Die beste smarte Personenwaage

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
  • Test smarte Waage: InnoBeta FitFy

Die beste smarte Personenwaage ist die InnoBeta FitFy. Sie liefert das beste Gesamtpaket aus hoher Messgenauigkeit, einfacher Handhabung und gelungener App. Vor allem was die Synchronisation der Messdaten mit der App angeht, können sich andere Waagen hier ein Beispiel nehmen, denn wenn man die App auf dem Smartphone immer erst öffnen muss, bevor man sich wiegt, ist das alles andere als „smart“.

Update 1. März 2018

Wir haben 14 neue Modelle getestet und den Artikel komplett aktualisiert. Unser neuer Testsieger ist die InnoBeta FitFy.

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23. Januar 2018

Nokia hat angekündigt aufgrund von fehlenden Zulassungen die Möglichkeit zur Messung der Pulswellen-Geschwindigkeit bei der Nokia Body Cardio (vormals Withings) ab dem 24.01.18 zu deaktivieren. Der Hersteller bietet als Entschädigung einen 30 Euro Gutschein auf Artikel des Online-Shops mit einer Gültigkeit bis zum 31.12.18. Auch eine Rückerstattung ist möglich. Weitere Informationen finden Sie hier oder auf der Seite Ihres Nokia-Accounts.

15. Januar 2018

Wir sind gerade dabei den Test zu aktualisieren und umzustellen.

9. März 2017

Der Test wurde überprüft und mit neuen Produkten aktualisiert.

In Zeiten zunehmender Selbstvermessung durch Schrittzähler, Fitnesstracker und Schlafüberwachung muss natürlich auch die gute alte Personenwaage smart werden. Immer mehr Modelle messen nicht nur das Gewicht, sondern wollen mittels Elektroden auch das Körperfett bestimmen und darüber die Muskelmasse und das Gewicht der Knochen. Selbst den Puls kann man mit einigen smarten Waagen messen.

Das meiste davon ist allerdings wenig sinnvoll, denn die Messgenauigkeit lässt vor allem bei der Körperfettmessung sehr zu wünschen übrig. Trotzdem sind smarte Waagen durchaus sinnvoll, denn mit ihnen kann man die Messwerte in einer App auf dem Smartphone speichern. Das ist vor allem bei langsamen Veränderungen wie eben beim Gewicht sehr sinnvoll: Erst wenn man die Daten über einen längeren Zeitraum aufzeichnet und in einem Diagramm aufbereitet, sieht man deutlich, wann man wie stark zu- oder abgenommen hat.

Aber niemand will beim morgendlichen Wiegen erst das Smartphone holen, um die Daten darauf zu speichern. Eine wirklich smarte Waage überträgt die täglichen Messdaten selbständig aufs Smartphone. Das können längst nicht alle Modelle, die wir getestet haben. Für uns war das ein Ausschlusskriterium.

Die Genauigkeit der Körperfettmessung war uns dagegen weniger wichtig, denn diese Daten sind generell sehr unzuverlässig. Auf was es letztlich ankommt, ist das Gewicht. Wer wirklich wissen will, wie sich der Anteil des Körperfetts ändert, sollte zu anderen Messmethoden greifen, etwa einer Caliper-Zange.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

InnoBeta FitFy

Test smarte Waage: InnoBeta FitFy
Eine kompakte aber nicht zu kleine Waage, die sehr gut misst. Die App ist einfach gehalten, hat aber trotzdem viel zu bieten.
Amazon€ 39,99
eBay€ 55,00

von 560 Lesern gekauft

Die InnoBeta FitFy misst nicht nur sehr genau Ihr Gewicht, sondern überträgt alle Messdaten zuverlässig per Bluetooth auf Ihr Smartphone. Die dazu gehörende FeelFit-App ist übersichtlich gestaltet und hübsch designt und synchronisiert sich automatisch mit der Waage. Auch das Design der Waage selbst ist ansprechend. Nicht zuletzt überzeugt uns der günstige Preis.

Auch gut

Nokia Body

Test smarte Waage: Nokia Body
Eine solide Waage, mit der "nur" das Gewicht gemessen werden kann, dennoch finden wir sie empfehlenswert.

Wenn Sie einfach nur ihr Gewicht messen und aufzeichnen wollen und mit Körperfettmessung und anderen Spiränzchen nichts am Hut haben, ist die Nokia Body eine gute Alternative. Sie kostet zwar etwas mehr als die InnoBeta, ist aber auch nochmal ein Stückchen solider verarbeitet. Gut gefällt uns, dass die Nokia auf der Waage selbst die Gewichtsentwicklung der letzten sieben Tage anzeigt. In der HealthMate-App werden die Messergebnisse übersichtlich aufbereitet. Die Synchronisierung der Daten funktioniert dank WLAN am zuverlässigsten von allen Geräten im Test.

Mit Sportprogramm

Beurer BF 710

Test smarte Waage: Beurer BF 710
Die perfekte Waage, wenn Sie Gewicht verlieren möchten, denn mit der App haben Sie Ernährung, Sportplan und Gewichtsverlauf immer im Blick.

