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Die beste Stirnlampe

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Stirnlampe Test: Kingtop (3)
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 12 Stirnlampen getestet – von der nur 7 Euro teuren Billigfunzel bis zum 90 Euro teuren Luxuslicht. Die beste ist die LED Lenser H7R.2, die das beste Gesamtpaket abliefert. Die Einsatzbereiche für Stirnlampen sind vielfältig: Sei es zum Feierabendlauf nach der Arbeit, als Notlampe für das Handschuhfach des Autos oder als Accessoire fürs Camping. Entsprechend viele Lampen tummeln sich auf dem Markt.

7 Euro bis 90 Euro – diese beeindruckende Preisspanne tut sich bei unseren getesteten Lampenmodellen auf. Dabei hätte man auch durchaus 150 Euro auf den Tisch legen können – leistungsstarke Luxus-Lampenmodelle lassen sich die Hersteller inzwischen einiges kosten.

Im Test kam es uns primär darauf an, die Unterschiede zwischen Marken- und No-Name-Lampen herauszuarbeiten. Bekannte Hersteller wie Petzl, LED Lenser und Varta mussten sich mit unbekannten Fernost-Lampen messen. Dass dabei teuer nicht unbedingt besser bedeutet, war nur eine von vielen Feststellungen. Bisher haben wir 12 Stirnlampen getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

LED Lenser H7R.2

Test Stirnlampe: LEDLenser H7R.2
Helle, toll verarbeitete Stirnlampe mit heller Ausleuchtung und zahlreichen Betriebsmodi.

LED Lenser schnürt mit der H7R.2 ein stimmiges Gesamtpaket. Die Lampe liegt beim Preis im Mittelfeld, in Sachen Verarbeitung und Funktionsvielfalt bietet sie jedoch so viel wie wenige andere Lampen. Nicht zuletzt überzeugt die Lampe mit einer ausgezeichneten Passform – das durchdachte Kopfband lässt sich so gut anpassen wie kein anderes im Testfeld.

Höchste Leistung

Olight H2R

Test Stirnlampe: Olight H2R
Ein Leistungswunder mit praktischer Ladefunktion, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt.

Die Olight H2R Cool White räumt unsere Leistungsempfehlung ab. Die Lampe ist zwar die teuerste, aber auch hellste im Test. Sie ist hochwertig verarbeitet und bringt eine ganze Menge an Zubehör mit, das sie besonders vielseitig verwendbar macht – sei es als Leselampe beim Camping, als superhelle Stirnlampe beim Camping und Laufen oder als Notlampe im Auto, mit der man besonders schnell auf sich aufmerksam machen kann.

Kompakt & hochwertig

Petzl Tikkina

Test Stirnlampe: Petzl Tikkina
Kleine, kompakte Stirnlampe mit robuster Bauweise und hochwertiger Verarbeitung. Ideal für Hüttentouren und Feierabendläufe.

Die Petzl Tikkina mag zwar weniger Funktionen bieten als so manche Billiglampe – die Verarbeitung des Winzlings ist dann aber doch über jeden Zweifel erhaben. Eine immer-dabei-Lampe, wie sie aussehen muss. Tolle Passform, wertige Schwenkrasterung, flaches Profil. Diese Lampe passt einfach in jeden Rucksackwinkel!

Gut & Günstig

Kingtop KT568-DE

Test Stirnlampe: Kingtop LED Stirnlampe
Vielseitig ausgestattete Stirnlampe für Sparfüchse, die viel Funktion für wenig Geld erwerben wollen.

