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Die beste Streaming-Box

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Streaming-Box Test: Amazon Fire Tv Stick
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Wir haben 15 TV-Sticks und Streaming-Boxen getestet. Die beste für die meisten ist der Amazon Fire TV Stick 4K. Er bietet ein Rundum-Paket aus Video- und Audiostandards, eine gute Unterstützung für die wichtigsten Streaming-Dienste und punktet zudem mit einem unschlagbaren Preis. Wer mehr will, muss auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das gilt auch für Besitzer von Macs und iPhones für die das Apple TV 4K die bessere Wahl sein kann.

Update 13. März 2020

Wir hatten mit dem Nvidia Shield TV 2019, der Xiaomi Mi Box S und der HiMedia S500 drei aktuelle Android-TV-Lösungen im Test. Vor allem Nvidia kann dabei überzeugen und schrammt nur knapp am Testsieg vorbei.

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15. November 2019

Wir hatten Amazon Fire TV Cube im Test und halten ihn für ein interessantes Upgrade zum Fire TV Stick 4K. Außerdem haben wir die Verfügbarkeit von Apple TV+ und Apple Arcade im Test berücksichtigt.

26. März 2019

Apple hat auf seinem „It’s Show Time“-Event zwei neue Dienste angekündigt. Mit Apple TV+ liefert Apple einen eigenen Streaming-Service mit eigenproduzierten Serien und Filmen, Apple Arcade ist  hingegen eine Spiele-Flatrate. Beide Dienste sollen im Herbst 2019 starten und dabei natürlich auch auf dem Apple TV verfügbar sein. Apple TV+ soll außerdem via App auf Amazons Fire-TV-Plattform funktionieren. Sobald die Services verfügbar sind, werden wir sie ausprobieren und erwägen, ob sie ein Kaufgrund für Apple-Hardware sind.

10. Januar 2019

Wir haben den neuen Amazon Fire TV Stick 4K getestet. Er hat uns so sehr überzeugt, dass er unseren bisherigen Favoriten abgelöst hat.

22. Oktober 2018

Wir haben die Xiaomi Mi Box sowie drei weitere Android-Streamingboxen getestet. Überzeugt haben sie uns alle nicht. Außerdem haben die Verfügbarkeit von Dolby Atmos für das Apple TV 4K aktualisiert.

4. Oktober 2018

Amazon hat eine neue Version des Fire TV Stick 4k vorgestellt. Wir werden ihn demnächst testen und den Artikeln mit weiteren neuen Streaming-Boxen aktualisieren.

4K-Fernseher haben ihre FullHD-Vorgänger mittlerweile fast vollständig verdrängt. Doch woher kommen die ultrahochauflösenden Inhalte, um die UHD-Auflösung auch wirklich auszunutzen?

Neben knackscharfen 4K-Blu-rays per UHD-Player treiben vor allem Streaming-Dienste wie Netflix, iTunes oder Amazon Video die Verbreitung von 4K-Content voran. Das geht oft auch über die eingebauten Menüs neuerer Fernseher, externe TV-Sticks bzw. Streaming-Boxen machen es aber oft einfacher, die entsprechenden Inhalte auf den Fernseher zu bringen. Außerdem versprechen sie einen Mehrwert in Form von Apps und Spielen.

Doch welche Streaming-Box ist ihr Geld wirklich wert? Wir haben 15 aktuelle Modelle getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Amazon Fire TV Stick 4K

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4k
Der neue Fire TV Stick 4K macht in Sachen Streaming praktisch alles richtig.

Keine Preise gefunden.

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist trotz seines vergleichsweise geringen Preises ein echter Streaming-Allrounder. Der erste 4K-taugliche Stick von Amazon unterstützt alle aktuellen HDR-Formate sowie Dolby Atmos, bietet zudem Zugriff auf die wichtigsten Streaming-Dienste und punktet mit guter Leistung. Im Gegensatz zur eher unausgereiften Fire-TV-Box macht Amazon mit dem Fire TV Stick 4K fast alles richtig.

Edel-Alternative

Apple TV 4K

Apple TV 4K
Ausgereifte Bedienung, Top-Performance und großes 4K-Angebot: Apple punktet auf breiter Front.

Das Apple TV 4K ist teuer, leistet aber auch viel. Nicht nur Apple-Fans profitieren von der sehr guten Performance und der ausgereiften Bedienung. Mit dem Zugang zur riesigen iTunes-Bibiliothek für Filme und Serien sowie exklusiv Apple TV+, den wichtigen Streaming-Apps wie Netflix und Sky Q und endlich auch Amazon Prime Video, steht einem mit dem Apple TV von allen Streaming-Boxen die größte Auswahl an Filmen und Serien zur Verfügung. Für Film-Fans gibt es zur Zeit kaum etwas besseres. Und auch das Zusammenspiel mit einem Mac oder einem iPhone klappt reibungslos, etwa wenn man eigene Fotos und Videos vom Smartphone auf dem Fernseher zeigen will.

Streaming-Hybride

Amazon Fire TV Cube

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Cube
Der Cube bietet eine komplexere Gerätesteuerung und tolle Streaming-Eigenschaften.

Der Amazon Fire TV Cube kombiniert die Funktionen des Fire TV Stick 4K mit denen der hauseigenen Echo-Reihe. Im Inneren kümmern sich acht Fernfeldmikrofone um die Spracherkennung durch Alexa, für ein gutes Bild unterstützt der Würfel neben hochaufgelösten 4K-Inhalten auch HDR. Dank des integrierten Infrarot-Senders mutiert der Fire TV Cube zudem zur Schaltzentrale im Wohnzimmer und kommuniziert so selbst mit älterer Technik aus Zeiten vor der Smart-Home-Ära.

Android-TV-Luxus

Nvidia Shield TV 2019

Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019
Android TV vom Feinsten mit toller Leistung, ausgereifte Bedienung und Gaming-Features.

