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Die beste Streaming-Box

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Test: Fire Tv Stick 4k Mit Fernbedienung
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Die beste Streaming-Box für 4K-Inhalte ist der Amazon Fire TV Stick 4K. Er bietet ein Rundum-Paket aus Video- und Audiostandards, eine gute Unterstützung für die wichtigsten Streamingdienste und punktet zudem mit einem unschlagbaren Preis. Wer mehr will, muss auch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Update 19. September 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

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26. März 2019

Apple hat auf seinem „It’s Show Time“-Event zwei neue Dienste angekündigt. Mit Apple TV+ liefert Apple einen eigenen Streaming-Service mit eigenproduzierten Serien und Filmen, Apple Arcade ist hingegen eine Spiele-Flatrate. Beide Dienste sollen im Herbst 2019 starten und dabei natürlich auch auf dem Apple TV verfügbar sein. Apple TV+ soll außerdem via App auf Amazons Fire-TV-Plattform funktionieren. Sobald die Services verfügbar sind, werden wir sie ausprobieren und erwägen, ob sie ein Kaufgrund für Apple-Hardware sind.

10. Januar 2019

Wir haben den neuen Amazon Fire TV Stick 4K getestet. Er hat uns so sehr überzeugt, dass er unseren bisherigen Favoriten abgelöst hat.

22. Oktober 2018

Wir haben die Xiaomi Mi Box sowie drei weitere Android-Streamingboxen getestet. Überzeugt haben sie uns alle nicht. Außerdem haben die Verfügbarkeit von Dolby Atmos für das Apple TV 4K aktualisiert.

4. Oktober 2018

Amazon hat eine neue Version des Fire TV Stick 4k vorgestellt. Wir werden ihn demnächst testen und den Artikeln mit weiteren neuen Streaming-Boxen aktualisieren.

8. Dezember 2017

Amazon Prime Video ist nun endlich als App auf dem Apple TV verfügbar. Gleichzeitig ist die neue TV App für das Apple TV erschienen. Wir haben den Artikel mit allen neuen Infos aktualisiert.

6. Dezember 2017

Google hat angekündigt, ab dem 1. Januar seine YouTube-App von Fire TV Geräten zu entfernen – für manche vielleicht ein weiterer Grund fürs Apple TV. Es ist aber auch möglich, dass Google die Entscheidung widerruft, wenn Amazon einlenkt und Google-Geräte ins Sortiment aufnimmt. Wir werden das weiter beobachten.

4K-Fernseher haben ihre FullHD-Vorgänger mittlerweile fast vollständig verdrängt. Doch woher kommen die ultrahochauflösenden Inhalte, um die UHD-Auflösung auch wirklich auszunutzen?

Neben knackscharfen 4K-Blu-rays per UHD-Player treiben vor allem Streaming-Dienste wie Netflix, iTunes oder Amazon Video die Verbreitung von 4K-Content voran. Externe Streaming-Boxen wollen es besonders einfach machen, die entsprechenden Inhalte auf den Fernseher zu bugsieren. Außerdem versprechen sie einen Mehrwert in Form von Apps und Spielen. Doch welche Streaming-Box ist ihr Geld wirklich wert? Wir haben sowohl als Apples neues Apple TV 4K als auch das neue Fire TV von Amazon getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Amazon Fire TV Stick 4K

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist trotz seines vergleichsweise geringen Preises ein echter Streaming-Allrounder. Der erste 4K-taugliche Stick von Amazon unterstützt alle aktuellen HDR-Formate sowie Dolby Atmos, bietet zudem Zugriff auf die wichtigsten Streaming-Dienste und punktet mit guter Leistung. Im Gegensatz zur eher unausgereiften Fire-TV-Box macht Amazon mit dem Fire TV Stick 4K fast alles richtig.

Edel-Alternative

Apple TV 4K

Das Apple TV 4K ist teuer, leistet aber auch viel. Nicht nur Apple-Fans profitieren von der sehr guten Performance und der ausgereiften Bedienung. Mit dem Zugang zur riesigen iTunes-Bibiliothek für Filme und Serien, den üblichen Streaming-Apps wie Netflix und Watchever und endlich auch Amazon Prime Video, steht einem mit dem Apple TV von allen Streaming-Boxen die größte Auswahl an Filmen und Serien zur Verfügung. Für Film-Fans gibt es zur Zeit kaum etwas besseres.

Full-HD-Favorit

Amazon Fire TV Stick

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick
Gute Wahl für alle, die auf 4K verzichten können. Mittlerweile auch Alexa-tauglich.

Wenn es nicht 4K sein muss, liefert der Amazon Fire TV Stick die einfachste Möglichkeit, Filme und Serien zu streamen. Während Amazons «große” Box in diesem Jahr enttäuscht, ist der Stick vor allem aufgrund seines günstigen Preises eine Empfehlung wert. Auch hier hat man Zugang zu fast allen Online-Videotheken, nur auf den iTunes Store von Apple muss man verzichten. Die 2019er-Ausgabe ist zudem flotter und bietet die verbesserte Alexa-Fernbedienung.

Für Gamer

Nvidia Shield TV

Streaming Box test: Nvidia Shield TV
Das Shield TV bietet Gaming-Features und ein breites Streaming-Angebot, aber weniger 4K-Content.

