Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Aufmacher
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Die beste Smartwatch

Wir haben 39 Smartwatches getestet. Die beste ist die Apple Watch Series 7 – zumindest für iPhone-Besitzer. Gegenüber dem schon sehr guten Vorgänger nutzt die Neue ihr Display jetzt noch effektiver aus. Zudem hat Apple die Robustheit des Displays erhöht. Die Uhr verfügt über eine EKG-Funktion und misst den Sauerstoffgehalt im Blut. Sie ist zudem mit GPS- und Pulssensor, Barometer und 32 Gigabyte Speicher sehr umfangreich ausgestattet, arbeitet flott und ist einfach zu bedienen. Sinnvoll nutzbar ist sie aber nur mit einem iPhone. Wer ein Android-Smartphone besitzt, für den ist die Samsung Galaxy Watch 4 unsere Empfehlung.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 24. Juni 2022

Mit der Huawei Watch GT 3 Pro haben wir eine neue Uhr im Test. Unter anderem wegen ihrer langen Akkulaufzeit und der umfangreichen Ausstattung verdient sich die smarte Uhr eine Empfehlung. Die Huawei Watch GT Runner ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

25. Februar 2022

Wir haben zwei neue Smartwatches getestet. Die Huawei Watch GT Runner ist eine neue Empfehlung. Die Garmin Fenix 7S kann ebenfalls überzeugen, richtet sich aufgrund ihrer riesigen Funktionsvielfalt und des sehr hohen Preises aber nur an eine kleine Klientel.

10. Dezember 2021

Wir haben drei neue Smartwatches getestet. Die Apple Watch Series 7 erobert von der Apple Watch Series 6 die Favoritenposition. Auch die neue Samsung Galaxy Watch 4 verdrängt ihre Vorgängerin aus den Empfehlungen. Für die Huawei Watch GT 3 hat es nicht für eine Empfehlung gereicht.

16. Juli 2021

Mit der Huawei Watch 3 haben wir eine neue Smartwatch getestet, die sich wacker schlägt. Für eine Empfehlung reicht es aber nicht ganz.

7. Mai 2021

Mit der OnePlus Watch haben wir eine neue Smartwatch getestet. Für eine Empfehlung hat es nicht gereicht.

26. Februar 2021

Mit der Garmin Fenix 6 Pro haben wir eine neue Empfehlung für alle, die sehr intensiv Sport treiben und im Outdoor-Bereich neben zahlreichen Fitness-Werten auch Navi-Features und hohe GPS-Genauigkeit benötigen. Sie ersetzt Huawei Watch GT 2, die wir jetzt unter „Außerdem getestet“ listen.

11. Dezember 2020

Mit der Samsung Galaxy Watch 3 und der Oppo Watch haben wir zwei zusätzliche Smartwatches getestet. Die Samsung-Uhr ist für uns aktuell die beste Smartwatch für Android-Nutzer. Sie ersetzt damit als Empfehlung ihren Vorgänger. Auch die Oppo kann weitgehend überzeugen, ist uns für eine Kaufempfehlung jedoch zu teuer.

22. Oktober 2020

Mit der Fitbit Sense und der Moto360 haben wir zwei neue Smartwatches getestet. Beide schlagen sich sehr wacker, für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es aber nicht ganz.

9. Oktober 2020

Wir haben die neue Apple Watch Series 6 und die Apple Watch SE getestet. Die Series 6 erobert den Platz an der Sonne. Mit etwas weniger Ausstattung, aber dafür deutlich preiswerter, ist auch die SE ein interessantes Modell und eine günstige Alternative.

28. August 2020

Wir haben drei neue Smartwatches getestet. Die Amazfit T-Rex ist eine zusätzliche Empfehlung. Wer ein Solarmodell mit vielfältigen Sport- und Outdoor-Optionen sucht, sollte sich die Garmin Instinct Solar einmal näher anschauen.

15. Mai 2020

Mit der Garmin Quatix 6 haben wir eine neue Alleskönner-Smartwatch im preislichen Luxus-Segment getestet, die nur so vor Funktionen strotzt. Für Wassersportler, Golfer, Schwimmer oder Jogger ist die Quatix 6 ein professioneller Begleiter, der Informationen in Hülle und Fülle liefert. Für eine Empfehlung reicht es aber nicht.

6. März 2020

Wir haben fünf neue Smartwatches getestet. Mit der Huawei Watch GT 2 und der Amazfit GTR sind zwei Empfehlungen dabei.

18. Oktober 2019

Wir haben die neue Apple Watch Series 5 getestet. Sie ist für uns aktuell die beste und vielseitigste Smartwatch, die man kaufen kann. Den Vorgänger, die Apple Watch Series 4, bietet Apple im Gegensatz zur Series 3 ab sofort nicht mehr an. Wir haben sie deshalb aus dem Testbericht entfernt.

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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Bei ihrer Markteinführung vor wenigen Jahren galt die Smartwatch als das ultimative Technik-Gadget, das man einfach haben muss. Inzwischen ist der Hype merklich abgeflaut, so gefragt wie ursprünglich erwartet sind die cleveren Uhren nicht. Und das, obwohl das Einsatzspektrum von Smartwatches sehr breit ist: Mit den Mini-Computern am Handgelenk kann man telefonieren, Nachrichten lesen, Musik hören, sich den Weg zeigen lassen, die Herzfrequenz überwachen und die eigene Fitness messen.

Wir haben 39 aktuelle Smartwatches zum Preis zwischen 50 und 550 Euro getestet. Dabei handelt es sich ausschließlich um Smartwatches, die ein iPhone und/oder ein Android-Smartphone erfordern, um in Betrieb genommen bzw. mit vollem Funktionsumfang genutzt werden zu können.

Eines schon vorweg: Kein Mensch braucht unbedingt eine Smartwatch. Für manche kann sie aber eine sinnvolle Ergänzung sein, etwa, wenn man nicht ständig aufs Handy gucken will. Eine Smartwatch ist und bleibt ein Luxusartikel für Technikbegeisterte.

Den größten Mehrwert bringen Smartwatches als Fitness-Tracker. Aber wer sich nur dafür interessiert, muss nicht hunderte Euro ausgeben. Fitness-Armbänder leisten dasselbe und kosten viel weniger, empfehlenswerte Modelle gibt es schon ab 30 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Die Beste fürs iPhone

Apple Watch Series 7

Test Smartwatch: Apple Watch Series 7
Das Display der neuen Smartwatch von Apple ist jetzt noch ein bisschen besser. Ausstattung und Bedienkomfort bleiben top!

Apple nutzt das Display der Apple Watch Serie 7 jetzt noch effektiver als bei früheren Modellen, außerdem ist der Bildschirm robuster geworden. Mit EKG sowie der Messung des Blutsauerstoffgehalts ist die Ausstattung weiterhin exzellent, und auch bei der Verarbeitung und dem Bedienkomfort spielt die Apple-Uhr in der Champions League. Zudem ist das App- und Fitness-Angebot riesig.

Die Beste für Android

Samsung Galaxy Watch 4

Test Smartwatch Kopie: Samsung  Galaxy Watch 4
Wer lieber eine Android-Smartwatch möchte, ist mit diesem Modell gut beraten. Es bietet unter anderem eine Körper- und Schnarchanalyse.

Die Samsung Galaxy Watch 4 misst nicht nur den Blutdruck sowie den Blutsauerstoffgehalt und schreibt ein EKG, sondern hat neue Features zur Körper- und Schnarchanalyse an Bord. Sie eignet sich nur noch für Android-Nutzer und punktet weiterhin durch ein sehr gutes Display und hohen Bedienkomfort. Die üppige Ausstattung wird durch zahlreiche Sport- und Fitnessfunktionen abgerundet.

Der Dauerläufer

Amazfit GTR

Test Smartwatch: Amazfit GTR
Diese Smartwatch hat zahlreiche nützliche Sensoren und hält mit einer Akkuladung bis zu 25 Tage durch. Unterm Strich ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als echter Dauerläufer muss die Amazfit GTR erst nach mehr als drei Wochen auf die Ladestation. Sie punktet zudem durch ihre gute Verarbeitung und den hohen Tragekomfort, auch die Ausstattung kann sich für rund 150 Euro unter anderem mit 6-Achsen-Beschleunigungssensor, geomagnetischem 3-Achsen-Sensor, Luftdrucksensor, Kapazitätensensor und Umgebungslichtsensor sehen lassen.

Wenn Geld egal ist

Garmin Fenix 6 Pro

Test  Smartwatch: Garmin Fenix 6 Pro
Dieses Modell bietet exakt den Funktionsumfang, den Sportler und Outdoor-Abenteurer brauchen – und obendrein eine lange Akkulaufzeit.

Ob als Navi am Handgelenk, detailliertes Fitness-Analysegerät oder Golfplatz-Archiv: Mit der Ausstattungsliste der Garmin Fenix 6 Pro könnte man etliche Seiten füllen. Sportler und Wanderer erhalten mit der Smartwatch einen robusten Alleskönner mit langer Akkulaufzeit, der so viele Spezial-Features beherrscht wie keine andere Smartwatch.

Für Outdoor-Freaks

Amazfit T-Rex

Test  Smartwatch: Amazfit T-Rex
Die Amazfit-Smartwatch fühlt sich im rauen Gelände pudelwohl. Ihr machen Hitze, Kälte und Nässe nichts aus, der Akku hält lange durch und die GPS-Genauigkeit ist hervorragend.

Hitze, Kälte, Feuchtigkeit – der Amazfit T-Rex ist das alles egal. Die robuste Smartwatch ist für Outdoor-Sportler konzipiert und punktet durch ein zuverlässiges GPS-Signal und exakte Messwerte für Herzfrequenz, Schritte und zurückgelegte Strecken. 14 Sportarten sind integriert. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die lange Akkulaufzeit von knapp drei Wochen.

Für Gesundheitsbewusste

Huawei Watch GT 3 Pro

Test Smartwatch: Huawei Watch GT 3 Pro
Die Huawei Watch GT 3 Pro kann sogar Arterienverhärtungen erkennen, hat eine lange Akkulaufzeit und viele Sport- und Gesundheits-Features.

Wer seine Gesundheit stets im Blick haben will, sogar mögliche Arterienverhärtungen erkennen und ein EKG schreiben möchte (folgt nach Software-Update), der macht mit der Huawei Watch GT 3 Pro vieles richtig. Die schicke Uhr paart hohen Bedienkomfort mit umfangreicher Ausstattung, hat neue Features für Golfer und Taucher an Bord und glänzt durch eine lange Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen.

Vergleichstabelle

Die Beste fürs iPhoneApple Watch Series 7
Die Beste für AndroidSamsung Galaxy Watch 4
Der DauerläuferAmazfit GTR
Wenn Geld egal istGarmin Fenix 6 Pro
Für Outdoor-FreaksAmazfit T-Rex
Für GesundheitsbewussteHuawei Watch GT 3 Pro
Apple Watch Series 6
Huawei Watch GT Runner
Samsung Galaxy Watch 3
Garmin Fenix 7S
Huawei Watch 3
Huawei Watch GT 2
Oppo Watch
Apple Watch SE
Apple Watch Series 5
Garmin Quatix 6
Garmin Instinct Solar
Huawei Watch 2
Apple Watch Series 3
Huawei Watch GT 3
OnePlus Watch
Samsung Galaxy Watch
Fitbit Sense
Mobvoi TicWatch Pro 4G/LTE
Fossil The Carlyle HR 5. Generation
Skagen HR Falster 3
Samsung Gear S3 Frontier
Samsung Gear S3 Classic
Garmin Vivoactive 3 Music
Garmin Vivomove HR
Test Smartwatch: Apple Watch Series 7
  • Sehr gutes, jetzt noch größeres Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Flottes Arbeitstempo
  • Viele Fitness- und Gesundheits-Features
  • Teuer
  • Arbeitet nur mit iPhones zusammen
  • Kurze Akkulaufzeit
Test Smartwatch Kopie: Samsung  Galaxy Watch 4
  • Sehr gutes Display
  • Einfach zu bedienen
  • EKG, Körper- und Schnarchanalyse
  • Viele Fitnessfunktionen
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Recht kurze Akkulaufzeit
  • Arbeitet nur mit Android zusammen
  • Einige Features nur mit Samsung-Smartphone nutzbar
Test Smartwatch: Amazfit GTR
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Gutes Display
  • Hoher Bedienkomfort
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Apps können nicht installiert werden
  • GPS teils etwas ungenau
Test  Smartwatch: Garmin Fenix 6 Pro
  • Extrem viele Funktionen
  • Sehr viele Messwerte
  • Präzise Messung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Karten und Navigation
  • Sehr komplexe Bedienung
  • Keine Apps installierbar
  • Teuer
Test  Smartwatch: Amazfit T-Rex
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Robust für Outdoor-Aktivitäten
  • Gutes Display
  • Hoher Bedienkomfort
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Apps können nicht installiert werden
Test Smartwatch: Huawei Watch GT 3 Pro
  • Hochwertig verarbeitet
  • Gutes Display
  • Hoher Bedienkomfort
  • Viele Gesundheits- und Fitness-Features
  • Keine eSIM-Variante verfügbar
  • Geringes App-Angebot
Test  Smartwatch: Apple Watch Series 6
  • Sehr gutes Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Flottes Arbeitstempo
  • Viele Fitness- und Gesundheits-Features
  • EKG- und Blutsauerstoff­messung
  • Teuer
  • Arbeitet nur mit iPhones zusammen
  • Kurze Akkulaufzeit
Test Smartwatch: Huawei Watch GT Runner
  • Gutes Display
  • Hochwertig verarbeitet
  • Hoher Bedienkomfort
  • Viele Lauf-Funktionen
  • Gute Akkulaufzeit
  • Recht teuer
  • Sehr geringes App-Angebot
Test  Smartwatch: Samsung Galaxy Watch 3
  • Sehr gutes Display
  • Einfach zu bedienen
  • Viele Fitnessfunktionen, EKG
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Recht kurze Akkulaufzeit
Test Smartwatch: Garmin Fenix 7S
  • Extrem viele Funktionen
  • Sehr viele Messwerte
  • Hochwertig verarbeitet
  • Präzise Messung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Karten und Navigation
  • Sehr teuer
  • Sehr komplexe Bedienung
  • Keine Apps installierbar
  • Display schlechter als von OLED-Displays
Test  Smartwatch: Huawei Watch 3
  • Hochwertig verarbeitet
  • Gutes Display
  • Hoher Bedienkomfort
  • Sprachsteuerung
  • LTE-Modul
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Keine EKG-Funktion
  • Messaging ausbaufähig
Test Smartwatch: Huawei Watch GT 2
  • Lange Akkulaufzeit
  • Gute Ausstattung
  • Einfache Bedienung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Apps können nicht installiert werden
Test  Smartwatch: Oppo Watch
  • Gutes Display
  • Hochwertig verarbeitet
  • LTE
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Kurze Akkulaufzeit
  • eSIM nur von Vodafone nutzbar
  • Teuer
Test  Smartwatch: Apple Watch SE
  • Sehr gutes Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Flottes Arbeitstempo
  • Viele Fitness- und Gesundheits-Features
  • Preiswerter als Series 6
  • Keine EKG- und Blutsauerstoffmessung
  • Kein Always-On-Display
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Arbeitet nur mit iPhones zusammen
Smartwatch Test: 71xlriexnal. Sl1500
  • Sehr gutes Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Flottes Arbeitstempo
  • Viele Fitness- und Gesundheits-Features
  • Arbeitet nur mit iPhones zusammen
  • Kurze Akkulaufzeit
Test  Smartwatch: Garmin Quatix 6
  • Extrem großer Funktionsumfang
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr viele Spezialfunktionen u. a. für Wassersportler, Golfer, Schwimmer und Läufer
  • Sehr teuer
  • Komplexe Bedienung aufgrund der vielfältigen Funktionen
Test  Smartwatch: Garmin Instinct Solar
  • Extrem großer Funktionsumfang
  • Lange Akkulaufzeit
  • Solar
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr viele Spezialfeatures für Sportler
  • Teuer
  • Komplexe Bedienung aufgrund der vielfältigen Funktionen
Test Smartwatch: Huawei Watch 2
  • Gutes Display
  • Flottes Arbeitstempo
  • Einfache Bedienung
  • Schlechte Ablesbarkeit im direkten Sonnenlicht
Test Smartwatch: Apple  Watch Series 3
  • Sehr gutes Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Flottes Arbeitstempo
  • Viele Fitness- und Gesundheits-Features
  • Keine dauerhafte Anzeige der Uhrzeit
  • Arbeitet nur mit iPhones zusammen
Test Smartwatch Kopie: Huawei Watch GT 3
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Recht lange Akkulaufzeit
  • Viele Sport-Features
  • Einfache Bedienung
  • Nur wenige Apps zum nachträglichen Installieren
  • Smartwatch hängte sich regelmäßig auf
  • Verlust von Fitnessdaten und Uhrzeit
Test  Smartwatch: OnePlus Watch
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Gutes Display
  • Einfach zu bedienen
  • Fairer Preis
  • Apps können nicht installiert werden
  • Eingeschränkter Funktionsumfang
  • Teilweise Ungenauigkeit bei ermittelten Werten
  • Bisher nur für Android geeignet
Smartwatch Test: 710jmhu26el. Sl1500
  • Sehr gutes Display, auch bei starker Sonne
  • Sehr guter Bedienkomfort
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Viele Fitness-Funktionen
  • Treppensteigen wird unzuverlässig erkannt
  • Sprachsteuerung noch nicht überzeugend
Test Smartwatch: Fitbit Sense
  • Sehr einfache Bedienung
  • Extrem viele Gesundheitsfunktionen
  • EKG und Blutsauerstoffgehaltsmessung
  • Always-on-Display
  • Flottes Arbeitstempo
  • Teuer
  • Keine Variante mit SIM-Karte
  • Testgerät hängte sich regelmäßig auf
Test Smartwatch: TicWatch Pro 4G/LTE
  • Zwei Displays
  • 4G/LTE-Option
  • Großes App-Angebot
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr klobig
  • Durchschnittliches Bedientempo
Smartwatch Test: 71va4q85gpl. Ac Ux466
  • Gutes Display
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Ordentliche App-Auswahl
  • Sehr kurze Akkulaufzeit
  • Display wird nicht voll genutzt
  • Arbeitstempo könnte etwas höher sein
Test Smartwatch: Skagen Falster 3
  • Gutes Display
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Ordentliche App-Auswahl
  • Display wird nicht voll genutzt
  • Arbeitstempo könnte etwas höher sein
Test Smartwatch: Samsung Gear S3 Frontiers
  • Sehr gutes Display, auch bei starker Sonne
  • Sehr guter Bedienkomfort
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Etwas schwache Freisprechfunktion
Test: Die beste Smartwatch – 81QUg XXLFL. SL1500 e1553248738826
  • Sehr gutes Display, auch bei starker Sonne
  • Sehr guter Bedienkomfort
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Etwas schwache Freisprechfunktion
Test  Smartwatch: Garmin Vivoactive 3 Music
  • Extrem viele Sport-Funktionen
  • Sehr leicht
  • Integriertes GPS
  • Wasserdicht bis 50 Meter Tiefe
  • Kleines App-Angebot
  • Richtet sich primär an Sportler
  • Display könnte etwas heller sein
Test  Smartwatch: Garmin Vivomove HR
  • Großer Funktionsumfang
  • Wasserdicht
  • Musiksteuerung
  • Gute App
  • Kleines App-Angebot
  • Kristallglas sehr anfällig für Fingerabdrücke
  • Messergebnisse nicht immer präzise
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Was kann eine Smartwatch?

Keine Frage, Smartphones sind aus unserem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Ihre Vorteile liegen als mobile Alleskönner auf der Hand. Und das Wichtigste: Sie arbeiten und funktionieren vollkommen autark. Smartwatches hingegen sind vom Massenmarkt noch weit entfernt. Aus der Nische für Technik-Freaks sind sie bisher nicht herausgekommen.

Die smarten Uhren eignen sich primär für alle, die permanent darüber informiert werden möchten, was auf ihrem Handy los ist, wer schreibt oder anruft oder welche Termine anstehen. Sie dienen außerdem quasi als verlängerter Arm und ermöglichen es, bestimmte Apps direkt über die Uhr zu starten, sich beispielsweise über das Wetter zu informieren, Börsenkurse abzurufen oder Musik abzuspielen, die bei ausreichend großem Uhrenspeicher auch auf der Uhr selbst gespeichert werden kann.

Smartwatch Test: Testsieger ist die Apple Watch Series 3.
Die Testkandidaten sind oft auch als Fitnesstracker geeignet.

Smartwatches übernehmen darüber hinaus häufig Funktionen von Fitnesstrackern. Sie zeichnen beim Radfahren oder Joggen zurückgelegte Strecken auf, zeigen verbrauchte Kalorien, die maximale Geschwindigkeit sowie den Herzschlag an und fungieren zudem als Navi. Da inzwischen so gut wie alle Smartwatches einen eigenen GPS-Sensor an Bord haben, kann man zumindest beim Sporttreiben das Smartphone zu Hause lassen, und die Fitnessdaten trotzdem tracken.

Ansonsten unterscheidet man Smartwatches mit und ohne SIM-Karte. Erstere ermöglichen es, autonom am Handgelenk als echter Smartphone-Ersatz eingesetzt zu werden. Telefonieren und Internet-Funktionalitäten sind ohne Smartphone oder WLAN in der Nähe möglich, allerdings braucht man dafür, je nach Anbieter, entweder einen separaten Mobilfunkvertrag oder eine Multi-SIM-Option, die meist ebenfalls eine monatliche Gebühr kostet.

