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Die beste Smart-Home-Alarmanlage

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Smart Home Alarmanlage Test: 200409111144 4 Underscored Ring Alarm Second Generation Super 169
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 22 Smart Home Alarmanlagen zur Selbstinstallation getestet. Die beste ist für uns die Abus Smartvest. Die Anlage kann ruckzuck in Betrieb genommen werden und wird dann über die übersichtliche App bzw. via Fernbedienung scharf geschalten oder deaktiviert. Die einzelnen Sensoren bzw. Aktoren sind teilweise von exzellenter Materialqualität. Das Basis-Kit als auch die Komponenten sind etwas teurer als bei der Konkurrenz, dafür verzichtet Abus aber gänzlich auf Abo-Folgekosten.

Update 20. November 2020

Sieben neue Alarmanlagen bereichern unseren Test, zwei Neuzugänge erhalten eine Empfehlung. Das Ring Alarm Security Kit bietet zwar selbst nicht viel Smart Home, sämtliche Sensoren und Aktoren lassen sich aber in Alexa integrieren. Sehr günstig und mit scheinbar endlos vielen Sensoren ist das Homematic IP Starter Set Alarm.

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11. April 2019

Wir haben sechs neue Smart-Home-Alarmanlagen getestet. Unser neuer Testseiger ist die Abus Smartvest. Auch die Blaupunkt QPRO 6600, die Lupus 12112 XT1 Plus und die LGtron LGD8006 konnten eine Empfehlung ergattern.

Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist für viele ein Thema. Trotz allgemein rückläufiger Einbruchzahlen, gibt es in einigen Gegenden eine deutliche Zunahme an Haus- und Wohnungseinbrüchen. Warum also nicht eine heimische Alarmanlage mit Sirene, Bewegungsmelder und Kamera installieren?

Früher waren Alarmanlagen eine sündhaft teure Angelegenheiten, die – vom Elektriker oder Spezialisten installiert – schnell einige tausend Euro kosteten. Auch heute ist man ruckzuck 5.000 Euro los, wenn man ein Einfamilienhaus komplett mit Sensoren und smartem Türschloss ausrüsten möchte.

Mit einer Smart Home Alarmanlage ist man mit einigen hundert bis höchstens 2.000 Euro dabei, je nach Umfang und Anzahl der Sensoren und Aktoren. Bei manchen Systemen kommen noch monatliche Kosten von 5 bis 15 Euro dazu.

Wir haben uns 22 Smart Home Alarmanlagen genauer angesehen und ausführlich getestet. Soviel vorweg: Profi-Ansprüchen wird keine von ihnen gerecht. Es handelt sich um Do-it-Yourself-Lösungen, die von einem systematisch vorgehenden Einbrecher theoretisch ausgetrickst bzw. deaktiviert werden könnten. Aber die meisten ungebetenen Gäste planen ihren Einbruch nicht wochenlang im Voraus, sondern schlagen spontan zu und sind entsprechend leicht in die Flucht zu schlagen. Außerdem gibt eine scharfgeschaltete Alarmanlage ein Gefühl von Sicherheit, selbst wenn es nie zu einem Einbruch kommt. Und schon allein das ist viel wert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Abus Smartvest Basis-Set

Test Smart-Home-Alarmanlage: Abus Smartvest FUAA35001A
Ein skalierbares, hochwertiges Alarmsystem für große oder kleine Überwachungen ohne Abo-Zwang.

Die Abus Smartvest bietet viel Komfort bei der Bedienung, eine zügige Einrichtung und teilweise hochwertige Sensoren bzw. Aktoren. Abus behelligt seine Kundschaft nicht mit Abo-Kosten. Es gibt kein Abo-System, auch nicht optional. Smartvest kann im Baukastenprinzip mit weiteren Sensoren und Aktoren, wie Türklingel-Kameras, Außensirene oder Erschütterungsmelder, bestückt werden. Dadurch kann man je nach Anforderung ein übersichtliches oder auch ein komplexes Alarmsystem zusammenstellen.

Auch gut

Lupus XT1 Plus

Test Smart-Home-Alarmanlage: Lupus 12112 XT1 Plus
Bei Lupus bekommt man sehr viele Sensoren und Aktoren und hat viele Einstellungsmöglichkeiten.

Die Lupus 12112 XT1 Plus bietet mächtige Möglichkeiten, was die Vielfalt an Sensoren und Aktoren angeht. So kann man zum Beispiel Relais oder eine Rollladensteuerung einbinden. Die App ist fast schon überfordert mit so vielen Einstellungen, da ist man mit der detaillierten Web-Oberfläche besser bedient. Lupus geht beim optionalen Abo mit dem Premium-Angebot »Stadtritter« einen Schritt weiter: Die Anlage ruft dann einen örtlich ansässigen Sicherheitsdienst zu Hilfe, der im Alarmfall das Objekt überprüft. Für die Bereitschaft wird eine Abo-Gebühr fällig, für jeden Einsatz kommen weitere Kosten dazu.

Einfach

Gigaset Elements Alarm Kit

Test Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm Kit
Für Überwachungen mit geringerer Komplexität ist die leicht zu installierende Gigaset Elements eine gute Wahl.

Das Gigaset Elements Alarm Kit ist eine Insellösung für alle, die schnell ein übersichtliches Alarmsystem installieren möchten. Gigaset hat keine ausufernde Vielfalt an Sensoren im Angebot, doch die vorhandenen sind solide gebaut und einfach zu installieren. Wärme- (Thermostat) oder auch Rauchmelder hat der Hersteller inzwischen im Angebot, auch Lichtsteuerung mit Philips Hue wird unterstützt. Gigaset Elements ist im Handumdrehen installiert und auch die App ist vorbildlich einfach und übersichtlich gestaltet. All das bekommt man für einen relativ geringen Paketpreis von 240 Euro und günstigen Abo-Gebühren von 10 bis 20 Euro pro Jahr.

Für Alexa

Ring Alarm Security Kit

Test Smart-Home-Alarmanlage: Ring Alarm Security Kit
Ring hat sich einen Namen durch Video-Türklingeln gemacht, kann aber Alarmsysteme, die optimal mit Alexa zusammenarbeiten.

Wer Alexa intensiv nutzt, für den gibt es nur ein passendes Alarmsystem – das Ring Alarm Security Kit. Kaum ein anderes System lässt sich so gut integrieren und gestattet es Alexa sogar, auf jeden einzelnen Sensor zuzugreifen. Da wird es fast zur Nebensache, dass die Ring App selbst kaum Smart-Home-Funktionen ermöglicht. Dafür lassen sich mit den Sensoren Routinen in der Alexa App erstellen und dennoch bleiben sie weiterhin ein Teil der Alarmanlage.

Günstig und vielseitig

Homematic IP Starter Set Alarm

Test Smart-Home-Alarmanlage: Homematic IP Starter Set Alarm
Die Homematic IP Alarmanlage ist enorm günstig und bietet dabei ein umfangreiches Sortiment an Aktoren und Sensoren.