Die Top-Alternative vor allem für Fans von Android TV und PC-Gaming liefert Nvidia mit dem Shield TV 2019. Die nicht nur optisch runderneuerte Streaming-Lösung überzeugt uns im Test mit pfeilschneller Leistung, Dolby-Vision- und Dolby-Atmos-Unterstützung, durchdachten Gaming-Features und einer tollen Fernbedienung. Lediglich der für reine Video-Streaming-Bedürfnisse hohe Preis verhindert den Testsieg.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerEdel-AlternativeStreaming-HybrideAndroid-TV-Luxus
ModellAmazon Fire TV Stick 4KApple TV 4KAmazon Fire TV CubeNvidia Shield TV 2019Amazon Fire TV StickGoogle ChromecastApple TVXiaomi Mi Box SHiMedia S500
Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4kApple TV 4KTest Streaming-Box: Amazon Fire TV CubeTest Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019Test Streaming-Box: Amazon Fire TV StickStreaming Box Test: Apple TV 4Test Streaming-Box: Xiaomi Mi Box SStreaming-Box Test: Bildschirmfoto 2020 03 10 Um 15.15.52
Pro
  • Sehr gute Performance
  • Breite Unterstützung an HDR- und Tonformaten
  • Durchdachte Bedienung
  • Gute Auswahl an Streaming-Diensten
  • Top Performance
  • Viel 4K-Content
  • HDR10 und Dolby Vision
  • Dolby Atmos
  • Riesiges Filmangebot
  • Großes AppStore
  • Ausgereifte Bedienung
  • Perfektes Streaming
  • Gerätesteuerung inklusive Infrarot-Geräten
  • Volle HDR-Unterstützung
  • Gute Spracherkennung
  • Sehr gute Systemleistung
  • Tolle Gaming-Funktionen
  • Ausgereifte Oberfläche mit Langzeit-Updates
  • Erstaunlich gutes 4K-Upscaling
  • Top für FullHD
  • Günstiger Preis
  • Gute Performance
  • Vor allem für FullHD günstig
  • Breite App-Unterstützung
  • Riesiges Filmangebot
  • Großer App Store
  • Ausgereifte Bedienung
  • Ausgewogene Bedienung
  • Aktuelles Android TV
  • Fairer Preis
  • Gute Performance
  • Viele Anschlüsse
  • Aktuelles Android TV
Contra
  • Ohne Amazon Prime eingeschränkt
  • YouTube nur in FullHD
  • Hoher Preis
  • Sprachsteuerung noch nicht ganz perfekt
  • TV-Bedienung immer noch eingeschränkt
  • Musikwiedergabe nur über TV
  • Keine USB-Anschlüsse
  • Kein HDR10+
  • Inhalte schlecht sortiert
  • App-Auswahl übersichtlich
  • Keine eigene Fernbedienung
  • Keine direkte App-Installation
  • Hoher Preis
  • Performance nicht ganz auf Shield-TV-Niveau
  • Kein Dolby Vision und HDR 10+
  • Kein Netflix verfügbar
  • Sicherheitspatches im Vergleich zu Nvidia und Xiaomi hinterher
  • Kein Dolby Vision und HDR10+
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Wer braucht einen TV-Stick?

Moderne Smart-TVs bieten nicht nur ein tolles Bild, sondern kommen auch mit den passenden Apps, um Inhalte auch online auf den Schirm zu holen. Netflix und Amazon sind so gut wie immer vorinstalliert, weitere Mediatheken lassen sich aus den jeweiligen App-Angeboten nachinstallieren. Nicht zu unrecht stellt sich daher die Frage: Wozu noch in einen externe TV-Stick oder gar eine Streaming-Box investieren?

 Streaming-Box Test: Streaming Video
Neuere Fernseher haben Streaming-Dienste bereits vorinstalliert.

Die Antwort ist einfach: Wer mit den Möglichkeiten seines Smart-TVs zufrieden ist, kann auf Apple TV, Fire TV und Co. getrost verzichten. Aber vor allem ältere oder günstige Fernseher haben zuweilen ein eher träges oder unaufgeräumtes Bedien-Interface. Da bieten Streaming-Boxen fast immer ein besseres Fernseherlebnis.

Vor allem aber halten die meisten Fernseherhersteller ihre Software nicht immer auf dem neuesten Stand. Dann kann es sein, dass die vorinstallierten TV-Apps aufgrund fehlender Updates nicht mehr auf alle Funktionen von Netflix und Co. zugreifen können. In diesem Fall ist ein externer Zuspieler die bessere Lösung, denn Apple TV, Fire TV und Konsorten sind immer auf dem neuesten Stand. Im schlimmsten Fall ist eine veraltete TV-Software sogar ein Sicherheitsrisiko. Per Streaming-Box kann ein Fernseher offline genommen werden, ohne auf Online-Features und Videodienste wie Netflix zu verzichten.

Streaming-Box Test: Streaming Boxen
Die getesteten Geräte aus dem Update 03/2020.

So haben wir getestet

Wir testen die TV-Sticks und Streaming-Boxen vor allem in Alltags-Szenarien, also der Wiedergabe von Netflix, Prime Video und co. auf einem 4K-Fernseher. So gehört die Verfügbarkeit der wichtigen Streaming-Dienste ebenso zu den Testkriterien wie die Bedienung, die Performance sowie die Zusatzfunktionen der Geräte. Beim Streaming achten wir vor allem auf die Leistung im WLAN, da Netzwerkkabel im Wohnzimmer eher die Ausnahme als die Regel sind.

Neben der Wiedergabe von kommerziellen Streaming-Diensten betrachten wir dazu auch die Statistiken für Nerds bei der Wiedergabe von 4K-YouTube-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Außerdem spielen wir – so möglich – auf lokalen Datenträgern sowie auf einem NAS-Laufwerk gespeicherte FullHD- und 4K-Videos auf den Streaming-Boxen und Sticks ab.

 Test: Fire Tv Stick 4k Mit Fernbedienung

Testsieger: Amazon Fire TV Stick 4K

Mit dem Fire TV Stick 4K erobert Amazon den Testsieg von Apple zurück. In der vierten Generation hat Amazon seinen Fire TV Stick endlich fit für UHD-Fernseher gemacht. Doch das ist längst nicht alles: Der neue Fire TV Stick 4K ist fürs Medienstreaming unserer Meinung nach die perfekte Allround-Lösung.

Testsieger

Amazon Fire TV Stick 4K

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick 4k
Der neue Fire TV Stick 4K macht in Sachen Streaming praktisch alles richtig.

Keine Preise gefunden.

Trotz des im Vergleich zum immer noch erhältlichen FullHD-Modells gestiegenen Preises ist der Fire TV Stick 4K dabei immer noch die günstigste Lösung, um 4K-Inhalte inklusive allen aktuellen HDR-Standards aus dem Internet auf den Fernseher zu holen.

