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Die beste Schlag­bohr­maschine

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Schlag­bohr­maschine Test: Schlagbohrmaschinen
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Wir haben 11 Schlagbohrmaschinen getestet. Die beste ist die Makita HR2631FT13. Sie ist gut verarbeitet, bietet eine hervorragende Handhabung und kommt auch mit harten Materialien zurecht. Dank des mitgelieferten Werkzeugkoffers ist man für die meisten Einsätze gut ausgestattet. Nur wer extrem harten Stein wie Granit bearbeiten will, sollte sich nach Alternativen umsehen – oder am besten gleich zu einem Bohrhammer greifen.

Update 3. Oktober 2019

Wir haben acht neue Schlagbohrmaschinen getestet. Unser neuer Testsieger ist die Makita HP1631KX3. Zwei neue Empfehlungen gibt es für die Bosch Professional GSB 19-2 RE und die Bosch Professional GSB 13 RE.

Die Schlagbohrmaschine ist die Allzweckwaffe für Bohrungen in verschiedenste Materialien mit einem breiten Spektrum an realisierbaren Durchmessern.

Durch den Preisverfall bei Spezialmaschinen wie Bohr- und Meißelhämmern und die Einführung sogenannter Multihämmer hat die klassische Schlagbohrmaschine mittlerweile zwar reichlich Konkurrenz bekommen, dennoch hat die Schlagbohrmaschine in manchen Bereichen noch immer die Nase vorn.

Zum einen ist ein Schlagbohrer meist kleiner und leichter als ein Bohrhammer, günstiger in der Anschaffung und kann notfalls auch zum Lösen der einen oder anderen Schraube eingesetzt werden. Zum anderen kommen fast alle Schlagbohrmaschinen mit einem Schnellspannbohrfutter – ein Muss für einige Werkzeuge, wie Metall- und Holzbohrer oder Lochkreissägen.

Bohrhämmer nutzen dagegen in der Regel SDS-Bohrfutter. Sie können außer Bohren auch meißeln und sind ideal, um viele Löcher in mineralisches Material zu schlagen, ziehen dafür aber in Sachen Genauigkeit den Kürzeren.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Makita HP1631KX3

Schlag­bohr­maschine Test: Image
Die Makita HP1631KX3 vereint angenehme Handhabung, saubere Verarbeitung und vorbildliche Ausstattung.

Mit der Makita HP1631KX3 ist man bestens ausgestattet: Die handliche und leichte Schlagbohrmaschine punktet mit hochwertiger Verarbeitung, einer sehr guten Ergonomie und hervorragender Bohrleistung. Dank des mitgelieferten, 74-teiligen Werkzeugsets ist man für die meisten Vorhaben gut gerüstet. Lediglich bei extrem harten Materialien muss die Makita etwas zurückstecken.

Generalist

Bosch Professional GSB 19-2 RE

Test Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 19-2 RE
Gut vorbereitet: Mit der GSB 19-2 RE ist man für fast alle Bohrangelegenheiten gut gewappnet.

Die Bosch Professional GSB 19-2 RE ist eine größere Schlagbohrmaschine mit einer hohen Leistung. Sie kann nicht nur mit härteren Materialien umgehen, sondern ist dank ihres Zweiganggetriebes für praktisch jede Art von Bohrvorhaben eine gute Wahl, zumal sie dem Nutzer mit satten vier Metern Stromkabel eine üppige Bewegungsfreiheit lässt.

Gut & Günstig

Bosch Professional GSB 13 RE

Test Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 13 RE
Die Bosch GSB 13 RE ist kein Kraftprotz, für die meisten Tätigkeiten aber vollkommen ausreichend – und für wenig Geld zu haben.

