Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Aufmacher
test
Letztes Update: 10.9.2021

Die beste Rückfahrkamera

Wir haben 9 Funk-Rückfahrkameras getestet. Die beste für die meisten ist die Auto-Vox W7, die neben einem guten Kamerabild eine sehr stabile Signalübertragung und eine robuste Monitorhalterung bietet. Auto-Vox hat mit der Solar 1 ein identisches, aber etwas teureres Modell im Sortiment, das die Kamera praktischerweise über das Sonnenlicht auflädt. Auf nahezu gleich hohem Niveau agiert die Boscam K1.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 10. September 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

6. Mai 2021

Mit der AEG 10997 haben wir eine neue Empfehlung. Die Rückfahrkamera bezieht den Strom per Solarmodul und ist sehr schnell eingerichtet.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Egal, ob zum Rangieren, Einparken oder zur Kontrolle, ob der Wohnwagen hinter dem Auto kein unkontrolliertes Eigenleben führt: Rückfahrkameras haben viele Vorteile, sind aber gerade in älteren Autos ein äußerst rares Gut. Glücklicherweise gibt es Nachrüstlösungen. Speziell Modelle mit Funk sind besonders praktisch, weil sie sich schneller montieren lassen als kabelgebundene Lösungen.

Wir haben 9 Funk-Kameras getestet und erklären Ihnen, welche unterschiedlichen Modelle der Markt bereithält und worauf Sie bei Kauf und Montage achten müssen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Auto-Vox W7

Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox W7
Die W7 paart eine sehr stabile Signalübertragung mit einem guten Kamerabild und vereinfacht das Einparken enorm.

Die Auto-Vox W7 bietet ein Rundum-Sorglos-Paket zum bequemeren Einparken und für mehr Übersichtlichkeit hinter dem Fahrzeug: Die kompakte Kamera liefert ein gutes Bild, das Signal wird extrem stabil übertragen, und auch der Monitor weiß zu gefallen.

Fast genauso gut

Boscam K1

Funk-Rückfahrkamera Test: Boscam K1
Zum fairen Preis-Leistungs-Verhältnis ist die K1 eine nützliche Einparkhilfe mit stabiler Monitorhalterung.

Mit der Boscam K1 erhält man für deutlich weniger als 100 Euro eine kompakte Rückfahrkamera mit stabiler Signalübertragung, überzeugendem Monitor und solider Saugnapf-Halterung.

Die Beste ohne Kabel

Auto-Vox Solar 1

Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox Solar 1
Die Rückfahrkamera von AUTO-VOX bezieht den Strom über ein Solarpanel, ihre Installation ist eine Sache von Sekunden.

Die Rückfahrkamera Auto-Vox Solar 1 ist dank eines genialen Konzepts blitzschnell montiert: Die Stromversorgung erfolgt über ein Solarpanel, somit muss kein zusätzliches Kabel in das Fahrzeug gelegt werden. Signalübertragung und Bildqualität sind gut.

Auch gut

AEG 10997

Test  Funk-Rückfahrkamera: AEG 10997
Die AEG 10997 wird ebenfalls über die Kraft der Sonne geladen und kann blitzschnell in Betrieb genommen werden.

Auch die AEG 10997 verzichtet auf nervigen Kabelsalat im Fahrzeug. Zwei Solarpanel stellen für die Rückfahrkamera den erforderlichen Strom zur Verfügung, der Monitor zieht sich den Strom vom Zigarettenanzünder. Die Signalübertragung per Funk ist äußerst stabil und wenig störungsanfällig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritFast genauso gutDie Beste ohne KabelAuch gut
Auto-Vox W7 Boscam K1 Auto-Vox Solar 1 AEG 10997 Auto-Vox M1W Lescars PX4155-944 AEG 97153 Funk-Rückfahrkamera Aeo MH003 Liehuzhekeji Rückfahrkamera
Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox W7Funk-Rückfahrkamera Test: Boscam K1Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox Solar 1Test  Funk-Rückfahrkamera: AEG 10997Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox M1WTest Funk-Rückfahrkamera: Lescars RückfahrcameraTest Funk-Rückfahrkamera: AEG Automotive 97153 Funk-RückfahrkameraTest Funk-Rückfahrkamera: Aeo Auto RückfahrkameraTest Funk-Rückfahrkamera: Liehuzhekeji Rückfahrkamera
Pro
  • Kompakte Kamera
  • Gutes Kamerabild
  • Stabile Halterung
  • Stabile Signal­übertragung
  • Großer Erfassungs­bereich
  • Kompakte Kamera
  • Gutes Kamerabild
  • Stabile Halterung
  • Stabile Signal­übertragung
  • Extrem schnell montiert
  • Solarpanel für Strom­versorgung
  • Gutes Kamerabild
  • Stabile Halterung
  • Stabile Signal­übertragung
  • Extrem schnell montiert
  • Stromversorgung per Solar
  • Gutes Kamerabild
  • Sehr stabile Signalübertragung
  • Ordentliche Halterung
  • Großer Erfassungs­bereich
  • Ordentliches Kamera­bild
  • Stabile Saugnapf­halterung
  • Hilfslinien
  • Stabile Signal­übertragung
  • Ordentliches Kamera­bild
  • Akustischer Abstands­warner
  • Hilfslinien & Entfernungs­angabe
  • Gutes Bild
  • Hilfslinien
  • Monitor-Montage per Saug­napf
  • Interner Akku, keine zusätzliche Verkabelung erforderlich
  • Smartphone als Display nutzbar
  • Stabiles Signal
  • Großes Display
  • Fernbedienung
  • Preiswert
Contra
  • Kabeldurch­führung durch Karosserie erforderlich
  • Kabeldurch­führung durch Karosserie erforderlich
  • Recht großes Funk­modul
  • Teuer
  • Zum Ändern des Neigungswinkels der Kamera müssen Schrauben entfernt werden
  • Unpraktischer Ein-/Ausschalter
  • Kabeldurch­führung durch Karosserie erforderlich
  • Recht großes Funk­modul
  • Wackeliger Monitor­fuß
  • Nur Klebelösung, kein Saugnapf
  • Problematische Montage
  • Signalüber­tragung nicht immer stabil
  • Sehr störanfällige Signal­übertragung
  • Kabeldurch­führung durch Karosserie erforderlich
  • Sehr wuchtig
  • Kameramontage nicht optimal
  • App funktioniert nicht auf allen Geräten
  • Schlechte Befestigungs­möglichkeit für Kamera
  • Bildschirm muss auf Armaturen­brett geklebt werden
  • Extrem schlechte Blickwinkel­stabilität und durch­wachsene Bild­qualität
  • Keine Hilfslinien
  • Kabeldurch­führung durch Karosserie erforderlich
Bester Preis
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Größe Monitor5 Zoll4,3 Zoll5 Zoll4,3 Zoll4,3 Zoll4,3 Zoll4,3 ZollSmartphone7 Zoll
Auflösung Monitor480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel480 x 272 Pixel640 x 480 Pixel480 x 272 Pixel
Auf­nah­me­win­kel110 Grad170 Grad110 Grad110 Grad170 Grad110 Grad110 Grad120 Grad120 Grad
IP-Schutzklasse686768IP656867k.A.6867
Hilfslinien/DistanzJa/NeinJa/NeinJa/NeinJa/NeinJa/NeinJa/JaJa/NeinJa/NeinNein/Nein

