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Die beste Sonnencreme

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Sonnencreme Test: Sonnencreme
Katarina Lukač

Katarina Lukač

ist freie Redakteurin und Autorin mit Vorliebe für Kulinarik, Reise und Lifestyle. Sie lebt in Madrid und München und tauscht sich in diversen Whatsapp-Gruppen mit Freundinnen aus verschiedenen Ländern über ihre aktuellen Lieblingsprodukte aus. Mehr unter katarinalukac.com.

Wir haben 32 Sonnencremes getestet. Die beste Sonnencreme für den Körper mit hohem Lichtschutzfaktor ist die Garnier Ambre Solaire Sensitive Expert+ Milch mit LSF 50+, weil sie zuverlässigen Sonnenschutz zu einem fairen Preis bietet, ohne einen weißen Film oder eine Duftwolke zu hinterlassen. Die wasserfeste Sonnenmilch lässt sich leicht einschmieren, zieht schnell ein und kommt in einer praktischen, auf dem Kopf stehenden 200-Milliliter-Tube daher.

Update 17. Juli 2020

Wir haben ein weiteres Sonnenschutzmittel getestet. Das Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30 ist uns jedoch keine Empfehlung wert.

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10. Juni 2020

Wir haben 14 weitere Sonnenschutz-Mittel getestet. Neue Empfehlungen sind die Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+ von Aldi und die mineralische Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30.

Um herauszufinden, welches das beste Körper-Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 und 50 ist, haben wir aus dem schier unendlichen Angebot eine Auswahl von 32 größtenteils wasserfesten Sonnenschutzcremes und -Sprays der verschiedensten Preisklassen getestet.

Unser Fazit: Mittelpreisige Sonnencremes erfüllen die meisten unserer Ansprüche, schützen zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlen und hinterlassen keinen weißen Film. Die günstigsten Discounter-Produkte riechen uns zu stark, unter den teuren Cremes gibt es gute Alternativen ebenso wie ein durchgefallenes Produkt – und Sprays sind erstaunlich unpraktisch.

Das beste Sonnenschutzmittel ist das, das man regelmäßig und ausgiebig aufträgt

Das beste Sonnenschutzmittel ist das, das man regelmäßig und ausgiebig aufträgt. Deshalb sollte man bei der Auswahl unbedingt die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse berücksichtigen. Für viele bedeutet das, eine Sonnencreme mit möglichst wenig Duft, weshalb wir stark riechende Sonnencremes weniger gut bewertet haben. 

Hautärzte empfehlen, sich mindestens mit Sonnenschutzfaktor 30 einzucremen. Die meisten unserer Ansprüche erfüllt ein mittelpreisiges Produkt mit dem sehr hohen Lichtschutzfaktor 50+ und einer Mischung aus chemischen und sogenannten mineralischen UV-Filtern, die auch vor schädlichen Infrarotstrahlen schützen. Ein parfümfreies Discounter-Produkt gehört zu unseren weiteren Favoriten. Wer auf chemische Filter verzichten möchte, findet unter unseren rein mineralischen Testkandidaten eine gute und recht günstige Sonnencreme. 

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Garnier Ambre Solaire Sensitive expert+ Sonnenmilch mit LSF 50+

Test Sonnencreme: Garnier Ambre Solaire Sensitive expert+ Sonnenmilch mit LSF 50+
Hoher chemisch-mineralischer Schutz ohne weißen Film zum fairen Preis: Die Sonnenmilch lässt sich leicht einschmieren, zieht vollständig ein und riecht kaum.

Die Sonnenmilch Ambre Solaire Sensitive Expert+ mit Lichtschutzfaktor 50+ von Garnier bietet hohen Schutz, ohne einem den Spaß am Sonnenbad zu verderben – dank angenehmer Konsistenz und unkomplizierter Anwendung. Sie lässt sich leicht einschmieren, zieht sofort komplett ein, ohne dass man wie ein frisch geweißeltes Strandgespenst dasteht und lässt die Haut nur leicht glänzen. Der dezente Duft der parfümfreien Milch verfliegt schnell und fast vollständig.

Der Preis ist für 200 Milliliter Inhalt in einer praktischen, auf dem Kopf stehenden Tube mit Klappverschluss vertretbar. Die wasserfeste Creme schützt mit chemisch-mineralischen Mischfiltern gegen UV-Strahlen und gegen Inftrarotstrahlen. Wermutstropfen sind der in die Kritik geratene chemische UV-Filter Octocrylen sowie das enthaltene mineralische Weißpigment Titandioxid, das dank Nano-Größe die recht flüssige Konsistenz der Milch nicht beeinträchtigt, aber unter Umständen im Meer landet.

Auch gut

Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+

Sonnencreme Test: Bildschirmfoto 2020 06 09 Um 10.59.09
Hoher Schutz ohne weißen Film oder Parfüm für wenig Geld: Diese Lotion schützt mit chemisch-mineralischen Filtern ohne Octocrylen und lässt sich leicht einreiben.

Eine günstige parfümfreie Alternative ist die Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+ vom Discounter Aldi, die hohen chemisch-mineralischen Sonnenschutz ohne den umstrittenen chemischen Filter Octocrylen und ohne Parfüm bietet. Die Lotion lässt sich insbesondere für ein Produkt mit sehr hohem Lichtschutzfaktor leicht einschmieren und hinterlässt auf der Haut nur den Hauch eines hellen Schimmers. Die handliche 200-Milliliter-Flasche reicht für mehrere Ganzkörper-Anwendungen aus. Die Kehrseite der bequemen Anwendung: Im Gegensatz zur dickflüssigeren LSF-30-Sonnencreme derselben Produktlinie enthält die Lotion mineralische UV-Filter in Nano-Größe, die der Umwelt schaden könnten.

Gut & günstig

Lavozon Sonnenmilch LSF 50

Sonnencreme Test: Lavozon Lsf50
Zuverlässiger UV-Schutz zum Mini-Preis, ohne weißen Film und mit dezentem Duft.

Die Sonnenmilch Lavozon mit LSF 50 von Müller bietet hohen Sonnenschutz zum Tiefpreis. Das als Sonnenmilch verkaufte Mittel ist tatsächlich eine recht dickflüssige Creme, die sich etwas schwieriger einschmieren lässt. Nach dem Auftragen hinterlässt sie eine dezente Glanzschicht, aber keinen weißen Film. Zu den Inhaltsstoffen gehört der womöglich bedenkliche chemische UV-Filter Octocrylen. Der recht angenehme, milde Duft verflüchtigt sich nach einer Weile. Verwirrend ist die »Sofortschutz«-Behauptung auf der Flaschenvorderseite, während im Kleingedruckten auf der Rückseite daran erinnert wird, das Mittel vollständig einziehen zu lassen.

Für Allergiker

Cetaphil Daylong Sensitive Gel-Creme SPF30

Test Sonnencreme: Galderma Daylong Cetaphil Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30
Superleicht aufzutragende, fettfreie und völlig duftlose Gel-Creme, aber mit umweltschädlichem Octinoxat-Filter.

Bei Menschen mit besonders sensibler und zu Allergien neigender Haut in Sachen Sonnenschutz schon lange eine Art Heiliger Gral: Die Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30 von Daylong Cetaphil, die zur Schweizer Galderma-Gruppe gehört. Die gelbliche Creme hält, was ihr Name verspricht und lässt sich dank ihrer fettfreien Gel-Konsistenz wunderbar leicht einschmieren. Zurück bleibt ein transparenter Sonnenschutz mit minimalem Glanz und einem angenehmen Hautgefühl. All das gibt es zu einem happigen Preis, der allerdings kein reines Gewissen garantiert: Der enthaltene chemische Filter Ethylhexyl Methoxycinnamate, auch als Octinoxat bekannt, wird künftig auf Hawaii, der Antillen-Insel Bonaire sowie in dem pazifischen Inselstaat Palau zugunsten des Korallenschutzes verboten sein. 

Rein mineralisch

Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30

Test Sonnencreme: Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30
Bio-Naturkosmetik mit mineralischem Sofortschutz, die sich leicht einreiben lässt, komplett einzieht und nicht duftet.

