Die beste SD-Karte

14 SD-Karten im Test

Die beste SD-Karte für Digitalkameras ist die SanDisk Extreme. Sie bietet erstklassige Speicher- und Lesegeschwindigkeiten sowie kurze Zugriffszeiten – und das zu einem fairen Preis. Damit ist sie für Einsteiger und anspruchsvolle Anwender gleichermaßen geeignet.

SD-Karten braucht man vor allem für Spiegelreflex- oder Systemkameras, aber auch für Camcorder. Man kann sie aber auch gut als Speichererweiterung fürs Laptop benutzen. Fürs Smartphone sind sie jedoch zu groß. Hier kommen Micro-SD-Karten zum Einsatz.

Wir haben uns alle auf dem deutschen Markt erhältlichen SD-Karten angesehen und 14 aktuelle Modelle für unseren Test ausgewählt. Dabei haben wir uns auf Speicherkarten mit einer Kapazität von 64 Gigabyte beschränkt, weil diese Größe in der Regel das beste Verhältnis von Preis zu Speicherplatz bietet und auch am meisten nachgefragt wird.

Modelle mit 32 oder 128 Gigabyte erreichen in der Regel sehr ähnliche Testergebnisse wie die von uns getesteten Versionen mit 64 Gigabyte. Wer also mehr Speicherplatz benötigt oder die geringere Kapazität zu einem deutlich günstigeren Preis bekommt und damit auskommt, kann unsere Empfehlungen in den anderen Größen ebenfalls unbesorgt kaufen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: SanDisk Extreme

Test: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Exreme 64 GB SDXC
Eine hohe Geschwindigkeit und ein günstiger Preis zeichnen unseren Favoriten aus.
Amazon€ 35,99

von 27 Lesern gekauft

Unsere Top-Empfehlung ist die SanDisk Extreme, weil sie in allen Bereichen Spitzenwerte oder zumindest sehr gute Ergebnisse liefert. Sie bietet eine sehr hohe Lesegeschwindigkeit und eine Schreibgeschwindigkeit, die selbst für 4K-Aufnahmen locker ausreicht – trotzdem ist sie relativ günstig und damit ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Gut & günstig: Toshiba Exceria

Test besten SD-Karten: Toshiba Exceria
Für kleines Geld bietet die Toshiba Exceria immer noch eine gute Leistung.

Wer noch weniger für eine ordentliche SD-Speicherkarte ausgeben möchte, greift zur Toshiba Exceria. Sie bietet zu einem sehr guten Preis immer noch sehr gute Werte, die für Full-HD-Filmer und anspruchsvolle Hobbyfotografen genügen. Lediglich für die Aufnahme von 4K-Videos reicht es bei ihr nicht ganz. Wer das nicht vorhat, braucht keine teurere Karte.

Wenn Geld egal ist: SanDisk Extreme Pro

Test: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Extreme Pro
Die Extreme Pro ist teuer, dafür bietet sie die beste Leistung.

Wer dagegen absolut keine Kompromisse machen will, fährt mit der SanDisk Extreme Pro am besten. Sie lieferte in allen Testkategorien Topwerte und eignet sich damit selbst für anspruchsvollste Aufgabe, sogar 8K-Videomaterial kann man mit ihr aufnehmen. Für die gute Performance muss man allerdings auch etwas mehr Geld ausgeben – wobei die Extreme Pro teilweise auch für wenig mehr als unser Favorit zu haben ist.

