Systemkamera für Einsteiger Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii Foto: Olympus
test
Letztes Update: 16.9.2021

Die beste Systemkamera für Einsteiger

Wir haben 7 Systemkameras bis 500 Euro getestet. Eine Systemkamera für so wenig Geld, noch dazu mit Objektiv? Gibt es die und wenn ja, was taugt die? Für diesen Vergleichstest haben wir das Angebot an preisgünstigen, spiegellosen Systemkameras sondiert und sind dabei immerhin auf ein paar Modelle gestoßen, die aktuell im Lieferprogramm der Hersteller sind und inklusive Objektiv für maximal 500 Euro im Handel erhältlich sind. Die beste ist die Olympus OM-D E-M10 Mark III, die mit einem Sensor-Shift-Bildstabilisator und 4K-Videos auftrumpfen kann.

Jan-Markus Rupprecht
fotografiert seit 1995 mit Digital­kameras, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeis­terung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digital­fotografie, von dem er bis heute Chef­redakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bild­aufzeichnung noch weiter spannt.
Letztes Update: 16. September 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

19. März 2021

Mittlerweile  ist die Canon EOS M200 in  diese Preisklasse unter 500 Euro inklusive Objektiv gerutscht.  Die Kamera kam Ende 2019 auf den Markt und ist damit die jüngste Kamera unter den sehr günstigen Einsteiger-Systemkameras  und hat es direkt in unsere Empfehlungen geschafft. Sie beherrscht hochauflösendes 4K-Video und hat einen Bildsensor im APS-C-Format mit 24 Megapixeln, liefert eine wirklich sehr ordentliche Foto- und Video-Qualität und hat ein einsteigerfreundliches Bedienkonzept.  Ihr Touchscreen-Monitor lässt sich zudem in Selfie-Stellung hochklappen. Dafür muss der Anwender allerdings auf einen Sucher verzichten. Die Olympus OM-D E-M10 Mark II ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Test entfernt.

30. November 2020

Ein kleiner Tipp für die, die mit dem Testsieger liebäugeln: Nach Top-Preisen muss man ggf. etwas suchen – unser Amazonlink führt zum Body allein, der Preis ist aber dennoch unübertroffen. Als Kit liegt sie bei den meisten Händlern aktuell auch nur über 500 Euro. Bei manchen kleinen Händlern kann man sie auch für 450 Euro erstehen.

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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Wenn Kamera plus Objektiv für unter 500 Euro zu haben sind, bedeutet das immer, dass diese Kameras schon etwas länger auf dem Markt sind und irgendwann unter die hier gesetzte Preisgrenze gefallen sind. Direkt nach der Markteinführung bzw. zur unverbindlichen Preisempfehlung sind spiegellose Systemkameras unter 500 Euro bestenfalls ohne Objektiv zu haben. 

Ein kleiner Tipp für die, die mit einer Kamera dieser Preisklasse liebäugeln: Nach Top-Preisen muss man ggf. etwas suchen.  Die Links führen mitunter zu der Version ohne Objektiv.  Unseren Testsieger beispielsweise bekommt man mitunter gerade bei kleineren Händlern schon für weniger als 500 Euro.

Die günstigste Preisklasse bei den spiegellosen Systemkameras richtet sich vor allem an Einsteiger. Bei ihnen kann man nicht davon ausgehen, dass ein passendes Objektiv schon vorhanden ist. Einige dieser Kameras gibt es deshalb auch gar nicht ohne Objektiv zu kaufen (diese Version nennt man dann »Gehäuse« oder »Body«), sondern nur als »Kit«, d. h. mit einem ziemlich preisgünstigen Objektiv.

Wir haben uns 7 Einsteiger-Systemkameras näher angesehen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Olympus OM-D E-M10 Mark III

Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii Mit 14 42 Mm Ez [foto Olympus] B5ux5g
Tolle Bildqualität, tolle Verarbeitung und technisch ganz weit vorne.

Dass unser Testsieger Olympus OM-D E-M10 Mark III eigentlich eine Preisklasse höher angesiedelt war, merkt man an der umfangreichen Ausstattung und der liebevollen Verarbeitung. Von den hier getesteten Kameras zählt die Olympus OM-D E-M10 Mark III zu den neueren Modellen und ist entsprechend voll auf der Höhe der Zeit. Ausstattungsmerkmale wie 4K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde, ein sehr leistungsfähiger Sensor-Shift-Bildstabilisator und ein qualitativ guter elektronischer Sucher als Ergänzung zum schwenkbaren Touchscreen lassen kaum Wünsche offen.

Fast genauso gut

Panasonic Lumix DMC-GX80

Test: Panasonic Lumix Dmc Gx80 Mit 12 32 Mm [foto Panasonic] X03rwi
Mit schnellem Autofokus, stabilisiertem Sensor und guter Ausstattung fast genauso gut.

Die Panasonic Lumix GX80 hat keinen »Sucherbuckel«, trotzdem aber einen eingebauten elektronischen Sucher. Sie besitzt einen besonders schnellen Kontrastautofokus und einen besonders leisen, vibrationsarmen, elektromagnetisch arbeitenden Verschluss. Damit und mit ihrem zur Stabilisierung beweglich gelagerten Sensor und ihrer guten Ausstattung ist sie unserem Testsieger sehr dicht auf den Fersen.

