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Die beste Smart-Home-Lampe

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Smart-Home-System zur Lichtsteuerung Test: Philips Hue
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 20 smarte Lampen getestet. Die beste ist klar die Philips Hue, denn hinter ihr steckt das beste System. Wer weniger Geld investieren möchte, greift zur günstigen Ikea Tradfri. Das lohnt sich aber erst bei mehreren Lampen. Gute farbliche Akzente können mit einer smarten Lampe von Gosund gesetzt werden, die mit tollen Farben und einer hohen Leuchtkraft überzeugte.

Update 19. März 2020

Da der Markt regelrecht mit neuen smarten Lampen überflutet wird, haben wir zehn weitere Smart-Home-Lampen getestet. Ganz vorn liegt weiterhin Philips Hue – und neu das günstige System Tradfri von Ikea. Unter den günstigen Lampen konnte sich auch Gosund mit tollen Farben gut platzieren.

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10. März 2020

Hersteller Osram hat bekanntgegeben, dass er ab dem 31. August 2021 den Serverbetrieb für sein Belichtungssystem Lightify einstellen und den Support beenden wird. Somit wird es keine weiteren Firmware-Updates für vorhandene Leuchtmittel geben und auch eine Cloud-Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa wird nicht mehr möglich sein. Wir raten Nutzern entsprechender Geräte, rechtzeitig auf alternative Lösungen, wie Homematic oder die Philips Hue-Bridge, umzustellen.

15. Januar 2019

Wir ergänzen das Modell F von Luke Roberts. Die Premium-Deckenleuchte schlägt alles, was wir bisher über smarte Lampen wussten. Stimmungslicht, direkt oder indirekt, Szenarien, Spot-Beleuchtung, Szenenwechsel über den Lichtschalter und Paint your Light mit dem Finger. Das alles gibt es verpackt in einer hochwertigen, stabilen Leuchte, die fest an der Decke montiert wird. In Sachen Technik und Komfort kann Philips Hue einpacken. Doch eine Lampe für 700 Euro ist sicherlich nur für die wenigsten erschwinglich.

10. Januar 2019

Wir haben sieben weitere Beleuchtungsprodukte ausprobiert, davon hat uns das Tint Smart Light Starter Set am besten gefallen. Ohne App können die farbigen Leuchten gesteuert und eingerichtet werden, ganz allein mit der Fernbedienung.

Die Leuchtmittel von Maxcio, Ausein, Bawoo, Koaanw und Teckin spielen alle in derselben Liga: Sie arbeiten alle mit der Smart Life App und können untereinander getauscht werden. Die App hat allerdings Schwächen und die Farbdarstellung ist durchweg schlecht. Eufy kommt mit seiner eigenen App, kann aber nicht farbig leuchten.

Beleuchtungssysteme wie Philips Hue, Osram Lightify, oder Ikea Tradfri wollen die Wohnungen erobern: Kaltes Licht zum Aufstehen, warme Beleuchtung beim Abendessen oder wellenförmiges Dimmen bei der Party – clevere Smart-Home-Lampen können weitaus mehr, als nur Licht ein- und auszuschalten.

Über digitale Assistenten wie Apples HomeKit, Google Home oder Amazons Alexa können viele Lampen ganz einfach per Sprachbefehl gesteuert werden. Im Vorbeigehen wird das Licht gedimmt, die Gartenbeleuchtung schaltet sich ein und das Nachtlicht der Kinder wird für zwei Stunden aktiviert.

Wir haben 20 Smart-Home-Lampen getestet, 18 davon sind aktuell noch erhältlich. Drei Systeme können wir besonders empfehlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Hue

Die beste Smart-Home-Lampe ist für uns nach wie vor Philips Hue. Der Hersteller hat zusammen mit Osram das reichhaltigste Angebot an Leuchtmitteln im Angebot. Im Vergleich zu Osram ist der Spielraum bei Philips jedoch größer: Drittanbieter-Apps und kompatible Geräte wie die Kameras von Nest können in die Hue-Szenarien eingebunden werden. Man sollte jedoch beachten dass die Philips-Hue-Lampen eine Hue Bridge oder alternativ ein anderes Gateway benötigen, das ZigBee unterstützt. Inzwischen beherrschen das sogar einige Amazon-Echo-Geräte.

Farb-Empfehlung

Gosund Smart LED-Lampe

Test Smart-Home-Lampe: Gosund Smart LED-Lampe
Sehr günstige Lampe mit guter und Farbwiedergabe und starker Leuchtkraft. Sie schwächelt jedoch bei der Sprachsteuerung und zeigt per Sprachbefehl kein weißes Licht.

Keine Preise gefunden.

Ganz ohne Bridge, Gateway oder Hub kommt die smarte WLAN-Lampe von Gosund aus. Das macht es besonders einfach, sie in eine bereits bestehende Sprachsteuerung wie Amazons Alexa zu integrieren. Unter allen Testkandidaten war keine Lampe so hell wie die Gosund – und sie erreichte dabei eine fast perfekte Farbwiedergabe. Dank Musiksteuerung ist die Gosund auch im Partykeller zuhause und kann dort für prächtige Farbspiele sorgen. Preislich ist sie mit ihren vielen Möglichkeiten kaum zu schlagen.

Gut & Günstig

Ikea Tradfri

Test Smart-Home-Lampe: IKEA Tradfi
Die günstige Alternative aus dem Schwedenhaus. Lässt sich mit dem eigenen System, Philips Hue, Osram Lightify oder der eigenen Fernbedienung bedienen.

