Die beste Streaming-Box

Streaming-Boxen im Vergleichstest – Testsieger Amazon Fire TV
  • Streaming-Boxen im Vergleichstest – Testsieger Amazon Fire TV

Die beste Streaming-Box ist die zweite Generation des Amazon Fire TV. Sie vereint eine durchdachte Bedienung mit einer breiten Auswahl an Streaming-Diensten und einem nach wie vor sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber das neue Apple TV 4 ist seit den jüngsten Software-Updates fast genauso gut.

Update 23. Januar 2017

Neuerungen auf dem Markt für Streaming-Boxen sind in den zurückliegenden Monaten überschaubar. Die wohl interessanteste Neuvorstellung ist die überarbeitete Version des Nvidia Shield TV. Mehr dazu im Abschnitt „Alternativen“.

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5. September 2016

Auf der IFA gab es keine Neuigkeiten im Bereich Streaming-Boxen. Gut möglich, dass es im Herbst neue Modelle gibt. Bis dahin sind unsere Empfehlungen aktuell.

4. April 2016

Der Artikel wurde mit Informationen über das neue tvOS 9.2 für Apple TV aktualisiert. Das Apple TV holt damit weiter zu Amazons Fire TV auf.

Für Apple-Nutzer ist das Apple TV damit die bessere Wahl – wenn man aufs Streaming von 4K-Inhalten verzichten kann. Denn das kann nur die Box von Amazon.

11. Dezember 2015

Die neue Version 9.1 von tvOS stellt erweiterte Funktionen für Siri zur Verfügung, außerdem lässt sich das Apple TV 4 jetzt wieder mit der Remote App vom Smartphone aus steuern. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

2. Dezember 2015

Wir hatten die neue Fire TV mit der neuen Apple TV 4 im ausführlichen Praxistest: Testsieger ist Amazons Streaming Box Fire TV.

1. Oktober 2015

Amazon hat die neue Version der Fire TV vorgestellt, sie beherrscht nun auch 4K bzw. UHD-Streaming und wird ab 5. Oktober verkauft. Wir werden die neue Fire TV so schnell wie möglich testen und gegen die neue Apple TV 4 ins Rennen schicken, die ebenfalls im Oktober auf den Markt kommt. Bis dahin: lieber abwarten.

12. April 2015

Mit der App AirReceiver kann man die Funktionalität der Fire TV erweitern und Apples AirPlay nutzen. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

27. März 2015

Das neue Software-Update der Fire TV bietet eine Vielzahl von Verbesserungen. Vor allem kann der USB-Anschluss jetzt auch für den Anschluss eines USB-Sticks mit bis zu 128 Gigabyte Speicher genutzt werden. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

In Zeiten immer vielseitigerer Smart TVs wirken dedizierte Streaming-Boxen eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß. Vieles, was die Streaming-Boxen bieten, kann im Prinzip auch der smarte Fernseher – nur: so richtig gut können sie es irgendwie alle nicht. Wer schon einmal versucht hat, bei Amazon oder Netflix über die Cursor-Tasten der TV-Fernbedienung nach einem bestimmten Filmtitel zu suchen, weiß, wovon ich spreche.

Das gilt sogar für die aktuellsten Smart-TVs, ganz zu schweigen von älteren Modellen. So erstaunlich es auch klingt: die Fernseher-Hersteller schaffen es nach wie vor nicht, wirklich gute, praxis-taugliche Bedienkonzepte für Apps und Online-Videotheken zu kreieren.

Deshalb haben Amazon, Apple, Google und Co. die Sache kurzerhand selbst in die Hand genommen und präsentieren mit ihren Streaming-Boxen und -Sticks ihre Lösungen für die Zukunft des Fernsehens. Per HDMI oder USB angeschlossen holen sie unzählige Inhalte aus dem Internet auf den TV.

Apple hat mit dem neuen Apple TV 4 nach langem Stillstand endlich eine komplett überarbeitete Version vorgestellt, die mit mehr Leistung und einem vollwertigen App Store die Spitze in Krone ins Sachen Streaming-Boxen zurückgewinnen will. Nach verschiedenen Software-Updates hat Apple die größten Probleme inzwischen ausgemerzt. Warum für uns dennoch die Amazon Fire TV die Nase vorn hat, dazu unten mehr.

Stattdessen bleibt Amazons Fire TV in der aktuellen Revision nach wie vor unser Favorit in Sachen Streaming-Box für die meisten Menschen.

Testsieger: Amazon Fire TV

War die erste Ausgabe des Amazon Fire TV 2014 im Vergleich zur alternden Apple TV 3 ein echter Knaller, betreibt Amazon mit dem Fire TV 2015 eher Produktpflege.

Im Vergleich zur ersten Generation bietet die neue Ausgabe einen etwas schnelleren Prozessor, die Möglichkeit, den Speicher von acht Gigabyte per microSD-Karte zu erweitern und als wichtigste Neuerung die Unterstützung für die Bildausgabe im ultrahoher 4K-Auflösung. Damit gehört die Streaming-Lösung von Amazon neben dem Nvidia Shield zu den ersten Boxen überhaupt, die die immer beliebter werdenden 4K-Fernseher mit passenden Inhalten füttern kann.

