Streaming-Box Test: Amazon Fire Tv Stick Foto: Aayan Arts / Shutterstock
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Letztes Update: 11.6.2021

Die beste Streaming-Box

Wir haben 20 TV-Sticks und Streaming-Boxen getestet. Die beste für die meisten ist der Amazon Fire TV Stick 4K. Er bietet ein Rundum-Paket aus Video- und Audiostandards, eine gute Unterstützung für die wichtigsten Streaming-Dienste und punktet zudem mit einem unschlagbaren Preis. Wer mehr will, muss auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das gilt auch für Besitzer von Macs und iPhones, für die das Apple TV 4K die bessere Wahl sein kann.

Boris Hofferbert
beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.
Letztes Update: 11. Juni 2021

Wir haben mit dem neuen Amazon Fire TV Stick 4K, dem Apple TV 4K (2021) und dem Chromecast mit Google TV drei neue Streaming-Geräte getestet. Der Fire TV Stick 4K und das Apple TV 4K ersetzen ihre jeweiligen Vorgänger als Empfehlungen. Der Chromecast mit Google TV ist neu in den Empfehlungen und ersetzt den Telekom MagentaTV Stick, der nun unter „Außerdem getestet“ zu finden ist.

15. Oktober 2020

Wir hatten mit dem MagentaTV Stick der Telekom, dem Xiaomi Mi TV Stick sowie den Amazon Fire TV Stick 2020 und den Fire TV Stick Lite vier neue Streaming-Lösungen im Test. Während die Amazon-Lösungen für Nutzer von FullHD-Fernsehern interessant sein können, hat sich der MagentaTV Stick als neue Alternative qualifiziert.

Der neue Google Chromecast mit Google TV ist seit heute bestellbar, ausgeliefert werden die ersten Modelle Anfang Dezember. Wir werden ihn so schnell wie möglich testen.

13. März 2020

Wir hatten mit dem Nvidia Shield TV 2019, der Xiaomi Mi Box S und der HiMedia S500 drei aktuelle Android-TV-Lösungen im Test. Vor allem Nvidia kann dabei überzeugen und schrammt nur knapp am Testsieg vorbei.

15. November 2019

Wir hatten Amazon Fire TV Cube im Test und halten ihn für ein interessantes Upgrade zum Fire TV Stick 4K. Außerdem haben wir die Verfügbarkeit von Apple TV+ und Apple Arcade im Test berücksichtigt.

Weitere Updates

4K-Fernseher haben ihre FullHD-Vorgänger mittlerweile fast vollständig verdrängt. Doch woher kommen die ultrahochauflösenden Inhalte, um die UHD-Auflösung auch wirklich auszunutzen?

Neben knackscharfen 4K-Blu-rays per UHD-Player treiben vor allem Streaming-Dienste wie Netflix, iTunes, Disney+ oder Amazon Video die Verbreitung von 4K-Content voran. Das geht oft auch über die eingebauten Menüs neuerer Fernseher, externe TV-Sticks bzw. Streaming-Boxen machen es aber oft einfacher, die entsprechenden Inhalte auf den Fernseher zu bringen. Außerdem versprechen sie einen Mehrwert in Form von Apps und Spielen.

Doch welche Streaming-Box ist ihr Geld wirklich wert? Wir haben 20 aktuelle Modelle getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Amazon Fire TV Stick 4K

Test  Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4k
Der neue Fire TV Stick 4K macht in Sachen Streaming praktisch alles richtig.

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist trotz seines vergleichsweise geringen Preises ein echter Streaming-Allrounder. Der erste 4K-taugliche Stick von Amazon unterstützt alle aktuellen HDR-Formate sowie Dolby Atmos, bietet zudem Zugriff auf die wichtigsten Streaming-Dienste und punktet mit guter Leistung. Im Gegensatz zur eher unausgereiften Fire-TV-Box macht Amazon mit dem Fire TV Stick 4K fast alles richtig.

Für Apple-Fans

Apple Apple TV 4K (2021)

Test  Streaming-Box: Apple Apple TV 4K (2021)
Apple rechtfertigt den hohen Preis mit einer Top-Leistung und sinnvollen Funktionen.

Das Apple TV 4K (2021) ist teuer, leistet aber auch viel. Nicht nur Apple-Fans profitieren von der sehr guten Performance und der ausgereiften Bedienung. Alle relevanten Content-Anbieter stehen in aktueller und sehr guter Qualität für die Apple-Box bereit, außerdem freuen sich Gamer über den günstigen Zugriff auf die Apple Arcade. Hinzu kommt das nahezu perfekte Zusammenspiel mit Apple-Hardware wie dem iPhone, HomePods oder AirPods.

Für Google-Fans

Google Chromecast mit Google TV

Streaming-Box Test: Google Chromecast Google Tv
Der Chromecast mit eigener Benutzeroberfläche kann fast auf ganzer Linie überzeugen.

Der runderneuerte Chromecast mit Google TV ist eine hochinteressante Alternative zum Amazon Fire TV Stick. Google hat seinen Streaming-Sticks erstmals eine eigene Benutzeroberfläche samt Fernbedienung verpasst, die langfristig das Erbe von Android TV antreten soll. Die Premiere auf dem neuen Chromecast ist größtenteils sehr gut geglückt. Nur Kleinigkeiten trüben das Gesamtbild, weshalb es nicht ganz zum Testsieg reicht.

Android-TV-Luxus

Nvidia Shield TV 2019

Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019
Android TV vom Feinsten mit toller Leistung, ausgereifte Bedienung und Gaming-Features.