Eine sehr genaue Gewichtsmessung zeigte im Test die Beurer BF 710. Sie zeigt auf dem Display eine Vielzahl von Daten zu Körperfett und Body Mass Index, was allerdings nicht gerade übersichtlich ist. Die BodyShape-App einen riesigen Funktionsumfang. So ist ein eigenes Trainings-Programm eingebaut und sogar ein Ernährungstagebuch kann man führen. All das ist ansprechend gestaltet, wenn auch klar auf eine weibliche Kundschaft zugeschnitten. Leider klappt die Synchronisation mit dem Smartphone nicht immer zuverlässig, sonst wäre die Beurer BF 710 unser Testsieger geworden.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutMit Sportprogramm
Modell InnoBeta FitFy Nokia Body Beurer BF 710 Marsboy Smart Multifun Körperwaage Renpho Smart Nokia Body Plus Eufy Smarte Personenwaage Medisana BS 440 Connect Medisana BS 444 Connect Newgen Medicals 6in1-Körperanalysewaage Yunmai Smart Ikeepi Personenwaage Sharon Bluetooth Smart Scale Beurer BF 195 Beurer BF700 Soehnle Web Connect Analysis SmartLAB fit W A-Rival sQale Koogeek Smart Scale
Test smarte Waage: InnoBeta FitFyTest smarte Waage: Nokia BodyTest smarte Waage: Beurer BF 710Test smarte Waage: marsboy Smart PersonenwaageTest smarte Waage: RENPHO Smart PersonenwaageTest smarte Waage: Nokia Body+Test smarte Waage: Eufy Smarte PersonenwaageTest smarte Waage: Medisana BS 440 ConnectTest smarte Waage: Medisana connect BS 444Test smarte Waage: newgen medicals 6in1-KörperanalysewaageBluetooth-Waagen im Test: Yunmai SmartTest smarte Waage: Ikeepi KörperfettwaageTest smarte Waage: Sharon Bluetooth Smart ScaleTest smarte Waage: Beurer BF 195Test smarte Waage: Beurer BF700Test smarte Waage: Soehnle Web Connect AnalysisTest smarte Waage: smartLAB fit WTest smarte Waage: a-rival sQaleTest smarte Waage: Koogeek Smart Scale
Pro
  • Sehr genaue Gewichtsmessung
  • Guter Preis
  • Gute Verarbeitung
  • App funktioniert problemlos und einfach
  • Edles Design
  • Hochwertig verarbeitet
  • Sehr gute App
  • Zuverlässige Synchronisation über WLAN
  • Sehr genaue Gewichtsmessung
  • App mit Trainingsprogramm und Ernährungstagebuch
  • Schickes Design
  • Synchronisierung der Messungen mit der App funktioniert gut und sehr schnell
  • Synchronisierung der Messungen mit der App funktioniert gut und sehr schnell
  • Synchronisierung der Messungen mit der App funktioniert gut und sehr schnell
  • Sehr edel und hochwertig
  • Messergebnisse waren in Ordnung
  • Sehr gute App
  • Kann auch per WLAN verbunden werden
  • Übersichtliche und schön gestaltete App
  • Konsistente Messergebnisse
  • Unterstützt die Apple Health-App
  • Auch ohne Smartphone nutzbar
  • Gute Messergebnisse
  • Vergleichsweise günstig
  • Einfach zu bedienen
  • Günstig
  • Sehr genaue Körperfettmessung
  • Zusätzliche Messung von Eiweißgehalt und Viszeralfett
  • Gute Gewichtsmessungen
  • Sehr genaue Gewichtsmessung
  • Viel Information direkt auf dem Display
  • Beste Gewichtsmessung
  • Einfache Einrichtung
  • Sehr günstig
  • Gute Ergebnisse beim Wiegen
  • Vergleichsweise günstig
  • Vergleichsweise günstig
  • Vergleichsweise günstig
Contra
  • Bei App-Anmeldung ist die Eingabe der E-Mail Adresse erforderlich
  • Standortdaten werden abgerufen
  • Misst nur das Gewicht
  • Messgenauigkeit könnte besser sein
  • Misst bei der ersten Messung nach dem Einschalten gelegentlich falsch
  • Probleme bei der Bluetooth-Verbindung
  • Fast schon etwas zu klein
  • Anmeldung in App könnte einfacher sein
  • Keine besonders guten Messungen
  • Fast schon etwas zu klein
  • Anmeldung in App könnte einfacher sein
  • Etwas teuer
  • Keine besonders guten Messungen
  • Fast schon etwas zu klein
  • Anmeldung in App könnte einfacher sein
  • Keine besonders guten Messungen
  • Teuer
  • Verbindung mit Android-Smartphone war schwierig
  • Anmeldung per E-Mail zwingend erforderlich
  • Beim Körperfett Messen etwas ungenau
  • Umständliche Inbetriebnahme und unübersichtliche App
  • Zwingend E-Mail Anmeldung erforderlich
  • Körperfett wird ungenau gemessen
  • Für die App ist ein Nutzerkonto beim Hersteller nötig
  • Völlig falsche Körperfettmessung
  • App nur auf Englisch
  • Bluetooth-Verbindung sehr unzuverlässig
  • Waage mutet allgemein etwas altbacken an
  • App war in Ordnung, andere waren aber besser
  • Keine App, also eigentlich keine smarte Waage
  • App nicht auf dem neuesten Stand
  • Fehleranfällig
  • Aufwendige Installation
  • Zusätzliches Kästchen an WLAN-Router nötig
  • Schlechte Körperfettmessung
  • Nicht besonders benutzerfreundlich
  • App stürzt oft ab
  • Zeigte völlig falsche Werte an, was auch auf einen Defekt des Testgerätes schließen könnte
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Technische Daten   Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Wir haben 14 neue smarte Personenwaagen in unseren Test aufgenommen, insgesamt haben wir damit 25 Waagen getestet. Die Preise rangieren zwischen günstigen 22 Euro und happigen 130 Euro. Die meisten Waagen liegen preislich aber im Bereich von 30 bis 50 Euro. Zwei Modelle, darunter unser bisheriger Testsieger Runtastic Libra, sind inzwischen nicht mehr erhältlich.

Um die Messgenauigkeit der Waagen beurteilen zu können haben wir einen männlichen und einen weiblichen Probanden mit einer geeichten Waage gewogen, um einen Referenzwert zu erhalten, gegen den sich alle Testgeräte behaupten mussten.

