Stichsäge Test: Kabel Stichsägen Aufmacher
test
Letztes Update: 1.4.2021

Die beste Stichsäge

Wir haben 18 Stichsägen mit Netzkabel getestet. Die beste ist für uns die Metabo STE 100 Quick. Ihr Sägebild ist sehr gut, sie ist kompakt, leicht zu bedienen, tadellos verarbeitet und bleibt preislich im Rahmen. Wer mehr will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Marc Hüffer
ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.
Letztes Update: 1. April 2021

Wir haben fünf weitere Stichsägen getestet. Unsere neue „Gut & günstig“-Empfehlung ist die Metabo STEB 65 Quick. Sie ersetzt die TackLife PJS02A, die nun unter „Außerdem getestet“ zu finden ist.

6. August 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Weitere Updates

Ob Heimwerker oder Bastler: Wer viel selbst macht, hat sie sicher schon das ein oder andere Mal gebraucht – die Stichsäge. Sie kann präzise Sägen und mit den entsprechenden Blättern auch enge Kurven fahren. Vor allem für die Holzbearbeitung ist sie ein praktischer Helfer.

Wir haben uns 18 Geräte genauer angesehen. Preislich lagen diese zwischen rund 30 und über 300 Euro. Ein ganz schöner Preissprung, doch sind teure Sägen wirklich deutlich besser?

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Metabo STE 100 Quick

Test  Stichsäge: Metabo STE 100 Quick
Metabo liefert mit der STE 100 Quick eine Stichsäge ab, die sich in fast allen Bereichen sehen lassen kann – und das zu einem überaus fairen Preis.

Die Metabo STE 100 Quick ist eine rundum gelungene Stichsäge. Sie ist gut verarbeitet, schön kompakt und hinterlässt ein super Sägebild. Das allein macht sie schon zu einer sehr guten Maschine, doch angesichts des verhältnismäßig günstigen Preises von rund 100 Euro sind wir regelrecht beeindruckt, was Metabo hier abliefert.

Wenn Geld egal ist

Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus

Test  Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus
Festool steht für hervorragende Qualität, die allerdings ihren Preis hat – so auch die Carvex PS 420 EBQ-Plus. Wer aber das Geld aufwendet, bekommt eine Stichsäge der Superlative.

Wer sich nicht scheut, für herausragende Qualität auch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, ist mit Festool gut beraten. Die Maschinen des Herstellers genießen nicht umsonst einen sehr guten Ruf. Zwar lässt sich Festool sein Profi-Werkzeug entsprechend gut bezahlen, wer aber regelmäßig zur Stichsäge greift, kann mit der Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus auf lange Zeit sehr glücklich werden.

Gut & günstig

Metabo STEB 65 Quick

Test  Stichsäge: Metabo Steb 65 Quick
Die STEB 65 Quick ist eine einfache, aber solide Stichsäge für Gelegenheitsnutzer, die nicht allzu sehr auf Präzision achten müssen.

Die Metabo STEB 65 Quick punktet mit guter Handhabung und robuster Bauweise, protzt aber weder mit Motorkraft noch Präzision. Mangels Ausreißschutz ist der Pendelhub der Maschine nur für sehr grobe Arbeiten sinnvoll. Billigen Baumarkt-Modellen ist sie aber dennoch klar überlegen, weshalb wir sie Einsteigern und Gelegenheitsnutzern empfehlen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstig
Metabo STE 100 Quick Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus Metabo STEB 65 Quick AEG PST 500 X Bosch Professional GST 90 E Bosch Professional GST 150 CE Bosch PST 800 PEL Bosch PST 900 PEL Einhell TC-JS-85 Einhell TE-JS 100 Festool Trion PS 300 EQ-Plus Hikoki CJ 90 VAST Kawasaki KEJS 800 Makita 4329 Makita 4351FCTJ Ryobi RJS1050-K TackLife PJS02A Teccpo TAJS01P
Test  Stichsäge: Metabo STE 100 QuickTest  Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-PlusTest  Stichsäge: Metabo Steb 65 QuickTest  Stichsäge: AEG PST 500 XTest  Stichsäge: Bosch GST 90 ETest  Stichsäge: Bosch GST 150 CETest  Stichsäge: Bosch PST 800 PELtest: Die beste Stichsäge – Bosch PST 900 PEL e1548752336523Test  Stichsäge: Einhell TC-JS-85Test  Stichsäge: Einhell  TE-JS 100Test Stichsäge: Festool Trion PS300 EQ-PlusTest  Stichsäge: Hikoki CJ 90 VASTTest  Stichsäge: Kawasaki KEJS 800Test  Stichsäge: Makita ZMAK-4329/2Test Stichsäge: Makita 4351FCTJTest  Stichsäge: Ryobi RJS1050-KStichsäge Test: TackLife PJS02ATest  Stichsäge: Teccpo TAJS01P
Pro
  • Hochschiebbarer Splitter­schutz
  • Kompakte Maße
  • Gute Verarbeitung
  • Präzise
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele praktische Eigen­heiten
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Präzise
  • Gute Schnitt­tiefe
  • Guter Preis
  • Robuste Verarbeitung
  • Sinnvolle Ausstattung
  • Kompakt und handlich
  • Langes Stromkabel
  • Kraftvoller Motor
  • Gute Werkzeugaufnahme
  • Solide Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Solide Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Gute Schnitt­tiefe
  • Langes Stromkabel
  • Guter Preis
  • Guter Preis
  • LED-Arbeits­leuchte
  • Günstiger Preis
  • Viel Zubehör
  • Gute Hand­habung
  • Toller Preis
  • Einige praktische Eigen­heiten
  • Sehr gute Schnitt­tiefe
  • Kompakte Bauweise
  • Gute Ergonomie
  • Solider Auflagetisch
  • Gute Sicht auf die Schnittlinie
  • Sehr günstig
  • Motorbürsten werden mit­geliefert
  • Relativ günstiger Preis
  • Hohe Winkeltreue
  • Umständliche Werkzeugaufnahme ...
  • Gute Ausstattung
  • Gute Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Präzise
  • Gute Haptik
  • Gute Ergonomie
  • Kraftvoller Motor
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Günstiger Preis
Contra
  • Schlechter Gehrungs­schnitt
  • Keine LED-Arbeits­leuchte
  • Sehr teuer
  • Gehrungsschnitte benötigen extra Zubehör
  • Kein Ausreißschutz
  • Schnittergebnisse waren nicht lotrecht
  • Nur eine Pendelhubstufe
  • Schwer
  • Sehr laut
  • Schlechte Sicht aufs Säge­blatt
  • Motordrehzahl lässt unter Last nach
  • Schlechte Sicht aufs Säge­blatt
  • Schwerpunkt nicht optimal
  • Mäßige Sicht aufs Säge­blatt
  • Relativ geringe Schnitt­tiefe
  • Keine LED-Arbeits­leuchte
  • Schwerpunkt nicht optimal
  • Mäßige Sicht aufs Säge­blatt
  • Geringe Schnitt­tiefe
  • Mäßige Verarbeitung
  • Instabile Sägeblatt­führung
  • Vibriert stark
  • Knifflige Schnitt­linien­führung
  • Sehr teuer
  • Sägeblatt hat zu viel Spiel
  • Schlechte Verarbeitung
  • Extrem unpräzise
  • ... die dafür aber sehr stabil ist
  • Mäßige Absaugleistung
  • Kurzes Stromkabel
  • Vergleichsweise teuer
  • Hohe Betriebslautstärke
  • Kurvenschnitt nicht lot­recht
  • Sägeblatt hat Spiel
  • Starke Staub­entwicklung
  • Vibriert stark
  • Starke Staub­entwicklung
  • Geringe Schnitt­tiefe
  • Unpräzise
Bester Preis
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Aufnahmeleistung710 Watt550 Watt450 Watt450 Watt650 Watt780 Watt530 Watt620 Watt620 Watt750 Watt720 Watt705 Watt800 Watt450 Watt720 Watt680 Watt800 Watt800 Watt
Pendelhubstufen3 + Aus3 + Aus3 + Aus1 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus3 + Aus
Hubhöhe22 mm26 mm18 mm15 mm26 mm26 mm20 mm22 mm20 mm23 mm26 mm20 mm23 mm18 mm26 mm23 mm22 mmK.A.
Hubzahl1.000 - 3.100 min⁻¹1.500 - 3.800 min⁻¹3.000/min3.700/min500 – 3.100 min⁻¹500 – 3.100 min⁻¹500 – 3.000 min⁻¹500 – 3.100 min⁻¹800 – 3.000 min⁻¹800 – 3.000 min⁻¹1.000 – 2.900 min⁻¹3.000/min0-2900/​min500 – 3.100/min800 – 2.800 min⁻¹3.100/min800 – 3.000 min⁻¹Bis 3.000 min⁻¹
SchnitttiefeHolz: 100 mm
NE-Metall: 25 mm
Stahl: 10 mm
Holz: 120 mm
NE-Metall: 20 mm
Stahl: 10 mm
Stahl: 6 mm
NE-Metall: 18 mm
Holz: 65 mm
Stahl: 6 mm
Aluminium: 10 mm
Holz: 40 mm
Holz: 90 mm
Aluminium: 20 mm
Stahl: 10 mm
Holz: 150 mm
Aluminium: 20 mm
Stahl: 10 mm
Holz: 80 mm
Stahl: 5 mm
Holz: 90 mm
Stahl: 8 mm
Holz: 85 mm
Kunststoff: 12 mm
Stahl: 8 mm
Holz: 100 mm
Kunststoff: 12 mm
Stahl: 10 mm
Holz: 120 mm
NE-Metall: 20 mm
Stahl: 10 mm
Aluminium: 8 mm
Stahl: 8 mm
Holz: 90 mm
Holz: 85 mm
Kunststoff: 12 mm
Eisen: 8 mm
Stahl: 6 mm
Holz: 65 mm
Holz: 135 mm
NE-Metall: 20 mm
Stahl: 10 mm
Stahl: 12 mm
Holt: 105 mm
Holz: 100 mm
Stahl: 10 mm
Holz: 65 mm
Metall: 8 mm
Kabellänge4 mK. A.2,5 m4 m2,5 m4 mK.A.2,5 mK.A.3 mK. A.K. A.2 m2,5 m2,5 m3 m2 m
Gewicht2 kg1,9 kg1,9 kg2,3 kg2,3 kg2,6 kg2 kg2,2 kg2 kg2,3 kg2,4 kg2,1 kg2,6 kg1,9 kg2,5 kg2,2 kg2,4 kg2,5 kg
LieferumfangInbusschlüssel, Absaugstutzen, Spanreißschutz, 1 SägeblattKoffer, Spanreißschutz, 1 SägeblattKoffer, Inbusschlüssel, 2 StichsägeblätterTasche, Absaugadapter, SägeblattKoffer, Inbusschlüssel, Absaugstutzen, Spanreißschutz, 1 SägeblattVariabel. Mindestens: Koffer, Absaugstutzen, Spanreißschutz, Kunststoff-Gleitschuh, Abdeckhaube, 1-3 SägeblätterKoffer, Spanreißschutz, CutControl, 1 SägeblattKoffer, Spanreißschutz, CutControl, 1 SägeblattKunststoff-Gleitschuh, Spanreißschutz, Parallelanschlag, 1 SägeblattKoffer, Spanreißschutz, Line Guide, Absaugstutzen, 1 SägeblattKoffer, Spanreißschutz, 2 SägeblätterKoffer, Inbusschlüssel, StichsägeblattParallelanschlag, 4 Sägeblätter, AbsaugstutzenStichsägeblattKoffer, Inbusschlüssel, Kunststoff-Gleitschuh, Absaugstutzen, Spanreißschutz, 3 SägeblätterKoffer, Inbusschlüssel, 2 StichsägeblätterKoffer, Inbusschlüssel, Absaugstutzen, Parallelanschlag, 6 SägeblätterKoffer, Inbusschlüssel, Absaugstutzen, Parallelanschlag, 6 Sägeblätter
Sonstiges-LED-Arbeitsleuchte, steck- und schwenkbares Kabel-LED-ArbeitsleuchteLED-Arbeitsleuchte--LED-Arbeitsleuchte-LED-ArbeitsleuchteSteck- und schwenkbares Kabel-LED-ArbeitsleuchteLED-ArbeitsleuchteLED-ArbeitsleuchteLED-ArbeitsleuchteLED-Arbeitsleuchte, LasermarkierungLED-Arbeitsleuchte, Lasermarkierung

