Trinkblase Test: Trinkblase Aufmacher
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Die beste Trinkblase

Wir haben 12 Trinkblasen getestet. Die beste ist für uns das Hydraulics 2L Reservoir von Osprey. Es besticht mit einem einfachen Handling, ist leicht zu reinigen und hebt sich mit einigen cleveren Features von den anderen Trinksystemen ab. Aber es gibt auch gute Alternativen.

Florian Wolf
Florian Wolf
verbringt seine Zeit am liebsten draußen. Über Fernwanderungen und Trekkingtouren ist er zum Ultrarunning gekommen. Heute verbringt er seine freien Stunden laufend in den Bergen, wo er sein Material hart fordert und unter anderem auch für Bergzeit testet.
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Beim Wandern, aber auch beim Laufen und Radeln ist es wichtig, immer gut hydriert zu bleiben. Eine Trinkflasche allein reicht häufig nicht für den gesamten Tag – und mit ihr tief im Rucksack vergisst man schnell das Trinken. Bei einem Trinksystem hingegen hat man gleich mindestens zwei Liter Flüssigkeit im Rucksack, die Last ist gut verteilt und da man den Schlauch ständig vor der Nase hat, trinkt man häufiger.

Trinksysteme gibt es mittlerweile von vielen Herstellern und alle sind sie irgendwie gleich, oder? Wir haben 12 Trinkblasen zwischen rund 15 und 60 Euro getestet, wobei die meisten sich im Preissegment von 30-40 Euro bewegen. Im Test zeigten sich durchaus Unterschiede. Bis auf eine Ausnahme haben wir Trinkblasen mit einer Füllmenge von zwei Litern unter die Lupe genommen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Osprey Hydraulics 2L Reservoir

Test Trinkblase: Osprey Hydraulics 2L Reservoir
Das Hydraulics 2L Reservoir überzeugt mit vielen cleveren Detaillösungen, einer starken Ausstattung und einen Top-Handling unterwegs.

An die Spitze der Trinkblasen setzt sich das Hydraulics 2L Reservoir von Osprey, das vor allem mit seiner benutzerfreundlichen Handhabung gefällt. Mit vielen cleveren Detaillösungen hebt sich die Trinkblase von der Konkurrenz ab, dazu ist sie wertig verarbeitet und gut zu reinigen – die beste Wahl für die meisten Wanderer, Radfahrer und Läufer. Gerade gemessen an der Ausstattung ist der Preis absolut fair, auch wenn das Hydraulics Reservoir eher zu den teureren Trinksystemen im Testfeld gehört. Ein kleiner Wermutstropfen ist der leichte Plastikgeschmack am Anfang, der aber mit der Zeit weniger wird.

Starke Alternative

Camelbak Fusion 2L

Test Trinkblase: Camelbak Fusion 2L
Geschmacksneutral und mit hoher Durchflussrate bietet das Fusion 2L Trinksystem hohen Trinkkomfort.

Das Camelbak Fusion 2L Trinksystem steht dem Osprey Hydraulics 2L Reservoir in puncto Ausstattung und Handling in kaum etwas nach. Dazu hat es einen höheren Durchfluss, was meint, dass es sich leichter aus dem Mundstück trinken lässt. Außerdem ist der Plastikgeschmack von Anfang an geringer und kaum wahrnehmbar. Auf den Platz 1b rutscht das Fusion Trinksystem hauptsächlich wegen des etwas höheren Preises von 53 Euro und des schlechteren Handlings bei vollem Rucksack, ansonsten hätte es sich durchaus auch ganz nach oben schieben können. Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wird hier aber garantiert nicht enttäuscht.

Die Sportliche

Hydrapak Shape Shift 2L

Test Trinkblase: Hydrapack Shape Shift 2L
Das Shape Shift 2L Trinksystem bleibt beim sportlichen Einsatz super in Form – und ist dazu sehr leicht.

Das Hydrapak Shape Shift 2L hat einen formgebenden Mittelsteg und ist sehr leicht, wodurch es gerade beim Laufen und Radfahren deutlich besser in Form bleibt, ohne im Rucksack ein Eigenleben zu entwickeln. Damit ist es eine gute Wahl für alle, die gerne sportlich unterwegs sind. Dazu lässt sich der Mittelsteg auch lösen und die gesamte Trinkblase auf Links drehen. Dadurch ist das Shape Shift von allen Trinksystemen im Testfeld am einfachsten zu reinigen und kann sogar in die Spülmaschine. Dort wird dann auch der leichte Plastikgeschmack vom Anfang mit der Zeit weggespült.

Guter Preis, guter Geschmack

Source Widepac 2L

Test Trinkblase: Source  Widepac 2L
Das Widepac 2L Trinksystem bleibt neutral im Geschmack und gefällt mit starker Preis-Leistung.

Etwas starr in der Haptik, dafür mit sehr neutralem Geschmack kommt das Source Widepac 2L – ideal für alle, die in dieser Hinsicht sensibel sind. Dazu lässt sich die Trinkblase dank großer Öffnung gut reinigen und trocknen. Außerdem hat das Widepac 2L mit unter 30 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür bekommt man aber auch etwas weniger Grundausstattung als bei den anderen Trinksystemen. Auch die etwas sackige Form der Trinkblase ist nicht ganz optimal beim Sport, sollte aber beim Wandern kein Problem darstellen.

