Spaltaxt Test: Testsierger Spaltäxte
test
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Die beste Spaltaxt

Wir haben 11 Spaltäxte in der Praxis getestet. Dabei hat sich die innovative Fiskars X21-L als Testsieger herausgestellt. Trotz ihres geringen Gewichtes spaltet sie selbst dicke Baumstämme mühelos. Dabei halten sich auch die Vibrationen am Griff in Grenzen. Aber wir können auch andere Modelle empfehlen.

Stefan Reschenauer
Stefan Reschenauer
ist hauptberuflich Hardwareentwickler und veröffentlicht seine privaten Projekte auf seinem Blog Holz, Metall und Smart Home. Sein Interessengebiet erstreckt sich dabei vom Holzwerken über Metallbearbeitung bis hin zu allem, was elektronisch ist.
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Ein unverzichtbares Werkzeug für die Brennholzgewinnung stellt seit eh und je die Spaltaxt dar. Während die herkömmliche Axt durch zunehmender Konkurrenz des Schweizer Gertels abgedrängt wird, erfreut sich die Spaltaxt noch immer größter Beliebtheit. Damit das Holz ideal trocknen und es später im Ofen zu einem emissionsarmen Abbrand kommen kann, müssen Baumstämme oder dickere Äste gespalten werden. Für kleinere Mengen Brennholz bis etwa vier oder fünf Raummeter sind dazu die Spaltäxte bestens geeignet. Baumstammstücke werden dazu auf Länge geschnitten (in der Regel 25 oder 33 Zentimeter) und anschließend mit der Spaltaxt auf ca. acht Zentimeter Kantenlänge gespalten.

Für das Spalten von längeren Stammstücken werden die schwereren Spalthämmer eingesetzt, welche sich vorwiegend durch das höhere Kopfgewicht von den Spaltäxten unterscheiden. Hier wird of mit am Boden liegenden Holzstücken gearbeitet, während mit der Spaltaxt die Scheite auf dem Hackklotz stehen. Die körperliche Ertüchtigung ist beim Holzhacken nicht von der Hand zu weisen, weshalb der Volksmund auch davon spricht, dass das Brennholz mehrmals »wärmt«.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Beste Spaltaxt

Fiskars X21-L

Test Spaltaxt: Fiskars X21-L
Eine leichte Spaltaxt mit hoher Spaltkraft für ermüdungsfreies Arbeiten.

Am meisten überzeugt hat uns die Fiskars X21-L. Die Axt des finnischen Herstellers hat trotz ihres geringen Gewichtes eine überzeugende Spaltleistung. Selbst Stämme, bei denen größere und schwerere Äxte das Nachsehen haben, zerlegt die Fiskars mühelos in zwei Teile. Auch wenn das Holz nicht gleich beim ersten Schlag nachgibt, sich aber die Axt trotzdem in den Stamm frisst, lässt sie sich aufgrund der Antihaft-Beschichtung danach wieder mühelos aus dem Holzstück ziehen.

Beste Spaltaxt mit Holzstiel

Stubai Superspalter 1800g

Test Spaltaxt: Stubai Superspalter 1800g
Exzellentes Spaltergebnis, während der vibrationsarme Holzstiel die Hände schont.

Eine ähnlich gute Spaltleistung hat auch die Spaltaxt Superspalter 1800g von Stubai. Der Stiel aus heimischen Eschenholz sorgt für sehr geringe Vibrationen, während sich der speziell geformte Axtkopf mühelos ins Holz frisst und es spaltet. Der etwas raue Lack am Griffende sorgt für gute Griffigkeit, während die rote Farbe auch im Wald gut sichtbar ist. Generell hat man das Gefühl eine besser ausbalancierte Axt in den Händen zu halten, als dies bei den Konkurrenten mit Kunststoffgriff der Fall ist.

Für die harten Fälle

Stihl AX 20 PC

Test Spaltaxt: Stihl AX 20 PC
Der Kopf mit schlanker Klinge dringt tief ins Holz – auch bei großem Durchmesser.

Die Stihl AX 20 PC setzt auf den Einsatz moderner Materialien und besitzt einen sehr leichten Stiel aus glasfaserverstärktem Polyamid. Aufgrund des relativ hohen Kopfgewichtes von 1.950 Gramm wirkt sie daher beim Arbeiteten etwas kopflastig, hat aber gerade deshalb ein ausgezeichnetes Spaltvermögen. Das erreicht sie nicht zuletzt wegen ihrer speziell geformten dünnen Klinge, welche auch etwas länger als jene der Fiskars ist. Mit dem hohen Gewicht sind auch dickere Stämme kein Problem.

Beste Ausstattung

Ochsenkopf OX 648

Test Spaltaxt: Ochsenkopf OX 648
Die Kopfform eines Spalhammers und das Gewicht einer Spaltaxt.

Die Ochsenkopf OX 648 hatte eine der besten Ausstattung im Test. So besitzt sie einen Stiel aus dunklem Hickory-Holz, welcher mit einem Schlagschutz versehen ist. Noch dazu ist das Haupt verlustsicher mit dem Griff verbunden. Da der Kopf die Form eines Spalthammers besitzt, kann sie auch für etwas längere Holzscheite und für das Eintreiben von Spaltkeilen benutzt werden. Die auffälligen Farben garantieren zusätzlich eine gute Sichtbarkeit im Wald.

