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Die beste Wildkamera

last updateZuletzt aktualisiert:
Wildkamera Test: 20190623
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 24 Wildkameras im Praxiseinsatz getestet. Die beste für die meisten ist die SECACAM Raptor. Sie ist einfach zu bedienen, reagiert zuverlässig und liefert tagsüber und nachts ordentliche Fotos und Videos. Wer seine Fotos auch unterwegs oder zu Hause sofort auf seinem Smartphone oder Desktop-PC überprüfen will, greift zur SECACAM Raptor Mobile. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist die Seissiger Special Cam LTE die erste Wahl. Sie ist teuer, bei der Videoqualität jedoch jeder anderen Wildkamera überlegen.

Update 27. November 2020

Mit der Victure HC500 haben wir eine neue Empfehlung für eine Wildkamera mit App-Steuerung.

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30. Oktober 2020

Wir haben sieben neue Wildkameras getestet. Eine zusätzliche Empfehlung ist das WLAN-Modell Campark T80.

12. September 2019

Mit der Braun Scouting Cam Black500 Mini haben wir eine neue Wildkamera getestet. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts.

Eine Wildkamera ist eine spezielle Art Überwachungskamera, die bewegte Objekte fotografiert und/oder filmt. Wildkameras arbeiten autark, da sie mit Akkus bzw. Batterien betrieben werden. Unsere Testkandidaten werden in der Regel mit acht AA-Batterien bestückt. Vorteil: Wildkameras lassen sich auch an den entlegensten Orten wie im Wald oder im Schrebergarten einsetzen, an denen keine Steckdose vorhanden ist.

Normalerweise hält eine Wildkamera mehrere Wochen durch, ohne dass die Batterien gewechselt werden müssen. Eine pauschale Angabe lässt sich hierzu nicht machen, denn der Strombedarf hängt von diversen Faktoren und Einstellungen ab. Wie oft wird die Kamera aktiviert, schießt sie nur einzelne Fotos oder nimmt sie auch längere Videos auf? Wer keine Lust auf regelmäßige Batteriewechsel hat, sollte sich nach einem Modell umschauen, an das sich ein Solarpanel anschließen lässt.

Zur Tarnung stecken Wildkameras in robusten Kunststoffgehäusen in Camouflage-Optik, denen auch Regen, Schnee und Wind nichts anhaben können. Die Montage erfolgt mittels Gurten an Baumstämmen oder am Waldboden.

Wir haben 24 Wildkameras zu Preisen zwischen 50 und 380 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

SECACAM Raptor

Test Wildkamera: Secacam Raptor
Die SECACAM Raptor bietet von allen Wildkameras den besten Kompromiss aus Qualität und Preis.

Die SECACAM Raptor ist eine grundsolide Wildkamera, die im Hellen und im Dunkeln zuverlässig ihre Arbeit verrichtet. Mitgeliefert wird alles, was man zur Inbetriebnahme benötigt. Praktisch: SECACAM bietet die Raptor auch mit Mobilfunk-Anbindung sowie in einer anderen Variante mit größerem Weitwinkel an.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer die beste Videoqualität wünscht, kommt an der Seissiger-Wildkamera nicht dran vorbei.

Der Mercedes unter den Wildkameras ist die Seissiger Special Cam LTE. Sie hat die beste Foto- und Videoqualität aller getesteten Wildkameras, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts. Dank eingebauter SIM-Karte kann man die Ergebnisse auch aus der Ferne kontrollieren. So viel Luxus hat aber natürlich seinen Preis.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Für diesen Preis ist die Victure HC300 unschlagbar, ihre Videoqualität ist top.

von 1049 Lesern gekauft

Sparfüchse sollten zur Victure HC300 greifen. Diese Wildkamera liefert gute Videos und Fotos und lässt sich einfach bedienen. Praktisch sind die beleuchteten Menütasten, wenn man im Dunkeln an den Einstellungen herumschraubt. Für gerade mal rund 50 Euro gibt es keine bessere Kamera.