Mit größerem Sensor

Sony Alpha 6000

Test: Sony Alpha 6000 Mit Sel P1650 Schwarz Schwarz [foto Sony] Zztbdk
Wer einen größeren Sensor mit höherer Auflösung will, liegt bei der Sony Alpha 6000 richtig.

Der Hauptvorteil der Sony Alpha 6000 gegenüber beiden zuvor genannten Kameras ist ihr größerer Sensor mit höherer Auflösung und klassischem 3:2-Seitenverhältnis. Dass die Alpha 6000, übrigens die meist verkaufte spiegellose Systemkamera überhaupt, schon etwas in die Jahre gekommen ist, merkt man beispielsweise daran, dass Sie Video nur bis FullHD-Auflösung beherrscht. Mit ihrem schnellen und präzisen Hybrid-Autofokus und ihren schnellen Serienbildern hat sie aber bei Markteinführung Maßstäbe gesetzt und bietet zum aktuellen Preis von unter 500 Euro wiederum ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Größerer Sensor

Canon EOS M200

Test Systemkamera bis 800 Euro: Canon EOS M200
Mit größerem Sensor und guter Ausstattung, allerdings ohne Sucher.

Die Canon EOS M200 besitzt, wie die zuvor genannte Sony Alpha 6000, als Hauptvorteil einen größerer Sensor mit höherer Auflösung und 3:2-Seitenverhältnis. Im Vergleich zur Sony ist die Canon einige Jahre jünger und beherrscht schon hochauflösende 4K-Videos. Bei der Serienbildgeschwindigkeit ist sie aber langsamer als unsere anderen drei Empfehlungen und als einzige hat sie keinen Sucher, sondern nur einen Touchscreen-Monitor, der dafür bis in die Selfie-Stellung hochgeklappt werden kann.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFast genauso gutMit größerem SensorGrößerer Sensor
Olympus OM-D E-M10 Mark III Panasonic Lumix DMC-GX80 Sony Alpha 6000 Canon EOS M200 Canon EOS M100 Panasonic Lumix DC-GX880 Panasonic Lumix DMC-G70
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii Mit 14 42 Mm Ez [foto Olympus] B5ux5gTest: Panasonic Lumix Dmc Gx80 Mit 12 32 Mm [foto Panasonic] X03rwiTest: Sony Alpha 6000 Mit Sel P1650 Schwarz Schwarz [foto Sony] ZztbdkTest Systemkamera bis 800 Euro: Canon EOS M200Test: Canon Eos M100 Mit Af M 15 45 Mm Schwarz Schwarz [foto Canon] KvdvziTest: Panasonic Lumix Dc Gx880 Mit G Vario 12 32 Mm 3.5 5.6 Asph. Ois [foto Medianord] 4p3jcfTest: Panasonic Lumix Dmc G70 Mit 14 140 Mm Ois Schwarz Schwarz [foto Panasonic] Hpwk4p
Pro
  • Sensor-Shift-Bildstabilisator
  • 4K-Video mit 30 Bildern/s
  • Sensor-Shift-Bildstabilisator
  • Größerer APS-C-Format-Sensor
  • 24 Megapixel
  • APS-C-Format-Sensor
  • 24 Megapixel
  • Touchscreen-Monitor mit Selfie-Funktion
  • APS-C-Format-Sensor
  • 24 Megapixel
  • Touchscreen-Monitor mit Selfie-Funktion
  • Touchscreen-Monitor mit Selfie-Funktion
  • 4K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde
  • Lange Akkulaufzeit
  • Dreh- und schwenkbarer Touchscreen
Contra
  • Nur 16 Megapixel
  • Nur 16 Megapixel
  • Kein 4K-Video
  • Kein Sucher
  • Kein Sucher
  • Kein Sucher
  • Geringe Akku-Reichweite
  • Nur 16 Megapixel
  • Nur 16 Megapixel
Bester Preis
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Auflösung16 Megapixel16 Megapixel24 Megapixel24 Megapixel24 Megapixel16 Megapixel16 Megapixel
SensorFour ThirdsFour ThirdsAPS-CAPS-CAPS-CFour ThirdsFour Thirds
Serienbildrate8,6 Bilder/s8 Bilder/s11 Bilder/s6,1 Bilder/s6,1 Bilder/s5,8 Bilder/s8 Bilder/s
Video (max.)4K304K251080p604K251080p604K304K25
integrierter Blitzaufklappbaraufklappbaraufklappbaraufklappbaraufklappbaraufklappbaraufklappbar
Akkureichweite320 Bilder290 Bilder310 Bilder315 Bilder295 Bilder210 Bilder360 Bilder
Abmessungen122 x 84 x 50 mm122 x 71 x 44 mm120 x 67 x 45 mm108 x 67 x 35 mm108 x 67 x 35 mm107 x 65 x 33 mm125 x 86 x 77 mm
Gewicht412 Gramm430 Gramm344 Gramm299 Gramm302 Gramm271 Gramm415 Gramm

Systemkamera und Kompaktkamera im Vergleich

Als Systemkamera bezeichnet man eine Kamera, bei der man das Objektiv wechseln kann. Der Vorteil davon ist, dass man für verschiedene Aufnahmesituationen innerhalb von Sekunden das jeweils passende Objektiv an der Kamera montieren kann – sofern man mehr als ein Objektiv hat. Und gerade da liegt das Problem.