Telefonieren und Internet ohne Smartphone möglich

Ohne SIM-Karte muss eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone aufgebaut werden, um den maximalen Bedienkomfort und Funktionsumfang nutzen zu können. Von einigen unserer getesteten Smartwatches bieten die Hersteller spezielle und teurere Varianten zum eigenständigen Surfen und Telefonieren an.

Konkurrierende Betriebssysteme

Bei Smartwatches ist es wie mit Smartphones, Tablets und Desktop-PCs: Die Hersteller setzen auf unterschiedliche Betriebssysteme. Apple stattet seine Uhren mittlerweile mit watchOS 8 aus und schottet sich damit wie üblich komplett ab. Ein Zusammenspiel mit Android oder Windows-Smartphones ist nicht möglich.

Bei Samsung kommt Tizen bzw. Wear OS powered by Samsung zum Einsatz, das mit dem iPhone zumindest mit Einschränkungen oder neuerdings auch gar nicht mehr kompatibel ist.

Smartwatch Test: 20200306 Scaled
Die Akkulaufzeit hängt maßgeblich davon ab, ob man die Zifferblätter permanent anzeigen lässt.

Wear OS ist aktuell am verbreitetsten, hierauf vertrauen unter anderem Huawei, Fossil, Casio oder Tag Heuer. iPhones sind hier ebenfalls nur mit Einschränkungen willkommen. Das aktuelle Wear OS hat den Google Play Store auf die Smartwatch geholt, sodass man direkt von hier aus Apps installieren kann. Ebenfalls zum Portfolio gehört der Sprachdienst Google Assistant.

Vierter im Bunde ist Fitbit OS, das Betriebssystem des Herstellers Fitbit. Die gute Nachricht: Fitbit OS ist offen gegenüber Android-Smartphones, iPhones und neueren Windows Phones, richtet sich bisher aber primär an Fitness-Freaks.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7

Testsieger: Apple Watch Series 7

Die Apple Watch Series 7 ist zurzeit die ausgereifteste Smartwatch auf dem Markt. Man findet sich auf Anhieb zurecht, die Bedienbarkeit ist, wie immer bei Apple, vorbildlich, außerdem hat der Hersteller das Display in der aktuellen Generation optimiert. Einziger Haken: Sinnvoll nutzbar ist die Apple Watch nur zusammen mit einem iPhone.

Die Beste fürs iPhone
Apple Watch Series 7
Test Smartwatch: Apple Watch Series 7
Das Display der neuen Smartwatch von Apple ist jetzt noch ein bisschen besser. Ausstattung und Bedienkomfort bleiben top!

Zwar kann man die Series 7 mit Cellular-Option grundsätzlich auch weitgehend ohne Smartphone betreiben, zur Einrichtung ist aber zwingend ein iPhone erforderlich. Vor der Einrichtung sollte man die neueste iOS-Version auf seinem iPhone installieren.

Wer bereits eine Apple Watch Series 6 besitzt, sollte sich gut überlegen, ob er auf das neue Modell umsteigt: Die Unterschiede sind relativ gering. Welche das im Detail sind, erklären wir im folgenden Test.

Auch die neue Apple Watch Series 7 ist in diversen Versionen verfügbar. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, Edelstahl oder Titan. Eine Keramik-Variante ist nach wie vor nicht mehr erhältlich. Die Aluminium-Modelle gibt es in den Farben Mitternacht, Polarstern, Grün, Blau und Rot. Käufer der Edelstahl-Uhr dürfen zwischen Graphit, Silber und Gold wählen, die Titan-Watch ist in Space Schwarz und Titan zu haben.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Farben
Die Apple Watch Series 7 kommt in fünf neuen Aluminiumgehäusefarben: Mitternacht, Polarstern, Grün, einem neuen Blau und Rot.

Bei den Armbändern kann man aus einer riesigen Fülle wählen, unter anderem aus Leder, einem Sport- sowie einem geflochtenen Modell und einem hochwertigen Milanaise-Armband. Das geflochtene Solo Loop besteht aus 16.000 Fäden aus recyceltem Polyester­garn, während Apple das Solo Loop aus weichem und dehnbarem Silikon­gummi fertigen lässt. Die Apple Watch Series 7 ist kompatibel mit allen bisherigen Apple Watch Armbändern. Die Modelle in Edelstahl, die Apple Watch Edition, die Apple Watch SE und die Apple Watch Series 3 gibt es auch weiterhin in den bisherigen Farben.

Für die Apple Watch Nike und Apple Watch Hermès sind neue Armbänder und Zifferblätter verfügbar. Das neue Nike Sport Loop kommt in drei Farben und mit eingearbeitetem Nike Swoosh und Logotext. Es passt zum neuen Nike Bounce Zifferblatt, das beim Tippen auf das Display, Drehen der Digital Crown und Bewegen des Handgelenks dynamisch animiert wird.

Zusätzlich zu den leuchtenden neuen Farben in den Classic-, Attelage- und Jumping-Stilrichtungen gibt es bei der Apple Watch Hermès zwei neue Ausführungen: Circuit H, ein besonderes Gliederkettendesign, geprägt in Swift Leder mit einem passenden Zifferblatt. Und Gourmette Double Tour – eine Hommage an Hermès-Halsketten aus den 1930er-Jahren, mit nahtlos verwobenen Gliedern in Fauve Barénia Leder. Dieses Armband legt sich zweimal um das Handgelenk.

Genauso groß wie die Vielzahl der Gehäuse- und Armband-Optionen ist folglich auch die Preisspanne für die Smartwatch: Kostet das Einsteigermodell knapp 430 Euro, so muss man beispielsweise für das Apple Watch Hermès Edelstahlgehäuse Silber mit Single Tour und Faltschließe knapp 1.580 Euro berappen.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Duo
Armbänder gibt es für die Apple Watch 7 in Hülle und Fülle.

Im sogenannten Apple Watch Studio kann man direkt beim Kauf Gehäuse und Armband auswählen und bekommt die Smartwatch damit exakt auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt geliefert. Niemand muss sich also erst mit einem Standard-Armband zufrieden geben und das Wunscharmband separat erwerben.

Die aktuelle Apple-Uhr hat bei den Gehäuse-Größen minimal zugelegt. Gibt es die Watch 6 in 40 und 44 Millimeter, so verkauft Apple die neue Serie in 41 und 45 Millimeter. Die Angabe bezieht sich übrigens immer auf die Höhe der Smartwatch. Die Gehäusetiefe liegt bei beiden Varianten bei 10,7 Millimeter, das ist nahezu das Abmaß des Vorgängers (10,4 Millimeter). Das Gewicht beträgt je nach Ausstattung zwischen 32 und 51,5 Gramm.

Die preisliche Differenz zwischen der 41- und der 45-mm-Version liegt wie gehabt bei rund 30 Euro. Vier Millimeter hören sich zunächst wenig an, im direkten Vergleich spürt man jedoch das bessere Platzangebot bei der größeren Variante. Hier kann es nicht schaden, beide Modelle einmal am Handgelenk Probe zu tragen.

Das OLED-Retina-Display löst sehr fein auf: Kleinste Details sind optimal zu erkennen, Schriften und Ziffern sind super scharf, Schwarz erscheint extrem dunkel, die Blickwinkelstabilität ist hervorragend. Zudem ist die Darstellung mit bis zu 1.000 Nits angenehm hell. Die 45-mm-Variante löst mit 396 x 484 Pixel, die 41-Millimeter-Version mit 352 x 430 Pixel auf.

Der Bildschirm reagiert äußerst präzise auf Touch- und Wischbewegungen, auch in heller Umgebung ist die Ablesbarkeit exzellent.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Maps
Dank Google Maps eignet sich die Uhr auch als Mini-Navi.

Auch bei der Apple Watch Series 7 ist ein Always-On-Retina-Display verbaut, wodurch Uhrzeit und diverse andere Informationen wie Fitnesswerte oder Temperatur immer sichtbar bleiben, ohne dass man den Arm heben und das Handgelenk drehen muss. Das Display verringert die Helligkeit, wenn das Handgelenk unten ist, und kehrt zur vollen Helligkeit zurück, wenn man die Hand hebt oder das Display antippt. Bei nicht gehobenem Handgelenk ist das Always-On Retina-Display in geschlossenen Räumen jetzt um bis zu 70 Prozent heller als die Apple Watch Series 6. Maximal liefert das Apple-Display 1.000 Nits.

Mehr Funktionen sind aktuell nicht möglich

Ausstattungstechnisch ist die Apple Watch Series 7 weiterhin das Nonplusultra. Sie ist bis 50 Meter wasserdicht und kann Apple zufolge nicht nur beim Schwimmen im Pool oder See, sondern sogar im Meer getragen werden.

An Bord befinden sich GPS und Kompass, Höhenmesser, Blutsauerstoff-Sensor, elektrischer und optischer Herzsensor, Notruf-SOS-Funktion, Gyrosensor, Umgebungslichtsensor, Lautsprecher, Mikrofon, WLAN, Bluetooth 5.0, Apple Pay sowie ein Beschleunigungs­sensor mit bis zu 32 G. Der Speicher beträgt 32 Gigabyte. Für ein flottes Arbeitstempo sorgt jetzt der S7 SiP mit 64‑Bit Dual‑Core Prozessor.

Geblieben ist die Familienkonfiguration. Familienmitglieder, die eine LTE-Version der Apple Watch besitzen, können diese ohne iPhone verwenden. So genügt ein Apple-Telefon in der Familie, um beispielsweise auch die Smartwatches der Kinder einzurichten. Eltern können ihrem Nachwuchs unter anderem Telefonate zu ausgewählten Kontakten erlauben, diesen über Nachrichten und Anrufe auf dem Laufenden halten oder bei Bedarf auch dessen Standort überwachen. Funktionen wie Benachrichtigungen über unregelmäßigen Herzrhythmus oder die Nutzung von EKG-Messung, Zyklusverfolgung, Schlafanalyse, Blutsauerstoff-Erfassung, Podcasts und Fernbedienung sind allerdings nur im Zusammenspiel mit einem iPhone möglich.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Displays
Das Display der Apple Watch Series 7 (rechts) ist fast 20 Prozent größer als das der Apple Watch Series 6 (Mitte) und mehr als 50 Prozent größer als das der Apple Watch Series 3.

Hand hat Apple in erster Linie am Display der Apple Watch angelegt. Der Displaybereich ist größer, der Rand dünner geworden. So hat die Anzeigefläche knapp 20 Prozent gewonnen, die Ränder sind um 40 Prozent auf 1,7 Millimeter geschrumpft. Außerdem hat Apple die Ecken des Gehäuses stärker abgerundet. Zifferblätter und Apps lassen sich nun größer als vorher darstellen.

Apple selbst spricht von der robustesten Apple Watch aller Zeiten. Denn das Frontglas der Apple Watch Series 7 ist stärker und stabiler und mehr als 50 Prozent dicker als das der Apple Watch Series 6. Es soll dadurch noch besser vor Brüchen geschützt sein. Die Apple Watch Series 7 ist außerdem staubgeschützt nach IP6X, wodurch sie auch in sandigen Umgebungen noch widerstandsfähiger ist.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Gehäuse
Durch das dickere Frontglas ist die Apple Watch 7 robuster geworden.

Die Benutzeroberfläche wurde optimiert und nutzt die Form und die Größe des neuen Displays voll aus. Die Apple Watch Series 7 kommt mit zwei zusätzlichen größeren Schriftarten und einer neuen QWERTZ Tastatur, die sich per Tippen oder durch Streichen mit einem Finger über QuickPath bedienen lässt. Außerdem kann sie dank integriertem maschinellen Lernen Wörter je nach Kontext vorschlagen.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Tastatur
Um die QWERTZ-Tastatur zu nutzen, muss man die Sprache bisher auf Englisch umstellen.

Aber Achtung, Käufer in Deutschland werden die QWERTZ-Tastatur momentan noch nicht automatisch auf ihrer Uhr finden. Denn bislang funktioniert die Tastatur nur mit englischer Sprache. Dazu muss man auf dem iPhone in der Apple Watch die Region in »Vereinigte Staaten« und die Sprache auf »Englisch« ändern. Eine deutsche QWERTZ-Tastatur wird über kurz oder lang folgen.

Zum Beantworten von Nachrichten oder E-Mails stehen neben der QWERTZ-Tastatur weiterhin verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: Am einfachsten ist es, Nachrichten über Siri zu diktieren. Das klappt, wie gewohnt, gut, sofern man nicht allzu ungewöhnliche Wörter verwendet und die Umgebung nicht zu laut ist.

Nutzer können auf der neuen Apple Watch erstmals die Verwendung von Kritzeln, Diktat und Emoji in derselben Nachricht kombinieren. Bei diktierten Nachrichten hat man die Möglichkeit, den dargestellten Text zu bearbeiten. Um einer Nachricht noch mehr Ausdruck zu verleihen, kann man nach der Eingabe eines Wortes bzw. eines Satzes aus Hunderten von aktuellen GIFs auswählen.

Jetzt mit watchOS 8

Als Betriebssystem kommt auf der Apple Watch 7 erstmals watchOS 8 zum Einsatz. Zwei Zifferblätter wurden hier speziell für das größere Display optimiert. Das Zifferblatt »Contour« füllt das ganze Display aus, zeigt den Tag über verschiedene Animationen und hebt die aktuelle Stunde hervor. Das ebenfalls neue »Modular Duo«-Zifferblatt nutzt den zusätzlichen Displaybereich mit zwei datenreichen Komplikationen in der Mitte.

Die beiden zusätzlichen größeren Schriftarten und damit verbunden die größeren Menütitel und Tasten in Apps wie Stoppuhr, Aktivität und Wecker erhöhen den Bedienkomfort. Neu ist die Achtsamkeit-App. Die Funktion zur Berechnung der Schlafatmung und die neuen Tai Chi- und Pilates-Trainings sollen dabei helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Fahrrad
Die aktuelle Apple Watch analysiert beim Radeln verschiedene Parameter.

Spezielle Features für Radfahrer

Die Apple Watch 7 bietet neue Features für alle, die gerne Rad fahren. Dazu nutzt sie verschiedene Algorithmen, um GPS-, Herzfrequenz-, Gyro- und Beschleunigungssensor-Daten zu analysieren. Sie erkennt, wann eine Radtour beginnt, und schlägt Nutzern vor, das »Rad outdoor«-Training zu starten. Wie bei allen automatischen Trainingserinnerungen sehen Radfahrer ihre Werte ab Trainingsbeginn. Radfahrtrainings haben zudem eine Funktion zum automatischen Pausieren und Fortsetzen, womit beispielsweise Wartezeiten an Ampeln berücksichtigt und die Bewegungswerte genauer werden.
Die Apple Watch kann den aktiven Kalorienverbrauch beim Fahren mit dem E-Bike dank eines verbesserten Algorithmus genauer messen, verspricht Apple. Dieser wertet GPS-Daten und Herzfrequenz aus und kann besser bestimmen, wann mit Unterstützung oder nur mit Muskelkraft getreten wird. Das neue Sprachfeedback über die integrierten Lautsprecher der Apple Watch oder mittels AirPods oder andere Bluetooth-Kopfhörer teilt außerdem automatisch Meilensteine beim Training und den Status der Aktivitätsringe mit, sodass sich Sportler besser auf ihr Training konzentrieren können.

Nach wie vor ist die Apple Watch dazu in der Lage, Stürze zu erkennen. Das Tool registriert, wenn sich die Person, die die Apple Watch trägt, nach einem harten Sturz etwa eine Minute nicht mehr bewegt, und kann vom Handgelenk aus einen Notruf absetzen. Die Algorithmen der Sturzerkennung wurden in watchOS 8 aktualisiert und für die Erkennung von Stürzen beim Training optimiert – unter anderem fürs Radfahren. Sie erkennen ab sofort die besonderen Bewegungen und Erschütterungen bei Stürzen mit dem Rad und bei anderen Trainings.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Fitness
Fitness+ überträgt die wichtigsten Trainingsdaten von der Apple Watch direkt auf iPhone, iPad und Apple TV.

Apple Fitness+

Mit Apple Fitness+ hat Apple einen speziellen Fitnessservice rund um die Apple Watch auf den Markt gebracht. Fitness+ integriert Workouts und Meditationen im Studiostil in iPhone, iPad und Apple TV. Die App ist auf Englisch mit Untertiteln in Deutsch verfügbar.

Die Anwendung überträgt die wichtigsten Trainingsdaten, die Anwender von der Apple Watch kennen, direkt auf andere Apple-Geräte. In wichtigen Momenten des Trainings werden persönliche Messwerte von der Apple Watch auf dem Screen animiert. Wenn beispielsweise der Trainer sagt, dass die Herzfrequenz gecheckt werden soll, werden die Herzfrequenzdaten hervorgehoben; während anstrengender Intervalle startet ein Countdown, um Nutzer zu motivieren bis zur letzten Sekunde durchzuhalten; und wenn man die Aktivitätsringe schließt, erscheint auf dem Trainingsscreen ein Feuerwerk.

Zur Verfügung stehen elf verschiedene Trainingsarten unterschiedlicher Dauer, darunter Hochintensives Intervalltraining (HIIT), Kraft, Yoga, Tanzen, Radfahren, Pilates, Laufband (zum Rennen und Gehen), Rudern und Achtsames Cooldown. Für alle, die sich gerne mit anderen messen, gibt es für ausgewählte Trainings eine optionale Vergleichsanzeige, die in Echtzeit darstellt, wie die Leistung des Anwenders im Vergleich zu anderen ist, die dasselbe Training bereits absolviert haben. Alle Workouts haben auch einen Fitness+ Trainer, der die Übungen vormacht. Zum Portfolio gehört auch Meditation.

Fitness+ ist als Abonnement für 9,99 Euro pro Monat oder für 79,99 Euro pro Jahr erhältlich. Beim Kauf einer Apple Watch Series 3 oder neuer sind drei Monate Apple Fitness+ enthalten, und bestehende Apple Watch-Nutzer bekommen einen Monat Fitness+ gratis.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Herz
Die Herzfrequenz hat die Apple-Uhr permanent unter Kontrolle.

Sauerstoffgehalt im Blut und EKG

Auch die neue Apple Watch Series 7 misst den Sauerstoffgehalt im Blut und ist dazu in der Lage, ein EKG zu schreiben. Je höher der Sauerstoffgehalt im Blut, desto höher sollte das Wohlbefinden sein. Die Sauerstoffsättigung gibt an, wie viel Prozent des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin mit Sauerstoff beladen sind.

Der Blut­sauerstoff-Sensor besteht aus vier LED-Clustern und vier Photo­­­dioden. Dieser ist im Kristall auf der Rück­seite der Uhr integriert und arbeitet zusammen mit der Blut­sauerstoff-App, um den Sauerstoff­gehalt im Blut zu messen. Grüne, rote und infrarote LEDs leuchten dazu in die Blutgefäße im Hand­gelenk, und Photodioden messen, wie viel Licht zurück­geworfen wird. Spezielle Algorithmen berechnen dann die Farbe des Blutes, und daraus lässt sich auf die vorhandene Sauerstoff­menge schließen.

In diversen Messungen ermittelten wir Werte zwischen 95 und 100 Prozent. Im Normalfall beträgt die Sauerstoffsättigung 93 bis 99 Prozent. Die Messung lässt sich entweder bei Bedarf oder regelmäßig im Hintergrund durchführen.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Ekg
Ein Finger auf die Krone, und schon schreibt die Smartwatch ein EKG.

Ein wirklich interessantes Gimmick der Apple Watch ist auch in der siebten Generation die Möglichkeit, nicht nur den Puls zu messen, sondern sogar ein Elektrokardiogramm zu erstellen. Die Uhr besitzt dazu vier Laserdioden, um bei Pulsmessungen die Genauigkeit zu erhöhen. Ist der Ruhepuls zu hoch oder zu niedrig (die Schwellenwerte lassen sich selbst festlegen), weist die Uhr ihren Träger darauf hin. Entsprechende Elektroden hat Apple in die Rückseite und in die Krone der Smartwatch integriert. Durch Berührung wird der Stromkreis geschlossen und das EKG kann realisiert werden. Das dauert gerade mal 30 Sekunden. Die EKG-App kann Apple zufolge erkennen, ob es Anzeichen für Vorhof­flimmern gibt, eine Art ernst zu nehmende Herz­rhythmus­störung, oder ob das Herz im normalen Sinus­rhythmus schlägt.

Die detaillierte Auswertung erfolgt in der Health-App. So will Apple medizinische Notfälle früh erkennen. Offizielle Tests haben offenbar ergeben, dass die Messungen erstaunlich präzise funktionieren. Nur deshalb hat Apple für Europa die EKG-Zulassung erhalten. Das komplette EKG lässt sich als PDF-Datei abspeichern und bei Bedarf direkt zum Arzt mailen.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Ekg
Die EKG-App hat den Sinusrhythmus ermittelt, das komplette Ergebnis gibt es als PDF.

Die Apple Watch Series 7 läuft mit watchOS 8 und einem 64‑Bit Dual-Core-Prozessor. Das Betriebssystem funktioniert auf der Uhr ungemein flüssig und stabil. Apps starten blitzschnell und ohne nennenswerte Wartezeit, auch die Rückkehr auf den Homescreen gelingt ohne Verzögerung. Performance-mäßig bereitet die Apple-Uhr damit keine Probleme. Bedient wird die Apple Watch einerseits durch Wischgesten, andererseits über die Buttons und die drehbare Krone.

Extrem üppig ist die Auswahl an Apps und an Zifferblättern, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Generell ist die Apple Watch Series 7 sehr auskunftsfreudig, Kurzbefehle steigern den Bedienkomfort. Prinzipiell kann man sich Textnachrichten, WhatsApp-Messages und E-Mails anzeigen lassen. Längere Texte auf der Uhr zu lesen ist aber trotz der etwas größeren Schrift eher was für Masochisten. Kurze Textnachrichten sind dagegen noch recht gut lesbar.