Außerdem haben wir beide Probanden zweimal per 4-Punkt-BIA vermessen lassen, um ihren Körperfettanteil zu bestimmen. Dafür kam eine Personenwaage zum Einsatz, die auch im professionellen Umfeld genutzt wird und zusätzlich zwei Handgriffe mit Elektroden bietet. Zusätzlich haben wir den Körperfettanteil mit einem reinen Körperanalysegerät – keiner Waage im klassischen Sinne – mit vier Elektroden gemessen, die am Körper befestigt wurden. Zwar bietet auch die 4-Punkt-Analyse keine exakten Ergebnisse, sie liegt aber generell näher an der Realität.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
Alle neu getesteten Waagen: In der oberen Reihe von links haben wir die Sharon, iKeepi, Beurer BF 195, Beurer BF 710 und Medisana BS 444. In der mittleren Reihe Newgen Medicals 6in1-Körperanalysewaage, Nokia Body, Nokia Body+ und Eufy. Und die letzte Reihe bilden die Yunmai Smart mini, InnoBeta, Marsboy, Multifun und Renpho.

Anschließend haben die beiden Probanden alle Test-Waagen eine Woche lang benutzt. Die Messung erfolgte immer zur selben Tageszeit. Schließlich haben wir die Messergebnisse untereinander und mit den Referenzwerten verglichen und konnten so eine Aussage zur Genauigkeit der Messung liefern.

Körperfettmessung bei allen ungenau

Eins schon mal vorweg: das Gewicht ermitteln fast alle Waagen einigermaßen zuverlässig und genau. Die größte Abweichung lag bei 950 Gramm, was für uns ein Ausschlusskriterium war. Bei den meisten Waagen lagen die Abweichungen bei der Messung des Gewichts im Bereich von 100 – 300 Gramm.

Das klingt auf den ersten Blick viel, aber bei der Messung des Körpergewichts geht es weniger darum, das absolute Gewicht aufs Gramm exakt zu bestimmen, sondern viel mehr darum, Veränderungen festzustellen. Und die allermeisten Waagen zeigten sehr konsistente Messergebnisse mit nur geringen Abweichungen. Übrigens zeigten alle Personenwaagen durch die Bank mehr Gewicht an, als die Referenzmessung, keine einzige weniger.

Große Unterschiede gab es dagegen bei der Körperfettmessung. Hier konnten uns auch einige hochpreisige Modelle nicht überzeugen. Die gemessenen Werte schwankten in unserem Test bei ein und der selben Person zwischen 19,9 und 29,5 Prozent. Bei solchen Diskrepanzen kann man sich die Messung auch sparen.

Grundsätzlich ist die Bestimmung des Körperfetts ohnehin mehr eine Schätzung als eine echte Messung und damit nicht wirklich aussagekräftig (mehr dazu weiter unten). Wir haben die Körperfettmessung daher bei der Beurteilung weitgehend außer acht gelassen.

Wichtiger fanden wir, wie gut sich die Waagen im Alltag schlagen, ob die Verbindung zum Smartphone zuverlässig klappt und wie gut und übersichtlich die Apps fürs Smartphone sind.

Den Körper vermessen

Der Trend zur Selbstvermessung hat auch die gute alte Personenwaage erfasst. Die stand ja gewissermaßen am Anfang dieser Bewegung – damals natürlich noch voll analog.

Aber jeden Tag einfach nur das Gewicht zu messen ist wenig aussagekräftig. Interessanter ist es, die Daten zu sammeln, über einen längeren Zeitraum zu beobachten und ansprechend zu visualisieren.

Hier kommen smarte Waagen ins Spiel, die sich automatisch mit dem Smartphone verbinden und alle Werte aufzeichnen. Und zwar nicht nur für eine Person, sondern am besten gleich für die ganze Familie.

Die meisten smarten Waagen machen aber beim Gewicht nicht halt, sondern messen auch noch die Zusammensetzung des Körpers. Denn natürlich macht es einen großen Unterschied, ob das Körperwicht zu großen Teilen aus Muskeln oder aus Fett besteht. Der reine Body-Maß-Index (BMI) hilft da nicht weiter. Denn wer viel Muskeln und wenig Fett hat, kommt dennoch auf einen hohen BMI – ist aber keineswegs übergewichtig. Ein Bodybuilder mit einem BMI von 40 ist nicht dick.

Auch Abnehmwilligen könnte die Messung mit einer so genannten Körperfettwaage helfen. Bleibt das Gewicht beispielsweise unverändert, obwohl man mehr Sport betreibt und die Ernährung umgestellt hat, kann das eventuell an neu aufgebauter Muskelmasse liegen – eine Körperfettwaage kann das erkennen, zumindest theoretisch. Denn die Messung des Körperfettanteils, der Muskelmasse, des Wasseranteils und des Kochengewichts ist leider notorisch ungenau.

Problem Körperfettmessung

Smarte Waagen nutzen die so genannte bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) zur Ermittlung der Körperzusammensetzung. Bei der BIA fließt ein sehr schwacher Strom durch den Körper, den man nicht spürt. Weil Fett die Elektrizität schlechter leitet als Muskeln, ergeben sich im Körper unterschiedliche Widerstände. Diese erfasst das Gerät und errechnet zusammen mit Gewicht, Größe, Geschlecht und Alter der Person den Fettanteil im Körper. Das geschieht mit der Unterstützung mathematischer Formeln, die wiederum auf Statistiken und Normen basieren.

Es ist daher immer wichtig, bei jeder Waage die korrekten Körpermaße wie Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht anzugeben, bevor man sich wiegt. Sonst stimmt das Ergebnis hinten und vorne nicht.

Smarte Personenwaagen mit Körperfettmessung bieten daher die Möglichkeit, Benutzerprofile anzulegen, in denen diese Angaben gespeichert werden. So weiß die Waage, wer gerade auf ihr steht und wie die Messungen auszuwerten sind.

Einige Waagen fragen auch nach dem Aktivitätsgrad, weil etwa bei sportlichen Menschen identische Messeergebnisse zu anderen Werten führen – Stichwort Bodybuilder.

Bei der 2-Punkt-Analyse wird nicht das gesamte Körperfett gemessen

Die meisten BIA-Körperanalysewaagen haben allerdings den Nachteil, dass sich die Elektroden für die Messung nur in der Fußfläche befinden. Der Strom fließt also von einem Fuß zum anderen und durchquert dabei lediglich die Beine und Leistengegend – im besten Fall geht er noch bis zum Bauchnabel. Aber alles, was sich darüber befindet – Bauch, Brust, Arme – erfasst die Messung schlichtweg nicht.

