Die beste Soundbar

Test: Soundbar – Testsieger Philips Fidelio B8

Die beste Soundbar ist die Philips Fidelio B8. Mit geringem Installationsaufwand schafft das Front-Surround-System von Philips eine beeindruckende Heimkino-Atmosphäre und bleibt preislich trotzdem im Rahmen. Dank der üppigen Ausstattung und der vielen möglichen Setups ist die Fidelio Soundbar außerdem sehr vielseitig einsetzbar.

Update 13. Juli 2017

Wir haben uns die Sonos PlayBase angehört – und waren begeistert. Wir haben sie als neue Alternative hinzugefügt.

Weil der Klang von Flachbildfernsehern notorisch schlecht ist, macht eine Soundbar oder eine Soundbase für fast jeden Fernseher Sinn. Wir haben uns alle Top-Modelle auf dem Markt angesehen und die sechs interessantesten probegehört.

Die meisten High-End-Soundbars kosten um die 1.000 Euro, einige auch deutlich mehr. Wenn Sie nicht so viel Geld ausgeben wollen, sehen Sie sich unsere Tests zu günstigen Soundbars oder günstigen Sounddecks an, für die wir uns eine Preisgrenze von 500 Euro gesetzt haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Philips Fidelio B8

Test Soundbar: Philips Fidelio B8
Toller Klang und ein annehmbarer Preis – die Fidelio B8 hat viel zu bieten und ist aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses unser Favorit.

Die Philips Fidelio B8 ist sehr einfach zu installieren und klanglich ein echtes Highlight im Wohnzimmer. Mit wenigen Handgriffen ist sie montiert und wenn man die Abstandsangaben des Herstellers beachtet bekommt man echtes Kinofeeling auf die Ohren. Natürlich kann sie eine komplette Surround-Anlage nicht ersetzen, dafür fällt sie optisch kaum auf und passt sich mit ihrem schichten Design an fast jedes Wohnzimmer an.

Die Philips Fidelio B8 ist aktuell die vielseitigste Soundbar, die mit knapp 1.000 Euro noch so erschwinglich ist, dass im Haushaltsbudget Luft zum Kauf von ein paar Blu-rays mit Atmos Sound ist. Sie überzeugt nicht nur klanglich sondern ist auch ausstattungsseitig mit allen Wassern gewaschen.

Atmos Deluxe: Yamaha YSP-5600

Test Soundbar: Yamaha YSP-5600
Der Yamaha Soundprojektor wird auf die Raumakustik eingemessen.
heimkino-aktuell-shop.de€ 1.699,00

von 26 Lesern gekauft

Wenn es von allem noch ein bisschen mehr sein soll, dann ist der Yamaha YSP-5600 Soundprojektor vielleicht der richtige für Sie. Hier wird der Klang mit einem Messmikrofon auf die Raumakustik optimiert, um das perfekte Klangerlebnis zu garantieren. Und auch sonst ist der Soundprojektor der Soundbar von Philips technisch noch überlegen.

Das spiegelt sich allerdings auch im Preis wider – fast das doppelte, rund 1.800 Euro, muss man für diesen Luxus ausgeben.

Referenz Soundbar: Focal Dimension

Test Soundbar: Focal Dimension
Die Focal Dimension war lange Zeit unser Favorit, klanglich immer noch Top, ist sie mittlerweile erschwinglicher geworden.

Die Focal Dimension hat für uns lange Zeit das Feld angeführt, doch leider ist sie ausstattungstechnisch gesehen mittlerweile nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Klanglich spielt sie aber immer noch ganz vorne mit und kann auch in der Basisversion ohne Subwoofer überzeugen.

Multiroom-fähig: Raumfeld Soundbar

Test: Soundbar: Teufel Raumfeld Soundbar
Edel verarbeitet und multiroom-fähig mit drahtlosem Subwoofer.

Die Raumfeld Soundbar von Teufel bringt dank der Tieftöner mächtig Wumms ins Wohnzimmer. Preislich liegt sie im Mittelfeld, liefert aber anders als die Focal Dimension, einen Subwoofer mit, der auch noch gut aussieht.