Smartwatch Test: Smartwatches Dezember2021 Apple Watch Series 7 Zifferblätter
Hier wird garantiert jeder fündig: Die Apple Watch Series 7 bietet eine riesige Fülle an Watchfaces.

Spielt man etwa über das iPhone Musik per Airplay auf Lautsprecher in der Wohnung ab, zeigt die Apple Watch automatisch den aktuellen Titel an. Das klappt sogar mit Sonos-Lautsprechern klaglos. Man kann Titel überspringen, die Musik stoppen und über die Krone sehr bequem und prompt die Lautstärke regeln, was im Alltag wirklich praktisch ist.

Auch als Navigationssystem kann man die Apple Watch benutzen. Eine neue Route startet man entweder über Siri direkt an der Apple Watch oder indem man eine Adresse in einem Kontakt oder einer Textnachricht auswählt. Man kann die Navigation aber auch über die Karten-App auf dem iPhone starten.

Sportbegeisterte kommen mit der aktuellen Apple Watch voll auf ihre Kosten. Bei diversen sportlichen Ertüchtigungen zeichnet sie allerhand Fitness-Werte und die zurückgelegte Strecke auf. Ringe, die sich je nach Bewegungsfortschritt schließen, motivieren dazu, noch eine kleine Trainingsrunde dranzuhängen.

Aus den Pulsdaten berechnet die schlaue Uhr zudem die maximale Sauerstoffaufnahme, den VO2max-Wert, der ein wichtiger Indikator für den Trainingsfortschritt darstellt. Neuerdings kann die Apple Watch den VO2max-Wert schon direkt zu Beginn des Trainings schätzen.

Der integrierte Höhenmesser macht es möglich, absolvierte Höhenmeter nachzuvollziehen. Alle Werte sind plausibel und werden ansprechend dargestellt.

Die Apple Watch zeichnet Pulsdaten auf und hat einen Höhenmesser

Damit die Joggingrunde versüßt wird, kann die Apple Watch Series 7 die Musikwiedergabe auf dem iPhone steuern oder Playlists auf der Watch speichern, sodass man auch ohne Smartphone Musik hören kann. 32 Gigabyte bieten ausreichend Platz. Mitglieder von Apple Music haben zudem Zugriff auf Apples komplette Streaming-Bibliothek, dazu ist natürlich eine Internetverbindung erforderlich.

Zu den Fitness-Features zählen unter anderem die automatische Erkennung diverser Aktivitäten. Während des Trainings kann man Werte wie die Herzfrequenz oder die Dauer der Einheit sofort ablesen. Eine umfangreiche Auswertung aller Werte erfolgt in der »Fitness«-App. Fußgänger, Jogger und Radler freuen sich über die Aufzeichnung ihrer Route dank integriertem GPS.

Was bringt die Cellular-Variante?

Mit dem iPhone gekoppelt ermöglicht die Apple Watch Telefonie in exzellenter Qualität, auch ohne die Cellular-Option. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass sich das iPhone in Bluetooth-Reichweite befindet. Gesprächspartner merken gar nicht, dass man mit seinem Handgelenk plaudert. Praktisch ist das etwa bei der Hausarbeit, aber auch im Auto kann man so erstaunlich gut telefonieren. In der Öffentlichkeit wird wohl niemand gerne über die Apple Watch Gespräche führen.

Für maximale Unabhängigkeit bietet Apple seine Smartwatch in der teureren Variante GPS + Cellular an. Das ist etwas verwirrend, denn auch die Version ohne SIM-Kartenerweiterung hat GPS an Bord und heißt daher Series 7 GPS.

Die Cellular-Variante kostet in allen Versionen rund 100 Euro mehr. Damit ist die Smartwatch auch ohne iPhone über LTE und UMTS mit dem Internet verbunden und auch Telefonate sind dann ganz ohne iPhone möglich. Die Einsatzszenarien dafür sind aber ziemlich begrenzt, schließlich hat man heutzutage sein Smartphone ohnehin in fast jeder Lebenslage griffbereit. Ob man unbedingt beim Joggen oder beim Schwimmen, wenn man das iPhone nicht parat hat, telefonisch erreichbar sein muss, muss jeder für sich entscheiden – zumal dafür zusätzliche Kosten entstehen.

Denn für die Nutzung der Cellular-Option der Apple Watch ist ein zusätzlicher Mobilfunk-Vertrag nötig, bei dem monatliche Kosten anfallen. In der Regel wird man eine Zusatzoption bei seinem Telefonanbieter hinzubuchen. Eine zweite SIM-Karte ist dafür nicht erforderlich, die Cellular-Variante setzt auf eine eSIM. Aber Vorsicht: Nur wenige Mobilfunkanbieter bieten solche eSIM für die Apple Watch an: In Deutschland sind das Deutsche Telekom, Vodafone und O2. In der Schweiz geht es mit Sunrise und Swisscom, in Österreich bieten A1 und Magenta entsprechende Tarife an.

Die meisten werden auf die Cellular-Option sehr gut verzichten können. Möchte man ein Edelstahl- oder Titan-Modell, kommt man aber nicht um die Option herum: Diese Modelle sind nur in der GPS + Cellular Variante erhältlich. Aber man muss die Funktion ja nicht nutzen.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der Apple Watch Series 7 bleibt bescheiden. Apple selbst nennt eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 18 Stunden. Erstaunlich, dass hier gegenüber dem Vorgängermodell immer noch keine Verbesserung erzielt werden konnte. Im Test kamen wir mit einer Akkuladung rund 24 Stunden weit – dabei waren die dauerhafte Herzfrequenzmessung und die Zeitanzeige aktiviert.

Laden klappt jetzt schneller

Generell sinkt die Akkulaufzeit, wenn GPS benötigt wird. Der schlimmste Akku-Killer ist allerdings die Telefonie. Zudem saugt die ständige Bluetooth-Verbindung zum Smartphone beträchtlich am Akku des iPhones. Wer ohne Apple Watch mit dem Akku des iPhones gerade so durch den Tag kommt, kann sich mit der Apple Watch darauf einrichten, dass das iPhone schon am Nachmittag an die Steckdose muss.

Aufs Gaspedal drückt Apple allerdings ab sofort beim Laden der Watch 7. So gelingt dies rund 30 Prozent schneller als bei der Apple Watch 6. Ein kompletter Ladevorgang ist somit nach rund einer Stunde abgeschlossen.

Apple Watch Series 7 im Testspiegel

Insgesamt fällt das Medienecho auf die Apple Watch Series 7 weitgehend positiv aus. Die Kollegen der Computer Bild kommen zu folgendem Fazit:

»Den ersten Platz der Smartwatch-Bestenliste teilt sich die Apple Watch 7 mit ihren Vorgängern Apple Watch 6 (2020) und Apple Watch 5 (2019). Alle drei punkten mit Besonderheiten wie dem EKG, einer guten Einbindung ins Apple-System inklusive Siri und Apple Pay sowie der guten Software, die mit watchOS 8 ins nächste Level gehoben wird. Argumente für den Umstieg von der sechsten auf die siebte Generation gibt es wenige: Dank robusterem Gehäuse hält die neue Uhr mehr aus, Tastatur und Maxi-Display geben der Series 7 wieder ein Stück mehr Freiheit auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom iPhone. Größer ist der Abstand zu älteren Uhren, denn jede Generation gewann Kleinigkeiten dazu. »

Der Macwelt fehlt es bei der Apple Watch Series 7 ein wenig an Innovation, sie resümiert so:

»Apple ist mit der Series 7 eine tolle, neue Apple Watch gelungen, die jedoch im Vergleich zu den letzten Jahren wenig Neues zu bieten hat. Allerdings kann man die Series 7 auch als Chance sehen, sich mit der neuesten Generation eine neue Gehäuse-Farbe zuzulegen, wie etwa das neue Grün. »

Der Stern bezeichnet die Apple-Uhr als »kleinen Hingucker« und schreibt:

»Die neue Series 7 ist ohne Zweifel die bisher beste Apple Watch. Das größere Display ist ausgesprochen hell, das neue Design wirkt schick und die Schnellladefunktion macht es einfacher, die Watch nur mal kurz zu betanken. Das wiegt sogar den Nachteil auf, dass sie wirklich jeden Tag an den Strom muss. Was die Kombination aus Sporttracking, Bedienbarkeit und Smartwatch-Funktionen angeht, bleibt Apples Uhr ohnehin bisher ohne echten Konkurrenten.«

Alternativen

Auch für Android-Fans gibt es glücklicherweise schlaue Uhren, die mit der Apple-Smartwatch mithalten können. Speziell Samsung hat hier eine sehr empfehlenswerte Smartwatch auf den Markt gebracht. Aber auch Huawei und Amazfit bieten überzeugende Smartwatches an.

Die beste für Android: Samsung Galaxy Watch 4

Samsung agiert bei seiner Galaxy Watch 4 jetzt ähnlich rigoros wie Apple bei seiner Apple Watch: Ab sofort richtet sich das Modell nur noch an Besitzer eines Android-Smartphones, iPhone-Nutzer werden erstmals komplett ausgeschlossen. In den Genuss des vollen Bedienkomforts kommt zudem nur, wer ein Samsung-Smartphone sein Eigen nennt.

Die Beste für Android
Samsung Galaxy Watch 4
Test Smartwatch Kopie: Samsung  Galaxy Watch 4
Wer lieber eine Android-Smartwatch möchte, ist mit diesem Modell gut beraten. Es bietet unter anderem eine Körper- und Schnarchanalyse.

Mit den Neuerungen gegenüber der Galaxy Watch 3 halten sich die Koreaner recht dezent zurück. Ein Novum ist, dass Samsung bei einer smarten Uhr erstmals auf die Benutzeroberfläche von One UI Watch 3.0 und das Betriebssystem Wear OS powered by Samsung vertraut. Was das bringt, klären wir gleich.

Erhältlich ist die Uhr als Galaxy Watch mit Gehäuse-Durchmessern von 40 und 44 Millimetern sowie als Galaxy Watch Classic, hier in 42 und 46 Millimeter. Die Classic-Variante hat eine herkömmliche mechanische Lünette, bei der von uns getesteten Standard-Version kommt eine digitale Lünette zum Einsatz. Indem man den Finger rechts am Displayrand von oben nach unten wischt, blendet die Uhr eine virtuelle Umrandung des Zifferblatts ein und bietet die Möglichkeit, von Anwendung zu Anwendung zu springen.

Smartwatch Kopie Test: Smartwatches Dezember2021 Samsung Galaxy Watch4
Die Galaxy Watch in der 40-mm-Version.

Unterschiede gibt es bei den Materialien. Die Galaxy Watch ist aus Aluminium gefertigt, die Classic aus Edelstahl. Während man deren Gehäuse in Schwarz und Silber erwerben kann, ist die Standard-Uhr in Schwarz, Silber und Pink Gold (40 mm) sowie Schwarz, Grün und Silber (44 mm) erhältlich. Beim Armband setzt Samsung in der aktuellen Generation auf Silikon. Das »Galaxy Watch4 Bespoke Studio« lädt jedoch dazu ein, ähnlich wie bei Apple im »Apple Watch Studio« eine individuelle Galaxy Watch 4 zu konfigurieren – unter anderem auch mit Lederarmband. Erhältlich sind alle Varianten der neuen Samsung-Smartwatch sowohl nur mit Bluetooth als auch mit LTE-Modul, um autark zu telefonieren und im Internet zu surfen. Der preisliche Unterschied liegt hier jeweils bei 50 Euro.

Gehäuse aus Aluminium und Edelstahl

Die Galaxy Watch bringt je nach Modell zwischen 25,9 und 52 Gramm auf die Waage und ist zwischen 9,8 und 11,2 Millimeter hoch. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, der Tragekomfort hoch, das Band schön weich. Gorilla Glass DX schützt das Display effektiv vor Kratzern, die Uhren sind bis zu 5 ATM wasserdicht, und dank IP68-Zertifizierung macht ihnen Staub ebenfalls nichts aus. Sobald man schwimmt, aktiviert die Smartwatch einen speziellen Wasserschutzmodus.

Verbaut sind AMOLED-Displays. Diese haben bei der 40- und der 42-mm-Variante eine Diagonale von 1,2 Zoll und eine Auflösung von 396×396 Pixel, die Uhren mit 44 und 46 Millimeter sind 1,4 Zoll groß und lösen mit 450×450 Pixel auf. Bei der Galaxy Watch 3 lag die Auflösung generell bei 360×360 Bildpunkten.

Das Display der getesteten 40-mm-Watch ist ausreichend hell, das Schwarz ist super tief, die Farben haben Pep. Die Helligkeit lässt sich individuell anpassen, alternativ kümmert sich ein Umgebungslichtsensor darum. Dank Alway-on-Funktion lässt sich die Uhrzeit bei Bedarf immer ablesen. Die Auswahl der Zifferblätter ist groß.

Völlig unkompliziert ist die Bedienung geblieben. Die Galaxy Watch reagiert zuverlässig auf Touch- und Wischbewegungen. Die obere Taste führt zum Homescreen, über die untere springt man Anwendung für Anwendung zurück.

Interner Speicher auf 16 Gigabyte verdoppelt

Für das hohe Bedientempo sorgt der von Samsung selbst hergestellte Chip Exynos 920 mit einer Taktrate von 1,18 Gigahertz. Samsung verspricht eine um 20 Prozent schnellere CPU. Der Arbeitsspeicher in allen Modellvarianten ist von ein auf 1,5 Gigabyte gewachsen, der interne Speicher wurde auf 16 Gigabyte verdoppelt. Für Musik, Apps und andere Dienste stehen rund 7,6 Gigabyte freier Speicherplatz zur Verfügung.

Bereits von Samsung-Smartphones kennt man die Benutzeroberfläche One UI Watch 3.0, das bisherige Tizen OS vereint sich mit Google Wear OS zum wenig prägnanten Wear OS powered by Samsung. Kompatible Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, werden neuerdings automatisch auch auf die Smartwatch übertragen, während einige Einstellungen regelmäßig synchronisiert werden. Die so genannte Auto Switch-Funktion erlaubt es, Galaxy-In-Ear-Kopfhörer je nach Bedarf zwischen Smartwatch und Smartphone zu wechseln. Wear OS powered by Samsung ermöglicht es zudem, beliebte Google-Anwendungen wie Google Maps und Galaxy-Dienste von Samsung wie Samsung Pay, SmartThings und Bixby zu nutzen. Google Assistant soll bald ebenfalls verfügbar sein. Darüber hinaus lassen sich Drittanbieter-Apps wie Adidas Running, Calm, Strava und Spotify aus dem Google Play Store herunterladen. Die App-Vielfalt ist gut.

Auch die Ausstattung der Galaxy Watch 4 ist top. Verbaut sind unter anderem Beschleunigungssensor, Barometer, Lagesensor, geomagnetischer Sensor, Lichtsensor, Kompass und ein optischer Pulssensor, außerdem ein NFC-Chip für Samsung Pay und jetzt auch Google Pay. Um eine exakte Standortbestimmung kümmern sich GPS, Glonass, Beidou und Galileo. Außerdem gibt es WLAN, Bluetooth 5 und optional ein LTE-Modul.

Der BioActive-Sensor mit drei unterschiedlichen Sensoren ermöglicht das Erstellen eines Elektrokardiogramms (EKG), das Messen des Blutdrucks und der Sauerstoffsättigung im Blut und ist jetzt erstmals auch dazu in der Lage, wie eine Körperanalysewaage die Zusammensetzung des Körpers zu bestimmen. Hierzu liefert die Uhr Daten zur Skelettmuskelmasse, dem Grundumsatz sowie zum Körperwasser- und Körperfettanteil. Innerhalb von nur 15 Sekunden werden mehr als 2.400 Datenpunkte für die so genannte Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) gesammelt. Die Ergebnisse sind natürlich nett – wie genau diese wirklich sind, können wir jedoch nicht beurteilen.

Auch über den Sinn, Schnarchgeräusche über das Mikrofon des Smartphones aufzuzeichnen, kann man streiten. Dieses Ausstattungsmerkmal gehört ebenfalls erstmals zur Galaxy Watch 4 und soll dabei helfen, Schnarchern detaillierte Auskünfte über ihr nächtliches Problem zu geben.

Für die Features Blutdruck und EKG ist ein Samsung-Smartphone unbedingt erforderlich, weil man die App »Samsung Health Monitor« benötigt. Tüftler haben im Internet zwar schon Anleitungen veröffentlicht, wie man auch mit einem anderen Android-Smartphone die genannten Funktionen nutzen kann. Für maximalen Bedienkomfort sollte das Mobiltelefon jedoch aus dem Hause Samsung stammen.

Natürlich erfasst die Galaxy Watch 4 auch zurückgelegte Schritte, zeichnet Routen auf und analysiert den Schlaf. Der Lage- und Bewegungssensor ist dazu fähig, mögliche Stürze zu registrieren – die Smartwatch ruft dann Hilfe, insofern sie ein LTE-Modul integriert hat oder per Smartphone gekoppelt ist. Eingehende SMS und WhatsApp-Nachrichten lassen sich per QWERTZ-Tastatur beantworten. Die Sprachqualität der Galaxy Watch 4 ist gut. Diese spielt auch Musik ab und ermöglicht den Zugriff auf Fotos sowie Wetterdaten.

Smartwatch Kopie Test: Smartwatches Dezember2021 Samsung Galaxy Watch4 App
Die App »Samsung Health« erfasst zurückgelegte Strecken, lieferte viele Gesundheitswerte und Fitnessprogramme.

Mehr als 90 Workout-Programme sind in die Uhr integriert. Wichtige Sportarten wie Joggen oder Laufen werden zuverlässig von alleine erkannt, direkt während des Trainings kann der Sportler Infos zu Distanz, Puls, Pulsverlauf, Geschwindigkeit und verbrannten Kalorien ablesen. Noch detailliertere Auswertungen und Grafiken liefert die App »Samsung Health«. Für Jogger hält der Laufcoach zahlreiche Tipps und Analyse-Tools bereit.

Eine Schwäche der Galaxy Watch 4 bleibt der Akku. Bei den beiden kleineren Modellen hat dieser wie gehabt eine Kapazität von 247 mAh, bei der 44- und 46-mm-Variante ist diese von 340 auf 361 mAh gestiegen. Die von Samsung angegebene typische Nutzungsdauer liegt bei 40 Stunden. Dies ist ein realistischer Wert, wenn das Display der Uhr nicht ständig aktiviert ist und auch GPS und Messaging-Dienste nicht permanent am Akku zerren.

Für Besitzer eines Samsung-Smartphones führt an der neuen Galaxy Watch 4 momentan kein Weg dran vorbei, sie kommen in den Genuss der größten Funktionsvielfalt und profitieren von einem sehr hohen Bedienkomfort. Wer ein Android-Smartphone eines anderen Herstellers nutzt muss überlegen, ob er auf Blutdruck und EKG verzichten kann. Gibt es ein Killer-Argument, um von der Galaxy Watch 3 auf die Galaxy Watch 4 umzusteigen? Nein, nicht wirklich! Bei der Körper- und der Schnarchanalyse handelt es sich lediglich um schöne Spielereien, die eine Neuanschaffung nicht wirklich rechtfertigen.

Der Dauerläufer: Amazfit GTR

Wer sich eine noch längere Akkulaufzeit als bei der Huawei Watch GT 2 wünscht, ist bei der Amazfit GTR genau richtig. Die läuft und läuft und läuft. Obwohl wir sie ständig per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt hatten, lag die Restkapazität im Test nach drei Tagen immer noch bei 95 Prozent. So kamen wir am Ende auf rund 25 Tage. Dieser Wert deckt sich mit der Vorgabe des Herstellers. Dieser verspricht eine Nutzung von 24 Tagen am Stück, wenn die Pulsmessung immer aktiviert ist, 150 Push-Benachrichtigungen eintrudeln und dreimal die Woche 30 Minuten lang mit aktiviertem GPS Sport getrieben wird. Im Standard-Uhrmodus ohne Bluetooth und Pulsmessung sind sogar 34 Tage drin, während die Nutzungsdauer mit permanent eingeschaltetem GPS auf knapp unter einen Tag rauscht.

Der Dauerläufer
Amazfit GTR
Test Smartwatch: Amazfit GTR
Diese Smartwatch hat zahlreiche nützliche Sensoren und hält mit einer Akkuladung bis zu 25 Tage durch. Unterm Strich ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Angeboten wird die Amazfit GTR in den Größen 42 und 47 mm (unser Testmodell). Für die größere Variante kann man aus einer Aluminiumlegierung bzw. Edelstahl jeweils mit braunem Lederarmband und einer Titan-Version mit Fluorkautschukband wählen. Der Tragekomfort ist hoch, die Lederarmbänder sind innen gummiert und liegen angenehm an der Haut. Das Gehäuse ist exzellent verarbeitet und wirkt deutlich teurer als die aufgerufenen 150 Euro.

Smartwatch Test: 20200304
Nettes Accessoire: Der obere seitliche Druckknopf der Amazfit GTR ist rot lackiert.

Das AMOLED-Display löst mit 454 x 454 Pixeln auf, reagiert zuverlässig auf Wischbewegungen und Fingertipps und ist auch noch im direkten Sonnenlicht gut ablesbar. Die Smartwatch ist 50 Meter wasserdicht. Die Bedienung der Amazfit ist simpel und erfolgt über zwei seitliche Druckknöpfe, die Menüs erscheinen flott. Zwei Zifferblätter sind direkt an Bord, für mehr Auswahl – insgesamt gibt es 40 Motive – muss man zum Smartphone greifen. Nennenswerten Speicher hat die GTR nicht verbaut, sodass beispielsweise keine eigenen Musiktitel abgespeichert werden können. Die Musikwiedergabe vom Mobiltelefon aus lässt sich jedoch über die Uhr steuern.