Diese so genannte 2-Punkt-BIA funktioniert bei Frauen noch eher als bei Männern, denn bei Frauen sammelt sich das Fettgewebe eher an Gesäß und Hüfte, ein Bereich der durch die BIA noch abgedeckt wird, während beim Mann die Problemzonen Bauch und Brust heißen, wo der Strom nicht ankommt.

Eine genauere Messung ist mit der BIA möglich, wenn zusätzliche Elektroden mit den Händen umfasst werden. Dann fließt der Strom nahezu durch den gesamten Körper und die Resultate werden exakter. Doch auch hier wird das Ergebnis eines einzigen Messwerts – dem elektrischen Widerstand des Körpers – mit einer Menge statistischer Daten zu Alter, Größe und Aktivität verrechnet und liefert damit einen Wert, der bei manchen einigermaßen hinkommt, bei anderen aber völlig daneben liegt.

 

Neben der generellen Fehleranfälligkeit der bioelektrischen Impedanzanalyse beeinflussen aber auch andere Faktoren die Genauigkeit der Körperfettmessung. So können nasse Füße, eine volle Blase, unverdautes Essen im Magen oder Feuchtigkeitscremes auf der Haut die Werte erheblich verändern.

Wenn Sie wirklich aussagekräftige Werte über ihren Körperfettanteil erhalten wollen, sollten Sie sich nicht auf eine BIA-Körperfettmessung verlassen. Wesentlich genauer ist da die Messung mit der Caliper-Zange (Fettzange), die allerdings etwas Arbeit macht. Nähere Infos zu allen Messmethoden findet man in diesem ausführlichen Artikel.

Aus diesem Grund haben wir den Messwerten der Körperfettmessung bei der Beurteilung kein großes Gewicht eingeräumt. Nur wenn es ganz große Ausreißer gab, haben wir das vermerkt.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.

Testsieger: InnoBeta FitFy

Die smarte Waage InnoBeta FitFy sieht schick aus und macht in jedem Badezimmer eine gute Figur. Sie ist hochwertig verarbeitet und wirkt robost. Die Messwerte werden über ein unter dem Glas verstecktes Display angezeigt, das man nicht sieht, wenn die Waage nicht in Betrieb ist. Ebenfalls erfreulich: Batterien waren beigelegt, sodass wir gleich mit den Messungen starten konnten.

Testsieger

InnoBeta FitFy

Test smarte Waage: InnoBeta FitFy
Eine kompakte aber nicht zu kleine Waage, die sehr gut misst. Die App ist einfach gehalten, hat aber trotzdem viel zu bieten.
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von 560 Lesern gekauft

Neben dem Gewicht ermittelt die InnoBeta so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann: Körperfett, Körperwasser, BMI, fettfreies Körpergewicht, subkutanes Fett, viscerales Fett, Knochenmasse, Muskelmasse, Proteinwert, BMR und metabolisches Alter. All diese Daten werden innerhalb weniger in der App dokumentiert sind. Doch letztlich werden all diese Daten durch die bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA) ermittelt, auf deren Zuverlässigkeit man sich nicht verlassen sollte.

Wichtiger ist da, wie gut und wie genau die Gewichtsmessung klappt. Glücklicherweise ist das auch der einzige Wert, der im Display auf der Waage angezeigt wird. Alle anderen »Messergebnisse« findet man nur in der App.

Messgenauigkeit

Bei der Gewichtsmessung konnte die InnoBeta FitFy mit sehr genauen Messergebnissen überzeugen. Im Vergleich mit der Referenzmessung auf einer geeichten Waage lag die InnoBeta zwischen 100 Gramm bei der leichteren Testperson und 250 Gramm bei der schwereren Testperson über dem anfangs gemessenen Wert. Auch wenn die Abweichung erstmal nach viel klingt, sie gehörte zu den besten Waagen im Test.

Sehr genaue Gewichtsmessung

Wichtiger als der absolute Messwert ist die Konsistenz nacheinander folgender Messungen und damit konnte sie ebenfalls Fall punkten: Zwischen den einzelnen Messungen schwankte das Messergebnis um lediglich 50 Gramm – nicht der Rede wert. So genau können wir das auch nur deshalb sagen, weil unsere Testsiegerin sogar zwei Dezimalstellen hinter dem Komma anzeigt, die meisten Waagen im Test begnügen sich mit einer Dezimalstelle.

Bei der Körperfettmessung bewegte sich die InnoBeta im Mittelfeld der Messwerte der anderen Waagen und relativ nahe am Referenzwert, zeigte also auch hier keinen Ausreißer. Aber wie gesagt, die Körperfettmessung sollten Sie ohnehin nicht allzu genau nehmen.

Sehr gute App

Erst mit einer App, die die Messwerte aufzeichnet, wird eine Waage »smart«. Die Kopplung der Waage mit dem Smartphone über Bluetooth funktioniert kurz und schmerzlos. Der einzige Minuspunkt: man muss sich mit seiner Email-Adresse anmelden, um sein Profil anzulegen. Bevor man starten kann, muss man seinen Namen, sein Geschlecht, Geburtstag und Größe eintragen, ein Einrichtungs-Assistent führt einen durch die notwendigen Schritte. Auf dem iPhone hat man die Möglichkeit, die Messdaten der App mit Apples »Health«-App zu verbinden.

Über das Plus-Zeichen rechts oben kommt man auf die Geräteverwaltung. Ist die Waage eingeschaltet, erscheint ein kleines Foto der Waage auf dem Bildschirm, das man anklickt und schon sind die Geräte gekoppelt.

Die Darstellung der Werte in der Feelfit-App ist aufgeräumt und übersichtlich. Über den Menüpunkt »Diagramm« kann man sich den Gewichtsverlauf grafisch aufbereitet ansehen, getrennt nach Gewicht, BMI, Körperfettanteil, Körperwasseranteil, Knochen- und Muskelanteil und Grundumsatz in Kalorien.

