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Die beste Stirnlampe

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Stirnlampe Test: Petzl Actik (1)
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 24 Stirnlampen getestet – von der Billigfunzel bis zum Luxuslicht war alles dabei. Die beste ist für uns die Petzl Actik Core. Die Einsatzbereiche für Stirnlampen sind vielfältig: Sei es zum Feierabendlauf nach der Arbeit, als Notlampe für das Handschuhfach des Autos oder als Accessoire fürs Camping. Entsprechend viele Lampen tummeln sich auf dem Markt.

Update 2. Dezember 2020

Wir haben die Black Diamond Revolt 350 Octane getestet. Zu einer Empfehlung hat es aber nicht gereicht.

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30. Oktober 2020

Wir haben elf weitere Stirnlampen getestet. Neuer Testsieger ist die Petzl Actik Core. Neue Empfehlungen sind außerdem die Ledlenser H5R Core, die  Omeril LED Headlamp und die Cocoda B6.

7 bis 90 Euro – diese beeindruckende Preisspanne tut sich bei unseren getesteten Lampenmodellen auf. Dabei hätte man auch durchaus 150 Euro auf den Tisch legen können – leistungsstarke Luxus-Lampenmodelle lassen sich die Hersteller inzwischen einiges kosten.

Im Test mussten sich bekannte Hersteller wie Petzl, Ledlenser und Silva mit unbekannten No-Name-Lampen messen. Dass teuer nicht unbedingt besser bedeutet, war nur eine von vielen Feststellungen. Von den 24 insgesamt getesteten Stirnlampen sind aktuell noch 22 erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Petzl Actic Core

Test Stirnlampe: Petzl Actic Core
Minimale Lampe mit maximaler Leistung. Keine andere Lampe in dieser Packmaß-Klasse liefert so viel Licht. Angenehm unkompliziertes Handling.

Keine Preise gefunden.

Die Petzl Actik Core ist ein kleines Leuchtwunder! Die mit nicht einmal 80 Gramm extrem leichte und kompakte Lampe zeigt der Konkurrenz, was leistungstechnisch auch auf kleinstem Raum möglich ist. Die kompakte Lampe spendet auf Wunsch ganze zwei Stunden lang 450 Lumen – da sehen andere, deutlich voluminösere und klobigere Lampen alt aus. Die Actik Core hat noch ein weiteres Ass im Ärmel – der mitgelieferte Core-Akku lässt sich mit USB laden, auf Wunsch können aber auch drei AAA-Batterien verwendet werden.

Auch gut

Ledlenser H5R Core

Stirnlampe Test: 71gjuen4zol. Ac Sl1500
Einfach bedienbare Stirnlampe mit dimmbarer Leuchtfunktion und wiederaufladbarem Akku. Eine der hellsten Lampen im Test, ausgezeichneter Wasserschutz.

Ledlenser zeigt mit der H5R Core wie eine leistungsstarke, einfach bedienbare Stirnlampe auszusehen hat. Die Lampe ist zwar kein ausgesprochenes Schnäppchen, punktet jedoch mit einem cleveren Ladesystem, einer tollen Ausleuchtung und einem bequemen Sitz. Entgegen der Funktionsvielfalt vieler anderer Modelle ist sie darüber hinaus simpel in Betrieb zu nehmen. Das mag Technik-Freaks eventuell langweilen – wem es aber um eine robuste, wasserdichte Lampe mit unkompliziertem Handling geht, ist hier richtig aufgehoben!

Wenn Geld egal ist

Olight H2R

Test Stirnlampe: Olight H2R
Ein Leistungswunder mit praktischer Ladefunktion, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt.

Keine Preise gefunden.

Die Olight H2R Cool White räumt unsere Leistungsempfehlung ab. Die Lampe ist zwar die teuerste, aber auch hellste im Test. Sie ist hochwertig verarbeitet und bringt eine ganze Menge an Zubehör mit, das sie besonders vielseitig verwendbar macht – sei es als Leselampe beim Camping, als superhelle Stirnlampe beim Camping und Laufen oder als Notlampe im Auto, mit der man besonders schnell auf sich aufmerksam machen kann.

Gut & günstig

Omeril LED Headlamp

Test Stirnlampe: Omeril LED Headlamp
Günstige Lampe, die für viele weniger anspruchsvolle Einsätze absolut ausreicht.

von 178 Lesern gekauft

Die Omeril LED Headlamp ist leicht zu bedienen und kompakt. Vor allem aber ist die Fernost-Lampe mit weniger als zehn Euro unschlagbar günstig, da sieht man gerne darüber hinweg, dass sie nicht so hochwertig verarbeitet ist. Als Notlampe tut sie es allemal. Die Kombination aus schwächerem »Leselicht« und Fokus-Strahler deckt viele Einsatzszenarien ab, die praktische Ladestandanzeige und die USB-Ladebuchse sorgen für eine einfache Handhabung.

Für Minimalisten

Cocoda B6

Test Stirnlampe: Cocoda Headlamp with Gesture Sensor
Die Cocoda ist die kleinste Lampe im Test, lässt sich leicht bedienen, hat eine Gestensteuerung und richtet sich an Nutzer, die eine Minilampe für unterwegs suchen.

von 224 Lesern gekauft

Magere 56 Gramm bringt die Cocoda B6 auf die Waage – und ist damit die leichteste Lampe im Test. Für Nutzer, die nicht mehr wollen als eine anständig funktionierende, per USB ladbare Stirnlampe, reicht die Cocoda aus. Sie hat sogar einen Gestensensor an Bord – praktisch! Hinzu kommt ein dreistufiger Scheinwerfer und ein bequemes Stirnband. Was will man mehr?