Leidere fehlt der Surround-Decoder, was den unangenehmen Beigeschmack hat, dass bei Streaming-Diensten auf Panasonic Fernsehern kein Ton zu hören ist.

Standfest: Canton DM 90.3

Test Soundbars: Canton DM 90.3
Das Sounddeck von Canton kommt mit Bluetooth und vielen Anschlüssen, ein Subwoofer kann per Kabel angeschlossen werden.

Keine wirkliche Soundbar, sondern mehr ein Sounddeck ist die Canton DM 90.3. Trotzdem ist sie eine gute Alternative für alle, die ihren TV sowieso auf einem Sideboard stehen haben – da kann dann auch bequem die Canton Platz finden.

Was die Musikwiedergabe angeht, klingt sie etwas ausgeglichener als unser Testsieger und obendrein bringt sie allerhand Anschlüsse mit. Auf Dolby Atmos muss man hier allerdings verzichten.

Klanglich top: Sonos Playbase

Test Multiroom-System: Sonos PlayBase
Leider hat Sonos bei den Anschlüssen gespart, beim Klang aber konnte die Playbase überzeugen.

Klanglich in allen Lagen überzeugend ist auch die Sonos Playbase. Sowohl Musik, als auch Filmsound kommen perfekt ans Ohr. Die Sprachverständlichkeit bei Filmen ist sehr gut und bei den tiefen Frequenzen stellt sie ihre Konkurrenten in den Schatten.

Schade ist, dass Sonos an den Anschüssen und der Ausstattung gespart hat. Es gibt keinen HDMI-Anschluss, was auch die Decoder-Fähigkeiten eingeschränkt: DTS wird nicht unterstützt. Wenn Sie damit leben können, ist die Playbase trotz allem eine Überlegung wert.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAtmos DeluxeReferenz SoundbarMultiroom-fähigStandfestKlanglich top
Modell Philips Fidelio B8 Yamaha YSP-5600 Focal Dimension Raumfeld Soundbar Canton DM 90.3 Sonos Playbase
Test Soundbar: Philips Fidelio B8Test Soundbar: Yamaha YSP-5600Test Soundbar: Focal DimensionTest: Soundbar: Teufel Raumfeld SoundbarTest Soundbars: Canton DM 90.3Test Multiroom-System: Sonos PlayBase
Pro
  • Sehr guter Klang und moderater Preis
  • Sehr gute automatische Einmessung des Raums mit mitgeliefertem Mikro
  • Klanglich top
  • Tolle Verarbeitung
  • Guter raumfüllender Klang
  • Klingt auch gut bei Musik
  • Tolles Klangerlebnis
  • Automatisches Einmessen per iPhone
Contra
  • Der Subwoofer könnte stärker sein
  • Teuer
  • Große Abmessungen
  • Sparsame Ausstattung
  • Kein Surround-Decoder
  • Kein Dolby Atmos
  • Kein HDMI
  • Kein DTS
Bester Preis
Technische Daten  

Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Eine Soundbar, egal welcher Bauart, stellt immer einen Kompromiss dar. Einerseits möchte man den dünnen Sound des Flachbildschirmes zumindest beim Genuss einer Blu-ray wenigstens ein bisschen an die Bildgröße anpassen, andererseits scheuen viele Zuschauer die Anschaffung einer vollwertigen Surround-Anlage.

Soundbars sind immer ein Kompromiss zwischen Größe und Klangqualität

Die Hemmschwelle ist dabei oft weniger die Investition, als vielmehr das raumgreifende Wesen so vieler Lautsprecher im Wohnzimmer. Immerhin hat man es bei einer echten Surround-Anlsage mit mindestens sechs mehr oder weniger großen Boxen zu tun, die außerdem im Wohnzimmer-Kino wohlplatziert werden möchten. Viele scheuen das, verständlicherweise.

Vor allem aus diesem Grund haben Soundbars und Sounddecks den aufwändigen Surround-Anlagen in den letzten Jahren größtenteils den Rang abgelaufen. Zwar kann keine noch so trickreich konstruierte Soundbar echten 5.1-, 7.1- oder gar Dolby-Atmos-Surround-Klang auch nur annähernd so gut simulieren, wie ein vollwertiges Surroundsystem mit entsprechend angebrachten Einzellautsprechern. Aber gute Soundbars sind durchaus in der Lage, einen authentischen Sound zum Blockbuster zu liefern – sogar mit Dolby Atmos.

