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Die beste Systemkamera bis 800 Euro

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Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6300 Mit 16 70 Mm [foto Medianord] P0vbkt
Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht

fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

Die beste Systemkamera für unter 800 Euro ist für uns die Sony Alpha 6300. Sie überzeugt mit einem handlichen Gehäuse, durchdachtem Funktionsumfang, piekfeiner Bildqualität sowie einem flotten Autofokus und schnellen Serienbildern. Seit März 2016 erhältlich und ehemals ohne Objektiv 1.200 Euro teuer ist das gute Stück mittlerweile für deutlich unter 800 Euro zu haben – sogar inklusive Kit-Objektiv.

Update 3. Juli 2019

Wir haben den Test umfassend überarbeitet und dabei eine neue Preisgrenze festgelegt. Ab sofort gilt für diese Empfehlungen „maximal 800 Euro“, und zwar inklusive Standard-Zoomobjektiv. Der Grund dafür: Das Angebot an spiegellosen Systemkameras wächst kontinuierlich und in der Klasse bis 800 Euro bekommt man heute eine Qualität, für die man vor einiger Zeit noch deutlich mehr ausgeben musste. Unser Testsieger bleibt die Sony Alpha 6300.

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19. Februar 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der einzelnen Produkte überprüft.

10. September 2018

Wir haben den Test überprüft und bleiben weiterhin bei unseren Empfehlungen.

5. April 2018

Wir haben vier neue Modelle in unseren Test aufgenommen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 ist eine neue Empfehlung. Unser Testsieger bleibt die Sony Alpha 6300.

Handlich wie eine Kompaktkamera, dabei flexibel und mit der Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) – das sind die Vorteile spiegelloser Systemkameras, auch DSLMs genannt.

Wie bei einer DSLR kann man auch mit einer spiegellosen Systemkamera das Objektiv wechseln: Setzen Sie zum Beispiel ein Weitwinkelobjektiv an, um eine weite Landschaft aufzunehmen, und mit einem Teleobjektiv gehen Sie auf Tuchfühlung mit dem Kirchturm am Horizont oder einem Reh am Waldrand.

Preislich gibt es Systemkameras in einem breiten Spektrum von etwa 500 bis weit über 10.000 Euro. Dabei ist bei den günstigeren Modellen oft ein Objektiv im Preis enthalten, bei den teuren kostet es immer noch extra.

Für diesen Artikel haben wir gute Einsteiger-Systemkameras getestet. 800 Euro haben wir hierfür als Budget angesetzt. Weil es für viele Käufer die erste Systemkamera sein dürfte, soll in dem Preis zumindest ein preisgünstiges Objektiv enthalten sein. Ergänzen kann man dann später immer.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony Alpha 6300

Test Systemkamera bis 800 Euro: Sony Alpha 6300
Hervorragende Bildqualität, pfeilschneller Autofokus, kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Ganz gleich, ob schnelle Actionfotos, ungeplante Schnappschüsse oder Aufnahmen in der Dämmerung und in der Nacht gefordert sind: Die Sony Alpha 6300 meistert jede Aufgabe mit Bravour. Ihre sehr hohe Serienbildrate fängt beim Sport garantiert den entscheidenden Moment ein und der Autofokus reagiert blitzschnell auf jede Situation. Das können andere Kameras zwar auch, aber keine ist dabei auch für weniger geübte Fotografen so leicht zu bedienen wie die Alpha 6300.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Der Autofokus der Fujifilm X-T20 stellt ebenfalls sehr schnell scharf, Serienbilder nimmt sie sogar mit einem nochmal etwas höheren Tempo auf. Ihre Bildqualität ist nicht schlechter als die der Alpha 6300. Allerdings wendet sich das Bedienkonzept der X-T20 eher an etwas geübte Fotografen (manchem gefällt es aber besser). Insgesamt zweifellos eine super Kamera für das Geld! Wir wissen allerdings nicht, wie lange es sie noch gibt. Anders als Sony lässt Fujifilm seine älteren Kameras nicht ewig im Programm. Nachfolger der X-T20 ist die X-T30, die zweifellos noch etwas besser, aber auch teurer ist (und deshalb nicht mehr in die hier gesetzte Preisgrenze fällt).

Kompakt & günstig

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Klein und handlich, aber ein wahres Ausstattungswunder. Super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das kompakte Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Wenn es Ihnen auf eine besonders kompakte Kamera ankommt, sollten Sie unbedingt ein Auge auf die Panasonic Lumix DC-GX9 werfen. Zwar hat sie einen etwas kleineren Bildsensor als die anderen Kameras in unserem Testfeld, das merkt man bei alltäglichen Aufnahmen aber kaum. Nur bei schlechten Lichtverhältnissen gerät die GX9 gegenüber Kameras mit größerem Sensor ins Hintertreffen. Dafür gibt es – einzigartig bei der GX9 – einen klappbaren Sucher. Und nicht zu vergessen: Ein sehr wirkungsvoller Bildstabilisator ist auch direkt in die Kamera eingebaut.

Immer noch gut

Sony Alpha 6000

Test Systemkamera: Sony Alpha 6000
Hier bekommt man Top-Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. 4K-Videos und Bildstabilisator fehlen aber.