Die Top-Alternative vor allem für Fans von Android TV und PC-Gaming liefert Nvidia mit dem Shield TV 2019. Die nicht nur optisch runderneuerte Streaming-Lösung überzeugt uns im Test mit pfeilschneller Leistung, Dolby-Vision- und Dolby-Atmos-Unterstützung, durchdachten Gaming-Features und einer tollen Fernbedienung. Lediglich der für reine Video-Streaming-Bedürfnisse hohe Preis verhindert den Testsieg.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür Apple-FansFür Google-FansAndroid-TV-Luxus
Amazon Fire TV Stick 4K Apple Apple TV 4K (2021) Google Chromecast mit Google TV Nvidia Shield TV 2019 Apple TV 4K Telekom MagentaTV Stick Amazon Fire TV Stick Amazon Fire TV Cube Amazon Fire TV Stick Lite Xiaomi Mi TV Stick Google Chromecast Apple TV Xiaomi Mi Box S HiMedia S500
Test  Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4kTest  Streaming-Box: Apple Apple TV 4K (2021)Streaming-Box Test: Google Chromecast Google TvTest Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019Apple TV 4KTest  Streaming-Box: Telekom MagentaTV StickTest Streaming-Box: Amazon Fire TV StickTest  Streaming-Box: Amazon Fire TV CubeTest  Streaming-Box: Amazon  Fire TV Stick LiteTest  Streaming-Box: Xiaomi Mi TV Sticktest: Die beste Streaming-Box – google chromecast e1540458758772Streaming Box Test: Apple TV 4Test Streaming-Box: Xiaomi Mi Box SStreaming-Box Test: Bildschirmfoto 2020 03 10 Um 15.15.52
Pro
  • Sehr gute Performance
  • Breite Unterstützung an HDR- und Tonformaten
  • Durchdachte Bedienung
  • Gute Auswahl an Streaming-Diensten
  • Tolle Bedienung
  • Sehr gute App-Auswahl
  • Durchdachte Extras für Apple-Nutzer
  • Großes Content-Angebot
  • Sehr gute Benutzerführung
  • Großes App-Angebot
  • Gute Cast-Funktion
  • Top Suchfunktionen
  • Sehr gute Systemleistung
  • Tolle Gaming-Funktionen
  • Ausgereifte Oberfläche mit Langzeit-Updates
  • Erstaunlich gutes 4K-Upscaling
  • Top Performance
  • Viel 4K-Content
  • HDR10 und Dolby Vision
  • Dolby Atmos
  • Riesiges Filmangebot
  • Großes AppStore
  • Ausgereifte Bedienung
  • MagentaTV mit vielen Funktionen
  • Gute Fernbedienung
  • Android TV mit Chromecast
  • Dolby Vision und Dolby Atmos
  • Top für FullHD
  • Dolby Atmos
  • Günstiger Preis
  • Perfektes Streaming
  • Gerätesteuerung inklusive Infrarot-Geräten
  • Volle HDR-Unterstützung
  • Gute Spracherkennung
  • Top für FullHD
  • Dolby Atmos
  • Günstiger Preis
  • Gut für FullHD-TVs
  • Aktuelles Android TV mit Chromecast
  • Gute Performance
  • Vor allem für FullHD günstig
  • Breite App-Unterstützung
  • Riesiges Filmangebot
  • Großer App Store
  • Ausgereifte Bedienung
  • Ausgewogene Bedienung
  • Aktuelles Android TV
  • Fairer Preis
  • Gute Performance
  • Viele Anschlüsse
  • Aktuelles Android TV
Contra
  • Ohne Amazon Prime eingeschränkt
  • Hoher Preis
  • Weniger gut für Android-Nutzer
  • kein HDR10+
  • Gelegentliche Macken von Remote und Oberfläche
  • Keine USB-Anschlüsse
  • Kein HDR10+
  • YouTube nur in FullHD
  • Hoher Preis
  • Für Nicht-MagentaTV-Kunden unpraktisch
  • Noch nicht ganz fehlerfrei
  • Inhalte schlecht sortiert
  • App-Auswahl übersichtlich
  • Schwache HDR-Funktion
  • Sprachsteuerung noch nicht ganz perfekt
  • TV-Bedienung immer noch eingeschränkt
  • Musikwiedergabe nur über TV
  • Inhalte schlecht sortiert
  • Keine Lautstärkeregelung
  • App-Auswahl übersichtlich
  • Schwache HDR-Funktion
  • Wenig Leistungsreserven
  • Keine eigene Fernbedienung
  • Keine direkte App-Installation
  • Hoher Preis
  • Performance nicht ganz auf Shield-TV-Niveau
  • Kein Dolby Vision und HDR 10+
  • Kein Netflix verfügbar
  • Sicherheitspatches im Vergleich zu Nvidia und Xiaomi hinterher
  • Kein Dolby Vision und HDR10+
Bester Preis
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BetriebssystemFire OS 6 (basiert auf Android 7.1.2)tvOS14Google TVAndroid TV 9tvOS 14 (via Update)Android TV 9Fire OS 7 (basiert auf Android 9)Fire OS 6 (basiert auf Android 7.1.2)Fire OS 7 (basiert auf Android 9)Android TV 9-tvOS 11Android TV 9Android TV 9
interner Speicher8 Gigabyte (nur per OTG erweiterbar)32 / 64 GB (nicht erweiterbar)8 GB (nicht erweiterbar)8 GB (erweiterbar via microSD)32 / 64 Gigabyte (nicht erweiterbar)8 GB8 Gigabyte (nicht erweiterbar)16 Gigabyte (nur per OTG erweiterbar)8 Gigabyte (nicht erweiterbar)8 GB2 Gigabyte (nicht erweiterbar)32 / 64 Gigabyte (nicht erweiterbar)8 GB (nicht erweiterbar)8 GB (nicht erweiterbar)
Auflösungbis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)1.920 x 1.080 (FullHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)1.920 x 1.080 (FullHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)1.920 x 1.080 (FullHD)1.920 x 1.080 (FullHD)
Chromecast 2: 1.920 x 1.080 (FullHD)
bis 3.840 x 2.160 (UHD)bis 3.840 x 2.160 (UHD)
App-StoreJa (Amazon App Store)ja (Apple App Store)ja (Google Play Store)Google Play StoreJa (Apple App Store)Ja (Google Play)Ja (Amazon App Store)Ja (Amazon App Store)Ja (Amazon App Store)Ja (Google Play)neinJa (Apple App Store)Google Play StoreGoogle Play Store
HDRHDR10, Dolby Vision, HDR10+HDR10, Dolby VisionHDR10, Dolby Vision, HDR10+Dolby Vision, HDR10HDR10, Dolby VisionHDR10, Dolby Visionja (HDR10)HDR10, Dolby Vision, HDR10+ja (HDR10)-HDR10, Dolby Vision (nur Chromecast Ultra)-HDR10HDR10
Anschlüsse1 x HDMI1 x HDMI 2.1, 1 x Gigabit-Ethernet1 x HDMI1 x HDMI, 1 x Gigabit-Ethernet1 x HDMI, 1 x Gigabit-Ethernet1 x microUSB1 x HDMI, 1 x microUSB1 x HDMI
1 x microUSB
1 x Infrarot-Verlängerung
1 x HDMI, 1 x microUSB1 x microUSB1 x HDMI1 x HDMI, 1 x GB-Ethernet, 1 x USB 2.0 (Typ C)1 x HDMI, 1 x Gigabit-Ethernet, 1 x USB 2.01 x HDMI, 1 x Gigabit-Ethernet, 2 x USB 2.0, Optical S/PDIF, AV-Out
SonstigesAlexa Sprachfernbedienung mit LautstärkereglerSiri-Remote, AirPlay 2Google Assistant per Sprachfernbedienung; Google CastGoogle Assistant per Sprachfernbedienung, integrierte Chromecast-Funktion, Spiele-Streaming über GeForce NowSiri-Remote, AirPlaySprachfernbedienung mit Google AssistantAlexa Sprachfernbedienung mit LautstärkereglerAlexa Sprachfernbedienung
Alexa "Hands-free" per Fernfeldmikrofon
Alexa SprachfernbedienungSprachfernbedienung mit Google Assistant-Siri-Remote, AirPlayGoogle Assistant per Sprachfernbedienung, integrierte Chromecast-FunktionGoogle Assistant per Sprachfernbedienung, integrierte Chromecast-Funktion
Abmessungen99 x 30 x 14 mm98x 35 x 98 mm162 x 61 x 12,5 mm165 x 40 x 40 mm98x 35 x 98 mm82 x 77,5 x 31,5 mm86 x 30 x 13 mm86,1 x 86,1 x 76,9 mm86 x 30 x 13 mm92,4 x 30,2 x 15,2 mm51,9 x 13,5 x 51,9 mm98 x 33 x 98 mm95,2 x 95,2 x 16,7 mm110 x 110 x 20 mm

Wer braucht einen TV-Stick?

Moderne Smart-TVs bieten nicht nur ein tolles Bild, sondern kommen auch mit den passenden Apps, um Inhalte auch online auf den Schirm zu holen. Netflix und Amazon sind so gut wie immer vorinstalliert, weitere Mediatheken lassen sich aus den jeweiligen App-Angeboten nachinstallieren. Nicht zu unrecht stellt sich daher die Frage: Wozu noch in einen externe TV-Stick oder gar eine Streaming-Box investieren?

 Streaming-Box Test: Streaming Video
Neuere Fernseher haben Streaming-Dienste bereits vorinstalliert.

Die Antwort ist einfach: Wer mit den Möglichkeiten seines Smart-TVs zufrieden ist, kann auf Apple TV, Fire TV und Co. getrost verzichten. Aber vor allem ältere oder günstige Fernseher haben zuweilen ein eher träges oder unaufgeräumtes Bedien-Interface. Da bieten Streaming-Boxen fast immer ein besseres Fernseherlebnis.

Vor allem aber halten die meisten Fernseherhersteller ihre Software nicht immer auf dem neuesten Stand. Dann kann es sein, dass die vorinstallierten TV-Apps aufgrund fehlender Updates nicht mehr auf alle Funktionen von Netflix und Co. zugreifen können. In diesem Fall ist ein externer Zuspieler die bessere Lösung, denn Apple TV, Fire TV und Konsorten sind immer auf dem neuesten Stand. Im schlimmsten Fall ist eine veraltete TV-Software sogar ein Sicherheitsrisiko. Per Streaming-Box kann ein Fernseher offline genommen werden, ohne auf Online-Features und Videodienste wie Netflix zu verzichten.

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Streaming-Box Test: Streamingboxen Nebeneinander 02
Streaming-Box Test: Neue Remotes 2
Streaming-Box Test: Streaming Boxen

So haben wir getestet

Wir testen die TV-Sticks und Streaming-Boxen vor allem in Alltagsszenarien, also der Wiedergabe von Netflix, Prime Video und co. auf einem 4K-Fernseher. So gehört die Verfügbarkeit der wichtigen Streaming-Dienste ebenso zu den Testkriterien wie die Bedienung, die Performance sowie die Zusatzfunktionen der Geräte. Beim Streaming achten wir vor allem auf die Leistung im WLAN, da Netzwerkkabel im Wohnzimmer eher die Ausnahme als die Regel sind.

Neben der Wiedergabe von kommerziellen Streaming-Diensten betrachten wir dazu auch die Statistiken für Nerds bei der Wiedergabe von 4K-YouTube-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Außerdem spielen wir – so möglich – auf lokalen Datenträgern sowie auf einem NAS-Laufwerk gespeicherte FullHD- und 4K-Videos auf den Streaming-Boxen und Sticks ab.

