GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Foto: VTech
test
Letztes Update: 29.1.2021

Die beste Smartwatch für Kinder

Wir haben 18 Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder getestet. Unser Testsieger sprintete mit Abstand durch die Zielgerade. Denn bei der qualitativ hochwertigen Vodafone V-Kids Watch passte im Gegensatz zu den meisten Mitkonkurrenten fast alles: exakte Ortung, Uhrzeitablesen, viele Zusatzfunktionen, lange Akkulaufzeit, Telefonieren, Emojis – sogar die Inbetriebnahme, die bei anderen Modellen entweder gar nicht oder nur unter schwierigsten Bedienungen zustande kam, funktionierte reibungslos.

Andrea Zschocher
ist freie Journalistin, Buchautorin, Bloggerin und Podcasterin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern. Im Podcast "Kinderbuchleben" stellt sie regelmäßig Kinderbücher vor.
Letztes Update: 29. Januar 2021

Wir haben zwei weitere Smartwatches getestet. Die Apple Watch SE ist unsere neue Empfehlung für größere Kinder, die aber noch zu jung für ein eigenes Smartphone sind.

Im September 2020 gab die Lokato GmbH, Hersteller der Pingonaut-Uhren, seine Insolvenz bekannt. Reparaturen werden nicht länger durchgeführt und auch der technische Support wurde eingestellt. Aus diesem Grund haben wir unsere frühere Empfehlung Pingonaut Puma sowie die nicht mehr erhältliche Pingonaut Panda 2 aus dem Artikel entfernt.

30. Oktober 2020

Wir haben den Testbericht mit Informationen zur Telefonie-Funktion der V-Kids Watch aktualisiert.

14. August 2020

Wir haben sechs weitere Kinder-Smartwatches getestet. Als empfehlenswert stellte sich dabei nur die Openuye heraus.

Weitere Updates

Für Kinder, die noch nicht alt genug für ein eigenes Smartphone sind, werden sogenannte Kinder-Smartwatchs immer beliebter. Denn mit ihnen kann man mit dem so langsam flügge werdenden Nachwuchs nicht nur bei Bedarf per Telefon oder Textnachricht kommunizieren, die Kids können im schlimmsten Fall auch ein Notsignal absetzen. Manche Modelle senden auch ständig Standort-Daten, so hat man immer im Blick, wo sich das Kind aufhält und muss keine Angst haben, wenn es sich verläuft.

Aus diesem Grund haben wir auch reine GPS-Tracker mit in diesen Test aufgenommen. Die haben natürlich nichts mit einer Smartwatch zu tun, können aber teilweise dem selben Zweck dienen, nämlich den Aufenthaltsort des Kindes zu überwachen.

Empfehlen können wir aber keinen der getesteten GPS-Tracker. Zu kompliziert war die Inbetriebnahme und Bedienung. Das galt allerdings auch für eine ganze Reihe von Smartwatches aus der ersten Testrunde. Beim Update ließen sich alle Testmuster dagegen recht leicht in Betrieb nehmen, auch das Herunterladen der Apps bereitete keine Probleme.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Vodafone V-Kids Watch

Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids Watch
Hier stimmt so gut wie alles. Sogar die Inbetriebnahme war einfach.

Die Entscheidung war selten so eindeutig: Bei der gut verarbeiteten Vodafone V-Kids Watch fanden wir fast keine Mängel. Die Inbetriebnahme war dank der idiotensicheren Bedienungsanleitung einfach, unser Testkind mochte das Design, die Spiele-Apps sowie die Emojis verstand die Uhr auf Anhieb und konnte das Zifferblatt gut lesen. Die Ortung war genau und zuverlässig, die Akkulaufzeit stimmte. Allerdings hängt sie etwas klobig am Kinderarm und besitzt keinen Wecker. Um die Telefoniefunktion nutzen zu können, ist ein entsprechender Mobilfunkvertrag nötig.

Wenn Geld egal ist

Apple Watch SE (GPS + Celular)

Test  Smartwatch für Kinder: Apple Space SE4
Die Apple Watch SE ortet sehr zuverlässig den Aufenthaltort der Kinder.

Die Apple Watch SE konnte die Testkinder sehr genau tracken, was wir von einem Modell dieser Preisklasse aber auch nicht anders erwarten. Ja, das Modell geht ordentlich ins Geld. Allerdings bekommen Sie dafür auch ein Gerät, mit dem Ihre Kinder richtig gut telefonieren und Nachrichten schicken können. Für uns ist diese Smartwatch eine sehr gute Alternative zum ersten eigenen Smartphone und auch deswegen eine Empfehlung wert.

Ohne GPS-Tracking

Openuye Kinder Smartwatch

Test  GPS-Tracker für Kinder: Openuye Kinder Smartwatch
Die Smartwatch kann nicht tracken, wo die Kinder sind, überzeugt aber durch guten Klang beim Telefonieren und einen geringen Preis.