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istGut & günstigFür Minimalisten
ModellPetzl Actic CoreLedlenser H5R CoreOlight H2ROmeril LED HeadlampCocoda B6Petzl TikkinaBlack Diamond Revolt 350 OctaneLedlenser H7R.2ThruNite TH20Varta H10Aennon LED-StirnlampeBlusmart LED StirnlampeKarrong Stirnlampe LED WiederaufladbarWinzwon WZ6520FRAlien Scout StirnlampeCobiz LP015Silva Trail Runner 4Edelrid AsteriBlack Diamond RevoltOuterdo Super Bright HeadlampLetour Headlamp LED Super BrightEnergizer Advanced Pro Headlight
Test Stirnlampe: Petzl Actic CoreStirnlampe Test: 71gjuen4zol. Ac Sl1500Test Stirnlampe: Olight H2RTest Stirnlampe: Omeril LED HeadlampTest Stirnlampe: Cocoda Headlamp with Gesture SensorTest Stirnlampe: Petzl TikkinaTest Stirnlampe: Black Diamond Revolt 350 octaneTest Stirnlampe: LEDLenser H7R.2Test Stirnlampe: ThruNite TH20Test Stirnlampe: Varta H10Test Stirnlampe: Aennon LED-StirnlampeTest Stirnlampe: Blusmart LED StirnlampeTest Stirnlampe: Karrong Stirnlampe LED WiederaufladbarTest Stirnlampe: Winzwon LED-StirnlampeTest Stirnlampe: Alien Scout StirnlampeTest Stirnlampe: Cobiz LED Outdoor Sports HeadlightStirnlampe Test: StirnlampeTest Stirnlampe: Edelrid AsteriTest Stirnlampe: Black Diamond RevoltTest Stirnlampe: Cocoda Headlamp with 4 BrightnessesTest Stirnlampe: Letour Headlamp LED Super BrightTest Stirnlampe: Energizer Advanced Pro Headlight
Pro
  • Ausgezeichnete Leistung
  • Sehr kompakte Bauweise
  • USB-Lademöglichkeit
  • Möglichkeit, Lampe mit 3 x AAA zu betreiben
  • Ausgezeichnete Leuchtleistung
  • USB-Lademöglichkeit
  • Ausgezeichneter Wasserschutz
  • Unterteilte Ladestandsanzeige
  • Schöne Verarbeitung
  • Kompakte Konstruktion
  • Überragende Leuchtleistung
  • Hochwertige, robuste Verarbeitung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Durchdachte Betriebsmodi
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Kompakte Bauweise
  • Einfache Bedienung
  • Extrem kompakte Bauform
  • Gestensteuerung
  • USB-Lademöglichkeit
  • Kompakte Bauweise
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Unkomplizierte Handhabung
  • Tolle Ausleuchtung
  • Lange Leuchtdauer
  • Kompakte Abmessungen
  • Tolle Verarbeitung
  • Vielseitige Verstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit
  • Integriertes Rücklicht
  • Kompakt und hochwertig verarbeitet
  • Praktische Dimmfunktion
  • Ersatzteile im Lieferumfang
  • Günstiger Preis
  • Unkompliziertes Handling
  • Wenig Bauteile, daher robust
  • Kompakte Bauweise
  • USB-Ladefunktion
  • Einfache Bedienung
  • Viel Lampe für wenig Geld
  • Sensorfunktion
  • Viele Betriebsmodi
  • USB-Lademöglichkeit
  • Viel Lampe für wenig Geld
  • Sensorfunktion
  • Viele Betriebsmodi
  • USB-Lademöglichkeit
  • Viel Lampe für wenig Geld
  • Mehrere Betriebsmodi mit Sensorfunktion
  • USB-Lademöglichkeit
  • Gute Ausleuchtung
  • Hochwertiges Kopfband
  • Kompakte Bauweise
  • Gute Leuchtleistung Fokussierfunktion
  • Viele Betriebsmodi
  • USB-Lademöglichkeit
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Silikonbeschichtung am Kopfband
  • Leicht bedienbarer Steuerknopf
  • Sehr kompakter Scheinwerfer
  • Verwendung von USB-Akkufach möglich (optional!)
  • Gegen kurzes Untertauchen nach IPX6 geschützt
  • Schöne Ausleuchtung
  • Auffschiebbarer Diffusor
  • Integriertes Rücklicht
  • Kompakte Bauweise
  • Gute Ausleuchtung
  • Ausgezeichneter Wasserschutz
  • Integriertes Rücklicht
  • Große Strahlkraft
  • Tolle Ausleuchtung und Leuchtkraft
  • Wassergeschützt
  • USB-Ladebuchse
  • Integriertes Rücklicht
  • Billig wirkende Rasterung
Contra
  • Vergleichsweise kurze Akkulaufzeit
  • Proprietäres Ladekabel
  • Relativ schwer
  • Handling als Stirnlampe etwas umständlich
  • Teuer
  • Billige Verarbeitung
  • Wenige Betriebsmodi
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Wenige Betriebsmodi
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • UVP vergleichsweise teuer
  • Kleiner Schwenkbereich
  • Klobiger Akkupack
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Etwas gelbliches Licht
  • Keine Batterie im Lieferumfang
  • Schwache Leuchtleistung
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Kein schwenkbarer Scheinwerfer
  • Nur zwei Leuchtmodi
  • Bietet gegenüber Winzwon und Blusmart keine Vorteile
  • Billige Verarbeitung, besonders bei der Rasterung des Scheinwerfers
  • Billige Verarbeitung
  • Billige Verarbeitung, besonders bei Rasterung des Scheinwerfers
  • Im Testvergleich teuer
  • Keine USB-Ladefunktion
  • Hohes Gewicht
  • Billige Verarbeitung
  • Schepperndes Lampengehäuse
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Fummeliges Kopfband
  • Batteriefach am Hinterkopf
  • Kein Rotlicht/Leselicht
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Großes Akkufach am Hinterkopf
  • Grenzwertige Preis-Lesitung
  • Bedingt intuitive Bedienung
  • Preis-Leistung nicht überzeugend
  • Fummelige Bedienung
  • Klobig
  • Schwer
  • Große Abmessungen
  • Zweifelhafte Leistungsangaben
  • Sehr klobig
  • Kaum für den Outdoor-Sporteinsatz geeignet
  • Billige Verarbeitung
  • Kurze Leuchtdauer
  • Etwas fummeliger Bedienknopf
  • Keine USB-Ladebuchse
Bester Preis

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Lampentheorie: Von Lux und Lumen

Im Zusammenhang mit Stirnlampen liest man immer wieder die Begriffe Lux und Lumen. Doch was unterscheidet das eine vom anderen? Lux ist die physikalische Einheit für die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle. Lumen hingegen ist die fotometrische Einheit für den Lichtstrom. Bei Stirnlampen ist Lumen die von den Herstellen am häufigsten verwendete Einheit – wir haben unsere Lampen daher auch nach Lumen sortiert.

Dabei ist zu beachten, das bis vor wenigen Jahren nur wenige Lampen die »magische« 100-Lumen-Grenze überschritten. Inzwischen ist das eher die Regel. Die Zeit von »Funzeln« mit mangelhafter Ausleuchtung ist definitiv vorbei – bis auf die Varta, die, zumindest in diesem Test, eine wirklich schwache Leuchtleistung bietet.

Bauarten

Stirnlampe ist nicht gleich Stirnlampe – die 24 getesteten Lampen weisen unterschiedliche Konstruktionsmerkmale auf. Im Testfeld lassen sich drei Konstruktionstypen unterscheiden:

  1. Kompaktlampen mit in den Scheinwerfer integrierten Akkus
  2. Lampen mit externem Akku am Hinterkopf
  3. Stecklampen, bei denen der Lampenkorpus (inkl. Akku) in eine Halterung am Kopfband gesteckt wird

Je nach Einsatzgebiet eignet sich der eine Lampentyp besser als der andere. Praktisch ist zum Beispiel, wenn die Lampe auch als normale Taschenlampe genutzt werden kann.

Wasserdicht oder nicht?

Elektrogeräte wie Stirnlampen, die auch im Freien verwendet werden, sind in der Regel vor Außeneinwirkungen wie Staub und Wasser geschützt. Folgende Kennziffern (IP steht hierbei für »International Protection) finden sich auf den Lampen:

  • IPX8: Schutz auf unbestimmte Zeit gegen Eindringen von Wasser beim komplettem Eintauchen (bis 1 Meter Tiefe für 30 Minuten)
  • IPX6: Schutz gegen Eindringen von Wasser bei kurzem Eintauchen
  • IPX4: spritzwassergeschützt (Richtung egal)

Bei Modellen ganz ohne Zertifikat ist Achtung geboten: Hier ist nicht auszuschließen, dass die Geräte vom Kontakt mit Wasser Schaden davontragen.

So haben wir getestet

Alle 24 Lampen wurden auf Laufrunden, Wander- und Biwaktouren sowie Campingreisen im Spätherbst und Frühwinter getestet. Dabei wurde insbesondere ihre Leuchtleistung und Ausleuchtung bewertet sowie die Bedienbarkeit mit und ohne Handschuhe.