Dank Bluetooth und digitalen Eingängen sowie einem intelligenten Sound-Prozessor können Soundbars für viele durchaus die meist ebenfalls sperrige Stereo-Anlage ersetzen. Dabei kommt es allerdings darauf an, welche Ansprüche Sie an die Klangqualität bei Musik stellen. Denn auch hier gilt: An ein gutes Stereo-Boxenpaar kommt auch die beste Soundbar beim Musikhören nicht heran, dafür fehlt ihr einfach das Volumen – Subwoofer hin oder her.

Die perfekte Lautsprecher-Lösung fürs Wohnzimmer, die sowohl ein hervorragendes Musikerlebnis als auch tollen Filmsound bietet und dabei ohne viele Boxen auskommt, gibt es nach wie vor nicht. Eine Surround-Anlage bietet zwar tollen Sound sowohl für Musik als auch Filme, benötigt aber viele Boxen. Eine Soundbar mit Subwoofer liefert guten Ton für den Fernseher, kommt aber bei Musik nicht an gute Stereoboxen heran. Und Stereoboxen neben dem Fernseher liefern keinen Surround-Sound und keine gute Sprachverständlichkeit. Irgendeinen Kompromiss muss man also immer eingehen.

Test: Soundbar – Testsieger Philips Fidelio B8

Testsieger: Philips Fidelio B8

Die Fidelio kommt im recht großen, sperrigen Paket. Das liegt weniger an der Soundbar als vielmehr am aktiven Subwoofer, der dazugehört.

Die Fidelio B8 ist vollgepackt mit Knowhow und Technik, von außen sieht man davon aber nicht viel: Klare Linien und wenige Bedienelemente sind das Design-Kredo der Fidelio B8.

Unser Favorit: Philips Fidelio B8

Test Soundbar: Philips Fidelio B8
Toller Klang und ein annehmbarer Preis – die Fidelio B8 hat viel zu bieten und ist aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses unser Favorit.

Dabei ist sie keineswegs so rudimentär ausgestattet, wie es erst den Anschein hat. Die Anschlüsse liegen sämtlich gut in Gehäusemulden versteckt, sind aber auch für größere Hände noch gut erreichbar. Als Eingänge stehen neben zwei wählbaren HDMI-Schnittstellen auch ein optischer und ein koaxialer Audio-Eingang zur Verfügung. Selbst ein analoger Stereo-Eingang in Mini-Klinken-Ausführung steht zur Wahl.

Über eine USB-Buchse können ebenfalls Audiodaten zugeführt werden, etwa per USB-Stick. Damit der USB-Anschluss auch noch erreichbar ist, wenn die Soundbar an die Wand geschraubt wird, liegt ein passender Winkel-Adapter bei.

Für die Wandmontage sind zwei passende Winkel nebst Schrauben beigelegt, die Soundbar kann aber auch unter oder vor dem Fernseher liegen. Selbst mit den rutschfesten Gummifüßen ist sie mit ihren schmalen 5 Zentimeter Höhe noch so flach, dass sie die Bedienelemente der meisten Fernseher nicht verdeckt.

Aufstellen und Anschluss der Soundbar sind schnell erledigt. Der Subwoofer verbindet sich nach entsprechendem Tastendruck umgehend mit der Soundbar.

Der Standort des Sub kann relativ frei ausgewählt werden, der aktive Subwoofer benötigt lediglich eine Steckdose in der Nähe. Er arbeitet nach dem Downfire-Prinzip, das Lautsprecher-Chassis strahlt also nach unten ab, so dass die sichtbaren Flächen völlig glatt und pflegeleicht sind.

Fidelio B8 im Klangtest

Angeschlossen an Blu-ray-Player und Sat-Receiver darf die Fidelio B8 zeigen was sie kann. Die Eingangswahl erfolgt über die Fernbedienung mit Direktwahltasten. Die Soundbar erkennt, welches Signal anliegt, ob nun einfaches Stereo, Surround oder Dolby Atmos, und richtet sich entsprechend darauf ein.

