Die beste Systemkamera bis 1.000 Euro

Systemkamera Test

Die beste Systemkamera für unter 1.000 Euro ist für uns die Sony Alpha 6300. Das Nachfolgemodell unserer bisherigen Top-Empfehlung Alpha 6000 überzeugt mit einem handlichen Gehäuse, durchdachtem Funktionsumfang, piekfeiner Bildqualität sowie einem flotten Autofokus.

Update 5. April 2018

Wir haben vier neue Modelle in unseren Test aufgenommen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 ist eine neue Empfehlung. Unser Testsieger bleibt die Sony Alpha 6300.

Handlich wie eine Kompaktkamera, dabei flexibel und mit der Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) – das sind die Vorteile spiegelloser Systemkameras, auch DSLM genannt.

Wie bei einer DSLR kann man auch mit einer spiegellosen Systemkamera das Objektiv wechseln: Setzen Sie zum Beispiel ein Weitwinkelobjektiv an, um eine weite Landschaft aufzunehmen und mit einem Teleobjektiv gehen Sie auf Tuchfühlung mit dem Kirchturm am Horizont oder einem Reh am Walwdrand.

Preislich können Systemkameras ebenso wie Spiegelreflexkameras ganz schön in die Höhe schießen. Es gibt aber auch schon für unter 1.000 Euro Modelle, die für Amateure völlig ausreichend sind. Wir haben uns 15 Kameras genauer angesehen. Der wichtigste Unterschied liegt beim jeweiligen Bedienkonzept.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony Alpha 6300

Test Systemkamera: Sony Alpha 6300
Hervorragende Bildqualität, pfeilschneller Autofokus kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Ganz gleich, ob schnelle Actionfotos, ungeplante Schnappschüsse oder Aufnahmen in der Dämmerung und in der Nacht gefordert sind: Die Sony Alpha 6300 meistert jede Aufgabe mit Bravour. Ihre sehr hohe Serienbildrate fängt beim Sport garantiert den entscheidenden Moment ein und der Autofokus reagiert blitzschnell auf jede Situation. Das können andere Kameras zwar auch, aber keine ist dabei auch für weniger geübte Fotografen so leicht zu bedienen wie die Alpha 6300.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Der Autofokus der Fujifilm X-T20 stellt ebenfalls sehr schnell scharf, Serienbilder nimmt sie sogar mit einem nochmal etwas höheren Tempo auf. Ihre Bildqualität ist praktisch nicht schlechter als die der Alpha 6300. Allerdings wendet sich das Bedienkonzept der X-T20 klar an geübte Fotografen. Bis man mit dieser Kamera blind zurechtkommt, dauert es so seine Zeit.

Kompakt & günstig

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Klein und handlich aber ein wahres Ausstattungswunder. Super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das kompakte Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Wenn es Ihnen auf eine besonders kompakte Kamera ankommt, sollten Sie unbedingt ein Auge auf die brandneue Panasonic Lumix DC-GX9 werfen. Zwar hat sie einen etwas kleinerem Bildsensor als das Gros der Kameras in unserem Testfeld, das merkt man bei alltäglichen Aufnahmen aber kaum. Nur bei schlechten Lichtverhältnissen gerät die GX9 gegenüber Kameras mit größerem Sensor ins Hintertreffen.

Dafür gibt es einzigartig bei der GX9 einen klappbaren Sucher, Anbindung ans Smartphone via Bluetooth und eine Reihe cleverer Automatik-Funktionen. Nicht zu vergessen: Ein sehr wirkungsvoller Bildstabilisator ist auch an Bord.

Vollformat

Sony Alpha 7

Test Systemkamera: Sony Alpha 7
Liefert dank Vollformatsensor eine überragende Bildqualität. Leider gibt es Schwächen bei Serienbilder und Autofokus.

Ist die Bildqualität das Wichtigste für Sie, dann führt derzeit kein Weg an der Sony Alpha 7 vorbei. Sie ist immer noch die einzige Systemkamera für deutlich unter 1.000 Euro, die einen großen Vollformatsensor aufweist. Das sieht man den Aufnahmen einfach an – besonders, wenn bei wenig Licht höhere ISO-Werte gefordert sind. Allerdings eignet sich die Alpha 7 eher für die ruhige, überlegte Fotografie: Ihr Autofokus ist nicht der schnellste, bei Serienbildern geht es eher gemählich zu und einen integrierten Bildstabilisator gibt’s nicht.

Immer noch gut

Sony Alpha 6000

Test Systemkamera: Sony Alpha 6000
Hier bekommt man Top-Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. 4K-Videos und Bildstabilisator fehlen aber.

Sehr viel fürs Geld bekommen Sie mit der Alpha 6000, die Sony weiterhin im Programm hat. Unsere ehemalige Favoritin stellt zwar im Vergleich nicht ganz so schnell scharf, bei der Bildqualität spielt sie allerdings immer noch ganz vorne mit. Zudem ist sie top ausgestattet und bietet ein nochmals etwas handlicheres Gehäuse als die Alpha 6300. Und das alles für nicht einmal mehr 500 Euro.