Das einzige, was im Rahmen des Tests größtenteils nicht bis zur Erschöpfung getestet werden konnte, ist die Batterielaufzeit. Hier musste zum Teil auf Herstellerangaben zurückgegriffen werden.

 Stirnlampe Test: Petzl Actik (1)

Testsieger: Petzl Actik Core

Was wäre die Stirnlampenwelt ohne Petzl! Die kompakte Actik Core belächeln wir zunächst etwas. Dieser Winzling soll es mit den »Chinamonstern« und leistungsstarken Heckbatteriefach-Lampen aufnehmen? Und ob er das tut!

Bei der Ladetechnik geht Petzl einen anderen Weg als die Konkurrenz. Man kann die Lampe entweder mit drei AAA-Batterien betreiben oder mit dem mitgelieferten Core-Akku, der über eine Micro-USB-Ladebuchse verfügt und sogar eine kleine integrierte Ladestandsanzeige hat. Praktisch, denn so kann man sich den aktuellen Gegebenheiten anpassen und ist nicht gleich aufgeschmissen, wenn es keine USB-Lademöglichkeit gibt.

Testsieger

Petzl Actic Core

Test Stirnlampe: Petzl Actic Core
Minimale Lampe mit maximaler Leistung. Keine andere Lampe in dieser Packmaß-Klasse liefert so viel Licht. Angenehm unkompliziertes Handling.

Keine Preise gefunden.

Trotz ihrer sehr kompakten Bauweise kann es die Actik Core in Sachen Leuchtleistung mit Silva und Co. aufnehmen. Petzl setzt übrigens seit der Veröffentlichung der legendären »Tikka« vor mehr als 20 Jahren auf eine nur wenig veränderte Form des Lampenkorpus, die zahllose Male kopiert wurde. Mit bis zu 450 Lumen Leuchtpower hängt die Lampe aus Frankreich die deutlich klobigere Silva mit ihren 350 Lumen und andere Lampen locker ab.

Beim Testlaufen stellt sich schnell heraus – diese Lampe sitzt fest am Kopf und funktioniert ausgezeichnet. Im Vergleich zu den China-Modellen von Cocoda oder Karrong fühlt sich die Petzl wertiger an. Sie ist zudem nach IPX4-Standard vor Wasser geschützt und dürfte damit ein längeres Produktleben haben als so manche Billig-Konkurrenzlampe. Die Leuchtlogik (Hell/Boost, Standard und Stromsparmodus) lässt sich leicht bedienen, durch das geringe Gewicht schaukelt sich die Actik Core auch bei bewegungsintensiven Sportarten am Kopf nicht unangenehm auf.

Die Actik Core hat sogar ein Rotlicht zum Lesen an Bord, das man aufgrund des fehlenden Heck-Akkus auch hervorragend auf dem Rücken liegend nutzen kann. Kurzum – für diese Performance verdient diese leistungsstarke Kompaktlampe den Testsieg. Ein kleines Manko hat sie zwar – bei vollgeladenem Akku kommt ihre Brenndauer von drei bzw. zwei Stunden im Standard- und Max Power-Modus nicht ganz an die Konkurrenz heran. Für die meisten Einsatzszenarien reicht die Actik Core jedoch vollends aus.

Wer bei der Qualität auf Nummer sicher gehen will, nimmt die Petzl. Statt etwas filigran wirkendem Plastik wie bei den meisten China-Lampen im Test weiß man hier, was man hat. Das hat natürlich auch seinen Preis – die Petzl Actik Core ist mit 50 Euro in etwa vier mal so teuer wie die Omeril.

Petzl Actik Core im Testspiegel

Das Bergzeit Magazin hat der Actik Core ebenfalls auf die LEDs geschaut und urteilt:

»Petzl ist mit der Actik Core die Fusion aus Gewicht, Leistung und solider Stirnlampe durchaus gelungen. […] Für das Preis-Leistungs-Verhältnis verdient die Stirnlampe definitiv ein Kompliment – für knapp 60 Euro erhält man eine vielseitige Stirnlampe, die kaum Wünsche offen lässt!»

Das Alpin Magazin hat die Actik Core ebenfalls getestet:

»Einfache Bedienung mit den Modi, mit denen man in 99 Prozent der Fälle auskommt.«

Im Outdoor Magazin-Test erhält die Actik Core das Testergebnis »überragend«:

»Einfaches Handling dank nur dreier, perfekt gestalteter Leuchtmodi. Gut: läuft auch mit Batterien.«

Alternativen

Zwar bietet unser Testsieger das beste Gesamtpaket, aber auch andere Lampen sind für den ein oder anderen interessant. Wir haben daher noch weitere Empfehlungen, die günstiger sind oder eine noch bessere Leistung vorweisen.

Auch gut

Ledlenser H5R Core

Stirnlampe Test: 71gjuen4zol. Ac Sl1500
Einfach bedienbare Stirnlampe mit dimmbarer Leuchtfunktion und wiederaufladbarem Akku. Eine der hellsten Lampen im Test, ausgezeichneter Wasserschutz.

Moderne Stirnlampen zeichnet häufig eines aus – eine zum Teil recht umständliche Bedienung. Zu verschiedenen Leuchtmodi kommt noch ein Lademodus, zu einem Rücklicht kommt eine Ladestandsanzeige. Manchmal gibt es die Option, die Lampe per Geste zu bedienen. Oftmals wird das Ganze noch über Druckknöpfe gesteuert, die mehrfach in verschiedenen Zeitabständen betätigt werden müssen, um durch die verschiedenen Modi zu schalten.

Bei seiner H5R Core geht Ledlenser einen anderen Weg. Die Lampe hat nur einen einzigen, großen und auch mit Handschuhen denkbar einfach bedienbaren Einschaltknopf, über den die Lampenmodi gesteuert werden. Betätigt man den Knopf einmal, schaltet die Lampe in den Standardmodus mit 300 Lumen. Der Einschaltknopf kann nicht nur gedrückt, sondern auch gedreht werden und funktioniert so als Dimmer. Drückt man den Knopf zweimal, schaltet die Lampe in den 500 Lumen-Boost-Modus und liefert einen beeindruckend hellen Lichtkegel, der beispielsweise beim Trailrunning ausreichend Orientierung ermöglicht.

Die Lampe erhält ihren Strom über den am Hinterkopf angebrachten Akkupack. Dieser wird über ein proprietäres, mit einem praktischen Magneten versehenes Kabel via USB geladen und hat eine Ladestandsanzeige. Im Vergleich zu den anderen Lampen im Test, bei denen der Akkupack ebenfalls am Hinterkopf untergebracht ist, fällt das Batteriefach der H5R Core recht klein aus. Mit 160 Gramm bewegt sich das Gewicht der Lampe darüber hinaus noch in einem tolerierbaren Rahmen.

Mit gut 60 Euro bei Amazon sprengt sie auch (noch) nicht den preislichen Rahmen. Besonders gut hat uns auch die IP67-Zertifizierung gefallen. Die Lampe kann bis zu 30 Minuten bis zu einen Meter tief eingetaucht werden.

Wenn Geld egal ist

Olight H2R

Test Stirnlampe: Olight H2R
Ein Leistungswunder mit praktischer Ladefunktion, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt.

Keine Preise gefunden.

Wow, wie edel! Das ist die erste Reaktion, die die Verpackung der Olight H2R beim Auspacken hervorruft. Die mit rund 90 Euro teuerste Lampe im Test macht bereits ordentlich Eindruck, ehe man sie überhaupt auf den Kopf setzt. Allerdings ist sie auch recht lang und mit 170 Gramm auch vergleichsweise schwer und erinnert auf den ersten Blick eher an eine Stab- als an eine Stirnlampe.