 Test: Fire Tv Stick 4k Mit Fernbedienung

Testsieger: Amazon Fire TV Stick 4K

Mit dem Fire TV Stick 4K erobert Amazon den Testsieg von Apple zurück. In der vierten Generation hat Amazon seinen Fire TV Stick endlich fit für UHD-Fernseher gemacht. Doch das ist längst nicht alles: Der neue Fire TV Stick 4K ist fürs Medien-Streaming unserer Meinung nach die perfekte Allround-Lösung.

Testsieger

Amazon Fire TV Stick 4K

Test  Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4k
Der neue Fire TV Stick 4K macht in Sachen Streaming praktisch alles richtig.

Trotz des im Vergleich zum immer noch erhältlichen FullHD-Modells gestiegenen Preises ist der Fire TV Stick 4K dabei immer noch die günstigste Lösung, um 4K-Inhalte inklusive allen aktuellen HDR-Standards aus dem Internet auf den Fernseher zu holen.

Durch Verbesserungen an Hard- und Software lässt der Fire TV Stick 4K auch die 2017er-Version des Amazon Fire TV hinter sich. Diese ist unserer Meinung nach praktisch obsolet und wird aktuell ohnehin nur noch als generalüberholte Version durch Amazon vertrieben.

Bessere Performance, neue Fernbedienung

Optisch hat sich der Fire TV Stick 4K kaum verändert. Im Inneren gibt es aber einiges Neues. Amazon hat dem Fire TV Stick 4K einen neuen Quadcore-Prozessor samt schnellerer Grafikeinheit verpasst, der für deutlich bessere Performance sorgt. Zudem funkt der Fire TV Stick 4K nun mit dem aktuellen Bluetooth 5.0 und bietet dank MU-MIMO flottes WLAN. Tatsächlich hatte der Stick in den beiden von uns getesteten Funknetzwerken stets einen guten Empfang, sodass 4K-Streams durchgehend ruckelfrei liefen. Das ist auch nötig, bietet der Fire TV Stick 4K doch ohne Dongle keinen Ethernet-Port für den Kabelanschluss direkt an einen Router.

Keine Ruckler mehr

In Kombination mit dem von 1 auf 1,5 Gigabyte gewachsenen Arbeitsspeicher liefert der Amazon Fire TV Stick 4K im Test eine durchweg flüssige Performance. Sowohl die Navigation durch die Benutzeroberfläche als auch beim Abspielen von Videoinhalten wurden wir nie von Rucklern gestört – im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist das ein deutliches Upgrade. Der interne Speicher ist mit 8 Gigabyte (davon rund 5,3 Gigabyte nutzerbar) weiterhin eher knapp bemessen. Wer größere Videos oder andere Inhalte auf den Fire TV Stick 4K kopieren möchte, muss wohl oder übel zu einem USB-OTG-Kabel nebst entsprechendem USB-Stick oder SD-Karte greifen.

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Test: Fire Tv Stick 4k Ganz 2
Der neue Stick ist ein wenig größer als sein Vorgänger, am eigentlichen Design hat sich aber nichts verändert.
Test: Fire Tv Stick 4k Ganz
Damit ist er nicht viel größer als ein USB-Stick.
Test: Fire Tv Stick 4k Fernbedienung Vergleich
Die neue Fernbedienung des Fire TV Stick 4K (links) kommt mit Lautstärketasten und der Möglichkeit, den Fernseher ein- und auszuschalten.
Test: Fire Tv Stick 4k Fernbedienung 1
Die Möglichkeit zur Lautstärkeregelung ist eine praktische Verbesserung.
Test: Fire Tv Stick 4k Fernbedienung 4
Dank Infrarotsensor können Fernseher oder Soundanlagen gesteuert werden.
Test: Fire Tv Stick 4k Fernbedienung 3
Über die Mikrofon-Taste empfängt der Amazon Fire TV Stick 4K Sprachbefehle für die Alexa-Integration.
Test: Fire Tv Stick 4k Microusb
Die Stromversorgung erfolgt nach wie vor über einen Micro-USB-Anschluss. Über ein OTG-Kabel lassen sich auch Speichermedien mit dem Fire TV Stick 4K verbinden.

Ein signifikantes Upgrade hat auch die Fernbedienung des Streaming-Sticks erhalten. Sie ermöglicht es, Fernseher und Soundanlagen via Bluetooth oder Infrarot zu steuern. So lässt sich unter anderem der Fernseher ein- und ausschalten oder die Lautstärke direkt mit der Fernbedienung ändern. Auf unseren beiden Test-TVs funktionierte dies ohne Probleme. Die Haupt-Remote ersetzen konnte die Fire-TV-Stick-Fernbedienung bei uns allerdings nicht. So war es zumindest auf den verwendeten Fernsehern nicht möglich, den Sender zu wechseln. Trotzdem sind die Lautstärkewippe und der Power-Knopf willkommene Verbesserungen der Fire-TV-Stick-Remote.

Streaming- und HDR-Vielfalt

In seiner Kerndisziplin macht der Amazon Fire TV Stick 4K einen nahezu perfekten Job, ob bei Amazon-eigenen Inhalten oder externen Streaming-Diensten über entsprechende Apps. Davon gibt es im Fire TV Store jede Menge: Neben Größen wie Netflix, Maxdome oder DAZN finden sich unter anderem die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender oder auch kleinere Dienste wie die Apps von Netzkino oder South Park im Portfolio.

Endlich auch mit Sky, Google-Dienste nur über Umwege

Seit unserem initialen Test des Amazon Fire TV Stick 4K hat sich die App-Situation sogar verbessert. So ist Anfang 2021 auch Sky dabei – zumindest mit dem Prepaid-Angebot Sky Ticket. Auch YouTube sowie der Apple-Dienst Apple TV+ stehen mittlerweile im Amazon App Store bereit. Somit ist der Fire TV Stick 4K mittlerweile praktisch lückenlos mit Videodiensten ausgestattet. Ähnlich gut sieht es an der Musikfront aus. Anders als beim Apple TV gibt es unter anderem Spotify oder Deezer offiziell auf dem Fire TV. Hier ist der Stick vor allem im Vergleich zum Apple TV 4K die beste Wahl.

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Test: Amazon Fire Tv Stick 4k Startseite Con
Test: Amazon Fire Tv Stick 4k App Store Con
Test: Amazon Fire Tv Stick 4k Player Con
Test: Fire Tv Stick 4k Hdmi

Uneingeschränkt spitze ist die Unterstützung von HDR auf dem Fire TV 4K. Die erweiterten Helligkeits- und Kontrasteinstellungen sind für viele TV-Fans wichtiger als der Sprung von FullHD auf die 4K-Auflösung. Amazon unterstützt nicht nur die Standardlösungen HDR10 und HLG, sondern auch die dynamischen HDR-Standards Dolby Vision und HDR10+. Vor allem das unter anderem von Samsung und Panasonic geförderte HDR10+ ist auf Streaming-Boxen bislang exklusiv auf dem Fire TV Stick 4K erhältlich. Die Wiedergabe erfordert natürlich neben dem entsprechenden Material auch einen HDR-tauglichen Fernseher. In unserem Test spielte der Fire TV Stick 4K unter anderem Dolby-Vision-Inhalte von Netflix und Amazon problemlos und sauber auf einem LG-TV ab.

Auch die automatische Anpassung der Bildwiederholrate an das Originalmaterial gefällt uns beim Test des Amazon Fire TV Stick 4K. Ist die Funktion in den Einstellungen aktiviert, schaltet der Fire TV Stick 4K auf die Bildwiederholrate um, in der ein Film oder eine Serie aufgenommen wurde. Vor allem schnelle Kameraschwenks wirken dadurch flüssiger, weil Mikroruckler praktisch ausgemerzt werden. Leider bedarf es dafür kompatibler Apps. So funktioniert die Bildratenanpassung zum Testzeitpunkt neben den Amazon-Videos nur mit den Playern von Plex und Kodi (welches per Sideloading auf dem Fire TV Stick 4K läuft). Netflix hat seine App bislang noch nicht für die Bildverbesserung angepasst.

Bedienung und Alexa-Unterstützung

Anfang 2021 hat Amazon die Benutzeroberfläche seiner Fire-TV-Plattform umfangreich überarbeitet. Dem aktuellen Trend folgend setzt Amazon dabei auf eine Kombination aus der Präsentation neuer Filme und Serien und Aggregation von begonnenen Content. Erfreulicherweise liegt der Fokus dabei nicht ausschließlich auf den Produktionen des hauseigenen Streaming-Angebots Amazon Prime. Stattdessen werden auch andere Abo-Dienste wie Netflix oder Disney+ sowie die Mediatheken integriert. Gleiches gilt auch für die umfangreichen Suchmöglichkeiten.