Mit der Bosch Professional GSB 13 RE ergattert eine Profi-Maschine unsere Preis-Empfehlung. Die Maschine ist ähnlich leicht und kompakt wie der Testsieger und auch von vergleichbarer Qualität. Zwar hat sie weniger Leistung als die Makita und man muss auf das umfangreiche Zubehör verzichten, dafür bekommt man die Maschine aber auch für deutlich weniger Geld.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGeneralistGut & Günstig
Modell Makita HP1631KX3 Bosch Professional GSB 19-2 RE Bosch Professional GSB 13 RE Bosch EasyImpact 550 Einhell TE-ID 750/1 E TackLife PID01A-DE Bosch AdvancedImpact 900 Einhell TC-ID 550 E
Schlag­bohr­maschine Test: ImageTest Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 19-2 RETest Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 13 RETest Schlag­bohr­maschine: Bosch EasyImpact 550Test Schlag­bohr­maschine: Einhell TE-ID 750/1 ESchlag­bohr­maschine Test: Tacklife Pid01a DeTest Schlag­bohr­maschine: Bosch AdvancedImpact 900Test Schlag­bohr­maschine: Einhell TC-ID 550 E
Pro
  • Super Handhabung und Ergonomie
  • Leicht und kompakt
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gute Bohrleistung
  • Stattliches Zubehör-Set inklusive
  • Leistungsstark
  • Vielseitig
  • Hervorragende Bohrleistung
  • Zweiganggetriebe
  • Gute Verarbeitung
  • Langes Stromkabel
  • Super Handhabung und Ergonomie
  • Leicht und kompakt
  • Gute Verarbeitung
  • Günstig
  • Sehr leicht
  • Kompakt
  • Relativ günstig
  • Möglichkeiten zur Drehzahlanpassung
  • Gute Bohrergebnisse
  • Leicht und kompakt
  • Relativ günstig
  • Zweiganggetriebe
  • Ordentliche Bohrleistung
  • Günstig
Contra
  • Kein Stellrad zur Drehzahljustierung
  • Kurzes Stromkabel
  • Relativ groß und schwer
  • Verhältnismäßig teuer
  • Zu schwach für sehr harte Materialien
  • Mäßige Bohrleistung
  • Drill Assistant stört beim Bohrerwechsel
  • Suboptimaler Vordergriff
  • Billiges Material
  • Billiges Material
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Handhabung (kopflastig)
  • Schlechte Bohrergebnisse
  • Schlechtes Bohrfutter
  • Maschine erhitzt sich schnell
  • Suboptimale Handhabung
  • Drill Assistant stört beim Bohrerwechsel
  • Normaler Vordergriff ist zu weit unten
  • Relativ groß und schwer
  • Verhältnismäßig teuer
  • Billiges Material
  • Schlechte Verarbeitung
  • Riecht nach Chemie
  • Schlechtes Bohrfutter
  • Schlechte Bohrergebnisse
Bester Preis
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Allrounder mit Schlag

Gegenüber Bohrhämmern haben Schlagbohrmaschinen beim Bohren in harten Materialien wie Stahlbeton oder Granit das Nachsehen, aber dafür haben sie andere Vorzüge.

Zum einen lässt sich eine Schlagbohrmaschine deutlich kompakter konstruieren als ein Bohrhammer oder eine andere Maschine mit einem stärkeren Schlagwerk. Zum anderen kann sie neben gelegentlichen Bohrungen in Beton und anderem harten Mauerwerk auch Filigranarbeit leisten: Bei kleinen Löchern mit drei bis fünf Millimetern Durchmesser in Sandstein, Holz, Metall oder Kunststoff kann man mit der Schlagbohrmaschine viel genauer arbeiten als mit einem schweren Multihammer. Das gilt auch für Gewinde in Metall, für die ein Multihammer meist zu groß und zu schwer ist, um das eingespannte Werkzeug mit der notwendigen Ruhe führen zu können.

Die Schlagbohrmaschine ist dagegen ein echtes Allround-Werkzeug, das für ein großes Spektrum an Anwendungen geeignet ist. Nicht zuletzt deshalb gehört sie in vielen Haushalten zur Standard-Ausrüstung. Da nimmt man gern in Kauf, dass man für manche Arbeiten, vor allem Bohrungen in Beton, mehr Zeit und vor allem auch mehr Kraft aufwenden muss. Denn die Schlagbohrmaschine ist zur Entfaltung ihrer Schlagkraft auf den Muskelschmalz des Handwerkers angewiesen, während der Bohrhammer sich quasi von selbst ins Mauerwerk zieht. Derartige Schwerstarbeit sollte deshalb auch eher die Ausnahme für eine Schlagbohrmaschine sein. Für das Anbringen der einen oder anderen Deckenbeleuchtung reicht’s.

Schlag­bohr­maschinen sind Multitalente und können auch filigrane Arbeiten leisten

Vor allem für Hausbesitzer, die überwiegend Ziegelwände haben und nur hin und wieder in Beton bohren müssen, ist eine Schlagbohrmaschine die beste Wahl. Denn auch bei Kalksandstein, Klinker, Leichtbauzwischenwänden aus Gipskarton oder anderen Materialien wie Holz beim Aufbau eines Carports oder Gartenhäuschens ist eine Schlagbohrmaschine genau das richtige Werkzeug. Schlag­bohr­maschinen sind eben Multitalente. Sie können auch filigrane Arbeiten leisten und sind leichter zu handhaben als ein großer, schwerer Bohrhammer.