Abgesehen davon, dass sich keine zusätzlichen Apps installieren lassen, fällt die Ausstattung für diese Preisklasse üppig aus. So gehören unter anderem Schrittzähler, Schlafüberwachung, Pulsmessung, Wecker, Anruf-, SMS- und App-Benachrichtigungen, Stoppuhr, Kompass sowie eine Wettervorhersage zu den Features. Insgesamt stehen zwölf Sportmodi wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Klettern zur Verfügung, die man vor Beginn aktivieren muss. Dank GPS kann man sich beispielsweise zurückgelegte Jogging-Touren später auf Google Maps anzeigen lassen. Allerdings arbeitet das GPS nicht so exakt wie bei den meisten Mitbewerbern. Dies macht sich darin bemerkbar, dass je nach Streckenlänge eine Diskrepanz von mehreren hundert Metern zwischen tatsächlicher und zurückgelegter Strecke entsteht.

Abgesehen von diesem Defizit können wir die Amazfit GTR absolut empfehlen: Sie sieht hochwertig aus, bietet alle wesentlichen Funktionen zum fairen Preis und begeistert durch eine extrem lange Akkulaufzeit.

Für Extremsportler: Garmin Fenix 6 Pro

Der hohe Preis von mehr als 500 Euro und der extrem üppige Funktionsumfang der Garmin Fenix 6 Pro untermauern sofort: Diese Smartwatch ist kein Modell für jedermann, sondern für diejenigen konzipiert, die Sport lieben, viel im Freien unterwegs sind und darauf verzichten können, zusätzliche Apps als Spielerei herunterzuladen.

Wer zu dieser Zielgruppe gehört, findet in der Fenix 6 Pro den perfekten Begleiter für das Handgelenk. Allen anderen sei von der Garmin jedoch dringend abgeraten, da ihre Bedienung wirklich sehr komplex und alles andere als intuitiv ist.

Wenn Geld egal ist
Garmin Fenix 6 Pro
Test  Smartwatch: Garmin Fenix 6 Pro
Dieses Modell bietet exakt den Funktionsumfang, den Sportler und Outdoor-Abenteurer brauchen – und obendrein eine lange Akkulaufzeit.

Das 1,3 Zoll große Display löst mit 260 x 260 Pixeln auf und ist transflektiv, wodurch es speziell im hellen Sonnenlicht gut ablesbar ist. Für das Gehäuse kommen Edelstahl und sehr schlagfester Kunststoff zum Einsatz, das weiche Armband besteht aus Silikon und ermöglicht einen guten Tragekomfort. Die Fenix trägt mit einer Höhe von knapp 1,5 Zentimetern recht dick auf. Mit 83 Gramm ist sie zudem kein Leichtgewicht, wir empfinden das jedoch nicht als störend.

Bedient wird die Smartwatch über fünf Tasten, das Display reagiert weder auf Wisch- noch auf Touch-Gesten. Allein um die Helligkeit des Bildschirms zu erhöhen, haben wir etliche Minuten gebraucht und schließlich doch in die Bedienungsanleitung geschaut, weil die Garmin-Uhr förmlich mit Features überladen ist. Hier muss man sich Zeit nehmen und sich Stück für Stück in die Materie einarbeiten, am besten mit der Anleitung, denn einiges ergibt sich nicht automatisch.

 Smartwatch Test: Smartwatches Februar2021 Garmin Fenix6 Pro
Wann geht die Sonne auf, wann unter? Solche Aufgaben sind für die Garmin Fenix 6 Pro ein Klacks.

Die Ausstattungsliste der Fenix 6 Pro ist so lang wie die einer Luxuskarosse. Zu den Sensoren gehören unter anderem GPS, Glonass und Galileo für die Navigation, Herzfrequenzmessung, barometrischer Höhenmesser, Schrittzähler, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Thermometer sowie Pulsoximeter-Akklimatisierung, außerdem Bluetooth und WLAN.

Über die Funktionsfülle der Smartwatch von Garmin ließe sich ein ganzes Buch schreiben, wir können Ihnen hier nur einen groben Überblick über die wichtigsten Features geben. Kontrolliert werden neben der Herzfrequenz (jede Sekunde, täglich in Ruhe, Alarm bei abnormaler Herzfrequenz) auch die Atemfrequenz, Pulsoximeterdaten für die Sauerstoffsättigung des Bluts, der Schlaf, auftretender Stress sowie die Flüssigkeitsaufnahme.

Zudem checkt die Smartwatch unter anderem die zurückgelegten Schritte, verbrannte Kalorien, hochgestiegene Stockwerke sowie die Anzahl der Intensitätsminuten. Speziell konzipiert ist die Garmin für Läufer, Radfahrer, Schwimmer, Golfer und Wanderer, auch zum Krafttraining bietet die Smartwatch diverse Fitness-Features wie Bildschirm-Trainingsanimationen oder Pilates-Trainingseinheiten an.

Umfangreiche Datenabfrage möglich

Outdoor-Freunde können Distanzen einsehen, eine Karte zum Navigieren darstellen, Wegpunkte markieren, Höhenprofile abrufen und noch gefühlt von tausend anderen Extras profitieren. Unter anderem sind 42.000 Golfplätze vorinstalliert, auf denen man die Entfernung zur Fahne vom aktuellen Standort aus ablesen kann. Die von uns überprüften Werte wie Puls, Entfernungsangaben, Schrittzahl oder zurückgelegte Etagen erschienen allesamt sehr plausibel und genau.

Auf der Smartwatch werden eingehende E-Mails, WhatsApp- und Kurznachrichten angezeigt. Zudem gibt es einen Wecker, eine Wettervorschau und einen insgesamt 32 Gigabyte großen Speicher, der bis zu 2.000 Musikstücke abspeichern kann. Hier ist auch das Kartenmaterial hinterlegt. Zum bargeldlosen Bezahlen wird Garmin Pay unterstützt. Die Garmin Fenix 6 Pro arbeitet mit Android-Smartphones und iPhones zusammen. Hier sollte man die Gratis-App »Connect« installieren. So kann man eine Vielzahl an Fitnesswerten ablesen, den Schlaf auswerten oder zurückgelegte Strecken auf Google Maps einblenden.

 Smartwatch Test: Smartwatches Februar2021 Garmin Fenix6 Pro App
Die »Connect«-App von Garmin ist optisch ansprechend und sehr informativ.

Die wasserdichte Garmin-Smartwatch reagiert sehr flott, der Akku hält im Normalbetrieb bis zu 14 Tage durch. Im Energiesparmodus sind sogar bis zu 48 Tage drin.

Unser Fazit: Mehr Outdoor-Features als die Garmin Fenix 6 Pro bietet keine andere Smartwatch. Sie ist keine Smartwatch, die man zum Spaß oder als stylisches Accessoire zur Arbeit trägt. Vielmehr ist die Fenix ein echtes Arbeitstier, mit dem im Sport und im Outdoor-Bereich nahezu alles möglich ist. So viele Extras haben ihren Preis, und auch die Bedienung muss erst mal erlernt werden.

Für Outdoor-Freaks: Amazfit T-Rex

Für Outdoor-Sportler, die eine robuste und gleichermaßen funktionale Smartwatch tragen möchten, ist die Amazfit T-Rex ein äußerst interessantes Modell. So hat die Smartwatch zwölf Zertifizierungen nach militärischem Qualitätsstandard bestanden, die ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit in rauen Umgebungsbedingungen untermauern sollen. Dazu gehören Hitzebeständigkeit bis 70 Grad Celsius, Kältebeständigkeit bis minus 40 Grad, 240 Stunden Feuchtigkeitsbeständigkeit und 96 Stunden Korrosionsschutz.

Für Outdoor-Freaks
Amazfit T-Rex
Test  Smartwatch: Amazfit T-Rex
Die Amazfit-Smartwatch fühlt sich im rauen Gelände pudelwohl. Ihr machen Hitze, Kälte und Nässe nichts aus, der Akku hält lange durch und die GPS-Genauigkeit ist hervorragend.

Die T-Rex verfügt über ein leichtes und weiches Silikonarmband sowie ein 1,3-Zoll-AMOLED mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln. Das farbige Display ist scharf und lässt sich auch so hell einstellen, dass man es im Freien problemlos ablesen kann. Der stabile Touchscreen besteht aus Corning Gorilla Glass 3 mit einer Anti-Fingerabdruck-Beschichtung. Die 58 Gramm leichte Smartwatch ist 50 Meter wasserdicht und in den vier Varianten Metallgrau, Steinschwarz, Tarnfarbe und Khaki erhältlich.

 Smartwatch Test: Smartwatch August2020 Amazfit T Rex
Die Amazfit T-Rex ist gut ablesbar.

Die intuitive Bedienung erfolgt sowohl über das Display als auch über vier seitliche Metalltasten. Sachte Wisch- und Touchgesten genügen, um von Menü zu Menü zu navigieren. Die Ziffernblätter sind anpassbar. Hier kann man sich als Zusatzinformationen unter anderem die Zahl der zurückgelegten Schritte sowie die aktuelle Herzfrequenz anzeigen lassen.

Praktisch: An Bord der Amazfit befindet sich ein GPS-Chip von Sony. Dieser funktionierte im Test sehr zuverlässig und deutlich besser als in der Amazfit GTR. Sobald man die Haustür hinter sich geschlossen hat, wird ein Satellitensignal empfangen. Dieses ist erforderlich, um beispielsweise beim Laufen, Joggen oder Radfahren die zurückgelegte Strecke des Sportlers zu erfassen – das Smartphone muss dabei nicht mitgenommen werden. Insgesamt unterstützt die Amazfit 14 Sportarten, dazu gehören auch Schwimmen, Klettern und Skifahren.

Die ermittelte Schrittzahl und Distanz sind ebenso präzise wie der angezeigte Puls. Es ist möglich, 24 Stunden rund um die Uhr die Herzfrequenz zu überwachen. Ebenfalls kontrolliert die Smartwatch den Schlaf und wertet diesen aus, analysiert unter anderem die Dauer der Tief- und der Leichtschlafphasen. Alle Ergebnisse kann man übersichtlich in der Amazfit-App aufrufen.

Keine zusätzlichen Apps

Auch die T-Rex erlaubt es nicht, zusätzliche Apps zu installieren. So muss man sich mit Wetterauskunft und -Prognosen, Termin- und Anruferinnerungen, App-Benachrichtigungen beispielsweise von WhatsApp, Kompass, Telefonfunktion und einem Musikplayer zufrieden geben. Ein absoluter Pluspunkt ist die lange Akkulaufzeit. Im Mischbetrieb hielt die Uhr bei uns die versprochenen 20 Tage durch. Ist das GPS kontinuierlich eingeschaltet, reduziert sich die Laufzeit auf 20 Stunden. Wer die T-Rex im Sparmodus nutzt und die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone deaktiviert und die Herzfrequenzüberwachung sowie andere Funktionen ausschaltet, soll die Smartwatch 66 Tage ohne Aufladen nutzen können.

Insgesamt ist die Amazfit T-Rex ein robuster Outdoor-Begleiter mit sinnvollen Sportfunktionen. Als waschechte Smartwatch darf man sie jedoch ob der stark eingeschränkten App-Auswahl nicht bezeichnen.

Für Gesundheitsbewusste: Huawei Watch GT 3 Pro

Huaweis Watch GT 3 Pro hat ein Alleinstellungsmerkmal, das bislang keine andere smarte Uhr bietet: Sie untersucht, ob der Uhrenträger ein Problem mit gesundheitsgefährdenden Arterienverhärtungen hat. Klar, das Feature ist kein Must-have. Abgesehen davon überzeugt die Huawei-Uhr mit guter Ausstattung und vor allem langer Akkulaufzeit.

Für Gesundheitsbewusste
Huawei Watch GT 3 Pro
Test Smartwatch: Huawei Watch GT 3 Pro
Die Huawei Watch GT 3 Pro kann sogar Arterienverhärtungen erkennen, hat eine lange Akkulaufzeit und viele Sport- und Gesundheits-Features.

Beim Gehäuse können Käufer zwischen Titan und Nanokristallkeramik wählen. Wir hatten die Titan-Uhr mit schwarzem Fluorelastomerarmband im Test. Diese Variante ist 46 Millimeter groß, zusätzlich kann man sich zwischen einem grauen Leder- und einem titangrauen Edelstahlarmband entscheiden. Die Keramik-Edition hat ein 43 Millimeter großes Gehäuse und entweder ein weißes Leder- oder ein weißes Keramikarmband. Das Gehäuse ziert dann jeweils ein Silber- bzw. ein Goldring.

Das Saphirglas ist äußerst kratzfest und robust. Huawei bietet keine Option an, die Uhr mit einer eSIM zum autarken Telefonieren oder Surfen auszustatten. Das AMOLED leuchtet auch im Hellen angenehm kraftvoll und ist gut ablesbar, Farben sind dynamisch, schwarz ist satt dunkel. Die Auflösung mit 466 x 466 Pixel ist gut, Schriften und Symbole sind scharf. Bei Bedarf ist das Display bis zu 20 Minuten am Stück aktivierbar. Die Auswahl an Zifferblättern ist groß, einige neue passen ihre Optik der Tageszeit an.

Smartwatch Test: Dsc05429
Im Titan-Gehäuse ist die Huawei Watch GT 3 Pro nicht nur stabil, sondern optisch auch ein Hingucker.

Das teilweise kantige Titangehäuse macht einen sehr hochwertigen Eindruck, die Uhr trägt sich angenehm. Tauchtiefen bis zu 30 Meter sind problemlos möglich. Über die Krone gelangt man zu den Apps und zurück zum Startbildschirm, die untere rechte Taste öffnet die zahlreichen Trainings-Modi. Auf Touch- und Wischgesten reagiert die Watch GT 3 Pro mit Harmony OS als Betriebssystem sehr zuverlässig und flott. Über die gesamte Testdauer hatten wir nicht einen Hänger oder Ruckler. Kompatible Smartphone-Betriebssysteme sind Android ab 6.0, iOS ab 9.0 und Harmony ab OS 2.

Sensoren für Herz, Temperatur und Luftdruck

Die Ausstattung fällt umfangreich aus, verbaut sind unter anderem Sensoren für Temperatur, Beschleunigung, Herzfrequenz und Luftdruck, außerdem ein Gyroskop- sowie ein Magnetometer-Sensor. Die Huawei-Smartwatch überwacht den Schlaf, den Blutsauerstoffgehalt, die Herzfrequenz sowie den persönlichen Stress. Die EKG-App durchläuft aktuell das CE-Kennzeichnungsverfahren für Medizinprodukte und soll bald nachgereicht werden.

Legt man einen Finger auf die untere rechte Taste, so führt die GT 3 Pro ein Arteriosklerose-Risikoscreening durch und will gesundheitsgefährdende Arterienverhärtungen erkennen. Die Plausibilität der ermittelten Ergebnisse können wir nicht verifizieren, bei erfassten Schritten, der Herzfrequenz und mittels GPS aufgezeichneten Joggingstrecken macht die Uhr aber eine sehr gute Figur.

Die Sprachqualität bei gekoppeltem Smartphone ist in Ordnung, auf eingehende Nachrichten können zumindest Besitzer eines Android-Smartphones antworten. Ihnen ist auch das Abspielen von Musik und das Installieren zusätzlicher Programme aus der Huawei App Gallery vorbehalten. Die Auswahl ist im Vergleich zu den App-Stores bei Apple und Android aber sehr überschaubar.

Neue Features für Golfer und Taucher

Im Bereich Sport hat die Huawei-Watch zugelegt. Neu sind Features für Golfer und Taucher. So analysiert die Uhr unter anderem den eigenen Golfschwung und nimmt Geschwindigkeit sowie Rückschwung- und Aufschwungzeit näher unter die Lupe. Der Apnoe-Trainingsmodus erfasst die Herzfrequenz, die Dauer des Atemhaltens und die Startzeit der Zwerchfellkontraktion, Tauchern werden Daten zu Dauer und Tiefenverlauf serviert. Insgesamt sind mehr als 100 Sportarten und Workout-Modi integriert.

Der sogenannte Running Ability analysiert und berücksichtigt das Durchhaltevermögen und die technische Effizienz eines Läufers, während der Trainingsindex eine Kombination aus Fitness- und Erschöpfungsindex darstellt und den Sportler optimal auf den nächsten Wettkampf vorbereiten möchte. »Healthy Living« wiederum bietet verschiedene Gesundheitspläne mit Tipps zur mentalen und körperlichen Gesundheit. Das Feature will unter anderem dabei helfen, Schlaf und Wohlbefinden zu verbessern und das Gewicht zu halten bzw. zu reduzieren.

Huawei Health+ als neues Abo-Modell

Huawei hat mit Huawei Health+ einen neuen kostenpflichtigen Abo-Service gestartet. Dieser umfasst rund 200 Fitnesskurse und Atemübungen und soll einen Mehrwert in den Bereichen Fitness, Ernährung und Wellness bieten. Für alle Health-App-Nutzer ist der erste Monat von Health+ kostenlos. Käufer der Watch GT 3 Pro, der Watch GT 3, der Watch GT Runner, der Watch Fit 2 und des Band 7 bekommen mit der Aktivierung ihrer neuen Wearables eine kostenfreie 3-Monats-Mitgliedschaft. Der normale Abo-Service von Huawei Health+ beläuft sich auf 7,99 Euro pro Monat oder 59,99 Euro pro Jahr.

Positiv überrascht waren wir von der langen Akkulaufzeit der Watch GT 3 Pro. Der 530 mAh starke Lithium-Polymer-Akku hielt im Test knapp 14 Tage durch. Dabei war das Always-on-Display allerdings deaktiviert, zudem nutzten wir keine dauerhafte Bluetooth-Verbindung zum Smartphone.

Unter dem Strich gefällt uns die Huawei Watch GT 3 Pro richtig gut: Aussehen, Verarbeitung, Akkulaufzeit und Ausstattung können sich sehen lassen.

Außerdem getestet

Apple Watch Series 6

Der Unterschied von der Apple Watch 6 zur neuen Apple Watch 7 ist überschaubar, das Display ist etwas kleiner und nicht ganz so robust. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, Edelstahl oder Titan in Gold, Silber, Space Grau oder Graphit, neu sind die Farben Rot und Blau. Eine Keramik-Variante ist nicht mehr erhältlich.

Bei den Armbändern kann man aus einer riesigen Fülle wählen, unter anderem aus Leder, einem Sport- sowie einem geflochtenen Modell und einem hochwertigen Milanaise-Armband. Die Apple-Uhr ist mit den Gehäusegrößen 40 und 44 Millimeter erhältlich. Das OLED-Retina-Display ist klasse. Der Bildschirm reagiert äußerst präzise auf Touch- und Wischbewegungen, auch in heller Umgebung ist die Ablesbarkeit exzellent.

Die Ausstattung ist nahezu identisch zur Apple Watch 7. Die Watch 6 misst ebenfalls den Sauerstoffgehalt im Blut und schreibt ein EKG. Während des Schlafes erfasst die Apple Watch diverse Daten, die in der »Health«-App aufgezeichnet werden. Ablesen kann man unter anderem den Bereich der Herzfrequenz während der Nacht, die durchschnittliche Schlafdauer und die durchschnittliche Zeit im Bett. Mitbewerber wie Fitbit dröseln die Schlafdaten im Vergleich noch detaillierter auf.

Hand hat Apple auch am Höhenmesser angelegt. Dieser ist dauerhaft aktiv und misst permanent in Echtzeit Höhenunterschiede drinnen und draußen. Differenzen von bis zu 30 Zentimeter sollen exakt erfasst werden, die Werte können direkt auf dem Display oder als Trainingsmetrik angezeigt werden.

Die Apple Watch Series 6 läuft mit watchOS 7 und einem 64‑Bit Dual-Core-Prozessor – der S6 soll dabei bis zu 20 Prozent schneller als der Vorgänger S5 sein. Ohne direkten Vergleich können wir nicht sagen, ob die sechste Generation bei der Arbeitsleistung tatsächlich zugelegt hat. Fest steht aber: Das Betriebssystem funktioniert auf der Uhr ungemein flüssig und stabil. Für maximale Unabhängigkeit bietet Apple seine Smartwatch in der teureren Variante GPS + Cellular an.

Die Akkulaufzeit der Apple Watch Series 6 ist bescheiden. Apple selbst nennt eine Nutzungsdauer von 18 Stunden bei 90 Display-Aktivierungen durch Armheben.

Huawei Watch GT Runner

Speziell für Läufer hat Huawei die Watch GT Runner entwickelt. Sie ähnelt der Watch GT3, arbeitet aber deutlich zuverlässiger und richtet den Fokus noch stärker auf das Thema Sport.

Mit gerade mal 52 Gramm ist die Huawei-Uhr ein absolutes Leichtgewicht. Optik und Verarbeitung sind klasse. Bei der Ober- und der Unterseite kommt Keramik zum Einsatz, die Krone besteht aus Titan, das Gehäuse aus Polymerfaser. Käufer können zwischen einer grauen und einer schwarzen Variante wählen. Das Silikonarmband ist weich, liegt angenehm auf der Haut und sieht dank der neongelb eingefärbten Löcher im Armband der grauen Runner echt stylisch aus.

Das Display lieben wir auf den ersten Blick. Mit 1,43 Zoll fällt das OLED angenehm groß aus. Die Auflösung mit 466 x 466 Pixeln ist gut, die Darstellung scharf, Schwarz ist super satt und Farben leuchten. Zifferblätter lassen sich individuell anpassen, auch die Helligkeit kann manuell eingestellt werden oder reguliert sich automatisch in Abhängigkeit des Umgebungslichts. Der Bildschirm kann bis zu 5 Minuten dauerhaft aktiviert werden.
Die Bedienung gelingt sehr flüssig und intuitiv über Touch- und Wischgesten, über die drehbare Krone und die Taste unten rechts, die direkt zu den einzelnen Sportdisziplinen führt. Das Betriebssystem Harmony OS reagiert flott und ohne Pausen.