Ikea ist der günstige Möbel-Schwede, kann aber auch Smart-Home, wie die Ikea-Tradfri-Lampen beweisen. Ikea Tradfri nutzt das ZigBee-Protokoll und kann somit mit einem Gateway von Philips oder Osram angesteuert werden. Es ist vorteilhaft, wenn bereits eins vorhanden ist, denn mit dem Tradfri-Gateway wird es nur auf den ersten Blick günstiger. Zur ersten Einrichtung wird nämlich zusätzlich auch noch die Fernbedienung oder der Dimmer benötigt. Wer sich die Angebote bei Ikea anschaut, kann aber auch hier ein Schnäppchen machen. Für ihren Preis sind die Ikea-Tradfri-Leuchtmittel jedenfalls unschlagbar.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFarb-EmpfehlungGut & Günstig
ModellPhilips HueGosund Smart LED-LampeIkea TradfriLampux LEOsram Smart+Innr LightingTint Smart LightLuke Roberts Model FEufy LumosWiz Smartes LED-LeuchtmittelLuminea Home ControlInfray WLAN-LampeJomarto Smart LED-LampeAisierer Smart LED-LampeHama WiFi-LED-LampeBawoo Wi-Fi Smart BulbMaxcio Smart Led LampeKoaanw Wifi Smart Lampe
Test Smart-Home-Lampe: Philips HueTest Smart-Home-Lampe: Gosund Smart LED-LampeTest Smart-Home-Lampe: IKEA TradfiTest Smart-Home-Lampe: LE Smart WLAN LEDTest Smart-Home-Lampe: Osram Smart+ LED, ZigBee LampeSmart-Home-Lampe Test: 71mffgs7jbl. Ac Sl1500Test Smart-Home-Lampe: Tint Smart LightTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Luke Roberts Model FTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Eufy Lumos WeißTest Smart-Home-Lampe: Wiz Smartes LED-LeuchtmittelTest Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Luminea WLAN LichtSmart-Home-Lampe Test: 51ww7biy69l. Ac Sl1428Test Smart-Home-Lampe: Jomarto Smart LED LmapeTest Smart-Home-Lampe: Aisierer Smart LED LmapeTest Smart-Home-Lampe: Hama Wi-Fi LED-LampeBawoo Wi-Fi Smart BulbMaxcio Smart Led Lampe: Günstig und mit FarbeTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Koaanw Wifi Smart Lampe
Pro
  • Einfaches Setup
  • Vielfältiges Leuchtmittelangebot
  • Alexa-, Google-Assistant- und Home-Kit-Support
  • Mit anderen Systemen kombinierbar
  • Geringe Bauhöhe
  • Sehr gute Farbwiedergabe
  • Musiksteuerung
  • Angenehmes, weißes Licht
  • RGB und warmweiß
  • Hell
  • Sehr günstig
  • In viele Systeme Integrierbar
  • Per Sprache, App und Fernbedienung bedienbar
  • Leichte Installation
  • Gute Farbwiedergabe
  • Volle Bedienbarkeit mit Alexa
  • Geringe Bauhöhe
  • RGB, warmweiß und kaltweiß
  • Einfaches Setup
  • Umfangreiche App
  • Hohe Lichtausbeute
  • Sanftes Ein- und Ausschalten
  • Einfaches Setup
  • Läuft an Hue- und Lightify-Bridge
  • Kleines Leuchtmittelangebot
  • Alexa, Google Assistant Support
  • Sparsamer ZigBee-Funk
  • Günstiger als Philips und Osram
  • Ohne App nutz- & erweiterbar
  • Keine Bridge nötig dank ZigBee-Funk
  • Vergleichsweise gute Farbdarstellung
  • Kein Account nötig
  • Kompatibel mit Philips Hue, Osram Lightify und anderen Zigbee 3.0-Systemen
  • Direktes und indirektes Licht
  • Hohe Flexibilität bei der Raumbeleuchtung
  • Einfach bedienbare App
  • Farbe und Spot-Richtung für Jedes LED-Segment unabhängig
  • Kein Account-Zwang
  • Automation mit Farbmodi, Helligkeit
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Automation mit Helligkeit
  • Abwesend-Modus in der App
  • Gelbes Warmweiß in jeder Helligkeitsstufe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Alexa- &; Google-Home-Support
  • Günstiger als Philips und Osram
  • Auch als Lichtprojektoren und Tischleuchten verfügbar
  • Angenehmes Warmweiß
  • RGB, Warmweiß und Kaltweiß
  • Tolle Optik
  • Gute Farbwiedergabe
  • RGB, warmweiß und kaltweiß
  • Tolle Optik
  • Gute Farbwiedergabe
  • RGB und warmweiß
  • Geringe Bauhöhe
  • Geringe Bauhöhe
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Automation mit Farbmodi, Helligkeit
  • Alexa- & Google-Home-Support
  • Smart-Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Alexa- & Google-Home-Support
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Schnell eingerichtet
  • Alexa- & Google Home-Support
Contra
  • Vergleichsweise teuer
  • Reagiert per Sprachbefehl nicht auf "weiß"
  • Eigene App teilweise missverständlich
  • Keine komfortable Raum-/Gruppensteuerung
  • Zur Installation wird zusätzlich eine Fernbedienung benötigt
  • Recht teuer
  • Geringe Lebensdauer (Herstellerangabe)
  • Langsame Reaktion auf Sprachbefehle
  • Kein RGB
  • Nicht kompatibel zu Apple HomeKit
  • Knappes Angebot an Leuchtmitteln
  • Farben mit Fernbedienung nicht zielgenau einstellbar
  • Statisches Licht, keine Animation
  • Sehr teuer
  • Nur Weiß
  • Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Nicht kompatibel zu Hue- und Lightify-Bridge oder Apple HomeKit
  • Höhere Standby-Energieaufnahme
  • E27-Lampen nicht so kompakt wie Philips und Osram
  • Teuerste Lampe im Test
  • Extrem groß
  • Durchmesser entspricht nicht üblichen Glühlampen
  • Hoher Stromverbrauch
  • Sehr hohe Baugröße
  • Reagiert per Sprachbefehl nicht auf Weiß
  • Sehr hohe Baugröße
  • Reagiert per Sprachbefehl nicht auf Weiß
  • Warmweiß leichtet sehr gelb bis rot
  • Ungleichmäßige Lichtverteilung
  • Recht teuer
  • Hoher Stromverbrauch
  • Kein RGB
  • Verbindungsprobleme bei der Sprachsteuerung
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Automation, nur On/Off
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Automation, nur On/Off
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Smarte Lichtsteuerung: Das müssen Sie wissen

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen smarter Lichtsteuerung: Leuchtmittel mit eigener Basisstation (Bridge, Hub oder Gateway genannt) funken mit einem energiesparenden Standard (z.B. ZigBee) zu ihren Leuchtmitteln. Die Basisstation ist per Funk (Osram) oder per Kabel (Philips) mit dem heimischen Router verbunden und damit mit der Außenwelt und Ihrem Smartphone. Vorteilhaft ist vor allem, dass diese Leuchtmittel nicht das heimische WLAN-Netz belasten und je nach Hersteller (beispielsweise Philips) das Signal sogar von Lampe zu Lampe »weiterreichen« können.

Das Prinzip bei hue und Lightify: Das Gateway spricht mit dem Router und mit dem Gateway
Das Prinzip bei Hue und Lightify: Das Gateway spricht mit dem Router und mit der Cloud.

Leuchtmittel ohne Bridge, sogenannte WLAN-Lampen, sprechen dagegen direkt mit dem Router und sind nur in Ihrem Wi-Fi-Netzwerk sichtbar. Nachteil: Wi-Fi-Funk benötigt deutlich mehr Energie, speziell im Standby. Hinzu kommt, dass man so schnell den Überblick im heimischen Netzwerk verliert. Eine sinnvolle Alternative ist es, zwei WLAN-Netzwerke aufzubauen. Eines für allgemeinen Netzwerkbetrieb und eines speziell nur für die Beleuchtung und weitere Smart-Home-Geräte.

Welche Fassungen gibt es?

Am meisten verbreitet sind Lampenfassungen nach den Standards E14, E27 und GU10. Die Zahl gibt den Durchmesser des Sockels in Millimetern an. E27 ist die Standard-Glühbirnenfassung, E14 die kleinere Fassung meist kerzenförmiger Glühlampen und GU10 ist eine Standardfassung für Strahler. Im Test haben wir uns auf Lampen mit E27-Gewinde beschränkt.

Größenvergleich E27: Klassische Glühbirne ganz rechts vs. Philips, Osram, Innr, Luminea.
Größenvergleich E27: Klassische Glühbirne ganz rechts vs. Luminea, Innr, Philips und Osram.

Heute haben LED-Leuchtmittel sowohl die klassische Glühbirne als auch die Leuchtstoff-Energiesparlampe fast vollständig ersetzt. Sie sind meist etwas größer als Glühbirnen, in schmalen Lampenschirmen kann es daher schon mal knapp werden.

Achten Sie beim Kauf auf die Abmessungen des Leuchtmittels, damit es auch in die Lampe passt und nicht unschön herausragt.

Um eine GU10-Lampe in eine E27-Fassung zu bekommen, können Adapter verwendet werden. Aufgrund der geringen Stromstärke stellt das kein Problem dar, allerdings stehen die Leuchtmittel dann weiter aus dem Lampenschirm heraus.

Sollte die App auf dem Smartphone mal streiken, brauchen Sie keine Angst haben, dass Sie im Dunkeln sitzen müssen. Alle Leuchtmittel sind grundsätzlich auch mit dem Lichtschalter schaltbar. Im Störfall müssten Sie nur einmal aus- und einschalten.

Aufpassen: Nicht jedes Smarte Licht passt! Hier muss Luminea klein bei geben.
Nicht jedes smarte Leuchtmittel passt in jede Lampe: Hier muss Luminea klein beigeben.

Dauerhafte Energieverbraucher

Stromsparer aufgepasst! Mit einer smarten Lichtsteuerung holen Sie sich viele kleine Standby-Stromverbraucher ins Haus. Das kann sich summieren, denn die einzelnen Leuchtmittel im Haus sind stets im Standby.

ZigBee-Lampen verbrauchen im Standby etwa 0,32 bis 0,37 Watt. Zum Vergleich: Im Betrieb benötigt eine LED-Lampe mit 800 Lumen bei 100 Prozent Helligkeit in der Regel 9 Watt. Wir sprechen also von ungefähr 3 Prozent der Betriebsauslastung, die selbst dann verbraucht werden, wenn die Lampe aus ist. Über ein Jahr verbraucht eine einzige ZigBee-Lampe im Standby demnach 3 Kilowattstunden. Bei einem durchschnittlichen Strompreis pro Kilowattstunde von 30 Cent sind das 90 Cent.

Bei einer einzelnen Lampe ist das vernachlässigbar. Statten Sie aber das ganze Haus mit smarten Lampen aus, kommen schnell 20 oder mehr Leuchtmittel zusammen. Dann zahlen Sie für den Standby-Betrieb fast 20 Euro im Jahr.

Es ist sinnvoll, den Standby-Stromverbrauch zu beachten

Noch deutlich schlechter sieht es bei WLAN-Lampen aus: Im Test benötigten sie im Standby 0,6 bis 0,85 Watt. Über ein Jahr verbrauchen sie im Standby damit rund 6 Kilowattstunden – immerhin 1,80 Euro. Haben Sie 20 davon, kostet Sie das im Jahr über 35 Euro.

