Sofortbildkamera Test: Aufmacher Sofortbildkameras
test
Letztes Update: 9.9.2021

Die beste Sofortbild­kamera

Wir haben 13 Sofortbildkameras getestet und dabei neben der Bedienung und der Ausstattung auch die verschiedenen Bildergebnisse unter die Lupe genommen. Testsieger ist die Fujifilm instax Square SQ20, die als Hybrid-Kamera den Sofortbild-Charme mit der digitalen Fotografie verbindet. Darüber hinaus haben wir neben ganz einfachen Sofortbildkameras ohne großen Schnickschnack auch solche Modelle getestet, die sich via Bluetooth über das Smartphone bedienen lassen.

Thomas Probst
beschäftigt sich seit über 14 Jahren mit allen Themen rund um die Fotografie und schreibt unter anderem für viele Foto-Fachmagazine, wie die CHIP FOTO-VIDEO. Als begeisterter Hobbykoch geht auch kein Küchengerät durch seine Hände, das nicht sofort auf Herz und Nieren getestet wird.
Letztes Update: 9. September 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Sofortbildkameras haben einen ganz besonderen Charme. Viele Foto-Begeisterte werden dieses Thema automatisch mit dem Hersteller »Polaroid« verbinden, dessen quadratische Bilder mit den teilweise recht ausgeblichenen Farben gehören bis heute zu den Klassikern in dieser Kategorie. Auch in Zeiten der Digitalfotografie erfreuen sich Sofortbildkameras wieder zunehmender Beliebtheit. Vor allem auf Hochzeiten sind sie eine tolle Möglichkeit, um dem Brautpaar und den Gästen einzigartige Erinnerungen mit nach Hause zu geben.

Inzwischen hat Polaroid ordentlich Konkurrenz bekommen. Fujifilm ist es mit vielen, teilweise sehr unterschiedlichen Instax-Kameras gelungen, dem Thema »Sofortbild« wieder eine gewissen Aktualität einzuhauchen.

Neben Fujifilm und Polaroid haben wir uns im Test auch Kameras von Lomography sowie Modelle von Canon und Kodak angesehen. Bei Letzteren werden die Bilder nicht durch einen chemischen Prozess entwickelt, sondern per Zink-Technologie auf wasserfestes Papier gedruckt. Die Ergebnisse haben zwar nicht den klassischen weißen Sofortbildrahmen, da die Bilder aber direkt nach der Aufnahme gedruckt werden, gehören diese Testkandidaten für uns ebenfalls in die Klasse der Sofortbildkameras. Insgesamt haben wir 13 Modelle getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Fujifilm Instax Square SQ20

Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax SQUARE SQ20
Die Fujifilm Instax Square SQ20 verbindet mit ihrem CMOS-Sensor, dem Farbdisplay und quadratischen Bildern die digitale mit der Sofortbildfotografie.

Die Fujifilm Instax Square SQ20 hat uns im Test mit ihren vielen Möglichkeiten überzeugt. Die Hybrid-Kamera ist mit einem CMOS-Sensor und einem Farbdisplay ausgestattet. Dank des Displays kann direkt kontrolliert werden, ob der Bildausschnitt passt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber den optischen Suchern klassischer Sofortbildkameras. Davon abgesehen lassen sich Fotos auch erstmal nur speichern und später entwickeln. Dazu kommen viele verschiedene Filter-Optionen, um die Bilder hinsichtlich der Farbe und des Kontrasts vor dem Entwickeln anzupassen.

Mit Bluetooth

Fujifilm Instax mini LiPlay

Sofortbildkamera Test: Fujifilm Instax Liplay
Mit der Instax mini LiPlay ist Fujifilm eine gut ausgestattete Sofortbildkamera gelungen, die per Bluetooth sogar Fotos vom Smartphone drucken kann.

Bei der Instax mini LiPlay setzt Fujifilm auf das kleinere Mini-Bildformat. Die Ausstattung ist ähnlich umfangreich, wie bei der Instax Square SQ20, mit dem Unterschied, dass sich die instax mini LiPlay sogar via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden lässt. Mit diesem Feature gehörte sie zu den Top-Kandidaten für den Testsieg. Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, hängt damit zusammen, dass die Smartphone-Anbindung nicht immer optimal funktioniert. Dennoch ist die instax mini LiPlay eine tolle Hybrid-Kamera mit einem CMOS-Sensor und einem Farbdisplay.

Klein & schick

Polaroid Go

Sofortbildkamera Test: Polaroid Go
Die Polaroid Go passt mit ihren handlichen Abmessungen in die Jackentasche. Die kleinen, quadratischen Bilder zeigen den eher ausgeblichenen Polaroid-Look.

Die Polaroid Go ist deutlich kleiner als die sonst üblichen Polaroid-Kameras und kann bequem in der Jackentasche mitgenommen werden. Bei der Bildqualität setzt der Hersteller auf den recht ausgeblichenen Look der älteren Modelle. Während Fujifilm bei den Instax-mini-Filmen auf ein rechteckiges Format setzt, bleiben die Bilder beim Polaroid-Go-Film quadratisch. Trotz ihrer kompakten Größe hat die Polaroid Go einen Blitz an Bord, kann Doppelbelichtungen aufnehmen und mit Selbstauslöser fotografieren.

Breites Bildformat

Lomography Lomo’Instant Wide

Test Sofortbildkamera: Lomography Lomo’Instant Wide
Die Lomo’Instant Wide wird im Set mit aufschraubbaren Zusatzlinsen geliefert und bietet einen schönen Sofortbild-Look mit kräftigen Farben im Querformat.

Die Lomo’Instant Wide des Herstellers Lomography gehört zu den größeren Kameras im Testfeld. Das hat einen einfachen Grund: Lomography setzt auf das Querformat und verwendet dafür die Instax-Wide-Filme von Fujifilm. Die Kamera wirkt von der Bedienung her sehr »oldschool« und bietet einige nützliche Funktionen, wie eine Belichtungskorrektur und einen Bulb-Modus für längere Belichtungszeiten. Die Bildergebnisse werden vor allem den Fans von kräftigen Farben gefallen.

Gut & günstig

Fujifilm Instax mini 11

Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax mini 11
Die Fujifilm Instax mini 11 ermöglicht Sofortbilder im Mini-Format mit satten Farben zum kleinen Preis.