Außerdem können drei Presets ausgewählt werden, um die Fidelio B8 in Richtung Filmsound, Musik oder besserer Sprachwiedergabe zu optimieren. Liegt ein Atmos-Signal an, zeigt die Soundbar das in ihrem dezenten Dotmatrix-Display an der Frontseite an und aktiviert die schräg nach vorn-oben abstrahlenden Lautsprecher, um mit Hilfe der Deckenreflexion die Atmos-Kanäle zu simulieren.

Beeindruckende 3D-Abbildung mit Dolby Atmos

Philips empfiehlt für eine optimale 3D-Abbildung des Sounds eine Installation der Soundbar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern, was für das meiste Mobiliar zutrifft, auf das Fernseher so platziert werden. Die ideale Sitzposition soll zwischen 2 und 3 Metern von der Soundbar entfernt liegen, das trifft ebenfalls auf die meisten Wohnzimmer zu, zumindest bei uns passte es perfekt.

Die Wirkung war beeindruckend. Die Demo-Tracks, die Dolby zur Verfügung stellt, lassen den Regen fast direkt von der Decke prasseln. Allerdings sollte man sich tatsächlich innerhalb des Sweetspots befinden, also zwei bis drei Meter von der Soundbar und dem Bildschirm entfernt, außerhalb dieser Zone wird der Eindruck zunehmend diffuser. Neben den Dolby Demo-Tracks gibt es bereits eine beachtliche Auswahl an Blu-rays mit Atmos-Audiospur.

Schaltet man eine Stufe tiefer, setzt also auf 5.1 Kanal-Wiedergabe, ist der Sweetspot nicht ganz so eng. Die Wiedergabe über die im Fernseher eingebauten Lautsprecher ist hier ebenfalls kein Vergleich. Der Sound wirkt viel breiter, und passt nun endlich zum großen Bild. Der Subwoofer kann es ordentlich krachen lassen und gibt Explosionen in Action-Filmen den richtigen Wumms.

Wie es sich für eine gute Surround-Anlage gehört, verfügt die Fidelio auch über einen Mitternachtsmodus, der fährt das Film-Getöse auf ein für Nachbarn freundliches Niveau herunter.

Auch beim Musikhören im Stereo-Betrieb, oder 2.1 mit Subwoofer, kann die Fidelio B8 überzeugen. Hier muss sie auch am wenigsten tricksen, die seitlichen Kanäle sind weit genug auseinander, der Rest wird mit seitlich abstrahlenden Lautsprechern erledigt. An gute Stereoboxen kommt sie freilich bei Musik nicht heran.

Die Fidelio B8 liefert klanglich für eine Soundbar eine rundherum eindrucksvolle Performance ab. Ein komplettes Surround-Lautsprecher-Set kann sie natürlich nicht ersetzen, ebenso wenig eine gute herkömmliche Stereoanlage. Aber wenn Sie beim Filmegucken tollen Surround- und Atmos-Sound genießen wollen, ohne sich das Wohnzimmer mit Lautsprechern vollzustellen, ist die Fidelio B8 ein hervorragender Kompromiss.

Nachteile?

Für den ultimativen Kick fehlt es dem Subwoofer der Fidelio B8 ein wenig an Punch. Bei akustisch komplexeren Wohnzimmerkinos stößt die dreistufige Raumanpassung für Dolby Atmos doch an Grenzen, die nur mit der Unterstützung einer Einmessung zu meistern sind.

Eine Surround-Beschallung mit separaten Boxen kann aber auch die nicht ersetzen. Insofern ist die Philips Fidelio B8 mit ihrer einfachen Installation kaum zu schlagen.

Philips Fidelio B8 Testspiegel

Die Philips Fidelio B8 ist noch so frisch auf dem Markt, dass es bislang erst einen weiteren Test gibt. Sobald weitere Testergebnisse veröffentlich werden, werden wir sie hier ergänzen.