Wenn Ihnen die Standortüberwachung zu sehr nach Big Brother klingt, aber trotzdem eine Möglichkeit haben möchten, mit Ihrem Nachwuchs zu kommunizieren, ist die Openuye eine gute Wahl für wenig Geld. Hier bekommen Sie für gerade mal 20 Euro eine Uhr, mit der Telefonieren, aber kein Tracking möglich ist. Im Test konnte sie mit ihrer überraschend guten Sprachqualität überzeugen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istOhne GPS-Tracking
Vodafone V-Kids Watch Apple Watch SE (GPS + Celular) Openuye Kinder Smartwatch Xplora 4 Soy Momo Space 4G VTech Kidizoom DX2 Jaybest Q15B0919 SoyMomo H2O Xplora 3S Juneo TK901 TKStar TK903 Weenect Kids Vodafone V-Bag Incutex TK116
Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids WatchTest  Smartwatch für Kinder: Apple Space SE4Test  GPS-Tracker für Kinder: Openuye Kinder SmartwatchTest  GPS-Tracker für Kinder: Xplora  4Test  Smartwatch für Kinder: Soy Momo Space 4GTest  GPS-Tracker für Kinder: VTech Kidizoom DX2Test  GPS-Tracker für Kinder: Jaybest Q15B0919Test  GPS-Tracker für Kinder: SoyMomo H2OTest GPS-Tracker für Kinder: Xplora 3SGPS-Tracker für Kinder Test: Juneo Tk901GPS-Tracker für Kinder Test: TkstarGPS-Tracker für Kinder Test: ImageGPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V BagTest GPS-Tracker für Kinder: Incutex TK116
Pro
  • Leichte Inbetriebnahme
  • Leichte Anwendung für Kinder
  • Gute Ortung
  • Gute Tonqualität bei Anrufen
  • Recht lange Akkulaufzeit
  • Telefonieren ohne Problem
  • Ortung funktioniert sehr genau
  • Keine Spiele, aber viele Features
  • Für alle Kinder, die noch kein eigenes Smartphone bekommen dürfen
  • Guter Klang beim Telefonieren
  • Vorauswahl der Rufnummern möglich
  • Geringer Preis
  • Super Sound
  • Gute Kamera
  • Touchscreen
  • SOS-Knopf
  • Vor Spritzwasser geschützt
  • Telefonieren klappt sehr gut
  • Bedienung sehr kindgerecht
  • Macht Spaß beim Spielen
  • Gute Kamera
  • Spritzwassergeschützt
  • Touchscreen
  • Spritzwassergeschützt
  • Mit SOS-Knopf
  • Touchscreen
  • Spritzwassergeschützt
  • Mit SOS-Knopf
  • Farb-Touchscreen
  • Leichte Bedienung, wenn die Uhr mal läuft
  • Kamera
  • Viele Zusatzfunktionen für Kinder wie Anrufe, Emojis oder Schrittzähler
  • Ultraleicht
  • Klein
  • Ewig langer Standby-Betrieb
  • Kann sich an Metall heften
  • Leicht
  • Gute Verarbeitung
  • Alarm-Knopf
  • Wasserdichte Schutzhülle
  • Gute Bewertung von anderen Testern
  • Leicht
  • Robust
  • Günstig
  • Enorme Akku-Laufzeit
  • Funktioniert ohne App
Contra
  • Teuer
  • Etwas klobig für Kinderarme
  • Kein Wecker
  • Sehr hoher Preis
  • Keine Videotelefonie
  • Akku hält nur einen Tag
  • Kein Tracking
  • Spiele sehr langweilig
  • Uhr wird heiß & geht dann in Standby
  • Im Standby-Modus ist die Smartwatch nicht mehr erreichbar
  • Ortung funktioniert nicht gut
  • Akku schnell leer
  • Umständlich, die Uhr zum Laufen zu bekommen
  • Keine Smartwatch, sondern ein Spielzeug
  • Uhr ist recht schwer und klobig
  • Funktioniert nur mit LTE-Karte
  • Beim Telefonieren hört man das Kind sehr schlecht (das einen aber sehr gut)
  • Sprachumstellung auf deutsch gelingt nicht
  • Akku schnell leer
  • Navigation klappt nicht
  • Inbetriebnahme klappt fast gar nicht
  • Riesig für Kinderarmgelenke
  • Sehr teuer
  • Inbetriebnahme klappt null
  • Keinerlei Zusatzfunktionen für Kinder
  • Nicht wasserdicht
  • Start klappt nicht
  • Status-LEDs innerhalb des Gehäuses
  • Keine Zusatzfunktionen für Kids
  • Recht groß
  • Inbetriebnahme klappt nicht
  • Keine Zusatzfunktionen für Kinder
  • Inbetriebnahme klappte technisch nicht – trotz dreier technikaffiner Tester
  • Keinerlei Gimmicks für Kinder
  • Viel zu groß und schwer für Kinder
  • Riecht leicht nach Kunststoff
  • Keinerlei Zusatzfunktionen für Kinder
Bester Preis
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TypSmartwatchTrackerSmartwatchSmartwatchTrackerSpielzeugSmartwatchSmartwatchSmartwatchTrackerTrackerTrackerTrackerTracker
FarbenBlau oder pinkSilber, Gold oder Space Grau (Armbandfarben können gewechselt werden)türkis, pink,blau, pink, türkisBlau, Pink, Schwarzblaublau, pinkschwarz, blau, rot, pinkBlau oder rosaSchwarzSchwarzHellblau-orangeSchwarz mit blauer HülleSchwarz-silber
Maße4,4 x 6 x 1,5 cm4 x 4,4 x1,4 cm51,57 x 39,05 x 14.25mm56.5 x 42 x 14.2 mm8.4 x 8.2 x 8 cm50,6 x 14,8 mm4,1 x 5,4 x 1,7 cm4,5 x 2,4 x 1,8 cm5,2 x 3,2 x 2,1 cm4,1 x 6,6 x 1,8 cmMit Hülle: 4,5 x 8,9 x 2,4 cm
Ohne Hülle: 4,2 x 4,2 x 1,6 cm
6 x 10,5 x 2 cm
DisplayTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, Retina, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen, LCD, farbigTouchscreen (240 x 240 Pixel), LCD (IPS), farbigNeinNeinNeinNeinNein
Gewicht50 g36,7g43 g50 g144 g42 g172 g52 g (leicht)25 g35 g57 g56 g (mit Hülle) / 32 g (ohne Hülle)130 g
Akku-Laufzeitbis zu 3 Tage (laut Hersteller)1 TagStandby 2 Tage, normaler Gebrauch 1 Tag1 Tagmax. 1 Tag1 TagStandby 3-5 Tage, normaler Gebrauch 2-3 Tage1 Tag60 Stunden (Standby, Herstellerangabe) bzw. 36 Stunden (normaler Gebrauch, Herstellerangabe)200 Stunden (Standby, laut Hersteller)20 Stunden (Standby, laut Hersteller)3 bis 5 Tage bei täglicher Nutzung (Herstellerangabe)96 Stunden (Standby, Herstellerangaben),
3 Tage (normale Nutzung, Herstellerangaben)
30 Tage (Standby, Herstellerangaben)
SIM-KarteNano-SIMe-SimMicro-SimNano-SimNano- Simohne SimNano-SimMicro-SimNano-SIMStandard-SIMMicro-SIMNano-SIMNano-SIMStandard-SIM
AppTCLMOVE (Android & iOS)iOSkeine AppXPLORA (Android & iOS)Soy Momo (Android & iOS)keine AppSE Tracker 2 (Android & iOS)Soy Momo (Android & iOS)XPLORA 3 & 3S (Android)
XPLORA 3S (iOS)
TKSTAR GPSTKSTAR GPSWeenect - GPS (Android & iOS)MOVETRACK (Android & iOS)-
GeofenceJaJaKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeneinKeine AngabeKeine AngabeJaJaJaJaJaJa
SOS-TasteJaJaKeine AngabejajaneinjaJaJaNeinNeinJaNeinJa
ZusatzfunktionenSpiele-App, Taschenrechner, EmojisGesundheitstracker, Walkie Talkie, Herzfrequenzmessung, wassergeschützt bis 50mMusikspeicher, Fotoalbum, Spiele, Wecker, KameraAnrufblockierung von unbekannten Rufnummern, Sicherheitszonen, Standortverlauf, Nachrichten, GPS-Ortung, Schrittzähler, Wecker, SperrmodusAnrufblockierung von unbekannten Rufnummern, Sicherheitszonen, Standortverlauf, Nachrichten, GPS-Ortung, Schrittzähler, Wecker, SperrmodusSpiele, KameraAnrufblockierung von unbekannten Rufnummern, Sicherheitszonen, Standortverlauf, Nachrichten, GPS-Ortung, Schrittzähler, Wecker, SperrmodusAnrufblockierung von unbekannten Rufnummern, Sicherheitszonen, Standortverlauf, Nachrichten, GPS-Ortung, Schrittzähler, Wecker, SperrmodusKamera, Touch-Bedienung, Anruf-, SMS-, Kalender-, Emoji- und Uhren-Funktionen, SchrittzählerEingebauter Magnet---Bewegungsalarm, Geschwindigkeitsalarm, Erschütterungsalarm, Batteriealarm
ZubehörPinzette zum Wechseln der SIM-KarteGehäuse, Band, Magnetisches LadekabelUSB-Ladekabel, BedienungsanleitungLadekabel, BedienungsanleitungLadekabel, Bedienungsanleitung, Schraubendreher, SchraubenUSB-Ladekabel, BedienungsanleitungUSB-Ladekabel, Bedienungsanleitung, Schraubendreher, SchraubenLadekabel, Bedienungsanleitung, Schraubendreher, Schrauben1 Lithium-Ionen Batterien1 USB-Kabel1 USB-KabelWasserdichte Schutzhülle, 1 USB-KabelUSB-Kabel, Gepäckanhänger, Schraubendreher, Schrauben, Vodafone V-Sim1x Ladekabel, 1x USB-Adapter, 1x Bedienungsanleitung

Totale Überwachung oder sinnvoller Helfer?

Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder sind umstritten. Einerseits ist es verständlich, dass man sich um die Sicherheit seiner Sprösslinge sorgt, andererseits will man seine Kinder auch nicht total überwachen. Wir sind schließlich auch mit großen Freiheiten aufgewachsen. Oder?

Das Thema stößt bei Eltern auf jeden Fall auf ziemlich großes Interesse. Wie die »Bild« in einer Online-Abstimmung unter Lesern herausfand, gehen die Meinungen dazu weit auseinander:

  • 34 Prozent sagen: »Nur, wenn mein Kind darüber Bescheid weiß.«
  • 33 Prozent sagen: »Klar, ich will wissen, wo mein Kind sich rumtreibt.«
  • 18 Prozent sagen: »Für einen längeren Schulweg ist das schon okay!«
  • 15 Prozent sagen: »Auf keinen Fall, ich gehöre nicht zu den Helikopter-Eltern!«

Auch wir haben die Argumente für und wider GPS-Tracking in der Redaktion kontrovers diskutiert. Klar können Smartwatches mit GPS-Funktion dazu dienen, Kinder in Gefahr schnell aufzuspüren. Man kann aber sonst jederzeit sehen, wo sich Tochter oder Sohn gerade aufhalten – teils funktioniert die Ortung auf den Meter genau. Ist das also nicht ein übles Überwachungsinstrument für völlig außer Rand und Band geratene Helikopter-Eltern?

 GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch

Im Laufe unserer Recherche sehen wir das Thema inzwischen differenzierter. Smartwatches können für Grundschüler durchaus eine sinnvolle Alternative zum Smartphone darstellen. Denn die Überwachung des Aufenthaltsorts ist nur ein Aspekt dieser Geräte. Die Kinder können mit ihnen ausgewählte Nummern anrufen oder von diesen angerufen werden, sie können Textnachrichten verschicken oder empfangen und ohne Zutritt ins Internet zu haben kleine Computergames spielen. Mit reinen Trackern geht das aber natürlich nicht.

Für Stefan Hempel, Mitgründer des Münchner Smartwatch-Herstellers »Pingonaut« ist die Zielgruppe vor allem Grundschüler, deren Eltern ihnen noch kein Smartphone kaufen möchten. Denn mit denen ist die Gefahr groß, dass die Kids nur noch am Bildschirm kleben. Das kommt früher oder später sowieso, mit einer Smartwatch für Kinder kann man das aber noch ein wenig verzögern.

Was sagt das Gesetz?

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) bewertet reine GPS-Tracker mit integriertem Mikrofon seit 2018 als »verbotene Sendeanlage«. Sie dürfen deshalb nicht mehr verkauft werden. Auch der Besitz dieser Geräte ist strafbar. Damit will man die verdeckte Überwachung von Personen verhindern. Aber keine Sorge: Alle GPS-Tracker in unserem Test besitzen kein Mikrofon und sind damit absolut legal.

GPS-Tracker mit Mikrofon sind verboten!

Was Smartwatches für Kinder angeht, ist das Recht eindeutig auf Seiten der Eltern. Sie können sich auf Paragraph § 1626 des Bürgerlichen Gesetzbuches beziehen, der Eltern die Pflicht und das Recht zuspricht, für ihr minderjähriges Kind zu sorgen.

Allerdings verarbeiten Smartwatches personenbezogene Daten. Laut Datenschutz-Grundverordnung (Artikel 8 DSGVO) muss daher eine Einwilligung erfolgen. Kinder dürfen aber erst ab einem Alter von 16 Jahren selbst über ihre Daten bestimmen. Es muss also lediglich das Einverständnis von Mutter und Vater vorliegen, eine Smartwatch mit Standortüberwachung einzusezten. Experten empfehlen dennoch, dass Eltern auch ihrem Nachwuchs erklären sollten, wie die Standortüberwachung funktioniert und warum sie sie einsetzen möchten. Das Kind sollte einer solchen Ortung zustimmen.

 Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch

Kinderschutz-Experte und Familientherapeut Dr. Klaus Neumann hält laut »Bild«-Zeitung nichts vom Orten per GPS: »Sein Kind nicht mehr wiederzufinden ist zwar eine Urangst für die meisten Eltern. Doch für gewöhnlich kommen Kinder wieder. Kinder spüren es, wenn ihnen kein Vertrauen entgegengebracht wird, sie bleiben dann in vielen Bereichen unsicher.«

Doch die Sorge von Eltern ist meist weniger, dass die Sprösslinge ausbüchsen, sondern dass ihnen etwas zustößt oder sie gar gekidnappt werden. Die Entscheidung für oder gegen einen Tracker können nur Sie als Eltern selbst treffen, am besten zusammen mit Ihrem Nachwuchs. Wenn es alle gut finden, spricht nichts dagegen.

Ohne Mobilfunkvertrag geht nichts

Dass eine Smartwatch ihrePosition bestimmen kann, ist nur die halbe Miete – sie muss diese Information auch an Sie weitergeben können. Das geht nicht über GPS, sondern übers Mobilfunknetz. Um das nutzen zu können, brauchen die Geräte eine eigene SIM-Karte wie man sie von Handys kennt. Und dafür braucht man einen Mobilfunkvertrag, durch den laufende Kosten entstehen.

Durch die SIM-Karte entstehen laufende Kosten

Allerdings reichen hier oft Prepaid-Verträge, denn allzu viel wird in der Regel nicht über Smartwatches telefoniert. Die Kosten bleiben also überschaubar. Die Aktivierung der Karten ist allerdings nicht immer ganz einfach, denn man muss hier über ein geeignetes Verfahren seine Identität überprüfen lassen. Am einfachsten geht das mit Pass oder Personalausweis direkt in einem Geschäft Ihres Mobilfunk-Anbieters.

So haben wir getestet

Alle Modelle testeten wir alltagsnah: Unsere jungen Tester nahmen Uhren und Tracker mit in die Schule und testeten die verschiedenen Möglichkeiten. Dabei achteten wir vor allem auf die Anruf-, Alarm- und SMS-Funktion, die Genauigkeit der Ortung, die Robustheit, das Gewicht, die Größe, die Handhabung des Geräts und der App, den Preis und die Optik.

In der ersten Testrunde haben wir alle Modelle mit einer Vertrags-SIM-Karte getestet, in der zweiten Testrunde kam eine Prepaid-Karte zum Einsatz. Die Formate unterscheiden sich, von der altertümlichen Standard-SIM-Karte über Micro bis zur Nano-SIM-Karte war alles dabei. Bei einigen Modellen scheiterte schon die Inbetriebnahme, weil die Aktivierung der SIM-Karte nicht klappte. Daher haben wir die Einrichtung auch besonders im Testergebnis berücksichtigt. Die zugehörigen Apps haben wir uns ebenfalls gründlich angesehen.

Zumindest das Telefonieren war mit den meisten Modellen kein Problem. Komplizierter wurde es bei den Uhren, die auch internetfähig sind. Die Einrichtung des WLAN gelang nicht bei allen Modellen problemlos.

GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch

Testsieger: Vodafone V-Kids Watch

Einen eindeutigeren Testsieger hatten wir selten: Denn die Kinder-Smartwatch Vodafone V-Kids Watch, dank der Eltern mit ihrem Nachwuchs via Mobilfunk und der TCLMOVE-App in Verbindung bleiben können, ließ sich kinderleicht und schnell in Betrieb nehmen und macht genau das, was sie soll: nämlich exakt und zuverlässig orten und die Uhrzeit kindgerecht anzeigen. Außerdem schaffte es auch unsere Testerin im Grundschulalter problemlos, Anrufe und Emojis vorab festgelegter Nummern zu empfangen oder zu senden.

Testsieger

Vodafone V-Kids Watch

Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids Watch
Hier stimmt so gut wie alles. Sogar die Inbetriebnahme war einfach.

Die einfache Einrichtung der GPS-Uhr ließ uns fast in Freudentränen ausbrechen. Dafür sorgte vor allem die simple und stimmige Bedienungsanleitung der Vodafone V-Kids Watch, die erfreulicherweise mit anschaulichen Bildern versehen war.

Der Uhr liegt eine SIM-Karte von Vodafone bei, diese V-SIM hat allerdings neuerdings einen Haken, denn sie bietet nur einen Datentarif. Aktiviert man sie, ist zwar die Ortung der Uhr und das Versenden von Emojis und Sprachnachrichtem möglich, nicht aber das Telefonieren. Möchten Sie mit Ihrem Kind auch telefonieren können, benötigen Sie eine SIM-Karte für einen Tarif mit Telefonie-Option – und dafür zahlen Sie mehr.

Die V-SIM hat dagegen den Vorteil, dass Ihr Kind die Uhr auch auf Reisen in den meisten europäischen Ländern ohne zusätzliche Kosten benutzen kann. Sie benötigen allerdings zur Aktivierung der Karte eine deutsche Mobilfunk-Rufnummer. Nicht-Vodafone-Kunden brauchen zusätzlich eine Kreditkarte.