Unser Preis-Tipp ist die Sony Alpha 6000. Sie ist schon etwas älter, macht aber gute Fotos. Bei Videos ist sie allerdings auf FullHD beschränkt. Sie stellt zwar im Vergleich nicht ganz so schnell scharf, bei der Bildqualität spielt sie allerdings immer noch ganz vorne mit. Und sie kostet mittlerweile deutlich unter 500 Euro inklusive Objektiv.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerProfi im RetrolookKompakt & günstigImmer noch gut
Modell Sony Alpha 6300 Fujifilm X-T20 Panasonic Lumix DC-GX9 Sony Alpha 6000 Fujifilm X-E3 Canon EOS M50 Fujifilm X-T100 Olympus OM-D E-M10 III Canon EOS M5 Fujifilm X-A5 Olympus Pen E-PL9 Panasonic Lumix DC-GX800
Test Systemkamera bis 800 Euro: Sony Alpha 6300Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9Test Systemkamera: Sony Alpha 6000Test Systemkamera: Fujifilm X-E3Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Canon EOS M50Test Systemkamera bis 800 Euro: Fujifilm X-T100Test Systemkamera: Olympus OM-D E-M10 IIITest Systemkamera: Canon EOS M5Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Olympus Pen E-PL9Test Systemkamera: Panasonic Lumix DC-GX800
Pro
  • Exzellente Bildqualität
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • 4K-Video
  • Hervorragende Ausstattung
  • Reaktionsschneller Autofokus
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • 4K-Video
  • Kompakt
  • 4K-Video
  • Schnelle Serienbilder
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • Kompaktes Gehäuse
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • Nach vorne klappbares Display
  • 4K-Video (25 fps)
  • Top-Technik für wenig Geld
  • Sehr kompakt und handlich
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Schneller Autofokus
  • Schnelle Serienbilder
  • 4K-Video (25 fps)
  • Integrierter Blitz
  • Leicht und handlich
  • Stylisches Design
  • 4K-Video
  • Bluetooth
  • Besonders kompakt
  • Preisgünstig
Contra
  • Kein integrierter Bildstabilisator
  • Kein Touchscreen
  • Teilweise komplizierte Bedienung
  • Gehäuse nicht wettergeschützt
  • Etwas langsamer Autofokus
  • Kein eingebauter Bildstabilisator
  • Ausrichthife im Sucher fehlt
  • Kein 4K-Video
  • Kein Blitz eingebaut
  • Kein Klappmonitor
  • Sehr geringe Akkureichweite
  • 4K-Video nur mit 15p
  • Etwas geringe Auflösung
  • Kein 4K-Video
  • Geringe Akkureichweite
  • Kein Sucher
  • Nur wenige Serienbilder
  • 4K-Video nur mit 15p
  • Kein Sucher
  • Etwas geringe Auflösung
  • Kein 4K-Video
  • Kein Sucher
Bester Preis
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Was macht eine gute Kamera aus?

Derzeit gibt es 66 verschiedene, aktuelle Systemkameras. Mit ein paar weiteren Auslaufmodellen, die nur noch vereinzelt erhältlich sind, dürften es rund 75 Modelle sein, die man derzeit neu kaufen kann. Preislich liegen die günstigsten bei 500 Euro inklusive Objektiv, die teuersten bei über 10.000 Euro ohne Objektiv. Entsprechend groß ist natürlich der Leistungsunterschied.

Im ganz unteren Preissegment um 500 Euro gibt es sowohl ganz frische Modelle als auch solche, die schon länger auf dem Markt sind. Beiden gemeinsam ist, dass sie technisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind. Dennoch lassen sich damit natürlich gute Fotos machen und wir stellen am Ende dieser Seite unter »Außerdem getestet« auch einige solche Kameras vor.

Wenn man aber 300 Euro drauflegt, bekommt man aktuelle Kameras mit neuester Technik – oder feine, gehobene Mittelklasse-Modelle, die vor einiger Zeit noch fast das Doppelte gekostet haben. Entsprechend wenig Kompromisse muss man in dieser Preisklasse mittlerweile eingehen und wir haben die Anforderungen für unsere Empfehlungen ganz schön hoch angesetzt. Dies war unsere Anforderungs-Liste:

  • Mindestens 20 Megapixel Bildgröße sollten es sein, gerne noch mehr. Die Anzahl der Megapixel alleine sagt noch nicht viel über die Bildqualität aus, aber eine höhere Megapixel-Zahl eröffnet die Möglichkeit, nachträglich noch einen Bildausschnitt genauer festzulegen.
  • Ein schneller und präziser Autofokus ist wichtig. Den braucht man nicht nur bei Sport-Aufnahmen, sondern auch, wenn man Kinder oder Tiere fotografiert.
  • Schnelle Serienbilder bringen Pluspunkte, denn manchmal hilft nur »Draufhalten« und sich dann aus einer Reihe von etlichen Aufnahmen das beste Bild auszusuchen.
  • Hochauflösendes 4K-Video soll drin sein, und zwar mit einer ruckelfreien Bildrate von mindestens 25, besser 30 Bildern pro Sekunde. Solche hochauflösenden Videos sehen einfach großartig aus. Selbst falls Sie heute noch keinen 4K-Fernseher haben, Ihr nächster wird bestimmt einer. Und dann werden Sie sich freuen, wenn die Videos, die Sie mit Ihrer neuen Kamera gedreht haben, schon die hohe Auflösung haben.
  • Ein Sensor-Shift-Bildstabilisator gibt Pluspunkte, soll aber keine Bedingung sein. Viele Objektive haben ja einen Bildstabilisator eingebaut. Aber es kann nicht schaden, wenn die Kamera auch einen hat. Für noch mehr Stabilisierungsleistung kann man teilweise auch beide Verfahren kombinieren.
  • Ein Sucher muss sein, nicht ausschließlich ein Monitor. Im hellen Sonnenlicht ist das Bild auf Kameramonitoren oft nicht gut erkennbar. Aber auch fürs konzentrierte Fotografieren eignet sich ein Sucher viel besser als ein Monitor. Zudem beugt die Haltung der Kamera dicht am Körper und am Kopf Verwacklungen vor. Beim Blick auf den Live-View-Monitor am womöglich gestreckten Arm hingegen muss der Bildstabilisator einiges leisten.
  • Ein Klapp-Monitor ist eine feine Sache. Er ermöglicht Aufnahmen über Menschenmengen hinweg oder dicht vom Boden aus, ohne selber im Dreck zu knien. Für unsere Auswahl keine Pflicht, gibt aber Pluspunkte.
  • Am Touchscreen scheiden sich hingegen eher die Geister. Die Konfiguration der vielen Einstellungen per Touchscreen bekommt bislang kein Hersteller gut hin. Zu sehr ist man noch den alten Bedienkonzepten verhaftet. Aber bei einer Sache ist ein Touchscreen auf jeden Fall praktisch: bei der Wahl des Punktes, auf den die Kamera scharfstellen soll. Einfach auf die entsprechende Stelle am Monitor tippen – schon sitzt die Schärfe da, wo man sie haben will (das funktioniert meist sogar, wenn man gar nicht auf den Monitor, sondern in den Sucher schaut). Die Alternative dazu ist die Wahl des Fokus-Punkts per Joystick. Darauf schwören viele Anwender und schalten einen evtl. vorhandenen Touchscreen lieber ab. Wir meinen: Ein Touchscreen gibt Pluspunkte, ist aber keine Bedingung.
  • Für 800 Euro soll ein Zoom-Objektiv mit dabei sein, mit dem man zumindest mal starten kann. Selbst wenn Sie höherwertige Objektive dazukaufen und Ihr Kit-Objektiv vielleicht später kaum noch nutzen – spätestens wenn Sie die Kamera mal verkaufen, um vielleicht auf ein neueres oder noch höherwertiges Gerät zu wechseln, ist es vorteilhaft, wenn Sie ihre Kamera dann betriebsbereit inklusive Objektiv weitergeben können.
  • Für unsere Empfehlungen sollte es jeweils ein ausreichend breites Angebot an Objektiven geben. Die sollten natürlich Autofokus haben. Und wenn Fremdhersteller das System mit unterstützen, wäre das sicherlich auch nicht verkehrt – das vergrößert das Objektiv-Angebot.