Stichwort Kopf: Gleich zu Beginn der Hinweis, dass diese Lampe für mehrere Sportarten bzw. Einsatzbereiche geeignet ist. Ohne Stirnband lässt sie sich wie eine klassische Taschenlampe zum Beispiel im Haushaltsgebrauch einsetzen, hat man sie in die Gummihalterung des Stirnbands eingesetzt, lässt sie sich beim Bergsteigen, Wandern und Laufen verwenden.

Auf dem Datenblatt ist die Olight H2R der Klassenprimus. Mit bis zu 2.300 Lumen Leuchtkraft stellt sie schlichtweg alle anderen Lampen in den Schatten. Diesen Maximalmodus hält sie zwar nur knappe zwei Stunden durch, doch auch das ist noch ein beeindruckender Wert. Der Medium-Modus sorgt mit 150 Lumen Leistung in den meisten Einsatzbereichen für ausreichend Licht, sogar im Low-Modus mit 30 Lumen lässt es sich beispielsweise hervorragend am Abend im Schlafsack lesen.

Per gummiertem Druckknopf wird zwischen den verschiedenen Modi umgeschaltet, es gibt auch einen »Moon Mode«, bei dem die Lampe nur schwach leuchtet und so im Dunkeln besser aufgefunden werden kann.

Man sollte in jedem Fall vermeiden, dieser Lampe direkt in die Linse zu sehen – die Augen danken es einem. Die mit einem 3.000-Milliamperestunden-Spezialakku betriebene Stirnlampe ist edel verarbeitet und wird über einen per Magnet am Batteriedeckel der Lampe angebrachten USB-Anschluss geladen. Ein praktischer Gürtelclip befindet sich ebenfalls im Lieferumfang.

Die Olight H2R ist damit ein exklusiver Lichtspender für Nutzer, die auf eine maximale Ausleuchtung und ausgezeichnete Verarbeitung Wert legen und dabei leichte Abstriche beim Gewicht in Kauf nehmen. Die Lampe heimst damit unseren Kauftipp in Sachen Leistung ein!

Gut & günstig

Omeril LED Headlamp

Test Stirnlampe: Omeril LED Headlamp
Günstige Lampe, die für viele weniger anspruchsvolle Einsätze absolut ausreicht.

von 178 Lesern gekauft

Interessantes Konzept – für nicht einmal zehn Euro: Die kompakte Omeril kombiniert einen breit streuenden Außenscheinwerfer mit einem fokussierten Innenscheinwerfer, dazu kommt Rotlicht und eine einfache Bedienung.

Beim Design haben sich die Chinesen zwar bei einzelnen Black Diamond-Modellen bedient, trotzdem kommen wir nicht umhin, die IPX5-zertifizierte Lampe für Schnäppchenjäger zu empfehlen.

Gut, bei der Verarbeitung gibt es ein paar Abstriche. Die etwas hakelige Befestigung der Lampe an Stirnband gewinnt keinen Designpreis. Doch in der Praxis – bei einem nächtlichen Hüttenaufstieg im Wettersteingebirge über einen felsigen, zum Teil etwas ausgesetzten Steig – funktioniert die schwenkbare Lampe sehr gut, der fest eingebaute Akku lässt sich zudem via USB aufladen. Gefallen hat uns auch das einfach verstellbare, breite Stirnband und der auch mit Handschuhen gut bedienbare Bedienknopf.

Zwar ist die Lampe etwas klobiger bzw. baut etwas höher als z. B. die Modelle von Petzl oder Cocoda, dafür ist sie aber bei Länge und Breite etwas kleiner und nimmt somit im Rucksack ähnlich viel Raum ein wie die Kompakt-Konkurrenz. Daher unser Tipp: Für Gelegenheitssportler ist die Omeril ein passabel funktionierendes Schnäppchen!

Für Minimalisten

Cocoda B6

Test Stirnlampe: Cocoda Headlamp with Gesture Sensor
Die Cocoda ist die kleinste Lampe im Test, lässt sich leicht bedienen, hat eine Gestensteuerung und richtet sich an Nutzer, die eine Minilampe für unterwegs suchen.

von 224 Lesern gekauft

Bei allem Funktionswahnsinn ist es direkt angenehm, wenn man mal eine Lampe in den Händen hält, die nicht mehr und nicht weniger kann als – leuchten. Die leichte und kleine Cocoda B6 wendet sich somit speziell an Minimalisten. Sie hat drei Betriebsmodi (hell, mittel, Energiesparmodus), eine Blinkfunktion und die Möglichkeit, die Lampe per Gestenmodus zu aktivieren, was in der Praxis sehr gut funktioniert.

Was man der Lampe schnell anmerkt, sind ihre 56 Gramm Gewicht. Am Kopf spürt man die Cocoda fast nicht, zudem ist sie so winzig klein, dass sie zum Beispiel in einer Jacken- oder zur Not auch Hosentasche problemlos Platz findet. Rund 150 Lumen (die Angaben divergieren) gehen für eine Lampe dieser Größenordnung absolut in Ordnung. Zur Wasserdichtigkeit macht der Hersteller keine Angaben, daher würden wir hier zu Vorsicht raten. Praktisch ist die USB-Lademöglichkeit.

Wir empfehlen die Cocoda B6 allen, die etwas Kleines für unterwegs suchen. Wer am Abend im Zelt noch lesen will, eine kleine Runde im Halbdunkel auf festen Wegen joggen geht oder mit dem Hund Gassi, findet in der Cocoda den perfekten Partner, der mit zwölf Euro darüber hinaus auch nicht die Welt kostet.

Außerdem getestet

Petzl ist so etwas wie der VW unter den Stirnlampen. Da weiß man, was man hat – aber das hat auch seinen Preis. So kostet die Tikkina etwas mehr als vergleichbare Billiglampen, überzeugt aber mit einer ausgezeichneten Verarbeitung. Im Vergleich zu allen Billiglampen aus Kunststoff, die wir getestet haben, macht sie mit Abstand den wertigsten Eindruck. Hier erhält man für sein Geld eine höhere Qualität, die man der Lampe sofort ansieht.

Auch das Stretchband macht einen wertigeren Eindruck – was die Funktionen angeht, beschränkt sich der französische Hersteller auf die wichtigsten: volle Leuchtkraft, verringerte Leuchtkraft, Leselicht. Betrieben wird die Petzl Tikkina mit drei AAA-Batterien – die Möglichkeit, die Lampe extern aufzuladen, besteht nicht. Das mag den positiven Testeindruck etwas schmälern, trotzdem gefällt das Gesamtkonzept. Die Tikkina ist eine wertig verarbeitete Stirnlampe ohne zu viel Schnickschnack, die schön am Kopf sitzt, schwenkbar und angenehm klein verpackbar ist.

