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Die beste Stichsäge

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Stichsäge Test: Stichsägen
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Die beste Stichsäge mit Netzkabel ist für uns die Metabo STE 100 Quick. Ihr Sägebild ist sehr gut, sie ist kompakt, leicht zu bedienen, tadellos verarbeitet und bleibt preislich im Rahmen. Wer mehr will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Update 20. September 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Ob Heimwerker oder Bastler: Wer viel selbst macht, hat sie sicher schon das ein oder andere Mal gebraucht – die Stichsäge. Sie kann präzise Sägen und mit den entsprechenden Blättern auch enge Kurven fahren. Vor allem für die Holzbearbeitung ist sie ein praktischer Helfer.

Wir haben uns 13 Geräte genauer angesehen. Preislich lagen diese zwischen rund 30 und über 300 Euro. Ein ganz schöner Preissprung, doch sind teure Sägen wirklich deutlich besser?

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Metabo STE 100 Quick

Test Stichsäge: Metabo STE 100 Quick
Metabo liefert mit der STE 100 Quick eine Stichsäge ab, die sich in fast allen Bereichen sehen lassen kann – und das zu einem überaus fairen Preis.

Die Metabo STE 100 Quick ist eine rundum gelungene Stichsäge. Sie ist gut verarbeitet, schön kompakt und hinterlässt ein super Sägebild. Das allein macht sie schon zu einer sehr guten Maschine, doch angesichts des verhältnismäßig günstigen Preises von rund 100 Euro sind wir regelrecht beeindruckt, was Metabo hier abliefert.

Wenn Geld egal ist

Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus

Test Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus
Festool steht für hervorragende Qualität, die allerdings ihren Preis hat – so auch die Carvex PS 420 EBQ-Plus. Wer aber das Geld aufwendet, bekommt eine Stichsäge der Superlative.

Wer sich nicht scheut, für herausragende Qualität auch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, ist mit Festool gut beraten. Die Maschinen des Herstellers genießen nicht umsonst einen sehr guten Ruf. Zwar lässt sich Festool sein Profi-Werkzeug entsprechend gut bezahlen, wer aber regelmäßig zur Stichsäge greift, kann mit der Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus auf lange Zeit sehr glücklich werden.

Gut & günstig

TackLife PJS02A

Stichsäge Test: TackLife PJS02A
Dank der Laserzielhilfe und der üppigen Ausstattung ist die PJS02A eine gute Wahl für Gelegenheitsbastler.

von 14 Lesern gekauft

Die TackLife PJS02A richtet sich an Privatanwender und schraubt gewaltig am Preisregler. Obwohl sie eine der günstigsten Stichsägen im Test ist, präsentiert sie sich mit einer umfangreichen Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt. Neben einer Arbeitsleuchte bietet sie außerdem eine Lasermarkierung, die zusätzlichen Überblick gewährleistet. Gerade Gelegenheitsbastler sind mit der TackLife-Säge gut bedient.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstig
Modell Metabo STE 100 Quick Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus TackLife PJS02A Bosch GST 90 E Bosch GST 150 CE Bosch PST 800 PEL Bosch PST 900 PEL Einhell TC-JS-85 Einhell TE-JS 100 Festool Trion PS 300 EQ-Plus Kawasaki KEJS 800 Makita 4351FCTJ Teccpo TAJS01P
Test Stichsäge: Metabo STE 100 QuickTest Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-PlusStichsäge Test: TackLife PJS02ATest Stichsäge: Bosch GST 90 ETest Stichsäge: Bosch GST 150 CETest Stichsäge: Bosch PST 800 PELTest Stichsäge: Einhell TC-JS-85Test Stichsäge: Einhell TE-JS 100Test Stichsäge: Festool Trion PS300 EQ-PlusTest Stichsäge: Kawasaki KEJS 800Test Stichsäge: Makita 4351FCTJTest Stichsäge: Teccpo TAJS01P
Pro
  • Hochschiebbarer Splitterschutz
  • Kompakte Maße
  • Gute Verarbeitung
  • Präzise
  • Super Preis-Leistungsverhältnis
  • Viele praktische Eigenheiten
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Präzise
  • Gute Schnitttiefe
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Sehr günstiger Preis
  • Solide Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Solide Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Gute Schnitttiefe
  • Guter Preis
  • Guter Preis
  • LED-Arbeitsleuchte
  • Günstiger Preis
  • Viel Zubehör
  • Gute Handhabung
  • Toller Preis
  • Einige praktische Eigenheiten
  • Sehr gute Schnitttiefe
  • Sehr günstig
  • Motorbürsten werden mitgeliefert
  • Gute Ausstattung
  • Gute Verarbeitung
  • Vibrationsarm
  • Präzise
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Günstiger Preis
Contra
  • Schlechter Gehrungsschnitt
  • Keine LED-Arbeitsleuchte
  • Sehr teuer
  • Gehrungsschnitte benötigen extra Zubehör
  • Kurvenschnitt nicht lotrecht
  • Sägeblatt hat Spiel
  • Starke Staubentwicklung
  • Vibriert stark
  • Schlechte Sicht aufs Sägeblatt
  • Motordrehzahl lässt unter Last nach
  • Schlechte Sicht aufs Sägeblatt
  • Schwerpunkt nicht optimal
  • Mäßige Sicht aufs Sägeblatt
  • Relativ geringe Schnitttiefe
  • Keine LED-Arbeitsleuchte
  • Schwerpunkt nicht optimal
  • Mäßige Sicht aufs Sägeblatt
  • Geringe Schnitttiefe
  • Mäßige Verarbeitung
  • Instabile Sägeblattführung
  • Vibriert stark
  • Knifflige Schnittlinienführung
  • Keine LED-Arbeitleuchte
  • Sehr teuer
  • Schlechte Verarbeitung
  • Extrem unpräzise
  • Vergleichsweise teuer
  • Starke Staubentwicklung
  • Geringe Schnittiefe
  • Unpräzise
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Basteln und mehr