Wer sich eine ganz einfache und günstige Sofortbildkamera ohne großen Schnickschnack wünscht, wird an der Fujifilm Instax mini 11 seine Freude haben. Die Kamera entwickelt ihre Bilder mit kräftigen Farben und hohen Kontrasten im Mini-Bildformat. Film einlegen, auslösen, fertig – die Bedienung ist wirklich einfach. Hier steht der Sofortbildspaß im Vordergrund.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMit BluetoothKlein & schickBreites BildformatGut & günstig
Fujifilm Instax Square SQ20 Fujifilm Instax mini LiPlay Polaroid Go Lomography Lomo’Instant Wide Fujifilm Instax mini 11 Fujifilm Instax Wide 300 Polaroid Now Instant i-Type Canon Zoemini S Fujifilm Instax mini 40 Polaroid 600 OneStep Close Up Lomography Lomo’Instant Automat Canon Zoemini C Kodak Printomatic
Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax SQUARE SQ20Sofortbildkamera Test: Fujifilm Instax LiplaySofortbildkamera Test: Polaroid GoTest Sofortbildkamera: Lomography Lomo’Instant WideTest Sofortbildkamera: Fujifilm instax mini 11Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax Wide 300Test Sofortbildkamera: Polaroid Now Instant i-TypeTest Sofortbildkamera: Canon Zoemini STest Sofortbildkamera: Fujifilm instax mini 40Test Sofortbildkamera: Polaroid 600 OneStep Close UpTest Sofortbildkamera: Lomography Lomo’Instant AutomatTest Sofortbildkamera: Canon Zoemini CTest Sofortbildkamera: Kodak PRINTOMATIC
Pro
  • Super für Nahaufnahmen
  • Bilder können gespeichert und später gedruckt werden
  • Gute Bedienung über Tastenkreuz
  • microSD-Kartenslot
  • 2,7-Zoll-Farbdisplay
  • Anbindung ans Smartphone
  • Super für Nahaufnahmen
  • Bilder können gespeichert und später gedruckt werden
  • microSD-Kartenslot
  • Farbdisplay
  • Schickes Design
  • Selbstauslöser
  • Doppelbelichtungen
  • Sehr kompakt
  • Für Fans des Polaroid-Looks mit eher ausgeblichenen Farben
  • Zusatzobjektive für z. B. Nahaufnahmen und Weitwinkel
  • Langzeitbelichtung
  • Stativgewinde
  • Farbfilter für den Blitz
  • Querformat für Landschaften und Gruppenbilder
  • Einfache Bedienung
  • Kontrastreiche Bilder mit intensiven Farben
  • Leicht
  • Günstig
  • Kräftige Farben
  • Querformat für Landschaften und Gruppenbilder
  • Stativgewinde
  • Schickes Design
  • Selbstauslöser
  • Doppelbelichtungen
  • Belichtungskorrektur
  • Smartphone-Anbindung via Bluetooth
  • Der Druck braucht nur ca. 40 Sekunden
  • Bilder mit selbstklebender Rückseite
  • Bilder können auf microSD-Karte gespeichert werden
  • Einfache Bedienung
  • Schicker Retro-Look
  • Bilder teilweise etwas überbelichtet
  • Für Fans des Polaroid-Looks mit eher ausgeblichenen Farben
  • Gehäuse im Retro-Stil
  • Einfache Bedienung
  • Zusatzobjektive für z. B. Nahaufnahmen und Weitwinkel
  • Langzeitbelichtung
  • Stativgewinde
  • Farbfilter für den Blitz
  • Klein und leicht
  • Der Druck braucht nur ca. 40 Sekunden
  • Bilder mit selbstklebender Rückseite
  • Bilder können auf microSD-Karte gespeichert werden
  • Klein und leicht
  • Der Druck braucht nur ca. 40 Sekunden
  • Bilder mit selbstklebender Rückseite
  • Bilder können auf microSD-Karte gespeichert werden
Contra
  • Display bei Sonne teilweise nicht gut lesbar
  • Um aus der Bildwiedergabe kommt man nur wieder in den Aufnahmemodus, wenn man die Kamera aus- und wieder einschaltet
  • Display bei Sonne teilweise nicht gut lesbar
  • Um aus der Bildwiedergabe kommt man nur wieder in den Aufnahmemodus, wenn man die Kamera aus- und wieder einschaltet
  • Bildentwicklung dauert ca. 8 Minuten
  • Nicht für Nahaufnahmen geeignet
  • Keine Tasche für die Zusatzobjektive
  • Recht großes Gehäuse
  • Bei Nahaufnahmen deutlicher Versatz zwischen Sucherbild und Ergebnis
  • Kein Selbstauslöser
  • Keine besonderen Extras
  • Recht großes Gehäuse
  • Im Nahbereich merkt man den Versatz zwischen Sucherbild und dem Ergebnis
  • Kein Selbstauslöser
  • Bildentwicklung dauert 10-15 Minuten
  • Nicht für Nahaufnahmen geeignet
  • Bilder leicht blaustichig
  • Leichte Streifen im Druck
  • Winziger Sucher
  • Kein Selbstauslöser
  • Keine besonderen Extras
  • Recht groß
  • Bildentwicklung dauert 10-15 Minuten
  • Nicht für Nahaufnahmen geeignet
  • Kein Selbstauslöser
  • Kein Selfie-Spiegel
  • Recht spezielles Batterie-Format
  • Keine Tasche für die Zusatzobjektive
  • Kleiner Sucher
  • Reflexionen durch die Sonne in fast allen Bildern
  • Bilder leicht blaustichig
  • Leichte Streifen im Druck
  • Winziger Sucher
  • Keine gute Bildqualität
  • Streifen im Druck
  • Winziger Sucher
Bester Preis
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Filminstax Squareinstax miniPolaroid Go FilmFujifilm Instax WIDEinstax miniInstax WIDEPolaroid i-Type FilmCanon ZINK Fotopapierinstax miniPolaroid 600Fujifilm instax miniCanon ZINK FotopapierKodak Zink 2x3 Fotopapier
Objektiv/Brennweite33,4 mm (Kleinbild-Äquivalent), Blende: F2.4, 4,0-facher-Digitalzoom28 mm Kleinbild-Äquivalent), Blende F2.034 mm (Kleinbild-Äquivalent)90mm (Kleinbild-Äquivalent)60mm95 mmMakro (Linse 1) 94.96 mm;
Tele (Linse 2) 102.35 mm
25,4 mm, f/2,260 mmkeine Angabe60mm (Kleinbild-Äquivalent)24 mm, f/2,48mm (Weitwinkel), f2
Naheinstelldistanzen10 cm – unendlich10 cm – unendlich0,45 m bis unendlich0.6 m / 1-2 m / unendlich0,3m bis unendlich
(0,3 - 0,5m im Selfie-Modus)
3m bis unendlich;
0,9m - 3m
0,55 m-1,3 m,
0,6 m bis unendlich
30 cm bis unendlich0,3 m bis unendlich
(0,3 - 0,5 m im Selfie-Modus)
1,2 m bis unendlich;
0,6 m - 1,2 m (Makro)
0,6 m / 1-2 m / unendlich50 cm bis unendlichkeine Angabe
Autofokusja, Einzel-Autofokusja, Einzel-Autofokusneinneinneinneinja (für die zwei Fokuszonen)neinneinneinneinneinnein
Blitzja, auch abschaltbarja, auch abschaltbarja, auch abschaltbarja, auch abschaltbarja, aber nicht abschaltbarja, auch abschaltbarja, auch abschaltbarja, auch abschaltbarja, aber nicht abschaltbarja, aber nicht abschaltbarja, auch abschaltbarja, aber nicht abschaltbarja, aber nicht abschaltbar
Sucher/Display/SensorCMOS-Sensor, 1/5 Zoll, 1920 x 1920 Pixel (ca. 3,69 Megapixel)CMOS-Sensor, 1/5 Zoll, 2560 x 1920 Pixel (ca. 4,92 Megapixel)Optischer SucherOptischer SucherOptischer SucherOptischer SucherOptischer SucherOptischer Sucher / 8 Megapixel-SensorOptischer SucherOptischer SucherOptischer SucherOptischer Sucher / 5 Megapixel-SensorOptischer Sucher / 5 Megapixel-Sensor
Belichtungskorrekturja, -2,0 EV bis +2,0 EV (1/3 EV-Schritte)ja, -2,0 EV bis +2,0 EV (1/3 EV-Schritte)nein, automatischja, (+1/-1)nein, automatischja, 1 Stufe heller und eine dunklerjanein, automatischnein, automatischja, 1 Stufe heller und eine dunklerja, (+1/-1)nein, automatischnein, automatisch
Selbstauslöserja (ca. 2 Sekunden und ca. 10 Sekunden)ja (ca. 2 Sekunden und ca. 10 Sekunden)jaja (über den Objektivdeckel, braucht eine eigene Batterie)neinneinjaja, über die App Canon Mini Printneinneinja (über den Objektivdeckel, braucht eine eigene Batterie)neinnein
Selfie-SpiegeljajaJa, am Sucherjajaaufsteckbare Makro-Linse mit Selfie-Spiegelneinja, großer Spiegel vorne am Objektivjaneinjajanein
Smartphone-Anbindungneinja (Bluetooth)neinneinneinneinneinjaneinneinneinneinnein
StromversorgungAkku (fest verbaut); Ladezeit: ca. 2-3 StundenAkku (fest verbaut); Ladezeit: ca. 2-3 StundenAkku (fest verbaut, 750 mAh)4 X AA (LR6)2 x 1,5 Volt Alkaline Batterie LR6/AA, Kapazität für ca. 100 Aufnahmen4 x 1,5 V Alkaline Batterie LR6/AAAkku (fest verbaut, 750 mAh)eingebauter Lithium-Polymer Akku, 700 mAh2 x 1,5 Volt Alkaline Batterie LR6/AA, Kapazität für ca. 100 AufnahmenBatterie befindet sich in der Filmkassette2 x CR2 batteries (2 x 3V)eingebauter Lithium-Polymer Akku, 700 mAheingebauter Lithium-Ionen-Akku
Ausstattungsextras- 2 Auslöser
- Einstellrad
- 2,7 Zoll TFT-Farb-Display
- Video-Funktion
- Split-Funktion
- Vignettierung
- 18 Filter
- Langzeitbelichtung
- microSD-Kartenslot
- Drucker-Funktion
- Speicher für ca. 50 Fotos
- Collagen
- Zeitraffer
- Soundfunktion
- 6 Filter
- 30 Design-Frames
- Drucker-Funktion
- Schnellwahltasten
- microSD-Kartenslot
- Farbdisplay
keine- Zusatzobjektive (Close-up, Weitwinkel, Splitzer)
- austauschbarer Sucher für das Weitwinkel-Objektiv
- Bulb-Modus
- Stativgewinde
- Filtergewinde (49mm)
- PC-Sync-Anschluss
- Farbfilter für den Blitz
keine- Stativgewinde
- Nahlinse mit extra Zielpunkt (Abstand 40-50 cm)
keine- Bluetooth
- Kartenschacht für microSD bis zu 256GB
- Das Fotopapier hat eine selbstklebende Rückseite
- erweiterter Funktionsumfang über die Smartphone-App Canon Mini Print
(z.B. Fernbedienung, Bildanpassungen, Rahmen, beliebiges JPEG vom Smartphone drucken, Collagen)
- Aufhelllicht durch 8 LEDs vorne um das Objektiv herum
keinekeine- Zusatzobjektive (Close-up, Weitwinkel, Fisheye, Splitzer)
- Bulb-Modus
- Stativgewinde
- austauschbare Farbfilter
- Filtergewinde (43mm)
- Kartenschacht für microSD bis zu 256GB
- Das Fotopapier hat eine selbstklebende Rückseite
- Kartenschacht für microSD bis zu 32GB
- Das Fotopapier hat eine selbstklebende Rückseite
Dauer bis Bild entwickelt istca. 4 Minutenca. 4 Minutenca. 8 Minutenca. 4 Minutenca. 4 Minutenca. 4 Minuten10-15 Minutenca. 40 Sekundenca. 4 Minuten10-15 Minutenca. 4 Minutenca. 40 Sekundenca. 40 Sekunden
Anzeiger der noch aufnehmbaren Bilderkeinedigital (nur per App via Smartphone)digitalanaloganalogdigitaldigitalkeineanaloganaloganalogkeinekeine
ZubehörHandschlaufe, Micro USB-KabelHandschlaufe, Micro USB-KabelHandschlaufe, Micro-USB-Kabel, StickerWechselobjektive, Objektivdeckel, Sticker, FarbfilterHandschlaufe, 2 Aufsätze für den Auslöser, Batteriengroßes Band, um die Kamera um den Hals zu hängen, Nahlinsen-Adapter mit Zielpunkt und Selfie-Spiegel, BatterienHandschlaufe, Micro-USB-KabelMicro-USB-Kabel, Canon Zink Fotopapier (10 Blatt)HandschlaufeKamerabandWechselobjektive, Objektivdeckel, Sticker, FarbfilterMicro-USB-Kabel, Canon Zink Fotopapier (10 Blatt)Kodak Zink Fotopapier
Größe119 x 127 x 50 mm82,5 x 122,9 x 36,7 mm105 x 83.9 x 61.5 mm190 x 100 x 120 mm107,6 x 121,2 x 67,3 mm168 x 121 x 96 mm94 x 112.2 x 150.2 mm121 x 80,3 x 21,5 mm104 x 121 x 65 mm150 x 125 x 95 mm120 x 97 x 65 mm121 x 78,3 x 23,7 mm78 x 24 x 120 mm
Gewichtca. 390 gca. 255 gca. 242 gca. 612 gca. 293 gca. 612 gca. 434 gca. 188gca. 330 gca. 590 gca. 315 gca. 170 gca. 200 g