Black Diamond Revolt 350 Octane

Mit ein wenig Verzögerung trudelt die Black Diamond Revolt 350 ein – der Nachfolger der bereits getesteten Revolt, bei der uns die unpräzise Gestensteuerung nicht sonderlich gefallen hat. Wir nehmen die IPX4-zertifizierte Lampe mit auf mehrere Langstreckenäufe und sind sofort positiv überrascht. Die kompakte Lampe ist leichter bedienbar als ihre Vorgängerin. Das Hin- und Herschalten zwischen dem Dimm-Modus und dem Full Power-Modus funktioniert gut, das kompakt bemessene Gehäuse und das dünne und doch bequeme Kopfband verringern das Packmaß der Lampe. Man fühlt kaum, dass man sie auf dem Kopf trägt. Ähnlich wie bei der Petzl Actik Core verfügt die Revolt 350 über einen herausnehmbaren und durch drei AAA-Batterien ersetzbaren Akku. Kleiner Unterschied zur Petzl: Der Akku ist nur aufladbar, wenn er sich in der Lampe befindet.

Die Revolt 350 hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, unter die Test-Favoriten zu rutschen – wenn da nicht die etwas schwergängige Rasterung der Scheinwerferverstellung wäre, die zudem keinen so weiten Schwenkbereich wie die Testsiegerin bietet. Auch ist das Kopfband trotz seines Komforts nicht ganz so rutschsicher wie das der Petzl. Trotzdem bleibt die Revolt 350 ein Tipp für alle Black Diamond-Fans.

Von Ledlenser haben wir gleich noch eine zweite Lampe getestet – und so waren wir gespannt, die H7R.2 im Rahmen eines frühmorgendlichen Halbmarathons ausprobieren zu können. Die fokussierbare Lampe leuchtet mit ihren 300 Lumen bis zu 160 Meter weit, der Scheinwerfer ist leichtgängig, schwenkbar und wird mit einem in ein Batteriefach eingelegten Akku betrieben. Die Lampe macht einen leichten, wertigen Eindruck, der Lampenkörper besteht aus Guss-Alu, der Taster ist auch mit Handschuhen leicht zu bedienen.

Die Ledlenser H7R.2 trägt sich auf Anhieb sehr angenehm, praktisch ist zudem die Dimmfunktion, die über ein Drehrad am Hinterkopf bedient wird, in dem sogar ein Rücklicht integriert ist. Was besonders gefällt ist die Option, die Lampe entweder mit dem mitgelieferten Akkupack oder mit vier AAA-Batterien zu betreiben. Am Akkufach befindet sich darüber hinaus eine USB-Ladebuchse – schnelles Laden ist somit garantiert. Was überzeugt, ist das ausgezeichnete Verhältnis von Gewicht zu Leistung sowie der komfortable, unterteilte Kopfgurt. Was die technischen Daten angeht, kann die Ledlenser ebenfalls punkten – 160 Meter Leuchtweite sind eine echte Hausnummer.

Im Testvergleich muss sie sich knapp der etwas kompakteren Konkurrenz in Form der H5R Core aus dem eigenen Hause geschlagen geben. Die Petzl Actik Core ist darüber hinaus schlichtweg uneinholbar kompakt und die Omeril sowie die Cocoda vom Preis her unschlagbar.

Gleich ein Minus am Anfang: Als einzige Lampe im Testfeld befindet sich bei der ThruNite TH20 keine Batterie und kein Akku im Lieferumfang. Da ist Otto Normalkäufer natürlich erstmal enttäuscht! Aber wir wollen mal nicht so sein, schließlich punktet die kompakte Lampe mit einer hochwertigen Verarbeitung. Die Lampe erinnert an das »Luxusmodell« von Olight – auch sie ist eine Stablampe aus Ganzmetall, die quer zur Gehrichtung in eine Halterung mit Stretchband eingeführt wird.

Die Bedienung der Lampe gestaltet sich recht einfach. Ein auch mit Handschuhen gut bedienbarer Druckknopf aktiviert bei langer Betätigung die Firefly-Funktion, bei der die Lampe nur schwach leuchtet und so leicht aufgefunden werden kann. Anschließend kann durch die verschiedenen Modi gewechselt werden – bei voller Leuchtkraft bietet die Lampe eine für ihre kompakten Abmessungen erstaunliche Lichtausbeute. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass der Hersteller der Lampe eine Ersatzhalterung beilegt – das hat im Testfeld Seltenheitswert.

Auch Schwenkvorgänge lassen sich mit der ThruNite TH20 nahezu problemlos ausführen – der tonnenförmige Alukörper der Lampe lässt sich in der Gummiführung des Kopfbandes nach oben und unten drehen. Das passiert zwar nicht so mühelos wie bei anderen Modellen aber immer noch leicht genug, um ausreichend praxistauglich zu sein.

Auch der Batterie- und Akkuhersteller Varta stellt Stirnlampen her. Das hier getestete Modell Outdoor Sports H10 wird im präsentationsfreundlichen Blister mit drei AAA-Batterien ausgeliefert. Um die Lampe zu entnehmen, braucht es ein scharfes Messer und etwas Geschick – ein anwenderfreundliches Unboxing sieht anders aus, aber nachdem die günstige Lampe auch in vielen Tankstellen und Supermärkten angeboten werden dürften, wollen wir bei diesem kleinen Detail mal nicht so streng sein.

Die Lampe selbst enttäuscht angesichts der starken China-Konkurrenz auf den ersten Blick etwas. Kein Rotlichtmodus, überhaupt nur zwei schwache Leuchtmodi – man bekommt schnell den Eindruck, dass Varta dieses Lämpchen nur für den Einsatz als Notlampe im Auto-Handschuhfach konzipiert hat. Im Test ist die Ausleuchtung okay, jedoch ist man von anderen Lampen eine bessere Fokussierung gewohnt. Für kurze Laufausflüge tut es das sehr günstige Modell durchaus – und ist durch seine kompakte Bauweise auch noch besonders robust.

Dennoch bleibt trotz der aufsehenerregenden Verpackung ein etwas fader Test-Beigeschmack. Varta hätte ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen können – wollte das aber in diesem Fall vielleicht gar nicht, um eine wartungsarme Lampe mit Minimalfunktion zu entwerfen, die sich perfekt als Not-Accessoire eignet.

Aennon LED-Stirnlampe

Test Stirnlampe: Aennon LED-Stirnlampe

Keine Preise gefunden.

Nahezu baugleich zur Lighting Ever, jedoch rund fünf Euro teurer ist das Modell von Aennon. Der wie bei der Lighting Ever geformte Scheinwerfer lässt die Vermutung aufkommen, dass bei beiden Lampen die gleiche Spritzugussform verwendet und nur das Branding verändert wurde. Seltsamerweise bietet die teurere Aennon-Lampe jedoch weniger Funktionen. Statt zwei getrennter Druckknöpfe für Rot- und Weißlicht gibt es bei dieser Lampe lediglich einen Knopf, über den die Modi angesteuert werden. Auch hat die Lampe keine Rot-Blinkfunktion. Zwar hat sie laut Datenblatt 70 Lumen mehr Leuchtkraft – im Test konnten wir allerdings keinen großen Unterschied feststellen. Der Unterschied ist, wenn es denn einen gibt, so marginal, dass man ihn nicht wahrnimmt.

Auch bei der Aennon gilt: Es ist ein Batteriefachdeckel vorhanden, den man aber nicht öffnen sollte. Was die restliche Ausstattung angeht, gleicht die Aennon der Lighting Ever. Aufgrund des Preisunterschieds sollte man aber zur letztgenannten greifen. Sie bietet schlichtweg mehr Funktion für weniger Geld.