Vergleichstabelle

TestsiegerOsprey Hydraulics 2L Reservoir
Starke AlternativeCamelbak Fusion 2L
Die SportlicheHydrapak Shape Shift 2L
Guter Preis, guter GeschmackSource Widepac 2L
Deuter Streamer 2.0L
Camelbak Crux Reservoir
Inov-8 Shape Shift Reservoir
Fidlock Hermetic Hydration Bladder
Evoc Hydration Bladder 2
Gregory 3D Hydro Trek 3
Punda Premium Trinkblase 2L
Platypus Hoser Reservoir
Test Trinkblase: Osprey Hydraulics 2L Reservoir
  • Top-Handling
  • Gute Verarbeitung
  • Starke Ausstattung
  • Einfach zu reinigen
  • Einfaches Nachfüllen unterwegs
  • Leichter Plastikgeschmack
Test Trinkblase: Camelbak Fusion 2L
  • Geschmacksneutral
  • Hohe Durchflussrate
  • Gute Verarbeitung
  • Einfach zu reinigen
  • Hochpreisig
Test Trinkblase: Hydrapack Shape Shift 2L
  • Sportlich-schlanke Form
  • Einfach zu reinigen
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • Leichter Plastikgeschmack
  • Öffnung des Mittelstegs ist hakelig
Test Trinkblase: Source  Widepac 2L
  • Geschmacksneutral
  • Einfach zu reinigen
  • Gute Preis-Leistung
  • Basic Ausstattung
  • Wasser sackt nach unten ab
  • Verhalten im Rucksack
Test Trinkblase: deuter Streamer 2.0 l
  • Geschmacksneutral
  • Einfach zu reinigen
  • Gute Preis-Leistung
  • Basic Ausstattung
  • Wasser sackt nach unten ab
  • Verhalten im Rucksack
Test Trinkblase: CAMELBAK Crux Reservoir Trinksystem
  • Geschmacksneutral
  • Hohe Durchflussrate
  • Gute Verarbeitung
  • Formstabil
  • Reinigung und Trocknung
Test Trinkblase: Inov-8 Shape Shift Reservoir
  • Sportlich-schlanke Form
  • Einfach zu reinigen
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • Leichter Plastikgeschmack
  • Öffnung des Mittelstegs ist hakelig
  • Basic Ausstattung
Trinkblase Test: Fidlock Hermetic Hydration Blad
  • Geschmacksneutral
  • Magnetverschluss
  • Gute Verarbeitung
  • Preis
  • Ausstattung
  • Wasser sackt nach unten ab
Test Trinkblase: EVOC Hydration Bladder 2
  • Einfach zu reinigen
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • Leichter Plastikgeschmack
  • Basic Ausstattung
  • Wasser sackt nach unten ab
Test Trinkblase: Gregory 3D Hydro Trek 3
  • Gute Ausstattung
  • Interessante Ideen fürs Trekking
  • Schwer zu reinigen
  • Schwieriges Handling
  • Hochpreisig
  • Form
Test Trinkblase: PUNDA Premium Trinkblase 2L
  • Preis
  • Schlechte Durchflussrate
  • Leichter Plastikgeschmack
  • Billige Verarbeitung
  • Reinigung und Trocknung
Test Trinkblase: Platypus Hoser Reservoir
  • Geschmacksneutral
  • Billig verarbeitet
  • Schlauch verhakt sich beim Festschrauben
  • Handling
  • Schwer zu reinigen
  • Wasser sackt nach unten ab
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Clever hydriert: Trinkblasen im Test

Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig regelmäßiges Trinken beim Wandern, Laufen, Radfahren und Trekken ist. Aber warum sollte man dafür ein Trinksystem hernehmen, wo doch die gute alte Trinkflasche den gleichen Job übernimmt?

Mit einer 2- oder 3-Liter-Trinkblase hat man auf jeden Fall immer genug Wasser für die jeweilige Tour dabei. Gerade die Getränke sind häufig das schwerste, was man zu schleppen hat, und durch die Platzierung der Trinkblase direkt am Rucksackrücken liegt der Schwerpunkt sehr dicht am Körper, was für eine bessere Lastenkontrolle und Gewichtsverteilung sorgt. Trinkflaschen stecken normalerweise seitlich am Rucksack und damit von vornherein schon ungünstiger. Trinkt man dann eine Flasche leer und die andere ist noch voll, verschlechtert sich die Lastenverteilung weiter.

Trinkblase Test: Unterwegs

Außerdem hat man mit einem Trinksystem den Trinkschlauch direkt vor der Nase, wodurch man ständig ans Trinken erinnert wird und immer wieder einen Schluck zwischendurch nimmt. Um an die Flasche zu kommen, muss man meist den Rucksack abnehmen, und wenn man dann regelmäßige Trinkpausen vergisst, läuft man schnell in die Dehydrierung.

Die Bestandteile: Trinkblase, Schlauch und Mundstück

Im Wesentliche bestehen alle Trinksysteme aus drei Teilen: der Trinkblase, dem Trinkschlauch und dem Mundstück mit Beißventil.

In der Trinkblase (auch Trinkbeutel oder Trinksack genannt) ist das Wasser aufgehoben. Sie besteht immer aus einem Kunststoffmaterial, das in seiner Haptik und Zusammensetzung von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist. Ein wesentlicher Teil der Trinkblase ist die Einfüllöffnung. Schiebeverschluss und Drehverschluss sind hier die beiden vorherrschenden Varianten. Beim Schiebeverschluss wird der Wassersack oben einmal umgeschlagen und dann mit dem namensgebenden Schieber verschlossen. Dabei wird die komplette Top-Seite geöffnet, wodurch sich die Trinkblase leicht befüllen, reinigen und trocknen lässt. Dem entgegen ist der Drehverschluss die klassische Variante, bei der man den Trinkbeutel einfach aufdreht. Je nachdem wie groß die Öffnung ist, ist der Sack schwerer zu reinigen und zu trocknen.