Die Eco Cosmetics Sensitive, das dünnflüssigste Naturkosmetik-Produkt im Test, lässt sich leicht einreiben und hinterlässt keine weißen Spuren. Obendrein ist es parfüm- und tatsächlich duftfrei. Es bietet sofort nach dem Auftragen Schutz vor UV-Strahlen mit umweltfreundlichen mineralischen Filtern in Non-Nano-Größe. Das reine Gewissen kostet jedoch seinen Preis. Die teure Milch ist in einer kleinen 75-Milliliter-Flasche verpackt, die gerade mal für knapp zwei Ganzkörper-Anwendungen reicht. Außerdem ist das Produkt so milchig, dass es leicht auslaufen kann. Für Naturkosmetik-Liebhaber trotzdem ein gute Sonnenschutz-Option für zwischendurch.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut & günstigFür AllergikerRein mineralisch
ModellGarnier Ambre Solaire Sensitive expert+ Sonnenmilch mit LSF 50+Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+Lavozon Sonnenmilch LSF 50Cetaphil Daylong Sensitive Gel-Creme SPF30Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30Sundance Sonnenspray 50+Nivea Kids Sonnenspray LSF 50+Garnier Ambre Solaire UV Sport Sonnenschutz-Spray LSF 50Nivea Sonnenspray LSF 50Sundance Ultra Sensitiv Sonnenspray 30Nivea Sun 50+ SonnensprayGarnier Ambre Solaire Clear Protect 30 SpraySolimo Sonnencreme-Bodylotion LSF 50+Paediprotect Meeressonnencreme LSF 50+Ladival Sonnenschutz-Gel für Kinder bei allergischer Haut LSF 50+Neutrogena Ultra Sheer Dry-Touch Sonnenschutzmittel LSF 85+Nivea Kids Pflegender Sonnen-Roller LSF50+Eucerin Sensitive Sun Lotion 50+Nivea 50+ SonnenmilchSunozon Sonnenmilch 50Sundance Sonnencreme LSF 30Hawaiian Tropic Silk Hydration Sonnenlotion LSF 30Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnencreme LSF 30Ladival Allergische Haut Sonnenschutz Gel 30Sundance Sonnenmilch LSF 30Laboratoires de Biarritz Alga Maris Sonnenmilch LSF 30Boep Sonnencreme Sensitiv Parfümfrei LSF 30Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30Eco cosmetics Sonnenlotion LSF 30Speick Sun Sonnencreme 30Weleda Edelweiss Sonnenmilch
Test Sonnencreme: Garnier Ambre Solaire Sensitive expert+ Sonnenmilch mit LSF 50+Sonnencreme Test: Bildschirmfoto 2020 06 09 Um 10.59.09Sonnencreme Test: Lavozon Lsf50Test Sonnencreme: Galderma Daylong Cetaphil Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30Test Sonnencreme: Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30Test Sonnencreme: Sundance Sonnenspray 50+Test Sonnencreme: Nivea Kids Sonnenspray LSF 50+Test Sonnencreme: Garnier Ambre Solaire UV Sport Sonnenschutz-Spray LSF 50Test Sonnencreme: Nivea Sonnenspray LSF 50Test Sonnencreme: Sundance Ultra Sensitiv Sonnenspray 30Test Sonnencreme: Nivea Sun 50+ SonnensprayTest Sonnencreme: Garnier Ambre Solaire Clear Protect 30 SprayTest Sonnencreme: Solimo Sonnencreme-Bodylotion LSF 50+Test Sonnencreme: Paediprotect Meeressonnencreme LSF 50+Test Sonnencreme: Ladival Sonnenschutz-Gel für Kinder bei allergischer Haut LSF 50+Test Sonnencreme: Neutrogena Ultra Sheer Dry-Touch Sonnenschutzmittel LSF 85+Test Sonnencreme: Nivea Kids Pflegender Sonnen-Roller LSF50+Test Sonnencreme: Eucerin Sensitive Sun Lotion 50+Test Sonnencreme: Nivea 50+ SonnenmilchSonnencreme Test: Mam Produktfoto Produktbild No Resize Normal.3Test Sonnencreme: Sundance Sonnencreme LSF 30Test Sonnencreme: Hawaiian Tropic Silk Hydration Sonnenlotion LSF 30Sonnencreme Test: Kw1919 Soso Ombra Sun Creme DaTest Sonnencreme: Ladival Allergische Haut Sonnenschutz Gel 30Test Sonnencreme: Sundance Sonnenmilch LSF 30Test Sonnencreme: Laboratoires de Biarritz Alga Maris Sonnenmilch LSF 30Test Sonnencreme: Boep Sonnencreme Sensitiv Parfümfrei LSF 30Test Sonnencreme: Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30Test Sonnencreme: Eco cosmetics Sonnenlotion LSF 30Test Sonnencreme: Speick Sun Sonnencreme 30Test Sonnencreme: Weleda Edelweiss Sonnenmilch
Pro
  • Lässt sich leicht einschmieren
  • Kein weißer Film
  • Zusätzlicher Schutz vor Infrarot-Strahlung
  • Parfümfrei
  • praktische, auf dem Kopf stehende 200-ml-Tube
  • Günstiger Preis
  • Lässt sich gut einschmieren
  • Kein weißer Film
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Unbedenkliche chemische Filter ohne Octocrylen
  • Parfümfrei
  • Günstiger Preis
  • Chemisch-mineralische Mischfilter
  • Kein weißer Film
  • Dezenter Duft verflüchtigt sich schnell
  • Sehr gutes Abschneiden bei Stiftung Warentest
  • Leichte Konsistenz, sehr einfach einzureiben
  • Fettfrei, hinterlässt wenig Glanz
  • Völlig duftfrei
  • Praktische, auf dem Kopf stehende 200-ml-Tube
  • Kein weißer Film und wenig Fettglanz nach Einwirkzeit
  • Leicht einzureiben
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • Duftfrei
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Günstiger Preis
  • Keine weißen Rückstände
  • Große 300-Milliliter-Flasche
  • Leicht aufzutragen
  • Zieht schnell und vollständig ein Keine weißen Rückstände
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Schweißresistent
  • Samtig-trockenes Hautgefühl
  • Zieht schnell ein
  • Keine weißen Rückstände
  • Zieht schnell ein
  • Keine weißen Rückstände
  • Günstiger Preis
  • Keine weißen Rückstände
  • Duftlos
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei Ausreichender Anwendung
  • Vergleichsweise teuer
  • Keine weißen Rückstände
  • Nicht fettend
  • Parfümfrei
  • Halb transparente Flasche lässt verbliebenen Inhalt erkennen
  • Günstiger Preis
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Keine weißen Rückstände
  • Kaum Fettglanz
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Nanofrei
  • Anti-Sand
  • Tube mit Alu-Schutzsiegel
  • Parfüm- und tatsächlich duftfrei
  • Mittlerer Preis für Creme-Gel
  • Zusätzlicher Schutz vor Infrarot-Strahlung
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Ohne Octocrylen
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Sehr hohes Schutzversprechen bei ausreichender Anwendung
  • Glanz lässt nach Einwirkzeit nach
  • Praktische, auf dem Kopf stehende Flasche
  • Sehr starker Schutz mit Chemischen Filtern
  • Keine weißen Rückstände
  • Günstiger Preis
  • Riesige 400-ml-Flasche
  • Kein weißer Film
  • Günstiger Preis
  • Kein Octocrylen unter chemischen UV-Filtern
  • Tube aus 50 % Recyclingmaterial (ohne Verschluss)
  • Angenehmes Hautgefühl
  • Leicht einzureiben
  • Lässt sich gut einschmieren
  • Kein weißer Film
  • Unbedenkliche chemische Filter Ohne Octocrylen
  • Parfümfrei
  • Mittlerer Preis für Creme-Gel
  • Parfümfrei
  • Schutz vor Infrarotstrahlen
  • Günstiger Preis
  • Starker Schutz durch Mischfilter
  • Schutz vor Infrafrotstrahlen
  • Sieger bei der Stiftung Warentest
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • 2-in-1-Produkt für Gesicht und Körper
  • Lässt sich gut einschmieren
  • Keine weißen Rückstände
  • Mäßiger Fettglanz
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • Parfümfrei
  • Praktische Kopstand-Tube mit Alu-Schutzsiegel
  • Keine unnötige Schachtelverpackung
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • Keine unnötige Schachtelverpackung
  • Mattes Hautbild
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • Dünnflüssige Konsistenz
  • Geringer weißer Film
  • Duftfrei
  • Mineralischer Sofortschutz
  • Umweltfreundliche Non-Nano-Filter
  • im Naturkosmetik-Vergleich recht große 150-ml-Tube
Contra
  • Octocrylen unter chemischen Filtern
  • Mineralischer UV-Filter in Nano-Größe
  • Widersprüchliche Angaben zum Sofortschutz
  • Mineralischer UV-Filter in Nano-Größe
  • Octocrylen unter chemischen Filtern
  • Einreiben dauert etwas länger
  • Trotz Produktnamens Konsistenz eher Creme als Sonnenmilch
  • Widersprüchliche Angaben zum Sofortschutz
  • Teuer
  • Octinoxat unter chemischen Filtern
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Widersprüchliche Angaben zum Sofortschutz
  • Sehr teuer
  • Tropf- und Auslaufgefahr
  • Kleine 75-ml-Tube
  • Angabe zur Wasserfestigkeit nur auf Website
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Spray-typische unsichere Anwendung
  • Starker Duft
  • Spray-typische unsichere Anwendung
  • Starker Duft
  • Starker Glanz
  • Irreführende Angaben zur Anwendung im Gesicht
  • Besonders unsichere Anwendung, selbst für Spray, weil durchsichtig
  • Explosionsgefahr bei starker Hitze
  • Frische-Versprechen wird nicht eingehalten
  • Besonders unsichere Anwendung, selbst für Spray, weil durchsichtig
  • Explosionsgefahr bei starker Hitze
  • Nicht fürs Gesicht geeignet
  • Spray-typische unsichere Anwendung
  • Starker Fettglanz
  • Spray-typische unsichere Anwendung
  • Starker Duft
  • Widersprüchliche Anti-Flecken-Werbung
  • Besonders unsichere Anwendung selbst für Spray weil durchsichtig
  • Kein Sofortschutz
  • Octocrylen und Homosalate unter chemischen Filtern
  • Recht starker Duft
  • Teuer
  • Kleine 75-ml-Tube
  • Scharfer Duft
  • Octocrylen- und mineralische Nano-Filter
  • Ziemlich starker Fettglanz
  • Bedenkliche Homosalat-, Octisalat-, Octocrylen- und Oxybenzon-Filter
  • Extrem unsichere Anwendung
  • Schlechtes Preis-Leistungsverhältnis
  • Winziger 50-Milliliter-Behälter
  • Starker Duft
  • Sehr starker Duft
  • Sehr hoher Preis
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Inhaltsstoffe auf Schachtelboden versteckt
  • Widersprüchliche Anti-Flecken-Werbung
  • Starker Glanz
  • Starker Duft
  • Widersprüchliche Anti-Flecken-Werbung
  • Etwas mühsames Einreiben
  • Starker Duft
  • Einreiben dauert etwas
  • Leichter weißer Schimmer
  • Mineralische Nano-Filter
  • Starker Duft
  • Kleine 75-ml-Tube
  • Nur mittelgutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Widersprüchliche Angaben zum Sofortschutz
  • Eingangs fettigeres Hautgefühl als beim Gel-Creme-Favoriten
  • Starker Duft
  • Sehr teuer
  • Parfümhaltig
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Recht kleine 100-ml-Flasche, obwohl Durchschnitt im Naturkosmetik-Vergleich
  • Sehr teuer
  • Sichtbarer weißer Film
  • Schwierig einzurubbeln
  • Keine Angabe zur Wasserfestigkeit
  • Kleine 100-ml-Tube, obwohl Durchschnitt im Naturkosmetik-Vergleich
  • Für Spray schwierig einzureiben
  • Hinterlässt weißen Film
  • Parfümhaltig
  • Sehr teuer
  • Eher zähe Creme- als Lotion-Konsistenz, schwer aufzutragen
  • Deutlicher weißer Film
  • Klobige 100-ml-Pumpflasche
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Sehr teuer
  • Winzige 60-ml-Tube
  • Unnötige Schachtelverpackung
  • Teuer
  • Recht dickflüssigere Creme-Konsistenz und schwer zu verteilen
  • Name lässt dünnflüssigere Milch-Konsistenz erwarten
  • Weißer Film
Bester Preis
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Mehr ist mehr beim Sonnenschutz