Bei der Smart Home-Steuerung geht es darum, sein Heim immer weiter auszubauen. Ärgerlich, wenn man dabei an Grenzen stößt, weil es die gewünschten Sensoren für das System nicht gibt. Wer das vermeiden möchte, greift zum Homematic IP Starter Set Alarm. Kaum ein anderes System bietet ein solch umfassendes Angebot an Sensoren und Aktoren. Vor allem Bastler dürfte das System erfreuen, da es viele Schalter zur freien Nutzung und Unterputzmontage gibt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür AlexaGünstig und vielseitigEinfach
ModellAbus Smartvest Basis-SetLupus XT1 PlusRing Alarm Security KitHomematic IP Starter Set AlarmGigaset Elements Alarm KitBlaupunkt QPRO 6600LGtron LGD8006tapHOME GSM Starterkit A1Olympia Protect 9761 GSM 6017Telekom SmartHome Starter Paket 24Mdevolo HomeControl Starter PaketSomfy TahomaD-Link Home Starter KitMedion Smart Home Starter SetBosch Starter-Paket SicherheitBurgwächter BURGprotect Set 2210Blaupunkt Funk-Alarmanlage SA 2700Safe2Home Basis Set SP210Somfy Home Alarm Sicherheitspaket
Test Smart-Home-Alarmanlage: Abus Smartvest FUAA35001ATest Smart-Home-Alarmanlage: Lupus 12112 XT1 PlusTest Smart-Home-Alarmanlage: Ring Alarm Security KitTest Smart-Home-Alarmanlage: Homematic IP Starter Set AlarmTest Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm KitTest Smart-Home-Alarmanlage: Blaupunkt QPRO 6600Test Smart-Home-Alarmanlage: LGtron LGD8006Test Smart-Home-Alarmanlage: tapHOME GSM Starterkit A1Test Smart-Home-Alarmanlage: Olympia Protect 9761 GSM Alarmsystem 6017Test Smart Home Bewegungsmelder: Telekom SmartHome Starter Paket 24MTest Smart-Home-System für Sicherheit: devolo HomeControlTest Smart-Home-System für Sicherheit: Somfy TahomaTest Smart-Home-System für Sicherheit: D Link HomeTest Smart-Home-System für Sicherheit: Medion Smart HomeTest Smart-Home-Alarmanlage: Bosch Starter-Paket SicherheitTest Smart-Home-Alarmanlage: Burgwächter BURGprotect Set 2210Test Smart-Home-Alarmanlage: Blaupunkt Funk-Alarmanlage SA 2700Test Smart-Home-Alarmanlage: Safe2Home Basis Set SP210Test Smart-Home-Alarmanlage: Somfy Home Alarm Sicherheitspaket
Pro
  • Kein Abo nötig
  • Komfortable, übersichtliche App
  • Teilweise exzellente Verarbeitung
  • Abo-Option mit Wachschutz
  • Mächtiges Web-Interface
  • Extrem viele Sensoren und Aktoren
  • Sicher gegen Fremdzugriff (Port-Freigabe)
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Excelente Sprachausgabe
  • Gut bedienbares Keypad
  • Volle Integration in Alexa
  • Deaktivierung mit Alexa möglich
  • Sehr günstig
  • Hohe Auswahl an Zubehör
  • Integriertes Smarthome
  • LAN-Anschluss
  • Schnell Einsatzbereit
  • Einfacher Batteriewechsel
  • Solide Verarbeitung
  • Einfache App
  • Monats-oder Jahresabo
  • Beste Materialqualität
  • Aktoren sind automatisch angelernt
  • Web-Interace mit vielen Details
  • Schnelle Einrichtung
  • Viele Komponenten verfügbar
  • GSM Alarm energieunabhängig
  • Extrem viele Sensoren und Aktoren
  • Funktioniert ohne Router/Internet
  • Ohne Cloud-Speicher und ohne Abo
  • Flexibel durch 12-Volt-Betrieb (Option)
  • GSM Alarm energieunabhängig
  • Einsatz ohne App möglich
  • Laute Sirene
  • Erweiterbar auf Wärme und Licht
  • Fremdhersteller/Funkprotokolle integrierbar
  • eQ-3 Sensoren in Profi-Qualität (Outdoor)
  • Alarmsystem in App vorbereitet
  • Freies Baukastenprinzip
  • Starter-Kit relativ günstig
  • Umfangreiches Sortiment
  • Kein Abo nötig
  • Sehr günstig
  • Viele Komponenten zu angemessenem Preis
  • Relativ flexibel einsetzbar
  • Ansprechende App
  • Tolle Kombination aus Smarthome und App
  • Viel Zubehör
  • Einfache Einrichtung und Bedienung
  • Sehr hochwertig
  • Sehr gut ausgestattete App
  • Viele Sicherheitssensoren
  • Sehr gute Qualität
  • Zentrale mit Display
  • Bedienung am Display möglich
  • Verbindung per GSM und LAN
  • Bedienung per App oder Tastatur
  • Zentrale mit Display
  • RFID-Karten
  • Leichte Inbetriebnahme und Bedienung
  • Wirkt nicht hochwertig
  • Deaktivierung mit Alexa möglich
Contra
  • Basis nicht sicher gegen Sabotage
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Verarbeitung nur ausreichend
  • Wenig Zubehör
  • Nur mit Alexa wirklich smart
  • Bedienung nur per App
  • Mäßige Integration in Alexa
  • Kein integrierter Akku
  • Keine anderen Lösungen außer Philips Hue integrierbar
  • Basis nicht sicher gegen Sabotage
  • Account-Anlegen via App unzuverlässig
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Nicht vollkommen Sabotage-sicher
  • Mäßige Verarbeitung (Fernbedienung)
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Keine Kamera möglich
  • Nicht erweiterbar auf Wärme und Licht
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Weiterer Mobilfunkvertrag nötig
  • Kaum Sensorenvielfalt
  • Nicht auf Erweiterbarkeit ausgelegt
  • Fehlender Manipulationsschutz
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Im Ausbau hohe Komplexität
  • Längerfristige Abos
  • Zusammenstellen ist komplex
  • Fehlalarme waren häufig
  • Mangelndes Feedback
  • Sehr teuer
  • Komplexe App
  • Nur Netzbetrieb möglich
  • App ist nicht sehr umfangreich
  • Qualitativ nicht so gut wie der Testsieger
  • Insgesamt nicht gut durchdachtes System
  • Nur Aktivierung über Alexa möglich
  • Kein integrierter Akku
  • komplizierte Einrichtung
  • Wenige Smarthome-Komponenten
  • Keine Verbindung zu Alexa
  • Verbindung nur per GSM
  • Kein Smarthome
  • Primitive App
  • Keine Verknüpfung mit Alexa
  • Nur 30 Sensoren möglich
  • Umständliche Inbetriebnahme
  • Wenig Smarthome-Zubehör
  • Keine Verknüpfung mit Alexa
  • Kein Sabotageschutz
  • Wenig Zubehör
Bester Preis
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Was Sie über Smart Home Alarmanlagen wissen müssen

Die offizielle Bezeichnung einer Alarmanlage ist Einbruchmeldeanlage (EMA). Genau das ist ihr Zweck: Sie meldet einen Einbruch, wenn es eigentlich schon zu spät ist, nämlich dann, wenn Fenster oder Türen aufgebrochen sind oder Personen im Gebäude Bewegungsmelder auslösen.

Die Polizei ist kein Freund von Alarmanlagen

Die Polizei ist allerdings kein Freund von Alarmanlagen. Denn selbst installierte Anlagen haben ein hohes Fehlalarmrisiko. Wenn die Beamten anrücken müssen, weil Nachbars Katze den Bewegungsmelder ausgelöst hat, ist schlechte Laune vorprogrammiert. Stattdessen empfiehlt die Polizei, Fenster, Türen und Schlösser gegen Einbruch abzusichern.

Ob eine Alarmanlage Einbrüche wirksam verhindern kann, kommt auf die Umgebung und den Einbrecher an. Der schlecht vorbereitete Einbrecher wird sofort die Flucht ergreifen, wenn draußen in der Garage eine 100-Dezibel-Sirene aufjault. Wenn Sie allerdings durch Fehlalarme ihre Nachbarn schon fünfmal aus dem Bett geholt haben, werden Sie die Sirene gar nicht mehr aktivieren.

In einem typischen Fall erhalten Sie von Ihrem Alarmsystem eine Push-Nachricht oder einen Anruf auf ihr Telefon. Sie erkennen dann in der Ereignisleiste, welche Sensoren ausgelöst haben, zum Beispiel der Bewegungsmelder in der Garage und der Glasbruchmelder am Wohnzimmerfenster.

Wenn diese Indizien noch nicht genügen, werfen Sie einen Live-Blick mit der Überwachungskamera in ihr Wohnzimmer. Wenn sich jetzt jemand am Tresor zu schaffen macht, rufen Sie entweder persönlich die Polizei an oder Sie starten manuell die 100-Dezibel-Sirene im Carport.

Abus Funk-Sirene Smartvest FUSG35000A - wuchtige Sirene mit einer soliden Befestigung
Abus Funksirene Smartvest FUSG35000A – wuchtige Sirene mit einer soliden Befestigung.