Basteln und mehr

Wenn es nicht nur noch ums einfache Durchsägen geht, wenn es auf akribische, saubere Schnitte in Holz, Kunststoff oder gar Stahl ankommt, ist eine Stichsäge gefragt. Wo die Handkreissäge mit ihrer geraden aber zugegeben sehr effizienten Arbeitsweise nicht weiterkommt, weil auch mal ein Bogen ins Werkstück gesägt werden muss, kommt Kollege Stichsäge zum Einsatz. Mit speziellen Kurvenblättern darf der Bogen sogar noch enger werden.

Weil diese Fähigkeiten beispielsweise in der kreativen Holzbearbeitung eine große Rolle spielen, ist die Stichsäge gerade bei Bastlern zu einem der begehrtesten Schnittwerkzeuge geworden. Dabei kann sie durchaus auch schneller und gröber, zum Beispiel, wenn einfach nur schnell ein Brett abgelängt werden soll.

Auch günstige Stichsägen sind sehr gut ausgestattet

Wenn es weder auf eine saubere Schnittfläche, noch auf eine besonders schonende Behandlung der Oberfläche ankommt, kann das Blatt dank dem sogenannten Pendelhub große Späne abheben und frisst sich erstaunlich schnell auch durch dicke Bretter. Die Pendelbewegung kann in unterschiedlicher Stärke erfolgen, meistens lässt sie sich in zwei oder drei Stufen variieren – die Nullstellung ohne pendelndes Sägeblatt nicht mitgerechnet.

Neben dem Pendelhub, der vor Jahrzehnten noch als besonderes Feature das Maß aller Stichsägen war, hat auch hier inzwischen Komfort Einzug gehalten. Ob werkzeugloser Wechsel des Sägeblattes oder die Möglichkeit, eine Absaugvorrichtung anzuschließen – beides gehört in der Preisklasse von deutlich unter 100 Euro zum Standard.

Neben robuster LED-Technik zum Ausleuchten des Arbeitsfelds ist bei fast jeder Stichsäge inzwischen auch eine Blasevorrichtung an Bord, die für freie Sicht auf den Schnitt sorgt. Das musste man früher bei Bedarf mit der eigenen Lunge erledigen.

Unterm Strich ist die Arbeit mit der Stichsäge also immer komfortabler geworden und wenn man über eine Absaugvorrichtung verfügt, ist der Hobbykeller nach dem Basteln auch schnell wieder in einem vorzeigbaren Zustand.

Die Kabel waren bei allen getesteten Sägen ausreichend lang – dank mindestens zwei Meter langer Strippen ist man nicht unmittelbar an die Werkbank gefesselt. Wer wirklich unabhängig von der Stolperfalle sein möchte, kann aber auch einen Blick auf eine Stichsäge mit Akku werfen. Entsprechende Maschinen sind zwar deutlich teurer als die Kabelkollegen, bieten aber mehr Komfort – zumindest bis der Akku schlappmacht.

So haben wir getestet

Um einen Eindruck zu bekommen, wie gut die Stichsägen mit Holz klarkommen, haben wir ihnen zunächst etwas einfachere Kost serviert. Auf einer 19 Millimeter dicken Multiplex-Platte haben wir Geraden markiert, die jeweils in einer Doppelkurve endeten. Jede Stichsäge musste dann zeigen, ob sie sowohl mit, als auch ohne eingeschaltetem Pendelhub die Linie halten konnte. Die Kurven haben wir durchweg mit ausgeschaltetem Pendelhub gesägt. Zwecks Vergleichbarkeit haben wir hierzu jeder Säge ein frisches Sägeblatt desselben Herstellers verpasst.

Nach dem Auftakt haben wir dem Motor etwas mehr zu tun gegeben: Eine massive, 40 Millimeter dicke Buchenholzplatte stellte die nächste Herausforderung dar, die es zu bewältigen galt. In beiden Fällen interessierten wir uns dafür, wie sauber die Schnittkante war, wie weit sie von der vorgezeichneten Linie abwich und ob sie lotrecht war, also im Winkel von 90 Grad zur Oberfläche stand.Anschließend war wieder Präzision gefragt: Wir wollten sehen, wie gut die Stichsägen Gehrungsschnitte beherrschen. Im Winkel von 45 Grad ließen wir sie noch einmal auf eine Multiplex-Platte los, diesmal auf eine lackierte Siebdruckplatte.