Nicht ganz so edel, dafür aber noch ein Stück vielseitiger präsentiert sich das Nvidia Shield TV. Basierend auf Android TV holt es 4K-Inhalte sauber auf den Bildschirm, überzeugt zusätzlich als Gaming-Konsole und Chromecast-Ersatz. Lediglich die geringere Auswahl an ultrahochauflösenden Inhalten verhindert den Testsieg.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerEdel-AlternativeFull-HD-FavoritFür Gamer
Modell Amazon Fire TV Stick 4K Apple TV 4K Amazon Fire TV Stick Nvidia Shield TV Amazon Fire TV 2017 Apple TV Google Chromecast Xiaomi Mi Box 3 SeeKool W95 Model T
Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4kApple TV 4KTest Streaming-Box: Amazon Fire TV StickStreaming Box test: Nvidia Shield TVTest Streaming-Box 2017: Amazon Fire TV 2017Streaming Box Test: Apple TV 4Test Streaming-Box: Xiaomi Mi BoxStreaming-Box Test: Seekool Model T
Pro
  • Sehr gute Performance
  • Breite Unterstützung an HDR- und Tonformaten
  • Durchdachte Bedienung
  • Gute Auswahl an Streaming-Diensten
  • Top Performance
  • Viel 4K-Content
  • HDR10 und Dolby Vision
  • Dolby Atmos
  • Riesiges Filmangebot
  • Großes AppStore
  • Ausgereifte Bedienung
  • Top für FullHD
  • Günstiger Preis
  • Gute App-Auswahl
  • Viele Anschlüsse
  • Gaming-Features
  • Allrounder-Qualitäten
  • Sauberes 4K-Streaming
  • Fairer Preis
  • Riesiges Filmangebot
  • Großer App Store
  • Ausgereifte Bedienung
  • Gute Performance
  • Vor allem für FullHD günstig
  • Breite App-Unterstützung
  • Aufgeräumte Oberfläche
  • Gute Leistung
  • Gute Fernbedienung
Contra
  • Ohne Amazon Prime eingeschränkt
  • YouTube nur in FullHD
  • Hoher Preis
  • Inhalte schlecht sortiert
  • App-Auswahl übersichtlich
  • Weniger 4K-Inhalte
  • Kein Dolby Vision
  • Inhalte schlecht sortiert
  • App-Auswahl übersichtlich
  • Teilweise ruckelndes Interface
  • Hoher Preis
  • Keine eigene Fernbedienung
  • Keine direkte App-Installation
  • Angestaubtes Betriebssystem
  • Instabiles WLAN
  • Träge Oberfläche
  • Langsame App-Starts
  • YouTube nur in 720p
Bester Preis
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Streaming-Boxen 2019: Wozu eigentlich?

Moderne Smart-TVs bieten nicht nur ein tolles Bild, sondern kommen auch mit den passenden Apps, um Inhalte auch online auf den Schirm zu holen. Netflix und Amazon sind so gut wie immer vorinstalliert, weitere Mediatheken lassen sich aus den jeweiligen App-Angeboten nachinstallieren. Nicht zu unrecht stellt sich daher die Frage: Wozu noch in eine externe Streaming-Box investieren?

Die Antwort ist einfach: Wer mit den Möglichkeiten seines Smart-TVs zufrieden ist, kann auf Apple TV, Fire TV und Co. getrost verzichten. Aber vor allem ältere oder günstige Fernseher haben zuweilen ein eher träges oder unaufgeräumtes Bedien-Interface. Da bieten Streaming-Boxen fast immer ein Komfort-Plus.

Vor allem aber halten die meisten Fernseherhersteller ihre Software nicht immer auf dem neuesten Stand. Dann kann es sein, dass die vorinstallierten TV-Apps aufgrund fehlender Updates nicht mehr auf alle Funktionen von Netflix und Co. zugreifen können. In diesem Fall ist ein externer Zuspieler die bessere Lösung, denn Apple TV, Fire TV und Konsorten sind immer auf dem neuesten Stand. Im schlimmsten Fall ist eine veraltete TV-Software sogar ein Sicherheitsrisiko. Per Streaming-Box kann ein Fernseher offline genommen werden, ohne auf Online-Features und Videodienste wie Netflix zu verzichten.

Testsieger: Amazon Fire TV Stick 4K

Mit dem Fire TV Stick 4K erobert Amazon den Testsieg in Sachen Streaming-Lösungen von Apple zurück. In der vierten Generation hat Amazon seinen Fire TV Stick endlich fit für UHD-Fernseher gemacht. Doch das ist längst nicht alles! Der neue Fire TV Stick 4K ist in Sachen Medienstreaming unserer Meinung nach die perfekte Allround-Lösung. Trotz des im Vergleich zum immer noch erhältlichen FullHD-Modells gestiegenen Preises ist der Fire TV Stick 4K dabei immer noch die günstigste Lösung, um 4K-Inhalte inklusive allen aktuellen HDR-Standards aus dem Internet auf den Fernseher zu holen.

Durch Verbesserungen an Hard- und Software lässt der Fire TV Stick 4K auch die 2017er-Version des Amazon Fire TV hinter sich. Diese ist unserer Meinung nach praktisch redundant und wird aktuell ohnehin nur noch als generalüberholte Version durch Amazon vertrieben.

Bessere Performance, neue Fernbedienung

Optisch hat sich der Fire TV Stick 4K kaum verändert. Im Inneren gibt es aber einiges Neues. Amazon hat dem Fire TV Stick 4K einen neuen Quadcore-Prozessor samt schnellerer Grafikeinheit verpasst, der für deutlich bessere Performance sorgt. Zudem funkt der Fire TV Stick 4K nun mit dem aktuellen Bluetooth 5.0 und bietet dank MU-MIMO flottes WLAN. Tatsächlich hatte der Stick in den beiden von uns getesteten Funknetzwerken stets einen guten Empfang, sodass 4K-Streams durchgehend ruckelfrei liefen. Das ist auch nötig, bietet der Fire TV Stick 4K doch ohne Dongle keinen Ethernet-Port für den Kabelanschluss direkt an einen Router.

In Kombination mit dem von 1 auf 1,5 GB gewachsenen Arbeitsspeicher liefert der Amazon Fire TV Stick 4K im Test eine durchweg flüssige Performance. Sowohl die Navigation durch die Benutzeroberfläche als auch beim Abspielen von Videoinhalten wurden wir nie von Rucklern gestört – im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist das ein deutliches Upgrade. Der interne Speicher ist mit 8 Gigabyte (davon rund 5,3 GB nutzerbar) weiterhin eher knapp bemessen. Wer größere Videos oder andere Inhalte auf den Fire TV Stick kopieren möchte, muss wohl oder übel zu einem USB-OTG-Kabel nebst entsprechendem USB-Stick oder SD-Karte greifen.

