Regenjacke Test: Regenjacke Foto: Kal Visuals / Unsplash
test
Letztes Update: 27.5.2021

Die beste Regenjacke

Wir haben 14 Regenjacken getestet, von der 30 Euro billigen Fernost-Jacke bis zur knapp 300 Euro teuren Luxusjacke. Die beste Jacke für die meisten ist die Marmot Precip Pro Eco Jacket, denn bei ihr stimmt fast alles – und sie reißt kein allzu großes Loch ins Portemonnaie.

Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 27. Mai 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

»It’s raining men!« singen die Weather Girls in ihrem Gassenhauer von 1982. Beim Blick in die Onlineshops könnte man genauso gut »It’s raining Rain Jackets!« singen, so viele tummeln sich auf den unterschiedlichsten Verkaufsplattformen. Der »Friesennerz«, vulgo Regenmantel, hat zwar durchaus noch seine Daseinsberechtigung, doch inzwischen gibt es für die verschiedensten Einsatzbereiche und Regenintensitäten die passenden Jacken – und die sind meist deutlich flexibler und leichter als ein klassischer Regenmantel.

In unserem Test haben wir den unterschiedlichsten Jacken auf das Material geschaut – von der günstigen, klein verpackbaren und nur 300 Gramm schweren Notjacke bis zum mehr als 700 Gramm schweren vollausgestatteten »Luxusmodell«.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Marmot PreCip Pro Eco

Test Regenjacke: Marmot PreCip Pro Eco
Leichte Regenjacke mit vielen Verstellmöglichkeiten, Unterarmbelüftung und gutem Wetterschutz. Tolles Preisniveau.

Bei der Marmot Precip Pro Eco Jacket stimmt auf Anhieb (fast) alles. Zuverlässige Wasserdichtigkeit, eine gefällige Verarbeitung mit verklebten Nähten, durchdachte Features wie Unterarmbelüftungen, verstellbare Armabschlüsse, gute Atmungseigenschaften und vor allem ein leichtes Gewicht. Das alles zu einem vernünftigen, nachvollziehbaren Preis. Das Gesamtpaket stimmt hier einfach!

Die Jacke lässt sich vielseitig kombinieren und taugt für den Spaziergang genauso wie für die Bergtour. Besonders schön: Bei der Herstellung kommt zum Großteil recyceltes Material zum Einsatz. Durch das kompakte Packmaß lässt sich die Jacke darüber hinaus überall mit hin nehmen und hat problemlos auch in kleineren Rucksackwinkeln Platz.

Für Qualitätsbewusste

Patagonia Calcite Jacket

Test Regenjacke: Patagonia Calcite
Sehr sauber verarbeitete, leichte und zuverlässige Jacke mit klarem Fokus auf Funktionalität. Für den sportlichen, alpinen Einsatz gedacht.

Die Patagonia Calcite Jacket ist Understatement pur. Da ist kein Detail zu viel dran und kein Detail zu wenig. Dafür verfügt sie als einzige Jacke im Testfeld über eine zuverlässige Gore-Tex Membran. Das bedeutet zum einen einen lang anhaltenden, zuverlässigen Nässeschutz, den so keine andere Jacke im Test bietet.

Zudem ist die Jacke besonders atmungsaktiv eignet sich damit auch für anspruchsvollere, schweißtreibende Bergtouren. Die klein verpackbare und schön verarbeitete Jacke schlägt dafür auch mit rund 230 Euro zu Buche – was sich aber auf Dauer auch auszahlt.

Öko-Tipp

Vaude Me Rosemoor Jacket

Test Regenjacke: Vaude  Me Rosemoor Jacket
Nachhaltig produzierte, modische und elegante Regenjacke mit schöner Verarbeitung und detailverliebtem Design.

Die Vaude Me Rosemoor Jacket hat uns auf Anhieb begeistert. Die Jacke ist ein Hybrid aus Outdoor-Funktionsjacke und stylischer, urbaner Regenjacke. Viele Pluspunkte sammelt sie durch ihre umweltfreundliche, nachhaltige Herstellung. Durch das weiche, flexible und anschmiegsame sowie optisch ansprechende Obermaterial trägt sich die Jacke darüber hinaus sehr angenehm.

Nicht zu vergessen: Natürlich verfügt die Rosemoor Jacket aufgrund ihrer Ceplex-Active-Membran auch über eine ausgezeichnete Wasserdichtigkeit und ein besseres Atmungsverhalten als das Gros der Jacken.

Leicht & klein

Highlander Stow&Go-Jacket

Test Regenjacke: Highlander Stow&Go-Jacket
Günstige, klein verpackbare Wetterschutzjacke mit geringem Gewicht. Beste Not-Regenjacke im Test.

Auf der Suche nach einer klein verpackbaren, günstigen und ausreichend dichten Regenjacke für kurze Regenschauer oder Notfälle? Dann ist die Highlander Men’s Stow&Go Jacket Gold wert! Sie ist schöner und detailreicher verarbeitet als die testinterne Konkurrenz (in Form der McKinley Kereol III Jacket), lässt sich in ihrem Beutel angenehm klein verpacken und wiegt nur rund 300 Gramm.

Die haltbarste Jacke ist die Highlander Men’s Stow&Go Jacket sicher nicht, wer sie jedoch nicht gleich im Dauereinsatz hat und nur was zum schnell überziehen sucht, wird mit dem Winzling glücklich!

Umfangreichste Ausstattung

Jeff Green Hasvik

Test Regenjacke: Jeff Green Hasvik
Wertige, schwer gearbeitete, detailverliebte und umfassend ausgestattete Regen- und Wetterjacke. Eher für Wanderungen und Alltags-Wetterschutz als für sportliche Aktivitäten gedacht.

Hat man vorher die anderen Jacken im Testfeld in den Händen gehabt, wirkt die Jeff Green Hasvik Jacke wie eine vollausgestattete Luxuslimousine. Was die Anzahl der Details, Taschen und Bedienelemente angeht, reicht der Jeff Green kein anderes Modell das Wasser.