Vergleichstabelle

Beste SpaltaxtFiskars X21-L
Beste Spaltaxt mit HolzstielStubai Superspalter 1800g
Für die harten FälleStihl AX 20 PC
Beste AusstattungOchsenkopf OX 648
Gränsfors Bruk Große Spaltaxt
Stihl AX 28 CS
Gardena 1600s
Meister 2191000
Meister 2191700
Connex COX840412
HRB Spaltaxt
Test Spaltaxt: Fiskars X21-L
  • Hervorragende Spaltleistung
  • Rutschhemmender Griff
  • Transportschutz mit Tragegriff
  • sehr leicht
  • günstig
  • Kein Schlagschutz am Stiel
Test Spaltaxt: Stubai Superspalter 1800g
  • Hervorragende Spaltleistung
  • vibrationsarmer Holzstiel
  • schwerer Kopf
  • günstig
  • Kein Schlagschutz am Stiel
Test Spaltaxt: Stihl AX 20 PC
  • Hervorragende Spaltleistung
  • Rutschhemmender Griff
  • Transportschutz mit Tragegriff
  • schwerer Kopf
  • Kein Schlagschutz am Stiel
  • teuer
Test Spaltaxt: Ochsenkopf OX 648
  • gute Spaltleistung
  • Schlagschutz am Stiel
  • vibrationsarmer Holzstiel
Spaltaxt Test: Gaensfors Bruk Große Spaltaxt
  • gute Spaltleistung
  • Schlagschutz am Stiel
  • vibrationsarmer Holzstiel
  • rutschhemmender Griff
  • sehr teuer
Test Spaltaxt: Stihl  AX 28 CS
  • gute Spaltleistung
  • Schlagschutz am Stiel
  • vibrationsarmer Holzstiel
  • sehr schwer
  • teuer
Test Spaltaxt: Gardena 1600s
  • Schlagschutz am Stiel
  • Transportschutz mit Tragegriff
  • mäßige Spaltleistung
Test Spaltaxt: Meister 2191000
  • günstig
  • Holzstiel
  • mäßige Spaltleistung
Spaltaxt Test: Meister 2191700
  • günstig
  • mäßige Spaltleistung
  • Vibrationen am Stiel
Spaltaxt Test: 61m7zwvdxjl. Ac Sl1500
  • günstig
  • mäßige Spaltleistung
  • Vibrationen am Stiel
Test Spaltaxt: HRB Spaltaxt
  • günstig
  • mäßige Spaltleistung
  • Vibrationen am Stiel
  • Kopf schief montiert
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Heizen mit Holz: Spaltäxte im Test

Durch die steigenden Energiepreise von Öl, Gas und Strom erfährt der regional verfügbare Brennstoff aus Biomasse, nämlich das Holz, steigendes Interesse. Aber genau diese nachwachsende Energiequelle wurde in den letzten Jahren zunehmend auf das Abstellgleis geschoben – und das, obwohl das Heizen mit Holz eigentlich CO₂-neutral ist, denn beim Verbrennen entsteht genau so viel CO₂, wie der Baum zu Lebzeiten aufgenommen hat. Selbst wenn der Baum ungenutzt verrotten würde, würde ebenfalls dieselbe Menge des Gases ausgeschieden werden, die auch bei der Verbrennung entsteht.

Schön, werden viele sagen, aber wie sieht es mit dem Feinstaub aus, der ebenfalls bei der Verbrennung entsteht? Ja, der Feinstaub ist ein Problem, der Ausstoß kann aber mit der richtigen Heizmethode minimiert werden. Wie genau das geht, wurde auf co2online.de sehr gut zusammengefasst.

Um nun das Brennholz schnell und optimal zu trocknen, sollte es auf etwa acht Zentimeter Kantenlänge gespalten werden. Danach muss es mindestens zwei Jahre an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen trocknen, bis der Feuchtegehalt unter 20 Prozent gefallen ist. Erst dann darf es im Ofen verheizt werden. Das Scheitholz kurz vor der Feuerung zu spalten ergibt aber wenig Sinn, da trockenes Holz sich deutlich schwerer spalten lässt als frisches. Außerdem benötigt ungespaltenes Holz länger zum Troknen.

Wozu eine Spaltaxt?

Wie bereits beschrieben, können kleinere Mengen Holz bis etwa vier oder fünf Raummeter mit der Hand, also mit einer Spaltaxt, gespalten werden. Für alles darüber ist es sinnvoll, sich einen hydraulischen Holzspalter anzuschaffen. Eine Spaltaxt unterscheidet sich von einer herkömmlichen Axt im Wesentlichen an der Form des Kopfes. Eine normale Universalaxt besitzt eine lange Klinge samt dünnem Blatt und wird hauptsächlich bei Fällarbeiten und zum Ausästen eingesetzt.

Für das Fällen von Bäumen sind Kettensägen geeigneter

Das Umschrotten (= einen Baum unter Einsatz der Axt zu Fall bringen) verliert zunehmend an Bedeutung, da dies von Kettensägen kräfteschonender erledigt wird. Für das Ausästen, also das Abhacken dünner Äste, werden Äxte aber nach wie vor gerne eingesetzt. Allerdings eignen sich diese Äxte nur bedingt zum Spalten, da der Keilwinkel des Blattes zu schmal ist, um eine entsprechende Spaltwirkung zu erzeugen.

Spaltäxte weisen einen steileren Keilwinkel auf, wodurch bei einem Schlag parallel zur Holzfaser höhere seitliche Kräfte auftreten, welche schlussendlich das Holzstück aufspalten. Spalthämmer, welche sich durch das höhere Kopfgewicht (mehr als 2,5 Kilogramm) von der Spaltaxt unterscheiden, werden hauptsächlich zum Spalten längerer Stammstücke eingesetzt und haben daher bei der direkten Produktion von Holzscheiten weniger Bedeutung. Neben den traditionellen Holzstielen kommen neuerdings auch Stiele aus glasfaserverstärktem Kunststoff (Fiberglas) zum Einsatz. Diese sind zum Einen leichter als die hölzerne Variante und können zum Anderen verlustsicher mit dem Haupt verbunden werden. Der Nachteil liegt aber eindeutig in den Vibrationen, die beim Schlagen auftreten und auf den Anwender übertragen werden.