WLAN-LED-Lampen verbrauchen im Standby also deutlich mehr. Allerdings kommt bei Philips Hue und Osram Lightify noch die Energieaufnahme der Bridge hinzu. Die liegt bei 1,3 Watt für Osram und 1,7 Watt bei Philips. Pro Jahr kommen also noch 11 bzw. 15 Watt für die Basisstation hinzu. Das entspricht, je nach Anbieter, zwischen 3,19 und 4,35 Euro.

Wenn nur zwei oder drei Lampen smart gemacht werden sollen, fährt man hinsichtlich der Stromkosten also mit einer WLAN-Lampe besser. Sind es mehr, kommt ein System mit Bridge günstiger.

Werbung versus Realität

In der Werbung sieht alles so einfach aus: Papa kommt mit Frau und Kindern nach Hause und automatisch geht in Flur und Küche das Licht an. Per Sprachbefehl leuchtet im Esszimmer eine Lichtleiste nebst Deckenleuchte auf. Später sind die Kinder im Bett, natürlich mit einem Nachtlicht, das sich über 30 Minuten von 100 auf 5 Prozent dimmt. Die Eltern machen es sich im Wohnzimmer bequem, setzen die Lichtfarbe der Leiste auf 5 Prozent in rot und genießen ihren Feierabend. Aber wie sieht das im alltäglichen Einsatz aus?

Einschlaf-Licht im Schlafzimmer - hier mit Lichtprojektor Quest von WiZ
Einschlaflicht im Schlafzimmer – hier mit Lichtprojektor Quest von Wiz.

Positiv schnitten im Praxistest vor allem die Gateway-Lösungen ab: Die Hue- bzw. Osram-Bridge spricht ohne Zwischenfälle mit eigenen oder kompatiblen Leuchtmitteln und Alexa oder der Google Assistant haben die passenden Lightify oder Hue-Skills, um die Lampen per Sprachbefehl zu steuern.

Der Sprachassistent ist die größte Hürde

Probleme hatten dagegen fast alle WLAN-Lampen mit der Farbe Weiß. Manuell und in der jeweiligen eigenen App ließen sich problemlos Farben und anschließend auch weiß auswählen. Hat man aber Alexa aufgefordert das Licht farbig einzustellen, war es problematisch, wieder zu weiß zurückzukehren. Lediglich mit der Smart WLAN LED Lampe von LE war das noch möglich. Bei allen anderen WLAN-Lampen quittierte Alexa zwar den Befehl, ließ uns aber im farbigen Licht sitzen. Eine mögliche Fehlerursache konnten wir nicht finden.

Sprachsteuerung

Ein- und ausschalten oder Lichtfarbe und Helligkeit ändern, sind nur der erste Schritt bei einem Smart-Home-Lichtsystem. Richtig spannend wird es, wenn Szenarien eingestellt werden, wenn zum Beispiel auf den Befehl »Alexa, Guten Abend«, die Garden Poles mit 50 Prozent aufleuchten, das LED-Band auf Rot und 5 Prozent Helligkeit geschaltet und die Wohnzimmerdeckenleuchte auf 10 Prozent gedimmt wird. So könnten Sie Ihr Heim begrüßen, wenn Sie von der Arbeit heimkommen und alles ist mit nur einem Sprachbefehl genau so, wie Sie es haben wollen.

Smart-Home-Lampe Test: Screenshot Alexa App
Mit Alexa lassen sich Gruppen steuern, Farben stufenweise auswählen und Routinen anlegen.

»Alexa, gute Nacht« löscht später alle Lampen, bis auf das Licht im Treppenhaus, das für den nächtlichen Gang zur Toilette auf fünf Prozent gedimmt wird.

Auch wenn Sie keine Sprachsteuerung verwenden, können Sie sich smarte Leuchtmittel zulegen. Jedes Leuchtmittelfabrikat kommt nämlich mit einer eigenen App daher. Über die kann das Arsenal an LED-Leuchtmitteln ebenfalls nach Zeitplan oder manuell, im Detail (Lichtfarbe) und in komplexen Szenarien gesteuert werden.

Smart Life – eine App, verschiedene Lampen

Viele WLAN-Lampen haben eines gemeinsam: Sie sind alle in ein und derselben App namens Smart Life vereint. Das ist grundsätzlich erst einmal positiv, denn so können Leuchtmittel aus dieser Gruppe wild untereinander kombiniert werden. Aus einer App heraus wird das ganze Licht-Setting kontrolliert und Alexa greift auf Smart Life zu, um alle darin enthaltenen Leuchtmittel zu steuern. Das funktionierte im Test bis auf die Einstellung »weiß« sehr gut.

Smart Life gibt sich vielseitig: Sie können Gruppen und Räume anlegen, den Zugriff auf bestimmte Leuchtmittel mit der Familie teilen oder Szenen anlegen. Es gibt sogar Automatisierungen, die mithilfe von externen Wetterdaten gesteuert werden. Ihre Lampen leuchten dann auf, wenn die Sonne untergeht oder wenn eine bestimmte Wetterlage vorherrscht, zum Beispiel Regen. Die App greift dabei auf Wetterdaten ihres Standortes zu.

Smart-Home-Lampe Test: Screenshot Smartlife
Mit Smart Life können Szenarien nach Standortänderung, Sonnen Auf- und Untergang oder dem Wetter ausgelöst werden.

In der App können Farbe und Helligkeit des Leuchtmittels sehr exakt ausgewählt werden. Über den Sprachassistenten, etwa Alexa, kann die Farbe dann nur noch in groben Schritten gewählt werden.

Begrenzte Möglichkeiten

Die Smart Life App hat allerdings einen Haken. Es werden zwar alle WLAN-Lampen integriert, jedoch bringen sie die direkte Steuerung der Lampe selbst mit, die sehr unterschiedlich ausfallen kann. Während bei manchen mehrere Szenen vorhanden sind und frei programmiert werden können, beschränken sich andere auf einen geringen Funktionsumfang. Szenen sind daher nur begrenzt auf verschiedene Lampen gleichzeitig anwendbar.

Lampen als Sicherheitsrisiko?

Ende 2016 erregten Angriffe auf IP-Kameras und das beliebte Philips Hue einiges Aufsehen. In einem Versuch war es Forschern des israelischen Weizmann Institute of Science und der kanadischen Dalhousie University in Halifax gelungen, mit einer Drohne aus 70 Metern Entfernung ein Philips-Hue-System komplett zu übernehmen. Ursache war eine Lücke im Funkstandard ZigBee, die inzwischen aber beseitigt ist.

Unsicherheiten bleiben immer

Dabei ist nicht das An- und Ausschalten von Licht durch Fremde das Problem: Vielmehr wird den Leuchtmitteln eine Schadsoftware aufgespielt, die dann als Botnetz in der Lage sind, DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) auszuführen. Solche Attacken können große Internetdienste wie zuletzt DHL, Hermes und Anfang 2017 Ebay ausfallen lassen. Es kommt auch immer häufiger vor, dass Erpresser mit DDoS-Angriffen drohen.

Wenn Sie ein älteres Smartphone haben, sollten Sie vorher prüfen, ob Ihr Gerät Bluetooth LE unterstützt.

Welche Rolle spielen Ihre Lampen dabei? Jede einzelne kann Teil des Bot-Netzes werden. Strafbar sind Sie als Besitzer nicht, jedoch kann es nicht im Sinne von Philips, Osram und den anderen Herstellern sein, dass ihre Leuchtmittel feindlich übernommen werden.
Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Leuchtmittel am Internet hängen, bleiben Ihnen nur Varianten, die per Fernbedienung genutzt werden. Eine Sprachsteuerung funktioniert dann leider nicht.

So haben wir getestet

In mehreren Testdurchgängen haben wir insgesamt 20 smarte Lampen getestet.  Eigens für den Test der Smart-Home-Lampen haben wir uns eine Box mit mehreren Lampenfassungen gebaut. So können jeweils fünf Lampen mit E27-Gewinde und fünf Lampen mit E14-Gewinde gegenüber gestellt werden. Unterschiede in der Leuchtstärke und Farbwiedergabe lassen sich klar erkennen.

Smart-Home-Lampe Test: Farbtest Gruen
Bei den WLAN-Lampen fiel auf, dass kaum eine auf »Alexa, Licht weiß« reagierte.

Im ersten Teil des Testes mussten alle Smart-Home-Lampen zeigen, was sie mit ihrer eigenen App leisten. Für viele interessanter ist aber sicherlich der zweite Teil, in dem wir die Zusammenarbeit mit der Sprachsteuerung Alexa ausprobiert haben.