Auf der Startseite der App werden alle Werte der letzten Messung übersichtlich und farblich gut gekennzeichnet untereinander dargestellt. Wenn man den Diagrammverlauf anklickt, hat man die Auswahl zwischen einem Wochen-, Monats- oder Jahresvergleich seiner gemessenen Werte.

Benutzung

Die Gewichtsmessung kann auch mit Socken oder Schuhen durchgeführt werden. Die Daten zur Körperzusammensetzung können allerdings nur ermittelt werden, wenn Sie barfuß auf der Waage stehen, das ist bei allen Waagen, die den Körperfettanteil messen, der Fall.

Die Einrichtung ist einfach und in der Anleitung gut beschrieben

Stellt man sich auf die Waage, misst sie zuerst das Körpergewicht. Ist die Messung abgeschlossen blinkt die LED-Anzeige zweimal. Anschließend folgt die BIA-Messung. Das erkennt man daran, dass am unteren Displayrand ein Kreis von links nach rechts wandert. Wartet man das nicht ab, wird nur das Gewicht gemessen und die anderen Werte werden nicht ermittelt. Eine Fehlermeldung an der Waage gibt es nicht, nur wenn die App geöffnet ist, erhalten Sie einen Hinweis, dass die Körperfettmessung nicht durchgeführt werden konnte. Das finden wir prima so, denn wenn man sich die Körperfettmessung sparen will, wird man nicht mit Warnmeldungen genervt.

Die Körperfettmessung dauert etwas länger als die Gewichtsmessung, nach rund 5 Sekunden ist sie fertig und die Werte werden ans Smartphone übertragen, wo Sie sie ansehen und vergleichen können. Auf der Waage selbst werden keine Daten zur Körperfettmessung angezeigt.

Glücklicherweise müssen Sie nicht mit geöffneter App auf der Waage stehen, um die Daten aufs Smartphone zu kriegen. Sobald sich die App auf dem Smartphone öffnen, werden die Daten der letzten Messung übertragen. Sie müssen sich dazu nur in Bluetooth-Reichweite der die Waage befinden.

Baugleiche Modelle

Wir hatten drei weitere Modelle im Test, die der InnoBeta zwar auf den ersten Blick nicht ähnlich sehen, technisch aber weitgehend baugleich sein dürften: die Marsboy Smart, die Multifun und die Renpho.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
Diese vier Modelle sind so gut wie baugleich und verwenden mit kleinen Abweichungen die selbe App. Oben links unser Testsieger, daneben die Renpho, unten Marsboy und Multifun.

Zu erkennen ist das einerseits am Display, das bei allen vier Modellen identisch ist. Außerdem verwenden alle vier Modelle die selbe App.

Marsboy Smart

Test smarte Waage: marsboy Smart Personenwaage

Keine Preise gefunden.

Bei Marsboy und Multifun heißt die App »Yolanda Health Fitness«, bei InnoBeta »FeelFit« und bei Renpho einfach »Renpho«. Beide sind bis auf Kleinigkeiten im Design mit der Yolanda App identisch. Auch die Funktionalität ist bei allen vier Waagen die selbe.

Multifun Körperwaage

Keine Preise gefunden.

Unterschiede gibt es aber beim Gehäuse. Zwar kommen alle mit einer Glasoberfläche, doch die Elektroden für die BIA-Messung sind jeweils anders gestaltet. Die Renpho ist fast so groß wie die InnoBeta, die Marsboy und die Multifun sind deutlich kleiner. Bei der Renpho ist zudem das Displayglas rot.

Warum wurde dann die InnoBeta unser Testsieger und nicht die drei weitgehend baugleichem Modelle?

Renpho Smart

Ganz einfach: Ihre Messgenauigkeit im Vergleich zum Referenzwert war schlechter als bei der InnoBeta, teilweise gab es Differenzen von 600 Gramm.

Die Diskrepanz blieb über mehrere Messreihen hinweg bestehen, auch das Kalibrieren der Waagen durch Antippen vor dem Messen änderte daran nichts. Der Unterschied ist zwar nicht groß und in sich lieferten alle vier Waagen konsistente Messergebnisse, aber die InnoBeta hatte wegen der höheren Messgenauigkeit eben doch die Nase vorn.

Wenn es Ihnen nicht so sehr auf den exakten Wert ankommt, können Sie aber auch zu den anderen Modellen greifen. Die Marsboy und die Multifun stechen dank ihrer kleinen Abmessungen hervor, sie waren die kleinsten Waagen im Test. Das ist gut für alle, die wenig Platz haben, aber wer große Füße hat, wird mit diesen beiden Modellen nicht glücklich, die passen nämlich nicht ganz auf die Waage.

Nachteile

Viele Nachteile finden wir bei der InnoBeta nicht, aber einen gibt es: Damit die Datenübertragung via Bluetooth funktioniert, muss man sich in der App mit seiner E-Mail Adresse anmelden und der App erlauben, auf den aktuellen Standort zuzugreifen. InnoBeta begründet das damit, dass ein System wie Android GPS-Daten benötigt, um Bluetooth zu aktivieren. Das finden wir seltsam, schließlich mussten wir nicht bei allen Waagen den Standortzugriff erlauben.

Leider fragen fast alle Waagen diese Benutzerdaten ab – allerdings ohne, dass man ein Online-Profil erstellt. Die Daten werden also nur zwischen Waage und Smartphone über Bluetooth ausgetauscht. Insofern erscheint uns die Angabe einer Email-Adresse technisch nicht notwendig.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich das Smartphone in Bluetooth-Reichweite der Waage befinden muss, um die Daten zu empfangen. Das ist normalerweise kein Problem, da die Bluetooth-Verbindung meist weit genug reicht, um den größten Teil der Wohnung abzudecken, aber wenn Sie ein weitläufiges Haus haben, in dem das Bad weit entfernt ist, kann es umständlich sein, das Smartphone immer mit ins Bad nehmen zu müssen.