Vergleichstabelle

Unser FavoritGut & günstigWenn Geld egal ist
Modell SanDisk Extreme Toshiba Exceria SanDisk Extreme Pro Lexar 1000x Transcend Ultimate UHS Verbatim Pro+ Fujifilm High Professional Intenso SDXC UHS-1 Lexar 300x Lexar 633x PNY Elite Performance PNY SDXC Performance SanDisk Ultra Transcend TS64GSDU3E SDXC
Test: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Exreme 64 GB SDXCTest besten SD-Karten: Toshiba ExceriaTest: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Extreme ProTest besten SD-Karten: Lexar 1000xTest besten SD-Karten: Transcend R95/W85Test besten SD-Karten: Verbatim Pro+Test SD-Karte: Fujifilm High ProfessionalTest SD-Karte: Intenso SDXC UHS-1Test SD-Karte: Lexar 300xTest SD-Karte: Lexar 633xTest SD-Karte: PNY Elite PerformanceTest SD-Karte: PNY SDXC PerformanceTest SD-Karte: SanDisk UltraTest SD-Karte: Transcend TS64GSDU3E SDXC
Pro
  • Hohe Leserate, kurze Zugriffszeiten und ein fairer Preis
  • Hohe Lesegeschwindigkeit und günstiger Preis
  • Lese- und Schreibgeschwindigkeit sowie Zugriffszeiten sind ausgezeichnet
  • Extrem hohe Lesegeschwindigkeit
  • Sehr gute Schreib- und Leseraten
  • Hohe Lesegeschwindigkeit und kurze Zugriffszeiten
  • Recht kurze Zugriffszeiten beim Schreiben
  • Gute Zugriffszeiten beim Lesen und Schreiben
  • Zugriffszeiten beim Schreiben noch in Ordnung, günstig
  • Günstig
  • Hohe Zugriffszeit beim Schreiben
  • Kurze Zugriffszeiten beim Schreiben
  • Zugriffszeiten beim Schreiben vergleichsweise kurz, günstig
  • Kurze Zugriffszeiten beim Schreiben
Contra
  • Schreibgeschwindigkeit nicht auf Top-Niveau
  • Schreibrate reicht nicht für 4K-Videos
  • Leider nicht ganz billig
  • Sonstige Werte nicht gut für eine UHS-II-Karte, außerdem sehr teuer
  • Leider etwas teuer
  • Niedrige Schreibrate, auch nicht ganz billig
  • Langsame Schreibgeschwindigkeit
  • Sequentielles Lesen und Schreiben höchsten durchschnittlich schnell
  • Sequentielles Lesen und Schreiben sowie Zugriffsraten beim Lesen sind Durchschnitt
  • Eher durchschnittliche Geschwindigkeit
  • Übrige Werte sind Durchschnitt, außerdem teuer
  • Langsam beim sequentiellen Schreiben
  • Die schlechtesten Werte beim sequentiellen Schreiben im Testfeld
  • Sonstige Messwerte eher durchschnittlich bis schlecht
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir haben uns 14 Modelle mit einer Kapazität von 64 Gigabyte besorgt und durch ein standardisiertes Testprogramm laufen lassen. Die Größe von 64 Gigabyte bietet in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Durchschnitt all unserer Testmodelle lag der Preis bei diesen Modellen bei 55 Cent pro Gigabyte.

14 SD-Karten im Test
Insgesamt 14 Micro-SD-Karten haben wir getestet: (von oben links): PNY Performace, Lexar 300x, Lexar 633x, Transcend R95/W60, PNY Elite Performance, Fujifilm High Professional, SanDisk Ultra, Toshiba Exceria, Intenso SDXC UHS-1, SanDisk Extreme Pro, SanDisk Extreme, Transcend R95/W85, Verbatim Pro, Lexar 1000x.

Unter 32 Gigabyte und über 128 Gigabyte werden SD-Karten aufs Gigabyte gerechnet meist unverhältnismäßig teuer. Im Einzelfall sollte man sich einfach den Gigabyte-Preis ausrechnen. Karten mit 8 oder 16 Gigabyte Kapazität sind in Zeiten hochauflösender Fotos und Videos aber ohnehin schnell voll, kleiner als 32 Gigabyte sollte eine SD-Karte nur im Ausnahmefall sein.

SD-Karten mit einem Preis von mehr als 1 Euro pro Gigabyte haben wir von vornherein vom Test ausgeschlossen, weil es sich in der Regel nicht lohnt, so viel Geld auszugeben. Diese Modelle sind nicht besser, nur weil sie teurer sind.

Zudem haben wir UHS-II-Karten aus den oben genannten Gründen generell nicht berücksichtigt. Nur eine entsprechende Speicherkarte von Lexar – das Modell »1000x« – haben wir probehalber mitgetestet, um einen Vergleich zu haben (dazu später mehr).

Die SD-Speicherkarten mussten zwei Testparcours durchlaufen: Zum einen haben wir die sequentielle Schreib- und Lesegeschwindigkeit gemessen und die Zugriffszeiten unter Windows 10 getestet. Dazu haben wir die Speicherkarten mit einem USB-3.0-Lesegerät an den PC angeschlossen.