Sofortbildkameras: Von klassisch bis modern

Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind wir es gewohnt, unsere Fotos auf Speicherkarten zu sichern und stets die Möglichkeit zu haben, die Aufnahmen wieder zu löschen, wenn sie uns nicht gefallen. Bei Sofortbildkameras ist die Arbeitsweise grundsätzlich eine andere. Wie der Name schon sagt, werden Fotos »sofort« nach dem Auslösen der Kamera entwickelt. Es gibt also keine Kontrollmöglichkeiten mehr. Dazu kommt ein Aspekt, der die Sofortbildfotografie von der analogen Filmfotografie unterscheidet. Während bei Letzterer beliebig viele Abzüge vom Negativ oder vom Dia gemacht werden können, sind Sofortbilder einzigartig. Der Abzug wird direkt entwickelt. Damit ist jedes Sofortbild ein Unikat.

Canon, Fujifilm und Kodak haben dieser ursprünglichen Art der Sofortbildfotografie eine moderne Komponente hinzugefügt. Die Fujifilm Instax Square SQ20, die Instax mini LiPlay, die Canon Zoemini-Modelle C und S und die Kodak Printomatic arbeiten jeweils mit einem elektronischen CMOS-Kamerasensor und bieten somit die Möglichkeit, die aufgenommenen Bilder auf einer microSD-Karte zu speichern.

Manche Sofortbildkameras haben Bluetooth

Darüber hinaus sind die beiden Fujifilm-Kameras sogar mit einem Farbdisplay ausgestattet. Die Fujifilm Instax LiPlay und die Canon Zoemini S haben außerdem eine Bluetooth-Schnittstelle an Bord, um per App mit dem Smartphone zu kommunizieren. Wer sich also für eine Sofortbildkamera interessiert, kann inzwischen entscheiden, ob er die einfache »oldschool«-Variante bevorzugt, oder doch den Luxus der Hybrid-Modelle genießen möchte.

Bilder vor Licht schützen

Abgesehen vom Zink-Druckverfahren der Canon- und Kodak-Kameras, bei dem durch Erhitzen Mikrokristalle auf dem Papier reagieren, findet bei allen anderen Sofortbildkameras im Test ein chemischer Prozess bei der Bildentwicklung statt. Anders als früher müssen die Bilder aber nicht mehr in der Hand hin und her gewedelt werden. Die Hersteller weisen teilweise sogar darauf hin, dass ein solches Wedeln vermieden werden soll. Viel wichtiger ist es, die Sofortbilder in möglichst dunkler Umgebung in Ruhe entwickeln zu lassen, da die Fotos zu Beginn des Entwicklungsprozesses nach wie vor lichtempfindlich sind.

Sofortbilder müssen nicht mehr hin und her gewedelt werden

Polaroid hat seine Kameras deshalb mit einer extra Schutzabdeckung versehen, die automatisch mit ausfährt und das Foto von oben abdeckt. Der Hersteller empfiehlt, fünf Minuten zu warten, bevor man diesen Schutz entfernt und das Bild aus der Kamera nimmt. Egal, ob Fujifilm, Lomography oder Polaroid – wir empfehlen, die Bilder nach der Aufnahme erst einmal umgedreht irgendwo abzulegen, damit sie in der Entwicklungsphase vor Licht geschützt sind. Bei Fujifilms Instax-Filmen dauert die Entwicklung circa vier Minuten. Bei Polaroid sind es rund 15 Minuten bei den großen Kameras und rund acht Minuten bei der Polaroid Go. Das ging früher mal deutlich schneller. Inzwischen müssen die Polaroid-Filme aber anders hergestellt werden, was zur längeren Entwicklungsdauer führt.

Sofortbildkamera Test: Softbildkameras Lichtempfindlichkeit
Man sollte Sofortbilder beim Entwickeln vom Licht abschirmen. Sonst kann es, wie hier, zu Fehlentwicklungen kommen.

Recht hohe Film-Kosten

Sofortbilder sind keine günstige Angelegenheit. Pro Filmkassette können acht Bilder bei Polaroid und zehn Bilder bei Canon, Fujifilm und Kodak aufgenommen werden. Die Preise richten sich zum Teil nach der Größe des Bildformates. Die kleinen Fujifilm Instax Mini-Filme kosten rund neun Euro pro Kassette, also pro zehn Bilder. Den großen, rechteckige Instax Wide-Film gibt es ab rund zehn Euro.

Filme sind im Doppelpack meist günstiger

Bei Polaroid kosten die quadratischen Filmkassetten teilweise um die 19 Euro. Bei den Filmen für die alten Polaroid 600er-Kameras kommt hinzu, dass die Kassette auch die Batterie enthält, die die Kamera mit Strom versorgt. Beim Papier für das Zink-Verfahren sind immer zehn Bilder plus eine blaue Kalibrierkarte verpackt. Hier werden aber meistens gleich zwei Packungen, also 20 Bilder, als Paket angeboten. Bei Kodak kosten 20 Bilder rund 15 Euro. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei allen Herstellern nach Doppelpacks Ausschau zu halten, da die im Vergleich meist günstiger ausfallen. Für Schwarzweiß-Fans bieten Fujifilm und Polaroid extra Schwarzweiß-Filme an.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Groessenverhaeltnisse
Die verschiedenen Bildformate und Ergebnisse der Testkandidaten. Obere Reihe von links nach rechts: Fujifilm Instax Wide 300, Polaroid 600 OneStep Close up, Polaroid Now Instand i-Type, Canon Zoemini C und direkt darunter Canon Zoemini S. Mittlere Reihe von links nach rechts: Lomography Lomo’Instant Wide, Fujifilm Instax Square SQ20, Fujifilm Instax mini LiPlay, Fujifilm Instax mini 11. Untere Reihe von links nach rechts: Polaroid Go, Kodak, Printomatic, Lomography Lomo’Instant Automat, Fujifilm Instax mini 40.

Das Problem der Parallaxe im Nahbereich

Bei Sofortbildkameras mit einem optischen Sucher kommt es bei Aufnahmen im Nahbereich zu dem Problem, dass das Bildergebnis meist nicht dem Bildausschnitt entspricht, den man vorher durch den Sucher gesehen hat. Man spricht hierbei von einer Parallaxe. Der Versatz kommt dadurch zustande, dass der Sucher teilweise einige Zentimeter vom Objektiv entfernt sitzt. Häufig befinden sich der Sucher und das Objektiv nicht mal auf gleicher Höhe.