Zwar ist sie mit mehr als 700 Gramm auch die schwerste Jacke im Test, dafür bekommen alle, die weniger auf leichtes Gewicht und Packmaß Wert legen, sondern den Fokus eher auf eine robuste Jacke für Spaziergänge und Wanderungen richten, eine zuverlässigen Begleiterin.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür QualitätsbewussteÖko-TippLeicht & kleinUmfangreichste Ausstattung
Marmot PreCip Pro Eco Patagonia Calcite Jacket Vaude Me Rosemoor Jacket Highlander Stow&Go-Jacket Jeff Green Hasvik Patagonia Torrentshell 3L Helly Hansen Seven J Columbia Pouring Adventure II Jack Wolfskin Stormy Point Jacket The North Face Resolve 2 Jacket CMP 39X7367 Puma Men's teamGoal Core Rain Jacket McKinley Kereol III Jacket Donhobo Men's Rain Jacket
Test Regenjacke: Marmot PreCip Pro EcoTest Regenjacke: Patagonia CalciteTest Regenjacke: Vaude  Me Rosemoor JacketTest Regenjacke: Highlander Stow&Go-JacketTest Regenjacke: Jeff Green HasvikTest Regenjacke: Patagonia  Torrentshell 3LTest Regenjacke: Helly Hansen Seven JTest Regenjacke: Columbia Pouring Adventure IITest Regenjacke: Jack Wolfskin Stormy Point JacketTest Regenjacke: The North Face Resolve 2 JacketTest Regenjacke: CMP 39X7367Test Regenjacke: Puma Men’s teamGOAL Core Rain JacketTest Regenjacke: McKinley  Kereol III JacketTest Regenjacke: Donhobo Men's Rain Jacket
Pro
  • Leicht und klein verpackbar
  • Atmungsaktiv
  • Sehr gute Ausstattung
  • Kleines Packmaß
  • Schöne Nahtverklebung
  • Beste Verarbeitung im Test
  • Verstellbare Kapuze und Ärmelbündchen
  • Unterarmbelüftung
  • Schnörkellose, funktionale Ausstattung
  • Atmungsaktives GoreTex
  • Vielseitig einsetzbar
  • Elegantes Design
  • Nachhaltige Herstellung
  • Große Taschenauswahl
  • Sehr komfortables und anschmiegsames Innenmaterial
  • Kleines Packmaß
  • Leichtes Gewicht
  • Auffälliges Design
  • Tolles Packmaß
  • Nahtverklebung
  • Sehr detailreich
  • Praktische Ausstattung
  • Wertige, robuste Haptik
  • Unterarmbelüftung
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schöne Verarbeitung
  • Praktische Ausstattung
  • Verschweißte Nähte
  • Atmungsaktiv
  • Aus recyceltem Material
  • Robuste Verarbeitung
  • Praktische Ausstattung
  • Zweite Innenlage aus Mesh/Polyamid
  • Atmungsaktiv
  • Ansehnliche Verarbeitung
  • Mesh-Innenmaterial
  • Klettverschluss an den Ärmelbündchen
  • Verstellbare Kapuze
  • Atmungsaktiv
  • Angenehm breiter, kuscheliger Fleece-Kragen
  • Einrollbare, fixierbare Kapuze
  • Gute, dauerhaft wasserabweisende Eigenschaften
  • Mesh-Innenmaterial
  • Atmungsaktiv
  • Unkompliziertes Handling
  • Verstellbare, in Kragen einrollbare Kapuze und Fleece-Kragen
  • Komfortables Innenmaterial
  • Kinnschutz aus Fleece und Wind-Abdeckleiste
  • Atmungsaktiv
  • Angenehm weicher Stoff
  • Mesh-Innenfutter
  • Abnehmbare, verstellbare Kapuze
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Wind-Abdeckleiste
  • Angenehm leicht und flexibel
  • Mesh-Innenmaterial
  • Flexibles Material
  • Tolle Passform
  • Reflektierende Elemente
  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
  • In Seitentasche verpackbar
  • Preis-Leistung OK
  • Innenmaterial aus Mesh
  • Günstig
  • Verstellbare Ärmelbündchen
  • Abnehmbare Kapuze
  • Wärmendes Futter
Contra
  • Etwas filigrane Verarbeitung
  • Trägt sich direkt auf der Haut "klebrig"
  • Für den Preis wenig Details
  • Relativ schwer
  • Fragwürdige Haltbarkeit
  • Fragwürdige langfristige Wasserdichtigkeit
  • Keine Atmungsaktivität
  • Schwerste Jacke im Test
  • Steifes Material
  • Eingeschränkte Atmungsaktivität
  • Steifes Material
  • Keine Unterarmbelüftung
  • Relativ schwer
  • Filigraner Hauptreißverschluss
  • Klettverschluss an den Ärmelbündchen
  • Keine Unterarmbelüftung
  • Kein Klettverschluss an den Ärmelbündchen
  • Kapuze nur unzureichend verstellbar
  • Keine Unterarmbelüftung
  • Für das Gebotene relativ schwer
  • Nur Stretch-Bündchen an den Ärmeln
  • Keine Unterarmbelüftung
  • Angesichts weniger Details schwer
  • Fragwürdige langfristige Wasserdichtigkeit
  • Eingeschränkte Atmungsaktivität
  • Fragwürdige langfristige Wasserdichtigkeit
  • Wenig Details und Verstellmöglichkeiten
  • Nur Stretch-Bündchen
  • Eingeschränkte Atmungsaktivität
  • No-Name-Reißverschluss
  • Nur Stretch-Armbündchen
  • Fragwürdige Verarbeitung
  • Fragwürdige langfristige Wasserdichtigkeit
  • Weder Unterarmbelüftung noch Atmungsaktivität
  • Billiger Eindruck
  • Hakeliges Innenfutter
  • Weder Unterarmbelüftung noch Atmungsaktivität
  • Rechteckiger Schnitt
  • Schwer
Bester Preis
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MembrantypEigenmarke (NanoPro)Gore-TexEigenmarke (Ceplex Active)k.A.k.A.Eigenmarke (H²No)Eigenmarke (Helly Tech)Eigenmarke (Omni-Tech)Eigenmarke (Texapore)Eigenmarke (Dryvent)k.A.k.A.k.A.k.A.
Gewicht306 g410 g572 g302 g742 g420 g526 g414 g556 g470 g434 g360 g322 g642 g
Getestete GrößeLML (52)L52LLLLL50LLL
ReißverschlusstypYKK (mittelgroß)YKK (mittelgroß)YKK (mittelgroß)No Name (YKK-Fake)Zweiläufiger YKK (mittelgroß) mit DichtlippeYKK (mittelgroß)YKK (klein)YKK (klein)YKK (mittelgroß)YKK (mittelgroß)No Name (YKK-Fake)YKK (Puma-gebrandet)No Name (YKK-Fake)No Name (YKK-Fake)
TaschenZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche Eingrifftaschen, BrusttascheZwei seitliche Eingrifftaschen, zwei BrusttaschenZwei seitliche Eingrifftaschen, zwei InnentaschenZwei seitliche Eingrifftaschen, Brusttasche, Innentasche mit MedienausgangZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche Eingrifftaschen, BrusttascheZwei seitliche Eingrifftaschen, Netz-InnentascheZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche EingrifftaschenZwei seitliche Eingrifftaschen, Klett-Innentasche
Material:Außenmaterial: 100% Polyamid
Innenmaterial: 100% Polyester
100% PolyesterAußenmaterial: 100% Polyester
Membran: 100% Polyurethan
Innenmaterial: 100% Polyamid
Mesh-Einsätze: 100% Polyester
100% Polyamid100% Polyamid100% PolyamidAußenmaterial: 100% Polyester
Rückmaterial: 100% Polyurethan
Innenmaterial: 100% Polyester
Einsatz: 100% Polyamid
Außenmaterial: 100% Polyamid
Innenmaterial: 100% Polyamid
Einsätze innen: 100% Polyester
100% PolyesterAußenmaterial: 100% Polyamid
Innenmaterial: 100% Polyester
100% Polyester100% PolyesterAußenmaterial: 100% Polyamid
Innematerial: 100% Polyester
100% Polyester
Hergestellt in:VietnamVietnamMyanmarChinaChinaVietnamChinaBangladeschMyanmarBangladesch"Produkt in Nicht-EU-Ländern hergestellt"VietnamBangladeschChina