Warum macht eine Rückfahrkamera Sinn?

Wer schon einmal mit einem Van oder einem Kombi ohne Hilfsmittel versucht hat, in eine enge Parklücke zu rangieren, dürfte sich sehnlichst eine Rückfahrkamera gewünscht haben. So kann man sich selbst dann bequem einen Überblick über die Situation hinter dem Auto verschaffen, wenn der Schulterblick und die Außenspiegel nicht mehr weiterhelfen. Optische und akustische Signale erleichtern es enorm, den Wagen sicher zu manövrieren und Entfernungen einzuschätzen, ohne andere Autos zu beschädigen oder Fußgänger zu gefährden.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Aeg
Wer beim Einparken Probleme hat, freut sich über eine Rückfahrkamera.

Generell ist es gut und entspannt zu wissen, was im Heckbereich gerade los ist. Speziell kleine Poller übersieht man gerne, und jeder Rempler geht richtig ins Geld. Auch in engen Parkhäusern sind Rückfahrkameras eine Wohltat.

Auch wer an der Anhängerkupplung einen Fahrradträger, einen Anhänger, einen Wohnwagen oder einen Pferdetransporter andockt ist entspannter unterwegs, wenn er immer mal einen Blick auf seine mitgezogene Last werfen kann.

Wie funktioniert eine Funk-Rückfahrkamera?

Eine Funk-Rückfahrkamera besteht aus drei Elementen: Einem Display, das sich per Saugnapf oder Klebehalterung auf dem Armaturenbrett oder der Frontschutzscheibe befestigen lässt, der Kamera und dem Funkmodul. Die Kamera steckt entweder in einem Nummernschildhalter bzw. wird an der Rückscheibe, an der Stoßstange oder am Nummernschild montiert.

Kamera-Strom per Rücklicht, Akku oder Solar

Die Signale werden von der Kamera zum Display per Funk transportiert. Das hat den Vorteil, dass kein Kabel quer durch das Auto verlegt werden muss. Das Display zieht sich den Strom in der Regel vom Zigarettenanzünder. In Ausnahmefällen wird die Kamera über einen aufladbaren Akku oder über ein Solarmodul mit Strom versorgt, in der Regel zweigt es den Strom jedoch vom Rücklicht ab. Wird der Rückwärtsgang eingeschaltet, aktiviert sich die Kamera automatisch.

Als Alternative zum klassischen separaten Display gibt es auch Lösungen, in denen das Smartphone als Kontrollbildschirm fungiert. Dies hat den Vorteil, dass man es noch flexibler im Auto als Bildschirm nutzen kann, weil es nicht über den 12-Volt-Anschluss mit Strom versorgt werden muss.

Gelingt die Montage in Eigenregie?

Die Installation von Display und Kamera ist nicht immer ganz unkompliziert. Während der Monitor per Saugnapf- oder Klebelösung ruckzuck an der Frontscheibe oder am Armaturenbrett montiert wird, wird die Kamera meistens im Bereich des Nummernschilds angebracht. Auch das ist dank Klemm- oder Klebemechanismen unproblematisch.

Lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wird die Rückfahrkamera allerdings nicht autark über einen Akku oder ein Solarpanel mit Strom versorgt, steht man vor einer Herausforderung. Für die meisten Laien ist es nämlich alles andere als simpel, den Strom vom PKW-Rücklicht abzuzapfen. Hier muss man erst mal drankommen. Außerdem müssen die Kabel von der Kamera in das Fahrzeuginnere verlegt werden. Mit etwas Glück gelingt das irgendwie durch ein Loch der Nummernschildbefestigung. Die Karosserie anzubohren erfordert hingegen nicht nur Überwindung, sondern auch etwas Know-how, und auch der Korrosionsschutz sollte anschließend nicht vernachlässigt werden.

Wir empfehlen, sich in einer Werkstatt oder von einem Bekannten beim Thema Stromversorgung Hilfe zu holen, wenn man sich unsicher ist. Der Schaden, der bei unsachgemäßer Montage entstehen kann, ist deutlich höher als die Investition in professionelle Unterstützung.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Lescars
Der Monitor bezieht seinen Strom aus dem Zigarettenanzünder – komplizierter ist die Stromversorgung der Rückfahrkamera, die an das Rücklicht angeklemmt werden muss.