Einfache Einrichtung und mitgelieferte SIM-Karte

Zum Einlegen der SIM-Karte wird das Armband der Watch entfernt und die seitliche SIM-Kartenabdeckung mit einer beigefügten Pinzette abgenommen. Das klappte reibungslos.

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GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Die Vodafone V-Kids Watch.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Die Uhr lässt sich mit wenigen Handgriffen vom Armband trennen und genauso schnell wieder einsetzen.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Eine USB-Buchse hat die Uhr nicht. Stattdessen dienen die punktförmigen Kontakte auf der Innenseite als Stromquelle.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Das Ladekabel ist magnetisch und schnappt von selbst in die richtige Position, sobald man das Ende in die Nähre der Uhr bringt.

Danach luden wir die Uhr auf, installierten die TCLMOVE-App auf unserem Testhandy und registrierten uns dort. Anschließend koppelten wir die Watch mit unserem Handy, gaben in der App die Beziehung, die wir zum Kind haben sowie den Namen des Kindes ein. Optional konnten wir noch ein Profilbild oder den Geburtstag des Kindes eingeben. So easy – genau wie das Hinzufügen von bis zu vier weiteren Personen. Nur noch die Ein-Taste drücken und schon konnten wir mit dem Test loslegen.

Praxis-Test

Super, weil selbsterklärend wie beim Handy, ist die Bedienung des Touchscreens: Man muss nur die gewünschte Option auf dem mehrfarbigen Display drücken oder bestätigen. Um Kontakte, Einstellungen und Funktionen zu sehen, wischt man nach links oder rechts. Benachrichtigungen tauchen auf, wenn man auf dem Startbildschirm nach oben wischt. Wischt man nach unten, taucht die Einstellung der Lautstärke und Helligkeit auf.

Auch die Änderung des Zifferblatts, was übrigens für unser Testkind in allen Wahloptionen sehr gut lesbar und mit den kindgerechten Bildern klar und deutlich zu erkennen war, das Senden von SMS, Sprachnachrichten von bis zu 30 Sekunden und von Notruf-Benachrichtigungen via SOS-Buttons hatte unser Mini-Checker nach kurzer Erklärung sofort intus. Zudem konnte unser Testkind bis zu 15 Freunde in die Kontaktliste aufnehmen und Gruppenchats erstellen. Auch das Telefonieren fanden wir simpel und die Tonqualität sehr gut.

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GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Auf Wunsch kann allen Menüs ein anderer Design-Anstrich verliehen werden.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Jede Farbvariante gibt es wahlweise auch mir einem Ziffernblatt.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Viele Spiele bietet die Uhr nicht, die vorhandenen sind aber sehr nett gemacht.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Die Kontakte für Freunde und Familie werden unter separaten Menüpunkten organisiert.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Die einzelnen Kontakte werden in einer übersichtlichen Liste angezeigt.
GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch
Möchte man zwei Uhren verbinden, ist auch das möglich.

Was unsere kleine Prüferin besonders toll fand? Die Emojis, die verschickt werden konnten, die Spiele-App und den vorinstallierten Taschenrechner. Was Eltern toll finden dürften: Damit Tochter oder Sohn während der Hausaufgaben oder im Unterricht nicht zu sehr von der Uhr abgelenkt werden, können sie Ruhezeiten definieren, in denen die Smartwatch keine Nachrichten verschicken oder empfangen kann. Die Notruf-Funktion bleibt trotzdem weiterhin aktiv, die schlaue Uhr überträgt beim Alarm dann auch automatisch den Standort des Kindes.

Für Eltern und Kinder gut und nützlich

Bis zu vier Personen, die in der Familiengruppe gespeichert wurden, können über den Notruf-Knopf gleichzeitig informiert werden. Eine sehr sichere Sache! Ebenso wie die Schutzzonen, etwa Schulgelände oder Spielplatz, die Eltern in der TCLMOVE-App unkompliziert festlegen können. Dadurch erfahren Mama und/oder Papa per SMS sofort, wann ihre lieben Kleinen die Safe-Zone verlassen. Auch die lange Akkulaufzeit von bis zu drei Tagen bewerteten wir positiv.

Ortung

Auch bei der Qualität der Ortung gibt’s nichts zu meckern: Wir konnten die Position unseres Testkind bei jedem Versuch sehr gut und genau ermitteln – dank der GPS-Technik, auf die die Uhr zur Ortung hauptsächlich zurückgreift. Deshalb kann der genaue Standort auch nur ermittelt werden, wenn es dort GPS-Empfang oder eine gute Netzabdeckung gibt. Ansonsten wertet die Uhr, so der Hersteller, Infos über WLAN oder Funknetzwerke aus, was jedoch zu einer etwas weniger exakten Ortung führt.

Gut gefiel uns auch die übersichtliche Ortungskarte inklusive Wegbeschreibungen für Google- oder Apple-Maps, auf der wir super nachvollziehen konnten, wo sich unser Testkind gerade aufhielt.

Design und Verarbeitung

Unserem Testkind, einem Mädchen, gefiel das pinkfarbene Testmodell. Sie fand, die Uhr wirke durch ihr pures Design »erwachsen und nicht so kindisch«. Das fanden übrigens auch ihre Klassenkameraden. Es gibt aber auch eine blaue Variante.

Das flexible Uhrenband aus Gummi ist robust. Überhaupt wirkt das ganze Gerät hochwertig verarbeitet. Außerdem schmiegte sich die Watch gut an den schmalen Kinderarm unserer Testerin an. Sie ist zwar nicht wasserdicht, sondern »nur« wasserresistent, aber ein paar Tropfen Regen machen ihr nichts aus. Auch unter der Dusche hält sie dicht. Schwimmen sollten die Kinder allerdings besser nicht damit.

Nachteile?

Trotz unserer Begeisterung fanden wir natürlich auch bei der Vodafone V-Kids Watch Haare in der Suppe: Zum einen ermöglicht die beiliegende V-SIM nicht das Telefonieren, da mit ihr nur ein Datentarif angeboten wird. Möchte man die Telefonie-Funktion nutzen, muss man einen entsprechenden Mobilfunktarif abschließen.

An zarten Erst- oder Zweitklässler-Ärmchen könnte die Uhr, die über keinen Wecker und keinen Schrittzähler verfügt, erstens ein wenig zu klobig rüberkommen.

Der ursprüngliche Preis von rund 170 Euro ist ziemlich happig. Allerdings ist die Uhr inzwischen auch schon für rund 50 Euro zu haben.

Die Vodafone V-Kids Watch im Testspiegel

Bislang gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zu Vodafone V-Kids Watch. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Die Vodafone V-Kids Watch gefiel uns am besten, weil sie tut, was sie soll und einfach einzurichten ist. Wir haben aber noch weitere Empfehlungen, einmal für den großen und einmal für den schmalen Geldbeutel.

Für größere Kinder: Apple Watch SE

Wenn wir ganz ehrlich sind: Beim Test der Apple Watch SE freuten sich nicht nur die kleinen Tester*innen, auch wir Eltern waren auf die Uhr gespannt. Der Apple-Konzern weiß eben sehr genau, wie er Produkte so designt, dass sie einen »Haben wollen«- Faktor entwickeln.

Das Design unserer Testuhr ist sehr schlicht, was auch daran liegt dass sie nicht primär für Kinder konzipiert ist. Das spiegelt sich natürlich auch im Preis: Die Apple Watch SE gibt es ab 300 Euro, je nach individueller Ausstattung und Design. Damit kommt sie sicherlich nicht für jede Familie in Frage.

Wenn Geld egal ist

Apple Watch SE (GPS + Celular)

Test  Smartwatch für Kinder: Apple Space SE4
Die Apple Watch SE ortet sehr zuverlässig den Aufenthaltort der Kinder.

