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Die beste Tageslichtlampe

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Tageslichtlampe Test: Tageslichtlampen Alle
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Die beste Tageslichtlampe ist die Duronic SADV1. Sie strahlt von allen getesteten Leuchten am hellsten und bietet noch dazu ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Durch den Kippständer ist sie leicht aufstellbar, aber man kann das Gerät auch an der Wand befestigen. Einziger Nachteil: Sie ist ziemlich groß.

Update 14. Februar 2019

Wir haben sechs neue Tageslichtlampen getestet. Unser neuer Testsieger ist die Duronic SADV1. Auch das neue Modell TL 80 von Beurer konnte überzeugen und ist eine neue Empfehlung.

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23. Oktober 2018

Wir haben die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Ob Frühaufsteher oder Nachteule: Kaum jemand wird leugnen, dass ein heller Sonnentag belebend für Körper und Geist ist. Nicht ohne Grund beklagen viele Menschen, dass ihnen lange, dunkle Tage in Herbst und Winter aufs Gemüt schlagen. Tatsächlich kann andauernde Dunkelheit nicht nur zu anhaltender Müdigkeit führen, sondern auch Depressionen auslösen.

Lichtmangel kann man mit speziellen Lampen, deren Licht dem Tageslicht ähnelt, ausgleichen – man spricht dabei auch von Lichttherapie. Zum Einsatz kommen dabei sogenannte Tageslichtlampen, manchmal auch Lichtdusche genannt.

Doch gelingt das auch? Wir haben sechs Modelle im Preissegment zwischen 50 und 180 Euro über mehrere Wochen auf Herz und Nieren getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Duronic SADV1

Test Tageslichtlampe: Duronic SADV1
Die Duronic zeigte mit Abstand die stärkste Lichtmenge im Test.

von 25 Lesern gekauft

Bei einer Tageslichtlampe kommt es vor allem auf die Lichtleistung an. Die Duronic SADV1 hatte von allen Geräten im Test mit Abstand das beste Messergebnis: Mit 5.900 Lux bei 30 Zentimetern Entfernung kommt bei ihr deutlich mehr Licht an als bei anderen Modellen, bei 50 Zentimeter sind es immer noch gute 2.700 Lux. Die Verarbeitung ist nicht schlecht, könnte aber noch etwas wertiger sein. Mit ihrem Kippständer kann man die große Lampe auf den Boden oder einen Beistelltisch stellen, oder man hängt sie mit der Aufhängevorrichtung an die Wand. Der Preis der Duronic ist angesichts der hohen Lichtleistung sehr gut.

Auch gut

Beurer TL 80

Test Tageslichtlampe: Beurer TL 80
Die Beurer TL 80 überzeugt mit einer soliden Verarbeitung und genügend Lichtmenge.

Die Beurer TL 80 kommt deutlich wertiger und moderner daher als die Duronic, kostet aber auch mehr. Sie bietet mit 4.200 Lux bei 30 Zentimeter Entfernung ebenfalls eine gute Lichtleistung, kommt aber nicht an den Testsieger heran. Auf 50 Zentimeter kann man immerhin noch eine Lichtdusche von über 2.000 Lux vornehmen. Wie die Duronic ist die Beurer relativ groß und daher weniger für den Schreibtisch geeignet, doch im Wohnzimmer auf dem Boden oder auf einem Beistelltisch ist sie gut aufgehoben. Sie ist kippbar, braucht allerdings ein paar Minuten bis sie die volle Lichtstärke erreicht.

Für den Schreibtisch

Beurer TL 100

Mit der Beurer TL 100 bekommen Sie eine Tageslichtlampe für den Schreibtisch, die zusätzlich mit automatischer Abschaltfunktion und Stimmungslicht aufwartet. Dafür muss die entsprechende App auf dem Smartphone installiert werden und schon kann man die Lampe in den verschiedensten Farben leuchten lassen. Die Helligkeit ist mit 4.700 Lux bei 30 Zentimetern nach unserer Messung sogar besser als bei der TL 80, aber sie kostet auch nochmal ein gutes Stück mehr.