Im Worst Case findet der Einbruch auch trotz Alarmanlage statt. Dann haben Sie aber wenigstens Video-Beweismaterial vom Täter. Aus diesem Grund sind Kameras ein essenzieller Bestandteil eines Alarmsystems. Denn was nützt es, wenn Ihnen ein einzelner Bewegungsmelder eine Aktivität vermeldet? Es könnte der Nachbar sein, der in ihrem Auftrag die Blumen gießt oder auch eine Katze, die am Terrassenfenster vorbeistreift. Auf einen bloßen Verdacht werden Sie nicht die Polizei oder einen Nachbarn anrufen.

Übrigens: Ob eine am Haus angebrachte Außensirene abschreckt, weil man entdeckt werden könnte, oder anlockt, weil es wahrscheinlich etwas zu holen gibt, ist umstritten. Fakt ist aber: Viele Versicherer schreiben Einbruchmeldeanlagen vor, wenn hohe Werte zu schützen sind. Das ist in einem gewöhnlichen Einfamilienhaus aber eher selten der Fall.

Alarmanlage Marke Eigenbau: Eine gute Idee?

Alarmanlagen zum Eigeneinbau sind besser als nichts, kommen hinsichtlich Bedienkomfort und Einbruchsicherheit aber nicht an professionelle Alarmanlagen heran. Die Unterschiede zeigen sich vor allem im fehlerfreien Betrieb und beim Bedienkomfort.

Ein Beispiel: Bei der professionellen Anlage müssen Sie sich keine Gedanken machen, wenn Sie die Wohnung betreten. Das System bemerkt an Ihrem Schlüssel, dass Sie der richtige sind und deaktiviert den Alarm. Beim System Marke Eigenbau müssen Sie die Alarmanlage entweder über einen Pincode oder über eine Fernbedienung manuell deaktivieren bzw. aktivieren.

Blaupunkt QPRO 6600: Bewegungsmelder mit Standbild-Kamera und Keypad
Blaupunkt QPRO 6600: Bewegungsmelder mit Standbildkamera und Keypad.

Beim fehlerfreien Betrieb geht es um die Frage: Kann die Anlage sabotiert werden? Die Anlage muss sich nämlich selbst schützen können, etwa durch einen Notstrom-Akku, durch verschlüsselte Datenübertragung oder durch Sabotage-Kontakte an den Bauteilen. Smart-Home-Alarmanlagen bieten mittlerweile zwar auch Notstrom-Akkus an der Zentrale und teilweise Sabotage-Kontakte an den Komponenten und der Basis. Gegenüber professionellen Systemen sind sie aber vor geplant vorgehenden Einbrechern schlecht abgesichert. Selbst unser Testsieger von Abus ist unzureichend gegen Sabotage geschützt und sollte irgendwo versteckt angebracht werden, sodass der Einbrecher vielleicht die Sensoren, nicht aber die Zentrale entdeckt.

Die meisten Einbrüche werden nicht sorgfältig geplant

Aber wie gesagt: Die meisten Einbrüche geschehen nicht geplant, sondern nach dem Motto »Gelegenheit macht Diebe«. Wenn Sie dagegen einen echten Picasso im Wohnzimmer hängen haben, sollten Sie auch mit Profi-Einbrechern rechnen, die bereit sind, Alarmanlagen zu sabotieren.

Teurere Smart-Home-Anlagen – dazu gehören moderne Systeme mit App-Steuerung für iPhone und Android – sind technisch oft nicht schlecht. Wie sicher sie sind, kommt bei ihnen stark auf die konkrete Konfiguration an. Hat der Hersteller ausreichend Vorkehrungen gegen Hacker-Angriffe getroffen? Sind die Sensoren fachgerecht montiert? Ist die sogenannte Zwangsläufigkeit sichergestellt?

Zwangsläufigkeit bedeutet: Die EMA lässt sich nur scharf schalten, wenn Türen und Fenster geschlossen sind, niemand anwesend ist und dass sich gesicherte Bereiche erst nach Entschärfen der Alarmanlage wieder betreten lassen. Dafür wären bereits bei einem Einfamilienhaus zahlreiche Module, etwa elektronisch gesteuerte Zusatzschlösser für Türen nötig – und das für jeden Raum. Oder aber Sensoren, die ein angelehntes von einem verriegelten Fenster unterscheiden können. Wer ein Einsteiger-Kit kauft, kann Zwangsläufigkeit eben nicht sicherstellen, schon deshalb, weil nur ein Bewegungsmelder beiliegt.

Großer Kostenvorteil

Inklusive Einbau kosten professionelle Alarm-Systeme locker mal eine Stange Geld von 5.000 Euro. Für den normalen Eigenheimbesitzer ist das viel zu teuer, er gibt lieber nur wenig für eine Eigenbau-Anlage aus – 200 bis 1000 Euro  – und bastelt sich die Sensoren selbst ans Fenster.

Dafür muss man allerdings auf Komfort verzichten. Die Smart-Home-Anlage muss beim Verlassen des Hauses aktiviert oder beim Betreten deaktiviert werden. Zwar gibt es oftmals Zeitpläne für die automatische Aktivierung bzw. Deaktivierung, doch in der Praxis werden immer unvorhergesehene Ereignisse mit dem Zeitplänen kollidieren, zum Beispiel wenn Sie ungewohnt früh von der Arbeit heimkehren und nicht an die Alarmanlage denken. Dann rasselt die Sirene plötzlich los und Ihr Smartphone wird von Push-Nachrichten geflutet.

LGtron LGD8006: Scharf und unscharf Schalten mit der Fernbedienung oder der App - Sie müssen dran denken!
LGtron LGD8006: Scharf und unscharf Schalten mit der Fernbedienung oder der App.

Doch genau das ist es, worauf Sie sich mit Smart-Home-Alarmsystem einlassen: Sie müssen sich im Normalfall täglich mit Aktivierung und Deaktivierung befassen und Sie müssen mit Fehlalarmen rechnen. Insofern sollten Sie nicht allzu eifrig die Telefonnummern von engen Freunden in die Liste der automatisch zu benachrichtigenden Personen eintragen.

Ruckzuck eingebaut

Das Montieren der einzelnen Bauteile einer Smart-Home-Alarmanlage ist keine große Sache. Mit Schrauben, Dübeln oder Klebe-Pads werden Bewegungsmelder, Kameras oder Tür- bzw. Fensterkontakte montiert. Die Fallstricke lauern in der Planung, denn Laien missachten gerne grundlegende Vorschriften, was die Fehlalarmquote erhöht und im schlimmsten Fall dafür sorgt, dass die scharf gestellte Anlage gar nicht auslöst.

Gute Alarmanlagen-Apps haben deshalb einen Testmodus. Der sorgt dafür, dass die Sirene stumm bleibt, wenn Sie selbst einen Einbrecher simulieren.

Gigaset Elements Fensterkontakt
Gigaset Elements Fensterkontakt.

Die Qual der Wahl: Funksysteme der Smart Home Alarmanlage

Keine Smart-Home-Alarmanlage funktioniert ohne die passende Zentrale. Wenn Sie auch nur ein kleines Alarmsystem bestehend aus Sirene, Bewegungsmelder und Tür-/Fensterkontakt installieren möchten, müssen Sie diese Komponenten von einem Hersteller kaufen – nebst passender Zentrale.

Es existieren unterschiedliche Funkstandards unter den Anbietern, daher ist ein bunter Austausch verschiedener Geräte unter einer Zentrale nicht die Regel. Eine Ausnahme sind Magenta Home der Telekom oder Bosch Smart Home. Bei ihnen können auch bestimmte Aktoren der Konkurrenz eingesetzt werden, etwa Philips Hue, Osram Lightify oder D-Link.

Vor dem Kauf gut informieren

Es bietet sich daher für den Start an, zuerst nach der besten Alarmanlage zu schauen, denn die Zentrale, für die Sie sich am Anfang entscheiden, legt fest, welche Sensoren und Aktoren Sie in Zukunft kaufen und einsetzen können.

Bei der Planung sollten Sie bedenken: Je mehr Sensoren bzw. Aktoren und ineinander verwobene Verhaltensregeln Sie aufsetzen, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit für Störungen und Fehler. Da kann schnell Frust entstehen.

devolo Web: viele Geräte, komplexe Regeln
Devolo Web: Viele Geräte, komplexe Regeln – wenn am Ende keiner mehr durchblickt, ist nichts gewonnen.