Smart-Home-Lampe Test: Philips Hue
Philips Hue: Nicht ganz günstig aber die zuverlässigste Lösung.

Testsieger: Philips Hue

Das beste Smart-Home-System für Licht und Ambiente ist zur Zeit das Philips Hue. Bereits bei der Installation macht der Testsieger alles richtig: Auspacken, Bridge an den Router anschließen, Stromkabel rein und Leuchtmittel in die Fassung drehen, schon kann das Leuchtmittel geschaltet und gedimmt werden – ein guter Anfang.

Testsieger

Philips Hue

Um die Sprachsteuerung via Alexa zu nutzen, muss man die Hue-App aufs Smartphone herunterladen. Anders als bei Lightify, ist die Hue-App ohne Login nutzbar. Die Account-Erstellung ist für Alexa und auch für den Remote-Zugriff allerdings dann doch notwendig.

Wer mit Hue beginnen möchten, dem empfehlen wir ein Starter-Set. Das enthält einige Leuchtmittel und die Bridge. Zur Verfügung stehen drei Sets, die unterschiedlich viel Ausstattung mitbringen: Das Philips Hue White Starter Set, das White Ambiance Starter Set und das White and Color Ambiance Starter Set. Die hier aufgeführten Sets nutzen alle ein E27-Gewinde, man findet sie aber auch mit den beliebten E14- und GU10-Sockeln.

Der Funktionsumfang von »White« erfüllt nur einige Basisfunktionen. Die »White Ambiance« erlauben zusätzlich die Anpassung der Lichttemperatur und Lampen mit der Bezeichnung »White and Color Ambiance« haben mehr als doppelt so viele Funktionen, die in erster Linie über die Hue-App genutzt werden können. Sprachassistenten wie Alexa können meistens nur dimmen und die Farben grob wechseln.

Features in der App

Die Hue-App bietet für Gruppen oder einzelne Lampen Timer an. Sie können »Go to Sleep«-Zeiten festlegen oder Details, wie langsames Dunklerwerden beim Ausschalten, einstellen.

Hue-Lampen können damit auch als Wake-Up-Light eingesetzt werden, hier kann ein langsames Erhellen von bis zu einer Stunde festgelegt werden.

»Home & Away« erlauben das Simulieren von Anwesenheit durch eine zufällige Taktung von Einschaltzyklen. Das System erkennt, ob man das Haus verlässt oder heimkommt. Dies wird von den Standortinformationen des Smartphones abgelesen. Die Bridge gibt dann das entsprechende Signal zum Ein- oder Ausschalten.

Mit einem Account ist die Fernwartung von außerhalb möglich. Überall, wo eine Internetverbindung vorhanden ist, kann auf die Features des Hue-Systems zugegriffen werden.

Zudem ist Philips mit der Automatisierungs-App IFTTT kompatibel. Es lassen sich also Routinen in Verbindung mit anderen Anwendungen bzw. von Drittanbietern oder dem Mobiltelefon anlegen. So können bestimmte Lichter kurz flackern, wenn eine WhatsApp-Nachricht oder ein Anruf eingeht.

Via Google Home oder Alexa kann die Beleuchtung per Spracheingabe an- und ausgeschaltet werden. »Alexa, Lichtleiste auf Rot und 5 Prozent« erzeugte bei uns eine romantische Atmosphäre mit wenig Licht.

Optionen und Möglichkeiten

Hue bietet mit Abstand am meisten Möglichkeiten, zum einen, weil Philips sich für ausgewählte Hersteller öffnet, die ebenfalls ZigBee nutzen (Osram, Innr) und zum anderen durch die vielen verschiedenen Leuchtmitteltypen auf dem Markt. Philips hat E14-, E17- und GU10-Lampen im Angebot. Es gibt Mikro-Spots, Tischlichter, tragbare LED-Leuchten, Ambiente-LEDs, Kerzen-und Pendelleuchten, Leuchtstreifen und vieles mehr.

Smart Home Lichtsysteme Test: Testsieger Philips Hue.
Philips Hue Wireless Dimming-Schalter.

Philips hat außerdem einen Bewegungssensor und einen Wireless Dimming-Schalter im Programm. Spannend ist auch der Philips Hue Tap-Schalter, denn er benötigt keine Batterie: Die Energie bezieht er aus der Reibung beim Tastendruck. Die Tasten können mit bestimmten Lichtszenarien belegt werden.

Wenn Ihr Fernseher kompatibel mit Ambilight ist, kann das Gerät indirekt beleuchtet werden, um das Fernseherlebnis zu optimieren. Sie benötigen dazu zwingend originale Farb-Leuchtmittel von Philips, am besten geeignet sind Philips Hue Light-Strips oder Play Lightbars. Nach einer kurzen Einrichtung kann der Fernseher sie ansteuern. Wenn der Fernseher von Haus aus kein Ambilight unterstützt, geht es nur über ein externes Quellgerät. Das kann ein PC sein oder – bei Zuhilfenahme der HDMI Sync Box – jedes andere Gerät mit HDMI-Ausgang. Mit dieser Lösung arbeiten die internen Apps von Smart-TVs allerdings nicht zusammen.

Die Leuchtmittel von Hue können auch zusammen mit anderen Produkten verwendet werden. Zum Beispiel werden Hue-Lampen vom Qivicon Smarthome erkannt und die Nest Cam kann direkt von der Hue-Bridge oder der Hue-App angesprochen werden.

Folgende Produkte können mit Hue kombiniert werden:

  • Licht: Ikea Tradfri, Osram Lightify, Cree Connected etc.
  • Smart Home: Qivicon, Innogy SmartHome, eQ-3 HomeMatic IP, Bosch Smart Home, Samsung SmartThings, Logitech Harmony Hub, Homee, Wink Hub 2 etc.
  • Fernsteuerungen: Logitech Pop Button, Logitech Harmony, Senic Nuimo, SPIN Remote, Single Cue Generation 2, etc.
  • Überwachung: Nest Cam, SpotCam Sense, Netatmo Welcome, Withings Home etc.
  • Thermostate: Nest Learning Thermostat, Foobot Raumklimaüberwachung, etc.

Alternativen

Wenn einem die Hue-Lampen zu teuer sind, hat man auch die Möglichkeit, andere Hersteller zu wählen. Wir haben weitere Empfehlungen für Sie, die Ihren Geldbeutel schonen. Dafür kommen sie allerdings auch mit einigen Nachteilen.

Farb-Empfehlung

Gosund Smart LED-Lampe

Test Smart-Home-Lampe: Gosund Smart LED-Lampe
Sehr günstige Lampe mit guter und Farbwiedergabe und starker Leuchtkraft. Sie schwächelt jedoch bei der Sprachsteuerung und zeigt per Sprachbefehl kein weißes Licht.

Keine Preise gefunden.

Bei den günstigen WLAN-Lampen ist das Feld ziemlich breit gefächert, die wenigsten stechen in irgendeinem Punkt besonders hervor. Auch in der Bedienung unterscheiden sie sich kaum, da fast alle die App Smart Life nutzen und nur innerhalb der App kleine Unterschiede aufweisen. Die können aber ohnehin nur dann genutzt werden, wenn die Lampen direkt in der App ausgewählt werden. In der smarten Nutzung und vor allem der Sprachsteuerung sind die kleinen Unterschiede nicht zu spüren. Sich die Möglichkeiten von Smart Life anzusehen ist daher sinnvoller.

Dennoch sticht die im Test günstigste WLAN-Lampe von Gosund zwischen den Konkurrenten hervor, besonders im 4er-Set. Dann ist sie so günstig wie eine smarte Ikea-Lampe ohne RGB-Farbdarstellung.

Keine WLAN-Lampe im Test ist heller und günstiger

Dennoch – und genau darum erhält sie ein besonderes Prädikat – leistet sie mehr als ihre Mitstreiter. Abgesehen von der Aisirer, die allerdings auch merklich weniger Lichtleistung bietet, ist keine Lampe bei der reinen Lichtleistung sparsamer als die Gosund, trotzdem leuchtet sie heller als alle anderen mit Ausnahme von Hue. Insbesondere fällt das bei der farbigen Beleuchtung auf. Hier brechen viele zusammen und verlieren ihre Leuchtkraft.

Ursache ist zumeist, dass viele Lampen nur in der Lage sind, RGB-Farben zu nutzen. Soll weißes Licht dargestellt werden, leuchten alle farbigen LEDs und mischen so das Licht. Durch das Summieren der farbigen LEDs wird dann die angegebene Leuchtkraft erreicht, nicht jedoch wenn die Farben einzeln genutzt werden. Sie schwächeln merklich.