So viel Funktion für so wenig Geld wie die Kingtop KT568-DE bietet keine andere Lampe. Dass die Verarbeitung dabei nicht so toll ist – geschenkt. Schließlich kann man sich zum Preis einer Olight ungefähr fünf Kingtops kaufen. Wer nur gelegentlich mit Stirnlampe unterwegs ist und Schmuddelwetter meidet, ist mit diesem Modell bestens beraten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerHöchste LeistungKompakt & hochwertigGut & Günstig
ModellLED Lenser H7R.2Olight H2RPetzl TikkinaKingtop KT568-DEThruNite TH20Varta H10Aennon LED-StirnlampeBlusmart LED StirnlampeWinzwon WZ6520FRAlien Scout StirnlampeCobiz LP015Lighting Ever LED Stirnlampe
Test Stirnlampe: LEDLenser H7R.2Test Stirnlampe: Olight H2RTest Stirnlampe: Petzl TikkinaTest Stirnlampe: Kingtop LED StirnlampeTest Stirnlampe: ThruNite TH20Test Stirnlampe: Varta H10Test Stirnlampe: Aennon LED-StirnlampeTest Stirnlampe: Blusmart LED StirnlampeTest Stirnlampe: Winzwon LED-StirnlampeTest Stirnlampe: Alien Scout StirnlampeTest Stirnlampe: Cobiz LED Outdoor Sports HeadlightTest Stirnlampe: Lighting Ever LED Stirnlampe
Pro
  • Tolle Verarbeitung
  • Vielseitige Verstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit
  • Integriertes Rücklicht
  • Überragende Leuchtleistung
  • Hochwertige, robuste Verarbeitung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Durchdachte Betriebsmodi
  • Kompakte Bauweise
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • USB-Lademöglichkeit
  • Integriertes Rücklicht
  • Angenehmes Kopfband
  • Kompakt und hochwertig verarbeitet
  • Praktische Dimmfunktion
  • Ersatzteile im Lieferumfang
  • Günstiger Preis
  • Unkompliziertes Handling
  • Wenig Bauteile, daher robust
  • Kompakte Bauweise
  • USB-Ladefunktion
  • Einfache Bedienung
  • Viel Lampe für wenig Geld
  • Sensorfunktion
  • Viele Betriebsmodi
  • USB-Lademöglichkeit
  • Viel Lampe für wenig Geld
  • Mehrere Betriebsmodi mit Sensorfunktion
  • USB-Lademöglichkeit
  • Gute Ausleuchtung
  • Hochwertiges Kopfband
  • Kompakte Bauweise
  • Gute Leuchtleistung Fokussierfunktion
  • Viele Betriebsmodi
  • USB-Lademöglichkeit
  • Angenehmes Kopfband
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Klobiger Akkupack
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Relativ schwer
  • Handling als Stirnlampe etwas umständlich
  • Teuer
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Wenige Betriebsmodi
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Etwas klobige Bauweise
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Etwas gelbliches Licht
  • Keine Batterie im Lieferumfang
  • Schwache Leuchtleistung
  • Keine USB-Lademöglichkeit
  • Kein schwenkbarer Scheinwerfer
  • Nur zwei Leuchtmodi
  • Bietet gegenüber Winzwon und Blusmart keine Vorteile
  • Billige Verarbeitung, besonders bei der Rasterung des Scheinwerfers
  • Billige Verarbeitung, besonders bei Rasterung des Scheinwerfers
  • Im Testvergleich teuer
  • Keine USB-Ladefunktion
  • Hohes Gewicht
  • Billige Verarbeitung
  • Schepperndes Lampengehäuse
  • Schwammige Druckknöpfe
Bester Preis

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Lampentheorie: Von Lux und Lumen

Im Zusammenhang mit Stirnlampen liest man immer wieder die Begriffe Lux und Lumen. Doch was unterscheidet das eine vom anderen? Lux ist die physikalische Einheit für die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle. Lumen hingegen ist die fotometrische Einheit für den Lichtstrom. Bei Stirnlampen ist Lumen die von den Herstellen am häufigsten verwendete Einheit – wir haben unsere Lampen daher auch nach Lumen sortiert.

Dabei ist zu beachten, das bis vor wenigen Jahren nur wenige Lampen die »magische« 100-Lumen-Grenze überschritten. Inzwischen ist das eher die Regel. Die Zeit von »Funzeln« mit mangelhafter Ausleuchtung ist definitiv vorbei – bis auf die Varta, die, zumindest in diesem Test, eine wirklich schwache Leuchtleistung bietet.

Typen von Stirnlampen

Stirnlampe ist nicht gleich Stirnlampe – die 12 getesteten Lampen weisen unterschiedliche Konstruktionsmerkmale auf. Im Testfeld lassen sich drei Konstruktionstypen unterscheiden:

  1. Kompaktlampen mit in den Scheinwerfer integrierten Akkus
  2. Lampen mit externem Akku am Hinterkopf
  3. Stecklampen, bei denen der Lampenkorpus in eine Halterung am Kopfband gesteckt wird

Je nach Einsatzgebiet eignet sich der eine Typ mehr als der andere. Praktisch ist zum Beispiel, wenn die Lampe auch als normale Taschenlampe genutzt werden kann.