Mit WLAN

Campark T80

Test Wildkamera: Campark T80
Die Campark T80 hat man dank WLAN per Smartphone voll im Griff, Fotos und Videos können sich zudem echt sehen lassen.

von 157 Lesern gekauft

Wer zumindest in der Nähe seiner Wildkamera Fotos und Videos per Smartphone kontrollieren sowie sämtliche Kamera-Einstellungen verändern will, bekommt mit der Campark T80 das optimale Modell zum fairen Preis. Außerdem sind Foto- und Videoqualität sowie der Bedienkomfort überzeugend.

Starker Allrounder

Victure HC500

Test Wildkamera: Victure HC500
Tagsüber liefert die Victure HC500 mit die besten Fotos und Videos. Sie kann per App gesteuert werden und bietet ein sehr gutes Komplettpaket.

von 104 Lesern gekauft

Ebenfalls zur zuverlässigen Smartphone-Steuerung taugt die Victure HC500. Sie beschert speziell tagsüber extrem gute Fotos und Videos und ist unkompliziert in der Bedienung. Natürlich ist sie wassergeschützt und eignet sich zur Montage per Stativ.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstigMit WLANStarker Allrounder
ModellSECACAM RaptorSeissiger Special Cam LTE Supersim-EditionVicture HC300Campark T80Victure HC500Braun Scouting Cam Black500 MiniSECACAM Raptor MobileSECACAM HomeVistaSECACAM HomeVista MobileSECACAM Wild-Vision Full HD 5.0Victure HC100Akaso TC04Akaso TC05Crenova Trail CameraToguard H20Icuserver Icucam 4Apeman H45 Trail CameraVicture HC200WingHome 350C
Test Wildkamera: Secacam RaptorWildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38Test Wildkamera: Victure HC300Test Wildkamera: Campark T80Test Wildkamera: Victure HC500Wildkamera Test: Braun Scouting Cam Black500 MiniWildkamera Test: Raptor Haupt Produktfoto Batterien SpeicherkarteTest Wildkamera: Secacam HomeVistaTest Wildkamera: Secacam HomeVista mobileTest Wildkamera: Secacam Wild-Vision Full HD 5.0Test Wildkamera: Victure HC100Test Wildkamera: Akaso TC04Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2010 Akasotc05Test Wildkamera: Crenova Trail CameraTest Wildkamera: Toguard H20Test Wildkamera: Icuserver Icucam 4Test Wildkamera: Apeman H45 Trail CameraTest Wildkamera: Victure HC200Test Wildkamera: WingHome wildkamera
Pro
  • Gute Fotoqualität
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Reagiert auch aus großer Distanz
  • Einfache Bedienung
  • Foto- und Videoversand per SMS
  • Fernsteuerung möglich
  • Koffer
  • Tolle Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Günstig
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weitwinkelbereich
  • Sehr überzeugende Fotos und Videos
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weitwinkelbereich
  • Sehr klein, sehr leicht
  • Einfache Bedienung
  • Tagsüber gute Fotoqualität
  • Gute Fotoqualität
  • Fermzugriff
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weitwinkelbereich
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weitwinkelbereich
  • Foto-Kontrolle per App und Browser
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Foto- und Videoqualität stimmt tagsüber
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Preiswert
  • Fotos bei Tageslicht ganz ordentlich
  • 90-Grad-Aufnahmewinkel
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Tagsüber ordentliche Fotoqualität
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Einfache Bedienbarkeit
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Ordentliche Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienbarkeit
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Ordentliche Nachtaufnahmen
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Kompakte Bauweise
  • 1080p mit 30 Vollbildern
  • Sehr einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Mobilfunk-Anbindung
  • Tagsüber gute Fotos und Videos
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Einfache bedienung
Contra
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Teuer
  • Zu wenig Weitwinkel
  • Fotos und Videos nachts etwas zu dunkel
  • In dunklen Bereichen gehen nachts viele Details verloren
  • Nur 15 Bilder/Sekunde in höchster Videoauflösung
  • Fotos im Dunkeln extrem aufgehellt
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Videos leicht verpixelt
  • Videos leicht verpixelt
  • Belichtet im Dunkeln stark über
  • Nur 15 Bilder bei höchster Auflösung
  • Videos mit mittelmäßiger Qualität
  • Nachts sind Objekte kaum zu erkennen
  • Kleines Display
  • Nur 15 Bilder bei höchster Auflösung
  • Videos mit mittelmäßiger Qualität
  • Nachts gehen viele Details und Schärfe verloren
  • Geschwindigkeit beim Abspielen der Videos passt nicht
  • Rauschen bei Videos am Tag
  • Nur 15 Bilder bei höchster Auflösung
  • Fotos tagsüber aufgehellt
  • Deutliche Artefakte
  • Komplizierte Bedientasten
  • Details verwischen in Fotos
  • Videos mit starkem Rauschen und deutlicher Pixlbildung
  • Teuer
  • Kleiner Erfassungsbereich
  • Zu starke Aufhellung bei Nachtaufnahmen
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schlechte Videoqualität tagsüber
  • Objekte dürfen im Dunkeln nicht weit entfernt sein
Bester Preis