Ein signifikantes Upgrade hat auch die Fernbedienung des Streaming-Sticks erhalten. Sie ermöglicht es, Fernseher und Soundanlagen via Bluetooth oder Infrarot zu steuern. So lässt sich unter anderem der Fernseher ein- und ausschalten oder die Lautstärke direkt mit der Fernbedienung ändern. Auf unseren beiden Test-TVs funktionierte dies ohne Probleme. Die Haupt-Remote ersetzen konnte die Fire-TV-Stick-Fernbedienung bei uns allerdings nicht. So war es zumindest auf den verwendeten Fernsehern nicht möglich, den Sender zu wechseln. Trotzdem sind die Lautstärkewippe und der Power-Knopf willkommene Verbesserungen der Fire-TV-Stick-Remote.

Streaming- und HDR-Vielfalt

In seiner Kerndisziplin macht der Amazon Fire TV Stick 4K einen nahezu perfekten Job, ob bei Amazon-eigenen Inhalten oder externen Streaming-Diensten über entsprechende Apps. Davon gibt es im Fire TV Store jede Menge: Neben Größen wie Netflix, Maxdome oder DAZN finden sich unter anderem die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender oder auch kleinere Dienste wie die Apps von Netzkino oder South Park im Portfolio.

Unrühmliche Ausnahme ist leider Sky: Der Pay-TV-Sender bietet derzeit weder die Sky-Q-Apps noch Sky Go oder Sky Ticket für den Fire TV Stick an. Ob sich daran in Zukunft etwas ändert, steht in den Sternen. Auch YouTube und andere Google-Inhalte lassen sich nur über Umwege auf dem Fire TV nutzen (mehr dazu weiter unten). Deutlich besser sieht es an der Musikfront aus. Anders als beim Apple TV gibt es unter anderem Spotify oder Deezer offiziell auf dem Fire TV. Hier ist der Stick vor allem im Vergleich zum Apple TV 4K die beste Wahl.

Uneingeschränkt spitze ist die Unterstützung von HDR auf dem Fire TV 4K. Die erweiterten Helligkeits- und Kontrasteinstellungen sind für viele TV-Fans wichtiger als der Sprung von FullHD auf die 4K-Auflösung. Amazon unterstützt nicht nur die Standardlösungen HDR10 und HLG, sondern auch die dynamischen HDR-Standards Dolby Vision und HDR10+. Vor allem das unter anderem von Samsung und Panasonic geförderte HDR10+ ist auf Streaming-Boxen bislang exklusiv auf dem Fire TV Stick 4K erhältlich. Die Wiedergabe erfordert natürlich neben dem entsprechenden Material auch einen HDR-tauglichen Fernseher. In unserem Test spielte der Fire TV Stick 4K unter anderem Dolby Vision-Inhalte von Netflix und Amazon problemlos und sauber auf einem LG-TV ab.

Auch die automatische Anpassung der Bildwiederholrate an das Originalmaterial gefällt uns beim Test des Amazon Fire TV Stick 4K. Ist die Funktion in den Einstellungen aktiviert, schaltet der Fire TV Stick 4K auf die Bildwiederholrate um, in der ein Film oder eine Serie aufgenommen wurde. Vor allem schnelle Kameraschwenks wirken dadurch flüssiger, weil Microruckler praktisch ausgemerzt werden. Leider bedarf es dafür kompatibler Apps. So funktioniert die Bildratenanpassung zum Testzeitpunkt neben den Amazon-Videos nur mit den Playern von Plex und Kodi (welches per Sideloading auf dem Fire TV Stick 4K läuft). Netflix hat seine App bislang noch nicht für die Bildverbesserung angepasst.

Bedienung und Alexa-Unterstützung

Obwohl auf dem Fire TV Stick 4K mit FireOS 6 eine neue Version des Streaming-Systems läuft, hat sich die Bedienung gegenüber den älteren Modellen kaum geändert. Die Startseite des Sticks stellt den Content in den Vordergrund: Vor allem Amazon-Produktionen und Streaming-Videos lassen sich über die Startseite leicht entdecken. Immerhin zeigt der Fire TV 4K mittlerweile auch Netflix-Inhalte an, die sich direkt starten lassen.

Insgesamt finden wir die Bedienoberfläche gelungen, wenn sie auch zuweilen etwas unübersichtlich wirkt. Wie bereits beschrieben, funktioniert die Navigation jederzeit flüssig, was die Nutzung von Apps auf dem Fire TV Stick 4K zum Genuss macht.

Natürlich darf bei einem aktuellen Amazon-Gerät auch die Alexa-Unterstützung nicht fehlen. Der Fire TV Stick 4K holt die virtuelle Assistentin auf dem Fernseher. Per Druck auf die Mikrofontaste können wir den Fire TV Stick 4K per Sprachbefehl steuern, um beispielsweise Apps zu starten, nach Filmen oder Serien zu suchen oder auch die Wiedergabe zu stoppen. Auch typische Alexa-Funktionen wie die Steuerung von vernetzten Smart-Home-Geräten oder die Abfrage von Infos wie der Wettervorhersage oder aktuellen Nachrichten sind möglich.

Im Test funktioniert die Sprachbedienung sehr gut. Die Suche nach Inhalten klappt nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Netflix oder auch installierten YouTube-Apps. Wirklich flexibel ist die Suche allerdings nach wie vor nicht. Während beispielsweise der Befehl »Zeige Actionfilme« zum Ziel führt, quittiert Alexa »Zeige Actionfilme aus den 80ern« mit einem virtuellen Achselzucken.

Neben der eingebauten Sprachsteuerung ist es auch möglich, den Fire TV Stick 4K mit einem vorhandenen Alexa-Lautsprecher zu steuern. Im Test konnten wir beispielsweise über einen Amazon Echo Dot problemlos einen Netflix-Film auf dem Stick starten. Insgesamt ist die Alexa-Integration in den Fire TV Stick 4K gelungen. Wer keine Lust auf die Sprachassistentin hat, kann sie aber auch schlicht und einfach ignorieren. Anders als vernetzte Lautsprecher hört der Fire TV Stick 4K erst dann zu, wenn die entsprechende Taste gedrückt wird.

Nachteile

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist sehr gut, aber dennoch nicht perfekt. Das wohl größte Ärgernis betrifft vor allem Nutzer von Amazons Video-Service: Wie alle aktuellen Fire-TV-Geräte macht auch der 4K-Stick die Unterscheidung zwischen Amazon-Prime-Inhalten und solchen, die separat erworben werden müssen, schwierig. In der Suche fehlt die Prime-Banderole, lediglich in der Detailansicht oder den speziellen Prime-Kategorien lassen sich die Inklusiv-Inhalte erkennen.