Durch Verbesserungen an Hard- und Software lässt der Fire TV Stick 4K auch die 2017er-Version des Amazon Fire TV hinter sich. Diese ist unserer Meinung nach praktisch redundant und wird aktuell ohnehin nur noch als generalüberholte Version durch Amazon vertrieben.

Bessere Performance, neue Fernbedienung

Optisch hat sich der Fire TV Stick 4K kaum verändert. Im Inneren gibt es aber einiges Neues. Amazon hat dem Fire TV Stick 4K einen neuen Quadcore-Prozessor samt schnellerer Grafikeinheit verpasst, der für deutlich bessere Performance sorgt. Zudem funkt der Fire TV Stick 4K nun mit dem aktuellen Bluetooth 5.0 und bietet dank MU-MIMO flottes WLAN. Tatsächlich hatte der Stick in den beiden von uns getesteten Funknetzwerken stets einen guten Empfang, sodass 4K-Streams durchgehend ruckelfrei liefen. Das ist auch nötig, bietet der Fire TV Stick 4K doch ohne Dongle keinen Ethernet-Port für den Kabelanschluss direkt an einen Router.

In Kombination mit dem von 1 auf 1,5 GB gewachsenen Arbeitsspeicher liefert der Amazon Fire TV Stick 4K im Test eine durchweg flüssige Performance. Sowohl die Navigation durch die Benutzeroberfläche als auch beim Abspielen von Videoinhalten wurden wir nie von Rucklern gestört – im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist das ein deutliches Upgrade. Der interne Speicher ist mit 8 Gigabyte (davon rund 5,3 GB nutzerbar) weiterhin eher knapp bemessen. Wer größere Videos oder andere Inhalte auf den Fire TV Stick kopieren möchte, muss wohl oder übel zu einem USB-OTG-Kabel nebst entsprechendem USB-Stick oder SD-Karte greifen.

Ein signifikantes Upgrade hat auch die Fernbedienung des Streaming-Sticks erhalten. Sie ermöglicht es, Fernseher und Soundanlagen via Bluetooth oder Infrarot zu steuern. So lässt sich unter anderem der Fernseher ein- und ausschalten oder die Lautstärke direkt mit der Fernbedienung ändern. Auf unseren beiden Test-TVs funktionierte dies ohne Probleme. Die Haupt-Remote ersetzen konnte die Fire-TV-Stick-Fernbedienung bei uns allerdings nicht. So war es zumindest auf den verwendeten Fernsehern nicht möglich, den Sender zu wechseln. Trotzdem sind die Lautstärkewippe und der Power-Knopf willkommene Verbesserungen der Fire-TV-Stick-Remote.

Streaming- und HDR-Vielfalt

In seiner Kerndisziplin macht der Amazon Fire TV Stick 4K einen nahezu perfekten Job, ob bei Amazon-eigenen Inhalten oder externen Streaming-Diensten über entsprechende Apps. Davon gibt es im Fire TV Store jede Menge: Neben Größen wie Netflix, Maxdome oder DAZN finden sich unter anderem die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender oder auch kleinere Dienste wie die Apps von Netzkino oder South Park im Portfolio.

Unrühmliche Ausnahme ist leider Sky: Der Pay-TV-Sender bietet derzeit weder die Sky-Q-Apps noch Sky Go oder Sky Ticket für den Fire TV Stick an. Ob sich daran in Zukunft etwas ändert, steht in den Sternen. Auch YouTube und andere Google-Inhalte lassen sich nur über Umwege auf dem Fire TV nutzen (mehr dazu weiter unten). Deutlich besser sieht es an der Musikfront aus. Anders als beim Apple TV gibt es unter anderem Spotify oder Deezer offiziell auf dem Fire TV. Hier ist der Stick vor allem im Vergleich zum Apple TV 4K die beste Wahl.

Apropos: Mittlerweile hat Apple sogar eine Apple-TV-App für den Fire TV Stick 4K veröffentlicht. Damit lassen sich nun auch via iTunes gekaufte Filme und Serien sowie Apples hauseigener Streaming-Service Apple TV+ auf dem Fire TV Stick streamen.

Uneingeschränkt spitze ist die Unterstützung von HDR auf dem Fire TV 4K. Die erweiterten Helligkeits- und Kontrasteinstellungen sind für viele TV-Fans wichtiger als der Sprung von FullHD auf die 4K-Auflösung. Amazon unterstützt nicht nur die Standardlösungen HDR10 und HLG, sondern auch die dynamischen HDR-Standards Dolby Vision und HDR10+. Vor allem das unter anderem von Samsung und Panasonic geförderte HDR10+ ist auf Streaming-Boxen bislang exklusiv auf dem Fire TV Stick 4K erhältlich. Die Wiedergabe erfordert natürlich neben dem entsprechenden Material auch einen HDR-tauglichen Fernseher. In unserem Test spielte der Fire TV Stick 4K unter anderem Dolby Vision-Inhalte von Netflix und Amazon problemlos und sauber auf einem LG-TV ab.

Auch die automatische Anpassung der Bildwiederholrate an das Originalmaterial gefällt uns beim Test des Amazon Fire TV Stick 4K. Ist die Funktion in den Einstellungen aktiviert, schaltet der Fire TV Stick 4K auf die Bildwiederholrate um, in der ein Film oder eine Serie aufgenommen wurde. Vor allem schnelle Kameraschwenks wirken dadurch flüssiger, weil Microruckler praktisch ausgemerzt werden. Leider bedarf es dafür kompatibler Apps. So funktioniert die Bildratenanpassung zum Testzeitpunkt neben den Amazon-Videos nur mit den Playern von Plex und Kodi (welches per Sideloading auf dem Fire TV Stick 4K läuft). Netflix hat seine App bislang noch nicht für die Bildverbesserung angepasst.

Bedienung und Alexa-Unterstützung

Obwohl auf dem Fire TV Stick 4K mit FireOS 6 eine neue Version des Streaming-Systems läuft, hat sich die Bedienung gegenüber den älteren Modellen kaum geändert. Die Startseite des Sticks stellt den Content in den Vordergrund: Vor allem Amazon-Produktionen und Streaming-Videos lassen sich über die Startseite leicht entdecken. Immerhin zeigt der Fire TV 4K mittlerweile auch Netflix-Inhalte an, die sich direkt starten lassen.

Insgesamt finden wir die Bedienoberfläche gelungen, wenn sie auch zuweilen etwas unübersichtlich wirkt. Wie bereits beschrieben, funktioniert die Navigation jederzeit flüssig, was die Nutzung von Apps auf dem Fire TV Stick 4K zum Genuss macht.