Bei Nahaufnahmen können Probleme auftreten

Bei weit entfernten Motiven ist das kein Problem. Sobald man aber für eine Detailaufnahme nah an ein Motiv herangeht, kann es passieren, dass das Motiv an ein oder zwei Seiten angeschnitten ist und plötzlich Bildbereiche zu sehen sind, die gar nicht im Sucher zu sehen waren. Um das Problem zu minimieren, gibt es bei manchen Kameras eine zusätzliche Markierung im Sucher, die darauf hinweist, welcher Bildbereich bei Nahaufnahmen im Sucherbild voraussichtlich abgeschnitten sein wird. Dennoch bleibt es eine Übungssache. Man muss sich vorher bei Nahaufnahmen genau überlegen, wie man die Kameraposition anpassen muss, damit das Motiv wie gewünscht im Bild zu sehen ist.

An dieser Stelle spielen die Fujifilm-Instax-Kameras Square SQ20 und mini LiPlay ihre Stärken aus. Beide Kameras sind mit einem CMOS-Bildsensor und einem Farbdisplay ausgestattet, das exakt das Bild anzeigt, das der Sensor aufnimmt. Es gibt also keinen Versatz und kein vorheriges Überlegen mehr. Die Kameras nehmen auch im Nahbereich exakt den Bildausschnitt auf, den das Display anzeigt. Das macht Detailaufnahmen deutlich leichter.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Versatz
Diese Aufnahme zeigt das Problem der Parallaxe bei Nahaufnahmen. Ursprünglich haben wir den Margeritenstrauß formatfüllend im Sucher gesehen. Das Ergebnis zeigt nun links einen Bereich, der nicht im Sucher angezeigt wurde. Grund ist der Versatz zwischen Sucher und Objektiv.

Erst fotografieren und später entwickeln

Einige der bereits angesprochenen Hybrid-Kameras bringen noch einen weiteren Vorteil mit sich. Durch die Optionen, Bilder auf einer microSD-Karte zu speichern und die Kameras teilweise sogar mit einem Smartphone zu verbinden, ergibt sich die Möglichkeit, Bilder erst später zu entwickeln oder sogar Bilder mit einer anderen Kamera aufzunehmen und dann über die Speicherkarte oder das Smartphone an die Sofortbildkameras weiterzugeben. Damit sind diese Hybrid-Modelle sehr vielseitig einsetzbar.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Produkt2

Testsieger: Fujifilm Instax Square SQ20

Die Fujifilm Instax Square SQ20 hat uns mit ihren vielen Funktionen und dem klassisch, quadratischen Bildformat insgesamt am besten gefallen. Als Hybrid-Kamera vereint sie sehr gut den Sofortbild-Look mit der digitalen Fotografie. Anders als bei den meisten Sofortbildkameras hat die Instax Square SQ20 keinen optischen Sucher. Stattdessen arbeitet sie mit einem Farbdisplay und einem CMOS-Sensor, der rund 3,69 Megapixel auflöst und Bilder im Format 1.920 x 1.920 Pixel aufnimmt. Grundsätzlich funktioniert die SQ20 damit wie eine typische Digitalkamera. Das Display zeigt exakt den Bildausschnitt, der anschließend auch auf dem entwickelten Ergebnisbild zu sehen sein wird. Damit fällt hier das weiter oben beschriebene Problem der Prallaxe bei Nahaufnahmen weg.

Testsieger

Fujifilm Instax Square SQ20

Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax SQUARE SQ20
Die Fujifilm Instax Square SQ20 verbindet mit ihrem CMOS-Sensor, dem Farbdisplay und quadratischen Bildern die digitale mit der Sofortbildfotografie.

Die 8,5 x 7,2 Zentimeter großen Fotos (inklusive weißem Rahmen) können entweder sofort nach dem Auslösen der Kamera entwickelt, oder erst einmal nur auf dem internen Speicher, oder auf einer optionalen microSD-Karte gespeichert werden. Dafür wird die Funktion »Auto-Druck« im Kameramenü ausgeschaltet. Der für die Speicherkarte nötige Steckplatz befindet sich unter einer Abdeckung an der Gehäuseseite. Die vorherhige Speicherung der Bilder gibt Fotografen die Möglichkeit, die Fotos tatsächlich erst einmal zu überprüfen, bevor sie entwickelt werden. Über den microSD-Kartenschacht können auch Fotos von der Speicherkarte als Sofortbild verewigt werden.

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Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Produkt1
Fujifilm Instax Square SQ20 von vorne.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Produkt2
Fujifilm Instax Square SQ20 von links.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Produkt3
Fujifilm Instax Square SQ20 von rechts.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Produkt5
Die Belichtung lässt sich unter anderem über das Menü verändern.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Detail2
Wer mag, kann digital zoomen. Die Bilder verlieren dann allerdings an Schärfe.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Sq20 Detail1
Es gibt viele direkte Tasten und einen Einstellring, der ebenfalls als Tastenkreuz fungiert.

In der Standard-Farbeinstellung zeigen die Ergebnisse einen vergleichsweise blassen und tendenziell kühleren Look. Es gibt aber die Möglichkeit, aus 18 verschiedenen Farbfiltern zu wählen und den Bildern damit auch im Nachhinein noch einen ganzen anderen Look zu verleihen. Auch eine Vignette, also dunklere Bildränder, und Collagen gehören zum Funktionsumfang.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Squaer Sq20 Ergebnisse
Die Bildergebnisse der Fujifilm Instax Square SQ20 im Standard-Farbmodus.

Was die Aufnahme betrifft, können neben dem Standard-Fotomodus auch eine Langzeitbelichtung, eine Zeitrafferaufnahme und sogar kurze Videoschnipsel aufgenommen werden. Wer gerne selbst mit auf dem Bild sein möchte, kann bei einem Selfie im kleinen Selfie-Spiegel überprüfen, ob er im Bild ist und hat sogar die Option, einen Selbstauslöser zu starten.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Squaer Sq20 Ergebnisse Filter
Die gespeicherten Bilder können im Nachhinein nochmal mit einem anderen Look entwickelt werden.

Richtig gut gefallen uns die Nahaufnahmen. Fotografen können mit der SQ20 sehr nah an ihre Motive herangehen und im Display, dank Autofokus, direkt überprüfen, ob das Bild auch scharf sein wird. Zudem gehört die Testsieger-Kamera zu den wenigen Modellen, bei der man dank der kurzen Naheinstellungsgrenze auch tatsächlich von einer Nahaufnahme sprechen kann. Bei der Stromversorgung setzt Fujifilm auf einen fest eingebauten Akku, der über ein Micro-USB-Kabel geladen wird. Das Kabel wird mitgeliefert, ein USB-Netzteil aber leider nicht. Hier haben wir einfach den Adapter von einem Handy genommen.

Fujifilm Instax Square SQ20 im Testspiegel

Im Test von Bild.de wird die Instax Square SQ20 als »Alleskönnerin« mit »Zusatzfunktionen bis zum Abwinken« gelobt.

»Die SQ20 hat mich besonders mit ihren vielfältigen Funktionen beeindruckt. Kaum eine andere Instax Kamera bietet derart viele Möglichkeiten die eigenen Fotos kreativ zu gestalten. Auch wenn die Kamera sich damit ein Stück weit von der analogen Sofortbildfotografie entfernt, die Ergebnisse sprechen für sich.«

Auch die Redaktion von DasHaus hat sich insgesamt 13 Sofortbildkameras angesehen und findet lobende Worte für die SQ20.

»Die Bildqualität der Kamera lässt nicht zu wünschen übrig, genauso wie die Funktionen. Einzig die etwas veralteten Verbindungsmöglichkeiten, nämlich nur mit Kabel, sind etwas rückschrittlich. […] Sie ist die perfekte Kamera für dich, wenn du quadratische Bilder, kreative Möglichkeiten und eine praktische Kamera möchtest.«

Die Stiftung Warentest hat die Fujifilm Instax Square SQ20 im Test von 2019 als Testsieger auserkoren. Die Qualitätsnote fällt mit 2,7 aber nur befriedigend aus. Der gesamte Test befindet sich hinter einer Paywall. Die anderen Sofortbildkameras schneiden teilweise schlechter ab. Unserer Ansicht nach ist das Urteil etwas zu hart. Bei Sofortbildkameras geht es um den besonderen Charme. Sofortbilder müssen nicht perfekt sein. Gerade die Unvollkommenheit macht die Bilder so besonders.

Alternativen

Neben der Fujifilm Instax Square SQ20 haben wir noch vier weitere spannende Sofortbild-Alternativen herausgesucht, die unter anderem mit nützlichen Funktionen wie Bluetooth und Langzeitbelichtungen überzeugen.