Neben dem tief ins System integrierten Videoangebot von Amazon bietet auch Netflix immer mehr 4K-Inhalte an, die über das Fire TV abgespielt werden können. Eine entsprechend schnelle Internetleitung mit mindestens 16 Mbit vorausgesetzt streamt das Fire TV 2015 hochauflösende Videos aus den Angeboten von Amazon und Netflix.

Schade ist, dass Amazon lediglich die Ausgabe von 30 Bildern pro Sekunde über HDMI 1.4 anbietet. Die – deutlich teurere – Nvidia-Shield-Box ist im Hinblick auf künftige Filme und Sportübertragungen dank Unterstützung für 4K bei 60 Frames pro Sekunde über HDMI 2.0 besser gerüstet. Zugegeben: entsprechendes Material im Moment noch so gut wie nicht vorhanden – aber das dürfte sich zügig ändern.

Auch „alte“ FullHD-Videos laufen dank der Unterstützung für „High Efficiency Video Coding“ (HEVC) effizienter auf dem Fire TV 2, was vor allem Nutzer mit vergleichsweise langsamer Internetanbindung durch flinkere Ladezeiten merken.

Im direkten Vergleich zum ersten Fire TV ist die neue Ausgabe aber in Sachen Leistung kein allzu großer Sprung nach vorne. Auch optisch unterscheiden sich die beiden Generationen kaum voneinander. Nach wie vor kommt das Fire TV in einem schlanken Gehäuse, das per HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden wird.

Ein Wermutstropfen für Audio-Fans ist der Wegfall des optischen Audio-Ausgangs, der dem SD-Kartenslot geopfert wurde. Die Speicherkarten werden automatisch für die Installation von Apps verwendet und machen das Fire TV vor allem im Hinblick auf komplexe Spiele deutlich flexibler.

Weiterhin mit dabei ist ein USB 2.0-Anschluss über den unter anderem USB-Sticks, Festplatten und Eingabegeräte angeschlossen werden können. Mit entsprechendem Zubehör lässt sich das Amazon Fire TV damit recht einfach zur universellen Mediazentrale aufrüsten.

Inhalte satt

Wie gewohnt präsentiert sich die Amazon Fire TV-Bedienoberfläche ein wenig bieder aber aufgeräumt und sinnvoll strukturiert. Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt, beim Kauf über Amazon ist sogar das zugehörige Konto bereits vorkonfiguriert.

Damit lässt sich dann gleich im Amazon Medienkosmos stöbern, der integraler Bestandteil der Streaming-Box ist. Wer ein Amazon Prime-Abo für 49 Euro im Jahr abgeschlossen hat, kann über Prime Instant Video weit über 10.000 Filme- und Serienfolgen ohne zusätzliche Kosten streamen.

Zusätzlich können aktuellere Titel ebenso unkompliziert in HD- oder SD-Qualität geliehen oder gekauft werden. Leihen kostet dabei bis zu fünf Euro, Kauf-Filme in HD können mit 15 Euro und mehr zu Buche schlagen. Ähnlich wie bei Apples iTunes lassen sich einmal gekaufte Inhalte jederzeit wieder abrufen, geliehene Filme stehen für 24 Stunden zur Verfügung.

Das Angebot an Filmen und Serien ist überaus umfangreich. Zwar bietet Apples iTunes Store nominell ein größeres Angebot, bei unserer Suche nach aktuellen Titeln war das Angebot aber identisch.

Ein weiterer Vorteil von Amazon Prime: CDs, die man irgendwann einmal bei Amazon gekauft hat, werden automatisch dank “AutoRip” der eigenen Musikbibliothek hinzugefügt und stehen sofort zum Streaming über Fire TV oder die Amazon Music Smartphone App zur Verfügung. Außerdem können Prime-Nutzer über Prime Music rund 1 Million Songs auf die Box oder das Smartphone streamen oder eine Radio-Station einschalten.

Wer ein Spotify-Premium-Abo hat, kann per Spotify Connect Musik von Spotify streamen. Mit der kostenlosen Version von Spotify funktioniert das allerdings nicht, denn Spotify Connect ist ein Premium-Feature.

Die Fire-TV-Box spielt aber auch klaglos MP3s vom internen oder externen Speichermedien ab. Wer also eine große Musikbibliothek aus gerippten CDs hat, kann die problemlos mit Fire TV hören.

Auch beim Video-Streaming sind Fire TV-Käufer nicht exklusiv auf Amazon-Inhalte angewiesen. So finden sich beispielsweise die Streaming-Konkurrenten Netflix und Watchever im App-Angebot und auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen-Sender lassen sich abrufen.

Maxdome fehlt dagegen leider, genauso wie Sky – das gilt allerdings auch für andere Streaming-Boxen wie das Apple TV. Sky will offenbar sein Pay-TV-Geschäft nicht mit einer Streaming-App gefährden und bietet daher einfach keine an. Bei Maxdome wird seit längerem über eine App gemunkelt, passiert ist bislang aber nichts.