Kurze Jackentheorie: Von Gore-Tex bis Unterarmbelüftung

Was zeichnet eine gute Regenjacke aus? Richtig: Sie ist in erster Linie wasserdicht. Oder sollte es zumindest sein. Die Hersteller setzen auf die unterschiedlichsten Technologien, um Wasser abzuwehren. Mit am effektivsten sind seit Jahrzehnten die unterschiedlichen Membrantypen der Marke Gore-Tex. In Tests haben sie im Vergleich zu anderen Membranen mit die beste Performance gezeigt.

Die Membran ist entscheidend

Soll bedeuten: Sie lassen Feuchtigkeit schnell entweichen und bieten gleichzeitig besten Wetterschutz. Im Test ist nur eine einzige, nämlich die teuerste Jacke mit Gore-Tex ausgestattet. Patagonia hat seine Calcite Jacket mit Gore Tex Paclite Plus ausgestattet, einer sehr leichten Membranvariante. Die meisten anderen Hersteller setzen auf Eigenentwicklungen, die mehr oder weniger überzeugen konnten – mit am besten sind sicherlich die Nano-Pro-Technologie bei Marmot, Vaudes Ceplex Active-Membran sowie Columbias Omnitech.

Regenjacke Test: Regenjacke

Dabei ist es so, dass einige Hersteller eine Membran einsetzen, also ein atmungsaktives Material, andere nicht. Die günstigsten Jacken im Test (z. B. von Mc Kinley) werden einfach nur aus einer beschichteten Textilschicht hergestellt, die zwar Wasser abweist, aber nicht atmungsaktiv ist.

Das Thema PFC ging die letzten Jahre durch die Medien. Die per- und polyfluorierten Chemikalien stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Daher werben immer mehr Hersteller mit der PFC-Freiheit ihrer Produkte, der eine mehr, der andere weniger auffällig. In der Regel weisen die Hersteller auf der Verpackung bzw. auf Schildchen darauf hin, dass sie bei der Herstellung ihres Produkts auf PFC verzichten, zum Beispiel Vaude.

Beim Imprägnieren sollte man sich an die Hersteller­angaben halten

Eine wasserdichte Membrane ist das eine, die Imprägnierung das andere. Viele hochwertigere Jacken verfügen über eine »Durable Water Repellent« (DWR)-Imprägnierung. So durable (dt.: dauerhaft) die Imprägnierung jedoch auch sein mag, irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man Jacken nachimprägnieren muss. Bei der Auswahl des richtigen Imprägniersprays sollte man sich, sofern sie vorhanden sind, genau an die Herstellerangaben halten. Das gilt übrigens auch für das Waschen!

Die Ausstattung einer Regenjacke ist das A und O. Zum Standard sollten eine verstellbare Kapuze, per Klett verstellbare Ärmelabschlüsse und ein Kordelzug im Hüftsaum gehören. Zwei Seitentaschen sind ebenfalls wünschenswert. Im Test fanden sich Jacken, die nicht einmal diese Vorgaben erfüllen – manche Hersteller sparen schon an den verstellbaren Ärmelabschlüssen.

Die weitere technische Ausstattung der Jacken variiert zum Teil beträchtlich. Hersteller, die mitdenken, versehen ihre Jacken mit Unterarmbelüftungen, die für eine verbesserte Ventilation sorgen. Eine Abdeckung des Frontreißverschlusses hält zudem störenden Luftzug ab. Ist die Kapuze nicht nur eindimensional verstellbar, sondern auch raffbar, lässt sie sich noch besser dem Kopf anpassen und macht Bewegungen mit.

Regenjacke Test: Alle
Alle 14 Regenjacken in unserem Test 01/2021.

So haben wir getestet

Allen 14 Regenjacken wurde während der mehrmonatigen Testperiode genauestens auf die Membran geschaut, soweit überhaupt eine vorhanden war. Dabei wurde nicht nur bewertet, wie sich die Jacken im Regen machen, sondern auch, wie sie auf Kälte, Wind und andere Umwelteinflüsse reagieren.

Interessant war insbesondere, welche Details und welche Ausstattung die Jacken zum jeweiligen Preis an Bord haben, ob sie umweltfreundlich hergestellt wurden und wie der Schnitt ausfällt.

Regenjacke Test: Marmot (1)

Testsieger: Marmot Precip Pro Eco Jacket

Welche Anforderungen stellt man an eine Regenjacke? Sie soll dichthalten, leicht und dezent gestaltet sein, durchdachte Features haben und möglichst lange halten. Wenn sie dann noch umweltfreundlich hergestellt ist und der Preis stimmt, umso besser. Die Marmot Precip Pro Eco Jacket erfüllt alle diese Attribute und räumt damit den Testsieg ab.

Testsieger

Marmot PreCip Pro Eco

Test Regenjacke: Marmot PreCip Pro Eco
Leichte Regenjacke mit vielen Verstellmöglichkeiten, Unterarmbelüftung und gutem Wetterschutz. Tolles Preisniveau.