Einen der ersten Tests der Fidelio B8 gab es in der Ausgabe 12 2016 der Zeitschrift Video  mit einem »sehr guten« Ergebnis (1,0). Die Soundbar erhielt zudem das Attribut »Highlight« und konnte zudem mit einem »überragenden« Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Das Fazit des Tests:

»Wir sind begeistert! Philips schickt uns mit der B8 mitten in die dritte Dimension. Für 1000 Euro ist sie der aktuelle Preis-Leistungs-Knaller in der Kategorie der Dolby Atmos Soundbars!«

Die Alternativen

Atmos Deluxe: Yamaha YSP-5600

Test Soundbar: Yamaha YSP-5600
Der Yamaha Soundprojektor wird auf die Raumakustik eingemessen.
heimkino-aktuell-shop.de€ 1.699,00

von 26 Lesern gekauft

Noch beeindruckender, gerade in der 3. Dimension, geht der Yamaha YSP-5600 Soundprojektor zu Werk, hier wird mit Hilfe eines Messmikrofons die Soundbar auf die Raumakustik optimiert.

In der YSP-5600 strahlen ganze 46 Lautsprecher-Chassis Klang ab, Yamaha wuchert hier mit dem Pfund ihrer langjährigen Erfahrung mit Soundsystemen. Der Soundprojektor kann gegenüber unserem Favoriten in jeder Disziplin noch eine Schippe drauflegen, ob jetzt der Blockbuster im nahezu dreidimensionalen Atmos-Sound oder die Konzert-DVD im HiFi-Klang.

Der Erfolg ist bestechend, die Illusion der dreidimensionalen Atmos-Beschallung ist nahezu perfekt. Zur weiteren Unterstützung kann ein Subwoofer herangezogen werden, der Soundprojektor lässt sowohl drahtgebundene als auch Wireless-Modelle zu. Apropos Wireless: Neben der Bluetooth-Übertragung versteht sich Yamaha Soundprojektor außerdem auf AirPlay.

So viel Technik hat aber ihren Preis: Inklusive potentem Subwoofer kostet die YSP-5600 gut das Doppelte unseres Favoriten. Das kann sich lohnen, wenn man wirklich das letzte Fitzelchen Raumklang aus einer Soundbar herauskitzeln will, für die meisten bietet die Fidelio B8 aber sicher das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Referenz Soundbar: Focal Dimension

Test Soundbar: Focal Dimension
Die Focal Dimension war lange Zeit unser Favorit, klanglich immer noch Top, ist sie mittlerweile erschwinglicher geworden.

Unser bisheriger Favorit, die Focal Dimension, spielt natürlich immer noch eine wichtige Rolle, zumal sie mittlerweile für unter 1.000 Euro zu haben ist – wenn sie noch zu haben ist. Denn online ist sie nicht mehr überall zu bekommen, auf unsere Anfrage, ob die Dimension eingestellt wurde, hat der Hersteller leider nicht reagiert.

Was Präzision, Sauberkeit und Auflösungsvermögen betrifft, ist die Focal Dimension ebenso überragend wie in Sachen Dynamik. Sie klingt bereits in der Basisversion ohne Subwoofer extrem ausgewogen, differenziert und spritzig. Selbst der Bass und die maximale Lautstärke überzeugen. Mit einer Höhe von 11,5 Zentimetern ist sie allerdings mehr als doppelt so hoch wie unser neuer Favorit und kommt damit deutlich wuchtiger daher.

Hinsichtlich der Ausstattung ist die Focal allerdings nicht mehr ganz up to date, das Bluetooth-Modul gibt es ebenso nur optional wie den Subwoofer. Wenngleich sie den nicht wirklich benötigt, stehen dennoch zwei Varianten zur Wahl: Entweder darf ein drahtloser Sub frei im Raum platziert werden, oder ein Bassmodul nimmt hinter der Soundbar Platz und bildet mit ihr zusammen eine Soundplate. Die ist auch stabil genug, um dem Flachbildschirm ein solides Podest zu bieten.

Wenn es vor allem auf präzisen, saubern Klang ankommt und man über die sparsame Ausstattung hinwegsehen kann, dann ist die Focal Dimension nach wie vor eine sehr gute Wahl.

Multiroom-fähig: Raumfeld Soundbar

Test: Soundbar: Teufel Raumfeld Soundbar
Edel verarbeitet und multiroom-fähig mit drahtlosem Subwoofer.

Preislich in der selben Liga wie die Dimension spielt die Raumfeld Soundbar – zumindest, wenn man den Subwoofer mit einrechnet.