Im preisgünstigen Einstiegsbereich haben viele Anwender nur das eine Kit-Objektiv, das sie mit der Kamera gekauft haben – oder eventuell zwei Objektive, wenn es sich um ein so genanntes »Double-Zoom-Kit« gehandelt hat. Und die Anwender verspüren angesichts von Preisen von mehreren hundert Euro, die ein halbwegs ordentliches Objektiv kostet, auch wenig Lust, in ein solches zu investieren. So mutieren die meisten Systemkameras quasi zur Kompaktkamera – mit quasi fest angewachsenem Objektiv.

In dieser Preisklasse wird selten das Objektiv gewechselt

Sollte man dann nicht gleich zur Kompaktkamera greifen? Das kommt darauf an. Grundsätzlich sind Kompaktkameras nicht günstiger, nur weil das Bajonett zwischen Kamera und Objektiv fehlt. Eher haben sie andere spezifische Eigenschaften. Sie sind z. B. noch kleiner oder ihr Objektiv hat enorm große Zoomfaktoren mit ganz viel Telebrennweite. Beides zusammen führt dann zwangsläufig zu kleinen Sensorgrößen und damit sinkt dann die Qualität der Fotos.

Umgekehrt gibt es auch einige wenige Kompaktkameras, die überschaubare Zoomfaktoren oder gar keinen Zoom haben und einen großen Sensor. Die haben dann wiederum eine hervorragende Bildqualität, aber auch ihren Preis. Zum Einsteigerpreis gibt es solche Kompaktkameras selten, sondern da muss man einiges mehr auf den Tisch legen. Der verbleibende echte Vorteil: Da sich das fest eingebaute Objektiv in ausgeschaltetem Zustand ins Kameragehäuse zurückziehen kann, sind die wirklich kleiner als eine Systemkamera inklusive angebautem Objektiv.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Bildqualität fürs Geld, die die Einsteiger-Systemkameras unter 500 Euro bieten, ist auf jeden Fall exzellent. Und auch sonst muss man bei der Technik eigentlich auf nichts wirklich verzichten, was heute Stand der Technik ist. Das gilt nicht für alle Modelle, aber zumindest für unsere Empfehlungen. Vernünftige Sensorgröße (Four Thirds oder APS-C)? Kein Problem, die Zeiten der Systemkameras mit kleineren Sensoren sind glücklicherweise vorbei.

Hochauflösende und ruckelfreie 4K-Videos? Haben nicht alle, aber bei unseren Empfehlungen haben wir darauf Wert gelegt. Einen ausreichend guten elektronischen Sucher? Haben auch nicht alle – aber alle unsere Empfehlungen. Einen Bildstabilisator in der Kamera, einen Blitzschuh, einen eingebauten Blitz, kippbaren Monitor, Touchscreen? Bei unseren Empfehlungen alles vorhanden!

Worin besteht dann die Existenzberechtigung der noch teureren Kameras? Wenn man beispielsweise 800 Euro inklusive Objektiv ausgibt? Je nach Schwerpunkt bekommt man dann alles noch etwas besser und schneller. Mehr Megapixel, ein besseres, schärferes Objektiv, einen besseren, schärferen Sucher, einen schnelleren Autofokus. Der Mehrpreis geht schon in Ordnung. Aber was die 500-Euro-Systemkameras leisten, ist für den Anfang auf keinen Fall verkehrt. Und da kommen wir doch noch mal auf das Wechselobjektiv zurück.

Noch bessere Bildqualität gibt es mit hochwertigeren Objektiven

Das Objektiv ist an der Bildqualität (Schärfe und Details, die Sie im fertigen Bild sehen) maßgeblich beteiligt. Bei einem Einsteigerpreis von 500 Euro komplett muss man da Kompromisse eingehen, anders geht es nicht. Wenn Sie aber mit einer solchen Kamera einsteigen und auf den Geschmack kommen, dann können Sie ein anderes, besseres Objektiv dazukaufen. Vielleicht eine lichtstarke Festbrennweite hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für die Porträt-Fotografie.

Damit werden Sie dann sehen, was Ihre Kamera wirklich kann. Und das Objektiv können Sie dann später an einer vielleicht noch besseren, neueren Kamera weiterverwenden. Sie könnten so ein Objektiv vielleicht auch gebraucht kaufen. Oder ein älteres, aber noch gutes Kameragehäuse erwerben, falls Ihr Gehäuse mal kaputt geht, das Objektiv aber noch einwandfrei funktioniert. Das »System« macht nicht nur Sinn, wenn man mehrere Objektive zum Wechseln hat.

 spiegellose Systemkamera bis 500 Euro Test: Sp Camera E M10 Mark Features Image Five

Testsieger: Olympus OM-D E-M10 Mark III

Die Olympus OM-D E-M10 Mark III hat es erst kürzlich überhaupt erst in diese Preisklasse geschafft. Im September 2017 vorgestellt hat sie noch nicht einmal ein Nachfolgemodell. Allerdings ist der Preis des Gehäuses (ohne Objektiv) von ursprünglich 649 Euro auf mittlerweile unter 500 Euro gerutscht. Und auch mit dem einfachen Standard-Zoom im Kit gibt es die OM-D E-M10 Mark III mittlerweile praktisch immer irgendwo für unter 500 Euro. Und mit »irgendwo« meinen wir keine dubiosen Quellen, sondern durchaus angesehene Fotofachhändler oder Fachmärkte und etablierte Online-Händler.

Testsieger

Olympus OM-D E-M10 Mark III

Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii Mit 14 42 Mm Ez [foto Olympus] B5ux5g
Tolle Bildqualität, tolle Verarbeitung und technisch ganz weit vorne.

