Die beste spiegellose Systemkamera

Die beste spiegellose Systemkamera ist die Sony Alpha 7R III. Sie folgt der Alpha 7R II, die bisher unsere Top-Empfehlung war. Die neue Sony sticht nicht nur durch ihre herausragende Bildqualität hervor, die Alpha 7R III bietet auch eine sehr hohe Serienbildrate, ihr Autofokus reagiert blitzschnell und die Bedienung hat Sony spürbar verbessert.

Update 9. Mai 2018

Wir haben die neue Sony Alpha 7 III – ohne R! – getestet und als weitere Empfehlung hinzugefügt.

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9. Februar 2018

Wir haben den Artikel komplett überarbeitet und sowohl einen neuen Testsieger als auch neue Empfehlungen. Die neue Testsiegerin ist die Sony Alpha 7R III.

Die klassische digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) hat inzwischen bei vielen Fotografen ausgedient. Selbst Fotoprofis und anspruchsvolle Amateure greifen heute zur spiegellosen Systemkamera.

Bei diesen Kameras ersetzt ein Videosucher den klassischen optischen Sucher einer DSLR. Das bietet gleich eine Reihe von Vorteilen: Weil kein aufwändiger Klappspiegel gebraucht wird, können die Kameras deutlich kleiner und leichter ausfallen. Der elektronische Sucher gibt bereits vor der Aufnahme eine Vorschau auf das Bildergebnis – das hilft, unpassende Kameraeinstellungen zu vermeiden. Und da es keinen hin- und herschwingenden Spiegel mehr gibt, sind mit spiegellosen Systemkameras deutlich höhere Serienbildraten möglich.

Wie bei einer DSLR wechseln Sie auch bei einer Spiegellosen das Objektiv ganz nach Bedarf. Das Beste dabei ist: Meist passen auch die Objektive einer Spiegelreflexkamera mit einem passenden Adapter an eine spiegellose Systemkamera.

In Sachen Leistung und Bildqualität brauchen sich die besten Spiegellosen heute nicht hinter ihren DSLR-Pendants verstecken, sondern toppen sie oft sogar noch. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, Top-Modelle kosten 3.000 Euro und mehr. Es gibt aber auch schon für deutlich unter 2.000 Euro Spiegellose, die zumindest in Teilbereichen zur absoluten Spitze zählen.

Wir haben einige neue Modelle für Sie getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Sony Alpha 7R III

Top-Bildqualität mit über 42 Megapixel Auflösung und 10 Bilder pro Sekunde – diese Kombination macht die Sony Alpha 7R III einzigartig.

Es gibt kaum eine fotografische Herausforderung, die die Sony Alpha 7R III nicht mit Bravour meistert. Ihr Kleinbildsensor löst über 42 Megapixel auf und fängt so auch noch die allerfeinsten Details ein, etwa bei Landschaft- und Naturfotos. Das konnte ihr Vorgängerin und unsere bisherige Top-Empfehlung, die Alpha 7R II auch schon. Aber die Alpha 7R III ist auch schnell, sehr schnell sogar: Fotoserien nimmt sie mit bis zu 10 Bilder pro Sekunde auf – und das bei voller Auflösung und mit kontinuierlich nachgeführtem Autofokus.

Noch schneller

Panasonic Lumix DC-G9

Test spiegellose Systemkamera: Panasonic Lumix DC-G9
„Actioncam“ mit 60 Bilder/Sekunde. Wenn es darauf ankommt, nimmt man leichte Schwächen bei der Bildqualität gerne in Kauf.

Bei der Panasonic Lumix DC-G9 geht Geschwindigkeit über alles: 60 Bilder pro Sekunde bei vollen 20 Megapixel Auflösung schießt sie, wenn es darauf ankommt. Soll der Fokus zwischen den Aufnahmen nachgeführt werden, sind es immerhin noch rasante 20 Bilder pro Sekunde. Damit empfiehlt sich die brandneue Kamera von Panasonic bestens für Sport- und Actionsfotos, aber auch für spektakuläre Tierfotos – etwa von fliegenden Libellen. Mit ihrem kleinen Micro-Four-Third-Sensor gerät die G9 allerdings ins Hintertreffen, wenn es um allerfeinste Bildqualität geht.

Klassisch gut

Fujifilm X-Pro 2

Ihre Besonderheit ist der Hybridsucher. Ideal für Fotografen, die ein traditionelles Bedienkonzept gepaart mit einem klassischen Sucherbild lieben.

Mit ganz anderen Qualitäten will die Fujifilm X-Pro2 überzeugen. Da ist zunächst einmal der einzigartige Hybridsucher – er stellt das Sucherbild optisch wie bei einer Messsucherkamera dar, oder elektronisch oder mit einer Kombination aus beiden. Dazu passend gibt es ein Bedienkonzept, das auf klassische Bedienelemente einer Fotokamera setzt, etwa mit Blendenring und Zeitwahlrad. Unter der Haube werkelt aber modernste Fototechnik: Der Halbformatsensor löst 24 Megapixel auf und sorgt mit Fujifilms X-Trans-Technologie für besonders feine Details und differenzierte Farben.

Die Kreative

Olympus PEN-F

Test spiegellose Systemkamera: Olympus PEN-F
Klein, handlich und mit schier unbegrenzten Möglichkeiten. Für experimentierfreudige und kreative Fotografen gibt es keine Alternative.

Die Olympus PEN-F ist unschlagbar, wenn es um Fotos mit einer individuellen Note geht. Ob Schwarzweiß, Farbfilmsimulation oder eigene verrückte Einstellungen – so viele Möglichkeiten wie die PEN-F bietet keine andere Kamera. Dabei eignet sich die PEN-F durchaus auch für unverfälschte Fotografie und überzeugt mit ihrem sehr kompakten Gehäuse. Damit wird die PEN-F zu einer idealen Reisebegleiterin für Fotografen mit hohen Ansprüchen.

