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Die beste Pfeffermühle

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Test: Die beste Pfeffermühle 2020
Katarina Lukač

Katarina Lukač

ist freie Redakteurin und Autorin mit Vorliebe für Kulinarik, Reise und Lifestyle. Sie lebt in Madrid und München und tauscht sich in diversen Whatsapp-Gruppen mit Freundinnen aus verschiedenen Ländern über ihre aktuellen Lieblingsprodukte aus. Mehr unter katarinalukac.com.

Wir haben 15 Pfeffermühlen getestet. Die beste ist die Peugeot Clermont. Die Mühle des französischen Traditionsherstellers mahlt präzise und gleichmäßig von pulverfein bis grob, liegt geschmeidig in der Hand und ist intuitiv zu bedienen. Die Clermont ist erstklassig verarbeitet und verfügt über ein robustes Stahlmahlwerk, auf das der Hersteller 25 Jahre Garantie gewährt. Die große, schlanke Buchenholz-Mühle im klassischen Design macht sich in der Küche ebenso gut wie auf dem Esstisch und muss nicht ständig nachgefüllt werden. Das alles gibt’s obendrein zum fairen Preis.

Pfeffer ist der König im Gewürzregal: Die scharfen Körner verleihen den meisten herzhaften Gerichten erst das gewisse Etwas. Das Aroma von Pfeffer kommt dabei erst gemahlen richtig zur Geltung. Der Mahlgrad wiederum hängt vom jeweiligen Gericht ab – für Suppen und Saucen zum Beispiel fein, für Marinaden und Fleisch grob gemörsert – und natürlich von der eigenen Vorliebe. Pfeffermühlen sollten in der Küche zuverlässig ihren Zweck erfüllen und zugleich als Tisch-Accessoire eine gute Figur machen, womöglich mehr als jedes andere Küchengerät.

Wir haben 15 Pfeffermühlen getestet. Bei all unseren Testprodukten lässt sich der Mahlgrad stufenlos – also fließend nach Augenmaß – zwischen fein und geschrotet einstellen. Preislich bewegen sich die Pfeffermühlen im Test zwischen 5 und 40 Euro, beziehungsweise knapp 70 Euro für ein Mühlenpaar.

Unter unseren Testprodukten sind handbetriebene und elektrische Mühlen, letztere empfehlen wir jedoch nicht. Sie mahlen nicht besser, machen Lärm und lohnen sich nur, wenn Sie zwingend einhändig oder ohne jeglichen Kraftaufwand mahlen müssen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Peugeot Clermont

Test Pfeffermühle: Peugeot Clermont
Zuverlässig und elegant: Dieser Klassiker mahlt präzise auf unterschiedlichen Stufen und lässt sich intuitiv bedienen.

Die Clermont-Pfeffermühle von Peugeot ist eine solide Küchenhilfe fürs Leben: Sie funktioniert gleichermaßen zuverlässig auf verschiedenen Mahlstufen, mahlt Pfeffer im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten auf der feinsten Stufe tatsächlich zu Pulver und auf der gröbsten Stufe gleichmäßig stückig.

Die schlanke, mit 24 Zentimetern recht große Holzmühle liegt geschmeidig in der Hand und lässt sich auf allen Mahlstufen mit mäßigem Kraftaufwand bedienen. Die elegante Pfeffermühle aus Buchenholz schmückt mit ihrem klassischen Design nicht nur die Küche, sondern lässt sich auch auf den Esstisch stellen, ohne aufdringlich zu wirken.

Hingucker

Ikea Intressant

Pfeffermühle Test: Bildschirmfoto 2020 08 26 Um 11.12.05
Viel Stil für wenig Geld: Unser Design-Favorit zieht am Tisch die Blicke auf sich und erfüllt seinen Job auf allen Mahlstufen.

Die optisch spannendste Pfeffermühle im Test ist die kegelförmige Intressant von Ikea. Mit 27 Zentimetern war sie unser größtes Testprodukt – und erreicht mit ihrem Keramikmahlwerk den zweitbesten Mahlgrad: Sie mahlt präzise und gleichmäßig etwa fünf unterschiedliche Körnungen. Die Mühle aus Akazienholz liegt angenehm in der Hand und schlägt mit ihrem cleveren, minimalistischen Design manch teures Markenprodukt. Der Tiefpreis geht jedoch auf Kosten des Innenmaterials: Der fummelige Drehknopf und der Mahlwerk-Einsatz sind aus Plastik. Auf das Mahlwerk gibt es keine Garantieverlängerung.

Winzig & günstig

WMF Mini Gewürzmühle

Test Pfeffermühle: WMF Mini Gewürzmühle
Die nur elf Zentimeter große Mühle mahlt solide, lässt sich leicht verstauen und sogar in der Hosentasche mitnehmen.

Keine Preise gefunden.