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Wie funktioniert eine Wildkamera?

Wildkameras lösen automatisch durch einen Bewegungsmelder aus. Der wird durch Bewegung und Wärme aktiviert – etwa, wenn ein Tier sich im Sensorbereich der Kamera aufhält. Die Intensität kann man in der Regel festlegen. Zu sensibel sollte man eine Wildkamera nicht einstellen, sonst kann es passieren, dass die Speicherkarte am nächsten Morgen voll ist, weil jede Astbewegung im Wind eine Aufnahme ausgelöst hat.

Ebenso anpassbar sind die Dauer einer Videoaufnahme, deren Qualität (bei Full-HD-Auflösung ist Schluss) und die Pixelzahl, mit der Beweisfotos geschossen werden. Extras sind Zeitlupenaufnahmen oder Bilderserien. Datum und Uhrzeit lassen sich in Fotos und Filmen einbinden.

Nachts trennt sich die Spreu vom Weizen

Speziell nachts trennt sich bei Wildkameras die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, wie gut der Nachtmodus funktioniert. Alle Kameras liefern bei Dunkelheit im Gegensatz zum Tag lediglich Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Infrarot-LEDs leuchten die Szenarien aus. Kameras mit White-LED-Blitz – diese Technik kommt bei den meisten Modellen zum Einsatz – erreichen nachts eine ordentliche Bildqualität mit guter Ausleuchtung und großer Reichweite. Da hier weniger LEDs als bei den teureren Kameras mit Black-LED-Technik erforderlich sind, ist der Stromverbrauch zudem etwas geringer.

Wildkamera Test: Raeu0224
Gut zu erkennen: die für die Tiere unsichtbare Infrarot-Beleuchtung.

Es gibt jedoch einen Nachteil: Beim Auslösen verursachen White-LEDs ein dezentes, aber dennoch sichtbares rotes Glühen. Die Kameras fallen folglich auf und lassen sich nicht perfekt tarnen. Wem es darauf ankommt, der muss zu einer Wildkamera mit Black-LEDs wie der Seissiger Special-Cam LTE greifen. Hier kommt ein unsichtbarer Infrarotblitz zum Einsatz. Gearbeitet wird im Bereich um 950 Nanometer. Diese Wildkameras sind dezenter, haben allerdings mitunter eine geringere Reichweite.

Für wen eignet sich eine Wildkamera?