Vergleichstabelle

TestsiegerProfi im RetrolookKompakt & günstigVollformatImmer noch gut
Modell Sony Alpha 6300 Fujifilm X-T20 Panasonic Lumix DC-GX9 Sony Alpha 7 Sony Alpha 6000 Olympus OM-D E-M10 III Canon EOS M5 Canon EOS M50 Canon EOS M3 Fujifilm X-E3 Fujifilm X-A5 Olympus Pen E-PL9 Panasonic Lumix DC-GX800 Panasonic Lumix DMC-GX8 Sony Alpha 5100
Test Systemkamera: Sony Alpha 6300Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9Test Systemkamera: Sony Alpha 7Test Systemkamera: Sony Alpha 6000Test Systemkamera: Olympus OM-D E-M10 IIITest Systemkamera: Canon EOS M5Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Canon EOS M50Test Systemkamera: Canon EOS M3Test Systemkamera: Fujifilm X-E3Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Olympus Pen E-PL9Test Systemkamera: Panasonic Lumix DC-GX800Test Systemkamera: Panasonic Lumix DMC-GX8Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Sony Alpha 5100
Pro
  • Exzellente Bildqualität
  • Hervorragende Ausstattung
  • Reaktionsschneller Autofokus
  • Kompakt
  • 4K-Videos möglich
  • Überragende Bildqualität
  • Tolles Preis/Leistungs-Verhältnis
  • Sehr kompakt und handlich
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Schneller Autofokus
  • Nach vorne klappbares Display
  • Besonders günstig
  • Kompaktes Gehäuse
  • Integrierter Blitz
  • Leicht und handlich
  • Stylisches Design
  • 4K-Video
  • Bluetooth
  • Besonders kompakt
  • Preisgünstig
  • Tolle Videofunktionen
  • Leistungsfähiger Bildstabilisator
  • Klein, leicht und günstig
Contra
  • Kein integrierter Bildstabilisator
  • Etwas unhandlich
  • Teilweise komplizierte Bedienung
  • Gehäuse nicht wettergeschützt
  • Etwas langsamer Autofokus
  • Langsamer Autofokus
  • Geringe Serienbildgeschwindigkeit
  • Kein eingebauter Bildstabilisator
  • Ausrichthife im Sucher fehlt
  • Etwas geringe Auflösung
  • Geringe Akkureichweite
  • Sehr geringe Akkureichweite
  • Magere Ausstattung
  • Kein Blitz eingebaut
  • Kein Klappdisplay
  • Kein Sucher
  • Nur wenige Serienbilder
  • 4K nur mit 15p
  • Kein Sucher
  • Etwas geringe Auflösung
  • Kein Sucher
  • Etwas unhandlich
  • Nicht mehr das neueste Modell
Bester Preis
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Was macht eine gute Kamera aus?

Eine gute Systemkamera muss nicht mehr als 500 Euro kosten, Top-Modelle kratzen dagegen an der 2.000-Euro-Marke – und Profis können sogar mehr als 5.000 Euro für eine Spiegellose ausgeben. Jeweils ohne Objektiv, wohlgemerkt!

Wir haben uns in unserem Test auf Modelle bis rund 1.000 Euro (ohne Objektiv) beschränkt. Besonders günstige spiegellose Systemkameras gibt es sogar für unter 400 Euro. Macht sich dieser Preisunterschied bemerkbar?

Systemkamera Test

Eine Kamera, die doppelt so teuer ist wie eine andere, macht nicht automatisch doppelt so gute Bilder. Aber im Detail bietet sie einfach mehr als die günstigen Modelle. Etwa eine höhere Serienbildrate: Unsere Top-Empfehlung, die Sony Alpha 6300, nimmt bis zu 11 Bilder pro Sekunde auf, die Fujifilm X-T20 zieht sogar bis zu 15 Aufnahmen pro Sekunde durch. Beide Kameras können zudem den Fokus für jedes Bild neu einstellen. Das ist wichtig bei Sportaufnahmen, wenn Sie etwa Ihren Jüngsten beim Fußball im entscheidenden Moment ablichten möchten. Aber auch wenn Sie gerne Schnappschüsse aufnehmen, profitieren Sie von einem schnellen Autofokus.

Wenn Sie mit Ihrer Kamera verreisen oder viel unterwegs sind, sollte sie außerdem besonders robust sein. Gut gegen Wind und Wetter geschützt ist zum Beispiel die Panasonic Lumix DMC-GX8.

Ebenfalls praktisch für unterwegs: ein GPS-Empfänger in der Kamera. Er speichert zu jeder Aufnahme den Ort, damit Sie später stets wissen, wo Sie welches Foto aufgenommen haben. Zwar baut heute kaum noch ein Hersteller GPS in die Kamera ein, aber stattdessen nehmen die neuesten Modelle via Bluetooth Kontakt mit einem Smartphone auf und beziehen von ihm die Ortsdaten. Das können zum Beispiel die Panasonic DC-GX9 und die Canon EOS M50.

Nicht nur die Auflösung ist wichtig

Bei günstigeren Kameras ist oft der Funktionsumfang etwas abgespeckt – etwa mit Einschränkungen bei Belichtungsreihen oder bei Videoaufnahmen. Dafür sind sie manchmal mit besonders praktischen Funktionen für Einsteiger versehen – wie die Olympus OM-D E-M10 III. Oder der Hersteller hat sich besonders viel Mühe beim Design der Kamera gegeben – ein Beispiel dafür ist die Olympus Pen E-PL8.

Kaum Abstriche beim Funktionsumfang müssen Sie bei der brandneuen EOS M50 von Canon machen. Sie filmt auf Wunsch in hoher 4K-Auflösung und bietet eine flotte Serienbildrate von 10 Bildern pro Sekunde. Leider hält ihr Akku nur für 235 Fotos.

Übrigens: Die Megapixel-Zahl alleine sagt kaum etwas über die Bildqualität aus. Zumal alle Kameras in unserem Testfeld mit wenigstens 16 Megapixel eine ausreichend hohe Auflösung bieten, selbst für großformatige Drucke. Ähnliches gilt für die Video-Auflösung. 4K-Auflösung hört sich zunächst eindrucksvoll an – nützt Ihnen aber nur etwas, wenn Sie auch einen 4K-Fernseher haben und stellt andererseits hohe Anforderungen an Ihr Laptop oder Ihren PC beim Videoschnitt und der Nachbearbeitung.

Eine interessante Möglichkeit im Zusammenhang mit 4K-Videos bieten die Lumix DMC-GX8 und die Lumix DC-GX9 von Panasonic. Bei diesen Modellen können Sie nämlich direkt in der Kamera Standbilder aus dem Videofilm extrahieren – mit immerhin gut 8 Megapixel Auflösung. Mit diesen Kameras kann man also gleichzeitig filmen und ansehnliche Fotos machen.

Systemkamera Test

Testsieger: Sony Alpha 6300

Die Sony Alpha 6300 ist eine Kamera für Amateure und Profis gleichermaßen. Sie ist enorm gut ausgestattet, lässt sich aber Dank ihres übersichtlichen Automatikmodus auch von Hobby- und Gelegenheitsfotografen einfach bedienen.