Mit Blaulicht

Philips EnergyUp Blue

Test Tageslichtlampe: Philips EnergyUp Blue
Durch Blaulicht-LED deutlich kompakter und damit auch für unterwegs geeignet.

Statt weißes Licht strahlt die Philips EnergyUp Blue blaues Licht aus. Der Sinn dahinter: Blaues Licht gilt als Wachmacher. Nur rund 200 Lux strahlt die EnergyUp Blue aus, das soll aber dem Wert einer Lampe mit weißem Licht von 10.000 Lux entsprechen. Überprüfen können wir das nicht und ob man lieber weiß oder blau bevorzugt, ist Geschmacksache. Wir empfanden das weiße Licht als angenehmer. Ein Vorteil: Die Lampe ist sehr klein und handlich und kann damit auch auf Reisen ein erhellender Begleiter sein.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür den SchreibtischMit Blaulicht
Modell Duronic SADV1 Beurer TL 80 Beurer TL 100 Philips EnergyUp Blue Beurer TL 90 Beurer TL 60 Medisana LT 470 Reer 88080 Klarstein Summershine Slim Zanflare Tageslichtlampe
Test Tageslichtlampe: Duronic SADV1Test Tageslichtlampe: Beurer TL 80Test Tageslichtlampe: Beurer TL 100Test Tageslichtlampe: Philips EnergyUp BlueTest Tageslichtlampe: Beurer TL 90Test Tageslichtlampe: Beurer TL 60Test Tageslichtlampe: Medisana LT 470Test Tageslichtlampe: Reer 88080Test Tageslichtlampe: Klarstein Summershine SlimTest Tageslichtlampe: Zanflare Tageslichtlampe
Pro
  • Sehr hell
  • Kann man an die Wand hängen
  • Guter Preis
  • Tolles Design
  • Wertige Verarbeitung
  • Kippbar
  • Gute Helligkeit
  • Automatische Abschaltung
  • Stimmungslicht
  • Tolles Design
  • Gute Helligkeit
  • Klein und handlich
  • Mit Akku für unterwegs geeignet
  • Gute Helligkeit
  • Leuchtröhren statt LEDs
  • Elegantes Gehäuse
  • Gute Helligkeit
  • Gute Helligkeit
  • Solide Verarbeitung
  • Guter Schalter
  • Klein und kompakt
  • Sonderfunktionen für Stimmungslicht
  • Mit Fernbedienung
  • Klein und kompakt
  • Wertig
  • Klein und kompakt
  • 3 Helligkeitsstufen
  • Touch-Bedienung
  • Klein und kompakt
Contra
  • Teuer
  • Teuer
  • Sehr teuer
  • Blaues Licht nicht für jeden geeignet
  • Hoher Stromverbrauch
  • Sehr teuer
  • Ungleichmäßige Lichtverteilung
  • Klobiges Gehäuse
  • Könnte heller sein
  • Könnte heller sein
  • Zu wenig Helligkeit für eine Lichttherapie
  • Klappriger Ständer
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Zu wenig Helligkeit für eine Lichttherapie
Bester Preis
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Was bringen Tageslichtlampen?

Tageslichtlampen versuchen, in Innenräumen ähnliche Lichtverhältnisse zu erzeugen, wie sie unter freiem Himmel herrschen. Dabei kommt es nicht nur auf die Helligkeit an, sondern vor allem auch auf ein möglichst gleichmäßiges Lichtspektrum, das dem der Sonne ähnelt. Sich stundenlang die Schreibtischlampe ins Gesicht zu halten, bringt deshalb nichts.

 Tageslichtlampe Test: Lichttherapie
Man sollte sich täglich mindestens 30 Minuten von einer Tageslichtlampe bestrahlen lassen.

Je heller die Tageslichtlampe ist, desto stärker ist seine therapeutische Wirkung. In einem durchschnittlich beleuchteten Raum, also beispielsweise einem Büro, liegt die Beleuchtungsstärke meist zwischen 200 und 800 Lux. Im Gegensatz dazu herrscht selbst an einem bewölkten Wintertag in den Mittagsstunden eine Lichtstärke von 3.000 Lux und mehr. Tageslichtlampen versuchen, die Beleuchtung an einem schattigen Tag im Sommer zu simulieren und streben daher eine Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux an.