Natürlich darf bei einem aktuellen Amazon-Gerät auch die Alexa-Unterstützung nicht fehlen. Der Fire TV Stick 4K holt die virtuelle Assistentin auf dem Fernseher. Per Druck auf die Mikrofontaste können wir den Fire TV Stick 4K per Sprachbefehl steuern, um beispielsweise Apps zu starten, nach Filmen oder Serien zu suchen oder auch die Wiedergabe zu stoppen. Auch typische Alexa-Funktionen wie die Steuerung von vernetzten Smart-Home-Geräten oder die Abfrage von Infos wie der Wettervorhersage oder aktuellen Nachrichten sind möglich.

Im Test funktioniert die Sprachbedienung sehr gut. Die Suche nach Inhalten klappt nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Netflix oder auch installierten YouTube-Apps. Wirklich flexibel ist die Suche allerdings nach wie vor nicht. Während beispielsweise der Befehl »Zeige Actionfilme« zum Ziel führt, quittiert Alexa »Zeige Actionfilme aus den 80ern« mit einem virtuellen Achselzucken.

Neben der eingebauten Sprachsteuerung ist es auch möglich, den Fire TV Stick 4K mit einem vorhandenen Alexa-Lautsprecher zu steuern. Im Test konnten wir beispielsweise über einen Amazon Echo Dot problemlos einen Netflix-Film auf dem Stick starten. Insgesamt ist die Alexa-Integration in den Fire TV Stick 4K gelungen. Wer keine Lust auf die Sprachassistentin hat, kann sie aber auch schlicht und einfach ignorieren. Anders als vernetzte Lautsprecher hört der Fire TV Stick 4K erst dann zu, wenn die entsprechende Taste gedrückt wird.

Nachteile?

Der Amazon Fire TV Stick 4K ist sehr gut, aber dennoch nicht perfekt. Das wohl größte Ärgernis betrifft vor allem Nutzer von Amazons Video-Service: Wie alle aktuellen Fire-TV-Geräte macht auch der 4K-Stick die Unterscheidung zwischen Amazon-Prime-Inhalten und solchen, die separat erworben werden müssen, schwierig. In der Suche fehlt die Prime-Banderole, lediglich in der Detailansicht oder den speziellen Prime-Kategorien lassen sich die Inklusiv-Inhalte erkennen.

Nicht unbedingt Schuld der Hardware, aber nervig für die Nutzer: Eine offizielle YouTube-App fehlt dem Fire TV Stick nach wie vor. Der Dauerzwist zwischen Amazon und Google verhindert offizielle Google-Apps auf den Streaming-Sticks. YouTube-Fans finden in Apps wie Tube Videos for YouTube oder auch den TV-Browsern Silk oder Firefox aber Optionen, YouTube auf dem Fire TV Stick 4K zu sehen. Gänzlich außen vor bleiben Apple-Fans, die ihre Filme über iTunes beziehen. Nachdem Apple aber die Verfügbarkeit von iTunes-Inhalten auf Smart-TVs bekannt gab und Amazon wieder Apple-Hardware verkauft, besteht zumindest die leise Hoffnung, dass iTunes-Inhalte irgendwann auch auf dem Fire TV abrufbar sind.

Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass viele Kunden auf Amazon.de Tonaussetzer beim Fire TV Stick 4K beklagen. Mit unserem Testgerät und der Softwareversion 6.2.5.8 konnten wir diese Aussetzer allerdings weder bei Amazon-Inhalten noch in Apps wie Netflix oder den öffentlich rechtlichen Mediatheken replizieren. Dabei haben wir den Stick sowohl direkt an verschiedenen Fernsehern als auch über eine Soundbar von LG betrieben.

Amazon Fire TV Stick 4K im Testspiegel

Der aktuelle Amazon-Stick sorgt nicht nur bei uns für Begeisterung. In den meisten Tests schneidet der Fire TV Stick 4K insgesamt sehr gut ab.

Computer Bild meint, dass man vor allem angesichts des Preises von rund 60 Euro nicht mehr von einer Streaming-Lösung verlangen kann. Neben der einfachen Einrichtung kommt vor allem das hervorragende Bild sowie die große App-Auswahl. Größter Kritikpunkt der Tester ist der fehlende Netzwerkanschluss. Trotzdem schneidet der Fire TV Stick 4K im Test mit der Note »gut« (2,0) ab. Im Fazit heißt es entsprechend:

»Hervorragendes Bild, hohes Arbeitstempo, große App-Auswahl und intuitive Bedienung mit verbesserter Fernbedienung: Amazons 4K-Stick macht fast alles richtig, viel mehr kann man nicht für rund 60 Euro verlangen. Ein Netzwerkanschluss fehlt aufgrund des kompakten Formats, der entsprechende Adapter hätte gerne im Lieferumfang enthalten sein dürfen. Trotzdem ist der Amazon Fire TV Stick 4K der aktuelle Preis-Leistungssieger unter den Streaming-Geräten.«

Auch die Kollegen von Golem haben den aktuellen Fire TV Stick unter die Lupe genommen. Vor allem die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern werden hier deutlich hervorgehoben. Neben der 4K-Unterstützung punktet der Stick vor allem mit einer besseren Performance durch den neuen Prozessor und den vergrößerten Arbeitsspeicher. Auch die breite Unterstützung von HDR-Standards gefällt:

»Der neue Fire TV Stick 4K ist derzeit einer der besten Fire-TV-Geräte. Er reagiert immer schnell, so dass es Freude macht, sich durch die Inhalte zu bewegen. Der Stick liefert 4K-Auflösung samt Dolby Vision, HDR10 sowie HDR10+ und deckt hier ungewöhnlich viele HDR-Standards ab.«

Kritik gibt es für die etwas unübersichtliche Oberfläche und die fehlende Markierung von Prime-Inhalten in der Suche – dem können wir uns nur anschließen. Dennoch spricht Golem eine Kaufempfehlung für den Amazon Fire TV Stick 4K aus, die sogar für Nicht-4k-fähige Fernseher gilt:

»Auch wenn der Stick 4K-fähig ist, kann er auch für Anwender interessant sein, die noch kein passendes Wiedergabegerät besitzen. Denn es gibt mit der neuen Fernbedienung einen großen Komfortgewinn. Wir können damit auch einen Audio-Receiver sowie den Fernseher steuern und es ist viel angenehmer, nicht immer zwei Fernbedienungen nutzen zu müssen. Dabei ist die Implementierung der Steuerung von TV und Audio-Receiver vorbildlich gelungen.«