Holzstiele haben Vor- und Nachteile

Auch wenn moderne Materialien diese Übertragung minimieren, ist mit Spaltäxten mit Holzstiel noch immer ein angenehmeres Arbeiten möglich. Bei diesen kann jedoch durch Schwinden des Holzes das Haupt der Spaltaxt verloren gehen, was in der Vergangenheit zu teils schweren Verletzungen geführt hat. Der Montage des Axtkopfes sollte daher ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Erfreulicherweise statten einige Hersteller ihre Spaltäxte schon mit einer Sicherung aus, welche das Abrutschen des Hauptes verhindert. Eschen- oder Hickoryholz sind die gängigen Sorten für Axtstiele.

Spaltaxt Test: Ochsenkopf Ox 648 Kopfsicherung
Ochsenkopf Ox 648: Spaltaxt mit Kopfsicherung.

Des Weiteren erleichtert eine Abrutschsicherung am Stielende das Arbeiten mit einer Spaltaxt ungemein. Diese wird durch eine hakenförmige Ausformung realisiert, die dem Anwender das Griffende signalisiert, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Ebenso ist ein Schlagschutz für den Stiel hinter dem Axtkopf wünschenswert. Vor allem ungeübte Holzfäller sind nicht so treffsicher, wodurch hauptsächlich der Stiel in Mitleidenschaft gezogen wird.

Realisiert wird dieser Schutz als eine Hülse aus Stahl oder schlagzähem Kunststoff, welche über den Schaft gezogen wird. Vor allem bei Spaltäxten mit Kunststoffgriff haben wir dieses Feature vermisst. Nicht ganz so wichtig war uns ein Wendehaken an der Klinge. Hier wird das Ende der Klinge, welches dem Anwender zugeneigt ist, zu einem Spitz geformt, um Holzscheite leichter vom Boden aufheben zu können. Ergonomisches Arbeiten ist so eher möglich.

Spaltaxt Test: Bestimmung Der Optimalen Stiellänge
Bestimmung der optimalen Stiellänge für eine optimale Spaltwirkung.

Die richtige Länge

Um die optimale Stiellänge einer Spaltaxt herauszufinden, wird die Axt mit der Hand hinter den Axtkopf umfasst. Der Stiel sollte in dieser Position bis zur Achsel, aber nicht weiter reichen. Anders sieht es beim Kopfgewicht aus – eine pauschale Aussage lässt sich hier nicht treffen. Leichtere Äxte haben bei dickeren Stämmen gegenüber ihren schwereren Kollegen das Nachsehen. Andererseits ist das Arbeiten mit einem schweren Beil auf Dauer deutlich anstrengender. Darum raten wir, falls die Entscheidung aufgrund der Stiellänge noch nicht vorgegeben ist, zur leichteren Variante der Spaltaxt.

Spaltaxt Test: Spaltaxt Im Einsatz

Testsieger: Fiskars X21-L

Es ist erstaunlich, wie gut die Fiskars X21-L, selbst bei ihrem geringen Gewicht, das Brennholz spaltet und somit beweist, dass nicht nur rohe Gewalt oder hohes Gewicht zum Erfolg führen. Es liegt wohl eher an der Klingengeometrie, denn die gleich schwere Axt von Gardena kann der Fiskars nicht mal im Ansatz das Wasser reichen.

Beste Spaltaxt
Fiskars X21-L
Test Spaltaxt: Fiskars X21-L
Eine leichte Spaltaxt mit hoher Spaltkraft für ermüdungsfreies Arbeiten.

Die gerade Klinge hat eine Länge von 81 Millimetern, wobei sie auf einer Länge von 74 Millimeter auf über 30 Millimeter Dicke anwächst. Diese 30 Millimeter scheinen auszureichen, um das Holz mit relativ geringem Kraftaufwand zu spalten, während das restliche Blatt ermöglicht, ohne großen Widerstand tief in das Material einzutauchen. Noch dazu hat die Klinge eine Antihaft-Beschichtung, was den Vorgang zusätzlich erleichtert. Auch wenn sich diese in unseren Belastungstests abnutzte, konnten wir daraus keine negativen Folgen feststellen.

Die Fiskars kann ihren Kopf nicht verlieren

Im Gegensatz zu einer Spaltaxt mit Holzstiel kann die Fiskars X21-L ihr Haupt nicht verlieren, da es vom Fiberglas-Stiel umschlungen wird. Einen metallischen Schutz für den Stiel hinter dem Kopf, wie es auch andere Hacken haben, gibt es leider nicht. Allerdings zeigte sich Fiberglas-Stielmaterial selbst beim Spalten von Hartholz keine Ermüdungserscheinungen.

Hinten am Handgriff ist eine gummiähnliche geriffelte Oberfläche in oranger Signalfarbe eingearbeitet. Diese liegt sehr angenehm in der Hand und verhindert effizient das Abrutschen. Noch dazu gibt es eine hakenförmige Abrutschsicherung am Griffende, wo auch ein Loch beherbergt ist, an jenem die Axt platzsparend aufgehängt werden kann. Die Gesamtlänge der Fiskars beträgt im Übrigen 70,5 Zentimeter (72 Zentimeter angegeben).

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Spaltaxt Test: Fiskars X21 L
Die Spaltaxt Fiskars X21-L mit einem Gewicht von gerade einmal 1.600 Gramm.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Ohne Schlagschutz
Die Fiskars X21-L Spaltaxt hat keinen zusätzlichen ohne Schlagschutz am Stiel.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Abrutschsicherung
Fiskars X21-L: Abrutschsicherung.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Haupt
Fiskars X21-L: Seitliche Ansicht des Axtkopfes mit der 81 mm langen Schneide.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Haupt Front
Fiskars X21-L: Der Axtkopf in der Draufsicht von oben. Die leichte Fiskars-Spaltaxt kann problemlos zwischendurch als Universalaxt eingesetzt werden.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Hammerkopf
Fiskars X21-L: Der Hammerkopf ist relativ schmal. Hier muss man beim Eintreiben von Spaltkeilen gut treffen.
Spaltaxt Test: Fiskars X21 L Klingenschutz
Fiskars X21-L: Ein Klingenschutz zum sicheren Transport der Spaltaxt wird mitgeliefert.