Auch Live-TV-Dienste wie Zattoo oder Waipu.tv sind in der neuen Bedienoberfläche prominenter eingebunden. Nach der Einrichtung eines solchen Dienstes bietet der Fire TV Stick schnellen Zugriff auf Lieblingssender und einen Überblick über das TV-Programm.

Insgesamt finden wir die neue Bedienoberfläche des Fire TV Stick 4K gelungen, zudem die Navigation jederzeit flüssig, was die Nutzung von Apps auf dem Fire TV Stick 4K zum Genuss macht.

Fernbedienung mit Alexa

Natürlich darf bei einem aktuellen Amazon-Gerät auch die Alexa-Unterstützung nicht fehlen. Der Fire TV Stick 4K holt die virtuelle Assistentin auf dem Fernseher. Per Druck auf die Mikrofontaste können wir den Fire TV Stick 4K per Sprachbefehl steuern, um beispielsweise Apps zu starten, nach Filmen oder Serien zu suchen oder auch die Wiedergabe zu stoppen. Auch typische Alexa-Funktionen wie die Steuerung von vernetzten Smart-Home-Geräten oder die Abfrage von Infos wie der Wettervorhersage oder aktuellen Nachrichten sind möglich.

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Test: Fire Tv Stick 4k Fernseher Steuern Con
Test: Amazon Fire Tv Stick 4k Alexa Con
Test: Fire Tv Stick 4k Alexa Zusammenfassung Con

Im Test funktioniert die Sprachbedienung sehr gut. Die Suche nach Inhalten klappt nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Netflix oder auch installierten YouTube-Apps. Wirklich flexibel ist die Suche allerdings nach wie vor nicht. Während beispielsweise der Befehl »Zeige Actionfilme« zum Ziel führt, quittiert Alexa »Zeige Actionfilme aus den 80ern« mit einem virtuellen Achselzucken.

Neben der eingebauten Sprachsteuerung ist es auch möglich, den Fire TV Stick 4K mit einem vorhandenen Alexa-Lautsprecher zu steuern. Im Test konnten wir beispielsweise über einen Amazon Echo Dot problemlos einen Netflix-Film auf dem Stick starten. Insgesamt ist die Alexa-Integration in den Fire TV Stick 4K gelungen. Wer keine Lust auf die Sprachassistentin hat, kann sie aber auch schlicht und einfach ignorieren. Anders als vernetzte Lautsprecher hört der Fire TV Stick 4K erst dann zu, wenn die entsprechende Taste gedrückt wird. In der aktuellen Iteration bietet die Fernbedienung zudem direkten Zugriff auf die Streaming-Angebote von Disney+ und Netflix. Leider lassen sich die Tasten allerdings nicht anders belegen.

Nachteile?

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist sehr gut, aber dennoch nicht perfekt. Das wohl größte Ärgernis betrifft vor allem Nutzer von Amazons Video-Service: Wie alle aktuellen Fire-TV-Geräte macht auch der 4K-Stick die Unterscheidung zwischen Amazon-Prime-Inhalten und solchen, die separat erworben werden müssen, schwierig. In der Suche fehlt die Prime-Banderole, lediglich in der Detailansicht oder den speziellen Prime-Kategorien lassen sich die Inklusivinhalte erkennen. Immerhin gibt es mittlerweile eine dedizierte Prime-App, die Inklusivinhalte bündelt.

Ärgerlich sind zudem die Werbebanner, die seit dem Wechsel auf die neue Oberfläche auf der Startseite angezeigt werden. Hier macht Amazon teils unverhohlen Werbung für den eigenen Versandhandel, was störend sein kann.

Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass einige Kunden auf Amazon.de Tonaussetzer beim Fire TV Stick 4K beklagen. Mit unserem Testgerät konnten wir diese Aussetzer allerdings weder bei Amazon-Inhalten noch in Apps wie Netflix oder den öffentlich rechtlichen Mediatheken replizieren. Dabei haben wir den Stick sowohl direkt an verschiedenen Fernsehern als auch über eine Soundbar von LG betrieben.

Amazon Fire TV Stick 4K im Testspiegel

Der aktuelle Amazon-Stick sorgt nicht nur bei uns für Begeisterung. In den meisten Tests schneidet der Fire TV Stick 4K insgesamt sehr gut ab.

Computer Bild meint, dass man vor allem angesichts des Preises von rund 60 Euro nicht mehr von einer Streaming-Lösung verlangen kann. Neben der einfachen Einrichtung kommt vor allem das hervorragende Bild sowie die große App-Auswahl. Größter Kritikpunkt der Tester ist der fehlende Netzwerkanschluss. Trotzdem schneidet der Fire TV Stick 4K im Test mit der Note »gut« (2,0) ab. Im Fazit heißt es entsprechend:

»Hervorragendes Bild, hohes Arbeitstempo, große App-Auswahl und intuitive Bedienung mit verbesserter Fernbedienung: Amazons 4K-Stick macht fast alles richtig, viel mehr kann man nicht für rund 60 Euro verlangen. Ein Netzwerkanschluss fehlt aufgrund des kompakten Formats, der entsprechende Adapter hätte gerne im Lieferumfang enthalten sein dürfen. Trotzdem ist der Amazon Fire TV Stick 4K der aktuelle Preis-Leistungssieger unter den Streaming-Geräten.«

Auch die Kollegen von Golem haben den aktuellen Fire TV Stick unter die Lupe genommen. Vor allem die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern werden hier deutlich hervorgehoben. Neben der 4K-Unterstützung punktet der Stick vor allem mit einer besseren Performance durch den neuen Prozessor und den vergrößerten Arbeitsspeicher. Auch die breite Unterstützung von HDR-Standards gefällt:

»Der neue Fire TV Stick 4K ist derzeit einer der besten Fire-TV-Geräte. Er reagiert immer schnell, so dass es Freude macht, sich durch die Inhalte zu bewegen. Der Stick liefert 4K-Auflösung samt Dolby Vision, HDR10 sowie HDR10+ und deckt hier ungewöhnlich viele HDR-Standards ab.«

Kritik gibt es für die etwas unübersichtliche Oberfläche und die fehlende Markierung von Prime-Inhalten in der Suche – dem können wir uns nur anschließen. Dennoch spricht Golem eine Kaufempfehlung für den Amazon Fire TV Stick 4K aus, die sogar für Nicht-4K-fähige Fernseher gilt:

»Auch wenn der Stick 4K-fähig ist, kann er auch für Anwender interessant sein, die noch kein passendes Wiedergabegerät besitzen. Denn es gibt mit der neuen Fernbedienung einen großen Komfortgewinn. Wir können damit auch einen Audio-Receiver sowie den Fernseher steuern und es ist viel angenehmer, nicht immer zwei Fernbedienungen nutzen zu müssen. Dabei ist die Implementierung der Steuerung von TV und Audio-Receiver vorbildlich gelungen.«

Auch Netzwelt ist vom Fire TV Stick 4K im Test überzeugt. Mit einer Testnote von 8,6 von 10 schneidet der Stick überaus gut ab. Im Fazit urteilt Tester Marinus Martin entsprechend positiv:

»Mit dem Fire TV Stick 4K macht Amazon seinen Fire TV obsolet. Der kompakte HDMI-Stick legt eine gute Performance an den Tag und unterstützt nun auch 4K, HDR sowie Dolby Atmos. Die Steuerung über die neue Fernbedienung und Alexa funktioniert flott und der Preis spricht für sich selbst. Dieser Mediaplayer ist keine kleine Mücke, sondern ein kompakter Kraftprotz. Was will man mehr?«

Alternativen

Die wohl beste Alternative zum Fire TV Stick kommt von Apple. Das Apple TV 4K (2021) ist zwar deutlich teurer als Amazons TV-Stick, kann aber einiges mehr. Mehr Leistung und Smart-Home-Funktionen im Amazon-Universum liefert hingegen der Fire TV Cube. Für Gamer- und Android-Fans hat hingegen Nvidia mit dem Shield TV 2019 die beste Fire-TV-Alternative im Sortiment. Der neue Chromecast mit Google TV ist eine günstige Fire-TV-Alternative für Android-Fans.

Apple-Alternative: Apple TV 4K

Nicht nur für Fans von iPhone und Co. ist das Apple TV 4K (2021) eine sehr gute, wenn auch teure, Streaming-Lösung. Die Apple-Box überzeugt mit einer großen Auswahl an Streaming-Apps und Spielen, einer durchdachten Bedienung, Unterstützung sämtlicher relevanter 4K-HDR-Formate und einer Reihe sinnvoller Extras.