Je größer die Öffnung, desto leichter die Reinigung

Auch der Trinkschlauch ist aus einem Synthetikmaterial und hat bei nahezu allen Herstellern den gleichen Durchmesser. Der Trinkschlauch ist über einen Plug-and-Play-Verschluss mit der Trinkblase verbunden – das heißt, dass man den Schlauch mit einem Klick von der Blase lösen kann. Der Ausgang an der Blase verriegelt sich automatisch, damit nichts auslaufen kann. Das ist besonders praktisch für die Reinigung, aber auch um den Schlauch am Rucksack zu lassen, während man den Trinkbeutel zum Nachfüllen herausnimmt. In der Tat waren fast alle Klickverschlüsse der getesteten Trinksysteme miteinander kompatibel.

Über das Mundstück kann man dann schließlich aus Trinkblase und Schlauch trinken. Es ist auf den Trinkschlauch aufgesteckt und kann mit etwas Kraftaufwand für die Reinigung abgezogen werden. Am Mundstück hat sich das Beißventil durchgesetzt. Wie der Name schon sagt, braucht man nur auf das Gummistück beißen und schon kann man mit etwas Zug trinken. Löst man den Biss, verriegelt das Ventil automatisch. Je besser und mit je weniger Kraftaufwand man aus dem Mundstück trinken kann, desto höher ist dessen Durchflussrate.

Manche Mundstücke kommen außerdem noch mit einer zusätzlichen Verriegelung, damit nichts herausfließt, falls man aus Versehen Druck auf das Beißventil ausübt. Andere Mundstücke werden zudem vom Hersteller mit einer Schmutzschutzkappe ausgestattet, damit man keine Krümel trinken muss, wenn das Ventil beim Absetzen des Rucksacks auf den Boden fällt.

Volumen, Maße und Schnitt

Trinksysteme gibt es in den verschiedensten Größen und Formen, mit Trinkblasen von einem bis drei Liter und mehr. 1-Liter-Systeme sind super für kurze, schnelle Touren, während 3-Liter-Trinkblasen gerade bei mehrtägigem Trekking ihre Vorteile haben. Für Tagestouren ist eine zwei Liter große Trinkblase für die meisten die beste Alternative, um genug Wasser dabei zu haben, ohne dabei zu viel zu schleppen.

Den Maßen wird häufig weniger Beachtung geschenkt, doch die können einiges ausmachen. So merkt man schnell, dass eine sehr lange Trinkblase eventuell gar nicht in den kleinen Tagesrucksack passt. Außerdem trägt der Schnitt auch dazu bei, wie der Schwerpunkt im Rucksack verteilt ist. Ein schlanker Schnitt, der das Wasser und damit die Last nahe am Rücken hält, hat durchaus großen Einfluss auf den Tragekomfort unterwegs.

Ein schlanker Schnitt verbessert den Tragekomfort

Beim Gewicht unterschieden sich die einzelnen Trinksysteme nur um wenige Gramm. Gewichtsoptimierer vergleichen, alle anderen sollten hier eher darauf achten, welche Ausstattung und Features man für das Gewicht bekommt.

Gerade 2-Liter-Trinkblasen sind meist so geschnitten, dass sie auch in kleine Rucksäcke von 15-20 Liter Volumen passen. Der Rucksack sollte einen Schlauchausgang haben, eine Einschubtasche am Rücken und eine Aufhängung, um zu verhindern, dass die Trinkblase zusammensackt.

Das Material, der gute Geschmack und was reindarf

Trinkblasen werden derzeit ausschließlich aus Kunststoff gefertigt, da sie leicht und in der Form flexibel bleiben müssen. Beim Kauf sollte man unbedingt darauf achten, dass das verwendete Material BPA- und PVC-frei ist, damit man keine Giftstoffe beim Trinken aufnimmt.

Dennoch lässt es sich nicht vermeiden, dass die meisten Trinkblasen zu Beginn einen leichten bis starken Plastikgeschmack haben. Deshalb macht es Sinn, die Trinkblase vor der ersten Verwendung mit milder Seife und warmem Wasser zu spülen. Generell lässt der Plastikgeschmack mit der Zeit nach, wird aber von sehr geschmackssensiblen Menschen auch später immer noch wahrgenommen. Hier kann ein Schuss Zitronensaft helfen: Er überdeckt den Plastikgeschmack und gibt dem Wasser eine erfrischende Note, ohne dass anschließend die Reinigung wesentlich aufwändiger wäre.

Kohlensäurehaltige Getränke sollten nicht in die Trinkblase, da durch das Schütteln beim Gehen sehr viel Druck in der Trinkblase entsteht. Zum einen wird so das Material strapaziert, zum anderen bildet sich enorm viel Luft im Schlauch, was das Trinken unangenehm macht. Säfte oder andere nichtsprudelnde Flüssigkeiten wie Elektrolyt-Getränke können zwar in die Trinkblase, doch die Zuckerrückstände erschweren die Reinigung deutlich. Werden die Rückstände nicht entfernt, können schneller Bakterien wachsen und Schimmel im Inneren der Trinkblase entstehen.

Reinigung

Nun haben wir die Reinigung schon ein paar Mal angesprochen, aber was gibt es hier eigentlich zu beachten? Hatte man nur Wasser in der Trinkblase, reicht es, diese mit ein wenig Spülmittel und warmem Wasser durchzuspülen. Anschließend ist es wichtig, alle Spülmittelreste sorgfältig zu beseitigen und die Trinkblase so aufzuhängen, dass sie gut trocknen kann. Bleibt zu viel Feuchtigkeit im Inneren, kann sich hier Schimmel bilden.

