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Die beste Systemkamera bis 800 Euro

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Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 Mit E 16 50 Mm [foto Sony] Gct2ka
Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht

fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

Wir haben 15 Einsteiger-Systemkameras getestet. Die beste ist für uns die Sony Alpha 6100. Sie überzeugt mit einem handlichen Gehäuse mit klappbarem Touchscreen plus Sucher, durchdachtem Funktionsumfang, super Bildqualität sowie einem flotten Autofokus und schnellen Serienbildern. Die seit Herbst 2019 erhältliche Kamera lag zunächst über der hier gesetzten Preisgrenze, ist mittlerweile aber bei vielen Händlern inklusive Kit-Objektiv günstiger zu bekommen.

Update 4. Februar 2020

Unsere bisherige Top-Empfehlung, die Sony Alpha 6300, läuft aus und wir haben uns auf die Suche nach einem neuen Testsieger gemacht und vier neue Systemkameras in der Preisklasse unter 800 Euro getestet: Die Canon EOS M200, die Fujifilm X-A7, die Panasonic Lumix GX880 und die Sony Alpha 6100. Während die ersten drei es nicht in die Empfehlungen geschafft haben (sie finden Sie aber in der Vergleichstabelle und am Ende unter „Außerdem getestet“) ist die Sony Alpha 6100 unser neuer Testsieger in dieser Klasse.

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3. Juli 2019

Wir haben den Test umfassend überarbeitet und dabei eine neue Preisgrenze festgelegt. Ab sofort gilt für diese Empfehlungen „maximal 800 Euro“, und zwar inklusive Standard-Zoomobjektiv. Der Grund dafür: Das Angebot an spiegellosen Systemkameras wächst kontinuierlich und in der Klasse bis 800 Euro bekommt man heute eine Qualität, für die man vor einiger Zeit noch deutlich mehr ausgeben musste. Unser Testsieger bleibt die Sony Alpha 6300.

5. April 2018

Wir haben vier neue Modelle in unseren Test aufgenommen. Die Panasonic Lumix DC-GX9 ist eine neue Empfehlung. Unser Testsieger bleibt die Sony Alpha 6300.

Handlich wie eine Kompaktkamera, dabei flexibel und mit der Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) – das sind die Vorteile spiegelloser Systemkameras, auch DSLMs genannt.

Wie bei einer DSLR kann man auch mit einer spiegellosen Systemkamera das Objektiv wechseln: Setzen Sie zum Beispiel ein Weitwinkelobjektiv an, um eine weite Landschaft aufzunehmen, und mit einem Teleobjektiv gehen Sie auf Tuchfühlung mit dem Kirchturm am Horizont oder einem Reh am Waldrand.

Preislich gibt es Systemkameras in einem breiten Spektrum von etwa 500 bis weit über 10.000 Euro. Dabei ist bei den günstigeren Modellen oft ein Objektiv im Preis enthalten, bei den teuren kostet es immer noch extra.

Für diesen Artikel haben wir gute Einsteiger-Systemkameras getestet. 800 Euro haben wir hierfür als Budget angesetzt. Weil es für viele Käufer die erste Systemkamera sein dürfte, soll in dem Preis zumindest ein preisgünstiges Objektiv enthalten sein. Ergänzen kann man dann später immer.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sony Alpha 6100

Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 Mit E 16 50 Mm [foto Sony] Op5mgf
Hervorragende Bildqualität, schneller Autofokus, schnelle Serienbilder, kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Ganz gleich, ob schnelle Actionfotos, ungeplante Schnappschüsse oder Aufnahmen in der Dämmerung und in der Nacht gefordert sind: Die Sony Alpha 6100 meistert jede Aufgabe mit Bravour. Ihre sehr hohe Serienbildrate fängt beim Sport garantiert den entscheidenden Moment ein und der Autofokus reagiert blitzschnell auf jede Situation, verfolgt Gesichter und identifiziert nicht nur Menschenaugen sondern sogar auch viele Tieraugen.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Der Autofokus der Fujifilm X-T20 stellt ebenfalls sehr schnell scharf, Serienbilder nimmt sie sogar mit einem nochmal etwas höheren Tempo auf. Ihre Bildqualität ist nicht schlechter als die der Alpha 6100. Allerdings wendet sich das Bedienkonzept der X-T20 eher an etwas geübte Fotografen (manchem gefällt das besser). Insgesamt zweifellos eine super Kamera für das Geld! Wir wissen allerdings nicht, wie lange es sie noch gibt. Anders als Sony lässt Fujifilm seine älteren Kameras nicht ewig im Programm. Nachfolger der X-T20 ist die X-T30, die zweifellos noch etwas besser, aber auch teurer ist (und deshalb nicht mehr in die hier gesetzte Preisgrenze fällt).