Sonnenschutz gehört zu den wenigen Dingen, die mich am Sommer nerven. Seit ich viel Zeit in Spanien verbringe, habe ich mich damit arrangiert, mein Gesicht das ganze Jahr über mit Lichtschutzfaktor 50 einzuschmieren und mein halbes Kosmetikbudget für ein Gesichtsfluid hinzublättern (ich schwöre auf ISDIN Fusion Water LSF 50, das meine Augen auch trotz Kontaktlinsen nicht brennen lässt).

Beim Eincremen meines restlichen Körpers war ich lange entspannter, weshalb mir angesichts der folgenden Zahlen der kalte Schweiß ausbricht: 300.000 Hautkrebs-Neudiagnosen pro Jahr gibt es nach Angaben des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Deutschland, so viele wie nie zuvor. Der Grund seien neben der steigenden Lebenserwartung vor allem die Zunahme von Outdoor-Aktivitäten seit den 1980ern und das »Schönheitsideal braune Haut« (ähem).

Hautärzte empfehlen mindestens Lichtschutzfaktor 30

Dass sich die gesetzlichen Krankenkassen eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung für Versicherte ab 35 kosten lassen, unterstreicht die unverrückbare Tatsache: Sonnenschutz muss sein, und egal wie öde das Thema sein mag, lohnt es sich für jede(n), die für ihn oder sie passende Sonnencreme zu finden. Klingt kompliziert angesichts des riesigen Angebots, eine grundsätzliche Vorauswahl lässt sich aber schon mal treffen: Hautärzte empfehlen, sich mindestens mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser noch mit LSF 50 einzucremen – und zwar großzügig. 

Sonnencreme Test: Sonnencremes Chemische Filter Lsf 50
Im ersten Durchgang haben wir fünf Sonnencremes mit chemischen Filtern und LSF 50 getestet.

Ein Teelöffel pro Körperregion

Bei einer 1,80 m großen Person wird erst bei einer Menge von etwa zwei bis oben hin gefüllten, gleichmäßig auf dem ganzen Körper verteilten Stamperln (40 Milliliter) Creme der angegebene Lichtschutzfaktor erreicht – sofern man im Laufe des Tages, wenn man geschwitzt, gebadet oder sich mit dem Handtuch abgerieben hat, immer wieder genauso üppig nachcremt.

Einer anderen Faustregel zufolge sollte man für den Körper insgesamt sechs Teelöffel Creme verwenden, jeweils einen pro Körperregion, also pro Arm, pro Bein, für den Bauch und den Rücken. Zuzüglich eines weiteren fürs Gesicht ist man dann bei sieben Teelöffeln Sonnencreme. Wenn wir alles richtig machen, sollte damit bereits fürs erste Komplett-Eincremen am Strand ein Fünftel einer 200-Milliliter-Flasche Sonnencreme draufgehen. 

Sonnencreme Test: Sonnencremes Chemische Filter Lsf 30
Die vier Sonnencremes im Test mit chemischem UV-Filter und LSF 30.

Fachleuten zufolge wursteln jedoch selbst die Eifrigsten bei der Anwendung herum, zum Beispiel Medizinstudentinnen und -Studenten in einem Test des Bochumer Dermatologen Eggert Stockfleth: Die meisten Probanden bedeckten nur etwa ein Drittel ihres Körpers irgendwie mit Creme, ganz zu schweigen davon, dass das Ganze noch gründlich eingerieben und regelmäßig nachgetragen werden sollte (und dass ich den immerhin fachlich interessierten Teilnehmern mehr Disziplin zutraue als zum Beispiel mir an einem beliebigen Tag am Strand). In einem Leitlinienprogramm gehen Onkologen davon aus, »dass in der Praxis häufig nur 1/3 bis 1/5 des angegebenen LSFs tatsächlich erreicht wird, was zu einer Überschätzung der Schutzwirkung führt.«

Beim Lichtschutzfaktor verlässt man sich als Kunde grundsätzlich auf die Angabe der Hersteller, die auf Tests unter idealen Laborbedingungen beruht. In der EU werden Sonnencremes, die laut Herstellerangabe Faktoren von über 50 haben, mangels Überprüfbarkeit mit LSF 50+ zusammengefasst. Die Bezeichnung »Sunblocker« ist in der EU für Sonnencremes inzwischen verboten, weil kein Produkt UV-Strahlen zu hundert Prozent abfangen kann. 

»Beim Lichtschutzfaktor bin ich der Meinung, je höher desto besser«, rät der Münchner Hautarzt Christoph Liebich, den wir zu diesem Thema befragt haben. Zwar filtern in der Theorie Cremes mit LSF 30 bereits 95 Prozent der UV-Strahlen heraus und Produkte mit LSF 50 nur drei Prozentpunkte mehr. Angesichts unserer in der Praxis im Vergleich zum Labor garantiert schlampigen Anwendung biete der höhere Faktor auf Dauer trotzdem einen besseren Schutz, sagt Liebich. Wichtig: Die Creme nie in der prallen Sonne liegen lassen, sonst sind sämtliche Schutzfilter futsch. 

Sprays: in der Regel eine Luftnummer

Verführerisch, aber unsicher und teuer: Sonnenschutzmittel aus der Sprayflasche sollten genauso üppig aufgetragen werden wie jene aus der herkömmlichen Flasche und sind somit vergleichsweise teuer. Dermatologen zufolge sollte die Sonnenmilch nie direkt auf die Hautstelle aufgesprüht werden, weil dadurch ein Teil in der Luft verfliegt, sondern zuerst auf die zur Schale geformte Hand – was die Sprühfunktion überflüssig macht. Die in der Regel dünnflüssigen Produkte neigen dazu, nach dem ersten Aufsprühen auf die Hand zwischen den Fingern zu zerrinnen. Auch zum Einsprühen des eigenen Rückens taugen die Sprays Experten zufolge nicht: Die Creme muss nach dem Aufsprühen per Hand einmassiert werden.

Sonnencreme Test: Test Sonnenschutzsprays
Die vier Sonnensprays aus der ersten Testrunde.

Da wie gesagt das Mittel, das man auch tatsächlich aufträgt, das beste ist, kann ein Spray für Männer mit besonders starker Körperbehaarung dennoch eine Option sein. Denn je fester eine Creme ist, desto schwieriger lässt sie sich auf haariger Haut auftragen. Eine gute Alternative ist in solchen Fällen zum Beispiel ein Sonnenschutzgel. 

Welcher Kompromiss darf’s sein?

Die perfekte Sonnencreme gibt es leider noch nicht, irgendeinen Kompromiss muss man immer eingehen. Wir haben die Wahl zwischen Sonnenschutzmitteln, die mit chemischen Filtern, mit so genannten mineralischen Filtern oder mit einer Mischung aus beiden vor UV-Strahlung schützen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. 

Chemische Filter dringen in die Haut ein und wirken erst nach einer bis zu 30-minütigen Einwirkzeit. Sie lassen sich gut auftragen, aber die chemischen Verbindungen gelangen in den Körper. Auch wenn die chemischen Filter nach dem aktuellen Stand der EU-Gesundheitsbehörden als für den Menschen unbedenklich eingeschätzt werden, belasten sie das Meer und schädigen unter Umständen etwa Korallen (hier finden Sie eine Übersicht der zuletzt knapp 30 erlaubten chemischen und mineralischen Filter-Substanzen in der Deutschen Apothekerzeitung).