Aus langjähriger Erfahrung wissen wir: Die Realität ist viel komplexer als das, was man mit übersichtlichen Regeln für Bewegungsmelder, Türkontakt, Kamera und Sirene einstellen kann.

Fangen Sie mit wenigen Komponenten an

Tun Sie sich also einen Gefallen und gehen Sie das Thema Smart-Home-Alarmanlage mit wenigen Geräten und Regeln an. Bauen Sie sich eine Minimal-Alarmanlage, die nur eine einfache Überwachung ausübt. Wenn es gut läuft und die Familie sich daran gewöhnt hat, können Sie sie immer noch erweitern.

Sprachsteuerung mit Alexa & Co.

Amazon Alexa, Apple Home, Google Home, Microsoft Invoke: Alle digitalen Sprachassistenten können nicht nur smarte Thermostate aufdrehen oder das Licht dimmen sondern auch eine Alarmanlage aktivieren oder deaktivieren.

Das Zauberwort heißt »Skills«. Für jeden Aktor oder Sensor müssen die Sprachbefehle in den wichtigsten Sprachen bei den Sprachassistenten definiert werden. Das ist ein formaler Prozess, an dessen Ende ein Bewegungsmelder oder eine Kamera ein Label bekommt »Works with Amazon Alexa«.

 

Auf diesen Zug springen auch die meisten Hersteller von Smart-Home-Alarmanlagen auf, alle unterstützen Alexa, Apple Home oder Google Home bislang aber noch nicht. Auch hier heißt es: Informieren Sie sich genau vorher!

So haben wir getestet

In drei Testrunden haben wir insgesamt 22 Systeme verschiedener Hersteller getestet. Der erste Test wurde in einem Einfamilienhaus durchgeführt und die Sensoren bzw. Aktoren an Ort und Stelle montiert.

Für das Update im April 2019 haben wir uns aufgrund der Komplexität für einen provisorischen Aufbau und eine Simulation entschieden. Dazu haben wir die Sensoren auf Holzständer geschraubt und dann entsprechend im Flur, im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder am Eingangsbereich aufgestellt. Damit konnten wir die verschiedenen Alarmsysteme im Alltagsablauf parallel ausprobieren und ohne Spuren demontieren.

Beim nächsten Update im November 2020 sind wir ähnlich vorgegangen und alle Systeme wurden an einer großen OSB-Platte befestigt. Um nicht den Überblick zu verlieren, wurden kurzerhand Felder mit Klebeband aufgeteilt.

Wir wollten nicht wissen, ob die Sensoren funktionieren. Das erledigen sie alle anstandslos. Bewegungsmelder melden eine Bewegung, Rauchmelder detektieren Rauch und Fensterkontakte zeigen ein geöffnetes Fenster an.

Viel wichtiger war uns, wie die Aktoren und Sensoren in der App zusammenspielen. Auf welchen Wegen kann ich den Alarm aktivieren oder deaktivieren? Zeigt mir die App übersichtlich den aktuellen Status an? Wie sieht die Zeitleiste aus, welche mir Aktivitäten anzeigt? Wie kann ich bei einem Alarm aus der App heraus reagieren? Kann ich Regeln für automatisierte Abläufe anlegen und kann ich weitere Personen in das System einladen?

Abus App: Sensoren verwalten
Abus App: Sensoren verwalten.

Darüber hinaus haben uns aber auch für die Qualität der Hardware interessiert. Während AMG und Blaupunkt auf robuste Kunststoff-Gehäuse setzen, bei denen sogar das Batteriefach verschraubt ist, finden wir bei Olympia oder auch LGtron schmächtigen Kunststoff und Deckelclips, die nicht gerade langlebig wirken.

Der Umfang an Sensoren und Aktoren war je nach Set sehr unterschiedlich groß: Während Medion in seinem Smart Home Starter Set für Fortgeschrittene gleich mal zwölf Komponenten plus Zentrale schickte, war bei Somfy gerade mal ein Bewegungsmelder und ein Türkontakt dabei. Die Telekom schickte uns sieben Geräte plus Zentrale, darunter einen Wassermelder.

Im Vergleich: links Blaupunkt, rechts Olympia - Blaupunkt hat das dickere, verschraubte Gehäuse
Im Vergleich: links Blaupunkt, rechts Olympia – Blaupunkt hat das dickere, verschraubte Gehäuse.

Abus schickte uns neben dem Basis-Set gleich mal eine Außensirene, eine Gegensprechkamera und einen Rauchmelder. Das Ganze kostet in Summe dann auch mal schnell 700 Euro.

Bei Blaupunkt waren ein Bewegungsmelder mit Kamera, ein Keypad und ein Tür/Fenster-Kontakt dabei – in jedem Fall genug, um eine kleine Überwachung zu starten.

Bei TapHome war die Zentrale, eine große Sirene für draußen, ein Bewegungs- und Rauchmelder, das Keypad für die Haustür und ein Schlüsselanhänger dabei. Olympia hat kein separates Keypad, dafür aber eine Fernbedienung, einen Bewegungsmelder und vier Tür/Fenster-Kontakte.

Der Lieferumfang soll jedoch nicht die Bewertung beeinflussen. Schließen bieten viele Hersteller unterschiedliche Sets zu unterschiedlichen Preisen an. Und letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was er bereit ist, zu investieren.

 Smart Home Alarmanlage Test: 81qrbjlv9 L. Ac Sl1500

Testsieger: Abus Smartvest FUAA35001A

Die Abus Smartvest ist für uns die beste Smartphone-Alarmanlage für die meisten. Abus verkauft seine Hardware zwar zu einem etwas höheren Preis, verzichtet dafür aber auf ein Abo-Modell. Die Materialqualität muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Die übersichtliche App hilft im Alarmfall die nächsten Schritte einzuleiten. Unterm Strich ist die Abus Smartvest daher eine nützliche Investition für ein sicheres Heim.

Testsieger

Abus Smartvest Basis-Set

Test Smart-Home-Alarmanlage: Abus Smartvest FUAA35001A
Ein skalierbares, hochwertiges Alarmsystem für große oder kleine Überwachungen ohne Abo-Zwang.

Ruckzuck hatten wir die Abus Smartvest eingerichtet. Nach dem Verbinden der Basis mit dem Router mussten wir nur noch die Abus-App einrichten. Das Anlernen der Geräte funktioniert ebenfalls zügig, allerdings nur wenn man die Vorgehensweise in der Anleitung wirklich genau liest.

Schnelle Einrichtung und einfache Montage

Einmal angelernt können Sie die Sensoren an Ort und Stelle befestigen, entweder an der Haustür, im Flur, an der Decke des Wohnzimmers (Rauchmelder) oder an der Tür zur Terrasse.

Die Basis wird sicherlich keinen Schönheitspreis gewinnen. Im Wohnzimmer will man sie aber ohnehin nicht aufstellen – schon deshalb nicht, weil sie keinen Demontage-Schutz besitzt. Ein Einbrecher könnte die Basis folglich demontieren, so dass sie nicht mehr in der Lage wäre, eine Alarm-Meldung abzusetzen – ein Manko, dass auch die Kollegen von Stiftung Warentest kritisieren.

Wir haben es ausprobiert: Werden bei aktiviertem Alarm Netzstecker und Netzwerk-Kabel gezogen sowie die Batterien herausgenommen, geht zwar die eingebaute Sirene im Falle einer Bewegungsmeldung des Sensors los, doch es gelangt keine Alarm-Meldung mehr aufs Smartphone. Die interne Sirene ist indes nicht besonders laut, unter einer Bettdecke kann das Geräusch leicht gedämpft werden.

Abus Smartvest: dank dieser Batterien arbeitet die Sirene auch bei einem Stromausfall
Abus Smartvest: Dank Batterien arbeitet die Sirene auch bei einem Stromausfall.

Die wuchtige Außensirene gehört nicht zum Basis-Set, ist aber sehr nützlich. Sie ist deutlich lauter als die piepsende, interne Sirene der Basisstation. Die Außensirene hat außerdem einen Demontage-Schutz: Durch den eingebauten Akku jault sie beim Abnehmen von der Wand sofort los.