Warum genau diese Kamera? Kurz gesagt: Die Kamera leistet sich für Anfänger eigentlich gar keine Schwächen. Sie war in einer höheren Preisklasse angesiedelt – das merkt man auch bei der Verarbeitung. Zwar ist das Gehäuse aus Kunststoff, aber liebevoll im Retro-Style gestaltet und überhaupt nicht billig verarbeitet. So sind beispielsweise die sauber rastenden Bedienräder auf der Oberseite aus Metall und vermitteln einen sehr hochwertigen Eindruck.

In der silbernen Gehäuse-Variante wirken die vielen Rundungen und Kerben auf der Kameraoberseite, die Ringe um die Tasten und die eingelegte, gebürstete Metallplatte ziemlich »schnörkelig« und unruhig. Viel dezenter und unserer Meinung nach edler wirkt dagegen die schwarze Farbversion, bei der solche Eskapaden der Designer kaum auffallen.

Von der Ober- und Unterseite und den Bereich ums Objektivbajonett herum abgesehen dominiert bei der Olympus OM-D E-M10 Mark III sowieso die Farbe Schwarz. Der Klappmonitor ist ganz in Schwarz gehalten, ebenso der Rest der Rückwand und die Seitenteile. Die Vorderseite und der Griffbereich für den Daumen sind mit einer sehr griffigen, genarbten Gummierung beklebt. Damit liegt die kleine Systemkamera zumindest bei kleinen und mittelgroßen Händen sehr gut und sicher in der Hand. Wer große Hände hat, wird sich mit ihr vielleicht nicht anfreunden können. Das gilt allerdings für viele Kameras in dieser Preisklasse.

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Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Pasbue
Die Olympus OM-D E-M10 Mark III, wie wir sie im Test hatten. In der silbernen Version mit Pancake-Zoom.
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] A3yh25
Der klappbare Monitor hat eine Touch-Funktion, die allerdings recht halbherzig umgesetzt ist. Bedient wird die Olympus OM-D E-M10 Mark III überwiegend über Tasten und die zwei Bedienräder.
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Lcuvuk
Auf der Oberseite befindet sich links der Ein/Ausschalter, der ganz durchgedrückt den Blitz ausklappt. Rechts drängen sich Moduswahlrad, zwei Bedienräder und die Auslöser sowie eine Funktionstaste.

Zu der kleinen OM-D E-M10 Mark III passt sehr schön ein sehr kleines Objektiv und solch ein Set gibt es auch: Das 14-42mm-Pancake-Objektiv ist in ausgeschaltetem Zustand schön flach und fährt erst nach Einschalten der Kamera motorisch zu voller Größe aus (Pancake – also Pfannkuchen – nennt man liebevoll solche besonders flachen Objektive). Auch die Zoomverstellung erfolgt dabei motorisch. Das ist kein wirklicher Vorteil, sondern einfach ein »Feature«. Das Pancake-Objektiv ist übrigens das, was auf den auf dieser Seite veröffentlichten Produktabbildungen zu sehen ist. Mit dem Objektiv hatten wir die Kamera nämlich im Test.

Unter 500 Euro nur mit konventionellem Zoom-Objektiv

Dieses Pancake-Set gibt es allerdings derzeit noch nicht unter 500 Euro. Wer unbedingt unter dieser Preisgrenze bleiben will, muss das normale 14-42-Objektiv nehmen. Bei dem wird von Hand mechanisch gezoomt. Vor allem hat es ausgeschaltet wesentlich mehr Baugröße. Qualitativ ist es nicht schlechter als das Pancake (aber auch nicht besser). Rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis schneidet es aber natürlich besser ab (trotzdem ist das Motorzoom-Pancake irgendwie »netter«).

Die Olympus OM-D E-M10 Mark III ist eine Kamera, die sehr einsteigerfreundlich ist, auch wenn das Bedienkonzept und die Menüs von Olympus mitunter gewöhnungsbedürftig sind. Teilweise sieht man sich in langjähriger Tradition gefangen, nebenbei wird aber immer mal wieder etwas Neues ausprobiert. Das wirkt manchmal nicht ganz rund und verlangt Leuten, die andere Bedienphilosophien und Kameramenüs gewohnt sind, mitunter einige Umgewöhnung ab.

Bei der Olympus OM-D E-M10 Mark III finden sich viele ausgefeilte Funktionen unter dem »erweiterten Fotomodus« – auf dem Programmwahlrad mit »AP« für »Advanced Photo« bezeichnet. Wer an seinem Smartphone Freude an Fotofiltern hat, sollte sich die Kreativfilter (»ART« auf dem Programmwahlrad) ruhig mal anschauen. Die sind wirklich schön gemacht, man sieht deren Wirkung schon vor der Aufnahme und sie funktionieren auch bei Videos.

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Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Zksrev
Das Pancake-Zoom fährt nur in eingeschaltetem Zustand soweit heraus, wie hier zu sehen. Beim Ausschalten fährt es schön flach zusammen.
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Gymkt4
Oben am Sucher erkennt man die Dioptrien-Einstellung für den Sucher.

Die Bedienung der Olympus OM-D E-M10 Mark III erfolgt teils über Tasten, teils über den sehr hellen Touchscreen. Dieser kann rund 45 Grad nach unten und 90 Grad nach oben gekippt werden, allerdings nicht bis in die Selfie-Stellung geschwenkt werden. Immerhin ermöglich er so das bequeme Fotografieren aus sehr niedrigen Positionen oder z. B. über Menschenmengen hinweg.