Mit kamerainternem Bildstabilisator

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Viele Funktionen und super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Wenn Sie, z. B. aufgrund des sehr großen Objektiv-Angebots zum Micro-Four-Thirds-System tentieren, sollten Sie ein Auge auf die Panasonic Lumix DC-GX9 werfen. Zwar hat sie einen etwas kleineren Bildsensor als die anderen Kameras in unserem Testfeld, das merkt man bei alltäglichen Aufnahmen aber kaum. Nur bei schlechten Lichtverhältnissen gerät die GX9 gegenüber Kameras mit größerem Sensor ins Hintertreffen. Dafür gibt es – einzigartig bei der GX9 – einen klappbaren Sucher. Und nicht zu vergessen: Ein sehr wirkungsvoller Bildstabilisator ist auch direkt in die Kamera eingebaut.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerProfi im RetrolookMit kamerainternem Bildstabilisator
ModellSony Alpha 6100Fujifilm X-T20Panasonic Lumix DC-GX9Sony Alpha 6000Fujifilm X-E3Canon EOS M50Fujifilm X-T100Fujifilm X-A7Olympus OM-D E-M10 IIICanon EOS M200Canon EOS M5Fujifilm X-A5Olympus Pen E-PL9Panasonic Lumix DC-GX880
Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 Mit E 16 50 Mm [foto Sony] Op5mgfTest Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9Test Systemkamera: Sony Alpha 6000Test Systemkamera: Fujifilm X-E3Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Canon EOS M50Test Systemkamera bis 800 Euro: Fujifilm X-T100Systemkamera bis 800 Euro Test: Fujifilm X A7 Mit Xc 15 45 Mm Ois Pz Grau Schwarz [foto Fujifilm] Bsiy45Test Systemkamera: Olympus OM-D E-M10 IIITest Systemkamera bis 800 Euro: Canon EOS M200Test Systemkamera: Canon EOS M5Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Olympus Pen E-PL9Systemkamera bis 800 Euro Test: Bildschirmfoto 2020 02 04 Um 16.26.32
Pro
  • Exzellente Bildqualität
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • 4K-Video
  • Hervorragende Ausstattung
  • Reaktionsschneller Autofokus
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • 4K-Video
  • Kompakt
  • 4K-Video
  • Schnelle Serienbilder
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • Kompaktes Gehäuse
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • Nach vorne klappbares Display
  • 4K-Video (25 fps)
  • Top-Technik für wenig Geld
  • Integrierter Blitz
  • Leicht und handlich
  • Sehr kompakt und handlich
  • Sehr kompakt und leicht
  • 4K-Video (nur 25p)
  • Einsteigerfreundliche Bedienung
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Schneller Autofokus
  • Schnelle Serienbilder
  • 4K-Video (nur 25 fps)
  • Integrierter Blitz
  • Leicht und handlich
  • 4K-Video
  • 4K-Video
  • Besonders kompakt und leicht
  • Preisgünstig
Contra
  • Kein integrierter Bildstabilisator
  • Teilweise komplizierte Bedienung
  • Gehäuse nicht wettergeschützt
  • Etwas langsamer Autofokus
  • Kein eingebauter Bildstabilisator
  • Ausrichthife im Sucher fehlt
  • Kein 4K-Video
  • Kein Blitz eingebaut
  • Kein Klappmonitor
  • Sehr geringe Akkureichweite
  • 4K-Video nur mit 15p
  • Kein Sucher
  • Geringe Akkureichweite
  • Etwas geringe Auflösung
  • Kein 4K-Video
  • Kein Sucher
  • Kein Blitz
  • Geringe Akkureichweite
  • Kein Sucher
  • Nur wenige Serienbilder
  • 4K-Video nur mit 15p
  • Kein Sucher
  • Etwas geringe Auflösung
  • Kein Sucher
  • Etwas geringe Auflösung
  • Sehr geringe Akkureichweite
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was macht eine gute Kamera aus?

Derzeit gibt es 66 verschiedene, aktuelle Systemkameras. Mit ein paar weiteren Auslaufmodellen, die nur noch vereinzelt erhältlich sind, dürften es rund 75 Modelle sein, die man derzeit neu kaufen kann. Preislich liegen die günstigsten bei 500 Euro inklusive Objektiv, die teuersten bei über 10.000 Euro ohne Objektiv. Entsprechend groß ist natürlich der Leistungsunterschied.

Im ganz unteren Preissegment um 500 Euro gibt es sowohl ganz frische Modelle als auch solche, die schon länger auf dem Markt sind. Beiden gemeinsam ist, dass sie technisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind. Dennoch lassen sich damit natürlich gute Fotos machen und wir stellen am Ende dieser Seite unter »Außerdem getestet« auch einige solche Kameras vor.

Wenn man aber 200 bis 300 Euro drauflegt, bekommt man aktuelle Kameras mit neuester Technik – oder feine, gehobene Mittelklasse-Modelle, die vor einiger Zeit noch fast das Doppelte gekostet haben. Entsprechend wenig Kompromisse muss man in dieser Preisklasse mittlerweile eingehen, entsprechend haben wir die Anforderungen für unsere Empfehlungen ganz schön hoch angesetzt. Dies war unsere Anforderungs-Liste:

  • Mindestens 20 Megapixel Bildgröße sollten es sein, gerne noch mehr. Die Anzahl der Megapixel alleine sagt noch nicht viel über die Bildqualität aus, aber eine höhere Megapixel-Zahl eröffnet die Möglichkeit, nachträglich noch einen Bildausschnitt genauer festzulegen.
  • Ein schneller und präziser Autofokus ist wichtig. Den braucht man nicht nur bei Sport-Aufnahmen, sondern auch, wenn man Kinder oder Tiere fotografiert.