Die initiale Schärfe der Klinge ist akzeptabel und durchtrennt auch Holzfasern spielend. Lediglich die Gränfors Brucks kam schärfer bei uns an. An Schärfe hat die Hacke selbst nach unseren Test nicht merklich verloren, was für die Qualität des verwendeten Stahls spricht. Ein Nachschleifen stellt aufgrund der einfachen Klingengeometrie kein Problem dar. Geliefert wird die Fiskars-Spaltaxt erfreulicherweise mit einem stabilen Klingenschutz samt Tragegriff aus Kunststoff. Vorbildlich!

Kraftaufwand und Vibrationen halten sich in Grenzen

Scheite mit etwa 15 Zentimeter Durchmesser spaltet die Fiskars völlig problemlos. Der Kraftaufwand und die Vibrationen halten sich in Grenzen, sodass angenehmen Arbeiten möglich ist. Gleiches gilt für die größeren Stammstücke bis 30 Zentimeter Durchmesser. Hier ist aber meist ein zweiter, wenn nicht sogar ein dritter Hieb vonnöten. Dies stellt keineswegs eine Schwäche der Hacke dar, denn selbst die namhafte Konkurrenz schafft es hier nicht besser. Da das Gesamtgewicht der Fiskars bei 1.600 Gramm und das Kopfgewicht bei nur 1.090 Gramm liegt, stellen sich Ermüdungserscheinungen des Anwenders erst spät ein, auch wenn bei festeren Scheiten mal kräftiger zugeschlagen werden muss.

Nachteile

Wie bereits erwähnt, gibt es keinen metallischen Schutz für den Stiel hinter dem Haupt. Bei den getesteten Äxten mit Kunststoffgriff findet man so einen aber auch nur bei der Gardena. Ebenso besitzt die Klinge keinen Wendehaken, um Holzscheite ergonomischer aufheben zu können. Außerdem ist der Hammerkopf zum Einschlagen von Spaltkeilen sehr klein geraten und nicht plan gefräst.

Fiskars X21-L im Testspiegel

Selber machen (02/2019) vergibt vier von fünf Sternen und das Prädikat »gut«:

»Die Spaltleistung ist trotz des etwas leichten Axtkopfes sehr gut. Die scharfe und harte Klinge ist etwas anfällig für Kerben und kleine Ausbrüche. Dank rutschfestem Griff mit Hakenende und Öse zum Aufhängen ist die Axt gut zu handhaben und bietet einen guten Transportschutz.«

Heimwerker Praxis (06/2015) vergibt die Note 1,3:

»Fiskars empfiehlt den Einsatz in bis zu 30 cm starkem Material, was uns abhängig vom Holz etwas reichlich erscheint. Bis rund 20 cm Stammdurchmesser jedoch ist die X21 eine ausgesprochen effektive Spaltaxt, die langes und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht.«

Stiftung Warentest und Ökotest haben noch keine Spaltäxte getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Testergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Die Fiskars X21-L ist unser Favorit. Wenn Sie aber eine Spaltaxt mit Holzstiel bevorzugen oder gerne ein höheres Kopfgewicht möchten, sind unsere Alternativen vielleicht eine noch bessere Wahl für Sie.

Beste Spaltaxt mit Holzstiel: Stubai Superspalter 1800g

Wer bei einer Spaltaxt einen Stiel aus Holz bevorzugt, sollte eindeutig zum Superspalter von Stubai greifen. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern wird als Material ein heimisches Eschenholz und nicht das nordamerikanische Hickory-Holz verwendet. Technisch gesehen hat Eschenholz bei der Belastbarkeit zwar das Nachsehen, in der Praxis wird man aber keine Unterschiede feststellen.

Beste Spaltaxt mit Holzstiel
Stubai Superspalter 1800g
Test Spaltaxt: Stubai Superspalter 1800g
Exzellentes Spaltergebnis, während der vibrationsarme Holzstiel die Hände schont.

Mit ihren 2.400 Gramm Gesamtgewicht, wobei 1.800 Gramm für das Haupt entfallen, hat man eine recht ausgewogene Spaltaxt in der Hand, mit welcher man nie das Gefühl hat, die Kontrolle beim Arbeiten zu verlieren. Die Balance zwischen Stielgewicht und Kopfgewicht ist gut getroffen. Die leicht gerundete Schnittlänge der Klinge beträgt 87 Millimeter und wächst auf einer Strecke von 122 Millimeter auf eine Dicke von erstaunlichen 64 Millimeter an. Dieser Zuwachs verjüngt sich an den Wangen, wodurch ein geringerer Kraftaufwand bei gleicher Spaltwirkung vonnöten ist. Die Axt steht daher unserem Testsieger Fiskars X21-L beim Spalten in nichts nach.

Bei Stämmen bis 30 Zentimeter spielt die Stubai ihre Vorteile aus

Vor allem bei Stämmen bis 30 Zentimeter Durchmesser spielt die Stubai durch ihr höheres Kopfgewicht ihre Vorteile aus. Weniger Krafteinsatz ist notwendig. Kleinere Scheite sind demnach überhaupt kein Problem, wenn auch das Arbeiten durch das höhere Kopfgewicht etwas schwerer fällt. In der Summe kann man mit der Spaltaxt aber sehr angenehm arbeiten. Das liegt natürlich auch am Holzgriff, welcher sehr wenig Vibrationen an den Anwender weitergibt, was sich wiederum schonend für die Gelenke auswirkt.