Mit Bluetooth: Fujifilm Instax mini LiPlay

Die Fujifilm Instax mini LiPlay vereint, wie der Testsieger, Eigenschaften der Sofortbild- und der Digitalfotografie. Zur Ausstattung gehören ein rund 4,92 Megapixel auflösender CMOS-Sensor für Bilder im rechteckigen Format mit 2.560 x 1.920 Pixeln. Wie der Produktname schon andeutet, arbeitet die Kamera mit den Instax-mini-Filmen, deren Bilder inklusive des weißen Rahmens 8,5 x 5,5 Zentimeter groß sind.

Mit Bluetooth

Fujifilm Instax mini LiPlay

Sofortbildkamera Test: Fujifilm Instax Liplay
Mit der Instax mini LiPlay ist Fujifilm eine gut ausgestattete Sofortbildkamera gelungen, die per Bluetooth sogar Fotos vom Smartphone drucken kann.

Das Highlight der Kamera ist ihre Bluetooth-Funktion. Damit lässt sich die mini LiPlay mit dem Smartphone koppeln und mithilfe der »Instax mini LiPlay«-App steuern. Neben der Möglichkeit, Bilder vom Smartphone an die Kamera zu senden und entwickeln zu lassen, kann die LiPlay sogar über das Smartphone ausgelöst werden. In der App wird dafür das Live-Bild des Sensors übertragen. Anschließend kann direkt über einen Button in der App ausgelöst werden. Das erleichtert vor allem Selfies.

So gut die Funktion auch klingt, gibt es für uns dennoch einen Haken. Der Verbindungsaufbau ist teilweise etwas hakelig. Manchmal funktionierte die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone absolut problemlos, in anderen Momenten haben wir nach mehreren erfolglosen Versuchen etwas entnervt aufgegeben. Wenn die Verbindung zuverlässiger laufen würde, wäre für die Fujifilm Instax mini LiPlay durchaus auch der Testsieg drin gewesen.

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Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Produkt1
Fujifilm Instax mini LiPlay von vorne.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Produkt2
Fujifilm Instax mini LiPlay von links.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Produkt3
Fujifilm Instax mini LiPlay von rechts.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Produkt5
Die Instax mini LiPlay kann per Bluetooth mit einem Smartphone gekoppelt werden.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Detail1
Die Direkttasten an der Seite lassen sich mit verschiedenen Bildrahmen belegen.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Liplay Detail2
Über die Mikrofontaste ist es möglich, eine kurze Tonaufnahme zum Foto aufzuzeichnen. Das Bild wird dann beim Entwickeln mit einem QR-Code versehen, um den Ton hinterher wieder über das Smartphone abspielen zu können.

Wie bei der instax Square SQ20, stehen auch bei der mini LiPlay Farbfilter zur Wahl, um den Aufnahmen, wenn gewünscht, noch einen anderen Look zu geben. Im Vergleich zur SQ20 sind es hier zwar nur 6 statt 18 Filter, dafür kann die Instax mini LiPlay verschiedene Rahmen auf die Fotos legen. Fujifilm stattet die Kamera dafür sogar extra mit drei Direkttasten 1, 2 und 3 aus, um die Lieblingsrahmen schneller erreichen zu können.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Liplay Ergebnisse
Die Bildergebnisse der Fujifilm Instax mini LiPlay.

Über die vorne unter dem Objektiv platzierte Mikrofon-Taste ist es sogar möglich, die Atmosphäre zum Zeitpunkt der Aufnahme in einer kurzen Audiosequenz einzufangen. Dafür wird das Bild mit einem kleinen QR-Code ausgegeben, der anschließend mit dem Smartphone gescannt wird, um den Ton wieder abzuspielen.

Die Stromversorgung läuft über einen eingebauten Akku, der per Micro-USB-Kabel geladen wird. Wie bei der Fujifilm Instax Square SQ20, wird auch hier nur das Kabel und kein Netzteil mitgeliefert. Man kann aber einfach den Netzteilstecker eines Smartphones nehmen.

Modernes Design: Polaroid Go

Die Polaroid Go ist eine sehr kompakte und leichte Sofortbildkamera, die man problemlos in der Jackentasche mitnehmen kann. Energie bezieht die Kamera über den internen Akku, der per Micro-USB-Kabel geladen wird. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und gefällt uns im schicken Weiß mit einige Farbakzenten.

Klein & schick

Polaroid Go

Sofortbildkamera Test: Polaroid Go
Die Polaroid Go passt mit ihren handlichen Abmessungen in die Jackentasche. Die kleinen, quadratischen Bilder zeigen den eher ausgeblichenen Polaroid-Look.

Neben der Power-Taste und dem Auslöser gibt es eine Blitz-Taste, die verschiedene Funktionen erfüllt. So kann sie nicht nur den Blitz ein- und ausschalten, sondern auch den Doppelbelichtungsmodus aktivieren, wenn sie zwei Mal schnell hintereinander gedrückt wird. Hält man sie dauerhaft zwei Sekunden gedrückt, wird der Selbstauslöser aktiviert. Danach hat man noch neun Sekunden, um für ein Selbstporträt vor die Kamera zu laufen.

Da die Polaroid Go sehr kompakt ausfällt, hat sich der Hersteller entschieden, den Selfie-Spiegel in den Sucher zu integrieren. Möchte man sich also selber fotografieren, schaut man von vorne in den Sucher hinein. Das ist eine gute Lösung, um Platz zu sparen. Scheint allerdings von der anderen Seite Licht in den Sucher, war es im Praxistest teilweise schwer, in der spiegelnden Oberfläche etwas zu sehen.

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Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Produkt1
Die Polaroid Go von vorne.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Produkt3
Die Polaroid Go von links.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Produkt2
Die Polaroid Go von rechts.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Produkt4
Die Rückseite der Polaroid Go.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Detail1
Die digitale Anzeige gibt an, wie viele Bilder noch aufgenommen werden können.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Detail2
Der interne Akku wird über den seitlichen USB-Anschluss aufgeladen.

Beim Film hat der Hersteller das kleine Polaroid-Go-Format eingeführt. Anders als Fujifilm mit den Instax-mini-Filmen bleibt Polaroid aber auch hier beim quadratischen Bildformat. Die Bildergebnisse fallen recht hell aus und zeigen eher zurückhaltende Farben. Zudem fällt auf, dass die Bilder einen leichten Violett-Stich zeigen. Das sieht man auf den Ergebnisbildern vor allem beim blauen Himmel. Polaroid setzt hier also auf den eher ausgewaschenen Look der älteren Polaroid-Modelle.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Go Ergebnisse
Die Bildergebnisse der Polaroid Go.

Wer sich genau diesen Polaroid-Look wünscht und zudem keine große Kamera mit sich herumschleppen möchte, wird an der Polaroid Go Gefallen finden. Wer sich hingegen kräftigere Farben im kleinen Format wünscht, könnte bei der Fujifilm Instax mini LiPlay besser aufgehoben sein. Die Bilder machten auf uns nach circa acht Minuten einen fertig entwickelten Eindruck. Damit ist die Entwicklung hier etwas schneller als bei den größeren Polaroid-Modellen.

Im Querformat: Lomography Lomo’Instant Wide

Der Hersteller Lomography setzt auf Sofortbildkameras mit ausgefallenen Designs. Unser Testmuster, die Lomo’Instant Wide in der William Klein Edition, ist eine Hommage an den gleichnamigen Künstler und Fotografen. Wie man weiter oben auf dem Gruppenbild mit allen Testkandidaten erkennen kann, fällt die Lomo’Instant Wide vergleichsweise groß aus. Das hängt mit ihrem Bildformat zusammen. Lomography verwendet hier den Instax-Wide-Film von Fujifilm. Dabei ist jedes Bild inklusive weißem Rahmen 8,5 x 10,8 Zentimeter groß. Es ist das gleiche Format wie bei der weiter unten vorgestellten Fujifilm Instax Wide 300.

Breites Bildformat

Lomography Lomo’Instant Wide

Test Sofortbildkamera: Lomography Lomo’Instant Wide
Die Lomo’Instant Wide wird im Set mit aufschraubbaren Zusatzlinsen geliefert und bietet einen schönen Sofortbild-Look mit kräftigen Farben im Querformat.

Dass wir im Vergleich zur Fujifilm die Lomo’Instant Wide empfehlen, hat mit ihrer Ausstattung und den vielseitigeren Funktionen zu tun. So liefert der Hersteller zum Beispiel drei aufschraubbare Zusatzobjektive mit: eins für Weitwinkel, ein Objektiv für Nahaufnahmen und einen sogenannten »Splitzer« mit einem verschiebbaren Plättchen, um bei Doppelbelichtungen bestimmte Bildbereiche abzudecken.

