Die beste VR-Brille

Test: VR-Brille – Testsieger Sony Playstation VR

Die beste VR-Brille ist Sonys Playstation VR. Sie hat zwar schwächere technische Daten als die Konkurrenz, ist aber deutlich günstiger und bietet damit zur Zeit mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Außerdem gibt es schon zum Start eine ansehnliche Spiele-Auswahl. Als Einstieg in die virtuelle Realität gibt es zur Zeit nichts Besseres.

Update 2. März 2017

Oculus hat seine VR-Brille stark im Preis gesenkt, sie ist jetzt für 110 Euro weniger zu haben. Unsere Empfehlung bleibt dennoch die Playstation VR, denn die ist nochmal ein gutes Stück günstiger.

Virtual Reality, also virtuelle Realität, ist faszinierend: Während ein Spiele-Monitor immer nur ein kleines Fenster in eine andere Dimension darstellt, steigt man mit einer Datenbrille vollständig in fremde Welten ein.

Das Prinzip von VR-Brillen ist simpel: Ein oder zwei Displays stellen den Inhalt dar, zwei Linsen sorgen dafür, dass das Auge sich dabei wohl fühlt und ein Mittendrin-Effekt entsteht. Setzt man die Brille auf, hat man sofort das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein: Größenverhältnisse werden im Gegensatz zur Grafik auf dem Monitor korrekt wiedergegeben, was Gebäude oder Monster äußerst beeindruckend wirken lässt.

Einmal am Steuer eines Raumjägers.. Dank PSVR problemlos möglich.
Einmal am Steuer eines Raumjägers: Dank PlayStation VR ist das kein Traum mehr.

Wie gut das funktioniert, ist schwer zu beschreiben. Man muss man den Effekt selbst erlebt haben, um die Begeisterung vollständig nachvollziehen zu können.

Dank zahlreicher integrierter Sensoren im VR-Headset werden Bewegungen des Kopfes in Echtzeit in die virtuelle Realität übertragen, so dass man sich dort umsehen und ansatzweise auch bewegen kann wie in der realen Welt. Dank eines Positionstracking-Systems sind die Systeme zudem in der Lage, Körperbewegungen in die virtuelle Realität einfließen zu lassen. So kann man tatsächlich hinter Gegenstände schauen oder sich im Spiel hinter eine Deckung flüchten.

Erst das Tracking der Bewegungen des Spielers sorgt dafür, dass man die virtuelle Realität so unmittelbar erlebt. Immersion ist hier das Schlüsselwort. Je besser die funktioniert, desto echter fühlt sich die virtuelle Realität an, und desto weniger Probleme hat man dabei als Spieler.

Denn schnell kann einen bei VR-Anwendungen Übelkeit heimsuchen. Diese VR-Krankheit fühlt sich nicht nur so an, als ob man seekrank wird, sie entsteht auch ganz ähnlich: Hier ist ebenfalls die Ursache, dass Auge und Gleichgewichtsorgan unterschiedliche Informationen empfangen, die nicht zueinander passen. Darauf reagiert der Körper mit Übelkeit. Nicht jeder ist davon betroffen, und man gewöhnt sich auch meist schnell daran.

Wie stark der Effekt ist, hängt vor allem davon ab, wie gut und wie schnell die Bewegungen des Körpers in die virtuelle Realität übertragen werden. Vor allem zeitliche Verzögerungen zwischen einer Bewegung und ihrer visuellen Darstellung in der VR-Brille lösen schnell Übelkeit aus, ruckelige Bewegungen ebenso.

Damit VR gut funktioniert, kommt es also stark auf die Technologie des VR-Systems an – einerseits auf die Qualität des Bewegungstrackings mit Hilfe von Sensoren, andererseits auf die schiere Rechenleistung der Grafikkarte, um die gemessenen Positionsänderungen möglichst schnell und flüssig aufs Display zu zaubern.

Die Zukunft beginnt

Virtual Reality ist nicht länger nur ein Motiv aus Science-Fiction-Romanen. Inzwischen sind drei vollwertige VR-Systeme auf dem Markt: Oculus Rift, HTC Vive und Sony Playstation VR.

Test: VR-Brille – Testsieger Sony Playstation VR
Unser Favorit: Playstation 4 VR

Doch VR ist eine sehr junge Technologie, bei der noch viel ausprobiert werden muss. Entsprechend unterschiedlich sind die Ansätze, die die Hersteller verfolgen. Welcher sich am Ende durchsetzen wird – oder ob sich VR überhaupt durchsetzen wird – steht noch in den Sternen.

Neben den drei vollwertigen VR-Brillen von Oculus, HTC und Sony gibt es unzählige Halterungen für Smartphones, die ebenfalls eine VR-Erfahrung versprechen. Qualitativ kann aber selbst Samsungs Gear VR nicht mit den aufwändigeren Lösungen konkurrieren.

Test VR-Brille: Oculus Rift CV1
Oculus Rift: Hohe Erwartungen, aber noch wenig Spiele.

Oculus gilt als Wegbereiter aktueller VR-Headsets, nachdem das einst recht kleine Unternehmen beim Crowdfounding-Dienst Kickstarter gleich mehrere Millionen Dollar für die Weiterentwicklung seines Developer Kit 1 einnehmen konnte. Damit war VR erstmals bezahlbar geworden: Weniger als 300 Dollar kosteten die ersten Oculus-Headsets, die aber nie für Endkunden gedacht waren. Bis Oculus Rift CV1 auf den Markt kam, für aktuell knapp 700 Euro.

VR Systeme im Test: HTC Vive
HTC Vive – Das aufwändigste System, aber auch das teuerste.

Aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Spielehersteller Valve und den Hardwarespezialisten von HTC ging die HTC Vive hervor, eine der Oculus Rift sehr ähnliche VR-Lösung, die sich mit einem wirklich beeindruckenden Raumtracking von den Mitbewerbern abhebt – leider auch preislich: Knapp 900 Euro muss man für HTC Vive investieren.

Doch das ist längst noch nicht alles: Die Brillen von Oculus und HTC benötigen nämlich noch einen äußerst leistungsstarken PC mit den neuesten, nicht gerade preiswerten Grafikkarten. Dafür werden nochmals mehrere tausend Euro fällig. Die Playstation VR benötigt dagegen nur die Playstation 4, die bereits in Millionen Wohnzimmern steht, egal ob klassisch, Slim oder Pro.

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Kommentare

3 Kommentare zu "Die beste VR-Brille"

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Tobias Claren
Die PSVR hat nur ein einzelnes 1920×1080-Display verbaut? Angeblich ist deren Bildqualität besser als die des Oculus Rift DK2. DK2 hat aber auch nur ein einzelnes 1920×1080-Display (was 960×1080 effektiv macht). Interessant auch, das Oculus Rift CV1 auch nicht viel mehr Bildpunkte hat wie DK2 (1MP zu 1,29MP), aber ein (viel?) besseres Bild haben soll (?). Echtes FullHD wären 2,3MP, aber das scheint keine der Brillen zu haben. auch nicht die Vive, die ja genau so viel hat wie die CV1 (1200×1080). Aber der Prototyp der Vive hatte noch eine höhere Auflösung auf FullHD-Niveau 0_o . Gibt es evtl. „Exoten“… Mehr... »
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