Für uns ist die Apple Watch SE vor allem für Kinder geeignet, die an der Schwelle zum eigenen Smartphone stehen. Vielleicht möchten Sie als Eltern den Kauf eines Smartphones aber lieber noch hinauszögern, weil sie nicht wollen, dass der Sprössling dann höchstwahrscheinlich einen Großteil seiner Zeit mit einem Bildschirm verbringt. Andererseits fänden Sie es gut, wenn Ihr Kind immer erreichbar ist – und auch Sie jederzeit erreichen kann. In solchen Fällen, ist die Apple Watch SE für uns eine gute Wahl. Jüngeren Kindern, würden wir sie eher nicht an den Arm binden – da wäre uns das viele Geld zu schade.

Die Apple Watch SE lässt sich relativ frei nach eigenen Wünschen gestalten. Das Gehäuse kann in Space Grey, Gold oder Silber gewählt werden, bei den Armbändern ist farbtechnisch sehr vieles möglich. Wenn die Smartwatch also ausschließlich für ein Kind gedacht ist, können Sie sie auch für diese Zielgruppe ansprechend gestalten. Wollen Sie die Uhr vom Nachwuchs übernehmen, greifen Sie vielleicht etwas weniger tief in die Farbkiste.

Mit »Cellular« oder ohne?

Wenn Ihr Kind die Uhr vollumfänglich nutzen will und es nicht nur erreichbar (und trackbar) sein soll, wenn die Uhr mit einem WLAN-Netz verbunden ist, dann brauchen Sie einen Zusatzvertrag für die Uhr – und zwar entweder von Telekom, Vodafone oder O2, andere Anbieter werden nicht unterstützt. Das ist natürlich wieder mit Kosten verbunden, in der Regel kostet das mindestens um die zehn Euro im Monat.

Wenn Ihnen eine Erreichbarkeit über WLAN reicht, können Sie auf den Vertrag verzichten. Dann reicht auch die Apple Watch SE (GPS), die rund 80 Euro günstiger ist.

Einrichtung

Um die Uhr einzurichten, ist zwingend ein eigenes iPhone erforderlich, sonst geht gar nichts. Das Einrichten selbst geht relativ einfach: Sie wählen das iPhone aus, das zukünftig als Elterneinheit funktionieren soll, und bestätigen, dass Sie die Apple Watch SE für ein Familienmitglied konfigurieren möchten (denn nur das ist ja sinnvoll, wenn Sie sie selbst nicht nutzen, sondern der Nachwuchs). Achtung: Um eine Familienkonfiguration durchzuführen, brauchen Sie mindestens eine Apple Watch Series 4. Für ältere Modellen ist diese Option nicht verfügbar.

Ohne iPhone geht gar nichts

Anschließend wird man auf dem iPhone durch die Einrichtung geführt. Dabei muss man auch eine Apple-ID für das Kind anlegen. Außerdem muss man die eSIM mit der Watch verknüpfen, denn die Apple-Uhr kommt ohne SIM-Karte aus. Das ging bei uns nur über einen Anruf bei der Telekom, war aber schnell erledigt.

Wobei schnell relativ ist: Bis die Uhr komplett eingerichtet ist, vergeht gut und gerne eine halbe Stunde – wenn Sie bereits eine startklare eSIM haben. Unser Tipp: Richten Sie die Uhr am besten ohne Ihren hibbeligen Nachwuchs an Ihrer Seite ein, das schont die Nerven aller Beteiligten.

Als Eltern haben Sie die volle Kontrolle über die Smartwatch-Nutzung Ihres Sprösslings. So können Sie z. B. auch Schulzeiten hinterlegen, in denen die Uhr nur eingeschränkt genutzt werden kann. Wird sie doch genutzt, können Sie das nachlesen oder werden benachrichtigt. Die Einstellungen können Sie jederzeit auch aus der Ferne ändern.

Gute Ortung

Im Praxistest zeigt sich schnell: Wenn das Kind sich irgendwo aufhält, wo überhaupt kein Empfang ist (diese Gegenden gibt es im Mobilfunk-Entwicklungsland Deutschland leider nach wie vor zur Genüge), können Sie es auch nicht orten. Die Apple Watch SE kann – wie alle anderen Smartwatches auch – Standortdaten nur dann übermitteln, wenn sie sich per WLAN oder einen Mobilfunkmasten mit dem Internet verbinden kann.

Bei unserem Waldspaziergang gab es leider keinen Empfang, und daher auch keine Schnitzeljagd nach dem Kind, auf die wir uns so gefreut hatten. In der Stadt klappt das aber natürlich ohne Probleme, hier wird der Standort sehr genau angezeigt.

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Smartwatch für Kinder Test: Apple Watch Se4
Auch Erwachsene können mit der Apple Watch SE mehr auf sich achten. Ob Achtsamkeit oder Sportübungen, alles hat die Uhr im Blick.
Smartwatch für Kinder Test: Apple Watch Se4
Die Herzfrequenzmessung und andere Gesundheitssensoren helfen auch bei einem gesunden Lifestyle.
Smartwatch für Kinder Test: Apple Watch Se4
Die Ortung funktioniert sehr genau – sowohl auf der Apple Watch SE, als auch auf dem Eltern-iPhone.
Smartwatch für Kinder Test: Apple Watch Se4
Die Uhr kann navigieren – ob zur nächsten Pizzabude oder nach Hause. Was dafür nötig ist: Vor allem Empfang.

Die Uhr bietet sehr viele Gesundheitsfeatures, von der Messung des Herzschlags bis zu Atemübungen, um den Puls herunterzubringen oder sich eben einfach zu entspannen. Das kann ja durchaus auch für Kinder nach einem Schultag wichtig sein. Natürlich können auch weitere Apps auf die Uhr geladen werden, der App-Store ist hinterlegt. Im Zweifelsfall sollten Sie hier aber ein besonderes Auge drauf haben, welche Spiel Ihr Kind sich herunterlädt.

Sehr genaues Tracking möglich

Sie als Elternteil können die aktive Zeit, die Ihr Kind mit der Apple Watch SE verbringt, limitieren und außerdem auf Ihrem Gerät sehr genau nachverfolgen, was Ihr Kind wann damit gemacht hat. Auch jedes Entsperren wird aufgezeichnet. Im Prinzip tracken Sie nicht nur den Standort Ihres Kindes, sondern auch jede einzelne Betätigung der Uhr. Klären Sie Ihren Nachwuchs darüber auf jeden Fall auf.

Was uns – gerade auch im Hinblick auf den Preis – nicht gut gefällt ist die Lebensdauer des Akkus. Selbst bei normaler Benutzung und nicht dem Heavy Use der Anfangszeit ist der Akku nach einem Tag am Ende und muss neu aufgeladen werden. Über Nacht muss die Uhr also immer an den Strom.

Die Apple Watch SE ist bis 50 Meter wassergeschützt, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn sie mal nass wird. Unser Modell kam mit einem Sportarmband, das sich angenehm trug und dessen Klettverschluss sehr gut hielt. Sie können auch andere Armbandvarianten bestellen, haben Sie dabei aber im Hinterkopf, dass Sie das Armband auch lösen sollte, wenn das Kind irgendwo hängen bleibt. So beugen Sie Verletzungen vor.

Wenn Ihr Nachwuchs besonders sportlich ist, können Sie sämtliche sportlichen Aktivitäten aufzeichnen. Klingeltöne und Vibrationen lassen sich natürlich entsprechend der eigenen Vorlieben einstellen.

Navigation und Anrufe

Was uns gut gefallen hat: Auch das Kind kann sich zu seinen Eltern oder nach Hause navigieren lassen. Da Sie beim Einrichten ja auch Ihr iPhone koppeln, kann das Kind Sie auf Wunsch jederzeit orten. So kann es einfach auf »Navigation« klicken, Mama oder Papa auswählen und sich dank des eingebauten Navigations-Features einfach dorthin führen lassen – eine tolle Sache, wenn sich das Kind wirklich mal verlaufen hat. Das kann keine andere Smartwatch im Test.

Sie können ein Adressbuch für Ihr Kind erstellen, dann sind automatisch die Nummern gespeichert, die das Kind anrufen kann. Das funktioniert auch wunderbar über die Sprachsteuerung, das Kind muss einfach »Siri, bitte Mama anrufen« sagen, schon wird der Anruf ausgeführt. Das Telefonieren klappt tadellos, die Sprachqualität ist hervorragend. Egal ob Ihr Kind nach Schulschluss oder beim Hangeln auf dem Klettergerüst mit Ihnen spricht, es klingt, als hätte es ein Handy am Ohr. Besser geht’s nicht.