Fester Halt – eine Frage des Futters

Fast alle Schlagbohrmaschinen nutzen heutzutage Schnellspannbohrfutter. Die lassen sich per Hand anziehen und auch wieder lösen. Die herkömmlichen Zahnkranzbohrfutter sind aufgrund des zusätzlich benötigten Bohrfutterschlüssels nicht ganz so komfortabel zu bedienen, lassen sich allerdings meist fester anziehen – aber auch schwerer wieder lösen.

Je besser das Futter, desto fester der Halt

Schnellspannbohrfutter sind eine feine Sache, wenn man einige Dinge berücksichtigt. So neigen sie schon mal dazu, sich zu lockern, wenn man per Linkslauf besonders feste Schrauben löst. Die meisten Schnellspannbohrfutter verfügen daher über eine entsprechende Sicherung: Beim Festziehen des Bohrers macht ein deutlich hör- und spürbares »Knack« darauf aufmerksam, dass das Futter eingerastet ist und der Bohrer nunmehr fest drin sitzt. Über diesen Widerstand muss das Bohrfutter zum Lösen des Werkzeugs gedreht werden, was einiges an Handkraft erfordert. Daher ist es empfehlenswert, zum Anziehen und Lösen des Bohrfutters rutschfeste Arbeitshandschuhe zu tragen.

Zahnkranzbohrfutter sind übrigens mitunter immer noch erhältlich. Auch hier gibt es beide Varianten, eines für Rechts- und Linkslauf und eines ausschließlich für rechtslaufende Maschinen.

So haben wir getestet

Wir haben in zwei Testdurchgängen ingesamt 11 Schlagbohrmaschinen getestet, von denen aktuell noch 8 im Handel erhältlich sind.

Allen Maschinen haben wir insgesamt fünf verschiedene Materialien entgegengesetzt. Den Anfang machte fünf Millimeter dicker Baustahl (Typ ST37 bzw. S235JR), dem wir mit einem 4 Millimeter dicken Metallbohrer zu Leibe rückten – natürlich ohne Schlagbohrfunktion. Das vorgebohrte Loch haben wir dann mit einem 8-Millimeter-Bohrer ausgeweitet. Bis zu diesem Punkt konnten noch alle Maschinen mithalten, wenn auch nicht alle gleich gut.

Anschließend ging es in einen gebrannten Ziegel. Dazu haben wir einen Steinbohrer mit einem Durchmesser von 8 Millimetern eingespannt und die Schlagfunktion eingeschaltet. Hier fingen die ersten Geräte zu schwächeln an: Das Vorankommen war mühsam und einige Testkandidaten wurden spürbar warm.

Als wir als nächste Disziplin Beton bearbeiteten, kamen die ersten Maschinen schon nicht mehr hinterher. Davon hatten wir zwei Sorten, eine weichere und eine härtere. Beim Bohren des härteren Betons war der Vortrieb mancher Modellen so langsam, dass man damit in der Praxis nicht vernünftig arbeiten könnte.

 Schlag­bohr­maschine Test: Schlagbohrmaschinen
Alle Schlagbohrmaschinen aus dem Update 09/2019: Die Metabo SBE 710 (dritte von rechts) ist mittlerweile nicht mehr verfügbar.

Als Endgegner haben wir einen massiven Granitblock gewählt. Für ein so hartes Material sind Schlagbohrmaschinen natürlich nicht gemacht, als Härtetest war die Granitbohrung aber sehr aufschlussreich. Einige Schlagbohrmaschinen kapitulierten komplett, andere schafften es immerhin, Löcher in den Stein zu bohren, auch wenn das mühsam war und sehr langsam ging.

Neben den Bohrergebnissen haben wir auf Handhabung, Ergonomie und Verarbeitung geachtet. Außerdem waren Funktionsvielfalt und Ausstattung Punkte, die in unsere Bewertung einflossen. Schließlich möchte man nach der Arbeit weder Schwielen an den Händen haben, noch jedes Jahr eine neue Maschine kaufen müssen.

Ignoriert haben wir hingegen die Schraubleistung. Zwar ist es grundsätzlich möglich, mit einer Schlagbohrmaschine zu schrauben, aber dafür fehlt es den meisten Maschinen an einer Drehmomenteinstellung – im Testfeld gab es kein einziges Modell mit dieser Aussattung. Für größere Schraubvorhaben sind Schlagbohrer ohnehin zu unhandlich. Da empfiehlt es sich, zu einem entsprechendem Spezialgerät zu greifen: Hier lesen Sie unseren Test der besten Akku-Schrauber.