Blusmart LED Stirnlampe

Huch, die Gehäuse sind aber ähnlich! Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass sich die Stirnlampen von Winzwon und Blusmart nur in vergleichsweise kleinen Details unterscheiden. Die beiden Produkte erhalten keinen Designpreis, die Verarbeitung ist eher billig. Bei der Blusmart ist die Rasterung der Leuchtwinkelverstellung etwas grob. Alles in allem macht die Lampe aber einen robusten Eindruck. Beim Laden leuchten nach und nach alle vier LEDs der Ladestandsanzeige – auch Fernost-Lampen in diesem Preissegment sind mit solchen sinnigen Details ausgestattet. Mit kurzem Druck der rechten Taste schaltet man durch alle sechs Funktionsmodi: hell fokussiert – gedimmt fokussiert – hell breit – gedimmt breit – Rotlicht – Rotlicht blinkend.

Um die Sensorfunktion, die sich übrigens auch bei der Winzwon mit der linken Taste aus- und einschalten lässt, zu verstehen, brauchen wir ein paar Versuche. Dann klappt es aber und wir können mit einem Vorbeiführen der Hand in kurzem Abstand vor der Lampe den hellen Weißlichtmodus aus- und einschalten. Praktisch! Gerade mit Handschuhen ist das Bedienen der Stirnlampentaste ja immer etwas schwierig. Gleichzeitig wäre es schön, wenn man auch den gedimmten Zustand per Sensor schalten könnte.

So, dann mal die Herstellerangaben überprüft: Mit ihren 150 Lumen reiht sich die Lampe bezüglich Leuchtperformance eher am unteren Ende der am Markt befindlichen Lampen ein. Im direkten Vergleich mit einer Lampe eines namhaften Herstellers entsteht jedoch der Eindruck, dass die Werte schon stimmen könnten. Die Angaben über Gewicht und Abmessungen passen. Leuchtdauer im Hell-Modus mit vier Stunden passt auch.

Der Akku der Blusmart reicht bei der zweiten Helligkeitsstufe in weiß immerhin zwölf Stunden. Für die Rotlicht-Modi stimmen die angegebenen 20 Stunden bzw. 25 Stunden. Die Ladezeit der Blusmart liegt jedoch bei nur 2,5 (statt der angegebenen vier bis sechs Stunden). Für den Gelegenheitsnutzer, der ab und an im Campingurlaub oder am Dachboden mal eine Stirnlampe braucht, ist die Lampe in unseren Augen eine gute Wahl.

Karrong Stirnlampe LED Wiederaufladbar

Test Stirnlampe: Karrong Stirnlampe LED Wiederaufladbar

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Irgendetwas kommt uns bei der Stirnlampe von Karrong bekannt vor, sehr bekannt sogar. Richtig! Sie gleicht dem Modell von Blusmart fast wie ein Ei dem anderen. Zwar ist sie etwas anders gestaltet, hat aber nahezu exakt die gleichen Funktionen und verfügt ebenfalls über eine Gestensteuerung. Was die Leistungswerte angeht, mussten wir uns indes am Kopf kratzen. 600 Lumen soll die Lampe haben – ehrlich? Das ist kaum nicht zu glauben, hier wurde offensichtlich geflunkert. Ansonsten erübrigt sich eine weitere Erläuterung der Lampenfunktionen – wir verweisen an dieser Stelle auf den Text zur Blusmart.

Was das Gehäuse angeht, wirkt die Winzwon WZ6520FR wie eingangs erwähnt wie ein Blusmart-Zwilling. Beim Laden wechselt die Ladekontroll-LED von rot auf grün, die fünf bzw. sechs Modi sind schnell gefunden. Ein kurzes Drücken der rechten Taste schaltet bei der Winzwon zwischen hell fokussiert – gedimmt fokussiert – blinkend, ein langer Druck führt bei ihr zu schwachem Rotlicht bzw. blinkendem Rotlicht.

Die Winzwon leuchtet weiß gedimmt rund zehn Stunden. Die Ladezeit beträgt drei Stunden (statt angegebener 2,5). Bei der Wasserschutzklasse steht wie bei der Blusmart IPX4 im Datenblatt, also von allen Seiten spritzwassergeschützt. Kann schon sein, dass das passt – aber eine super abgedichtete Bauausführung haben beide Lampen sicher nicht und es bleibt die Frage, wie sich die Lampen bei einem mehrtägigen Outdoor-Ausflug bei schlechtem Wetter schlagen würden. Das Kopfband ist, wie bei der Blusmart, gut zwischen (ungedehnten) 32 bis 58 Zentimeter Umfang verstellbar und kann zum Waschen abgenommen werden.

Natürlich ist der Preis von rund zehn Euro wirklich günstig für diesen Leistungsumfang. Aber leistungsseitig vergleichbare, deutlich hochwertiger verarbeitete Modelle namhafter Hersteller starten auch schon in diesem Preissegment ab 35 Euro. Nicht zuletzt ist es also eine Frage des Schwerpunkts, den man beim Lampenkauf setzt. Entweder billig, Abstriche bei der Verarbeitung und eine fragwürdige Schlechtwetterperformance in Kauf nehmen oder einen höheren Preis bezahlen und dafür eine verlässlichere Funktion erwerben – wir tendieren jedenfalls bei beiden Lampen dazu, eine teurere und wertigere Lampe zu kaufen.

Alien Scout Stirnlampe

Hm, durchaus ein interessanter Name für eine Stirnlampe – also gleich mal sehen, was dieser außerirdische Pfadfinder Alien Scout so zu bieten hat. Die angenehm kompakte Lampe ähnelt zwar Winzwon und Blusmart, verfügt aber über keine USB-Ladebuchse und wird mit drei AAA-Batterien, die sich noch dazu im Lieferumfang befinden, betrieben. Mit insgesamt vier Weißlicht-Leuchtmodi und zwei Rotlicht-Leuchtmodi lässt sie zudem zunächst keine Wünsche offen, 168 Lumen Leuchtstärke bieten eine gute Ausleuchtung beim Laufen oder Bergsteigen. Betreibt man sie zudem im Low-Modus, kommt sie auf eine Leuchtdauer von 120 Stunden – ein Wert, der ebenfalls an Winzwon und Blusmart erinnert. Die Verarbeitung wirkt etwas solider als bei den günstigeren Kolleginnen, das einstellbare Stirnband trägt sich angenehm.

Was hingegen skeptisch stimmt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Lampe. Für den Preis von doch immerhin 25 Euro bietet sie zwar eine auf den ersten Blick untadelige Verarbeitung bei geringem Gewicht, hat jedoch mangels integriertem Akku und Wiederauflade-Funktion ein umständlicheres Handling. Daher der Tipp: Für deutlich weniger Geld bieten Winzwon und Blusmart mehr Funktionen. Und geht man nach der Wertigkeit der Verarbeitung, hat bei den Kompaktlampen die Petzl Tikkina dann doch die Nase vorn.

Wow, was für ein Leuchtapparat! Der Anblick der Cobiz LP015 ist fast schon furchteinflößend. Die größte und mit 242 Gramm auch schwerste Lampe im Test macht schon rein optisch klar, wo der Hammer hängt. Für einen geringen Preis von lediglich 19 Euro bietet sie einen beeindruckend gute Ausleuchtung – leider ließen sich anhand der beigelegten Unterlagen und der im Netz auffindbaren Angaben keine Informationen zur Lumenzahl finden.

Die Haptik der Lampe, oder besser gesagt die Verarbeitung, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der aus Aluminium gefertigte Scheinwerfer scheppert – ja, wirklich! – wenn man mit der Lampe hin- und herwackelt. Das dürfte zum Beispiel beim Trailrunning und ambitioniertem Jogging schnell zu Irritationen führen. Wir haben die Lampe daher auch nur im Rahmen einer Nachtwanderung getestet. Die Umstellbarkeit von fokussierbarem Lichtkegel per zentraler LED und Streulicht mit einer zusätzlichen Ring-LED ist hingegen praktisch und funktioniert auch in der Praxis gut.