Abus beachtet in einem eingeschränkten Rahmen das Prinzip der Zwangsläufigkeit. Ein geöffneter Fensterkontakt wird gemeldet, wenn wir die Anlage scharf schalten wollen. Wir können diesen Fehler allerdings ignorieren und dennoch scharfstellen. Eingeschränkt ist die Zwangsläufigkeit durch die geringe Anzahl an Sensoren im Haus. Beim Verlassen des Gebäudes kann die Anlage nicht prüfen, ob sich in irgendeinem Zimmer noch eine Person befindet.

Stabilität und Wertigkeit

Die Komponenten der Abus Smartvest haben einerseits eine gerade noch brauchbare und teilweise sogar exzellente Materialqualität. So hat uns die Fernbedienung, die im Basis-Set inkludiert ist, weniger gut gefallen, denn die kleine Knopfzellen-Batterie wird seitlich in die Fernbedienung geschoben. Sie könnte bei grobem Umgang herausfallen.

Während der Bewegungsmelder dann auch noch mit einer etwas wackeligen Wandkonstruktion daherkommt, schaut es bei der Außensirene und der Türklingel mit Kamera komplett anders aus: Sie bestehen aus einem soliden und durchdacht konstruierten Kunststoffgehäuse. Die Türklingel wird von innen an die Wand geschraubt und mit einer Frontplatte abgedeckt.

Abus Video Türsprechanlage PPIC35520 - sehr hochwertige Verarbeitung, die Linse ist manuell justierbar
Abus Video Türsprechanlage PPIC35520 – sehr hochwertige Verarbeitung, die Linse ist manuell justierbar.

Komfortable App

Es sind die App und die Fernbedienung, über die wir im Alltag mit der Alarmanlage kommunizieren. Die kleine Fernbedienung am Schlüsselbund ist natürlich praktischer für die Aktivierung und Deaktivierung als immer wieder das Telefon aus der Tasche zu kramen. Die Fernbedienung hat im Übrigen auch eine Taste, mit der die angeschlossenen Kameras eine Aufnahme starten.

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und farblich dezent gehalten. Der Startbildschirm zeigt nur einen Schieber für Aktivierung und Deaktivierung sowie die Panik- und die Aufnahmetaste. Die anderen Übersichten in der App erreichen Sie durch Wischen nach links oder rechts. Dort geht es um Hotkeys, Räume, Kameras (Live Video), Kontakte (Notruf, Polizei, Nachbarn) und natürlich um die Ereignisse.

 

 

 

Die Abus-Anlage erweist sich als ein schnell eingerichtetes und nützliches System, das uns über die Ereignisse im Heim informiert, sofern wir das wünschen. Die App ist einfacher gestaltet als bei den anderen Systemen. Wir stolpern hier nicht über irgendwelche Einstellungen, sondern sehen nur das, worauf es ankommt: Im Alarmfall können wir mit einem Wisch die angelegten Kontakte aufrufen und die Polizei oder auch einen Nachbarn anrufen.

Abus App: man kann sich beliebig viele Notruf-Kontakte anlegen
Abus App: Man kann sich beliebig viele Notrufkontakte anlegen.

Wir konnten aus der Ferne einen Paketboten zum Hinterlegen einer Sendung auffordern (Video Türsprechanlage) und die Tür-/Fensterkontakte erinnerten uns beim Verlassen des Hauses an gekippte Fenster.

Nachteile?

Die Basis besitzt keinen Diebstahlschutz, die Sensoren hingegen schon. Wenn der ungebetene Gast also versucht, den Bewegungsmelder zu demontieren, löst das einen Alarm aus. Die Basis kann das leider nicht, der Einbrecher kann sie ungestört vom Netzwerk und vom Strom trennen. Das ist sicherlich der Grund, warum die Anlage keine VdS-Zertifizierung hat.

Der Einbau von Sicherungstechnik kann nämlich staatlich gefördert werden. Seit 2014 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen bestehender KfW-Produkte (Barriere Reduzierung oder energetischen Sanierung) auch bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz in bestehenden Wohngebäuden. Allerdings nur für Systeme mit VdS-Zertifikat.

Die Basisausstattung ist schmal bemessen, fürs Geld gibt es nur je einen Bewegungs- und Öffnungsmelder sowie eine Fernbedienung. Die Einrichtung erfolgt ausschließlich per App. Abus bietet kein Portal mit einer entsprechenden Web-Oberfläche. Die mitgelieferte Funkfernbedienung hat eine geringe Reichweite, wir mussten direkt vor die Tür, um den Alarm zu deaktivieren. Wer die Anlage scharf schalten möchte, wenn er schon im Auto sitzt, muss die App bemühen oder eben noch mal raus.

Eine feine Sache wäre eine alternative Internet-Anbindung über das Mobilfunknetz mittels GSM-Modul und SIM-Karte. Andere Hersteller zeigen, wie das geht – zumindest als optionale Zusatzfunktion.

Der Batteriebetrieb ist ein systembedingter Nachteil, der für fast alle Smart-Home-Lösungen gilt. Netzbetrieben sind immer nur die Sirenen, die Zentralen, die Zwischenstecker und die Kameras.

Abus Smartvest im Testspiegel

Die Meinungen unterschiedlicher Testmedien und Experten zum Thema Abus Smartvest gehen auseinander. Das hängt ganz erheblich vom Anspruch an ein Funk-Alarmsystem ab. Recherchen in verschiedenen Testberichten zeigen, dass alle Do-it-Yourself-Alarmanlagen kritisch beäugt werden – nicht nur von Testmedien, sondern auch von der Polizei aufgrund ihres hohen Fehlalarmrisikos).

Das ETM Testmagazin vergab in einem Test von elf Funk-Alarmanlagen ein Sehr Gut, wobei dieses Urteil nur zweimal vergeben wurde (Heft 10/2018, Basis Set FUAA35001A).

Die Zeitschrift Digital Home urteilte ebenfalls mit sehr gut und lobte die schnelle Einrichtung sowie die zuverlässige Überwachung (Ausgabe Juni/Juli/August 2018).

Die Stiftung Warentest urteilte »akzeptabel« (Befriedigend 3,1), allerdings war dies das beste Ergebnis unter den Alarmanlagen zum Selbsteinbau.

»Die einzige akzeptable Alarmanlage im Test ist die befriedigende Abus Smartvest Funk-Alarm­anlage. Ihre Zentrale ist zwar unzureichend vor Sabotage geschützt, aber mithilfe unserer Hinweise im Kommentar (Testergebnisse, Test­kommentar am Einzel­produkt) lässt sich das Risiko verringern.«

Die Kollegen von Techstage loben die komfortable App, die schnelle Einrichtung und die Hochwertigkeit der Komponenten.

»Abus hat bei der Smartvest verdammt viel richtig gemacht. Das gilt vor allem für App, Einrichtung und Internet-Anbindung. Gerade einmal 75 Minuten haben wir gebraucht, um die Anlage samt Kamera, Bewegungs- und Öffnungssensor, Alarmsirene und Fernbedienung in Betrieb zu nehmen. Die Erreichbarkeit über das Internet ist sofort gegeben, eine umständliche Registrierung beim Anbieter oder gar ein kostenpflichtiges Cloud-Abo ist nicht nötig. Die Integration der Überwachungskameras ist vorbildlich gelöst, die Push-Mitteilung bei Alarm ausführlich, die Sirene ist laut und Pufferbatterien stützen das System für alle Lagen.«

Sollten wir weitere Tests der Abus Smartvest finden, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Auch wenn für uns das System von Abus das beste Smart-Home-Alarmsystem ist, gibt es gute Alternativen. Hinsichtlich Funktion, Bedienung und Komfort sind die Unterschiede zwischen unseren Empfehlungen gering.

Auch gut

Lupus XT1 Plus

Test Smart-Home-Alarmanlage: Lupus 12112 XT1 Plus
Bei Lupus bekommt man sehr viele Sensoren und Aktoren und hat viele Einstellungsmöglichkeiten.

Die Lupus XT1 Plus bietet mächtige Möglichkeiten, hat allerdings auch Schwachstellen, die man kennen sollte.

Für die Lupus spricht ihre Reaktionsschnelligkeit, ihr mächtiges Web-Interface und das zügige Anlernen der Komponenten. Das Lupus Basis-Set konnten wir daher schnell einrichten. Die große Menge an Sensoren und Aktoren, darunter Kameras, Tag-Reader, Relais oder Rolllädensteuerungen erlauben jedes denkbare Szenario.