Sonnencreme Test: Ecologicas30
Vier mineralischen Sonnencremes mit LSF 30 im Test.

Mineralische Filter reflektieren UV-Strahlen auf der Hautoberfläche und bilden so eine Art Schutzbarriere, weshalb sie auch physikalische Filter genannt werden. Sie wirken sofort, lassen sich aber oft nicht so gut auftragen – und oft bleibt ein weißlicher Schimmer auf der Haut, der einen ungesund aussehen lässt. Dermatologen empfehlen, dass Schwangere, stillende Mütter und Kinder möglichst mineralische Filter benutzen sollten. 

Moderne mineralische Filter in Nano-Größe, dank denen sich die Cremes besser einschmieren lassen und weniger weiße Rückstände hinterlassen, können in die Haut eindringen – zum Beispiel wenn die Haut durch Sonnenschutz beschädigt ist. Nanopartikel müssen unter den Inhaltsstoffen extra in Klammern ausgewiesen sein, zum Beispiel als »Zinkoxid (nano)«. 

Derzeit warnen manche Wissenschaftler zudem vor möglichen Gesundheitsrisiken sowohl durch bestimmte chemische als auch durch manche mineralische Filter. Einige chemische Filter, darunter das verbreitete Octocrylen (auch Ethylhexyl Methoxycinnamat genannt), haben im Zell- und bei älteren Filtern teilweise im Tierversuch hormonähnliche Wirkung gezeigt. Der mineralische Pigmentfilter Titandioxid wiederum ist beim Einatmen womöglich krebserregend und wird in Frankreich ab 2020 in Lebensmitteln verboten. 

Gespenster-Look schont die Umwelt 

Sowohl chemische als auch manche mineralische Sonnenschutzmittel belasten die Umwelt. Die zunehmend wasserfesten Sonnenschutzmittel setzen sich am Meeresboden ab und lassen sich nur schwer abbauen. Produkte mit den chemischen Filtern Oxybenzon oder Octinoxat sind seit 2020 im pazifischen Inselstaat Palau sowie auf einigen Antillen-Inseln verboten, weil sie in Test-Aquarien das Erbgut von Fischen, Korallen und anderen Meerestieren geschädigt haben. 2021 zieht Hawaii nach, auch in Florida und in anderen Regionen wird ein Verbot diskutiert. Mineralische Filter mit Nano-Partikeln wiederum töten Wasserflöhe und schaden Algen. 

Nach UV-Schutzkleidung sind mineralische Sonnencremes ohne Nano-Partikel am umweltfreundlichsten. Allerdings lassen sie sich in der Regel schwierig verreiben, hinterlassen einen weißen Film, sind teurer als Produkte mit chemischen Filtern und werden deshalb in deutlich kleineren Behältern verkauft. 

Am umweltfreundlichsten sind mineralische Sonnencremes ohne Nano-Partikel

Das ideale Sonnenschutzmittel, das zugleich preisgünstig ist sowie dünnflüssig, sich leicht auf der Haut verteilen und einen nicht wie ein Nachtgespenst aussehen lässt, das weder umwelt- noch potenziell gesundheitsgefährdende chemische Filter noch umwelt- oder potenziell gesundheitsgefährdende mineralische Nano-Filter enthält, gibt es nicht.

Wenn Sie sich für möglichst chemiefreie und umweltfreundliche Sonnencremes interessieren, finden sie hier einen Test von Sensitiv-Cremes des Verbrauchermagazins Öko-Test und einen Sonnencreme-Test des Nachhaltigkeits-Portals Utopia

Dichtung und Wahrheit: Werbetricks der Hersteller

Sämtliche Sonnencremes müssen heute sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen und sind somit sogenannte Breitband- oder Breitspektrumprodukte, egal ob sie extra damit werben oder nicht.

Keine Sonnencreme ist hundertprozentig wasserfest und erst recht nicht wasserabweisend. Trotzdem dürfen sich selbst Sonnencremes, die nach zwei Mal 20 Minuten im Wasser nur noch die Hälfte des Schutzes bieten, »wasserfest« nennen und jene, die nach vier Mal 20 Bademinuten mindestens halb so gut wie angegeben schützen, »extra wasserfest«. Hautärzte empfehlen, die Creme nach jedem Bad aufzufrischen. 

Egal wie hoch der Lichtschutzfaktor: Keine Sonnencreme fängt UV-Strahlen zu hundert Prozent ab. Die Bezeichnung »Sunblocker« ist in der EU für Sonnencremes deshalb seit 2006 verboten. Ein seifenähnlicher Riegel, den der britische Seifenhersteller Lush ausgerechnet »The Sunblock« nennt, ist bei einem Test der Stiftung Warentest durchgefallen

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 31 Sonnenschutzmittel mit LSF 30, 50, 50+ und 85+ getestet, darunter vier Cremes mit chemisch-mineralischen UV-Mischfiltern, zwanzig Produkte mit chemischen und sieben Cremes mit rein mineralischen Filtern. Unter den Testkandidaten sind acht Sprays. Die angesichts des uferlosen Angebots unweigerlich willkürliche Produkt-Auswahl fiel in Absprache mit der Redaktion, teils unter Berücksichtigung von Tipps outdoor-affiner Freundinnen und Bekannter. Wir haben uns Mühe gegeben, Produkte verschiedener Preisklassen und mit unterschiedlichen Merkmalen aufzunehmen.

Bis auf zwei Ausnahmen sind sämtliche Testprodukte als wasserfest ausgewiesen. In der Redaktion gehen wir davon aus, dass Cremes mit Wasserfest-Auszeichnung trotz der oben erklärten Einschränkung – keine Creme ist hundertprozentig wasserfest – beim Baden länger halten als jene ohne (die Stiftung Warentest dagegen hat in ihrem jüngsten Sonnenschutzmittel-Test Produkten für die Beschriftung »wasserfest« Punkte abgezogen). 

Die angegebenen Lichtschutzfaktoren konnten wir nicht überprüfen. Grundsätzlich hängt der Schutz, wie eingangs erklärt, maßgeblich von der richtigen Anwendung ab. Eine solche ist dann am wahrscheinlichsten, wenn das Produkt den persönlichen Vorlieben entspricht.

Ich verbringe mehrere Wochen im Jahr am Meer und greife bereits für meinen täglichen Gesichtssonnenschutz tief in die Tasche. Von meiner idealen Sonnencreme für den Körper erwarte ich deshalb ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sollte in einer praktischen, möglichst großen Flasche oder Tube daherkommen, die mich für mehrere Badeausflüge versorgt – damit ich mein neues Ziel von knapp 40 ml Creme pro Ganzkörper-Eincremen auch zuverlässig einhalten kann. Außerdem wünsche ich mir eine möglichst schmierfreundliche Konsistenz, nach dem Auftragen ein transparentes Hautbild und wenig Duft (nach Wochen des täglichen Komplett-Eincremens würde mir selbst an meinem Lieblingsparfüm die Lust vergehen).

Ich habe die Testprodukte im Laufe mehrerer brütend heißer Frühsommer-Wochen in Madrid getestet, wo ich als heller Hauttyp selbst beim Einkaufen ohne Sonnenschutz einen Sonnenbrand riskiere. Ich habe mir in der Testzeit jedes Mal, wenn ich vor die Haustür trat, mit jeweils einem Testmittel Arme, Beine und das Dekotellé eingecremt. Ich habe mehrmals pro Woche eingecremt Tennis gespielt (leider genauso lahm wie sonst) und bin mit eingeschmierter Haut spazieren gegangen. Ich bin mit Freundinnen ins Schwimmbad gegangen und habe sie um Feedback gebeten.

Sonnencreme Test: Garnier50 Sensitive

Testsieger: Ambre Solaire Sensitive Expert+ 50+ 

Die beste Sonnencreme für die meisten ist für uns die Sonnenmilch Ambre Solaire Sensitive Expert+ mit LSF 50+ von Garnier. Dank einer angenehmen, parfümfreien Konsistenz und einer praktischen, 200 ml großen Tube, macht sie es einem leicht, sich mehrmals täglich üppig einzuschmieren – selbst in einem längeren Strandurlaub. 

Die kompakte, cremeartige weiße Milch kommt in einem präzisen Strahl ohne zu tropfen aus der Tube und lässt sich für ein Produkt mit LSF 50+ überraschend leicht einreiben – besser als manches LSF-30-Produkt. Sie zieht schnell ein, ohne weiße Rückstände zu hinterlassen. Zurück bleibt eine glänzende, aber nicht klebrige Haut. Der Glanzschimmer wird nach etwa zehn Minuten weniger, verschwindet aber nicht ganz. Die Werbeaussage »nicht fettend« auf der Vorderseite der Tube wird weitgehend eingehalten.

Die parfümfreie Milch ist nicht ganz duftfrei, riecht nach wenigen Minuten aber nur noch, wenn man die Nase buchstäblich auf die Haut drückt. 