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Spaltaxt Test: Stubai Superspalter
Stubai Superspalter Spaltaxt: Die Länge der Schneide beträgt 87 Millimeter.
Spaltaxt Test: Stubai Superspalter Ohne Stielschutz
Die Stubai Superspalter hat keinen Schlagschutz am Stiel unter dem Axtkopf.
Spaltaxt Test: Stubai Superspalter Klingenschutz
Stubai Superspalter: Der Klingenschutz ist ein Schwachpunkt.
Spaltaxt Test: Stubai Superspalter Haupt
Stubai Superspalter: Axtkopf seitlich.
Spaltaxt Test: Stubai Superspalter Haupt Front
Stubai Superspalter: Der Axtkopf von oben.
Spaltaxt Test: Stubai Superspalter Hammerkopf
Stubai Superspalter: Mit dem Hammerkopf lassen sich beispielsweise Spaltkeile ins Holz treiben.

Am Stiel selbst vermisst man, wie bei vielen anderen Modellen auch, einen Schlagschutz aus Stahl hinter dem Haupt. Wir haben aber festgestellt, dass aufgrund der Kopfgeometrie – sprich die 64 Millimeter Dicke – es fast nie vorkommt, dass ein Scheitholz den Stiel berührt, vorausgesetzt natürlich, man trifft das Scheit auch mit dem Kopf und nicht mit dem Stiel. Am Ende des Griffes ist das Eschenholz mit roter Signalfarbe lackiert, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Zusätzlich erzeugt der Lack eine raue Oberflächenstruktur, was die Griffigkeit erhöht. Ebenso befindet sich am hinteren Ende eine Art Abrutschsicherung, auch wenn diese nicht so hakenförmig ausgeführt ist wie beim Testsieger. Ein Loch zum Aufhängen der Axt muss man allerdings selbst bohren. Die Länge des Stiels beträgt 70 Zentimeter.

Im Test hat die Axt nichts von ihrer Schärfe verloren

Die initiale Schärfe der Klinge ist akzeptabel und durchtrennt auch Holzfasern spielend. Dazu hat das Beil während unseres Tests nichts an Schärfe verloren – der renommierte Werkzeughersteller versteht es, eine Stahlklinge richtig zu härten. Nachschleifen ist ebenfalls möglich, auch wenn die Klinge zur Schnittkante hin abgerundet ist. Der mitgelieferte Klingenschutz aus Gummi ist jedoch nicht von Dauer. Eine Version aus Leder, wie die von Ochsenkopf oder Gränfors, wäre wünschenswert, diese Äxte sind aber auch deutlich teurer.

An der Montage des Stiels haben wir nichts zu bemängeln, allerdings fehlt uns eine Kopfsicherung. Diese kann man aber selbst jederzeit schnell montieren. Das Haupt selbst eignet sich aufgrund der größeren Hammerfläche auch bestens zum Einschlagen von Keilen. Den Preis von rund 50 Euro für den Stubai Superspalter finden wir mehr als gerechtfertigt.

Für die harten Fälle: Stihl AX 20 PC

Äxte mit Stielen aus Kunststoff machen mittlerweile den hölzernen Versionen den Rang streitig. Das hat auch Stihl festgestellt und bietet mit der AX 20 PC einen ausgezeichneten Spalter an. Den größte Unterschied zur Konkurrenz aus Finnland stellt aber das Kopfgewicht dar. Stattliche 1.950 Gramm aus C60-Stahl, welcher selbst im gehärteten Zustand noch eine gute Zähigkeit besitzt, formen das Haupt der Axt.

Für die harten Fälle
Stihl AX 20 PC
Test Spaltaxt: Stihl AX 20 PC
Der Kopf mit schlanker Klinge dringt tief ins Holz – auch bei großem Durchmesser.

Das Blatt hat aber eine ähnliche Form wie die Fiskars, fällt jedoch deutlich länger aus. Die Schneidenlänge beträgt 78 Millimeter und die Dicke des Blattes wächst auf einer Strecke von ca. 100 Millimeter auf über 46 Millimeter an. Bei den Tests ist uns aufgefallen, dass sich die Stihl dadurch deutlich tiefer ins Holz vorarbeitet. Wie auch bei der Fiskars, kommt eine Antihaft-Beschichtung zum Einsatz, was das Lösen der Axt vom Holzstück deutlich erleichtert. Auch wenn sich diese in unseren Belastungstests abnutzte, konnten wir daraus keine negativen Folgen feststellen.

Verlustsicherer Kopf, aber kein Schlagschutz

Wie bei allen anderen Äxten dieser Machart, ist das Haupt verlustsicher mit dem glasfaserverstärktem Polyamid-Stiel verbunden. Einen Schlagschutz für den Stiel aus Metall hinter dem Haupt vermisst man allerdings. Wir konnten aber selbst bei Hartholz keine Abnützungserscheinungen erkennen. Das hintere Ende des orangefarbenen Griffes ist mit einer schwarzen Farbe überzogen, welche eine raue Oberfläche besitzt. Dadurch wird ein Abrutschen der Axt verhindert.

Allerdings löste sich am bei unserem Exemplar die Farbe am hinteren Ende etwas ab, was angesichts des höheren Preises nicht passieren sollte. Jedoch lässt sich die Farbe selbst mit dem Fingernagel nicht weiter ablösen, weshalb wir über den kleinen Schönheitsfehler hinwegsehen. Am Ende des Griffstücks befindet sich neben der hakenförmigen Abrutschsicherung zusätzlich ein Loch zum platzsparenden Aufhängen der Axt. Die Länge des Stiels beträgt im übrigen gute 74 Zentimeter.