Schnelle Serienbilder bringen Pluspunkte

  • Schnelle Serienbilder bringen Pluspunkte, denn manchmal hilft nur »Draufhalten« und sich dann aus einer Reihe von etlichen Aufnahmen das beste Bild auszusuchen.
  • Hochauflösendes 4K-Video soll drin sein, und zwar mit einer ruckelfreien Bildrate von mindestens 25, besser 30 Bildern pro Sekunde. Solche hochauflösenden Videos sehen einfach großartig aus. Selbst falls Sie heute noch keinen 4K-Fernseher haben, Ihr nächster wird bestimmt einer. Und dann werden Sie sich freuen, wenn die Videos, die Sie mit Ihrer neuen Kamera gedreht haben, schon die hohe Auflösung haben.
  • Ein Sensor-Shift-Bildstabilisator gibt Pluspunkte, soll aber keine Bedingung sein. Viele Objektive haben ja einen Bildstabilisator eingebaut. Aber es kann nicht schaden, wenn die Kamera auch einen hat. Für noch mehr Stabilisierungsleistung kann man teilweise auch beide Verfahren kombinieren.
  • Ein Sucher muss sein, nicht ausschließlich ein Monitor. Im hellen Sonnenlicht ist das Bild auf Kameramonitoren oft nicht gut erkennbar. Aber auch fürs konzentrierte Fotografieren eignet sich ein Sucher viel besser als ein Monitor. Zudem beugt die Haltung der Kamera dicht am Körper und am Kopf Verwacklungen vor. Beim Blick auf den Live-View-Monitor am womöglich gestreckten Arm hingegen muss der Bildstabilisator einiges leisten.
Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 Mit E 16 50 Mm [foto Sony] Nzqfbq
Der Klappmonitor der Sony Alpha 6100 lässt sich z.B. sogar um 180 Grad umklappen.
  • Ein Klapp-Monitor ist eine feine Sache. Er ermöglicht Aufnahmen über Menschenmengen hinweg oder dicht vom Boden aus, ohne selber im Dreck zu knien. Für unsere Auswahl keine Pflicht, gibt aber Pluspunkte.
  • Am Touchscreen scheiden sich hingegen eher die Geister. Die Konfiguration der vielen Einstellungen per Touchscreen bekommt bislang kein Hersteller gut hin. Zu sehr ist man noch den alten Bedienkonzepten verhaftet. Aber bei einer Sache ist ein Touchscreen auf jeden Fall praktisch: bei der Wahl des Punktes, auf den die Kamera scharfstellen soll. Einfach auf die entsprechende Stelle am Monitor tippen – schon sitzt die Schärfe da, wo man sie haben will (das funktioniert meist sogar, wenn man gar nicht auf den Monitor, sondern in den Sucher schaut). Die Alternative dazu ist die Wahl des Fokus-Punkts per Joystick. Darauf schwören viele Anwender und schalten einen evtl. vorhandenen Touchscreen lieber ab. Wir meinen: Ein Touchscreen gibt Pluspunkte, ist aber keine Bedingung.

Ein Zoom-Objektiv sollte im Lieferumfang enthalten sein

  • Ein Zoom-Objektiv sollte für 800 Euro mit dabei sein, mit dem man zumindest mal starten kann. Selbst wenn Sie höherwertige Objektive dazukaufen und Ihr Kit-Objektiv vielleicht später kaum noch nutzen – spätestens wenn Sie die Kamera mal verkaufen, um vielleicht auf ein neueres oder noch höherwertiges Gerät zu wechseln, ist es vorteilhaft, wenn Sie ihre Kamera dann betriebsbereit inklusive Objektiv weitergeben können.
  • Für unsere Empfehlungen sollte es jeweils ein ausreichend breites Angebot an Objektiven geben. Die sollten natürlich Autofokus haben. Und wenn Fremdhersteller das System mit unterstützen, wäre das sicherlich auch nicht verkehrt – das vergrößert das Objektiv-Angebot.

Selbst bei unseren zugegebenerweise nicht gerade geringen Anforderungen stoßen wir auf ein erfreulich breites Angebot, sodass wir nicht nur einen Testsieger, sondern auch noch weitere interessante Empfehlungen haben.

Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 [foto Medianord] A130eg

Unser Favorit: Sony Alpha 6100

Unser bisheriger Favorit in der Preisklasse bis 800 Euro inklusive Objektiv war die Sony Alpha 6300. Diese Kamera ist mittlerweile ein Auslaufmodell und nur noch sehr vereinzelt erhältlich, sodass sich ihr Marktpreis sogar wieder über die 800 Euro bewegt hat. Einen adäquaten Nachfolger in dieser Preisklasse haben wir wiederum bei Sony gefunden: Unsere neue Top-Empfehlung ist die Sony Alpha 6100, die im Oktober 2019 auf den Markt kam.

Testsieger

Sony Alpha 6100

Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6100 Mit E 16 50 Mm [foto Sony] Op5mgf
Hervorragende Bildqualität, schneller Autofokus, schnelle Serienbilder, kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Die 6100 ist dabei, wie die Zahl schon andeutet, kein Nachfolgemodell der 6300, sondern eigentlich darunter angesiedelt. Sie soll die Alpha 6000 beerben, die 2014 für rund 800 Euro inklusive Objektiv auf den Markt kam, mittlerweile aber unter 500 Euro erhältlich ist und zu den meistverkauften Digitalkameras überhaupt gehört.

Im Gegensatz zur mittlerweile technisch nicht mehr ganz aktuellen Alpha 6000 ist die Alpha 6100 top aktuell und bestens ausgestattet. Sie enthält eine Menge Technik, die sich auch in den höherwertigen und weitaus teureren Modellen aus der Sony Alpha 6000er Produktlinie finden. Dazu gehört z. B. der höchst leistungsfähige Bildprozessor aus der Profikamera Sony Alpha 9, den Sony der Einfachheit halber auch in alle günstigeren Produkte einbaut (was diesen außerordentlich gut bekommt).

Mittlerweile werden vom Autofokus selbst Tiergesichter erkannt

Dazu zählt auch ein äußerst leistungsfähiger und intelligenter Autofokus mit 425 Kontrast-AF-Sensoren mit 85 Prozent Bildfeld-Abdeckung, der nicht nur auf Menschenaugen automatisch scharfstellt, sondern mittlerweile sogar Tieraugen identifizieren kann. Oder die 4K-Videofunktion mit bis zu 30 fps (Frames per Second, Bildern pro Sekunde), die allerdings nur bis 25 fps die gesamte Sensorbreite nutzt und eine tolle Qualität bietet (bei 4K mit 30 fps wird ein um den Faktor 1,2 kleinerer Ausschnitt des Sensors genutzt).