Die smarten Lampen von Gosund sind aber keine RGB-Lampen, sondern RGBW-Lampen. Das heißt, sie besitzen neben roten, grünen und blauen LEDs zusätzlich auch weiße und sind nicht gezwungen, weißes Licht durch mischen von rot, grün und blau herzustellen. Dadurch ist einerseits das weiße Licht nicht heller als das farbige, andererseits bietet es eine angenehme und vor allem konstante weiße Lichtfarbe. Variiert bei RGB-Lampen auch nur eine Farb-LED, verfälscht das die Darstellung von Weiß. Das Problem wird bei RGBW-Lampen umgangen und weißes Licht ist immer weiß.

Smart-Home-Lampe Test: Gosund

Nutzt man dennoch mal mal die kleinen Annehmlichkeiten, die manche Lampen in die Smart Live App mitbringen, bieten die Gosund-Lampen neben acht einstellbaren Szenen auch Szenen mit automatischem Farbwechsel und sogar eine Musiksteuerung, bei der die Farben nach dem Rhythmus der Musik im Raum wechseln. Solche Möglichkeiten bleiben sonst nur den Nutzern des Systems von Philips Hue vorbehalten.

Leider ist nicht alles Gold, was glänzt, und so hat auch die smarte LED-Lampe von Gosund einen kleinen Haken. Wie bei den meisten WLAN-Lampen stockt ein wenig die Bedienung per Sprachsteuerung. Wird per Sprachbefehl eine Farbe ausgewählt, ist der Wechsel zu Weiß nur durch die Bedienung der App möglich. Aufgrund eines nicht erklärbaren Fehlers war der Wechsel zu Weiß nicht per Sprachbefehl umsetzbar. Dennoch: Wer eine einfache WLAN-Lampe für wenig Geld sucht, liegt hier richtig.

Gut & Günstig

Ikea Tradfri

Test Smart-Home-Lampe: IKEA Tradfi
Die günstige Alternative aus dem Schwedenhaus. Lässt sich mit dem eigenen System, Philips Hue, Osram Lightify oder der eigenen Fernbedienung bedienen.

Ikea erobert den smarten Markt und das mit recht großen und vor allem günstigen Schritten. Eine smarte LED-Lampe in weiß ist bereits für 8 Euro und das benötigte Gateway für 30 Euro erhältlich. Beobachtet man die Angebote werden Sets aus Lampen, Gateway und Fernbedienung sogar noch günstiger.

Nun könnte man meinen, dass darunter die Qualität leidet – doch dem scheint nicht so zu sein. Laut einer unserer Umfrage in einer Facebook-Gruppe, die sich mit der smarten Beleuchtung von Ikea auseinander setzt, ist die Zufriedenheit mit der Tradfri-Beleuchtung sehr hoch. Nur wenige bemängeln eine begrenzte Haltbarkeit und in nur einem Fall haben die Lampen einen unschönen Pfeifton von sich gegeben.

Ein großer Vorteil der Tradfri LED-Lampen ist die Möglichkeit, sie »normal« mit einer Fernbedienung zu nutzen und/oder in die smarte Beleuchtung mit Sprachsteuerung zu integrieren.

Smart-Home-Lampe Test: Tradfri
Gut & Günstig aus dem Hause Ikea: Bereits für wenig Geld gibt es smarte Leuchtmittel mit veränderbarer Farbtemperatur.

Ikea Tradfri mit Fernbedienung

Bereits ohne Gateway und Sprachsteuerung macht die smarte Beleuchtung von Ikea eine gute Figur. Die Auswahl an Leuchtmittel ist groß und bietet sogar Lichtpaneele, Schrankbeleuchtungen, Dimmer und Bewegungsmelder. Sämtliche Geräte können untereinander kombiniert werden und benötigen keine Schaltzentrale. Allerdings sind die Möglichkeiten dadurch auch begrenzt und eine Fernbedienung kann nur die verbundenen Lampen gleichzeitig bedienen.

Einfaches Anlernen mit der Fernbedienung

Sollte es durch das Hinzufügen weiterer LED-Lampen oder das manuelle Schalten einzelner Leuchtmittel zu unterschiedlichen Schaltzuständen oder Farben der einzelnen Leuchtmittel kommen, muss auf der Fernbedienung lediglich der Power-Knopf etwas länger gedrückt werden und alle Lampen synchronisieren sich.Das Anlernen der Lampen ist einfach und funktionierte im Test problemlos. Sofern Lampen und Fernbedienung nicht im Set erworben wurden, muss die Fernbedienung lediglich neben das entsprechende Leuchtmittel gehalten und der Pairing-Knopf etwas länger gedrückt werden. Das war es auch schon und so können bis zu 10 Leuchtmittel mit einer Fernbedienung gesteuert werden.

Insgesamt bietet Ikea Tradfri damit bereits ein einfach zu bedienendes und sehr günstiges System zur Lichtsteuerung.

Ikea Tradfri als smarte Beleuchtung mit Sprachsteuerung

Sollen Ikea-Tradfri-Leuchtmittel in ein Smart-Home-System integriert werden, gibt es einen kleinen Haken, der wiederum aber auch als Vorteil gesehen werden kann. Zum Anlernen ist stets eine Fernbedienung oder ein Dimmer nötig. Die Leuchten können nicht direkt mit dem eigenen Gateway von Ikea verbunden werden. Das setzt eine zusätzliche Investition voraus, die sich mit 10 Euro aber in Grenzen hält. Werden allerdings mehr als 10 Lampen geplant, werden weitere Fernbedienungen benötigt, da sich diese nur mit 10 Lampen verbinden.

Der Hintergrund wird bei der Installation beziehungsweise dem Anlernen der einzelnen Geräte deutlich. Im ersten Schritt müssen hierzu alle Leuchtmittel und Fernbedienungen zurückgesetzt werden. Anschließend kann man die Fernbedienung mit dem Gateway verbinden. Das erfolgt in gewohnter Manier durch das Drücken des Pairing-Knopfes in direkter Nähe.

Im zweiten Schritt werden die Lampen wiederum in der Fernbedienung registriert. Offensichtlich arbeitet das Gateway nicht mit den Lampen, sondern mit der Fernbedienung, die das Signal an die Leuchtmittel weitergibt. Das ist etwas umständlich, bietet aber auch den Vorteil, dass die Lampen unkompliziert mit der Fernbedienung gesteuert werden können.

Smart-Home-Lampe Test: Ikea Gateway Anlernen Screenshot
Obwohl das Anlernen sehr einfach ist, wird man durch eine sehr ausführlichen Anleitung dabei begleitet.

Die Möglichkeiten der App sind begrenzt und sorgen teilweise für Verwirrung. So werden beispielsweise alle angelernten Lampen zwar angezeigt, aber als »getrennte Geräte« geführt. Erst unter »Einstellungen > Geräte« (wer hätte hier die Räume gesucht?) können neue Räume angelegt und dort die Lampen verteilt werden. Jetzt sind sie nicht mehr »getrennt« und können genutzt werden.

Die Steuerung erfolgt dann per Raum, wobei alle Lampen gemeinsam oder einzeln gedimmt beziehungsweise geschaltet werden können. Das Einstellen der Farbe funktioniert nur über das Anlegen einer »Stimmung«, die aber nicht raumübergreifend genutzt werden kann. Auch können einzelne Lampe nur einem Raum und somit nicht unterschiedlichen Gruppen zugeordnet werden. So ganz ausgereift wirkt die App damit noch nicht.

Dank ZigBee-Protokoll ist man jedoch nicht auf das Ikea-Gateway beziehungsweise der App angewiesen und kann alternativ die Hue Bridge oder das Osram-Gateway nutzen. Auch die Integration in die Alexa-Sprachsteuerung ist einfach und bietet einen besseren Komfort als die Ikea-App.

Smart-Home-Lampe Test: Ikea Tradfri App Geraete
Die App zeigt verbundene Lampen erst nach dem Anlegen von Räumen und zuordnen der Lampen an. Farben können nur durch Szenen eingestellt werden.

Was nicht so gefiel, war die Integration von Innr-Leuchtmitteln, die explizit versprochen wird. So war die Farbauswahl per Fernbedienung im Test nicht möglich und hakte auch per App deutlich. Einige Farben wurden nicht wie gewünscht dargestellt und andere ließen sich erst gar nicht auswählen.

Unsere Empfehlung gilt daher eher den Ikea Tradfri LED-Lampen als dem Gateway mit dazugehöriger App.