Hierauf müssen Sie beim Kauf achten

Ein Problem bei Funk-Rückfahrkameras können Schwierigkeiten mit der Funkreichweite und entsprechende Bildausfälle sein. Zudem drohen mitunter Störungen durch Mobilfunksignale. Achten Sie speziell bei einem größeren Fahrzeug auf ein stabiles Signal. Das lässt sich normalerweise erst im Alltagsbetrieb testen. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, greifen Sie zu einer Funkkamera für Wohnmobile. Hier dürfte die Reichweite ausreichend stark dimensioniert sein.

Großer Kamerawinkel ist sinnvoll

Um einen möglichst großen Bereich hinter dem Fahrzeug zu überwachen, sollte der Kamerawinkel entsprechend groß sein. Ideal sind 170 Grad. So sehen Sie auch links und rechts über das Fahrzeug hinaus, ob hier Poller oder andere Gefahren drohen.

Je schärfer das Display, desto mehr Details werden sichtbar. Perfekt wäre ein Bildschirm mit HD-Auflösung. Unsere Testkandidaten lösen fast alle mit lediglich 480 x 272 Pixeln auf. Das ist im HD-Zeitalter zwar etwas mickrig, reicht in der Regel zum Einparken aber aus. Größere Displays sind auf jeden Fall Mini-Bildschirmen vorzuziehen. In unserem Testfeld reichen die Diagonalen von 4,3 über 5 bis hin zu 7 Zoll.

Im Live-Bild der Rückfahrkamera sollten sich Hilfslinien zum Rangieren einblenden lassen. Auch ein Ampelsystem, gerne in Verbindung mit einem akustischen Warnsystem, ist sehr zu empfehlen, das schrittweise signalisiert, wie weit man noch bis an ein anderes Auto oder ein Hindernis heranfahren kann. Ganz wichtig: Eine Rückfahrkamera muss über eine Nachtsichtfunktion verfügen. Ein System, das nur tagsüber arbeitet, ist im Dunkeln nutzlos.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Aeg2
Da Rückfahrkameras permanent sämtlichen Wettereinflüssen ausgesetzt sind, müssen diese unbedingt wasserdicht sein.

Kameras, die für die Montage im Freien im Bereich der Stoßstange oder des Nummernschilds konzipiert sind, müssen auch Regen und Schmutz aushalten. Achten Sie deshalb auf eine entsprechende IP-Zertifizierung. Die Schutzklassen IP67 und IP68 sind empfehlenswert. Sie garantieren einen hohen Schutz gegen Staub und unterscheiden sich lediglich in der Dauer, wie lange beispielsweise eine Kamera permanenter Feuchtigkeit ausgesetzt sein darf.

Testsieger: Auto-Vox W7

Die Auto-Vox W7 ist eine einfach zu bedienende Rückfahrkamera mit guter Bildqualität. Sie punktet durch einen ansprechenden Monitor und eine äußerst stabile Signalübertragung.

Unser Favorit

Auto-Vox W7

Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox W7
Die W7 paart eine sehr stabile Signalübertragung mit einem guten Kamerabild und vereinfacht das Einparken enorm.

Die kompakte Kamera löst mit 480 x 272 Pixeln auf und hat einen Blickwinkel von 110 Grad. Das Gehäuse ist gerade mal rund 4 Zentimeter breit und 2,5 Zentimeter tief. Belichtungskorrektur und Weißabgleich erfolgen automatisch, die Signalübertragung zum Monitor erfolgt über eine verschlüsselte 2,4-Gigahertz-Funkverbindung. Dank IP68-Zertifizierung hält die Kamera auch einen Ausflug in die Waschanlage aus.

Zur Montage bzw. für die Stromversorgung muss das Nummernschild entfernt werden. Die Kamera kann mittig (zu empfehlen) oder jeweils links bzw. rechts außen angebracht werden. Ein 3M-Klebepad ist bereits aufgeklebt. Nach dem Entfernen der Schutzfolie wird die W7 einfach an die gewünschte Stelle gedrückt, wo sie bombenfest hält. Der vertikale Neigewinkel der Kamera lässt sich um rund 70 Grad verstellen.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Auto Vox W7
Perfekt getarnt: Die kleine Kamera fällt über dem Nummernschild kaum auf.

Jetzt wird es komplizierter. Das Stromkabel mit Plus- und Minuspol muss mit einer Rückfahrleuchte verbunden werden. Falls man ein Loch der Nummernschildhalterung nicht nutzen kann, muss man selbst tätig werden und zum Bohrer greifen. Das Kabel muss sauber und knickfrei verlegt werden. Um an die Kabelzuleitungen des Fahrzeugs zur Rückfahrleuchte zu gelangen, wird die Abdeckung des Rücklichts entfernt.

Kabel im Hohlraum fixieren

Das Kabel der Auto-Vox W7 ist so lang, dass man es entspannt zur Rückleuchte führen kann. Das rote Kabel wird mit dem Pluspol des Fahrzeugs verbunden, das schwarze dient zur Erdung an einem Eisenteil.

Der kleine Netzanschlusskasten mit Antenne sollte idealerweise senkrecht und nicht in unmittelbarer Umgebung von elektrischen Verbrauchern platziert werden. Um die verlegten Kabel von Kamera und Netzanschlusskasten im Hohlraum des Kofferraums zu fixieren, kann man die mitgelieferten Kabelbinder verwenden.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Auto Vox W7
Das Kabel der Kamera muss zur Rückfahrleuchte verlegt werden.

Deutlich schneller ist der 5 Zoll große Bildschirm mit einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln montiert. Die Rückseite wird in die Halteplatte eines Monitorarms eingerastet, der wiederum per Saugnapf auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe installiert wird.

Sehr stabile Monitor-Konstruktion

Positiv: Die gesamt Konstruktion ist stabil sowie vibrationsfrei und der Saugnapf hält duch einen Arretierbügel bombenfest. Zudem kann man das Display perfekt ausrichten. Es lässt sich nämlich um 360 Grad drehen sowie flexibel anwinkeln.