Nicht unbedingt Schuld der Hardware, aber nervig für die Nutzer: Eine offizielle YouTube-App fehlt dem Fire TV Stick nach wie vor. Der Dauerzwist zwischen Amazon und Google verhindert offizielle Google-Apps auf den Streaming-Sticks. YouTube-Fans finden in Apps wie Tube Videos for YouTube oder auch den TV-Browsern Silk oder Firefox aber Optionen, YouTube auf dem Fire TV Stick 4K zu sehen. Gänzlich außen vor bleiben Apple-Fans, die ihre Filme über iTunes beziehen. Nachdem Apple aber kürzlich die Verfügbarkeit von iTunes-Inhalten auf Smart-TVs bekannt gab und Amazon wieder Apple-Hardware verkauft, besteht zumindest die leise Hoffnung, dass iTunes-Inhalte irgendwann auch auf dem Fire TV abrufbar sind.

Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass viele Kunden auf Amazon.de Tonaussetzer beim Fire TV Stick 4K beklagen. Mit unserem Testgerät und der Softwareversion 6.2.5.8 konnten wir diese Aussetzer allerdings weder bei Amazon-Inhalten noch in Apps wie Netflix oder den öffentlich rechtlichen Mediatheken replizieren. Dabei haben wir den Stick sowohl direkt an verschiedenen Fernsehern als auch über eine Soundbar von LG betrieben.

Amazon Fire TV im Testspiegel

Der aktuelle Amazon-Stick sorgt nicht nur bei uns für Begeisterung. In den meisten Tests schneidet der Fire TV Stick 4K insgesamt sehr gut ab.

Computer Bild meint, dass man vor allem angesichts des Preises von rund 60 Euro nicht mehr von einer Streaming-Lösung verlangen kann. Neben der einfachen Einrichtung kommt vor allem das hervorragende Bild sowie die große App-Auswahl. Größter Kritikpunkt der Tester ist der fehlende Netzwerkanschluss. Trotzdem schneidet der Fire TV Stick 4K im Test mit der Note »gut« (2,0) ab. Im Fazit heißt es entsprechend:

Hervorragendes Bild, hohes Arbeitstempo, große App-Auswahl und intuitive Bedienung mit verbesserter Fernbedienung: Amazons 4K-Stick macht fast alles richtig, viel mehr kann man nicht für rund 60 Euro verlangen. Ein Netzwerkanschluss fehlt aufgrund des kompakten Formats, der entsprechende Adapter hätte gerne im Lieferumfang enthalten sein dürfen. Trotzdem ist der Amazon Fire TV Stick 4K der aktuelle Preis-Leistungssieger unter den Streaming-Geräten.

Auch die Kollegen von Golem haben den aktuellen Fire TV Stick unter die Lupe genommen. Vor allem die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern werden hier deutlich hervorgehoben. Neben der 4K-Unterstützung punktet der Stick vor allem mit einer besseren Performance durch den neuen Prozessor und den vergrößerten Arbeitsspeicher. Auch die breite Unterstützung von HDR-Standards gefällt:

Der neue Fire TV Stick 4K ist derzeit einer der besten Fire-TV-Geräte. Er reagiert immer schnell, so dass es Freude macht, sich durch die Inhalte zu bewegen. Der Stick liefert 4K-Auflösung samt Dolby Vision, HDR10 sowie HDR10+ und deckt hier ungewöhnlich viele HDR-Standards ab.

Kritik gibt es für die etwas unübersichtliche Oberfläche und die fehlende Markierung von Prime-Inhalten in der Suche – dem können wir uns nur anschließen. Dennoch spricht Golem eine Kaufempfehlung für den Amazon Fire TV Stick 4K aus, die sogar für Nicht-4k-fähige Fernseher gilt:

Auch wenn der Stick 4K-fähig ist, kann er auch für Anwender interessant sein, die noch kein passendes Wiedergabegerät besitzen. Denn es gibt mit der neuen Fernbedienung einen großen Komfortgewinn. Wir können damit auch einen Audio-Receiver sowie den Fernseher steuern und es ist viel angenehmer, nicht immer zwei Fernbedienungen nutzen zu müssen. Dabei ist die Implementierung der Steuerung von TV und Audio-Receiver vorbildlich gelungen.

Auch Netzwelt ist vom Fire TV Stick 4K im Test überzeugt. Mit einer Testnote von 8,6 von 10 schneidet der Stick überaus gut ab. Im Fazit urteilt Tester Marinus Martin entsprechend positiv:

Mit dem Fire TV Stick 4K macht Amazon seinen Fire TV obsolet. Der kompakte HDMI-Stick legt eine gute Performance an den Tag und unterstützt nun auch 4K, HDR sowie Dolby Atmos. Die Steuerung über die neue Fernbedienung und Alexa funktioniert flott und der Preis spricht für sich selbst. Dieser Mediaplayer ist keine kleine Mücke, sondern ein kompakter Kraftprotz. Was will man mehr?

Alternativen

Die eindeutig beste Alternative zum Fire TV Stick 4K kommt von Apple. Der Apple TV 4K ist zwar deutlich teurer als der Amazon-Stick, kann aber einiges mehr. Wer kein 4K braucht, kann auch zum günstigeren Standard-Stick greifen. Für Gamer hat Nvidia die beste Fire-TV-Alternative im Sortiment.

Edel-Alternative

Apple TV 4K

Der Apple TV 4K ist ein großartiges Upgrade zum Vorgängermodell. Apple hat seiner Streaming-Kiste einen flotteren Prozessor spendiert und sie endlich fit für die 4K-Wiedergabe gemacht. Fast noch wichtiger ist die Unterstützung für die HDR-Darstellung. Denn in Kombination mit HDR-tauglichen Fernsehern liefert HDR-Bildmaterial kräftigere, realistischere Farben und ist für viele Nutzer der größere Fortschritt in Sachen Bildqualität. Das Apple TV4K unterstützt nicht nur den geläufigen HDR10-Standard, sondern auch das vor allem in hochpreisigen TV-Geräten genutzte Dolby Vision. Seit dem Update auf tvOS 12 kann das Apple TV 4K auch Dolby Atmos Soundtracks wiedergeben. HDR10+ unterstützt Apple allerdings derzeit nicht.