Der Winzling in unserem Test mahlt erstaunlich kräftig: Die nur elf Zentimeter kleine WMF Mini Pfeffermühle zerkleinert den Pfeffer mit jeder Umdrehung überraschend zuverlässig, allerdings nur in feiner und mittelgrober Pfeffergröße. Die Mühle mit Keramikmahlwerk kostet wenig und passt in jedes Küchenregal und sogar in die Hosentasche – zum Beispiel für die Grillparty. Ein Wermutstropfen ist, dass die Mühle mit Keramikmahlwerk keinen grob gestückelten Pfeffer hinbekommt. Auf das Mahlwerk gewährt der deutsche Traditionshersteller zehn Jahre Garantie.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerHinguckerWinzig & günstig
ModellPeugeot ClermontIkea IntressantWMF Mini GewürzmühleMenu Bottle GrinderAdhoc Pfeffer- und Salzmühlenset Twin MP125Peugeot Bali FonteKähler HammershøiLiebfeld elektrische Salz- und PfeffermühleRosenstein & Söhne Automatisch Akku-GewürzmühleLe Creuset PfeffermühleWMF Trend PfeffermühleRummershof Salz-Pfeffer-KombiSendez PfeffermühleKesper PfeffermühleIkea 365+ Ihärdig
Test Pfeffermühle: Peugeot ClermontPfeffermühle Test: Bildschirmfoto 2020 08 26 Um 11.12.05Test Pfeffermühle: WMF Mini GewürzmühleTest Pfeffermühle: Menu Bottle GrinderTest Pfeffermühle: Adhoc Set Pfeffer- und Salzmühle Twin MP125Test Pfeffermühle: Peugeot Bali FonteTest Pfeffermühle: Kähler HammershøiTest Pfeffermühle: Liebfeld elektrische Salz- und PfeffermühleTest Pfeffermühle: Rosenstein & Söhne Automatisch Akku-GewürzmühleTest Pfeffermühle: Le Creuset PfeffermühleTest Pfeffermühle: WMF Trend PfeffermühleTest Pfeffermühle: Rummershof Salz-Pfeffer-KombiTest Pfeffermühle: Sendez PfeffermühleTest Pfeffermühle: Kesper PfeffermühleTest Pfeffermühle: Ikea 365+ Ihärdig
Pro
  • Zuverlässiges Mahlen auf unterschiedlichen Stufen
  • Liegt gut in der Hand
  • 25 Jahre Garantie aufs Mahlwerk, 5 aufs restliche Gerät
  • Intuitive Bedienung
  • Wiegt wenig
  • Gelungenes modernes Design
  • Gute Mahlleistung
  • Liegt gut in der Hand
  • Niedriger Preis
  • Praktisch zum Verstauen und Mitnehmen
  • Niedriger Preis
  • Füllmenge sichtbar
  • Zehn Jahre Garantie aufs Mahlwerk
  • Hippes Design
  • Keine Krümel durch obenliegendes Mahlwerk
  • Füllmenge für Großverbraucher
  • Keine Krümel durch obenliegendes Mahlwerk
  • Füllmenge für Großverbraucher
  • Leichte Behälter
  • Zuverlässiges Mahlen auf unterschiedlichen Stufen
  • 25 Jahre Garantie aufs Mahlwerk, 5 auf restliches Gerät
  • Intuitive Bedienung
  • Hübsches Design
  • Gutes Mahlergebnis
  • Sehr einfache Bedienung dank Kippsensor
  • Einhändige Bedienung möglich
  • Keine Krümel durch obenliegendes Mahlwerk
  • Sehr einfache Bedienung dank Kippsensor
  • Ein-/Ausschalter verhindert versehentliches Mahlen
  • Laden mit USB-Kabel
  • Schöne Farbe, widerstandsfähiger Lack
  • Zehn Jahre Garantie aufs Mahlwerk
  • Intuitive Bedienung
  • Deckel ist zugleich Dosierhilfe
  • Zehn Jahre Garantie aufs Mahlwerk
  • Keine Krümel durch obenliegendes Mahlwerk
  • Zwei-in-Eins-Produkt
  • Ordentliche Mahlleistung
  • Klassisches Design in bunten Farben
  • Günstiger Preis
  • Günstiger Preis
  • Günstiger Preis
  • Keine Krümel durch obenliegendes Mahlwerk
  • Füllmenge für Großverbraucher
  • Teilweise spülmaschinenfest
Contra
  • Nachfüllen etwas fummelig
  • Fummeliger Plastik-Drehknopf
  • Kopf lässt sich zum Nachfüllen schwer abziehen
  • Bedienungsanleitung lückenhaft
  • Keine Garantieverlängerung
  • Kein Aromaschutz
  • Drehrichtung auf Mahlgradregler nicht ausgewiesen
  • Mahlt nicht fein
  • Material fleckenempfindlich
  • Besteht fast komplett aus Plastik
  • Besteht fast komplett aus Plastik
  • Deckel nicht zum Dosieren geeignet
  • Sehr schwer
  • Winzige Füllmenge
  • Stolzer Preis
  • Hohe Bruchgefahr des Keramikkopfs
  • Mahlgrad-Regler schwer zu drehen
  • Geringe Füllmenge
  • Mahlergebnis mangelhaft
  • Sechs Batterien pro Mühle nötig
  • Batterien nicht enthalten
  • Kann versehentlich losgehen
  • Sehr laut
  • Mahlergebnis mangelhaft
  • Mahlergebnis unpräzise
  • Mahlergebnis unpräzise
  • Glas-Behälter nicht bruchsicher
  • Kein Aromaschutz durch transparentes Glas
  • Deckel sitzen locker
  • Schlechtes Mahlergebnis
  • Schlechte Verarbeitung
  • Kopf nur sehr schwer zu öffnen
  • Kleinste Füllmenge im Test
  • Hersteller macht auf Amazon-Seite falsche Angaben
  • Mahlt nur mittelfein
  • Kein Nachhaltigkeitszertifikat
  • Kein Aromaschutz
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie über Pfeffermühlen wissen sollten

Erst wer von Instant-Pfefferpulver aus dem Supermarkt auf frisch gemahlenen Pfeffer aus der Mühle umsteigt, kann nachvollziehen, warum das Gewürz einmal die Weltgeschichte bestimmte: Die Körnchen entfalten nur frisch gemahlen ihr ganzes, feuriges Aroma. Im 15. Jahrhundert waren die Europäer so scharf auf Pfeffer und andere Gewürze wie Muskat, Nelken und Zimt, dass ein Seeweg »dorthin wo der Pfeffer wächst« gesucht wurde. Statt auf Indien stieß Kolumbus bekanntlich auf Amerika.