Den Strom bekommt der Monitor über ein Anschlusskabel für den Zigarettenanzünder. Der Adapter sitzt fest und garantiert eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Zudem ist dieser mit einer USB-Buchse ausgestattet, um etwa ein Smartphone oder ein Tablet während der Autofahrt zu laden.

Praxis-Test

Kaum ist die Zündung eingeschaltet, wird auch der Monitor aktiviert. Das Bild der Rückfahrkamera erscheint jedoch erst nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs. Durch einen Druck auf die rechte Menütaste kann man Helligkeit und Kontrast anpassen und außerdem das gezeigte Kamerabild spiegeln.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Auto Vox W7
Freie Fahrt oder befinden sich Hindernisse hinter dem Auto? Ein Blick auf den 5 Zoll großen Monitor sorgt für Klarheit.

Hilfslinien lassen sich bei Bedarf ein- oder ausblenden. Die Breite sowie die Länge der Richtlinien kann man aus sechs verschiedenen Voreinstellungen selbst bestimmen.

Wir sind mit der Kamera-Hilfe sehr zufrieden. Bei korrekt ausgerichteter Linse sieht man ganz genau, was hinter dem Auto – quasi im toten Winkel – passiert. Parkt hier ein anderes Fahrzeug, spielen Kinder, steht ein Poller? Von unerwarteten Überraschungen dürfte man künftig verschont bleiben.

Auch das Einparken ist deutlich einfacher. Welche Abstände die Hilfslinien symbolisieren, muss man erst noch ein bisschen verinnerlichen und ausprobieren. Gerade wer beim rückwärtigen Einparken unsicher ist, erhält jedoch ein besseres Gefühl, eine schöne Rundumsicht und eine Vorstellung davon, wie der Wagen am besten zu manövrieren ist.

Das Bild ist wie bei allen Rückfahrkameras in diesem Test nicht knackscharf, tagsüber aber weitgehend rauschfrei, farbtreu und ausreichend kontraststark. Die Blickwinkelstabilität des Monitors ist gut. Nachts nimmt das Rauschen zwar zu, hält sich aber absolut im akzeptablen Rahmen. Volle Punktzahl kassiert die Auto-Vox W7 außerdem für die Signalübertragung. Selbst über größere Distanzen von 6 oder 7 Metern hatten wir im Test nicht die geringsten Störungen, auch ein Smartphone konnte das Signal nicht negativ beeinflussen.

Fazit

Die Auto-Vox W7 ist ein attraktives Rundum-Sorglos-Paket zum fairen Preis. Monitor und Kamera liefern ein qualitativ gutes Bild und erleichtern das Einparken enorm. Die Signalübertragung gelingt extrem zuverlässig, und die am Nummenrschildhalter montierte Kamera fällt kaum auf. Zudem sitzt das Display auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe bombenfest.

Auto-Vox W7 im Testspiegel

Bisher liegt noch kein anderer Test der Rückfahrkamera Auto-Vox W7 vor. Wenn sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Unsere Alternativen unterscheiden sich gegenüber der Auto-Vox W7 nur marginal. Spannend ist dabei allerdings eine pfiffige Möglichkeit der Stromversorgung, nämlich per Sonnenenergie.

Fast genauso gut: Boscam K1

Die Rückfahrkamera Boscam K1 ist der Auto-Vox W7 sehr ähnlich, lediglich der Bildschirm ist etwas kleiner und das Menü wird nicht über seitliche, sondern über rückseitige Tasten bedient. Ansonsten ist die K1 von der Bildübertragung genauso gut.

Fast genauso gut

Boscam K1

Funk-Rückfahrkamera Test: Boscam K1
Zum fairen Preis-Leistungs-Verhältnis ist die K1 eine nützliche Einparkhilfe mit stabiler Monitorhalterung.

Die wasserdichte Kamera wird mit einem Klebepad von oben bzw. seitlich hinter das Nummernschild geklemmt und festgedrückt. Der Neigungswinkel ist um rund 70 Grad verstellbar. Mit 170 Grad fällt der Erfassungswinkel der Kamera angenehm groß aus, um auch seitlich hinter dem Fahrzeug alles im Blick zu haben.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Boscam1
Über dem Nummernschild montiert fällt die Boscam K1 fast nicht auf.

Ein Zuleitungskabel muss irgendwo durch die Karosserie geführt werden. Hieran hängen das Funkmodul mit verstellbarer Antenne sowie die Anschlusskabel für das Rücklicht. Das Funkmodul kann dank doppelseitigem Klebeband beispielsweise an der Seitenwand im Kofferraum angebracht werden, um ein loses herumfliegen zu verhindern.

Der 4,3 Zoll große Monitor löst ebenfalls mit 480 x 272 Pixeln auf. Dieser wird auf einer stabilen Saugnapfhalterung befestigt. Über ein Kugelgelenk kann man den Bildschirm um 360 Grad drehen und auch den Winkel in jede Richtung verändern. Die Lösung ist sehr robust und hochwertig.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Boscam2
Mit einer Größe von 4,3 Zentimetern gehört der Monitor zu den kleineren Vertretern.

Über die rückseitige Menütaste am Monitor hat man Einfluss auf Helligkeit, Kontrast und Farbe. Die Bedienung der wenigen Funktionen ist simpel. Der Bildschirm hat eine ordentliche Blickwinkelstabilität. Schärfe, Farbdarstellung und Kontrast sind gut, tagsüber gibt es kaum Bildrauschen. Bei schwindendem Licht nimmt das Rauschen deutlich zu – zum Filmschauen wäre die Qualität jetzt nicht besonders prickelnd. Aber zum Erkennen von Hindernissen und des nächsten parkenden Autos reicht diese aus.

Insgesamt bietet die Rückfahrkamera Boscam K1 ein vernünftiges Komplettset zum fairen Preis.