Die sequentielle Schreib- und Lesegeschwindigkeit gibt an, wie flott die Speicherkarte große oder viele Dateien fortlaufend speichern oder lesen kann – wichtig bei der Aufnahme von HD- und 4K-Videos und der Serienaufnahme von Fotos sowie beim Kopieren der Dateien von der Karte auf die Festplatte des Computers.

Die Zugriffszeit ist hingegen die Zeitspanne, die vergeht, bis die Speicherkarte reagiert – also etwa ein Foto öffnen und anzeigen. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn man auf dem Kamera-Display durch die Fotos blättert. Ist die Zugriffszeit zu lange, kann das die Nerven strapazieren und ganz einfach Zeit kosten.

Zum anderen haben wir jede SD-Speicherkarte in einer Digitalkamera mit hoher Serienbildgeschwindigkeit getestet. Zum Einsatz kam eine Panasonic Lumix DMC-G81, die innerhalb von 3 Sekunden 100 Fotos schießt. Wir wollten wissen, wie lange die Speicherkarte benötigt, um diese 100 Fotos abzuspeichern, so dass die Kamera bereit ist, wieder neue Fotos zu machen. Hier gab es im Test deutliche Unterschiede.

Speicherkarten sind je nach Testumgebung unterschiedlich schnell – in der gleichen Umgebung aber durchaus vergleichbar.

Wichtig: Die Geschwindigkeit einer Speicherkarte hängt stark von der Testumgebung ab. Das verwendete Lesegerät oder die genutzte Kamera haben einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Die Resultate unserer Testreihe dienen daher der Vergleichbarkeit der SD-Karten untereinander und nur tendenziell einer Aussage über die absoluten Transferraten. Unter anderen Umständen können die Modelle auch schneller oder langsamer sein. Das hat jedoch keinen Einfluss auf die Aussage dieses Artikels.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Beim Kauf einer SD-Speicherkarte sollte man vor allem darauf achten, dass sie Daten schnell speichern kann.

Für Kameras kommt es auf die Schreibrate an

Die Schreibgeschwindigkeit ist vor allem für Serienbild- und Full-HD- oder 4K-Aufnahmen wichtig. Je schneller die Karte die Daten abspeichert, desto mehr Serienbilder kann man in kurzer Zeit machen. Die Gefahr, dass bei einem hochauflösenden Video Daten verloren gehen und der Film unbrauchbar wird, weil die Karte mit dem Abspeichern nicht hinterherkommt, ist so geringer.

Nicht ganz so extrem wichtig ist die Leserate, also die Geschwindigkeit, mit der die SD-Karte die auf ihr gespeicherten Daten auf Anfrage bereitstellt.

Bei langsamen Modellen kostet es aber viel Zeit, wenn man die riesige Fotosammlung in einem Schwung auf die Festplatte des Computers kopieren möchte. Oder die Nerven werden arg strapaziert, wenn man sich die Bilder auf dem Kamera-Display noch einmal anschauen möchte, jede Aufnahme aber drei Sekunden lädt.

Neben Geschwindigkeit war das zweite wichtige Kriterium für uns natürlich der Preis. In der Regel sind zwar die schnellen Karten auch immer etwas teurer, weil es sich oft um neue Modelle handelt. Wer aber nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, findet auch für einige Euro weniger gute bis sehr gute SD-Speicherkarten, die beim Schreiben und Lesen von Daten den Spitzenreitern kaum hinterherhinken.

Ob eine Speicherkarte wirklich etwas taugt, zeigt sich aber oft erst im Langzeiteinsatz. Daher haben wir auch die Kundenbewertungen berücksichtigt. Modelle mit vielen schlechten Kundenbewertungen kamen als Testsieger für uns nicht in Frage – selbst wenn Messergebnisse gut waren.

SD, SDHC, SDXC – Was sind die Unterschiede?

Fast alle Digitalkameras nutzen SD-Karten, um Dateien darauf zu speichern. Bis zu 512 Gigabyte Speicherplatz passen auf die 32 x 24 Millimeter großen Speicherchips. Die kleineren Micro-SD-Karten kommen dagegen vor allem als Speichererweiterung für Smartphones und Tablets zum Einsatz und fassen höchstens 256 Gigabyte Speicher.