Zertifizierungen – wasserdicht oder nicht?

Elektrogeräte wie Stirnlampen, die auch im Freien verwendet werden, sind in der Regel vor Außeneinwirkungen wie Staub und Wasser geschützt. Folgende Kennziffern (IP steht hierbei für »International Protection) finden sich auf den Lampen:

  • IPX8: Schutz auf unbestimmte Zeit gegen Eindringen von Wasser beim komplettem Eintauchen
  • IPX6: Schutz gegen Eindringen von Wasser bei kurzem Eintauchen
  • IPX4: spritzwassergeschützt (Richtung egal)

Bei Modellen ganz ohne Zertifikat ist Achtung geboten: Hier ist nicht auszuschließen, dass die Geräte vom Kontakt mit Wasser Schaden davontragen.

Stirnlampe Test: Gesamt (3)
In der ersten Testrunde 01/2020 haben wir zwölf Stirnlampen getestet.

So haben wir getestet

Alle 12 Lampen wurden auf Laufrunden, Wandertouren und Campingreisen im Spätherbst und Frühwinter getestet. Dabei wurde insbesondere ihre Leuchtleistung und Ausleuchtung bewertet sowie die Bedienbarkeit mit und ohne Handschuhe.

Das einzige, was im Rahmen des Tests größtenteils nicht bis zur Erschöpfung getestet werden konnte, ist die Batterielaufzeit. Hier musste auf Herstellerangaben zurückgegriffen werden.

Stirnlampe Test: Ledlenser

Testsieger: LED Lenser H7R.2

Der deutsche Hersteller LED Lenser hat sich in den letzten Jahren in der Outdoor-Szene einen Namen in Sachen Stirnlampen gemacht, und so waren wir mehr als gespannt, die H7R.2 im Rahmen eines frühmorgendlichen Halbmarathons ausgiebig zu testen.

Die fokussierbare Lampe leuchtet mit ihren 300 Lumen bis zu 160 Meter weit, der Scheinwerfer ist leichtgängig und schwenkbar und wird mit einem in ein Batteriefach eingelegten Akku betrieben. Die Lampe macht einen leichten, wertigen Eindruck, der Lampenkörper besteht aus Guss-Alu, der Taster ist auch mit Handschuhen leicht zu bedienen.

Testsieger

LED Lenser H7R.2

Test Stirnlampe: LEDLenser H7R.2
Helle, toll verarbeitete Stirnlampe mit heller Ausleuchtung und zahlreichen Betriebsmodi.

Die LED Lenser H7R.2 trägt sich auf Anhieb sehr angenehm, praktisch ist zudem die Dimmfunktion, die über ein Drehrad am Hinterkopf bedient wird, in dem sogar ein Rücklicht integriert ist. Was besonders gefällt ist die Option, die Lampe entweder mit dem mitgelieferten Akkupack oder mit vier AAA-Batterien zu betreiben.

Am Akkufach befindet sich darüber hinaus eine USB-Ladebuchse – schnelles Laden ist somit garantiert. Was überzeugt, ist das ausgezeichnete Verhältnis von Gewicht zu Leistung sowie der komfortable, unterteilte Kopfgurt.

Was die technischen Daten angeht, kann die LED Lenser ebenfalls punkten – 160 Meter Leuchtweite ist eine echte Hausnummer. Zwar liegt die H7R.2 mit rund 45 Euro im gehobenen Mittelfeld der getesteten Lampen, wird aber aufgrund ihrer Einstellbarkeit, der tollen Verarbeitung und ihrer vielseitigen Modi zum Gesamtsieger im Test.

LED Lenser H7R.2 im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren seriösen Testberichte zur LED Lenser H7R.2 – sobald welche erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Zwar bietet unser Testsieger das beste Gesamtpaket, aber auch andere Lampen sind für den ein oder anderen interessant. Wir haben noch weitere Empfehlungen für sie, die günstiger sind oder eine noch bessere Leistung vorweisen.