Qualitativ überzeugt das 4K-Streaming auf dem Apple TV 4K uneingeschränkt. Im direkten Vergleich sehen wir keinen qualitativen Unterschied zur Wiedergabe einer 4K-Blu-ray über eine Xbox One X. In unseren Tests funktionierte das 4K-Streaming auch problemlos via WLAN. Kommt es zu Rucklern, bietet Apple die Möglichkeit, das Apple TV 4K per Ethernet-Kabel mit dem Router zu verbinden. Wer UHD-Material via Netflix oder iTunes streamen möchte, sollte freilich eine flotte Internetleitung nutzen – empfehlenswert sind mindestens 20 Mbit im Downstream.

Seit demUpdate auf tvOS 11.2 passt das Apple TV 4K auch die Bildfrequenz automatisch an. So stellt es beispielsweise einen gestreamten Film in 4K-HDR mit kinotauglichen 24 Bildern pro Sekunde dar, während die Bedienoberfläche mit butterweichen 60 Frames pro Sekunde über den TV flutscht.

Die schon beim 2015er-Modell eingeführte Siri-Fernbedienung hat Apple nur geringfügig überarbeitet. Die Menü-Taste lässt sich nun auch «blind” ertasten, wodurch Fehlbedienungen seltener sind.

Links die neue Fernbedienung mit der tastbaren Menu-Taste, rechts der Vorgänger.

Die Bedienung des Apple TV 4K über das integrierte Touchpad geht nach kurzer Eingewöhnung flüssig von der Hand. Alternativ dienen iPhone oder iPad als Fernbedienung für die Streaming-Box; eine entsprechende Option bietet das neue Kontrollzentrum von iOS 11. Wie gewohnt können Inhalte von den iGeräten via AirPlay auf das Apple TV 4K übertragen werden, was im Test nahezu verzögerungsfrei gelingt.

Vorbildlich funktioniert die Suche nach Film und Serien – sei es über die Sprachsuche mit Siri – oder über die Remote Tastatur auf dem iPhone oder iPad. Endlich muss man nicht mehr in jeder App nach einem Film oder einer Serie suchen, Siri zeigt alle Treffer übersichtlich an. Die Sprachsuche funktioniert meistens – aber nicht immer – gut. Besonders englische Titel bereiten der Spracherkennung Probleme. Die Suche nach »Rick and Morty« interpretierte Siri auf dem Apple TV 4K beispielsweise wiederholt als »Rick und Martin« (getestet von drei Personen).

Das Apple TV bietet von allen Streaming-Boxen zur Zeit das umfangreichste Angebot an Filmen und Serien. Das größte Manko des Apple TV war bislang immer, dass es keine App für Amazon Prime Video gab. Nach langem Warten hat Amazon die Blockade jetzt aber endlich aufgegeben. Damit sind jetzt alle großen Online-Videotheken auf dem Apple TV verfügbar: Netflix, Maxdome und Amazon Prime Video. Hinzu kommen die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Arte. Das Pay-TV-Angebot SkyTicket und Sky Q ist zum Testzeitpunkt sogar nur auf der Apple-Plattform verfügbar.

Test Apple TV 4K: Amazon Prime Video App
Endlich auf Apple TV verfügbar: Die Amazon Prime Video App.

Mit keiner anderen Streaming-Box hat man außerdem Zugriff auf die riesige iTunes-Bibliothek, über die man auch aktuellere Titel leihen oder kaufen kann. Hier finden sich zudem bereits mehrere Hundert Filme und Serien im ultrahochauflösenden 4K-Format, künftige Neuzugänge werden ebenfalls 4K-tauglich sein. Einen Aufpreis gegenüber der FullHD-Variante verlangt Apple erfreulicherweise nicht. Das beste daran: Wer Filme und Serien in der HD-Version gekauft hat, kann sie nun ohne zusätzlichen Aufpreis auch in 4K geniessen. Weiteren 4K-Content liefern Amazon und Netflix auf den Apple TV 4K – bei Netflix braucht man dazu allerdings das rund 14 Euro teure Top-Abo.

Ein breites App-Angebot gehört bei Apple traditionell ebenfalls zum guten Ton. Der App Store bietet neben allen wichtigen Streaming-Apps und Mediatheken auch ein breites Angebot an interessanten Extras. So lassen sich viele iPad-Apps wie das App-Planetarium Starry Night auch auf dem Apple TV nutzen. Auch das Spielangebot ist seit der Markteinführung des Apple TV 4 gewachsen. Eine echte Alternative zu Playstation und Xbox bietet die Box natürlich nicht, für ein entspanntes Spielchen zwischendurch reicht es aber durchaus.

Insgesamt ist der Apple TV 4K zwar deutlich teurer als der Fire TV Stick 4K, bietet aber auch ein entsprechendes Upgrade. Apple-Fans sind hier eventuell sogar noch besser aufgehoben als beim Amazon-Stick.

Full-HD-Favorit

Amazon Fire TV Stick

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick
Gute Wahl für alle, die auf 4K verzichten können. Mittlerweile auch Alexa-tauglich.

Der nicht-4k-taugliche Amazon Fire TV Stick macht alte Fernseher schon für unter 40 Euro ordentlich «smart”. Die Einsteigerlösung von Amazon bietet abseits der 4K-Unterstützung größtenteils die gleichen Funktionen wie unser neuer Testsieger und teilt sich damit auch viele der Nachteile. Dennoch liefert der Stick eine für FullHD-Fernseher eine günstige Allround-Lösung, Inhalte von Netflix, Amazon und anderen Anbietern aus dem Internet zu streamen.

Die Benutzeroberfläche von Amazons Streaming-Box wirkt im Vergleich zur Apple-Lösung etwas ungeordnet. Nach wie vor vermischt die Amazon-Suche Bezahlinhalte mit Filmen und Serien, die Abonnenten von Amazons Allround-Flatrate Amazon Prime kostenlos sehen können. Durch einen verbesserten Prozessor bietet die 2019 erschienene Update-Version des FullHD-Sticks nun auch eine ähnlich flotte Bedienung wie das teurere 4K-Modell. Auch hat Amazon den Fire TV

Verzichten muss man beim Fire TV Stick auf die iTunes-Bibliothek, die gibt es nur auf Apple-Geräten. Auch das App-Angebot ist wesentlich schmaler als bei Apple.