Auch Netzwelt ist vom Fire TV Stick 4K im Test überzeugt. Mit einer Testnote von 8,6 von 10 schneidet der Stick überaus gut ab. Im Fazit urteilt Tester Marinus Martin entsprechend positiv:

»Mit dem Fire TV Stick 4K macht Amazon seinen Fire TV obsolet. Der kompakte HDMI-Stick legt eine gute Performance an den Tag und unterstützt nun auch 4K, HDR sowie Dolby Atmos. Die Steuerung über die neue Fernbedienung und Alexa funktioniert flott und der Preis spricht für sich selbst. Dieser Mediaplayer ist keine kleine Mücke, sondern ein kompakter Kraftprotz. Was will man mehr?«

Alternativen

Die wohl beste Alternative zum Fire TV Stick kommt von Apple. Der Apple TV 4K ist zwar deutlich teurer als Amazons TV-Stick, kann aber einiges mehr. Mehr Leistung und Smart-Home-Funktionen im Amazon-Universum liefert hingegen der Fire TV Cube. Für Gamer- und Android-Fans hat hingegen Nvidia mit dem Shield TV 2019 die beste Fire-TV-Alternative im Sortiment.

Edel-Alternative

Apple TV 4K

Apple TV 4K
Ausgereifte Bedienung, Top-Performance und großes 4K-Angebot: Apple punktet auf breiter Front.

Der Apple TV 4K ist ein großartiges Upgrade zum Vorgängermodell. Apple hat seiner Streaming-Kiste einen flotteren Prozessor spendiert und sie endlich fit für die 4K-Wiedergabe gemacht. Fast noch wichtiger ist die Unterstützung für die HDR-Darstellung. Denn in Kombination mit HDR-tauglichen Fernsehern liefert HDR-Bildmaterial kräftigere, realistischere Farben und ist für viele Nutzer der größere Fortschritt bei der Bildqualität. Das Apple TV4K unterstützt nicht nur den geläufigen HDR10-Standard, sondern auch das vor allem in hochpreisigen TV-Geräten genutzte Dolby Vision. Seit dem Update auf tvOS 12 kann das Apple TV 4K auch Dolby Atmos Soundtracks wiedergeben. HDR10+ unterstützt Apple allerdings derzeit nicht.

Qualitativ überzeugt das 4K-Streaming auf dem Apple TV 4K uneingeschränkt. Im direkten Vergleich sehen wir keinen qualitativen Unterschied zur Wiedergabe einer 4K-Blu-ray über eine Xbox One X. In unseren Tests funktionierte das 4K-Streaming auch problemlos via WLAN. Kommt es zu Rucklern, bietet Apple die Möglichkeit, das Apple TV 4K per Ethernet-Kabel mit dem Router zu verbinden. Wer UHD-Material via Netflix oder iTunes streamen möchte, sollte freilich eine flotte Internetleitung nutzen – empfehlenswert sind mindestens 20 Mbit im Downstream.

Seit demUpdate auf tvOS 11.2 passt das Apple TV 4K auch die Bildfrequenz automatisch an. So stellt es beispielsweise einen gestreamten Film in 4K-HDR mit kinotauglichen 24 Bildern pro Sekunde dar, während die Bedienoberfläche mit butterweichen 60 Frames pro Sekunde über den TV flutscht.

Die schon beim 2015er-Modell eingeführte Siri-Fernbedienung hat Apple nur geringfügig überarbeitet. Die Menü-Taste lässt sich nun auch «blind” ertasten, wodurch Fehlbedienungen seltener sind.

Links die neue Fernbedienung mit der tastbaren Menu-Taste, rechts der Vorgänger.

Die Bedienung des Apple TV 4K über das integrierte Touchpad geht nach kurzer Eingewöhnung flüssig von der Hand. Alternativ dienen iPhone oder iPad als Fernbedienung für die Streaming-Box; eine entsprechende Option bietet das neue Kontrollzentrum von iOS 11. Wie gewohnt können Inhalte von den iGeräten via AirPlay auf das Apple TV 4K übertragen werden, was im Test nahezu verzögerungsfrei gelingt.

Vorbildlich funktioniert die Suche nach Film und Serien – sei es über die Sprachsuche mit Siri – oder über die Remote Tastatur auf dem iPhone oder iPad. Endlich muss man nicht mehr in jeder App nach einem Film oder einer Serie suchen, Siri zeigt alle Treffer übersichtlich an. Die Sprachsuche funktioniert meistens – aber nicht immer – gut. Besonders englische Titel bereiten der Spracherkennung Probleme. Die Suche nach »Rick and Morty« interpretierte Siri auf dem Apple TV 4K beispielsweise wiederholt als »Rick und Martin« (getestet von drei Personen).

Das Apple TV bietet von allen Streaming-Boxen zur Zeit das umfangreichste Angebot an Filmen und Serien. Mit dem hauseigenen Streaming-Angebot Apple TV+ liefert Apple zudem auch eine wachsende Anzahl an teils hochwertigen Eigenproduktionen aus. Der Dienst ist mit rund 5 Euro im Monat vergleichsweise günstig, zudem erhalten Käufer aktueller Apple-Hardware das erste Jahr Apple TV+ umsonst. Ein unbedingtes Argument für den Kauf eines Apple TV 4K ist der Streamingdienst aber nicht, da Apple ihn via passenden Apps auch auf Amazon-Hardware bringt.

Das größte Manko des Apple TV war bislang immer, dass es keine App für Amazon Prime Video gab. Nach langem Warten hat Amazon die Blockade jetzt aber endlich aufgegeben. Damit sind jetzt alle großen Online-Videotheken auf dem Apple TV verfügbar: Netflix, Maxdome und Amazon Prime Video. Hinzu kommen die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Arte. Das Pay-TV-Angebot SkyTicket und Sky Q ist zum Testzeitpunkt sogar nur auf der Apple-Plattform verfügbar.

Test Apple TV 4K: Amazon Prime Video App
Endlich auf Apple TV verfügbar: Die Amazon Prime Video App.