Gamer freuen sich auf Spiele-Streams via Twitch.tv und Radio-Fans holen mit Tune In Radio tausende Radiosender auf den Fernseher oder die angeschlossene Stereo-Anlage.

Tolle Bedienung mit schwankender Sprachsuche

Die meisten Apps lassen sich sehr gut mit der Fernbedienung steuern, sofern sie von den Entwicklern entsprechend angepasst wurden. Aufgaben wie die Verwaltung von Dateien machen naturgemäß auf dem Fernseher nur wenig Spaß – da hilft auch die gute Fernbedienung nicht viel. Wer auf solche Funktionen Wert legt, kann aber auch per Bluetooth oder USB eine Maus und eine Tastatur anschließen.

Die Menüführung des Fire TV ist übersichtlich und durchdacht strukturiert. Zuletzt benutzte Apps und de kürzlich über Prime Video angesehene Filme und Serien werden direkt auf der Startseite präsentiert und lassen sich schnell wieder öffnen. Man kann nach Genres und beliebten Inhalten stöbern und eine eigene Watchlist anlegen.

Vor allem aber gibt es eine gut funktionierende Sprachsuche. Sie wird per Druck auf die prominent platzierte Taste auf der mitgelieferten Fernbedienung aktiviert und führt rasend schnell mit beeindruckend guter Erkennungsrate zum gewünschten Titel. Auch die Suche nach Schauspielern oder Genres ist kein Problem.

Überfordert ist die Amazon-Suche mit komplexeren Anfragen: Während die Suche nach „Actionfilme“ ebenso zielführend ist wie die nach „Bruce Willis“, führt „Actionfilme mit Bruce Willis“ merkwürdigerweise nicht zur „Stirb Langsam“-Reihe, sondern zu einer Komödie mit Robert De Niro.

Leider funktioniert die Sprachsuche nach wie vor nur in Amazon-Angeboten. Wer in Watchever oder Netflix einen bestimmten Film sucht, muss auf die umständliche Klick-Eingabe zurückgreifen – oder die Fire TV-App auf dem Smartphone bemühen.

Das ist vor allem auch deshalb ärgerlich, weil man so gezwungen ist, nach einem Film oder einer Serie bei jedem Anbieter einzeln zu suchen. Wie viel praktischer wäre es, einfach „Hunger Games“ zu sagen und alle Suchergebnisse von Amazon, Netflix und Watchever auf einem Blick angezeigt zu bekommen. Doch diesen Gefallen will Amazon der Streaming-Konkurrenz offenbar lieber nicht tun – da ist Apple mit dem Apple TV 4 weiter.

Ein zweiter Nachteil der prinzipiell sehr guten Fire TV-Suche: Die Box unterscheidet nicht zwischen Inhalten, die im „All inklusive“-Prime-Abo enthalten sind und bezahlpflichtigen Inhalten – ein „Nur Prime“-Filter fehlt derzeit noch.

Von diesen kleinen Nachteilen abgesehen funktioniert die Bedienung des Amazon Fire TV durch die Bank hervorragend. Die Navigation durch die Menüs mit der übersichtlichen Fernbedienung läuft flüssig, Verzögerungen und Ruckler konnten wir im Praxistest nicht feststellen – hier zeigt Amazon den Smart-TVs,  wie man es richtig macht.

Gaming

Auch Zocker will Amazon mit dem Fire TV ansprechend und bietet in der Spiele-Sektion des Stores eine ganze Reihe interessanter Titel an. Viele davon sind für die Steuerung mit einem Gamepad ausgelegt.

Amazon verkauft zu diesem Zweck den passenden Gamecontroller, alternativ kann aber auch ein vorhandenes Gamepad per USB- oder Bluetooth mit der Box verbunden werden.

Fehlende Funktionen lassen sich zum Teil per App nachrüsten. So bringt der ES File Explorer einen Dateimanager auf den Fernseher und AirReceiver macht das Fire TV zum AirPlay-Empfänger. Letzteres klappt aber nur mit nicht-kopiergeschützten Inhalten – ein vollwertiger Apple TV-Ersatz ist die Lösung daher nicht.

Flexibel dank Android

Allzu umfangreich ist das App-Angebot im Amazon-Store auch ein Jahr nach der Einführung des Fire TV noch nicht. Wer mehr Auswahl braucht, kann sich aber selbst helfen.

Denn auch wenn Amazon es gut versteckt: Im Herzen des Fire TV schlägt weiterhin ein Android-System mit (fast) allen damit verbundenen Möglichkeiten.

Dank des so genannten “Sideloading” lassen sich viele Apps auf dem Fire TV zu installieren, die nicht im Amazon-Angebot enthalten sind. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise auch das beliebte Open Source-Mediencenter Kodi auf der Amazon-Box installieren. Einmal eingerichtet spielt das aktuelle Fire TV nahezu alle Videoformate ab, die via USB oder über das heimische Netzwerk zugänglich gemacht werden – ein großer Vorteil gegenüber der Apple TV.

