Die beste Systemkamera für Einsteiger

Test: erschwingliche Systemkamera – Testsieger Sony Alpha 6000

Die beste erschwingliche Systemkamera ist nach wie vor die Alpha 6000 von Sony. Die kompakte, spiegellose Kamera beeindruckt mit einer fantastischen Bildqualität, schießt sehr flotte Aufnahmeserien und hat den schnellsten Autofokus in ihrer Liga.

Update 6. September 2016

Wir haben die Alternativen erneut aktualisiert. Unsere Empfehlung bleibt immer noch die Sony Alpha 6000.

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13. Februar 2016

Wir haben die Alternativen aktualisiert. Unsere Empfehlung bleibt die Sony Alpha 6000.

11. Januar 2016

Inzwischen sind einige neue Modelle auf dem Markt, die zumindest als Alternativen in Frage kommen. Wir werden den Artikel demnächst aktualisieren.

30. März 2015

Inzwischen sind eine Reihe an spiegellosen Systemkameras erschienen, die besser sind als die Alpha 6000 – allerdings auch deutlich mehr kosten. Die Alpha 6000 bleibt für uns die beste erschwingliche Systemkamera. Wir haben daher den Titel der Empfehlung angepasst, an unserer Bewertung ändert dies nichts. Unseren Favoriten in der gehobenen Preisklasse finden Sie hier: „Die beste spiegellose Systemkamera“.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Die Nummer Eins: Sony Alpha 6000

Test Systemkamera für Einsteiger: Sony Alpha 6000
Wird leider ohne Ladegerät ausgeliefert, aber dafür beeindruckt die Bildqualität und der schnelle Autofokus.

Die Sony Alpha 6000 ist eine Kamera für Amateure und Profis gleichermaßen. Sie ist enorm gut ausgestattet, lässt sich aber Dank eines übersichtlichen Automatikmodus auch von Hobbyfotografen einfach bedienen.

Die Bildqualität ist beeindruckend gut und wer will, kann seine Aufnahmen auch in Postergröße ausdrucken lassen. Die Alpha 6000 ist dafür bestens geeignet. Auch Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen gelingen meist ohne den Einsatz des Blitzes.

Das Gesamtpaket ist sehr gut und der Preis angemessen, deshalb ist die Sony Alpha 6000 die derzeit beste Systemkamera für uns.

Bessere Ausstattung: Olympus OM-D E-M 10 II

Test erschwingliche Systemkamera: Olympus OM-D E-M10
Mit integriertem Bildstabilisator aber kleinerem Sensor.

Was die Ausstattung angeht, ist unser Testsieger nicht ganz ausgereizt, das können andere Modelle besser, zum Beispiel die Olympus OM-D E-M10 II. Sie trumpft mit einem Bildstabilisator auf – genau das Detail, dass wir bei der Alpha 6000 vermissen. Zudem ist sie noch handlicher als unser Favorit.

Bei der Bildqualität kommt die Olympus aber nicht an die Sony heran. Trotz allem ist sie eine gute Alternative, auch wenn sie sogar noch ein paar Euro teurer ist.

Die Kompakte: Panasonic Lumix DMC-GM5

Test erschwingliche Systemkamera: Panasonic Lumix DMC-GM5
Verblüffend kompakt, allerdings mit sehr kleinem Sucher.

Es geht auch noch eine Nummer kleiner: Die Panasonic Lumix DMC-GM5 ist noch ein Stück handlicher als alle anderen von uns getesteten Modelle. Panasonic hat sogar noch eins drauf gesetzt und die Lumix mit einem elektronischen Sucher ausgestattet – allerdings ist dieser winzig klein und zum Sucher wird man hier erstmal selbst.

Vergleichstabelle

Die Nummer EinsBessere AusstattungDie Kompakte
Modell Sony Alpha 6000 Olympus OM-D E-M 10 II Panasonic Lumix DMC-GM5
Test Systemkamera für Einsteiger: Sony Alpha 6000Test erschwingliche Systemkamera: Olympus OM-D E-M10Test erschwingliche Systemkamera: Panasonic Lumix DMC-GM5
Pro
  • Tolle Autofokus-Geschwindigkeit, tolle Bildqualität
  • Mit Bildstabilisator und noch handlicher
  • Sehr handlich und mit elektronischem Sucher
Contra
  • Kein Bildstabilisator integriert, wird ohne Ladegerät ausgeliefert
  • Teurer als unser Favorit und nicht so gute Bildqualität
  • Bildqualität ist nicht so gut wie beim Testsieger
Bester Preis
Technische Daten  

Was heißt »spiegellose Systemkamera«?