Mit keiner anderen Streaming-Box hat man außerdem Zugriff auf die riesige iTunes-Bibliothek, über die man auch aktuellere Titel leihen oder kaufen kann. Hier finden sich zudem bereits mehrere Hundert Filme und Serien im ultrahochauflösenden 4K-Format, künftige Neuzugänge werden ebenfalls 4K-tauglich sein. Einen Aufpreis gegenüber der FullHD-Variante verlangt Apple erfreulicherweise nicht. Das beste daran: Wer Filme und Serien in der HD-Version gekauft hat, kann sie nun ohne zusätzlichen Aufpreis auch in 4K geniessen. Weiteren 4K-Content liefern Amazon und Netflix auf den Apple TV 4K – bei Netflix braucht man dazu allerdings das rund 14 Euro teure Top-Abo.

Ein breites App-Angebot gehört bei Apple traditionell ebenfalls zum guten Ton. Der App Store bietet neben allen wichtigen Streaming-Apps und Mediatheken auch ein breites Angebot an interessanten Extras. So lassen sich viele iPad-Apps wie das App-Planetarium Starry Night auch auf dem Apple TV nutzen. Auch das Spielangebot ist seit der Markteinführung des Apple TV 4 gewachsen – erst recht mit der Einführung der Spiele-Flatrate Apple Arcade und der Möglichkeit, einen Controller mit dem Apple TV zu verbinden. Eine vollwertige Alternative zu Playstation, Xbox und Switch bietet die Apple-Box zwar auch damit nicht, für ein entspanntes Spielchen zwischendurch reicht es aber durchaus.

Insgesamt ist der Apple TV 4K zwar deutlich teurer als der Fire TV Stick 4K, bietet aber auch ein entsprechendes Upgrade. Apple-Fans sind hier eventuell sogar noch besser aufgehoben als beim Amazon-Stick.

Streaming-Hybride

Amazon Fire TV Cube

Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Cube
Der Cube bietet eine komplexere Gerätesteuerung und tolle Streaming-Eigenschaften.

In der zweiten Generation hat es nun auch der Amazon Fire TV Cube nach Europa geschafft. Im würfelförmigen Gehäuse will Amazon die Vorzüge der Fire-TV-Plattform mit denen des Streaming-Lautsprechers Amazon Echo Dot vereinen.

Sehr schade: Trotz des vergleichsweise großen Gehäuses fehlt es dem Fire TV Cube an diversen Anschlüssen. Ein USB-Port zur Wiedergabe lokal gespeicherter Videos ist ebensowenig vorhanden wie ein Ethernet-Port. Für diesen legt Amazon aber fairerweise einen microUSB-Adapter ins Paket.

Davon abgesehen beherbergt der Streaming-Würfel praktisch einen vollwertigen Fire TV-Stick 4K. Wie sein kleinerer Verwandter überzeugt auch der Cube als sehr ausgereifte Streaming-Plattform. Er bietet die volle HDR-Unterstützung, arbeitet zu jeder Zeit flott und kommt selbst mit Kodi hervorragend zurecht.

Leistungstechnisch ist der Fire TV Cube dem Stick sogar noch überlegen, sodass er auch für künftige Apps und Aufgaben genug Reserven haben dürfte.

Die Vorteiles des Fire TV Cubes gegenüber dem Stick liegen vor allem in der flexibleren Gerätesteuerung und der besseren »Ansprechbarkeit«.

So beherbergt das Gehäuse die Echo-typischen Fernfeld-Mikrofone, die auf Zuruf auch bei vergleichsweise lauter Umgebung gut reagieren. Die Alexa-Funktionen lassen sich damit auch anfragen, wenn der Fernseher ausgeschaltet ist. So lassen sich etwa Alexa-fähige Geräte über den Cube steuern. Ein Wermutstropfen für Smart-Home-Fans ist die fehlende Unterstützung für den Zigbee-Standards, den es nur beim Amazon Echo Plus gibt.

Die Gerätesteuerung des Fire TV Cube wurde gegenüber dem Stick um ein Infrarot-Modul erweitert. Dieses strahlt nach vorne ab und kann optional über ein beiliegendes Kabel verlängert werden, falls der Cube im Schrank verschwinden soll. Via Infrarot steuert der Fire TV Cube dann Fernseher, Receiver und andere Geräte mit IR-Fernbedienung, was nach einmaliger Einrichtung gut funktioniert. So können wir im Test problemlos die Lautstärke einer LG-Soundbar sowie eines Fernsehers via Sprachbefehl oder die Cube-Fernbedienung regeln.

Generell hinterlässt der Cube bei der Sprachsteuerung einen guten, aber keinen perfekten Eindruck. Schön ist beispielsweise, dass wir mit einem einfachen »Alexa, starte Netflix« TV, Soundbar und die Streaming-App in einem Rutsch einschalten und öffnen können.

Auch die Suche nach Inhalten oder auch die Wiedergabesteuerung funktionieren per Sprachbefehl tadellos. Wird es allerdings spezifischer (»Alexa, spiele Bojack Horseman Staffel 3, Folge 6«) müssen wir im Test allerdings doch wieder zur Fernbedienung greifen.

Wer neben Apps und Streaming auch klassische TV-Sender mit dem Fire TV Cube aufrufen will, wird in den meisten Fällen enttäuscht. In unserem Setup führten weder »Alexa, spiele Comedy Central« noch »Alexa, schalte auf Kanal 23« zum Erfolg. Laut Amazon Webseite funktioniert der Kanalwechsel aber immerhin mit Magenta TV- und Sky-Receivern.

Unverständlich ist zudem, dass der Fire TV Cube im Test für die Wiedergabe von Musik und Podcast auf einen eingeschalteten Fernseher besteht. Obwohl der integrierte Lautsprecher einen guten Eindruck hinterlässt, kann der Würfel damit keinen vorhandenen Echo-Lautsprecher ersetzen – das ist schade.

Insgesamt ist der Amazon Fire TV Cube tatsächlich eine sinnvolle Weiterentwicklung zum Fire TV Stick 4K. Die erweiterte Gerätesteuerung über Infrarot sowie Alexa-Befehle auf Zuruf können in vielen Szenarien praktisch sein. Liegt der Fokus aber auf der reinen Streaming-Wiedergabe, ist der klassische Stick unserer Meinung nach die bessere und günstigere Wahl.

Android-TV-Luxus

Nvidia Shield TV 2019

Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2019
Android TV vom Feinsten mit toller Leistung, ausgereifte Bedienung und Gaming-Features.