Selbst an einem bewölkten Wintertag ist es noch 3.000 Lux hell

Diesen Wert erreichen alle Testkandidaten allerdings nur, wenn man sehr nah an den Leuchtkörper heranrückt. Doch auch aus praxistauglichen Entfernungen bringen fast alle Testkandidaten deutlich mehr Licht auf das Auge, als es sonst bei typischen Lichtverhältnissen in Innenräumen der Fall ist.

Doch wie wirkt Tageslicht überhaupt auf den Körper? Vereinfacht ausgedrückt bekommt der Körper durch die Simulation von Tageslicht das Signal, die Produktion von Melatonin herunterzufahren. Dieser auch als Schlafhormon bezeichnete Botenstoff sorgt dafür, dass wir uns müde fühlen.

Normalerweise wird Melatonin vor allem dann produziert, wenn es dunkel ist. Er ist damit einer der Hauptgründe dafür, dass wir uns im Herbst und im Winter oft trotz ausreichend Schlaf dauerhaft müde fühlen. Im schlimmsten Fall kann dieser Effekt zu einer depressiven Verstimmung oder gar einer ausgewachsenen saisonalen Depression führen.

Die durch Lichtmangel hervorgerufenen Probleme beschränken sich übrigens nicht nur auf die dunkle Jahreszeit. Auch im Sommer können lange Tage in dunklen Büros oder Nachtschichten dafür sorgen, dass die Melatoninproduktion erhöht ist.

Der Einsatz von Tageslichtlampen kann dabei helfen, die durch Lichtmangel verursachten Symptome zu reduzieren. Trifft das helle Licht auf die Netzhaut, fährt der Körper die Melatoninproduktion zurück und schüttet stattdessen vermehrt das »Gegenstück« aus, den Botenstoff Serotonin. Dieser führt dazu, dass wir uns insgesamt fitter und in vielen Fällen auch ausgeglichener fühlen.

Dass die Lichttherapie mit einer guten Tageslichtlampe tatsächlich dazu beitragen kann, die Symptome einer Winterdepression zu lindern, wurde schon mehrfach wissenschaftlich belegt. So bescheinigt eine doppelt placebokontrollierte Studie, dass eine effiziente Behandlung mit Licht einen ähnlichen Effekt wie der Einsatz eines leichten Antidepressivums erzielen kann. Auch viele Psychiater und Schlafforscher bestätigen die positive Wirkung von Lichtduschen auf das allgemeine Wohlbefinden.

In unserem Praxistest konnten wir tatsächlich eine belebende Wirkung durch den Einsatz der Tageslichtlampen feststellen. Das gilt besonders dann, wenn man sie in den frühen Morgenstunden im düsteren Büro nutzt. Die Helligkeit sorgt dann tatsächlich dafür, dass man sich morgens schneller wach fühlt.

Da jeder Körper anders auf die Einflüsse von Licht reagiert, kann man nicht immer davon ausgehen, dass eine Lichttherapie Erfolg haben wird. Im Zweifel lohnt es sich aber, einer Tageslichtlampe zumindest eine Chance zu geben, wenn dunkle Tage auf das Gemüt und die Fitness schlagen.

Tageslichtlampen richtig anwenden

Eine Lichtdusche mit einer Tageslichtlampe lässt sich vergleichsweise leicht in den Tagesablauf einbauen. Am einfachsten geht das, wenn die Lampe auf dem Schreibtisch steht. So kann man sich einfach während der Arbeit beleuchten lassen. Auch die Nutzung am Frühstückstisch oder beim Lesen ist kein Problem.

 Tageslichtlampe Test: Lichttherapie Richtig Anwenden
Am besten scheint die Lampe von der Seite aufs Gesicht.