Selbst bei unseren zugegebenerweise nicht gerade geringen Anforderungen stoßen wir auf ein erfreulich breites Angebot, sodass wir nicht nur einen Testsieger, sondern auch noch weitere interessante Empfehlungen haben.

 Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6300 Mit 16 70 Mm [foto Medianord] Y1fafx

Unser Favorit: Sony Alpha 6300

Die Sony Alpha 6300 ist eine Kamera für Amateure und Profis gleichermaßen. Sie ist sehr gut ausgestattet, lässt sich aber Dank ihres übersichtlichen Automatikmodus auch von Hobby- und Gelegenheitsfotografen einfach bedienen.

Testsieger

Sony Alpha 6300

Test Systemkamera bis 800 Euro: Sony Alpha 6300
Hervorragende Bildqualität, pfeilschneller Autofokus, kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Die Bildqualität der Alpha 6300 ist beeindruckend. Aufnahmen der Kamera kann man in piekfeiner Qualität in Postergröße ausdrucken lassen. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen sind uns mit der Alpha 6300 noch kontraststarke und detaillierte Aufnahmen gelungen.

Bedienung

Eine gute Kamera sollten sich Ihnen anpassen – und nicht umgekehrt. Bei der Alpha 6300 gibt es wirklich viele Knöpfe und Tasten, die Sie ganz nach Ihrem Geschmack mit einer Funktion belegen können. Das bereitet zwar anfangs etwas Mühe, doch die wird belohnt, weil Sie so blitzschnell die von Ihnen bevorzugten Einstellungen abrufen können.

Allerdings sind Knöpfe, denen man nicht gleich ansieht, wofür sie gut sind, nicht jedermanns Sache. Wer seine Kamera nicht groß konfigurieren möchte, sollte sich die beiden Modelle von Fujifilm ansehen. Bei der X-T20 und der X-E3 gibt es für die grundlegenden Funktionen fest zugewiesene Bedienelemente.

Je kleiner die Kamera ist, desto fummeliger sind oft die Knöpfchen und Schalter. Besonders lästig sind zu kleine Bedienelemente im Winter, wenn Sie Handschuhe tragen. Dann lassen sich die besonders kompakten Kameras wie die Olympus-PEN-Modelle nicht mehr gut bedienen. Dafür punkten die kleinen Systemkameras, wenn die Fototasche besonders klein bleiben soll.

 Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6300 [foto Medianord] Jezmtq

Sie möchten auch einmal aus ungewöhnlicher Perspektive fotografieren? Etwa mit über den Kopf gehaltener Kamera oder aus der Froschperspektive? Dann sollte sich das Display möglichst frei bewegen lassen. Das geht zum Beispiel bei der Canon EOS M50 (siehe unten unter »Außerdem getestet«). Bei ihr können Sie den Monitor sogar nach vorne schwenken und sehen sich darin, wenn Sie in die Kamera blicken – wichtig, falls Sie sich häufiger selbst fotografieren oder filmen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 ist übrigens die einzige Kamera, bei der sich der Sucher nach oben klappen lässt. Das macht sie ideal geeignet, um etwa Kinder auf Augenhöhe zu fotografieren.

Sensorgröße und Auflösung

Die Alpha 6300 von Sony hat 24 Megapixel Auflösung und einen Sensor in der sogenannten APS-C-Größe. Diese Bezeichnung kommt noch aus der Analogfilm-Zeit. Wichtig ist eigentlich nur zu wissen: Diese Sensoren sind ein ganzes Stück kleiner als die Kleinbild-Vollformat-Sensoren (die man in höheren Preisklassen findet), aber etwas größer als die Micro-Four-Thirds-Sensoren, die Olympus und Panasonic einsetzen. Daher rührt auch der Unterschied in der Megapixel-Zahl. Bei Micro Four Thirds ist aktuell 20 Megapixel das höchste der Gefühle. Auf die größeren APS-C-Sensoren lassen sich problemlos 24 Megapixel unterbringen – dabei sind die einzelnen Pixel sogar noch etwas größer (das ist grundsätzlich gut für die Bildqualität).

Zudem haben die APS-C-Sensoren das 3:2-Seitenverhältnis, die Micro-Four-Thirds-Sensoren haben 4:3-Format. Wir sehen da die 3:2-Sensoren im Vorteil. Denn für was braucht man ein 4:3-Format? Sieht auf einem Apple iPad optimal aus – okay – aber das war es dann auch. Wenn Sie ein klassisches Fotoformat ausdrucken wollen, brauchen Sie 3:2. Bei formatfüllenden Ausdrucken auf DIN-A4 oder DIN-A3 auch. Auf einem Fernseher sieht 16:9 optimal aus, jedes andere Format resultiert in schwarzen Balken. Und Ihr Computer-Monitor oder Laptop? 16:9 wahrscheinlich. Um von 4:3 auf 16:9 zu kommen, muss man sehr viel abschneiden (und das von den sowieso nicht so üppigen Pixeln). Bei 3:2 ist es längst nicht so viel. Mit einem APS-C-Sensor mit 24 Megapixel, wie in der Sony Alpha 6300, sind Sie also bestens bedient.