Außerdem getestet

Die Lampux LE konnte mit einer sehr guten weißen Leuchtkraft bei geringer Bauhöhe überzeugen. Sie war unter den WLAN-Lampen auch die einzige im Test, bei der sich über Alexa die Farbe ändern und zurück auf Weiß schalten ließ, wodurch sie sich von ihren Mitstreitern abhebt. Mit Smart Life arbeitete sie zuverlässig und brachte acht einstellbare Szenarien sowie die Möglichkeit des Farbwechsels mit. Leider erfolgten die Farbwechsel nur in sehr mäßiger Geschwindigkeit.

Wer dennoch auf die zuverlässige WiFi-Lampe setzen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen.

Smart-Home-Lampe Test: Le Lampux
Die LE Smart WLAN-LED-Lampe funktionierte im Test zuverlässig, hat aber auch ihren Preis.

Osram besitzt im Smart-Home-Bereich bereits einen sehr guten Namen und das kommt nicht von ungefähr. Die Osram Smart+ arbeitet zuverlässig mit dem ZigBee-Protokoll, wodurch sie zwar ein Gateway benötigt, dieses aber flexibel ausgewählt werden kann.

Interessant ist die enorme Leuchtkraft bei vergleichbar niedriger Leistungsaufnahme. Vermutlich arbeiten die verwendeten LEDs damit allerdings am Leistungslimit, wodurch der Hersteller selbst eine recht geringe Lebensdauer von durchschnittlich 10.000 Stunden weniger als die Konkurrenz angibt.

Leider müssen wir auf einen besonderen Punkt hinweisen: Osram stellt zum 31. August 2021 jeglichen Server-Betrieb und Support für das Lightify-Programm ein. Die Einbindung entsprechender Leuchtmittel in eine Sprachsteuerung ist dann nur noch über Hubs, Gateways oder Bridges anderer Hersteller möglich.

Smart-Home-Lampe Test: Osram
Sehr sparsam aber laut Hersteller auch nur eine geringe Lebensdauer.

Innr-Lampen sind mit Philips Hue und Osram Lightify kompatibel, können also mit der Hue- oder Lightify-Bridge verwendet werden. Innr ist allerdings nicht kompatibel mit dem Apple HomeKit, aber trotzdem in Hue integrierbar. Die Leuchtmittel sind für HomeKit einfach nicht sichtbar. Der Vorteil von Innr liegt im Preis: Für wenig Geld gibt es eine dimmbare RGBW-Lampe– die kostet bei Philips fast das doppelte.

Innr hat jedoch nur ein kleines Angebot für E17-, E14- und GU10-Leuchtmittel, das durch Spots, Lichtleisten (10 x 25 Zentimeter) und Lichtstreifen (4 Meter) ergänzt wird. Tisch- oder Deckenleuchten oder gar einen Bewegungssensor, wie bei Osram und Philips, hat der Hersteller nicht im Angebot. Es gibt inzwischen aber auch Strahler.

Smart Home Lichtsystem Test: Testsieger Philips Hue.
Innr E27 Smart-LED-Lampe.

Wer Geld sparen will, kann als Basis die Philips-Hue-Bridge und einfache Hue White E27 LED-Lampen nehmen. Die farbigen Leuchten können dann günstig von Innr ergänzt werden. Spezielle Lösungen, wie eine Deckenleuchte, kommen dann wieder von Philips. Nachteil: Die Leuchtmittel von Innr Lighting sind nicht kompatibel zum Apples HomeKit, wohl aber zu Amazons Alexa.

Sie wollen mehr Farbe und Lichtkomfort in Ihre Wohnung bringen, ohne dabei auf die nächste Smartphone-App angewiesen zu sein? Müller Licht hat mit tint das passende Produkt, denn die Leuchtmittel brauchen weder eine App zur Einrichtung noch einen WLAN-Router. Sie könnten die Lampen also auch dort installieren, wo es gar keinen WLAN-Empfang gibt!

Der Trick: tint kombiniert seine Leuchtmittel mit einer hauseigenen Fernbedienung, und die spricht via ZigBee 3.0 mit einer oder dutzenden von Lampen. Dieser Funkstandard benötigt deutlich weniger Standby-Energie als WiFi-Leuchtmittel, die ohne eigenen Router auskommen.

Die Fernbedienung ist das A und das O bei der Bedienung der tint-Lampen, denn für die Sprachsteuerung brauchen Sie wenigstens einen Amazon Echo oder einen anderen ZigBee-3.0-Hub (Philips Hue, Osram Lightify). Sie sollten also ein Freund von Fernbedienungen sein. Die Verpflichtung fällt aber leicht, denn die Fernbedienung ist gut durchdacht und hat nur wenige, übersichtliche Tasten.

Tint Smart Light: über den ringförmigen Taster lässt sich die gewünschte Farbe leider nicht immer punktgenau einstellen, hier muss etwas herumprobiert werden
Tint Smart Light: Über den ringförmigen Taster lässt sich die gewünschte Farbe leider nicht immer punktgenau einstellen, hier muss etwas herumprobiert werden.

Mit der Fernbedienung können Sie Leuchtmittel einzeln oder gruppenweise steuern. Dabei geht es einmal um die Lichtfarbe, was mit dem kreisrunden Taster erledigt wird. Leider können die gewünschten Farben nicht so zielgenau ausgewählt werden wie in einer App. Hier muss mitunter etwas herumprobiert werden, bis die Farbe passt.

Neben der Helligkeit kann auch die Lichtfarbe gesteuert werden, also kalt oder warm. Daneben hat tint noch sechs Szenarien definiert, etwa fürs Lesen, das morgendliche Aufstehen oder die erotische Zweisamkeit.

Das Anlernen von weiteren tint-Leuchtmitteln erfolgt ebenfalls über die Fernbedienung. Dazu müssen Sie selbige einfach fünf Zentimeter neben die Lampe halten und die Gruppentaste drücken.
Sofern Sie bereits smarte Philips- oder Osram-Leuchtmittel besitzen, können Sie tint in diese Umgebung einbinden. Anschließend können Sie die tint-Leuchtmittel auch über die jeweiligen Apps bzw. Sprachassistenten steuern (Alexa, Google Assistant).

Ganz nebenbei erfreute uns tint mit einer relativ ausgewogenen Farbdarstellung: Es kann Farben exakter wiedergeben als Maxcio, Bawoo oder Koaanw. Gelb ist bei tint auch wirklich Gelb und Rot hat nur einen ganz marginalen Gelbstich. Die günstigen Leuchtmittel weichen teils krass vom Soll ab.

Was tint – zumindest in erster Instanz – mangels App nicht kann, sind Automation, Szenen, Räume, und Teilen. Sie können allein mit der Fernbedienung weder einen Timer noch Automatismen einstellen, also etwa bei Bewegung im Zimmer ein Leuchtmittel einschalten.

Genau das ist es aber auch, was uns an tint gefällt – die Wahlfreiheit: Entweder Sie betreiben tint offline solo mit der Fernbedienung oder binden es in Ihre Philips-Hue- respektive Osram-Lightify-Welt ein. Dort können Sie es dann per Sprachbefehl bzw. Licht-App steuern. Sie haben die Wahl und werden nicht zum Anlegen eines Accounts und zur Weitergabe von Kontaktdaten gezwungen.

Das Model F von Luke Roberts ist im positiven Sinne ein Außenseiter: Die Deckenleuchte erzeugt direktes oder indirektes Licht in jeder erdenklichen Farbe und sie kann Bereiche des Raumes in unterschiedlichen Farben beleuchten. Mit Paint your Light können Sie mit einfachen Mal-Gesten Farben definieren und so Ihre eigenen Licht-Szenarien erschaffen. Der Funktionsumfang und der Komfort stellt Philips Hue und Osram Lightify in den Schatten. Dennoch dürfte der hohe Preis von 700 Euro eine schier unüberwindbare Hürde für die Meisten sein, weshalb wir hier von einer Empfehlung absehen. Wenn Geld keine Rolle spielt, wäre aber Luke Roberts unser Favorit.

Luke Roberts Model F: oberes und unteres Segment des Schirmes können unabhängig voneinander in unterschiedlichen Farben, Helligkeit leuchten
Luke Roberts Model F: oberes und unteres Segment des Schirmes können unabhängig voneinander in unterschiedlichen Farben, Helligkeiten leuchten.