Pfeffermühle Test: Pfeffer
Pfeffer hat eine lange Tradition in vielen Küchen der Welt.

Zum Glück ist frisch gemahlener Pfeffer heute kein Luxus mehr. Pfeffermühlen gibt es schon ab fünf Euro, viele haben eine großzügige Garantie aufs Mahlwerk und sie sind auf Dauer günstiger und umweltfreundlicher als die Akrylmühlen aus dem Supermarkt-Gewürzregal, die am Ende im Müll landen. Außerdem mahlen sie in der Regel gleichmäßiger mit unterschiedlichen Mahlgraden und lassen sich mit dem Pfeffer Ihrer Wahl befüllen – im Gewürzfachhandel gibt es etliche Sorten zu entdecken.

Unterschiede zwischen Stahl- und Keramikmahlwerken

Wiederverwendbare Pfeffermühlen gibt es zu diversen Preisen, in verschiedenen Formen, Größen und Mahlwerken. Egal, in welchem Design und Material eine Pfeffermühle daherkommt – das Kegelmahlwerk ist ihr Herzstück. Als besonders zuverlässig haben sich Mahlwerke aus Stahl oder aus Keramik erwiesen. Von reinen Plastikmahlwerken raten wir ab.

Stahl-Mahlwerke sind besonders robust, eignen sich jedoch ausschließlich zum Mahlen von Pfeffer – Salz zum Beispiel zieht Feuchtigkeit an und könnte das Mahlwerk korrodieren.

 Test: Große Pfeffermühlen Im Test 2020
Unsere Großen: Die Testprodukte mit einer Länge zwischen 20 und 27 Zentimetern.

Keramikmahlwerke eignen sich grundsätzlich auch zum Mahlen von weiteren Gewürzen und Salz. Im Gegensatz zum Pfeffer gewinnt frisch gemahlenes Salz nicht an Aroma. Salz kann also ohne Geschmacksverlust in unterschiedlichen Größen gekauft und gelagert werden, weshalb Salzmühlen in der Küche weniger relevant sind.

Wer die Lebensdauer seiner Pfeffermühle verlängern will, sollte selbst bei einem Modell mit Keramikmahlwerk lieber nur Pfeffer verwenden und sich für Salz und weitere Gewürze eigene Mühlen zulegen.

Achtung bei rosa Pfeffer

Rosafarbener Pfeffer ist genau genommen eine Beere, enthält mehr Feuchtigkeit und kann das Mahlwerk verkleben. Peugeot etwa rät seinen Kunden dazu, rosa Pfeffer nur vermischt mit anderen Pfeffersorten zu verwenden, der Anteil der rosa Beeren sollte dabei nur maximal 15 Prozent betragen.

Tipps für ein langes Mühlenleben

Weitere Tipps, die Pfeffermühlen jeder Art gut tun:

  1. Niemals ohne Pfefferkörner mahlen, zum Beispiel zur Probe.
  2. Möglichst nicht direkt über dem dampfenden Kochtopf mahlen, damit keine Feuchtigkeit in die Mühle gerät – lieber auf ein Tellerchen vormahlen.
  3. Das Mahlwerk nie mit Wasser spülen und insbesondere nicht in die Spülmaschine stecken! Bei der Reinigung von Mühlen ist weniger mehr. Am besten sollten Sie nur das Gehäuse der Mühle von außen abwischen.
  4. Sollte das Mahlwerk Ihrer Pfeffermühle einmal verkleben: Die Mühle mit Reis befüllen und nach einigen Stunden Einwirkzeit auf grober Stufe mahlen. Der Reis bindet Feuchtigkeit und etwaige Gewürzreste.

Welche passt zu Ihnen?

Die Eigenschaften ein- und derselben Mühle können je nach Vorliebe ein Vor- oder Nachteil sein. Zum Beispiel bietet sich für das Gehäuse ein lichtundurchlässiges Material wie Holz oder Kunststoff an: Pfeffer sollte vor Licht, Luft und Feuchtigkeit geschützt werden, um kein Aroma zu verlieren. Pfeffermühlen aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff haben jedoch den Vorteil, dass die verbleibende Pfeffermenge sichtbar bleibt und man rechtzeitig für Nachschub sorgen kann. Außerdem sind die abnehmbaren Glasgefäße häufig spülmaschinenfest.

Mit gefaltetem Backpapier lassen sich Pfefferkörner leichter einfüllen

Schmale Pfeffermühlen liegen gut in der Hand, wodurch man beim Mahlen Kraft spart. Allerdings ist das Nachfüllen etwas schwieriger als bei breiten bauchigen Modellen, bei denen das Festhalten beim Mahlen anstrengender ist. Tipp: Beim Einfüllen der Pfefferkörner kann ein gefaltetes oder gerolltes Stück Backpapier hilfreich sein, insbesondere bei schmalen Mühlen.

 Test: Backpapier Trick Zum Befüllen Von Pfeffermühlen
Die Pfefferkörner am besten mit Hilfe von Backpapier einfüllen.

Klassische Mühlen krümeln beim Abstellen ein wenig auf die Tischplatte oder das Küchenregal. Moderne Mühlen, bei denen das Mahlwerk im Kopf sitzt, sind dagegen bröselfrei. Dafür rieseln gemahlene Pfefferreste zurück in den Vorratsbehälter, auf Kosten des Aromas.