Die Zentrale verfügt über ein Notstromagregat, welches die Funktionalität bis zu 21 Stunden nach dem Entfernen sämtlicher Stromzufuhren komplett aufrecht erhält. Die Basis hat zwar Sabotage-Kontakte, doch wenn der Einbrecher sie nicht von der Wand abnimmt, nützen sie wenig. Allerdings bietet das System eine 256-Bit-TLS- Datenverbindung, Jamming-Erkennung sowie ein Rolling-Code-Verfahren, welche die Anlage vor unerlaubtem Zugriff schützen.

Die Oberfläche der App richtet sich unserer Meinung nach eher an die Bastlerfraktion. Sie ist vergleichsweise unübersichtlich und hält jede Menge Optionen bereit, zum Beispiel vier Schaltflächen für unterschiedliche Scharf-Zustände und weitere vier für unterschiedliche Entschärft-Zustände. Das ist zwar für den nützlich, der sich ein komplexes System mit 20 Sensoren aufbaut, für die meisten Nutzer ist das aber viel zu unübersichtlich.

Lupus bietet eine spezielle Abo-Option in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst Stadtritter. Für 20 bzw. 40 Euro pro Monat überwacht deren Einsatzzentrale das Gebäude rund um die Uhr. Im Alarmfall werden dann die wichtigsten fünf Telefonnummern angerufen, um dann über die Entsendung von Hilfskräften (Polizei, Notarzt, Feuerwehr) zu entscheiden. Im Premium-Tarif für 40 Euro werden auch die eigenen mobilen Einsatzkräfte losgeschickt.

Einfach

Gigaset Elements Alarm Kit

Test Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm Kit
Für Überwachungen mit geringerer Komplexität ist die leicht zu installierende Gigaset Elements eine gute Wahl.

Leicht zu installieren, einfach zu bedienen und zuverlässig, diesem Anspruch wird Gigaset Elements Alarm Kit gerecht und deswegen war es auch lange Zeit unser Testsieger. Elements hat den Thron aber abgeben müssen, weil es eine Insel-Lösung ist, die nur in eingeschränktem Maße ausbaufähig ist.

Gigaset bleibt mit seinen Sensoren unter sich, lediglich die Lichtsteuerung mit Philipps Hue ist möglich. Gigaset Elements ist nicht für Vielfalt bekannt, solche Sensoren wie Erschütterung, Rollladensteuerung oder Temperatur und Feuchtigkeit gibt es einfach nicht. Immerhin hat der Hersteller inzwischen ein Heizkörperthermostat ins Programm aufgenommen.

Gigaset will eben keine Allround-Lösung für alles und jeden Einsatzzweck sein. Das hat den Vorteil: Bei Installation und Bedienung ist das System weniger komplex. Der Nachteil ist, dass man es eben nicht in der Vielfalt sondern nur in der Menge an Sensoren erweitern kann.

Gigaset Elements App: Fenster und Türen sind geschlossen.
Gigaset Elements App: Fenster und Türen sind geschlossen.

Gigaset Elements kann innerhalb des Themas Sicherheit vielseitig eingesetzt werden. Smart-Home-Sensoren (Bewegung, Rauch etc.) und Aktoren (Sirene, Taster etc.) sind beliebig kombinierbar, wodurch eine individuelle Sicherheitslösung für kleines Budget entsteht.

Zweiter Unterschied ist der DECT-Funkstandard, bekannt durch schnurlose Telefone: Gigaset ist der einzige Anbieter, der sein Smart-Home über DECT-ULE (Ultra Low Energy) funken lässt. Der Nachteil: Fremdgeräte sind nicht integrierbar.

Außerdem handelt es sich bei Gigaset um ein cloudbasiertes System – die Logfiles und vor allem die Aufzeichnungen der Kamera werden auf dem Gigaset-Server abgelegt. Das kann man mögen oder nicht. Wer Videos oder Fotos bei einem Alarm, einer Bewegung oder beim nach Hause kommen aufzeichnen will, muss für jährlich 10 bis 20 Euro ein Abo dazubuchen.

Mit diesem Abo erhöht sich auch die Speicherzeit auf dem Server. Ohne Abo liegt diese bei nur zwei Tagen und eine Aufzeichnung bei einem Alarm ist gar nicht möglich. Wer Gigaset Elements effizient betreiben will, kommt um das Abo nicht herum.

Die Gigaset-App zeigt das, worauf es beim Thema Sicherheit ankommt: »All is good.« steht dort, nachdem wir Bewegungs-, Fenster- und Türsensor sowie Schalter, Sirene und Kamera installiert hatten. Die einfach aufgebaute App verzichtet auf Komplexität, spielt dafür aber ihre Stärken beim Thema Sicherheit voll aus.

Für Alexa

Ring Alarm Security Kit

Test Smart-Home-Alarmanlage: Ring Alarm Security Kit
Ring hat sich einen Namen durch Video-Türklingeln gemacht, kann aber Alarmsysteme, die optimal mit Alexa zusammenarbeiten.

Die Zentrale des Ring Alarm Security Kit ist schon recht groß. Dafür ist sie aber auch eine Sirene, die den Dieb mit 104 Dezibel in Flucht schlägt. Gleichzeitig sieht sie etwas verspielt aus, was beim Keypad noch deutlicher wird. Große Tasten, abgerundete Ecken und vor allem viel buntes Licht. Aber das gefällt auch. Wie eine Uhr zeigt der leuchtende Ring beispielsweise den Countdown bis zum Scharfschalten der Alarmanlage oder die verbleibende Zeit, um sie zu deaktivieren.

Alle Sensoren können in Alexa genutzt werden.

Die Ring Basisstation hat aber auch innere Werte, wie den großen Akku, der das System 24 Stunden am laufen hält, wenn der Strom mal ausfällt. Was nützt das, wenn das Heimnetz ohne Strom auch versagt? Dann nutzt die Alarmanlage das Mobilfunknetzt und meldet sich am Smartphone. Dazu muss nicht mal eine Telefonkarte eingelegt werden, denn die ist bereits integriert.

Kostenlos darf man diesen Service allerdings nur einen Monat lang nutzen, danach kostet das Ring Protect Plus-Abonnement 10 Euro pro Monat oder 100 Euro pro Jahr. Geht man davon aus, dass ein Mobilfunktarif mindestens 5 Euro pro Monat kostet und Ring Protect Plus noch einiges mehr bietet, kann man das durchaus in Betracht ziehen.

Aber auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz. Wie die Zentrale sind auch der Bewegungsmelder und der Fenster-Türsensor gegen Sabotage geschützt. Löst man den Sabotageschutz aus oder aktiviert/deaktiviert die Alarmanlage, erklingt eine freundliche und sehr gut zu verstehende Stimme und kommentiert das Geschehen.

Die Verknüpfung der Ring-Alarmanlage mit der App war die einfachste, die wir bisher durchführen durften. Anstatt sich erst umständlich in das WLAN-Netz des Gerätes einzuwählen und dann die ersten grundlegenden Einstellungen vorzunehmen, wird sich kurzerhand per Bluetooth verbunden. So werden alle Daten schnell übermittelt und die spätere Steuerung kann wieder über das Netzwerkwerk erfolgen.

Die App selbst ist sehr übersichtlich, aber auch sparsam gehalten. Es gibt die drei verschiedenen Modi »Inaktiv, »Zuhause« und »Abwesend«, die sich mit unterschiedlichen Aktoren und Signaltonausgaben belegen lassen. Verschiedene Zonen, Regeln oder Automationen gibt es nicht. Muss es im Fall der Ring-Alarmanlage aber auch nicht, denn dafür ist Alexa da.

Wer ein Alexa Echo Show besitzt oder einen smarten TV mit Alexa und nach einer passenden Türüberwachung sucht, wird im Netz eine ziemlich klare Antwort bekommen. Die lautet: »Ring!« Das liegt zum einen sicher an der Technik selbst, zum anderen aber auch an der einfachen Integration in die Alexa Sprachsteuerung.

Bereits bei der ersten Installation der App, wird nach den Zugangsdaten von Alexa gefragt. Wird anschließend der Skill aktiviert, lassen sich alle Aktoren mit Alexa nutzen. Dann kann der Bewegungsmelder im »Zuhause-Modus« das Licht einschalten oder der geöffnete Fenstersensor die Heizung abdrehen.