Dazu kommt ein Objektivdeckel mit einem Batteriefach für eine Knopfzelle des Typs CR1632. Der Grund: Auf dem Objektivdeckel befindet sich eine Selbstauslösertaste, um die Kamera aus der Ferne auslösen zu können. Kreative Fotografen werden sich außerdem über die in vier Farben mitgelieferten Gelfilter freuen, die sich vor den Blitz stecken lassen. So können die Bilder mit spannenden Farbeffekten fotografiert werden.

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Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Produkt1
Die Lomo'Instant Wide William Klein Edition von vorne.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Produkt3
Die Lomo'Instant Wide William Klein Edition von links.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Produkt2
Die Lomo'Instant Wide William Klein Edition von rechts.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Produkt4
Die Rückseite der Lomo'Instant Wide William Klein Edition.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Detail2
Die Belichtung kann per Schalter um +1 oder -1 angepasst werden.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Detail1
Im Bulb-Modus ist eine längere Belichtungszeit möglich.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Detail3
Hier werden die noch verfügbaren Bilder angezeigt.

Neben der Möglichkeit, Doppelbelichtungen aufzunehmen, ist die Kamera mit weiteren Tasten für eine Belichtungskorrektur und den Blitz ausgestattet, der sich auf Wunsch auch abschalten lässt. Landschaftsfotografen haben mit dem Bulb-Modus, der sich über einen Kippschalter aktivieren lässt, die Gelegenheit, eine Aufnahme über längere Zeit zu belichten. Da ist es von Vorteil, dass die Kamera am Boden mit einem Stativgewinde ausgerüstet ist.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Wide Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Lomo’Instant Wide William Klein Edition.

Die Bilder kommen sehr kontrastreich und farbintensiv aus der Kamera. Dabei fällt auf, dass das fest verbaute Standardobjektiv zu einer deutlich sichtbaren Vignettierung, also zu abgedunkelten Bildrändern, führt. Mit dem Close-up-Objektiv für Nahaufnahmen haben wir die Vignettierung nicht so stark wahrgenommen. Laut Aufschrift auf dem Close-up-Zusatzobjektiv kann man damit bis auf zehn Zentimeter an das Motiv herangehen. Das hat leider nicht so richtig gut funktioniert. Die Bilder wirkten immer noch unscharf. Da muss man tatsächlich ein bisschen probieren, bis man da eine gute Entfernung findet.

Leider ist auch der Versatz zwischen dem optischen Sucher und dem Objektiv sehr groß, weshalb Nahaufnahmen grundsätzlich schwierig sind. Für Landschaften, Gruppenbilder und Schnappschüsse ist die Kamera aber bestens geeignet. Für das zusätzliche Weitwinkelobjektiv wird übrigens noch ein zweiter Sucher mitgeliefert, der gegen den Standardsucher ausgetauscht werden kann.

Preistipp: Fujifilm Instax mini 11

Wer lediglich eine einfache Sofortbildkamera für gelegentliche Schnappschüsse sucht, kommt mit der Fujifilm Instax mini 11 auf seine Kosten. Der Preistipp bietet zwar kaum Ausstattung, weiß aber im Praxistest mit guten Bildergebnissen zu gefallen. Kräftige Farben, gute Kontraste und selbst die Nahaufnahmen funktionieren vergleichsweise gut, da man mit der Instax mini 11 bis auf 30 Zentimeter an das Motiv herangehen kann. Wie der Produktname andeutet, wird hier mit dem Instax-mini-Film gearbeitet, der auch in der weiter oben vorgestellten instax mini LiPlay zum Einsatz kommt. Die einzelnen Bilder sind also mit Rahmen 8,5 x 5,5 Zentimeter groß.

Gut & günstig

Fujifilm Instax mini 11

Test Sofortbildkamera: Fujifilm instax mini 11
Die Fujifilm Instax mini 11 ermöglicht Sofortbilder im Mini-Format mit satten Farben zum kleinen Preis.

Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Die Kamera hat keinen Selbstauslöser, keine Doppelbelichtungen und keine Belichtungskorrektur. Ein Blitz ist zwar mit an Bord, er lässt sich allerdings nicht abschalten. Man kann höchstens den Finger davor halten, wenn man ihn abdecken möchte. Es ist also wirklich eine reine Schnappschusskamera – durch den Sucher schauen, auslösen, fertig!

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Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Mini11 Detail1
Die Fujifilm Instax mini 11 von vorne.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Mini11 Detail2
Die Fujifilm Instax mini 11 von links.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Mini11 Detail3
Die Fujifilm Instax mini 11 von rechts.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Mini11 Detail4
Die Rückseite der Fujifilm Instax mini 11.
Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Instax Mini11 Detail5
Die Anzahl der noch verfügbaren Bilder wird analog angezeigt.

Für Selfies und Nahaufnahmen wird das Objektiv vorne manuell ein Stück weiter herausgezogen. Für Selbstporträts gibt es einen kleinen Selfie-Spiegel, um in etwa einschätzen zu können, ob man auch gut im Bild zu sehen sein wird. Die Fujifilm Instax mini 11 bezieht ihren Strom zwei AA-Batterien, die man in jedem Supermarkt kaufen kann.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Mini11 Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Fujifilm Instax mini 11.

Außerdem getestet

Fujifilm Instax Wide 300

Die Fujifilm Instax Wide 300 arbeitet mit dem Instax-Wide-Film und liefert so Bilder im großen Querformat. Damit eignet sich die Kamera zum Beispiel für Hochzeiten, wenn Gruppenbilder mit 4-5 Personen geplant sind. Die von ihren Abmessungen her sehr wuchtige Kamera ist mit einem großen Griff ausgestattet, der dafür sorgt, dass sich die Kamera sehr gut mit einer Hand halten lässt.

Die Ausstattung ist überschaubar. Es gibt zwei Tasten für den Blitz und die Belichtungskorrektur, einen optischen Sucher, eine digitale Anzeige der noch verfügbaren Bilder in der Filmkassette und ein großes Einstellrad vorne am Objektiv. Über Letzteres kann man wählen, ob man den Nahbereich von 0,9 bis 3 Metern oder den weiter entfernten Bereich von drei Metern bis Unendlich scharfstellen möchte.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Wide300 Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Fujifilm Instax Wide 300.

Dass die Naheinstellgrenze lange 90 Zentimeter beträgt, zeigt schon an, dass diese Kamera nicht unbedingt für Nahaufnahmen geeignet ist. Fujifilm liefert aber einen aufsteckbaren Adapter mit, der eine Nahlinse, einen Selfie-Spiegel und eine Zielmarkierung enthält, die anschließend beim Blick durch den Sucher zu sehen ist. So kann man etwas besser einschätzen, wie sich durch den Versatz von Sucher und Objektiv die Bildmitte verschiebt. Wichtige Motive sollten also mit der neuen Markierung des Adapters anvisiert werden. Leider gibt Fujifilm nicht bekannt, inwieweit sich die Naheinstellgrenze durch die Nahlinse verkürzt. Die Bildergebnisse zeigen kräftige Farben, satte Kontraste und eine leichte Randabschattung (Vignettierung).

Polaroid Now Instant i-Type

Mit der Now Instant i-Type hat der Hersteller Polaroid seine Sofortbildkameras in ein modernes Design gepackt, das in vielen verschiedenen Farbkombinationen erhältlich ist. Unser Testmuster, die Now Instant i-Type The Mandalorian, ist an die gleichnamige Star-Wars-Serie angelehnt.

Die Verabreitung der Kamera gefällt uns sehr gut. Der Sucher dürfte zwar gerne etwas größer ausfallen, man kann aber dennoch ganz gut damit arbeiten. Die Anzahl der noch verfügbaren Bilder in der Kassette wird bei der Polaroid Now digital angezeigt. Dazu gibt es Tasten für den Selbstauslöser und für den Blitz, die beide auch noch weitere Funktionen eröffnen. Wird die Selbstauslöser-Taste zwei Mal direkt hintereinander gedrückt, kann eine Doppelbelichtung aufgenommen werden. In der Anzeige für die restlichen Bilder erscheint daraufhin zuerst eine eins für das erste Foto. Nach der Aufnahme zeigt die Anzeige eine zwei, woraufhin das zweite Bild fotografiert wird.

Mit der Blitz-Taste kann zum einen der Blitz ein- und ausgeschaltet werden. Zum anderen lässt sich darüber aber auch eine Belichtungskorrektur um +1/2 oder -1/2 Blendenstufen vornehmen. Dafür muss man die Taste eine Sekunde gedrückt halten und kann dann anschließend die gewünschte Korrektur wählen.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroid Now Instant I Type Ergebnisse
Die Bildergebnisse der Polaroid Now.