Zum Abschluss wechselten wir die Holz-Sägeblätter durch Metall-Gegenstücke und schnitten ein Edelstahlrohr mit einer Wanddicke von 1,5 Millimetern nach und nach in Scheiben bzw. Ringe. In der zweiten Testrunde haben wir den Aufbau um ein zusätzliches, zweites Stahlrohr, eine Multiplexplatte mit Birkenfurnierplatte und eine Birken-Massivholzplatte erweitert, außerdem haben wir in 55 Millimeter dickem Rubberwood getestet, wie schnell wir mit den Sägen vorankommen können.

Der beschriebene Test-Parcours war übrigens der gleiche wie bei unserem Test der Akku-Stichsägen. Sollten Sie noch unschlüssig sein, ob Sie eine verkabelte oder kabellose Maschine möchten, lassen sich die Ergebnisse also vergleichen.

 Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick

Testsieger: Metabo STE 100 Quick

Schnell, präzise, gut verarbeitet, mit einem langen Kabel – so ungefähr dürfte sich die Wunschliste der meisten Menschen lesen, wenn es um eine Stichsäge geht. Das gibt es auch, doch leider holen einen die hohen Anschaffungskosten für Elektrowerkzeug schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Genau hier setzt Metabo an und wirft mit der STE 100 Quick eine Stichsäge auf den Markt, die es mit teuren Profi-Maschinen aufnehmen kann. Dabei liegt der Straßenpreis der Säge bei nur rund 100 Euro.

Testsieger

Metabo STE 100 Quick

Test  Stichsäge: Metabo STE 100 Quick
Metabo liefert mit der STE 100 Quick eine Stichsäge ab, die sich in fast allen Bereichen sehen lassen kann – und das zu einem überaus fairen Preis.

Ausstattung und Verarbeitung

Die Metabo STE 100 Quick verfügt über einen Auflagetisch aus hochwertigem Aluminium-Druckguss, der zusätzlich durch einen Stahlrahmen verstärkt ist. Er ist äußerst stabil, aber – genau wie der Rest der Säge – nicht besonders groß. Um ihn im Winkel zu verstellen, muss man zum mitgelieferten Inbusschlüssel greifen, der zur Verwahrung an der Maschine befestigt werden kann. Anders als bei vielen anderen Stichsägen, etwa denen von Bosch, wird er allerdings nicht in eine Aussparung im Gehäuse gesteckt, sondern findet Platz in einer eigenen Vorrichtung am Kabel. Das ist satte vier Meter lang, nicht zu starr und lässt dem Nutzer somit eine angenehm hohe Bewegungsfreiheit.

Praktische Kleinigkeiten

An der Vorderseite befindet sich der Splitterschutz aus transparentem Kunststoff, wie alle Stichsägen einen haben. Der Clou ist hier, dass man ihn bei Bedarf einfach nach oben schieben kann. So bleibt er immer an der Maschine und man kann ihn nicht verlieren. Obwohl das Merkmal eigentlich recht naheliegend scheint, haben wir es ansonsten nur bei den deutlich teureren Festool-Sägen gesehen.

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Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Die Metabo STE 100 Quick ist schön kompakt. Dank ihres tiefen Schwerpunkts lässt sie sich dennoch super führen, ohne zu verrutschen.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Die Stichsäge ist robust verarbeitet.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Sie macht trotz geringen Preises einen stabilen Eindruck.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Die Führung des Sägeblatts ist recht stabil.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Die Drehzahl wird mithilfe eines Stellrads an der Hinterseite eingestellt.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Der obligatorische Absaugstutzen ist auch bei Metabo mit von der Partie.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Der mitgelieferte Inbusschlüssel findet seinen Platz – allerdings nicht im Gehäuse selbst, sondern am Kabel.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Der Auflagetisch besteht aus Alu-Druckguss und ist äußerst stabil.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Der Sägeblattwechsel benötigt kein Werkzeug. Einfach den Verschlusshebel hochziehen ...
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
... das Sägeblatt einklicken und den Hebel wieder zurückklappen.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Schon ist die Stichsäge einsatzbereit. Auch praktisch: Der Splitterschutz lässt sich einfach hoch- und runterschieben.
Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick
Die Säge ist gut ausbalanciert und liegt hervorragend in der Hand.

Ob mit oder ohne Plastikvisier: Die Sicht auf das Sägeblatt ist sehr gut und lässt dadurch klar erkennen, wo die Schnittlinie verläuft. Lediglich die kleine Metallstrebe, die unsere Finger vor den Sägezähnen bewahren soll, ist etwas im Weg, schlimm ist das aber nicht.

Des Weiteren zieren das Gehäuse die orangenen und somit farblich klar abgesetzten Tasten für die bekannten Funktionen, wie den dreistufigen Pendelhub, das Gebläse und An/Aus. Am Heck befindet sich zudem noch das Stellrädchen für die Drehzahlregulierung. Eine Lampe zum Ausleuchten des Arbeitsbereichs hat sich Metabo leider gespart.

Die Griffflächen sind gummiert und gewährleisten zusammen mit den kompakten Maßen einen hervorragenden Halt. Dass einem die Säge bei laufendem Betrieb aus der Hand rutscht, kann man damit praktisch ausschließen.

Die Blattaufnahme nimmt Sägeblätter mit T-Schaft an, die sich ohne weiteres Werkzeug auswechseln lassen. Der Schafttypus stellt mittlerweile den Standard dar, somit gibt es daran nichts zu beanstanden. Alles in allem wirkt die Führung stabil, bei hohen Drehzahlen und zugeschaltetem Pendelhub gerät das Blatt aber dennoch mitunter in dezentes Schwingen.

Säge-Test

Was uns bereits beim ersten Schnitt auffiel, war die Kraft, die die STE 100 Quick an den Tag legen kann. Aufgrund der geringen Maße der kompakten Maschine hatten wir gar nicht erwartet, dass sie einen dermaßen starken Motor beherbergt. Die Säge flitzte regelrecht durch unsere Multiplex-Platte und auch die 40 Millimeter dicke Buchenplatte machte ihr keinerlei Mühe. Die Schnittkanten waren sehr sauber und Abweichungen von der Schnittlinie waren nur minimal zu erkennen.

Erstaunlich leistungsstark

Als wirklich herausragend stellte sich nebenbei die Absaugung heraus, die tatsächlich den größten Teil der anfallenden Späne erwischte. Wir hatten schon beim ersten Begutachten damit gerechnet, dass wir mit der STE 100 Quick eine verhältnismäßig reinliche Maschine vor uns haben, weil der Saugstutzen einen relativ großen Querschnitt mit nur wenig Verjüngung aufwies. Tatsächlich blieb sogar noch weniger Dreck liegen, als wir uns ausgemalt hatten – super!

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Lediglich beim Gehrungsschnitt konnte die STE 100 Quick nicht überzeugen. Zum Einen war in der Schräglage nicht ganz offensichtlich, wo genau die Schnittlinie verlief, zum Anderen war die Kante nicht gerade, sondern wies einen deutlich sichtbaren Bogen auf. Schuld daran waren abermals die geringen Maße. Aufgrund des eher klein geratenen Auflagetischs war es recht schwer, die Säge in der Spur zu halten, ohne dass sie wandern würde – und das verhältnismäßig niedrige Gewicht von zwei Kilogramm unterstützte diesen Umstand noch mehr. Für Möbelbauer eignet sich die STE 100 Quick somit nicht.

Nachteile

Sonderlich viel zu kritisieren haben wir an der Metabo STE 100 Quick nicht. Die fehlende Arbeitsleuchte trübt den Gesamteindruck ein wenig, vor allem aber könnten die mangelhaften Ergebnisse bei den Gehrungsschnitten manch einem Bastler den Spaß verderben.

Kein Licht und wenig Schatten

Wir können uns vorstellen, dass das größere Geschwistermodell, die Metabo STE 140 Plus, aufgrund seiner etwas größeren Maße und des einhergehend höheren Gewichts hier wortwörtlich besser abschneiden würde, dadurch allerdings natürlich auch nicht mehr so handlich wäre. Außerdem ist die STE 140 Plus ein ganzes Stück teurer, dafür hat sie aber wiederum eine integrierte Arbeitsbeleuchtung. Da wir die STE 140 Plus nicht getestet haben, sind das aber nur Mutmaßungen.