Gleichmal vorweg: Marmot hat die Precip Jacket schon seit Jahrzehnten im Programm. Sie wurde von Jahr zu Jahr überarbeitet, verbessert, überdacht. Am Ende dieser Entwicklung steht ein vollständig ausgereiftes Produkt. Zudem ist Marmot im Falle des neuesten Mitglieds der Precip-Familie auch dem Öko-Zug aufgesprungen und achtet auf eine nachhaltige Herstellung. Besonders gefallen hat uns das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses zum Großteil aus recyceltem Material hergestellten Produkts.

Sehr gute Ausstattung

Die Jacke bietet für 120 Euro (UVP) ein erstaunlich breites Spektrum an Features: Unterarmbelüftungen, YKK-Verschluss mit Kinnschutz, mehrfach verstellbare, raffbare Kapuze, per Klett verstellbare Ärmelbündchen, geräumige Seitentaschen. Mit 306 Gramm (Größe L) ist sie zudem die zweitleichteste Jacke im Test und lässt sich klein verpacken.

1 von 5
Regenjacke Test: Marmot (2)
Marmot ist ein altgedienter Hersteller von Outdoorbekleidung.
Regenjacke Test: Marmot (3)
Die Jacke ist leicht, das Innenmaterial glatt.
Regenjacke Test: Marmot (5)
Praktisch sind die langen Klettverschlüsse an den Ärmelabschlüssen.
Regenjacke Test: Marmot (6)
Marmot legt Wert auf kleine Details wie den Kordelzug an der Kapuze ...
Regenjacke Test: Marmot (7)
...die sich vielseitig verstellen lässt.

Sie besticht durch ihre Kombinierbarkeit. Egal, ob man sie über einem Fleece-Pulli und Funktionsunterwäsche auf einer herausfordernden Tour anzieht oder nur kurz überwirft, um mit dem Hund Gassi zu gehen oder mit dem Rad zum Bäcker zu fahren – die Pro Eco Jacket ist eine leichte, vielseitige Begleiterin, die schnell zur Hand ist und schnell trocknet.

Marmot hat hier zweifelsohne den richtigen Mittelweg zwischen Detailreichtum und Gewicht gefunden. Im Vergleich zum Modell von Jeff Green wiegt die Marmot weniger als die Hälfte, hat aber trotzdem alles an Bord, um sie zu einer auch bei Wind und unwirtlichen Verhältnissen gut funktionierenden Jacke zu machen.

Marmot Precip Eco Jacket im Testspiegel

Der Outdooractive-Blog hat die Marmot Precip Pro Eco Jacket ebenfalls getestet und urteilt:

»Als reine Regenjacke hat mich die Marmot PreCip ECO total überzeugt. Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Tragekomfort sind bei dieser Jacke stimmig. Auch den Preis von 120 € finde ich an dieser Stelle gerechtfertigt.«

Das amerikanische Gear Lab hat die Marmot Precip Pro Eco Jacket ebenfalls unter die Lupe genommen:

»The Marmot PreCip Eco Jacket is a time tested piece of weather protection that has been produced for over 20 years. It still packs quite a punch for its price tag. It’s light enough to carry on extended backpacking and climbing trips, and it’s sufficiently ventilated for high energy activities, especially as a price-pointed model.«

Alternativen

Die Marmot Precip Pro Eco Jacke hat uns zwar in Sachen Preis-Leistung voll überzeugt, es finden sich jedoch auch noch andere Modelle im Testfeld, die wir empfehlen können.

Für Qualitätsbewusste: Patagonia Calcite Jacket

Die Patagonia Calcite Jacket ist die wohl verlässlichste Jacke im Test. Warum wir das behaupten? Als einziges Modell hat die Jacke der US-amerikanischen Kultmarke eine Gore-Tex-Membran an Bord. Nichts gegen andere Membranen und Eigenentwicklungen, doch Gore Tex bürgt am Ende dann doch für Qualität und für ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Das haben wir auch im Test gemerkt, denn die Jacke hält auch bei intensivem Regen zuverlässig dicht – und das über Stunden.

Für Qualitätsbewusste

Patagonia Calcite Jacket

Test Regenjacke: Patagonia Calcite
Sehr sauber verarbeitete, leichte und zuverlässige Jacke mit klarem Fokus auf Funktionalität. Für den sportlichen, alpinen Einsatz gedacht.

Dabei richtet sich Patagonia mit der Calcite Jacket an Puristen, denn es ist alles Nötige an Bord, aber auch nicht übermäßig viel Ausstattung. Unterarmbelüftung, Eingrifftaschen, Brusttasche, ein hoher Kragen an der regulierbaren Kapuze – das war’s im Großen und Ganzen. Die Jacke punktet zudem mit einer sehr schönen Verarbeitung und einem bestechenden Design, die sie zu einem echten Hingucker macht. Da kann ihr keine andere Jacke im Test das Wasser reichen.

Für den Einsatz im Zwiebelprinzip ist sie geradezu perfekt geeignet – ein Funktionsshirt und einen Fleece-Pullover unter die Patagonia Calcite Jacket gezogen, und schon hat man einen vielseitig kombinierbaren Wetterschutz. Im Sommer wirft man sie einfach über das Funktions-T-Shirt, wenn ein Gewitter naht.

1 von 6
Regenjacke Test: Patagonia (2)
Schön gelb: Die Patagonia Calcite Jacket sticht sofort ins Auge.
Regenjacke Test: Patagonia (3)
Der Kragen ist sehr hoch geschnitten, die Jacke bietet mit den besten Wetterschutz im Test.
Regenjacke Test: Patagonia (4)
Die Reißverschlüsse verfügen bei der Patagonia Calcite Jacket über Dichtlippen.
Regenjacke Test: Patagonia (1)
Unterarmbelüftungen fehlen ebenso wenig ....
Regenjacke Test: Patagonia (5)
... wie zuverlässige Klettverschlüsse an den Ärmelenden ...
Regenjacke Test: Patagonia (6)
... und eine gut verzurrbare Kapuze.