Alternativ steht auch eine App für den Medienserver Plex für das Fire TV 2015 zur Verfügung. Darüber lassen sich ebenfalls Medien streamen, wobei allerdings ein dauerhaft laufender Plex-Server Voraussetzung ist. Ist dieser aber erstmal eingerichtet, liefert er eine schöne Medienübersicht und macht das Fire TV noch ein Stückchen flexibler.

Diese Vielseitigkeit ist es vor allem, die Amazons Fire TV gegenüber der Apple TV auszeichnet und sie für uns zur Empfehlung für die meisten macht. Etwas anders sieht die Sache aus, wenn man zuhause ohnehin schon tief in die Apple-Welt investiert ist.

Der Konkurrent: Apple TV 4 im Test

Nach Jahren der Abstinenz hat Apple in diesem Herbst endlich eine neue Version des Apple TV auf den Markt gebracht. Apple-Chef Tim Cook sieht im runderneuerten Apple TV 4 nicht weniger als die Zukunft des Fernsehens.

Apple-Herausforderer

Apple TV 4
Streaming-Boxen im Vergleichstest - Apple TV 4
Der Apple TV 4 will mit App Store und Spieletauglichkeit punkten

Äußerlich hat sich beim Apple TV 4 nicht allzu viel verändert, im Inneren ist dafür alles neu. Das beginnt schon beim A8-Prozessor, der die Streaming-Box auf das Leistungsniveau der aktuellen iPhones hievt.

Noch wichtiger ist allerdings das neue Betriebssystem tvOS. Es basiert auf dem mobilen Cousin iOS und bietet neben einer schicken Menüführung auch endlich einen vollwertigen App Store. Darüber lassen sich Spiele und Apps auf dem 32 oder 64 Gigabyte großen internen Speicher des Apple TV 4 installieren.

Ein optischer Audioausgang wurde hingegen – wie beim neuen Fire TV – gestrichen. Auch die von vielen Fans ersehnte Unterstützung für 4K-Videos hat sich nicht erfüllt, das neue Apple TV gibt wie seine Vorgänger nur FullHD-Material aus.

Mit Preisen von 179 bzw. 229 Euro für die Versionen mit 32 bzw. 64 Gigabyte ist die Apple-Box deutlich teurer als das Fire TV. Letzteres bietet zwar nur acht Gigabyte Speicher, der lässt sich aber per microSD-Karte oder USB-Speicher preisgünstig erweitern.

Streaming und App Store

So wie Amazon beim Fire TV sein Prime-Angebot in den Vordergrund stellt, ist das Apple TV natürlich in erster Linie zum Konsumieren von Angeboten aus Apples iTunes Store gedacht. Allerdings drängt sich iTunes auf dem Apple TV weniger auf als Amazons Prime auf dem Fire TV.

Da Apple für Filme und Serien keine Flatrate anbietet, muss man hier für jeden einzelnen Titel zahlen. Auch hier kann man das Gewünschte entweder leihen oder kaufen. Die Preise sind mit denen von Amazon weitgehend identisch.

In Sachen Streaming fanden sich zum Testzeitpunkt neben Netflix und Watchever die Mediatheken-Apps vom ZDF und Arte im App Store. Eine App für Amazon Prime fehlt dagegen bislang, gerüchteweise soll aber eine in Arbeit sein.

Live-TV kann man über Zattoo schauen, Magine ist inzwischen ebenfalls vorhanden. Fans von US-Sportarten dürfen auf die Apps der NBA, NFL oder auch der Wrestling-Liga WWE zugreifen, entsprechende deutsche Angebote sind derzeit noch Fehlanzeige. Das gilt aber auch für das Fire TV.

Wie zu  erwarten fühlen sich vor allem Apple-Enthusiasten beim Apple TV 4 wohl. Nicht nur über iTunes gekaufte Filme und Musik lassen sich direkt über die Box auf den Fernseher bringen, auch Fotos aus dem Fotostream sowie Apps, die bereits für das iPhone oder iPad gekauft wurden, sind sofern schon portiert gleich nach der Anmeldung über die Apple-ID verfügbar.

Der Zugriff auf Nicht-Apple-Inhalte ist hingegen nur über Umwege möglich: Zwar verfügt das Apple TV 4 über einen USB-Anschluss, eine Festplatte oder einen USB-Stick mit Musik oder Filmen kann man hier aber nicht anschließen. Da ist man mit dem Fire TV klar im Vorteil. Immerhin: Wenn ein Mac im Netzwerk läuft, streamt das Apple TV 4 Inhalte, die über die “Privatfreigabe” von iTunes verfügbar sind. Musik von einem iTunes-Server abzuspielen, den viele Netzwerkfestplatten wie die von Synology oder Qnap anbieten, funktioniert dagegen nicht.

Eine Alternative zu iTunes ist die – sehr gut funktionierende – Plex-App. Auch sie erfordert allerdings einen laufenden Plex-Server im Heimnetz. Kodi wird für das Apple TV 4 dagegen wohl auf absehbarer Zeit ein Wunschtraum bleiben.