SD- und Micro-SD-Karten sind miteinander kompatibel. Das bedeutet, dass man auch eine Micro-SD-Karte in einem Schacht für SD-Karten nutzen kann. Allerdings benötigt man dafür einen Adapter, der vielen Micro-SD-Karten oft beiliegt. So kann man diese vielfältig einsetzen.

Im Laufe der letzten Jahre haben die Hersteller von SD-Karten neue Modelle auf den Markt gebracht, um den Anforderungen nach mehr Speicherplatz und höheren Übertragungsgeschwindigkeiten beim Schreiben und Lesen von Daten gerecht zu werden.

Bei 512 Gigabyte ist Schluss

Der ursprüngliche SD-Standard sah eine maximale Kartengröße von 2 Gigabyte vor – heutzutage viel zu wenig. Daher einigten sich die Hersteller auf weitere Standards mit höheren Kapazitäten: SDHC-Karten (»HC« steht für »High Capacity«) haben eine Größe zwischen 4 und 32 Gigabyte, SDXC-Karten (»XC« steht für »eXtended Capacity«) gibt es in den Größen von 48 Gigabyte bis maximal 2 Terabyte. Die größten derzeit erhältlichen Speicherkarten erreichen allerdings »nur« 512 Gigabyte – für die Zukunft ist also noch etwas Luft nach oben.

Wichtig zu wissen ist, dass nicht jeder Standard zu jedem Gerät mit SD-Steckplatz kompatibel ist, da unterschiedliche Dateisysteme genutzt werden. SDXC-Karten können nur mit Geräten genutzt werden, die SDXC ausdrücklich unterstützen. Das entsprechende Logo steht oft auf dem Gehäuse, ansonsten wirft man einen Blick in das Datenblatt des Herstellers oder die Bedienungsanleitung.

SDHC-Karten passen hingegen problemlos in Geräte mit SDHC- und SDXC-Unterstützung. Normale SD-Karten laufen wiederum auf allen Geräten. Allerdings gibt es schon lange keinen Grund mehr, eine gewöhnliche SD-Karte mit maximal 2 Gigabyte Speicherplatz zu kaufen, weil SDHC- und SDXC-Modell inzwischen so günstig sind. Außerdem sind normale SD-Karten in der Regel ziemlich langsam.

UHS-I, UHS-II und Speed-Klassen

Damit kommen wir zum zweiten großen Thema neben der Kapazität: Den Transferraten. Die Faustformel besagt, dass schnelle Karten ihren Geschwindigkeitsvorteil nur in schnellen Geräten ausspielen können. Damit Nutzer die richtige SD-Speicherkarte für ihre Digitalkamera oder das Smartphone kaufen, haben sich die Hersteller auch in Sachen Datentransfer auf einheitliche Standards geeinigt.

Dafür muss man zunächst wissen, dass es zwei Übertragungsstandards gibt. Der ältere heißt »Normal/High Speed« und wird auf der Speicherkarte durch einen auf der rechten Seite offenen Kreis mit einer Zahl darin symbolisiert. Diese »Speed Class« genannte Zahl besagt, wie schnell die Karte Daten mindestens speichern kann.

Eine 2 steht für 2 Megabyte pro Sekunde (MB/s), eine 10 entsprechend für 10 MB/s. Dazwischen gibt es noch die Geschwindigkeitsklassen 4 und 6. Alle aktuellen Modelle gehören inzwischen zur Speed Class 10.

Der neuere Übertragungsstandards heißt »Ultra High Speed« oder kurz »UHS«, der wiederum in UHS-I, UHS-II und UHS-III unterteilt ist. Die beiden letztgenannten müssen einen aber derzeit nicht weiter interessieren, weil die entsprechenden Karten noch sehr teuer sind und die Zahl der Geräte, die den Standard unterstützen, noch sehr überschaubar ist.

Allenfalls Profifotografe, die mit teuren Kameramodellen extrem viele Serienbilder machen möchten, profitieren derzeit vom UHS-II-Standard. UHS-III ist hingegen noch so neu, dass es bisher gar keine Speicherkarten gibt, die diesen Standard unterstützen.

UHS-I gibt es nur unter SDHC- und SDXC-Karten, die mit I (oder II für UHS-II) gekennzeichnet sind. Normale SD-Karten unterstützen den UHS-Standard generell nicht.