Wohl fühlt sich die Patagonia Calcite Jacket jedoch insbesondere beim härteren Outdoor-Einsätzen, also beim Bergsteigen, bei Hochtouren, bei anspruchsvollen Wanderungen oder anderen regenintensiven Aktivitäten im Freien. Mit 410 Gramm ist sie nicht zuletzt angenehm leicht und lässt sich zum Verstauen in die eigene Kapuze einrollen. Das für Patagonia so typische, schnörkellose Uni-Design hätte eigentlich nochmal eine eigene Auszeichnung verdient. Wir wollen ihr daher auch ein wenig Lifestyle-Tauglichkeit nicht absprechen – ein absolutes Liebhaberstück!

Öko-Tipp: Vaude Me Rosemoor Jacket

Die Vaude Me Rosemoor Jacket ist eines dieser Sofort-Wohlfühlmodelle. Wobei diese etwas saloppe Beschreibung der Jacke sicher nicht gerecht wird, denn Vaude hat jede Menge Hirn in die Entwicklung der Rosemoor Jacket gesteckt.

Öko-Tipp

Vaude Me Rosemoor Jacket

Test Regenjacke: Vaude  Me Rosemoor Jacket
Nachhaltig produzierte, modische und elegante Regenjacke mit schöner Verarbeitung und detailverliebtem Design.

Der Fokus liegt wie bei vielen anderen Vaude-Produkten auf einer nachhaltigen Herstellung. Die Jacke ist nicht nur umweltfreundlich wasserabweisend, bei der Herstellung wurde zum Teil auch auf recycelte Materialien zurückgegriffen. Vaudes hauseigene Ceplex-Active-Membran sorgt zudem für einen lang anhaltend guten Wetterschutz – die Technologie hat sich bei zahllosen anderen Vaude-Produkten bewährt.

Bei aller Umweltfreundlichkeit bringt die Jacke trotzdem alles mit, was eine vollausgestattete Regenjacke braucht. Klettverschlüsse an den Ärmelenden, verstellbare Kapuze, zwei Brust- und zwei Seitentaschen.

1 von 8
Regenjacke Test: Vaude (1)
Bei der Vaude Rosemoor Jacket steht nachhaltige Herstellung an erster Stelle.
Regenjacke Test: Vaude (2)
In Sachen Details ...
Regenjacke Test: Vaude (4)
... lässt sich Vaude nicht lumpen.
Regenjacke Test: Vaude (7)
Schönes, weiches Innenmaterial ...
Regenjacke Test: Vaude (8)
... trifft auf Ton-in-Ton Details.
Regenjacke Test: Vaude (3)
Die Ceplex-Active-Membran hält Feuchtigkeit draußen und ist atmungsaktiv.
Regenjacke Test: Vaude (5)
Eine modische Gestaltung ...
Regenjacke Test: Vaude (6)
... macht die Jacke zu einem optischen Leckerbissen.

Was bei der Rosemoor Jacket besonders heraussticht, sind das Design und der Schnitt. Die von uns getestete Jacke kam in einem dezenten Grünton aus dem Karton, der Schnitt bietet viel Bewegungsfreiheit. Die Sportjacke trägt sich somit fast wie ein Mantel. Das Material fasst sich weich, aber nicht zu filigran an, der Stoff ist flexibel, das Innenmaterial angenehm. Damit richtet sich die Jacke an alle, die eine Jacke suchen, die für den urbanen Einsatz und Spaziergänge genauso geeignet ist wie für Wanderungen.

Zwar gehört die Vaude Me Rosemoor Jacket nicht zu den leichtesten Modellen, angesichts der Ausstattung sind die 572 Gramm jedoch noch absolut im Rahmen. Uns hat das Gesamtkonzept dieses Multifunktionsmodells jedenfalls sehr gut gefallen. Sie bekommt daher unseren Öko-Tipp!

Leicht & klein: Highlander Stow&Go Jacket

Die Highlander Stow&Go Jacket war eine kleine Überraschung. Die Jacke ist nicht nur eine der günstigsten, sondern auch die leichteste Jacke im Test. Nur wenig mehr als 300 Gramm bringt sie auf die Waage – und lässt sich noch dazu im mitgelieferten Säckchen angenehm klein verpacken.

Leicht & klein

Highlander Stow&Go-Jacket

Test Regenjacke: Highlander Stow&Go-Jacket
Günstige, klein verpackbare Wetterschutzjacke mit geringem Gewicht. Beste Not-Regenjacke im Test.

Was die Jacke jedoch von der leichtgewichtigen Konkurrenz abhebt, ist ihr Ausstattungsreichtum. So ist eine verstellbare Kapuze ebenso an Bord wie per Klettverschluss verstellbare Ärmelbündchen. Schön ist auch die Versteifung an der Kapuzenfront – hier hat jemand mitgedacht! Die Reißverschlüsse sind zwar No-Name, dafür aber erstaunlich leichtgängig.

1 von 6
Regenjacke Test: Highlander (3)
Die Highlander Stow&Go-Jacket ist das Leichtgewicht unter den Testjacken.
Regenjacke Test: Highlander (1)
Die Firma stammt aus Schottland, die Jacke wird jedoch in Fernost hergestellt.
Regenjacke Test: Highlander (2)
Für eine 40-Euro-Jacke ...
Regenjacke Test: Highlander (4)
... verfügt die Stow&Go-Jacket ...
Regenjacke Test: Highlander (5)
... über viele Details.
Regenjacke Test: Highlander (7)
Sie lässt sich zudem angenehm klein verpacken.

Im Gegensatz zu einigen teureren Jacken hat das Modell des aus Schottland stammenden Herstellers sogar eine verstellbare Kapuze an Bord, die Lüftungsöffnungen am Rücken sorgen für angenehme Ventilation. Was die angebliche Atmungsaktivität angeht, sollte man indes nicht zu viel erwarten. Wird es wärmer, stößt das Material schnell an seine Grenzen.

Gefallen hat uns wiederum das Design. Herrscht bei anderen Herstellern tristes schwarz-in-schwarz vor, war unsere Testjacke auffällig rot – für eine Notjacke nicht das schlechteste Feature. Farblich abgesetzte Reißverschlüsse und Applikationen bieten auch was für’s Auge. Im harten Dauereinsatz wird die Jacke sicherlich früher oder später an ihre (Verarbeitungs-)Grenzen stoßen. Als gelegentlich eingesetzte Notjacke hat uns die Highlander Stow&Go Jacket im Test jedoch voll überzeugt.

Umfangreichste Ausstattung: Jeff Green Hasvik Jacket

Die Jeff Green Hasvik Jacket ist eine Wucht – und das nicht nur beim Gewicht. Die Jacke ist mehr als 700 Gramm schwer, dafür aber auch so umfassend ausgestattet wir keine andere im Test. Das robuste, steife Material macht einen sehr wertigen Eindruck, die Kapuze ist verstell- und abnehmbar.