Höchste Leistung

Olight H2R

Test Stirnlampe: Olight H2R
Ein Leistungswunder mit praktischer Ladefunktion, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt.

Wow, wie edel! Das ist die erste Reaktion, die die Verpackung der Olight H2R beim Auspacken hervorruft. Die mit rund 90 Euro teuerste Lampe im Test macht bereits ordentlich Eindruck, ehe man sie überhaupt auf den Kopf setzt. Allerdings ist sie auch recht lang und mit 170 Gramm auch vergleichsweise schwer und erinnert auf den ersten Blick eher an eine Stab- als an eine Stirnlampe.

Stichwort Kopf: Gleich zu Beginn der Hinweis, dass diese Lampe für mehrere Sportarten bzw. Einsatzbereiche geeignet ist. Ohne Stirnband lässt sie sich wie eine klassische Taschenlampe zum Beispiel im Haushaltsgebrauch einsetzen, hat man sie in die Gummihalterung des Stirnbands eingesetzt, lässt sie sich beim Bergsteigen, Wandern und Laufen verwenden.

Auf dem Datenblatt ist die Olight H2R der Klassenprimus. Mit bis zu 2300 Lumen Leuchtkraft stellt sie schlichtweg alle anderen Lampen in den Schatten. Diesen Maximalmodus hält sie zwar nur knappe zwei Stunden durch, doch auch das ist noch ein beeindruckender Wert. Der Medium-Modus sorgt mit 150 Lumen Leistung in den meisten Einsatzbereichen für ausreichend Licht, sogar im Low-Modus mit 30 Lumen lässt es sich beispielsweise hervorragend am Abend im Schlafsack lesen.

Per gummiertem Druckknopf wird zwischen den verschiedenen Modi umgeschaltet, es gibt auch einen »Moon Mode«, bei dem die Lampe nur schwach leuchtet und so im Dunkeln besser aufgefunden werden kann.

Man sollte in jedem Fall vermeiden, dieser Lampe direkt in die Linse zu sehen – die Augen danken es einem. Die mit einem 3.000-Milliamperestunden-Spezialakku betriebene Stirnlampe von olightstore.de ist edel verarbeitet und wird über einen per Magnet am Batteriedeckel der Lampe angebrachten USB-Anschluss geladen. Ein praktischer Gürtelclip befindet sich ebenfalls im Lieferumfang.

Die Olight H2R ist damit ein exklusiver Lichtspender für Nutzer, die auf eine maximale Ausleuchtung und ausgezeichnete Verarbeitung Wert legen und dabei leichte Abstriche beim Gewicht in Kauf nehmen. Die Lampe heimst damit unseren Kauftipp in Sachen Leistung ein!

Kompakt & hochwertig

Petzl Tikkina

Test Stirnlampe: Petzl Tikkina
Kleine, kompakte Stirnlampe mit robuster Bauweise und hochwertiger Verarbeitung. Ideal für Hüttentouren und Feierabendläufe.

Petzl ist so etwas wie der VW unter den Stirnlampen. Da weiß man, was man hat – aber das hat auch seinen Preis. So kostet die Tikkina etwas mehr als vergleichbare Billiglampen, überzeugt aber mit einer ausgezeichneten Verarbeitung. Im Vergleich zu allen Billiglampen aus Kunststoff, die wir getestet haben, macht sie mit Abstand den wertigsten Eindruck. Hier erhält man für sein Geld eine höhere Qualität, die man der Lampe sofort ansieht.

Auch das Stretchband macht einen wertigeren Eindruck – was die Funktionen angeht, beschränkt sich der französische Hersteller auf die wichtigsten: volle Leuchtkraft, verringerte Leuchtkraft, Leselicht. Betrieben wird die Petzl Tikkina mit drei AAA-Batterien – die Möglichkeit, die Lampe extern aufzuladen, besteht nicht. Das mag den positiven Testeindruck etwas schmälern, trotzdem gefällt das Gesamtkonzept. Die Tikkina ist eine wertig verarbeitete Stirnlampe ohne zu viel Schnickschnack, die schön am Kopf sitzt, schwenkbar und angenehm klein verpackbar ist. Sie erhält daher unseren Kauftipp als Kompaktlampe.