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Trinkblase Test: Reinigung
Beim Reinigen ist es gut, wenn die ganze Hand reinpasst.
Trinkblase Test: Reinigung
Für den Schlauch braucht es die Reinigungsbürste.
Trinkblase Test: Reinigung
Schlauch mit Extra-Reinigungsbürste.
Trinkblase Test: Reinigung
Mundstück mit abgenommenem Beißventil.
Trinkblase Test: Reinigung
Schlauch mit abgenommenem Mundstück.

Bei stärkerer Verschmutzung kann man mit einer milden Seife/Spülmittel und warmem Wasser das Innere auswaschen. Auch eine Gebissreinigungstablette wirkt Wunder. Wichtig ist in beiden Fällen, die Rückstände des Reinigungsmittels restlos zu entfernen.

Den Trinkschlauch kann man von der Blase trennen und mit einer speziellen Schlauchbürste reinigen. Gerade wenn man nur Wasser in der Trinkblase hatte, reicht es aber in der Regel aus, das restliche Wasser rauszupusten und den Schlauch zum Trocknen aufzuhängen.

Zubehör

Manche Trinksysteme bringen von Haus aus schon eine gute Ausstattung wie ein verriegelbares Mundstück und eine Schlauchfixierung für den Rucksack mit. Bei anderen kann man diese nachkaufen. Zubehör wie isolierte Schlauchüberzüge oder isolierte Hüllen für die Trinkblase muss man dagegen meist zusätzlich erwerben.

Ein Reinigungsset ist empfehlenswert

Empfehlenswert ist außerdem ein Reinigungsset oder zumindest eine Reinigungsbürste für den Trinkschlauch. Für die Reinigung der Trinkblase braucht man eventuell auch eine Bürste, aber gerade Trinkblasen mit großer, durchgängiger Top-Öffnung können einfach mit dem Schwamm gereinigt werden.

Auch Schläuche und Mundstücke können in der Regel nachgekauft werden. Interessanterweise haben fast alle Schläuche der getesteten Trinksysteme auch problemlos an alle Trinkblasen gepasst. Wer also mit Trinkschlauch und Mundstück unzufrieden ist, ist hier frei, sich einen anderen zu besorgen.

Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir

Unser Favorit: Osprey Hydraulics 2L Reservoir

Aus unserer Sicht ist das beste Trinksystem für die meisten Menschen das Osprey Hydraulics 2L Reservoir. Während sich die meisten Trinksysteme vom Aufbau her sehr stark ähneln, fallen bei diesem System gleich ein paar Besonderheiten auf. Gerade diese Details machen das Handling des Hydraulics Reservoir auf Tour und auch zuhause so angenehm. Dazu meistert es auch die Hauptaufgabe, die eine Trinkblase zu erfüllen hat: Es versorgt einen unterwegs sehr komfortabel mit Wasser.

Testsieger
Osprey Hydraulics 2L Reservoir
Test Trinkblase: Osprey Hydraulics 2L Reservoir
Das Hydraulics 2L Reservoir überzeugt mit vielen cleveren Detaillösungen, einer starken Ausstattung und einen Top-Handling unterwegs.

Das Osprey Hydraulics 2L Reservoir ist durch und durch gut verarbeitet. Das TPU-Material ist BPA- und PVC-frei, hat einen leichten Stretch und die Nähte sind sehr wertig verschweißt. Den Drucktest (70 Kilogramm Druck über 60 Sekunden) hat die Blase mühelos bestanden. Ein leichter Plastikgeruch ist zu vernehmen, der aber nach der ersten Reinigung bereits nachlässt. Sehr angenehm: Das Trinksystem kommt komplett plastikfrei in Pappe verpackt.

Über den Schiebeverschluss auf der Oberseite lässt sich das Osprey Hydraulics 2L Reservoir weit öffnen und einfach befüllen bzw. entleeren. Dank einer Griffmulde liegt die Trinkblase stabil in der Hand. Der Schiebeverschluss ist leichtgängig, ebenso lässt sich der Schlauch schnell per Klickverschluss vom Trinksack lösen. Mit kleinem Kraftaufwand kann das Mundstück vom Trinkschlauch und das Beißventil vom Mundstück gezogen werden. So lässt sich später alles einfach reinigen und trocknen.

Der Schiebeverschluss hat diverse Aussparungen und ist so auf verschiedene Befestigungssysteme unterschiedlicher Rucksäcke vorbereitet. Apropos verschiedene Rucksäcke: Für den Test wurde das Reservoir in fünf verschiedenen Rucksäcken von 15 bis 75 Liter Volumen getestet – und überall hat es von der Aufhängung und den Maßen her und gut gepasst.

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Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Der Schiebeverschluss mit Griffmulde.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Der Schlauch lässt sich oben abnehmen.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Verriegelbares Mundstück mit Magnetclip.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Eine feste Rückenplatte gibt Form.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Nach unten hin schlankes Profil für eine gute Lastverteilung.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
So lässt sich die Blase unterwegs unkompliziert nachfüllen.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Mit dem Magnetclip ist der Schlauch schnell am Rucksack fixiert.
Trinkblase Test: Osprey Hydraulics 2l Reservoir
Mundstück mit guter Durchflussrate.

Was beim Hydraulics 2L Trinksystem direkt auffällt, ist die festere Rückenplatte. Die gibt dem Trinksystem nicht nur eine stabile, schlanke Form und verhindert, dass es in sich zusammensackt, sondern es lässt sich so auch deutlich leichter in einen vollbeladenen Rucksack schieben. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Magnetbefestigungssystem. Ein Magnet ist am Trinkschlauch befestigt, das Gegenstück kann am Brustgurt des Rucksacks fixiert werden. Dadurch baumelt der Schlauch nicht unkontrolliert herum, sondern ist immer sauber aufgeräumt.