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Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc
Stihl AX 20 PC.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Ohne Schlagschutz
Stihl AX 20 PC Spaltaxt hat leider keinen Schlagschutz.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Klingenschutz
Stihl AX 20 PC: Klingenschutz.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Haupt
Stihl AX 20 PC: Axtkopf seitlich, die Schneide ist 78 mm lang.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Haupt Front
Stihl AX 20 PC: Der Axtkopf von oben.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Hammerkopf
Stihl AX 20 PC: Der Hammerkopf zum einschlagen von Keilen.
Spaltaxt Test: Stihl Ax 20 Pc Griffende
Stihl AX 20 PC: Griffende.

Beim Arbeiten mit der Spaltaxt wirkt die Stihl AX 20 PC auffällig kopflastig, was dem hohen Kopfgewicht zuzuschreiben ist. Dadurch spaltet sie selbst auch Stammstücke bis 30 Zentimeter mühelos, auch wenn das nicht immer beim ersten Schlag gelingt. Dies stellt keineswegs eine Schwäche der Hacke dar, denn selbst die Konkurrenz schafft es hier nicht besser. Kleinere Scheite bis ca. 15 Zentimeter sind überhaupt kein Problem, wenn auch das Arbeiten durch das höhere Kopfgewicht etwas schwerer fällt. Insgesamt kann man mit der Spaltaxt aber sehr angenehm arbeiten. Auch die Vibrationen am Griff halten sehr in Grenzen, auch wenn diese nicht auf dem Niveau eines Holzgriffes liegen.

Ausgezeichnete Schärfe

Die initiale Schärfe der Schneide war ausgezeichnet, wodurch auch Holzfasern spielend durchtrennt werden konnten. Selbst nach dem Test war keine Reduktion der Schärfe feststellbar, was wohl dem verwendeten C60-Stahl zuzuschreiben ist. Nachschärfen ist aufgrund der Klingengeometrie überhaupt kein Thema. Für optimalen Schutz der Klinge beim Transport sorgt der mitgelieferte Transportschutz. Selbst ein Tragegriff ist in diesen integriert.

Erfreulicherweise ist der Hammerkopf zum Einschlagen von Keilen etwas größer geraten und im Gegensatz zur Fiskars X21-L zudem plan geschliffen. Eine Wendenase an der Klinge vermisst man aber auch hier.

Da der Preis für die Stihl AX 20 PC bei annähernd gleicher Spaltleistung deutlich über jenen der Fiskars und Stubai liegt, musste sich die Stihl im Vergleich zu den beiden Mitbewerbern geschlagen geben. Dennoch ist sie eine gute Wahl, wenn Sie nach einer soliden Spaltaxt mit schwerem Kopf suchen.

Allrounder: Ochsenkopf OX 648

Die Ochsenkopf OX 648 hat das Aussehen eines Spalthammers, obwohl das Haupt mit 1.250 Gramm dafür sehr leicht ausfällt. Dennoch kann die Spaltaxt mit einem guten Spaltergebnis aufwarten. Sie kann zwar nicht mit der Spaltleistung der Fiskars, Stubai oder Stihl mithalten, hat dafür aber ihre Stärken bei etwas längeren Holz und beim Einschlagen von Spaltkeilen.

Beste Ausstattung
Ochsenkopf OX 648
Test Spaltaxt: Ochsenkopf OX 648
Die Kopfform eines Spalhammers und das Gewicht einer Spaltaxt.

Der Stiel ist aus dunklem Hickoryholz gefertigt und mit einem großen rot gefärbten Schlagschutz aus Stahl versehen. Daher ist die Ochsenkopf OX 648 auch für weniger treffsichere Anwender bestens geeignet. Noch dazu ist der Holzstiel verlustsicher mit dem Haupt verbunden. Das findet man sonst nur bei der Stihl AX28 CS, welche ja ebenfalls aus dem Hause Ochsenkopf/Gedore stammt. Verletzungen oder Beschädigungen durch abfallende Axtköpfe sind daher ausgeschlossen.

Der Holzgriff ist in gelber Signalfarbe lackiert, aber nicht aufgeraut. Ebenso findet man eine ausgeprägte Abrutschsicherung am Ende des Griffes, allerdings ohne Loch zum Aufhängen. Die Sichtbarkeit der Axt aufgrund der auffälligen Farbgebung ist ausgezeichnet. Der Transportschutz aus Kunstleder wird mit Klett verschlossen, könnte aber qualitativ hochwertiger ausfallen. Dafür ist die Klinge zu einem Wendehaken angespitzt. Damit können Stammstücke am Boden einfacher bewegt und Scheite ergonomischer aufgehoben werden.

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Spaltaxt Test: Ochsenkopf Ox 648
Ochsenkopf Spaltaxt OX 648.
Spaltaxt Test: Ochsenkopf Ox 648 Haupt
Ochsenkopf OX 648: der Axtkopf in seitlicher Ansicht mit Schutz für die Klinge.
Spaltaxt Test: Ochsenkopf Ox 648 Klingenschutz
Ochsenkopf OX 648: Mit Klingenschutz und dem roten Schlagschutz unter dem Axtkopf. Der Schlagschutz verläuft komplett um den Stiel, sodass dieser auch geschützt ist, wenn mit der Hammerseite auf einen Keil geschlagen wird.
Spaltaxt Test: Ochsenkopf Ox 648 Kopfsicherung
Ochsenkopf OX 648: Kopfsicherung und breiter Hammerkopf zum Einschlagen von Keilen.

Auch Spaltkeile können mit der Ochsenkopf bestens eingeschlagen werden. Der Hammerkopf war einer der größten im Test. Die leicht gerundete Klinge selbst hat eine Länge von 92 Millimeter und wächst auf über 39 Millimeter Dicke an. Die initiale Schärfe der Klinge ist akzeptabel und durchtrennt auch Holzfasern spielend. Dazu hat das Beil nichts an Schärfe bei unserem Test verloren. Auch Ochsenkopf, eine Marke von Gedore, versteht es Stahl zu härten. Nachschleifen ist ebenfalls möglich, auch wenn die Klinge zur Schnittkante hin abgerundet ist.