Gut & Günstig

Kingtop KT568-DE

Test Stirnlampe: Kingtop LED Stirnlampe
Vielseitig ausgestattete Stirnlampe für Sparfüchse, die viel Funktion für wenig Geld erwerben wollen.

Ganz schön klobig kommt einem die Kingtop KT568-DE vor, bevor man sie auf den Kopf setzt. Der Akku und der voluminöse Scheinwerfer fallen zwar nicht ganz so groß aus wie bei anderen Konkurrenten, trotzdem gehört die Lampe mit ihrem Gewicht von über 200 Gramm zu den Schwergewichten im Testfeld. Beim ersten Anschalten innerhalb eines Gebäudes fällt die tolle Ausleuchtung der Lampe nicht wirklich auf – daher kommt sie bei einem Berglauf zum Einsatz, um ihr genau auf die Diode fühlen zu können.

Im Test selbst erweist sich das Modell als recht angenehm in der Handhabung. Einmal auf dem Kopf, fällt das Gewicht nicht mehr sonderlich auf. Die praktische Ladestandsanzeige am Hinterkopf gibt schnell Auskunft, wieviel Power noch an Bord ist. Auch ein Rücklicht ist hier integriert. Praktisch ist der per schnellem Handgriff fokussierbare Lichtkegel. Der steile, nach oben hin verschneite Steig wird gut ausgeleuchtet, der simpel ausziehbare Zoom kann in der Praxis punkten.

Zwar wirkt der Scheinwerfer, der zum besseren Ausleuchten auch aus seiner Führung entnommen werden kann, nicht besonders wertig – er hat relativ viel Spiel im Schwenk-Scharnier. Der Hersteller bietet die Lampe aber für unter 20 Euro an – und das ist angesichts der Fülle an Funktionen dann doch eine erstaunlich geringe Summe. Damit erringt die Kingtop KT568-DE unseren Kauftipp Gut & Günstig.

Außerdem getestet

Gleich ein Minus am Anfang: Als einzige Lampe im Testfeld befindet sich bei der ThruNite TH20 keine Batterie und kein Akku im Lieferumfang. Da ist Otto Normalkäufer natürlich erstmal enttäuscht! Aber wir wollen mal nicht so sein, schließlich punktet die kompakte Lampe mit einer hochwertigen Verarbeitung. Die Lampe erinnert an das »Luxusmodell« von Olight – auch sie ist eine Stablampe aus Ganzmetall, die quer zur Gehrichtung in eine Halterung mit Stretchband eingeführt wird.

Die Bedienung der Lampe gestaltet sich recht einfach. Ein auch mit Handschuhen gut bedienbarer Druckknopf aktiviert bei langer Betätigung die Firefly-Funktion, bei der die Lampe nur schwach leuchtet und so leicht aufgefunden werden kann. Anschließend kann durch die verschiedenen Modi gewechselt werden – bei voller Leuchtkraft bietet die Lampe eine für ihre kompakten Abmessungen erstaunliche Lichtausbeute. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass der Hersteller der Lampe eine Ersatzhalterung beilegt – das hat im Testfeld Seltenheitswert.

Auch Schwenkvorgänge lassen sich mit der ThruNite TH20 nahezu problemlos ausführen – der tonnenförmige Alukörper der Lampe lässt sich in der Gummiführung des Kopfbandes nach oben und unten drehen. Das passiert zwar nicht so mühelos wie bei anderen Modellen aber immer noch leicht genug, um ausreichend praxistauglich zu sein.

Auch der Batterie- und Akkuhersteller Varta stellt Stirnlampen her. Das hier getestete Modell Outdoor Sports H10 wird im präsentationsfreundlichen Blister mit drei AAA-Batterien ausgeliefert. Um die Lampe zu entnehmen, braucht es ein scharfes Messer und etwas Geschick – ein anwenderfreundliches Unboxing sieht anders aus, aber nachdem die günstige Lampe auch in vielen Tankstellen und Supermärkten angeboten werden dürften, wollen wir bei diesem kleinen Detail mal nicht so streng sein.