Die Drahtlos-Schnittstellen Bluetooth und WLAN sind selbstverständlich vorhanden und damit in Verbindung mit einem Smartphone nahtloses Geotagging, Fernsteuerung inklusive Live-Bild und eine relativ einfache Bildübertragung aufs Handy.

Auch die übrigen Eckwerte können sich sehen lassen. Ihr Bildsensor im APS-C-Format hat 24 Megapixel, das ist seit längerem Standard bei dieser Sensorgröße und stellt einen guten Kompromiss aus Auflösung und Pixelgröße dar. Und bei schnellen Serienaufnahmen zeigt diese »Einsteigerkamera« vielen teureren Modellen, wo der Hammer hängt: Satte elf Fotos pro Sekunde kann sie schießen und das gleich für 116 Aufnahmen in Folge in JPEG oder 46 Aufnahmen in Rohdaten – das Ganze sogar mit Echtzeit-Autofokus-Tracking auf Gesichter, Augen oder Tieraugen.

Wo muss man denn bei so einer Top-Einsteigerkamera überhaupt Abstriche machen? Was könnte noch besser gehen? Der auffälligste Unterschied ist das Kameragehäuse selbst. Dieses besteht bei der Sony Alpha 6100 aus Kunststoff. Das keinesfalls per se irgendwie schlecht oder wenig haltbar oder nachlässig verarbeitet. Das wäre auch schlimm, denn 800 Euro sind ja auch durchaus eine Investition.

Gut verarbeitetes Kunststoffgehäuse

Es gibt übrigens Kameras von anderen Herstellern, die deutlich mehr kosten und die ebenfalls ein (gut verarbeitetes) Kunststoffgehäuse haben. Es geht dabei mehr um die Haptik, das Handgefühl. Eine Sony Alpha der nächst höheren Modellnummer (Alpha 6400) fühlt sich mit ihrem edlen Metallgehäuse halt nochmal deutlich besser an, kostet dann aber eben auch ein bisschen mehr.

Auch beim elektronischen Sucher gibt es »Luft nach oben«. Der von der Alpha 6100 löst 1,44 Millionen Bildpunkte auf. Teurere Kameras packen da nochmal die Hälfte drauf. Noch mehr Serienbilder am Stück oder HDR-Videos (beides bekommt man erst in teureren Modellen) sind hingegen Sachen, die Leute brauchen, die dann ohnehin zu den größeren Modellen greifen. Da hat Sony also sinnvoll abgespeckt.

Set-Objektiv E 16-50 mm 3,5-5,6 PZ OSS

Die Sony Alpha 6100 gibt es im Set mit dem E 16-50 mm 3,5-5,6 PZ OSS, das uns auch im Test zur Verfügung stand und genau dieses Kit ist es auch, das es bei einigen Händlern unter die 800-Euro-Marke geschafft hat. Das kleine Powerzoomobjektiv ist besonders kompakt und wird elektronisch gezoomt, was bei Videoaufnahmen durchaus interessant sein kann. Das Objektiv ist zwar nicht gerade für eine besonders hohe Bildqualität berühmt, aber das eingefahren schön flache Objektiv passt perfekt zur geringen Größe der Sony Alpha 6100.

Einige Händler bieten die Alpha 6100 auch nur als Gehäuse, also ohne Objektiv an. Dies klingt vielleicht verlockend für Leute, die gleich ein höherwertiges Objektiv kaufen wollen oder noch eines von ihrer vorherigen Sony Alpha Kamera haben.

Wir raten zur Variante mit E 16-50mm Motorzoom-Objektiv

Unser Meinung nach ist es aber schlauer, die Alpha 6100 in jedem Fall mit dem kleinen E 16-50mm Motorzoom-Objektiv zu kaufen. Der Preis-Unterschied zur Nur-Gehäuse-Version ist gering, normalerweise ca. 50 bis 100 Euro (in einigen Aktionen bekommt man sogar die Kamera mit Objektiv günstiger als ohne).

Selbst wenn Sie die Kamera mit einem besseren (und größeren, schwereren und teureren) Objektiv betreiben wollen, wird es wahrscheinlich Situationen geben, wo Sie das kleine, leichte und flache Kit-Objektiv schätzen werden und wo es mit der Kamera ausreichend gute Bilder macht. Und wenn Sie die Kamera in einigen Jahren vielleicht mal verschenken oder verkaufen wollen, geht das auch viel besser zusammen mit Objektiv. Ein kleiner Aufpreis fürs Objektiv ist also gut angelegt.

Hinweis: Die Preise im Kameramarkt sind immer ein wenig in Bewegung. Meistens nach unten. Als dieser Text entsteht, ist die Alpha 6100, die anfangs unserer Meinung nach preislich zu hoch positioniert war, im Handel gerade unter die 800-Euro-Marke gefallen. Die Sony Alpha 6400 folgt ihr aktuell in rund 130 bis 200 Euro Abstand. Diesen Aufpreis ist die Alpha 6400 durchaus wert (die wesentlichen Unterschiede haben wir oben genannt). Wenn es bei Ihnen also ein paar Euros nicht ankommt, schauen Sie sich doch auch die Alpha 6400 einmal an. Sie ist Zweitplatzierte in unserem Test der Systemkameras bis 1300 Euro.