Testsieger

Sony Alpha 6300

Test Systemkamera: Sony Alpha 6300
Hervorragende Bildqualität, pfeilschneller Autofokus kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Die Bildqualität der Alpha 6300 ist beeindruckend gut. Aufnahmen mit dieser Kamera kann man in piekfeiner Qualität in Postergröße ausdrucken lassen. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen sind uns mit der Alpha 6300 noch kontraststarke und detaillierte Aufnahmen gelungen.

Bedienung

Eine gute Kamera sollten sich Ihnen anpassen – und nicht umgekehrt. Das macht sowohl die Alpha 6300 als auch der Vorgänger Alpha 6000 ganz hervorragend. Hier gibt es wirklich viele Knöpfe und Taster, die Sie ganz nach Ihrem Geschmack mit einer Funktion belegen können. Das bereitet zwar anfangs etwas Mühe, doch die wird belohnt, weil Sie so blitzschnell die von Ihnen bevorzugten Einstellungen abrufen können.

Allerdings: Knöpfe, denen man nicht gleich ansieht, wofür sie gut sind, sind nicht jedermanns Sache. Wer seine Kamera nicht groß konfigurieren möchte, sollte sich die beiden Modelle von Fujifilm ansehen. Bei der X-T20 und der X-E3 gibt es für die grundlegenden Funktionen fest zugewiesene Bedienelemente.

Ein Bedienkonzept für Einsteiger und Profis gleichermaßen

Je kleiner die Kamera ist, desto fummeliger sind oft die Knöpfchen und Schalter. Besonders lästig sind zu kleine Bedienelemente im Winter, wenn Sie Handschuhe tragen. Dann lassen sich die besonders kompakten Kameras wie die beiden Olympus-Modelle nicht mehr gut bedienen. Dafür punkten diese kleinen Systemkameras, wenn die Fototasche besonders klein bleiben soll.

Mit einigen Kameras lässt sich fotografieren wie mit einem Smartphone. Ein Doppeltipper aufs Display genügt und die Aufnahme wird ausgelöst. Leider kann das unsere Top-Empfehlung, die Sony Alpha 6300, nicht. Sollten Sie darauf Wert legen, sind zum Beispiel die Fujifilm-Kameras aber auch die Olympus OM-D E-M10 III oder die Canon EOS M5 und die Canon EOS M50 die bessere Wahl für Sie.

Sie möchten auch einmal aus ungewöhnlicher Perspektive fotografieren? Etwa mit über den Kopf gehaltener Kamera oder aus der Froschperspektive? Dann sollte sich das Display möglichst frei bewegen lassen. Das geht zum Beispiel bei der Canon EOS M50. Bei ihr können Sie den Monitor sogar nach vorne schwenken und sehen sich darin, wenn Sie in die Kamera blicken – wichtig falls Sie sich häufiger selbst fotografieren oder filmen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 ist übrigens die einzige Kamera, bei der sich der Sucher nach oben klappen lässt. Ideal, um etwa Kinder auf Augenhöhe zu fotografieren.

Sensorgröße und Auflösung

Die Alpha 6300 von Sony hat 24 Megapixel Auflösung. Mehr bietet keine Kamera im Testfeld – die meisten aber auch nicht weniger. Nur die Modelle von Olympus müssen sich mit rund 16 Megapixel begnügen und auch die Panasonic-Geräte kommen nicht auf 24 Megapixel.

Dass ausgerechnet die Olympus-Kameras nicht so viele Pixel haben, ist kein Zufall: Ihr Bildsensor ist nämlich deutlich kleiner als bei den restlichen Kameras. Das ermöglicht zwar kleine, kompakte Kameras und entsprechend handliche und leichte Objektive, allerdings leidet auch die Bildqualität etwas unter der geringeren Sensorfläche. Solange Sie jedoch nicht die meiste Zeit in der Nacht oder ohne Blitz in dunklen Innenräumen fotografieren, ist das kein Problem.

Kompakter mit kleinen Sensor – aber die Bildqualität leidet

16 Megapixel reichen gerade so, um auch Poster in A2-Größe gestochen scharf drucken zu können. Viele Reserven für Bildzuschnitte bleiben da allerdings nicht mehr. Und noch eines sollten Sie bedenken: Die Kameras von Olympus und Panasonic folgen dem Micro-Four-Third-Standard. Standardmäßig nehmen sie Fotos im Seitenverhältnis 4:3 auf. Zwar beherrschen sie auch andere Aufnahmeformate wie das übliche 3:2 – dann geht aber Auflösung verloren.

Das beste Verhältnis aus Sensorgröße und Auflösung bietet die Alpha 7 von Sony. Ihr Kleinbildsensor ist nämlich doppelt so groß wie die Sensoren im APS-C-Format der meisten Kameras im Testfeld. Das sieht man den Aufnahmen mit dieser Kamera auch an – aber nur, wenn wirklich hohe ISO-Werte gefordert sind. Im Gegenzug sind die Objektive für die Alpha 7 vergleichsweise groß und schwer, für Urlaubs- und Reisefotografen ein deutlicher Nachteil.

Hier bieten die Kameras von Olympus und Panasonic wiederum einen klaren Vorteil. Ihr Micro-Four-Thirds-Sensor ist kleiner als bei den restlichen Kameras, so fallen auch die Objektive handlicher und kompakter aus. Das zeigt sich besonders bei der Panasonic Lumix DC-GX9, aber auch die Olympus OM-D E-M10II ist eine sehr handliche Kamera.

Serienbildrate und Autofokus

Haben Sie schon einmal genau den Augenblick erwischt, in dem der Hund das Bällchen fängt? Das ist selbst für Profi-Fotografen eine Herausforderung. Wer da nicht geübt ist, lässt einfach die Kamera schnelle Serienbildreihen runterrattern – da wird dann schon der entscheidende Moment dabei sein.

Schnelle Serienbildreihen können fast alle Kameras im Testfeld. Aber jedes einzelne Bild sollte auch scharf sein – da kommt es zusätzlich auf einen besonders flotten Autofokus an. Und genau bei dieser Kombination aus hoher Serienbildrate und pfeilschnellem Autofokus kann die Alpha 6300 besonders kräftig punkten. Die beiden Kameras von Fujifilm schaffen zwar noch ein paar Bilder mehr pro Sekunde. in der Praxis macht sich dieser kleine Geschwindigkeitszuwachs jedoch kaum bemerkbar.