Wenn es nicht nur noch ums einfache Durchsägen geht, wenn es auf akribische, saubere Schnitte in Holz, Kunststoff oder gar Stahl ankommt, ist eine Stichsäge gefragt. Wo die Handkreissäge mit ihrer geraden aber zugegeben sehr effizienten Arbeitsweise nicht weiterkommt, weil auch mal ein Bogen ins Werkstück gesägt werden muss, kommt Kollege Stichsäge zum Einsatz. Mit speziellen Kurvenblättern darf der Bogen sogar noch enger werden.

Weil diese Fähigkeiten beispielsweise in der kreativen Holzbearbeitung eine große Rolle spielen, ist die Stichsäge gerade bei Bastlern zu einem der begehrtesten Schnittwerkzeuge geworden. Dabei kann sie durchaus auch schneller und gröber, zum Beispiel, wenn einfach nur schnell ein Brett abgelängt werden soll.

Auch günstige Stichsägen sind sehr gut ausgestattet

Wenn es weder auf eine saubere Schnittfläche, noch auf eine besonders schonende Behandlung der Oberfläche ankommt, kann das Blatt dank dem sogenannten Pendelhub große Späne abheben und frisst sich erstaunlich schnell auch durch dicke Bretter. Die Pendelbewegung kann in unterschiedlicher Stärke erfolgen, meistens lässt sie sich in zwei oder drei Stufen variieren – die Nullstellung ohne pendelndes Sägeblatt nicht mitgerechnet.

Neben dem Pendelhub, der vor Jahrzehnten noch als besonderes Feature das Maß aller Stichsägen war, hat auch hier inzwischen Komfort Einzug gehalten. Ob werkzeugloser Wechsel des Sägeblattes oder die Möglichkeit, eine Absaugvorrichtung anzuschließen – beides gehört in der Preisklasse von deutlich unter 100 Euro zum Standard.

Neben robuster LED-Technik zum Ausleuchten des Arbeitsfelds ist bei fast jeder Stichsäge inzwischen auch eine Blasevorrichtung an Bord, die für freie Sicht auf den Schnitt sorgt. Das musste man früher bei Bedarf mit der eigenen Lunge erledigen.

Unterm Strich ist die Arbeit mit der Stichsäge also immer komfortabler geworden und wenn man über eine Absaugvorrichtung verfügt, ist der Hobbykeller nach dem Basteln auch schnell wieder in einem vorzeigbaren Zustand.

Die Kabel waren bei allen getesteten Sägen ausreichend lang – dank mindestens zwei Meter langer Strippen ist man nicht unmittelbar an die Werkbank gefesselt. Wer wirklich unabhängig von der Stolperfalle sein möchte, kann aber auch einen Blick auf eine Stichsäge mit Akku werfen. Entsprechende Maschinen sind zwar deutlich teurer als die Kabelkollegen, bieten aber mehr Komfort – zumindest bis der Akku schlappmacht.

So haben wir getestet

Um einen Eindruck zu bekommen, wie gut die Stichsägen mit Holz klarkommen, haben wir ihnen zunächst etwas einfachere Kost serviert. Auf einer 19 Millimeter dicken Multiplex-Platte haben wir Geraden markiert, die jeweils in einer Doppelkurve endeten. Jede Stichsäge musste dann zeigen, ob sie sowohl mit, als auch ohne eingeschaltetem Pendelhub die Linie halten konnte. Die Kurven haben wir durchweg mit ausgeschaltetem Pendelhub gesägt. Zwecks Vergleichbarkeit haben wir hierzu jeder Säge ein frisches Sägeblatt desselben Herstellers verpasst.

Nach dem Auftakt haben wir dem Motor etwas mehr zu tun gegeben: Eine massive, 40 Millimeter dicke Buchenholzplatte stellte die nächste Herausforderung dar, die es zu bewältigen galt. In beiden Fällen interessierten wir uns dafür, wie sauber die Schnittkante war, wie weit sie von der vorgezeichneten Linie abwich und ob sie lotrecht war, also im Winkel von 90 Grad zur Oberfläche stand.

Anschließend war wieder Präzision gefragt: Wir wollten sehen, wie gut die Stichsägen Gehrungsschnitte beherrschen. Im Winkel von 45 Grad ließen wir sie noch einmal auf eine Multiplex-Platte los, diesmal auf eine lackierte Siebdruckplatte.

Zum Abschluss wechselten wir die Holz-Sägeblätter durch Metall-Gegenstücke und schnitten ein Edelstahlrohr mit einer Wanddicke von 1,5 Millimetern nach und nach in Scheiben bzw. Ringe.

Der beschriebene Test-Parcours war übrigens der gleiche wie bei unserem Test der Akku-Stichsägen. Sollten Sie noch unschlüssig sein, ob Sie eine verkabelte oder kabellose Maschine möchten, lassen sich die Ergebnisse also vergleichen.