Die Lampe selbst enttäuscht angesichts der starken China-Konkurrenz auf den ersten Blick etwas. Kein Rotlichtmodus, überhaupt nur zwei schwache Leuchtmodi – man bekommt schnell den Eindruck, dass Varta dieses Lämpchen nur für den Einsatz als Notlampe im Auto-Handschuhfach konzipiert hat. Im Test ist die Ausleuchtung okay, jedoch ist man von anderen Lampen eine bessere Fokussierung gewohnt. Für kurze Laufausflüge tut es das sehr günstige Modell durchaus – und ist durch seine kompakte Bauweise auch noch besonders robust.

Dennoch bleibt trotz der aufsehenerregenden Verpackung ein etwas fader Test-Beigeschmack. Varta hätte ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen können – wollte das aber in diesem Fall vielleicht gar nicht, um eine wartungsarme Lampe mit Minimalfunktion zu entwerfen, die sich perfekt als Not-Accessoire eignet.

Aennon LED-Stirnlampe

Nahezu baugleich zur Lighting Ever, jedoch rund fünf Euro teurer ist das Modell von Aennon. Der wie bei der Lighting Ever geformte Scheinwerfer lässt die Vermutung aufkommen, dass bei beiden Lampen die gleiche Spritzugussform verwendet und nur das Branding verändert wurde. Seltsamerweise bietet die teurere Aennon-Lampe jedoch weniger Funktionen. Statt zwei getrennter Druckknöpfe für Rot- und Weißlicht gibt es bei dieser Lampe lediglich einen Knopf, über den die Modi angesteuert werden. Auch hat die Lampe keine Rot-Blinkfunktion. Zwar hat sie laut Datenblatt 70 Lumen mehr Leuchtkraft – im Test konnten wir allerdings keinen großen Unterschied feststellen. Der Unterschied ist, wenn es denn einen gibt, so marginal, dass man ihn nicht wahrnimmt.

Auch bei der Aennon gilt: Es ist ein Batteriefachdeckel vorhanden, den man aber nicht öffnen sollte. Was die restliche Ausstattung angeht, gleicht die Aennon der Lighting Ever. Aufgrund des Preisunterschieds sollte man aber zur letztgenannten greifen. Sie bietet schlichtweg mehr Funktion für weniger Geld.

Blusmart LED Stirnlampe

Huch, die Gehäuse sind aber ähnlich! Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass sich die Stirnlampen von Winzwon und Blusmart nur in vergleichsweise kleinen Details unterscheiden. Die beiden Produkte erhalten keinen Designpreis, die Verarbeitung liegt eher bei billig denn bei wertig. Bei der Blusmart ist die Rasterung der Leuchtwinkelverstellung etwas grob. Alles in allem macht die Lampe aber einen robusten Eindruck. Beim Laden leuchten nach und nach alle 4 LEDs der Ladestandsanzeige – auch Fernost-Lampen in diesem Preissegment sind mit solchen sinnigen Details ausgestattet. Mit kurzem Druck der rechten Taste schaltet man durch alle sechs Funktionsmodi: hell fokussiert – gedimmt fokussiert – hell breit – gedimmt breit – Rotlicht – Rotlicht blinkend.

Um die Sensorfunktion, die sich übrigens auch bei der Winzwon mit der linken Taste aus- und einschalten lässt, zu verstehen, brauchen wir ein paar Versuche. Dann klappt es aber und wir können mit einem Vorbeiführen der Hand in kurzem Abstand vor der Lampe den hellen Weißlichtmodus aus- und einschalten. Praktisch! Gerade mit Handschuhen ist das Bedienen der Stirnlampentaste ja immer etwas schwierig. Gleichzeitig wäre es schön, wenn man auch den gedimmten Zustand per Sensor schalten könnte.

So, dann mal die Herstellerangaben überprüft: Mit ihren 150 Lumen reiht sich die Lampe bezüglich Leuchtperformance eher am unteren Ende der am Markt befindlichen Lampen ein. Im direkten Vergleich mit einer Lampe eines namhaften Herstellers entsteht jedoch der Eindruck, dass die Werte schon stimmen könnten. Die Angaben über Gewicht und Abmessungen passen. Leuchtdauer im Hell-Modus mit vier Stunden passt auch.