Bei der Entwicklung der Bilder hat uns die Polaroid Now etwas überrascht, da die Farben sehr kräftig und mit einem leichten Violett-Farbstich ausgegeben werden und auch die Kontraste recht stark ausfallen. Insgesamt sind die Ergebnisse vielleicht einen Tick zu dunkel. Überrascht sind wir in erster Linie deshalb, weil sich die Ergebnisse deutlich von den ebenfalls im Testfeld teilnehmenden Polaroid-Kameras, der 600 OneStep Close Up und der Polaroid Go, unterscheiden. Letztere zeigen eher zurückgenommene Farben und geringe Kontraste.

Wer die Farben also gerne kräftig mag, wird an der Polaroid Now Gefallen finden. Wer hingegen den eher ausgeblichenen Polaroid-Look bevorzugt, könnte bei den anderen beiden Polaroid-Kameras besser aufgehoben sein. Wie eingangs schon erwähnt, braucht man bei Polaroid etwas mehr Geduld als bei den Instax-Filmen von Fujifilm. Es dauert rund 15 Minuten, bis ein Polaroid fertig entwickelt ist.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Objektiv: Es gibt zwei Aufnahmebereiche, zwischen denen die Kamera automatisch wechseln kann. Von 60 Zentimetern bis Unendlich und von 55 Zentimetern bis 1,3 Meter. Beides zeigt deutlich, dass sich die Polaroid Now nicht unbedingt für Nahaufnahmen eignet. Das macht auch unser Testbild des Mageritenstraußes deutlich: Man ist recht weit weg, und es kommt zu einer deutliche Parallaxe, die im Ergebnis unten ein Stück des Bildes abschneidet und dafür oben zu viel Geländer zeigt. Für andere Motive macht die Kamera aber auf jeden Fall viel Spaß.

Canon Zoemini S

Mit der Zoemini S haben wir noch eine weitere Sofortbild-Kamera von Canon im Testfeld, die per Zink-Verfahren druckt. Dabei bringt die »S«-Variante viele Vorteile bei der Ausstattung mit sich. So löst der Sensor der Zoemini S mit acht Megapixel auf. Auch hier können die Bilder auf einer microSD-Karte gespeichert werden.

Darüber hinaus ist die Kamera mit einer Bluetooth-Funktion ausgestattet und kann somit vom Smartphone aus bedient werden. Über die Canon Mini Print App lassen sich Bilder vom Smartphone an den Drucker senden und Collagen erstellen. Per Live-View lässt sich die Kamera sogar vom Smartphone steuern und auslösen. Das erleichtert auch die Aufnahme von Selfies. Wer Akku sparen möchte, kann für Selbstporträts ansonsten auch vorne den sehr großen Selfie-Spiegel verwenden.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Canon S Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Canon Zoemini S.

Die Bilder zeigen eine gute Schärfe, wirken aber sehr blaustichig und damit recht kühl. Auch hier zeigen sich leichte Streifen im Druck. Dank der selbstklebenden Rückseite lassen sich die Bilder an Oberflächen befestigen. Energie bezieht die Kamera vom internen Akku, der per Micro-USB-Kabel geladen wird. Wie bei der Canon Zoemini C ist auch die S mit zwei Tasten für das Bildformat und für den erneuten Druck des zuletzt aufgenommenen Bildes ausgestattet.

Fujifilm Instax mini 40

Die Fujifilm Instax mini 40 ist im Grunde genauso aufgebaut wie unser Preistipp, die Fujifilm Instax mini 11. Der auffälligste Unterschied findet sich im Design. Der Hersteller hat sich hier für einen schicken Retro-Look mit einer schönen Oberflächentextur entschieden. Die Ausstattung ist ansonsten identisch: Es gibt einen optischen Sucher und einen Blitz, der nicht manuell abgeschaltet werden kann. Für Selfies und Nahaufnahmen wird das Objektiv mit der Hand nach vorne herausgezogen. Bei Selbstporträts kann man in dem kleinen Selfie-Spiegel vorne am Objektiv überprüfen, ob man auch tatsächlich im Bild ist. Die Instax mini 40 arbeitet mit den instax-mini-Filmen, die mit ihrem weißen Rahmen 8,5 x 5,5 Zentimeter groß sind.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Fujifilm Instax Mini40 Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Fujifilm Instax mini 40.

Neben dem Design gibt es aber noch einen weiteren Unterschied zur Instax mini 11. Während die mini 11 sehr kräftige Farben und hohe Kontraste in ihren Bildern zeigt, sind die Ergebnisse mit der Instax mini 40 deutlich heller und wirken entsättigter. Somit ergibt sich hier ein Look, der eher an die ausgeblicheneren Bilder älterer Polaroid-Kameras erinnert. Wer den helleren und entsättigteren Look bevorzugt, kommt bei der Instax mini 40 auf seine Kosten. Wer es hingegen farbintensiver mag und nach einer möglichst preiswerten Sofortbildkamera sucht, greift besser zur Instax mini 11.

Polaroid 600 OneStep Close Up

Polaroid lässt mit der 600 OneStep Close Up ein altes Kameramodell neu aufleben. Das gilt übrigens für die gesamte 600er-Serie. Hier finden sich verschiedene Polaroid-Kameras aus den 80er, 90er und 00er Jahren, die alle »refurbished«, also überprüft und gereinigt wurden. Wer sich also nach der guten alten Polaroid-Zeit sehnt, kommt mit der 600er-Serie voll auf seine Kosten.

Die von uns getestete Polaroid 600 OneStep Close Up benötigt keine extra Batterien und hat auch keinen internen Akku. Die Stromversorgung ist in die jeweilige Filmkassette integriert. Das wird mit ein Grund sein, weshalb die Filme deutlich teurer ausfallen als zum Beispiel die Instax-Filme von Fujifilm. Für die Kameras der 600er Serie können deshalb ausschließlich Polaroid-600-Filme verwendet werden.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Polaroidonestep Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Polaroid 600 OneStep Close up.

Zum Einschalten wird die Kamera nach oben aufgeklappt. Es folgt ein kurzes Summen, wenn der Blitz aufgeladen wird. Die Kamera verfügt über einen optischen Sucher und ein kleines Sichtfenster für die analoge Anzeige der noch verfügbaren Bilder in der Filmkassette. Auf der Vorderseite der Kamera befinden sich zwei Schiebeschalter. Einer für den Aufnahmebereich und einer für die Belichtungskorrektur. Bei Letzterer lässt sich die Belichtung etwas heller oder dunkler einstellen.

Beim Aufnahmebereich, also dem Bereich, der nach dem Auslösen scharf abgebildet wird, kann man zwischen 0,6 bis 1,2 Metern und von 1,2 Metern bis Unendlich einstellen. Der Zusatz »Close up« im Produktnamen bezieht sich hier auf die Naheinstellgrenze von 60 Zentimetern. Damit kommt man nicht wirklich nah an seine Motive heran. Da sind einige modernere Sofortbildkameras besser aufgestellt. Für die damalige Zeit waren 60 Zentimeter aber eben durchaus schon eine kurze Entfernung.

Zur Bildqualität: Wie die Ergebnisse zeigt, sind die Farben stark entsättigt und die Bilder fallen sehr hell aus. Auch Details sind eher weich. Sind die Bildergebnisse damit schlechter als bei anderen Sofortbildkameras? Keineswegs! Genau darum geht es für viele Sofortbild-Fans. Die Bilder müssen nicht perfekt sein. Die Polaroid 600 OneStep Close Up erinnert mit ihren Bildern an den ausgeblicheneren Sofortbild-Look früherer Zeiten. Wer speziell nach diesem Look sucht, ist hier genau richtig. Werden hingegen eher kräftige Farben und kontrastreiche Bilder bevorzugt, könnte bei Polaroid die weiter oben vorgestellte Polaroid Now Instant i-Type die bessere Wahl sein.

Lomography Lomo’Instant Automat

Die Lomo’Instant Automat des Herstellers Lomography arbeitet, wie die bereits weiter oben vorgestellte Lomo’Instant Wide, mit den Instax-Filmen von Fujifilm. In dem Fall mit dem Instax-mini-Film, also mit dem kleinen Bildformat. Die Lomo’Instant Automat ist in verschiedenen Farben erhältlich und bietet gute Einstellmöglichkeiten. So gibt es Tasten für den Blitz, für eine Doppelbelichtung, eine Belichtungskorrektur und für eine lange Belichtung im Bulb-Modus. Für Letzteres macht es Sinn, die Kamera über den eingebauten Anschluss auf ein Stativ zu schrauben.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Lomo’instant Automat Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Lomo’Instant Automat.

Der Sucher fällt leider sehr klein aus. Am Objektiv gibt es drei Möglichkeiten, den Aufnahmeabstand einzustellen. Für Selfies beträgt die kürzeste Naheinstellungsdistanz 60 Zentimeter. Dazu kommen Einstellungen für den Bereich 1-2 Meter und Unendlich. Darüber hinaus hat das von uns getestete Set gleich vier aufschraubbare Zusatzobjektive zu bieten. Neben einer Close up-Linse für Nahaufnahmen, einem Weitwinkelobjektiv und einem »Splitzer«, um Bildbereiche gezielt auszublenden, gibt es hier als viertes ein Fisheye-Objektiv für kreative Bilder mit Fischaugen-Effekt.