Bei einigen Kameras geht die Serienbildrate zurück, wenn ihr Autofokus kontinuierlich scharf stellen soll. Dazu zählen etwa die Panasonic Lumix DC-GX9 sowie die Canon EOS M50. Das muss aber nicht generell ein Nachteil sein: Bei geringer Serienbildgeschwindigkeit passen nämlich mehr Bilder in den Pufferspeicher. Die Kamera hält das Tempo länger durch, bevor sie zu stottern beginnt.

Die Panasonic Lumix DMC-GX8 schafft sogar 25 Bilder pro Sekunde, aber nur mit einem Trick: Sie filmt einfach, statt Fotos aufzunehmen. Mit einer pfiffigen Funktion extrahieren Sie dann das beste Bild aus dem Film. Nachteil dabei: die Bildqualität ist bei Weitem nicht so hoch wie bei einer Fotoaufnahme.

Videofunktionen

Mit den Systemkameras aus diesem Testfeld nehmen Sie auch Videos in bestechender Qualität auf. Alle Kameras beherrschen mindestens Full-HD-Auflösung (ausgenommen die Olympus Pen E-PL8), die besseren filmen sogar in 4K. Die hohe 4K-Auflösung bringt Ihnen allerdings nur etwas, wenn Sie auch ein entsprechendes TV-Gerät besitzen. Außerdem ist die Nachbearbeitung von 4K-Material deutlich aufwändiger als bei Full-HD-Aufnahmen.

Falls Ihnen 4K wichtig ist, achten Sie auf eine hohe Bildrate. Unser Favorit, die Sony Alpha 6300, schafft eine Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde – da werden selbst schnelle Bewegungen flüssig wiedergegeben. Die Fujifilm X-A5 kommt dagegen bei 4K-Aufnahmen nur auf 15 Bilder pro Sekunde, da ruckelt der Film schon sichtbar. Dafür ist die X-A5 in unserem Testfeld die kleinste Kamera mit einem APS-C-Sensor.

4K ist nicht immer sinnvoll

Wenn es Ihnen auch auf gute Video-Aufnahmen ankommt, sollten Sie nicht nur auf die Auflösung schauen. Wichtig ist auch hier ein schneller Autofokus, damit die Kamera die Schärfe zügig nachzieht, wenn Sie schwenken. Auch dieser Punkt geht wieder an die Alpha 6300 von Sony, aber auch die X-t20 und die X-E3 von Fujifilm sind hier gut – diese filmen zudem noch in 4K.

Und noch etwas anderes ist wichtig bei Videoaufnahmen: Das Bild sollte so ruhig wie möglich stehen. Wer seine Kamera dazu nicht auf ein Stativ montieren möchte, benötigt einen wirkungsvollen Bildstabilisator, entweder im Objektiv oder in der Kamera. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich – das gibt es in unserem Testfeld allerdings nur von Panasonic und Olympus.

Ein Bildstabilisator im Objektiv ist bei fast allen Herstellern zu finden. Bei den Objektiven zur Sony Alpha 6300 zum Beispiel erkennbar am Namenszusatz »OSS«.

Objektive

Der große Vorteil einer spiegellosen Systemkamera: Sie können das Objektiv wechseln. So passen Sie den Apparat blitzschnell an Ihr Motiv an. Etwa mit einem Makro-Objektiv für die Nahaufnahme eines Schmetterlings, einem Weitwinkel, um eine möglichst weite Landschaft mit einem Bild zu erfassen oder einem Teleobjektiv, das weit Entferntes heranholt, als wäre es zum Greifen nah. Natürlich gibt es zu allen Systemkameras unseres Testfelds auch sogenannte »Immerdrauf-Zooms«, die einen möglichst großen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis zum Tele abdecken.

Das Objektivangebot variiert je nach Hersteller deutlich

Besonders groß ist das Angebot an passenden Objektiven für die Kameras von Olympus und Panasonic. Sie befolgen nämlich beide den Micro-Four-Third-Standard, sodass Objektive und Kamera beider Hersteller stets zueinander passen.

Aber auch für die Kameras von Sony, unserer Testsiegerin Alpha 6300 und der Alpha 6000, gibt es eine große Auswahl passender Objektive. Noch üppiger ist das Angebot für die X-T20 und X-E3 von Fujifilm – deren Objektive sind sogar meist sehr hochwertig.

Für die Spiegellosen von Canon gibt es dagegen nur sehr wenige passende Objektive. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten dieser Kameras etwas ein.

Sie sind übrigens bei den meisten Systemen nicht auf die Objektive des Kameraherstellers festgelegt. Auch andere Hersteller bieten für viele Kameras geeignete Systeme. Etwa Sigma für Micro-Four-Thirds oder Zeiss für Sony und Fujifilm.

Sony Alpha 6300 im Testspiegel

Zwar ist auch die Alpha 6300 nicht frei von Kritikpunkten, in der Summe ihrer Eigenschaften ist sie jedoch die beste spiegellose Systemkamera, die für unter 1.000 Euro zu haben ist. Nicht nur die Bildqualität hat mich in meinem Testbericht für Photoscala (05/2016) begeistert, sondern auch der Autofokus:

»Keine Zweifel gibt es hingegen, dass der Autofokus der Alpha 6300 der beste ist, der derzeit bei einer Spiegellosen Systemkamera zu haben ist. Sehen lassen kann sich auch der Funktionsumfang der Alpha 6300, wünschen würde ich mir allerdings wenigstens rudimentäre Bildbearbeitungsmöglichkeiten im Wiedergabemenü. Auf der Haben-Seite verbucht die Alpha 6300 zudem einen sehr guten elektronischen Sucher, der auch dank seiner Live-Bild-Anzeige bei schnellen Serienbildaufnahmen einen der letzten Vorteile eines klassischen DSLR-Sucher egalisiert. Und dann sind da noch die hervorragenden Videofähigkeiten der Kamera, die ein Fotograf, der sie nicht braucht, indes teuer mitbezahlt.«

Die Stiftung Warentest (05/2016) bewertete die Sony ebenfalls mit »gut«. Vor allem die Handhabung und die Bildqualität überzeugten.