Scheite bis 15 Zentimeter Durchmesser spaltet die Spaltaxt völlig problemlos, allerdings geschieht dies nicht so kräfteschonend wie mit unseren anderen Empfehlungen. Bei 30 Zentimeter Durchmesser fällt es der Axt etwas schwerer ins Holz einzutauchen. Aber auch hier würden wir die Spaltleistung noch immer mit gut bezeichnen. Aufgrund des Stieles aus Holz beschränken sich die Vibrationen auch auf ein Minimum, was sich schonend für die Gelenke auswirkt.

Die Ochsenkopf hatte im Test nahezu die beste Ausstattung bei gleichzeitig gutem Spaltergebnis, weshalb wir auch für diese Spaltaxt eine Empfehlung aussprechen. Mit diesem Werkzeug macht das Holzhacken Spaß. Wer die Axt eine Nummer größer benötigt, kann zur Stihl AX 28 CS greifen, welche aus demselben Hause stammt.

Außerdem getestet

Gränsfors Bruk Große Spaltaxt

Die Gränfors Bruk 442 ist mit knapp 180 Euro eindeutig die teuerste Spaltaxt im Test. Wenn auch die Spaltergebnisse nicht auf dem Niveau des Testsiegers liegen, lieferte sie mit ihrer speziellen Kopfform ein gutes Ergebnis ab. Die Spaltaxt mit handgeschmiedetem Haupt und scharfer Klinge wird mit einem Klingenschutz aus echtem Leder ausgeliefert. Abgerundet wird das optische Highlight mit einem Stiel aus dunklem Hickoryholz, auf dem ein Schlagschutz aus Edelstahl montiert ist. Damit würde die Gränsfors-Axt selbst im Wohnzimmer einen guten Eindruck hinterlassen – natürlich nicht, um die Einrichtung kurz und klein zu schlagen, sondern als dekoratives Element über dem Kamin.

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Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Brandlogo
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Klingenschutz
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Haupt
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Haupt
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Haupt Front
Spaltaxt Test: Gränfors Bruk 442 Griffende

Signalfarbe für bessere Sichtbarkeit vermisst man bei diesem Gränsfors-Modell, allerdings ist das Holz am hinteren Griffende aufgeraut, sodass man die Axt stets gut in der Hand hat. Die Verbindung zwischen Haupt und Stiel ist ebenfalls einwandfrei, wenn auch nicht verlustsicher montiert und wird selbst optischen Ansprüchen gerecht – eine Spaltaxt, die auch was für das Auge ist.

Stihl AX 28 CS

Die Stihl AX 28 CS ist mit ihren 2.500 Gramm schweren Kopf eine richtige Wuchtbrumme. Mit diesem Gewicht zählt sie schon fast als Spalthammer. Sie ist optisch der Ochsenkopf sehr ähnlich – kein Wunder, immerhin stammen die beiden auch aus dem gleichen Hause. Trotz des hohen Kopfgewichtes und einer Stiellänge von 80 Zentimeter lag die Spaltleistung aber nicht auf dem Niveau des Testsiegers. Das Hauptanwendungsgebiet dieser Spaltaxt liegt allerdings auch beim Spalten längerer Stammstücke. Dabei macht sie allerdings wieder eine gute Figur.

Die restlichen Eigenschaften fallen wie bei er OX 648 aus. Lediglich beim Stiel aus hellem Hickoryholz und die Farbwahl unterscheiden sie sich.

Gardena 1600s

Als Spaltaxt konnte die Gardena 1600s leider nicht überzeugen, obwohl sie technisch wie auch optisch der Fiskars X21-L sehr ähnlich sieht. Die Spaltwirkung bleibt insgesamt etwas hinter unseren Empfehlungen. Schade, denn die Gardena hätte als einzige Axt mit Kunststoffgriff einen Schlagschutz hinter dem Haupt vernietet.

Dafür wird aber ein guter Transportschutz mit Tragegriff mitgeliefert. Allerdings ist die initiale Schärfe nicht überragend und sollte nachgeschliffen werden. Eine Abrutschsicherung, ein rutschhemmender Griff sowie ein Loch zum Aufhängen sind dennoch mit an Bord und selbst der günstige Preis kann sich sehen lassen. Wer nur kleinere Scheite spalten will, kann durchaus zur Gardena greifen.

Meister 2191000

Die Meister 2191000 ist die günstigste Spaltaxt mit Holzgriff in unserem Test, welche eher einer herkömmlichen Axt ähnlich sieht. Die runde Schneide und das schmale Blatt deuten darauf hin. Außerdem hat das Axthaupt lediglich 1.250 Gramm, was für diese Bauart sehr wenig ist. Aber der Stiel ist aus unbehandelten Hickoryholz gefertigt, was sich schonend auf die Gelenke auswirkt. Am Griffende gibt es sogar eine Abrutschsicherung, allerdings muss man sich ein Loch zum Aufhängen selbst bohren. Auch gibt es keinen Schlagschutz und auch keine Signalfarbe.

Das Ergebnis beim Spalttest war mäßig, weshalb wir sie nur für den gelegentlichen Einsatz empfehlen.

Meister 2191700

Die Meister 2191700 ist eine Axt mit glasfaserverstärktem Kunststoffgriff. Die Form des Hauptes entspricht jener einer herkömmlichen Axt, weshalb das Spaltergebnis auch mäßig ausfiel. Dennoch konnten wir Vorteile gegenüber der gleichpreisigen Connex COX840412 feststellen. Vibrationen am Griff sind jedoch deutlich spürbar.

Dem Preis geschuldet gibt es auch keinen Schlagschutz für den Stiel, welcher lediglich in den Kopf geklebt ist. Aber das hintere Griffstück ist gummiert und eine Abrutschsicherung gibt es ebenfalls.