Apple hat seine Streaming-Box im Frühjahr 2021 überarbeitet. Äußerlich gleicht das Apple TV 4K (2021) seinem Vorgänger, dafür gibt es am Innenleben und vor allem bei der Fernbedienung umfangreiche Neuerungen. Als Prozessor kommt nun Apples A12-Chip zum Einsatz, der nun auch 4K-Streams mit bis zu 60 statt 30 Bildern pro Sekunde anzeigen kann. Außerdem unterstützt der neue Apple TV den schnelleren WiFi-6-Funkstandard.

Das beste am neuen Apple TV ist zweifellos die Fernbedienung. Die alte kann einen schier in den Wahnsinn treiben, weil man sie gefühlt immer genau falsch herum in die Hand nimmt und das Touchfeld überaus anfällig für Fehleingaben ist. Die neue Remote bietet ein klassisches Vier-Wege-Klickrad, das optisch an klassische iPods erinnert und eine intuitive Bedienung erlaubt. Danke, Apple. Darauf haben wir fünf Jahre lang gewartet.

Zusätzlich verarbeitet die aus recyceltem Aluminium gefertigte Fernbedienung weiterhin Wischgesten, sodass sich Besitzer der nervigen Vorgängerfernbedienung nicht umgewöhnen müssen. Über eine seitliche Taste lässt sich die Sprachassistentin Siri aufrufen, zudem startet eine frei belegbare Taste eine App nach Wahl. Geladen wird die neue Fernbedienung wie die alte via Lightning-Anschluss.

Neben guter Technik kann das Apple TV auch mit ausgereifter Software punkten. Das zum Testzeitpunkt in Version 14 laufende tvOS überzeugt mit klarer Bedienbarkeit und einer großen App-Auswahl. Die Menüführung ist intuitiv, sämtliche relevanten Streaming-Anbieter sind im App Store mit aktuellen Apps vertreten. Dank der neuen Fernbedienung gibt es nun endgültig nichts mehr an der Bedienung des Apple TV 4K zu mäkeln.

Die vorinstallierte TV-App aggregiert angefangene Serien aus verschiedenen Anbietern wie Netflix oder Disney+, auch die Suchfunktion durchkämmt die unterschiedlichen Dienste. Das Apple TV 4K (2021) gestaltet den Filmabend also durchaus komfortabel. Apples hauseigener Streaming-Dienst Apple TV+ ist derweil kein Alleinstellungsmerkmal mehr, steht er doch mittlerweile auch auf dem Fire TV oder der Android-TV-Plattform zur Verfügung.

Apple-typisch entfaltet das Apple TV seine ganze Stärke vor allem im Zusammenspiel mit anderen Geräten des Herstellers. So bringt es via AirPlay 2 Fotos, Videos und Musik von iPhone und iPad auf den Fernseher und gibt seinen Ton verzögerungsfrei an den HomePod-Lautsprecher oder die diversen Apple-Kopfhörer aus. Inhalte von einem Android-Smartphone lassen sich hingegen nur via Drittanbieter-Lösungen auf dem Apple TV anzeigen – hier sind die Android-basierten Boxen im Vorteil.

Neben dem aktuellen WLAN-Standard WiFi 6 hat Apple auch den Smart-Home-Funkstandard Thread in das Apple TV 4K (2021) integriert. Die Streaming-Box kann damit als so genannter Border-Router agieren, um Thread-kompatible Smart-Home-Geräte (beispielsweise von Eve oder Netatmo) zu kontrollieren. Nach dem HomePod Mini ist dies bereits das zweite Apple-Device mit dieser Funktionalität. Wer den Aufbau einer Smart-Home-Umgebung auf Basis von Thread plant, bekommt mit dem Apple TV 4K also einen netten Bonus.

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Streaming-Box Test: Apple Tv 4k Apple Arcade
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Streaming-Box Test: Apple Tv 4k Icloud Videos
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Streaming-Box Test: Apple Tv 4k Siri
Streaming-Box Test: Apple Tv 4k Startseite
Streaming-Box Test: Apple Tv 4k Tv App

Insgesamt ist das Apple TV 4K (2021) eine zwar nicht revolutionäre, aber dennoch sehr gute Weiterentwicklung des bewährten Konzepts. Die zusätzliche Rechenleistung sorgt zumindest potenziell für flüssigere 4K-Videos und eine bessere Gaming-Erfahrung über die Apple Arcade, zudem sind die Menüführung und die App-Auswahl durch die Bank überzeugend.

Der hohe Preis für die Apple-TV-Box rentiert sich vor allem dann, wenn auch andere Apple-Geräte im Einsatz sind. Der Umstieg vom 2017er-Modell lohnt sich nur bedingt. Das Leistungsplus macht sich im direkten Vergleich höchstens bei Spielen bemerkbar, die Unterstützung von Thread und WiFi 6 kommt nur in entsprechenden Funkumgebungen zum Tragen.

Der eigentliche Star des neuen Apple TV ist tatsächlich die neue Fernbedienung, die die Bedienung des Apple TV 4K ungleich komfortabler gestaltet als ihre Vorgängermodelle. Wer nur von der alten Fernbedienung genervt ist, mit seiner Apple TV Box aber noch zufrieden ist, kann sich auch einfach nur die neue Siri Remote kaufen – die funktioniert nämlich auch mit den alten Modellen.

Google-Alternative: Chromecast mit Google TV

Mit dem neuen Chromecast mit Google TV überarbeitet Google seine Streaming-Sticks gleich auf mehreren Ebenen. Nicht nur bietet der Chromecast erstmals seit seiner Premiere im Jahr 2013 eine eigene Benutzeroberfläche samt Fernbedienung und App Store, die neue Benutzeroberfläche Google TV tritt gleichzeitig das Erbe von Android TV an, auf der sie basiert. Das Ergebnis ist eine erfreulich runde Benutzererfahrung, die nur durch kleinere Patzer am Testsieg vorbeischrammt.

Für Google-Fans

Google Chromecast mit Google TV

Streaming-Box Test: Google Chromecast Google Tv
Der Chromecast mit eigener Benutzeroberfläche kann fast auf ganzer Linie überzeugen.

Die Bedienoberfläche des neuen Chromecast mit Google TV erinnert stark an Android TV, wirkt dabei aber noch ein wenig freundlicher und flexibler. Auf der Startseite bündelt der Chromecast aktuelle Inhaltsempfehlungen der eingerichteten Streaming-Dienste, außerdem lassen sich Filme, Serien und Apps gezielt durchforsten. Die App-Auswahl entspricht der von Android TV, mit Ausnahme von Sky ist praktisch alles vertreten, was im Streaming-Sektor von Bedeutung ist. Neben direkt auf dem Stick installierten Apps lassen sich Inhalte in bekannter Chromecast-Manier auch von Google-Cast-kompatiblen Smartphone-Apps auf den TV bringen. Darüber lässt sich dann beispielsweise auch Sky Ticket auf dem Chromecast mit Google TV abspielen, wenn dieses beispielsweise auf einem iPhone oder Android-Smartphone gestartet wird.

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Streaming-Box Test: Chromecast Apps
Streaming-Box Test: Chromecast Appstore
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Streaming-Box Test: Chromecast Empfehlungen
Streaming-Box Test: Chromecast Filmansicht
Streaming-Box Test: Chromecast Für Dich
Streaming-Box Test: Chromecast Kinderprofil
Streaming-Box Test: Chromecast Serien
Streaming-Box Test: Chromecast Spiele
Streaming-Box Test: Chromecast Wiedergabeempfehlungen

Sehr gut ist die Suche nach Filmen und Serien gelöst. Google TV präsentiert die Inhalte samt Bewertung und Filmtrailern, außerdem zeigt der Stick die Verfügbarkeit bei den verschiedenen Anbietern an. Auch die Suche nach Darstellern, Genres und mehr ist problemlos möglich.

Die kleine Fernbedienung des Chromecast liegt gut in der Hand und bietet schnellen Zugriff auf YouTube und Netflix. Über eine dedizierte Taste lassen sich Anfragen an den Google Assistant stellen, mit denen neben Inhaltssuchen auch verbundene Smart-Home-Geräte gesteuert oder Google-Suchabfragen ausgelöst werden können. Gewöhnungsbedürftig sind die an der rechten Seite der Remote untergebrachten Lautstärketasten. Davon abgesehen geht die Steuerung des ersten Chromecast mit echter Benutzeroberfläche insgesamt leicht von der Hand.

Leider trüben gelegentliche Aussetzer das ansonsten sehr gute Gesamtbild des Chromecast mit Google TV. So kam es in unserem mehrwöchigen Test gelegentlich zu Aussetzern der eigentlich guten Fernbedienung, die eine Neusynchronisation erforderlich machten. Auch hakte die Benutzeroberfläche gelegentlich, was erst durch einen Neustart behoben wurde. Das ist doppelt ärgerlich, da die Navigation durch Menüs und Apps grundsätzlich sehr flott vonstatten geht.