Doch auch dieses Problem haben alle Waagen, die auf Bluetooth zum Datenaustausch setzen – und das sind fast alle. Nur die beiden Modelle von Nokia und die Waage von Soehnle übertragen die Daten per WLAN, was eine größere Reichweite und eine stabilere Übertragung verspricht.

InnoBeta Fitfy im Testspiegel

Leider gibt es bisher noch keine weiteren Tests zu unserem Testsieger. Sobald Tests verfügbar sind, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Zwei Waagen haben uns neben unserer Testsiegerin ebenfalls gut gefallen. Die eine beschränkt sich auf Gewichtsmessung, kann aber WLAN, die andere kommt mit einem ganzen Fitnessstudio in der App.

Auch gut

Nokia Body

Test smarte Waage: Nokia Body
Eine solide Waage, mit der "nur" das Gewicht gemessen werden kann, dennoch finden wir sie empfehlenswert.

Die Nokia Body ist groß und schwer und sieht sehr edel aus. Ganz old school wird hier nur das Gewicht gemessen, auf jegliche Art von Daten zur Körperzusammensetzung müssen Sie hier verzichten. Da aber sowieso nicht jeder alle Daten messen möchte, ist die Nokia Body die perfekte Waage für jeden, der lediglich sein Gewicht über einen längeren Zeitraum verfolgen möchte.

Ursprünglich von Withings entwickelt, firmiert die Waage seit der Übernahme von Withings durch Nokia als »Nokia Body«. Allerdings ist Nokia offenbar nicht ganz glücklich mit seiner Health-Sparte, es wurde eine interne Überprüfung gestartet. Seitdem ist die Zukunft von Nokia Health ungewiss, ebenso ungewiss ist es, wie lange es die Waage von Nokia noch geben wird.

Das ist schade, denn uns haben beide Waagen von Nokia sehr gut gefallen. Die Health Mate-App ist gut strukturiert, bietet viele Erklärungen und ist sauber gestaltet. Auch hier gibt es natürlich eine Anbindung an Apples Health-App.

Die beiden Nokia-Waagen waren die einzigen Geräte im Test, die auch über WLAN betrieben werden können. Die Inbetriebnahme gestaltet sich relativ einfach, anfangs muss nur das WLAN-Passwort eingegeben werden. Wir hatten damit in unserem Redaktionsnetz Probleme, zuhause klappte es aber problemlos. Ist die Waage ins WLAN-Netzwerk integriert, wird ein Update heruntergeladen, dann wird die Waage für den Benutzer konfiguriert. Ein Assistent leitet mit leicht verständlichen Erklärungen durch den gesamten Vorgang.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
Sehr schlicht und passend für jedes Badezimmer – die Nokia Body.

Sollten Sie die Integration ins eigene WLAN-Netzwerk nicht wollen, können Sie die Einrichtung auch über Bluetooth vornehmen. Allerdings ist das Abrufen der Wetterdaten und der Schrittzähler nur mit WLAN möglich. Denn ja, die Nokia-Waage zeigt auch den Wetterbericht an. Das klingt auf den ersten Blick überflüssig. Tatsächlich ist es aber durchaus praktisch, beim morgendlichen Wiegen die Info zu bekommen, wie warm es heute werden wird.

Wenn Sie beim Wiegen nicht richtig auf der Waage stehen, wird Ihnen am Displayrand mit kleinen Pfeilen angezeigt, in welche Richtung Sie das Gewicht verlagern müssen, damit eine korrekte Messung durchgeführt werden kann. Das bietet keine andere Waage.

Sehr gut gefällt uns außerdem, dass die Waage nach dem Wiegevorgang in einer kleinen Grafik den Gewichtsverlauf der letzten sieben Tage anzeigt, so weiß man gleich, wohin die Reise gerade geht. Außerdem werden am Display die vergangenen acht Messungen angezeigt, auch wenn zwischen den einzelnen Wiegevorgängen mehrere Wochen vergangen sind. Die Nokia Body kann darüber hinaus bis zu acht Nutzer automatisch nach Gewicht zuordnen. Problematisch wird das nur, wenn zwei Personen im Haushalt annähernd dasselbe wiegen. Abhilfe schafft hier aber ein Trick: Wenn die Waage nicht automatisch den richtigen Nutzer auswählt, kann man sich durch Gewichtsverlagerung auf der Waage die vorgeschlagenen Nutzer anzeigen lassen und dann den richtigen Nutzer auswählen. Ansonsten funktioniert die Zuweisung problemlos ohne weiteres Zutun.

In der App finden Sie schön strukturiert den Gewichtsverlauf mit BMI-Wert über den gesamten Zeitraum und haben so einen guten Überblick über Ihr Gewicht. In der Health Mate App wird auch die Anzahl der täglich zurückgelegten Schritte angezeigt, die vom Smartphone oder einem Fitnesstracker gemessen wird.

Die Nokia Body ist eine rundum gelungene smarte Personenwaage mit einer tollen App und durchdachter Funktionalität. Aber sie hat auch zwei kleine Mankos: zum einen könnte die Messgenauigkeit besser sein. Zwar misst auch sie in sich konsistent, im Vergleich zur Referenzmessung zeigten beide Waagen von Nokia bei der schwereren Testperson aber fast 600 Gramm zu viel an, bei der leichteren rund 200 Gramm. Das ist nicht tragisch, für uns aber ein Grund, sie nicht zum Testsieger zu küren.

Der zweite Haken ist der Preis: 50 Euro sind für eine Waage, die auf Körperfettmessung verzichtet, nicht gerade wenig. Aber da wir von der Körperfettmessung grundsätzlich nicht überzeugt sind, wiegt das für uns nicht schwer. Die Nokia Body+ mit Körperfettmessung ist mit 100 Euro für uns dagegen deutlich zu teuer.