Die Metabo STE 100 Quick im Testspiegel

Leider hat bislang keiner der Kollegen die Metabo STE 100 Quick getestet. Sobald entsprechende Testberichte vorliegen, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Die Metabo STE 100 Quick ist eine sehr gute Stichsäge, vor allem aber ist sie ein Preis-Leistungskracher. Wer entweder besonders stark auf den Preis oder aber die Leistung schaut, ist mit einer unserer alternativen Empfehlungen vielleicht noch besser beraten.

Besser, aber teurer: Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus

Wenn es noch etwas mehr sein darf und im Geldbeutel keine Ebbe herrscht, ist die Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus ein hervorragender Kandidat für einen Platz in Hand- und Heimwerkerherzen gleichermaßen.

Wenn Geld egal ist

Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus

Test  Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus
Festool steht für hervorragende Qualität, die allerdings ihren Preis hat – so auch die Carvex PS 420 EBQ-Plus. Wer aber das Geld aufwendet, bekommt eine Stichsäge der Superlative.

Die Stichsäge ist mit einem Füllhorn nützlicher Eigenschaften gespickt, die ihre Profi-Herkunft unterstreichen. So lässt sich der Splitterschutz an der Vorderseite hochschieben, wie wir es schon von der Metabo STE 100 Quick kennen. Das Sägeblatt, das sich selbstredend auch hier ohne Werkzeug austauschen lässt, sitzt in einer kugelgelagerten Führung, die zusätzlich nach hinten abgestützt wird, wodurch es genau dort bleibt, wo es sein soll. Justierbare Hartmetallbacken stabilisieren das Blatt bei Bedarf zusätzlich.

Kontrolle wird bei Festool groß­geschrieben

Überhaupt wird Kontrolle bei Festool großgeschrieben. Vorne ist viel freier Raum, der eine hervorragende Übersicht gewährleistet und auch durch den Schutzbügel nicht groß eingeschränkt wird. Ein richtiges Schmuckstück ist dabei die Arbeitsleuchte: Sie geht in extrem schnellen Abständen ein und aus, nutzt also eine Art Stroboskop-Effekt. Der ist nach der Drehzahl des Motors getaktet, wodurch es für den Anwender aussieht, als würde das Sägeblatt stillstehen. So erkennt man wirklich sehr genau, wo sich die Säge gerade durch das Werkstück arbeitet. Dreht man die Säge auf den Kopf, erlöschen die LEDs und blenden somit nicht.

Apropos Motordrehzahl: Auch die Carvex gibt einen Drehregler zur Einstellung der Geschwindigkeit, die durch eine Automatikstellung ergänzt wird. Dann merkt die Säge, wenn sie unter Belastung steht, und gibt dem Motor bei Bedarf mehr Leistung. Die Sensorik funktioniert super und erlaubt gleichmäßiges Arbeiten ohne Anflüge von Schwäche.

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Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Charakteristisch: Aufgrund der schwarz-grünen Optik lässt sich Festool-Werkzeug schon auf den ersten Blick erkennen.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Bewährt: Der dreistufige Pendelhub.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Wie schon beim Testsieger lässt sich auch bei der Festool-Säge der Splitterschutz nach oben schieben.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Auch die Carvex PS 420 EBQ-Plus setzt auf ein Stellrädchen zum Regulieren der Drehzahl.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Das wechselbare Stromkabel ist ein echtes Komfort-Zuckerstück.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Einfach anstecken ...
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
... und loslegen!
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Ungewöhnlich: Der Hebel an der Seite öffnet die Blattaufnahme.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Der mitgelieferte Auflagetisch ist äußerst solide und hält die Carvex ruhig und stabil. Gehrungsschnitte sind damit aber nicht möglich.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Gehört mittlerweile schon fast zum guten Ton: Der werkzeuglose Sägeblattwechsel.
Stichsäge Test: Festool Carvex Ps 420 Ebq Plus
Die Festool-Säge ist sehr griffig und bietet eine sehr gute Kontrolle.

Clever gelöst ist auch das Stromkabel, das anders als bei allen anderen Maschinen im Test, abgenommen werden kann. Festool nennt diese Lösung »Plug It« und sie ist nicht nur an der Carvex PS 420 EBQ-Plus zu finden, sondern an vielen Elektrowerkzeugen des Herstellers. Möchte man von einem Festool-Gerät zu einem anderen wechseln – zum Beispiel einem Schleifer – muss man nicht erst an der Steckdose herumfummeln, sondern kann einfach das Stromkabel von der Säge abziehen, in den Schleifer stecken und schon kann es weitergehen.

Überaus praktisch ist außerdem, dass man den Stecker anwinkeln kann. Besonders bei Arbeiten an engen Stellen kann man die Säge durch die Neigung verkürzen. Zusammen mit dem ergonomischen Gehäuse und den gummierten Griffflächen lässt das eine unvergleichbar gute Handhabung zu. Der Ein/Aus-Schalter ist derweil von beiden Seiten bedienbar – volle Kontrolle eben.

Sehr gute Sägeergebnisse

Es überrascht kaum, dass auch die Sägeergebnisse dementsprechend gut waren. Allerdings hatte die Schnittkante vor allem beim Richtungswechsel in der Doppelkurve trotz allem eine leichte Schräge. Dass der Motor mit einer Leistung von 550 Watt eigentlich zu den schwächeren Vertretern im Testfeld zählt, merkten wir keine Sekunde – selbst die dicke Buchenplatte stellte für die Carvex keine Herausforderung dar. Den Schnitt durch Stahl erledigte sie sogar am besten im Test: Ruhig, glatt und ohne eine merkbare Veränderung der Motordrehzahl.

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Vor- und Nachteil zugleich ist, dass die PS 420 EBQ-Plus von Haus aus keine Gehrungsschnitte ausführen kann, denn der mitgelieferte Tisch lässt sich nicht neigen. Dadurch steht sie zwar sehr stabil und wackelt nicht, es nimmt einem im Einsatz aber auch Funktionsvielfalt. Möchte man das Feature nachrüsten, kommt man nicht umhin, einen speziellen Tisch bei Festool hinzuzukaufen.

Es verwundert nicht, dass die Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus alle anderen getesteten Sägen problemlos aussticht. Ob man bereit ist, die hohen Kosten dafür zu bezahlen, steht auf einem anderen Blatt, zumal Festool für einige Funktionen, die sonst zum Standard zählen, zusätzlich kassiert – und das nicht gerade knapp. Wer es mit Elektrowerkzeug ernst meint und das Geld ausgibt, bekommt dafür allerdings eine überragende Stichsäge, die kaum Wünsche offen lässt.

Preistipp: Metabo STEB 65 Quick

Die Metabo STEB 65 Quick ist nicht die neueste, stärkste oder genaueste Stichsäge in unserem Test, bietet aber für einen niedrigen Preis einen sehr guten Gegenwert. Außergewöhnliche Features kann man dafür nicht erwarten, ihre Grundfunktionen erfüllt die Maschine aber ordentlich. Gerade Einsteiger und Gelegenheitsnutzer können mit ihr glücklich werden.

Gut & günstig

Metabo STEB 65 Quick

Test  Stichsäge: Metabo Steb 65 Quick
Die STEB 65 Quick ist eine einfache, aber solide Stichsäge für Gelegenheitsnutzer, die nicht allzu sehr auf Präzision achten müssen.

Die Stichsäge ist relativ hoch gebaut, was nicht zuletzt an der Bauweise mit Bügelgriff liegt. Ob man diese oder die bügellose Variante vorzieht, ist Geschmacks- bzw. Gewohnheitssache. In Kombination mit dem nur 6,5 Zentimeter breiten Auflagetisch sorgt das für eine nicht immer zu 100 Prozent sicheren Führung, die Säge liegt einfach nicht so satt und stabil auf dem Werkstück wie manch ein Konkurrent. Weil die Maschine aber insgesamt kompakt ist, ist ihre Handhabung aber dennoch in Ordnung, nicht zuletzt, weil sie angenehm in der Hand liegt.

