Alternativen: Was gibt es sonst noch?

Kleine Lösung: Fire TV Stick

Wer auf die Gaming- und 4K-Fähigkeiten der Fire-TV-Box verzichten kann, findet im kleineren Amazon Fire TV Stick eine hervorragende Alternative. Wir haben die neue Version des Fire TV Sticks mit Alexa getestet und halten ihn für die beste Alternative zu Fire TV und Apple TV 4.

Kleiner Stick, große Leistung

Amazon Fire TV Stick mit Alexa
Test Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick mit Alexa
Preisbrecher ohne 4K und mit eingeschränkten Gaming-Funktionen, dafür mit toller Alltagsleistung.

Das liegt vor allem daran, dass Amazon dem Stick gegenüber der ersten Generation einen ordentlichen Geschwindigkeitsschub verpasst hat. Zwar hat auch der neue Fire TV  Stick nur 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, dafür wird er nun von einem Prozessor mit vier Kernen angetrieben.

Der Unterschied im Vergleich zum Zweikerner der ersten Generation macht sich vor allem auf der Bedienoberfläche bemerkbar: Wo der erste Fire TV Stick öfter durch kleine Ruckler auffiel, funktioniert die Navigation in der neuen Ausgabe butterweich.

Auch beim Funkempfang hat Amazon sein Einsteigermodell aufgerüstet. Wie die Box unterstützt der Stick nun auch Bluetooth 4.1 und sendet und empfängt in WLAN-Netzen im modernen ac-Standard.

Die Alexa-Suche funktioniert auf dem Fire TV Stick identisch wie auf dem Fire TV und bietet demnach die selben Vor- und Nachteile, wie oben beschrieben. Abstriche gibt es damit nur noch bei den Anschlussmöglichkeiten (etwa der fehlende USB-Port), dem halb so großen Speicherplatz – und natürlich der fehlenden 4K-Unterstützung.

Wenn es vor allem darum geht, einen älteren Fernseher möglichst günstig mit Streaming-Angeboten, Kodi und der einen oder anderen App zu versorgen, ist der Amazon Fire TV Stick in Sachen Preis-Leistung zur Zeit ganz klar die beste Option. Wer hingegen mittelfristig den Umstieg auf einen 4K-Fernseher plant, sollte lieber gleich in das große Modell investieren.

Für Gamer: Nvidia Shield TV

Nach rund zwei Jahren hat Nvidia seiner Streaming-Box Shield TV eine Auffrischung verpasst. Interessanterweise ändert sich vor allem die Optik und die Haptik des Android-TV-Geräts.

Gamer-Box mit Google-Bonus

Nvidia Shield TV 2017
Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2017
Technisch hervorragend aber teuer.

So hat Nvidia den beiliegenden Controller überarbeitet und das Gehäuse des Shield TV verkleinert. Sehr schade, dass dabei auch der SD-Kartenslot entfallen ist. Am Innenleben tut sich nichts: Wie bei der 2015er-Ausgabe arbeitet auch im Nvidia Shield TV 2017 ein Tegra-X1-Chip. Der stellt in Sachen Grafikleistung die Konkurrenz von Amazon und Apple nach wie vor in den Schatten. Davon profitieren vor allem Spieler: Neben typischen Android-Spielen liefert Nvidia auch Top-Titel wie »The Witcher 3« oder »Tomb Raider« auf das Shield TV.

Auch bei der Videowiedergabe muss sich die Nivida-Box nicht verstecken: Sie bringt 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde auf den Schirm und unterstützt auf entsprechenden Fernsehern auch die Wiedergabe von HDR-Inhalten. Die Android-TV-Oberfläche läuft zudem auf Basis von Android 7.0.

Wichtigste Neuerung ist die Integration des Sprachassistenten Google Assistant. Der wird per Sprachbefehl über den mitgelieferten Gamecontroller oder die Fernbedienung aufgerufen und liefert die vom Smartphone bekannten Google-Antworten auf den Fernseher. Doch nicht nur das: Nvidia hat beim neuen Shield TV eng mit Google zusammengearbeitet, um die Steuerung von Smart-Home-Geräten zu integrieren. So dient das Shield TV auf Wunsch als Schaltzentrale für das Lichtsystem Philips HUE oder die bald auch in Europa verfügbaren Thermostate von Nest.

Das große Aber: Mit einem Preis von über 200 Euro für das Grundsystem ist das Shield TV 2017 vergleichsweise teuer. Wer sich nicht für’s Gaming interessiert, zahlt hier unverhältnismäßig drauf.