Auch gut

Sony Alpha 7 III

Test spiegellose Systemkamera: Sony Alpha 7 III
Weniger Auflösung als der große Bruder mit dem "R" im Kürzel, aber ähnlich gut ausgestattet und mit ebenfalls toller Bildqualität.

Die brandneue Sony Alpha 7 III kommt mit einem neu-entwickelten 24-Megapixel-Sensor im Kleinbildformat, der eine exzellente Bildqualität abliefert. Ansonsten bietet die Alpha 7 III fast alles, was auch die Alpha 7R III auf dem Kasten hat: 10 Bilder/Sekunde mit sehr schnellem Autofokus, 4K-Video, Touch-Bedienung, großer Akku. Etwas gespart hat Sony am elektronischen Sucher, der aber immer noch gut ist. Wenn 24 Megapixel reichen, ist die Alpha 7 III eine Top-Empfehlung.

Vergleichstabelle

Unser FavoritNoch schnellerKlassisch gutDie KreativeAuch gut
Modell Sony Alpha 7R III Panasonic Lumix DC-G9 Fujifilm X-Pro 2 Olympus PEN-F Sony Alpha 7 III Sony Alpha 7R II Fujifilm X-T2 Olympus OM-D E-M1 Mark II Sony Alpha 7 II
Test spiegellose Systemkamera: Panasonic Lumix DC-G9Test spiegellose Systemkamera: Olympus PEN-FTest spiegellose Systemkamera: Sony Alpha 7 IIITest spiegellose Systemkamera: Sony Alpha 7R IITest spiegellose Systemkameras: Fujifilm X-T2Test: spiegellose Systemkamera: Olympus OM-D E-M5 Mark IITest spiegellose Systemkamera: Sony Alpha 7 II
Pro
  • Enorm hohe Serienbildrate gepaart mit höchster Auflösung
  • Das Ausstattungswunder mit extrem schnellen Serienbildern
  • Optischer und elektronischer Sucher gepaart mit klassischem Bedienkonzept
  • Sehr kompakt mit fast unendlichen Möglichkeiten zum Experimentieren
  • Tolle Bildqualität und großer Ausstattungsumfang
  • 4K-Videos möglich und enorm hohe Auflösung
  • Klassisches Bedienkonzept
  • Moderne Technik
  • Hohe Serienbildrate
  • Klasse Bildstabilisator Umfangreiche Ausstattung
  • Für 24 Megapixel und Kleinbildsensor hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis
Contra
  • Nicht ganz billig
  • Bedienung bisweilen umständlich
  • Weniger gut für Zoom-Objektive geeignet
  • Mag keine hohen ISO-Zahlen
  • Nicht ganz billig
  • Nicht ganz billig
  • Nicht gerade kompakt
  • Teils zu kleine Bedienelemente
  • Kein 4K
  • Etwas lahme Serienbildrate
Bester Preis
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Warum eine spiegellose Systemkamera?

Gute Systemkameras gibt es bereits für deutlich weniger als 1.000 Euro. Die Top-Modelle kosten teilweise das Dreifache. Haben sie wirklich soviel mehr zu bieten? Das kommt auf die Betrachtungsweise an. Für viele Gelegenheiten dürften Kameras der 1.000-Euro-Klasse völlig ausreichen.

Doch wem nur das Beste gut genug ist, der muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Etwa für die immense Auflösung von mehr als 42 Megapixel, die es eben nur bei der Sony Alpha 7R III (und deren Vorgängerin Alpha 7R II) gibt. Für Instagram-Fotos oder die Bilder im Fotoalbum ist das natürlich völlig überdimensioniert. Aber wenn es auf höchste Detailwiedergabe bei Abzügen in Postergröße ankommt, ist Auflösung durch nichts zu ersetzen.

Auch besonders schnelle Kameras kosten extra. Etwa die Panasonic Lumix DC-G9, die selbst bei 20 Bilden pro Sekunde den Autofokus noch nachführen kann. Dabei fällt innerhalb kürzester Zeit eine ungeheure Datenmenge an, die die Kamera ohne Stocken verarbeiten muss.

Nur das Beste bieten die Top-Modelle aus unserem Vergleichstest auch beim Sucher. Hier setzt ebenfalls die Panasonic Lumix DC-G9 Maßstäbe mit einem Sucherbild das mit 0,83facher Vergrößerung deutlich größer ausfällt als bei den besten Spiegelreflexkameras. Dabei lösen die elektronischen Sucher der Top-Kameras derart fein auf, dass sie einem Spiegelreflexsucher mindestens ebenbürtig wenn nicht gar überlegen sind.

Es gibt viele gute Gründe für eine spiegellose Systemkamera

Spürbare Unterschiede zur guten Mittelklasse gibt es auch bei der Gehäusequalität. Gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet sind die Top-Modelle aus unserem Vergleich sowieso meist. Aber einige Kameras sind auch noch ausgesprochen robust, etwa die X-Pro2 und X-T2 von Fujifilm. Da darf es im harten Fotografenalltag schon einmal etwas rauer zugehen, ohne dass die Kamera gleich ihren Dienst einstellt.

Auch bei der Ausstattung lassen die Top-Modelle aus unserem Vergleich kaum Wünsche offen. So haben alle Kameras bis auf die von Fujifilm einen Bildstabilisator an Bord, bei Fujifilm sind die meisten Objektive stabilisiert. Selbstredend, dass sich die Top-Kameras per Smartphone und entsprechender App fernbedienen lassen. Und nicht nur das: sind Kamera und Smartgerät miteinander verbunden, tracken sie die Ortskoordinaten mit oder laden die jüngsten Aufnahmen gleich ins Internet hoch.