Elektrische Mühlen lassen sich einhändig bedienen, sind jedoch laut beim Mahlen. Je nach Modell werden sie mit Batterien oder USB-Akku betrieben.

Lieber häufiger nachfüllen

Sie sollten Ihre Mühle nur mit so viel Pfeffer auffüllen, wie Sie innerhalb weniger Wochen aufbrauchen können. Kleine Mühlen mit geringer Füllmenge müssen häufiger nachgefüllt werden. Dafür ist die Pfefferqualität unter Umständen besser, insbesondere wenn die Mühle entgegen den Empfehlungen über dampfenden Töpfen verwendet wird und Feuchtigkeit in die Vorratskammer gerät.

 Test: Mittelgroße Pfeffermühlen Im Test 2020
Die mittelgroßen Kandidaten in unserem Pfeffermühlen-Test.

Große Pfeffermühlen mit großzügiger Füllmenge eignen sich eher für große Haushalte. Es sei denn, Sie möchten in Ihrem Single-Haushalt mit einer turmhohen Mühle für Restaurantflair sorgen. Der persönliche Geschmack sollte auch hier Vorrang haben. Überhaupt dürfte für viele das Design der Pfeffermühle ausschlaggebend sein, zumal eine Pfeffermühle nicht nur ins Küchenregal, sondern im Idealfall auch zum Tischgedeck und dem restlichen Einrichtungsstil passen sollte.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 15 Pfeffermühlen getestet, die zwischen 5 und knapp 70 Euro kosten. Unter den Testkandidaten waren zwei elektrische Mühlen, von denen eine batterie- und eine USB-betrieben ist. Zwölf Mühlen hatten ein Keramik-Mahlwerk und drei ein Mahlwerk aus Stahl. Bei zwei Testkandidaten sitzt das Mahlwerk im Kopf der Mühle.

Test: Die beste Pfeffermühle 2020
Die von uns getesteten 15 Pfeffermühlen.

Unsere größten Testkandidaten sind zwischen 20 und 24 Zentimeter lang – etwa eine Unterarm-Länge. Einige Pfeffermühlen sind mittelgroß – zwischen 13 und 16,5 Zentimeter – und unsere kleinsten Testkandidaten mit 8 bis 12,5 Zentimetern nur etwa fingerlang.

Eine gute Pfeffermühle mahlt zuverlässig auf unterschiedlichen Mahlstufen. Zwar erfüllten alle getesteten Pfeffermühlen grundsätzlich ihren Hauptzweck und zerkleinerten die Körner, doch mahlten überraschend wenige Kandidaten tatsächlich pulverfein oder stückig, sondern irgendwo dazwischen.

Für den Test haben wir mehrere Wochen lang die 15 Pfeffermühlen mit schwarzen Pfefferkörnern getestet. Hauptkriterium war das Mahlergebnis. Mit Sieben haben wir überprüft, ob die Mühlen Pfeffer zuverlässig fein, mittelfein und grob zerkleinern können. Außerdem haben wir den benötigten Aufwand beim Mahlen und beim Einstellen des Mahlgrads, die Handhabung, das Gewicht der Mühle, die Füllmenge, die Optik, den Aufwand beim Nachfüllen und etwaige Krümelreste bewertet.

 Test: Pfeffermühlen Test 2020.2
Kriegen nicht alle Mühlen hin: Pfeffer mit unterschiedlichen Körnungen von pulverfein bis geschrotet.

Auch sollte das Außenmaterial der Mühle robust sein – in der Küche landet immer mal wieder etwas auf dem Boden. Nicht zuletzt sollte sich die Mühle unserer Wahl von außen möglichst leicht reinigen lassen, da sie beim Kochen regelmäßig mit fettigen Fingern angefasst wird. Einen Dauertest konnten wir leider nicht durchführen.

 Test: Peugeot Clermont Pfeffermühle.9

Testsieger: Peugeot Clermont Pfeffermühle

Die beste Pfeffermühle für die meisten ist die Peugeot Clermont. Obwohl das Produkt im Peugeot-Vergleich preislich ein Einsteigermodell ist, erfüllt es alle Erwartungen an eine Mühle der renommierten französischen Marke.

Das Familienunternehmen hat seinen eigenen Angaben zufolge 1874 die erste Tisch-Pfeffermühle erfunden. Im Gegensatz zum teureren Peugeot-Klassiker »Paris« wird bei der Clermont der Mahlgrad stufenlos eingestellt, was den Ansprüchen der meisten Hobbyköche genügen dürfte.

Testsieger

Peugeot Clermont

Test Pfeffermühle: Peugeot Clermont
Zuverlässig und elegant: Dieser Klassiker mahlt präzise auf unterschiedlichen Stufen und lässt sich intuitiv bedienen.

Bei der Qualität werden ansonsten keine Abstriche gemacht: Die Mühle mit robustem Stahl-Mahlwerk zerkleinert Pfeffer zuverlässig auf unterschiedlichen Mahlgraden. Als einziges Produkt im Test konnte die Clermont Pfeffer auf Anhieb gleichmäßig in bis zu fünf deutlich unterscheidbaren Körnungen mahlen. Auf engster Stufe kommt der Pfeffer tatsächlich pulverfein und beim höchsten Mahlgrad gleichmäßig stückig aus der Mühle.