Wer aber vor allem Filme und Serien von Amazon, Netflix, Maxdome und den Sender-Mediatheken in FullHD sehen möchte, für den reicht der Fire TV Stick vollkommen aus.

Für Gamer

Nvidia Shield TV

Streaming Box test: Nvidia Shield TV
Das Shield TV bietet Gaming-Features und ein breites Streaming-Angebot, aber weniger 4K-Content.

Die zweite Ausgabe des Nvidia Shield TV bietet im Vergleich zum 2015 erschienenen Erstling vor allem Verbesserungen im Detail. Für einen ähnlichen Preis wie bei Apple liefert Nvidia so etwas wie die eierlegende Streaming-Wollmilchsau.

Basierend auf Googles Android TV in Version 7 bietet das Nvidia Shield TV eine aufgeräumte Benutzeroberfläche, Zugriff auf alle wichtigen Streaming-Dienste sowie ein App-Angebot, dass qualitativ nicht ganz mit Apple mithalten, Amazon aber bei weitem in die Schranken weisen kann. 4K-Unterstützung inklusive 24p-HDR10 bietet das Shield TV sowohl bei Netflix und Amazon als auch bei YouTube; Dolby Vision fehlt dem Android-TV-Gerät bislang. Top sind die Möglichkeiten, lokale Dateien abzuspielen, was unter anderem durch die direkte Verfügbarkeit von Kodi im Google Play Store untermauert wird.

Anders als die Boxen von Amazon und Apple bietet das Shield TV zudem einen USB-Port für Festplatten oder USB-Sticks, was die Medienwiedergabe nochmals vielseitiger gestaltet. Durch die Unterstützung von Google Cast fungiert das Shield TV nebenbei als Chromecast-Alternative (mehr zum Chromecast weiter unten). Ähnlich wie das Apple TV 4K verbaut Nvidia einen Ethernet-Anschluss, um WLAN-Aussetzer beim Streaming zu vermeiden.

In der Box des Shield TV findet sich neben einer (etwas hakeligen) Fernbedienung zusätzlich ein Gamecontroller, der funktional an den der Sony PlayStation 4 erinnert. Tatsächlich adressiert Nvidia mit seiner Box auch PC-Gamer: So bietet das Shield TV neben den Android-Spielen einen separaten Game-Shop von Nvidia, der unter anderem Titel wie The Witcher 3 enthält. Außerdem bietet die Box die Möglichkeit, Spiele vom Gaming-PC auf den Fernseher zu streamen. Dazu bedarf es aber neben eines stabilen Netzwerks auch einer Nvidia-Geforce-Grafikkarte. Ist dies gegeben, sorgt das Shield TV tatsächlich für Konsolenfeeling im Wohnzimmer.

Dass wir das Nvidia Shield TV nicht zur Top-Empfehlung gemacht haben, liegt vor allem am integrierten Filme-Shop: Zwar kann die Box auf Amazon und Netflix zugreifen, um UHD-Inhalte zu streamen. Googles eigener Videoservice Google Play Movies liefert allerdings zum Testzeitpunkt noch keinerlei ultrahochauflösendes Material in Deutschland aus. Wer sich daran nicht stört, Android lieber mag als die Apple-Welt oder einen Hang zum Gaming hat, findet im Nvidia Shield TV aber unserer Meinung nach die Top-Alternative zum Apple TV 4K.

Außerdem getestet

Amazon Fire TV 2017

Der Fire TV 2017 aus dem Hause Amazon ist mittlerweile ein Auslaufmodell und konnte nicht an die bisherigen Erfolge nicht anschließen – und das trotz des niedrigen Preises von rund 80 Euro.

Schon das Design des Fire TV 2017 wirft Fragen auf: Amazon hat die Box gegenüber dem 2015er-Modell verkleinert, dabei aber auch den Ethernet-Anschluss gestrichen, ebenso wie den USB-Port und den microSD-Karten-Slot. Wenn das WLAN für 4K-Content zu instabil ist, verlangt Amazon einen Aufpreis für einen separaten USB-Ethernet-Adapter. Auch das integrierte HDMI-Kabel missfällt uns: Das neue Fire TV «baumelt” am HDMI-Port, wie man es sonst nur von kleineren Geräten wie dem Fire TV Stick oder Google Chromecast kennt.

Schon das Vorgängermodell konnte 4K-Filme streamen, das neue Modell bietet aber nun auch Unterstützung für die Bildverbesserung HDR10; Dolby Vision fehlt leider. Trotzdem: 4K-Content von Amazon oder Netflix sieht auf dem Fire TV 2017 gut aus und läuft nach unseren Erfahrungen rund. Leider ist das 4K-Angebot von Amazon im direkten Vergleich deutlich übersichtlicher als das von Apple – aber das dürfte sich mit der Zeit ändern.

Schwerwiegender ist die Tatsache, dass das Interface des Fire TV 2017 im Alltag auf einem 4K-TV gelegentlich ruckelt – ein Verhalten, das wir beim Vorgänger nicht beobachten konnten. Auch der App-Store hat sich nach wie vor nicht wirklich weiterentwickelt, im direkten Vergleich liefert Apple einfach mehr Zusatzinhalte wie Spiele und ähnliches. Auch die Möglichkeit, das Fire TV 2017 durch die Installation von Kodi zum Allround-Medienplayer zu machen, ist angesichts von Apps wie Infuse nur noch ein geringer Vorteil.

Nervig ist zudem, dass das Fire TV in der getesteten Version versucht, FullHD-Inhalte über den internen Upscaler auf die 4K-Auflösung hochzurechnen. Das Ergebnis kann dabei nicht mit dem internen Upscaler eines guten 4K-Fernsehers mithalten – hier sollte Amazon per Software-Update nachbessern.