Auch wenn es um Videoaufnahmen geht, sind die Top-Spiegellosen ganz vorne mit dabei. Sie filmen meist in 4K-Auflösung, die Panasonic Lumix DC-G9 sogar bei einer Bildwiederholrate von 60p. Aber Achtung! Wer 4K-Videos schneiden und nachbearbeiten möchte, braucht einen sehr leistungsfähigen Computer. Für den Heimgebrauch dürften Full-HD-Videos in der Regel völlig ausreichen – und das können alle Kameras aus unserem Vergleich.

Wichtige Unterschiede zur 1.000-Euro-Klasse zeigen die Top-Kameras bei den Anschlussmöglichkeiten. So haben alle Modelle einen Blitzschuh für ein Systemblitzgerät, auf einen leistungsschwachen Bordblitz verzichten sie im Gegenzug fast alle. Dafür finden sich Buchsen für ein externes Mikrofon und einen Kopfhörer (wichtig bei professionellen Videoaufnahmen), die Sony Alpha 7R III kann über eine sogenannte PC-Buchse auch Studioblitze auslösen.

Spiegellose Systemkamera Test: Testsieger Sony Alpha 7R III.

Testsieger: Sony Alpha 7R III

Die Sony Alpha 7R III ist eine Kamera, wie sie sich Profis mit den höchsten Ansprüchen wünschen. Ihre Ausstattung ist überragend, ihre Bildqualität übertrifft die aller anderen Kameras im Testfeld. Obwohl sich die Alpha 7R III klar an sehr anspruchsvolle Fotografen wendet, ist sie dank vieler Automatikfunktionen, dem übersichtlichen Schnellmenü und dem pfiffigen Touchscreen leicht zu bedienen. Die Alpha kann man problemlos auch jemanden in die Hand drücken, der sich nicht so gut mit Kameras auskennt.

Unser Favorit

Sony Alpha 7R III

Top-Bildqualität mit über 42 Megapixel Auflösung und 10 Bilder pro Sekunde – diese Kombination macht die Sony Alpha 7R III einzigartig.

Was die Alpha 7R III von allen anderen Kameras abhebt, ist ihre Bildqualität. Dafür sorgt nicht nur die immens hohe Auflösung des Sensors von über 42 Megapixel. Sony hat zudem die interne Verdrahtung des Bildwandlers in Kupfer ausgeführt. Das ist zwar deutlich teurer als herkömmliche Aluminium-Leiterbahnen, reduziert aber das bei hohen ISO-Werten stark zunehmende Bildrauschen deutlich. Die Alpha 7R III schießt auch in schummrigen Innenräumen oder bei Dämmerung noch sehr klare, detailreiche Fotos.

Bedienung

Das Gehäuse der Alpha 7R III fällt einen Tick größer aus als das ihrer Vorgängerin, der Alpha 7R II. Dadurch liegt die Neue nochmal besser in der Hand. Ein weiterer Vorteil: Das größere Gehäuse bietet Platz für einen leistungsfähigen Akku, die Alpha schafft bis zu 650 Einzelfotos mit einer Akkuladung – mehr als jede andere Kamera in unserem Vergleichstest. Bildserien fordern den Akku übrigens deutlich weniger, da sind dann auch 2.000 und mehr Aufnahmen drin.

Mit einem Gewicht von gut 650 Gramm ist die Alpha 7R III für eine Spiegellose schon ganz schön schwer. Wenn es Ihnen auf eine besonders leichte Kamera ankommt, sollten Sie sich die Pen-F von Olympus näher ansehen. Die drückt nicht nur mit 200 Gramm weniger auf die Waage, auch die Objektive sind deutlich kleiner und leichter als bei der Vollformatkamera Alpha 7R III. Zudem lässt sich bei der kleinen Olympus das Display klappen und zur Seite schwenken, bei der Sony kann man es nur nach oben und unten klappen.

Schafft enorm viele Einzelfotos, ist aber kein Leichtgewicht

Nur die wichtigsten Funktionen lassen sich bei der Alpha 7R III direkt über dafür vorgesehene Bedienelemente einstellen – etwa die Belichtungskorrektur. Für weitergehende Optionen bietet unsere Top-Empfehlung eine Reihe von Knöpfen, denen sich eine beliebige Funktion zuweisen lässt. Vorteil dieses Bedienkonzepts: Sie können die Kamera ganz auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Doch das ist vielleicht nicht jedermanns Sache.

Suchen Sie nach einer Kamera, bei der jedes Bedienelement seine fest zugewiesene Funktion hat? Und Sie möchten vielleicht auch noch Blende und Verschlusszeit mit einem entsprechenden Ring am Objektiv beziehungsweise einem Rad an der Kamera einstellen? Dann sollten Sie unbedingt die X-T2 und die X-Pro2 von Fujifilm in Betracht ziehen. Deren traditionelles Bedienkonzept hat einen entscheidenden Vorteil: Wie die Kamera eingestellt ist, sehen Sie auch, wenn sie ausgeschaltet ist.

Spiegellose Systemkameras zeigen ein elektronisch erzeugtes Sucherbild – da macht unsere Top-Favoritin, die Sony Alpha 7R III keine Ausnahme. Gegenüber einer DSLR hat das den Vorteil, dass man bereits vor der Aufnahme einen Eindruck vom Foto bekommt. Allerdings sollte der elektronische Sucher Farben, Kontraste und Schärfe möglichst unverfälscht wiedergeben.