Die mittlerweile dritte Generation des Nvidia Shield TV bietet nicht nur eine komplett neue Optik, sondern auch einige sinnvolle Neuerungen. Die wohl wichtigste ist die Unterstützung des dynamischen HDR-Formats Dolby Vision. Das unter anderem von Netflix präferierte HDR-Format wird nun direkt vom Shield TV wiedergegeben. Das Konkurrenz-Format HDR10+ fehlt zumindest zum Testzeitpunkt noch.

Nvidia hat seine Shield-Produkte in der Vergangenheit aber langfristig mit Updates und neuen Funktionen versorgt, mit ein wenig Glück landet HDR10+ also künftig auf dem Gerät. Soundseitig bietet Nvidia bei seinem neuen Streamer die Unterstützung von Dolby Atmos, die bei den Vorgängern noch fehlte.

Optisch hat Nvidia sein Standard-Shield-TV vollständig überarbeitet. Das kantige Box-Design der Vorgänger ist der Pro-Ausgabe vorbehalten. Die Standardausgabe steckt hingegen in einem zylinderförmigen Metallgehäuse. Das ist ungewöhnlich, findet dafür aber auch unauffällig hinter dem TV Platz.

Auch die neue Fernbedienung im dreieckigen Design ist ein Hingucker – und ein Upgrade gegenüber den Vorgängern. Nicht nur bietet die Remote eine sensorgesteuerte Hintergrundbeleuchtung, auch die Steuerung des Fernsehers via Infrarot ist nun möglich. Zudem reagiert die Fernbedienung deutlich zuverlässiger als die der Vorgängergenerationen.

Softwareseitig setzt Nvidia beim Shield TV weiter auf Googles Android TV, das bei unserem Testgerät in Version 9 läuft – künftige Updates sind erfreulicherweise garantiert. Basisfunktionen wie die integrierte ChromeCast-Funktion sowie der über die Fernbedienung aktivierte Google Assistant sind vorhanden. Schon die Vorgänger boten eine für alle Android-Apps (inklusive Kodi) mehr als ausreichende Leistung.

Im neuen Shield arbeitet der überarbeitete Tegra X1+ Chipsatz, der laut Hersteller bis zu 25 Prozent flotter arbeitet als sein Vorgänger. Auch ohne Benchmarks können wir sagen, dass nicht nur nur die Bedienoberfläche, sondern auch die Wiedergabe von lokalen oder gestreamten Videos sämtlicher Formate absolut ruckelfrei funktionieren.

Ein interessantes Feature ist das zuschaltbare Hochskalieren von Videomaterial auf die 4K-UHD-Auflösung. Nvidia hat das Shield TV 2019 auf Basis von neuronalen Netzwerken darauf trainiert, niedrigere Videoauflösungen KI-gesteuert hochzurechnen. Was sich nach Marketing-Hülsen anhört, gefällt uns im Praxistest der Streaming-Röhre erstaunlich gut. Vor allem 720p-Material, das wir beispielsweise mit Kodi oder dem VLC-Player abspielen, wirkt nach dem Zuschalten des Upscalings einen Tick schärfer. Über einen Knopf an der Fernbedienung lässt sich das Feature jederzeit abschalten, außerdem zeigt ein Demo-Modus das Ergebnis in einem Echtzeit-Splitscreen.

Neben der nahezu perfekten Medienwiedergabe setzt Nvidia weiterhin auf Gaming-Funktionen des Shield TV. Dabei sind nicht nur die diversen und optimal laufenden Android-Spiele, sondern vor allem der Gamestreaming-Service Geforce Now erwähnenswert. Der Abo-Dienst erlaubt es, PC-Spiele auf den Cloud-Rechnern von Nvidia laufen zu lassen, ohne dafür einen High-End-Gaming-PC zu benötigen. Anders, als bei der Konkurrenz von Google Stadia, können Spieler dabei auch ihre bereits gekauften Games von Plattformen wie Steam oder Epic Games spielen – allerdings hat sich Nvidia noch nicht mit allen Publishern geeinigt.

Auf dem Shield TV läuft Geforce Now in unserem Test praktisch fehlerfrei. Mit Bluetooth-Gamepad, Maus und Tastatur streamen wir Spiele wie The Witcher 3 oder Rocket League flüssig auf den Wohnzimmer-TV. Aus Spieler-Sicht kann man nur hoffen, dass die Spiele-Publisher sich mittelfristig mit Nvidia einigen – eigentlich sollte es 2K und Co. egal sein, ob ihre Kunden die bei Steam und Co. gekauften Titel lokal auf einem PC installieren oder aus der Cloud auf den TV holen.

Auch abseits der Gaming-Funktionen liefert Nvidia mit dem Shield-TV 2019 ein Premium-Upgrade zum Fire TV und die beste Android-TV-Lösung 2020. Die Kombination aus hoher Leistung, umfangreicher Featureliste, Gaming-Funktionen und lange Versorgung mit Updates kann die vergleichsweise hohen Mehrkosten rechtfertigen. Wer allerdings den Fokus auf das reine Medienstreaming legt, fährt mit dem Fire TV Stick 4K günstiger – aus diesem Grund bleibt er unser Testsieger.

Außerdem getestet

Wenn es nicht 4K sein muss, liefert der Amazon Fire TV Stick die einfachste Möglichkeit, Filme und Serien zu streamen. Gegenüber dem Fire TV Stick 4K und dem Fire TV Cube fehlt die Unterstützung für UHD-TVs und HDR-Content. Für FullHD-Fernseher sowie Menschen, die nicht gleich das teuerste Netflix-Abo nutzen möchten, ist der Stick aufgrund seines günstigen Preises dennoch eine Empfehlung wert. Auch hier hat man Zugang zu fast allen Online-Videotheken, nur auf den iTunes Store von Apple muss man verzichten. Die 2019er-Ausgabe ist zudem flotter und bietet die verbesserte Alexa-Fernbedienung.

Eine Sonderrolle im Streaming-Segment spielt der Google Chromecast. Der Streaming-Stick kommt ohne eigene Fernbedienung und ohne eigenes Bedien-Interface. Stattdessen suchen die Nutzer die gewünschten Inhalte auf dem Smartphone aus und schicken sie über die »Cast«-Funktion des Chromecast auf den Fernseher. Die Liste der unterstützten Chromecast-Apps ist lang, prominente Dienste wie Netflix, Spotify, Amazon Music (nicht aber Amazon Video) erlauben das Medienstreaming via Chromecast.