Im Idealfall scheint die Lampe leicht seitlich aufs Gesicht. Man sollte so nah wie möglich an der Lampe sein, ohne dabei direkt ins Licht zu schauen. Die Beleuchtungsstärke nimmt mit größerem Abstand zur Quelle schnell ab. Entsprechend erreichen unsere Testkandidaten die versprochenen 10.000 Lux nur aus geringsten Entfernungen von wenigen Zentimetern. Bei praxisnahen Abständen von 30 bis 50 Zentimetern kommen höchstens noch 3.000 bis 7.000 Lux an. Die Angaben der Hersteller kann man getrost vergessen.

Bei geringem Sitzabstand kann der gewünschte Therapieeffekt der Lichtdusche bereits mit rund 30 Minuten am Tag eintreten. Stehen die Lampen in größerem Abstand, sollte die Sitzung entsprechend verlängert werden. Alle getesteten Lampen geben in ihren Handbüchern Tipps zur optimalen Anwendung.

Regelmäßige Anwendung ist das A und O

Neben der Platzierung kommt es vor allem darauf an, die Lichttherapie regelmäßig durchzuführen. Das gilt vor allem dann, wenn die Lampen zur Bekämpfung einer leichten, saisonal auftretenden Depression verwendet werden. Studien zufolge werden die positiven Effekte der Tageslichttherapie nach etwa einer Woche regelmäßiger Anwendung spürbar.

Negative Nebenwirkungen beim Einsatz der Lichttherapie sind bei normaler Nutzung nicht zu erwarten. Alle Lampen filtern schädliches UV-Licht und beugen damit einer Schädigung von Augen und Haut vor.

Generell ist es empfehlenswert, die Behandlung eher in den Morgen- als in den Abendstunden durchzuführen. Andernfalls kann die Produktion von Melatonin und damit der Schlafzyklus gestört werden. Wer hingegen darauf angewiesen ist, nachts wach zu sein, etwa bei der Nachtschicht, kann die Lichtdusche natürlich auch abends durchführen.

Kein Ersatz für Sonnenlicht

Trotz der positiven Wirkung: Den Gang in die Sonne kann keine Tageslichtlampe ersetzen. Denn der Körper produziert nur im echten Sonnenlicht das für viele Körperfunktionen wichtige Vitamin D. Ein Vitamin-D-Mangel ist zwar auch in unseren Breitengraden eher selten, kann aber ebenfalls ein Grund für saisonale oder auch dauerhafte Müdigkeit sein. Wer im Alltag nicht genügend Sonnenlicht abbekommt, sollte daher gegebenenfalls Rücksprache mit dem Hausarzt halten und den Vitamin-D-Spiegel testen lassen.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt zwölf Tageslichtlampen über mehrere Wochen hinweg getestet. Unser Modelle lagen im Preissegment zwischen 50 und 180 Euro.

Der wichtigste Faktor für die Lichttherapie ist die Leuchtstärke, daher haben wir bei allen Testkandidaten mit einem professionellen Luxmeter die Lichtstärke aus verschiedenen Abständen gemessen.

Wie schon erwähnt erreichen die Lampen die versprochenen 10.000 Lux nur auf kurze Distanz. Der belebende Effekt einer Lichtdusche lässt sich aber auch bei einem größeren Abstand erreichen – zumindest bei den meisten Modellen. Trotzdem gilt: Je heller die Lampe, desto effektiver die Wirkung – und desto einfacher lässt sich die Lichttherapie in den Alltag integrieren.

 Tageslichtlampe Test: Duronic Sadv1

Testsieger: Duronic SADV1

Die Duronic SADV1 ist vor allem aus einem Grund unser Testsieger: Sie war mit Abstand die hellste Lampe im Test. Unser Messgerät ermittelte bei einer Entfernung von 30 Zentimetern eine Leuchtstärke von über 5.900 Lux, bei 50 Zentimetern erreichen immerhin noch gut 2.700 Lux die Augen des Benutzers.