Die Einrichtung der Runner erwies sich zunächst als problematisch. Diese scheiterte, weil wir uns mit der Huawei-ID nicht anmelden konnten, was zur Inbetriebnahme per Smartphone allerdings erforderlich ist. Nach einiger Zeit fanden wir die Lösung: Der »HMS Core« in der »Huawei App Gallery« musste aktualisiert werden – anschließend gelang das Setup vollkommen problemlos.

Die Watch GT Runner sammelt jede Menge Daten zur Herzfrequenz, ermittelt den persönlichen Stresslevel und analysiert den Schlaf sowie die Blutsauerstoffsättigung. Informativ ist das neue Zifferblatt, das neben Uhrzeit, Datum, Sonnenauf- und Untergangszeit auch den Luftdruck, Temperatur, Höhe, die Trainingsbelastung der vergangenen sieben Tage und den Running Ability Index (RAI) anzeigt. Dieser analysiert die Lauftechnik und die Ausdauer, liefert eine Auswertung der aktuellen Lauffähigkeiten auf Basis der gelaufenen Bestzeiten und erstellt Prognosen für diverse Laufdistanzen.

Dass sich diese Huawei-Uhr an Sportler richtet, bemerkt man sofort beim Navigieren durch die Menüs. Nach einem Überblick über die Trainingsbelastung landet man bei den Trainingsplänen, bei der Running Ability, einer 24-Stunden-Übersicht über den Pulsverlauf sowie einer Herzfrequenz-Grafik der vergangenen Woche. Alle Darstellungen sind optisch ansprechend und gut zu erkennen.

Trainingspläne erstellt die Uhr selbst durch die Aufzeichnung und Auswertung von Umgebungs- und Gesundheitsdaten. Das Laufprogramm berücksichtigt dazu alle wichtigen Informationen wie Größe, Gewicht, Fitnesslevel, Pace und Trainingsumfang und bastelt hieraus einen individuellen Trainingsplan zusammen. Dank integriertem GPS lassen sich Routen aufzeichnen und sowohl auf der Uhr als auch in der »Health«-App von Huawei anzeigen. Im Freien wurde das GPS-Signal schnell und zuverlässig empfangen. Hierzu hat Huawei erstmals die GPS-Antenne in den Steg der Uhr integriert.

Neben Laufen unterstützt die Runner auch zahlreiche andere Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Wandern, Skifahren, Langlauf oder Snowboarden. Im Test mussten wir Trainings manuell starten, diese wurden nicht automatisch erkannt. Sprachbefehle gibt es nur auf Englisch (»Start the workout«). Die Huawei-Smartwatch darf zum Schwimmen im Pool und Meer getragen werden.

Eingehende Nachrichten werden auf der Uhr lediglich angezeigt, eine Antwort-Funktion fehlt. Besitzer eines Android-Smartphones können Musik auf die GT Watch streamen. Über die »AppGallery« lassen sich Apps auf die Smartwatch herunterladen, das Angebot ist jedoch quantitativ wie qualitativ eher dürftig. Bei Redaktionsschluss lagen gerade mal 35 Apps vor.

Über die für iOS und Android erhältliche »Health«-App kann man Trainingsdaten, zurückgelegte Routen, Herzfrequenz, Stress, Schlaf und Sauerstoffsättigung im Blut detailliert auswerten. Die Applikation ist übersichtlich gestaltet und intuitiv bedienbar. Außerdem findet man hier Tipps zum Laufen und kann das Zifferblatt wechseln.

Mit einer Akkuladung kommt man locker eine Woche durch, auch die von Huawei versprochenen 14 Tage sind drin, wenn man mit GPS und Display-Helligkeit sparsam umgeht.

Die Huawei Watch GT Runner ist für mehr als 250 Euro keine günstige Smartwatch, da sie gerade im Bereich der smarten Uhr-Features recht zurückhaltend ist. Die Sport-Funktionen, die Genauigkeit der Messwerte, Display und Verarbeitung gefallen uns jedoch richtig gut. Ebenso punktet die Uhr durch ihre maßgeschneiderten Trainingspläne, um persönliche Laufziele schneller zu erreichen.

Samsung Galaxy Watch 3

Die Samsung Galaxy Watch 3 (die Galaxy Watch 2 hat Samsung bei der Namensgebung übersprungen) will mit EKG-Funktion sowie der Messung von Blutdruck und Blutsauerstoffgehalt Mitbewerber Apple noch ein wenig mehr Konkurrenz machen.

Die Smartwatch wiegt rund 50 Gramm und trägt sich sehr angenehm. Die AMOLED-Displays mit 360 x 360 Pixeln sind mit 1,2 bzw. 1,4 Zoll genauso groß wie bei den Vorgängermodellen, obwohl der Gehäusedurchmesser sich minimal von 42 bzw. 46 Millimeter auf 41 und 45 Millimeter reduziert hat. Wir haben die 45-mm-Variante getestet. Die Armbänder bestehen generell aus Leder. Die Gehäuse sind nicht nur in Edelstahl, sondern zusätzlich in Mystic Bronze (nur in 41 mm), Mystic Black und Mystic Silver zu haben. Titan ist der größeren der beiden Galaxy-Uhren vorbehalten.

Am hohen Bedienkomfort hat sich nichts geändert. Dazu tragen die drehbare Lünette, die beiden seitlichen Druckknöpfe, der Touchscreen sowie die klare Menüstruktur bei. Das App-Angebot ist ordentlich, kann mit der Apple-Uhr jedoch nicht mithalten.

Wasserdicht ist die Smartwatch bis zu 5 ATM (sie hält den Druck einer Wassersäule von bis zu 50 Metern aus, der Wert ist nicht gleichzusetzen mit einer Wassertiefe von 50 Metern). Ihr scharfes Display, das auch in der Sonne mühelos abzulesen ist, verfügt über eine Always-on-Funktion und ist sehr gut vor Kratzern geschützt. Schwarz ist super satt, Farben haben eine hohe Leuchtkraft. Für ein ordentliches Bedientempo sorgt der Exynos-Prozessor 9110 mit 1,15 Gigahertz in Verbindung mit dem Samsung-Betriebssystem Tizen OS. Alle Modelle verfügen über einen Gigabyte Arbeitsspeicher, acht Gigabyte Speicher dienen zum Herunterladen von Apps und Musik.

Zur Ausstattung gehören WLAN, Bluetooth 5 und optional LTE, Gyroskop, Barometer und Pulsmesser sowie ein NFC-Chip zum bargeldlosen Bezahlen mittels Samsung Pay. Zudem besitzt die Smartwatch Musikplayer und Kalender und gestattet den Zugriff auf Fotos sowie Nachrichten (E-Mails und WhatsApp). Antworten sind per Sprache, über eine kleine Tastatur oder über kontextbezogene Vorschläge der Smartwatch möglich. Der Aufpreis von der Bluetooth- zur jeweiligen LTE-Variante fällt mit rund 30 Euro moderat aus. Per eingelegter eSIM kann man autark telefonieren und im Internet surfen.

Über GPS kann man zurückgelegte Rad- und Joggingstrecken aufzeichnen, die Messung des Blutsauerstoffgehalts liefert im Test plausible Ergebnisse zwischen 95 und 99 Prozent, auch Schritte werden präzise erfasst. Wie die Apple Watch erkennt auch die Galaxy Watch 3 neuerdings Stürze über den Lage- und Bewegungssensor und kontaktiert hinterlegte Kontakte. Sehr umfassend fällt die Schlafanalyse aus, die unter anderem verschiedene Schlafphasen erfasst. Detaillierte Auswertungen beschert die kostenlose App »Samsung Health«. Hier liefert die Smartwatch zudem diverse Grafiken und Daten zu zurückgelegten Schritten, Distanzen, Puls und Pulsverlauf.

Wichtige Sportarten wie Radfahren oder Joggen registriert die Smartwatch im Test eigenständig. Mit mehr als 120 Workout-Programmen werden Sportler und Fitness-Fans hier garantiert fündig. Wer seinen Laufstil optimieren will, sollte einen Blick in die »Erweiterte Laufmetriken« werfen. Hier schlüsselt die Watch 3 den Laufstil in Parameter wie Kontaktzeit, Flugzeit, Asymmetrie, Festigkeit und Regelmäßigkeit auf und weiß, wo noch Verbesserungspotential schlummert.

Die Akkulaufzeit ist nicht überragend. Die 45-mm-Variante, deren Kapazität von 472 auf 340 mAh geschrumpft ist, hält ohne Always-on-Display bei dauerhafter Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone, täglich einer Stunde Sport und moderater Nutzung von E-Mail und WhatsApp rund 48 Stunden durch. Mit zusätzlichem WLAN und GPS sowie Telefonaten über die Smartwatch reduziert sich die Laufzeit schnell auf einen halben bis einen Tag. Das Auftanken funktioniert problemlos induktiv über eine kleine Ladeschale.

Die Samsung Galaxy Watch 3 ist für Android-Nutzer eine sehr gute Alternative zur Apple Watch, die durch die angekündigte EKG-Funktion zusätzlich aufgewertet wird. Besitzer eines iPhone können die Smartwatch ebenfalls mit Einschränkungen nutzen – sie sind mit einer Apple Watch allerdings besser bedient.

Garmin Fenix 7S

Wer eine Sportuhr für allerhöchste Ansprüche und mit riesigem Funktionsumfang sucht, kommt an der neuen Garmin Fenix 7S wahrscheinlich nicht dran vorbei. Allerdings richtet sich diese Smartwatch nur an eine kleine Zielgruppe: Denn die vielen Features komplizieren die Bedienung, zusätzliche Apps lassen sich nicht installieren, und für mehr als 600 Euro ist die Garmin-Uhr richtig teuer.

Die 7S ist mit einem 42-mm-Gehäuse erhältlich. Für die Solar-Edition muss man noch mal 100 Euro mehr ausgeben, die Variante »Sapphire Solar« – hier kommt ein robusteres Saphir-Glas zum Einsatz – kostet nochmal rund 300 Euro mehr. Alle drei Versionen sind auch als Fenix 7 (Display mit 47 mm Durchmesser) zu haben, die Fenix 7X mit 51 Millimetern bietet Garmin ausschließlich als Solar- oder als Saphir-Modell an. Bei der 7X hat Garmin erstmals eine LED-Taschenlampe integriert.

Auf seiner Homepage führt der Hersteller insgesamt 22 Farbvarianten auf. Die von uns getestete Fenix 7S gibt es in Silber mit graphitfarbenem oder steinweißem Armband. Dieses besteht aus Silikon, während das hochwertige Gehäuse aus faserverstärktem Polymer und Metall gefertigt ist, die Lünette ist aus Edelstahl. Mit nur 1,2 Zoll fällt das Display schon recht klein aus, auf den Modellen mit 47 bzw. 51 Millimetern ist die Übersichtlichkeit deutlich besser. Das Display besteht aus kratzfestem Corning Gorilla Glass DX.

Dass Garmin kein leuchtstarkes OLED verbaut hat, sieht man auf den ersten Blick. Das transflektive MIP-Display (Memory in Pixel) läuft am ehesten im Freien bei ausreichend hellem Umgebungslicht zur Höchstform auf, in Räumen ist es relativ kontrastarm und blass, das ändert sich ein wenig, wenn man oben links den Beleuchtungs-Button drückt. Vorteil: Die MIP-Display-Technik ist stromsparend, dadurch sind lange Akkulaufzeiten möglich.

Die Fenix 7S ist bis zu 10 ATM wasserdicht und verfügt jetzt über einen Touchscreen, wodurch der Bedienkomfort über die insgesamt fünf seitlichen Tasten erhöht wird. Lediglich während einer Trainingseinheit wird der Touchscreen gesperrt, um nicht ungewollt in andere Menüs abzudriften.

Garmin hat seine Fenix 7S mit allerlei Technik und Sensoren vollgestopft. Dazu gehören GPS, Glonass und Galileo, barometrischer Höhenmesser, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Thermometer und Pulsoximeter-Akklimatisierung. Die Liste, was diese Sportuhr alles kann, nimmt auf der Garmin-Homepage beinahe kein Ende. Wir können deshalb an dieser Stelle nur einige Funktionen anreißen. Wie bereits angedeutet: Auch diese Fenix-Uhr richtet sich an professionelle Anwender, in die 7S muss man sich einarbeiten und sich dafür Zeit nehmen. Aufgrund der zahlreichen Optionen ist die Bedienung komplex, diese Smartwatch ist alles andere als ein Spielzeug.

Gemessen werden unter anderem die Herz- und die Atemfrequenz sowie der persönliche Stress, zudem ermittelt die Garmin die Anzahl von Schritten und erklommenen Etagen, die zurückgelegte Strecke, sie überwacht den Schlaf und kontrolliert die Blutsauerstoffsättigung selbst unter Berücksichtigung von Höhe und Hitze. Das Feature »Body Battery« ermöglicht nach dem Training Einblicke in die eigene Gesundheit.

An Bord befinden sich mehr als 60 Sport- und Outdoor-Apps unter anderem für Tennis, Wandern, Kraftsport, Laufen, Radfahren oder Kitesurfen. Die Uhr trackt alle wichtigen Parameter und Informationen der jeweiligen Sportart, dank GPS, Galileo und Glonass werden zurückgelegte Routen aufgezeichnet. Auch zum Navigieren ist die Garmin-Smartwatch geeignet.

Neu ist die Stamina-Funktion: Auf Basis der Leistung beim Lauf- oder Radtraining überwacht die Uhr den Grad der Anstrengung und unterstützt den Athleten dabei, den Energieverbrauch während der sportlichen Aktivität zu überwachen und eine frühzeitige Erschöpfung zu vermeiden.

Die Fenix 7S hat 16 Gigabyte Speicher verbaut. Der kann schnell knapp werden, denn Karten von mehr als 42.000 Golfplätzen sind vorinstalliert, ebenso wie über 2.000 SkiView-Karten inklusive Pisteninformationen, Schwierigkeiten und Langlaufloipen. Wer die komplette Europakarte per WLAN herunterlädt, belegt zusätzliche zehn Gigabyte. Da kann es mit dem Abspeichern eigener Musikstücke möglicherweise eng werden. Wer mehr Speicher braucht, muss zur Sapphire-Version greifen, hier hat Garmin 32 Gigabyte Speicher spendiert.

Unter anderem unterstützt die 7S das Bezahlen per Garmin Pay, das Empfangen und Anzeigen von Benachrichtigungen wie E-Mails, das Darstellen von Wetterinfos und Kalendereinträgen, außerdem stellt sie einen Wecker und eine Stoppuhr zur Verfügung. Ansonsten gilt für Sportler: Geht nicht, gibt es mit der Garmin-Uhr nicht. Ob anpassbare Aktivitätsprofile, Intervalltraining, Routenführung auf Strecken oder intensive Laufauswertungen – dieser Handgelenks-Computer ist ein wahrer Tausendsassa.

Bei so vielen Funktionen ist es schwer, die Akkudauer zu benennen, weil diese eben ganz stark davon abhängt, wie intensiv man die Fenix 7S fordert. Als reine Smartwatch sind bis zu elf Tage am Stück drin, bei ständig aktiviertem GPS ist nach maximal 37 Stunden Schluss. Als Faustregel gilt: Bei normaler Nutzung mit regelmäßigem Sport sollte man die Fenix nur einmal pro Woche aufladen müssen.

Für einen durchschnittlichen Smartwatch-Träger kann die Garmin Fenix 7S zu viel und ist zu teuer. Sie richtet sich an alle Sport-Freaks, die es lieben, unzählige Parameter auszuwerten und ganz gezielt trainieren wollen. Diese Zielgruppe wird die hohe Messgenauigkeit und den schier grenzenlosen Funktionsumfang zu schätzen wissen.

Huawei Watch 3

Im Gegensatz zur Huawei Watch GT 2 lassen sich auf der Huawei Watch 3 mittlerweile ebenfalls Apps installieren. Zudem arbeitet diese nicht mehr mit Huaweis Betriebssystem Lite OS, sondern erstmals mit dem eigenentwickelten Harmony OS. Unterstützt werden sowohl Android-Smartphones als auch iPhones.

Käufer können zwischen den Modellvarianten Active, Classic und Elite auswählen. Die Active-Variante hat ein schwarzes Kunststoffband und ein schwarzes Edelstahlgehäuse, die silberne Classic wird mit braunem Lederarmband ausgeliefert – und die ebenfalls silberne Elite-Smartwatch hat ein silbernes Metallarmband. Allen drei Modellen gemeinsam ist das hochwertige Gehäuse mit Edelstahl und Keramik-Boden sowie das 1,43 Zoll große OLED-Display. Die Huawei Watch 3 kommt auf die Abmaße 46,2 x 46,2 x 12,15 Millimeter. Etwas größer ist die Huawei Watch 3 Pro mit 48 x 49,6 x 14 Millimeter. Das Display ist zwar ebenfalls 1,43 Zoll groß, befindet sich aber unter einem noch kratzfesteren Saphir-Glas. Käufer haben die Wahl zwischen einem braunen Leder- und einem silbernen Titan-Armband. Der Tragekomfort der Smartwatch ist gut, Armbänder lassen sich leicht austauschen, Material und Verarbeitung sind top.

Das Display löst mit 466 x 466 Pixel auf, ist bis zu 1.000 Nits hell und kann auch im direkten Sonnenlicht problemlos abgelesen werden. Die Helligkeitsanpassung erfolgt entweder automatisch per Sensor oder manuell in sechs Stufen. Farben sind kräftig, Schwarz ist schön satt. Leider wird das Display nicht ganz ausgefüllt, es bleibt ein kleiner Rand von drei bis vier Millimeter Breite. Huawei bietet eine Always-On-Funktion und mehr als 1.000 Zifferblätter-Designs, von denen viele Zusatzkosten zwischen 49 Cent und 4,99 Euro verursachen.

Die Huawei Watch 3 wird generell mit eSIM-Option geliefert. Einen entsprechenden Vertrag mit Telekom, Vodafone, 1&1 oder O2 vorausgesetzt, kann man autark telefonieren und im LTE-Netz surfen. Eine EKG-Funktion fehlt, abgesehen davon fällt die Ausstattung recht üppig aus. So kann man den Blutsauerstoffgehalt sowie die Hauttemperatur messen und profitiert von Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, optischem Herzfrequenzsensor sowie Luftdruck- und Temperatursensor. Mit der Genauigkeit der Messwerte waren wir im Test zufrieden, lediglich das Suchen bzw. Finden des GPS-Signals hätte teilweise gerne flotter funktionieren können. Unterstützt wird neben Bluetooth 5.2 auch WLAN und NFC. Letzteres dient zum mobilen Bezahlen über die »Stocard«-App, die unter anderem Mastercard-Kreditkarten unterstützt.

Der HiSilicon Hi6262-Prozessor bietet im Zusammenspiel mit 16 Gigabyte internem sowie 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und dem Betriebssystem Harmony OS eine ordentliche Performance mit gutem Bedientempo. Die in der Anfangszeit der Smartwatch teilweise geäußerte Kritik, die Bedienung sei zu hakelig, können wir nicht teilen, das Handling passt. Der Menüaufbau ist intuitiv, die Steuerung per Touch-Display und drehbarer Krone durchdacht. Schön wäre es, wenn die Apps durch ein kurzes Stichwort beschrieben würden, so muss man diese vielfach erst öffnen um zu sehen, was sich hinter den jeweiligen Symbolen verbirgt. Nachschub gibt es über die »AppGallery«, die App-Auswahl ist bei Apple und Samsung aber noch deutlich größer. Ab Werk findet man unter anderem Kompass, Musikplayer, ein Aufnahme-Tool für Sprachnachrichten, Wecker, Wettervorhersage und ein Programm mit Atemübungen an Bord.

Für Sportler sind 19 gängige Sportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren hinterlegt, von denen die sechs wichtigsten Disziplinen automatisch erkannt werden. Die Huawei Watch 3 selbst liefert diverse Infos und Grafiken unter anderem zur Sauerstoffsättigung im Blut, zu zurückgelegten Schritten und zu verbrannten Kalorien. Ausführliche Auswertungen erlaubt die »Health«-App.

Außerdem erfasst die Smartwatch den Schlaf, verfügt über eine automatische Sturzerkennung mit Notruf-Funktion und hat mit Celia eine eigene Sprachassistentin integriert, die beispielsweise per Sprachbefehl zuverlässig Musik abspielt, einen Wecker stellt oder Infos zum Wetter in einer bestimmten Stadt gibt. Eingehende Nachrichten wie WhatsApp werden dargestellt, eine Antwort-Funktion fehlt jedoch. Bei einem normalen Nutzungsszenario hielt der Akku bei uns im Test knapp 48 Stunden durch, das ist nicht gerade lang.

Preislich fängt die Huawei Watch 3 in der Active-Version bei knapp 370 Euro an. Damit ist sie kein Schnäppchen, verfügt aber serienmäßig über eine eSIM-Funktion und ist auch sonst gut ausgestattet. Apple und Samsung bieten ein bisschen mehr, uns konnte die Smartwatch im Test im Großen und Ganzen aber überzeugen.

Huawei Watch GT 2

Die Übergänge zwischen Smartwatch und Sportuhr sind oft fließend, bei der Huawei Watch GT 2 ist das ganz extrem. Sie hat viele klassische Sport- bzw. Fitness-Features an Bord. In der von uns getesteten Variante mit braunem Lederarmband ist die Huawei für raue sportliche Einsätze fast zu schade. Dafür empfehlen wir die ebenfalls erhältlichen Fluorelastomer-Armbänder, optional ist ein titangraues Metallarmband zu haben – zumindest in der 46-mm-Version, die wir im Test hatten. Als zweite Größe ist die Smartwatch mit 42 Millimetern erhältlich.