Strom per Sonnenenergie: Auto-Vox Solar 1

Wer keine Kabel verlegen, seine Rückfahrkamera in weniger als einer Minute installieren möchte und ein paar Euro mehr ausgeben kann, für den führt an der Auto-Vox Solar 1 kein Weg vorbei. Bei ihr handelt es sich nahezu um das identische Modell zur Auto-Vox W7, nur sorgt ein Solarpanel für die clevere Stromversorgung.

Die Beste ohne Kabel

Auto-Vox Solar 1

Test Funk-Rückfahrkamera: Auto-Vox Solar 1
Die Rückfahrkamera von AUTO-VOX bezieht den Strom über ein Solarpanel, ihre Installation ist eine Sache von Sekunden.

Kein Witz, die Rückfahrkamera ist nach zehn Sekunden angebracht. Die Solar 1 ist per Kabel mit einem Solarpanel verbunden. Das kurze Kabel wird einfach hinter das Nummernschild geführt. Jetzt wird die Kamera mit bereits aufgebrachtem Klebepad befestigt, unten wird auf gleiche Weise das Solarpanel angeklebt, fertig!

Zugegeben: So lässt sich die um 30 Grad kippbare Kamera nicht mittig montieren, weil eine Schraube des Nummernschildhalters verhindert, dass man das Kabel bis in die Mitte zieht. Die Funktionsweise wird so fast nicht eingeschränkt (der Blickwinkel nach hinten ist ganz leicht seitlich versetzt), uns würde die asymmetrische Installation zudem optisch nicht stören. Perfektionisten müssen halt den Nummernschildhalter kurz abschrauben, um Kamera und Solarmodul zentriert zu befestigen.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Auto Vox Solar
Über dem Nummernschild sitzt die Rückfahrkamera, darunter das Solarpanel: Die Lösung von Auto-Vox ist sehr zu empfehlen.

Im Solarmodul befindet sich ein wiederaufladbarer, 2.800 mAh starker Akku. Den kann man jederzeit per USB-Kabel aufladen, vor der ersten Inbetriebnahme ist das auch zu empfehlen. Anschließend reichen laut Hersteller täglich 30 Minuten Sonnenlicht, um den Akku nur einmal im Jahr manuell nachtanken zu müssen – etwa durch eine Powerbank, an der Steckdose in der Garage oder über ein langes USB-Kabel vom Zigarettenanzünder aus.

Zum 4,3 Zoll großen Monitor ist jetzt keine andere Kabelverbindung mehr erforderlich. Dieser bezieht seinen Strom über den Zigarettenanzünder, mehr ist nicht zu tun. Die Saugnapfhalterung ist sehr stabil, das Kamerabild wird recht scharf dargestellt, und die Parklinien lassen sich in sechs Stufen an Länge und Breite anpassen. Zur Ausstattung gehört auch noch eine Fernbedienung, um den Monitor ein- und auszuschalten. Dabei handelt es sich um eine münzgroße schwarze Kapsel, die man beispielsweise auf die Mittelkonsole kleben kann.

Wie bereits geschildert, wir haben es hier mit dem Monitor unseres Testsiegers zu tun. Ausgezeichnet ist die Signalübertragung, mit der wir im Test überhaupt keine Probleme hatten.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Auto Vox Solar
Der Monitor bezieht seinen Strom über den Zigarettenanzünder. Eine andere Kabelverbindung ist nicht erforderlich. Hier ist die Kamera noch zu weit nach oben ausgerichtet.

Für uns ist die Rückfahrkamera Auto-Vox Solar 1 eine geniale Lösung. Schneller kann man ein solches System nicht installieren. Und nervige Kabel oder sogar das Bohren in die Karosserie gehören der Vergangenheit an.

Arbeitet ebenfalls autark: AEG 10997

Ebenfalls auf die Kraft der Sonne setzt die AEG Solarbetriebene Kabellose Digital Rückfahrkamera 10997. So entfällt auch bei diesem Modell ein störendes Kabel zwischen Kamera und Monitor, was die Montage deutlich vereinfacht.

Auch gut

AEG 10997

Test  Funk-Rückfahrkamera: AEG 10997
Die AEG 10997 wird ebenfalls über die Kraft der Sonne geladen und kann blitzschnell in Betrieb genommen werden.

Die zentral platzierte Rückfahrkamera mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln fällt kompakt aus, allerdings sind die beiden Solarpanel rechts und links mit einer Solarzellenleistung von jeweils 0,18 Watt recht wuchtig, sodass das Rückfahrkamera-System am Nummernschild nicht zu übersehen ist. Das macht aber nichts. Zwar ist die Kamera in eine Richtung schwenkbar, allerdings hat AEG diese Funktion wirklich blöd gelöst. Denn man muss erst zwei Schrauben entfernen, um die Kamera auszurichten. Das ist ein unnötiger Schritt.

 Funk-Rückfahrkamera Test: Rueckfahrkamera April2021 Aeg Kamera
Nicht unauffällig, aber sehr schnell zu installieren: die AEG-Rückfahrkamera 10997.

Vier IR-LEDs hellen das Bild bei Dunkelheit recht effektiv auf. Über einen kleinen Schiebeschalter lässt sich die Kamera ein- und ausschalten, um den internen Akku bei längerem Nichtgebrauch zu schonen. Leider sitzt der Schalter unter einer Gummiabdeckung und vertieft im Gehäuse, wodurch dessen Bedienung eine echte Katastrophe ist. Wir haben die Spitze eines Kugelschreibers benötigt, um den Schalter irgendwie zu bewegen.

Der 2.600 mAh starke Akku wird entweder über die Sonne oder mittels USB-Kabel beispielsweise an einem Computer aufgeladen. Vor dem ersten Einsatz sollte man den Akku auf diese Weise einmal vollständig aufladen, das dauert sechs bis sieben Stunden. Wie intensiv die Solarpanel dem Sonnenlicht ausgesetzt sein müssen, damit die Kamera immer genügend Energie hat, gibt AEG nicht an. Praktisch: Der Akku ist austauschbar. Die Kamera deckt ein Blickfeld von 110 Grad ab.