Den günstigen Preis merkt man der Verarbeitung der Stichsäge zum Glück nicht an. Ihr Gehäuse ist robust und das Stromkabel flexibel, mit einer Länge von 2,6 Metern ist es zudem ausreichend lang – längere Kabel sind in der Regel teureren Modellen vorbehalten. Der Auflagetisch ist stabil gebaut, er besteht aus Druckguss und einer Stahlplatte, die miteinander verschraubt wurden.

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Stichsäge Test: Stichsäge Metabo Steb 65 Quick
Die Metabo STEB 65 Quick.
Stichsäge Test: Stichsäge Metabo Steb 65 Quick
Trotz ihren günstigen Preises wird die Stichsäge mit einem Koffer geliefert.

Gut gefällt uns die Ausstattung der Metabo STEB 65 Quick. Die Spanschutzhaube ist fest integriert und kann bei Bedarf hoch- oder heruntergeschoben werden. Sie ist verhältnismäßig groß und erlaubt eine gute Sicht auf das Sägeblatt und die Schnittlinie. Der Anschluss für die Absauge ist ebenfalls fest im Gerät integriert, lästiges Herumfummeln mit fragilen Plastikadaptern bleibt einem daher glücklicherweise erspart. Somit sind alle Zubehörteile fester Teil der Maschine und können nicht verloren gehen. Eine Feststelltaste für die Drehzahl ist mit ebenfalls an Bord. Was wir hingegen vermisst haben, ist ein Ausreißschutz – und das merkt man, wie wir im Praxistest herausfanden.

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Wer saubere, glatte Kanten erreichen möchte, sollte generell lieber von der Nutzung des Pendelhubs absehen, bei der STEB 65 Quick waren die Ausrisse aber noch einmal besonders extrem. Ohne Pendelhub waren die Ergebnisse in Ordnung, allerdings merkt man der Säge schon an, dass ihr 450-Watt-Motor nicht zu den leistungsstärksten gehört – besonders in harten Materialien wie Buchen-Massivholz. Trotzdem kam die Säge am Ende damit zurecht und wir hatten nicht das Gefühl, dass der Motor gleich stehen bleiben würde, sobald wir uns an dickes oder robusteres Material wagen. Selbst Stahl bekamen wir damit durchgesägt, hier arbeitete die Säge aber sichtlich an ihrer Leistungsgrenze: Wir kamen nur sehr langsam voran und die Säge ruckelte beim Durchtrennen des Metalls.

Präzision ist überdies keine Stärke der Metabo STEB 65 Quick – wirklich lotrecht waren die Ergebnisse bei keiner unserer Testdisziplinen, unabhängig vom bearbeitetem Werkstoff. Vermutlich liegt das an der Werkzeugaufnahme, die dem Sägeblatt etwas zu viel Bewegungsfreiheit lässt. Besonders auffällig kam dieser Umstand zu tragen, als wir uns am geschienten 45-Grad-Schnitt in Birken-Massivholz versuchten – die Säge blieb einfach nicht an der Schiene, sondern glitt immer wieder seitlich ab.

Zusammengefasst ist die Metabo STEB 65 Quick eine günstige Stichsäge mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, die die üblichen Discount-Maschinen klar übertrumpft – aber eben auch kein Spitzengerät. Für Neulinge ist sie dank ihrer sinnvollen Ausstattung, soliden Handhabung und robusten Fertigungsqualität eine gute Wahl, Fortgeschrittenen und Schönbauern raten wir aufgrund der mangelnden Präzision hingegen zu anderen Modellen.

Außerdem getestet

AEG PST 500 X

Die AEG PST 500 X hat zwar gummierte Flächen im Griffbereich, liegt aber dennoch nicht wirklich gut in der Hand. Wir empfinden den Griff als zu dünn und die Noppen auf den Gummiflächen als zu rau, ein Eindruck, der durch das hohe Gewicht der Säge noch verstärkt wird. Eine Absauge ist zwar vorhanden, aber nur unterdurchschnittlich effektiv, außerdem ist die Säge unerwartet laut. Positiv hervorzuheben sind hingegen der 700 Watt starke Motor und sehr hohe Maximalhubzahl von 3.200 pro Minute. Auch das mit vier Meter großzügig lange, flexible Stromkabel hat uns gefallen. Alle Einstellungen lassen sich werkzeuglos vornehmen, die Werkzeugaufnahme hält das Sägeblatt sicher und stabil und der Wechsel ist ergonomisch sinnvoll gelöst. Für eine Empfehlung ist die Maschine uns aber zu schwer und zu unhandlich.

Bosch Professional GST 90 E

Kenner könnten von der Bosch Professional GST 90 E womöglich etwas enttäuscht sein, denn obwohl die Stichsäge zur blauen Profi-Serie gehört, merkt man ihr das leider nicht wirklich an. Zwar ist ihre Verarbeitung den Billig-Modellen klar überlegen, einen richtig guten Schnitt bekommt man damit aber trotzdem nicht hin.

Zugegeben: Innerhalb der Bosch Professional-Serie ist die GST 90 E das Einstiegsmodell und bereits für einen verhältnismäßig niedrigen Preis zu bekommen. Der Vergleich mit deutlich teureren Maschinen wäre daher kaum fair. Gegen die etwa gleich teure Metabo STE 100 Quick allerdings schon – und dagegen zieht die Bosch-Säge ebenfalls den Kürzeren.

Der Wechsel des Sägeblatts klappt dank SDS-Aufnahme ohne Werkzeug, nicht aber das Verstellen des Sägetischs, der übrigens nicht aus Aluminium-Druckguss besteht, sondern »nur« aus Stahl – dazu braucht man den beiliegenden Inbusschlüssel. Der Rest gestaltet sich wie gewohnt: Es gibt einen Absaugstutzen, einen Splitterschutz, einen dreistufigen Pendelhub und ein Stellrad für die Drehzahlregulierung. Dank Gummierung an den Griffflächen liegt die Säge gut in der Hand. Dazu ist der Lauf verhältnismäßig vibrationsarm.

Das Sägebild gestaltete sich rau, aber weitgehend gleichmäßig. Ein größeres Problem war allerdings die schlechte Sicht auf das Sägeblatt: Es sitzt zu weit hinten, was das Treffen der Schnittlinie erschwert. Außerdem spürt man, dass der Motor unter Last an Wucht verliert. Vermutlich liegt das an der fehlenden Constant-Elektronik – weshalb die Säge auch kein »C« in der Produktbezeichnung trägt.

Bosch Professional GST 150 CE

Die nächsthöhere Hausnummer in Boschs Stichsägensortiment hört auf den Namen GST 150 CE und verfügt über die besagte Constant-Elektronik, die wir bei der kleinen Schwester vermisst haben. Dadurch hält der Motor seine Drehzahl auch dann bei, wenn sich die Säge gerade durch hartes Material arbeitet – und das merkt man deutlich.

Äußerlich erkennt man die enge Verwandtschaft der beiden Maschinen sofort, das 150er-Modell wirkt aber in einigen Bereichen noch etwas massiver. Sie ist eine extrem robuste und schwere und große Säge mit einem starken Motor. Ihr Auflagetisch besteht aus Spritzguss und einer verschraubten Stahlplatte, ist ebenfalls sehr stabil und mit 7,9 Zentimetern auch recht breit. Sehr gut gefällt uns die Verbindung zwischen Auflagetisch und Gerätekorpus – die ganze Maschine wirkt wie aus einem Guss.

Leider können wir das nicht über die Werkzeugaufnahme sagen, unser Sägeblatt ließ sich spürbar nach vorne und hinten bewegen. Die Übersicht auf das Sägeblatt und die Schnittlinie sind auch nicht besonders gut, und wenn man die kleine dünne Schutzhaube vorne anbringt, sieht man fast gar nichts und arbeitet praktisch im Blindflug. Somit teilt sie sich durch die große Ähnlichkeit auch das Übersichtsproblem, das wir schon bei der GST 90 E hatten: Die Schnittkante ist gut, aber man sieht eben kaum, wohin genau man gerade sägt. Die Ergebnisse im Kurvenschnitt sind durchwachsen: Um die erste Kurve kam die Maschine noch relativ lotrecht, sobald wir aber die Richtung änderten und in einen den nächsten Abschnitt hineinfuhren, verzog sich die Schnittkante stark und es entstanden größere Abweichungen vom 90-Grad-Winkel.