»Gute kleine Systemkamera mit sehr gutem elektronischen Sucher, großem Bild­wandler und Netz­werk­funk­tion. Guter Monitor zum Klappen, schnelle Kamera, grund­legende Hand­griffe funk­tionieren einfach. Nachteil: relativ teuer.«

Bei den Testern von AVF-Bild (01/2017) kommt die Sony ebenfalls sehr gut weg:

»Die Sony Alpha 6300 zeigt, dass schnelle Kameras nicht groß und wuchtig sein müssen. Bei Foto-Serien sind Tempo und Ausdauer hoch. Der Autofokus mit mehr Messfeldern arbeitet bei Fotos und Videos noch zackiger als bei den günstigeren Alphas. Videos gibt es ab der 6300 zudem auch in ultrahoher 4K-Auflösung.«

Auch Tester Sven Schulz von Computerbild (06/2016) lobt den schnellen Autofokus und die Bildqualität der Sony und kommt auf eine Gesamtnote von 2,12. In einem neueren Test von Februar 2017 änderte sich an der Bewertung nichts.

»Die Sony Alpha 6300 zeigt, dass schnelle Kameras nicht groß und wuchtig sein müssen. Beim Einschalten lässt sich die Systemkamera zwar etwas viel Zeit, danach reagiert sie blitzschnell. Bei Serien sind Tempo und Ausdauer hoch, der Autofokus führt die Schärfe aber nicht ganz so präzise wie bei einer teuren Profi-DSLR. Dafür arbeitet der Autofokus aber auch bei Videos zackig. Und die sehen mit 4K-Auflösung und hoher Datenrate richtig gut aus. Gut: Der große Sensor liefert nicht nur bei Tageslicht tolle Aufnahmen, sondern sorgt auch bei Schummerlicht für eine hohe Bildqualität.«

Ebenfalls begeistert von der Alpha 6300 ist Moritz Wanke von CHIP (03/2016). Sein Fazit lautet schlicht:

»Fazit: Die Sony Alpha 6300 (a6300) überzeugt im Test auf ganzer Linie. Die Bildqualität der 24 Megapixel gefällt bis selbst bei hoher ISO. Die umfangreiche Ausstattung inklusive Ultra-HD lässt nur wenig vermissen. Und die Geschwindigkeit liegt auf Höchstniveau. Lediglich einen integrierten Bildstabilisator sowie einen Touchscreen hätte sich manch einer noch zur Perfektion gewünscht.«

Das Foto Magazin (12/2016) hat ebenfalls nur lobende Worte übrig. Insgesamt schneidet die Alpha 6300 mit 88 Prozent sehr gut ab. Den Testern gefiel vor allem die Geschwindigkeit der Kamera und die Ausstattung. Aber auch die gute Handhabung brachte Punkte ein.

Auch bei der internationalen Fachpresse hat die Alpha 6300 überzeugt. So hat ihr das amerikanische Online-Magazin DrPreview (04/2016) einen seltenen »Gold Award« verliehen. Die Tester begründen diese hohe Auszeichnung so:

»Die Alpha 6300 ist eine unglaublich leistungsstarke Kamera, egal ob Sie Fotos oder Videos aufnehmen möchten. […] Ihre Bildqualität stellt die Messlatte in ihrer Klasse dar, ihr Autofokus ist sehr eindrucksvoll und ihre 4K-Videos sind unvergleichlich.«

Das Online-Magazin Imaging Resource findet zwar den einen oder anderen Kritikpunkt, ist unterm Strich aber ebenfalls sehr angetan von der Alpha 6300. Die Tester heben in ihrem Fazit die Bild- und Videoqualität, sowie die Autofokus-Leistung hervor. Ebenfalls betont wird das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis, da übrigens inzwischen nochmals besser geworden ist.

Alternativen

Die Sony Alpha 6300 ist für uns die beste Systemkamera für unter 1.000 Euro für die meisten. Doch wer seine Schwerpunkte anders setzt oder vielleicht auf eine Touch-Bedienung Wert legt, der wird sich eher mit unseren Alternativen anfreunden können.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Die X-T20 von Fujifilm lässt sich auf Wunsch mit Fingertippern und -wischern auf dem Display bedienen. Das funktioniert sogar im sehr übersichtlichen Schnellmenü mit seinen großen Einstellfeldern – klasse!

Die X-T20 sieht etwas wie eine gute alte Spiegelreflexkamera aus dem vorherigen Jahrhundert aus. Dieses Retro-Design ist ein Markenzeichen von Fujifilm. Man kann das als »klassisch« empfinden oder als »old school«, das ist reine Geschmackssache. Unter der Haube steckt jedenfalls modernste Technik.

So beherbergt der Sucherbuckel einen Bordblitz, der sich mit einem eigenen Hebel ausklappen und aktivieren lässt. Überhaupt gibt es bei der X-T20 für fast jede Funktion ein eigenes Bedienelement. Zum Beispiel ein Wählrad, mit dem Sie die Belichtungszeit einstellen können – wie damals eben.

Was der X-T20 fehlt, ist ein Moduswählrad, über das sich die grundlegenden Betriebszustände der Kamera schnell ändern lassen. Das macht es insbesondere Anfängern und weniger geübten Fotografen nicht gerade leicht, auf Anhieb mit der X-T20 klar zu kommen. Wer allerdings bereits vor Jahrzehnten fotografiert hat, für den ist die Fujifilm X-T20 mit ihrem analogen Bedienkonzept ideal.

Technisch ist sie auf Augenhöhe mit unserer Favoritin. Vor allem ihre sehr hohe Serienbildrate von 14 Bilder/Sekunde gepaart mit einem flotten Autofokus hat uns im Test positiv überrascht. Damit ist die X-T20 absolut Schnappschuss-tauglich und macht sogar bei Sport- und Actionfotos eine gute Figur. Und wie die Alpha 6300 hat sie ein klappbares Display, dass Überkopf- und bodennahe Fotos erleichtert.