 

 Stichsäge Test: Metabo Ste 100 Quick

Testsieger: Metabo STE 100 Quick

Schnell, präzise, gut verarbeitet, mit einem langen Kabel – so ungefähr dürfte sich die Wunschliste der meisten Menschen lesen, wenn es um eine Stichsäge geht. Das gibt es auch, doch leider holen einen die hohen Anschaffungskosten für Elektrowerkzeug schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Genau hier setzt Metabo an und wirft mit der STE 100 Quick eine Stichsäge auf den Markt, die es mit teuren Profi-Maschinen aufnehmen kann. Dabei liegt der Straßenpreis der Säge bei nur rund 100 Euro.

Testsieger

Metabo STE 100 Quick

Test Stichsäge: Metabo STE 100 Quick
Metabo liefert mit der STE 100 Quick eine Stichsäge ab, die sich in fast allen Bereichen sehen lassen kann – und das zu einem überaus fairen Preis.

Ausstattung und Verarbeitung

Die Metabo STE 100 Quick verfügt über einen Auflagetisch aus hochwertigem Aluminium-Druckguss, der zusätzlich durch einen Stahlrahmen verstärkt ist. Er ist äußerst stabil, aber – genau wie der Rest der Säge – nicht besonders groß. Um ihn im Winkel zu verstellen, muss man zum mitgelieferten Inbusschlüssel greifen, der zur Verwahrung an der Maschine befestigt werden kann. Anders als bei vielen anderen Stichsägen, etwa denen von Bosch, wird er allerdings nicht in eine Aussparung im Gehäuse gesteckt, sondern findet Platz in einer eigenen Vorrichtung am Kabel. Das ist satte vier Meter lang, nicht zu starr und lässt dem Nutzer somit eine angenehm hohe Bewegungsfreiheit.

Praktische Kleinigkeiten

An der Vorderseite befindet sich der Splitterschutz aus transparentem Kunststoff, wie alle Stichsägen einen haben. Der Clou ist hier, dass man ihn bei Bedarf einfach nach oben schieben kann. So bleibt er immer an der Maschine und man kann ihn nicht verlieren. Obwohl das Merkmal eigentlich recht naheliegend scheint, haben wir es ansonsten nur bei den deutlich teureren Festool-Sägen gesehen.

Ob mit oder ohne Plastikvisier: Die Sicht auf das Sägeblatt ist sehr gut und lässt dadurch klar erkennen, wo die Schnittlinie verläuft. Lediglich die kleine Metallstrebe, die unsere Finger vor den Sägezähnen bewahren soll, ist etwas im Weg, schlimm ist das aber nicht.

Des Weiteren zieren das Gehäuse die orangenen und somit farblich klar abgesetzten Tasten für die bekannten Funktionen, wie den dreistufigen Pendelhub, das Gebläse und An/Aus. Am Heck befindet sich zudem noch das Stellrädchen für die Drehzahlregulierung. Eine Lampe zum Ausleuchten des Arbeitsbereichs hat sich Metabo leider gespart.

Die Griffflächen sind gummiert und gewährleisten zusammen mit den kompakten Maßen einen hervorragenden Halt. Dass einem die Säge bei laufendem Betrieb aus der Hand rutscht, kann man damit praktisch ausschließen.

Die Blattaufnahme nimmt Sägeblätter mit T-Schaft an, die sich ohne weiteres Werkzeug auswechseln lassen. Der Schafttypus stellt mittlerweile den Standard dar, somit gibt es daran nichts zu beanstanden. Alles in allem wirkt die Führung stabil, bei hohen Drehzahlen und zugeschaltetem Pendelhub gerät das Blatt aber dennoch mitunter in dezentes Schwingen.

Säge-Test

Was uns bereits beim ersten Schnitt auffiel, war die Kraft, die die STE 100 Quick an den Tag legen kann. Aufgrund der geringen Maße der kompakten Maschine hatten wir gar nicht erwartet, dass sie einen dermaßen starken Motor beherbergt. Die Säge flitzte regelrecht durch unsere Multiplex-Platte und auch die 40 Millimeter dicke Buchenplatte machte ihr keinerlei Mühe. Die Schnittkanten waren sehr sauber und Abweichungen von der Schnittlinie waren nur minimal zu erkennen.

Erstaunlich leistungsstark

Als wirklich herausragend stellte sich nebenbei die Absaugung heraus, die tatsächlich den größten Teil der anfallenden Späne erwischte. Wir hatten schon beim ersten Begutachten damit gerechnet, dass wir mit der STE 100 Quick eine verhältnismäßig reinliche Maschine vor uns haben, weil der Saugstutzen einen relativ großen Querschnitt mit nur wenig Verjüngung aufwies. Tatsächlich blieb sogar noch weniger Dreck liegen, als wir uns ausgemalt hatten – super!

Lediglich beim Gehrungsschnitt konnte die STE 100 Quick nicht überzeugen. Zum Einen war in der Schräglage nicht ganz offensichtlich, wo genau die Schnittlinie verlief, zum Anderen war die Kante nicht gerade, sondern wies einen deutlich sichtbaren Bogen auf. Schuld daran waren abermals die geringen Maße. Aufgrund des eher klein geratenen Auflagetischs war es recht schwer, die Säge in der Spur zu halten, ohne dass sie wandern würde – und das verhältnismäßig niedrige Gewicht von zwei Kilogramm unterstützte diesen Umstand noch mehr. Für Möbelbauer eignet sich die STE 100 Quick somit nicht.