Handlich wie eine Kompaktkamera, dabei flexibel und mit der Bildqualität einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) – das sind die Vorteile spiegelloser Systemkameras, auch DSLM genannt.

Wie bei einer DSLR kann man auch mit einer spiegellosen Systemkamera das Objektiv wechseln: Setzen Sie zum Beispiel ein Weitwinkelobjektiv an, um eine weite Landschaft aufzunehmen. Und mit einem Teleobjektiv gehen Sie auf Tuchfühlung mit dem Kirchturm am Horizont oder einem Reh am Waldesrand.

Natürlich gibt es auch Zoom-Objektive, die Weitwinkel und Tele vereinen. Viele Systemkameras kommen auch mit einem Powerzoom. Bei diesem Objektiv zoomt man mit einem Wippschalter – ganz so, wie Sie es von einer Kompaktkamera gewohnt sind. Das ist vor allem bei Video-Aufnahmen praktisch, denn der Motorzoom ermöglicht butterweiche Zoomfahrten.

Durch den Sucher geblickt

Eine spiegellose Systemkamera erzeugt das Sucherbild elektronisch und zeigt es wahlweise auf dem Kameradisplay oder im elektronischen Sucher. Die Kamera schaltet automatisch vom Display auf den Sucher um, sobald Sie sie vors Auge heben.

Anders als bei einer Spiegelreflexkamera vermittelt der elektronische Sucher bereits einen Eindruck von der Aufnahme. Stimmt die Belichtung nicht, erscheint das Sucherbild zu hell oder dunkel. Liegt der automatische Weißabgleich daneben, zeigt das Sucherbild einen Farbstich.

Sie möchten manuell scharf stellen? Kein Problem: Sucher und Display lösen sehr hoch auf, da erkennt man auch feinste Details mühelos. Und wenn es wirklich darauf ankommt, lässt sich das Sucherbild auch noch in zwei Stufen vergrößern.

Test: erschwingliche Systemkamera – Testsieger Sony Alpha 6000

Unser Favorit: Sony Alpha 6000

Exakt aber lahm – die Geschwindigkeit des Autofokus (AF) galt bislang als Achillesferse spiegelloser Systemkameras.

Doch Sony hat dem AF der Alpha 6000 gehörig Beine gemacht. Die kleine Kamera schießt bis zu elf Bilder pro Sekunde – schon das ist rekordverdächtig. Vollends zu Sportskanone wird die Alpha 6000 jedoch, weil sie für jedes Bild der Serie den Fokus nachführt. Das schafft sonst nur noch die Nikon D4S – und die kostet über 6000 Euro!

Die Nummer Eins: Sony Alpha 6000

Test Systemkamera für Einsteiger: Sony Alpha 6000
Wird leider ohne Ladegerät ausgeliefert, aber dafür beeindruckt die Bildqualität und der schnelle Autofokus.

Stöckchen werfen, Hund apportieren lassen und Finger auf dem Auslöser halten – mit der A6000 wird praktisch jedes Bild scharf. Aber auch bei Videoaufnahmen ist der Autofokus ausgesprochen flott. Damit empfiehlt sich die A6000 klar für Sport- und Actionfans aber auch für schnelle Schnappschüsse und für Video-Enthusiasten.

Gute Ausstattung

Sony hat die Alpha 6000 gut aber nicht überbordend ausgestattet. Selbst anspruchsvolle Fotografen werden selten etwas vermissen. Auf Wunsch lässt sich die Alpha 6000 aber auch so einfach wie eine Kompaktkamera bedienen, clevere Automatikfunktionen machen’s möglich. Was fehlt, ist ein Bildstabilisator, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Den gibt’s bei Sony nur im Objektiv, auch im Kit-Objektiv E PZ 16-50 mm F3.5-5.6 OSS. Doch nicht alle Linsen sind mit einem OSS ausgestattet.

Sollte der integrierte Bordblitz der Alpha 6000 zu schwach sein, nimmt ihr Zubehörschuh ein leistungsfähiges Blitzgerät auf. Wahlweise lässt sich in den Schuh aber auch ein Stereomikrofon oder eine Videoleuchte einschieben. Derart flexibel ist kaum eine andere Systemkamera oder DSLR zum Preis der Alpha 6000.

Dank ihrer kompakten Maße verschwindet die Alpha 6000 mitsamt Kit-Objektiv zwischen zwei Einsätzen bequem in der Jackentasche. Ihr Kunststoffgehäuse liegt angenehm in der Hand, ein weit vorgezogener Handgriff sorgt für einen sicheren Halt. Nicht in Ordnung ist dagegen, dass Sony kein Ladegerät mit der Alpha 6000 ausliefert. Der Akku muss nach spätestens 360 Aufnahmen aufgeladen werden, und zwar in der Kamera. Da nützt auch ein frischer Zweitakku nichts. Tipp: Am besten gleich zum Zweitakku ein externes Ladegerät mitbestellen.