Testsieger

Duronic SADV1

Test Tageslichtlampe: Duronic SADV1
Die Duronic zeigte mit Abstand die stärkste Lichtmenge im Test.

von 25 Lesern gekauft

Auch an der Verarbeitung gibt es wenig zu mäkeln: Das Gehäuse der Tageslichtlampe ist zwar nicht ganz so elegant wie die Rundbauweise der Beurer TL 80 und wirkt auf den ersten Blick etwas klapprig, ist aber stabil und zweckdienlich. Dafür ist die Lichtstärke höher als bei der Beurer und der Preis niedriger – das war für uns ausschlaggebend, der Duronic den Testsieg zu verleihen.

Mit Abstand die hellste Leuchte im Test

Der Kippständer ermöglicht einfaches Aufstellen auf dem Boden, leider gibt es keine Möglichkeit, verschiedene Winkel einzustellen. Bei Bedarf kann die Duronic auch an der Wand befestigt werden. Entsprechende Schrauben müssen Sie aber dazukaufen.

Die Bedienung könnte nicht einfacher sein: Man muss die Lampe nur ein- und ausschalten, Zusatzfunktionen gibt es nicht. Braucht man auch nicht.

Die Duronic gehört zu den größten Tageslichtleuchten, die wir getestet haben – dadurch hat sie eine recht große Beleuchtungsfläche. Auf dem Schreibtisch ist sie allerdings ein ziemliches Ungetüm. Auf dem Boden ist sie uns wiederum zu weit entfernt. Am besten stellt man sie auf einen kleinen Beistelltisch.

Die Lampe ist angenehm leicht und damit problemlos auf- und umstellbar. Mit einem kleinen Kippschalter, der oberhalb der Lampe angebracht ist, wird sie in Betrieb genommen und erreicht sehr schnell die maximale Leuchtkraft, was bei anderen Modellen im Test nicht immer selbstverständlich war. Das Licht wird gleichmäßig abgegeben, zwei Leuchtröhren sind erkennbar. Laut Hersteller handelt es sich aber um LEDs, die in Röhrenform angebracht sind.

Mit einem Preis von rund 90 Euro ist sie für eine große Tageslichtlampe ziemlich preiswert – das finden wir sehr fair, angesichts dessen, dass wir bei ihr die stärkste Lichtmenge gemessen haben.

Wenn Ihnen Zusatzfunktionen nicht so wichtig sind und Sie für die Lichttherapie vor allem eine Lampe suchen, die eine hohe Leuchtstärke hat, ist die Duronic für uns ganz klar die beste Wahl.

Alternativen

Vor allem zwei Topmodelle der Konkurrenz und eine weitere Leuchte von Philips sind interessante Alternativen zu unserem Testsieger.

Auch gut

Beurer TL 80

Test Tageslichtlampe: Beurer TL 80
Die Beurer TL 80 überzeugt mit einer soliden Verarbeitung und genügend Lichtmenge.

Die TL 80 ist ein neues Modell aus dem Hause Beurer. Sie sieht toll aus, gibt ebenfalls sehr viel Licht ab und ist deutlich hochwertiger verarbeitet als unser Testsieger. Man kann das Gerät in verschiedene Winkel stufenlos kippen und das Kabel ist lang genug. Besondere Extra-Funktionen bringt diese Lampe allerdings nicht mit.

Natürlich kostet die Beurer dank der tollen Verarbeitung etwas mehr als unser Testsieger. Leider kommt sie in Sachen Helligkeit nicht an die Spitzenwerte der Duronic heran.

Dank der simplen Ein-Knopf-Bedienung ist auch hier die Handhabung denkbar einfach. Die Leuchte wird mit zwei 36 Watt Leuchtröhren betrieben und gibt das Licht sehr sanft und gleichmäßig ab. Es dauert allerdings einige Minuten, bis die Röhren ihre volle Leuchtkraft erreicht haben.

Auch dieses Gerät ist relativ groß und für einen Schreibtisch definitiv zu wuchtig. Dafür hat sie aber auch eine große Beleuchtungsfläche von 39 x 32 Zentimetern. Mit ihren 2,7 Kilogramm ist sie sehr leicht und einfach umzustellen.

Die Beurer TL-80 ist die richtige Wahl für alle, denen Design und Verarbeitung ebenso wichtig sind wie hohe Lichtstärke – und die bereit sind, dafür auch ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen.