Auch von der Verarbeitung her muss sie sich nicht vor unserem Favoriten aus Frankreich verstecken. Vor allem der schwere, flache Subwoofer wirkt äußerst edel. Er verbindet sich drahtlos per Bluetooth mit der Soundbar und macht mit seinen drei 130mm-Tieftönern mächtig Wumms.

Vier verschiedene Surround-Modi bauen auf Wunsch eine sehr breite Bühne auf, allerdings hat die Soundbar von Raumfeld keine Surround-Decoder, sie liefert einen virtuellen Surround-Sound. Das hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass die Raumfeld-Soundbar bei Streaming-Anbietern wie Amazon oder Netflix stumm bleibt – zumindest bei Panasonic-Fernsehern.

Die notwendige Umstellung auf PCM hat hier nämlich bedauerlicherweise keine Auswirkung auf die Streaming-Apps. So lässt sich die Raumfeld Soundbar weder über HDMI noch über TOS-Link ein Ton entlocken. Bei anderen Fernsehern gibt es dieses Problem laut Teufel nicht.

Dafür kann man die Raumfeld Soundbar nahtlos in ein Multiroom-Setup mit anderen Raumfeld Lautsprechern einbinden. Wer ohnehin mit einem Multiroom-System von Raumfeld liebäugelt, für den ist die Raumfeld Soundbar die ideale Ergänzung.

Standfest: Canton DM 90.3

Test Soundbars: Canton DM 90.3
Das Sounddeck von Canton kommt mit Bluetooth und vielen Anschlüssen, ein Subwoofer kann per Kabel angeschlossen werden.

Die Canton DM 90.3 ist keine Soundbar im klassischen Sinne sondern ein Sounddeck: Statt eines schmalen Klangriegels hat diese auch Soundplate oder Soundbase genannte Konstruktion eine wesentlich größere Tiefe, so dass der Fernseher darauf Platz findet.

Neben vier HDMI-Anschlüssen hat Canton der dritten Ausgabe der DM 90 auch ein Bluetooth-Modul spendiert, so dass man Musik von Smartphone, Tablet oder Laptop bequem drahtlos abspielen kann. Das macht die DM 90.3 zum praktischen Musik-Allrounder im Wohnzimmer.

Bei der Musikwiedergabe klingt die DM 90.3 noch ausgeglichener als die Fidelio B8, mit optionalem Subwoofer kann die Canton Soundbar im Filmmodus für den richtigen Knalleffekt sorgen. Für die dritte Sound-Dimension Dolby Atmos ist die Canton hingegen nicht gerüstet.

Wer den Fernseher auf einem Sideboard stehen hat, für den ist die DM 90.3 von Canton eine sehr gute Alternative.

Klanglich top: Sonos Playbase

Test Multiroom-System: Sonos PlayBase
Leider hat Sonos bei den Anschlüssen gespart, beim Klang aber konnte die Playbase überzeugen.

Unter den Soundbars nimmt die Sonos PlayBase eine Sonderstellung ein, denn sie ist eben keine SoundBar sondern ein Sounddeck, bzw. eine Soundbase, auf der der Fernseher Platz findet. Wie die Marktforschung von Sonos herausgefunden hat, hängen die allermeisten ihren Flachbildschirm nämlich nicht an die Wand, wofür die Soundbar eigentlich konzipiert ist, sondern stellen sie auf ein Möbel. Die hier ohnehin vorhandene Tiefe kann man für mehr Volumen nutzen – und das bringt bei Lautsprechern bekanntlich besseren Sound, vor allem beim Bass.

Soundbase statt Soundbar bringt mehr Volumen und besseren Bass

Nicht nur die Quantität, auch die Qualität der tiefen Frequenzen ist bei der PlayBase bemerkenswert, um nicht zu sagen konkurrenzlos. Während viele Mitbewerber schon bei moderaten Pegeln im Bass mit ihren winzigen Tieftönern an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen, schiebt Sonos besonders mit der ausgezeichnet abgestimmten Loudness auch bei verblüffend hohen Pegeln in den unteren Oktaven noch mächtig an. Das Resultat kann bei Musik manch größerer Standbox das Fürchten lehren und sollte im Heimkino-Betrieb mit Spezial-Effekten in den meisten Wohnzimmern mehr abkönnen als die Nerven der werten Nachbarn.