In der Praxis funktioniert das gut, sodass vor allem der günstigere Standard-Chromecast für FullHD-TVs eine interessante Alternative ist. Der 4K-HDR-taugliche Chromecast Ultra arbeitet ebenfalls effizient, ist mit rund 80 Euro aber vergleichsweise teuer – uns fehlt neben einer Fernbedienung auch die Möglichkeit, Apps zu installieren oder Medien ohne Umwege von NAS und Co. zu spielen.

Der ältere Apple TV 4 ist immer noch teilweise erhältlich. Funktional entspricht er größtenteils seinem Nachfolger – bis auf die fehlende Unterstützung von 4K. Die Bedienung und Performance ist trotz des älteren Prozessors ähnlich flott, das App- und Filmangebot ist dasselbe. Angesichts der fehlenden 4K-Unterstützung erscheint uns der ausgerufene Preis allerdings zu hoch. Wer auch sonst Apple-Geräte wie ein iPhone, ein iPad oder einen Mac zuhause hat und noch nicht auf 4K umgesattelt hat oder das auch nicht vorhat, für den ist das Apple TV 4 aber eine gute, etwas günstigere Alternative.

Mit der Mi Box S bietet der chinesische Hersteller Xiaomi eine solide Android-TV-Erfahrung zu einem moderaten Preis. Sie bietet zwar weniger Funktionen als das teurere Shield TV, die Basis-Tugenden von Android TV wie die große App-Auswahl und die Integration des Google Assistant sind aber an Bord. Kernaufgaben wie das Streaming von Netflix und Co. erledigt die Box im Alltag fehlerfrei, auf Dolby Vision oder Dolby Atmos muss man allerdings verzichten. Die geringere Leistung stört uns nur selten. Beim YouTube-Streaming von 4K-Inhalten mit 60 Bildern pro Sekunde braucht die Mi Box S im Test bei einer WLAN-Verbindung etwas länger, bis sich die Frameraten stabilisieren. Auch der Start von und der Wechsel zwischen Apps geht im Alltag nicht ganz so flüssig von statten, wie beispielsweise beim Nvidia Shield TV. Als günstige Android-TV-Alternative ist die Mi Box S dennoch durchaus empfehlenswert.

Auch HiMedia liefert mit der Android-TV-Box S500 eine durchaus veritable Leistung ab. Auf Basis von Android TV 9 (Patchlevel beim Test: Juni 2019) arbeitet sie etwas flotter als Xiaomis Mi Box S, kann aber nicht ganz mit dem Nvidia Shield TV mithalten. Schön sind die vorhandenen Anschlüsse: Neben den üblichen HDMI- und Ethernet-Ports erlauben zwei USB-Eingänge den Anschluss von Eingabegeräten oder Speichermedien. Auch beim Streaming haben wir nicht viel zu meckern: Die vorhandenen Apps laufen rund und liefern auch im WLAN ruckelfreie Bilder.

Der große Wermutstropfen: Trotz offiziellem Android TV (viele chinesische Hersteller setzen auf eigene, nicht-standardisierte Benutzeroberflächen) fehlt ausgerechnet Netflix im App-Angebot der HiMedia-Box – vermutlich aus lizenzrechtlichen Gründen. Es ist möglich, eine Netflix-Installation über das so genannte Sideloading zu erreichen. Diese Lösung ist aber nicht nur umständlich, es besteht auch die Möglichkeit, dass Netflix mit über kurz oder lang den Zugriff sperrt.

Das Fehlen des derzeit populärsten Streaming-Dienstes ist für uns ein No-Go. Wer hingegen keine Lust auf Netflix hat und vor allem an Anschlussmöglichkeiten interessiert ist, kann sich die Box dennoch ansehen.

7
Kommentare

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Detlef
Detlef

Nvidia Shield ist TOP. Alles ist da.

Kay Schlegel
Kay Schlegel

Ihr solltet mal eure Bewertungen durchgehen. Beim FireTV-Stick sind Inhalte schlecht sortiert? Das trifft auf alle FireTV-Geräte zu. Die ganze Prime-App ist eine Vollkatastrophe, es ist keine YT-App verfügbar, der App-Store ist massiv eingeschränkt durch Amazon und außer dem (vermeintlich) günstigen Preis spricht nichts für die Amazon Geräte.

Ich dachte es geht hier um die BESTEN Streaming – Boxen? Shield oder AppleTV, ganz sicher kein FireTV. Das ist schlicht falsch, egal von welchem Standpunkt man es betrachtet.

Hans Fischer
Hans Fischer

Ein bisschen seltsam dem NVIDIA Shield weniger Auswahl an 4K-Inhalten zu bescheinigen — es sind die gleichen Apps vorhanden und installierbar wie auf jedem anderen Android-Gerät. Warum wird nicht auf die fehlende YouTube-App beim FireTV eingegangen? Die Browser-Lösung ist alles andere als befriedigend. Ganz nüchtern betrachtet hat die Shield den größten Funktionsumfang von allen, hat Kodi ab Werk an Bord, kann jedes Format, ist eine formidable Game-Streaming-Konsole ( GeForceNow ist auch nich kostenlos!), externe Festplatten sind kein Problem ( versucht das mal bei der Konkurrenz), Power ohne Ende, Google Home ist jetzt auch integriert….und das alles für 189 Euro. Die… Mehr... »

Guido Schmitz
Guido Schmitz

Ich habe einen modernen „Smart“ TV von LG. Leider sind mir hier Grenzen gesetzt, die mir nicht gefallen. Es sind längst nicht alle Streaming Inhalte verfügbar. Außerdem sind die Konfigurationsmöglichkeiten sehr begrenzt. z.B beim Amazon FireTV Stick für aktuell 25€ sind mir diese Grenzen nicht gesetzt, da ich hier Kodi, Amazon Prime, DAZN, Netflix, Watchever, IPTV etc. alles schauen kann. Vorraussetzung dafür ist, dass man sich damit beschäftigt, ein wenig Konfiguration ist nötig um das auf dem FireTV zum laufen zu bringen. Dann allerdings sind keine Grenzen gesetzt. Und die Leistung/Bedienbarkeit ist für solch ein günstiges/preiswertes Gerät hervorragend. Es ruckelt… Mehr... »

Redaktion
Redaktion

Leider gibt es bei den Android-Boxen fast nur No-Name-Produkte, die meist auch nur kurz auf dem Markt sind. Aber wir werden uns in den nächsten Wochen ein paar Modelle kommen lassen.

Sven
Sven

Sorry ihr habt echt den durchblick!?

Redaktion
Redaktion

Wir werden den Test demnächst um weitere Modelle erweitern.