Zur Montage muss die Nummernschildhalterung abgeschraubt werden. Rückfahrkamera und Solarpanel sitzen auf einem großen Metallblech. Diese Halterung wird unter der Nummernschildbefestigung angeschraubt. Das Prozedere ist simpel und blitzschnell erledigt.

 Funk-Rückfahrkamera Test: Rueckfahrkamera April2021 Aeg Onitor
Der 4,3 Zoll große Monitor benötigt lediglich eine Stromversorgung per Zigarettenanzünder, die Kamerasignale werden per Funk übertragen.

Der 4,3 Zoll große TFT-Farbmonitor bezieht seinen Strom über den Zigarettenanzünder. Er wird per stabilem Saugnapf an der Frontscheibe oder anderen glatten Flächen im Fahrzeug befestigt. Die Kopplung mit der Rückfahrkamera erfolgt automatisch über 2,4-Gigahertz-Funk – dies funktionierte im Test auf Anhieb. AEG gibt eine Signalreichweite von bis zu 30 Meter an. Wir haben die Signalübertragung auf maximal zehn Meter getestet – hierbei gab es keinerlei Aussetzer, das Bild wurde permanent stabil und ohne Störungen angezeigt.

Das Monitorbild wird über eine Taste am Display aktiviert. Die Aktivierungsdauer ist zwischen 30, 45 und 60 Sekunden wählbar. Außerdem kann man das angezeigte Bild um 180 Grad drehen sowie Helligkeit, Kontrast und Farbe anpassen. Schließt man eine zweite Kamera an, so lassen sich beide Ansichten in einem Splitscreen parallel darstellen (horizontale oder vertikale Bildteilung). Ebenso kann man bei Bedarf Hilfslinien einblenden, die allerdings nicht in der Größe veränderbar sind.

Die Bildqualität des AEG-Systems – der Monitor löst mit 480 x 272 Pixeln auf – ist ordentlich und agiert auf dem Niveau der Mitbewerber. Die Blickwinkelstabilität ist nicht überragend, reicht im Alltag aber aus. Umständlich ist, dass man zum Verändern des Kamera-Neigungswinkels erst zwei Schrauben lösen muss. Insgesamt überzeugt die AEG Solarbetriebene Kabellose Digital Rückfahrkamera 10997 durch ihr einfaches Handling und die schnelle, weil kabellose Inbetriebnahme. An der Fahrzeugkarosserie müssen keine Veränderungen vorgenommen werden, wodurch auch absolute Laien dieses System ruckzuck in Betrieb nehmen können.

Außerdem getestet

Auto-Vox M1W

Bei der Rückfahrkamera Auto-Vox M1W kommt ebenfalls ein 4,3 Zoll großer Monitor mit einer Auflösung von 480 x 272 Bildpunkten zum Einsatz. Die Befestigung an der Frontscheibe oder am Armaturenbrett erfolgt über einen kraftvollen Saugnapf, das System ist sehr stabil und weitgehend vibrationsfrei.

Die kompakte Kamera ist an einer kleinen Metallplatte befestigt. Sie kann an einer beliebigen Stelle hinter das Nummernschild geklebt werden. Im Winkel von rund 45 Grad lässt sich die Kamera ausrichten, sechs IR-Leds springen an, sobald das Umgebungslicht nachlässt. Der Erfassungsbereich der Kamera fällt mit 170 Grad sehr groß aus.

Ein Kabel muss ins Fahrzeuginnere verlegt werden. Hier wird auch der Funksender versteckt, der für eine sehr stabile Signalübertragung sorgt. Die kleine Antenne lässt sich frei drehen und über ein Gelenk ausrichten.

Am Monitor kann man Helligkeit, Kontrast und Farbe verändern. Linien auf dem Bildschirm helfen beim Einparken. Die Bildqualität ist generell gut. Praktisch ist der 12-Volt-Stecker mit zusätzlichem USB-Anschluss, etwa um das Smartphone zu laden. Prinzipiell können wir die Rückfahrkamera Auto-Vox M1W empfehlen, sie ähnelt stark der Boscam K1.

Lescars PX4155-944

Die Lescars PX4155-944 ist in der Halterung für das Nummernschild montiert. Zum Preis von rund 130 Euro gehört das Set schon der gehobeneren Klasse an. Die Auflösung auf dem 4,3 Zoll großen Display erfolgt mit 480 x 272 Bildpunkten. Der Kamerawinkel beträgt 110 Grad. Lescars gibt eine Erkennungsdistanz von 30 Zentimetern bis 2 Meter an.

Die Montage des Nummernschildhalters ist nicht ganz durchdacht. Denn dieser wird von hinten mit vier Schrauben geöffnet, um das Nummernschild einzulegen. Für die Befestigung am Auto muss man dann das Nummernschild jedoch mit zwei Schrauben durchbohren. Oder man montiert erst die Halterung am Auto und versucht dann, das Nummernschild zu verbiegen und in die Halterung zu drücken.

Die Kamera lässt sich insgesamt um 90 Grad schwenken, um den idealen Bildausschnitt festzulegen. Zwei Kabelenden müssen ins Fahrzeuginnere verlegt werden, hierzu muss man wahrscheinlich der Karosserie mit dem Bohrer zu Leibe rücken. Neben der kleinen Transmitterbox muss man auch einen Mini-Lautsprecher im Kofferraum verstecken (dieser lässt sich optional anklemmen), wenn man den akustischen Abstandswarner verwenden will.