Das leistet der Sucher unserer Testsiegerin mit Bravour. Zudem ist er ausgesprochen groß, größer als bei den meisten DSLRs. Außerdem wird das Sucherbild bis zu 120 Mal in der Sekunde aufgebaut. Dank dieser hohen Bildwiederholrate stellt die Alpha 7R III Motive, die sich bewegen, absolut flüssig dar. Wird die Kamera geschwenkt, folgt der Sucher der Bewegung ohne Stocken und ohne Schlieren zu ziehen. Mit rund 23 Millimetern ist zudem der sogenannte Augenabstand ziemlich groß. Das heißt: Auch Brillenträger können das komplette Sucherbild komfortabel überblicken.

Der Sucher der Sony ist schon wirklich klasse, doch die brandneue Panasonic Lumix DC-G9 setzt da noch eins drauf. Ihr Sucherbild ist nochmals größer. So groß sogar, dass sich wahlweise Informationen neben dem Sucherbild einblenden lassen – üblicherweise werden sie über die Anzeige gelegt.

Falls ein guter und besonders flexibler Sucher für Sie wichtig ist, sollten Sie unbedingt einmal die Fujifilm X-Pro2 in die Hand nehmen. Sie bietet eine einzigartige Kombination aus optischem und elektronischem Sucher. Der optische zeigt einen sehr großen Bildausschnitt, der eigentliche Ausschnitt des Fotos wird als Leuchtrahmen eingeblendet. Vorteil: Sie sehen beim Blick durch den Sucher auch, was sich außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts tut. Bei Bedarf schalten Sie einfach auf einen herkömmlichen elektronischen Sucher um. Und dann bietet die X-Pro2 noch die Möglichkeit, beide Suchertypen zu kombinieren. Dabei werden in das optische Sucherbild elektronisch Informationen eingeblendet.

Autofokus und Serienbildrate

Bislang galt: Eine sehr hohe Sensorauflösung und schnelle Bildfolgen schließen sich gegenseitig aus. Bei der Alpha 7R III ist Sony nun sozusagen die Quadratur des Kreises gelungen. Denn mit einer Serienbildrate von 10 Bilder pro Sekunde ist der Auflösungsbolide auch noch ausgesprochen flink. Und weil der Autofokus dabei auch noch jedes Foto einzeln scharf stellt, eignet sich die Alpha 7R III prima für schnelle Sportfotos.

Spiegellose Systemkamera Test: Testsieger Sony Alpha 7R III.
Die Sony Alpha 7R III nimmt 10 Bilder pro Sekunde auf. Das ist meist schnell genug, um einen ganz besonderen Moment einzufangen.

Hinzu kommt: Die Sony Alpha 7R III hält das hohe Tempo bei Bildserien nicht nur für ein paar wenige Aufnahmen durch. Gut 80 Aufnahmen fasst ihr Pufferspeicher, das reicht für rund acht Sekunden »Dauerfeuer«. Das sollte lange genug sein, um selbst bei längeren Actionszenen den entscheidenden Moment zu erwischen. Wer wirklich mehr braucht, greift zur Panasonic G9. Die kommt bei kontinuierlichem Autofokus nicht nur auf sagenhafte 20 Bilder pro Sekunde, sondern hält das Tempo theoretisch durch, bis die Speicherkarte voll ist.

20 Bilder pro Sekunde mit kontinuierlichen Autofokus

Damit nicht genug: Sowohl die Panasonic G9 wie auch die Olympus OM-D EM10 Mark II schaffen sogar eine sagenhafte Bildrate von 60 Bilder pro Sekunde. Allerdings wird dann der Fokus nicht mehr nachgeführt, die Entfernungseinstellung verharrt bei dem Wert, der für das erste Bild der Serie eingestellt war.

Wozu sind derart hohe Serienbildraten eigentlich gut? Für sehr schnelle Action-Szenen zum Beispiel. So ist es mir mit einer Olympus OM-D EM10 Mark II problemlos gelungen, exakt den Moment festzuhalten, indem ein Pfeil einen mit Wasser gefüllten Luftballon durchschlägt.

Bei derartigen Motiven muss die Sony Alpha 7R III dann leider passen. Dafür wartet unsere Top-Favoritin mit einer anderen Spezialität auf – den Augen-AF. Er stellt bei Porträtfotos exakt auf das Auge scharf, das der Kamera am nächsten ist – sogar, wenn sich die porträtierte Person bewegt.

Neu bei der Alpha 7R III ist ein kleiner Joystick auf der Rückseite. Damit verschiebt man das aktive Fokusfeld blitzschnell auf die gewünschte Position. Alternativ geht das auch mit einem Fingertipper auf den Monitor, das Display ist nämlich berührungssensitiv. Den praktischen Joystick gibt es übrigens auch bei den Kameras von Fujifilm und bei der Lumix DC-G9 von Panasonic.

Videofunktionen

Spiegellose Systemkameras sind einer DSLR haushoch überlegen, wenn es um Videoaufnahmen geht. Doch es gibt große Unterschiede in unserem Testfeld. Unsere Favoritin, die Sony Alpha 7R III, ist mit sehr professionellen Videofunktionen ausgestattet. So filmt sie in 4K-Auflösung, eigentlich ein Muss in dieser Kameraklasse. Ferner beherrscht sie einen speziellen »Super-35-Modus«, bei dem mehr Pixel ausgelesen werden, als nötig sind. Durch dieses »Oversampling« erzielt die Alpha 7R III eine fantastische Bildqualität bei Videoaufnahmen. Video-Profis wird zudem freuen, dass Sony die Alpha 7R III mit verschiedenen Gammakurven ausgestattet hat. Damit lassen sich bereits bei der Aufnahme diverse Filmlooks erzielen oder die Videodaten für nachträgliches Grading optimieren.