Serienbildrate und Autofokus

Haben Sie schon einmal genau den Augenblick erwischt, in dem der Hund das Bällchen fängt? Das ist selbst für Profifotografen eine Herausforderung. Wer da nicht geübt ist, lässt einfach die Kamera schnelle Serienbildreihen runterrattern – da wird dann schon der entscheidende Moment dabei sein.

Schnelle Serienbildreihen beherrschen fast alle Kameras im Testfeld. Aber jedes einzelne Bild sollte auch scharf sein – da kommt es zusätzlich auf einen besonders flotten Autofokus an. Und genau bei einer solchen Kombination aus hoher Serienbildrate und pfeilschnellem Autofokus kann die Alpha 6300 besonders kräftig punkten. Die beiden Kameras von Fujifilm schaffen zwar noch ein paar Bilder mehr pro Sekunde, in der Praxis macht sich so ein geringer Geschwindigkeitszuwachs jedoch kaum bemerkbar.

Bei einigen Kameras geht die Serienbildrate zurück, wenn ihr Autofokus kontinuierlich scharf stellen soll. Dazu zählen etwa die Panasonic Lumix DC-GX9 sowie die Canon EOS M50. Das muss aber nicht generell ein Nachteil sein: Bei geringer Serienbildgeschwindigkeit passen nämlich mehr Bilder in den Pufferspeicher. Die Kamera hält das Tempo länger durch, bevor sie zu stottern beginnt.

Manche Kameras schaffen übrigens noch mehr Serienbilder pro Sekunde, 25 oder 30, aber nur mit einem Trick: Sie filmen einfach in 4K, statt Fotos aufzunehmen. Mit einer pfiffigen Funktion extrahieren Sie dann das beste Bild aus dem Film. Nachteil dabei: Die Bildqualität ist bei Weitem nicht so hoch wie bei einer echten Fotoaufnahme.

Videofunktionen

Mit den Systemkameras aus dem Testfeld nehmen Sie auch Videos in bestechender Qualität auf. Alle Kameras beherrschen mindestens Full-HD-Auflösung, viele sogar 4K. Die hohe 4K-Auflösung bringt Ihnen vor allem dann etwas, wenn Sie auch ein entsprechendes TV-Gerät besitzen. Allerdings ist die Nachbearbeitung von 4K-Material deutlich aufwändiger als bei Full-HD-Aufnahmen.

Falls Ihnen 4K wichtig ist, achten Sie auf eine hohe Bildrate. Unser Favorit, die Sony Alpha 6300, schafft eine Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde – da werden selbst schnelle Bewegungen flüssig wiedergegeben. Die Fujifilm X-A5 kommt dagegen bei 4K-Aufnahmen nur auf 15 Bilder pro Sekunde, da ruckelt der Film schon sichtbar.

Wenn es Ihnen auch auf gute Videoaufnahmen ankommt, sollten Sie nicht nur auf die Auflösung schauen. Wichtig ist auch hier ein schneller Autofokus, damit die Kamera die Schärfe zügig nachzieht, wenn Sie schwenken. Auch der Punkt geht wieder an die Alpha 6300 von Sony, aber auch die X-T20 und die X-E3 von Fujifilm sind hier gut – und filmen zudem ebenfalls in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde.

Und noch etwas anderes ist wichtig bei Videoaufnahmen: Das Bild sollte so ruhig wie möglich stehen. Wer seine Kamera dazu nicht auf ein Stativ montieren möchte, benötigt einen wirkungsvollen Bildstabilisator, entweder im Objektiv oder in der Kamera. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich – das gibt es in unserem Testfeld allerdings nur von Panasonic und Olympus.

Ein Bildstabilisator im Objektiv ist bei fast allen Herstellern zu finden. Bei den Objektiven zur Sony Alpha 6300 zum Beispiel erkennbar am Namenszusatz »OSS«.

Objektive

Der große Vorteil einer spiegellosen Systemkamera: Sie können das Objektiv wechseln. So passen Sie den Apparat blitzschnell an Ihr Motiv an. Etwa mit einem Makro-Objektiv für die Nahaufnahme eines Schmetterlings, einem Weitwinkel, um eine möglichst weite Landschaft mit einem Bild zu erfassen oder einem Teleobjektiv, das weit Entferntes heranholt, als wäre es zum Greifen nah. Natürlich gibt es zu allen Systemkameras unseres Testfelds auch sogenannte »Immerdrauf-Zooms«, die einen möglichst großen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis zum Tele abdecken.

Besonders groß ist das Angebot an passenden Objektiven für die Kameras von Olympus und Panasonic. Sie befolgen nämlich beide den Micro-Four-Third-Standard, sodass Objektive und Kamera beider Hersteller stets zueinander passen.

Aber auch für die Kameras von Sony, unserer Testsiegerin Alpha 6300 und der Alpha 6000, gibt es eine große Auswahl passender Objektive. Noch üppiger ist das Angebot für die X-T20 und X-E3 von Fujifilm – deren Objektive sind sogar überwiegend sehr hochwertig.

Für die Spiegellosen von Canon gibt es dagegen nur sehr wenige passende Objektive. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten der Kameras etwas ein.

Sie sind übrigens bei den meisten Systemen nicht auf die Objektive des Kameraherstellers festgelegt. Auch andere Hersteller bieten für viele Kameras geeignete Systeme. Etwa Sigma für Micro-Four-Thirds oder Zeiss für Sony und Fujifilm.