Sony Alpha 6100 im Testspiegel

Im digitalkamera.de-Test überzeugt die Alpha 6100 als leistungsfähige, schnelle Fotokamera mit hoher Bildqualität in einem kompakten Gehäuse, die auch sehr gute Videos aufzeichnen kann.

Im Test der Zeitschrift DigitalPhoto zeigt sich die Kamera als hochauflösend mit tollem Rauschverhalten auch bei höheren ISO-Einstellungen. Die Ausstattung ist für den Anschaffungspreis zu gering (auf Basis der UVP, der effektive Preis ist heute schon deutlich niedriger), dennoch nicht schlecht. Am Ende erreichte die Kamera ein sehr gutes Testergebnis.

Mit einer sehr hohen Geschwindigkeit kann die Kamera im Test des fotoMagazins punkten. Liegt bei der Ausstattung aber etwas hinter dem großen Schwestermodell zurück. Die Bildqualität ist auf hohem Niveau was die Auflösung und das Bildrauschen angeht.

Alternativen

Die Sony Alpha 6100 ist für uns die beste Einsteiger-Systemkamera für unter 800 Euro für die meisten Fotografen. Doch wer seine Schwerpunkte anders setzt oder vielleicht ein Design mit einem klassischen Sucherbuckel bevorzugt, der wird sich vielleicht mit unseren Alternativen anfreunden können.

Profi im Retrolook

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Die X-T20 von Fujifilm lässt sich auf Wunsch mit Fingertippen und -wischen auf dem Display bedienen. Das funktioniert sogar im sehr übersichtlichen Schnellmenü mit seinen großen Einstellfeldern – klasse!

Die X-T20 sieht etwas wie eine gute alte Spiegelreflexkamera aus dem vorherigen Jahrhundert aus. Das Retro-Design ist ein Markenzeichen von Fujifilm. Man kann das als »klassisch« empfinden oder als »old school«, das ist reine Geschmackssache. Unter der Haube steckt jedenfalls modernste Technik.

So beherbergt der Sucherbuckel einen wunderschön versteckten Bordblitz, der sich mit einem eigenen Hebel ausklappen und aktivieren lässt. Überhaupt gibt es bei der X-T20 für fast jede Funktion ein eigenes Bedienelement. Zum Beispiel ein Wählrad, mit dem Sie die Belichtungszeit einstellen können – wie damals eben.

Was der X-T20 fehlt, ist ein Moduswählrad, über das sich die grundlegenden Betriebszustände der Kamera schnell ändern lassen. Dafür bietet sie einen Automatik-Hebel, nach dessen Betätigung sich auch Motivprogramme wählen lassen. Die klassischen Kreativprogramme wie Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie der manuelle Modus werden allerdings wie bereits vor Jahrzehnten eingestellt. Wer damals schon fotografiert hat, für den ist die Fujifilm X-T20 mit ihrem analogen Bedienkonzept ideal.

Technisch ist sie auf Augenhöhe mit unserer Favoritin. Vor allem ihre sehr hohe Serienbildrate von 14 Bildern pro Sekunde, gepaart mit einem flotten Autofokus, hat uns im Test positiv überrascht. Damit ist die X-T20 absolut schnappschusstauglich und macht sogar bei Sport- und Actionfotos eine gute Figur. Und wie die Alpha 6100 hat sie ein klappbares Display, das Überkopf- und bodennahe Fotos erleichtert.

Die Bildqualität erreicht ein sehr hohes Niveau – vor allem, wenn man die Bildaufbereitung durch die Kamera etwas anpasst. Dann werden die Aufnahmen sehr detailreich und knackscharf, selbst wenn bei schwindendem Licht etwas höhere ISO-Werte nötig werden. Außerdem eröffnet die Fujifilm X-T20 dem Fotografen viel Raum für kreative Spielereien. So lassen sich zum Beispiel die Bildlooks diverser analoger Filme simulieren – natürlich nur solcher von Fujifilm.

Die X-20 wäre also praktisch genauso ein Anwärter auf unsere Top-Empfehlung wie die Sony Alpha 6100. Allerdings wissen wir nicht, wie lange es sie noch geben wird. Sony und Fujifilm verfolgen eine sehr unterschiedliche Strategie, was alte Modelle angeht. Sony lässt viele alte Kameras sehr lange im Programm. Ihr Preis erodiert und alte Kameras rutschen nach und nach in günstigere Preisklassen. Bei Fujifilm hingegen lösen Nachfolgemodelle die Vorgänger über kurz oder lang ab und für andere Preisklassen gibt es andere, preisgünstigere Kameras.

Die X-T20 ist seit Februar 2017 auf den Markt, bekam aber im Mai 2019 mit der X-T30 ein direktes Nachfolgemodell (das aber nicht für unter 800 Euro zu haben ist und deshalb hier auf dieser Seite keine Berücksichtigung findet). Noch ist die X-T20 gut verfügbar und inklusive XC 15-45mm Objektiv schon für knapp unter 800 Euro zu haben. Die Frage ist, wie lange der Vorrat noch reicht. Wenn Ihnen die X-T20 gut gefällt, sollten Sie gegebenenfalls nicht zu lange warten – oder sich schon einmal die X-T30 für rund 200 Euro mehr anschauen.

Mit kamerainternem Bildstabilisator

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Viele Funktionen und super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Mit der Lumix DC-GX9 liefert Panasonic eine ausgesprochen kompakte Systemkamera, die viel zu bieten hat. Etwa einen integrierten Bildstabilisator, der bis zu viermal längere Belichtungszeiten ermöglicht. Oder 4K-Video-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde.