Potenziell kann Google hier sicherlich noch durch Software-Updates nachbessern, dennoch zeigen sich die Alternativen insgesamt stabiler als der Google-Stick. Davon abgesehen ist der Neustart des Chromecasts aber insgesamt gelungen. Google liefert zu einem fairen Preis eine größtenteils sehr ordentliche Streaming-Lösung, die mit etwas Feinschliff sogar noch besser werden kann.

Android-TV-Luxus: Nvidia Shield TV 2019

Die mittlerweile dritte Generation des Nvidia Shield TV bietet nicht nur eine komplett neue Optik, sondern auch einige sinnvolle Neuerungen. Die wohl wichtigste ist die Unterstützung des dynamischen HDR-Formats Dolby Vision. Das unter anderem von Netflix präferierte HDR-Format wird nun direkt vom Shield TV wiedergegeben. Das Konkurrenz-Format HDR10+ fehlt zumindest zum Testzeitpunkt noch.

Android-TV-Luxus

Nvidia Shield TV 2019

Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019
Android TV vom Feinsten mit toller Leistung, ausgereifte Bedienung und Gaming-Features.

Nvidia hat seine Shield-Produkte in der Vergangenheit aber langfristig mit Updates und neuen Funktionen versorgt, mit ein wenig Glück landet HDR10+ also künftig auf dem Gerät. Soundseitig bietet Nvidia bei seinem neuen Streamer die Unterstützung von Dolby Atmos, die bei den Vorgängern noch fehlte.

Optisch hat Nvidia sein Standard-Shield-TV vollständig überarbeitet. Das kantige Box-Design der Vorgänger ist der Pro-Ausgabe vorbehalten. Die Standardausgabe steckt hingegen in einem zylinderförmigen Metallgehäuse. Das ist ungewöhnlich, findet dafür aber auch unauffällig hinter dem TV Platz.

Auch die neue Fernbedienung im dreieckigen Design ist ein Hingucker – und ein Upgrade gegenüber den Vorgängern. Nicht nur bietet die Remote eine sensorgesteuerte Hintergrundbeleuchtung, auch die Steuerung des Fernsehers via Infrarot ist nun möglich. Zudem reagiert die Fernbedienung deutlich zuverlässiger als die der Vorgängergenerationen.

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Streaming-Box Test: Nvidia Shield Tv
Die Nvidia Shield im schlanken Design.
Streaming-Box Test: Nvidia Shield Tv
Die Box hat einen Micro-USB-Anschluss ...
Streaming-Box Test: Nvidia Shield Tv
... und einen Anschluss für den Netzstecker sowie einen Ethernet-Port.
Streaming-Box Test: Nvidia Shield Tv
Die Box nimmt nicht viel Platz weg.

Softwareseitig setzt Nvidia beim Shield TV weiter auf Googles Android TV, das bei unserem Testgerät in Version 9 läuft – künftige Updates sind erfreulicherweise garantiert. Basisfunktionen wie die integrierte ChromeCast-Funktion sowie der über die Fernbedienung aktivierte Google Assistant sind vorhanden. Schon die Vorgänger boten eine für alle Android-Apps (inklusive Kodi) mehr als ausreichende Leistung.

Im neuen Shield arbeitet der überarbeitete Tegra X1+ Chipsatz, der laut Hersteller bis zu 25 Prozent flotter arbeitet als sein Vorgänger. Auch ohne Benchmarks können wir sagen, dass nicht nur nur die Bedienoberfläche, sondern auch die Wiedergabe von lokalen oder gestreamten Videos sämtlicher Formate absolut ruckelfrei funktionieren.

Ein interessantes Feature ist das zuschaltbare Hochskalieren von Videomaterial auf die 4K-UHD-Auflösung. Nvidia hat das Shield TV 2019 auf Basis von neuronalen Netzwerken darauf trainiert, niedrigere Videoauflösungen KI-gesteuert hochzurechnen. Was sich nach Marketing-Hülsen anhört, gefällt uns im Praxistest der Streaming-Röhre erstaunlich gut. Vor allem 720p-Material, das wir beispielsweise mit Kodi oder dem VLC-Player abspielen, wirkt nach dem Zuschalten des Upscalings einen Tick schärfer. Über einen Knopf an der Fernbedienung lässt sich das Feature jederzeit abschalten, außerdem zeigt ein Demo-Modus das Ergebnis in einem Echtzeit-Splitscreen. Mittlerweile hat Nvidia das Upscaling durch Updates nochmals verbessert. So können nun auch Live-Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde skaliert werden. In einem Test mit einer Fußballübertragung konnte uns das Ergebnis durchaus überzeugen.

Neben der nahezu perfekten Medienwiedergabe setzt Nvidia weiterhin auf Gaming-Funktionen des Shield TV. Dabei sind nicht nur die diversen und optimal laufenden Android-Spiele, sondern vor allem der Game-Streaming-Service Geforce Now erwähnenswert. Der Abo-Dienst erlaubt es, PC-Spiele auf den Cloud-Rechnern von Nvidia laufen zu lassen, ohne dafür einen High-End-Gaming-PC zu benötigen. Anders, als bei der Konkurrenz von Google Stadia, können Spieler dabei auch ihre bereits gekauften Games von Plattformen wie Steam oder Epic Games spielen – allerdings hat sich Nvidia noch nicht mit allen Publishern geeinigt.

Auf dem Shield TV läuft Geforce Now in unserem Test praktisch fehlerfrei. Mit Bluetooth-Gamepad, Maus und Tastatur streamen wir Spiele wie The Witcher 3 oder Rocket League flüssig auf den Wohnzimmer-TV. Aus Spieler-Sicht kann man nur hoffen, dass die Spiele-Publisher sich mittelfristig mit Nvidia einigen – eigentlich sollte es 2K und Co. egal sein, ob ihre Kunden die bei Steam und Co. gekauften Titel lokal auf einem PC installieren oder aus der Cloud auf den TV holen.

Auch abseits der Gaming-Funktionen liefert Nvidia mit dem Shield-TV 2019 ein Premium-Upgrade zum Fire TV und die beste Android-TV-Lösung 2020. Die Kombination aus hoher Leistung, umfangreicher Featureliste, Gaming-Funktionen und lange Versorgung mit Updates kann die vergleichsweise hohen Mehrkosten rechtfertigen. Wer allerdings den Fokus auf das reine Medienstreaming legt, fährt mit dem Fire TV Stick 4K günstiger – aus diesem Grund bleibt er unser Testsieger.

Außerdem getestet

Amazon Fire TV Stick

Für ältere Fernseher, die noch mit FullHD-Auflösung anstelle von 4K unterwegs sind, hat Amazon seinen günstigen Fire TV Stick neu aufgelegt. Der Fire TV Stick 2020 arbeitet mit dem gleichen Prozessor wie die 4K-Version, was für eine flotte Bedienung der Amazon-Benutzeroberfläche sorgt. Vor allem im Vergleich zu seinem direkten Vorgängermodell wirkt der neue Fire TV spürbar schneller. Ein zweites großes Update ist die Unterstützung des modernen Raumklangs Dolby Atmos. Im Zusammenspiel mit einer passenden Dolby-Atmos-Soundbar oder einem entsprechenden AV-Receiver holt nun auch der kleine Fire-TV-Stick den 3D-Klang samt Höheninformationen ins Wohnzimmer – bislang war dies den teureren 4K-Streamern vorbehalten.

Ein Fragezeichen hinterlässt hingegen die neu hinzugekommene HDR-Unterstützung. Sorgen Dolby Vision und HDR10+ bei 4K-UHD-Auflösung für einen Wow-Effekt, sieht es auf dem FullHD-Stick anders aus. Aktivieren wir im Test des Fire TV Stick 2020 etwa die HDR-Funktion bei Netflix, wirken vor allem helle Bereiche überstrahlt. Je nach Bildszenario gibt es auch deutlich sichtbare Farbabstufungen, die bei abgeschalteten HDR nicht zu sehen sind. Von diesem Fauxpas abgesehen bietet der günstige Fire-TV-Stick für FullHD-Fernseher ein ausgereiftes Funktionsspektrum samt Alexa-Sprachfernbedienung und Lautstärkeregelung. Wer auf 4K verzichtet, bekommt eine günstige Alternative zum Fire TV Stick 4K.