Sony Alpha 6300 im Testspiegel

Zwar ist auch die Alpha 6300 nicht frei von Kritikpunkten, in der Summe ihrer Eigenschaften ist sie jedoch die beste spiegellose Systemkamera, die für unter 800 Euro zu haben ist. Nicht nur die Bildqualität hat Martin Vieten in seinem Testbericht für Photoscala (05/2016) begeistert, sondern auch der Autofokus:

»Keine Zweifel gibt es hingegen, dass der Autofokus der Alpha 6300 der beste ist, der derzeit bei einer Spiegellosen Systemkamera zu haben ist. Sehen lassen kann sich auch der Funktionsumfang der Alpha 6300, wünschen würde ich mir allerdings wenigstens rudimentäre Bildbearbeitungsmöglichkeiten im Wiedergabemenü. Auf der Haben-Seite verbucht die Alpha 6300 zudem einen sehr guten elektronischen Sucher, der auch dank seiner Live-Bild-Anzeige bei schnellen Serienbildaufnahmen einen der letzten Vorteile eines klassischen DSLR-Sucher egalisiert. Und dann sind da noch die hervorragenden Videofähigkeiten der Kamera, die ein Fotograf, der sie nicht braucht, indes teuer mitbezahlt.«

Stiftung Warentest (05/2016) bewertete die Sony ebenfalls mit »gut«. Vor allem die Handhabung und die Bildqualität überzeugten.

»Gute kleine Systemkamera mit sehr gutem elektronischen Sucher, großem Bild­wandler und Netz­werk­funk­tion. Guter Monitor zum Klappen, schnelle Kamera, grund­legende Hand­griffe funk­tionieren einfach. Nachteil: relativ teuer.«

Bei den Testern von AVF-Bild (01/2017) kommt die Sony ebenfalls sehr gut weg:

»Die Sony Alpha 6300 zeigt, dass schnelle Kameras nicht groß und wuchtig sein müssen. Bei Foto-Serien sind Tempo und Ausdauer hoch. Der Autofokus mit mehr Messfeldern arbeitet bei Fotos und Videos noch zackiger als bei den günstigeren Alphas. Videos gibt es ab der 6300 zudem auch in ultrahoher 4K-Auflösung.«

Auch Tester Sven Schulz von Computerbild (06/2016) lobt den schnellen Autofokus und die Bildqualität der Sony und kommt auf eine Gesamtnote von 2,12. In einem neueren Test von Februar 2017 änderte sich an der Bewertung nichts.

»Die Sony Alpha 6300 zeigt, dass schnelle Kameras nicht groß und wuchtig sein müssen. Beim Einschalten lässt sich die Systemkamera zwar etwas viel Zeit, danach reagiert sie blitzschnell. Bei Serien sind Tempo und Ausdauer hoch, der Autofokus führt die Schärfe aber nicht ganz so präzise wie bei einer teuren Profi-DSLR. Dafür arbeitet der Autofokus aber auch bei Videos zackig. Und die sehen mit 4K-Auflösung und hoher Datenrate richtig gut aus. Gut: Der große Sensor liefert nicht nur bei Tageslicht tolle Aufnahmen, sondern sorgt auch bei Schummerlicht für eine hohe Bildqualität.«

Ebenfalls begeistert von der Alpha 6300 ist Moritz Wanke von CHIP (03/2016). Sein Fazit lautet schlicht:

»Fazit: Die Sony Alpha 6300 (a6300) überzeugt im Test auf ganzer Linie. Die Bildqualität der 24 Megapixel gefällt bis selbst bei hoher ISO. Die umfangreiche Ausstattung inklusive Ultra-HD lässt nur wenig vermissen. Und die Geschwindigkeit liegt auf Höchstniveau. Lediglich einen integrierten Bildstabilisator sowie einen Touchscreen hätte sich manch einer noch zur Perfektion gewünscht.«

Das Foto Magazin (12/2016) hat ebenfalls nur lobende Worte übrig. Insgesamt schneidet die Alpha 6300 mit 88 Prozent sehr gut ab. Den Testern gefielen vor allem die Geschwindigkeit der Kamera und die Ausstattung. Aber auch die gute Handhabung brachte Punkte ein.

Auch bei der internationalen Fachpresse hat die Alpha 6300 überzeugt. So hat ihr das amerikanische Online-Magazin DPreview (04/2016) einen seltenen »Gold Award« verliehen. Die Tester begründen die hohe Auszeichnung so:

»Die Alpha 6300 ist eine unglaublich leistungsstarke Kamera, egal ob Sie Fotos oder Videos aufnehmen möchten. […] Ihre Bildqualität stellt die Messlatte in ihrer Klasse dar, ihr Autofokus ist sehr eindrucksvoll und ihre 4K-Videos sind unvergleichlich.«

Das Online-Magazin Imaging Resource findet zwar den einen oder anderen Kritikpunkt, ist unterm Strich aber ebenfalls sehr angetan von der Alpha 6300. Die Tester heben in ihrem Fazit die Bild- und Videoqualität sowie die Autofokusleistung hervor. Ebenfalls betont wird das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis, das übrigens inzwischen nochmals besser geworden ist.

Alternativen

Die Sony Alpha 6300 ist für uns die beste Systemkamera für unter 800 Euro für die meisten. Doch wer seine Schwerpunkte anders setzt oder vielleicht auf eine Touch-Bedienung Wert legt, der wird sich eher mit unseren Alternativen anfreunden können.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Die X-T20 von Fujifilm lässt sich auf Wunsch mit Fingertippen und -wischen auf dem Display bedienen. Das funktioniert sogar im sehr übersichtlichen Schnellmenü mit seinen großen Einstellfeldern – klasse!

Die X-T20 sieht etwas wie eine gute alte Spiegelreflexkamera aus dem vorherigen Jahrhundert aus. Das Retro-Design ist ein Markenzeichen von Fujifilm. Man kann das als »klassisch« empfinden oder als »old school«, das ist reine Geschmackssache. Unter der Haube steckt jedenfalls modernste Technik.

So beherbergt der Sucherbuckel einen wunderschön versteckten Bordblitz, der sich mit einem eigenen Hebel ausklappen und aktivieren lässt. Überhaupt gibt es bei der X-T20 für fast jede Funktion ein eigenes Bedienelement. Zum Beispiel ein Wählrad, mit dem Sie die Belichtungszeit einstellen können – wie damals eben.