Ebenfalls hervorragend geeignet für Video-Aufnahmen sind außerdem die Lumix DC-G9 von Panasonic und die OM-D EM10 Mark II. Auch sie filmen in 4K-Auflösung, wenn’s gewünscht wird. Hinzu kommt bei beiden Kameras ein äußerst wirkungsvoller Bildstabilisator. Damit gelingen selbst bei einer Fahrt über holprige Waldwege Filmaufnahmen aus der Hand, die verblüffend wenig schwanken und wackeln.

4K-Auflösung ist in dieser Preisklasse Pflicht

Dass Kameras wie die Olympus PEN-F oder unser Preistipp Sony Alpha 7 II nicht in 4K-Auflösung filmen, muss kein Beinbruch sein. Wie alle Kameras aus unserem Testfeld beherrschen sie Full-HD-Auflösung mit hohen Bildwiederholraten. Auch das bietet bereits eine eindrucksvolle Bildqualität, selbst auf 4K-Fernsehgeräten. Und hat den unschätzbaren Vorteil, dass sich die Videos auch auf einfachen Rechnern problemlos schneiden und weiterverarbeiten lassen – für die Nachbearbeitung von 4K-Videos sind dagegen hochgezüchtete PCs nötig.

Sensorgröße und Bildqualität

Wenn es um bestmögliche Bildqualität geht, gilt weiterhin die alte Faustregel: »Sensorgröße ist durch nichts zu ersetzen«. Und da haben die Modelle von Sony, die Alpha 7R III und die Alpha 7 II, die Nase vorn. Ihre Sensoren haben dieselbe Fläche wie ein Kleinbildnegativ. Bei den APS-C-Kameras von Fujifilm beträgt die Sensorfläche nur die Hälfte dieser Fläche, bei den Micro-Four-Third-Kameras gar nur ein Viertel.

Kein Wunder also, dass die Alpha 7R III in Sachen Bildqualität in unserem Vergleich ganz oben auf dem Treppchen steht. Selbst die nicht mehr ganz frische Alpha 7 II hält die übrigen Kandidaten noch auf Abstand, wenn es um die Bildqualität geht.

Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass die Kameras mit kleineren Sensoren keine exzellenten Fotos aufnehmen könnten. Unter ordentlichen Lichtbedingungen spielt die Sensorgröße heute kaum noch eine Rolle. Doch wenn das Licht schwindet und höhere ISO-Werte nötig werden, sind größere Sensoren klar im Vorteil. So zeichnet die Alpha 7R III von Sony noch bei ISO 12.800 nahezu rauschfreie, detailreiche Bilder auf. Den Aufnahmen mit den MFT-Kameras von Panasonic und Olympus sieht man dagegen bereits bei ISO 3200 den Einfluss der Rauschunterdrückung an. Doch wer nicht vorwiegend in der Nacht oder in schummrigen Innenräumen fotografiert, kommt auch mit diesen Kameras gut klar.

Überragende Bildqualität

Dass die Sony Alpha 7R III eine derart überragende Bildqualität abliefert, liegt auch an ihrer immensen Auflösung von mehr als 42 Megapixel. Für ausgedruckte Bilder reichen bereits rund 18 Megapixel. Eine noch höhere Bildauflösung bringt im Print nur dann Vorteile, wenn auch die Druckauflösung entsprechend erhöht wird – das bieten nur wenige, teure Speziallabore an. Und doch ist die hohe Auflösung der Alpha 7R III nicht verschenkt. Sie bietet nämlich ungeheure Reserven beim Bildzuschnitt – und macht so ein teueres Teleobjektiv oft unnötig.

Bei den Kameras von Olympus bringt es der Sensor nur auf rund 20 Megapixel Auflösung. Aber mit einem kleinen Trick können sie auch Fotos aufnehmen, die mehr als doppelt so hoch aufgelöst sind. Pixel-Shift heißt dieser Trick, so funktioniert er: Die Kamera nimmt vier Bilder auf, bei denen der Sensor jeweils um genau ein Pixel horizontal und vertikal verschoben wird. Diese vier Bilddateien werden dann zu einem Foto mit deutlich gesteigerter Auflösung verrechnet. Kleiner Nachteil des Verfahrens: Es funktioniert nur bei statischen Motiven und die Kamera sollte möglichst fest auf ein Stativ montiert sein.

Mit einer Auflösung von 24 Megapixel auf einem APS-C-Sensor bewegen sich die XP-Pro2 und die X-T2 von Fujifilm im Mittelfeld unseres Vergleichs. Dabei ist auch ihre Bildqualität hervorragend, nicht zuletzt durch die spezielle X-Trans-Technik, mit der Fujifilm noch ein Quäntchen mehr aus den Sensoren herauskitzelt. Doch wenn höchste ISO-Werte gefordert sind, haben die Modell von Sony einfach die Nase vorn.

Objektive

Bei den spiegellosen Systemkameras wechseln Sie das Objektiv ganz nach Ihren Vorstellungen und den Erfordernissen des Motivs. Für alle Top-Kameras aus unserem Vergleich gibt es für praktisch jede Anforderung das passende Objektiv. Alle Hersteller haben sowohl besonders hochwertige Prof-Objektive wie auch preiswerte Optiken für den Alltag im Programm. Aber im Detail gibt es durchaus Unterschiede.

Je kleiner der Sensor einer Kamera, desto kompakter können die passenden Objektive ausfallen. Ein Punkt, der klar für die Micro-Four-Third-Kameras von Olympus und Panasonic spricht. Hinzu kommt, dass Sie Objektive aus diesem System an jeder MFT-Kamera einsetzen können – dadurch ist das Angebot besonders groß und vielfältig.