 Test: Peugeot Clermont Pfeffermühle.11

Der Mahlgrad wird bei der Peugeot Clermont Pfeffermühle auf klassische Weise durch Drehen der Schraube auf dem Kopf der Mühle eingestellt: je enger, desto feiner der Pfeffer. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenzprodukt bleibt die Stellschraube auch auf der gröbsten Mahlgradstufe sicher auf dem Gewinde, ohne abzufallen.

 Test: Peugeot Clermont Pfeffermühle.12
Der Mahlgrad wird klassisch mit einem Schräubchen eingestellt.

Auch das Befüllen der Mühle funktioniert intuitiv: Der Drehknopf wird herausgedreht, der Kopf abgenommen und die Körner oben eingefüllt. Dabei kann wegen des schmalen Mahlwerks einiges danebengehen – der einzige Wermutstropfen bei unserem Testsieger.

 Test: Peugeot Clermont Pfeffermühle.18
Einziger Wermutstropfen: Das Nachfüllen ist bei der schmalen Mühle etwas fummelig.

Andererseits ist die schlanke Form ein Vorteil: Die mit 24 Zentimetern Länge zweithöchste Mühle in unserem Test wiegt nur 275 Gramm – weniger als die Konkurrenz-Holzprodukte in vergleichbarer Größe.

Die Clermont aus glattem Buchenholz liegt geschmeidig in der Hand und lässt sich mit wenig Kraftaufwand bedienen, selbst wenn größere Pfeffermengen gefragt sind. Die Füllmenge von bis zu 40 Gramm war in unserem Test ordentlicher Durchschnitt. Die Pfeffermühle ist bruchfest, Flecken lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen.

25 Jahre Garantie aufs Mahlwerk

Obwohl sich die Mühle auch problemlos ohne Lesen der Mini-Bedienungsanleitung verwendet werden kann, macht ein Blick in das Heftchen Laune: Der Hersteller gewährt Kunden in Deutschland eine 25-jährige Garantie auf das Stahlmahlwerk und eine fünfjährige Garantie auf das ganze Produkt – in der heutigen Konsumwelt praktisch ein halbes Leben. 

 Test: Peugeot Clermont Pfeffermühle.13
Aufs Stahlmahlwerk gewährt Peugeot 25 Jahre Garantie.

Die Peugeot Clermont im Testspiegel

Wir konnten keine weitere Testberichte zu Peugeots Clermont-Pfeffermühle finden. Sollten in der Zukunft Tests zu diesem Modell erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Keine Pfeffermühle ist im Test komplett durchgefallen. Bei der Performance gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Nur zwei weitere Pfeffermühlen sind uns daher eine Empfehlung wert.

Hingucker

Ikea Intressant

Pfeffermühle Test: Bildschirmfoto 2020 08 26 Um 11.12.05
Viel Stil für wenig Geld: Unser Design-Favorit zieht am Tisch die Blicke auf sich und erfüllt seinen Job auf allen Mahlstufen.

Unser Design-Favorit ist die Ikea Intressant aus Akazienholz, die es obendrein zum Ikea-typischen Tiefpreis gibt. Die Pfeffermühle mit Keramik-Mahlwerk erreicht die zweitbeste Mahlnote im Test, sie liefert auf kleinster Stufe sehr feinen und auf höchster Stufe gleichmäßig stückigen Pfeffer.

Mit 27 Zentimetern Länge ist die kegelförmige minimalistische Mühle – die größte in unserem Test – ein echter Hingucker. Sie liegt gut in der Hand, auch beim Mahlen größerer Pfeffermengen.

Allzu minimalistisch geraten ist jedoch die Bedienungsanleitung: Dass zum Nachfüllen der Kopf der Mühle mit einigem Kraftaufwand abgezogen werden muss, wird mit keiner Silbe erwähnt – was auch einige Kunden in ihren Online-Kommentaren monieren. Auch sonst ist das Pfeffer-Nachfüllen wie bei allen schmalen Mühlen etwas mühsam. Die Füllmenge von 45 Gramm dürfte für die meisten Haushalte jedoch eine Weile ausreichen.

Weniger hochwertig als das Design ist das verwendete Innenmaterial: Der Mahlwerk-Einsatz und der Drehknopf, der unten am Mahlwerk der Ikea-Mühle liegt, sind aus Plastik. Im Vergleich zum Testsieger lässt sich der Drehknopf etwas mühsam bewegen, insbesondere mit fettigen Fingern. Auf der gröbsten Mahlstufe fällt der Knopf leicht heraus.

Winzig & günstig

WMF Mini Gewürzmühle

Test Pfeffermühle: WMF Mini Gewürzmühle
Die nur elf Zentimeter große Mühle mahlt solide, lässt sich leicht verstauen und sogar in der Hosentasche mitnehmen.

Keine Preise gefunden.

Der Zwerg in unserem Test mahlt erstaunlich ergiebig: Mit jeder Umdrehung zerkleinert die nur elf Zentimeter große WMF Mini Pfeffermühle zuverlässig eine ansehnliche Menge Pfeffer – allerdings nur mit feiner und mittelfeiner Körnung. Bei einer gröberen Einstellung fällt der Plastik-Drehknopf von dem kurzen Gewinde am unteren Ende der Mühle ab. Außerdem wird nicht angezeigt, in welche Richtung man drehen soll.

Für die Mini-Mühle ist selbst in der kleinsten Küche Platz, ebenso wie in der Handtasche oder Hosentasche, wenn man sie zum Beispiel zu einer Grillparty mitnehmen will. Allerdings sollte man die Mühle wegen etwaiger Krümelreste zusätzlich in eine Tüte packen, da es keinen Deckel gibt.