Die Absaugleistung ist eher schlecht. Vor allen Dingen ist der dünne Plastikadapter, den man zum Anschließen benötigt, nicht allzu hochwertig und rastet auch nicht besonders gut ein. Steht man vor der Wahl zwischen der GST 90 E und der GST 150 CE, empfehlen wir dennoch ganz klar die GST 150 CE trotz des etwas höheren Preises vorzuziehen.

Bosch PST 800 PEL

Es verwundert kaum, dass Bosch in punkto Stichsägen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat und somit öfter in unserem Test auftaucht – schon alleine, weil der Hersteller neben der blauen Professional-Serie mit der grünen Reihe auch günstigere Gerätschaften für Privatanwender anbietet. Zur zweiten Kategorie gehört die Bosch PST 800 PEL, die im Gegensatz zu den blauen Maschinen in unserem Test einen Bügelgriff besitzt.

Der Tisch wird lediglich von einer kleinen Schlitzschraube in Position gehalten – optimal ist das nicht, aber es funktioniert. Das Einsetzen des Sägeblatts geht ohne Werkzeug vonstatten, gestaltet sich aber nicht ganz so komfortabel wie bei der hauseigenen Konkurrenz. Außerdem ist das Kabel steifer als bei den blauen Maschinen im Test. Die Drehzahlregulierung geschieht über den Abzug.

Die Absauge funktionierte nur unterdurchschnittlich gut, da sich der zugehörige Stutzen nach innen hin stark verjüngt. Die Kante unseres Werkstücks war nach ihrer Begegnung mit der Säge nicht mehr lotrecht, sondern wies einige Schrägen auf.

Im Vergleich zu günstigen Sägen steht die Bosch PST 800 PEL gut da, der Abstand ist aber nicht so groß, wie man aufgrund des Markennamens annehmen könnte. Dementsprechend gilt auch hier: Für kleinere Gelegenheitsarbeiten reicht sie aus, viel mehr sollte man davon aber nicht erwarten.

Bosch PST 900 PEL

Bei der grünen Bosch PST 900 PEL ist der Drehzahlwähler in den Schalter integriert. Das kennen wir bereits von den Modellen mit Akku, bei welchen man diese Art der Regelung häufiger sieht. Die Stichsäge erledigt alle Arbeiten ordentlich, doch vor allem bei den Schnitttiefen kann sie nicht ganz mit der höherpreisigen Konkurrenz mithalten. Dank der SDS-Aufnahme funktioniert der Wechsel des Sägeblatts hier natürlich ebenfalls ohne Werkzeug.

Äußerlich sieht die PST 900 PEL der PST 800 PEL zum Verwechseln ähnlich, kann aber ein ganzes Stück mehr Leistung bereitstellen, außerdem hat Bosch ihr eine LED-Leuchte spendiert. Ansonsten hat sie im Wesentlichen die gleichen Stärken und Schwächen wie die kleine Schwester.

Einhell TC-JS-85

Die Einhell TC-JS-85 gehört zur Einsteigerklasse und konkurriert preislich direkt mit unserer Empfehlung von TackLife. Bezüglich der Verarbeitungsqualität und der Ausstattung liegt aber einiger Abstand zwischen den beiden Maschinen. Der Auflagetisch besteht nicht aus hochwertigem Alu-Druckguss, sondern lediglich aus Stahl, was in dieser Preislage aber normal ist und somit keinen Anlass zur Kritik darstellt. Ärgerlicher ist hingegen die billige Verarbeitung: Das Kabel ist sehr starr und nervt bei der Handhabung der Stichsäge; die Blattaufnahme ist störrisch und sitzt auf einer Hubstange, die lediglich aus einem gebogenen Metallblech besteht. Die Säge wirkt einfach in allen Bereichen klapprig.

Die Sicht auf das Sägeblatt lässt zu wünschen übrig, was präzise Schnitte kaum möglich macht, sofern man sich nicht mit dem ganzen Oberkörper über die Werkbank beugen möchte. Tut man das, bekommt man mit der TC-JS 85 immerhin einen halbwegs brauchbaren Kurvenschnitt hin. Leider vibrierte die Maschine im Einsatz über alle Maßen und produzierte Staub ohne Ende – dabei übertraf sie auch die TackLife-Säge. Ohne extremen Druck unsererseits kam die Säge kaum durch die Buchenplatte, mit Druck ging es gerade so, die Kante war aber komplett verzogen und schräg.

Obwohl Einhell in unseren Tests immer wieder solides Werkzeug zu guten Preisen präsentieren konnte, wie beispielsweise bei den Akku-Stichsägen, bekleckert sich der Hersteller mit der TC-JS-85 keineswegs mit Ruhm. Fans der roten Geräte raten wir deshalb entweder zum Akku-Modell TE-JS 18 Li oder zur TE-JS 100 weiter unten.

Einhell TE-JS 100

Beim Auspacken der Einhell TE-JS 100 fällt zunächst der stabile Koffer positiv auf. Öffnet man ihn, findet sich neben der Säge eine solide Ausstattung mit Zubehör: Es gibt den obligatorischen Splitterschutz, eine Schnittlinienführung sowie einen Parallelanschlag dazu. Auch ein Sägeblatt für Holz befindet sich im Lieferumfang, man kann also direkt loslegen. An der Maschine selbst finden sich sowohl ein Gebläse als auch ein Absaugstutzen.

Das Kabel misst drei Meter Länge und ist somit für flexibles Arbeiten auch an größeren Werkstücken geeignet, ohne dass man allzu schnell in die Verlegenheit kommt, umstecken zu müssen.

Mit entsprechenden Sägeblättern und ohne den Einsatz des Pendelhubs sind Schnitte in Eisen und Aluminium bis zu 10 Millimetern Schnitttiefe möglich. Die Blätter lassen sich ohne zusätzliches Werkzeug in die entsprechende Aufnahme einsetzen. Hierzu klappt man erstmal das Kunststoffvisier hoch, um dann mit zwei Fingern die Blattaufnahme zu entriegeln. Neben den mittlerweile obligatorischen Sägeblättern mit T-Schaft fasst die Aufnahme auch problemlos Blätter mit U-Schaft, was mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel ist.

Gegenüber der TC-JS 85 wirkt die TE-JS 100 robuster. Das gilt nicht zuletzt für die Sägeblattführung. Steht man vor der Wahl zwischen den beiden Einhell-Sägen, raten wir deshalb unbedingt zur TE-JS 100.

Festool Trion PS 300 EQ-Plus

Wieder aus dem Profi-Bereich kommt die Festool Trion PS 300 EQ-Plus. Auch hier bleiben kaum Wünsche offen und mit entsprechenden Zusatzprodukten, die optional zugekauft werden können, lässt sich die Stichsäge sogar halbstationär betreiben, da sie mit dem herstellereigenen Compact Modul System CMS kompatibel ist. Ein hervorragender Splitterschutz und reichliches optionales Zubehör, wie etwa Kreisschneider und diverse Anschläge, runden die Trion PS 300 ab.

Gegenüber der ebenfalls getesteten Carvex PS 420 EBQ-Plus ist die Trion PS 300 EQ-Plus etwas schwerer und auch die Bedienelemente sind beim neueren Carvex-Modell etwas gewandert. Wie das Namenskürzel am Ende schon verrät, verfügt die Stichsäge über eine Regelelektronik (E) und den praktischen »Plug It«- Stecker zum Tausch des Stromkabels (Q), nicht aber über eine Motorbremse (B), wie sie die Carvex hat.

Die Verarbeitungsqualität ist erwartungsgemäß tadellos und die Schnitte äußerst präzise. Somit steht nichts gegen einen Kauf der Trion PS 300 EQ-Plus. Wenn man allerdings schon die Entscheidung getroffen hat, einen dermaßen stolzen Betrag für eine Stichsäge hinzublättern, kann man auch gleich zur nochmal etwas besseren Carvex PS 420 EBQ-Plus greifen. Der Preisunterschied zwischen den beiden Maschinen ist gemessen an den ohnehin schon hohen Basiskosten nicht mehr allzu groß.