Je kleiner der Sensor, desto größer die Auswahl an Objektiven

Bei den Kameras mit Kleinbildsensor, der Alpha 7R III und Alpha 7 II, fallen die Objektive dagegen größer und auch kostspieliger aus. Auch ist das Angebot noch nicht ganz so umfangreich, was die Sony-Kameras aber mit einer tollen Eigenschaft wettmachen: Über passende Adapter funktionieren sie auch mit Objektiven die andere Anschlüsse haben, etwa mit dem Minolta/Sony A-Bajonett oder mit Optiken von Canon.

Den goldenen Mittelweg in Sachen Größe und Gewicht gehen die Objektive von Fujifilm für die X-Pro2 und die X-T2. Die meisten sind zudem gegen Spritzwasser abgedichtet und sehr robust. Allerdings verfügen nicht alle Optiken von Fujifilm über einen Bildstabilisator – schmerzlich, weil auch die Kameras nicht mit einem Stabilisator ausgestattet sind.

Testspiegel: Das sagen die anderen zur Sony Alpha 7R III

Als Tester einmal so richtig von einer Kamera begeistert zu sein, kommt nicht so oft vor. Doch die Alpha 7R III hat es uns angetan. Das drückt auch mein Fazit zum Testbericht aus, den ich auf photoscala.de (01/2018) veröffentlicht habe:

»Bereits ihre Vorgängerin war (und ist) eine exzellente Kamera, die neue legt aber in fast jeder Hinsicht noch einmal eine Schippe drauf. Mit einer Rate von 10 Bilder/Sekunde ist sie für sehr viele Gelegenheiten schnell genug (das gilt auch für den Autofokus), Bildwandler und -prozessor liefern eine phantastische Bildqualität, bis hinauf zu ISO 12.800 bleibt die Alpha 7R III ohne große Abstriche nutzbar. Vor allem aber hat ihr Sony das deutlich verbesserte Gehäuse des Spitzenmodells Alpha 9 spendiert.«

Mit meiner Begeisterung für die Alpha 7R III stehe ich nicht alleine da, auch andere Tester waren von der Kamera hingerissen. So etwa Sven Schulz von Computerbild (01/2018).

»In Sachen Bildqualität gehört die Sony Alpha 7R III zu den absoluten Topmodellen. Der Vollformatsensor liefert bei jedem Licht Fotos und Video in Spitzenqualität. Im Vergleich zum Vorgänger hat Sony vor allem Sucher und Tempo spürbar verbessert – die Alpha 7R III ist bei Serien deutlich flotter geworden. (…) Eine Augenweide ist der neue Sucher – dank höherer Auflösung deutlich detailreicher als bei Systemkameras üblich.«

Nicht nur in Deutschland sind die Tester von Alpha 7R III begeistert, auch international überzeugt die Kamera auf ganzer Linie. Zu wahren Jubelstürmen lässt sich William Brawley von Imaging Ressource (01/2018) hinreißen.

»Wow, was für eine Kamera! (…) Sony schafft es, sich mit der Alpha 7R III selbst zu übertreffen. (…) Es bleibt bei dem, was wir an der Alpha-7R-Familie so lieben: dank hoher Auflösung exzellente Bildqualität mit hohem Dynamikumfang und bester High-ISO-Leistung. Hinzu kommen viele Verbesserungen, die meisten davon übernimmt die Alpha 7R III vom Flaggschiff Alpha 9.«

Damit heimst die Alpha 7R III bei Imaging Ressource gleich zwei Auszeichnungen ein: Sie ist beste spiegellose Systemkamera 2017 und landet bei der Wahl zur besten Kamera des Jahres 2017 auf Platz 2.

Ähnlich angetan von der Alpha 7R III zeigen sich die Tester des amerikanischen Online-Magazins dPreview (11/2017). Deren Fazit betont vor allem die Vielseitigkeit der Kamera:

»Die Alpha 7R III eröffnet den unterschiedlichsten Fotografen großartige Möglichkeiten. Sie bietet eine tolle Bildqualität, eine schnelle Serienbildgeschwindigkeit und hoch-qualitative 4K-Videos in einem bemerkenswert kompakten Paket.«

Nur den (wenigen) Fotografen, die eine noch höhere Serienbildrate als 10 Bilder pro Sekunde benötigen, will dPreview die Alpha 7R III nicht empfehlen. Ganz anders Benjamin Kirchheim von digitalkamera.de (10/2017), der in seinem Fazit kaum etwas auszusetzen hat:

»Die Sony Alpha 7R III ist eine hervorragend verarbeitete und dank Spritzwasser- und Staubschutz robuste spiegellose Vollformat-Systemkamera. Sie bietet eine sehr gute Ergonomie mit vielen Anpassungsmöglichkeiten an die persönlichen Vorlieben. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig auch bei der Verfolgung bewegter Motive, die Serienbildgeschwindigkeit und Ausdauer ist trotz der hohen Auflösung enorm. (…) Die Bildqualität ist hervorragend, vor allem bei niedrigen Empfindlichkeiten bis ISO 400. (…) Selbst bei ISO 12.800 sind noch gute Bildergebnisse aus der Alpha 7R III herauszuholen.«

Alternativen

In der Summe ihrer Eigenschaften ist die Alpha 7R III von Sony die beste spiegellose Systemkamera, die es derzeit gibt. Doch wenn es Ihnen auf ganz spezielle Fähigkeiten oder Ausstattungsmerkmale ankommt, sind sie vielleicht mit einer anderen Kamera besser beraten.

Noch schneller

Panasonic Lumix DC-G9

Test spiegellose Systemkamera: Panasonic Lumix DC-G9
„Actioncam“ mit 60 Bilder/Sekunde. Wenn es darauf ankommt, nimmt man leichte Schwächen bei der Bildqualität gerne in Kauf.