Die wasserfeste Creme bietet mit einer Mischung aus chemischen (u.a. Octocrylen) und mineralischen Filtern (Nano-Titaniumdioxid) und einem LSF von 50+ einen sehr hohen Schutz vor UV-Strahlung sowie laut Hersteller zusätzlich vor Infrarotstrahlung. »Sonnencremes mit Infrarot-Schutz schützen effektiver vor Hautkrebs«, informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Neben UVB-Strahlen seien Infrarotstrahlen besonders gefährlich für die Haut und führen im schlimmsten Fall zu Hautkrebs. 

Widersprüchlich ist die Angabe auf der Tubenrückseite, die mit »sofortigen Schutz« wirbt (wie bei Mitteln mit mineralischem UV-Filter üblich), aber wenige Zeilen später dazu auffordert, die Sonnencreme vor dem Sonnen aufzutragen (wie bei chemischen Mitteln üblich). Wir gehen auf Nummer sicher und schmieren uns rechtzeitig vorher ein. Unser Eindruck insgesamt: Toller Schutz für wenig Geld.

Ambre Solaire Sensitive Expert+ 50+ im Testspiegel

Im Test von 20 Sonnencremes für empfindliche Haut des Verbrauchermagazins Öko-Test ist unser Favorit durchgefallen. Beanstandet werden unter anderem der chemische UV-Filter Octocrylen sowie der mineralische Titandioxid-Filter in Nano-Größe. Wir nehmen Octocrylen zugunsten eines günstigeren Preises und Nano-Partikel zugunsten einer besseren Anwendbarkeit ohne weißen Rückständen bei diesem und weiteren Testprodukten in Kauf. 

Der Öko-Test-Favorit, ein Produkt mit mineralischen UV-Filtern, kostet mehr als fünf Mal so viel wie unser Testsieger und das bestplatzierte Produkt mit chemischem Filter mehr als vier Mal so viel.

Stiftung Warentest hatte die Ambre Solaire Sensitive Expert+ 50+ bislang noch nicht im Test.

Alternativen

Ambre Solaire Sensitive Expert+ mit LSF 50+ ist aus unserer Sicht die beste Wahl für die meisten, aber für mehr Geld gibt es auch gute Alternativen mit mineralischen UV-Filtern oder mit anderen chemischen Filtern sowie – noch preiswerter – ein solides weiteres Mischfilter-Produkt vom Discounter.

Auch gut

Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+

Sonnencreme Test: Bildschirmfoto 2020 06 09 Um 10.59.09
Hoher Schutz ohne weißen Film oder Parfüm für wenig Geld: Diese Lotion schützt mit chemisch-mineralischen Filtern ohne Octocrylen und lässt sich leicht einreiben.

Auf den chemischen UV-Filter Octocrylen verzichtet die Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnenlotion LSF 50+ von Aldi. Die Lotion hält, was ihr Name verspricht, hat eine emulsionsartige Textur und lässt sich leicht einreiben. Für eine Lotion mit derlei hohem Lichtschutzfaktor zieht das Mittel überraschend schnell in die Haut ein und hinterlässt allenfalls einen hellen Schimmer, aber keine weiße Cremeschicht. 

Die parfümfreie Lotion eignet sich laut dem Hersteller für Menschen mit sensibler Haut, einschließlich Neurodermitikern. Sie hinterlässt einen mäßigen Fettglanz und einen dezenten chemischen Duft, der allerdings stärker ist als der des Testsiegers. Unser Favorit von Garnier überzeugt uns im Vergleich zur Aldi-Lotion mit zusätzlichem Infrarotschutz, der Kopfstand-Tube und einer etwas cremigeren Konsistenz. 

Trotzdem sollte man sich bei der Aldi-Lotion von der im Vergleich zur Konkurrenz gedrungeren Flasche nicht verwirren lassen: Der Behälter ist lediglich dicker, liegt bequem in der Hand und enthält mit 200 Millilitern dieselbe Durchschnittsmenge wie größer wirkende Behälter.

Die Schmierfreundlichkeit, der höhere Lichschutzfaktor und die größere Flasche machen die Lotion im Vergleich zur ebenfalls getesteten dickflüssigeren, kleiner verpackten LSF-30-Sonnencreme von Aldi attraktiver und im 100-Milliliter-Vergleich etwas günstiger. Einen Nachteil hat sie jedoch: Für die bequeme Anwendung sorgen mineralische UV-Filter in Nano-Größe, die für die Umwelt bedenklich sind.

Gut & günstig

Lavozon Sonnenmilch LSF 50

Sonnencreme Test: Lavozon Lsf50
Zuverlässiger UV-Schutz zum Mini-Preis, ohne weißen Film und mit dezentem Duft.

Hohen UV-Schutz zum Tiefpreis bietet die Sonnenmilch Lavozon mit LSF 50 von Müller. Die recht dickflüssige Konsistenz erinnert, wie bei den meisten Produkten mit hohem Schutz, eher an eine Creme als an eine Sonnenmilch. Sie lässt sich etwas mühsam einmassieren und hinterlässt einmal eingerubbelt einen fettigen Glanz, aber keine weißen Rückstände. 

Neben dem Preis gefällt uns an dieser Creme insbesondere der dezente Duft, der sich nach einer Weile so gut wie vollständig verflüchtigt. Das Produkt schützt wie der Testsieger mit einer Mischung aus chemischen (u.a. Octocrylen) und mineralischen (Nano-Titandioxid) vor UV-Strahlung. Die Stiftung Warentest befand sie für sehr gut. 

Die orangene Flasche mit Klappverschluss muss vor dem Benutzen umgedreht und geschüttelt werden und ist somit etwas unpraktischer als unter anderem die auf dem Kopf stehende Tube des Testsiegers Auch hier wird der »Sofortschutz«-Behauptung der Flaschenvorderseite im Kleingedruckten auf der Rückseite widersprochen, indem daran erinnert wird, das Mittel vollständig einziehen zu lassen.

Für Allergiker

Cetaphil Daylong Sensitive Gel-Creme SPF30

Test Sonnencreme: Galderma Daylong Cetaphil Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30
Superleicht aufzutragende, fettfreie und völlig duftlose Gel-Creme, aber mit umweltschädlichem Octinoxat-Filter.

Das angenehmste Hautgefühl ohne jeglichen Glanz oder Duft hat im Test die Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30 von Daylong Cetaphil hinterlassen. Bei Menschen mit extrem sensibler und zu Allergien neigender Haut gilt das Produkt der Schweizer Galderma-Gruppe als eine Art Heiliger Gral.

Die gelbliche Gel-Creme lässt sich präzise und tropffrei aus der praktischen auf dem Kopf stehenden, 200-Milliliter-Tube pressen und dank ihrer fettfreien Gel-Konsistenz wunderbar leicht einschmieren. Dieser Komfort hat seinen Preis: Das Produkt ist das teuerste unter unsere Testkandidaten und mehr als drei Mal teurer als unser Testsieger. Leider revanchiert sich der Hersteller mit einer unnötigen Schachtel, in der die Tube steckt.

Die Gel-Creme schützt mit UV-Mischfiltern wie mineralischem Titandioxid in Nano-Größe sowie mit dem chemischen Filter Ethylhexyl Methoxycinnamate, auch als Octinoxat bekannt, das künftig unter anderem auf Hawaii zugunsten des Meeresschutzes verboten sein wird.

Im Sensitiv-Creme-Test der Verbraucherzeitschrift Öko-Test fiel das Sonnenschutzmittel deshalb ebenso wie unser Testsieger durch. Da die Filter in Europa nach wie vor zugelassen sind, halten wir die Verwendung dagegen für vertretbar, vor allem für Menschen mit besonders empfindlicher Haut, die auf der Suche sind nach einem völlig fettfreien Produkt. Falls ich in der Zukunft mal wieder einen meiner unregelmäßigen Sonnenallergie-Ausbrüche haben sollte, würde ich in diese Gel-Creme investieren.

Rein mineralisch

Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30

Test Sonnencreme: Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30
Bio-Naturkosmetik mit mineralischem Sofortschutz, die sich leicht einreiben lässt, komplett einzieht und nicht duftet.

Die Eco Cosmetics Sonnenmilch Sensitive LSF 30 ist das dünnflüssigste Naturkosmetik-Produkt im Test, parfüm- und tatsächlich duftfrei. Sie lässt sich leicht verteilen und hinterlässt kaum Fettglanz. Für den Sonnenschutz sofort nach dem Auftragen sogen umweltfreundliche mineralische Filter in Non-Nano-Größe. Der Nachteil der milchigen Textur ist, dass das Mittel beim Auftragen tropft und leicht auslaufen kann – zumal der Deckel der Tube nicht besonders fest sitzt. Die kleine 75-Milliliter-Tube des teuren Produkts reicht gerade mal für knapp zwei Ganzkörper-Anwendungen. Wir würden das teure Produkt zwischendurch zum Eincremen ausgewählter Hautstellen verwenden und in der Handtasche sicherheitshalber in einer Plastiktüte aufbewahren.

Die Tube wird in einer Kartonschachtel verkauft, auf der jede Menge Text steht – aber seltsamerweise nichts zur Wasserfestigkeit, die auf der Internetseite des Produkts beworben wird. Bei einem älteren Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2018 wurde der UVA-Schutz mit mangelhaft bewertet, der niedersächsische Hersteller kritisierte jedoch die Testmethode, bei der das Mittel stark erhitzt wurde. 