Die DC-GX9 punktet mit Ausstattungsdetails, die vor allem auf Reisen interessant sind. Sie verbindet sich nicht nur per WiFi sondern auch via Bluetooth mit einem Smartphone – auf Wunsch überträgt sie dann jede Aufnahme automatisch aufs Handy. Von dort können Sie die Fotos dann bequem per Mail oder bei Facebook & Co. verbreiten. Vom Smartphone bezieht die GX9 auch die GPS-Daten.

Panasonic hat es geschafft, sogar noch einen kleinen Bordblitz unterzubringen. Er springt nur bei Bedarf heraus und sollte seine Leistung einmal nicht reichen, lässt sich auch ein Systemblitz an die GX9 anschließen. Aber auch ohne Blitzlicht macht sie bei schwachem Licht noch gute Fotos. Denn dank ihres leistungsfähigen Bildstabilisators können Sie mit bis zu viermal längeren Belichtungszeiten fotografieren, ohne die Aufnahmen zu verwackeln. Das hilft, die ISO-Empfindlichkeit und damit Bildrauschen gering zu halten.

Obwohl das Gehäuse der Lumix ziemlich klein ist, hat Panasonic die Kamera ausreichend mit Bedienelementen versehen. So schalten Sie wichtige Betriebsarten, etwa den Autofokus, schnell per Schalter um und müssen keinen langwierigen Ausflug ins Kameramenü unternehmen. Der Bildsensor löst mit rund 20 Megapixeln sehr hoch auf. Allerdings fällt der Sensor im Micro-Four-Thirds-Format kleiner aus als etwa bei unserem Testsieger. Bemerkbar macht sich das vor allem, wenn Sie bei wenig Licht fotografieren. Nächtliche Stadtszenen oder Fotos in dunklen Kirchen gelingen mit der GX9 nicht ganz so gut.

Das kleine Manko macht sie aber mit dem riesigen Objektivangebot wieder wett. Es passen übrigens auch alle Objektive von Olympus und umgekehrt auch die Panasonic-Objektive auf die Olympus-Kameras.

Außerdem getestet

Die Alpha 6000 von Sony war vor einigen Jahren in dieser Preisklasse der Testsieger, und auch heute noch ist sie für ihren günstigeren Preis interessant. Nach wie vor top ist bei ihr die Bildqualität, die kaum schlechter ist als bei unserem Testsieger und sie schießt ebenso schnelle Serienbilder.

Allerdings ist die Alpha 6000 etwas in die Jahre gekommen. Immerhin wurden beim Nachfolgemodell (unserem Testsieger) 40 Punkte verbessert. Die Alpha 6000 filmt nur in FullHD, ihr Autofokus ist nicht so fortschrittlich und ihr Bildschirm hat keine Touch-Funktion. Wer das verschmerzen kann und eine preisgünstige Kamera für unter 500 Euro inklusive Objektiv sucht, ist mit der Alpha 6000 gut bedient.

Die Fujifilm X-E3 ist technisch sehr eng verwandt mit der X-T20. Das Gehäuse hat eine ähnliche Quaderform wie bei der Alpha 6100, unserem Favoriten. Irgendwie hat Fujifilm es nicht geschafft, da noch einen Blitz einzubauen und legt ihr zum Ausgleich einen kleinen, klappbaren Aufsteckblitz mit in den Karton. Der hilft aber nichts, wenn man ihn bei Bedarf nicht dabei hat. Im Praxistest ist etwas negativ aufgefallen, dass sich das Display weder klappen noch schwenken lässt, auch wahrscheinlich ein Zugeständnis aufgrund der kompakten Gehäuseform. Dafür gibt es einen kleinen Joystick, mit dem sich das aktive Fokusfeld besonders bequem auf die gewünschte Motivpartie legen lässt. Mit einem Gewicht von 387 Gramm ist die Fujifilm X-E3 eine der leichtesten Kameras im Testfeld.

Die EOS M50 ist die jüngste Spiegellose von Canon und überflügelt das Spitzenmodell EOS M5 in einigen Punkten. Etwa beim Videodreh, den die EOS M50 wahlweise auch in 4K-Auflösung absolviert. Hinzu kommen ein sehr guter Autofokus, Bedienung per Touchscreen und ein ergonomisches Gehäuse. Außerdem kann die M50 jedes neue Foto automatisch an ein Smartphone übertragen. Leider hält ihr Akku nicht lange durch und bei 4K-Videos wird der Bildausschnitt beschnitten und nur 25 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet.

Fujifilm X-T100

Test Systemkamera bis 800 Euro: Fujifilm X-T100

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Die Fujifilm X-T100 besitzt ein sehr gelungenes Retro-Design (sofern man Retro mag) und bietet als erstes Einsteigermodell von Fujifilm auch einen Sucher. Die Bedienbarkeit ist tadellos und (anders als bei den höherwertigen Fujifilm-Modellen) auf Einsteiger abgestimmt. Der Touchscreen ist klappbar, sogar um 180 Grad in die Selfie-Stellung. Das neue 3-Fach-Zoom, das als Kit-Objektiv mitgeliefert wird, hat eine motorische Zoom-Verstellung und ist ausgeschaltet recht flach. 4K-Video filmt sie allerdings nur mit ruckeligen 15 Bildern pro Sekunde.

Fujifilm X-A7

Systemkamera bis 800 Euro Test: Fujifilm X A7 Mit Xc 15 45 Mm Ois Pz Grau Schwarz [foto Fujifilm] Bsiy45

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Die Fujifilm X-A7 ist technisch sehr gut ausgestattet und bieten eine tolle Bildqualität sowohl bei Foto als auch bei Video auf gleichem Niveau wie unser Testsieger. Bei der Videoaufzeichnung in 4K mit 30 Bildern/s ist die Kamera voll auf der Höhe der Zeit. Dass ein einzelnes 4K-Video auf 15 Minuten begrenzt ist, ist (je nach Anwendung) im Allgemeinen kein Problem. Schön bei der Videoaufzeichnung ist der große, helle, neigbarer Monitor im 16:9-Format. Nicht schön ist, dass man in den Modus zur Videoaufzeichnung nur sehr umständlich über die »Drive«-Taste und mehrere Tastendrücke kommt.