Wer lieber einen Sucher benutzt, wird sich über den hochauflösenden elektronischen Sucher der OM-D E-M10 Mark III freuen, der natürlich in hellem Umgebungslicht viel Sinn macht, aber generell auch ein »konzentrierteres« Fotografieren erleichtert. Ein Sucher ist in dieser Preisklasse übrigens keine Selbstverständlichkeit, bei einigen günstigen Systemkameras muss man allein mit dem Monitor klarkommen.

Die Olympus OM-D E-M10 Mark III besitzt einen 16-Megapixel-Bildsensor in der so genannten FourThirds-Größe, also 4/3-Zoll als »Formfaktor« (der Objektiv-Anschluss heißt übrigens »Micro Four Thirds«). Von den aktuellen Kamerasystemen ist dies die kleinste Sensorgröße (alle noch kleineren sind vom Markt verschwunden). Verglichen mit Smartphone-Sensoren oder klassischen kleinen Kompaktkamerasensoren ist dieses Sensorformat wiederum riesengroß.

Auch gegenüber dem bei hochwertigen Kompaktkameras beliebten 1-Zoll-Sensoren ist ein FourThirds-Sensor noch etwas größer. Sein Seitenverhältnis beträgt allerdings 4:3, sodass jemand, der auf das klassische 3:2-Seitenverhältnis umschaltet, etliche Pixel ungenutzt lässt (das gilt erst recht beim 16:9-Seitenverhältnis). An den 16 Megapixeln merkt man übrigens noch am ehesten die Einsteigerklasse – alle oberhalb der OM-D E-M10 Mark III angesiedelten Modelle haben einen Bildsensor mit 20 Megapixeln.

Im Gehäuse eingebaute Bildstabilisierung

Eine Besonderheit bei Olympus-Systemkameras (also bei der Olympus OM-D E-M10 Mark III): Diese haben grundsätzlich eine optische Bildstabilisierung über einen beweglich gelagerten Bildsensor. Diese Technik funktioniert mit jedem Objektiv und sorgt dafür, dass man, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten, aus der Hand nicht so leicht verwackelt. Und die Olympus-Bildstabilisation funktioniert wirklich sehr gut. Und das nicht nur bei Fotos, sondern auch bei Videos, die dadurch ebenfalls stabilisiert werden.

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Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Lnek4q
Auf der Unterseite der Olympus OM-D E-M10 Mark III sitzt zentral das Stativgewinde und die Klappe für das Akkufach, wo sich auch der Speicherkartensteckplatz befindet.
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Gmzmki
Der FourThirds-Sensor ist größer als die bei Kompaktkameras beliebten 1-Zoll-Sensoren, aber kleiner als die APS-C-Kameras der Konkurrenz von Canon, Fujifilm, Nikon und Sony,
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] Yjgkhp
Über die Klappe an der Unterseite der Kamera kommt man an den Akku und die Speicherkarte.

Videos sind überhaupt eine der Stärken der OM-D E-M10 Mark III, denn die Kamera beherrscht hochauflösende 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde in wirklich guter Qualität. Dabei muss man sich allerdings mit dem eingebauten Stereomikrofon arrangieren, denn einen Anschluss für zusätzliche Mikrofone bietet die OM-D E-M10 Mark III klassenüblich nicht (irgendwelche Pluspunkte müssen teurere Kameras ja auch haben).

Die verschiedenen Kit-Objektive

Die Olympus OM-D E-M10 Mark III gibt es in zahlreichen Kits. Unter 500 Euro gibt es, wie gesagt, nur das ganz einfache Standard-Zoom. Wer sich überlegt, doch vielleicht etwas mehr zu investieren, hat die Qual der Wahl. Da man etliche Euro sparen kann, wenn man Objektive zusammen mit der Kamera kauft, lohnt es sich evtl. durchaus, darüber nachzudenken, ein solches Kit zu kaufen, statt das Objektiv später nachzukaufen. Ohne zu weit auszuschweifen, wollen wir hier deshalb die Kits kurz vorstellen.

Zusammen mit dem schon erwähnten Pancake-Zoom gibt es die OM-D E-M10 Mark III auch mit einem zusätzlichen Telezoom 40 bis 150 mm (80 bis 300 mm). Der Aufpreis beträgt nur ca. 200 Euro. Um den Telebereich nutzen zu können, muss man das Objektiv wechseln, das mag nicht jedem zusagen. Der Vorteil ist dabei aber, dass man dann eben auch das Pancake-Zoom hat, mit dem die Kamera wirklich klein und leicht ist.

Reichlich Auswahl bei den vergünstigen Paketen mit Objektiv

Wer das Objektiv möglichst nicht wechseln will, bekommt die Olympus OM-D E-M10 Mark III praktisch zum selben Preis auch mit einem 14-150mm-Objektiv, hat dann also den gesamten Brennweitenbereich von 28 bis 300 Millimeter Kleinbild-Brennweite ohne Objektivwechsel im Zugriff. Dann sitzt aber immer ein etwas größeres Objektiv drauf (obwohl auch das 14-150 mm wirklich erstaunlich kompakt ist).