Wie den Übertragungsstandard »Normal/High Speed« unterteilen die Hersteller auch UHS in Geschwindigkeitsklassen. Hier gibt es aber nur zwei: 1 und 3. Das entsprechende Symbol sieht aus wie ein breites U mit der Ziffer 1 oder 3 darin. Diese ergeben mit 10 multipliziert die Minimum-Schreibrate, die der Hersteller garantiert.

In der Praxis erreichen diese jedoch im Schnitt weitaus mehr. Auch hier gilt wie bei der Speed Class: Kommt ein Modell neu in den Handel, entspricht es in der Regel der UHS-Geschwindigkeitsklasse 3. Ganz so verbreitet wie die Speed Class 10 sind sie aber noch nicht.

Um nun die volle Geschwindigkeit einer SD-Speicherkarte ausnutzen zu können, muss das Gerät – etwa die Digitalkamera – die entsprechenden Übertragungsstandards beherrschen. Das Handbuch verrät dazu Details. Praktischerweise beherrschen alle UHS-Karten ebenfalls den älteren Standard »Normal/High Speed«. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen, dass eine aktuelle Karte in einer etwas älteren Kamera gar nicht funktioniert. Man kann dann eben nur nicht den UHS-Standard zur Datenübertragung nutzen, der potenziell schneller ist.

Einzige Ausnahme: UHS-Karten – bei denen es sich übrigens immer um SDHC- oder SDXC-Modell handelt – funktionieren nicht in einem Gerät, das nur für normale SD-Karten zugelassen ist. Das hat allerdings nichts mit den Übertragungsstandards zu tun, sondern ist – wie oben bereits beschrieben – ein Problem des Dateisystems, mit dem die Karte formatiert ist.

Aus preislichen Gründen gibt es inzwischen keinen Grund mehr, eine SD-Speicherkarte zu kaufen, die langsamer als Geschwindigkeitsklasse 10 arbeitet. Wer nur ein paar Euro drauf legt, bekommt bereits UHS-I-Karten mit noch höheren Transferraten. Selbst wenn die Kamera UHS überhaupt nicht unterstützt, investiert man damit in die Zukunft, denn die nächste Kamera ist sicher UHS-kompatibel.

Mit Karten, die derart schnell Dateien speichern und abrufen, sind Serienbildaufnahmen mit großer Auflösung und in hoher Geschwindigkeit sowie Full-HD-Videos kein Problem. Mit den meisten UHS-Karten lassen sich auch Ultra-HD-Videos in 4K-Auflösung aufzeichnen. Gerade Fotografen und Filmer profitieren davon.

Video Speed Class

Apropos Filmer: Für diese drucken die Hersteller auch immer öfter die so genannte Video Speed Class auf die Verpackung bzw. direkt auf die Speicherkarten. Das Symbol besteht aus einem V und einer Zahl. Damit treffen sie eine Aussage darüber, wie gut sich die SD-Karte für die Aufnahme von hoch- oder ultrahochauflösenden Videos eignet.

Für 4K-Videos ist mindestens V30 nötig

Die kleinste Geschwindigkeitsklasse ist V6, die sich wegen der begrenzten Schreibgeschwindigkeit von 6 MB/s lediglich für Videos mit Standardauflösung eignet. Es folgen die Klassen V10, V30, V60 und V90 mit jeweils 10, 30, 60 und 90 MB/s. Am weitesten verbreitet ist derzeit V30, was sich für 4K-Filme eignet. V60 und V90 sind für noch höher auflösende 8K-Aufnahmen gedacht – selbst für viele Profis derzeit noch Zukunftsmusik.

Und ganz nebenbei: Unser Test hat gezeigt, dass auch V30-Karten in der Praxis durchaus Geschwindigkeiten jenseits der 60 MB/s erreichen.

Testsieger: SanDisk Extreme

Die SanDisk Extreme liegt mit 58 Cent pro Gigabyte preislich im Mittelfeld unserer Testreihe, liefert aber Leistungen, die eher zu einem wesentlich teureren Modell passen.

Unser Favorit: SanDisk Extreme

Test: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Exreme 64 GB SDXC
Eine hohe Geschwindigkeit und ein günstiger Preis zeichnen unseren Favoriten aus.
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von 27 Lesern gekauft

Mit einer sequentiellen Schreibgeschwindigkeit von 88 MB/s ist sie Spitzenreiter in dieser Kategorie. Nur die UHS-II-Karte Lexar 1000x, die außer Konkurrenz mitlief, ist schneller.