Unter anderem wegen solcher unausgegorener Bedienung schafft es die Fujifilm X-A7 nicht in unsere Empfehlungen. Nicht so schön sind auch die glatte, überhaupt nicht griffige Lackierung (die die Kamera auch billiger wirken lässt als sie ist), die kurze Akku-Laufzeit, die schwache Serienbild-Leistung und der nicht vorhandene Sucher. Positiv ist die insgesamt sehr umfangreiche Ausstattung und die Qualität des mitgelieferten Objektivs.

Olympus OM-D E-M10 III

Wenn es Ihnen auf eine besonders kompakte Kamera ankommt, die zudem noch deutlich weniger kostet als unser Favorit, sollten Sie ein Auge auf die Olympus OM-D E-M10 III werfen. Zwar muss sie mit einem etwas kleineren Bildsensor auskommen als die meisten Kameras in unserem Testfeld, das bemerkt man im Alltag aber nicht. Bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa in einem dunklen Partykeller, gerät sie dann aber ins Hintertreffen. Dafür wartet sie mit einer ganzen Reihe pfiffiger Automatikfunktionen auf, über die sich besonders weniger versierte Fotografen freuen werden.

Die EOS M200 hat Canon konsequenter als andere Hersteller als bedienungsfreundliche Einsteigerkamera konzipiert. Sie unterstützt den Fotografen beispielsweise mit Hilfstexten, aber auch die ganze Bedienung ist klar und übersichtlich und eigentlich genau so, wie es Aufsteiger vielleicht schon von ihrer Kompaktkamera kennen. Hinzu kommen ein sehr guter Autofokus und ein Touchscreen, der sich um 180 Grad nach oben in den Selfie-Modus klappen lässt. Leider hält ihr Akku nicht lange durch und bei 4K-Videos werden der Bildausschnitt beschnitten und nur 25 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Auch fanden in dem kleinen Gehäuse und dem von Canon angepeilten Preisrahmen weder Sucher noch Blitzschuh Platz. Dass das Canon EOS-M-System nur eine sehr kleine Objektivauswahl bereithält, dürfte hingegen für die Zielgruppe der EOS M200 eher kein Problem darstellen.

Die Canon EOS M5 hat einiges zu bieten. Da wäre zum Beispiel das Bedienkonzept, das den Spiegelreflexkameras von Canon sehr ähnlich ist. Ein wichtiges Argument für alle, die bereits eine DSLR von Canon in der Fototasche haben. Außerdem bietet die EOS M5 eine durchdachte Touch-Bedienung, einen flotten Autofokus und klassentypische Bildqualität. Dem steht entgegen: Die EOS M5 filmt nicht in 4K und es gibt nur ein mageres Angebot an Objektiven.

Mit der X-A5 hat Fujifilm eine besonders kompakte und preisgünstige Spiegellose ins Programm aufgenommen. Keine Kompromisse muss man bei der Bildqualität hinnehmen: Mit 24 Megapixeln löst der Sensor zeitgemäß hoch auf, die Objektive von Fujifilm sind hervorragend. Abstriche macht die X-A5 beim Komfort, auf einen Sucher verzichtet sie komplett und sie filmt zwar in 4K, aber nur mit 15 Bildern pro Sekunde – das ist zu wenig für ruckelfreie Filme. Dafür belastet sie mit ihrem Gewicht von nur 360 Gramm das Reisegepäck kaum.

Mehr auf die Handtasche zielt auch die Pen E-PL9 von Olympus. Die Kamera will besonders stylisch sein, die technische Ausstattung steht bei ihr nicht so sehr im Vordergrund. Dabei kann sie sich durchaus sehen lassen. So hat die Pen E-PL9 etwa einen Bildstabilisator an Bord, filmt in 4K und koppelt sich via Bluetooth an ein Smartphone. Mit ihren 16 Megapixeln schafft sie es aber nicht in die Top-Liga.

Panasonic Lumix DC-GX880

Wer es besonders klein und handlich mag, sollte einen Blick auf die Panasonic Lumix DC-GX880 werfen. Sie ist wirklich sehr kompakt geraten, allerdings musste Panasonic dafür den elektronischen Sucher weglassen. Unter der schicken Kunststoffhülle fehlt es dagegen an fast nichts. Die kleine Systemkamera beherrscht 4K-Video, bietet einen sehr schnellen Autofokus und liefert auch bei schlechtem Licht noch ordentliche Fotos ab. Vor allem aber bietet die Panasonic Lumix DC-GX880 auch für Einsteiger clevere Automatik-Funktionen und gleich 23 Motivprogramme. Dass ihr Micro-Four-Third-Sensor lediglich 16 Megapixel auflöst, kann man angesichts des günstigen Preises verschmerzen.

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Kommentare

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Andreas
Andreas

Das ist der schlechteste Artikel den ich je gelesen habe. Viel zu pauschal, keine Überlegungen zu weiteren Kosten und die eigene Vorliebe ist sofort zu erkennen.

Friedemann Jepp
Friedemann Jepp

Für mich ist Sony, besonders die Alpha 7 RII,
die beste Kamera .