Connex COX840412

Die Connex COX840412 ist eine leichte Spaltaxt mit 1.250 Gramm Kopfgewicht. Wie auch bei den beiden Meister Äxten entspricht die Kopfform jener einer herkömmlichen Axt. Als Spaltaxt ist die Connex daher nicht zu empfehlen.

Die Vibrationen am Stiel sind deutlich spürbar, obwohl dieser gummiert ist. Aber es gibt eine Abrutschsicherung und ein Loch zum Aufhängen. Auf einen Schlagschutz hinter dem Haupt muss man jedoch verzichten.

Wer tatsächlich eine günstige Spaltaxt für den seltenen Einsatz benötigt, sollte zur gleichpreisigen Meister 2191700 greifen.

HRB Spaltaxt

Die HRB Spaltaxt kam bei uns mit einem schief montierten Haupt an, was nicht gerade vertrauenserweckend wirkt. Auch entspricht die Kopfform nicht der einer Spaltaxt, was sich auch am mäßigen Testergebnis beim Spalten widerspiegelt.

Trotz eines gummierten Griffes und Abrutschsicherung samt Loch raten wir auch hier zur Meister 2191000, welche bei gleicher Ausstattung ein besseres Ergebnis beim Test lieferte.

So haben wir getestet

Für unseren Spaltaxt-Praxistest haben wir halbtrockene Akazienstämme verwendet, welche wir vor dem Test auf 33 Zentimeter zugeschnitten hatten, was die typische Scheitlänge bei Kleinfeuerungsanlagen entspricht. 25-Zentimeter-Scheite, welche noch hauptsächlich in älteren Feuerungsstätten Anwendung finden, haben wir nicht getestet, da kürzere Scheite deutlich leichter zu spalten sind als längere.

Spaltaxt Test: Akazie aus trockener Lage
Akazie aus trockener Lage.

Akazie ist ein Hartholz, welches im Gegensatz zur Buche oder Eiche sehr wenig Astwerk aufweist. Das ist auch für den Test notwendig, da Stammstücke mit Ästen schwieriger zu spalten sind, es aber Chancengleichheit für alle Kandidaten herrschen sollte. Ebenso wichtig war uns auch die Lage unserer Bäume, denn Akazie in trockener Lage ist weitaus härter als jene, welche auf feuchten Boden wächst.

Spaltaxt Test: Spaltaxt Test Gruppenbild
Die Spaltäxte in unserem Test.

Getestet wurden vorwiegend Stammstücke mit 15 und 30 Zentimeter Durchmesser, da die gängigsten Spaltäxte für dieses Profil angeboten werden. Während die 15-Zentimeter-Scheite für die wenigsten Spaltäxte ein Problem darstellte, waren die Unterschiede bei dem großen Durchmesser gravierend. Das hätten wir so nicht erwartet, erleichterte uns aber die Entscheidung für die Testsieger.

Die wichtigsten Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Spaltaxt und einem Spalthammer?

Die Spaltaxt unterscheidet sich vom Spalthammer hauptsächlich im Kopfgewicht. Während man unter 2,5 Kilogramm Gewicht von einer Spaltaxt spricht, wird alles darüber als Spalthammer bezeichnet. Spaltäxte werden vorwiegend zur direkten Herstellung von Holzscheiten verwendet, während mit Spalthämmern längere Stammstücke (ca. 1 Meter) und schweres Holz gespalten werden. Im Pivatbereich braucht man in der Regel keinen Spalthammer, dieser wird eher in der Forstarbeit eingesetzt. Spalthämmer haben oft eine Wendenase, mit der am Boden liegendes Holz gedreht wird.

Die Spaltaxt hat übrigens noch einen kleinen Bruder, das Spaltbeil. Spaltbeile können mit einer Hand geführt werden und sind das ideale Werkzeug zum Spalten von kleinen Holzscheiben oder zum Herstellen von Anfeuerholz.

Warum ist eine scharfe Schneide bei Spaltäxten wichtig?

Zum einen dringt der Axtkopf leichter ins Holz ein, wenn die Schneide nicht stumpf ist. Zum Anderen wird die Klinge benötigt, um jene Holzfasern zu trennen, welche die einzelnen Scheite noch zusammenhalten. Einer rasiermesserscharfe Klinge ist bei Spaltäxten jedoch nicht notwendig.

Wenn die Spaltaxt häufig verkantet und im Holz stecken bleibt, sollte die Klinge des Axtkopfes nachgeschärft werden. Kleine Ausbrüche direkt an der Schneide der Spaltaxt, sogenannte Chips, müssen nicht beseitigt werden wenn die Klinge sonst noch scharf ist. Die Axtkopf-Klinge kann mit verschiedenen Werkzeugen nachgeschärft werden: mit einem Axtschärfer, einem Doppelschleifer, einem Nassschleifer oder einer feinen flachen Feile.

Welche Spaltaxt, um Rückschnitt zu Brennholz zu machen?

Da beim Rückschnitt eher kleine Scheite anfallen, raten wir hier zu einer leichten Spaltaxt. Hier kann getrost zum Testsieger, der Fiskars X21-L Spaltaxt gegriffen werden, mit welcher auch mal größere Stammstücke gespalten werden können. Noch dazu stimmt bei dieser Spaltaxt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist eine Wendenase?

Die Wendenase ist eine Verlängerung der Klinge, die wie ein Papageienschnabel in Richtung des Stiels geformt ist. Mit der Wendenase kann man Holzstücke zu sich heranziehen oder große, am Boden liegende Stück umdrehen. So wird das Holzhacken etwas rückenschonender, weil man sich nicht wegen jedem Holzscheit bücken muss.  Spalthämmer gibt es oft mit Wendnase, da sie besonders das Manövrieren großer Holzstücke erleichtert. Spaltäxte mit Wendenase sind eher selten.

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 Test: Artboard

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