Die Dialog-Verständlichkeit war für diese kompromissbehaftete Gerätegattung ausgezeichnet und die Transparenz oder Differenziertheit exzellent. Auch die Impulsivität trug zum rundum überragenden Hörergebnis bei.

Wer ernsthafte Heimkino-Ambitionen hegt, der kann sein Sonos-System durch zusätzliche Rear-Speaker, z.B. Play:1 und den Subwoofer Sonos SUB erweitern. Doch auch ohne externe Unterstützer überzeugte die Räumlichkeit – sofern es sich nicht um extreme Effekte aus den Surround-Kanälen handelt – und ganz besonders der satte, tiefreichende Bass.

Als Ableger des Multiroom-Systems von Sonos beherrscht die PlayBase selbstverständlich ebenfalls das ganze Programm der Streaming-Tricks via LAN oder WLAN und bietet Musik-Liebhabern außerdem durch ein großes Bündel von Online-Streaming-Diensten wie Tidal oder Spotify alles, was das Herz begehrt.

Für Film-Fans sieht die Sache etwas anders aus. Hier gibt sich das viele Jahre nach der beliebten PlayBar erschienene Sounddeck in der Konnektivität eine Blöße. Mehr als einen beschränkt nutzbaren Toslink-Lichtleiter-Eingang spendiert Sonos auch diesmal nicht. HDMI – Fehlanzeige! Das ist bei dem im Umfeld recht hohen Preis absolut unverständlich.

Abgesehen davon, dass sich nur eine Quelle an der PlayBase anschließen lässt und Video-Signale umständlich an dem Sounddeck vorbei zum Bildschirm geführt werden müssen, gehen sämtliche HDMI-Vorteile flöten. Doch das ist bei weitem nicht das größte Manko. Wie bei vielen billigen Basen kommt etwa bei DTS-Programmen kein Ton aus dem Lautsprecher, wenn der Benutzer das Signal nicht an der Quelle auf 2-Kanal-PCM downmixen lässt, denn es fehlt wie bei HiRes-Formaten wie DolbyTrueHD der nötige Decoder.

Die PlayBase baut eine außergewöhnlich große Bühne auf und ermöglicht weitgehend unabhängig vom Sitzplatz ausgewogenes Hören. Mit ihrer genialen TruePlay-Einmessung lässt sie sich sogar mit einem iPhone auf den Raum und die bevorzugten Hörplätze einmessen.

Für echte AV-Fans sind die mäßige Konnektivität und die stark eingeschränkten Fähigkeiten des Surround-Decoders aber ohnehin Ausschlusskriterien. Wenn man eh kein DTS verarbeiten kann, sollte man sich daher auch die Investition in zusätzliche Rear-Speaker gründlich überlegen.

Wer einfach nur besseren Fernsehton haben will und mit einem unauffälligen Lautsprecher unter dem Fernseher vor allem auch toll Musik hören möchte, für den ist die PlayBase aber auf jeden Fall eine Empfehlung.

Kommentare

41 Kommentare zu "Die beste Soundbar"

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Sortiert nach:   neueste | älteste | beste

Endlich ma nen Sub dabei, kluge Menschen bei Philips.

Meine Teufel cinebar 52 thx ist auch besser

1000€ hab ich das richtig gesehen ? Wenn Ja dann haben die den Knall nicht gehört.

Mark Lebowski

Testet mal dazu Bose Soundtouch 300 mit Bass die lacht drüber ;D

Mein Teufel 5.1 lacht auch darüber

Stimmt, was Sound angeht ist H&K (Heckler und Koch) einfach unschlagbar! 😂

Haha können ja gerne mal testen welches System besser ist mein Freund dann ziehst du sowieso denn kürzeren!!!!!

Canton was ist das für ein Schrott hängen geblieben oder was!!!

Geht ja auch um `ne SB! ………………. nicht um 5.1! 😉 ………….. neine H&K tausche ich auch gegen keine andere ein!