Der Akku der Blusmart reicht bei der zweiten Helligkeitsstufe in weiß immerhin zwölf Stunden. Für die Rotlicht-Modi stimmen die angegebenen 20 Stunden bzw. 25 Stunden. Die Ladezeit der Blusmart liegt jedoch bei nur 2,5 (statt der angegebenen vier bis sechs Stunden). Für den Gelegenheits-Nutzer, der ab und an im Campingurlaub oder am Dachboden mal eine Stirnlampe braucht, ist die Lampe in unseren Augen eine gute Wahl.

Winzwon WZ6520FR

Test Stirnlampe: Winzwon LED-Stirnlampe

Keine Preise gefunden.

Was das Gehäuse angeht, wirkt die Winzwon WZ6520FR wie eingangs erwähnt wie ein Blusmart-Zwilling. Beim Laden wechselt die Ladekontroll-LED von rot auf grün, die fünf bzw. sechs Modi sind schnell gefunden. Ein kurzes Drücken der rechten Taste schaltet bei der Winzwon zwischen hell fokussiert – gedimmt fokussiert – blinkend, ein langer Druck führt bei ihr zu schwachem Rotlicht bzw. blinkendem Rotlicht.

Die Winzwon leuchtet weiß gedimmt rund zehn Stunden. Die Ladezeit beträgt drei Stunden (statt angegebener 2,5). Bei der Wasserschutzklasse steht wie bei der Blusmart IPX4 im Datenblatt, also von allen Seiten spritzwassergeschützt. Kann schon sein, dass das passt – aber eine super abgedichtete Bauausführung haben beide Lampen sicher nicht und es bleibt die Frage, wie sich die Lampen bei einem mehrtägigen Outdoor-Ausflug bei schlechtem Wetter schlagen würden. Das Kopfband ist, wie bei der Blusmart, gut zwischen (ungedehnten) 32 bis 58 Zentimeter Umfang verstellbar und kann zum Waschen abgenommen werden.

Natürlich sind rund zehn Euro ein wirklich günstiger Preis für diesen Leistungsumfang. Aber leistungsseitig vergleichbare, deutlich hochwertiger verarbeitete Modelle namhafter Hersteller starten auch schon im Preissegment ab 35 Euro. Nicht zuletzt ist es also eine Frage des Schwerpunkts, den man beim Lampenkauf setzt. Entweder billig, Abstriche bei der Verarbeitung und eine fragwürdige Schlechtwetterperformance in Kauf nehmen oder einen höheren Preis bezahlen und dafür eine verlässlichere Funktion erwerben – wir tendieren jedenfalls bei beiden Lampen dazu, eine teurere und wertigere Lampe zu kaufen.

Alien Scout Stirnlampe

Hm, durchaus ein interessanter Name für eine Stirnlampe – also gleich mal sehen, was dieser außerirdische Pfadfinder Alien Scout so zu bieten hat. Die angenehm kompakte Lampe ähnelt zwar Winzwon und Blusmart, verfügt aber über keine USB-Ladebuchse und wird mit drei AAA-Batterien, die sich noch dazu im Lieferumfang befinden, betrieben. Mit insgesamt vier Weißlicht-Leuchtmodi und zwei Rotlicht-Leuchtmodi lässt sie zudem zunächst keine Wünsche offen, 168 Lumen Leuchtstärke bieten eine gute Ausleuchtung beim Laufen oder Bergsteigen. Betreibt man sie zudem im Low-Modus, kommt sie auf eine Leuchtdauer von 120 Stunden – ein Wert, der ebenfalls an Winzwon und Blusmart erinnert. Die Verarbeitung wirkt etwas solider als bei den günstigeren Kolleginnen, das einstellbare Stirnband trägt sich angenehm.

Was hingegen skeptisch stimmt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Lampe. Für einen Preis von doch immerhin 25 Euro bietet sie zwar eine auf den ersten Blick untadelige Verarbeitung bei geringem Gewicht, hat jedoch mangels integriertem Akku und Wiederauflade-Funktion ein umständlicheres Handling. Daher der Tipp: Für deutlich weniger Geld bieten Winzwon und Blusmart mehr Funktionen. Und geht man nach der Wertigkeit der Verarbeitung, hat bei den Kompaktlampen die Petzl Tikkina dann doch die Nase vorn.