Der ganze Raum mit einer Lichtquelle – dieser kurze Satz beschreibt die Deckenleuchte von Luke Roberts am besten. Bei jeder anderen Lampe in diesem Test benötigen Sie bereits für ein mittelmäßig komplexes Lichtszenario, mehrere Leuchtmittel, mehrere Fassungen bzw. Lampenschirme und eine App, in der Sie diese smarten Lampen zusammenbringen.

Das funktioniert auch und ist im Falle von Philips Hue sogar relativ komfortabel. Dennoch ist es ein relativ hoher Aufwand: Sie müssen sich hier für Spots entscheiden, dort indirekte Lampenschirme installieren und am Ende die angelegten Szenen farblich abstimmen. Das kann, selbst bei einem Licht-Enthusiasten, viele Stunden dauern.

Sie haben keine Lust auf Bastelei und Herumprobieren? Sie wollen lieber mehr Geld investieren und dafür sofort ein perfektes Ergebnis haben? Mit dem Model F hat Luke Roberts das passende Angebot.

Luke Roberts Model F: die mit Abstand größte Funktionsvielfalt bei zeitgleich simpler Einrichtung und Bedienung
Luke Roberts Model F: die mit Abstand größte Funktionsvielfalt bei zeitgleich simpler Einrichtung und Bedienung.

Die Deckenleuchte strahlt mit über 300 LEDs nach unten und nach oben ab. Sie kann also getrennt oder gleichzeitig für direkte oder indirekte Beleuchtung sorgen. Die LEDs oben und unten am Schirm können Farbe darstellen. In der App ist es möglich, für jedes LED-Segment die Farbe und die Helligkeit einzelnen festzulegen. Das ist weniger kompliziert als es klingt, denn die farbliche Steuerung erfolgt über Mal-Gesten wie in einem einfachen Zeichenprogramm am Tablet. So können Sie von der Couch aus Ihr individuelles Licht-Setting erstellen.

Die Luke Roberts bietet aber auch schon Dutzende von vordefinierten Licht-Szenen an, die auf Wunsch verändert werden können. Zeitpläne sind natürlich ebenso selbstverständlich wie das Einrichten von Standard-Lichtszenen, die beim Einschalten aktiv sind. Die Lampe kann aber auch per KI-Funktion nach Tageszeit und Nutzungshäufigkeit selbst entscheiden und Ihnen eine möglicherweise passende Lichtszene vorschlagen.

Wenn mal das Smartphone nicht zur Hand ist – und auch nicht Alexa – dann kann durch einfaches Aus- und Einschalten des herkömmlichen Lichtschalters zwischen den gespeicherten Lichtstimmungen gewechselt werden (Click Detection).

Luke Roberts benötigt kein WiFi-Netzwerk, das Smartphone spricht via Bluetooth LE mit dem Leuchtmittel. Sie benötigen auch keinen Account, dieser ist lediglich optional aber zwingend, wenn Sie die Lampe mit Alexa verbinden möchten.

Luke Roberts Model F kann einen Teil des Raumes beleuchten, einen anderen wiederum nicht. Dies ist möglich, weil die LED-Segmente separat voneinander angesprochen werden. Dadurch kommt eine gewisse Spot-Wirkung zustande.

Sie sollten aber keine exakt abgegrenzten Licht-Spots, wie von einer echten Spot-Leuchte erwarten. Die LED-Segmente haben nun mal keinen eigenen Reflektorschirm hinter sich, der das Licht exakt lenken würde. Sehen Sie es eher als grobe Ausleuchtungsbereiche und nicht wie einen Spot aus dem Rampenlicht einer Bühne. Die bewerbenden Fotos von Luke Roberts sind in dieser Hinsicht etwas positiv übertrieben.

Luke Roberts kann keine Animationen darstellen, also animierte Farbverläufe zum Beispiel von blau nach rot. Der Hersteller kündigt jedoch ein Software-Update an, nach dem die Leuchte auch dies beherrschen wird.

Luke Roberts Model F: profimäßige Installation
Luke Roberts Model F: profimäßige Installation.

Die Verarbeitung des Lampenschirms als auch des Befestigungsmaterials ist solide und kann als Profi-Qualität bezeichnet werden. Die Deckenleuchte wird mit dem Kabel-Auslass an Ihrer Decke befestigt und benötigt dann noch zwei bis drei Bohrungen. Die sollten auf jeden Fall gut sitzen, denn die Lampe wiegt 3,2 Kilogramm.

Ein kreisrunder Sockel, der ebenfalls aus hochwertigem Kunststoff besteht, deckt Trafo und Elektronik ab. Die schwere Leuchte hängt an ihrem eigenen, dicken Kabel, das ca. 120 cm lang ist und bei der Installation passend gekürzt werden muss. Die Lampe kann nur dann an einem Haken hängen, wenn Sie die Elektronik im Sockel etwas seitlich der Leuchte montieren.

Die Luke Roberts ist für große Räume bis 30 Quadratmeter geeignet. Das Leuchtmittel benötigt maximal 75 Watt und ersetzt eine 300-Watt-Glühbirne. Lampenschirme hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern, der Sockel hat einen von 16,5 Zentimetern. Die Lichtleistung liegt bei 4.000 Lumen.

Beim nach unten gerichtetem weißem Licht sind Farbtemperaturen zwischen 2.700 und 4.000 Kelvin möglich. Luke Roberts lobt sich selbst mit einer der besten LED-Lichtqualitäten am Markt (CRI>95) und durch die eigens entwickelte Ansteuerung sollen die über 300 verbauten LEDs absolut flimmerfrei sein.

Technisch soll bei Luke Roberts noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein, denn das Model F verfügt zusätzlich über eine Reihe von Sensoren für Umgebungslicht und Raumpräsenz. Das soll in Zukunft eine Vielzahl weiterer Funktionen ermöglichen.

Wenn Sie mit wenig Aufwand einen großen Raum stimmungsvoll beleuchten wollen und dabei Geld keine Rolle spielt, sind Sie bei Luke Roberts richtig.

Die folgenden Leuchtmittel erfüllen grundsätzlich ihren Dienst. Sie sind schnell eingerichtet, können meistens Farben darstellen (wenn auch nicht immer gut) und via Alexa bzw. Google Assistant gesteuert werden. Ihre Schwächen offenbaren sich in den teils nur rudimentär smarten Funktionen der App. Das reicht für ein simples, zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten. Wenn Sie aber an ein langsam heller werdendes Aufwachlicht denken (Lichtwecker), sollten Sie solche Modelle hier nicht weiter beachten.

Die Leuchtmittel setzen durchweg auf WiFi-Funk und kommen ohne Bridge aus. Im Standby verbrauchen sie mit 0,6 bis 0,8 Watt in der Regel mehr Energie als die sparsamen ZigBee-Funker, die sich mit 0,3 Watt begnügen. Der große Pluspunkt ist der geringe Grundpreis von 15 bis 20 Euro für ein farbiges Leuchtmittel. Philips und Osram kosten mindestens das Doppelte.

Eufy Lumos sticht aus zwei Gründen aus der Masse heraus: Zum Einen verzichtet es auf Farben und Sie müssen mit einem gelben Warmweiß Vorlieb nehmen, das aber immerhin angenehm ist. Zum Anderen kommt es mit einer eigenen Eufy-App daher, die mit der Kopplung mit anderen Eufy-Geräten lockt, zum Beispiel Roboter-Staubsaugern oder Steckdosen. Interessant ist der Abwesend-Modus, in dem das Leuchtmittel per Zufall hin und wieder ein- und ausgeschalten wird, was Anwesenheit simuliert.

Eufy Lumos: Die Leuchtmittel nicht ganz so kompakt. Achten Sie auf die Abmessungen!
Eufy Lumos: Die Leuchtmittel nicht ganz so kompakt. Achten Sie auf die Abmessungen!

Wiz Smartes LED-Leuchtmittel

Wiz ist wie Luminea ebenfalls ein WiFi-Produkt, allerdings ist die Bauform etwas kompakter. Technisch bestehen ebenfalls Gemeinsamkeiten: Es gibt keine Bridge und der Standby-Verbrauch ist ebenfalls höher als bei ZigBee (Osram, Philips, Innr, Ikea). Die Verbindung zu Alexa klappt aber auch hier. Wiz unterstützt zudem Google Home. Man benötigt keinen Account, Sie müssen sich also kein Passwort merken – auch nicht, wenn sie Alexa verbinden.

Wiz kupfert bei Philips ab und bietet ebenfalls hübsche Tisch- oder Standleuchten an. Es gibt auch eine Fernbedienung und Lichtstreifen. Die Leuchtmittelpreise sind unterm Strich deutlich günstiger als beim Testsieger, aber nicht so günstig wie bei Innr oder Luminea.