Was der X-T20 fehlt, ist ein Moduswählrad, über das sich die grundlegenden Betriebszustände der Kamera schnell ändern lassen. Dafür bietet sie einen Automatik-Hebel, nach dessen Betätigung sich auch Motivprogramme wählen lassen. Die klassischen Kreativprogramme wie Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie der manuelle Modus werden allerdings wie bereits vor Jahrzehnten eingestellt. Wer damals schon fotografiert hat, für den ist die Fujifilm X-T20 mit ihrem analogen Bedienkonzept ideal.

Technisch ist sie auf Augenhöhe mit unserer Favoritin. Vor allem ihre sehr hohe Serienbildrate von 14 Bildern pro Sekunde, gepaart mit einem flotten Autofokus, hat uns im Test positiv überrascht. Damit ist die X-T20 absolut schnappschusstauglich und macht sogar bei Sport- und Actionfotos eine gute Figur. Und wie die Alpha 6300 hat sie ein klappbares Display, das Überkopf- und bodennahe Fotos erleichtert.

Die Bildqualität erreicht ein sehr hohes Niveau – vor allem, wenn man die Bildaufbereitung durch die Kamera etwas anpasst. Dann werden die Aufnahmen sehr detailreich und knackscharf, selbst wenn bei schwindendem Licht etwas höhere ISO-Werte nötig werden. Außerdem eröffnet die Fujifilm X-T20 dem Fotografen viel Raum für kreative Spielereien. So lassen sich zum Beispiel die Bildlooks diverser analoger Filme simulieren – natürlich nur solcher von Fujifilm.

Die X-20 wäre also praktisch genauso ein Anwärter auf unsere Top-Empfehlung wie die Sony Alpha 6300. Allerdings wissen wir nicht, wie lange es sie noch geben wird. Sony und Fujifilm verfolgen eine sehr unterschiedliche Strategie, was alte Modelle angeht. Sony lässt viele alte Kameras »ewig« im Programm. Ihr Preis erodiert und alte Kameras rutschen nach und nach in günstigere Preisklassen. Bei Fujifilm hingegen lösen Nachfolgemodelle die Vorgänger über kurz oder lang ab und für andere Preisklassen gibt es andere, preisgünstigere Kameras.

Die X-T20 ist seit Februar 2017 auf den Markt, bekam aber im Mai 2019 mit der X-T30 ein direktes Nachfolgemodell (das aber nicht für unter 800 Euro zu haben ist und deshalb hier auf dieser Seite keine Berücksichtigung findet). Noch ist die X-T20 gut verfügbar und inklusive XC 15-45mm Objektiv schon für knapp unter 800 Euro zu haben. Die Frage ist, wie lange der Vorrat noch reicht. Wenn Ihnen die X-T20 gut gefällt, sollten Sie gegebenenfalls nicht zu lange warten – oder sich schon einmal die X-T30 für rund 200 Euro mehr anschauen.

Kompakt & günstig

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Klein und handlich, aber ein wahres Ausstattungswunder. Super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das kompakte Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Mit der Lumix DC-GX9 liefert Panasonic eine ausgesprochen kompakte Systemkamera, die viel zu bieten hat. Etwa einen integrierten Bildstabilisator, der bis zu viermal längere Belichtungszeiten ermöglicht. Oder 4K-Video-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde.

Die DC-GX9 punktet mit Ausstattungsdetails, die vor allem auf Reisen interessant sind. Sie verbindet sich nicht nur per WiFi sondern auch via Bluetooth mit einem Smartphone – auf Wunsch überträgt sie dann jede Aufnahme automatisch aufs Handy. Von dort können Sie die Fotos dann bequem per Mail oder bei Facebook & Co. verbreiten. Vom Smartphone bezieht die GX9 auch die GPS-Daten.

Panasonic hat es geschafft, sogar noch einen kleinen Bordblitz unterzubringen. Er springt nur bei Bedarf heraus und sollte seine Leistung einmal nicht reichen, lässt sich auch ein Systemblitz an die GX9 anschließen. Aber auch ohne Blitzlicht macht sie bei schwachem Licht noch gute Fotos. Denn dank ihres leistungsfähigen Bildstabilisators können Sie mit bis zu viermal längeren Belichtungszeiten fotografieren, ohne die Aufnahmen zu verwackeln. Das hilft, die ISO-Empfindlichkeit und damit Bildrauschen gering zu halten.

Obwohl das Gehäuse der Lumix ziemlich klein ist, hat Panasonic die Kamera ausreichend mit Bedienelementen versehen. So schalten Sie wichtige Betriebsarten, etwa den Autofokus, schnell per Schalter um und müssen keinen langwierigen Ausflug ins Kameramenü unternehmen. Der Bildsensor löst mit rund 20 Megapixeln sehr hoch auf. Allerdings fällt der Sensor im Micro-Four-Thirds-Format kleiner aus als etwa bei unserem Testsieger. Bemerkbar macht sich das vor allem, wenn Sie bei wenig Licht fotografieren. Nächtliche Stadtszenen oder Fotos in dunklen Kirchen gelingen mit der GX9 nicht ganz so gut.

Das kleine Manko macht sie aber mit dem riesigen Objektivangebot wieder wett. Es passen übrigens auch alle Objektive von Olympus und umgekehrt auch die Panasonic-Objektive auf die Olympus-Kameras.

Immer noch gut

Sony Alpha 6000

Test Systemkamera: Sony Alpha 6000
Hier bekommt man Top-Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. 4K-Videos und Bildstabilisator fehlen aber.

Die Alpha 6000 von Sony hat lange Zeit unsere Bestenliste angeführt, jetzt ist sie unsere Preis-Leistungsempfehlung. Nach wie vor top ist bei ihr die Bildqualität, die kaum schlechter ist als bei unserem Testsieger. Zudem punktet sie mit einem kompakten, leichten Gehäuse.