Die Vielzahl der unterschiedlichen Einsatzszenarien ist groß. Mit Wildkameras kann man beispielsweise den Garten am Haus oder den Schrebergarten überwachen. Warum ist dauernd das Beet zertrampelt, wer hat schon wieder den Salat gefressen? Welcher tierische Besuch hieran schuld ist, weiß man nach Auswertung der Speicherkarte. Für Förster und Jäger eignen sich die Kameras zur Wildbeobachtung und zur Überwachung von speziellen Waldgebieten.

Wildkameras eignen sich nicht nur für Förster und Jäger

Doch das ist noch längst nicht alles. Wer bedient sich da ständig unerlaubt am Brennholzstapel oder entsorgt illegal seinen Müll? Im entlegenen Vereinsheim wurde schon wieder randaliert, die Spedition kämpft regelmäßig gegen nächtlichen Dieselklau und auf dem heimischen Dachboden hat sich ein Vierbeiner eingenistet. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Eine Wildkamera sollte entweder direkt in Bodennähe oder weiter oben beispielsweise an einem Baumstamm angebracht werden. So ist sie sowohl von Tieren als auch von Menschen nicht sofort zu erkennen.

Wie wird eine Wildkamera bedient?

Die Bedienung ist bei fast allen Wildkameras identisch. Sind Akkus und Speicherkarte eingelegt, kann man über Drucktasten und ein kleines Display sämtliche Einstellungen vornehmen. Hier gab es bei unseren Testkandidaten kaum Unterschiede. Für ihren Dauereinsatz werden die Kameras scharf geschaltet. Ein Bildschirm ist praktisch, um die Ergebnisse sofort kontrollieren zu können, ohne die Speicherkarten erst in einem Computer oder Notebook auswerten zu müssen. Ebenso erweist sich das Display als hilfreich beim Aufstellen und Ausrichten der Kamera. Störende Äste direkt vor der Linse lassen sich so vermeiden.

Fernzugriff dank SIM-Karte

Teure Top-Modelle wie die Seissiger Special Cam LTE haben eine SIM-Karte integriert. Aufnahmen lassen sich so quasi von überall auf der Welt sofort auf einem Smartphone, Tablet oder PC anschauen. Außerdem hat man auch für Einstellungen einen Fernzugriff auf die Wildkamera. In den Einstellungen kann man in der Regel festlegen, dass sich ältere Aufnahmen überschreiben lassen. So ist die Speicherkarte nie voll, die letzten Videos und Fotos liegen immer vor. Auf größeren Speicherkarten haben jedoch für tausende Fotos und viele Stunden Film Platz.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wenn Sie die Kamera monatelang betreiben wollen ohne permanent die Batterien zu kontrollieren, sollte Ihre Wildkamera über eine externe Stromversorgung verfügen. Mittels Solarpanel können Sie das Modell komplett autark betreiben. Ein wichtiger Parameter ist die Reaktionszeit: Das ist die Zeitspanne, zwischen dem Zeitpunkt, in dem ein Tier oder ein Eindringling bemerkt wurde, bis zum Auslösen bzw. Starten der Aufnahme. Eine Reaktionszeit von weniger als einer Sekunde ist optimal – sonst fehlt auf dem Foto der entscheidende Protagonist.

Reaktionszeit und Reichweite sind zentral

Wichtig ist ebenfalls die Reichweite einer Wildkamera. Einige Hersteller geben eine Distanz von bis zu 50 Meter an, in der beispielsweise ein Wildschwein oder ein Reh erkannt werden. In der Realität ist eine Reichweite von 15 Metern ein ordentlicher Wert.

Checken Sie zudem die Auflösung der Kamera. Für ansehnliche Fotos sollten es mindestens fünf »echte« Megapixel sein, zum Filmen empfehlen wir Full-HD-Auflösung.Viele günstigere Kameras polieren die Pixelzahlen hoch, blasen diese quasi künstlich auf. Daraus resultieren Fabelwerte wie 20 Megapixel, die allerdings in der Regel keinen qualitativen Vorteil bescheren. Falls eine perfekte Tarnung der Kamera wichtig ist, achten Sie auf die Verwendung von schwarzen LEDs.