Umfangreichste Ausstattung

Jeff Green Hasvik

Test Regenjacke: Jeff Green Hasvik
Wertige, schwer gearbeitete, detailverliebte und umfassend ausgestattete Regen- und Wetterjacke. Eher für Wanderungen und Alltags-Wetterschutz als für sportliche Aktivitäten gedacht.

Dazu kommen Unterarmbelüftungen, ein praktische, lange Klettverschlüsse an den Ärmelenden sowie eine große Taschenauswahl. Seitliche Eingrifftaschen sind ebenso an Bord wie eine Brusttasche und eine Innentasche mit Kopfhörerausgang. YKK-Reißverschlüsse mit Dichtlippe zeugen von der Detailverliebtheit der Produktentwickler. So leicht gibt es hier keine Wassereinbrüche!

Jeff Green verwendet bei der Hasvik Jacket zwar keine Markenmembran, bei einem Regenguss perlt die Nässe jedoch zuverlässig ab. Was die Atmungsaktivität angeht, hinkt die Jacke klassischen Outdoor-Marken wie Patagonia, Marmot oder Columbia in unseren Augen jedoch hinterher. Wer hier beim Sport so richtig Gas gibt, gerät schnell ins Schwitzen.

1 von 7
Regenjacke Test: Jeff Green (1)
Die Jeff Green Hasvik Jacket ist die vollausgestattete Limousine unter den Testjacken.
Regenjacke Test: Jeff Green (2)
Eine Unterarmbelüftung ist hier ebenso an Bord ..
Regenjacke Test: Jeff Green (3)
... wie verschweißte Reißverschlüsse ...
Regenjacke Test: Jeff Green (4)
... und eine abnehmbare Kapuze.
Regenjacke Test: Jeff Green (5)
Dazu punktet sie mit schönen Details wie dem reflektierenden Print an der Kapuze, ...
Regenjacke Test: Jeff Green (6)
... schönen Klettverschlusslösungen ...
Regenjacke Test: Jeff Green (7)
... und einem Fleece-Kragen.

Mit der Jacke wendet sich der Hersteller auch weniger an Sportler, Zielgruppe sind eher Alltagsanwender, die eine wärmende, durchaus auch für die Übergangszeiten taugliche Jacke mit einer tollen Ausstattung suchen. Überzeugt hat uns hingegen der Preispunkt der Hasvik Jackets – für (maximal) 150 Euro erhält man hier erstaunlich viel Ausstattung. Das Modell ist sicher nichts für gewichtsbewusste Minimalisten, wem der Faktor Gewicht jedoch egal ist, der wird hier fündig.

Jeff Green stammt übrigens aus Friesland – das merkt man diesem »Friesennerz« auch vom Schnitt her an. Die Ärmel sind angenehm lang, der Kragen hoch. Die perfekte Jacke also für nasskaltes, windiges Wetter! Gefüttert ist die Jeff Green Hasvik Jacket zwar nicht, das recht dicke Material macht sie jedoch zum wärmsten Testkandidaten.

Außerdem getestet

Patagonia Torrentshell 3L

Im Falle der Patagonia Torrentshell 3L Jackets haben wir uns ehrlich gesagt schwer getan. Zum einen wäre da der gute Ruf von Patagonia – die Marke zählt zu den Vorreitern in der Fertigung umweltfreundlicher Outdoor-Bekleidung. Zum anderen ist die Jacke überaus sinnig ausgestattet. Die dreilagige, Patagonia-eigene H²No-Membran ist atmungsaktiv, wehrt auch strömenden Regen zuverlässig ab und der Schnitt ist Patagonia-typisch athletisch. Ähnlich der Marmot Precip Pro Eco Jacket ist übrigens auch die Torrentshell schon vergleichsweise lange im Patagonia-Sortiment und entsprechend bewährt. Zudem hinterlässt sie im gesamten Testvergleich mit den robustesten Eindruck.

Warum landet die Jacke also nicht auf den vorderen Plätzen? Dafür ist zum einen das bestechend simple, gefällige Design der unmittelbaren test-und firmeninternen Konkurrenz, der Patagonia Calcite Jacket, verantwortlich. Zwar ist auch die Patagonia Torrentshell schön »straight« designt, hat aber Ende doch mehr Nähte und sieht in der Gesamtansicht etwas »unruhiger« aus. Im Vergleich zum Testsieger, der Marmot Precip Pro Eco Jacket, ist die Torrentshell Jacket zudem etwas schwerer und der Stoff relativ unflexibel. Auch der Preispunkt liegt im Vergleich zu Marmot etwas weiter oben.

Wie dem auch sei: Die Patagonia Torrentshell 3L Jacket hat den Sprung auf’s Podest nur knapp verpasst – und wird sicher trotzdem ihre Käufer finden. Die Features stimmen von oben bis unten: vielfach verstellbare Kapuze, per Klett verstellbare Armabschlüsse, Unterarmbelüftungen, geräumige Seitentaschen. Es sind lediglich Details, an denen es in diesem Fall scheitert.

Helly Hansen Seven J

Ahh, was für eine optische Wohltat! Der Helly Hansen Seven J Jacket merkt man sofort an, wo sie herkommt: aus Skandinavien. Ein zurückhaltendes, flächiges, zeitloses Design mit wenigen Nähten, gerader Linienführung und auf das Wesentliche reduzierten Details trifft auf hochwertiges Material mit guten Wetterschutzeigenschaften.

Was die Features angeht, ist hier nicht zu viel dran – und nicht zu wenig. Besonders gut haben uns die langen Klettverschlüsse an den Ärmelabschlüssen gefallen. Andere Hersteller sparen hier gerne an der Länge. Die Marke kommt aus dem Segelsport und weiß, wie wichtig es ist, störende Zugluft aus der Kleidung auszusperren. Die Jacke ist angenehm weit geschnitten, somit lassen sich mehrere Lagen problemlos drunterziehen. Die Kapuze bietet ebenfalls ausreichend Raum für eine dicke Mütze und schützt perfekt vor kaltem, windigem Wetter. Die Jacke verfügt zwar über keine Marken-Membran, die Helly-Tech-Protection-Technologie hinterlässt jedoch bei den ersten Regengüssen einen recht verlässlichen Eindruck.