Noch mehr Zoomfaktor gibt es mit dem 12-200mm-Zoom, das dann schon wieder ein bisschen größer ist (vor allem im Front-Durchmesser), aber auch erstaunliche 24 bis 400 Millimeter Kleinbildbrennweite in einem einzigen Objektiv bietet. Dieses Kit kostet dann nochmals rund 150 Euro mehr, d. h. wir gehen dann schon in Richtung 1.000 Euro. Wenn man aber bedenkt, dass das Objektiv einzeln gekauft über 700 Euro kostet, dann gibt es quasi die Kamera für wirklich wenig Geld dazu.

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Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii [foto Medianord] 51ewsf
Die Olympus OM-D E-M10 Mark III, wie wir sie im Test hatten. In der silbernen Version mit Pancake-Zoom.
Test: Olympus Om D E M10 Mark Iii Mit 14 42 Mm Ii R Schwarz [foto Olympus] Shmbpi
Die Olympus OM-D E-M10 Mark III in der schwarzen Farbvariante mit dem normalen 14-42 mm Zoom. In Kombination mit diesem Objektiv ist die Kamera am günstigsten.

Qualitativ sind solche »Reise-Zooms« immer etwas kritisch zu sehen. Objektive werden immer als Kompromiss zwischen Qualität, Preis, Baugröße und Objektivdaten konstruiert. Wenn ein Objektiv einen riesigen Zoombereich bieten und nicht riesengroß und superteuer sein soll, dann geht das nur mit Einschränkungen in der Abbildungsleistung. So bleibt auch die Olympus OM-D E-M10 Mark III bei all den genannten Zoom-Objektiven hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ganz im Sinne des Systemkamera-Gedankens steht es dem Käufer aber immer frei, höherwertige Objektive (Festbrennweiten oder Zoom-Objektive) nachzukaufen, bei einem Freund zu leihen oder bei einem kommerziellen Verleih zu mieten.

Die Auswahl an Objektiven für das Micro Four Thirds System umfasst mittlerweile weit über 100 verschiedene Objektive von den Kameraherstellern Olympus und Panasonic sowie von etlichen Fremdherstellern, darunter auch allerlei interessante Exoten mit manueller Fokussierung. Mit dieser enormen Fülle an Objektiven kann unter den spiegellosen Kamerasystemen derzeit nur das Micro Four Thirds System der Systempartner Olympus und Panasonic aufwarten.

Olympus OM-D E-M10 Mark III im Testspiegel

Der digitalkamera.de-Testbericht bescheinigt der Kamera eine sehr gute Bildqualität bis ISO 800 und eine gute bis ISO 3.200. Gelobt werden die schnelle Serienbildfunktion und der effektive Bildstabilisator auch bei 4K-Videos. Kritik gibt es fast nur an der gegenüber dem Vorgängermodell zusammengestrichenen Vielseitigkeit und der fehlenden Lademöglichkeit per USB.

Im DigitalPhoto-Test zeigt die Kamera eine hohe Bildqualität bis ISO 1600 und auch die Ausstattung konnte den Tester überzeugen, wenn auch das Fehlen eines Mikrofonanschlusses bemängelt wurde. Mit einem sehr guten Testergebnis konnte die spiegellose Systemkamera den Test abschließen.

Der Testbericht im fotoMagazin bescheinigt der Kamera eine gute Bildqualität und geringes Bildrauschen bis ISO 1600. Damit und mit der umfangreichen Ausstattung und Geschwindigkeit erreicht die Kamera ein sehr gutes Testergebnis.

Alternativen

Wem die Olympus OM-D E-M10 Mark III nicht zusagt, der sollte sich die beiden folgenden Kameras einmal anschauen.

Fast genauso gut: Panasonic Lumix DMC-GX80

Vom Micro-Four-Thirds-Systempartner Panasonic kommt die Lumix DMC-GX80, die außerhalb Deutschlands GX85 heißt, unserem Testsieger technisch am nächsten. Auch die GX80 bietet enorm viel Ausstattung zum moderaten Preis. Dank Touchscreen, vielen individuell belegbaren Knöpfen und zwei Einstellrädern plus Programmwählrad lässt sie sich ohne Umschweife bedienen. Obwohl sie keinen »Sucherbuckel« hat, besitzt sie dennoch einen eingebauten elektronischen Sucher.

Fast genauso gut

Panasonic Lumix DMC-GX80

Test: Panasonic Lumix Dmc Gx80 Mit 12 32 Mm [foto Panasonic] X03rwi
Mit schnellem Autofokus, stabilisiertem Sensor und guter Ausstattung fast genauso gut.

Die GX80 besitzt einen besonders leisen, vibrationsarmen, elektromagnetisch arbeitenden Verschluss und dank beweglich gelagertem Sensor einen 5-Achsen-Bildstabilisator, der mit stabilisierten Objektiven als Hybrid-Stabilisator zusammenarbeitet. Auch die Panasonic Lumix DMC-GX80 ist eine wirklich gute Wahl und unserem Testsieger sehr dicht auf den Fersen.

Größerer Sensor: Sony Alpha 6000

Wer eher das klassische 3:2-Seitenverhältnis bevorzugt oder einen etwas größeren Bildsensor mit mehr Auflösung wünscht, der landet automatisch beim APS-C-Sensor-Format, bei dem es in der Preisklasse unter 500 Euro inklusive Objektiv aber nur wenig Auswahl gibt. Unsere Empfehlung wäre dann die Sony Alpha 6000. Diese Kamera ist schon recht lange auf dem Markt und das merkt man ihr teilweise an, beispielsweise ist die Videoauflösung noch auf FullHD beschränkt.