In Sachen Schreibgeschwindigkeit musste sie sich mit 52 MB/s einigen teureren Karten geschlagen geben. Aber erstens ist das Ergebnis immer noch überdurchschnittlich gut und zweitens genügen diese Schreibraten dicke für 4K-Videos und schnelle Serienbildaufnahmen. In unserem Kameratest waren die 100 in Serie geschossenen Fotos nach nur 5 Sekunden abgespeichert. Lediglich das teurere Schwestermodell SanDisk Extreme Pro ist schneller – aber nur 1 Sekunde.

Ebenfalls rekordverdächtig: Die Zugriffszeiten. 0,426 Millisekunden beim Lesen und 1,845 Millisekunden beim Schreiben erreichte keiner der Konkurrenten in unserem Test – nicht mal die fast doppelt so teure Lexar 1000x mit UHS-II.

Damit ist die SanDisk Extreme für die allermeisten Anwendungen die perfekte SD-Speicherkarte, sie ist nicht nur schnell sondern auch vergleichsweise günstig. Nicht zuletzt ist sie eine Empfehlung wert, weil SanDisk eine Garantie von 10 Jahren gibt. Das und die zahlreichen 5-Sterne-Bewertungen auf Amazon sind Indizien dafür, dass die SanDisk Extreme auch auf Dauer ihren Dienst zuverlässig erfüllt.

SanDisk bietet die Extreme ebenfalls in den Kapazitäten 32 Gigabyte, 128 Gigabyte und 256 Gigabyte an.

Alternativen

Wer keine 4K-Videos aufzeichnet und bei der Serienbildaufnahme Geduld hat, greift zu einer günstigen, aber dennoch guten SD-Speicherkarte: Der Toshiba Exceria. Die 64-Gigabyte-Version kommt auf einen Preis von bloß 42 Cent pro Gigabyte und kann dennoch mit guten Testergebnissen überzeugen.

Gut & günstig: Toshiba Exceria

Test besten SD-Karten: Toshiba Exceria
Für kleines Geld bietet die Toshiba Exceria immer noch eine gute Leistung.

Mit einer Leserate von 85 MB/s gehört das günstige Modell sogar zu den schnellsten im Testfeld, auch die Zugriffszeiten von 0,963 und 9,049 Millisekunden beim Lesen und Schreiben sind besser als der Durchschnitt. Bei der sequentiellen Schreibgeschwindigkeit kommt die Toshiba nur auf 28 MB/s. Das ist immer noch genug für Full-HD-Videos, aber ultrahochauflösende 4K-Videos könnten zum Problem werden.

Im Serienbildtest mit der Digitalkamera macht die Toshiba wiederum eine sehr gute Figur – gerade bei dem Preis: 8 Sekunden benötigt sie, um die 100 geschossenen Fotos aus dem Zwischenspeicher der Panasonic in den eigenen Speicher zu übertragen – wiederum deutlich besser als der Durchschnitt.

Die SD-Speicherkarte ist auch mit 32 Gigabyte und 128 Gigabyte Speicherplatz zu haben. Die 16-Gigabyte-Version ist alleine schon wegen des vergleichsweise hohen Preises nicht zu empfehlen.

Wenn Geld egal ist: SanDisk Extreme Pro

Test: besten SD-Karten – Testsieger SanDisk Extreme Pro
Die Extreme Pro ist teuer, dafür bietet sie die beste Leistung.

Wer absolut keine Kompromisse eingehen möchte und eine SD-Speicherkarte sucht, die in allen Bereichen Topwerte liefert, dem empfehlen wir die SanDisk Extreme Pro. Beider Leserate gehört sie zusammen mit der SanDisk Extreme zu den besten Modellen: 88 MB/s haben wir gemessen.

Beim sequentiellen Schreiben ist sie mit 83 MB/S sogar alleiniger Spitzenreiter. In unserem Test kommt nicht mal die UHS-II-Karte von Lexar mit. Selbst 8K-Videoaufnahmen sind damit kein Problem, 4K- und Full-HD-Filme ohnehin nicht.