In unserem Test-Setup kam es zudem zu Problemen bei der Wiedergabe von Netflix in Kombination mit einer externen Soundbar. Bei der Nutzung des Audio Return Channels (ARC) produzierte das Fire TV 2017 beim Netflix-Streaming immer wieder Tonaussetzer. Verbinden wir das aktuelle Fire TV direkt mit dem TV, sind die Aussetzer weg. Da das Problem mit keiner anderen Streaming-Box im Testfeld auftritt (auch nicht beim günstigeren Fire TV Stick), gehen wir von einem Problem des aktuellen Fire TV aus.

Alles in allem kommen wir zum Schluss, dass das Amazon Fire TV 2017 einen Schritt vor und zwei zurück macht. Die fehlenden Anschlüsse, das unausgewogene Design und die diversen kleineren Probleme sorgen in der Summe dafür, dass wir unseren bisherigen Seriensieger vom Streaming-Thron stoßen müssen. Lediglich der günstige Preis spricht für das Fire TV.

Eine Sonderrolle im Streaming-Segment spielt der Google Chromecast. Der Streaming-Stick kommt ohne eigene Fernbedienung und ohne eigenes Bedien-Interface. Stattdessen suchen die Nutzer die gewünschten Inhalte auf dem Smartphone aus und schicken sie über die »Cast«-Funktion des Chromecast auf den Fernseher. Die Liste der unterstützten Chromecast-Apps ist lang, prominente Dienste wie Netflix, Spotify, Amazon Music (nicht aber Amazon Video) erlauben das Medienstreaming via Chromecast.

In der Praxis funktioniert das gut, sodass vor allem der günstigere Standard-Chromecast für FullHD-TVs eine interessante Alternative ist. Der 4K-HDR-taugliche Chromecast Ultra arbeitet ebenfalls effizient, ist mit rund 80 Euro aber vergleichsweise teuer – uns fehlt neben einer Fernbedienung auch die Möglichkeit, Apps zu installieren oder Medien ohne Umwege von NAS und Co. zu spielen.

Der Vorgänger Apple TV 4 ist immer noch erhältlich. Funktional entspricht er größtenteils seinem Nachfolger – bis auf die fehlende Unterstützung von 4K.

Die Bedienung und Performance ist trotz des älteren Prozessors ähnlich flott, das App- und Filmangebot ist dasselbe. Angesichts der fehlenden 4K-Unterstützung erscheint uns der ausgerufene Preis allerdings zu hoch. Wer auch sonst Apple-Geräte wie ein iPhone, ein iPad oder einen Mac zuhause hat und noch nicht auf 4K umgesattelt hat oder das auch nicht vorhat, für den ist das Apple TV 4 aber eine gute, etwas günstigere Alternative.

Die Xiaomi Mi Box 3 ist schon etwas älter, aber immer noch interessant. Zum Preis von rund 60 Euro bietet die Streaming-Box aus China eine offizielle Version von Googles Android TV, 4K-Unterstützung und (zumindest theoretisch) HDR-Streaming. Die Einrichtung von Android TV auf der Xiaomi Mi Box ist vor allem in Kombination mit einem Smartphone in wenigen Minuten erledigt. Danach greifen wir auf eine aufgeräumte Bedienoberfläche zu, für die alle wichtigen Streaming-Apps zur Verfügung stehen. Zwar ist das Nvidia Shield TV mit seinem flotteren Prozessor und Gaming-Zusätzen vielseitiger als die Xiaomi-Box, für YouTube, Netflix und Co. tut es aber auch die günstigere Lösung. Wie alle Android-TV-Geräte nimmt die Mi Box zudem Google-Chromecast-Inhalte von kompatiblen Android- oder iPhone-Apps entgegen.

Leider gibt es auch Negatives zu berichten: Auf unserem LG-OLED-TV konnten wir die Mi Box nicht dazu bewegen, HDR-Content von Quellen wie YouTube oder Netflix wiederzugeben. Laut diverser Online-Foren hängt das mit dem fehlenden Update auf Android TV 8 «Oreo” zusammen. Das steht zwar offiziell seit Sommer 2018 zur Verfügung, auf unserem Testmodell meldete das Update-Menü aber, dass das vorinstallierte Android TV 6 «Marshmallow” (mit veraltetem Sicherheitspatch-Stand von November 2016) noch aktuell sei. Deshalb fällt uns trotz prinzipiell guter Leistung eine Empfehlung für die Xiaomi Mi Box 3 schwer. Wer Lust auf pures und günstiges Android TV hat, sollte warten, bis die kürzlich angekündigte Xiaomi Mi Box S in Europa verfügbar ist. Dabei handelt es sich um ein in Details verbessertes Modell, das direkt mit Android TV auf Oreo-Basis kommt.

Leelbox Q2

Streaming-Box Test: Leelbox Q2

Keine Preise gefunden.

Neben den bekannten Marken wird der Markt für Streaming-Boxen zunehmend überschwemmt von chinesischen Non-Name-Produkten. Die Boxen werben in der Regel mit beeindruckenden Featuresets und breiter App-Unterstützung zu kleinen Preisen. In der Praxis merkt man aber schnell, dass sich die Billig-Boxen (die oft mehr kosten als ein Fire-TV-Stick) nicht lohnen.

Das zeigt etwa die Leelbox Q2 im Test. Direkt nach dem Start erwartet die Nutzer nicht etwa ein Einrichtungsassistent, sondern eine bunte, englischsprachig Oberfläche. Die basiert immerhin auf einem halbwegs aktuellen Android (Version 8.1, Patch-Stand April 2018), bietet aber weniger Komfort als echtes Android TV. Nach manueller Eingabe von WLAN-Passwort und Google-Zugangsdaten können wir Apps installieren. Dabei steht neben dem Google Play Store auch der Alternativ-Store Aptoide zur Wahl. Hier finden sich gleich auf der Startseite teils illegale Streaming- und Torrent-Apps, von deren Einsatz wir nur abraten können.

Über den Play Store lassen sich praktisch alle Android-Apps auf dem Gerät installieren. Was sich toll anhört, entpuppt sich schnell als Hindernis. Statt TV-optimierte Anwendungen zu bevorzugen, können wir beliebige Smartphone-Apps auf die Box packen. Da Android für den Touchscreen gemacht ist, macht die Bedienung via Fernbedienung grundsätzlich keinen Spaß und ist manchmal schlicht nicht möglich. Selbst mit via USB verbundener Maus und Tastatur ist die Bedienung eine Qual.