Nachteile

Sonderlich viel zu kritisieren haben wir an der Metabo STE 100 Quick nicht. Die fehlende Arbeitsleuchte trübt den Gesamteindruck ein wenig, vor allem aber könnten die mangelhaften Ergebnisse bei den Gehrungsschnitten manch einem Bastler den Spaß verderben.

Kein Licht und wenig Schatten

Wir können uns vorstellen, dass das größere Geschwistermodell, die Metabo STE 140 Plus, aufgrund seiner etwas größeren Maße und des einhergehend höheren Gewichts hier wortwörtlich besser abschneiden würde, dadurch allerdings natürlich auch nicht mehr so handlich wäre. Außerdem ist die STE 140 Plus ein ganzes Stück teurer, dafür hat sie aber wiederum eine integrierte Arbeitsbeleuchtung. Da wir die STE 140 Plus nicht getestet haben, sind das aber nur Mutmaßungen.

Die Metabo STE 100 Quick im Testspiegel

Leider hat bislang keiner der Kollegen die Metabo STE 100 Quick getestet. Sobald entsprechende Testberichte vorliegen, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Die Metabo STE 100 Quick ist eine sehr gute Stichsäge, vor allem aber ist sie ein Preis-Leistungskracher. Wer entweder besonders stark auf den Preis oder aber die Leistung schaut, ist mit einer unserer alternativen Empfehlungen vielleicht noch besser beraten.

Wenn Geld egal ist

Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus

Test Stichsäge: Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus
Festool steht für hervorragende Qualität, die allerdings ihren Preis hat – so auch die Carvex PS 420 EBQ-Plus. Wer aber das Geld aufwendet, bekommt eine Stichsäge der Superlative.

Wenn es noch etwas mehr sein darf und im Geldbeutel keine Ebbe herrscht, ist die Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus ein hervorragender Kandidat für einen Platz in Hand- und Heimwerkerherzen gleichermaßen.

Die Stichsäge ist mit einem Füllhorn nützlicher Eigenschaften gespickt, die ihre Profi-Herkunft unterstreichen. So lässt sich der Splitterschutz an der Vorderseite hochschieben, wie wir es schon von der Metabo STE 100 Quick kennen. Das Sägeblatt, das sich selbstredend auch hier ohne Werkzeug austauschen lässt, sitzt in einer kugelgelagerten Führung, die zusätzlich nach hinten abgestützt wird, wodurch es genau dort bleibt, wo es sein soll. Justierbare Hartmetallbacken stabilisieren das Blatt bei Bedarf zusätzlich.

Kontrolle wird bei Festool großgeschrieben

Überhaupt wird Kontrolle bei Festool großgeschrieben. Vorne ist viel freier Raum, der eine hervorragende Übersicht gewährleistet und auch durch den Schutzbügel nicht groß eingeschränkt wird. Ein richtiges Schmuckstück ist dabei die Arbeitsleuchte: Sie geht in extrem schnellen Abständen ein und aus, nutzt also eine Art Stroboskop-Effekt. Der ist nach der Drehzahl des Motors getaktet, wodurch es für den Anwender aussieht, als würde das Sägeblatt stillstehen. So erkennt man wirklich sehr genau, wo sich die Säge gerade durch das Werkstück arbeitet. Dreht man die Säge auf den Kopf, erlöschen die LEDs und blenden somit nicht.

Apropos Motordrehzahl: Auch die Carvex gibt einen Drehregler zur Einstellung der Geschwindigkeit, die durch eine Automatikstellung ergänzt wird. Dann merkt die Säge, wenn sie unter Belastung steht, und gibt dem Motor bei Bedarf mehr Leistung. Die Sensorik funktioniert super und erlaubt gleichmäßiges Arbeiten ohne Anflüge von Schwäche.

Clever gelöst ist auch das Stromkabel, das anders als bei allen anderen Maschinen im Test, abgenommen werden kann. Festool nennt diese Lösung »Plug It« und sie ist nicht nur an der Carvex PS 420 EBQ-Plus zu finden, sondern an vielen Elektrowerkzeugen des Herstellers. Möchte man von einem Festool-Gerät zu einem anderen wechseln – zum Beispiel einem Schleifer – muss man nicht erst an der Steckdose herumfummeln, sondern kann einfach das Stromkabel von der Säge abziehen, in den Schleifer stecken und schon kann es weitergehen.

Überaus praktisch ist außerdem, dass man den Stecker anwinkeln kann. Besonders bei Arbeiten an engen Stellen kann man die Säge durch die Neigung verkürzen. Zusammen mit dem ergonomischen Gehäuse und den gummierten Griffflächen lässt das eine unvergleichbar gute Handhabung zu. Der Ein/Aus-Schalter ist derweil von beiden Seiten bedienbar – volle Kontrolle eben.

Sehr gute Sägeergebnisse

Es überrascht kaum, dass auch die Sägeergebnisse dementsprechend gut waren. Allerdings hatte die Schnittkante vor allem beim Richtungswechsel in der Doppelkurve trotz allem eine leichte Schräge. Dass der Motor mit einer Leistung von 550 Watt eigentlich zu den schwächeren Vertretern im Testfeld zählt, merkten wir keine Sekunde – selbst die dicke Buchenplatte stellte für die Carvex keine Herausforderung dar. Den Schnitt durch Stahl erledigte sie sogar am besten im Test: Ruhig, glatt und ohne eine merkbare Veränderung der Motordrehzahl.