Die Mühle aus Edelstahl und transparentem Akrylglas lässt rechtzeitig erkennen, wann man für Pfeffer-Nachschub sorgen sollte. Da das bei nur 15 Gramm Füllmenge recht häufig passiert, dürfte das Aroma der Pfefferkörner trotz mangelndem Lichtschutz in der Regel nicht leiden. Das Nachfüllen ist wegen der geringen Größe etwas fummelig, allerdings steht beim Einfüllen in den Akrylbehälter kein zusätzlicher Einsatz im Weg. Auf das Keramikmahlwerk verleiht der deutsche Traditionshersteller WMF zehn Jahre Garantie.

Außerdem getestet

Die Bottle-Pfeffermühle des dänischen Herstellers Menu ist wie der Name nahelegt flaschenförmig. Die Pfeffermühle mit Keramikmahlwerk, die sich auch für Salz eignet, wird im Paar verkauft. Die in unserem Vergleich hochpreisigen Mühlen in Hell- und Dunkelgrau sehen hip aus, erfüllen ihren Hauptzweck aber weniger gut: Unser Testmodell mahlte Pfefferkörner konsistent mittelgrob, trotz Drehens des klickenden Holzdeckels, mit dem der Mahlgrad verstellt werden kann. Auch scheint das Material – die Mühle besteht innen wie außen aus Kunststoff – den Preis nicht zu rechtfertigen.

Die dicke Flasche lässt sich mit einer Hand gerade mal zur Hälfte umgreifen, was beim Mahlen größerer Pfeffermengen anstrengend ist. Das größte Manko ist jedoch die empfindliche gummierte Oberfläche. Im Test konnten wir Fettflecken zwar abwischen, viele Nutzer beschweren sich jedoch über das auf Dauer empfindliche Material.

Die große Füllmenge von 90 Gramm Pfefferkörnern – der Rekord in unserem Test – eignet sich eher für große Haushalte, ansonsten könnte das Aroma des Pfeffers leiden. Die englischsprachige Bedienungsanleitung steht auf einem kaum leserlichen Karton-Kärtchen. Da das Mahlwerk im Kopf der »Flasche« sitzt, fallen beim Abstellen unten keine Brösel heraus.

Adhoc Pfeffer- und Salzmühlenset Twin MP125

Ein weiteres Gewürzmühlenpaar, das mit seinem coolen Design in hippe Wohnungen passt, sind das Twin-Pfeffer- und Salzmühlenset von Adhoc. In die nur 13 Zentimeter hohen, modernen Mühlen aus leichtem grauem und schwarzem Kunststoff passen ganze 80 Gramm Pfeffer – sie sind also eher ein Fall für Großverbraucher, will man keinen Aromaverlust riskieren.

Der Pfeffer lässt sich mit wenig Kraftaufwand mahlen, allerdings nur in feiner bis mittelgrober Körnung: Bevor man den Drehknopf, der am Kopf der Mühle sitzt, für den stückigen Mahlgrad ausreichend herausschrauben kann, ist er schon abgefallen. Für den Preis hätten wir mehr erwartet – zumal der Hersteller mit Sitz in Mannheim auch keine verlängerte Garantie aufs Keramikmahlwerk gewährt.

Da das Mahlwerk im Kopf sitzt, krümelt die Mühle nicht auf den Tisch – nicht einmal, wenn sie umfällt oder wenn man sie irgendwohin mitnimmt, da sie mit einem fest sitzenden Holzdeckel versehen ist. Der Deckel kann jedoch stören, wenn man beim Kochen mit einer Hand nach der Mühle greift, zumal er keine weitere Funktion hat – im Gegensatz zum Deckel der Testmühle WMF Ceramill Trend, bei dem der Deckel zugleich der Dosierung dient.

Die Peugeot Bali Fonte ist die kurioseste Pfeffermühle in unserem Test und wirkt wie die exzentrische Globetrotter-Schwester unseres Testsiegers Clemont aus demselben Hause. Gemeinsam ist beiden Modellen das robuste Stahl-Mahlwerk, mit dem sich Pfeffer zuverlässig und gleichmäßig von pulverfein bis stückig mahlen lässt. Doch hier hören die Gemeinsamkeiten auf: Die gusseiserne Bali Fonte, die wie ein kleiner schwarzer Wehrturm aussieht, wiegt bei nur acht Zentimetern Höhe ganze 530 Gramm – und könnte glatt als Tatwaffe in einem französischen Krimi herhalten.

Die Mühle mit einer Füllmenge von nur 15 Gramm könnte beim Herunterfallen Zehen – oder die Küchenfliesen – in Mitleidenschaft ziehen und eignet sich somit eher als Tischdeko denn als praktisches Küchenutensil. Angesichts des Preises von mehr als 35 Euro können wir uns die Mühle höchstens als Geschenk vorstellen, mit dem man durchaus Eindruck schinden kann: Auch auf das Mahlwerk dieser Mühle gewährt der französische Hersteller 25 Jahre Garantie.

Le Creuset Pfeffermühle

Die orangenrote Pfeffermühle von Le Creuset hat uns optisch prima gefallen, aber beim Mahlen nicht ganz überzeugt: Der Pfeffer wird bei zugezogener Drehschraube nicht ganz so fein wie bei anderen Testmodellen und bei gelockerter Schraube nicht wirklich stückig. Wer auf unterschiedliche Körnungen verzichten kann, bekommt mit der Le Creuset jedoch eine solide, peppige Mühle im Retro-Look, die sich auch ohne Lesen der Gebrauchsanleitung intuitiv bedienen und befüllen lässt.