Die Bildqualität erreicht ein sehr hohes Niveau – vor allem, wenn man die Bildaufbereitung durch die Kamera etwas anpasst. Dann werden die Aufnahmen sehr detailreich und knackscharf, selbst wenn bei schwindendem Licht etwas höhere ISO-Werte nötig werden. Außerdem eröffnet die Fujifilm X-T20 dem Fotografen viel Raum für kreative Spielereien. So lassen sich zum Beispiel die Bildlooks diverser analoger Filme simulieren – natürlich nur solcher von Fujifilm.

Kompakt & günstig

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Klein und handlich aber ein wahres Ausstattungswunder. Super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das kompakte Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Mit der brandneuen Lumix DC-GX9 liefert Panasonic eine ausgesprochen kompakte Systemkamera, die viel zu bieten hat. Etwa einen integrierten Bildstabilisator, der bis zu viermal längere Belichtungszeiten ermöglicht. Oder 4K-Video-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde.

Die DC-GX9 punktet mit Ausstattungsdetails, die vor allem auf Reisen interessant sind. Sie verbindet sich nicht nur per WiFi sondern auch via Bluetooth mit einem Smartphone; auf Wunsch überträgt sie dann jede Aufnahme automatisch aufs Handy. Von dort können Sie die Fotos dann bequem per Mail oder bei Facebook & Co. verbreiten. Vom Smartphone bezieht die GX9 auch die GPS-Daten.

Panasonic hat es geschafft, sogar noch einen kleinen Bordblitz unterzubringen. Er springt nur bei Bedarf heraus und sollte seine Leistung einmal nicht reichen, lässt sich auch ein Systemblitz an die GX9 anschließen. Aber auch ohne Blitzlicht macht sie bei schwachem Licht noch gute Fotos. Denn dank ihres leistungsfähigen Bildstabilisators können Sie mit bis zu viermal längeren Belichtungszeiten fotografieren, ohne die Aufnahmen zu verwackeln. Das hilft, die ISO-Empfindichkeit und damit Bildrauschen gering zu halten.

Obwohl das Gehäuse der Lumix ziemlich klein ist, hat Panasonic die Kamera ausreichend it Bedienelementen versehen. So schalten Sie wichtige Betriebsarten, etwa den Autofokus, schnell per Schalter um und müssen keinen langwierigen Ausflug ins Kameramenü unternehmen. Der Bildsensor löst mit rund 20 Megapixel sehr hoch auf. Allerdings fällt der Ensor im Micro-Four-Thirds-Format kleiner aus, als etwa bei unserer Testsiegerin. Bemerkbar macht sich das vor allem, wenn Sie bei wenig Licht fotografieren. Nächtliche Stadtszenen oder Fotos in dunklen Kirchen gelingen mit der GX9 nicht ganz so gut.

Dieses kleine Manko macht sie aber mit dem riesigen Objektivangebot wieder wett. Es passen übrigens auch alle Objektive von Olympus und umgekehrt auch die Panasonic-Objektive auf die Olympus Kameras.

Vollformat

Sony Alpha 7

Test Systemkamera: Sony Alpha 7
Liefert dank Vollformatsensor eine überragende Bildqualität. Leider gibt es Schwächen bei Serienbilder und Autofokus.

Wenn Ihnen Bildqualität über alles geht, ist die Alpha 7 von Sony konkurrenzlos im Testfeld. Dank ihres großen Vollformatsensors löst sie feine Details noch akribischer auf als ihre Halbformat-Schwester Alpha 6300. Dieser Qualitätsvorteil macht sich vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen bemerkbar, wenn höhere ISO-Zahlen gefordert sind – etwa in der Dämmerung oder in schummrigen Räumen.

Das Gehäuse der Alpha 7 ist zwar etwas größer als das der meisten anderen Kameras im Testfeld, liegt dafür jedoch hervorragend in der Hand. Das ist allerdings auch nötig, denn die Objektive sind teilweise recht wuchtig und schwer.

Die Alpha 7 ist derzeit die günstigste Vollformatkamera überhaupt. Sie ist inzwischen für deutlich unter 1.000 Euro zu haben. In unserem Testfeld mag es Kameras geben, die schneller scharf stellen und mehr Bilder pro Sekunde aufnehmen – bei der Bildqualität kann aber keine andere der Alpha 7 das Wasser reichen.

Die Bedienung hat Sony ähnlich clever gelöst wie bei unserem Testsieger. Weil das Gehäuse der Vollformatkamera etwas größer ist, gibt es sogar noch ein paar frei konfigurierbare Knöpfe mehr. Diese Kamera passt sich wirklich dem Benutzer an – und nicht umgekehrt.

Wenn es um Videoaufnahmen geht, ist die Alpha 7 nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Immerhin: Full-HD-Auflösung mit 60 Vollbilder pro Sekunde schafft sie auch. Schade nur, dass ihr ein Bildstabilisator fehlt.

Immer noch gut

Sony Alpha 6000

Test Systemkamera: Sony Alpha 6000
Hier bekommt man Top-Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. 4K-Videos und Bildstabilisator fehlen aber.

Die Alpha 6000 von Sony hat lange Zeit unsere Bestenliste angeführt, jetzt ist sie unsere Preis-Leistungs-Empfehlung. Nach wie vor top ist bei ihr die Bildqualität, die kaum schlechter ist als bei unserem Testsieger. Zudem punktet sie mit einem kompakten, leichten Gehäuse.

Allerdings macht die Alpha 6000 nicht einen ganz so hochwertigen Eindruck wie die meisten anderen von uns getesteten Kameras. Nicht, dass sie klapprig wirken würde – aber die Apparate von Fujifilm zum Beispiel wirken edler. Besonders gegen Staub oder Spritzwasser geschützt ist die Alpha 6000 auch nicht. Und im Vergleich zu ihrem Nachfolgemodell fehlt ihr ein wichtiges Ausstattungsmerkmal: Die elektronische Wasserwaage. Sie hilft Ihnen beim Fotografieren, die Kamera exakt waagerecht auszurichten.

Dass die Alpha 6000 nur in Full-HD filmt, kann man angesichts ihres günstigen Preises verschmerzen. Ebenso den fehlenden Bildstabilisator – den gibt es bei Sony im Objektiv.