Außerdem getestet

Zu den weiteren Produkten im Test gehören acht Sonnenschutzsprays, 13 weitere Cremes mit chemischen UV-Filtern sowie sechs weitere Produkte mit mineralischen Filtern. Von den getesteten Sonnensprays hat uns keines überzeugt. Sie lassen sich kaum in ausreichender Menge auftragen. Unter den mineralischen Cremes hat uns das teuerste Produkt gefallen, doch der Preis ließ uns zurückschrecken. Die zweitteuerste Creme unter den Mitteln mit chemischem Filter hat von allen Testprodukten am schlechtesten abgeschnitten.

Sonnensprays

Sonnensprays klingen zunächst nach der ultimativen Lösung für alle, die sich nicht gern eincremen. Doch auch Sprays muss man verreiben, um einen sicheren Sonnenschutz zu erzielen. Hautärzten zufolge sollte man auch Sprays zunächst üppig auf die Hand aufsprühen und erst dann auf die Hautstelle auftragen, ansonsten geht ein Teil des Mittels beim Aufsprühen verloren. Deshalb kann man sich auch nicht den eigenen Rücken sicher einsprühen. Für Männer mit starker Körperbehaarung können Sprays trotzdem noch das geringste Übel sein, sofern sie es nicht mit einem Gel probieren möchten. Das Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30 finden Sie weiter unten unter unseren Testkandidaten mit mineralischen UV-Filtern.

Nivea Kids Sonnenspray LSF 50+

Familienfreundlich ist am Nivea Sun Kids Sonnenspray LSF 50+ vor allem die mit 300 Millilitern überdurschnittlich große Flasche, zumal für ein Sonnenschutzspray. Sie enthält eine dünnflüssige weiße Lotion, die sich leicht verreiben lässt und die ruckzuck einzieht. Zurück bleibt ein andauernder Fettglanz, aber kein weißer Film. 

Zur Sicherheit beim Auftragen trägt die vor dem Einreiben sichtbare weiße Farbe des Mittels bei, die im Gegensatz zu transparenten Produkten erkennen lässt, welche Hautstellen man bereits eingecremt hat und welche noch nicht. Weniger sicher ist dagegen der kräftige Strahl, in dem die Lotion aus der Flasche kommt. Der kann schnell danebengehen, insbesondere, wenn man die Lotion wie von Ärzten empfohlen zuerst auf die zur Schale geformte Hand sprüht. Aus der kann das dünnflüssige Mittel wiederum leicht herausfließen, bzw. zwischen den Fingern zerrinnen.

Aus diesen Gründen dürfte es bestenfalls älteren Kindern oder Jugendlichen gelingen, sich alleine einigermaßen sicher einzucremen – obwohl gerade kleine Wasserpistolen-Liebhaber an der Flasche mit orangenem Trigger-Sprühaufsatz Gefallen finden dürften. Das vom Hersteller »speziell für Kinderhaut« vermarktete Spray ist zwar frei von dem in die Kritik geratenen chemischen UV-Filter Octocrylen, enthält aber den seinerseits möglicherweise hormonell wirksamen chemischen Homosalat-Filter – und Parfüm. Der starke Nivea-Sun-typische Duft verfliegt auch nach Stunden nicht und lässt Zweifel aufkommen an dem Werbeversprechen, dass das Spray »das Risiko sonnenbedingter Allergien« zu reduzieren helfe. Bei ausreichender Anwendung bietet das Spray mit LSF 50+ laut Hersteller einen sehr hohen, extra wasserfesten Sonnenschutz.

Garnier Ambre Solaire UV Sport Sonnenschutz-Spray LSF 50

Das für Sportler konzipierte Garnier Ambre Solaire UV Sport Sonnenschutz-Spray LSF 50 ist laut Hersteller schweißresistent und extra wasserfest. Das transparente Spray lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein. Allerdings lässt sich es sich kaum sicher auftragen: Auf der Flaschenrückseite wird zwar empfohlen, das Mittel wie von Hautärzten empfohlen zuerst auf die Handflächen zu sprühen. In der Praxis ist das bei dem schnell einziehenden, transparenten Spray kaum machbar. Der Hersteller wirbt damit, dass das Spray nicht fettet. Nach dem Einreiben glänzt die Haut zwar ein wenig, fühlt sich aber tatsächlich samtig-trocken an und duftet dezent.

Irreführend sind die Angaben des Herstellers zur Verwendung des Sprays im Gesicht: Auf seinem Internetportal wirbt Garnier damit, dass das schweißresistente Spray nicht in den Augen brennt. Auf der Flaschenrückseite wird dagegen davor gewarnt, das Spray ins Gesicht zu sprühen oder es um die Augen herum anzuwenden – dieser Hinweis muss in Deutschland auf allen Sonnenschutz-Spraydosen stehen. Unter anderem die US-amerikanische Lebens­mittel- und Arznei­mittel­zulassungs­behörde Food and Drug Administration (FDA) warnt vor einer Anwendung im Gesicht, da das Aerosol eingeatmet werden könnte. 

Die unter Druck stehende Sprühdose ist ein weiteres Sicherheitsrisiko: Bei starker Hitze, zum Beispiel wenn das Spray in praller Sonne im Auto liegen bleibt, könnte sie explodieren. Das Mittel schützt mit chemischen Octocrylen- und Homosalatfiltern vor UV-Strahlen.

Nivea Sonnenspray LSF 50

Das transparente Nivea Sun Sonnenspray LSF 50 verspricht »Schutz & Frische«. Für UV-Schutz sorgen chemische Octocrylen- und Homosalatfilter, von der beworbenen kühlenden Wirkung haben wir allerdings nichts bemerkt. Das Mittel lässt sich einfach verreiben und zieht schnell ein, hinterlässt jedoch mehr Glanz und eine etwas schmierigere Haut als das Konkurrenzprodukt für Sportler von Garnier – obwohl auch dieses Produkt vorgibt, nicht zu fetten. 

Wie bei anderen transparenten Mitteln lässt sich kaum überprüfen, ob man das Spray in ausreichender Menge aufgetragen hat. Neben der Gefahr, nicht ausreichend dick einzucremen, besteht andererseits die Wahrscheinlichkeit, dass man mehrere transparente Schichten übereinander aufträgt, was das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter verschlechtert. Der Nivea-Sun-typische Duft bleibt lange nach dem Einreiben auf der Haut haften. 

Sundance Ultra Sensitiv Sonnenspray 30

Duftfrei wie beworben ist das Sundance Ultra Sensitiv Sonnenspray 30. Das weiße, dünnflüssige Spray, das leicht zwischen den Fingern zerrinnt, schützt mit chemischem Octocrylen-Filter vor UV-Strahlen. Bei uns hat es mehr Fettglanz zurückgelassen als das 50+-Sundance-Spray. Lobenswert: Dieses Spray wirbst gar nicht erst mit dem Label »wasserfest« auf der Flaschenvorderseite, sondern diskret auf der Rückseite, auf der auch der grundsätzlich eingeschränkte Charakter der Wasserfestigkeit erklärt wird.

Das laut Hersteller besonders verträgliche Spray ist einem Test des Deutschen Allergie- und Asthmabundes aus dem Jahr 2016 zufolge, mit dem auf dem Deckel geworben wird, auch für Sonnenallergiker, Neurodermitiker und Diabetiker geeignet.

Nivea Sun 50+ Sonnenspray

Das Nivea Sun 50+ Sonnenspray ist das teuerste unter den vier Sprays der ersten Testrunde und bietet sehr hohen Sonnenschutz mit dem chemischen Homosalat-UV-Filter, der neben Octocrylen in der Kritik steht. Es lässt sich, einmal auf die Hand gesprüht, leicht verteilen. Der Sofortschutz-Angabe auf der Vorderseite der Flasche wird auf der Rückseite widersprochen.

Ebenso verwirrend: Das sinnfreie Anti-Flecken-Versprechen, mit dem auf dem Deckel auffällig geworben wird. Bereits auf demselben Aufkleber wird relativiert, dass das Spray »hilft, die Intensität von Sonnencreme-Flecken nach dem Waschen zu reduzieren«. Auf der Rückseite wird obendrein vor direktem Kontakt mit Kleidung abgeraten. Bei der Stiftung Warentest gab es für derlei Werbeaussagen Punkteabzug.

Garnier Ambre Solaire Clear Protect 30 Spray

Das Clear Protect 30 Spray von Garnier Ambre Solaire überzeugt uns im Gegensatz zum Testsieger derselben Marke nicht. Das korrekte Auftragen des mit den chemischen UV-Filtern Homosalat und Octocrylen schützenden, transparenten und parfümfreien Sprays lässt sich kaum überprüfen: Die durchsichtige Flüssigkeit lässt sich kaum in der Hand sammeln und ist nach dem Einmassieren wie auf der Flasche ausgewiesen nicht fettend – sodass sich kaum nachvollziehen lässt, wo bereits aufgetragen wurde und wo nicht.

Der Hersteller warnt explizit davor, das Produkt fürs Gesicht zu benutzen – was sich nicht gerade vertrauenserweckend liest. Dennoch sehr praktisch: Ein transparenter Streifen auf der Flasche, der erkennen lässt, wie viel Flüssigkeit noch übrig ist. Diesen Service würden wir uns bei allen Cremes wünschen.