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Streaming-Box Test: Fire Tv Alexa Anfragen
Streaming-Box Test: Fire Tv App Store
Streaming-Box Test: Fire Tv Neue Startseite
Streaming-Box Test: Fire Tv Suchergebnisse
Streaming-Box Test: Fire Tv Einstellungen
Streaming-Box Test: Fire Tv Genresuchen 1
Streaming-Box Test: Fire Tv Genresuchen 2
Streaming-Box Test: Fire Tv Live Tv
Streaming-Box Test: Fire Tv Neue Oberfläche

Amazon Fire TV Cube

Der Amazon Fire TV Cube kombiniert die Funktionen des Fire TV Stick 4K mit denen der hauseigenen Echo-Reihe. Im Inneren kümmern sich acht Fernfeldmikrofone um die Spracherkennung durch Alexa, für ein gutes Bild unterstützt der Würfel neben hochaufgelösten 4K-Inhalten auch HDR. Dank des integrierten Infrarot-Senders mutiert der Fire TV Cube zudem zur Schaltzentrale im Wohnzimmer und kommuniziert so selbst mit älterer Technik aus Zeiten vor der Smart-Home-Ära. Die Vorteiles des Fire TV Cubes gegenüber dem Stick liegen vor allem in der flexibleren Gerätesteuerung und der besseren »Ansprechbarkeit«.

So beherbergt das Gehäuse die Echo-typischen Fernfeld-Mikrofone, die auf Zuruf auch bei vergleichsweise lauter Umgebung gut reagieren. Die Alexa-Funktionen lassen sich damit auch anfragen, wenn der Fernseher ausgeschaltet ist. So lassen sich etwa Alexa-fähige Geräte über den Cube steuern. Ein Wermutstropfen für Smart-Home-Fans ist die fehlende Unterstützung für den Zigbee-Standards, den es nur beim Amazon Echo Plus gibt.

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Streaming-Box Test: Fire Tv Cube
Streaming-Box Test: Fire Tv Cube Tasten
Streaming-Box Test: Fire Tv Cube Rückseite
Streaming-Box Test: Fire Tv Cube Adapter
Streaming-Box Test: Fire Tv Cube Remote 2

Die Gerätesteuerung des Fire TV Cube wurde gegenüber dem Stick um ein Infrarot-Modul erweitert. Dieses strahlt nach vorne ab und kann optional über ein beiliegendes Kabel verlängert werden, falls der Cube im Schrank verschwinden soll. Via Infrarot steuert der Fire TV Cube dann Fernseher, Receiver und andere Geräte mit IR-Fernbedienung, was nach einmaliger Einrichtung gut funktioniert. So können wir im Test problemlos die Lautstärke einer LG-Soundbar sowie eines Fernsehers via Sprachbefehl oder die Cube-Fernbedienung regeln. Perfekt ist die Fernsehsteuerung aber noch nicht. Der Wechsel der Kanäle beim Fernseher funktioniert per Sprachbefehl zumindest in unserem Setup nicht.

Unverständlich ist, dass der Fire TV Cube im Test für die Wiedergabe von Musik und Podcast auf einen eingeschalteten Fernseher besteht. Obwohl der integrierte Lautsprecher einen guten Eindruck hinterlässt, kann der Würfel damit keinen vorhandenen Echo-Lautsprecher ersetzen – das ist schade.

Davon abgesehen ist der Amazon Fire TV Cube tatsächlich eine sinnvolle Weiterentwicklung zum Fire TV Stick 4K. Die erweiterte Gerätesteuerung über Infrarot sowie Alexa-Befehle auf Zuruf können in vielen Szenarien praktisch sein. Liegt der Fokus aber auf der reinen Streaming-Wiedergabe, ist der klassische Stick unserer Meinung nach die bessere und günstigere Wahl.

Telekom MagentaTV Stick

Der MagentaTV Stick der Telekom ist eine interessante Alternative zum Fire TV Stick. Die Box basiert auf Android TV, der Fokus liegt aber klar auf die Nutzung des Telekom-TV-Diensts MagentaTV. Den gibt es auch für Nicht-Telekom-Kunden mittlerweile für rund acht Euro im Monat. Für das Live-TV gibt es auf der Fernbedienung des Sticks eine separate Taste, gleiches gilt für den elektronischen Programmführer (EPG). Auf der Startseite zeigt die Magenta-Box das laufende TV-Programm an und gibt Empfehlungen. Im Reiter »Megathek« sammelt der Stick Inhalte aus verschiedenen Quellen, etwa dem Telekom-Dienst Videoload oder den verschiedenen Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender. Ähnlich wie bei Amazon sind aber auch hier nicht alle Inhalte inklusive, was etwas nervig sein kann. Dennoch ist die Content-Aufbereitung des MagentaTV Sticks insgesamt gut gelungen.

Technisch gibt es grundsätzlich nicht viel zu meckern: Der Stick arbeitet schnell, unterstützt mit Dolby Vision und HDR10+ die wichtigen HDR-Formate und decodiert Raumklang inklusive Dolby Atmos. Das Live-Fernsehen über MagentaTV lief im Test über WLAN durchgängig flüssig, lediglich der Senderwechsel war gelegentlich etwas träge.

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Streaming-Box Test: Magentatv Stick
Der MagentaTV Stick samt Fernbedienung.
Streaming-Box Test: Magentatv Stick
Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und bietet schnellen Zugriff auf die Live-TV-Funktionen. Ohne MagentaTV-Abo verlieren sie aber ihre Funktionen.
Streaming-Box Test: Magentatv Stick
Auch die Lautstärkeregelung und eine Taste für den Google Assistant finden sich auf der Remote.
Streaming-Box Test: Magentatv Stick
Der Stick beherbergt aktuelle Technik und findet leicht am Fernseher Platz.

Jenseits des Magenta-Inhalte ist der Telekom-Stick eine typische Android-TV-Lösung inklusive den Apps aus dem Play Store sowie der Möglichkeit, Inhalte über die integrierte Chromecast-Funktion vom Smartphone auf den Fernseher zu senden. Darüber lassen sich auch andere Streaming-Dienste wie Netflix, Prime Video oder Disney+ und sogar alternative TV-Angebote wie Waipu TV auf den Stick holen. Die Integration anderer Live-TV-Anbieter ist allerdings beim Fire TV etwas eleganter gelöst. Über eine Taste an der Fernbedienung kann der Google Assistant befragt werden. Der Sprachassistent beantwortet Fragen, kann verbundene Smart-Home-Geräte steuern und Inhalte durchsuchen. Letzteres funktioniert aber eher inkonstant, da nicht alle eingerichteten Streaming-Dienste abgefragt werden. Insgesamt wirkt die Bedienung beim Wechsel zwischen der Magenta-TV- und der klassischen Android-TV-Oberfläche nicht immer ganz aus einem Guss. Dennoch ist die Integration der Google-Dienste ein Mehrwert für den Magenta-Stick.

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Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots(1)
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots(1)
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots(1)
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots
Streaming-Box Test: Magentatv Stick Screenshots

Insgesamt ist die Streaming-Lösung der Telekom ein recht rundes Gesamtpaket. Wer ohnehin MagentaTV nutzt, darf bedenkenlos zugreifen. Dass es nicht ganz zur Top-Empfehlung reicht, liegt vor allem an Details. Der Fokus auf MagentaTV und die diversen Telekom-Lösungen ist für Nichtkunden störend. Viele Funktionen wie die Live-TV-Taste oder der EPG verlieren damit ihren Wert, außerdem zeigt der Stick viele Inhalte an, die ohne Abo nicht abgerufen werden können. Grundsätzlich ist der MagentaTV Stick für uns trotzdem eine Alternative zum Amazon Fire TV Stick 4K

Amazon Fire TV Stick Lite

Etwas überraschend hat Amazon mit dem Fire TV Stick Lite noch ein zweites Modell für FullHD-Fernseher auf den Markt gebracht. Wer angesichts des Namenszusatzes Lite eine abgespeckte Performance erwartet, wird positiv überrascht: Das Innenleben des Fire TV Stick Lite ist weitestgehend mit dem des rund zehn Euro teureren Modells komplett identisch, was für eine gute Leistung sorgt. Was fehlt, ist die Unterstützung für Dolby Atmos sowie die zwei Tasten auf der Fernbedienung zur Steuerung der TV-Lautstärke. Dabei und ebenso überflüssig ist wie beim Upgrade-Modell ist die HDR-Unterstützung. Um besonders günstig Streaming-Apps auf FullHD-TVs zu bekommen, ist der Amazon Fire TV Stick Lite dennoch eine gute Lösung.