Wie bei der Lomo’Instand Wide, ist auch hier ein Selbstauslöser in den Objektivdeckel integriert. Strom bezieht die Kamera über zwei CR2-Batterien. Zum Lieferumfang gehören Farbfilter für den Blitz, um den Bildern eine kreative Note zu geben.

Die Bildergebnisse zeigen kräftige Farben und starke Kontraste, allerdings neigt das Standardobjektiv zu deutlichen Reflexionen, die sich störend im Bild bemerkbar machen. Man kann es natürlich als kreativen Effekt sehen. Da es sich hier aber um Sofortbilder handelt, kann der »Fehler« später nicht retuschiert werden. Mann muss das also mögen.

Canon Zoemini C

Die Zoemini-Kameras von Canon arbeiten, wie die Kodak Printomatic, mit einem Zink-Druckverfahren. Bei der Zoemini C werden die Bilder mit einem 5-Megapixel-Sensor aufgenommen und können auf einer microSD-Karte gespeichert werden. Der Ausdruck dauert rund 40 Sekunden. Die Bildergebnisse sind deutlich schärfer als die der weiter unten vorgestellten Kodak-Kamera. Leider wirkt der Himmel auf der Aufnahme des Köln-Panoramas leicht streifig, wenn auch nicht so stark wie bei der Kodak-Kamera. Farblich weisen die Bilder einen leichten Violett-Stich auf. Die Ausdrucke haben eine selbstklebende Rückseite und lassen sich damit auf Oberflächen aufkleben.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Canon C Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Canon Zoemini C.

Der interne Akku der Kamera wird per USB-Kabel geladen. Über eine Taste auf der Rückseite kann man zwischen einem rechteckigen und eine quadratischen Bildformat wählen. Da das Papier grundsätzlich rechteckig ist, bleibt beim quadratischen Druck ein Teil des Bildes weiß. Diesen Rand kann man dann mit der Schere abschneiden. Zusätzlich gibt es noch eine weitere Taste, über die sich das zuletzt fotografierte Bild erneut drucken lässt. Das kann zum Beispiel Sinn ergeben, wenn man mit Freunden unterwegs ist und das Bild mehrfach drucken möchte. Für Selfies gibt es am Objektiv einen kleinen Spiegel.

Kodak Printomatic

Die Kodak Printomatic gehört, wie die beiden Canon-Modelle, zu den wenigen Kameras im Test, die ihre Ergebnisse tatsächlich drucken und nicht über einen chemischen Prozess entwickeln. Der Vorteil: Der Druckprozess dauert auf dem 7,6 x 5 Zentimeter kleinen Papier nur rund 40 Sekunden. Allerdings ist die ausgegebene Bildqualität in dem Fall sehr unbefriedigend. Der Druck zeigt teilweise deutliche Streifen. Auch die Farbwiedergabe und die Schärfe lassen zu wünschen übrig. Wie bei Canon, sind die Bilder der Kodak mit einer selbstklebenden Rückseite versehen.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Kodak Printomatic Ergebnisse
Die Ergebnisse mit der Kodak Printomatic.

Positiv finden wir die kompakte Größe und das geringe Gewicht. Die Kodak Printomatic wird per Micro-USB-Kabel geladen und hat einen Schacht für microSD-Karten an Bord. Da die Bilder über einen fünf Megapixel auflösenden Sensor digital aufgenommen werden, ist es möglich, die Fotos auf der SD-Karte zu speichern. Ein Farbdisplay gibt es hier nicht. Die Motive werden über einen optischen Sucher anvisiert, der recht weit vom Objektiv entfernt ist. Das führt bei Nahaufnahmen zu einem deutlichen Versatz.

So haben wir getestet

Neben dem Blick auf die Ausstattung und die Bedienung haben wir mit allen Testkameras in drei unterschiedlichen Aufnahmesituationen fotografiert. Sofortbildkameras benötigen für gute Bildergebnisse normalerweise sehr viel Licht. Sobald es dunkler wird, »saufen die Schatten ab«. Die Schatten zeigen dann kaum noch Details.

Aus diesem Grund haben wir sowohl ein Tageslichtfoto mit dem beliebten Blick auf den Kölner Dom als auch eine schwierige Lichtsituation in der Kölner Altstadt fotografiert. Beim Altstadt-Motiv gibt es einen sehr hellen und einen sehr dunklen Bereich, also einen sehr starken Kontrast. Da war es für uns sehr spannend zu sehen, wie die Kameras mit einer solchen Lichtsituation umgehen.

Sofortbildkamera Test: Sofortbildkameras Testfeld
Alle Kameras im Test 06/2021.

Zu guter Letzt haben wir mit jeder Testkamera eine Nahaufnahme fotografiert. Dabei haben wir versucht, uns an die Naheinstellungsgrenzen zu halten, die von den Herstellern in den technischen Daten angegeben werden. Ohne Autofokus und ohne Display ist es allerdings schwer, diesen Abstand zu finden. Wir haben daher einen Zollstock als Abstandshalter genutzt. Bei der Fujifilm Instax Square SQ20 und der Instax mini LiPlay ging es auch ohne Zollstock. Hier konnten wir gleich im Display sehen, ob die Bilder scharf sind, oder ob wir zu nah dran sind.

Noch eine kurze Information zu den Ergebnissen im Nahbereich: Für den Test haben wir einen Blumenkübel mit Margeriten fotografiert. Dabei wurde das Bild so aufgenommen, dass der Margeritenstrauß mittig und möglichst formatfüllend im Sucher zu sehen war. Zeigt das Ergebnis anschließend mehr vom Balkonboden oder vom Balkongeländer, handelt es sich hier um den schon angesprochenen Versatz, der durch den Abstand zwischen dem Sucher und dem Objektiv entsteht.

Die wichtigsten Fragen

Was ist eine Sofortbildkamera?

Sofortbildkameras entwicklen oder drucken die Bilder direkt nach dem Auslösen. Damit unterscheiden sie sich von analogen Filmkameras, deren Negative und Dias anschließend beliebig oft entwickelt werden können. Bei der klassischen Sofortbildkamera ist jedes Bild ein Unikat. Inzwischen gibt es auch einige moderne Kameramodelle, die mit Speicherkarten und digitalen Kamerasensoren arbeiten. Hier kann man teilweise auswählen, ob die Bilder sofort entwickelt werden sollen oder ob man die Entwicklung später startet.

Wie viele Bilder sind in einer Filmkassette?

Die Anzahl der Bilder unterscheidet sich je nach Hersteller. Bei den Fujifilm-Instax-Filmen sind zehn Bilder in jeder Kassette. Bei Polaroid sind es nur acht. Das hat damit zu tun, dass Polaroid die Produktion seiner Filme umstellen musste. Im Zuge dieses Prozesses wurden die einzelnen Fotos etwas dicker, weshalb inzwischen nur noch acht und nicht, wie früher, zehn Bilder in die Kassetten passen. Beim Zink-Druckverfahren von Canon und Kodak sind immer zehn Fotos mit einer blauen Kalibrierkarte verpackt.

Liefern die verschiedenen Kameras eine ähnliche Bildqualität?

Nein. Wie unser Praxistest zeigt, unterscheiden sich die Farben, die Kontraste und die Schärfe sehr deutlich zwischen den verschiedenen Kameras. Das ist sogar der Fall, wenn unterschiedliche Kameras die gleichen Filmkassetten verwenden. Die genannten Faktoren hängen damit sehr stark von der Kamera und dem jeweiligen Objektiv ab. In unserem Praxistest zeigen wir alle Ergebnisse im Überblick, damit sich jeder selbst ein Bild davon machen kann, welche Bildqualität am besten gefällt.

Wann lohnt sich der Kauf einer Sofortbildkamera?

Sofortbildkameras sind keine günstige Angelegenheit. Die Filme kosten häufig ab zehn Euro aufwärts. Dennoch haben Sofortbildkameras einen besonderen Charme, der sie von modernen Digitalkameras abhebt. Sofortbilder sind häufig nicht ganz scharf, zeigen Farbstiche oder wirken teilweise sogar ausgeblichen. Doch genau diese Unvollkommenheit macht sie zu einem besonderen Erlebnis für kreative Fotografen. Auch auf Hochzeiten erfreuen sich Sofortbildkameras großer Beliebtheit. Das Ergebnis ist bereits nach wenigen Minuten zu sehen und kann als Unikat mit nach Hause genommen werden. Damit sind Sofortbilder eine tolle Erinnerung an besondere Augenblicke.

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