Beeindruckende Bildqualität

Herzstück der Sony Alpha 6000 ist ein Bildsensor im APS-C-Format. Er ist halb so groß wie ein Kleinbildnegativ und bietet damit beste Voraussetzungen für eine eindrucksvolle Bildqualität. Zudem löst der Sensor mit 24 Megapixel so hoch auf wie kein anderer in dieser Kameraklasse. Damit eignet sich die Kamera bestens, um Bilder im Posterformat aufzunehmen.

Trotz ihrer hohen Auflösung ist die Sony Alpha 6000 eine ausgesprochene Nachteule: Bis auf ISO 25.600 lässt sich die Empfindlichkeit hochschrauben. Da können Sie selbst in einem spärlich beleuchteten Wirtshaus ohne Reue auf ein Blitzlicht verzichten. Zudem hat Sony die A6000 mit pfiffigen Automatikfunktionen versehen, die die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Ihr Zutun sichtbar verbessern.

Sony Alpha 6000 im Test: Was sagen die Anderen?

Das renommierte Testlabor DxO Labs hat der A6000 unter dem Titel »Kleines Wunder« auf den Zahn gefühlt und kommt zu dem Schluss:

»Der Sensor der Sony Alpha 6000 leistet Großes und ist auf Augenhöhe mit den besten APS-C-Sensoren konkurrierender DSLRs«.

Ähnlich begeistert zeigt sich CHIP:

»Bemerkenswert erscheinen vor allem die sehr gute Bildqualität und die enorme Geschwindigkeit. Da erscheint der Preis für die Alpha 6000 fast zu tief angesetzt.«

Computer Bild ist vor allem vom Autofokus beeindruckt: »Schnellster Autofokus der Welt«, titelt sie und stellt fest:

»Der Autofokus arbeitet selbst bei schlechtem Licht flott und präzise, auch das Abspeichern der 24 Megapixel großen Fotos klappt zügig.«

In der Bestenliste von Computer Bild schafft es die Alpha 6000 auf Platz zwei.

Ins selbe Horn stößt die Zeitschrift Colorfoto:

»Besonders der schnelle Autofokus, die gesteigerte Sicherheit beim AF-Tracking sowie die schnelle Serienbildfolge gefielen.«

Digitalkamera.de findet die »Autofokus-Leistung bei Serienbildaufnahmen beeindruckend« und meint »der 24-Megapixel-Sensor liefert pieksaubere Bildergebnisse«. Allerdings bemängelt der Testbericht, dass Sony der Alpha 6000 keine elektronische Wasserwaage spendiert hat.

Alternativen

Den Dreiklang aus hoher Serienbildrate, schnellem Autofokus und bestechender Bildqualität spielt keine andere Kamera so wohltönend wie die Sony Alpha 6000 – selbst weitaus kostspieligere Apparate nicht.

Bessere Ausstattung: Olympus OM-D E-M 10 II

Test erschwingliche Systemkamera: Olympus OM-D E-M10
Mit integriertem Bildstabilisator aber kleinerem Sensor.

Nur bei der Ausstattung haben andere Modelle leicht die Nase vorn, etwa die Olympus OM-D E-M10 II.

Sie glänzt mit einem integrierten 5-Achsen-Bildstabilisator, der unabhängig vom verwendeten Objektiv verwackelte Aufnahmen vermeidet. Zudem ist die OM-D E-M10 II noch handlicher als die A6000.

Aber sie hat einen kleineren Bildsensor mit lediglich 16 Megapixeln Auflösung, ihre Bildqualität bleibt daher etwas hinter der A6000 zurück, weshalb die für uns die bessere Wahl ist.

Die Kompakte: Panasonic Lumix DMC-GM5

Test erschwingliche Systemkamera: Panasonic Lumix DMC-GM5
Verblüffend kompakt, allerdings mit sehr kleinem Sucher.

Noch kompakter ist die LUMIX DMC-GM5, die sogar in eine Manteltasche passt.

Obwohl die Lumix sehr handlich ist, hat Hersteller Panasonic sie sogar noch mit einem elektronischen Sucher ausgestattet. Der ist allerdings so klein, dass Brillenträger kaum damit zurechtkommen.

Die Handlichkeit der GM5 hat jedoch ihren Preis, ihr Bildsensor ist kleiner als bei unserem Favoriten von Sony. Bei der Bildqualität kann die Alternative von Panasonic daher nicht ganz mithalten.

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