Auch die Diktierfunktion für SMS oder Nachrichten funktioniert – meistens – sehr gut. Wählen beliebiger Telefonnummern ist ebenfalls möglich, hier sollten Sie mit Ihren Kindern sprechen, wie Sie da verfahren möchten. Facetime-Video-Anrufe funktionieren nicht, weil die Watch keine Kamera hat, FaceTime-Audio-Anrufe dagegen schon.

Was uns ebenfalls gut gefallen hat die Schriftumwandlung. Ihr Kind kann einzelne Buchstaben aufs Display schreiben, die Uhr erkennt sie und fügt sie zu Wörtern und Sätzen zusammen. So lernt der (jüngere) Nachwuchs nebenbei auch noch die Buchstaben und das Schreiben.

Keine Frage also, die Apple Watch SE ist eine tolle Smartwatch, auch für Kinder. Neben ihrem hohen Preis ist ihr einziger Haken, dass sie nicht so robust ist, wie Smartwatches, die speziell für Kinder konzipiert sind. Für alle Eltern, die die Anschaffung eines Smartphones noch ein oder zwei Jahre hinauszögern wollen und es sich leisten können und wollen, ist die Apple Watch SE aber eine hervorragende Wahl.

Ohne Tracking-Funktion: Openuye Kindersmartwatch

Die Openuye Kindersmartwatch hat keinen attraktiven Namen, überzeugt aber mit Leistung. Die Einrichtung ist sehr einfach: Rückabdeckung öffnen, Micro-SIM-Karte (und auf Wunsch noch eine Speicherkarte für Musik und Fotos) einlegen, Uhr via USB-Kabel aufladen und los geht’s. Es muss keine App heruntergeladen werden, zumal diese Smartwatch kein GPS-Tracking anbietet.

Ohne GPS-Tracking

Openuye Kinder Smartwatch

Test  GPS-Tracker für Kinder: Openuye Kinder Smartwatch
Die Smartwatch kann nicht tracken, wo die Kinder sind, überzeugt aber durch guten Klang beim Telefonieren und einen geringen Preis.

Wir konnten also direkt mit dem Telefonieren beginnen, was sehr gut klappte. Die Annahme des Anrufs gelang einfach, das haben wir bei einigen Testkandidaten anders erlebt. Auch das Wählen einer Telefonnummer klappte ohne größere Probleme. Praktisch fanden wir, dass zehn Telefonnummern direkt eingespeichert werden können. Da wohl die wenigsten Kinder mehr als zehn wichtige Kontaktnummern haben, bietet die Uhr eine kleine Kontaktliste. Hier muss nur auf das entsprechende Icon der Person, die angerufen werden soll, geklickt werden, und die Verbindung wird hergestellt. Alternativ ist auch das Eintippen von Telefonnummern möglich.

Der Klang gefiel uns sehr gut. Im Vergleich zu fast allen anderen Modellen im Test konnten wir die Testkinder immer gut verstehen, ob sie nun beim Telefonieren kletterten oder die Uhr nicht nah am Mund hatten. Der Klang war auch nicht blechern, sondern so, wie es sich für das Telefonieren mit zwei Endgeräten eigentlich gehört. Für uns ist das ein echtes Plus, denn wenn eine Smartwatch schon nicht tracken kann, möchten wir wenigstens mit guten Kommunikationserlebnissen überzeugt werden. Und das schafft die Uhr trotz des verblüffend niedrigen Preis ausgezeichnet.

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Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Die Openuye im Test.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Jede beliebige Nummer kann händisch eingetippt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genug Guthaben auf der Karte hat.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Einige Spiele sind auf der Uhr installiert. Das Spielen machte auf dem kleinen Bildschirm aber nur bedingt Freude.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Bis zu zehn Telefonnumern können eingespeichert werden.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Die Micro-SIM-Karte wird unter den Akku geschoben. Ein bisschen Fingerspitzengefühl ist nötig.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Der Button lässt einen immer wieder ins Haupfmenü zurückkehren.
Smartwatches und GPS-Tracker für Kinder Test: Kinder Smartwatch Openuye
Geladen wird die Uhr via USB-Kabel.

Wie schon erwähnt, können Sie Ihr Kind mit dieser Smartwatch nicht tracken. Das bietet die Uhr, trotz anders lautender Versprechen im Internet schlicht nicht an. Das Menü beinhaltet nur die Punkte: Kontakte, Wähltasten, Kamera, (Foto-)Album, Musik, Aufnahme, Rechner, Alarm, Spiele und Einstellungen.

Die Sprache lässt sich auf Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch ändern. Außerdem können Sie in den Lautlosmodus wechseln – gerade für die Schulzeit durchaus wichtig. Im Anrufverlauf können Sie nachvollziehen, mit wem Ihr Kind Kontakt hatte.

Die Kamera kann Selfies in annehmbarer Qualität schießen, hier sollten Sie allerdings nicht allzu viel erwarten. Wenn Sie eine Speicherkarte einlegen und diese vorher mit Musik gefüllt haben, kann Ihr Nachwuchs auch Musik über die Uhr abspielen. Der Klang ist gut. Auch Sprachaufnahmen sind mit der Speicherkarte möglich. Uns war der Sinn dieses Features nicht so ganz klar.

Der integrierte Wecker funktioniert und kann einen zusätzlichen am Bett des Kindes ergänzen. Es ist sogar ein Schlummermodus möglich. Allerdings müssen Sie immer darauf achten, dass die Uhr auch aufgeladen ist. Im Test zeigte sich, dass der Akku nicht lange durchhält: Nach einem Tag normaler Benutzung war abends Schluss und die Smartwatch brauchte neuen Saft.

Die sieben integrierten Spiele sind nett, konnten unsere Testkinder aber auch aufgrund des winzigen Bildschirms nicht lange fesseln. Wer gamen will, nutzt dann doch besser andere Geräte als eine kleine Smartwatch.

Uns konnte die Openuye Smartwatch vor allem deswegen überzeugen, weil das Telefonieren ohne Probleme und bei sehr gutem Klang möglich war. Für Eltern, die vor allem mit ihren Kindern kommunizieren möchten und denen das Tracking nicht wichtig ist, ist diese Uhr eine gute, und vor allem preisgünstige Wahl.

Außerdem getestet

Xplora 4

Einen guten Sound beim Telefonieren und gut funktionierendes Tracking bietet die Xplora 4. Auch die Kamera überzeugt, sie kann sogar Videos aufnehmen. Durch die kostenlose Xplora-App ist es möglich mit dem Kind zu chatten, die Kontakte, mit denen der Nachwuchs im Kontakt ist zu verwalten und sichere Bereiche zu definieren. Verlässt das Kind den definierten Bereich, wird eine Nachricht an die Eltern versendet. Die Standortbestimmung funktionierte sehr gut, auch die diversen Gimmicks, wie Alarm und Schrittzähler, konnten uns überzeugen.

Wie die Technologie-Website Arstechnica berichtet, wurden in der Firmware Lücken gefunden, die Hackern Zugriff auf auf viele Funktionen der Uhr ermöglichen. Der Hersteller arbeitet zum Zeitpunkt (12.10.2020) an einem Patch, der das Problem beseitigen soll. Besitzern der Uhr wird dringend geraten, das Update nach Erscheinen schnellstmöglich zu installieren.

Allerdings wird diese Smartwatch bei Gebrauch heiß. Das wurde beim Tragen richtig unangenehm. Als wir das WLAN-Passwort eingeben wollten, überhitzte die Smartwatch. Das spürten wir auf der Haut sehr deutlich. Ein weiteres Problem: Weil die Uhr überhitzte, ging sie in den Standby-Modus. Auf dem Startbildschirm erschien der Hinweis, dass das Gerät »zu warm« sei und »vorübergehend« nicht verfügbar sei. Nicht verfügbar bedeutet dann, dass auch keine Anrufe und kein Tracking mehr möglich sind. Die Anrufe landen direkt auf der Mailbox und werden auch später, wenn die Uhr sich nach knapp einer Stunde erholt hat, nicht angezeigt.