Mit größerem Sensor

Sony Alpha 6000

Test: Sony Alpha 6000 Mit Sel P1650 Schwarz Schwarz [foto Sony] Zztbdk
Wer einen größeren Sensor mit höherer Auflösung will, liegt bei der Sony Alpha 6000 richtig.

Die Alpha 6000 hat dafür einen schnellen Phasen-Kontrast-Hybridautofokus und verfolgt auch schnell bewegende Motive, und das sogar bei bis zu elf Serienbildern pro Sekunde. Trotz des kompakten Gehäuses bietet sie einen guten elektronischen Sucher sowie ein Klappdisplay. Die Bedienung mit Programmwählrad, zwei Einstellrädern und vielen Tasten wird auch gehobenen Ansprüchen gerecht.

Alles nicht ganz »taufrisch«, aber grundsolide Technik und auch für den E-Mount genannten Objektivanschluss gibt es zahlreiche Objektive von Sony und von Fremdherstellern. Für unter 500 Euro gibt es die Alpha 6000 im Set mit einem recht kleinen Motorzoom-Objektiv, das gut zu der Kamera passt.

Ohne Sucher, dafür mit Selfie-Touchscreen: Canon EOS M200

Die Canon EOS M200 unterscheidet sich stark von den anderen Kameras in dieser Klasse. Sie ist sehr kompakt, vor allem wenn man bedenkt, dass Sie einen im Vergleich zu den Micro-Four-Thirds-Kameras einen schon einiges größeren Bildsensor eingebaut hat (der zudem das klassische 3:2-Foto-Seitenverhältnis hat). Die geringe Gehäusegröße wird unter anderem dadurch möglich, dass die EOS M200 gar keinen Sucher hat. Der Fotograf muss also allein mit dem Monitor auskommen, der allerdings um bis zu 180 Grad nach oben geschwenkt werden kann, um bequem Selbstporträts zu machen.

Im hellen Sonnenlicht und wenn man sich mal richtig auf ein Motiv konzentrieren möchte, ist der fehlende Sucher sicherlich ein Nachteil. Wer ihn aber bisher bei seinem Smartphone oder bei seiner Kompaktkamera nicht vermisst hat, wird vermutlich auch ohne Sucher gut klarkommen. Auch einen Blitzschuh besitzt die EOS M200 nicht, sie richtet sich also konsequent an Einsteiger, die so etwas nicht vermissen.

Größerer Sensor

Canon EOS M200

Test Systemkamera bis 800 Euro: Canon EOS M200
Mit größerem Sensor und guter Ausstattung, allerdings ohne Sucher.

Technisch ist die Canon EOS M200 sehr modern – kein Wunder, sie ist auch die jüngste Kamera in diesem Testfeld. Entsprechend beherrscht sie selbstverständlich hochauflösende 4K-Videos (mit maximal 25 Bildern pro Sekunden) und hat einen leistungsfähigen Bildprozessor an Bord. Bei der Serienbildgeschwindigkeit schafft sie dennoch »nur« gut sechs Bilder pro Sekunde. Hinsichtlich der Bildqualität gibt es aber nichts zu meckern und auch die Bedienung ist sehr gelungen. Beanstanden könnte man die geringe Objektivauswahl fürs Canon-M-System. Andererseits sind die gängigsten und wichtigsten Objektiv-Typen dabei und für Kameras dieser Preisklasse werden ohnehin nur selten zusätzliche Objektive gekauft.

Außerdem getestet

Canon EOS M100

Die Canon EOS M100 (Vorgängerin der EOS M200) hat ebenfalls einen Bildsensor in APS-C-Größe. Canon stattet die kleine Einsteigerkamera, die zu den kompaktesten am Markt gehört, mit der Technik der »großen« Kameras aus, was die Bildqualität und die Autofokusleistung betrifft. Dank des kippbaren Touchscreens gestaltet sich zudem die Bedienung einfach und auch Selfies sind kein Problem. Sogar einen Mikrofoneingang für besseren Sound bei Videos (die allerdings nur mit FullHD und kein 4K auflösen) gönnt Canon der Einsteigerklasse, während ein Blitzschuh fehlt. Dank WLAN und Bluetooth ist die Konnektivität gut, auch Geotagging ist mit verbundenem Smartphone möglich. Das Objektivangebot für den EOS-M-Objektivanschluss ist allerdings klein und wird von Canon auch praktisch nicht ausgebaut.

Panasonic Lumix DC-GX880

Die Panasonic Lumix GX880 ist das preisgünstigste Modell bei Panasonic und fast identisch mit dem Vorgängermodell namens Lumix GX800. Die äußerst kompakte spiegellose Systemkamera richtet sich mit Automatikfunktionen und einfacher Bedienung vor allem an Einsteiger, ohne aber auf manuelle Einstellmöglichkeiten zu verzichten. Dank WLAN und Selfie-Klappdisplay mit Touch-Funktion gibt sich die GX880 als moderne Kamera. Im Gegensatz zu den teureren GX-Modellen hat die GX880 keinen zur Bildstabilisierung beweglich gelagerten Bildsensor – bei Panasonic haben allerdings viele Objektive einen Bildstabilisator eingebaut. Die GX880 ist ein ganzes Stück günstiger zu haben als die Kameras, die es in unsere Empfehlungen geschafft haben, dafür muss man allerdings auf einen Sucher verzichten.