Hikoki CJ 90 VAST

Die Hikoki CJ 90 VAST macht zunächst einen ansprechenden Eindruck. Die kurze und kompakte Maschine liegt gut in der Hand, die Soft-Grip-Flächen rund um den Griffbereich bieten einen soliden Halt, alle Schalter sind komfortabel zu erreichen und das Stromkabel ist mit 2,3 Meter Länge zwar etwas kurz gehalten, aber noch im Rahmen, zumal es dick und ausreichend flexibel ist. Der Auflagetisch mit Fußplatte aus Druckguss ist massiv und plan, für Einstellungen benötigt man aber einen Inbusschlüssel.

Leider verwehrt vor allem ein Aspekt der Hikoki eine bessere Wertung: Ihre Werkzeugaufnahme. Es handelt sich um eine Schnellspann-Variante, die aber sehr einfach gehalten und etwas fummelig zu bedienen ist. Vor allem aber lässt sie dem Sägeblatt zu viel Spiel! Dass die Sägeergebnisse unpräzise waren und wir insbesondere bei Kurvenschnitten üppige Abweichungen vom 90-Grad-Winkel beobachten mussten, wundert uns daher nicht. Der Überblick auf die Schnittlinie ist zwar gut, das nutzt angesichts des zappelnden Blattes aber auch nicht mehr viel.

Kawasaki KEJS 800

Die Kawasaki KEJS 800 wirkt auf den ersten Blick wie ein guter Deal: Eine Stichsäge mit LED-Beleuchtung, Absaugvorrichtung, Parallelanschlag, vier Sägeblättern und 800 Watt Leistung für unter 40 Euro – was will man mehr? Nun, zum Beispiel eine vernünftige Verarbeitung – doch damit kann die Säge des Motorradveteranen nicht dienen. Bereits beim Auspacken fielen uns hässliche Kunststofffäden auf, die aufgrund des unsauberen Gusses aus dem Gehäuse ragten. Darüber könnte man angesichts des niedrigen Preises noch wohlwollend hinwegsehen, doch leider setzte sich der billige Eindruck konsequent fort.

Zunächst gab sich die Sägeblattaufnahme äußerst widerspenstig. Als wir das Blatt dann endlich erfolgreich reingewürgt hatten, bemerkten wir die unglaublich billige Verbindung zwischen dem Sägetisch, der übrigens ausschließlich die Stellungen -45 Grad, Null Grad und +45 Grad ohne Zwischenstufen kennt, und dem Rest der Säge. Der Sicherheitsbügel war ebenfalls schief und die Führung des Sägeblatts labberte nur so vor sich hin – wenn man überhaupt noch von Führung sprechen kann, denn das Blatt machte im Endeffekt alles mögliche, außer in der Spur zu bleiben: Links, rechts, schräg – wer spontane Überraschungen mag, wird die KEJS 800 lieben.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verzichtet die Kawasaki KEJS 800 übrigens auf einen Koffer, was wir angesichts des Schleuderpreises aber verstehen. Sägeblätter zum Wechseln finden dafür in einem kleinen Fach an der Rückseite einen Platz zur Aufbewahrung. Um überhaupt irgendetwas positives berichten zu können, sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Kawasaki als einziger Hersteller Ersatzbürsten für den Motor mitliefert.

Selbst für einen Einsatz alle paar Jahre können wir nur von der Säge abraten. Sie ist dermaßen schrottig, dass wir schon überlegt haben, ob wir nicht ein fehlerhaftes Gerät erwischt haben. Da es aber nicht nur einen Kritikpunkt gab, sondern praktisch das gesamte Produkt ein Ärgernis darstellte, können wir uns die miserable Qualität auch damit nicht erklären. Unser Fazit lautet daher: Finger weg!

Makita 4329

Die Makita 4329 ist in einigen Punkten das Gegenstück zur Bosch Professional GST 150 CE: Sie ist leicht, handlich, mit 450 Watt Motorleistung für unseren Geschmack aber etwas zu schwach. Im Gegenzug hat man einen guten Überblick auf das Sägeblatt, das Werkstück und die Schnittlinie. Ziemlich alte Schule und heutzutage etwas gewöhnungsbedürftig ist die Werkzeugaufnahme, denn sie hat keinen Schnellspannverschluss, sondern wird mit Hilfe einer Inbusschraube befestigt – stabil ist sie aber allemal.

Der Griff ist mit hochwertig gummierten Flächen versehen, zwischen 3,5 und 4,8 Zentimeter breit und liegt gut in der Hand. Abzüge gibt es für das Stromkabel: Es ist zwar dick und flexibel, mit zwei Meter Länge aber zu kurz für unseren Geschmack.

Im Praxistest schlug sich die Makita 4329 gut und konnte vor allem mit Winkeltreue im Kurvenschnitt überzeugen – leider keine Selbstverständlichkeit. Vermutlich hat sich hier die geschraubte Werkzeugaufnahme bezahlt gemacht. Der Motor läuft sehr ruhig und vibrationsarm, gehört aber nicht zur stärksten Sorte. Die Hubzahl lässt sich mit Hilfe einer Feststelltaste konstant halten, maximal schafft die Säge 3.100 Hübe pro Minute. Der Anschluss für eine Absage ist direkt am bzw. fast im Gehäuse verbaut, allerdings ist die Öffnung ohne einen dazugehörigen Adapter nicht mit normalen Absaugen oder Hausstaubsaugen zu gebrauchen. Aber auch mit Adapter ist die Absaugleistung ist nicht besonders gut: Mehr als die Hälfte der Sägespäne bleiben nach dem Arbeiten übrig.

Makita 4351FCTJ

Makita hat mit der 4351FCTJ eine Stichsäge im Programm, die sich zwar ausdrücklich an den Profi wendet, mit integrierter LED-Leuchte und ihrem vibrationsarmen Lauf aber auch für den ambitionierten Heimwerker geeignet ist. Die Maschine wirkt massiv und liegt sehr gut in der Hand. Neben dem Spanreißschutz und einem Set von drei Sägeblättern befindet sich zudem ein Kunststoffschuh für empfindliche Oberflächen im Lieferumfang. Der sitzt etwas stramm und bereitete uns zunächst einige kleinere Probleme beim Anbringen, vermittelte dafür aber auch einen schön stabilen Eindruck. Auch die 4351FCTJ verfügt über einen Stutzen zum Anschluss an eine professionelle Absauganlage oder einen Staubsauger. Im Test funktionierte das Absaugen erfreulich gut und stellte den Großteil der Konkurrenz in den Schatten.

Die Verarbeitungsqualität ist, wie von Makita gewohnt, hochwertig. Das gilt auch für das gut zwei Meter lange Kabel, das angenehm weich ist und dadurch nicht störrisch am Heck der Maschine zerrt. Das Arbeiten mit dem Pendelhub klappte gut und zügig, die Kante war aber nicht ganz so fein wie jene anderer Profi-Maschinen. Gegenüber dem, was die günstigere Konkurrenz ablieferte, konnte sie sich aber allemal sehen lassen. Generell war das Sägebild sehr ordentlich: Die Schnittlinie wanderte nicht und das Ergebnis war ziemlich lotrecht.

Unterm Strich ist die Makita 4351FCTJ eine gute Stichsäge, mit der man nicht viel falsch macht.

Ryobi RJS1050-K

Die Ryobi RJS1050-K ist eine verhältnismäßig günstige Maschine, die gemessen an ihrem Preis einiges bietet: Sie wird in einem Kunststoffkoffer geliefert, hat eine Arbeitsleuchte und einen kraftvollen Motor, der ihr eine maximale Hubzahl von 3.100 Hüben pro Minute ermöglicht. Ein moniterbarer Absaugadapter liegt ebenfalls bei, der Spanreißschutz ist hingegen fest an der Maschine verankert. Der Auflagetisch aus zwei Millimeter dickem Stahlblech ist einfach, aber stabil und mit 7,3 Zentimeter auch ausreichend breit. Lediglich dem Stromkabel merkt man den relativ niedrigen Preis an: Es ist nicht sehr flexibel und mit zweieinhalb Meter auch nicht allzu lang.

An Haptik und Ergonomie der Stichsäge haben wir wenig auszusetzen: Die gummierten Flächen am Griff fassen sich angenehm an und die Maschine ist schön kompakt, und obwohl der Griffbereich bauartbedingt relativ breit ist, liegt die Säge gut in der Hand. Alle Hebel und Schalter sind problemlos erreichbar und funktionieren sehr präzise, sämtliche Einstellungen lassen sich werkzeuglos vornehmen. Eine Feststelltaste hält die Drehzahl auf einem konstanten Niveau. Geräuschempfindliche Interessierte könnten sich aber an der Betriebslautstärke stören, die selbst Im Vergleich zu anderen Stichsägen recht hoch ist.