Eine Funktion, die eher selten in Kombination mit Alexa zu finden ist, ist das aktivieren beziehungsweise deaktivieren der Alarmanlage. Viele Alarmanlagen ermöglichen das aus Sicherheitsgründen nicht. Der Skill zur Ring Alarmanlage schon. Allerdings nicht, ohne nach dem vorher festgelegten PIN zu fragen. Auf die Ansage »Alexa, deaktiviere die Alarmanlage« fragt Alexa nach der PIN und nur wenn sie korrekt ist, wird die Alarmanlage auch deaktiviert.

Das Ring Alarm Security Kit bietet eine sehr komfortabel zu steuernde Alarmanlage, die sich sehr leicht einrichten lässt. Auf Smart Home-Elemente wird weitestgehend verzichten, dafür lassen die sich mit Alexa umsetzen.

Günstig und vielseitig

Homematic IP Starter Set Alarm

Test Smart-Home-Alarmanlage: Homematic IP Starter Set Alarm
Die Homematic IP Alarmanlage ist enorm günstig und bietet dabei ein umfangreiches Sortiment an Aktoren und Sensoren.

Das Homematic IP Starter Set Alarm ist recht günstig und wirkt auf den ersten Blick auch nicht sehr hochwertig. Dennoch bringt sie alles mit, was eine Alarmanlage als auch eine Smart Home Steuerung haben muss. Die kleine Zentrale sollte man aber etwas versteckt anbringen, da sie keinen Sabotageschutz gegen die Abnahme von der Wand besitzt und über keinen integrierten Akku verfügt. Für die nötige Sicherheit wird aber dennoch gesorgt, denn die Zentrale erkennt Störsender, die Sirene warnt bei Manipulationen und das Zubehör selbst besitzt ebenfalls einen Sabotageschutz.

Das verstecken der einzelnen Komponenten ist aber auch nicht schwer, da sie relativ klein sind und dennoch gut funktionieren. Interessant ist da vor allem der Tür-Fenstersensor, der aus nur einem Teil besteht. Seitlich besitzt er einen Infrarotsensor, der überprüft ob das ausgesendete Signal vom Fenster reflektiert wird. Öffnet man das Fenster, wird nichts mehr reflektiert und der Sensor löst Alarm aus. Ein interessante Idee wodurch der Sensor deutlich dezenter angebracht werden kann.

Noch interessanter dürfte jedoch für einige das Angebot an Sensoren und Aktoren sein. Die beschränken sich bei Homematic IP nämlich nicht auf Bewegungsmelder, Türsensoren und Fernbedienungen. Mit der Homematic IP Smart Home Alarmanlage lassen sich ebenso die Rollläden oder Heizungen steuern.

Wem das noch nicht reicht, der kann mit Schaltplatinen, Regensensoren oder Unterputz Schalt-Mess-Aktoren bislang nicht smarte Geräte smart machen. Das Homematic IP Starter Set ist nur der Anfang und durch das viele Zubehör kann nach und nach ein umfangreiches Smart Home System aufgebaut werden.

Die Installation der App ist schnell und einfach erledigt, wobei viele Bilder jeden Schritt erklären. Möchte man neue Sensoren hinzufügen, braucht man diese nur Auswählen, die letzten vier Stellen der Geräte-ID eingeben und schon kann der neue Bewegungssensor einem Raum hinzugefügt werden. Der Hintergrund der App lässt sich ebenso frei gestalten, wie die Symbole, die für die verschiedenen Sensoren verwendet werden.

Die Verbindung mit Alexa erfolgt ähnlich. Dazu generiert die App einen sechsstelligen Code, der nur noch in den Alexa-Skill eingegeben werden muss. Das war es bereits. Etwas schade ist allerdings, das zumindest die Sicherheits-Sensoren nicht einzeln von Alexa erkannt werden. Es kann also lediglich die Alarmanlage scharf geschalten werden. Anders soll es sich verhalten, wenn Sensoren und Regler zum Wohnkomfort angelernt werden. Dann sollen sich auch die Temperaturen einzelner Räume per Sprachbefehl ändern lassen.

Kaum eine Smart Home Alarmanlage lässt sich so vielfältig erweitern, wie das Homematic IP Starter Set Alarm. Damit eröffnen sich fast endlos viele Möglichkeiten seine Alarmanlage aber auch das Smart Home System ausbauen. Damit der Zugriff jederzeit gewährleistet ist, werden alle Informationen in einer Cloud gespeichert. Um seine Daten muss man sich dennoch keine Sorgen machen, denn Persönliches wird nicht abverlangt und so bleibt alles anonym.

Außerdem getestet

Bosch Starter-Paket Sicherheit

Eigentlich ist die Zentrale des Bosch Starter-Pakets Sicherheit genau das, was eine gute Smart Home Alarmanlage ausmacht. Als eine der wenigen Apps aller getesteten Anlagen, bietet die Smart Home App von Bosch eine breite Ansicht. So lässt sich das Tablet an der Wand befestigen oder auf den Tisch stellen und sämtliche Smart Home Komponenten können bequem bedient werden.

An Funktionen dafür mangelt es auf keinen Fall. Die App bietet alles, was man sich für die smarte Steuerung nur wünschen kann. Es können Routinen angelegt und Szenen erstellt werden mit denen sich Rollläden oder die Raumtemperatur steuern lassen. Die perfekte Smart Home Anlage.

Als Alarmanlage konnte das Bosch Starter-Paket nur bedingt überzeugen. Hauptgrund hierfür ist der fehlende Sabotageschutz der Zentraleinheit und die Tatsache, dass beim Ziehen des Steckers einfach Schluss ist. Es gibt keinen verbauten Akku, der die Zentrale aktiv hält.

Wer sein Haus hauptsächlich smart machen will und nebenbei etwas sicherer, der ist mit dem Bosch Starter-Kit Sicherheit gut beraten. Wer aber richtige Sicherheit sucht, sollte lieber zur Konkurrenz greifen.

Burgwächter BURGprotect Set 2210

Das BURGprotect Set 2210 ist das komplette Gegenteil zum Bosch Starter-Set. Hier gibt es eine Verbindung via LAN, WLAN sowie GSM und wird der Stecker gezogen oder die Zentrale von der Wand genommen, erfolgt eine sofortige Fehlermeldung. Ermöglicht wird das durch einen eingebauten Akku, der bis zu acht Stunden halten soll. Selbst wenn versucht wird, das Funknetz zu stören, wird Alarm ausgelöst. Hier wird Sicherheit also richtig groß geschrieben. Wer die sicheren Vorzüge genießen möchte, muss jedoch reichlich Zeit mitbringen. Zum einen ist die erste Verbindung etwas aufwändiger, zum anderen die App auch ein wenig kompliziert. Es gibt sehr viele Menüs und vor allem endlose Einstellungen. Es benötigt seine Zeit, bis man sich mit allem zurecht findet.

Das BURGprotect Set 2210 ist eine sehr gute und vor allem sichere Alarmanlage. Aber auch wenn es vereinzelte Smart-Home-Elemente gibt, ist sie keine Smart-Home-Steuerung. Denn spätestens bei der Sprachsteuerung gerät sie an ihre Grenzen. Eine Verbindung mit Alexa ist leider nicht möglich.

Blaupunkt Funk-Alarmanlage SA 2700

Die Alarmanlage von Blaupunkt nennt sich Funk-Alarmanlage SA 2700 Einsteigerpaket. Leider muss man sagen, dass der Funktionsumfang tatsächlich den Namen »Einsteiger« verdient hat. Eine Verbindung ist ausschließlich per Handy-Netz möglich und das schränkt auch die App-Nutzung drastisch ein. Sämtliche Einstellungen müssen per SMS zur Zentrale geschickt werden. Wer zu Hause ein Tablet nur mit WLAN nutzt, kann die Anlage damit nicht bedienen. Dann bleibt nur die Tastatur an der Zentraleinheit in Verbindung mit einem zweiteiligen Display. Mühsam aber es geht. Was in dieser Variante nicht geht, ist die smarte Nutzung mittels Sprachsteuerung. Richtiges Smart Home ist daher nicht möglich.