LSF-50(+)-Produkte

Produkte mit LSF 50 und LSF 50+ eignen sich längst nicht mehr nur für Menschen mit empfindlicher Haut, sondern werden von Hautärzten angesichts der erwiesenen Nachlässigkeit, mit der sich die meisten von uns eincremen, für alle empfohlen. In der EU werden Sonnencremes, die laut Herstellerangabe Faktoren von über 50 haben, mit LSF 50+ zusammengefasst.

Solimo Sonnencreme-Bodylotion LSF 50+

Die Sonnencreme-Bodylotion LSF 50+ der Amazon-Hausmarke Solimo, die im Viererpack verkauft wird, ist der Preisknüller unteren unseren Testkandidaten. Wegen des recht starken Dufts, der verwirrenderweise an den der klassischen Nivea-Creme aus der blauen Dose erinnert, ziehen wir unter den günstigen Produkten dennoch die dezenter duftende Lavozon-Lotion vor. 

Die weiße Lotion hat eine leichte Textur, lässt sich schnell verteilen und zieht vollständig ein, ohne einen weißen Film zu hinterlassen. Allerdings hinterlässt sie einen deutlichen Fettglanz, der auch nach einer Weile nicht verschwindet. Die Lotion bietet, sofern in ausreichender Menge aufgetragen, sehr hohen UV-Schutz dank chemischer Octocrylen- und Homosalatfilter – jedoch erst nach einer 20-minütigen Wartezeit, wie auf der Flaschenrückseite zu lesen ist. Das Mittel ist wird in einer Pumpflasche mit abnehmbarem Deckel verkauft, die wir weniger praktisch finden als Kopfstand-Tuben mit integriertem Klappdeckel.

Paediprotect Meeressonnencreme LSF 50+

An der Paediprotect Meeressonnencreme für Kinder und Erwachsene LSF 50+ stört uns vor allem der scharfe Duft, der an Duschgel erinnert – auch wenn der Marburger Hersteller beteuert, dass das parfümhaltige Mittel »ohne allergieverdächtige Duftstoffe« auskomme. Der Preis und die Verpackung – unter anderem eine Kartonschachtel – lassen ein mineralisches Naturkosmetikprodukt erwarten, tatsächlich schützt die vegane Creme aber mit unbedenklichen chemischen Filtern vor UV-Strahlen. 

Die gelbliche Creme, die dickflüssig wie Zahnpasta aus der Tube kommt, lässt sich schneller einreiben als zunächst erwartet. Auf der Haut bleiben keine weißen Rückstände zurück und nur wenig Fettglanz, insbesondere im LSF-50+-Produktvergleich, was laut dem Hersteller »deutlich das Kleben von Sand auf der Haut« reduziert. Gut gefällt uns, dass die Öffnung der 75-Milliliter-Kopfstandtube vor dem ersten Gebrauch mit Alufolie versiegelt ist.

Ladival Sonnenschutz-Gel für Kinder bei allergischer Haut LSF 50+

Speziell für Kinderhaut mit Neigung zur Sonnenallergie wurde das Ladival Sonnenschutz-Gel für Kinder bei allergischer Haut LSF 50+ konzipiert. Im Gegensatz zum ebenfalls getesteten Ladival-Produkt mit LSF 30 enthält aber ausgerechnet dieses für Kinder und Babys gedachte Mittel neben dem chemischen UV-Filter Octocrylen auch mineralische Nano-Partikel, sowie Alkohol.

Das Gel sieht aus wie eine weiße Lotion, lässt sich leicht verteilen und zieht komplett ein, ohne weiße Rückstände zu hinterlassen. Es hinterlässt einen ziemlich starken Fettglanz. Gut gefällt uns, dass das parfümfreie Sonnenschutzmittel tatsächlich duftfrei ist – selbst wenn man direkt nach dem Auftragen die Nase auf die Haut drückt. Das Gel schützt dem Hersteller zufolge auch vor Infrarotstrahlen.

Neutrogena Ultra Sheer Dry-Touch Sonnenschutzmittel LSF 85+

In den USA heißt die Neutrogena-Creme Ultra Sheer Dry-Touch Sonnenschutzmittel LSF 85+ »Sunblocker«, in der EU ist diese Bezeichnung verboten – weil sich die Wirksamkeit von Mitteln mit Lichtschutzfaktoren über 50+ nicht verlässlich überprüfen lässt und weil keine Creme UV-Strahlen vollständig abblockt. Die Creme kommt wie eine dickflüssige Paste aus der Tube, lässt sich aber überraschend gut verteilen und vollständig einreiben, ohne weiße Rückstände zu hinterlassen. Das im Produktnamen versprochene trockene Hautgefühl wird trotz der dicken Textur und des hohen Lichtschutzfaktors eingelöst, obwohl ein Glanz zurückbleibt. 

Der hohe Sonnenschutz und die Schmierfreundlichkeit werden allerdings mit einer ganzen Reihe chemischer UV-Filter erreicht, die auf beiden Seiten des Atlantiks in die Kritik geratenen sind: Die Creme enthält unter anderem Homosalat-, Octocrylen- und die ab 2021 auf Hawaii verbotenen Oxybenzonfilter. Das parfümfreie Mittel hinterlässt einen deutlichen chemischen Duft auf der Haut, der nichts für empfindliche Nasen ist. 

Nivea Kids Pflegender Sonnen-Roller LSF50+

Das unergiebigste Produkt im Text ist der Nivea Sun Kids Sonnen-Roller LSF 50+. Das 50-Milliliter-Produkt reicht bei für etwas mehr als eine Ganzkörperanwendung bei einem Erwachsenen. Die Dosierung scheint uns noch unsicherer als bei einem transparenten Spray, da die dünnflüssige weißliche Lotion in unregelmäßiger Menge aus dem Roller kommt. Umso schlimmer, dass Nivea das parfümierte Produkt »speziell für empfindliche und schutzbedürftige Kinderhaut« vermarktet, das sich »kinderleicht« auftragen lasse. Im Test konnten wir kaum nachvollziehen, wie viel von der Lotion wir aufgetragen haben – einem Kind trauen wir das noch weniger zu.

Da man die Sonnenlotion nach dem Aufrollen wie von Hautärzten empfohlen mit der Hand verreiben sollte, würden wir den Roller nicht einmal in der Handtasche als Sonnenschutzmittel für zwischendurch mitnehmen – denn dafür ist der Behälter ziemlich dick. Für den theoretisch sehr hohen Sonnenschutz sorgen chemische UV-Filter ohne Octocrylen, aber mit dem möglicherweise hormonell wirksamen Homosalat.

Eucerin Sensitive Sun Lotion 50+

Die Eucerin Sensitive Sun Lotion 50+ hat uns wegen ihres penetranten Dufts von allen getesteten Produkten am meisten abgestoßen – zumal sie die zweitteuerste der getesteten Produkte ist. Sie bietet sehr hohen UV-Schutz mit chemischen Filtern (Octocrylen, Homosalate). Die Inhaltsstoffe mussten wir lange suchen: Sie sind auf dem Boden der mitgelieferten, unnötigen Schachtel versteckt. Die Versprechen »extra light«, »zieht schnell ein« und »angenehmes Hautgefühl« werden nicht erfüllt – im Gegenteil, die Creme lässt sich nur mittelgut verteilen und hinterlässt ein recht fettiges Hautgefühl.

Der Glanz lässt nach der Einwirkzeit nach, nicht aber der Duft, der sich nicht mal mit Wasser und Seife vollständig abwaschen ließ. Dem Anti-Flecken-Werbeversprechen wird auf der Schachtel-Rückseite widersprochen und vor Kontakt mit Textilien und harten Oberflächen gewarnt (gemeint sind vermutlich Autos, deren Lack bei Kontakt mit Sonnencremes beschädigt werden kann). Die Flasche steht praktischerweise auf dem Kopf.

Nivea 50+ Sonnenmilch

Die Nivea 50+ Sonnenmilch hinterlässt unter unseren Testprodukten womöglich die am meisten glänzende Fettschicht – weshalb vermutlich auf der Flaschenvorderseite der Pflege-Aspekt betont wird. Die Sonnenmilch schützt mit chemischen UV-Filtern (Homosalate) und riecht stark.

Nach dem Auftragen verfliegt der Duft auch nach Stunden nicht. Dem Anti-Flecken-Versprechen der Flaschen-Vorderseite wird auf der Rückseite widersprochen, wo vor direktem Kontakt der Creme mit Kleidung gewarnt wird. Das haben wir aber bei den meisten Cremes festgestellt. Hilfreich ist es daher immer, den Sonnenschutz gut einziehen zu lassen.

Sunozon Sonnenmilch 50

Die Sunozon Sonnenmilch 50 von Rossmann gleicht, wie die Müller-Konkurrenz Lavozon, mehr einer Creme als einer Milch. Sie lässt sich ebenso schwer einreiben, ohne einen weißen Film zu hinterlassen. Der Fettglanz verschwindet nach einer Weile größtenteils, doch ist der Duft schärfer als bei Lavozon und bleibt auch lange nach dem Auftragen auf der Haut.

Für den Schutz sorgen chemische Filter (Octocrylen). Die unansehnliche gelbe 400-ml-Flasche ist die größte im Test und zum Beispiel für Familien interessant. Die Sonnenmilch gibt es alternativ aber auch mit 200 Milliliter Füllmenge und in einer Variante extra für Kinder.