Vor- und Nachteil zugleich ist, dass die PS 420 EBQ-Plus von Haus aus keine Gehrungsschnitte ausführen kann, denn der mitgelieferte Tisch lässt sich nicht neigen. Dadurch steht sie zwar sehr stabil und wackelt nicht, es nimmt einem im Einsatz aber auch Funktionsvielfalt. Möchte man das Feature nachrüsten, kommt man nicht umhin, einen speziellen Tisch bei Festool hinzuzukaufen.

Es verwundert nicht, dass die Festool Carvex PS 420 EBQ-Plus alle anderen getesteten Sägen problemlos aussticht. Ob man bereit ist, die hohen Kosten dafür zu bezahlen, steht auf einem anderen Blatt, zumal Festool für einige Funktionen, die sonst zum Standard zählen, zusätzlich kassiert – und das nicht gerade knapp. Wer es mit Elektrowerkzeug ernst meint und das Geld ausgibt, bekommt dafür allerdings eine überragende Stichsäge, die kaum Wünsche offen lässt.

Gut & günstig

TackLife PJS02A

Stichsäge Test: TackLife PJS02A
Dank der Laserzielhilfe und der üppigen Ausstattung ist die PJS02A eine gute Wahl für Gelegenheitsbastler.

von 14 Lesern gekauft

Die TackLife PJS02A gehört zu den günstigsten Maschinen im Test. Dass sie mit ihrem schmalen Preis nicht mit einer zehnmal so teuren Profi-Säge à la Festool mithalten kann, sollte klar sein. Dafür bringt sie eine mehr als ordentliche Ausstattung mit und reicht für den gelegentlichen Gebrauch zuhause allemal aus.

Umfangreiche Ausstattung

TackLife liefert seine Stichsäge von Haus aus in einem Kunststoffkoffer aus. Der ist etwas kleiner als die Gegenstücke von Bosch, Metabo und Konsorten, beherbergt aber alles zuverlässig und ist in dieser Preislage ohnehin alles andere als selbstverständlich. Darin befinden sich neben der Säge selbst ein Parallelanschlag und sechs Sägeblätter. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist der Auflagetisch aus Alu-Druckguss.

Die Maschine verfügt neben dem obligatorischen, dreistufigen Pendelhub über ein Gebläse, einen Absaugstutzen, eine LED-Lampe zum Ausleuchten des Arbeitsbereichs und als besonderes Schmankerl einen Laser, der auf Wunsch die Schnittlinie markiert. Die Zielhilfe funktioniert gut und dürfte gerade für Gelegenheitsbastler sehr hilfreich sein.

Das Sägen in die Multiplex-Platte hinterließ ein weitgehend lotrechtes Ergebnis, in den Kurven wanderte sie mitunter aber etwas von der vorgesehenen Linie ab. Dabei waren die Abweichungen allerdings auch nicht höher als bei einigen Konkurrenten, die bei weniger umfangreicher Ausstattung die Hälfte mehr kosten. Chirurgische Präzision sollte man allerdings nicht erwarten.

Mit Muskelschmalz zur Zielgeraden

Unsere 4 Zentimeter dicke Buchenplatte bekam die PJS02A durch, ganz ohne Anstrengung lief das Sägen aber nicht über die Bühne, zumal die Maschine vor allem bei zugeschaltetem Pendelhub alles andere als vibrationsarm arbeitet. Ein gewisses Mindestmaß an Muskelkraft in den Armen sollte man deshalb mitbringen, wenn wirklich gerade Linien im Holz das Ziel der Strapazen darstellen.

Der Schnitt durch Metall klappte wieder besser, doch auch hier mussten wir mit einiger Kraft vorgehen, um die Säge vom Zappeln abzuhalten. Wir hatten den Eindruck, dass das nicht am Motor lag – der wirkte durchaus leistungsstark genug. Viel mehr wird der hohe Schwerpunkt zum Problem: Passt man nicht auf, erhält man schnell einen verwackelten Schnitt und einen Haufen Sägemehl.

Bei aller Kritik sollte man nicht vergessen, dass es sich bei der TackLife PJS02A um eine Einsteiger-Stichsäge zum absoluten Kampfpreis handelt. Oberstes Augenmerk liegt auf den Kosten, nicht auf Genauigkeit. Aufgrund der üppigen Ausstattung und der für diese Preisklasse sehr soliden Verarbeitung empfehlen wir sie trotzdem, denn wer es auf eine höhere Qualität abgesehen hat, muss sein Budget mindestens verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen.

Außerdem getestet

Kenner könnten von der Bosch GST 90 E womöglich etwas enttäuscht sein, denn obwohl die Stichsäge zur blauen Profi-Serie gehört, merkt man ihr das leider nicht wirklich an. Zwar ist ihre Verarbeitung den Billig-Modellen klar überlegen, einen richtig guten Schnitt bekommt man damit aber trotzdem nicht hin.

Zugegeben: Innerhalb der Bosch Professional-Serie ist die GST 90 E das Einstiegsmodell und bereits für einen verhältnismäßig niedrigen Preis zu bekommen. Der Vergleich mit deutlich teureren Maschinen wäre daher kaum fair. Gegen die etwa gleich teure Metabo STE 100 Quick allerdings schon – und dagegen zieht die Bosch-Säge ebenfalls den Kürzeren.