 Schlag­bohr­maschine Test: Makita Hp1631kx3

Testsieger: Makita HP1631KX3

Die Arbeit mit der Makita HP1631KX3 macht Spaß: Die Handhabung gefällt, die Bohrleistung kann ich sehen lassen und die saubere Verarbeitung verspricht, dass das Gerät einige arbeitsreiche Jahre überdauern wird. Dank des großzügigen, mitgelieferten Zubehör-Sets kann man gleich loslegen. Zur Aufbewahrung findet die Maschine Platz im zugehörigen Transportkoffer.

Testsieger

Makita HP1631KX3

Schlag­bohr­maschine Test: Image
Die Makita HP1631KX3 vereint angenehme Handhabung, saubere Verarbeitung und vorbildliche Ausstattung.

Die Schlagbohrmaschine ist recht kurz und kompakt und wiegt gerade mal zwei Kilo. Das führt zu einer hervorragenden Handhabung und beugt frühzeitigen Ermüdungserscheinungen vor. Das Kabel fällt mit einer Länge von zwei Metern nicht allzu großzügig aus, reicht für die meisten Arbeitssituationen aber aus. Das Kabel ist weich und flexibel und maschinenseitig zugentlastet.

Die HP1631KX3 ist sehr gut verarbeitet und an den entscheidenden Stellen mit den richtigen Materialien ausgestattet. So sind die Handauflageflächen am Griff gummiert, um Abrutschen vorzubeugen, und der Getriebekopf besteht aus Metall und nicht wie bei anderen Modellen aus Kunststoff.

Handliche Maße, Top-Ergonomie

Auch die Ergonomie gefällt uns: Die Bedienelemente an der ohnehin schon handlichen Maschine sind sinnvoll positioniert und gut zu erreichen. Der Vordergriff lässt sich durch Drehen lockern bzw. festziehen, wenn man seinen Winkel verändern möchte. Lediglich die Taste zum Feststellen der aktuellen Drehzahl, die nur auf einer Seite des Griffs vorhanden ist, könnte für Linkshänder etwas unpraktisch liegen.

Ein ungewöhnliches Highlight ist der Transportkoffer, in dem die HP1631KX3 geliefert wird. Er beinhaltet neben der Schlagbohrmaschine selbst auch noch ein umfangreiches Zubehörsortiment: Satte 74 Einzelteile für zahlreiche verschiedene Einsatzgebiete stehen bereit, darunter diverse Schraub-Bits, Nüsse für Sechskantschrauben, Senker und Bohrer für Stein, Metall, Holz und Holz. Für die meisten Aufgaben zuhause ist man damit bestens ausgestattet.

Die Arbeit mit der 710 Watt starken Bohrmaschine gestaltet sich angenehm. Die Drehzahl wird über den Druckweg des Abzugschalters reguliert und lässt sich so sehr genau dosieren, was vor allem bei Metall, in das man üblicherweise bei relativ niedrigen Geschwindigkeiten bohrt, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bringt. Das Schnellspannbohrfutter, das Bohrer bis zu 12 Millimetern aufnehmen kann, gibt beim Werkzeugwechsel eine klare Rückmeldung und hält die eingesetzten Bohrer sicher an Ort und Stelle, wir konnten hier keinerlei Spiel ausmachen.

Saubere Löcher in Metall und Ziegel

In Stahl zauberte die Makita zügig ein sauberes Loch ohne ausgefranste Kanten, ohne dabei abzurutschen, zu zittern oder ins Schwimmen zu geraten. Auch den Ziegel meisterte die Schlagbohrmaschine ohne Probleme, zeigte aber eine Tendenz dazu, ganz leicht zu wandern. Unkontrollierbar wurde sie allerdings nicht: Nachdem unsere erste Testbohrung geringe Ungenauigkeiten zeigte, gingen wir mit höherer Sorgfalt an die zweite Bohrung und bekamen auch prompt ein schön sauberes Loch mit klaren Rändern. Das dezente Wandern kommt von der Schlagfunktion und tritt bei hohen Frequenzen stärker auf, lässt sich aber gut unter Kontrolle bringen.