Dafür gibt es mit Infuse eine tolle, kostenlose App, mit der man alle erdenklichen Videoformate von einer Netzwerkfestplatte abspielen kann. Das klappte im Test problemlos, Filme und Serien werden anhand des Titels sehr gut erkannt und anschließend mit den entsprechenden Filminfos und Artwork wunderschön angezeigt.

Außerdem kann man Inhalte sehr einfach per AirPlay vom Mac, dem iPhone oder dem iPad via Apple TV 4 auf den Bildschirm und die angeschlossenen Lautsprecher zaubern. Auf diese Art und Weise bekommt man sogar das Programm von Sky Go und Amazon auf den Fernseher, im Fall von Sky allerdings nur vom Laptop aus – die iOS Apps von Sky verhindern die Übertragung über AirPlay.

Das Streaming von Amazon-Inhalten per AirPlay mit Amazons iOS-App fürs iPhone funktioniert bei uns sogar wesentlich besser als mit Amazons Smart-TV-App für unseren Panasonic-Fernseher. Zum einen navigiert man hier viel schneller durch die Inhalte, zum anderen klappt bei Amazons Smart-TV App aus unerfindlichen Gründen die Sprachauswahl nicht.

Sorgen, dass beim Streaming über den „Umweg Smartphone“ der Akku leidet, muss man sich auch nicht machen: die Inhalte werden direkt vom Apple TV abgerufen, das Smartphone fungiert also nur als Fernsteuerung, es wird beim Streamen weder heiß, noch saugt es den Akku leer.

Das AirPlay-Streaming selbst klappt im Test mit einem schnellen AC-Netzwerk beim Streaming aus Apps wie Amazons Instant Video für iOS sehr gut. Die Bildschirmübertragung von einem Macbook Pro ruckelte in unserem Test dagegen ein wenig. Das klappte im direkten Vergleich erstaunlicherweise mit der alten Apple TV 3 besser. Hier scheint iOS 9 einen Bug zu haben: wenn man Bluetooth während der AirPlay-Wiedergabe deaktiviert, läuft gestreamte Musik oder Videos meist deutlich besser.

Bedienung

Im Praxistest hinterlässt das Apple TV 4 einen gemischten Eindruck. So begrüßten uns zum Beginn unseres Tests trotz Umstellung auf die deutsche Menüführung zum Teil englischsprachige Menüpunkte; ein Fehler, der mittlerweile per Update behoben wurde. Solche Bugs ist man von Apple an sich nicht gewohnt.

Der Aufbau der Menüführung ist hingegen sehr schlüssig, die neue Bedienoberfläche im Vergleich zum Vorgänger deutlich freundlicher und schlicht und ergreifend schöner.

Toll ist auch die Möglichkeit, über die Lautstärke-Tasten der Apple TV Fernbedienung den Ton vom Fernseher oder dem AV-Receiver zu steuern, an dem das Apple TV 4 angeschlossen ist – eine HDMI-Verbindung vorausgesetzt. Umgekehrt funktioniert das übrigens auch: das Apple TV 4 lässt sich in unserem Test problemlos mit der Fernbedienung unseres Panasonic-Fernsehers steuern. Das geht dank Pfeiltasten sogar teilweise besser als mit dem Daumen-Touchpad der Apple Fernbedienung.

Denn die Navigation über das Touch-Wischfeld der neuen Fernbedienung gestaltet sich auch nach längerer Nutzung eher schwierig – oft wünschte ich mir das Vier-Wege-Klickfeld des Apple TV 3 zurück, vor allem bei der Eingabe von Texten, etwa beim Hinterlegen von Passwörtern.

Mit dem jüngsten Updates hat Apple bei der Texteingabe allerdings deutlich nachgebessert. So kann man Text inzwischen auch wieder mit Apples Remote App vom Smartphone oder Tablet eingeben, außerdem lässt sich per Bluetooth eine Tastatur anschließen.

Vor allem aber kann man inzwischen auch über Siri per Spracheingabe buchstabieren. Dazu hält man einfach die Mikrophon-Taste auf der Fernbedienung gedrückt und spricht Buchstaben und Zahlen einzeln ein. Das klappt überraschenderweise hervorragend.

Siri auf dem Apple TV 4

Überhaupt ist die Integration von Apples Sprachassistentin Siri beim Apple TV ein echter Pluspunkt. Wie beim Fire TV kann systemweit per Druck auf die Mikrofon-Taste eine Sprachsuche initiiert werden. Das funktioniert vor allem im Hinblick auf das Filmangebot im iTunes Store ganz hervorragend, aber nicht nur da, denn im Gegensatz zum Fire TV sucht Siri auch in anderen Apps wie zum Beispiel Netflix. Diese „Cross-Platform-Suche“ ist ein echter Vorteil des Apple TV 4 gegenüber dem Fire TV.