Wow, was für ein Leuchtapparat! Der Anblick der Cobiz LP015 ist fast schon furchteinflößend. Die größte und mit 242 Gramm auch schwerste Lampe im Test macht schon rein optisch klar, wo der Hammer hängt. Für lediglich 19 Euro bietet sie einen beeindruckend gute Ausleuchtung – leider ließen sich anhand der beigelegten Unterlagen und der im Netz auffindbaren Angaben keine Informationen zur Lumenzahl finden.

Die Haptik der Lampe, oder besser gesagt die Verarbeitung, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der aus Aluminium gefertigte Scheinwerfer scheppert – ja, wirklich! – wenn man mit der Lampe hin- und herwackelt. Das dürfte zum Beispiel beim Trailrunning und ambitioniertem Jogging schnell zu Irritationen führen. Wir haben die Lampe daher auch nur im Rahmen einer Nachtwanderung getestet. Die Umstellbarkeit von fokussierbarem Lichtkegel per zentraler LED und Streulicht mit einer zusätzlichen Ring-LED ist hingegen praktisch und funktioniert auch in der Praxis gut.

Was Ausleuchtung und Leuchtmodi angeht, macht die Cobiz einen guten Eindruck. Was jedoch missfällt, ist die labbrige Abdeckung des Batteriefachs an der Rückseite und das winzige Rotlicht an der Rückabdeckung, das eher Alibi-Charakter hat als dass man es ernst nehmen könnte. Auch fühlt sich die Verstellung des Scheinwerfers nicht sonderlich wertig an. Aber wie gesagt – für 19 Euro bietet die Lampe viel. Bleibt das hohe Gewicht, das sich insbesondere bei erschütterungsintensiven Sportarten bemerkbar macht. Daher unser Tipp: Die Cobiz ist geradezu perfekt für Elektriker oder andere Tüftler geeignet, die damit verwinkelte Werkstücke oder Arbeitsumgebungen ausleuchten wollen. Zum Sport treiben eignet sie sich weniger.

Lighting Ever LED Stirnlampe

Mit rund zehn Euro ist die Lighting Ever eine der günstigsten Lampen im Test. Vergleicht man sie beispielsweise mit dem Modell von Varta, fällt auf, dass der Hersteller für nur fünf Euro Aufschlag deutlich mehr Funktionen in die Lampe packt. Zunächst wäre da der schwenkbare Scheinwerfer zu nennen, die die Lampe vielseitiger einsetzbar macht. Dazu kommt eine Weiß- und ein Rotlichtfunktion, wobei erstere in zwei Leuchtstärken und im Blinkmodus verwendet werden kann, zwei kleinere Dioden an der Seite der Lampe fungieren als »Rotlichter«. Die Lampe ist zudem per USB aufladbar, das bietet nicht einmal die deutlich teurere Petzl Tikkina.

Die nicht fokussierbare Lampe trägt sich angenehm am Kopf, das verstellbare Textilband erscheint wertig, auch die Ausleuchtung der Lampe geht für diese Preisklasse in Ordnung und prädestiniert die Lampe fürs Feierabendjogging, als immer-mit-dabei-Lampe beim Outdoorsport oder auch als Accessoire auf Reisen – sei es, um am Abend noch ein Buch zu lesen oder sich bei einer Nachtwanderung zu orientieren.

Ein wenig kurios wirkt das Batteriefach: Zwar ist ganz klar ein Scharnier und ein Einschnapp-Mechanismus vorhanden, jedoch soll man das Fach laut Betriebsanleitung nicht öffnen. Warum also ein Scharnier angebracht wurde, ist ein Rätsel. Was positiv auffällt, ist die kompakte Bauweise. Nur die Petzl Tikkina fällt im Test noch kompakter aus.

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Kommentare

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Unwissend
Unwissend

„Das einzige, was im Rahmen des Tests größtenteils nicht bis zur Erschöpfung getestet werden konnte, ist die Batterielaufzeit.“

Das verstehe leider nicht ganz. Was ist so schwer daran die Lampen anzuschalten und abzuwarten bis sie ausgehen bzw. einen gewissen Teil ihrer Leuchtkraft verlieren?