Kommen wir zum Wesentlichen, wie lässt es sich aus dem Osprey Hydraulics 2L Reservoir trinken? Das Beißventil braucht wenig Druck und hat eine gute Durchflussrate. Es lässt sich also ohne großen Kraftaufwand und ohne viel Ziehen komfortabel trinken. Anfangs fällt dabei der leichte Plastikgeschmack auf, der aber mit der Zeit nachlässt. Eine Drehung am Mundstück genügt, um es zu verriegeln. Das ist praktisch, denn so läuft nichts aus, wenn man versehentlich Druck auf das Ventil ausübt.

Möchte man die Trinkblase unterwegs nachfüllen, muss man nicht bis tief unten in den Rucksack heruntergreifen (was bei einem vollbeladenen Rucksack durchaus mühsam ist), um den Schlauch zu lösen. Beim Osprey Hydraulics 2L Reservoir ist der Schlauch über ein Verlängerungsstück oben an der Blase befestigt, dadurch kann er unkompliziert gelöst werden. Ist der Trinksack wieder voll, lässt er sich dank der festen Rückenplatte viel leichter wieder in den vollen Rucksack packen als alle anderen Trinksysteme im Test. Bei sehr leichtgewichtigen Rucksäcken ohne festes Tragesystem gibt die Platte sogar noch dem Rucksack eine bessere Form.

Liegt dank der Rückenplatte sehr kompakt im Rucksack

Generell liegt das Hydraulics 2L Reservoir durch die Rückenplatte und den langen, schlanken Schnitt sehr kompakt im Rucksack. Der Schwerpunkt ist gut verteilt, das Gewicht des Wassers schwingt nicht umher, wodurch man stets eine stabile Lastenkontrolle besitzt.

In der Praxis fällt das Magnetbefestigungssystem sehr positiv auf. Beim Radfahren, Laufen und im Klettersteig war der Trinkschlauch ordentlich aufgeräumt, dazu ist der Magnet sehr stark, wodurch man ihn nicht zielgenau auf sein Gegenstück legen muss. Selbst ohne hinzuschauen reicht es, ihn ungefähr in die Nähe zu bringen und er springt an den Brustgurt.

Dank der großen Top-Öffnung kommt man bei der Reinigung problemlos mit der ganzen Hand in die Trinkblase und kann sie dadurch tief in allen Ecken reinigen. Auch das Trocknen funktioniert so ganz unkompliziert. Da der Schlauch komplett demontierbar ist, lässt sich auch dieser gut reinigen bzw. trocknen. Wie für alles anderen Schläuche ist hier bei einer starken Verschmutzung eine Reinigungsbürste erforderlich.

Das Hydraulics 2L Reservoir erfüllt seine wichtigste Aufgabe – einen unterwegs gut hydriert zu halten – mit großem Erfolg: Durch das Beißventil lässt es sich einfach und komfortabel trinken. Außerdem ist die Trinkblase sehr wertig verarbeitet; durch den leichten Stretch verträgt sie Druck noch besser und die Form mit stabiler Rückenplatte ist ein zusätzliches Plus. Dank vieler praxisorientierter Detaillösungen und einer ausgezeichneten Handhabung selbst bei vollem Rucksack sticht das Hydraulics 2L Reservoir aus der Menge heraus. Dazu bekommt man mögliches Zubehör, wie den Schlauchmagnet, gleich mit dazu. Dadurch rechtfertigt das Trinksystem auch den höheren Preis.

Lediglich der leichte Plastikgeschmack stört anfangs – vor allem geschmackssensible Menschen. Doch das gibt sich mit der Zeit und da sich das Trinksystem einfach reinigen lässt, kann man es vorm ersten Einsatz auch mehrmals durchwaschen.

Osprey Hydraulics 2L Reservoir im Testspiegel

Bereits 2013 hat das Mountainbike-Magazin die Osprey-Trinkblase getestet und vergab 4 von 5 Sternen. Im Fazit heißt es:

»Die futuristisch aussehende, lange Blase ist sehr flach gebaut, nimmt aber dennoch viel Platz im Rucksack ein. Prima: Aufgrund der großen Rückenplatte aus Kunststoff beult die Blase nicht aus. Das Ventil funktioniert ausgezeichnet und kann mit einem Magneten am Rucksack fixiert werden.«

Mit 5 Sternen wurden im gleichen Test übrigens die Hydrapak Shape Shift und die Source Widepac ausgezeichnet – beide befinden sich ebenfalls unter unseren weiteren Empfehlungen.

Stiftung Warentest oder Ökotest haben bisher keine Tests zu Trinkblasen veröffentlicht. Sollte sich das ändern, reichen wir sie hier nach.

Alternativen

Insgesamt hat uns das Osprey Hydraulics 2L Reservoir am meisten überzeugt, aber es gibt auch interessante Alternativen, die wir im Folgenden vorstellen.

Starke Alternative: Camelbak Fusion 2L

Das Camelbak Fusion 2L Trinksystem gefällt von Anfang an mit einer höheren Geschmacksneutralität und ist damit ideal für alle, die mit Plastikgeschmack größere Probleme haben. Dazu lässt sich durch das Big Bite Mundstück mit seiner Fischmaulöffnung sehr leicht und ohne großen Kraftaufwand das Wasser aus der Blase saugen. Mittels eines leichtgängigen Hebels kann das Mundstück auch verschlossen werden, damit nicht aus Versehen durch unbeabsichtigten Druck etwas ausläuft.