Außerdem getestet

Olympus OM-D E-M10 III

Wenn es Ihnen auf eine besonders kompakte Kamera ankommt, die zudem noch deutlich weniger kostet als unser Favorit, sollten Sie ein Auge auf die Olympus OM-D E-M10 III werfen. Zwar muss sie mit einem etwas kleineren Bildsensor auskommen als die meisten Kameras in unserem Testfeld, das bemerkt man im Alltag aber nicht. Bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa in einem dunklen Partykeller, gerät sie dann aber ins Hintertreffen. Dafür wartet sie mit einer ganzen Reihe pfiffiger Automatikfunktionen auf, über die sich besonders weniger versierte Fotografen freuen werden.

Canon EOS M5

Die Canon EOS M5 ist nominell die beste Spiegellose von Canon und hat einiges zu bieten. Da wäre zum Beispiel das Bedienkonzept, das den Spiegelreflexkameras von Canon sehr ähnlich ist. Ein wichtiges Argument für alle, die bereits eine DSLR von Canon in der Fototasche habe. Außerdem bietet die EOS M5 eine durchdachte Touch-Bedienung, einen flotten Autofokus und klassentypische Bildqualität. Dem steht entgegen: Die EOS M5 filtm nicht in 4K und es gibt nur ein mageres Angebot an Objektiven.

Canon EOS M50

Die EOS M50 ist die jüngste Spiegellose von Canon und überflügelt das Spitzenmodell EOS M5in einigen Punkten. Etwa beim Video-Dreh, den die EOS M50 wahlweise auch in 4K-Auflösung absolviert. Hinzu kommen ein sehr guter Autofokus, Bedienung per Touchscreen und ein ergonomisches Gehäuse. Außerdem kann die M50 jedes neue Foto automatisch an ein Smartphone übertragen. Leider hält ihr Akku nicht lange durch und bei 4K-Videos wird der Bildausschnitt beschnitten.

Canon EOS M3

Die Canon EOS M3 ist nicht nur besonders klein, sondern auch besonders günstig. Allerdings erkauft sich Canon diese Vorteile mit einer Reihe von Sparmaßnahmen. Unter anderem ist ein elektronischer Sucher dem Rotstift zum Opfer gefallen. Mit der EOS M3 fotografiert man also immer wie mit dem Smartphone am ausgestreckten Arm. Dafür passt sie aber locker in die Handtasche.

Fujifilm X-E3

Die Fujifilm X-E3 ist technisch sehr eng verwandt mit der X-T20. Allerdings hat das Gehäuse eine ähnliche Quaderform wie bei der Alpha 6300, unserer Favoritin. Daher ist bei der X-E3 der Bordblitz weggefallen, Fujifilm legt ihr zum Ausgleich einen kleinen Aufsteckblitz mit in den Karton. Im Praxistest ist leider etwas negativ aufgefallen, dass sich das Display weder klappen noch schwenken lässt. Dafür gibt es einen kleinen Joystick, mit dem sich das aktive Fokusfeld besonders bequem auf die gewünschte Motivpartie legen lässt. Mit einem Gewicht von 387 Gramm ist die Fujifilm X-E3 eine der leichtesten Kameras im Testfeld.

Fujifilm X-A5

Mit der X-A5 hat Fujifilm eine besonders kompakte und preisgünstige Spiegellose ins Programm aufgenommen. Keine Kompromisse muss man bei der Bildqualität hinnehmen: Mit 24 Megapixel löst der Sensor zeitgemäß hoch auf, die Objektive von Fujifilm sind hervorragend. Abstriche macht die X-A5 beim Komfort, auf einen Sucher verzichtet sie komplett und sie filmt zwar in 4K, aber nur mit 15 Bildern pro Sekunde – das ist zu wenig für ruckelfreie Filme. Dafür belastet sie mit ihrem Gewicht von nur 360 Gramm das Reisegepäck kaum.

Olympus Pen E-PL9

Mehr auf die Handtasche zielt auch die Pen E-PL9 von Olympus. Diese Kamera will besonders stylisch sein, die technische Ausstattung steht bei ihr nicht so sehr im Vordergrund. Dabei kann die sich durchaus sehen lassen. So hat die Pen E-PL9 etwa einen Bildstabilisator an Bord, filmt in 4K und koppelt sich via Bluetooth an ein Smartphone – in dieser Preisklasse wirklich bemerkenswert.

Panasonic Lumix DC-GX800

Wer es besonders klein und handlich mag, sollte einen Blick auf die Panasonic Lumix DC-GX800 werfen. Sie ist wirklich sehr kompakt geraten, allerdings musste Panasonic dafür den elektronischen Sucher weglassen. Unter der schicken Kunststoffhülle fehlt es dagegen an fast nichts. Die kleine Systemkamera beherrscht 4K-Video, bietet einen sehr schnellen Autofokus und liefert auch bei schlechtem Licht noch ordentliche Fotos ab. Vor allem aber bietet die Panasonic Lumix DC-GX800 auch für Einsteiger clevere Automatik-Funktionen und gleich 23 Motivprogramme. Dass ihr Micro-Four-Third-Sensor lediglich 16 Megapixel auflöst, kann man angesichts des günstigen Preises leicht verschmerzen.

Panasonic Lumix DMC-GX8

Die Panasonic Lumix DC-GX8 folgt wie die Kameras von Olympus dem Micro-Four-Third-Standard. Allerdings schafft ihr Bildsensor gut 20 Megapixel Auflösung, was der Bildqualität zugute kommt. Und dann gibt es noch ein paar Besonderheiten: So kann der elektronische Sucher der GX8 nach oben geklappt werden. Und nur bei Panasonic gibt es eine Funktion, die hochauflösende Standbilder aus einem Videofilm extrahiert. Zudem findet man einen speziellen Serienbildmodus, bei dem sich die Schärfe noch nachträglich auf die gewünschte Motivpartie legen lässt. Insbesondere experimentierfreudige Fotografen sollten sich die Panasonic Lumix DC-GX8 näher ansehen.