Der Wechsel des Sägeblatts klappt dank SDS-Aufnahme ohne Werkzeug, nicht aber das Verstellen des Sägetischs, der übrigens nicht aus Aluminium-Druckguss besteht, sondern »nur« aus Stahl – dazu braucht man den beiliegenden Inbusschlüssel. Der Rest gestaltet sich wie gewohnt: Es gibt einen Absaugstutzen, einen Splitterschutz, einen dreistufigen Pendelhub und ein Stellrad für die Drehzahlregulierung. Dank Gummierung an den Griffflächen liegt die Säge gut in der Hand. Dazu ist der Lauf verhältnismäßig vibrationsarm.

Das Sägebild gestaltete sich rau, aber weitgehend gleichmäßig. Ein größeres Problem war allerdings die schlechte Sicht auf das Sägeblatt: Es sitzt zu weit hinten, was das Treffen der Schnittlinie erschwert. Außerdem spürt man, dass der Motor unter Last an Wucht verliert. Vermutlich liegt das an der fehlenden Constant-Elektronik – weshalb die Säge auch kein »C« in der Produktbezeichnung trägt.

Die nächsthöhere Hausnummer in Boschs Stichsägensortiment hört auf den Namen GST 150 CE und verfügt über die besagte Constant-Elektronik, die wir bei der kleinen Schwester vermisst haben. Dadurch hält der Motor seine Drehzahl auch dann bei, wenn sich die Säge gerade durch hartes Material arbeitet – und das merkt man deutlich.

Äußerlich erkennt man die enge Verwandtschaft der beiden Maschinen sofort, das 150er-Modell wirkt aber in einigen Bereichen noch etwas massiver. Die Ausstattung unterscheidet sich nicht großartig. Leider teilt sie durch die große Ähnlichkeit auch das Übersichtsproblem, das wir schon bei der GST 90 E hatten: Die Schnittkante ist gut, besonders in den Kurven, aber man sieht kaum, wohin genau man gerade sägt.

Steht man vor der Wahl zwischen der GST 90 E und der GST 150 CE, empfehlen wir ganz klar die GST 150 CE trotz des etwas höheren Preises vorzuziehen.

Es verwundert kaum, dass Bosch in punkto Stichsägen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat und somit öfter in unserem Test auftaucht – schon alleine, weil der Hersteller neben der blauen Professional-Serie mit der grünen Reihe auch günstigere Gerätschaften für Privatanwender anbietet. Zur zweiten Kategorie gehört die Bosch PST 800 PEL, die im Gegensatz zu den blauen Maschinen in unserem Test einen Bügelgriff besitzt.

Der Tisch wird lediglich von einer kleinen Schlitzschraube in Position gehalten – optimal ist das nicht, aber es funktioniert. Das Einsetzen des Sägeblatts geht ohne Werkzeug vonstatten, gestaltet sich aber nicht ganz so komfortabel wie bei der hauseigenen Konkurrenz. Außerdem ist das Kabel steifer als bei den blauen Maschinen im Test. Die Drehzahlregulierung geschieht über den Abzug.

Die Absauge funktionierte nur unterdurchschnittlich gut, da sich der zugehörige Stutzen nach innen hin stark verjüngt. Die Kante unseres Werkstücks war nach ihrer Begegnung mit der Säge nicht mehr lotrecht, sondern wies einige Schrägen auf.

Im Vergleich zu günstigen Sägen steht die Bosch PST 800 PEL gut da, der Abstand ist aber nicht so groß, wie man aufgrund des Markennamens annehmen könnte. Dementsprechend gilt auch hier: Für kleinere Gelegenheitsarbeiten reicht sie aus, viel mehr sollte man davon aber nicht erwarten.

Bei der grünen Bosch PST 900 PEL ist der Drehzahlwähler in den Schalter integriert. Das kennen wir bereits von den Modellen mit Akku, bei welchen man diese Art der Regelung häufiger sieht. Die Stichsäge erledigt alle Arbeiten ordentlich, doch vor allem bei den Schnitttiefen kann sie nicht ganz mit der höherpreisigen Konkurrenz mithalten. Dank der SDS-Aufnahme funktioniert der Wechsel des Sägeblatts hier natürlich ebenfalls ohne Werkzeug.

Äußerlich sieht die PST 900 PEL der PST 800 PEL zum Verwechseln ähnlich, kann aber ein ganzes Stück mehr Leistung bereitstellen, außerdem hat Bosch ihr eine LED-Leuchte spendiert. Ansonsten hat sie im Wesentlichen die gleichen Stärken und Schwächen wie die kleine Schwester.

Die Einhell TC-JS-85 gehört zur Einsteigerklasse und konkurriert preislich direkt mit unserer Empfehlung von TackLife. Bezüglich der Verarbeitungsqualität und der Ausstattung liegt aber einiger Abstand zwischen den beiden Maschinen. Der Auflagetisch besteht nicht aus hochwertigem Alu-Druckguss, sondern lediglich aus Stahl, was in dieser Preislage aber normal ist und somit keinen Anlass zur Kritik darstellt. Ärgerlicher ist hingegen die billige Verarbeitung: Das Kabel ist sehr starr und nervt bei der Handhabung der Stichsäge; die Blattaufnahme ist störrisch und sitzt auf einer Hubstange, die lediglich aus einem gebogenen Metallblech besteht. Die Säge wirkt einfach in allen Bereichen klapprig.