Siri erkennt nicht nur eingesprochene Filmtitel, auch komplexere Anfragen sind möglich. So liefert “zeige Horrorfilme mit Bruce Campbell” ebenso zuverlässige Ergebnisse wie “Zeige gut bewertete Komödien”. Lediglich eine Themensuche ist derzeit noch nicht integriert – wer beispielsweise eine “Dokumentation über Pinguine” sucht, muss manuell danach Ausschau halten.

Fragt man während der Filmwiedergabe “Was hat er/sie gesagt?” springt Siri automatisch ein paar Sekunden zurück und wiederholt die Stelle mitsamt eingeblendeten Untertiteln. Auch das Starten von installierten Apps funktioniert per Sprachbefehl tadellos.

Auch im App Store kann man inzwischen per Sprachbefehl suchen, ausgewählte Funktionen wie die Abfrage der Wettervorhersage oder der aktuellen Börsen-Informationen funktionieren ebenfalls. Erinnerungen, der Zugriff auf persönliche Termine und andere Features fehlen hingegen.

Gaming

Dank seines flotten Apple A8-Prozessors will Apple das Apple TV 4 neben der Streaming-Box auch als Alternative zur Spielkonsole positionieren – und das könnte gelingen.

Schon jetzt finden sich mit Oceanhorn, Badlands, Transistor und mehr eine ganze Menge interessanter Spieletitel im App Store. Das gilt zwar auch für das Fire TV, angesichts von über einem Jahr Vorsprung ist das Spieleangebot von Amazon aber noch überschaubar.

Vor allem in Kombination mit einem zusätzlichen Game-Controller hat das neue Apple TV durchaus Gaming-Potenzial. Zudem bietet die Fernbedienung der Apple-Box eingebaute Bewegungssensoren, die eine Steuerung im Stil von Nintendos Wii U erlauben.

Schon jetzt macht die Box vor allem im Hinblick auf Gelegenheitsspiele Laune. Top-Titel vom Schlage eines Uncharted oder Halo sollte man aber natürlich nicht erwarten.

Apple TV 4 Fazit

Alles in allem wirkte das Apple TV 4 zum Test-Zeitpunkt für ein Apple-Produkt noch ein wenig unfertig. Mit dem jüngsten Updates auf tvOS 9.2 hat Apple aber nachgebessert, so dass es hier inzwischen nichts mehr zu meckern gibt.

Im direkten Vergleich bietet Amazons Fire TV aber nicht nur das größere Angebot an Streaming-Inhalten, auch die Erweiterungsfähigkeiten per USB-Festplatte, Kodi und anderen Android-Apps machen die Amazon-Box zur flexibleren Lösung. Auf die umfangreiche iTunes-Bibliothek muss man beim Fire TV allerdings verzichten.

Vor allem aber profitieren Besitzer von 4K-Fernsehern von hochauflösenden Inhalten. Aus diesem Grund hat die Box von Amazon für uns leicht die Nase vorn.

Etwas anders sieht die Rechnung aus, wenn Sie ohnehin bereits andere Apple-Geräte benutzen. In diesem Fall ist Apple TV eindeutig die bessere Wahl für Sie – wenn Sie auf 4K-Inhalte verzichten können und Sie der Umweg übers iPhone beim Streamen von Amazon-Inhalten nicht stört.

Amazon Fire TV 2015 im Testspiegel

Nachdem das erste Fire TV fast durch die Bank gut bei Testern und Kunden ankam, gehen die Kollegen mit dem Nachfolger härter ins Gericht. Das liegt vor allem an den wenigen Neuerungen im Vergleich zur ersten Version und diversen Kinderkrankheiten, die Amazon aber inzwischen größtenteils per Update ausgemerzt hat.

Im Test-Querschnitt bei Testberichte.de kommt die aktuelle Streaming-Box auf eine sehr gute Durchschnittsnote von 1,3. Auch das Urteil von Mobilegeeks fällt positiv aus. Unter dem an Apple angelehnten Motto “It just works” lobt Autor Daniel Matzkuhn vor allem die einfache Einrichtung und Bedienung der Amazon-Box.

Auch die flotte Wiedergabe des Contents gefällt dem Tester. Kritik gibt es hingegen an der etwas halbgar umgesetzten Unterstützung des Gamecontrollers. Außerdem bemängelt er Probleme beim Surround-Sound. Dessen ist man sich bei Amazon aber offensichtlich bewusst und arbeitet derzeit an Updates für das Betriebssystem, die zum Teil schon verfügbar sind. Mit der guten Bewertung von 8 von 10 Punkten endet der Test entsprechend positiv:

„Ich habe die Amazon Fire TV als Schaltzentrale fürs Wohnzimmer lieben gelernt. Die einfache Einrichtung und Bedienung machen Spaß, die Sprachsuche funktioniert sehr gut, auch wenn sie leider nur auf die Amazon-Mediathek beschränkt ist. Dazu gibt es viele Apps und externe Mediatheken. Für 99 Euro gibt es keine andere Box, die zu all dem noch 4K wiedergibt.“