Natürlich lässt sich die ansonsten sehr sichere Alarmanlage mit den entsprechenden Möglichkeiten nutzen und im Alarmfall per Anruf informiert zu werden, ist ganz klar praktisch. Aber das können deutlich günstigere Anlagen ebenso.

Safe2Home Basis Set SP210

Das Safe2Home Basis Set SP210 ist definitiv eine interessante Alarmanlage, das sie sich per Netzwerk und per GSM einrichten lässt. Sie bietet dieselben Vorteile wie die Blaupunkt Funk-Alarmanlage SA 2700, hat jedoch nicht ihre Nachteile und den eingeschränkten Bedienkomfort. Das fängt bereits beim Display an, welches deutlich größer und beleuchtet ist. Hier lassen sich alle wichtigen Informationen ablesen. Dazu kommen RFID-Karten, die zum Entschärfen der Alarmanlage nur an die Zentrale gehalten werden müssen. Viel wichtiger ist jedoch die WLAN-Tauglichkeit. Damit können die App viel komfortabler gestaltet und die Einstellungen schneller übermittelt werden. Die Kombination aus beiden Verbindungswegen sichert natürlich auch einen besseren Informationsfluss. So kann man sich im Alarmfall per Anruf, Push-Nachricht und/oder SMS informieren lassen.

So ganz überzeugen konnte die Alarmanlage von Safe2Home trotzdem nicht, denn eh sie sich nutzen ließ, gab es ein paar graue Haare mehr. So ganz stimmt die Anleitung nicht (mehr) mit der App überein und es brauchte mehrere Anläuft, bis die Zentrale endlich verbunden war. Auch ist die App sehr gewöhnungsbedürftig und in der Bedienung nicht selbsterklärend.

Auf den Bereich Smart Home muss man gänzlich verzichten. Zwar gibt es viele Sensoren und auch Funk-Steckdosen, Szenen oder Routinen lassen sich jedoch nicht erstellen und auch die Anbindung an eine Sprachsteuerung ist trotz WLAN nicht angedacht.

Somfy Home Alarm Sicherheitspaket

Als einzige Smart Home Alarmanlage im Test verfügt die Zentrale im Somfy Home Alarm Sicherheitspaket über kein externes Netzteil. Sie wird direkt in die Steckdose gesteckt und mit dem WLAN verbunden. Aber auch in vielen anderen Punkten unterscheiden einige Teile von der »Norm«.

Da ist beispielsweise der Tür-Fenstersensor, der nur aus einem Teil besteht und eigentlich ein Erschütterungs- oder Bewegungssensor ist. Beim Anlernen wird festgelegt, ob eine kippende, drehende oder schiebende Bewegung überwacht wird und diese muss dann auch angelernt werden. Ebenso sticht die Sirene heraus, die einfach enorm groß ist.

Sehr klein ist dagegen der Bewegungsmelder und anstatt ihn mit Schrauben oder Klebepads zu befestigen wird er nur auf eine kleine Halterung gestellt. Einen Sabotageschutz gibt es dennoch sobald man den Bewegungsmelder bewegt.

Nicht gerade schön und schlecht zu bedienen sind die Key-Fob Handsender. Sie beinhalten einen Chip, der die Alarmanlage automatisch aktiviert, sowie man den Wohnbereich verlässt oder sie deaktiviert, sobald man sich in der Nähe befindet. Eine sehr praktische Lösung.

Zur Einrichtung gibt es eine recht spartanische App, die sehr schnell verbunden und eingerichtet ist. Auf smarte Lösungen muss man bis zu diesem Punkt leider verzichten. Wer Smart Home und Alarmanlage kombinieren möchte, der muss das Somfy Sicherheitspaket mit Somfy TaHoma kombinieren. Dann wird es allerdings richtig teuer.

Die Blaupunkt QPRO 6600 bringt einen Tür/Fenster-Kontakt, ein Keypad sowie einen Bewegungsmelder mit integrierter Kamera mit. Letzterer ist batteriebetrieben, weshalb die Kamera keine Live-Videos, sondern nur einzelne Fotos aufnehmen kann. Im Alarmfall werden diese Fotos per E-Mail geschickt. Die Kamera ist also nur eingeschränkt dazu geeignet, um im Haus mal eben nach dem Rechten zu sehen.

Sehr gut gefällt uns das Keypad, das man neben der Haustür anbringt, um die Alarmanlage scharf zu schalten oder zu deaktivieren. Ein solches Ziffernfeld vor Ort ist unter Umständen besser als eine Fernbedienung, die jeder Hausbewohner mitführen muss. Die Konkurrenten liefern eine oder höchstens zwei Fernbedienungen mit, damit kann in den meisten Fällen nicht die ganze Familie ausgerüstet werden, der Besitzer müsste nachkaufen.

Mittels eines eingebauten Notstromakkus ist die Blaupunkt energieunabhängig. Eine Meldung ans Smartphone kann die Anlage aber nur absetzen, wenn der Router weiterhin funktioniert und das Netzwerkkabel steckt.

Sowohl bei der Basis, als auch bei den Komponenten fährt Blaupunkt die beste Materialqualität auf: Der Bewegungsmelder mit der Kamera ist sehr solide konstruiert, dass Keypad ebenso. Der Tür-/Fensterkontakt hat ein verschraubtes Akkufach und besteht aus dickem Kunststoff. Wir betonen das, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Hardware in soliden, alltagstauglichen Gehäusen verpackt ist. Besonders komfortabel: Die mitgelieferten Sensoren sind automatisch angelernt, d. h. Akku einlegen, montieren und schon kann es losgehen.

Zur Administration oder auch zur täglichen Bedienung kann entweder die App oder eine Web-Oberfläche genutzt werden. Die Web-Oberfläche empfehlen wir für die Administration, also die Alarm-Einstellungen und das Aufsetzen von Szenarien, Räumen, Gruppen und Automation. Letztere Punkte werden dann relevant, wenn man die Blaupunkt um eine größere Menge von Sensoren und Aktoren ergänzt.

Ein Nachteil soll nicht unerwähnt bleiben: Die App stürzte reproduzierbar beim Anlegen eines neuen Accounts ab. Wir mussten uns via Web-Oberfläche einen Account anlegen, mit dem wir dann auch die App betreten konnten.

LGtron hat mit dem Einsteiger-Set LGD8006 ein Paket mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis geschnürt, zumal die Sabotage-Sicherheit besser ist als bei Abus, Blaupunkt oder Lupus. Es gibt keine Abo-Optionen. Alarm-Videos werden lokal auf der SD-Karte in der Basis abgelegt. Die LGtron hat einen Sabotage-Kontakt, der bei einem an der Wand montierten Gerät auch ausgelöst wird, sollte es der Einbrecher abnehmen. So erhalten Sie eine Push-Nachricht über den Sabotage-Akt. Sollte es dem Einbrecher jedoch gelingen, das Gerät samt Halteplatte abzunehmen, dann könnte er einfach das Funkmodul abschalten und schon sendet Ihre Anlage nichts mehr aus dem Haus.

So richtig sicher wird LGtron mit aktivierter SIM-Karte. Mittels Notstromakku kann das Gerät dann bei Demontage oder Stromausfall weiterhin Alarm-Meldungen verschicken. Das könnten zum Beispiel SMS an Ihr Handy sein, aber die Anlage kann Sie auch anrufen. Sie können die LGtron auch ganz ohne WLAN betreiben, dann ist eine SIM-Karte natürlich ein Muss.

Die Einrichtung und das Anlernen funktioniert erfreulich zügig via App. Es gibt keine alternative Web-Oberfläche. Das Prinzip der Zwangsläufigkeit können Sie auf Wunsch beachten: Sie können selbst entscheiden, ob die Scharfschaltung ausgeführt wird, wenn noch ein Fenster geöffnet ist.

Die App bietet die Möglichkeit, Familienmitglieder einzuladen. Tochter und Frau können dann mittels App ebenfalls die Kamera sichten oder die Anlage scharf schalten. In die Einstellungen können sie aber nicht.

LGtron bietet jede Menge Zubehör, darunter auch Alarm-Panel, Panikknöpfe, Notruf-Buttons, Gasmelder und anderes. Bis zu 20 Fernbedienungen können mit einer Anlage sprechen.