So haben wir getestet

Wir haben 24 aktuelle Wildkameras getestet. Viele Modelle sind für unter 100 Euro zu haben, das günstigste im Test kostet gerade mal 50 Euro. Andererseits gibt es High-End Modelle für knapp 400 Euro. Sie sind eher für Profis wie Förster und Jäger gedacht und übertragen Bilder in Echtzeit übers Mobilfunktnetz.

Natürlich wäre es spannend gewesen, die Kameras im Wald zu verteilen und zu warten, welche Motive da in die Falle tappen. Doch wäre diese Herangehensweise aus mehreren Gründen nicht praktikabel gewesen – unter anderem, weil wir identische Testbedingungen für alle Modelle wollten, Tiere sich aber nicht vorschreiben lassen, wann und in welchem Abstand sie in die Sichtweite einer Wildkamera geraten.

Wildkamera Test: 20190623

Deshalb haben wir die Kameras selbst ausgelöst – mit Berner Sennenhund Kalle an der Leine oder geführt durch eine Leckerlie-Spur. Die Kameras waren tagsüber im Abstand von einem Meter nebeneinander auf einer Linie verteilt. Anschließend bewegten wir Kalle langsam nacheinander in einer Entfernung von 5, 10 und 20 Metern an den Wildkameras vorbei. Nachts wählten wir eine Distanz von 5 Metern, testeten die Modelle allerdings einzeln. Schließlich sollte eine schlechte Kamera nicht vom Blitz eines anderen Modells profitieren.

Eingestellt wurden jeweils die höchsten Video- und Fotoauflösungen und der Modus, in dem die Kameras filmen und fotografieren. Die Filmlänge wurde mit 20 Sekunden festgelegt, die Empfindlichkeit der Kameras auf mittel. Natürlich bietet jedes Modell zahlreiche individuelle Optionen, mit denen sich die Qualität möglicherweise noch optimieren lässt. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, jede Kamera mehrfach mit unterschiedlichen Settings zu testen. Deshalb haben wir uns jeweils für einen Kompromiss entscheiden müssen.

Wildkamera Test: 20190702

Testsieger: SECACAM Raptor

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die SECACAM Raptor ist nicht die beste Wildkamera. Die Seissiger Special Cam LTE ist bei der Videoqualität deutlich überlegen. Aber die ist so teuer, dass sie für die meisten wohl kaum in Frage kommt. Die Raptor bietet das bessere Preis-Leistungsverhältnis und ist daher für uns für die meisten die beste Wahl.

Testsieger

SECACAM Raptor

Test Wildkamera: Secacam Raptor
Die SECACAM Raptor bietet von allen Wildkameras den besten Kompromiss aus Qualität und Preis.

Die SECACAM Raptor wird als Komplettpaket geliefert. Batterien, Speicherkarte, Befestigungsgurt und Kabel für PC und Fernseher gehören zum Lieferumfang. Die Raptor hat zwei Batteriefächer: Vier Batterien verschwinden unten im Gerät hinter einer Klappe, hier sitzen auch die SD-Speicherkarte und die Anschlüsse, unter anderem für eine externe Stromversorgung. Die vier anderen Energieträger werden im Geräterücken eingelegt.

Ausstattung und Bedienung

Die SECACAM arbeitet mit 56 Black-LEDs und hat ein zwei Zoll großes Farbdisplay, das erst zugänglich ist, wenn das Kameragehäuse über zwei seitliche Bügel aufgeklappt wurde. Die Reaktionszeit liegt bei 0,4 Sekunden, die Empfindlichkeit des Auslösers ist dreistufig einstellbar. Die maximale Sensorreichweite gibt der Hersteller mit 15 Metern an. Gefilmt wird mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde, die native Foto-Auflösung liegt bei 5 Megapixeln, allerdings ist auch eine Interpolation auf 8 und 12 Megapixel möglich.