Starke Alternative
Camelbak Fusion 2L
Test Trinkblase: Camelbak Fusion 2L
Geschmacksneutral und mit hoher Durchflussrate bietet das Fusion 2L Trinksystem hohen Trinkkomfort.

Untypisch für Camelbak kommt das Fusion nicht mit einem Drehverschluss am Trinksack, sondern hat einen unkompliziert bedienbaren, wasserdichten Reißverschluss. Über ihn lässt sich die Trinkblase leicht befüllen und vor allem auch das Restwasser schnell ausgießen. Viel wichtiger aber: Die dadurch entstehende, große Öffnung ermöglicht es, für die Reinigung mit der Hand komplett in die Trinkblase zu kommen.

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Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Camelbak Fusion: Eine starke Alternative.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Dank wasserdichtem Reißverschluss einfach zu öffnen.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Der Schlauch wird unten eingesteckt.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Verriegelbares Mundstück.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Durch Fischmaulöffnung mit ganz starker Durchflussrate.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Feste Rückenplatte für eine stabile Form.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Zum Reinigen kommt man mit der ganzen Hand hinein.
Trinkblase Test: Camelbak Fusion 2l Trinksystem
Top: antibakteriell und geschmacksneutral.

Genau wie das Hydraulics Reservoir von Osprey hat auch die Camelbak Fusion eine Rückenplatte, die dem Trinksystem eine stabile Form gibt und dank derer es nachher einfacher in einen vollen Rucksack geschoben werden kann. Allerdings ist die Platte nicht so durchgängig und etwas weniger fest wie bei Osprey. Außerdem ist die Camelbak Fusion etwas breiter, weshalb das Hydraulics Reservoir immer noch besser in einen vollen Rucksack gleitet. Auch der oben abnehmbare Trinschlauch und das Magnetbefestigungssystem gibt der Osprey Trinkblase alles in allem das bessere Handling. Dagegen ist die eher breite und dafür kürzere Form der Camelbak Fusion super für kleine, kurze Rucksäcke. Auch die Aufhängung der Trinkblase funktioniert bei verschiedensten Rucksäcken einwandfrei.

Die Camelbak Fusion ist 100% BPA-, BPS- und BPF-frei und kommt in einer plastikfreien Pappverpackung. Gelungen ist auch die Hydroguard-Technologie in Schlauch und Trinkblase, die Bakterienwachstum deutlich hemmt.

Die Sportliche: Hydrapak Shape Shift 2L

Alle, die es gerne sportlich mögen und ein Trinksystem für schnelle Hikingtouren, das Lauftraining oder fürs Biken suchen, die sollten sich das Hydrapak Shape Shift 2L anschauen. Leicht, handlich und schlank liegt die Trinkblase stabil im Rucksack und entwickelt dort kaum ein Eigenleben. Unnötiges Hüpfen und Wackeln fällt aus, dafür bleibt die Last gut verteilt am Rücken.

Die Sportliche
Hydrapak Shape Shift 2L
Test Trinkblase: Hydrapack Shape Shift 2L
Das Shape Shift 2L Trinksystem bleibt beim sportlichen Einsatz super in Form – und ist dazu sehr leicht.

Das liegt am schlanken Schnitt, vor allem aber an dem Design mit Mittelsteg. Durch den Steg behält die Trinkblase besser ihre Form und das Wasser sackt nicht einfach nach unten durch. Ergebnis: Das Wasser bewegt sich weniger im Rucksack, allerdings passen so nur 1,5 Liter in die Blase. Clever gelöst ist aber, dass der Mittelsteg geöffnet werden kann. Dann nimmt die Trinkblase zwei Liter Flüssigkeit auf, vor allem lässt sie sich so deutlich einfacher reinigen.

Gerade hier liegt eine weitere Stärke des Hydrapak Shape Shift Trinksystems. Mit geöffnetem Mittelsteg und dank des weit zu öffnenden Schiebeverschlusses kann der Trinksack komplett auf links gedreht werden, wodurch er sich sehr einfach reinigen und trocknen lässt. Tatsächlich darf das System laut Hersteller sogar in die Spülmaschine. Kleiner Wermutstropfen: Das Öffnen des Mittelstegs braucht etwa Kraft und ist frickelig.

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Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Leicht, formstabil und sportlich: Hydrapak Shape Shift 2L.
Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Schiebeverschluss mit Aufhängeclip.
Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Verriegelbares Mundstück mit gutem Durchfluss.
Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Dank Mittelsteg bleibt die Trinkblase schön schlank.
Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Der Mittelsteg lässt sich öffnen.
Trinkblase Test: Hydrapack Shape Shift 2l
Die Trinkblase auf links gedreht für eine einfache Reinigung.

Aus dem Beißventil lässt sich angenehm trinken und es ist verriegelbar. Dazu kann das Trinksystem über einen Clip am Schiebeverschluss einfach in den Rucksack eingehängt werden. BPA- und PVC-frei hergestellt, hat das Material einen leichten Stretch und ist sehr belastbar. Es verträgt Temperaturen bis 60 Grad und kann sogar eingefroren werden.

Ähnlich wie der Testsieger von Osprey hat das Hydrapak Shape Shift 2L Trinksystem zu Beginn einen leichten Plastikgeschmack, der aber nach und nach vergeht. Das kann sicher daran liegen, dass das Osprey Hydraulics Reservoir ebenfalls von Hydrapak produziert wird. Auch das Shape Shift Reservoir von Inov-8 und die Hydration Bladder von Evoc werden von Hydrapak hergestellt, tatsächlich ist das Inov-8 Trinksystem nahezu baugleich mit dem Shape Shift, während das Evoc-Trinksystem letztlich auch sehr ähnlich ist – nur wird hier auf den Mittelsteg verzichtet.