Was Ausleuchtung und Leuchtmodi angeht, macht die Cobiz einen guten Eindruck. Was jedoch missfällt, ist die labbrige Abdeckung des Batteriefachs an der Rückseite und das winzige Rotlicht an der Rückabdeckung, das eher Alibi-Charakter hat als dass man es ernst nehmen könnte. Auch fühlt sich die Verstellung des Scheinwerfers nicht sonderlich wertig an. Aber wie gesagt – für 19 Euro bietet die Lampe viel. Bleibt das hohe Gewicht, das sich insbesondere bei erschütterungsintensiven Sportarten bemerkbar macht. Daher unser Tipp: Die Cobiz ist geradezu perfekt für Elektriker oder andere Tüftler geeignet, die damit verwinkelte Werkstücke oder Arbeitsumgebungen ausleuchten wollen. Zum Sport treiben eignet sie sich weniger.

Silva dürfte erfahrenen Outdoor-Recken noch als einer der Analog-Kompass-Hersteller schlechthin bekannt sein. Bekanntermaßen hat inzwischen jede mittelprächtige GPS-Outdoor-Uhr einen Kompass mit an Bord, wodurch das schwedische Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließen musste – wie zum Beispiel Stirnlampen. Die Trailrunner 4 macht optisch einiges her. Ein kompakter, schwenkbarer Scheinwerfer sitzt an der Stirn, am Hinterkopf werden drei AAA-Batterien im Heckfach untergebracht. Die Lampenfunktionen lassen sich durch den großen Knopf auch mit Handschuhen sehr einfach durchschalten. Doch auch hier stört die Abwesenheit einer USB-Buchse. Gerade bei den fortschrittlichen Schweden hätten wir eine solche erwartet. Zwar kann optional ein per USB aufladbarer Akku erworben werden, dieser schlägt jedoch noch einmal mit rund 50 Euro zu Buche – bei einer bereits rund 60 Euro teuren Lampe zu viel Geld, wie wir finden.

Positiv fällt die Silikonbeschichtung des Kopfbands auf – da rutscht nichts. Die Einstellung des Bands ist eine andere Sache, damit sollte man sich ein wenig länger auseinandersetzen, bis es optimal an den Kopf passt! Was die Leuchtkraft angeht – der winzige Scheinwerfer der Silva ist erstaunlich hell. Wir testen die 350 Lumen-Lampe zusammen mit der Edelrid: Die beiden Modelle schenken sich wenig. Trotz des integrierten Diffusors würden wir der Silva jedoch aufgrund des progressiveren Designs und der bewegungsfreundlicheren Konstruktion den Vorzug geben – wenn da auch hier die Sache mit der fehlenden USB-Lademöglichkeit nicht wäre. So reicht es für die Lampe aus Schweden nur für einen Platz auf den niedrigen Rängen.

Edelrid aus Isny im Allgäu ist als Hersteller von Kletterausrüstung bekannt. Stirnlampen gehören quasi nebenher zum Portfolio und sind nicht Kerngeschäft des Unternehmens. An der Edelrid Asteri fällt zunächst einmal auf, dass sie nicht per USB geladen werden kann – klarer Nachteil. Unserer Meinung nach gehört dieses Feature inzwischen zu einer modernen Stirnlampe. Stattdessen sorgen drei AA-Batterien in einem recht voluminösen Fach am Heck für ausreichend Strom.

Clever gelöst ist hingegen der aufschiebbare Diffusor am Scheinwerfer. Mit einem Handgriff lässt sich dieser vor die Linse schieben und sorgt für einen breiter streuenden, weniger fokussierten Lichtkegel. Das ist praktisch, wenn man einen besseren Überblick haben möchte. Auch die Verstellung des Kopfbandes funktioniert angenehm unkompliziert. Maximal 250 Lumen liefert die Asteri und ist mit IPX6 sogar gegen kurzes Eintauchen in Wasser geschützt.

Bei einem Trailrun im stockfinsteren Lainbachtal in den bayerischen Voralpen probieren wir die Lampe schließlich aus. Wider Erwarten scheppert der etwas locker sitzende Diffusor-Schieber nicht im geringsten, der Scheinwerfer spendet angenehme homogenes Licht. Schnell schalten wir auf die zweite Helligkeitsstufe, die hellste Einstellung ist uns sogar zu grell – übrigens nicht dass einzige Mal bei den lumenstarken Lampen. Mit der zweithellsten Stufe lässt es sich hervorragend laufen.

Im Testfeld hat es die Lampe etwas schwer. Wie erwähnt fehlt der USB-Anschluss. Das voluminöse Heck-Batteriefach verhindert darüber hinaus, dass man die Lampe an Abend in der Hütte oder im Zelt zum Lesen verwenden kann. Zwar hat die Edelrid Asteri ein in das Batteriefach eingebautes, über einen separaten Schalter bedienbares Rücklicht – gegen durchdachtere Lampen wie die Ledlenser-Modelle oder auch die Petzl Actik Core hat die Lampe trotzdem das Nachsehen.

Black Diamond Revolt

Test Stirnlampe: Black Diamond Revolt

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Black Diamond bietet Stirnlampen im Bereich von 20 bis 100 Euro an. Die getestete Revolt (300 lm) liegt preislich mit 60 Euro mittig im Sortiment. Die Lampe und das Stirnband machen einen solide verarbeiteten Eindruck. Beim Blick auf die technischen Daten realisiert man, dass man eigentlich zwei Lampen in Händen hält. Bestückt man die Revolt mit den drei mitgelieferten NiMH Akkus (1,2 V/1.000 mAh) strahlt das Fernlicht (TriplePower LED) mit maximal 175 Lumen sechs Stunden lang knapp 70 Meter weit. Schaltet man auf den Nahbereich (Double Power LED) sind es 70 Lumen für 20 Stunden.

Lädt man jedoch drei (nicht wiederaufladbare) Alkaline Batterien (1,5 V/1.200 mAh) in das Batteriefach, sind es beim Fernlicht 300 Lumen/80 Meter/für 30 Stunden, die Nahbereich-LED hat dann jedoch nur 60 Lumen für 20 Stunden. Im Test verwenden wir erst einmal die mitgelieferten NiMH-Akkus. Ein kompletter Ladezyklus dauert um die 4,5 Stunden, anschließend wird der Ladestrom automatisch abgeschaltet. Belässt man die Lampe am Ladekabel, prüft sie selbständig alle 24 Stunden, ob ein erneutes kurzes Nachladen notwendig ist.

Der Einschaltvorgang auf Anhieb, eine kleine LED zeigt für ein paar Sekunden mit grüner, gelber oder roter Farbe an, wie gut der Ladezustand der Batterien noch ist. Beim Versuch, in einen anderen Modus zu schalten, scheitern wir jedoch. Also flugs die (24-sprachige) Bedienungsanleitung zur Hand genommen, die ganz am Anfang einen (fast) sprachneutralen Piktogramm-Teil hat. Aber selbst damit klappt das Ganze erst nach einigen Versuchen. Selbsterklärendes Piktogramm und intuitive Bedienung sieht jedenfalls anders aus – und im Langtext der Bedienungsanleitung steht unter »Modi« nur ein wenig hilfreiches »siehe Abbildungen«.