Die Kunststoffhalterung des Monitors wird auf das Armaturenbrett geklebt. Schade: Das Display wird lediglich in den Sockelfuß gesteckt, besonders hochwertig wirkt diese Lösung nicht. Über eine rückseitige Menütaste kann man Helligkeit, Kontrast und Sättigung des Kamerabilds anpassen. Die Bildqualität ist gut, die Farben sind natürlich, die Schärfe passt und das Bildrauschen tagsüber ist minimal. Mit schwindendem Licht wird ein deutliches Krisseln sichtbar, aber als Parkhilfe eignet sich das System dennoch.

Neben Hilfslinien wird der Abstand bis zum Hindernis bzw. bis zum Ende des Parkplatzes angezeigt, die Werte sind plausibel. Auch der akustische Warner funktioniert gut. In unserem Test hatten wir jedoch mit regelmäßigen Problemen bei der Signalübertragung zu kämpfen, außerdem dauert es etwas zu lange, bis sich das Bild nach dem Einlegen des Rückwärtsgangs aufbaut.

Ansonsten waren wir mit der Lescars PX4155-944 ganz zufrieden. Man sollte jedoch keine Skrupel haben, die Karosserie mit dem Bohrer zu bearbeiten und das Nummernschild mit Kraftaufwand und der ein oder anderen Deformation in die Halterung zu bugsieren, wenn man auf zusätzliche Schrauben verzichten will.

AEG 97153 Funk-Rückfahrkamera

Die AEG Automotive 97153 Funk-Rückfahrkamera ist als Lösung für das Nummernschild konzipiert. Zur Montage wird die Kamera unterhalb der Nummernschildhalterung durch zwei Schrauben fixiert. In der Regel muss das Fahrzeugblech angebohrt werden, was wir als suboptimale Lösung erachten, da sich hierdurch auch eine Angriffsfläche für Korrosion ergibt.

Die Kamera löst mit 640 x 480, der Monitor lediglich mit 480 x 272 Pixeln auf. Das Display ist 4,3 Zoll groß, der Blickwinkel der Kamera beträgt 110 Grad. Der Kameraneigungswinkel kann um 30 Grad angepasst werden. Über eine Saugnapfhalterung wird der Monitor in Szene gesetzt. Die Stabilität der Halterung ist ausreichend, aber nicht überragend.

Das große Manko des AEG-Systems fällt nach wenigen Sekunden auf. Obwohl die Kamera zu ersten Testzwecken im Raum nur rund drei Meter vom Bildschirm entfernt ist, gibt es keine stabile Signalübertragung. Das Bild ist permanent, nahezu im Sekundentakt, am Flackern, dann wird der Monitor kurz schwarz, dann geht das Geflacker weiter. Erst wenn man den Abstand auf etwa zwei Meter verringert, ist eine stabile Signalübertragung möglich. Für größere Fahrzeuge scheidet die Kameralösung damit wohl aus.

Über das Menü kann man Helligkeit, Kontrast und Farbe ändern sowie die Hilfslinien ein- und ausblenden. Ist das Bild nicht gestört, finden wir die Qualität ganz ansprechend, recht scharf mit halbwegs sauberen Konturen und geringem Rauschen. Im Dunkeln lässt die Qualität logischerweise nach, die Helligkeit genügt dank sieben IR-LEDs jedoch, um Parklücken zu erkennen.

Aufgrund der dürftigen 2, 4-GHz-Funkübertragung waren wir im Test von der AEG Automotive 97153 Funk-Rückfahrkamera nicht begeistert. Im Netz findet man mehrere Käufer, die ebenfalls erhebliche Schwierigkeiten mit starkem Flackern bemängeln.

Aeo MH003

Die Aeo MH003 wird zwar als PKW-Kamera verkauft, erinnert optisch aber eher an eine klassische WLAN-Kamera für die Hausüberwachung. Sie ist wasserdicht und verfügt über einen magnetischen Fuß zur Montage auf Metalloberflächen, alternativ kann sie angeklebt werden. Für uns ist die Aeo deshalb primär dazu gedacht, um sie bedarfsweise etwa beim Rangieren eines Anhängers anzubringen. Für eine dauerhafte Montage halten wir sie zumindest am PKW für zu wuchtig, außerdem würde uns der Mut fehlen, bei Tempo 160 auf der Autobahn darauf zu vertrauen, dass die Magnetkraft oder das Klebeband ausreichen.

Der Überwachungswinkel liegt bei 120 Grad, das Objektiv kann um 90 Grad geneigt werden, die Auflösung beträgt 640 x 480 Pixel. Besonderheit: Die Aeo kommt ohne separate Stromversorgung aus, sie hat einen 2.100 mAh starken Akku integriert, der über ein USB-Kabel geladen wird. Nach rund acht Stunden Dauerbetrieb am Tag bzw. sechs Stunden in der Nacht (12 IR-LEDs hellen das Bild auf) muss die Kamera wieder geladen werden.

Sie verzichtet vollständig auf eine Verkabelung, da sie sich per WLAN mit dem Bildschirm verbindet. Dieser wird nicht mitgeliefert, stattdessen muss man sein Smartphone als Kontrollmonitor verwenden. Erforderlich sind die für iOS und Android kostenlos erhältlichen Apps »Safetycam« oder »Safetyeye«. Bei uns macht sich schnell Ernüchterung breit: Unser Samsung Galaxy Note 10+ findet zwar das WLAN der Aeo, aber beide Apps funktionieren nicht. Nach deren Start passiert schlichtweg gar nichts. Laut Rezensionen sind wir nicht die einzigen, denen es so geht.

Auf einem iPad Mini erwecken wir die Bilder der Rückfahrkamera doch noch zum Leben. Die Darstellungsqualität ist ordentlich. Das Bild lässt sich spiegeln und bei Bedarf mit Hilfslinien verzieren. Außerdem kann man Fotos schießen und speichern. Das passt alles. Für die dauerhafte Montage an einem PKW ist uns die Aeo MH003 allerdings zu wuchtig – sie passt besser ins Heck eines Wohnmobils oder eines Lasters. Das WLAN-Signal lässt eine stabile Videoübertragung auch über größere Strecken zu.