20 Bilder pro Sekunde mit Autofokus, sogar 60 Bilder pro Sekunde ohne Fokusnachführung – schneller als die G9 von Panasonic schießt derzeit keine Kamera Fotoserien. Wenn es darauf ankommt, ist die Lumix DC-G9 nicht zu toppen. Allerdings fällt die Kamera trotz kleinem Micro-Four-Third-Sensor relativ groß aus. Immerhin bietet das voluminöse Gehäuse Platz für ein umfangreiches Statusdisplay auf der rechten Schulter – ungewöhnlich aber praktisch.

Ein weiteres Highlight der Panasonic G9 – ihr Bildstabilisator. Er ist äußerst wirkungsvoll und ermöglicht so deutlich längere Verschlusszeiten bei Aufnahmen aus der Hand. Das macht den etwas kleinen Sensor wett, dem hohe ISO-Werte nicht ganz so sehr liegen. Außerdem filmt die G9 bei 4K-Auflösung mit einer Bildrate von 60p – Bewegungen werden so im Video sehr flüssig dargestellt. Auch beim elektronischen Sucher hat die G9 die Nase vorn, ein größeres Sucherbild gibt es derzeit bei keiner anderen Kamera.

Klassisch gut

Fujifilm X-Pro 2

Ihre Besonderheit ist der Hybridsucher. Ideal für Fotografen, die ein traditionelles Bedienkonzept gepaart mit einem klassischen Sucherbild lieben.

Die Fujifilm X-Pro2 sieht ein wenig aus, wie eine alte Messsuchkamera. Und in der Tat überträgt sie das Konzept des Messsuchers in die digitale Welt. Das optische Sucherbild ist riesig und zeigt je nach angesetztem Objektiv deutlich mehr als aufs Foto kommt – die Grenzen werden durch Rahmen markiert. Alternativ lässt sich die X-Pro2 auch auf einen hervorragenden elektronischen Sucher umschalten.

Klassisch ist auch das Bedienkonzept bei Fujifilm. Bei der X-Pro2 wird die Verschlusszeit noch mit einem eigens dafür vorgesehenen Wählrad eingestellt, die Blende stellt man analog dazu mit einem Ring am Objektiv ein. Auch für die Belichtungskorrektur gibt es ein eigenständiges Einstellrad – schön, dass man so etwas heutzutage doch noch sieht.

Unterm Blech geht es dann aber modern und innovativ zu. Etwa mit dem X-Trans-Sensor, der 24 Megapixel auflöst und eine hervorragende Farbdynamik aufweist. Oder einem Autofokussystem, das blitzschnell und zuverlässig scharf stellt. WiFi hat die X-Pro2 ebenfalls an Bord und kann so via Smartphone ferngesteuert werden.

Die Kreative

Olympus PEN-F

Test spiegellose Systemkamera: Olympus PEN-F
Klein, handlich und mit schier unbegrenzten Möglichkeiten. Für experimentierfreudige und kreative Fotografen gibt es keine Alternative.

Auch die PEN-F von Olympus sieht aus wie eine Kamera aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und auch sie hat es faustdick hinter der hübschen Hülle. Bei ihr sind es die schier unendlichen Möglichkeiten zur Beeinflussung des Bildergebnisses, die die PEN-F einzigartig machen.

So simuliert sie die Looks analoger Filme (was die Kameras von Fujifilm übrigens auch können). Doch damit nicht genug: Fotografen können mit der PEN-F auch ihre ganz persönlichen Film-Looks kreieren. So wird man ein wenig in die analoge Zeit zurückversetzt: Wie ein Foto aussieht, ist erst klar, wenn es aufgenommen wurde. Spannend.

Spiegellose Systemkamera Test: Testsieger Sony Alpha 7R III.
Eine Spezialität der PEN-F sind ihre vielen Effekte – hier ein Motiv in drei unterschiedlichen Simulationen eines Schwarzweißfilms.

Aber die PEN-F ist natürlich auch eine ganz normale Digitalkamera. Und zwar eine besonders kleine und handliche, was sie zur idealen Begleiterin unterwegs und auf Reisen macht. Dabei muss man auf fast nichts verzichten. Ihr Micro-Four-Third-Sensor löst mit rund 20 Megapixeln zeitgemäß hoch auf, der Autofokus arbeitet flott, die Serienbildrate ist mit 10 Bilder pro Sekunde für fast alle Gelegenheiten schnell genug. Nur 4K-Videos kann sie nicht.

Auch gut

Sony Alpha 7 III

Test spiegellose Systemkamera: Sony Alpha 7 III
Weniger Auflösung als der große Bruder mit dem "R" im Kürzel, aber ähnlich gut ausgestattet und mit ebenfalls toller Bildqualität.

Sie brauchen keine 24 Megapixel? Dann hat Sony ganz frisch noch ein weiteres Angebot für Sie parat: die Alpha 7 III. Wie ihre Vorgängerin Alpha 7 II (die vorerst weiter im Programm bleibt) kommt sie ebenfalls mit einem 24-Megapixel-Kleinbildsensor. Der ist allerdings brandneu und liefert eine Bildqualität, die schon nahe an die der Alpha 7R III mit ihren 42 Megapixel heranreicht.

Warum die Alpha 7 III ohne R soviel günstiger ist als die Alpha 7R III? An der Ausstattung liegt’s jedenfalls nicht, da geben sich beide Kameras nichts. Auch die Alpha 7 III bietet 10 Bilder pro Sekunde, einen nochmals verbesserten Autofokus, filmt in 4K-Auflösung und hat ebenfalls den praktischen AF-Joystick. Mit einem Smartphone oder Tablet nimmt die Alpha 7 III Kontakt via Bluetooth oder WiFi auf – und kann so GPS-Daten beziehen oder Fotos gleich aufs Smartgerät schicken.