Panasonic Lumix DMC-G70

Die Panasonic Lumix G70 wird außerhalb Deutschlands absolut baugleich unter dem Namen G7 verkauft. Mit dem griffigen, vergleichsweise großen Gehäuse, dem elektronischen Sucher sowie dem schwenk- und drehbaren Bildschirm bietet die G70 viel Ausstattung fürs Geld. Einen eingebauten Bildstabilisator hat dieses ehemalige Mittelklassemodell von 2015 noch nicht. 4K-Video inklusive 4K-Fotofunktionen sind aber bereits an Bord. Keine schlechte Kamera, aber unsere Empfehlungen bieten noch etwas mehr fürs Geld.

So haben wir getestet

Für die Kameratests arbeitet AllesBeste mit dem Portal digitalkamera.de zusammen, dem seit 1997 meist frequentierten deutschsprachigen Online-Portal zur (digitalen) Fotografie. Ein Schwerpunkt von digitalkamera.de sind die Kameratests im eigenen Testlabor. Dort werden alle Kameras und Objektive zunächst messtechnisch untersucht. Es geht unter anderem um Auflösung, Farbtreue, Rauschverhalten und Geschwindigkeit.

Zusätzlich werden im Labor unter immer exakt gleichen Bedingungen etliche praxisgerechte Testaufnahmen gemacht, die den Testern später auch eine eigene visuelle Beurteilung ermöglichen. Zusammen mit der folgenden praktischen Erprobung der Kamera ergibt sich dann ein Gesamteindruck, den der Tester in einen (meist sehr umfangreichen) Testbericht niederschreibt.

Da digitalkamera.de die Testgeräte idealerweise schon sehr kurz nach der Markteinführung (oder noch besser: schon vor der Markteinführung) von den Herstellern leihweise bekommt, bleiben diese brandneuen (und meist raren) Testgeräte meist nur ein bis drei Wochen in der Redaktion. Dadurch ist praktisch nie ein komplettes Testfeld gleichzeitig in der Testredaktion und das ist auch der Grund, warum es von den Kameratests keine Gruppenaufnahmen gibt.

Da die Kameratests immer genau gleich ablaufen und die Testbedingungen im Labor immer identisch sind, lassen sich die Einzeltests der Kameras oder Objektive jedoch jederzeit, selbst noch nach Jahren, direkt miteinander vergleichen. So entstehen die Vergleichstest für AllesBeste, die bei Erscheinen einer neuen Kamera in einer Kategorie dann jederzeit aktualisiert werden können. Wenn Sie sich für eine bestimmte Kamera noch eingehender informieren möchten, finden Sie auf digitalkamera.de den ausführlichen Testbericht kostenlos sowie als Bezahlinhalte die Original-Testbilder, das ausführliche Labortest-Protokoll sowie die Tests aus verschiedenen Fachzeitschriften als PDF.

Die wichtigsten Fragen

Welche Einsteiger-Systemkamera ist die beste?

Die beste Einsteiger-Systemkamera für die meisten Aufsteiger vom Smartphone oder von der Kompaktkamera ist die Olympus OM-D E-M10 Mark III. Die Kamera ist gut verarbeitet, hat einen eingebauten Bildstabilisator, einen Sucher zusätzlich zum schwenkbaren Touchscreen und dreht hochauflösende 4K-Videos. Zudem gibt es dafür ein riesiges Objektivangebot.

Welche Einschränkungen gibt es in dieser Klasse gegenüber teureren Kameras?

Manche Einsteiger-Systemkameras unterscheiden sich mit einer einsteigerfreundlicheren Bedienung von teureren Modellen, was sicherlich kein Nachteil ist. Teilweise muss man auf einen Blitz oder einen Sucher verzichten. Etwas ältere Modelle können kein hochauflösendes Video. In jedem Fall sind die mitgelieferten Objektive sehr „preisoptimiert“ und die Kameras liefern mit besseren (und dadurch teureren) Objektiven eine sichtbar bessere Bildqualität.

Neu oder gebraucht?

Das Angebot an guten gebrauchten Digitalkameras nimmt ständig zu. Das Problem gerade für den Einsteiger: Wie merkt man als eher unerfahrener Anwender, ob die gebrauchte Kamera und deren Objektiv in Ordnung ist? Ältere Gebrauchtgeräte können zudem fast nie mit aktuellen Einsteigerkameras mithalten, wenn es um Autofokus-Geschwindigkeit und -Präzision geht oder wenn hochauflösende Videos gefragt sind. Interessant können Gebraucht-Kameras vor allem dann sein, wenn man ein hochwertiges Objektiv mit erwirbt, dass man dann ggf. an der nächsten Kamera weiterverwenden kann.

Kompaktkamera oder Systemkamera?

Das kommt auf Ihre individuellen Bedürfnisse an. Maximale Bildqualität zum geringstmöglichen Preis bekommen Sie genau mit den hier vorgestellten Kameras. Das kann keine Kompaktkamera besser oder günstiger. Deren Vorteile liegen entweder in einer noch geringeren, taschenfreundlichen Größe oder andererseits in einem sehr großen Zoombereich des Objektivs. Dann sind die Kompaktkameras aber nicht mehr wirklich kompakt und auch nicht günstig oder können bei der Bildqualität nicht mithalten (mitunter nicht einmal mit guten Smartphones). Qualitativ exzellente Kompaktkameras, die es durchaus auch gibt, hingegen sind hingeben meist deutlich teurer als vergleichbare, in viel größerer Stückzahl produzierte Systemkameras.

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