Auch für Käufer des ersten Shield TV lohnt sich die neue Version nicht. Die meisten Software-Funktionen wie der Google Assistant sollen bis spätestens Februar 2017 per Update auch für die ältere Box nachgereicht werden. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Wer die Shield als Top-Alternative zum Amazon Fire TV sieht, darf ruhigen Gewissens zum Vorgänger greifen, wenn sich ein gutes Angebot auftut.

Google Alternative: Chromecast

Eine weitere Streaming-Alternative liefert Google mit dem Chromecast.

Google-Streamer

Google Chromecast
Test Streaming-Boxen: Google Chromecast
Per Smartphone-App holt der Chromecast Videos und mehr auf den TV

Der kürzlich in neuer Version erschienene Streaming-Stick ist mit rund 40 Euro vergleichbar günstig wie der Fire TV Stick, benötigt aber ein Android- oder iOS-Smartphone oder Tablet als «Fernbedienung”.

Wenn eine darauf installierte App Chromecast unterstützt, können die Inhalte ganz einfach auf den Fernseher übertragen werden, was in der Praxis sehr einfach funktioniert.

Anders als bei Apples AirPlay übernimmt der Chromecast die komplette Streaming-Aufgabe, sodass das Smartphone während der Wiedergabe anders genutzt werden kann. Neben Videos landen so auch Fotos sowie lokale oder gestreamte Musik auf dem Fernseher – auch hier verweigert Amazon aber leider die Unterstützung. Wer etwas mehr investiert, kann mit dem Chromecast Ultra auch 4K-Fernseher mit Inhalten befeuern. Neben Googles eigenen Videodiensten Play Video und YouTube bringt der Google-Stick die UHD-Videos von Netflix auf den Fernseher.

Fazit

Im Gesamtpaket liefert Amazon mit dem Fire TV derzeit die beste Streaming-Box. Neben der durchdachten Bedienung und der guten App-Ausstattung kommen vor allem Amazon Prime-Nutzer in den Genuss vieler Vorteile. Zwar fehlen immer noch wichtige Anbieter im Angebot, doch von diesem Streaming-Flickenteppich sind auch andere Hersteller betroffen.

Die in der aktuellen Version verbesserte Suche, auch bei anderen Anbietern, macht die Amazon-Box zudem noch attraktiver – das gilt auch, obwohl Alexa auf dem TV ansonsten nur wenig Mehrwert liefert.

Der neue Fire TV Stick ist zur Zeit die beste günstige Lösung, um einen älteren Fernseher Streaming beizubringen.

Apple hat mit dem Apple TV 4 einen durchaus interessanten Konkurrenten ins Rennen geworfen, der spätestens seit dem neuesten Software-Update für alle empfehlenswert ist, die bereits andere Apple-Geräte im Haushalt haben. Denn die Integration mit iTunes und iClouds Foto-Sharing funktioniert gut und macht das Leben in vielen Belangen leichter – wenn man die Apple-Dienste nutzt.

Technisch ist Nvidia der Fire TV-Box voraus, der hohe Preis macht das Shield TV aber nur für Gamer interessant.

 

Pro & Kontra

Pro

  • Durchdachte, flüssige Bedienung
  • Perfekte Integration der Amazon-Dienste
  • Anderer Streaming-Anbieter an Bord
  • 4K-Unterstützung

Contra

  • App-Angebot noch überschauber
  • 4K nur mit 30 FPS
Seite 1Unser Favorit: Amazon Fire TV
Seite 2Inhalte satt
Seite 3Der Konkurrent: Apple TV 4 im Test
Seite 4Alternativen und Fazit

Amazon Fire TV Preisvergleich

Kommentare

15 Kommentare zu "Die beste Streaming-Box"

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Die haben wir und Ist Hammer

Apple? Bringt es doch nicht mehr!

Ich kann mich dieser Erkenntnis nur anschließen .

Ca 6 Monate und die ATV4 ist im Test garantiert wieder Top.

Oliver Friesenecker

Macht richtig Spaß das Ding. …Ich ertapp mich dabei schon kein herkömmliches Tv mehr zu sehn.
Werbefrei und ohne lästig Einblendungen.

Bin sehr zufrieden

Und wieviele Filme auf 4 k konntest anschauen???

Magic box. I love it. Free tv war gestern. Ohne Werbung und ohne Schnitte. So macht tv sehn Spaß

Den Wegfall des optischen Ausgangs finde ich fragwürdig. Das erschwert unnötig hohe Wiedergabequalität von Musik.

Thomas Mantel glaubst kann das was ?

Der neue Stick ist super …

Gibts da auch Sport

Der Wegfall des optischen Ausgangs ist für mich auch ein Schildbürgerstreich. Amazon Music über die TV – Lautsprecher? Neee, oder?

Hdmi!?

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