Jacque Duprée
Jacque Duprée

Das Bedienkonzept bei Fuji ist ja wohl tausend mal besser als bei Sony! Zumindest wenn nan die Fujifilm XT-2 mit der Sony Alpha 6500 und der Sony Alpha 7 II vergleicht! Sogar das Bild ist um ein vielfaches besser obwohl Fujifilm XT-2 eine APSC-Kamera ist und die Sony Alpha 7II eine Vollformat!

Tom Scholz
Tom Scholz

Die beste Cam ist die Fuji XT20.
Als Sony Fanboys ist es klar dass hier die Sony gewinnt.
Fuji ist im Aps-c Bereich in puncto Farben, Bedienung und gerade Objektivauswahl das Mass der Dinge.
Fuji pflegt seine Objektivserie wie kein Anderer…die Qualität der Linsen ist outstanding…..die Jpegs auch outstanding.

Mani Thongduang
Mani Thongduang

Die Panasonic Lumix G81 vermisse ich da, die Kamera gehört eigentlich ganz nach vorne.

Christoph Münch
Christoph Münch

Noch besser fährt man, wenn man statt der Olympus E-M10III das Vorgängermodell E-M10II kauft. Für weniger Geld gleiche Bildqualität (nur der Stabilisator der III ist ein Tickchen besser), und man hat bestimmte Funktionen, die bei der III zugunsten des „einsteigerfreundlichen“ Schnickschacks wegrationalisiert wurden.

Tobias Müller
Tobias Müller

Mit Micro-Four-Thirds. Da kann man gleich das Handy zum knipsen nehmen

Picjagger
Picjagger

Sowas kann nur von Leuten kommen die weder von der Technik noch vom Fotografieren Ahnung haben … abgesehen davon das ein guter Fotograf auch mit den heutigen Hands beeindruckende Bilder hinbekommt ?

Andreas
Andreas

So Leute wie Tobias einfach quatschen lassen 😉

Markus Brüggemann
Markus Brüggemann

Sony ist das System mit den wenogsten und schlechtesten Objektiven. Da kommt man nicht an Olympus, Panasonic und Fuji vorbei. Ein Kamerasystem besteht aus mehr als nur dem Gehäuse.

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern Sonys Bedienkonzept für Anfänger geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Totaler Funtionsoverkill, den keine Sau braucht, in 30 Menus mit Untermenus.

Steffen Winkler
Steffen Winkler

Schon mal bei Olympus reingeschaut? Das ist der Graus!

Sven Hanzel
Sven Hanzel

Inwiefern das Sony Bedienkonzept für Anfänger gut geeignet sein soll ist mir ein Rätsel. Es gibt unendlich viele quasi nutzlose Optionen in 30 Untermenus mit Untermenus. Be

Matthias Lotte Loß
Matthias Lotte Loß

Sony…überhaupt nicht schick, kein Charme, teure und lausige Gläser, eher was für die breite stumpfe Masse

Bernhard Wimair
Bernhard Wimair

Naaaajaaaaa… Die gläser sind teurer, aber auch großteils top. Und wenn canon solche sensoren hinkriegen würde, hätte ich vor 2,5 jahren nicht wechseln „müssen“.

Thomas Hiller
Thomas Hiller

zumindest leistet sich sony nicht die frechheit „neue“ geräte mit reduzierter leistung zum höheren preis auf den markt zu bringen.

Marco Köhler
Marco Köhler

Schick ist eh nur Fuji und Olympus, Sony schaut neutral technisch aus, allerdings noch 10 Mal über den rundgelutschten Plastikklumpen von Canon. Ich mein selbst wenn sie nicht Plastik sind sehen sie nach Plastik aus…

Volker Kek
Volker Kek

Also ich kann das Ergebnis nicht nachvollziehen. Besitze eine 6000. Nutze diese neben meiner EOS 6D als Zweitsystem. Zwischenzeitlich habe ich einen sehr guten Vergleich, der Mehrpreis der 6300 ist durch nichts zu rechtfertigen. Mir ist schleierhaft wo der Autofokus besser sein soll! Ebendo die Geschwindigkeit. Wer ein erstklassiges System haben möchte kauft sich Sigma Festbrennweiten der Art Serie dazu. Die Ergebnisse sind schlichtweg überagend und vergleichbar mit Vollformat.

Peter Bastian
Peter Bastian

Ich hatte eine 6000 und habe eine 6300 es gibt viele Unterschiede die den Preis rechtfertigen

Dietmar Auerbach
Dietmar Auerbach

Cooler Test! Diana 🙂

Florian Endt
Florian Endt

Die Akkulaufzeiten der einzelnen Geräte wären sehr interessant gewesen

Marco Mißfeldt
Marco Mißfeldt

Nicht die G81 im Test dabei? Hm….

Martin Palla
Martin Palla

Genau, gx80 vergessen…5axis in body stabilisation, kompatible Objektive von Panqsonic und zuiko Olympus…sehr grosser Spieler im bereich 4/3 Sensor Grösse…

Norbert Heyermeyer
Norbert Heyermeyer

Leider nicht berücksichtigt, das Sony’s durch die geringe Objektivauswahl sehr schnell sehr teuer werden, oder das die MFTs den ISO-Rauschnachteil durch günstige offenblendige (f/1.4) Objektive leicht ausgleichen.
Nur den Body zu testen, ohne das System als Ganzes zu beweten, ergibt kein brauchbares Testergebnis.

Franz Hammer
Franz Hammer

Objektive anderer Hersteller sind für Sie keine Option ? Lg

Sven Hanzel
Sven Hanzel

In der Preisklasse zwischen 350 und 1000 gibt es fast keine Objektive für Sony APSC. Auch kaum lange Brennweiten oder Makros von Markenherstellern.