Apple TV 4K

Das Apple TV 4K (2017) ist immer noch im Abverkauf erhältlich und kann damit eine günstige Alternative zum 2021er-Nachfolger sein. Softwareseitig liegt die ältere Version mit der Neuauflage gleichauf, sodass Streaming-Funktionen, Bedienung und die generelle Nutzererfahrung praktisch identisch sind. Die Touch-Fernbedienung ist im Vergleich zur neuen Version gewöhnungsbedürftig und die Leistung vor allem bei Videospielen nicht ganz auf dem hohen Niveau des aktuelleren Modells. Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, erhält auch beim Apple TV 4K (2017) eine sehr gute Streaming-Box, die vor allem Apple-Nutzern Freude bereitet.

test: Die beste Streaming-Box – Apple TV Fernbedienungen e1512851975852
Die alte Apple-TV-Fernbedienung bietet ein Touchpad anstelle des Klickrads.

Xiaomi Mi TV Stick

Der Xiaomi Mi TV Stick ist eine günstige Alternativer zum Fire TV Stick für FullHD-Fernseher. Xiaomi liefert ein praktisch unverändertes Android TV inklusive Chromecast-Funktionalität und Google Assistant. Dank des gut gefüllten Play Stores lassen sich damit leicht Streaming-Apps wie Netflix, Disney Plus und Prime Video auf ältere Fernseher bringen. Für Netflix und Amazon gibt es auf der guten Fernbedienung Schnellzugriffstasten. Auch die TV-Lautstärke lässt sich über den Mi TV Stick regeln. Seine Grundfunktionen beherrscht der Mi-TV-Stick auch gut und zuverlässig.

Auf Extras wie 3D-Soundformate oder HDR-Unterstützung muss beim Budget-Stick verzichtet werden. Auch die Performance ist im Vergleich zu anderen Lösungen eher bescheiden. Grundsätzlich ist der Mi TV Stick eine solide Android-TV-Lösung für FullHD-Fernseher. Funktionen und Leistung können aber nicht mit Alternativen wie dem Fire TV Stick oder auch dem MagentaTV Stick mithalten, der für einen vergleichsweise kleinen Aufpreis deutlich mehr bietet – auch als reiner Android-TV-Stick.

Google Chromecast

Eine Sonderrolle im Streaming-Segment spielt der Google Chromecast. Der Streaming-Stick kommt ohne eigene Fernbedienung und ohne eigenes Bedien-Interface. Stattdessen suchen die Nutzer die gewünschten Inhalte auf dem Smartphone aus und schicken sie über die »Cast«-Funktion des Chromecast auf den Fernseher. Die Liste der unterstützten Chromecast-Apps ist lang, prominente Dienste wie Netflix, Spotify, Amazon Music (nicht aber Amazon Video) erlauben das Medien-Streaming via Chromecast.

In der Praxis funktioniert das gut, sodass vor allem der günstigere Standard-Chromecast für FullHD-TVs eine interessante Alternative ist. Der 4K-HDR-taugliche Chromecast Ultra arbeitet ebenfalls effizient, ist mit rund 80 Euro aber vergleichsweise teuer – uns fehlt neben einer Fernbedienung auch die Möglichkeit, Apps zu installieren oder Medien ohne Umwege von NAS und Co. zu spielen. Für den Herbst 2020 hat Google eine rundereneuerte Version des Chromecasts angekündigt, den wir bei Verfügbarkeit in den Vergleichstest aufnehmen werden.

Apple TV

Das ältere Apple TV 4 ist immer noch teilweise erhältlich. Funktional entspricht er größtenteils seinem Nachfolger – bis auf die fehlende Unterstützung von 4K. Die Bedienung und Performance ist trotz des älteren Prozessors ähnlich flott, das App- und Filmangebot ist dasselbe. Angesichts der fehlenden 4K-Unterstützung erscheint uns der ausgerufene Preis allerdings zu hoch. Wer auch sonst Apple-Geräte wie ein iPhone, ein iPad oder einen Mac zuhause hat und noch nicht auf 4K umgesattelt hat oder das auch nicht vorhat, für den ist das Apple TV 4 aber eine gute, etwas günstigere Alternative.

Xiaomi Mi Box S

Mit der Mi Box S bietet der chinesische Hersteller Xiaomi eine solide Android-TV-Erfahrung zu einem moderaten Preis. Sie bietet zwar weniger Funktionen als das teurere Shield TV, die Basis-Tugenden von Android TV wie die große App-Auswahl und die Integration des Google Assistant sind aber an Bord. Kernaufgaben wie das Streaming von Netflix und Co. erledigt die Box im Alltag fehlerfrei, auf Dolby Vision oder Dolby Atmos muss man allerdings verzichten.

Die geringere Leistung stört uns nur selten. Beim YouTube-Streaming von 4K-Inhalten mit 60 Bildern pro Sekunde braucht die Mi Box S im Test bei einer WLAN-Verbindung etwas länger, bis sich die Frameraten stabilisieren. Auch der Start von und der Wechsel zwischen Apps geht im Alltag nicht ganz so flüssig von statten, wie beispielsweise beim Nvidia Shield TV. Als günstige Android-TV-Alternative ist die Mi Box S dennoch durchaus empfehlenswert.

HiMedia S500

Auch HiMedia liefert mit der Android-TV-Box S500 eine durchaus veritable Leistung ab. Auf Basis von Android TV 9 (Patchlevel beim Test: Juni 2019) arbeitet sie etwas flotter als Xiaomis Mi Box S, kann aber nicht ganz mit dem Nvidia Shield TV mithalten. Schön sind die vorhandenen Anschlüsse: Neben den üblichen HDMI- und Ethernet-Ports erlauben zwei USB-Eingänge den Anschluss von Eingabegeräten oder Speichermedien. Auch beim Streaming haben wir nicht viel zu meckern: Die vorhandenen Apps laufen rund und liefern auch im WLAN ruckelfreie Bilder.

Der große Wermutstropfen: Trotz offiziellem Android TV (viele chinesische Hersteller setzen auf eigene, nicht-standardisierte Benutzeroberflächen) fehlt ausgerechnet Netflix im App-Angebot der HiMedia-Box – vermutlich aus lizenzrechtlichen Gründen. Es ist möglich, eine Netflix-Installation über das so genannte Sideloading zu erreichen. Diese Lösung ist aber nicht nur umständlich, es besteht auch die Möglichkeit, dass Netflix mit über kurz oder lang den Zugriff sperrt.

Das Fehlen des derzeit populärsten Streaming-Dienstes ist für uns ein No-Go. Wer hingegen keine Lust auf Netflix hat und vor allem an Anschlussmöglichkeiten interessiert ist, kann sich die Box dennoch ansehen.

Die wichtigsten Fragen

Welche Rolle spielt das Betriebssystem der Streaming-Box?

Ähnlich wie bei Smartphones kommt auf den meisten Streaming-Boxen ein Derivat von Googles Android zum Einsatz, lediglich Apple setzt beim Apple TV auf eine eigene Lösung. Für die Nutzer macht sich das vor allem in der App-Verfügbarkeit bemerkbar. Vor allem auf billigen Android-TV-Boxen fehlt häufig der Google Play Store, da die Hersteller keine Google-Zertifizierung haben. In diesem Fall können viele Apps nur umständlich über so genanntes Sideloading auf den Boxen installiert werden. Auch das Zusammenspiel zwischen Smartphone und Streaming-Box wird vom System bestimmt. Wer ein Android-Smartphone verwendet, kann Inhalte deutlich komfortabler an eine Google- als an eine Apple-Box schicken. Lösungen gibt es aber auch dafür.

Was muss man bei HDR-Funktionen von Streaming-Boxen beachten?

HDR-Videos sorgen mit einem größeren Farb- und Kontrastumfang für beeindruckende Bilder. Damit sie wiedergegeben werden können, müssen sowohl die Streaming-Box als auch der Fernseher die entsprechenden HDR-Formate unterstützen. Außerdem benötigt es einen entsprechendes Streaming-Abo, das HDR-Content umfasst. Disney+ und Apple TV+ bieten ohne Aufpreis bei vielen Inhalten das dynamische Dolby Vision an, bei Netflix gibt es die entsprechenden Inhalte hingegen erst im teuren Premium-Abo.

Wie lange werden Streaming-Boxen mit Updates versorgt?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Die Erfahrung zeigt aber, dass Amazon, Apple und Co. ihre Streamingboxen deutlich länger mit aktueller Software versorgen, als es die TV-Hersteller bei ihren Fernsehern tun. Vor allem Apple und Nvidia präsentieren sich hier vorbildlich. So läuft auf dem 2017er Apple TV 4K die gleiche Software wie auf dem 2021er Nachfolgermodell und auch die älteren Shield-Systeme erhalten nach wie vor Funktions- und Sicherheitsupdates, die einen reibungslosen Betrieb garantieren.

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