Im Beton zeichnete sich ein ähnliches Bild. Der Vortrieb war, wie bei hartem Material zu erwarten, etwas langsamer, aber nicht zu langsam, und die Maschine machte bei beiden Blöcken keinerlei Anstalten, sich die Zähne auszubeißen. Das bereits beschriebene, leichte Zittern war auch hier wahrnehmbar, stellte aber kein Problem dar.

Erst auf Granit kam die HP1631KX3 an ihre Grenzen. Mit einer gehörigen Portion Kraftaufwand konnten wir langsam und mühsam ein Loch bohren, dabei wurden Bohrer und Getriebekopf aber schnell heiß. Hätten wir es darauf ankommen lassen, hätten wir bestimmt irgendwann eine akzeptable Tiefe erreicht, doch dann hätte unser Bohrer wohl das Zeitliche gesegnet.

Das kann man der Makita aber kaum vorhalten, denn für derlei Vorhaben sind Schlagbohrmaschinen einfach nicht gemacht. Für solche Bohrungen muss ein Bohrhammer her.

Die Makita ist ein belastbares Arbeitstier

Alles in allem ist die Makita HP1631KX3 ein belastbares Arbeitstier ohne schwerwiegende Schwächen, das aufgrund der hohen Material- und Verarbeitungsqualität Langlebigkeit verspricht, mit einer sehr guten Handhabung überzeugt und nicht nur aufgrund der großzügigen Zubehörs eine erstklassige Wahl vor allem für Heimwerker darstellt.

Nachteile

Wie bereits erwähnt, ist das Stromkabel mit gerade einmal zwei Metern für unseren Geschmack etwas zu kurz. Außerdem könnte, je nach individuellen Vorlieben, manchem das Fehlen eines Stellrads zur Drehzahljustierung sauer aufstoßen. Es gibt nur die in den Abzugschalter integrierte manuelle Drehzahlregulierung und einen Feststellknopf. Wir kamen mit der Lösung gut zurecht.

Makita HP1631KX3 im Testspiegel

Bislang hat noch keine andere Redaktion die Makita HP1631KX3 getestet. Sobald sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Die Makita HP1631KX3 bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, für manche reicht aber auch eine günstigere Maschine. Denen empfehlen wir die Bosch Professional GSB 13 RE. Wer auf der Suche nach einem größeren Modell mit mehr Leistung ist, ist dagegen mit der stärkeren Bosch Professional GSB 19-2 RE gut beraten.

Generalist

Bosch Professional GSB 19-2 RE

Test Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 19-2 RE
Gut vorbereitet: Mit der GSB 19-2 RE ist man für fast alle Bohrangelegenheiten gut gewappnet.

Die Bosch Professional GSB 19-2 RE ist ein hervorragender Helfer für alle, die gerne etwas mehr Power möchten. Mit einem Gewicht von 2,6 Kilogramm ist sie rund ein Drittel schwerer als unsere beiden anderen Empfehlungen, aber auch deutlich größer. Dafür kommt sie dank Zweigangetriebene und 850 Watt Leistung besser mit harten Untergründen zurecht.

Bezüglich der rohen Zahlen ist die Bosch Professional GSB 19-2 RE mit der Bosch AdvancedImpact 900 vergleichbar: Beide sind ähnlich groß, wiegen fast gleich viel, haben eine ähnliche Motorleistung und fassen Bohrer bis zu einem Durchmesser von 18 Millimetern. Im direkten Vergleich lässt das blaue Modell das grüne aber weit hinter sich.

Stabil und langlebig

Der Korpus der Maschine besteht aus Kunststoff, der an allen sinnvollen Stellen mit rutschfestem Softgrip-Material bedeckt ist. Der Getriebekopf kommt im Alu-Druckguss-Gewand daher, das Stromkabel ist dick, flexibel und satte 4 Meter lang – eines der längsten im Testfeld. An der Maschine ist das Kabel mit einemKugelgelenk angesetzt, was die Handhabung verbessert, Kabelbrüchen vorbeugt und mehr Langlebigkeit verspricht. Die Verarbeitung ist durchgehend sauber, wie man das von Bosch Professional gewohnt ist.

Auch die Ergonomie der Maschine überzeugt. Besonders im Vergleich zur grünen Schwester lässt sich die GSB 19-2 RE trotz ähnlicher Maße besser kontrollieren. Außerdem lässt sich der Vordergriff per Schraubbewegung lösen statt per Flügelschraube – ein klarer Komfortvorteil.

Der Drehrichtungsschalter für Rechts- und Linkslauf ist beidseitig bedienbar und sitzt nun seitlich oberhalb des Griffs. Gegenüber der kleineren Bosch Professional GSB 13 RE lässt er sich merklich besser bedienen.