Sony Alpha 5100

Die Sony Alpha 5100 ist technisch eng verwandt mit der Alpha 6000. Trotz ihres Alters kann sich ihre Bildqualität dank 24 Megapixel Auflösung immer noch sehen lassen. 4K-Video beherrscht sie aber nicht, ein integrierter Bildstabilisator fehlt ebenfalls. Dafür fällt die Alpha 5100 besonders kompakt aus, leider war kein Platz mehr für einen elektronischen Sucher. it ihrem günstigen Preis empfiehlt sich die Alpha 5100 als Zweitkamera fürs kleine Gepäck.

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Kommentare

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Jacque Duprée
Jacque Duprée

Das Bedienkonzept bei Fuji ist ja wohl tausend mal besser als bei Sony! Zumindest wenn nan die Fujifilm XT-2 mit der Sony Alpha 6500 und der Sony Alpha 7 II vergleicht! Sogar das Bild ist um ein vielfaches besser obwohl Fujifilm XT-2 eine APSC-Kamera ist und die Sony Alpha 7II eine Vollformat!

Tom Scholz
Tom Scholz

Die beste Cam ist die Fuji XT20.
Als Sony Fanboys ist es klar dass hier die Sony gewinnt.
Fuji ist im Aps-c Bereich in puncto Farben, Bedienung und gerade Objektivauswahl das Mass der Dinge.
Fuji pflegt seine Objektivserie wie kein Anderer…die Qualität der Linsen ist outstanding…..die Jpegs auch outstanding.

Mani Thongduang
Mani Thongduang

Die Panasonic Lumix G81 vermisse ich da, die Kamera gehört eigentlich ganz nach vorne.

Christoph Münch
Christoph Münch

Noch besser fährt man, wenn man statt der Olympus E-M10III das Vorgängermodell E-M10II kauft. Für weniger Geld gleiche Bildqualität (nur der Stabilisator der III ist ein Tickchen besser), und man hat bestimmte Funktionen, die bei der III zugunsten des „einsteigerfreundlichen“ Schnickschacks wegrationalisiert wurden.

Tobias Müller
Tobias Müller

Mit Micro-Four-Thirds. Da kann man gleich das Handy zum knipsen nehmen

Picjagger
Picjagger

Sowas kann nur von Leuten kommen die weder von der Technik noch vom Fotografieren Ahnung haben … abgesehen davon das ein guter Fotograf auch mit den heutigen Hands beeindruckende Bilder hinbekommt 🤨

Markus Brüggemann
Markus Brüggemann

Sony ist das System mit den wenogsten und schlechtesten Objektiven. Da kommt man nicht an Olympus, Panasonic und Fuji vorbei. Ein Kamerasystem besteht aus mehr als nur dem Gehäuse.

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern Sonys Bedienkonzept für Anfänger geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Totaler Funtionsoverkill, den keine Sau braucht, in 30 Menus mit Untermenus.

Steffen Winkler
Steffen Winkler

Schon mal bei Olympus reingeschaut? Das ist der Graus!

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern das Sony Bedienkonzept für Anfänger gut geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Es gibt unendlich viele quasi nutzlose Optionen in 30 Untermenus mit Untermenus. Be

Matthias Lotte Loß
Matthias Lotte Loß

Sony…überhaupt nicht schick, kein Charme, teure und lausige Gläser, eher was für die breite stumpfe Masse

Bernhard Wimair
Bernhard Wimair

Naaaajaaaaa… Die gläser sind teurer, aber auch großteils top. Und wenn canon solche sensoren hinkriegen würde, hätte ich vor 2,5 jahren nicht wechseln „müssen“.

Thomas Hiller
Thomas Hiller

zumindest leistet sich sony nicht die frechheit „neue“ geräte mit reduzierter leistung zum höheren preis auf den markt zu bringen.

Marco Köhler
Marco Köhler

Schick ist eh nur Fuji und Olympus, Sony schaut neutral technisch aus, allerdings noch 10 Mal über den rundgelutschten Plastikklumpen von Canon. Ich mein selbst wenn sie nicht Plastik sind sehen sie nach Plastik aus…

Volker Kek
Volker Kek

Also ich kann das Ergebnis nicht nachvollziehen. Besitze eine 6000. Nutze diese neben meiner EOS 6D als Zweitsystem. Zwischenzeitlich habe ich einen sehr guten Vergleich, der Mehrpreis der 6300 ist durch nichts zu rechtfertigen. Mir ist schleierhaft wo der Autofokus besser sein soll! Ebendo die Geschwindigkeit. Wer ein erstklassiges System haben möchte kauft sich Sigma Festbrennweiten der Art Serie dazu. Die Ergebnisse sind schlichtweg überagend und vergleichbar mit Vollformat.

Peter Bastian
Peter Bastian

Ich hatte eine 6000 und habe eine 6300 es gibt viele Unterschiede die den Preis rechtfertigen

Dietmar Auerbach
Dietmar Auerbach

Cooler Test! Diana 🙂

Florian Endt
Florian Endt

Die Akkulaufzeiten der einzelnen Geräte wären sehr interessant gewesen

Marco Mißfeldt
Marco Mißfeldt

Nicht die G81 im Test dabei? Hm….

Martin Palla
Martin Palla

Genau, gx80 vergessen…5axis in body stabilisation, kompatible Objektive von Panqsonic und zuiko Olympus…sehr grosser Spieler im bereich 4/3 Sensor Grösse…

Norbert Heyermeyer
Norbert Heyermeyer

Leider nicht berücksichtigt, das Sony’s durch die geringe Objektivauswahl sehr schnell sehr teuer werden, oder das die MFTs den ISO-Rauschnachteil durch günstige offenblendige (f/1.4) Objektive leicht ausgleichen.
Nur den Body zu testen, ohne das System als Ganzes zu beweten, ergibt kein brauchbares Testergebnis.

Franz Hammer
Franz Hammer

Objektive anderer Hersteller sind für Sie keine Option ? Lg

Sven Hanzel
Sven Hanzel

In der Preisklasse zwischen 350 und 1000 gibt es fast keine Objektive für Sony APSC. Auch kaum lange Brennweiten oder Makros von Markenherstellern.

Udo Krause
Udo Krause

Darf ich was fragen

AllesBeste.de
AllesBeste.de

Immer doch! 😉