Die Sicht auf das Sägeblatt lässt zu wünschen übrig, was präzise Schnitte kaum möglich macht, sofern man sich nicht mit dem ganzen Oberkörper über die Werkbank beugen möchte. Tut man das, bekommt man mit der TC-JS 85 immerhin einen halbwegs brauchbaren Kurvenschnitt hin. Leider vibrierte die Maschine im Einsatz über alle Maßen und produzierte Staub ohne Ende – dabei übertraf sie auch die TackLife-Säge. Ohne extremen Druck unsererseits kam die Säge kaum durch die Buchenplatte, mit Druck ging es gerade so, die Kante war aber komplett verzogen und schräg.

Obwohl Einhell in unseren Tests immer wieder solides Werkzeug zu guten Preisen präsentieren konnte, wie beispielsweise bei den Akku-Stichsägen, bekleckert sich der Hersteller mit der TC-JS-85 keineswegs mit Ruhm. Fans der roten Geräte raten wir deshalb entweder zum Akku-Modell TE-JS 18 Li oder zur TE-JS 100 weiter unten.

Beim Auspacken der Einhell TE-JS 100 fällt zunächst der stabile Koffer positiv auf. Öffnet man ihn, findet sich neben der Säge eine solide Ausstattung mit Zubehör: Es gibt den obligatorischen Splitterschutz, eine Schnittlinienführung sowie einen Parallelanschlag dazu. Auch ein Sägeblatt für Holz befindet sich im Lieferumfang, man kann also direkt loslegen. An der Maschine selbst finden sich sowohl ein Gebläse als auch ein Absaugstutzen.

Das Kabel misst drei Meter Länge und ist somit für flexibles Arbeiten auch an größeren Werkstücken geeignet, ohne dass man allzu schnell in die Verlegenheit kommt, umstecken zu müssen.

Mit entsprechenden Sägeblättern und ohne den Einsatz des Pendelhubs sind Schnitte in Eisen und Aluminium bis zu 10 Millimetern Schnitttiefe möglich. Die Blätter lassen sich ohne zusätzliches Werkzeug in die entsprechende Aufnahme einsetzen. Hierzu klappt man erstmal das Kunststoffvisier hoch, um dann mit zwei Fingern die Blattaufnahme zu entriegeln. Neben den mittlerweile obligatorischen Sägeblättern mit T-Schaft fasst die Aufnahme auch problemlos Blätter mit U-Schaft, was mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel ist.

Gegenüber der TC-JS 85 wirkt die TE-JS 100 robuster. Das gilt nicht zuletzt für die Sägeblattführung. Steht man vor der Wahl zwischen den beiden Einhell-Sägen, raten wir deshalb unbedingt zur TE-JS 100.

Festool Trion PS 300 EQ-Plus

Wieder aus dem Profi-Bereich kommt die Festool Trion PS 300 EQ-Plus. Auch hier bleiben kaum Wünsche offen und mit entsprechenden Zusatzprodukten, die optional zugekauft werden können, lässt sich die Stichsäge sogar halbstationär betreiben, da sie mit dem herstellereigenen Compact Modul System CMS kompatibel ist. Ein hervorragender Splitterschutz und reichliches optionales Zubehör, wie etwa Kreisschneider und diverse Anschläge, runden die Trion PS 300 ab.

Gegenüber der ebenfalls getesteten Carvex PS 420 EBQ-Plus ist die Trion PS 300 EQ-Plus etwas schwerer und auch die Bedienelemente sind beim neueren Carvex-Modell etwas gewandert. Wie das Namenskürzel am Ende schon verrät, verfügt die Stichsäge über eine Regelelektronik (E) und den praktischen »Plug It«- Stecker zum Tausch des Stromkabels (Q), nicht aber über eine Motorbremse (B), wie sie die Carvex hat.

Die Verarbeitungsqualität ist erwartungsgemäß tadellos und die Schnitte äußerst präzise. Somit steht nichts gegen einen Kauf der Trion PS 300 EQ-Plus. Wenn man allerdings schon die Entscheidung getroffen hat, einen dermaßen stolzen Betrag für eine Stichsäge hinzublättern, kann man auch gleich zur nochmal etwas besseren Carvex PS 420 EBQ-Plus greifen. Der Preisunterschied zwischen den beiden Maschinen ist gemessen an den ohnehin schon hohen Basiskosten nicht mehr allzu groß.

Die Kawasaki KEJS 800 wirkt auf den ersten Blick wie ein guter Deal: Eine Stichsäge mit LED-Beleuchtung, Absaugvorrichtung, Parallelanschlag, vier Sägeblättern und 800 Watt Leistung für unter 40 Euro – was will man mehr? Nun, zum Beispiel eine vernünftige Verarbeitung – doch damit kann die Säge des Motorradveteranen nicht dienen. Bereits beim Auspacken fielen uns hässliche Kunststofffäden auf, die aufgrund des unsauberen Gusses aus dem Gehäuse ragten. Darüber könnte man angesichts des niedrigen Preises noch wohlwollend hinwegsehen, doch leider setzte sich der billige Eindruck konsequent fort.