In der Früh geht es mit dem Bergradl zum Sonnenaufgang auf den Hausberg – eine gute Gelegenheit für einen ersten Praxistest. Die flachen fünf Kilometer raus aus der Stadt muss die Lampe an den Radhelm. Die Längenanpassung des Kopfbandes geht einfach – mit voll aufgedrehtem Fernlicht ist der Radweg perfekt ausgeleuchtet. Am Bergfuß angekommen, kommt der Helm an den Lenker und die Lampe wieder auf den Kopf. Das Umschalten auf Nahbereich braucht wieder ein paar Versuche.

Die Lampe trägt sich angenehm, der Nahbereichmodus reicht für die 6-8 km/h bergauf völlig aus, wir können sogar etwas dimmen. Für eine kurze Zwischenabfahrt nutzen wir das Umschalten auf volle Leistung per PowerTab. Kurzfazit: Solide, für das Preissegment aber nicht exorbitant ausgestattete, handliche Stirnlampe für den Allroundeinsatz. Das Wechseln zwischen den Leuchtmodi ist jedoch trainingsbedürftig.

Outerdo Super Bright Headlamp

Test Stirnlampe: Cocoda Headlamp with 4 Brightnesses

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Die Outerdo Super Bright Headlamp verfügt über ganze acht LEDs. »Braucht’s denn das?« würde da der Bayer sagen. Wir könnten es kurz machen und schlichtweg »Nein!« sagen. Damit würden wir es uns aber etwas zu einfach machen. Daher haben wir uns auch diesem voluminösen Gerät angenommen.

Zunächst einmal: In Sachen Klobigkeit und Abmessungen spielt das Modell ganz vorne mit. Zwar ist die Lampe nicht ganz so groß wie die ebenfalls getestete Letour und auch nicht ganz so unbequem, trotzdem ist der Scheinwerfer mit acht LEDs nicht gerade klein. Die per USB aufladbare Lampe hat ein Rücklicht, das Kopfband lässt sich einigermaßen leicht verstellen – trotzdem, so richtig ernst nehmen können wir die Lampe nicht, denn sie bietet gegenüber den deutlich kleineren und einfacher handhabbaren Modellen wie beispielsweise der Silva fast keine Vorteile – sieht man mal von der Angeber-Optik ab.

Die angegebenen 18.000 Lumen nehmen wir dem Hersteller nicht ab, da leuchtet die Ledlenser genauso hell. Die angegebene Schutzklasse IPX4 mag bei der Wasserdichtigkeit durchaus stimmen, sonst ist die Outerdo aber nicht mehr und nicht weniger als – eben eine Angeberlampe, denn auffallen tut man mit diesem Monstrum auf jeden Fall. Im Test ist die Konkurrenz qualitativ hochwertiger und bietet ähnliche Leuchtkraft bei weniger Auffälligkeit – somit fällt die Outerdo glatt durch.

Letour Headlamp LED Super Bright

Ach du liebe Güte, was ist das denn? Die Letour Headlamp LED Super Bright ist die wohl mächtigste Lampe, die wir im Test hatten. Der rechteckige Scheinwerfer misst gut sechs mal zwölf Zentimeter, eine gewaltige Riesen-Diode mit beeindruckenden 2500 Lumen fungiert als Lichtquelle. Mit ebenso beeindruckenden 340 Gramm toppt die Chinalampe in Sachen Volumen und Gewicht alle anderen Lampen im Test. Wir fragen uns unweigerlich: Ist das eine von diesen taghellen Baustellenlampen? Um es kurz und radikal zu sagen: Für dynamischere Sportarten wie Laufen ist die Lampe schlichtweg ungeeignet. Sie lässt sich nicht ruckelfrei am Kopf fixieren – durch ihr Gewicht wackelt sie beim Laufen auf und nieder und scheuert unangenehm an der Stirn. Zudem ist die harte Plastikplatte, an dem der Scheinwerfer befestigt ist, unbequem. Doch auch für gemäßigtere Sportarten wie Wandern können wir die Lampe nicht empfehlen. Wer will schon mit einem Riesen-Apparat am Kopf auf Tour gehen, wenn es deutlich kompaktere Lampen von der Ausleuchtung her auch tun?

Immerhin – mit den drei Modi hell, schwächeres Licht und Blinklicht lässt sich die Lampe leicht und ohne Gefriemel bedienen, der Riesen-Scheinwerfer sorgt darüber hinaus für eine beeindruckende, wenn auch nicht fokussierbare Ausleuchtung der Umgebung. Geradezu perfekt eignet sie sich damit als Notlampe fürs Auto: für Reifenwechsel oder die Beleuchtung des Motorraums. Mit der Schutzklasse (Herstellerangabe) IP55 ist die Lampe zudem anständig gegen Wassereinbrüche geschützt. Auf der anderen Seite – warum sollte man sich so ein Riesending ins Handschuhfach legen, wenn es kleinere Lampen auch tun? Immerhin misst die im mitgelieferten Etui untergebrachte Lampe immer noch 21 mal 16 Zentimeter!

Kurzum: So ganz erschließt sich uns der Einsatzbereich der rund 22 Euro teuren Letour-Lampe nicht. Sie fällt damit wie die ähnlich voluminöse, wenn auch hundert Gramm leichtere Outerdo-Lampe in die Kategorie Angebermodell, die die Outdoor-Welt nicht unbedingt braucht.

Energizer Advanced Pro Headlight

Aha, noch so eine Stirnlampe eines namhaften Batterieherstellers. Wie bei der Varta hat Energizer mit dem Advanced Pro Headlight eine Lampe im Programm, die man bevorzugt an Tankstellen und Elektromärkten finden wird und weniger in Outdoor-Fachgeschäften. Die Lampe kommt in einem klassischen Blister, der die Warenpräsentation vereinfachen dürfte, aber für viel Plastikmüll sorgt. Man bekommt schnell den Eindruck, das es sich hier eher um ein Mitläufer-Imageprodukt handelt als um eine eigenständig entwickelte Outdoor-Lampe. Beim Handling fällt sofort der etwas fummelige Bedienknopf auf, auch hier ist keine USB-Ladeoption an Bord. Wäre ja auch seltsam, wenn sich ein Batterie-Konzern selbst das Wasser abgraben würde! Die Ausleuchtung der 250 Lumen-Lampe geht durchaus in Ordnung – auf einem felsigen Gipfelanstieg im schneedurchsetzten Gelände kann das Advanced Pro Headlight punkten.

Was das Gesamtpaket angeht, enttäuscht die Energizer jedoch. Keine Angaben zu IP-Standards, kein USB, insgesamt etwas mehr Schein als Sein – so kann man es vielleicht am besten zusammenfassen. Ähnlich wie bei der Varta daher unser Tipp: Als Notlampe im Auto eignet sich die Energizer durch die kompakte Bauweise und die schöne Ausleuchtung ganz hervorragend, für anspruchsvolle Outdoor-Einsätze gibt es hingegen bessere Lampen.

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Kommentare

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Unwissend
Unwissend

„Das einzige, was im Rahmen des Tests größtenteils nicht bis zur Erschöpfung getestet werden konnte, ist die Batterielaufzeit.“

Das verstehe leider nicht ganz. Was ist so schwer daran die Lampen anzuschalten und abzuwarten bis sie ausgehen bzw. einen gewissen Teil ihrer Leuchtkraft verlieren?