Aus der Masse der Kameras sticht die Alpha 7 III durch ihre formidable Bildqualität hervor. Ihr Sensor ist besonders lichtempfindlich konstruiert, sodass sie bis in höchste ISO-Regionen hinauf rauscharme, glasklare und farbstarke Fotos liefert. Da können andere Kleinbildkameras mit 24-Megapixel-Sensor nicht mithalten, Kameras mit kleinem Sensor sowieso nicht. Wenn es Ihnen auf eine herausragende Bildqualität ankommt und 24 Megapixel Auflösung reichen, sollten Sie die Sony Alpha 7 III unbedingt einmal ansehen.

Außerdem getestet

Spiegellose Systemkameras setzen sich auch bei Foto-Profis und anspruchsvollen Amateuren immer mehr durch. Kein Wunder, dass das Angebot an entsprechend hochwertigen Kameras immer größer wird. Oftmals unterscheiden sich zwei, drei Modelle eines Herstellers nur in ein paar Details.

Welche Kamera die richtige für Sie ist, können Sie gerne an diesen Details festmachen. Denn bei den Kernkompetenzen Bildqualität, Autofokus und Sucherbild patzt kein Testkandidat.

Sony Alpha 7R II

Die Sony Alpha 7R II war unsere bisherige Spitzenreiterin und wird auch weiterhin angeboten. Sie bringt denselben herausragenden 42-Megapixel-Sensor wie die neue Alpha 7R III mit. Bei Leistung und Ausstattung muss man jedoch teils deutliche Abstriche machen. Die Alpha 7R II begnügt sich mit einer Serienbildrate von 5 Bilder pro Sekunde. Ihr Gehäuse ist kleiner, der neue Hochleistungsakku der Alpha 7R III passt da leider nicht hinein. Den praktischen AF-Joystick der Neuen gibt es nicht, ebenso kein Touch-Display. 4K-Video beherrscht aber auch die Alpha 7R II. Wer nur die 42 Megapixel braucht, auf die Neuerungen der Alpha 7R III jedoch gut verzichten, zu dem passt die Alpha 7R II perfekt.

Fujifilm X-T2

In der X-T2 von Fujifilm steckt fast dieselbe Technik wie in der X-Pro2. Sucherkonzept und Gehäuse-Design sind allerdings konventioneller. Die X-T2 sieht aus wie eine schlanke Spiegelreflexkamera und lässt sich mit einem optionalen Hochformatgriff aufrüsten. Damit steigt dann auch die Serienbildrate auf schnelle 14 Bilder pro Sekunde. Das Handling ist ähnlich klassisch wie das der X-Pro2, auf der Haben-Seite verbucht die X-T2 zudem einen angenehm großen Sucher sowie die, dank X-Trans-Sensor, exzellente Bildqualität.

Olympus OM-D E-M1 Mark II

Die OM-D E-M1 Mark II von Olympus ist quasi das Gegenstück zur Panasonic G9. Ihr MFT-Sensor löst ebenfalls rund 20 Megapixel auf, mit 16 Bildern pro Sekunde und AF-Nachführung ist sie aber nicht ganz so schnell. Dafür ist die Kamera mit der sperrigen Bezeichnung OM-D EM10 Mark II deutlich kleiner und handlicher als ihre Cousine von Panasonic. Und sie bietet den Pixel-Shift-Modus, der per Mehrfachaufnahme die Auflösung beträchtlich steigern kann. Die Objektive von Panasonic passen übrigens auch an die Kameras von Olympus und umgekehrt.

Sony Alpha 7 II

Die Sony Alpha 7 II empfiehlt sich für Sparfüchse, die eine Kleinbildkamera mit immer noch sehr guter Bildqualität suchen. Ihr Sensor kann zwar nicht ganz mit dem der Nachfolgerin mithalten, liefert aber immer noch bessere Fotos als die meisten Kameras in unserem Test. Abstriche gibt es allerdings bei der Ausstattung und den Funktionen. In 4K filmen kann die Alpha 7 II nicht, mehr als 5 Bilder/Sekunde sind nicht drin und den praktischen AF-Jyostick der neuen gibt es auch nicht. Wer darauf verzichten kann, spart mit der Alpha 7 II eine Stange Geld, etwa für ein, zwei passende Objektive.

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Kommentare

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Alice Wonderl
Alice Wonderl

Also entweder vergleichen die Kritiker nicht richtig, oder sind einfach nur sauer, weil das Produkt nicht ihrem Geldbeutel entspricht. Es gibt keine bessere Kamera in diesem kompakten Format mit dieser Bild- und Videoqualität und zu diesem Preis. Was die „wenigen“ Objektive angeht, gibt es außerdem gute Adapter.

Harald Karl
Harald Karl

Und Subal hat ein ebenso gutes Unterwasser Gehäuse dafür

Domi Assculap Köhler
Domi Assculap Köhler

ok sry… um das geld hol ich mir noch eher eine gebrauchte EOS 1D Mk 4…

Domi Assculap Köhler
Domi Assculap Köhler

gott sei dank ist sony überhaupt nicht maßlos überteuert und steht natürlich ausser konkurrenz… *hust*CANONNIKON*hust*

Alf Drosdziok
Alf Drosdziok

„die beste Kamera überhaupt“ = viel Spaß bei der geringen Auswahl an Objektiven !

Kazimierz Forys
Kazimierz Forys

So ist es mit den Objektiven.Es ist so wie Autos man möchte ohne Rädern zu verkaufen !!!!! Bravo Sony,weiter so !!!

Christian Raphael Mikus
Christian Raphael Mikus

Was nicht da steht ist wie hoch der Sucher / Bildschirm auflöst.