Zieht man die Jacke an, gleicht das einem kleinen Aha-Effekt: Wie wenige andere Jacken im Testfeld fühlt sich die Seven J Jacket sofort wie angegossen an. Okay, das ist subjektive Betrachtung, trotzdem haben wir das Gefühl, dass beim Schnitt ein wenig mehr mitgedacht wurde als bei Konkurrenzmodellen. Allein die Tatsache, dass die prämierten Jacken etwas umfassender ausgestattet sind, verhindert einen Platz auf dem Podest.

Columbia Pouring Adventure II

Wir haben drei Jacken getestet, die sich zumindest auf den ersten Blick frappierend ähneln: Die Columbia Pouring Adventure II Jacket, die Jack Wolfskin Stormy Point Jacket und die The North Face Resolve Jacket. Am besten abgeschnitten hat das Modell von Columbia, weswegen es auch nur knapp nicht gereicht hat mit dem Podestplatz für die Pouring Adventure II Jacket.

Alle drei sind ähnlich ausgestattet, ähneln sich optisch und verfügen über einen ähnlich guten Wetterschutz. Schaut man jedoch auf die Details, lassen sich einige Unterschiede ausmachen. The North Face bietet keine verstellbaren Armabschlüsse und Jack Wolfskin ist relativ schwer, auch ist die Kapuze nicht verstellbar.

Die Columbia-Jacke kann hingegen in einigen Punkten durchaus überzeugen. So ist der Preispunkt der mit der hauseigenen Omniplex-Membran ausgestatteten Regenjacke mit 80 Euro überaus attraktiv. Per Klett verstellbare Ärmelenden, eine verstellbare Kapuze, eine hochwertig wirkende Verarbeitung, dazu das leichte Gewicht: Würde nicht auch einiges fehlen, zum Beispiel die Unterarmbelüftungen, hätte die Jacke weiter vorne mitgemischt.

Jack Wolfskin Stormy Point Jacket

Die Jack Wolfskin Stormy Point Jacket hat uns im Test auf den ersten Blick ganz gut gefallen. Sie macht einen robusten, die Jack-Wolfskin-eigene Texapore-Membran einen recht zuverlässigen Eindruck, was die Wasserabwehr angeht. Bei einem ersten Regentest perlte Feuchtigkeit schön ab, auch punktet die Jacke mit einem schönen, weichen Fleece-Kragen und weiteren durchdachten Features, wie der einrollbaren, fixierbaren Kapuze. Der sehr leichtgängige, zuverlässige YKK-Reißverschluss und das flexible Mesh-Material an der Innenseite runden die Ausstattung der Jacke ab. Sie trägt sich dadurch sehr angenehm.

Die Stormy Point Jacket hätte das Zeug dazu, unter die Empfehlungen zu rutschen, wenn da nicht ein paar Dinge wären, die uns im Test nicht so gut gefallen haben. Dazu zählen zunächst die Stretch-Bündchen an den Ärmelabschlüssen. Diese mögen zwar das Handling vereinfachen, wenn es allerdings windet, lässt sich unangenehmer Luftzug nicht so gut abwehren wie mit Klettverschlüssen.

Auch wenn man bei größerer Kälte mehrere Schichten übereinander trägt, sind Klettbündchen schlichtweg unpraktisch, schließlich stoßen sie irgendwann an ihre Stretch-Grenzen. Die Kapuze lässt sich zudem nur ungenügend regulieren bzw. fixieren. Nicht zuletzt ist die Jacke für das, was sie an Ausstattung bietet, im Testvergleich relativ schwer. Sorry, Jack Wolfskin – wäre die Konkurrenz nicht so gut aufgestellt, hätte es aufgrund des guten Tragekomforts und der überzeugenden Wasserdichtigkeit womöglich für einen Platz unter den Top 5 gereicht.

The North Face Resolve 2 Jacket

The North Face hat einen Namen zu verlieren – meint man. Doch die Entwicklung ging die letzten Jahre immer mehr Richtung Lifestyle, was die einen toll finden, die anderen bemängeln jedoch eine Verwässerung der Markenphilosophie. Ursprünglich war »TNF« eine reine Bergsportmarke, was man der Qualität und den Features der Bekleidung durchaus anmerken kann – oder konnte. Inzwischen gibt es viele Produktlinien, von der für Alpinisten gedachten Summit Series bis hin urbaneren, alltagstauglicheren Designs, worunter sicher auch die Resolve 2 Jacket fällt.

Die Resolve 2 Jacket kostet gute 100 Euro. Für so einen Betrag bieten allerdings andere Marken deutlich mehr. Auffällig sind auch hier die nicht verstellbaren Ärmelbündchen, der steife Stoff und das angesichts der überschaubaren Ausstattung recht hohe Gewicht. Auf geradezu verblüffende Weise ähnelt die Resolve 2 Jacket der Jack Wolfskin Stormy Point Jacket – als ob Jack Wolfskin abgekupfert hätte bzw. vice versa. Fleece-Kragen hier wie da, Stretch-Bündchen hier wie da, Kapuze nicht ausreichend verstellbar hier wie da. Allerdings hat Jack Wolfskin noch leicht die Nase vorne, da es hier eine Innentasche gibt.

Bei strenger Betrachtungsweise ist die Resolve 2 Jacket ein klarer Fall von Lifestyle-Produkt, bei dem die Outdoor-Features zu kurz gekommen sind. Auf der anderen Seite: Will man einfach nur eine anständig funktionierende Regenjacke erwerben, das The-North-Face-Logo auf der Brust tragen und verzichtet dafür auf Funktionen wie eine Unterarmbelüftung – nur zu! Es gibt jedoch schlauere Jacken im Test.

CMP 39X7367

CMP ist ein alter Bekannter im Outdoor-Business. Seit Jahrzehnten stellt das Unternehmen aus Oberitalien preiswerte Freizeitbekleidung her. Schon vor Jahrzehnten, bevor es mit dem großen China-Boom losging, sorgte die Marke mit extrem preisgünstiger, in Italien hergestellter Sportbekleidung für Aufsehen. So auch bei der Regenjacke mit der etwas einfallslosen Bezeichung 39X7367 – übrigens ein Markenzeichen von CMP. Scheinbar reicht bei den preisbewussten Italienern das Geld nicht für eine Marketing-Abteilung, die sich pfiffigere Namen ausdenkt …

Die Jacke fasst sich weich, fast schon seidig an. Für unseren Geschmack fast schon ein wenig zu filigran. Zumindest scheint sie anständig imprägniert zu sein, einen Test-Regenschauer wird zuverlässig abgewehrt. Sie verfügt über eine abnehmbare- und verstellbare Kapuze, Klettverschlüsse an den Armabschlüssen, Kordelzug an der Hüfte. Dazu kommt angenehm weiches Mesh als Innenmaterial – das Tragegefühl ist sehr angenehm, die Jacke fühlt sich an wie ein flexibler Windbreaker.