Im Test bei AreaDVD bekommt das Fire TV 2015 zwar die Endnote “sehr gut”, doch auch hier lautet das Fazit, dass Amazon ein wenig mehr Neuerungen in die Box hätte packen können. Neben gelegentlichen Rucklern – die wir in unserem Test nicht feststellen konnten – bemerkt Tester Karsten Serck vor allem die geringen Anreize, von der ersten auf die zweite Generation des Fire TV umzusteigen:

„Da in den meisten Ultra HD-Fernsehern ohnehin bereits die Amazon Video-App vorhanden ist, dürfte sich der Kaufanreiz für viele Nutzer in Grenzen halten. Ohnehin ist das derzeit verfügbare Ultra HD-Angebot noch sehr überschaubar.“

Eine insgesamt gute Bewertung erhält der Fire TV 2015 auch im ausführlichen Test bei den Kollegen von Golem. Wie die meisten Tester lobt auch Ingo Pakalski die komfortable Einrichtung und durchdachte Bedienung der Box. Ebenfalls in die gleiche Kerbe wie viele seiner Kollegen schlägt er aber bei den eher geringen Neuerungen des Fire TV 2015. Gelobt wird hingegen die Zukunftssicherheit dank 4K-Unterstützung:

„Mit der Wiedergabe von 4K-Inhalten ist das Fire TV für die Zukunft gerüstet. Bisher gibt es nur vergleichsweise wenige Inhalte mit dieser Auflösung. Dadurch ist der tatsächliche Vorteil derzeit noch überschaubar, aber in den kommenden Wochen und Monaten wird es wohl mehr 4K-Inhalte geben.“

Auch CHIP Online hat das aktuelle Fire TV 2015 einem Praxistest unterzogen, der ebenfalls positiv ausfällt. Vor allem die Vielseitigkeit der Amazon-Box mit der Option für 4K-Wiedergabe, Android-Apps und der einfachen Bedienung überzeugt die Redaktion. Daher lautet das Fazit:

„Der Amazon Fire TV 2 für knapp 100 Euro trumpft im Test mit 4K-Wiedergabe auf – im Gegensatz zum neuen Apple TV oder Chromecast. Zudem gibt es dafür schon durchaus einigen UHD-Content bei Amazon Prime. Außerdem eignet sich die Streaming-Konsole für ein Spiel zwischendurch.“

Alternativen: Was gibt es sonst noch?

Kleine Lösung: Fire TV Stick

Neben dem Apple TV 4 kommt die wohl größte Konkurrenz für das Amazon Fire TV aus dem eigenen Haus: Der kleine Fire TV Stick kostet weniger als die Hälfte, bietet aber ebenfalls den Zugriff auf sämtliche Prime-Angebote sowie die Streaming-Apps von Netflix und Co.

Allrounder ohne 4K

Amazon Fire TV Stick
Test: Streaming-Box: Amazon Fire TV Stick
Wer vor allem auf die Streaming-Features wert legt, kann beim Fire TV Stick sparen

Seit einigen Wochen bietet Amazon den Fire TV Stick auch mit der praktischen Sprachfernbedienung an. Verzichtet werden muss bei der Spar-Variante auf die 4K-Unterstützung, den USB-Anschluss und einen SD-Karten-Slot. Zudem ist der Prozessor langsamer und der Arbeitsspeicher mit 1 Gigabyte nur halb so groß.

Wenn es vor allem darum geht, einen älteren Fernseher möglichst günstig mit Streaming-Angeboten, Kodi und der einen oder anderen App zu versorgen, ist der Amazon Fire TV Stick in Sachen Preis-Leistung die beste Option.

Für Gamer: Nvidia Shield TV

Nach rund zwei Jahren hat Nvidia seiner Streaming-Box Shield TV eine Auffrischung verpasst. Interessanterweise ändert sich vor allem die Optik und die Haptik des Android-TV-Geräts.

Gamer-Box mit Google-Bonus

Nvidia Shield TV 2017
Test Streaming-Box: Nvidia Shield TV 2017
Technisch hervorragend aber teuer.

So hat Nvidia den beiliegenden Controller überarbeitet und das Gehäuse des Shield TV verkleinert. Sehr schade, dass dabei auch der SD-Kartenslot entfallen ist. Am Innenleben tut sich nichts: Wie bei der 2015er-Ausgabe arbeitet auch im Nvidia Shield TV 2017 ein Tegra-X1-Chip. Der stellt in Sachen Grafikleistung die Konkurrenz von Amazon und Apple nach wie vor in den Schatten. Davon profitieren vor allem Spieler: Neben typischen Android-Spielen liefert Nvidia auch Top-Titel wie „The Witcher 3“ oder „Tomb Raider“ auf das Shield TV.

Auch bei der Videowiedergabe muss sich die Nivida-Box nicht verstecken: Sie bringt 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde auf den Schirm und unterstützt auf entsprechenden Fernsehern auch die Wiedergabe von HDR-Inhalten. Die Android-TV-Oberfläche läuft zudem auf Basis von Android 7.0.