Guter Preis, guter Geschmack: Source Widepac LT

Das Source Widepac LT Trinksystem gefällt mit seinem von Anfang an guten Geschmack und ist das geschmacksneutralste System im Test. Durch die Glas-Like-Technologie ist das Material der Trinkblase zwar recht starr, dafür nimmt das Wasser kaum bis gar keinen Plastikgeschmack an. Auf nennenswerte Extras oder Ausstattung muss man verzichten, dafür ist das Trinksystem aber auch günstig für unter 30 Euro zu haben.

Guter Preis, guter Geschmack
Source Widepac 2L
Test Trinkblase: Source  Widepac 2L
Das Widepac 2L Trinksystem bleibt neutral im Geschmack und gefällt mit starker Preis-Leistung.

Dank des Schiebeverschlusses mit großer Öffnung lässt sich die Trinkblase einfach reinigen und gut trocknen. Leider ist der Schiebeverschluss nicht ganz so leichtgängig wie bei der Konkurrenz. Dafür ist der Verriegelungsmechanismus am Beißventil sehr einfach zu bedienen und eine Staubschutzkappe verhindert, dass man Dreck im Mund hat, falls das Ventil mal auf den Boden fällt.

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Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Unser Preistipp: das Source Widepac LT.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Schiebeverschluss mit universeller Aufhängung.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Umklappen und zuschieben – manchmal etwas hakelig.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Durch Glass Like Technologie komplett geschmacksneutral.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Leider etwas sackig in der Form.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Der Schlauch lässt sich unten an die Blase klicken.
Trinkblase Test: Source Widepac 2l
Großflächig zu öffnen für eine einfache Reinigung.

Durch verschiedene Fixierungsmöglichkeiten ist das Source Widepac 2L in jeden Testrucksack gut und stabil einhängbar. Die Trinkblase ist leider etwas sackig, wodurch das Wasser und damit der Schwerpunkt immer tief nach unten sinkt. Aber für normale Wandertouren sollte das kein Problem darstellen, lediglich für den sportlichen Einsatz ist das ungünstig.

Das Source Widepac LT Trinksystem und der Deuter Streamer 2.0L sind übrigens komplett baugleich und werden beide von Source produziert. Hier kann man also immer schauen, welches System gerade verfügbar bzw. günstiger ist.

Außerdem getestet

Camelbak Crux Reservoir

Wäre die Fusion-Trinkblase aus dem gleichen Haus nicht dazwischengekommen, wäre das Camelbak Crux Reservoir bei den Empfehlungen zu finden gewesen. Es gefällt mit neutralem Geschmack, guter Form dank Mittelsteg und hoher Durchflussrate. Allerdings ist es durch Schraubverschluss und Mittelsteg schwieriger zu reinigen.

Inov-8 Shape Shift Reservoir

Das Inov8 Shape Shift Trinksystem ist nahezu baugleich mit dem Shape Shift von Hydrapak. Hier fehlt lediglich die Verriegelung des Ventils am Mundstücks und der Aufhängeclip für den Rucksack.

Gregory 3D Hydro Trek 3

Das Gregory 3D Hydro Trek 3 Trinksystem will viel und bietet in der Theorie auch viel. Leider ist es enorm schwierig zu reinigen und zu trocknen, außerdem lässt die Form und das Handling der Trinkblase im Rucksack zu wünschen übrig.

Evoc Hydration Bladder 2

Auch die Evoc Hydration Bladder 2 wird von Hydrapak produziert und ist bis auf den formgebenden Mittelsteg der Trinkblase baugleich mit dem Shape Shift. Wer auf ihn verzichten kann und das Evoc-Trinksystem günstig findet, kann gerne zuschlagen.

Fidlock Hermetic Hydration Bladder

Die Fidlock Hermetic Hydration Bladder lief ein wenig außerhalb der Konkurrenz, da uns hier nur ein Vorabmuster zur Verfügung stand. Die Trinkblase soll erst im September 2022 auf den Markt kommen. Mit seinem Magnetverschluss hat das Fidlock-System auf jeden Fall den leichtgängigsten Verschluss im gesamten Testfeld und bietet einen neutralen Geschmack, allerdings liegt der Preis teils deutlich über den anderen Trinkblasen.

Deuter Streamer 2.0L

Der Deuter Streamer 2.0L ist komplett baugleich zum Source Widepac. Und da das Source-Trinksystem mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis und gutem Geschmack überzeugt, kann man beim Deuter Streamer ebenso sorgenfrei zuschlagen.

Punda Premium Trinkblase 2L

Die Punda Premium Trinkblase 2L ist das mit Abstand billigste System im Test und das merkt man leider bereits auf den ersten Blick. Besonders negativ fiel aber auf, dass das Mundstück die schlechteste Durchflussrate im Test hat und das Trinken wirklich schwerfällt.

Platypus Hoser Reservoir

Das Platypus Hoser Reservoir lässt sich mit seiner winzigen Schrauböffnung, an der auch der Schlauch befestigt ist, unheimlich schwierig reinigen, trocknen und unterwegs nachfüllen. Dabei verkantet sich der Schlauch ständig, wodurch Wasser austritt. Mundstück und Trinkblase wirken dazu billig.