Vor dem Überhitzen der Uhr waren wir nicht besonders aktiv. Wir haben lediglich versucht das WLAN-Passwort einzugeben. Da Kinder, gerade wenn Dinge neu sind, zum »Heavy Use« neigen, ist uns die Gefahr, dass vielleicht Hautirritationen oder Verbrennungen auftreten könnten, zu groß. Wir haben unseren Testkindern die Uhr jedenfalls für alle Tests nur in die Hand gedrückt, statt sie ihnen ums Handgelenk zu binden, aus Angst davor, dass sie nochmal so heißläuft.

Die Kids-Smartwatch Pingonaut Puma gefällt uns optisch richtig gut. Ihr Design und die vielen Armband- und Zifferblattoptionen machen sie in dieser Hinsicht einzigartig. Die Bedienung via Farbdisplay mit Touchscreen – etwa zum Versenden von SMS – ist einfach, weil selbsterklärend. Sie lokalisierte das Testkind fast auf den Meter genau, besitzt eine Top-Tonqualität beim Telefonieren und ist leicht. Was uns nicht gefiel: Die Inbetriebnahme klappte nur mit Hilfe des Herstellers, die Uhr ist recht teuer und die Akkulaufzeit könnte besser sein.

Im September 2020 gab die Lokato GmbH, Hersteller der Pingonaut-Uhren, seine Insolvenz bekannt. Reparaturen werden nicht länger durchgeführt und auch der technische Support wurde eingestellt.

Soy Momo Space 4G

Die Soy Momo Space 4G schickte uns, anders als ihr Schwestermodell H2O, immerhin nicht nach China. Aber auch hier klappt das Tracking nicht perfekt: Während unser Testkind sich auf dem Spielplatz tummelte, zeigte die App an, dass es immer noch zuhause sei. Und das, wo wir samt Kind auf eben jenem Spielplatz standen. Leider kann also auch diese Smartwatch beim Tracking nicht wirklich überzeugen. Ebenfalls nicht überzeugen konnte die Akkulaufzeit. Selbst bei normaler Nutzung, ohne dauerndes Tippen auf der App, war nach einem halben Tag der Akku leer. Ja, das Aufladen geht recht schnell, aber bei der Preisklasse hätten wir uns doch mehr Ausdauer gewünscht. Das Festlegen von Kontakten, die das Kind anrufen kann, finden wir gut. Insgesamt zehn verschiedene dürfen es sein. Der Klang beim Telefonieren konnte uns überzeugen, alles war schön klar, und auch wenn das Testkind sehr viel rumzappelte, verstanden wir am anderen Ende alles.

Das Einsetzen der SIM-Karte kostete etwas Nerven, Sie müssen die PIN-Abfrage der Karte deinstallieren. Soy Momo erklärt das theoretisch in der Gebrauchsanweisung, in der Praxis klappte es bei uns dann letztlich nur mit sehr viel Geduld und Eigenrecherche.

Die kostenlose Soy Momo App funktioniert, nur am Tracking scheitert es. Deswegen ist die Idee, Sicherheitszonen fürs Kind zu installieren und bei Verlassen selbiger informiert zu werden, nur eine theoretische. Denn praktisch registriert die App den Übertritt aus der Zone ja aufgrund des ungenauen Trackens nicht.

VTech Kidizoom DX2

Bei der VTech Kidizoom DX2 handelt es sich weder um eine Smartwatch, noch um einen GPS-Tracker. Diese Uhr ist ein Spielzeug, das die Zeit anzeigen kann. Es finden sich hier jede Menge Spiele, eine recht gute Dual-Kamera, ein Schrittzähler und ein Wecker. Die Uhr ist für Kinder geeignet, deren ältere Geschwister eine echte Smartwatch geschenkt bekommen haben, selbst aber dafür noch zu klein sind. Auch das Lernen der Uhrzeit ist damit gut möglich, weil quasi zur Überprüfung vom Ziffernblatt auf eine Digitalanzeige gewechselt werden kann.

Die VTech Kidizoom DX2 ist ein nettes Spielzeug. Da wir im Test aber echte Smartwatches haben, die weniger kosten und trotzdem einen guten Klang bieten, lief dieses Modell quasi außer Konkurrenz. Wer ein Spielzeug verschenken möchte, ist hier aber gut aufgehoben.

Jaybest Q15B0919

Einen einseitig guten Klang beim Telefonieren liefert die Jaybest Q15B0919. Denn während das Kind mit der Uhr einen super versteht, hat man als Elternteil mit dem Klang so seine liebe Not. Alles ist sehr leise und kaum zu verstehen. Mit der Uhr zu telefonieren ist keine Freude.

Auch keine Freude kommt bei der Benutzung der Tracking-Funktion auf: Die kostenlose App SE Tracker 2, die einem dabei behilflich sein soll, das Kind zu finden, tut genau das nicht. Dafür zeigt sie aber immer wieder Werbung an, die einfach nur nervt. In der Theorie ist es möglich dem Kind Nachrichten auf die Smartwatch zu schicken und auch einen Videochat zu führen. In der Praxis gelang dies nicht. Die App reagierte einfach gar nicht und bei den Testkindern kamen keinerlei Informationen an.

SoyMomo H2O

Die Soy Momo H20 weckte aufgrund einer übersichtlich gestalteten App und dem vergleichsweise hohen Verkaufspreis Hoffnungen in uns, dass hier eine Empfehlung auf uns wartet. Wir wurden leider enttäuscht. Das Tracking führte uns immer wieder nach China, wir konnten aber mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass sich unsere Kinder dort aufhielten. Es ist in der Theorie auch möglich, sich über die App zur Smartwatch navigieren zu lassen – eine Idee, die ja durchaus etwas für sich hat. Praktisch schickte uns die App dann auch auf die lange Reise nach China (wir vermuten zum Herstellungsort), die wir dann doch nicht angetreten haben.

Soy Momo stammt von einem spanischen Anbieter und so ist auch die Menüsprache Spanisch. Die App hingegen funktioniert auf Deutsch. Entgegen anders lautender Versprechen in der Betriebsanleitung war es nicht möglich, das Menü auf der Uhr auf Deutsch umzustellen.

Die kostenlose Soy Momo App macht einen guten Eindruck, hier können Sie auch eine Sicherheitszone einrichten. Verlässt Ihr Nachwuchs diesen Bereich, werden Sie in der App informiert. Da unser Gerät so großes Heimweh nach China hatte und sich daran nichts ändern ließ, konnten wir diese Funktion nicht praktisch testen.

Der Klang beim Telefonieren war gut, da wir für den Preis aber auch ein funktionierendes Tracking erwarten, können wir hier keine Empfehlung aussprechen.

Xplora 3S

Um die wasserdichte Smartwatch Xplora 3S, die in Blau und Rosa erhältlich ist, testen zu können, mussten wir eine SIM-Karte einlegen, deren PIN-Code wir anschließend zu deaktivieren hatten. Dazu legten wir die SIM-Karte in ein Handy ein und folgten einer Internet-Anleitung. Danach luden wir die Hersteller-App aufs Handy. Doch anstatt endlich die Uhr einschalten und mit dem Testen loslegen zu können, ging gar nichts. Mist! Stunden später entdeckten wir beim Lesen des Kleingedruckten das Problem: Wir hatten statt der vom Hersteller mitgelieferten Prepaid-Karte eine andere SIM-Karte eingelegt, die in diesem Gerät nicht funktioniert.

Die Bedienungsanleitung überzeugte uns also schon einmal nicht. Also starteten wir das ganze Prozedere mit der richtigen Prepaid-Card von Telefónica erneut. Leider bekamen wir die Uhr aber auch damit nicht zum Laufen.