Vielseitig dank Zweiganggetriebe

So richtig spielt die GSB 19-2 RE ihre Karten aus, wenn es an die Arbeit geht. Dank des Zweiganggetriebes ist ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen realisierbar, was das Bearbeiten von einer Vielzahl von Materialien ermöglicht: Von Holz über Metall bis hin zu Beton kann die Maschine alles mögliche bohren, da können Modelle mit nur einem Gang nicht mithalten.

Entsprechend fein ging es dann auch beim Bohren zu. Selbst harter Beton war kein Problem und sogar in den Granit bekamen wir den Bohrer, wenn auch nur langsam.

Die Bosch Professional GSB 19-2 RE ist vor allem robust und vielseitig. Gegenüber den anderen größeren Modellen in unserem Test ist die Arbeit mit ihr angenehmer, gegenüber den kompakteren Konkurrenten machen sich Größe und Gewicht aber natürlich bemerkbar. Wer sich nicht daran stört und bereit ist, den nicht ganz niedrigen Anschaffungspreis zu bezahlen, bekommt eine Schlagbohrmaschine, die bei fast allen Bohrarbeiten gute Dienste leistet.

Gut & Günstig

Bosch Professional GSB 13 RE

Test Schlag­bohr­maschine: Bosch Professional GSB 13 RE
Die Bosch GSB 13 RE ist kein Kraftprotz, für die meisten Tätigkeiten aber vollkommen ausreichend – und für wenig Geld zu haben.

Die Bosch Professional GSB 13 RE ist vor allem für ambitionierte Heimwerker eine gute Wahl. Zwar wurde an einigen Stellen gespart, was die wichtigsten Aspekte angeht liefert Bosch aber bewährte Qualität.

Das Gehäuse der Schlagbohrmaschine besteht fast vollständig aus Kunststoff, auch am Getriebekopf. Metall findet sich lediglich am Bohrfutter, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Trotzdem wirkt die Maschine keineswegs billig, was in erster Linie der sauberen Verarbeitung zu verdanken ist. Das Gerät wirkt stabil; Grate oder Spaltmaße konnten wir nicht ausmachen und auch das Stromkabel ist schön dick und flexibel.

Gelungene Handhabung

Im Praxistest fiel uns die gelungene Handhabung auf: Die GSB 13 RE ist sehr kurz und kompakt gebaut, wodurch man näher am Werkstück agieren kann. Außerdem sie sehr leicht: Ihr Eigengewicht von gerade einmal 1,8 Kilogramm ist auch für Zeitgenossen ohne Fitness-Ambitionen problemlos zu stemmen, selbst bei längeren Einsätzen.

Dank der angenehmen Ergonomie und der rutschfesten Gummierung an der Handauflage hat man die Maschine jederzeit sicher im Griff. Lediglich der Schalter für Rechts- und Linkslauf ist aufgrund seiner Lage und vor allem seines relativ langen Hubwegs nicht ganz so komfortabel zu bedienen.

Im Bohrtest konnte sich die Bosch Professional GSB 13 RE sehr gut gegen Metall und weichen Beton  behaupten. Ziegel und harter Beton bereiteten der Maschine hingegen Probleme. Mit genügend Druck konnten wir zwar durchaus noch Löcher bohren, wir mussten uns dazu aber schon ziemlich stark auf die Maschine stützen, um den nötigen Gegendruck aufzubringen, außerdem ging die Arbeit ein gutes Stück langsamer voran. Darüber hinaus fielen uns im Betrieb leichte Getriebegeräusche auf.

Aber angesichts eines Preises von gerade mal 60 Euro ist das Jammern auf hohem Niveau, besonders in Hinsicht auf die blaue Farbe der Maschine. Gegenüber der ähnlich teuren Bosch EasyImpact 550 aus der grünen Reihe spielt das Profi-Modell tatsächlich in einer anderen Liga.

Wer eine höhere Leistung benötigt, sollte allerdings lieber zu einem größeren Modell greifen, denn gerade bei vielen Löchern und sehr hartem Material ist die Arbeit zu gemächlich – wer Weicheres bohrt und nur kleinere Arbeiten plant, wird aber wunderbar mit der kleinen Profi-Bosch zurechtkommen.

