Die beste Vollformat-DSLR für unter 2000 Euro

Test: Vollformat­kamera – Testsieger Nikon D750

Die beste Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor für weniger als 2.000 Euro ist die Nikon D750. Die Kamera bietet dank ihres 24-Megapixel-Sensors nicht nur eine phantastische Bildqualität sondern auch eine sehr umfangreiche Ausstattung. Dicht auf den Fersen ist ihr die Pentax K-1 mit 36 Megapixel. Zwar gibt es Top-Modelle mit noch mehr Auflösung oder einer höheren Serienbildrate – in der Summe der Eigenschaften bleibt die Nikon D750 jedoch unerreicht.

Update 7. September 2016

Wir haben die Alternativen aktualisiert und uns auf Modelle für weniger als 2.000 Euro konzentriert.

Herzstück der Nikon D750 ist ein Sensor im Kleinbild- oder Vollformat, der 24 Megapixel auflöst. Seine lichtempfindliche Fläche entspricht der eines Kleinbildfilms und ist damit doppelt so groß wie bei einem APS-C-Sensor.

Vorteil des großen Bildwandlers: Selbst bei sehr schwachem Licht, wenn hohe ISO-Zahlen nötig werden, zeichnet er noch ein glasklares, rauscharmes Bild auf. Zudem kann ein großer Bildsensor die Abstufungen zwischen hell und dunkel sowie einzelnen Farbtöne besser differenzieren als ein kleinerer.

Natürlich können Top-Kameras noch rauschärmere Aufnahmen produzieren oder noch schnellere Aufnahmeserien schießen als die Nikon D750. Und die Pentax K-1 löst nochmals höher auf. Doch in der Summe der Eigenschaften kann der Nikon D750 kein anderes Modell das Wasser reichen, daher ist sie für uns die derzeit beste Vollformat-DSLR für unter 2.000 Euro.

Top Bildqualität

Kann die Nikon D750 die theoretischen Vorteile ihres großen Sensors in der Praxis ausspielen? Das haben namhafte Print- und Online-Magazine in ihren Testlaboren geprüft. Sie kommen mehr oder weniger übereinstimmend zu dem Schluss: Mit der D750 gelingen auch Aufnahmen, wenn kaum mehr als ein Kerzenlicht die Szene erhellt. Bis ISO 3200 lässt sich die Empfindlichkeit hoch schrauben, ohne dass zu einem sichtbaren Rückgang der Bildschärfe oder übermäßigen Zunahme von Bildrauschen kommt. Aber auch ISO 6400 ist noch gut zu gebrauchen, wenn die Aufnahmen nicht gerade in Postergröße gedruckt werden sollen.

Farbwiedergabe und Kontrastdarstellung hat Nikon bei der D750 schnappschusstauglich abgestimmt. Die Farben leuchten intensiv, die Kontraste sind knackig – so lassen sich die Aufnahmen direkt und ohne weitere Nachbearbeitung am Rechner drucken oder ins Online-Labor weitergeben.

Das gilt allerdings nur in den Standardeinstellungen der Kamera. Wer die Bildergebnisse exakt abstimmen möchte, findet dazu eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten an der D750. Und natürlich zeichnet die Kamera wahlweise auch im RAW-Format auf, das einem alle Freiheiten bei der nachträglichen Bildaufbereitung im Rechner belässt.

Eine Top-Kamera braucht ein Spitzen-Objektiv, um ihre Leistung ausspielen zu können. Nikon bietet die D750 im Set mit dem AF-S Nikon 24-120 mm 1:4 ED VR an. Das Fünffachzoom machte im Testlabor von Digitalkamera.de eine ordentliche Figur, reizt aber das Auflösungsvermögen der Kamera nicht ganz aus. Dennoch: Für alltägliche Gelegenheit ist das Objektiv ein idealer Partner für die D750, insbesondere wenn die digitale Verzeichnungskorrektur der Kamera eingeschaltet ist.

Die Nikon D750 kann auch sehr große Helligkeitsunterschiede gut herausarbeiten, wie die Tester von DPreview in ihrem ausführlichen Test mit vielen Beispielbildern zeigen. Dass der Dynamikumfang der D750 in einigen Labortests hinter den Erwartungen zurückbleibt, wie etwa CHIP bemängelt: geschenkt. Denn grau ist alle Theorie, in der Praxis erfüllt die Nikon D750 selbst höchste Ansprüche an die Bildqualität.

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Nikon D750 Preisvergleich

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