Sonnencremes mit LSF 30

Sundance Sonnencreme LSF 30

Die Sundance Sonnencreme LSF 30 vom dm-Drogeriemarkt ist ein solides Sonnenschutzmittel, das wenig kostet und seinen Zweck ohne Octocrylen und mit unbedenklichen chemischen UV-Filtern erfüllt. Auf der Tube in umweltfreundlichem Grün, die aus 50 Prozent Recyclingmaterial (ohne Verschluss) besteht, nicht extra hervorgehoben ist jedoch die Tatsache, dass die Mischfilter-Creme potenziell umweltschädliche mineralische Filter in Nano-Größe enthält.

Es dauert ein wenig, bis man die weiße Creme eingerubbelt hat. Die Textur ist fester als bei so manchem Produkt mit höherem Lichtschutzfaktor. Einmal eingesogen, bleibt der Hauch eines hellen Schimmers auf der Haut zurück. Die Haut fühlt sich fettig an, glänzt stark und riecht nach dem typischen Sundance-Duft. Die Creme ist auch in einer größeren 150-Milliliter-Größe erhältlich.

Hawaiian Tropic Silk Hydration Sonnenlotion LSF 30

Wer keine Abneigung gegen süßlichen Duft mit Kokos-Note hat, findet in der Hawaiian Tropic Silk Hydration LSF 30 eine äußerst leicht zu verteilende Sonnenlotion, die für ein angenehm samtiges Hautgefühl sorgt – dem Hersteller zufolge dank pflegender Seidenproteine. Die leicht bräunliche Lotion zieht ruckzuck ein, ohne ein klebriges Gefühl oder viel Glanz auf der Haut zu hinterlassen.

Für den UV-Schutz sorgt der US-amerikanische Hersteller allerdings unter anderem mit dem chemischen Octocrylen-Filter, der ausgerechnet auf Hawaii ab 2021 aus Umweltschutzgründen verboten sein wird.

Ombra Sun Ultra Sensitiv Sonnencreme LSF 30

Auf den chemischen UV-Filter Octocrylen und auf mineralische Nano-UV-Filter verzichtet die Sonnencreme Ombra Sun Ultra Sensitiv LSF 30 von Aldi. Für eine Creme, die auch nicht als Lotion oder Sonnenmilch daherkommt, lässt sie sich recht gut einreiben. Die parfümfreie, mit chemischen Filtern schützende Creme hinterlässt einen glänzenden Fettfilm, jedoch keinen weißen Farbfilm und kaum Duft. Im Test der Stiftung Warentest schnitt sie sehr gut ab.

Auch bei diesem Produkt irritiert das Werben mit Sofortschutz auf der Rückseite, gefolgt von der widersprüchlichen Aufforderung, das Mittel vollständig einziehen zu lassen. Das größtes Manko ist die kleine Tubengröße von 75 Millilitern, die gerade mal für knappe zwei Ganzkörper-Anwendungen reicht.

Die Creme eignet sich also eher für ein kurzes Sonnenbad, zum Mitnehmen in der Handtasche beim Stadtbummel oder fürs Flugzeug-Handgepäck, sofern Sie sich nicht mit einem ganzen Haufen Tuben eindecken wollen. Im 100-Milliliter-Preisvergleich ist die Creme nur wenige Cent günstiger als unser Testsieger und um mehr als die Hälfte teurer als das günstigste parfümfreie Sensitiv-Produkt im Test.

Ladival Allergische Haut Sonnenschutz Gel 30

Von den getesteten Produkten mit LSF 30 hat uns das Ladival Sonnenschutz Gel 30 für allergische Haut neben der teuren Sun Sensitive Gel-Creme LSF 30 von Daylong Cetaphil am zweitbesten gefallen. Das Gel braucht etwas länger, bis es eingezogen ist, und wirkt eingangs trotz nicht vorhandener Emulgatoren fettiger.

Der leichte Duft des parfümfreien Produkts, das mit chemischen Filtern (Octocrylen) vor UV- und wie unser Testsieger vor Infrarotstrahlen schützt, verflüchtigt sich schnell. Das Gel könnte sich als mittelpreisiges Gel-Creme-Einstiegsprodukt für Menschen mit zu Allergien neigender Haut eignen.

Sundance Sonnenmilch LSF 30

Die Sundance Sonnenmilch LSF 30 ist die günstigste Creme in unserem Test und eine solide Option für Menschen, die duftunempfindlich sind. Aus dem jüngsten Test der Stiftung Warentest ging die Sonnenmilch mit starkem Sundance-typischen Duft, die bei uns Rimini-Assoziationen weckt, als Siegerin hervor.

Wie unser Testsieger schützt die Creme nicht nur vor UV-Strahlen mit chemischen (Octocrylen) und mineralischen Mischfiltern (Tris-Biphenyl Triazine in Nano-Größe), sondern laut Hersteller auch vor Infrarotstrahlen.

Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern ohne Nano-Partikeln

Zu Nano-Partikeln gibt es derzeit noch keine ausreichenden Studien, so steht bislang nicht sicher fest, ob sie die Hautbarriere durchdringen könnten. Auch, ob sich die Partikel im Körper anreichern, weiß man noch nicht sicher. Einige Menschen möchten daher bewusst auf Nanopartikel in ihren Kosmetikprodukten verzichten. Auch bei Sonnencremes gibt es hier eine große, allerdings meist teurere Auswahl.

Laboratoires de Biarritz Alga Maris Sonnenmilch LSF 30

Die Alga Maris Sonnenmilch LSF 30 von Laboratoires de Biarritz, unser teuerster Testkandidat, schützt mit mineralischen UV-Filtern in Non-Nano-Größe, die für die Gesundheit ebenso unbedenklich sind wie für die Umwelt. Die weiße Bio-Sonnenmilch hat zunächst eine recht cremig-dickflüssige Textur, lässt sich aber überraschend leicht auf der Haut verteilen. Sie zieht vollständig ein, ein anfänglicher heller Schimmer verschwindet schnell, ebenso wie der angenehme, leicht nussige Sheabutter-Kokosduft

Der exorbitante Preis relativiert sich etwas durch die Tatsache, dass sich das Produkt explizit auch fürs Gesicht eignet. Neben dem happigen Preis missfällt uns die Pumpflasche. In Kopfstand-Flaschen bleiben laut einem Test der Verbraucherzentrale Hamburg in der Regel weniger Creme-Reste zurück. Auf die Kartonverpackung können wir verzichten. Angesichts des Preises würden wir die Sonnenmilch nicht für den ganzen Körper verwenden, sondern eher als Luxus-Pflege für besonders empfindliche Körperstellen – die nebenbei das Gewissen beruhigt.

Boep Sonnencreme Sensitiv Parfümfrei LSF 30

Die Naturkosmetik-Marke Boep steht für »Babyöl-Projekt«, weil die Gründerin – die Mutter und Ärztin Michaela Hagemann – ursprünglich gesunde Hautpflegeprodukte für ihre kleine Tochter entwickeln wollte. Die Boep Sonnencreme Sensitiv Parfümfrei LSF 30 verspricht Menschen von »0 bis 99 Jahre« parfümfreien Sonnenschutz mit korallenfreundlichen, mineralischen UV-Filtern ohne Nanopartikeln ganz »ohne Gespensterlook«. Letzteres wird leider nicht eingehalten: In unserem Test hinterließ die Creme einen sichtbaren weißen Film und Cremespuren insbesondere an den Armhaaren, die auch mit der Zeit nicht verschwinden.

Zumindest weiß man auf diese Weise, wo man bereits eingecremt ist und wo nicht – praktisch insbesondere, wenn man Kinder eincremt. Sie einmal komplett einzuschmieren dürfte allerdings eine ganze Weile dauern, denn die recht dickflüssige, von der Textur her Zahnpasta-ähnliche Creme lässt sich nur schwer verteilen und einrubbeln. 

Die für empfindliche Haut konzipierte Creme hinterlässt, obwohl parfümfrei, einen leicht gummiartigen Duft. Gut gefallen hat uns die praktische Kopfstand-Tube, deren Dosierspitze mit einem Alufilm versiegelt ist und die nicht in einer unnötigen Kartonschachtel daherkommt. Zur Wasserfestigkeit macht der Hersteller, im Gegensatz zu jenen aller anderer Testprodukte, keine Angaben – auch nicht auf der Internetseite des teuren Naturkosmetik-Produkts.

Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30

Das Lavera Sensitiv Sonnenspray LSF 30 ist das einzige Naturkosmetik-Sonnenschutzspray im Test. Im Gegensatz zur einstigen dickflüssigen Sensitiv-Sonnencreme desselben Herstellers enthält das neue Spray eine angenehm dünnflüssige Lotion, die sich dank der sichtbaren gelblichen Farbe im Gegensatz zu transparenten Sprays dennoch sicher auftragen lässt. Für behaarte Männer, die ein leicht aufzutragendes Spray suchen, eignet es sich jedoch nicht: Mangels umweltschädlichen Filtern in Nano-Größe lässt sich die mineralische Lotion im Spray-Vergleich nur schwierig einreiben und hinterlässt einen recht deutlichen weißen Film.