Das Premium-Modell von Wiz ist nicht gerade günstig, dafür bekommt man aber auch eine E27-Lampe (weiß + farbig), die einer 75 Watt-Glühbirne entspricht. So ein helles LED-Lämpchen suchen Sie bei den meisten Konkurrenten vergeblich.

Einfache Weißlicht-LEDs gibt es ab 20 Euro, solche mit zusätzlich 16 Million Farben sind ab 40 Euro erhältlich. Wiz begrenzt sich nicht auf Leuchtmittel, sondern hat auch Tisch- oder Glastischleuchten im Angebot.

Wir waren beeindruckt vom Farbspektrum der LED-Lichtprojektoren Quest sowie dem E27-Color-Leuchmittel. Hier kann Luminea nicht mithalten. Hinzu kommt eine komfortable App, die in Sachen Lichtstimmungen (Presets) sogar die Hue toppen kann.

Nützlich ist die Wizmote, eine universelle Infrarot-Fernbedienung. Sie bedient jedes Wiz-Leuchmittel, auf das Sie gerichtet wird. Durch Infrarot gibt es keine Verwechselungen.

Ein Nachteil ist die Begrenzung auf das 2,4-GHz-WLAN, das oft überlastet ist. Allerdings dürfte die Datenmenge von und zum Leuchtmittel so gering ausfallen, dass das in der Praxis nicht zu Verzögerungen führt.

Mangels ZigBee ist Wiz nicht mit Hue oder Lightify kompatibel. Mit Hilfe eines Sprachassistenten können die unterschiedlichen Systeme dennoch bedient werden.

Wurde die Lampe von Luminea in unserem vergangenen Test noch als günstig angesehen, hat sich hier leider einiges verändert. Sie hebt sich mit rund 20 Euro doch deutlich von anderen Mitstreitern ab und kostet auch im laufendem Betrieb mehr. Um auf eine Lichtleistung von 806 Lumen zu kommen, benötigt sie 10 Watt, während sich andere Lampen hierfür mit 8 bis 9 Watt begnügen. Negativ viel auch die enorme Baugröße auf. Die Luminea war nicht nur die längste Lampe im Test, sie war die einzige, die sich nicht an das Standardmaß und einen Durchmesser von 60 Millimetern hielt.

Überzeugen konnte dagegen das angenehme, warmweiße Licht, während die Farben, wie bei vielen Lampen, eher schwächer ausfiel.

Smart-Home-Lampe Test: Luminea
Deutlich größer und mit einem hohen Stromverbrauch konnte Luminea nicht wirklich überzeugen.

Mit einer hübschen Hülle und einem silbernen Ring lässt sich die smarte Lampe von Infray sehr dekorativ einsetzen. Leider ist sie sehr groß geraten, sodass sie nicht in jeder Lampe ihren Platz finden wird.

Funktionell gibt wenig zu bemängeln. Sie bietet satte Farben, aber auch ein Warmweiß, der einigen vermutlich etwas zu »kalt« sein wird. Leider ist sie im Vergleich zu anderen No-Name-Lampen verhältnismäßig teuer.

Smart-Home-Lampe Test: Infray
Optisch ansprechend mit satten Farben – allerdings recht groß.

Jomarto Smart LED-Lampe

Wie das Design und die Verpackung zeigt, ist die Jomarto Smart LED-Lampe der Infray sehr ähnlich. Optisch trifft das zu 100 Prozent zu, technisch gibt es jedoch einen kleinen Unterschied: Während Infray zu den RGB-Farben noch warm- und kaltweiß angibt, beschränkt sich Jomarto auf kaltweiß. Dennoch ist selbst hierbei ein ähnliches Verhalten zu beobachten – das Kaltweiß ist schon eisig und viel zu blau.

Preislich passt die Jomarto LED Lampe jedoch besser in den Rahmen günstiger WLAN-Lampen.

Smart-Home-Lampe Test: Jomarto
Optisch mit der Infray fast identisch, jedoch einiges günstiger: Die Lampe von Jomarto.

Aisierer Smart LED-Lampe

Die smarte WLAN-Lampe von Aisierer konnte im Test nicht wirklich überzeugen. Zwar ist sie etwas sparsamer im Stromverbrauch, bietet dafür jedoch auch deutlich weniger Licht, das sie auch noch ungleichmäßig abgibt. Die Angabe von RGB und Warmweiß muss unter Vorbehalt gesehen werden, da das Warmweiß schon sehr gelb (fast rotstichig) ist. Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine reine RGB- und keine RGBW-Lampe. Das Weiß wird also nur gemischt, wodurch es heller als andere Farben ist, aber auch sehr unterschiedlich in der Farbtemperatur ausfallen kann.

Smart-Home-Lampe Test: Aisirer
Mäßig hell mit einem unangenehmen Weißton.

Unter den WLAN-Lampen besitzt die Hama WiFi-LED-Lampe einen großen Nachteil: Als einzige versteht sie sich nicht wirklich mit der Smart Life App. Sie bringt ihre eigene App »Hama Smart Solution« mit, was einige Nachteile hat. Sinn ergibt das nur, wenn man sich auf Leuchtmittel von Hama beschränkt, obwohl gerade bei WLAN-Lampen der Vorteil darin besteht, dass sich viele unterschiedliche Hersteller kombinieren lassen.

Nutzt man dennoch Smart Life, verliert sie häufig die Verbindung und muss komplett neu angelernt werden. Brauchbar ist diese Variante also nicht. Da es auch etliche Anläufe gebraucht hat, bis sich die eigene App verbunden hat, ist der Fehler sicher in der schlechten WLAN-Anbindung zu suchen. Angesichts des recht hohen Preises können wir dafür keine Kaufempfehlung aussprechen.

Smart-Home-Lampe Test: Hama
Hama WiFi-LED-Lampe: Nicht wirklich günstig und verlor im Test des Öfteren die Verbindung.

Maxcio Smart Led Lampe

Maxcio liefert ein günstiges Leuchtmittel, das aufgrund der schwachen Farbdarstellung und der unausgereiften Smart Life App nicht zu den Vorzeigeprodukten gehört. Das Leuchtmittel erfüllt aber seinen Dienst und sofern Sie es ohnehin nur über Alexa steuern, können Sie auch daran ihre Freude haben.

Bawoo Wi-Fi Smart Bulb

Bawoo gehört auch in die Liga der Smart-Life-Leuchtmittel und die Farbdarstellung ist ebenfalls schlecht. Weiß sieht gut aus, Rot hat leider einen Gelbstich und Gelb sieht nach Zitrone aus. Die Anleitung ist teils grausig übersetzt, das ist aber leider Standard. Auch hier können Sie ein Nachtlicht via App automatisieren. Farbmodi und Helligkeit stehen zur Verfügung.

Koaanw Wifi Smart Lampe

Test Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Koaanw Wifi Smart Lampe

Keine Preise gefunden.

Koaanw ist günstig und unterstützt sowohl Alexa als auch Google Assistant. Das war’s aber auch schon mit den wesentlichen Vorteilen, denn die Farbdarstellung taugt nichts und in der Smart Life App besteht die Automation nur aus On/Off.

Koaanw Wifi Smart Lampe: Die Leuchtmittel sind wuchtig. Achten Sie vor dem Kauf gegebenenfalls auf die Abmessungen!
Koaanw Wifi Smart Lampe: Die Leuchtmittel sind wuchtig. Achten Sie vor dem Kauf gegebenenfalls auf die Abmessungen!

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Kommentare

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Jane
Jane

Könnte man hier das System von Awox/EGLO Leuchten ergänzen und auf interkompatibilität eingehen?
Welche App ist die vielseitigste/ kompfortabelste/ zuverlässigste?

Walter P.
Walter P.

Da fehlen meiner Meinung nach aber ein paar interessante Produkte. Was ist mit Ikea, Lifx, TP-Link, Ledvance etc. ?

Peter Meier
Peter Meier

Ikea sollte man wirklich noch berücksichtigen, vor allem nach der Meldung sich im Bereich smartHome noch stärker aufzustellen.

Christian Wind
Christian Wind

Das beste smart home system für licht???? Wer einige leuchten über a app bedienen kann hat no lang kein smart home. Beschattung temperaturregelung alarmanlage beschallung und das alles für den einzelnen user optimiert, dann kann man von einem smart home sprechen.

Patrick Schlögl
Patrick Schlögl

Tja oder man nimmt Dali oder dmx. Das ist erprobt und kostet nicht so viel 🙂