Mit Sportprogramm

Beurer BF 710

Test smarte Waage: Beurer BF 710
Die perfekte Waage, wenn Sie Gewicht verlieren möchten, denn mit der App haben Sie Ernährung, Sportplan und Gewichtsverlauf immer im Blick.

Die Beurer BF 710 war eine der Waagen im Test, die am genauesten gemessen hat. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass die BF 710 hin und wieder beim ersten Messen einen völlig falschen Wert angezeigt hat. Scheinbar hat sie Probleme bei der Kalibrierung. Steigt man ein zweites Mal auf die Waage, zeigt sie aber den richtigen Wert an.

Die Kopplung mit dem Smartphone läuft über Bluetooth, doch auch hier sollte man sich für die Ersteinrichtung ein wenig Zeit nehmen. Das Bluetooth-Signal wird nicht sonderlich schnell gefunden, es funktioniert aber.

Die BodyShape-App ist sehr ansprechend gestaltet und hat einiges zu bieten. Man hat nicht nur die Möglichkeit, sein Gewicht und die anderen Werte zur Körperzusammenetzung über einen längeren Zeitraum zu beobachten, sondern kann sich natürlich wie bei fast allen Apps, auch ein Zielgewicht setzen.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
Die Beurer B 710 ist sehr schick und in verschiedenen Designs erhältlich.

Aber das ist längst noch nicht alles: Es gibt ein Ernährungstagebuch, in das man seine täglichen Speisen und Getränke eintragen kann und somit einen Überblick über die zu sich genommenen Kalorien erhält. Und es gibt ein vollständiges Fitnessprogramm, das einen durch ein Zirteltraining seiner Wahl führt. Aufgeteilt in Amateure und Fortgeschrittene bekommt hier jeder einen Sportplan, den man einfach in den Alltag integrieren kann. Wir fanden diesen Service sehr gut und nützlich.

Allerdings dürften sich vor allem Frauen von der App angesprochen fühlen, sie ist inhaltlich und farblich sehr stark auf ein weibliches Publikum ausgelegt.

Bis zu acht Nutzer sind für eine Waage möglich und die Daten werden nach jedem Wiegen automatisch zugewiesen. Allerdings braucht jeder Nutzer seine eigene App, da man innerhalb der App nur einen Benutzer speichern kann.

Gut fanden wir auch, dass die Messungen auch synchronisiert werden, wenn man die App gerade nicht geöffnet hat. Allerdings muss das Smartphone in Reichweite der Waage sein. Sobald man die App das nächste mal öffnet, wird der letzte Messwert übertragen.

Leider gibt es auch ein paar Nachteile, die wir nicht verschweigen wollen. Der größte: Das Display ist nicht beleuchtet. Das macht nichts, wenn das Bad gut beleuchtet ist, bei schummriger Beleuchtung sieht man aber kaum etwas von den vielen Infos in kleiner Schrift auf dem Display.

Nerviger ist, dass die Bluetooth-Verbindung unzuverlässig ist, vor allem, wenn mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Smartphones versuchen, sich mit der Waage zu verbinden. Da brauchen Sie ab und zu einen langen Geduldsfaden. Doch wenn alles funktioniert, ist die Beurer BF 710 wirklich eine tolle Waage, die vor allem mit ihrer umfangreichen App punktet.

Außerdem getestet

Nokia Body Plus

Die Nokia Body+ ist die große Schwester unserer Empfehlung. Sie kann im Gegensatz zur Body (ohne +) auch die Daten zur Körperzusammensetzung messen. Dafür ist sie aber auch gleich doppelt so teuer, mit knapp 100 Euro ist sie die teuerste Waage im Testfeld. Da die Körperfettmessung ohnehin nicht besonders zuverlässig ist, lohnt sich der Aufpreis aus unserer Sicht nicht.

Eufy Smarte Personenwaage

Die Eufy von Anker sieht schick aus und ist gut verarbeitet. Sie lieferte in sich konsistente Messwerte, allerdings mit einer Abweichung von bis zu 400 Gramm zum Referenzwert. Die Inbetriebnahme ging mit dem iPhone sehr einfach, mit einem Android-Smartphone wollte es bei uns dagegen partout nicht klappen. Auch hier ist die Anmeldung per E-Mail zwingend erforderlich. Die App ist schön und übersichtlich, alles wichtige ist auf einen Blick zu finden.

Medisana BS 440 Connect

Bei der Medisana BS 440 Connect muss zunächst über das Display der Waage ein Profil eingegeben werden, was deutlich umständlicher ist, als die Daten über das Smartphone zu hinterlegen. Benutzen mehrer Personen die Waage, müssen sie jedes Mal vor dem Messen an der Waage das richtige Profil auswählen. Immerhin ist die Waage mit der Apple Health-App kompatibel.

Medisana BS 444 Connect

Die Medisana BS444 Connect hat sehr gute Messergebnisse erzielt. Auch hier ist eine Verbindung mit Apple Health möglich. Leider ist die Inbetriebnahme ebenso umständlich wie bei der BS440 und auch die App ist nicht besonders übersichtlich gestaltet. Man muss sich zwingend mit seiner E-Mail Adresse anmelden und diese dann auch noch bestätigen. Bei unserem Test konnte über ein Android-Smartphone keine Verbindung hergestellt werden, bei iOS ging es, doch der ganze Vorgang ist ziemlich kompliziert und zur Synchronisierung muss die App geöffnet sein. Im Gesamten hat uns die Medisana leider nicht überzeugt.

Newgen Medicals 6in1-Körperanalysewaage

Die Newgen Medicals 6in1 Waage ist eine einfache Waage, die nicht viel kostet und mit der man leicht zurecht kommt. Es gibt eine App, die ist allerdings nicht so vielfältig wie manch andere, dadurch aber einfach zu verwenden. Die Waage lässt sich einfach in Betrieb nehmen und die Synchronisierung zur Smartphone-App FitBrick geht blitzschnell – aber nur, wenn die App geöffnet ist.