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und hinterlässt wie das Lederarmband einen hochwertigen Eindruck, der Tragekomfort ist sehr gut. Das AMOLED-Display mit 454 x 454 Pixeln ist sehr scharf und hell. Die Helligkeit kann individuell angepasst werden, alternativ übernimmt dies eine Automatik je nach Umgebungslicht. Zudem reagiert das Display zuverlässig auf Wisch- und Touch-Gesten, die Bedienung wird durch lediglich zwei Drucktasten an der rechten Seite vereinfacht.

Die Watch GT 2 arbeitet mit Huaweis Betriebssystem Lite OS. Das reagiert zügig, die Menüs sind klar aufgebaut, und das Bedienkonzept hat man schnell verinnerlicht. Wer Googles Wear OS kennt, wird hier kaum Unterschiede bemerken. Einer ist allerdings markant und dürfte für einige Smartwatch-Anhänger ein KO-Kriterium darstellen: Auf die Huawei-Uhr lassen sich keine zusätzlichen Apps herunterladen. Man muss mit den Anwendungen leben, die ab Werk vorinstalliert sind. Der Schwerpunkt liegt dabei ganz klar auf dem Bereich Sport.

Die Herzfrequenz erfasst die GT 2 sehr exakt, auch bei der Zählung der zurückgelegten Schritte konnten wir keine gravierenden Ungenauigkeiten feststellen. Da die Smartwatch bis zu 50 Meter wasserdicht ist, kann sie beim Schwimmen getragen werden und ermittelt hier die zurückgelegte Entfernung und die Geschwindigkeit. Dank der integrierten GPS- und GLONASS-Satellitensysteme erfasst die Huawei präzise den Standort und macht Routen so reproduzierbar. Mit Workout, Laufen, Schwimmen, Radfahren, Gehen, Wandern, Crosstrainer und Rudergerät sind verschiedene Disziplinen hinterlegt, bei denen unter anderem der Kalorienverbrauch festgestellt wird. Wichtige Trainingsdaten sieht man bequem auf einen Blick.

Die Kopplung mit einem Smartphone erfolgt mittels Bluetooth. So lassen sich Telefonate führen, ein Musikplayer ist integriert, bis zu 500 Lieder lassen sich direkt in der Uhr speichern. Zur Ausstattung gehören ferner Benachrichtigungen über SMS-Nachrichten, E-Mails, Kalendereinträge und Social-Media-Anwendungen, außerdem Taschenlampe und Wetteranzeige, Alarm, Timer sowie Stoppuhr und Schlafüberwachung.

Eine besondere Stärke der Watch GT 2 ist der Akku: Im Test hielt dieser knapp elf Tage durch. Diese lange Akkulaufzeit gelingt freilich nur, wenn die Smartwatch nicht permanent mit dem Smartphone gekoppelt ist und das Display nicht ständig mit höchster Helligkeit strahlen muss. Huawei selbst verspricht eine Akku-Dauer von 30 Stunden bei kontinuierlicher GPS-Ortung, laufender Herzfrequenzüberwachung und regelmäßiger Messung von Trainingseffekten, ansonsten sollten bei der 46-mm-Variante 14, bei der 42-mm-Watch bis zu sieben Tage drin sein.

Insgesamt hat die Huawei Watch GT 2, abgesehen von der Möglichkeit, Apps zu installieren, keine Schwächen. Sie ist ein schicker Begleiter mit guter Ausstattung und vielen praktischen Sport-Funktionen.

Oppo Watch

Wer mit Smartwatches nicht ganz so vertraut ist, erkennt in der Oppo Watch eine Apple Watch. Denn das Display ist unweigerlich an das Modell des iPhone-Erfinders angelegt. Konzipiert ist die Oppo-Uhr sowohl für Android- als auch Apple-Nutzer, doch vom vollen Funktionsumfang profitieren nur Erstgenannte. Fangen wir mit den schlichten Fakten an: Wir haben die Watch in der 46-mm-Variante getestet (es gibt auch eine 41-mm-Version, diese verzichtet auf ein Mobilfunkmodul). Das AMOLED-Display ist 1,9 Zoll groß, löst mit 402 x 476 Pixeln auf und liefert neben guter Schärfe auch ein sattes Schwarz und schöne Farben. Ein Alway-on-Display ist verfügbar. Als Prozessor kommt der Qualcomm 3100 mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und acht Gigabyte Speicher für Musik und Apps zum Einsatz. Im Stromsparmodus nimmt der leistungsschwächere Ambiq Micro Apollo 3 mit eigenem Betriebssystem die Arbeit auf, um laut Hersteller Akkulaufzeiten von bis zu 14 Tagen zu erreichen. Die Smartwatch ist gut verarbeitet, das Display ist recht kratzfest und das Silikonarmband liegt angenehm auf der Haut.

Zur Ausstattung gehören GPS, optischer Pulsmesser, Barometer, Lichtsensor, Gyroskop, Magnetometer, Mikrofon und NFC zum kontaktlosen bargeldlosen Bezahlen mittels Google Pay. Damit werden auch schon Unterschiede zur Apple Watch oder zur neuen Galaxy Watch 3 deutlich: Die Oppo misst keinen Sauerstoffgehalt im Blut, schreibt kein EKG, erkennt Sportarten nicht automatisch und hat auch keine drehbare Lünette, mit der Samsung-Käufer verwöhnt werden.

All das wäre kein Problem und locker zu verkraften, würde die Oppo Watch preislich nicht ganz oben mitspielen wollen: Knapp 400 Euro wurden bislang für das 46-mm-Modell fällig, mittlerweile gibt es dieses auch für etwa 320 Euro.

Der Bedienkomfort ist hingegen gut, auf Wisch- und Touch-Gesten reagiert die Smartwatch flott (kann mit der Apple Watch aber nicht ganz mithalten), zudem helfen beim Navigieren zwei seitliche Tasten. Sprachbefehle werden über Amazon Alexa zuverlässig verarbeitet, Antworten werden nicht nur eingeblendet, sondern auch mit durchwachsener Sprachqualität zum Besten gegeben. Fitnessfreaks können die zurückgelegten Schritte, die Trainingszeit, verbrannte Kalorien und die Anzahl der Trainingseinheiten auf einen Blick ablesen. Das gilt ebenso für die Herzfrequenz. Alle ermittelten Werte erscheinen plausibel.

An Bord befindet sich der Google Play Store, um zusätzliche Applikationen herunterzuladen. Einige Apps wie ein Rekorder, eine Wettervorhersage, zum Navigieren oder für Atemübungen sind bereits vorinstalliert. Da man nur die Symbole sieht und keinen Erklärtext mitgeliefert bekommt, muss man sich durch Ausprobieren herantasten.

Wer ein Training startet, kann zurückgelegte Routen per GPS aufzeichnen und nachher auf Google Maps verfolgen. Hinterlegt sind Laufen, Spazierengehen, Radfahren und Schwimmen (Salzwasser mag die Oppo nicht). Die Disziplin muss man selbst aussuchen. Ebenso kann die Smartwatch auf »Google Fit« zugreifen. In der Rubrik 5-Minuten-Training stehen die Einträge und die Erklärvideos leider nur auf Englisch zur Verfügung. Auf Nachrichten wie E-Mails oder WhatsApp kann man verbal mittels Mikrofon, über gezeichnete Emojis oder via Mini-Tastatur antworten.

Über Google Wear steht eine kleine Auswahl an alternativen Ziffernblättern bereit. Der Schlaftracker erfasst die Gesamtstunden des Schlafs und unterteilt diese in leichten und tiefen Schlaf sowie in die Wachzeiten. Seine Daten kann man ebenso wie Fitness- und Gesundheitswerte über die App »Hey Tap Health« mit dem Smartphone synchronisieren. Das LTE-Modul ist in der 46-mm-Watch Serie, kann jedoch lediglich mit einer eSIM von Vodafone zum mobilen Surfen und autarken Telefonieren benutzt werden.

Eine Enttäuschung ist der Akku: Oppo verspricht zwar bis zu 36 Stunden im Smart-Modus, diese haben wir jedoch selbst bei moderater Nutzung ohne aktiviertes GPS nicht erreicht. Lediglich bei Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone und eingeschaltetem Always-on-Display (hier werden nur die Uhrzeit und das Datum eingeblendet) ist im Test nach maximal 24 Stunden Schluss. Der Stromsparmodus, der bis zu 21 Tage Dauerbetrieb ermöglichen soll, ist für die meisten uninteressant, weil die Uhr dann kaum noch smart ist. Das Aufladen gelingt glücklicherweise sehr schnell: Nach 15 Minuten in der Ladeschale hat der Akku rund 30 Prozent mehr Kapazität.

Insgesamt gefällt uns die Oppo Watch ganz gut, sie hat ein schönes Display, ist leicht, Ausstattung und Bedienkomfort passen. Allerdings müsste die Smartwatch dann mindestens 100 Euro günstiger sein. In der Preisklasse, in der sie jetzt mitpielen will, ist sie schlichtweg zu teuer, weil Features wie etwa eine EKG-Funktion fehlen.

Apple Watch SE

Gemeinsam mit der Apple Watch Series 6 hat Apple auch die Apple Watch SE auf den Markt gebracht. Die Überraschung ist groß: Obwohl diese der Series 6 zum Verwechseln ähnlich sieht, kostet die SE rund 130 Euro weniger und ist bereits für unter 300 Euro zu kriegen. Das ebenfalls wahlweise 40 bzw. 44 mm große Aluminiumgehäuse ist in den Farben Gold, Silber und Space Grau erhältlich. Bei den Bändern kann man aus einer großen Farb- und Materialvielfalt auswählen. Das OLED-Display liefert ebenfalls eine Helligkeit von bis zu 1.000 Nits, verfügt aber nicht über die Always-On-Funktion. Der Speicher ist 32 Gigabyte groß, an Bord werkelt der etwas langsamere S5-Prozessor, was sich aber nicht negativ auf die Performance der SE auswirkt. Auch sie reagiert ungemein schnell und startet Apps mit hohem Tempo. Beim WLAN wird im Gegensatz zur Series 6 nur das 2,4-, aber nicht das 5-Gigahertz-Band unterstützt. Die SE wird auch als LTE-Variante angeboten.

Ausstattungstechnisch ist die günstigere Apple Watch nicht wesentlich schlechter als die 6. Generation, zwei markante Features fehlen jedoch: die EKG-Funktion sowie die Messung des Blutsauerstoff-Gehalts. Ansonsten sind der immer aktive Höhenmesser, ein Beschleunigungs­sensor mit bis zu 32 G mit Sturz­erkennung, Gyroskopsensor, Bluetooth 5.0, Kompass, Mikrofon, Apple Pay und jede Menge Fitnessfunktionen verbaut. Die Akkudauer gibt Apple ebenfalls mit 18 Stunden an, bei uns waren 24 Stunden bis zum Aufladen drin. Beim Auftanken lässt sich die SE etwas mehr Zeit.

Andererseits ist der Aufpreis zur Series 6 nicht riesig, daher ist die für uns die bessere Wahl. Wer aber auf sein Budget schauen muss, für den ist die SE ebenfalls eine gute Wahl. Denn auch mit ihr erhält man eine leistungsstarke, top verarbeitete Smartwatch mit vielen Funktionen und hohem Bedienkomfort, bei der lediglich die letzten Schmankerl fehlen.

Apple Watch Series 5

Preislich fällt der Unterschied zwischen der Apple Watch Series 5 und der Apple Watch 6 kleiner aus als erwartet, sodass man als Neukäufer problemlos zur 6. Generation greifen kann. Auch bei der Series 5 ist das Display immer aktiv. Das Gehäuse besteht wahlweise aus Aluminium, Edelstahl, Keramik oder Titan, bei den Armbändern kann man zwischen Sport- und Lederarmbändern sowie einer Sport-Loop- und einer hochwertigen Milanaise-Ausfertigung wählen. Die Farbpalette umfasst neun Farben, unter anderem Zitruscreme, Clementine, Piniengrün und Alaskablau.

Zu haben ist die Apple-Uhr mit den Gehäusegrößen 40 und 44 Millimeter. Das OLED-Retina-Display löst sehr fein auf: Kleinste Details sind optimal zu erkennen, Schriften und Ziffern sind super scharf. Zudem ist die Darstellung mit bis zu 1.000 Nits angenehm hell. Schaut man jedoch nicht auf die Uhr, wenn der Arm angehoben und das Handgelenk gedreht ist, so ist das Display der Series 6 deutlich heller, was sich speziell im Freien bemerkbar macht.

An Bord befinden sich ein barometrischer Höhen- und ein Herzfrequenzmesser, Beschleunigungs- und Gyrosensor, GPS, WLAN und Bluetooth 5.0. Der Beschleunigungssensor hält bis zu 32 G aus. Ruft man sich die Karten-App auf, kann man erkennen, in welche Richtung man gerade schaut. Kompass-Infos lassen sich zudem ins Zifferblatt einbetten. Natürlich ist auch eine LTE-Variante erhältlich.

Auf Reisen im Ausland eignet sich die Apple Watch, um internationale Notrufe zu tätigen, egal, wo das Gerät gekauft wurde oder ob ein Mobiltarif aktiviert ist. Internationale Notrufe funktionieren auch mit der Sturzerkennung. Wenn aktiviert, wird ein Notruf automatisch abgesetzt, insofern die Apple Watch erkennt, dass der Nutzer einen schweren Sturz erlitten hat und sich für etwa eine Minute nicht bewegt.

Ein wirklich tolles Gimmick ist die Möglichkeit, nicht nur den Puls zu messen, sondern sogar ein Elektrokardiogramm (EKG) zu erstellen. Die Smartwatch arbeitet flott, Apps starten schnell. Auch als Navigationssystem kann man die Apple Watch benutzen. Eine Messung des Blutsauerstoff-Gehalts ist jedoch nicht möglich.

Wer die Apple Watch 5 besitzt, kann sich den Umstieg auf die Series 6 sparen. Neukäufer sollten zum aktuellen Modell oder zur Apple Watch SE greifen.

Garmin Quatix 6

Die Ausstattungsliste der Garmin Quatix 6 ist länger als die so mancher Luxus-Limousine. Zu einem stolzen Preis von weit über 600 Euro schnürt sie ein extrem umfangreiches Paket und richtet sich an eine sehr kleine Zielgruppe wie beispielsweise Segler, die einen smarten Helfer an Bord haben möchten. In die gigantische Funktionsfülle muss man sich erst mal in Ruhe einarbeiten. Es genügt nicht, die Garmin in die Hand zu nehmen und intuitiv sämtliche Features zu bedienen – dafür ist dieser Chronograph zu komplex. Deshalb können wir bei unserer Vorstellung auch nur an der Oberfläche kratzen.

Der stabile Korpus besteht aus faserverstärktem Polymer mit Metallgehäuse, das 1,3 Zoll große Display besitzt kratzfestes Corning Gorilla Glass DX und löst mit 260 x 260 Pixeln auf. Je stärker die Sonne scheint bzw. je heller die Umgebung ist, desto besser ist das transflektive Display ablesbar. Über den Knopf oben links lässt es sich beleuchten. Der Tragekomfort ist gut, das Silikonarmband schmiegt sich angenehm an die Haut. Die Akkulaufzeit variiert stark, je nachdem, wie intensiv man die Quatix 6 beansprucht. Im GPS-Modus sind bis zu 36 Stunden drin, hört man parallel noch Musik, ist nach spätestens 10 Stunden Schluss. Bei Bedarf hält die Garmin im Energiespar-Uhrmodus bis zu sieben Wochen durch.

Die wichtigsten Funktionen und Ausstattungsdetails können wir nur kurz anreißen. Als Sensoren sind unter anderem GPS, Glonass, Galileo, barometrischer Höhenmesser, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungsmesser und Thermometer an Bord. Die Quatix 6 erfasst Schrittzahl, Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, hochgestiegene Stockwerke, zurückgelegte Strecken, den Schlaf sowie den Stress des Uhren-Trägers. Sportler finden Programme für Kraft- sowie Cardiotraining, Training auf Crosstrainer, Stepper, Rudermaschine, für Pilates und Yoga vor.

Beim Training werden unter anderem Geschwindigkeit und Distanz, die maximale Sauerstoffaufnahme sowie die Trainingsbelastung erfasst. Trainingspläne kann man sich herunterladen, auch die Themen Hitze- und Höhenakklimatisierung werden vom Garmin-Alleskönner berücksichtigt. Dazu kommen mannigfaltige Lauf- und Golffunktionen. Auf mehr als 41.000 Golfplätzen kann man unter anderem Schlagweiten ermitteln und sich helfen lassen, den richtigen Schläger für die Annäherung ans Loch zu finden. Auch für Radler und Schwimmer ist die Quatix 6 ein vielseitiger Begleiter.

Speziell konzipiert wurde der Handgelenks-Computer für Wassersportler und Seefahrer. Seekarten zeigen die exakte Position des Schiffs an, über die Autopilot-App lässt sich der Steuerkurs ändern und zum Markieren der Position von Fischfängen kann man über die Smartwatch sogar Wegpunkte setzen. Zudem eignet sie sich zum mobilen Bezahlen über Garmin Pay, zur Musikwiedergabe oder zum Erhalt von E-Mails, SMS und Alarmen, wenn die Uhr mit einem Android- oder Apple-Smartphone gekoppelt ist.

Die Quatix 6 reagiert sehr flott, Statistiken und festgelegte Ziele kann man über die übersichtliche App Garmin Connect einsehen. Sie ist keine Smartwatch im klassischen Sinne, sondern ein absolutes Hightech-Instrument, das sehr genaue Werte liefert und für anspruchsvolle Outdoor-Spezialisten konzipiert ist, die Wert auf perfekte Navigation legen und beispielsweise auf hoher See oder auf dem Golfplatz mit wichtigen Zusatzinformationen versorgt werden möchten. Das Handling ist entsprechend komplex, vor der ersten Inbetriebnahme muss man sich unbedingt mit der knapp 60 Seiten umfassenden Anleitung vertraut machen. Dann ist die Garmin ein zuverlässiger, aber auch sehr teurer Begleiter.

Garmin Instinct Solar

Bei der Garmin Instinct Solar legt die Akkukapazität trotz Nutzung im Idealfall zu anstatt abzunehmen. Möglich macht dies ein winziges Solarpanel. Wird die Uhr der prallen Sonne ausgesetzt, so steigert sich die Laufzeit von maximal 24 auf 54 Tage. Voraussetzung dafür ist laut Garmin, dass die Smartwatch täglich drei Stunden im Freien bei einer Helligkeit von 50.000 Lux getragen wird. Im reinen GPS-Betrieb lässt sich die Garmin zwischen 70 und 145 Stunden nutzen. Wir kamen auf rund 20 Tage, ohne die Instinct Solar explizit jeden Tag auf die Sonne auszurichten. Das Feature dürfte sich speziell für Wanderer und Outdoor-Aktivisten eignen, die auf ihren Touren stundenlang im Freien unterwegs sind.

Die Smartwatch aus faserverstärktem Polymer mit Silikonarmband trägt sich angenehm und ist mit gerade mal 53 Gramm schön leicht. Das monochrome, transflektive MIP-Display (Memory in Pixel) ist nur 0,9 mal 0,9 Zoll groß, lässt sich aber gerade im Freien sehr gut ablesen. Im Notfall kann man es per Tastendruck beleuchten.

Der Funktionsumfang der Solar ist riesig, deshalb gilt auch bei dieser Garmin-Uhr: Man muss sich einarbeiten, nicht alles ergibt sich auf Anhieb – ein wenig Geduld ist gefragt. Die Smartwatch ist vollgestopft mit jeder Menge Hightech, unter anderem mit GPS, Glonass, Galileo, Herzfrequenzmessung, Höhenmesser, Kompass, Beschleunigungsmesser, Thermometer und Pulsoximeter. Die Aktivitätsfunktionen sind ebenfalls üppig: Neben den zurückgelegten Schritten kann man unter anderem die verbrauchten Kalorien, die gestiegenen Stockwerke, die zurückgelegte Strecke sowie die Intensitätsminuten ablesen.

Außerdem lassen sich Alarme für eine abnormale Herzfrequenz einstellen sowie ein Entspannungstimer sowie die Schlafüberwachung nutzen, im Zusammenspiel mit der App »Garmin Connect« besteht sogar die Option, die Flüssigkeitsaufnahme und den Menstruationszyklus zu kontrollieren. Vorinstalliert sind diverse Apps für Laufen, Radfahren sowie fast jede Standard- und Trend-Sportart und Outdoor-Aktivitäten.

Die Solar fungiert bei Wanderern auch als Navigationsgerät. Ein Höhenmesser liefert die Höhendaten, ein Barometer überwacht das Wetter und ein elektronischer 3-Achsen-Kompass hilft bei der Orientierung. Wer will, kann sich von der Smartwatch automatisch über den Hinweg zurücklotsen lassen. Ist das Smartphone per Bluetooth gekoppelt, landen E-Mails, SMS-Nachrichten und Alarme direkt auf der Uhr. Schwimmer können persönliche Profile anlegen und ebenfalls von etlichen Features wie der Schwimmstilerkennung und der Übungsaufzeichnung profitieren.

Zum aufgerufenen Preis von deutlich über 300 Euro ist die Garmin Instinct Solar kein Schnäppchen, der Preis ist ob des riesigen Funktionsumfangs jedoch gerechtfertigt. Allerdings richtet sich die Uhr an ein spezielles, sehr Sport-affines Klientel. Apps, wie man sie auf einer klassischen Smartwatch installieren kann, laufen hier nicht. Auch die Komplexität der Bedienung macht die Instinct Solar nicht zum massenkompatiblen Begleiter.