Außerdem getestet

Bosch EasyImpact 550

Die Bosch EasyImpact 550 ist ein Einsteigermodell. Mit ihrem namensgebenden, 550 Watt starken Elektromotor war sie neben der Einhell TC-ID 550 E die leistungsschwächste Schlagbohrmaschine in unserem Test, ihre Probleme liegen aber woanders. Bosch liefert das Gerät zusammen mit dem sogenannten »Drill Assistant« aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen komfortableren Bohrtiefenbegrenzer, an dessen Ende ein Auffangbehälter für Bohrstaub befindet. Das Einstellen der gewünschten Tiefe ist schnell und einfach erledigt, trotzdem stellt sich der Aufsatz als unpraktisch heraus, da der Drill Assistant beim Festziehen des Bohrfutters im Weg ist.

Ebenfalls unpraktisch ist die Befestigung des Vordergriffs: Während so gut wie alle anderen Modelle auf ein dreh- bzw. schraubbares Griffstück setzen, realisiert Bosch das Verstellen mit Hilfe einer Flügelschraube, man muss dazu also den Griff loslassen und umgreifen – und trotzdem sitzt er anschließend nicht richtig, wir konnten deutliches Spiel ausmachen.

Darüber hinaus ist uns unverständlich, warum die Feststelltaste für die Drehzahl nur bei voller Geschwindigkeit funktioniert. Und wo wir gerade bei der Drehzahl sind: Deren Regulierung ist nicht zufriedenstellend. Gerade für das Bohren von Stahl eignen sich niedrige Drehzahlen besser, die man aufgrund des zu sensiblen Tasters kaum umgesetzt bekommt – hier wäre weniger mehr gewesen.

In der Praxis zeigte der EasyImpact 550 nur bescheidene Ergebnisse: Mit weichem Beton kam die Maschine noch gut zurecht, durch hartem Beton und Ziegel quälte sie sich aber regelrecht – hier fehlt es schlichtweg an Power. Für mehr als seltene Gelegenheitseinsätze ist die Maschine kaum zu gebrauchen.

Einhell TE-ID 750/1 E

Die Einhell TE-ID 750/1 E überrascht mit einigen schönen Funktionen, die wir angesichts der Preisklasse nicht erwartet hatten. Vor allem die Einstellungsmöglichkeiten der Drehzahl haben uns gut gefallen. Diese wird direkt über den Abzugschalter beinflusst, je weiter man also den Abzug drückt, umso schneller dreht sich der Bohrer. Der Clou daran sind zwei separate Tasten, von denen eine eine Höchstdrehzahl festlegt, was praktisch ist, wenn man in Materialien bohren möchte, die sich nicht so gut mit hohen Drehzahlen vertragen – Metall zum Beispiel. Die andere Taste ist ein Feststellknopf, der sich – anders als bei einigen Konkurrenten – auch bei langsameren Geschwindigkeiten als der höchsten benutzen lässt.

Leider merkt man der Maschine ihren Kampfpreis an anderer Stelle an, denn Haptik und Verarbeitung lösen wahrlich keine Jubelstürme aus. Zwar ist der Getriebekopf aus Aluminium-Druckguss, der Kunststoff, aus dem das Gehäuse ansonsten besteht, hinterlässt aber einen billigen Eindruck. Bemerkenswert war auch der Sicherungsschalter am Vordergriff, der bei der erstbesten Gelegenheit einfach abfiel. Da man den Winkel des Griffs, genau wie bei den meisten anderen Modellen auch, per Schraubbewegung lockert bzw. arretiert, haben wir den Sinn des Schalters zwar ohnehin nicht verstanden, trotzdem darf so etwas einfach nicht passieren.

Die Handhabung geht noch in Ordnung, steht hinter der Konkurrenz aber zurück. Grund dafür ist die Länge der Maschine, die zusammen mit einer unglücklichen Gewichtsverteilung für eine spürbare Kopflastigkeit sorgt.

Besser sieht es bei den Bohrergebnissen aus: Abgesehen von Granit, gegen den die TE-ID 750/1 E so gut wie überhaupt nichts ausrichten konnte, kam sie mit allen unseren Herausforderungen gut zurecht, selbst Ziegel und harter Beton waren kein Problem.

TackLife bedient gewöhnlich ein sehr preisbewusstes Publikum und da bildet auch die PID01A-DE keine Ausnahme. Der Schlagbohrer kommt lediglich in einer schmucklosen Pappschachtel, auf einen Transportkoffer muss man also verzichten. Angesichts des günstigen Preises ist das auch zu verschmerzen. Dafür legt TackLife einige Bohrköpfe bei, die zwar nicht allzu hochwertig wirken, aber zumindest ein paar Gelegenheitseinsätze überstehen sollten – selbst getestet haben wir sie allerdings nicht.