Für den Schreibtisch

Beurer TL 100

Das Schestermodell Beurer TL 100 ist nicht nur elegant gestaltet, sie überzeugt auch mit einem breiten Angebot an Extra-Funktionen.

Die TL 100 bietet zehn Helligkeitsstufen, die über im Gehäuserand untergebrachte Sensortasten gesteuert werden. Auch ein Timer ist mit dabei. Der funktioniert hier als Countdown: Nach der vorgegebenen Zeit schaltet sich die Lampe automatisch ab.

Das ist vor allem dann nützlich, wenn die Lichtdusche gezielt für eine bestimmte Dauer eingesetzt werden soll. Fünf Countdowns stehen zur Verfügung, der kürzeste läuft fünf, der längste 120 Minuten.

Die eigentliche Besonderheit der TL 100 offenbart sich aber, wenn man auf dem Smartphone die App Beurer LightUp installiert. Sie steht für Android und iOS zur Verfügung. Via Bluetooth verbindet sich das Handy mit der Lampe und steuert nicht nur die Tageslichtfunktion, sondern auch das optionale Stimmungslicht: Auf Wunsch leuchtet die Lampe dann in einer von 16,7 Millionen Farben, die man über das Smartphone auswählt.

Außerdem hat Beurer einige Motivprogramme eingebaut. So leuchtet die TL 100 mit der Einstellung »Wald« abwechselnd in sanften Grün- und Blautönen während »Fusion« für pulsierende Farbübergänge sorgt.

Allerdings fällt das farbige Licht der TL 100 für unseren Geschmack ein wenig zu dunkel aus. Vor allem aber erreicht sie auch beim simulierten Tageslicht nicht die Leuchtstärke des Testsiegers: Aus 30 Zentimetern Abstand messen wir rund 4.700 Lux, über 50 Zentimeter kommen noch rund 2.400 Lux am Auge an. Alles in allem ein tolles Gerät, das aber auch seinen Preis hat.

Mit Blaulicht

Philips EnergyUp Blue

Test Tageslichtlampe: Philips EnergyUp Blue
Durch Blaulicht-LED deutlich kompakter und damit auch für unterwegs geeignet.

Die Philips EnergyUp Blue fällt etwas aus dem Rahmen: Sie strahlt nämlich blaues Licht ab, statt weißes Tageslicht. Die Idee dahinter: Das Spektrum des blauen Lichts gilt als hauptverantwortlich für die wachmachende Wirkung.

Obwohl die EnergyUp Blue lediglich rund 200 Lux produziert, soll der wachmachende Effekt laut Philips mit dem des weißen Lichts einer 10.000 Lux-Lampe vergleichbar sein. Tatsächlich konnten wir im Test keinen Unterschied feststellen.

Ein großer Vorteil dieser Lichtalternative: Die EnergyUp Blue ist wesentlich kleiner und leichter als die lichtstarken Alternativen. Als einzige Lampe im Test passt der Philips-Zwerg problemlos in eine Reisetasche oder einen Rucksack. Außerdem hat sie einen Akku, dank dem man auch unterwegs rund eineinhalb Stunden lang im Licht baden kann.

Allerdings empfanden wir das blaue Licht im Vergleich zu den weißstrahlenden Alternativen bei längerer Nutzung als weniger angenehm. Aber das ist sicher auch Geschmacksache. Für alle, die das helle, weiße Licht eher stört und die lieber eine unauffällige, kleine Lösung bevorzugen, ist die Philips EnergyUp Blue genau das Richtige.

Außerdem getestet

Die Beurer TL 90 setzt anstelle von LEDs auf zwei Leuchtröhren und hat daher ein wesentlich größeres Gehäuse als die TL 100. Auch fehlt dem Modell die Möglichkeit, die Helligkeit per Dimmer zu regulieren. Mit einer Helligkeit von 4.200 (50 cm) bzw. 2.800 Lux (30 cm) leuchtet sie nicht ganz so stark wie unser Testsieger oder auch die TL 100. Dafür ist die Lichtverteilung gleichmäßig und das Gehäuse trotz der Größe elegant.