Huawei Watch 2

Sie ist zwar nur aus Kunststoff, aber dafür macht die Huawei Watch 2 trotzdem einen sehr hochwertigen Eindruck und trägt sich angenehm. Das 1,2 Zoll große AMOLED-Display löst mit 390 mal 390 Pixeln auf und ist schön scharf. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit, ansonsten sind alle Informationen auf der wasserdichten Uhr mit Android Wear 2.0 perfekt zu erkennen.

Der 1,1 Gigahertz schnelle Qualcomm Snapdragon 2100 Prozessor und die 768 Megabyte Arbeitsspeicher verleihen der Huawei ein flottes Arbeitstempo. Die Bedienung erfolgt problemlos über zwei seitliche Druckknöpfe sowie durch Wischen und Tippen. Alle Apps sind seitlich auf der linken Bildschirmhälfte angeordnet. Das Tippen auf der kleinen Tastatur, etwa um WhatsApp-Nachrichten zu verschicken, ist allerdings sehr fummelig. Vier Gigabyte interner Speicher ermöglichen das Mitführen eigener kleinerer Musiksammlungen.

Sportler dürften sich außerdem über den präzisen Herzfrequenzmesser und die zahlreichen Trainings-Funktionen freuen. Dazu zählt die Erfassung von zurückgelegten Routen, von Geschwindigkeit, Distanz und verbrauchten Kalorien. Auch die alltägliche Bewegung wird erfasst. Zu den Ergebnissen gelangt man über die bereits ab Werk installierte App. Ist die Smartwatch mit einem Smartphone gekoppelt, so kann sie zum Telefonieren und Freisprechen verwendet werden. Die Sprachqualität ist erstaunlich gut. Die 4G-Variante erlaubt autarke Telefonie und Erreichbarkeit ohne mitgeführtes Smartphone.

Im Idealfall hielt die Huawei Watch 2 im Test bis zu zwei Tage durch, das Laden des Akkus dauert rund zwei Stunden. Als sportlicher Begleiter im robusten Gehäuse ohne nennenswerte Schwäche macht sie eine gute Figur.

Apple Watch Series 3

Sie ist zwar nicht mehr das neueste Modell von der Marke mit dem angebissenen Apfel, aber mit Einschränkungen immer noch zu empfehlen und zudem deutlich günstiger als beispielsweise die Apple Watch Series 5. Auch die Apple Watch Series 3 punktet durch gute Bedienbarkeit, zudem profitieren Besitzer von den Vorteilen von watchOS 6. Die Apple Watch Series 3 gibt es nicht nur mit verschiedenen Armbändern und zusätzlicher Cellular-Funktion, sondern auch in unterschiedlichen Gehäusegrößen. Die Apple-Angaben »38 mm« bzw. »42 mm« beziehen sich dabei auf die Höhe der Smartwatch. Während das kleinere OLED-Display mit 272 x 340 Pixeln auflöst, stellt das größere 312 x 390 Bildpunkte dar. In beiden Fällen ist die Ansicht sehr scharf, der Bildschirm reagiert äußerst präzise auf Touch- und Wischbewegungen.

Das Aluminiumgehäuse ist leicht und sehr stabil. An Bord befinden sich ein barometrischer Höhen- und ein Herzfrequenzmesser, Beschleunigungs- und Gyrosensor, GPS, WLAN und Bluetooth 4.2. In der günstigeren GPS-Version hat Apple 8 Gigabyte Speicher verbaut, Käufer mit GPS und Cellular kommen in den Genuss der doppelten Speicherkapazität. Man erkennt sie übrigens an der Krone mit dem roten Punkt.

Ebenfalls gefällt, dass die Sprachassistentin Siri Anfrageergebnisse nicht nur auf dem Display der Watch 3 anzeigt, sondern auch per Sprache antwortet. Der Dienst klappt so vorzüglich, wie man ihn von iPhone und iPad kennt. Zur Auswahl stehen eine große Anzahl an Apps, Watchfaces und Zifferblätter, die man auch noch weitgehend anpassen kann, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Display ist im Gegensatz zur aktuellen Apple Watch nicht dauerhaft im Betrieb, die Gesamtperformance der Watch Series 3 ist etwas langsamer, die Speicherkapazität geringer.

Huawei Watch GT 3

Im vielfältigen Smartwatch-Reigen von Huawei ist die Watch GT 3 das neueste Modell. Dieses wird in zwei Größen angeboten: Käufer können beim Display zwischen einer 42- und einer 46-mm-Variante auswählen. Wir hatten das kleinere Modell im Test. Konkret in Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Das farbige AMOLED-Display ist in 1,32 und 1,43 Zoll zu haben.

Die Gehäusevorderseite besteht jeweils aus Edelstahl, die Rückseite aus Kunststoff. Beim 46-mm-Modell setzt Huawei auf die Farben Schwarz und Edelstahl-Silber, bei der 42-mm-Uhr auf Schwarz und Gold. Jeweils drei Optionen gibt es beim Armband. Bei der größeren Smartwatch haben Käufer die Wahl zwischen einen schwarzen Fluoroelastomer-Armband, einem braunen Lederarmband sowie einem Edelstahlarmband. Wer die kleinere Uhr präferiert, muss sich zwischen dem schwarzen Fluoroelastomer-Armband, einem weißen Leder- und einem goldfarbenen Milanaise-Armband entscheiden. Die Höhe der beiden Uhren-Modelle variiert zwischen 10,1 und 11 Millimeter.

Das Display macht einen sehr robusten und kratzfesten Eindruck. Als AMOLED punktet es durch sattes Schwarz und super leuchtende Farben. Die Helligkeit passt sich automatisch an, kann aber auch selbst schrittweise modifiziert werden. Auch im Sonnenlicht reicht die Maximalhelligkeit der GT 3 problemlos aus, um alle Informationen entspannt abzulesen. Das Display löst mit 466 x 466 Pixeln auf und kann 5, 10, 15 oder 20 Minuten lang dauerhaft aktiviert werden. Auf der Uhr selbst sind ein Dutzend Watchfaces vorinstalliert, eine dreistellige Zahl an Zifferblättern lässt sich nachträglich installieren, viele davon sind kostenpflichtig.

Der Tragekomfort der Uhr ist gut, das von uns getestete Kunststoff-Armband ist angenehm weich und schmiegt sich schön an die Haut. Die Bedienung gelingt flüssig durch Wisch- und Touchgesten, über die obere drehbare Krone navigiert man durch Menüs oder springt zum Startbildschirm zurück, die untere Taste führt zum Trainingsmenü.

Huawei gibt eine »Wasserbeständigkeit« von 5 ATM an. Die dazugehörige Erklärung schränkt das Einsatzgebiet der Uhren bei Wassersportarten allerdings ein. Hier heißt es: »Das bedeutet, dass sie in seichtem Gewässer zum Schwimmen u. a. in einem Pool oder im Meer getragen werden können. Sie können jedoch nicht beim Tauchen, Wasserskifahren oder anderen Aktivitäten mit hoch beschleunigtem Wasser oder beim Eintauchen in tieferes Wasser verwendet werden.«

Die Watch GT 3 läuft mit Harmony OS. Android-Benutzer haben über die Huawei App Gallery die Möglichkeit, Apps nachträglich auf die Uhr herunterzuladen. Allerdings sind das nicht viele, und auf Klassiker wie beispielsweise Google Maps oder Spotify muss man verzichten. Zum Portfolio zählen etwa einige Spiele, Navigationshilfen und Fitness-Anwendungen.

Um die Huawei Watch GT 3 auf die aktuelle Version zu updaten, vergingen bei uns im Test knapp 8 Stunden, was normalerweise nicht sein kann. Zudem waren wir mit der Performance der Uhr nicht zufrieden. Mindestens einmal am Tag kam es vor, dass das Display der Smartwatch plötzlich einfror (wenn die Uhr nicht per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden war) und sich erst wieder nach etwa 15 Sekunden zum Leben erwecken ließ. Die Uhrzeit und das Datum waren anschließend völlig verstellt, und auch Fitnesswerte wie zurückgelegte Schritte waren plötzlich auf null. Nach einer kurzen Synchronisation mit dem Smartphone waren Uhrzeit und Datum im Gegensatz zu den Fitnessdaten wieder da.

Die Ausstattung der GT 3 kann sich für eine Uhr in dieser Preisklasse sehen lassen. Als Sensoren sind Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, optischer Herzfrequenzsensor, Luftdrucksensor und Temperatursensor verbaut, als Apps auf der Uhr sind direkt bei der Auslieferung Trainings-Applikationen sowie Anwendungen für Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur, Aktivitätsaufzeichnungen, Schlaf, Stress, Atemübungen sowie ein Barometer, Kompass, eine Stoppuhr, Taschenlampe, eine Wettervorhersage, Timer, Wecker und Taschenlampe vorinstalliert. Die Anordnung der Apps gelingt wahlweise als Raster und als Liste.

Die ermittelten Gesundheitsdaten sind präzise, die Herzfrequenz mit Diagramm für 24 Stunden ist optisch ansprechend aufbereitet. Seit kurzem verfügbar ist die neue Funktion »Healthy Living«, die die Motivation für ein gesünderes Leben steigern soll. So erinnert die Uhr nicht nur daran, sich mehr zu bewegen, sondern auch daran, ausreichend zu trinken, rechtzeitig ins Bett zu gehen und den eigenen Atem zu trainieren.

Speziell Sportler kommen mit der GT 3 auf ihre Kosten. Zurückgelegte Routen lassen sich aufzeichnen, unterstützt werden die Satellitensysteme GPS, Beidou, GLONASS, Galileo und QZSS, außerdem gehören mehr als 100 Sportmodi zur Ausstattung, unter anderem Laufen, Radfahren, Wandern, Schwimmen, Seilspringen und Skifahren. Die Smartwatch erfasst kontinuierlich die Sauerstoffsättigung im Blut und bewertet anhand historischer Laufdaten die persönlichen sportlichen Fähigkeiten. Auf dieser Grundlage erstellt die GT 3 auch einen individuellen Laufplan mit kompletter Tracking-Anleitung.

Die Ausstattung wird abgerundet durch die Anzeige der täglichen Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten sowie der Mondphasen. Das Höhenbarometer überwacht den Luftdruck und warnt vor extremen Wetterbedingungen.

Eingehende Nachrichten lassen sich zwar anzeigen, eine Antwort-Funktion fehlt jedoch noch. Ist ein Smartphone gekoppelt, kann man über die Uhr mit ordentlicher Sprachqualität telefonieren. Im Gegensatz zur Huawaei Watch 3 ist die GT 3 nicht mit eSIM erhältlich, dafür hält ihr Akku länger. Bis zu 7 Tage sind beim 42-mm-Modell drin, bei uns hielt der Akku etwas länger als 4 Tage durch.

Insgesamt überzeugt die Huawei Watch GT 3 mit guter Ausstattung, vielen Sport-Features, hochwertiger Verarbeitung und gutem Display. Das Angebot an zusätzlichen Apps ist noch sehr dürftig. Im Test störten uns die regelmäßigen Systemaufhänger sowie der Verlust von Fitnessdaten und der Uhrzeit.

OnePlus Watch

Mit der Watch hat der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus seine erste Smartwatch auf den Markt gebracht. Die aufgerufenen rund 160 Euro erscheinen auf den ersten Blick als echter Kampfpreis. Insgesamt schlägt sich die Uhr auch recht wacker, doch als echte Smartwatch hapert es ihr ganz einfach ein wenig am Funktionsumfang.

Angeboten wird die Watch in der Standard-Variante in den Farben Midnight Black und Moonlight Silver jeweils mit einem angenehm zu tragenden Silikonarmband oder in der Cobalt Limited Edition zusätzlich mit einem Lederarmband. Das runde und 5 ATM wasserdichte Stahlgehäuse mit Saphirglas und einem Durchmesser von 46 Millimeter wirkt sehr hochwertig und stabil, ist mit 45 Gramm trotzdem schön leicht und trägt nicht allzu dick auf. Das 1,39 Zoll große AMOLED-Display löst mit 454 x 454 Pixeln auf und erstrahlt seit dem letzten Firmware-Update bei Bedarf auch im Dauerbetrieb. Farben sind kräftig, das Schwarz ist schön dunkel, die (gute) Helligkeit stufenweise anpassbar. Schriften und Grafiken sind bei teureren Modellen allerdings noch etwas schärfer.

Das Display reagiert zuverlässig auf Touch- und Wischgesten, die einfache Bedienung erfolgt zudem über zwei seitliche Taster. Als Betriebssystem kommt das eigenentwickelte Real-Time OS zum Einsatz. Das ist optisch keine Revolution und erinnert an Google Wear OS. Sonderlich viel gibt es an Bord aber auch nicht zu entdecken. Wischt man nach links kommt man zur Übersicht der 24-Stunden-Herzfrequenzmessung, zur ermittelten Schlafzeit und Schlafdauer der vergangenen Nacht und zu einem Musikplayer, um Songs aus dem dafür reservierten zwei Gigabyte großen Speicher abzuspielen.

Über die obere Taste öffnet die OnePlus Watch die täglichen Aktivitäten (eine grafische Darstellung zurückgelegter Schritte, aktiver Minuten und des Kalorienverbrauchs), Sportarten, Trainingsaufzeichnungen, die eigenen Bereiche für Herzfrequenz und Blutsauerstoffmessung sowie die Rubrik Schlafanalyse. Zudem gibt es eine Stressmessung, Atemübungen, Telefonie und Musikplayer (Wiedergabe über eingebauten Lautsprecher oder Bluetooth-Kopfhörer), Wecker, Stoppuhr, Timer, Barometer, Wettervorschau, eine Option, um die Smartphone-Kamera per Bluetooth von der Uhr aus auszulösen sowie ein Gimmick, um das Mobiltelefon zu finden. Zusätzliche Apps lassen sich leider nicht installieren. Damit ist die OnePlus Watch für uns eher ein guter Fitnesstracker als eine richtige Smartwatch.

Zum Telefonieren koppelt sich die Smartwatch mit dem Smartphone, einen eigenen Lautsprecher hat sie nicht verbaut, eine Version mit SIM-Karte wird nicht angeboten. Mit rund 50 Zifferblättern aus unterschiedlichen Bereichen wie »Klassisch«, »Praktisch« oder »Sport« lässt sich der Look der Uhr individualisieren. Zur Ausstattung gehören Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, optischer Herzfrequenz- und Blutsauerstoffsensor, Umgebungslichtsensor sowie Luftdrucksensor. Zudem GPS, um Laufrouten nachträglich sichtbar zu machen sowie Bluetooth 5.0. Eingehende Nachrichten wie E-Mails und WhatsApp werden angezeigt, zum Antworten kann man nur aus vier Standardvorschlägen wählen.

Bei der Genauigkeit der GPS-Angaben haben wir immer mal kleinere Abweichungen festgestellt, die ermittelte Herzfrequenz hat gepasst, die Qualität der Schritterfassung war mal besser, mal schlechter. Für detaillierte Auswertungen ist die App »OnePlus Health« erforderlich, die bislang nur auf Android-Geräten installiert werden kann. Hier werden verschiedene Gesundheits- und Fitnesswerte sowie Stresslevel und Schlafprotokolle übersichtlich aufgelistet. Sportler finden 14 hinterlegte Sportarten in der Uhr wie Laufen, Schwimmen, Badminton, Radfahren, Rudergerät und Yoga, die automatisch erkannt werden.

Der 402 mAh starke Akku soll OnePlus zufolge bis zu 14 Tage durchhalten, wir kamen mit einer Akkuladung und gelegentlich aktiviertem GPS auf eine Nutzungsdauer von rund 10 Tagen. Praktisch: Die Watch ist ein echter Schnelllader. 5 Minuten in der Ladeschale sollen genug Saft für einen Tag, 20 Minuten für eine ganze Woche geben.

Optisch und qualitativ kann die OnePlus Watch überzeugen, ihr Preis ist fair. Defizite hat sie jedoch beim App-Angebot, leider lassen sich keine Applikationen nachträglich installieren. Auch bei der Genauigkeit von GPS-Daten und zurückgelegten Laufstrecken hat die Smartwatch noch etwas Verbesserungsbedarf.

Samsung Galaxy Watch

Die Samsung Galaxy Watch verzichtet im Vergleich zur neuen Galaxy Watch 3 unter anderem auf die Sauerstommessung im Blut, hat keine Sturzerekknung an Bord und wird ebenfalls kein EKG schreiben können. Dafür spartt man mehr als 100 Euro gegenüber dem aktuellen Modell. Erhältlich ist die Galaxy Watch mit einem Durchmesser von 42 bzw. 46 Millimeter, die beiden kleineren Varianten sind in Roségold und Schwarz, die größere Version in Silber zu haben. Für die LTE-Versionen werden 70 Euro mehr fällig als für die Modelle mit Bluetooth. Für eine schnelle Bedienung und kurze Reaktionszeiten sorgt das Betriebssystem Tizen OS. Unschlagbar im Bedienkomfort bleibt die Smartwatch aufgrund ihrer drehbaren Lünette und des berührungsempfindlichen Super-AMOLEDs. Hinzu kommen noch zwei seitliche Tasten. Auch wenn man die Uhr das erste Mal trägt, fühlt man sich hier auf Anhieb zurecht. Der Tragekomfort ist gut, die Apps sind kreisrund angeordnet und durch das Drehen an der Lünette springt man blitzschnell von Anwendung zu Anwendung.

Der Dual-Core-Prozessor mit 1,15 Gigahertz hat genug Dampf, damit das Wechseln von Apps oder das Starten von Programmen zügig gelingt. Vier Gigabyte Speicher sind fest verbaut. Vorsicht: Die 42- und die 46-mm-Modelle unterscheiden sich in der Akkuleistung. Das kleinere Modell hat eine Kapazität von 270 mAh, dem größeren hat Samsung 472 mAh spendiert. Bei normaler Nutzung, gelegentlicher Kopplung per Bluetooth mit dem Smartphone und aktivierten Fitness-Aktionen hielt in unserem Test die Galaxy Watch in Roségold mit 270-mAh-Akku knapp zwei Tage durch. Ein dickes Lob gibt es für das Display mit einer Auflösung von 360 x 360 Bildpunkten: Es ist knackscharf und lässt sich auch im Freien gut ablesen.

Neun Disziplinen wie Radfahren, Schwimmen, Zirkeltraining und Heimtrainer sind hinterlegt und man kann während seiner Übungsstunde problemlos wechseln. In der Auswertung später sieht man, wie viele Kalorien man verbrannt, Schritte zurückgelegt und wie sich die Herzfrequenz entwickelt hat. Pulsmessung und Schrittzähler arbeiten präzise, überwundene Stockwerke erkennt die Smartwatch hingegen nur sehr unzuverlässig. Den Schlaf überwacht der Samsung-Begleiter wiederum mit nachvollziehbaren Werten. Die LTE-Varianten arbeiten mit einer eingebauten eSIM im Netz der Telekom oder von Vodafone und ermöglichen autarke Telefonie und Surfen ohne WLAN und gekoppeltes Smartphone.

Samsung hat nun den digitalen Assistenten Bixby integriert, der sich bislang nur auf Englisch verständigen kann und noch zu vernachlässigen ist. Installiert sind unter anderem Kalender, Wettervorhersage, ein Musikplayer, E-Mail und Samsung Health. Andere Apps lassen sich installieren, bei Apple ist das Angebot allerdings größer. Auch iPhone-Besitzer können ihr Smartphone mit der Samsung Galaxy Watch koppeln, der Funktionsumfang ist dann aber eingeschränkt.

Fitbit Sense

Bei der Fitbit Sense handelt es sich um eine waschechte Gesundheits- und Fitnessuhr, die mit einigen Extras wie die aktuellen Apple-Watches aufwarten kann. Bei den smarten Features, die über das Thema Gesundheit hinausgehen, muss man bei der Sense jedoch deutliche Abstriche machen. Zudem ist sie für 330 Euro alles andere als günstig. Der 1,7 Zoll große AMOLED-Touchscreen löst mit 336 mal 336 Pixeln auf. Die Ablesbarkeit ist gut, auch im Freien. Das Display ist kratzfest, das Aluminiumgehäuse macht einen hochwertigen Eindruck. Zum Schwimmen darf die Smartwatch getragen werden, Tauchgänge sollte man vermeiden. Das Gummiarmband liegt angenehm an der Haut. Die unkomplizierte Bedienung erfolgt links über einen drucksensitiven Taster, den Rest erledigt man über Wisch- und Touchgesten. Das Menü ist klar strukturiert und sehr einfach zu handeln.

Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Dazu gehören Pulssensor, Herzfrequenzsensor, Schrittzähler, Thermometer, Anruf-, E-Mail-, SMS-, Kalender- und Social-App-Benachrichtigung. Ebenfalls an Bord befinden sich GPS, Glonass sowie Bluetooth 5.0. Google Assistant und Amazon Alexa ermöglichen es, per Sprache unter anderem das Wetter zu checken, Schlafenszeit-Erinnerungen und Wecker einzustellen oder Smart-Home-Geräte zu steuern. Benutzer eines Android-Smartphones können auf Benachrichtigungen per Spracheingabe via Uhr antworten. Telefonate sind nicht möglich, eine Sense-Version für SIM-Karten ist leider nicht erhältlich.

Ähnlich wie bei Apple kann man mit der Fitbit ein EKG schreiben. Dazu muss man Daumen und Zeigefinger an die Ecken der Smartwatch halten, der Vorgang dauert 30 Sekunden. Anschließend erfährt man, ob mit dem Sinusrhythmus alles in Ordnung ist. Die Auswertung über die Fitbit-App ist etwas versteckt. Hierzu muss man »Entdecken«, »Bewertungen und Berichte« sowie »Ergebnisse anzeigen« öffnen, um ein PDF mit der kompletten Auswertung zu generieren.