Auf das Keramik-Mahlwerk gewährt der französische Hersteller, der für seine bunten gusseisernen Töpfe bekannt ist, zehn Jahre Garantie. Gut gefällt uns insbesondere die lackierte Oberfläche der Kunststoffmühle, die sich leicht abwischen lässt, wenn beim Kochen mal etwas danebengeht.

WMF Trend Pfeffermühle

Die mittelpreisige WMF Ceramill Trend gehört nicht gerade zu den schönsten und erst recht nicht zu den trendigsten, dafür aber zu den funktionaleren Pfeffermühlen im Test. Das Keramik-Mahlwerk liegt im Kopf, wodurch Krümel auf dem Tisch vermieden werden. Die Pfefferkörner liegen in einer transparenten Vorratskammer aus Glas, wodurch sichtbar ist, wann nachgefüllt werde sollte – bei 60 Gramm Füllmenge nicht allzu häufig. In kleineren Haushalten sollte zugunsten des Aromas lieber nicht bis oben aufgefüllt werden.

Der Glasbehälter fühlt sich zwar hochwertiger an als Akrylglas, ist aber nicht bruchsicher. Der Mahlgrad wird per Plastik-Rädchen eingestellt, das sich nicht sehr hochwertig anfühlt. Die Mahlleistung hat uns nicht überzeugt: Auf feinem Level wird der Pfeffer nicht pulverfein gemahlen und auf der gröbsten Stufe nicht so stückig gemörsert wie bei anderen Modellen.

Auf das Keramikmahlwerk gibt’s eine Zehn-Jahres-Garantie des Herstellers. Gut gefällt uns, dass der schwarze Plastikdeckel zugleich als Dosierhilfe dient, wenn man wie von Experten empfohlen nicht über dampfenden Kochtöpfen mahlen will. Der Pfeffermühle sind bedruckte Klebe-Etiketten für gängige Gewürze beigelegt.

Rummershof Salz-Pfeffer-Kombi

Salz und Pfeffer in ein- und derselben Mühle bringt die Salz-Pfeffer-Kombimühle aus Edelstahl und Akrylglas von Rummershof unter. Die Mahlleistung der von uns mit Pfeffer getesteten Kammer war ordentlich: Auf feinstem Niveau kommt pulverfeiner Pfeffer heraus, auf gröberem Niveau gemörserter Pfeffer. Der Mahlgrad wird per Plastik-Drehschraube eingestellt, die einen nicht sehr wertigen Eindruck macht und auf gröberer Stufe abzufallen droht.

Nicht überzeugt haben uns auch die locker sitzenden Edelstahl-Deckel an beiden Ende der Mühle, die anderen Nutzern zufolge mit der Zeit ständig abfallen. Die geringe Füllmenge von maximal 25 Gramm Pfefferkörnern pro Kammer dürfte verhindern, dass der Pfeffer in den transparenten Vorratsbehältern an Aroma verliert. Theoretisch lassen sich auch beide Kammern mit Pfeffer befüllen, zum Beispiel mit unterschiedlichen Pfeffersorten – zumal Salz im Gegensatz zu Pfeffer wie eingangs erwähnt durch frisches Mahlen nicht an Aroma gewinnt.

Das Schusslicht in unserem Test ist die günstige Sendez-Pfeffermühle mit Edelstahl-Mahlwerk: Um zum Einfüllen der Pfefferkörner den Kopf der blauen Buchenholzmühle abzubekommen, mussten wir uns mit einem Hammer behelfen. Auch nach dem ersten Öffnen lässt sich der Kopf nur schwer abziehen, obwohl man bei nur zehn Gramm Füllmenge – der kleinsten in unserem Test – häufig nachfüllen müsste. Das Mahlergebnis ist auf allen Positionen der Stellschraube etwa mittelgrob, pulverfeinen oder gemörserten Pfeffer kriegt die Mühle nicht hin.

Achtung: Auf der Amazon-Verkaufsseite wirbt der Hersteller damit, dass die Mühle auch für Salz geeignet sei, was falsch ist: Salz kann Edelstahl korrodieren. Die Mühle wird ohne Gebrauchsanleitung geliefert.

Trotz des hübschen Aussehens – die Mühle gibt es in verschiedenen Farben und Größen – und dem allzu verlockenden Preis raten wir von einem Kauf ab.

Kesper Pfeffermühle

Der ökige Eindruck, den die klassische Pfeffermühle des sauerländischen Herstellers Kesper erwecken will, hat uns nicht überzeugt. Die in China hergestellte Mühle aus Gummibaumholz wirkt bei näherem Hinsehen billig verarbeitet: Die Schraube zum Einstellen des Mahlgrades wirkt nicht hochwertig, untenrum hat die Mühle eine weiße Plastikabdeckung. Der Mühlenkopf, der zum Nachfüllen abgenommen werden muss, lässt sich nur mit einigem Kraftaufwand wieder aufsetzen. Die Mahlleistung ist okay bei feiner und mittelgrober Körnung, an stückigem Pfeffer scheitert die Mühle jedoch.

Der Hersteller wirbt damit, dass das verwendete Gummibaumholz aus Plantagenanbau zur Gewinnung von Naturkautschuk stammt, liefert jedoch kein Umweltzertifikat. Außerdem steht die südostasiatische Kautschuk-Plantagenwirtschaft in der Kritik. Der Preis ist bei diesem Produkt einfach zu günstig, um Qualität und ein reines Umweltgewissen zu liefern.