Das flexible, unkomplizierte Tragegefühl ist zum einen das, was die Jacke auszeichnet, ihr aber auch einen Platz auf den vorderen Rängen kostet. Wenn es das Prädikat »bequemste Regenjacke« gäbe, die CMP hätte es unter Umständen verdient. In den prämierten Kategorien kann sie jedoch nicht mithalten. Sie ist weder extrem leicht, noch nachhaltig hergestellt, noch kann sie in Sachen Ausstattung und Verarbeitung mit den anderen Modellen mithalten – ein klarer Fall von zu guter Konkurrenz also.

Puma Men's teamGoal Core Rain Jacket

Bei der Puma Men’s TeamGoal Core Rain Jacket ist nicht nur der Name lang, sondern auch die Mängelliste. Keine verstellbare Kapuze, nur Stretch-Bündchen an den Ärmeln und am Hüftbund. Die Jacke verfügt über keinen einzigen Kordelzug und hat dazu ein Außenmaterial, das wenig vertrauenswürdig wirkt – noch Fragen? Alles, was eine verlässliche Regenjacke zunächst einmal auszeichnen sollte, wie eine verstellbare Kapuze, Membran und Kordelzüge, fehlt. Zwar mag das imprägnierte, aber empfindlich wirkende Obermaterial kleinere Schauer abwehren, mehr will Puma mit dieser Jacke aber offensichtlich gar nicht erreichen.

Was indes positiv auffällt, ist die Passform. Hier merkt man einfach, dass Puma vom Fach ist: Unserem Tester mit 1,88 Meter und 54 Kilogramm hat die Jacke in Größe L wie angegossen gepasst. Positiv fällt außerdem auf, dass die Ärmel lang genug sind. Leider reichen diese Pluspunkte insgesamt nicht aus, um die Jacke auf’s Podest zu heben. Für kleine Regenschauer während des nächsten Fußballmatchs (oder für den Weg dorthin) mag die Jacke ausreichen – um die Puma Men’s TeamGoal Core Rain Jacket eine ernsthafte Regenjacke zu nennen, ist das Gebotene zu wenig. Erst recht, wenn man sich ansieht, was die Konkurrenz zu einem ähnlichen Preis am Start hat.

Daher unser Tipp: Fußballspielende Puma-Fans können diesen »Fanartikel« mit ruhigem Gewissen erwerben, denn er passt athletisch gebauten Käufern großartig. Alle anderen, die eher eine Jacke für lange Spaziergänge im Regen oder gar Bergtouren suchen, sollten sich hingegen die Top-Five-Jacken ein wenig genauer anschauen.

McKinley Kereol III Jacket

Bei der Kereol III Jacket haben sich die Produktmanager von McKinley wohl am guten, alten K-Way orientiert, der leichten Regenjacke der 80er Jahre schlechthin, die aktuell ein kleines Comeback feiert. Bei Details wie den Zierstreifen und der Hüft-Packtasche hat man eindeutig abgekupfert. Leider ist die Verarbeitung jedoch durch die Bank billiger als beim italienischen Original. Die Kereol III Jacket kann zwar wie eine K-Way recht klein verpackt werden, das labbrige, nicht justierbare Stretch-Band, mit dem die verpackte Jacke um die Hüfte geschnallt wird, macht indes einen nicht sonderlich haltbaren Eindruck. Da macht sie die Vermutung breit: Einmal ausgeleiert, hat man den Salat!

Doch auch innerhalb des Tests hat die Konkurrenz die Nase vorne, was die Ausstattung angeht. Die Highlander Stow&Go Jacket zeigt dem Modell von McKinley eine lange Nase. Denn eine vielseitig verstellbare Kapuze ist bei der Kereol III Jacket ebensowenig vorhanden wie per Klettverschluss regulierbare Ärmelenden. Zudem ist das Design im Vergleich schlichtweg uninspiriert. McKinley ruht sich mit der Kereol III Jacket unserer Meinung nach zu sehr auf seinen Lorbeeren aus – schließlich wird die Marke bei großen Ketten wie Karstadt und Intersport schon seit Jahrzehnten verkauft und muss sich in Amazon-Zeiten offensichtlich erst recht wenig Gedanken um den Absatz machen. Somit sehen wir die Kereol III Jacket auch eher als Image-Produkt denn als ernst gemeinte Regenjacke.

Donhobo Men's Rain Jacket

Auf Anhieb trägt sich die Donhobo-Regenjacke recht angenehm, was am recht weichen, fleece-artigen Innenfutter liegt. Doch bald kommen erste Zweifel auf: Mit unserer (zugegebenermaßen nicht vorschriftsmäßig gepflegten und daher nicht unbedingt samtweichen) Fingerhaut bleiben wir an den feinen Fasern des Futters hängen – ein sehr unangenehmes Gefühl. Auch das Obermaterial wirkt rau und faserig, Applikationen und Stickereien sind wenig wertig ausgeführt.

Was uns an der Jacke jedoch am meisten stört, ist der rechteckige, sackartig wirkende Schnitt. Ein untersetzter Hüne mit breitem Kreuz findet hier vielleicht ganz gut Platz, wir fühlten uns in der Jacke indes etwas verloren. Abgesehen davon ist die Ausstattung inhomogen, um es mal so auszudrücken. Zwar hat die Donhobo eine praktische Klettverschluss-Verstellung an den Ärmelenden und eine verstellbare Kapuze, dafür aber keine Kordel am Hüftsaum, was in Kombination mit dem »eckigen« Schnitt für unangenehmen Luftzug und einen losen Sitz sorgt.

Last but not least ist die Jacke die zweitschwerste im Test, das Packmaß ist auch nicht gerade das kleinste. Okay, die Jacke kostet nur 40 Euro (UVP). Trotzdem gibt es andere, nur wenig teurere Jacken im Test, die einen souveräneren Testeindruck erwecken als diese etwas unbeholfen wirkende Kleidungsstück aus Fernost, das glatt auf den letzten Platz rutscht.

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