Lädt man das entsprechende Ziffernblatt auf die Smartwatch herunter, so kann man hier permanent das Ergebnis einer automatisierten Messung des Blutsauerstoff-Gehalts ablesen. Durch Tippen auf das Display sieht man die Anzahl der erklommenen Etagen (unser Ergebnis stimmt hier nicht ganz exakt), die Zahl der zurückgelegten Schritte und den aktuellen Puls. Die Schrittangabe liefert relativ plausible Werte, nur nachts während des Schlafs ermittelt die Fitbit teilweise bis zu 150 Schritte, obwohl man das Bett nicht verlassen hat.

Ein neues Feature ist der integrierte Hauttemperatursensor. Dazu zeichnet die Fitbit Sense nachts die Hauttemperatur auf, um den Normalbereich zu bestimmen, und informiert den Träger bei Abweichungen. Unsere Testergebnisse lagen mal bei +0,1, mal bei -0,1 Grad Celsius unter oder über dem Normalbereich. Ziel von Fitbit ist es, über einen längeren Zeitraum Entwicklungen zu erkennen, die möglicherweise Rückschlüsse auf eine beginnende Erkältung oder eine besonders stressige Phase zulassen sollen. Ob das nur eine Spielerei oder wirklich ein hilfreiches Instrument ist, kann nur ein Langzeittest zeigen.

Unter der Bezeichnung »EDA-Scan« hat Fitbit noch eine neue Anwendung versteckt. EDA steht als Abkürzung für Elektrodermale Aktivität. Diese ermittelt die Sense über die Hautleitfähigkeit. Hinterlegt sind Übungen mit einer Dauer zwischen einer und 60 Minuten. Ein schneller Scan dauert zwei Minuten, wobei die Uhr am Handgelenk getragen und die andere Hand mit der Innenseite auf das Display gelegt wird. Nach einer Achtsamkeitsübung, bei der man sich voll auf die Situation konzentrieren und sich die Herzfrequenz senken sollte, liefert die Fitbit die Gesamtzahl der EDA-Reaktionen. Bei uns lag dieser Wert mehrfach bei Null mit dem Hinweis, dass keine Reaktionen festgestellt wurden, die durch Stress und andere Faktoren ausgelöst wurden. Wie man dieses Ergebnis interpretiert, bleibt jedem selbst überlassen.

Indem die Sense mehrere Fitnesswerte kombiniert, stellt sie einen Stressindex bereit, der auf möglichen Stress hinweisen soll. Zusätzlich eignet sich die Smartwatch zum Zyklus-Tracking, sie meldet sich bei zu hoher und zu niedriger Herzfrequenz, analysiert den Schlaf detailliert, hat 20 Trainingsmodi für die Erkennung unterschiedlichster Sportarten an Bord, macht zurückgelegte Routen dank GPS sichtbar und spielt Musik per Deezer und Spotify ab. Dank »Fitbit Pay« lassen sich Kreditkarten zum Bezahlen in der Smartwatch hinterlegen. Bei Bedarf ist das Display immer aktiv und kann mit hunderten Zifferblättern hinterlegt werden. Der Akku hielt bei uns im Test je nach benutzten Funktionen drei bis fünf Tage durch. Praktisch: Zwölf Minuten laden genügt, damit die Smartwatch einen Tag schafft.

Was uns an der Fitbit Sense stört: Bis auf einen Tag der Benutzung hängte sich die Smartwatch jeden Tag einmal auf. Die Uhrzeit und das Display mit allen Anzeigen fror ein, auf Bedienbefehle über die seitliche Taste reagierte die Fitbit ebenfalls nicht mehr. Erst nach einer Synchronisation mit dem Smartphone ließ sie sich wieder nutzen. Ist man länger aus dem Haus und hat kein Handy dabei, ist die Sense in dieser Zeit bei einem solchen Fauxpas nutzlos. Ebenfalls unverständlich: Alle Auswertungen der Fitnesswerte können nur Abonnenten des Abos »Fitbit Premium« nutzen, das Sense-Käufer ein halbes Jahr kostenlos ausprobieren können.

Für Fitness-Liebhaber ist die Sense eine tolle Uhr mit großer Funktionsvielfalt. Ob man einige Funktionen wirklich braucht, darüber kann man streiten. Abgesehen davon ist der Preis von 330 Euro happig, weil das App-Angebot überschaubar und keine Variante mit Mobilfunkmodul zu haben ist. Möglicherweise genügt auch der neue Fitnesstracker Fitbit Versa 3, der für 100 Euro weniger zu haben ist.

Fossil The Carlyle HR 5. Generation

Ob dunkelbraunes Leder, wie bei unserem Modell, grauer Edelstahl oder schwarzes Silikon – Käufer der Fossil-Smartwatch The Carlyle HR 5. Generation haben beim Armband mehrere Optionen. Das scharfe OLED-Display hat einen Durchmesser von 44 Millimetern, diverse Zifferblätter können auf der Uhr mit Wear OS als Betriebssystem genutzt werden. Schade: Die Zifferblätter füllen nicht die komplette Smartwatch aus, sondern werden von einem zwei bis drei Millimeter breiten Rand umgeben. Unverständlich, warum das nicht anders gelöst wurde. Ebenfalls nicht perfekt: Zwischen Display und Gehäuse verläuft eine winzige Rille, in der sich schon nach wenigen Minuten erste Schmutzpartikelchen festsetzen.

Die Fossil arbeitet mit Smartphones ab Android 6.0 sowie iOS 10.0 zusammen. Wear OS ist bekannt, läuft auf der wasserdichten The Carlyle HR 5. Generation flüssig und ist einfach zu bedienen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Google Pay, Herzfrequenzmessung, ein Aktivitätstracker, Musiksteuerung, Wecker, Kalender, E-Mail und Benachrichtigungen, wenn sich bei den sozialen Netzwerken etwas tut.

Nicht immer zufrieden waren wir im Test mit der Reaktionsfreudigkeit des Displays: Hier waren teilweise mehrere Wischbewegungen erforderlich, um beispielsweise das Menü zu wechseln. Das generelle Arbeitstempo der Smartwatch könnte einen Tick schneller sein. Auch der Google Assistant erwies sich nicht immer als sonderlich zuverlässig. Als Antwort auf die Frage, wie alt Boris Becker ist, erhielten wir beispielsweise eine Auflistung der umliegenden Bäckereien, nachdem die vorherigen vier Anfragen unbeantwortet blieben.

Die App-Auswahl der Fossil ist umfangreich. Beinahe ein KO-Kriterium ist der Akku. Obwohl die Smartwatch nach der Komplettaufladung kaum benutzt wurde, dümpelte die Restkapazität nach drei Stunden nur noch bei 54 Prozent herum. Um über den Tag zu kommen, sollte man das Always-On-Display deaktivieren. So kann man die Uhrzeit nur noch ablesen, wenn man das Handgelenk neigt. Wir finden: Eine Smartwatch, deren Akku so wenig Reserven hat, ist keine Empfehlung.

Skagen HR Falster 3

Beim Auspacken der Skagen HR Falster 3 fallen sofort Parallelen zu Fossil auf. Die Verpackung ist nämlich absolut identisch. Kein Wunder, schließlich hat Fossil im Jahr 2012 die dänische Uhren- und Schmuckmarke übernommen. Auch die Falster 3 läuft mit Wear OS. Ihr Milanaiseband aus Edelstahl ist schick und hochwertig, das Gehäuse hat eine Größe von 42 Millimetern. Leider nutzt auch die Skagen nicht das komplette Display, zwischen frei wählbarem Ziffernblatt und Rand bleibt unschöner schwarzer Zwischenraum. Vom Funktionsumfang und Bedienkomfort sind die HR Falster 3 und die Fossil The Carlyle HR 5. Generation nahezu gleich. Zur Ausstattung gehören unter anderem das Tracking der Herzfrequenz, Google Assistant, Smartphone-Benachrichtigungen, Google Pay und GPS. Auch hier wünschen wir uns teilweise etwas flottere Reaktionszeiten.

Sind alle Stromfresser aktiviert, hält der Akku bestenfalls einen Tag. Skagen bietet jedoch verschiedene Modi, um die Laufzeit zu verlängern. Lässt man das Display dunkel – man kann nur die Uhrzeit ablesen – und deaktiviert man Google Assistant, NFC und GPS, so sind mit der Smartwatch knapp zwei Tage drin. Benachrichtigungen trudeln trotzdem ein.

Insgesamt kann uns die Performance der Skagen HR Falster 3 genauso wie bei der Fossil The Carlyle HR 5. Generation nicht so ganz überzeugen. In dieser Preisklasse gibt es bessere Alternativen.

Samsung Gear S3 Frontier

Die Samsung Gear S3 Frontier nimmt man in die Hand und fühlt sich auf Anhieb wohl. Das hat mehrere Gründe. Da ist zum einen das extrem stabile Edelstahlgehäuse, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Und weil die Gear S3 mit allen 22-mm-Standard-Armbändern kompatibel ist, gibt es unzählige Möglichkeiten der Individualisierung. Eine Augenweide ist das 1,3 Zoll große Super-AMOLED-Display mit 360 x 360 Pixeln und 16 Millionen Farben, das wie bei einer klassischen Uhr dauerhaft sichtbar gemacht und in verschiedenen Helligkeitsstufen angepasst werden kann. 15 Zifferblätter-Designs sind vorinstalliert und verwandeln die Gear S3 Frontier in Chronometer, Sport- oder Pulsuhr. Samsung setzt auf das lichtdurchlässigere Corning Gorilla Glas SR+, um die Akkulaufzeit zu erhöhen. Bei intensivem Gebrauch hielt der Akku zwei Tage durch, wurde die Smartwatch nur selten mit dem Smartphone gekoppelt, waren sogar vier Tage drin.

Extrem intuitiv gelingt die Bedienung der Gear S3. Das liegt zum einen an der Lünette, dem drehbaren Ring um das Ziffernblatt: Dreht man nach links, hat man Zugriff auf Benachrichtigungen, in die andere Richtung gelangt man zu Wetterinfos, Kontakten, Erinnerungen, verbrannten Kalorien, zurückgelegten Schritten, Höhenmesser und Barometer, zu News, Musikwiedergabe und Pulsmesser. Alternativ kann man über das Display auch wischen, wahlweise waagerecht oder senkrecht.

Ein Druck auf den unteren der beiden seitlichen Knöpfe führt zu den Apps, die kreisförmig wie auf einem Zifferblatt angeordnet sind. Da Samsung auf sein eigenes Tizen-Betriebssystem setzt, ist kein Zugriff auf den Google Play Store möglich. Das erweist sich allerdings nicht als Nachteil, da bereits alles Wichtige serienmäßig an Bord ist (unter anderem Bildergalerie, E-Mail, Alarm, Kalender, diverse Fitness-Optionen, MP3-Player, Wetter).

Ist die Gear S3 Frontier mit dem Smartphone gekoppelt, kann man auch telefonieren. Die Freisprechanlage könnte allerdings etwas stärker dimensioniert sein, denn bei etwas lauteren Umgebungsgeräuschen bekommt man Probleme.

Das Navigieren durch die einzelnen Funktionen gelingt sehr schnell und flüssig. Dafür sorgt ein Dual-Core-Prozessor mit einem Gigahertz, hinzu kommen 768 Megabyte Arbeitsspeicher und vier Gigabyte Speicher. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display hell genug, um alle Informationen problemlos ablesen zu können.

iPhones arbeiten ab dem iPhone 5 mit iOS 9 oder neuer mit der Samsung-Uhr zusammen. Die Grundfunktionen stehen zur Verfügung, allerdings muss man mit einigen Einschränkungen leben. Nachrichten etwa müssen unbeantwortet bleiben und auch Sprachbefehle per Samsung S Voice scheitern.

Samsung Gear S3 Classic

Was für die Gear S3 Frontier gilt, kann 1:1 auf Samsungs Gear S3 Classic übertragen werden, denn Bedienkomfort und Funktionsumfang sind absolut identisch. Der einzige Unterschied besteht in der Optik. Die Classic wird mit einem schwarzen Lederarmband ausgeliefert, das sich problemlos wechseln lässt. Außerdem sind das Gehäuse der Smartwatch und die Lünette nicht in grau, sondern in silber gehalten. Alle anderen internen Leistungsdaten sind gleich. Welches der beiden Modelle man bevorzugt, ist reine Geschmacksache.

Garmin Vivoactive 3 Music

Um eine Fitness-Smartwatch handelt es sich bei der Garmin Vivoactive 3 Music. Auch der Preis ist sportlich: Über 200 Euro werden für die Version mit Musikwiedergabeoption fällig. Mit gerade mal 39 Gramm ist die Uhr sehr leicht. Das Display löst mit 240 x 240 Pixeln auf und wird durch Gorillaglas geschützt. Die Navigation durch die unterschiedlichen Menüs gelingt problemlos durch Wischgesten. Um in das Untermenü zu gelangen, reicht ein längerer Druck. Ausstattungstechnisch lässt Garmin keine Wünsche offen. An Bord sind unter anderem GPS, Wecker, Timer, Stoppuhr, Kompass, Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Thermometer, Kalender, Wetterdienst, Musikwiedergabe und Herzfrequenzmessung. Der Schlaf wird überwacht und verbrannte Kalorien werden ebenso erfasst wie zurückgelegte Schritte und gemeisterte Stockwerke – letztere erfasst der Vivoactive 3 allerdings nur sporadisch.

Die Uhr eignet sich unter anderem beim Laufen und Joggen, Radfahren, Schwimmen oder sogar beim Golfen, um Entfernungsangaben auf dem Grün zu erhalten. 15 Sportapps sind vorinstalliert. Für Abwechslung während des Sporttreibens sorgen bis zu 500 Songs, die sich per Bluetooth übertragen lassen. Garmin erlaubt unter anderem die Verwendung vorinstallierter Trainingseinheiten. Mit Garmin Pay ist darüber hinaus kontaktloses Bezahlen möglich. Der Funktionsumfang ist so groß, dass man sich erst einmal einarbeiten muss. Den Individualisierungsoptionen sind fast keine Grenzen gesetzt. Die Akkudauer hängt von der Art der Verwendung ab. Bis zu sieben Tage ohne Laden sind möglich, mit aktiviertem GPS und Musik reduziert sich die Laufzeit hingegen auf rund fünf Stunden.

Frisch, bunt und ansprechend geht es in der App »Garmin Connect« zu. Die wichtigsten Infos erfasst man sofort. Wie ist es um die Herzfrequenz bestimmt? Was ist mit Schritten und Stockwerken, Stress, Kalorien und Schlaf? Wie haben sich die Werte im Vergleich zu gestern und in der Wochenübersicht entwickelt? Insgesamt macht es viel Spaß, die persönlichen Ergebnisse auszuwerten.

Für Sportler ist die Garmin Vivoactive 3 Music sehr gut geeignet, Allrounder spricht sie auch aufgrund des eingeschränkten App-Angebots weniger an.

Garmin Vivomove HR

Die Garmin Vivomove HR ist der Wolf im Schafspelz – eine Smartwatch, die man auf den ersten Blick nicht als solche erkennt. Schließlich versteckt sie sich in einer klassischen Analoguhr, die es in unterschiedlichen Designs gibt, beispielsweise mit Roségold. Schick ist sie in jedem Fall und für sportliche Outdoor-Einsätze eigentlich fast zu schade. Hinter dem Kristallglas verbirgt sich auch ein OLED-Touchdisplay. Die Schrift könnte etwas schärfer sein. Das Display erwacht, sobald man das Handgelenk dreht. Nervig: Um freie Sicht auf die Digitalanzeige zu haben, fahren die Zeiger nach Berührung des Glases nach oben auf die Stellung 10 nach 10, erlischt das Panel, zeigen sie wieder die korrekte Uhrzeit an. Streicht man über die Smartwatch, werden die zurückgelegten Schritte, die erklommenen Stockwerke, Datum, Uhrzeit, Stress-Level, verbrannte Kalorien, Wetterdaten, die Herzfrequenz, eingehende Nachrichten und der Musikplayer angezeigt.

Das hochwertige Kristallglas erweist sich hier als Nachteil: Nach wenigen Wischbewegungen mit dem Finger ist das Glas mit Abdrücken und einer unansehnlichen Schicht überzogen, regelmäßiges Reinigen ist also dringend erforderlich. Andere Gläser sind hier deutlich weniger anfällig. Die erstiegenen Stockwerke werden nur unregelmäßig erfasst, die aufgeführte Zahl stimmt nicht. Der Akku hält bis zu fünf Tage. Amazon-Kunden, die die Vivomove HR länger im Einsatz haben, bemängeln, dass die Zeiger öfter neu kalibriert werden müssen.

Ihr volles Potential entfacht auch die Garmin Vivomove HR erst im Zusammenspiel mit einer App. So lässt sich unter anderem die Schlafaktivität ermitteln.

Mobvoi TicWatch Pro 4G/LTE

Wer an das Arbeitstempo und die Optik einer Smartwatch keine allerhöchsten Ansprüche stellt, kann sich die Mobvoi TicWatch Pro 4G problemlos zulegen. Ansonsten gibt es bessere Alternativen. Das aus Polyamid gefertigte Gehäuse hinterlässt zwar einen hochwertigen Eindruck, fällt mit knapp 1,3 Zentimetern Dicke aber sehr klobig aus. Man merkt fast immer, dass man eine Uhr trägt. Speziell bei engen Hemdsärmeln kann der hohe Aufbau zum Problem werden. Ansonsten löst das 1,39 Zoll große AMOLED-Display mit 400 x 400 Pixeln scharf auf und ist auch im Freien gut ablesbar. Pfiffig: Über dem AMOLED-Bildschirm liegt ein energiesparendes LC-Display, das die Uhrzeit dauerhaft anzeigt. Je nach Modus und Intensität der Nutzung hält der Akku zwischen 1,5 und 30 Tage durch.

Ihre Besonderheit trägt die TicWatch Pro 4G/LTE im Namen: Mit einer eSIM von Vodafone oder O2 kann die Smartwatch zum autarken Telefonieren und Surfen im Internet ohne gekoppeltes Smartphone und WLAN verwendet werden. Diese Modelle sind immer noch rar gesät, so gesehen spielt die Mobvoi derzeit in einem recht elitären Kreis.

Betrieben wird die Uhr mit Wear OS, an Bord werkelt der Prozessor Qualcomm Snapdragon Wear 2100, der Performance-mäßig mit dem aktuellen Snapdragon Wear 3100 nicht ganz mithalten kann. Das Bedientempo ist deshalb nur durchwachsen. Üppig fällt hingegen das App-Angebot aus. Integriert sind zudem Herzfrequenzsensor, Körper-weg-Sensor, Beschleunigungsmesser, Gyroskop, E-Kompass und Umgebungslichtsensor. Hilfreich ist die Option, Google Pay via NFC zu nutzen. Außerdem erkennt die Smartwatch unterschiedliche Bewegungsmuster, wie Laufen oder Schwimmen, und zeichnet diese Aktivitäten auf, darüber hinaus überwacht sie den Schlaf.

Die TicWatch Pro ist zwar wasserdicht, Mobvoi weist jedoch darauf hin, lediglich im Pool zu schwimmen. Salzwasser verträgt die Uhr also offenbar nicht. Die Kommunikation gelingt sowohl mit einem Android-Smartphone als auch mit einem iPhone.

Insgesamt handelt es sich bei der TicWatch Pro 4G/LTE um eine solide Smartwatch mit guter Ausstattung und autarker Telefonie-Funktion. Sie ist allerdings weder die schnellste noch die schlankste.

So haben wir getestet

Alltagsnähe war in unserem Test das entscheidende Kriterium. Wie schlägt sich eine Smartwatch im täglichen Umgang, welche Funktionen bietet sie, und wie lassen sie sich bedienen?

Außerdem haben wir natürlich darauf geachtet, wie oft und nach welcher Betriebsdauer die smarte Uhr aufgeladen werden muss. Zudem legten wir den Fokus darauf, mit welchen Smartphones bzw. Smartphone-Betriebssystemen die Smartwatches zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Fragen

Kann man eine Smartwatch auch ohne Smartphone nutzen?

Nur wenn die Smartwatch eine eigene SIM-Karte verbaut hat, kann man mit dieser autark telefonieren und im Internet surfen. Ansonsten muss man die Uhr per Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbinden, um vollen Funktionsumfang zu genießen.

Arbeitet jede Smartwatch mit jedem Smartphone zusammen?

Nein, Apple Watches erfordern unbedingt ein iPhone, sonst kann man die smarte Uhr nicht mal in Betrieb nehmen. Die Samsung Galaxy Watch wiederum lässt sich zwar sowohl mit Android- als auch iOS-Geräten nutzen, jedoch steht der volle Funktionsumfang nur mit einem Android-Smartphone zur Verfügung. Man sollte deshalb vor dem Kauf checken, welches Smartphone man verwendet.

Wodurch entstehen bei Smartwatches die zum Teil riesigen Preisunterschiede?

Das liegt einerseits an der Ausstattung. Modelle mit eigenem Mobilfunkmodul sind teurer. Andererseits treiben hochwertige Materialien bei Gehäusen und Armbändern wie etwa Keramik die Preise enorm in die Höhe.

Kann eine Hightech-Smartwatch den Besuch beim Arzt ersetzen?

Nein, auf keinen Fall! Auch wenn immer mehr Smartwatches EKGs schreiben, den Blutdruck oder den Blutsauerstoffgehalt messen, so dienen diese Werte nur zur Orientierung. Bei alarmierenden Werten und/oder Unwohlsein sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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 Test: Artboard

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