Die Ikea 365+ Ihärdig-Pfeffermühle ist der Preisknüller in unserem Test. Sie liefert ein ordentliches Mahlergebnis, wenngleich der Pfeffer auf der feinsten Position nicht wirklich pulverfein gerät. Dafür bekommt die Mühle auf gröbster Position problemlos stückigen Pfeffer hin. Steckengebliebene Körner erschweren jedoch das Zurückstellen auf die feine Position.

Für den Preis erfüllt die Mühle ihren Zweck recht ordentlich. Allerdings würden wir sie nicht auf den Tisch stellen wollen, dafür ist sie mit ihrem dicken schwarzen Plastikkopf einfach zu klobig.

Die Füllmenge von 85 Gramm im transparenten Glasbauch, die das Aroma der Pfefferkörner nicht optimal schützt, ist eher etwas für Großverbraucher. Zum Drehen der Mahlgrad-Stellschraube aus Plastik lässt sich die Hülle des Plastikdeckels abnehmen. Außerdem lässt sich das Mahlwerk insgesamt abschrauben und auf andere Gewürzgläser derselben Linie setzen (Achtung: Auch die anderen Gewürze sollte man dem Aroma zuliebe möglichst schnell aufbrauchen). Durch das obenliegende Mahlwerk gibt es keine Krümel.

Die Hammershøi Pfeffermühle des beliebten dänischen Keramikherstellers Kähler war unser Testkandidat mit dem sympathischsten Design. Allerdings ist uns die Bruchgefahr des Keramik-Drehkopfs beim Hantieren in der Küche zu groß – und zugleich die Bedienung des Plastik-Drehreglers zur Einstellung des Mahlgrads am unteren Ende der Holzmühle zu umständlich, insbesondere mit fettigen Fingern.

Hat man es geschafft, den gewünschten Mahlgrad einzustellen, ist das Ergebnis zufriedenstellend: Die Mühle mit Keramikmahlwerk mahlt den Pfeffer auf feinster Stufe tatsächlich pulverfein und auf grober Stufe stückig, jedoch etwas ungleichmäßig. Außerdem droht auf grober Stufe das Einstellrädchen abzufallen.

Die mit 13 Zentimetern in unserem Vergleich mittelgroße Mühle hat eine Füllmenge von nur 15 Gramm, was selbst in einem Zwei-Personen-Haushalt häufiges Nachfüllen erfordert. Das Design ist uns bei diesem recht teuren Modell nicht funktional genug.

Liebfeld elektrische Salz- und Pfeffermühle

Die elektrischen Salz- und Pfeffermühlen von Liebfeld, die im Paar verkauft werden, sind die am einfachsten zu bedienenden Mühlen im Test: Die so genannte Kippmühle geht dank eines Sensors von alleine los, sobald man sie nach unten hält. Es gibt nicht einmal einen Ein- und Ausschalter, weshalb die Mühle auch losgehen kann, wenn man sie mal versehentlich umwirft. Praktisch ist, dass sie sich im Gegensatz zu manuellen Mühlen einhändig bedienen lässt. Durch das obenliegende Mahlwerk krümelt die Mühle unten nicht.

Das Gerät wird mit jeweils sechs Batterien betrieben, die nicht mitgeliefert werden – ein Nachteil gegenüber der zweiten elektrischen Mühle im Test von Rosenstein & Söhne, die mit USB-Akku geladen wird. Außerdem ist die Liebfeld-Elektromühle beim Mahlen lauter und hat einen irritiertend schrillen Ton. Bei der feinsten Einstellung wird der Pfeffer nicht wirklich fein gemahlen, auf gröberer Stufe werden die Pfefferstücke recht kräftig aus der Mühle geschleudert und landeten im Test jenseits des Tellers.

Die Füllmenge von 60 Gramm ist stattlich für den transparenten Akrylglasbehälter, der das Aroma der Pfefferkörner nur unzureichend schützt. Zu viele Nachteile, selbst wenn Sie eine elektrische Mühle in Erwägung ziehen sollten.

Rosenstein & Söhne Automatisch Akku-Gewürzmühle

Das elektrische Mühlenpaar von Rosenstein & Söhne lässt sich ohne jeglichen Kraftaufwand bedienen, auch einhändig. Die Pfeffermühle mit Keramikmahlwerk hat am unteren Ende einen Knopf zum Ein- und Ausschalten des Kippsensors, der versehentliches Mahlen unwahrscheinlicher macht als beim Elektro-Testmodell von Liebfeld. Das Akku der elektrischen Pfeffermühle wird per Kabel und USB-Anschluss geladen, der unpraktischerweise die LED-Leuchte verdeckt, die den Ladestand anzeigt. 

Das Mahlergebnis könnte besser sein: Auf feiner Position werden die Körner nicht so pulverfein gemahlen wie bei anderen Modellen, auf grober Position bleiben schnell Pfefferkörner am Ausgang des Mahlwerks hängen und blockieren die Mühle. Zieht man die Mahlgrad-Stellschraube aus Plastik, die am Kopf des Geräts angebracht ist, beim Einstellen der groben Körnung versehentlich heraus, lässt sie sich nicht wieder leicht zurückschrauben.

Beim Einfüllen neuer Pfefferkörner kann der Akrylglasbehälter nicht am Boden abgestellt werden, weil die Schraube im Weg ist, und muss mit einer Hand festgehalten werden. Insgesamt macht die Mühle trotz eleganten Designs keinen wertigen Eindruck.     

Die Geräte steckten als einzige Testprodukte in umweltbedenklichem Verpackungsschaum in ihren Schachteln. Der Ton ist weniger schrill als bei dem zweiten, batteriebetriebenen Elektromodell im Test, aber immer noch ziemlich laut.

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