So haben wir getestet

Es gibt nur eine Chance auf einen ersten Eindruck – und das gilt auch für Trinksysteme. Zu diesem ersten Eindruck gehört, wie das Produkt verpackt ist. Viel Plastik oder doch eher Pappe? Natürlich wollen wir aus dem Trinksystem trinken, von daher ist auch interessant, ob das Teil zu Beginn einen starken Plastikgeruch hat. Bei jedem Trinksystem wird eine initiale Reinigung vor der Verwendung empfohlen und nach dieser erfolgte dann auch der erste Geschmackstest. Geschmack ist dabei natürlich immer subjektiv und Menschen sind unterschiedlich sensibel, was Plastikgeschmack angeht. Da der Tester viel Erfahrung mit Trinksystemen hat, ist er womöglich etwas toleranter gegenüber einem stärkeren Eigengeschmack.

Zur Überprüfung der Verarbeitung haben wir Nähte, Verschlüsse, Schläuche, Steckverbindungen und Mundstücke durch Ziehen, Rütteln und Ausprobieren geprüft. Danach haben wir die Trinkblase mit Wasser gefüllt und sie einem 60-Sekunden-Drucktest unterzogen, indem sich der Tester mit seinen 70 Kilogramm über die Zeit auf die Blase gestellt hat.

Wie gut das Wasser zuhause in die Trinkblase kommt und wie einfach sie sich draußen bei voll beladenem Rucksack nachfüllen lässt, wurde im praktischen Gebrauch getestet. Alle Trinksysteme wurden in fünf verschiedenen Rucksäcken von verschiedenen Herstellern in einer Größe von 18 bis 75 Liter Volumen getestet. Dabei wurde geschaut, ob sie von der Länge her passen und ob sie sich stabil in der Aufhängung fixieren lassen, damit sie im Rucksack nicht zusammensinken. Beim Wandern, Laufen und Radfahren wurde außerdem geschaut, wie gut die Trinkblase nach dem Befüllen wieder in den vollbeladenen Rucksack geht und wie sich die Trinkblase in der Bewegung im Rucksack verhält.

Trinkblase Test: Gruppenbild
Die 12 von uns getesteten Trinkblasen im Bericht 08/22.

Unter der Durchflussrate versteht man, wie viel Wasser durch das Mundstück kommt. Mit einer höheren Durchflussrate fällt das Trinken leichter, da man mit weniger Zug und Kraftaufwand mehr Wasser aus der Trinkblase bekommt. Bei der Beurteilung des Mundstücks wurde auch bewertet, ob sich das Mundstück verriegeln lässt, ob es eine Schmutzschutzkappe hat und ob eine Rucksackfixierung für den Schlauch im Lieferumfang enthalten ist.

Wie lang der Schlauch ist, entscheidet darüber, wie er sich fixieren lässt und wie man trinken kann. Länger ist dabei nicht zwingend besser, denn zu viel Schlauch kann auch stören. Die reine Schlauchlänge ist auch nicht hundertprozentig aussagekräftig, denn eine lange Blase braucht einen längeren Schlauch, um aus den Tiefen des Rucksacks den Weg in den Mund zu finden; kürzere Blasen können sich einen kürzeren Schlauch leisten, ohne dass dem Nutzer etwas fehlt. Daher wurden die Schläuche zwar ausgemessen, aber letztlich entscheidend war, ob im Praxistest die Schlauchlänge negativ auffiel.

Wie einfach sich ein Trinksystem reinigen lässt, ist aus hygienischer Sicht und für die Langlebigkeit des Systems enorm wichtig. Je einfacher sich das System in seine Bestandteile zerlegen lässt und in je mehr Teile es sich zerlegen lässt, macht dabei viel aus. Noch wichtiger ist aber, wie gut man mit der Hand in die Trinkblase und dort in die Ecken kommt. Entscheidend ist auch, wie sich die Blase trocknen lässt, denn zurückbleibende Feuchtigkeit in der Blase lässt dort Bakterien wachsen. Schläuche sollen sich leicht von der Blase lösen und das Mundstück abnehmen lassen. Im Idealfall ist das Beißstück abnehm- und austauschbar. Ansonsten braucht es bei allen Systemen eine spezielle Reinigungsbürste für stark verschmutzte Schläuche.

Ein wichtiges Kriterium beim Test war außerdem, ob die Trinksysteme frei von Giftstoffen wie BPA und PVC produziert wurden. Aus welchem Material wurden sie gefertigt und wie kommen sie verpackt? Dabei verließen wir uns auf die Angaben der Hersteller.

Die wichtigsten Fragen

Darf ich kohlensäurehaltige Getränke in meine Trinkblase füllen?

Besser nicht. Durch die Kohlensäure entsteht viel Druck in der Blase, außerdem ist das Trinken von kohlensäurehaltigen Getränken durch den Schlauch unangenehm.

Mit was reinige ich mein Trinksystem am besten?

Wird nur Wasser verwendet, reicht es, das System einfach warm auszuspülen. Tatsächlich ist es sogar wichtiger, die Feuchtigkeit rauszubekommen. Bei stärkerer Verschmutzung gibt es extra Reinigungstabs, mildes Spülmittel und Gebissreiniger tun es aber auch.

Mein Trinksystem hat einen starken Plastikgeschmack, was kann ich tun?

Leider haben nahezu alle Trinksysteme einen mehr oder weniger starken Plastikgeschmack. Mit einem Schuss Zitronensaft oder anderem Aroma lässt er sich überdecken. Außerdem sollte das Trinksystem mit jeder Reinigung und Trocknung neutraler werden.

Wie erkenne ich, ob ein Trinksystem in meinen Rucksack passt?

Bei den Trinksystemen sind die Maße angegeben, nun braucht man nur den eigenen Rucksack abmessen, um zu schauen ob es passt. Außerdem sollte man prüfen, ob die Aufhängung am Trinksystem mit dem Rucksack harmoniert. Und natürlich sollte der Rucksack einen Schlauchausgang haben.

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 Test: Artboard

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