Beim Kameratest benötigt sie lediglich 4 Sekunden zum Abspeichern der 100 Serienfotos – ebenfalls der Bestwert im Testfeld. Und dass sie mit 0,461 und 1,914 Millisekunden bei der Zugriffszeit (Lesen und Schreiben) nicht mal einen Wimpernschlag langsamer ist als unser Favorit – die SanDisk Extreme – schieben wir auf Testungenauigkeiten. In der Praxis hat das keinerlei Auswirkung.

Für eine derart leistungsstarke SD-Speicherkarte muss man allerdings auch tiefer in die Tasche greifen: Etwa 73 Cent kostet das Gigabyte. Damit gehört die SanDisk Extreme Pro zu den teureren Modellen im Test – aber vor allem die hohe Schreibrate rechtfertig den Preis, wenn besonders darauf Wert gelegt wird.

Diese Speicherkarte ist alternativ mit 32 Gigabyte und 128 Gigabyte zu haben.

Außerdem getestet

Lexar 1000x

Bei der Lexar 1000x handelt es sich um eine SD-Karte nach dem schnellen UHS-II-Standard. Das merken wir im Test vor allem an den extrem hohen sequentiellen Leseraten von 154 MB/s. Keine UHS-I-Karte kommt da ansatzweise mit. Alle anderen Werte liegen aber maximal gleichauf mit den übrigen Modellen, in einigen Fällen sogar darunter. Die gemessenen 14,065 Millisekunden bei der Lese-Zugriffszeit sind sogar recht schlecht. Nun steht die Lexar 1000x nicht stellvertretend für alle UHS-II-Karten. Doch generell lässt sich für den Großteil aller Nutzer sagen, dass sich der Kauf dieser Modelle derzeit einfach nicht lohnt – zumal sie mit über 1 Euro pro Gigabyte sehr teuer ist.

Transcend Ultimate UHS

Zu den schnellsten Karten im Testfeld gehört ebenfalls die Transcend R95/W85, bei der wir eine Leserate von 87 MB/s und eine Schreibrate von 74 MB/s messen. Damit liegt sie leicht unter den Werten der Spitzenreiter von SanDisk. Beim Kameratest ist sie mit 14 Sekunden allerdings nicht besonders flott, aber auch nicht richtig lahm. Mit einem Preis von 96 Cent pro Gigabyte ist sie allerdings keine Empfehlung.

Verbatim Pro+

Ebenfalls eine gute Lesegeschwindigkeit erreicht die Verbatim Pro+ mit gemessenen 83 MB/s. Auch die Zugriffszeiten liegen mit 0,54 und 3,68 Millisekunden in einem guten Bereich, das gilt ebenso für die 9-sekündige Speicherzeit bei unserem Kameratest. Allerdings könnte die Schreibrate bei einem Preis von 69 Cent pro Gigabyte besser sein als lediglich 35 MB/s. Daher verpasst auch die Verbatim unsere Empfehlung.

Die übrigen getesteten SD-Speicherkarten Fujifilm High Professional, Intenso SDXC UHS-1, Lexar 300x, Lexar 633x, PNY Elite Performance, PNY Performance, SanDisk Ultra, Transcend R95/W60 gehören eher zur langsameren Sorte. Sie kommen bei den sequentiellen Leseraten nicht über 45 MB/s und bei den Schreibraten nicht über 33 MB/s hinaus – und das teilweise zu Preisen jenseits der 65 Cent pro Gigabyte. Auch beim Kameratest erreichten diese Modelle durchweg nur zweistellige Werte und die Zugriffszeiten waren allerhöchstens Durchschnitt.

Kommentare

6 Kommentare zu "Die beste SD-Karte"

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Knapp vorbei ist auch daneben!!! Die besten und vor allem schnellsten SD(SDXC) Speicherkarten sind die SONY SF-G64 aber auch die SF-M64,die bei diesem Test aussen vor gelassen wurden. Dies zur Information.

Quelle?

Lesen hilft oft…Sie schrieben nicht dass es die schnellste is, sondern die Beste! Und um Beste zu sein, muss auch das zbsp Preis/Leistungsverhältnis stimmen…mag sein dass die Sony schneller is, bringt mir als Fotograf jedoch nichts wenn sie Unsummen kostet im Vergleich zu einer SanDisk, was einen passablen Job macht ☺✌

Lexar baut keine Karten mehr.

Respekt! Ein Post ohne clickbait! Alle wichtigen Infos stehen in der Überschrift. Jetzt muss ich gar nicht mehr auf den Artikel Klicken

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