Zunächst gab sich die Sägeblattaufnahme äußerst widerspenstig. Als wir das Blatt dann endlich erfolgreich reingewürgt hatten, bemerkten wir die unglaublich billige Verbindung zwischen dem Sägetisch, der übrigens ausschließlich die Stellungen -45 Grad, Null Grad und +45 Grad ohne Zwischenstufen kennt, und dem Rest der Säge. Der Sicherheitsbügel war ebenfalls schief und die Führung des Sägeblatts labberte nur so vor sich hin – wenn man überhaupt noch von Führung sprechen kann, denn das Blatt machte im Endeffekt alles mögliche, außer in der Spur zu bleiben: Links, rechts, schräg – wer spontane Überraschungen mag, wird die KEJS 800 lieben.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten verzichtet die Kawasaki KEJS 800 übrigens auf einen Koffer, was wir angesichts des Schleuderpreises aber verstehen. Sägeblätter zum Wechseln finden dafür in einem kleinen Fach an der Rückseite einen Platz zur Aufbewahrung. Um überhaupt irgendetwas positives berichten zu können, sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Kawasaki als einziger Hersteller Ersatzbürsten für den Motor mitliefert.

Selbst für einen Einsatz alle paar Jahre können wir nur von der Säge abraten. Sie ist dermaßen schrottig, dass wir schon überlegt haben, ob wir nicht ein fehlerhaftes Gerät erwischt haben. Da es aber nicht nur einen Kritikpunkt gab, sondern praktisch das gesamte Produkt ein Ärgernis darstellte, können wir uns die miserable Qualität auch damit nicht erklären. Unser Fazit lautet daher: Finger weg!

Makita hat mit der 4351FCTJ eine Stichsäge im Programm, die sich zwar ausdrücklich an den Profi wendet, mit integrierter LED-Leuchte und ihrem vibrationsarmen Lauf aber auch für den ambitionierten Heimwerker geeignet ist. Die Maschine wirkt massiv und liegt sehr gut in der Hand. Neben dem Spanreißschutz und einem Set von drei Sägeblättern befindet sich zudem ein Kunststoffschuh für empfindliche Oberflächen im Lieferumfang. Der sitzt etwas stramm und bereitete uns zunächst einige kleinere Probleme beim Anbringen, vermittelte dafür aber auch einen schön stabilen Eindruck. Auch die 4351FCTJ verfügt über einen Stutzen zum Anschluss an eine professionelle Absauganlage oder einen Staubsauger. Im Test funktionierte das Absaugen erfreulich gut und stellte den Großteil der Konkurrenz in den Schatten.

Die Verarbeitungsqualität ist, wie von Makita gewohnt, hochwertig. Das gilt auch für das gut zwei Meter lange Kabel, das angenehm weich ist und dadurch nicht störrisch am Heck der Maschine zerrt. Das Arbeiten mit dem Pendelhub klappte gut und zügig, die Kante war aber nicht ganz so fein wie jene anderer Profi-Maschinen. Gegenüber dem, was die günstigere Konkurrenz ablieferte, konnte sie sich aber allemal sehen lassen. Generell war das Sägebild sehr ordentlich: Die Schnittlinie wanderte nicht und das Ergebnis war ziemlich lotrecht.

Unterm Strich ist die Makita 4351FCTJ eine gute Stichsäge, mit der man nicht viel falsch macht.

Teccpo TAJS01P

Test Stichsäge: Teccpo TAJS01P

Keine Preise gefunden.

Teccpo vertreibt sein günstiges Elektrowerkzeug ausschließlich über Amazon, so auch die Stichsäge TAJS01P. Die Ausstattung ist üppig und liegt zusammen mit unserem Preistipp von TackLife ganz vorn im Testfeld. Die LED-Beleuchtung haben noch einige andere der getesteten Geräte, die Lasermarkierung haben die Sägen von Teccpo und TackLife hingegen exklusiv. Hinzu kommen ein Parallelanschlag, sechs Sägeblätter und ein Kunststoffkoffer. Bei einem Preis von weniger als 50 Euro gibt es diesbezüglich wirklich nichts zu meckern.

Leider merkt man der TAJS01P den Preisdruck an. Bereits ein gerader Schnitt in Holz ist kaum durchführbar und an präzise Kurvenschnitte ist überhaupt nicht zu denken. Das Sägeblatt hat dafür einfach zu viel Spiel und die recht große Bauhöhe samt Bügelgriff nimmt dem Anwender zusätzlich Kontrolle. Allerdings wäre die Säge auch ohne zitternde Klinge lediglich für kleinere Arbeiten geeignet, denn sowohl Schnitttiefe als auch Kabellänge bilden das Schlusslicht im Test.

Insgesamt ist die Teccpo TAJS01P zwar immer noch besser als die Kawasaki KEJS 800, die zudem weit schlechter ausgestattet ist, gegen die gleich teure TackLife PJS02A kommt sie aber nicht an.

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Kommentare

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Onno Wilken
Onno Wilken

Also ich schwöre auf meine Festool Carvex PS 420 http://www.stichsaege-vergleich.de/festool-carvex-ps-420/

Dirk Moe
Dirk Moe

Scheiß auf Kreissäge! Fred Labosch

Monika Aigner
Monika Aigner

Christoph Renßag Jürgen Rupprich

Dietmar Ercsei
Dietmar Ercsei

Bosch ist auf jeden besser

Thomas Stocker
Thomas Stocker

Danke

Ni Cole Polkehn
Ni Cole Polkehn

Habs dem
Chef schon geschickt 😉

Sandra Bauer
Sandra Bauer

Thomas Stocker was für dich 😉