Allerdings macht die Alpha 6000 nicht einen ganz so hochwertigen Eindruck wie die meisten anderen von uns getesteten Kameras. Nicht, dass sie klapprig wirken würde – aber die Apparate von Fujifilm zum Beispiel wirken edler. Besonders gegen Staub oder Spritzwasser geschützt ist die Alpha 6000 auch nicht. Und im Vergleich zu ihrem Nachfolgemodell fehlt ihr ein wichtiges Ausstattungsmerkmal: Die elektronische Wasserwaage. Sie hilft Ihnen beim Fotografieren, die Kamera exakt waagerecht auszurichten.

Dass die Alpha 6000 nur in FullHD filmt, lässt sich angesichts ihres günstigen Preises wahrscheinlich verschmerzen, ebenso den fehlenden Bildstabilisator – den gibt es bei Sony im Objektiv.

Außerdem getestet

Die Fujifilm X-E3 ist technisch sehr eng verwandt mit der X-T20. Das Gehäuse hat eine ähnliche Quaderform wie bei der Alpha 6300, unserem Favoriten. Irgendwie hat Fujifilm es nicht geschafft, da noch einen Blitz einzubauen und legt ihr zum Ausgleich einen kleinen, klappbaren Aufsteckblitz mit in den Karton. Der hilft aber nichts, wenn man ihn bei Bedarf nicht dabei hat. Im Praxistest ist etwas negativ aufgefallen, dass sich das Display weder klappen noch schwenken lässt, auch wahrscheinlich ein Zugeständnis aufgrund der kompakten Gehäuseform. Dafür gibt es einen kleinen Joystick, mit dem sich das aktive Fokusfeld besonders bequem auf die gewünschte Motivpartie legen lässt. Mit einem Gewicht von 387 Gramm ist die Fujifilm X-E3 eine der leichtesten Kameras im Testfeld.

Die EOS M50 ist die jüngste Spiegellose von Canon und überflügelt das Spitzenmodell EOS M5 in einigen Punkten. Etwa beim Videodreh, den die EOS M50 wahlweise auch in 4K-Auflösung absolviert. Hinzu kommen ein sehr guter Autofokus, Bedienung per Touchscreen und ein ergonomisches Gehäuse. Außerdem kann die M50 jedes neue Foto automatisch an ein Smartphone übertragen. Leider hält ihr Akku nicht lange durch und bei 4K-Videos wird der Bildausschnitt beschnitten und nur 25 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet.

Die Fujifilm X-T100 besitzt ein sehr gelungenes Retro-Design (sofern man Retro mag) und bietet als erstes Einsteigermodell von Fujifilm auch einen Sucher. Die Bedienbarkeit ist tadellos und (anders als bei den höherwertigen Fujifilm-Modellen) auf Einsteiger abgestimmt. Der Touchscreen ist klappbar, sogar um 180 Grad in die Selfie-Stellung. Das neue 3-Fach-Zoom, das als Kit-Objektiv mitgeliefert wird, hat eine motorische Zoom-Verstellung und ist ausgeschaltet recht flach. 4K-Video filmt sie allerdings nur mit ruckeligen 15 Bildern pro Sekunde.

Olympus OM-D E-M10 III

Wenn es Ihnen auf eine besonders kompakte Kamera ankommt, die zudem noch deutlich weniger kostet als unser Favorit, sollten Sie ein Auge auf die Olympus OM-D E-M10 III werfen. Zwar muss sie mit einem etwas kleineren Bildsensor auskommen als die meisten Kameras in unserem Testfeld, das bemerkt man im Alltag aber nicht. Bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa in einem dunklen Partykeller, gerät sie dann aber ins Hintertreffen. Dafür wartet sie mit einer ganzen Reihe pfiffiger Automatikfunktionen auf, über die sich besonders weniger versierte Fotografen freuen werden.

Die Canon EOS M5 ist nominell die beste Spiegellose von Canon und hat einiges zu bieten. Da wäre zum Beispiel das Bedienkonzept, das den Spiegelreflexkameras von Canon sehr ähnlich ist. Ein wichtiges Argument für alle, die bereits eine DSLR von Canon in der Fototasche haben. Außerdem bietet die EOS M5 eine durchdachte Touch-Bedienung, einen flotten Autofokus und klassentypische Bildqualität. Dem steht entgegen: Die EOS M5 filmt nicht in 4K und es gibt nur ein mageres Angebot an Objektiven.

Mit der X-A5 hat Fujifilm eine besonders kompakte und preisgünstige Spiegellose ins Programm aufgenommen. Keine Kompromisse muss man bei der Bildqualität hinnehmen: Mit 24 Megapixeln löst der Sensor zeitgemäß hoch auf, die Objektive von Fujifilm sind hervorragend. Abstriche macht die X-A5 beim Komfort, auf einen Sucher verzichtet sie komplett und sie filmt zwar in 4K, aber nur mit 15 Bildern pro Sekunde – das ist zu wenig für ruckelfreie Filme. Dafür belastet sie mit ihrem Gewicht von nur 360 Gramm das Reisegepäck kaum.

Mehr auf die Handtasche zielt auch die Pen E-PL9 von Olympus. Die Kamera will besonders stylisch sein, die technische Ausstattung steht bei ihr nicht so sehr im Vordergrund. Dabei kann sie sich durchaus sehen lassen. So hat die Pen E-PL9 etwa einen Bildstabilisator an Bord, filmt in 4K und koppelt sich via Bluetooth an ein Smartphone. Mit ihren 16 Megapixeln schafft sie es aber nicht in die Top-Liga.

Panasonic Lumix DC-GX800

Wer es besonders klein und handlich mag, sollte einen Blick auf die Panasonic Lumix DC-GX800 werfen. Sie ist wirklich sehr kompakt geraten, allerdings musste Panasonic dafür den elektronischen Sucher weglassen. Unter der schicken Kunststoffhülle fehlt es dagegen an fast nichts. Die kleine Systemkamera beherrscht 4K-Video, bietet einen sehr schnellen Autofokus und liefert auch bei schlechtem Licht noch ordentliche Fotos ab. Vor allem aber bietet die Panasonic Lumix DC-GX800 auch für Einsteiger clevere Automatik-Funktionen und gleich 23 Motivprogramme. Dass ihr Micro-Four-Third-Sensor lediglich 16 Megapixel auflöst, kann man angesichts des günstigen Preises verschmerzen.