Doch auch in der Kerndisziplin Streaming enttäuscht die Leelbox. Netflix zeigt erst nach rund 30 Sekunden Pufferns einen sauberen FullHD-Stream, der allerdings immer wieder von kleinen Pausen unterbrochen wird. Bei YouTube zeigen die «Statistiken für Nerds” jede Menge übersprungener Frames, die wir als starkes Ruckeln wahrnehmen. Fairerweise sei gesagt, dass wir die Boxen im WLAN getestet haben und sich das Ergebnis via Ethernet verbessern könnte. Da Apple TV, Fire TV oder Shield TV in der gleichen Testumgebung aber problemlos 4K-Inhalte per WLAN aus dem Internet holen (und direkte Routerverbindungen im Wohnzimmer wohl doch eher die Ausnahme sind), lassen wir das nicht als Entschuldigung gelten.

Immerhin findet sich die YouTube-App von Android-TV auf der Leelbox Q2, die sich ordentlich per Fernbedienung nutzen lässt. Jene Fernbedienung erfordert übrigens den Anschluss eines USB-Empfängers in einen der vier USB-Slots. Der braucht zwar keine direkte Infrarot-Sichtverbindung, die Verbindung ist im Test der Leelbox aber nicht allzu stabil. Manchmal müssen wir erst die Batterien aus der Fernbedienung entfernen und neu einlegen, bevor wir sie wieder nutzen können.

In einem Szenario kann die Leelbox im Test doch ein paar Punkte sammeln: Spielen wir auf USB-Geräten oder SD-Karten gespeicherte Videos via Kodi oder dem VLC Player ab, macht die Box einen ordentlichen Job. Erst ein 4K-Testvideo mit 60 Bildern pro Sekunde bringt die Box ins Schwitzen, alle anderen Testdateien werden sauber wiedergegeben.

Wer also einen lokalen Medienplayer mit Kodi-Unterstützung sucht, kann sich die Leelbox Q2 durchaus anschauen. Als Streaming-Lösung ist die Box den «Großen” aber hoffnungslos unterlegen.

SeeKool W95 Model T

Auch das SeeKool W95 Model T zeigt im Testvergleich mit Fire TV-Stick und Co. eklatante Schwächen. Neben ähnlichen Problemen mit instabilen WLAN-Verbindungen und ruckelnden Streams ärgert uns vor allem die träge Oberfläche und lahme App-Starts. Deutlich besser als bei den anderen Billig-Boxen funktioniert hingegen die Fernbedienung. Sie ist nicht nur aufgeräumt und reagiert gut, sondern emuliert auf Wunsch einen Maus-Cursor, der die Bedienung von Smartphone-Apps etwas vereinfacht. Natürlich ist die Funktion meilenweit von einer echten Maussteuerung entfernt, trotzdem gefällt uns der Ansatz.

Leider war es das dann auch schon mit den guten Eindrücken. Schon beim Start der vorinstallierten YouTube-App kommt weitere Ernüchterung auf. Die App zeigt die Smartphone-Variante von YouTube, die per TV-Fernbedienung nur umständlich zu steuern ist. Außerdem konnten wir trotz entsprechender TV-Auflösung nur Videos in 720p abspielen. Diese Einschränkungen in Kombination mit den anderen Schwächen machen die SeeKool-Streamingbox in unseren Augen ungeeignet für den Einsatz als Smart-TV-Upgrade.

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Kommentare

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Kay Schlegel
Kay Schlegel

Ihr solltet mal eure Bewertungen durchgehen. Beim FireTV-Stick sind Inhalte schlecht sortiert? Das trifft auf alle FireTV-Geräte zu. Die ganze Prime-App ist eine Vollkatastrophe, es ist keine YT-App verfügbar, der App-Store ist massiv eingeschränkt durch Amazon und außer dem (vermeintlich) günstigen Preis spricht nichts für die Amazon Geräte.

Ich dachte es geht hier um die BESTEN Streaming – Boxen? Shield oder AppleTV, ganz sicher kein FireTV. Das ist schlicht falsch, egal von welchem Standpunkt man es betrachtet.

Hans Fischer
Hans Fischer

Ein bisschen seltsam dem NVIDIA Shield weniger Auswahl an 4K-Inhalten zu bescheinigen — es sind die gleichen Apps vorhanden und installierbar wie auf jedem anderen Android-Gerät. Warum wird nicht auf die fehlende YouTube-App beim FireTV eingegangen? Die Browser-Lösung ist alles andere als befriedigend. Ganz nüchtern betrachtet hat die Shield den größten Funktionsumfang von allen, hat Kodi ab Werk an Bord, kann jedes Format, ist eine formidable Game-Streaming-Konsole ( GeForceNow ist auch nich kostenlos!), externe Festplatten sind kein Problem ( versucht das mal bei der Konkurrenz), Power ohne Ende, Google Home ist jetzt auch integriert….und das alles für 189 Euro. Die… Mehr... »

Guido Schmitz
Guido Schmitz

Ich habe einen modernen „Smart“ TV von LG. Leider sind mir hier Grenzen gesetzt, die mir nicht gefallen. Es sind längst nicht alle Streaming Inhalte verfügbar. Außerdem sind die Konfigurationsmöglichkeiten sehr begrenzt. z.B beim Amazon FireTV Stick für aktuell 25€ sind mir diese Grenzen nicht gesetzt, da ich hier Kodi, Amazon Prime, DAZN, Netflix, Watchever, IPTV etc. alles schauen kann. Vorraussetzung dafür ist, dass man sich damit beschäftigt, ein wenig Konfiguration ist nötig um das auf dem FireTV zum laufen zu bringen. Dann allerdings sind keine Grenzen gesetzt. Und die Leistung/Bedienbarkeit ist für solch ein günstiges/preiswertes Gerät hervorragend. Es ruckelt… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Leider gibt es bei den Android-Boxen fast nur No-Name-Produkte, die meist auch nur kurz auf dem Markt sind. Aber wir werden uns in den nächsten Wochen ein paar Modelle kommen lassen.

Sven
Sven

Sorry ihr habt echt den durchblick!?

Redaktion
Redaktion

Wir werden den Test demnächst um weitere Modelle erweitern.