Christoph Oehmichen kleiner Komiker,wa?!? 😉 ………… aber nicht schlecht! 🙂

Lach doch mal… 🙄

Mein Sonos lacht über deine Teufel Brüllwürfel 😎

Tim Stark ok also … kein DTS, kein HDMI, kein Raumklang, keine richtige Einmessung (nur iPhone xD, kein Bluetooth, keine richtige Fernbedienung, kein NFC, ein Stoffbezug… da ist selbst Teufel und Bose weiter. 😀

haha glaub du mal du weißt nicht einmal welches ich besitze also hau mal hier nicht so auf die kacke!!!

Es bezieht sich auf Sonos 😉

Jo alta, und mein canton f***k euren teufel-sonos-bose-scheiss ihr opfa… 😉

Sonos DE

Sonos zwar gut aber auch teuer!!!

Feldhaus Michael
Feldhaus Michael

Lohnt sich – Playbar – SUB – 2 mal Play 1 – Hammer

Über Sonos da darf auch Philips lachen – Kein DTS, kein Raumklang, kein Bluetooth, kein NFC, keine Fernbedienung, Stoff Bezug usw 😀 Da ist noch beste alternative die Bose Soundtouch 300 und man kein Multiroom will diese hier.

Guenther Karsten
1.DTS Problematik bei Soundbars die am TV angeschlossen werden, totaler Quatsch da kaum ein TV echtes DTS ausgibt
2. Einmessung per Trueplay möglich
3. Für was Bluetooth/NFC bei einem WLAN System?
4. Jede Fernbedienung kann genutzt werden da die Playbar lernfähig ist
5. Stoffbezug ein Qualitätsmerkmal? 🙈
Nein ich arbeite nicht bei Sonos aber dieser Argumente sind Forum-Blödsinn

Richtig !!!

Guenther Karsten ….Fernbedienung alle Kompatibel – DTS braucht kein Mensch bei dem Klang 5.1 – Playbar über Optisches Kabel vom TV – Bluetooth wofür ?? Du willst Musik im ganzen Haus? Dann ist WLAN die beste Lösung. Es streamt Musik über dein Netzwerk. http://www.sonos.com/de-de/sonos-vs-bluetooth

Nicht alle FB gibt genug wo es probleme gibt – DTS wer das mal gehört hat weiß denn Unterschied zu schätzen – Optisches Kabel mehr nicht.. yay.. – Bluetooth um auch mal dinge abzuspielen die Sonos nicht Unterstützt und nicht jeden lasse ich gern ins WLAN 😉 – WLAN ja haben aber mittlerweile andere Hersteller auch (Bose, Raumfeld etc.). Und Raumklang aus nur einer Soundbar bringt sie trotzdem nicht. Jeder letztlich seins. Aber ich finde das aktuell wenig für die 2 Jahre alte Sonos Playbar spricht.

Yamaha YSP 2500

Die ist Mist gehört und x ist nichts. Yamaha besser deutlich besser.

Aber Soundbars sind nur Spielzeug für die perfekten Kino klang wollen

An mein Auro 3D System mit 4D unterstütztung kommt nichts Ran. Das beste was auf Markt gibt Auro 3D

Auro???

Für 20.000 €

Auro 3D ist unleistbar…

Mach mal ein Foto von deiner auro xD bin gespannt

Der doof hätte sich mal lieber ein Deutschbuch gekauft…

Auro 3D ist keineswegs unleistbar, gute AVR liegen im Bereich um die 2000€ die die Möglichkeit für ein Auro Upgrade haben. Und bei den Lautsprechern kann man variieren, je nach Budget. Ich bin gerade im Hausbau und habe die Auro bzw in meinem Fall Dolby Atmos Konfiguration gleich mit vorgesehen für das neue Wohnzimmer.

fuck dolby

Denon Heos the best

Besser als die Dolby Atmos Soundbar von Samsung?

Das einzig wahre Nubertboxen!!!

Mal ne Frage an die „Anti-Soundbar-Fraktion“… schonmal drüber nachgedacht, dass es tatsächlich Leute gibt, die kein 5.1 oder 7.1 System WOLLEN?

Only bose in my house, sorry ….

Bose, oder auch Buy Other Sound Equipment

Bose, oder auch Buy Other Sound Equipment

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