TackLife PJS02A

Die TackLife PJS02A gehört zu den günstigsten Maschinen im Test und war bis zum Update 04/2021 unsere Preisempfehlung. Dass sie mit ihrem schmalen Preis nicht mit einer zehnmal so teuren Profi-Säge à la Festool mithalten kann, sollte klar sein. Dafür bringt sie eine mehr als ordentliche Ausstattung mit und reicht für den gelegentlichen Gebrauch zuhause allemal aus.

TackLife liefert seine Stichsäge von Haus aus in einem Kunststoffkoffer aus. Der ist etwas kleiner als die Gegenstücke von Bosch, Metabo und Konsorten, beherbergt aber alles zuverlässig und ist in dieser Preislage ohnehin alles andere als selbstverständlich. Darin befinden sich neben der Säge selbst ein Parallelanschlag und sechs Sägeblätter. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist der Auflagetisch aus Alu-Druckguss.

Die Maschine verfügt neben dem obligatorischen, dreistufigen Pendelhub über ein Gebläse, einen Absaugstutzen, eine LED-Lampe zum Ausleuchten des Arbeitsbereichs und als besonderes Schmankerl einen Laser, der auf Wunsch die Schnittlinie markiert. Die Zielhilfe funktioniert gut und dürfte gerade für Gelegenheitsbastler sehr hilfreich sein.

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Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Die TackLife PJS02A bietet eine sehr gute Ausstattung für wenig Geld.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Die Flügelschrauben unten am Tisch sind für den Parallelanschlag gedacht. Sie lassen sich per Hand festziehen, sind aber ausreichend stabil.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Wie die meisten Stichsägen im Test verfügt auch die PJS02A über einen dreistufigen Pendelhub.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Neben einem Gebläse ...
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
... steht auch ein Absaugstutzen bereit.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Alles beisammen: Der Knopf für die Sicherung befindet sich direkt neben dem Abzug.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Die Drehzahl des Motors wird mithilfe des Stellrads an der vorderen Oberseite reguliert.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Das gelbe Dreieck warnt bereits: Die Taste aktiviert den Laser.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Die Sägeblattführung und der Splitterschutz.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Um das Sägeblatt zu wechseln, muss zunächst der Splitterschutz abgenommen werden.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Praktisch: Zum Wechsel des Sägeblatts ist kein zusätzliches Werkzeug notwendig.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Allerdings lässt sich die Aufnahme nicht ganz so komfortabel öffnen wie bei einigen Konkurrenten.
Stichsäge Test: Tacklife Pjs02a
Die PJS02A ist zwar kein Koloss, aber doch größer als man aufgrund des Gehäuses mit Bügelgriff annehmen könnte.

Das Sägen in die Multiplex-Platte hinterließ ein weitgehend lotrechtes Ergebnis, in den Kurven wanderte sie mitunter aber etwas von der vorgesehenen Linie ab. Dabei waren die Abweichungen allerdings auch nicht höher als bei einigen Konkurrenten, die bei weniger umfangreicher Ausstattung die Hälfte mehr kosten. Chirurgische Präzision sollte man allerdings nicht erwarten.

Unsere vier Zentimeter dicke Buchenplatte bekam die PJS02A durch, ganz ohne Anstrengung lief das Sägen aber nicht über die Bühne, zumal die Maschine vor allem bei zugeschaltetem Pendelhub alles andere als vibrationsarm arbeitet. Ein gewisses Mindestmaß an Muskelkraft in den Armen sollte man deshalb mitbringen, wenn wirklich gerade Linien im Holz das Ziel der Strapazen darstellen.

Der Schnitt durch Metall klappte wieder besser, doch auch hier mussten wir mit einiger Kraft vorgehen, um die Säge vom Zappeln abzuhalten. Wir hatten den Eindruck, dass das nicht am Motor lag – der wirkte durchaus leistungsstark genug. Viel mehr wird der hohe Schwerpunkt zum Problem: Passt man nicht auf, erhält man schnell einen verwackelten Schnitt und einen Haufen Sägemehl.

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Bei aller Kritik sollte man nicht vergessen, dass es sich bei der TackLife PJS02A um eine Einsteiger-Stichsäge zum absoluten Kampfpreis handelt. Oberstes Augenmerk liegt auf den Kosten, nicht auf Genauigkeit. Aufgrund der üppigen Ausstattung und der für diese Preisklasse sehr soliden Verarbeitung empfehlen wir sie trotzdem, denn wer es auf eine höhere Qualität abgesehen hat, muss sein Budget mindestens verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen.

Teccpo TAJS01P

Teccpo vertreibt sein günstiges Elektrowerkzeug ausschließlich über Amazon, so auch die Stichsäge TAJS01P. Die Ausstattung ist üppig und liegt zusammen mit der Maschine von TackLife ganz vorn im Testfeld. Die LED-Beleuchtung haben noch einige andere der getesteten Geräte, die Lasermarkierung haben die Sägen von Teccpo und TackLife hingegen exklusiv. Hinzu kommen ein Parallelanschlag, sechs Sägeblätter und ein Kunststoffkoffer. Bei einem Preis von weniger als 50 Euro gibt es diesbezüglich wirklich nichts zu meckern.

Leider merkt man der TAJS01P den Preisdruck an. Bereits ein gerader Schnitt in Holz ist kaum durchführbar und an präzise Kurvenschnitte ist überhaupt nicht zu denken. Das Sägeblatt hat dafür einfach zu viel Spiel und die recht große Bauhöhe samt Bügelgriff nimmt dem Anwender zusätzlich Kontrolle. Allerdings wäre die Säge auch ohne zitternde Klinge lediglich für kleinere Arbeiten geeignet, denn sowohl Schnitttiefe als auch Kabellänge bilden das Schlusslicht im Test.

Insgesamt ist die Teccpo TAJS01P zwar immer noch besser als die Kawasaki KEJS 800, die zudem weit schlechter ausgestattet ist, gegen die gleich teure TackLife PJS02A kommt sie aber nicht an.

Die wichtigsten Fragen

Wozu benutzt man eine Stichsäge?

Die Stichsäge ist das Werkzeug der Wahl, wenn man verschiedenste Materialien schnell und einfach sägen möchte. Mit den richtigen Sägeblätter lassen sich so ziemlich alle Materialien schneiden. Prädestiniert ist die Stichsäge vor allem für ungerade Schnitte (Kurvenschnitte). Hier spielt die Stichsäge ihre Stärken aus.

Wozu ist der Pendelhub gut?

Der Pendelhub, den mittlerweile beinahe alle Stichsägen an Bord haben, erweist sich vor allem beim Sägen harter und dicker Hölzer als besonders produktiv. Bei den meisten Modellen lässt sich die Pendelbewegung des Sägeblatt in mehreren Stufen einstellen. Die Schnittgeschwindigkeit erhöht sich dabei massiv, allerdings leidet dabei auch immer die Güte der Schnittkante – es gibt hierbei immer Ausrisse.

Welche Griffformen gibt es bei Stichsägen?

Stichsägen werden vor allen als Bügel- und Knaufgriff- (auch Stabgriff genannt) Varianten hergestellt und vertrieben. Mit welcher Griffform man am besten arbeitet, liegt am Nutzer. Handlichkeit und die Möglichkeit die Säge präzise zu führen sind aber bei allen Sägearbeiten von Vorteil.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Die wichtigsten Kritik Punkte bei einer Stichsäge sind die Handhabung und damit zusammenhängend Größe und Gewicht, die Sägeblattführung, von der maßgeblich die Präzision beim Schnitt abhängt, sowie eine freie Sicht auf die Sägelinie. Kann man auf präzise Schnitte mit einer Stichsäge nicht verzichten, sollte man zudem unbedingt auf eine stabile und verwendungsfreie Verbindung zwischen Auflagetisch und Gerätekörper achten. Ein nicht zu vernachlässigendes Feature ist zudem eine Schnittlinienbeleuchtung. Fast alle neuen Akku-Stichsägen sind mit diesem sinnvollen Feature ausgerüstet. Bei kabelgebundenen Geräten ist das nicht immer der Fall.

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