Liehuzhekeji Rückfahrkamera

Die Liehuzhekeji Rückfahrkamera besteht aus einem 7 Zoll großen LCD-Bildschirm und einer Kamera mit einem Blickfeld von 120 Grad. Die Aufnahmen werden mit 480 x 272 Pixeln aufgelöst. Sowohl am Display als auch an der Kamera müssen zwei Antennen für die Signalübertragung angeschraubt werden.

Die Bildschirmhalterung ist alles andere als glücklich gewählt. Hier kommt kein Saugnapf zum Einsatz, sondern eine Metallplatte, die am Armaturenbrett festgeklebt werden muss. Neigungs- und Kippwinkel des Displays lassen sich anpassen. Sonderlich stabil wirkt die gesamte Konstruktion nicht.

Die Kamera sitzt in einem massiven, kippbaren Metallkorpus. Wie man den im Bereich der Heckscheibe innen oder außen anbringen soll, ist uns ein Rätsel. Der Hersteller zeigt auch kein Bild. Hier muss man sich mit doppelseitigem Klebeband irgendetwas zusammenbasteln. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung im Miniaturformat auf Englisch liefert generell nur die nötigsten Basisinformationen.

Die Stromversorgung gelingt per Zigarettenanzünder und Rücklicht. Erster Eindruck vom Bildschirm: Die Blickwinkelstabilität ist miserabel. Wenn man hier nicht frontal auf die Anzeige schaut, hellt das Bild so stark auf, dass man fast nichts erkennen kann. Ansonsten ist die Bildqualität durchschnittlich. Deutliche Artefakte sind zu erkennen, helle Bereiche belichten teilweise gnadenlos über, aber zum Einparken ist der Bildschirm schon hilfreich. Für Nachtfahrten ist die Liehuzhekeji mit 18 IR-LEDs ausgestattet, das Bildrauschen ist im Dunkeln allerdings störend.

Über das Menü kann man das Kamerabild um 180 Grad drehen sowie Helligkeit, Kontrast und Farbe verändern. Hilfslinien, die sich laut Herstellerabbildung einblenden lassen, standen uns nicht zur Verfügung. Die Signalübertragung war auch bei unserer Maximaldistanz von sieben Metern weitgehend störunanfällig. Zum Lieferumfang gehört eine Mini-Fernbedienung, die dem Set allerdings ohne Flachbatterie beiliegt.

Wegen der unpraktischen Montagemöglichkeiten und der schlechten Display-Ablesbarkeit ist die Liehuzhekeji Rückfahrkamera für uns keine Empfehlung.

So haben wir getestet

In unserem Test haben wir 9 Funk-Rückfahrkameras zu Preisen zwischen 60 und 150 Euro getestet. Die Monitore wurden im Cockpit eines Volvo XC90 installiert. Um nicht den Strom von der Rückleuchte für die Kamera abzapfen zu müssen, haben wir zudem eine Adapterlösung mit Kabelklemmen für den zweiten Zigarettenanzünder im Fond des Volvo gebastelt. So wurde nicht nur das Display, sondern auch die Kamera mit Strom vom 12-Volt-Anschluss versorgt.

Im Check haben wir neben der Komplexität der Montage die Bildqualität, Zusatzfunktionen und die Signalqualität getestet.

Funk-Rückfahrkamera Test: Rückfahrkamera Februar2021 Gruppenbild
Unsere getesteten Rückfahrkameras in der Übersicht.

Witterungsbedingt wegen extremer Schneefälle und Dauerregens haben wir uns darüber hinaus einen 12-Volt-Adapter für die Steckdose sowie einen doppelten Zigarettenanschluss besorgt, um jedes einzelne Kamerasystem auch noch mal in Ruhe im Haus aufzubauen und die Störanfälligkeit der Signalübertragung über unterschiedliche Entfernungen auszuprobieren. Hierbei haben wir ein empfangsbereites Smartphone zwischen Kamera und Display gelegt, um ganz gezielt störende Einflüsse einzustreuen.

Die wichtigsten Fragen

Wie funktionieren Rückfahrkameras?

Die Kamera selbst wird am Nummernschild, der Stoßstange oder der Heckscheibe befestigt. Ihre Signale gibt sie per Funk weiter an das Display, das per Klebehalterung oder Saugnapf an der Frontscheibe oder auf dem Armaturenbrett angebracht wird. So muss man kein Kabel quer durch das Auto verlegen.

Wie werden Display und Kamera mit Strom versorgt?

Das Display bezieht seine Energie üblicherweise aus dem Zigarettenanzünder. Die Kamera wird in den meisten Fällen über das Rücklicht mit Strom versorgt. Sie aktiviert sich dann automatisch, sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird. Es gibt aber hier auch andere Möglichkeiten, etwa per Akku oder Solarmodul.

Worauf kommt es bei Rückfahrkameras an?

Damit man überhaupt etwas sieht, ist ein stabiles und zuverlässiges Signal zunächst oberste Priorität. Ein möglichst großer Kamerawinkel – idealerweise 170 Grad – hilft, stets die Übersicht zu behalten. Dazu trägt auch ein großes Display mit guter Auflösung bei. HD wäre natürlich toll, viele Modelle lösen allerdings nur in 480 x 272 Pixeln auf, was aber zum Einparken meist noch ausreicht.

Welche Funktionen gibt es?

Um beim Rangieren möglichst sicher zu sein, sind eingeblendete Hilfslinien empfehlenswert. Mindestens genauso wichtig sind ein Ampelsystem oder Warntöne, die schrittweise angeben, wie weit man noch vom Hindernis entfernt ist. Ebenfalls Pflicht: Eine Nachtsichtfunktion, denn gerade im Dunkeln ist Einparken oft schwierig.

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