Die Beurer TL 60 liegt in Sachen gemessener Leuchtstärke auf einem ähnlichen Niveau wie die TL 90. Allerdings wirkt die Lichtverteilung hier auf den ersten Blick nicht so gleichmäßig, die beiden Leuchtröhren zeichnen sich deutlich durch den Schirm ab. Das Gehäuse ist zudem ein gutes Stück klobiger, auch wenn der effektive Platzverbrauch nicht viel größer ist.

Die Medisana LT 470 liegt bei der Lichtstärke im hinteren Mittelfeld. Sie gibt auf 50 Zentimeter 1.500 Lux und auf 30 Zentimeter 3.300 Lux ab. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Schalter angenehm handlich und stabil. Wir konnten bei dieser Lampe einen leichten Rotstich erkennen, was aber nur minimal aufgefallen ist. Diese Lampe kann man auch an die Wand hängen und sie hat eine gute Schreibtischgröße. Für eine effektive Lichttherapie empfehlen wir aber andere Geräte.

Die Reer 88080 hat als einzige Tageslichtlampe im Test eine Fernbedienung, mit der man auch bunte Stimmungslichter einstellen kann. Im normalen Tageslichtmodus konnten wir einen leichten Gelbstich feststellen. Auch ein Timer und eine Dimmfunktion sind vorhanden. Abgesehen von dieser Spielerei erzeugt die runde Lampe, die laut Hersteller besonders für Schwangere empfohlen wird, 1.500 (50 cm) bzw. 3.100 Lux (30 cm). Das ist im Vergleich nicht sonderlich viel und wir würden zu anderen Geräten mit mehr Lichtstärke raten.

Klarstein Summershine Slim

Die Klarstein Summershine Slim ist klein und kompakt und wirkt auf den ersten Blick erstaunlich hell. Gemessen sieht es aber anders aus: Nur rund 700 (50 cm) bzw. 1.700 Lux (30 cm) kommen am Auge an. Für eine effiziente Lichttherapie ist das zu wenig. Die Verarbeitung ist ordentlich und das Design schick, auch die Größe ist handlich. Mit einer besseren Lichtabgabe wäre die Klarstein eine tolle günstige Empfehlung geworden.

Zanflare Tageslichtlampe

Die Zanflare Tageslichtlampe kommt mit einem billigen, klapprigen Gestell, das man immerhin in verschiedene Winkel bringen kann. Optisch macht dieses Konstrukt allerdings wenig bis gar nichts her. Der Kabelanschluss wirkt nicht gut verarbeitet und wir hatten kurze Startschwierigkeiten, als wir das Gerät in Betrieb nehmen wollten. Der An- und Ausschalter funktioniert über Touch und ermöglicht drei Helligkeitsstufen. Die Zanflare hat einen leichten Gelbstich. Die Lichtabgabe ist mit 1.000 (50 cm) bzw. 2.300 Lux nicht sonderlich hoch.

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Kommentare

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A. Rapp
A. Rapp

Danke für den Test. Besonders die Lux Angaben in 30 und 50 cm Abstand finde ich wichtig, da die Helligkeit ja sehr entscheidend für die Wirkung ist. In diesem Zuammenhang hätte mich auch interessiert, wie Lampen der Firma Lumie abgeschnitten hätten, da diese laut Hersteller auf bis zu 10000 Lux bei 35 cm Abstand kommen.

Redaktion
Redaktion

Diese Modelle haben wir leider nicht getestet. Unser Test hat aber gezeigt, dass die Lux-Angaben der Hersteller mit Vorsicht zu genießen sind.

A. Rapp
A. Rapp

Danke für die rasche Antwort. Eben darum wäre ein Test ja interessant!

Jürgen Coen
Jürgen Coen

Stimmt, ist die beste, allerdings auch nicht billig. Im Winter jeden Morgen bei der Zeitungslektüre und einer guten Tasse Kaffee. Man fühlt sich danach einfach wacher. Erste Wirkung ab ca 14 Tagen