Wichtigste Neuerung ist die Integration des Sprachassistenten Google Assistant. Der wird per Sprachbefehl über den mitgelieferten Gamecontroller oder die Fernbedienung aufgerufen und liefert die vom Smartphone bekannten Google-Antworten auf den Fernseher. Doch nicht nur das: Nvidia hat beim neuen Shield TV eng mit Google zusammengearbeitet, um die Steuerung von Smart-Home-Geräten zu integrieren. So dient das Shield TV auf Wunsch als Schaltzentrale für das Lichtsystem Philips HUE oder die bald auch in Europa verfügbaren Thermostate von Nest.

Das große Aber: Mit einem Preis von über 200 Euro für das Grundsystem ist das Shield TV 2017 vergleichsweise teuer. Wer sich nicht für’s Gaming interessiert, zahlt hier unverhältnismäßig drauf.

Auch für Käufer des ersten Shield TV lohnt sich die neue Version nicht. Die meisten Software-Funktionen wie der Google Assistant sollen bis spätestens Februar 2017 per Update auch für die ältere Box nachgereicht werden. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Wer die Shield als Top-Alternative zum Amazon Fire TV sieht, darf ruhigen Gewissens zum Vorgänger greifen, wenn sich ein gutes Angebot auftut.

Google Alternative: Chromecast

Eine weitere Streaming-Alternative liefert Google mit dem Chromecast.

Google-Streamer

Google Chromecast
Test Streaming-Boxen: Google Chromecast
Per Smartphone-App holt der Chromecast Videos und mehr auf den TV

Der kürzlich in neuer Version erschienene Streaming-Stick ist mit rund 40 Euro vergleichbar günstig wie der Fire TV Stick, benötigt aber ein Android- oder iOS-Smartphone oder Tablet als “Fernbedienung”.

Wenn eine darauf installierte App Chromecast unterstützt, können die Inhalte ganz einfach auf den Fernseher übertragen werden, was in der Praxis sehr einfach funktioniert.

Anders als bei Apples AirPlay übernimmt der Chromecast die komplette Streaming-Aufgabe, sodass das Smartphone während der Wiedergabe anders genutzt werden kann. Neben Videos landen so auch Fotos sowie lokale oder gestreamte Musik auf dem Fernseher – auch hier verweigert Amazon aber leider die Unterstützung.

Fazit

Im Gesamtpaket liefert Amazon mit dem 2015er Fire TV derzeit die beste Streaming-Box. Neben der durchdachten Bedienung und der guten App-Ausstattung kommen vor allem Amazon Prime-Nutzer in den Genuss vieler Vorteile. Zwar fehlen immer noch wichtige Anbieter im Angebot, doch von diesem Streaming-Flickenteppich sind auch andere Hersteller betroffen.

Apple hat mit dem Apple TV 4 einen durchaus interessanten Konkurrenten ins Rennen geworfen, der spätestens seit dem neuesten Software-Update für alle empfehlenswert ist, die bereits andere Apple-Geräte im Haushalt haben. Denn die Integration mit iTunes und iClouds Foto-Sharing funktioniert gut und macht das Leben in vielen Belangen leichter – wenn man die Apple-Dienste nutzt.

Technisch ist Nvidia der Fire TV-Box voraus, der hohe Preis macht das Shield TV aber nur für Gamer interessant.

Die 4K-Unterstützung des neuen Fire TVs ist eine schöne Dreingabe, allerdings dürfte es noch dauern, bis entsprechender Content im großen Stil verfügbar ist. Mittelfristig dürften moderne Smart TVs mit entsprechender App-Unterstützung ohnehin viele Funktionen der Streaming-Boxen obsolet machen.

Bis dahin eignet sich das Amazon Fire TV aber durchaus, einen Fernseher auf durchdachte und vergleichsweise günstige Art und Weise für die Streaming-Zukunft fit zu machen.

Pro & Kontra

Pro

  • Durchdachte, flüssige Bedienung
  • Perfekte Integration der Amazon-Dienste
  • Anderer Streaming-Anbieter an Bord
  • 4K-Unterstützung

Contra

  • App-Angebot noch überschauber
  • 4K nur mit 30 FPS

Amazon Fire TV Preisvergleich

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  1. Frank Michels

    Ca 6 Monate und die ATV4 ist im Test garantiert wieder Top.

    Antworten
  2. Anthony Mario Ormando

    Macht richtig Spaß das Ding. …Ich ertapp mich dabei schon kein herkömmliches Tv mehr zu sehn.
    Werbefrei und ohne lästig Einblendungen.

    Antworten
  3. Anthony Mario Ormando

    Magic box. I love it. Free tv war gestern. Ohne Werbung und ohne Schnitte. So macht tv sehn Spaß

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  4. Tom Frantzen

    Den Wegfall des optischen Ausgangs finde ich fragwürdig. Das erschwert unnötig hohe Wiedergabequalität von Musik.

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  5. Jö Wu

    Der Wegfall des optischen Ausgangs ist für mich auch ein Schildbürgerstreich. Amazon Music über die TV – Lautsprecher? Neee, oder?

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