Durch Metall bohrte die Maschine ohne jegliche Probleme, in Beton sah es aber schon ganz anders aus. Der Haken war aber nicht etwa die Motorleistung, die mit 710 Watt eigentlich gar nicht mal niedrig ausfällt, sondern das Bohrfutter, das unsere Bohrer einfach nicht richtig festhalten wollte – unter Belastung lockerte sich der Halt ziemlich schnell. Gleichzeitig wurde die Maschine innerhalb kürzester Zeit spürbar warm.

Um mal ein Regal aufzuhängen oder vergleichbare Kleinigkeiten zu erledigen, kann man die PID01A-DE durchaus zur Hand nehmen, für häufigere Einsätze dürfte sie aber selbst Gelegenheitsheimwerkern zu mager sein.

Bosch AdvancedImpact 900

Wie der Name schon vermuten lässt, ist die Bosch AdvancedImpact 900 das größere Schwestermodell der EasyImpact 550 und so teilt sie auch einige ihrer Eigenschaften, etwa die Flügelschraube am Vordergriff und den Drill Assistant. Letztgenannter lässt sich wahlweise auch gegen einen klassischen Griff mit herkömmlichem Bohrtiefenbegrenzer tauschen. Der stört nicht beim Werkzeugwechsel, dafür ist das eigentliche Griffstück viel weiter unten – zu weit für unseren Geschmack. In Kombination mit der länglichen Bauform und dem relativ hohen Gewicht ergibt sich daraus eine durchwachsene Handhabung.

Was die Leistung angeht, kann die AdvancedImpact 900 zum Glück mehr abliefern als die kleinere EasyImpact 550. Dank ihrer 900 Watt Motorleistung und ihrem Zweiganggetriebe konnte sie auch mit harten Materialien umgehen, lediglich Granit war für sie zu hart. Aber wie schon beschrieben, hatten auch alle anderen Kandidaten ihre Probleme damit.

Insgesamt ist die AdvancedImpact 900 in Ordnung, aber nicht überragend. Es gibt bessere Modelle, die für weniger Geld mehr bieten.

Einhell TC-ID 550 E

Die Einhell TC-ID 550 E war die günstigste Schlagbohrmaschine in unserem Test – und das merkt man ihr leider auch an. Material und Verarbeitung sind minderwertig, das Stromkabel steif und sehr kurz und fängt schon unter geringer Last – sprich: bei minimaler Wärmeentwicklung – an, nach Chemie zu riechen. Der Eindruck setzt sich bei der Handhabung fort: Die Drehzahlregulierung im Abzug ist nicht feinfühlig genug und das Bohrfutter, das in jede Menge Kunststoff gekleidet ist, gibt keine klare Rückmeldung, wenn der Bohrer einrastet – andere Geräte quittieren die richtige Position mit einem Klicken, nicht so die Einhell. Positiv können wir in diesem Zusammenhang lediglich die kompakte Bauform nennen, dank der sich die TC-ID 550 E sogar einhändig führen lässt.

Metall und weichen Beton konnten wir mit der Schlagbohrmaschine gut bearbeiten, bei Ziegel und hartem Beton mussten wir uns aber mit vollem Gewicht auf das Gerät stützen, um voranzukommen – und das trotzdem ziemlich gemächlich. Am Granit hinterließ die Maschine kaum einen Kratzer.

Man kann mit der Einhell TC-ID 550 E also ein Loch bohren. Wenn es allerdings mehrere werden sollen, dann lieber nicht mit dieser Maschine.

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Kommentare

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Stephan Clemenz
Stephan Clemenz

Die echte Reglung wird sowieso nicht begriffen.

Kein anderer Hersteller hat diese teure Technik.

Harald Kröll
Harald Kröll

Liaba a Bosch oda makita

Jonas Stiegele
Jonas Stiegele

HILTI ist immer noch beste schlagbohrmaschiene

Detlef Kopmann
Detlef Kopmann

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Melanie Eisel
Melanie Eisel

Franz Wilfling II Für mei Spotzl nur das BESTE !!!!! 🙂

Franz Wilfling II
Franz Wilfling II

Du weißt halt was Qualität ist !!!

Manuel Carp
Manuel Carp

Hab die auch sau geiles ding aber langen schrauben hatt sie mal kurz gestunken☺☺☺☺

Pascal Laufer
Pascal Laufer

Tut doch jede

Christian Rinner
Christian Rinner

Gibts auch bei obi!!! Und di sbe 850 ist Aktion!!!