Yunmai Smart

Sehr vielfältig ist die Yunmai Smart. Zusätzlich zu den Werten, die alle anderen Waagen auch messen, gibt sie noch den Eiweißgehalt im Körper und das Viszeralfett an. Hierbei handelt es sich um das Fett in der Bauchhöle, das die Organe umschließt. Ob die Werte genau sind konnten wir nicht feststellen. Was wir aber feststellen konnten ist, dass sie bei der Körperfettmessung die besten Ergebnisse erzielte. Dafür lieferte sie bei der Gewichtsmessung mit die schlechtesten Ergebnisse im Test, ein knappes Kilo lag sie neben dem Referenzwert. Damit können wir sie nicht empfehlen. Außerdem ist die App nur aufn Englisch erhältlich.

Ikeepi Personenwaage

Auch mit der Ikeepi Waage waren wir nicht zufrieden. Bei der Messung des Körperfettanteils zeigt sie einen viel zu hohen Wert an. Die Gewichtsmessungen waren zwar in Ordnung, aber das Gewicht ist anfangs in Pfund eingestellt und lässt sich nur über die App in Kilogramm ändern. Die App ist leider sehr schlecht ins Deutsche übersetzt worden. Die Bluetooth-Verbindung funktionierte nicht zuverlässig. Die Synchronisierung mit der App funktioniert nur, wenn die App geöffnet ist. Nutzen mehrere Menschen die Waage mit ihrem eigenen Smartphone, kann es zu Fehlzuweisungen kommen, da die Waage sich immer mit dem zuletzt benutzten Smartphone verbindet.

Sharon Bluetooth Smart Scale

Die Sharon Smart Scale hat bei unserem Test das Gewicht recht genau gemessen. Zur Kopplung zwischen Waage und Smartphone muss man den Unit-Knopf auf der Rückseite drücken, bis zwei Symbole auf der Waage blinken. Auf dem Display der Waage kann man nicht nur das Gewicht ablesen, auch Informationen zur Körperzusammensetzung findet man direkt auf der Waage. Die App war in Ordnung, andere gefielen uns aber besser. Was Design und Display angeht, könnte die Waage etwas moderner gestaltet sein. Auch hier funktioniert die Synchronisierung mit der App nur, wenn die App geöffnet ist.

Beurer BF 195

Mit der Beurer BF 195 kann man Gewicht und Körperfett messen, allerdings wird hier nichts in einer App gespeichert, es gibt schlichtweg keine. Das Gewicht hat sie allerdings am genauesten von allen getesteten Waagen gemessen. Bis zu zehn Nutzer sind einstellbar und auch die Einrichtung ist einfach. Aber ohne App ist die Waage nicht wirklich smart.

Beurer BF700

Immer wieder Aussetzer hatte die Beurer BF700, die Profile nicht richtig zuordnen konnte. Außerdem schafften wir es nicht, falsch angegebene Körperdaten zu korrigieren. Darüber hinaus wirkte die App sehr altbacken. Die Messgenauigkeit war zwar gut, aber das hilft auch nichts, wenn die smarten Funktionen Ärger bereiten.

Soehnle Web Connect Analysis

Bei der Soehnle Web Connect Analysis muss der Nutzer zuerst ein kleines Kästchen – eine so genannte Bridge – am WLAN-Router anschließen und dieses mit der Waage verbinden. Daraufhin überträgt die Waage die Messwerte direkt ins Internet, von wo aus die App sie wieder herunterlädt. Der Hersteller preist als Vorteil höhere Datensicherheit, eine bessere Reichweite im Haus und eine Datenübertragung ohne WLAN an. Allerdings fanden wir das Setup doch recht aufwändig – und vor allem möchten wir zwischen Router, SAT-Receiver und DVD-Player nicht noch eine weitere Box stehen haben.

SmartLAB fit W

Mit extrem falschen Werten hatte die SmartLAB fit W zu kämpfen, die beim Körperfett jenseits von Gut und Böse lag. Auch wenn fast alle Waagen Probleme bei der Körperfettmessung hatten, ist diese durch ihre extrem schlechten Ergebnisse besonders negativ aufgefallen. Auch bei der Benutzerfreundlichkeit hapert es.

A-Rival sQale

Das war auch bei der A-Rival sQale der Fall, die aber ohnehin nur selten Kontakt zum Smartphone halten wollte. Ab einem bestimmten Zeitpunkt übertrug die Waage gar keine Daten mehr und die App stürzte ständig ab. Auch eine erneute Einrichtung half nichts. Auch andere Nutzer scheinen die selben Probleme zu haben, wie man Online-Kundenbewertungen entnehmen kann.

Koogeek Smart Scale

Von Anfang an völlig falsche Werte zeigte die Koogeek Smart Scale an. Ein Plus von 10 Kilogramm auf dem Display weist zwar eher auf einen Defekt des Testgeräts hin, der möglicherweise bei anderen Modellen nicht auftritt. Trotzdem müssen wir bewerten was wir hatten und das war leider alles andere als gut.

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Kommentare

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Axel
Axel

Wenn ich mir die Erfahrungen der Nutzer im Gegensatz zu diesem Bericht anschaue habe ich die Vermutung, dass dieser Test nicht wirklich objektiv ist sondern eher eine Werbemassnahme darstellt. Oder wie erklären Sie es, dass Ihr Favorit bei den Nutzerberichten mehr negative Erfahrungen aufweist als bei den anderen vorgestellten Produkten?

Redaktion
Redaktion

Vielen Dank für den Hinweis. Wir können Ihnen versichern, dass unser Test keine Werbemaßnahme ist. Wir bilden uns unser Urteil absolut frei und unabhängig von Hersteller-Interessen.
Die meisten negativen Kundenbewertungen beklagen Probleme mit der Bluetooth-Verbindung. Wir hatten im Test keine Probleme damit – wie auch viele andere Kunden, die die Waage zum Teil sehr gut bewerten. Wir vermuten, dass es Probleme mit manchen Android-Smartphones gibt. Wir werden das bei der nächsten Aktualisierung des Tests berücksichtigen.