Fairerweise sollten wir erwähnen, dass man auch seine eigene SIM-Karte aus dem Vertrag mit einem Telefonanbieter einlegen und sich so diese ganze Tortur ersparen könnte. Das machten wir dann auch. Und obwohl die Uhr auch hier meist einfach wieder ausging, lief sie zwischendurch tatsächlich einmal kurz. Zumindest konnten wir ins Menü, Fotos machen usw. Nach einem Neustart war aber auch das wieder vorbei. Nun starrten wir nur noch auf eine Fehlermeldung bezüglich der SIM, die anscheinend nicht übersprungen werden dürfe. Das Ende vom Lied: Wir kamen nicht weiter als ins Menü.

Schade, denn diese Smartwatch hätte einige sehr interessante Features, die die Testkinder leider nur offline ansehen, aber nicht ausprobieren konnten: Anruf-, SMS-, Kalender-, Kamera-, Emoji- und Uhren-Funktionen, GPS-Ortung, »Safe Zones«, Speichern von bis zu 50 Kontakten oder einen Schrittzähler … Die jungen Testerinnen waren – jedenfalls theoretisch – hellauf begeistert und hätten diese Uhr nur zu gerne auf Herz und Nieren geprüft, auch wegen des einfach zu bedienenden Touch-Displays, bei dem sie die Farbe nach Lust und Laune wechseln konnten. Weil aber selbst vier erwachsene Tester die Uhr nicht in den Betriebsmodus versetzen konnten, blieb am Ende nur eine große Enttäuschung übrig.

Juneo TK901

Der Juneo TK901 mit Geofence ist ein äußerst unscheinbares, kleines, schwarzes Kästchen. Auf dem Gehäuse befindet sich nur eine Klappe zum Einsetzen der SIM-Karte, ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus sowie eine winzige Öse zur Befestigung eines – leider nicht mitgelieferten – Haltebändchens. Das war’s. Nicht einmal ein Herstellerlogo ziert das Gerät. Immerhin verfügt der Tracker über einen eingebauten Magneten und so kann man ihn an Metall heften.

Theoretisch sollten wir den Tracker dann per App oder per SMS aktivieren können. Für die zweite Möglichkeit fanden wir sogar eine Anleitung in einer Amazon-Rezension. Doch keine der beiden Varianten funktionierte, da die LEDs (rot für Akku, gelb und blau für SIM bzw. Empfang sowie ein LED für GPS) einfach nicht anfingen zu blinken, was eigentlich der Beginn zum Start des nicht wasserdichten Geräts wäre. Das heißt: Schon ganz am Anfang kamen wir nicht mehr weiter.

Auch auf SMS reagierte der Tracker null. Zu allem Übel hat der Juneo TK901 seine Status-LEDs auch noch innerhalb des Gehäuses. Wir konnten sie nur sehen, wenn wir die Klappe für die SIM-Karte offen ließen. Wieder mal ein echter Tracker-Reinfall! Ramsch – und dafür nicht mal billig.

TKStar TK903

Der TKStar TK903 gleicht dem Juneo TK901 fast bis aufs Haar: Er kommt, in der exakt gleichen blauen Schachtel verpackt, zum Kunden und benutzt dieselbe App. Der Tracker selbst sieht allerdings etwas anders aus: Mit dem eingelassenen Kreuz und dem Markennamen des Herstellers ist das Gerät zwar immer noch keine Schönheit, hat aber zumindest einen etwas höheren Wiedererkennungswert. Dafür ist der Tracker aber auch ein ganzes Stück größer. Ansonsten lief die (Nicht-)Inbetriebnahme exakt genauso ab wie beim Juneo TK901. Sogar die Status-LEDs befanden sich ebenfalls sinnigerweise innerhalb des Gehäuses. Wir können nur sagen: nicht kaufen!

Weenect Kids

Erstmal große Freude: Alle Lichter des handtellergroßen Weenect Kids (das Modell ist nicht wasserdicht, kommt aber mit einer wasserdichten Schutzhülle) brannten und zeigten uns damit an, dass er funktionierte. Dann wieder einmal: Der Tracker wurde nicht geortet bzw. als offline angezeigt. Am Vertrag konnte es jedenfalls nicht liegen. Denn wir hatten noch rund zwei Wochen Laufzeit übrig, was wir auch in der Web-Oberfläche nachlesen konnten.

Die App stürzte uns kurz darauf ebenfalls in die Verzweiflung: Sie gab immer wieder Fehlermeldungen ohne weitere Erklärung ab, was unfassbar nervte und uns außerdem komplett im Dunklen tappen ließ. Die Website war nicht viel besser. Was sollen wir sagen: Wir kamen auch hier gar nicht erst zum Testen.

Fairerweise sollten wir jedoch erwähnen, dass das Gerät im Test der Zeitschrift CHIP wohl zum Laufen gebracht wurde und so weit besser wegkam. Auch das Online-Magazin Eltern lobte den Tracker. Wir nicht! Falls Sie an äußerst kniffliger und zeitintensiver technischer Problemlösung Spaß haben sollten, dürften Sie an diesem Gerät mit Alarm-Knopf und Geofence Freude haben. Für alle anderen gilt: Finger weg!

Vodafone V-Bag

Als eigentlicher Tracker im regen- und spitzwassergeschützten Vodafone V-Bag werkelt ein Alcatel Movetrack. Das Gerät, das von bis zu zehn Personen gleichzeitig benutzt werden kann, bekommt man grundsätzlich auch einzeln, doch mit der robusten, hellblauen Gummischlaufe, etwa zum Anbringen an den Schulranzen, ist es nicht nur besser geschützt, sondern auch günstiger. Der Haken: Um es zu betreiben, muss man auf eine sogenannte V-SIM von Vodafone zurückgreifen.

Doch auch das nützt nicht viel. Denn der Tracker findet weder GPS noch eine Telefonverbindung, was womöglich daran liegt, dass die Vodafone-Karte schon wieder deaktiviert wurde. Auch mit einer SIM-Karte der Telekom änderte sich nichts. Die LEDs blieben einfach aus – außer der für die Batterie natürlich. Zwischenzeitlich waren sie einmal kurz rot, bevor sie wieder ausgingen. Doch auch dieser kleine Lichtblick ließ sich nicht mehr reproduzieren. Das traurige Ergebnis: Drei Tester scheiterten daran, das Gerät überhaupt in Gang zu setzen. Ein No-Go!

Incutex TK116

Der Incutex TK116 macht einiges anders als die restlichen Modelle im Testfeld. Zunächst einmal ist er groß – sehr groß – und mit 130 Gramm ein Schwergewicht. Form und Maße erinnern an ein altes Klapphandy. Doch warum? Immerhin hat der Tracker weder ein Display noch einen besonders hohen Funktionsumfang. Der eigentliche Grund für seine Größe ist sein enormer Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden die Akkus einiger Konkurrenten mal eben um den Faktor 10 übertrifft. Damit soll das Gerät rund einen Monat im Standby schlummern können, ohne aufgeladen werden zu müssen. Das klingt toll, ist aber nicht unbedingt notwendig, wenn man nur sein Kind im Auge behalten möchte – und tatsächlich sieht der Hersteller das Tracken von Kindern nur als ein Nebeneinsatzgebiet. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wiederfinden von Fahrzeugen.

Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass man für den Betrieb des TK116 keine App braucht. Kommuniziert wird über Anrufe und SMS. Möchte man den Standort in Erfahrung bringen, schickt einem das Gerät auf Anfrage eine SMS mit den Koordinaten und einem Link zu Google Maps. Außerdem kann man sich bei Veränderungen, wie Beschleunigung oder Geschwindigkeit, informieren lassen.

In der Praxis klappte das alles recht gut. Allerdings merkten wir dem Incutex TK116 seinen Fokus doch stark an. Für Kinderhände ist das Gerät jedenfalls viel zu groß und das Design zu langweilig. Außerdem bietet es keine spannenden Zusatzfunktionen. Wer nicht seine Kinder, sondern sein Auto wiederfinden möchte, darf hier aber gerne einen Blick riskieren.

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