dann aber alles eingerichtet ist, kann der Nähspaß beginnen.

Vorsicht beim Auffangbehälter. Bei unserem Test hakte der nicht gut ein und ließ sich deswegen auch nur so halb gut benutzen. Denn wenn Nähreste doch immer daneben landen, ist das ärgerlich. Die Haken sind etwas fragil, zu viel Druck sollten Sie da nicht ausüben, sonst bricht am Ende noch etwas ab.

Die Bernina L450 näht recht leise, schnell und zuverlässig – das Ergebnis konnte uns überzeugen. Allerdings kann sie nur Stoffe bis sechs Millimeter Dicke vernähen, an unserem Teddyfell scheiterte sie. Wenn Sie aber wissen, dass das genau wie dicker Jeans- oder Möbelstoff sowieso niemals unter Ihrer Maschine landen wird, kann auch die eher niedrigpreisige Bernina einen Blick wert sein.

Beim Umstellen der Stiche brauchen Sie wieder etwas Geduld, aber vielleicht sind Sie ja auch eher auf der Suche nach einer Overlock-Nähmaschine, die vor allem einen bestimmten Stich kann. Dann sind Sie hier gut aufgehoben.

Baby Lock Enspire

Auch die Baby Lock Enspire geizt wie unsere teurere Empfehlung mit Extras. Sie bekommen hier keine Auffangschale dazu. Die verschiedenen Werkzeuge bekommen Sie zwar, aber wir vermissten eine echte Box, in der alles gut verstaut wird. Etwas enttäuscht sind wir von der Lautstärke. Sie ist ziemlich laut. Dafür kommt die Baby Lock mit allen Teststoffen gut zurecht, ob sehr dünn oder eher dick – alles wird hier zusammengenäht. Was uns natürlich sehr gut gefällt: Auch die Baby Lock Enspire ist mit dem JetAir System ausgerüstet, was das Einfädeln so schön komfortabel macht. Das Nähergebnis kann uns überzeugen, es ist schön gleichmäßig und natürlich geht das Nähen auch sehr schnell.

Die Garnhalterung ist etwas ungewöhnlich, sie ist über Eck angelegt. Wir konnten da keinen Vorteil gegenüber der herkömmlichen Halterung erkennen, haben uns aber gefreut, mal etwas anderes zu sehen.

W6 Wertarbeit N 656D

Bei der W6 Wertarbeit N656D Freiarm fiel zunächst auf, dass Ober- und Unterfaden fast identisch verlaufen. Das ist bei den mittelpreisigen Maschinen eher eine Ausnahme, oft muss da sehr kompliziert gefädelt werden. Das ist hier angenehm vereinfacht. Auch ungewöhnlich ist, dass der Hebel um den Nähfuß zu heben und zu senken angehoben werden muss. Das kennen viele Hobby-Näher eher andersherum, da ist im Zweifelsfall etwas Umgewöhnung nötig. Aber das muss ja nicht schlecht sein. Was die Lautstärke angeht, rangiert die W6 im Mittelfeld – sie ist leiser als unser Testsieger, aber lauter als unsere Empfehlungen. Wir fanden das akzeptabel.

Was uns beim Nähen ärgerte, war, dass der Garnhalter sich mehrfach löste. Egal wie fest wir ihn verankerten, irgendwann klappte er wieder weg. Das hat uns nicht überzeugt. Auch ärgerlich war, dass die Pinzette, die unter der Klappe für Ober- und Unterfaden versteckt ist, sich dort verklemmte. Diese Fummelarbeit hätten wir uns gern erspart, wir haben die Pinzette irgendwann separat aufbewahrt und raten Ihnen das ebenfalls. Das Nähen mit der W6 Wertarbeit N656D Freiarm geht schnell und sie schaffte alle Stoffe im Test.

Juki MO 50eN

Die Juki MO-50en wird als Overlock-Nähmaschine für Anfänger vermarktet. Und wir können das gut nachvollziehen. Allerdings macht leider nicht alles an der Maschine Spaß. Gerade das Einfädeln, das Anfänger öfter üben müssen als Profis, ist keine Freude sondern eine ganz schöne Fummelarbeit. Die Juki ist beim Nähen auch ziemlich laut – dabei haben wir im Test festgestellt, dass auch preiswertere Maschine leiser sein können. Die Mini-Auffangschale, die dabei ist, ist in der Praxis eher ein Ärgernis. Sie ist viel zu klein um viel aufzunehmen und wenn Sie nicht immer wieder das Nähen unterbrechen wollen, um den Behälter zu leeren, sollten Sie vielleicht direkt nach einer Alternative dafür schauen.

Richtig ärgerlich fanden wir aber, dass die Juki MO-50en beim Nähen warm wird. Es liegt vermutlich an der Lampe, die sich aufwärmt. Wir haben im Test natürlich eine ganze Weile mit ihr genäht – auch, weil wir ja normale Näharbeiten nachgestellt haben. Da sollte eine Lampe nicht so warm werden.

Bernette 44 Funlock

Mit der Bernette b44 funlock mussten wir tatsächlich kämpfen. Pinzette und Nadeln, die in einem Extrafach untergebracht sind, verkanteten sich immer wieder so stark in dem Fach, das geöffnet werden muss, um Ober- und Unterfaden einzufädeln, sodass wir ordentlich daran herumrütteln mussten. Wenn Sie gerade erst mit dem Nähen beginnen, sind Sie aber vielleicht eh unter Stress und solch unnötiger Ärger sorgt zum einen dafür, dass man die Lust verliert, zum anderen bricht man im Eifer des Gefechts aber vielleicht auch etwas ab. Wir können hier nur raten, die Extras separat vom Rest zu lagern, um nicht in diese Situation zum kommen.

Das Einfädeln von Ober- und Unterfaden ist bei der b44 funlock unnötig kompliziert – andere, auch niedrigpreisige Maschinen machen vor, dass es anders gehen kann. Wir empfehlen Ihnen hier auch ein Video. Die Anleitung allein empfanden wir als wenig hilfreich. Haben Sie das Einfädeln geschafft, rattert die Bernette relativ leise vor sich hin. Schwach wurde sie erst bei unserem Teddyfell. Sie mühte sich redlich, am Ende schaffte sie es aber nicht und einige Nähte lösten sich hier wieder auf. Das ist nicht Sinn der Übung, weswegen wir sie für schwere, dicke Stoffe eher nicht empfehlen können.

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