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Kommentare

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Andreas
Andreas

Das ist der schlechteste Artikel den ich je gelesen habe. Viel zu pauschal, keine Überlegungen zu weiteren Kosten und die eigene Vorliebe ist sofort zu erkennen.

Friedemann Jepp
Friedemann Jepp

Für mich ist Sony, besonders die Alpha 7 RII,
die beste Kamera .

Jacque Duprée
Jacque Duprée

Das Bedienkonzept bei Fuji ist ja wohl tausend mal besser als bei Sony! Zumindest wenn nan die Fujifilm XT-2 mit der Sony Alpha 6500 und der Sony Alpha 7 II vergleicht! Sogar das Bild ist um ein vielfaches besser obwohl Fujifilm XT-2 eine APSC-Kamera ist und die Sony Alpha 7II eine Vollformat!

Tom Scholz
Tom Scholz

Die beste Cam ist die Fuji XT20.
Als Sony Fanboys ist es klar dass hier die Sony gewinnt.
Fuji ist im Aps-c Bereich in puncto Farben, Bedienung und gerade Objektivauswahl das Mass der Dinge.
Fuji pflegt seine Objektivserie wie kein Anderer…die Qualität der Linsen ist outstanding…..die Jpegs auch outstanding.

Mani Thongduang
Mani Thongduang

Die Panasonic Lumix G81 vermisse ich da, die Kamera gehört eigentlich ganz nach vorne.

Christoph Münch
Christoph Münch

Noch besser fährt man, wenn man statt der Olympus E-M10III das Vorgängermodell E-M10II kauft. Für weniger Geld gleiche Bildqualität (nur der Stabilisator der III ist ein Tickchen besser), und man hat bestimmte Funktionen, die bei der III zugunsten des „einsteigerfreundlichen“ Schnickschacks wegrationalisiert wurden.

Tobias Müller
Tobias Müller

Mit Micro-Four-Thirds. Da kann man gleich das Handy zum knipsen nehmen

Picjagger
Picjagger

Sowas kann nur von Leuten kommen die weder von der Technik noch vom Fotografieren Ahnung haben … abgesehen davon das ein guter Fotograf auch mit den heutigen Hands beeindruckende Bilder hinbekommt ?

Andreas
Andreas

So Leute wie Tobias einfach quatschen lassen 😉

Markus Brüggemann
Markus Brüggemann

Sony ist das System mit den wenogsten und schlechtesten Objektiven. Da kommt man nicht an Olympus, Panasonic und Fuji vorbei. Ein Kamerasystem besteht aus mehr als nur dem Gehäuse.

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern Sonys Bedienkonzept für Anfänger geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Totaler Funtionsoverkill, den keine Sau braucht, in 30 Menus mit Untermenus.

Steffen Winkler
Steffen Winkler

Schon mal bei Olympus reingeschaut? Das ist der Graus!

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern das Sony Bedienkonzept für Anfänger gut geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Es gibt unendlich viele quasi nutzlose Optionen in 30 Untermenus mit Untermenus. Be

Matthias Lotte Loß
Matthias Lotte Loß

Sony…überhaupt nicht schick, kein Charme, teure und lausige Gläser, eher was für die breite stumpfe Masse

Bernhard Wimair
Bernhard Wimair

Naaaajaaaaa… Die gläser sind teurer, aber auch großteils top. Und wenn canon solche sensoren hinkriegen würde, hätte ich vor 2,5 jahren nicht wechseln „müssen“.

Thomas Hiller
Thomas Hiller

zumindest leistet sich sony nicht die frechheit „neue“ geräte mit reduzierter leistung zum höheren preis auf den markt zu bringen.

Marco Köhler
Marco Köhler

Schick ist eh nur Fuji und Olympus, Sony schaut neutral technisch aus, allerdings noch 10 Mal über den rundgelutschten Plastikklumpen von Canon. Ich mein selbst wenn sie nicht Plastik sind sehen sie nach Plastik aus…

Volker Kek
Volker Kek

Also ich kann das Ergebnis nicht nachvollziehen. Besitze eine 6000. Nutze diese neben meiner EOS 6D als Zweitsystem. Zwischenzeitlich habe ich einen sehr guten Vergleich, der Mehrpreis der 6300 ist durch nichts zu rechtfertigen. Mir ist schleierhaft wo der Autofokus besser sein soll! Ebendo die Geschwindigkeit. Wer ein erstklassiges System haben möchte kauft sich Sigma Festbrennweiten der Art Serie dazu. Die Ergebnisse sind schlichtweg überagend und vergleichbar mit Vollformat.

Peter Bastian
Peter Bastian

Ich hatte eine 6000 und habe eine 6300 es gibt viele Unterschiede die den Preis rechtfertigen

Dietmar Auerbach
Dietmar Auerbach

Cooler Test! Diana 🙂

Florian Endt
Florian Endt

Die Akkulaufzeiten der einzelnen Geräte wären sehr interessant gewesen

Marco Mißfeldt
Marco Mißfeldt

Nicht die G81 im Test dabei? Hm….

Martin Palla
Martin Palla

Genau, gx80 vergessen…5axis in body stabilisation, kompatible Objektive von Panqsonic und zuiko Olympus…sehr grosser Spieler im bereich 4/3 Sensor Grösse…

Norbert Heyermeyer
Norbert Heyermeyer

Leider nicht berücksichtigt, das Sony’s durch die geringe Objektivauswahl sehr schnell sehr teuer werden, oder das die MFTs den ISO-Rauschnachteil durch günstige offenblendige (f/1.4) Objektive leicht ausgleichen.
Nur den Body zu testen, ohne das System als Ganzes zu beweten, ergibt kein brauchbares Testergebnis.

Franz Hammer
Franz Hammer

Objektive anderer Hersteller sind für Sie keine Option ? Lg

Sven Hanzel
Sven Hanzel

In der Preisklasse zwischen 350 und 1000 gibt es fast keine Objektive für Sony APSC. Auch kaum lange Brennweiten oder Makros von Markenherstellern.