Einfache Bedienung über Drucktasten

Die Bedienung über Drucktasten ist simpel. Im Menü legt man den Modus fest (nur Fotos, nur Filme oder beides), bestimmt Auflösung und Fotogröße und definiert die Filmlänge (maximal 59 Sekunden). Zeitraffer und Zeitschaltuhr gehören zur Ausstattung – wenn die SECACAM beispielsweise tagsüber deaktiviert werden soll, kann man das hier eingeben. Über den »Blitzmodus« regelt man, ob man maximale Schärfe, maximale Reichweite oder eine optimale Balance bei Nachtaufnahmen wünscht. Die Anzahl der aktiven LEDs kann von 56 auf 25 reduziert werden, um das Bild weniger stark aufzuhellen.

Wildkamera Test: 20190702
Sowohl die linke Box mit dem Display wird mit vier Batterien bestückt als auch die Rückseite.

Aufnahmewinkel und Kapazität

Die Raptor hat einen Aufnahmewinkel von 52 Grad, das entspricht einem Normalobjektiv. Wer einen größeren Aufnahmebereich wünscht, muss zur baugleichen SECACAM HomeVista mit 100-Grad-Objektiv greifen. Auf die mitgelieferte 8-Gigabyte-Speicherkarte passen rund 4.000 Fotos. Ist der Speicher voll, werden alte Aufnahmen überschrieben. Mit einer Batterieladung kommt die Kamera im Standbybetrieb etwa ein halbes Jahr weit, wenn sie nur gelegentlich filmt und fotografiert.

Ein Zeitstempel auf den Fotos verrät, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit die Kamera einen Eindringling auf zwei oder vier Beinen aufgenommen hat. Sogar die Mondphase wird eingeblendet.

Die Kamera kann gestellt oder aufgehängt werden

Die Montage ist dank des mitgelieferten Gurts ein Kinderspiel. Natürlich kann man die Raptor auf den Boden stellen. Dann sollte sie jedoch auf einem speziellen Stativ sicher verschraubt werden. Alternativ kann sie an einen Baumstamm gezurrt werden.

Foto- und Videoqualität

Die Fotos der Raptor sind scharf, Objekte haben eine saubere Kontur und die Farben sind kräftig, aber dennoch natürlich. Nachts lässt sich gut erkennen, wer da sein Unwesen treibt. Leichtes Rauschen lässt sich nicht vermeiden. Mitunter kann es sogar von Vorteil sein, die Anzahl der aktiven LEDs zu verringern, damit das Bild nicht zu stark aufgehellt wird.

Videos hinken der Qualität von Fotos hinterher. Hier ist selbst tagsüber deutliches Bildrauschen zu sehen, auch Artefakte kann die Wildkamera nicht unterdrücken. Nachts aufgenommene Filme wirken dagegen deutlich homogener, auch hier ist die Erkennbarkeit ordentlich.

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Insgesamt punktet die SECACAM Raptor durch ihre einfache Bedienung, zahlreiche Einstelloptionen, die robuste Bauweise und ihre zuverlässigen Aufnahmen. Speziell Fotos sehen sehr gut aus, Videos hinken etwas hinterher. Preis und Leistung stimmen bei dieser Wildkamera. Wer eine bessere Qualität will, muss 200 Euro drauflegen und zu unserer ersten Empfehlung von Seissiger greifen.

Alternativen

Das Angebot an Wildkameras ist erstaunlich groß. Nicht nur beim Preis sind die Unterschiede erheblich, sondern auch bei der Qualität der Videos. Für höchste Ansprüche empfehlen wir die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Und wir haben noch einen Preistipp für Sie.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer die beste Videoqualität wünscht, kommt an der Seissiger-Wildkamera nicht dran vorbei.

Wenn für das Budget einer Wildkamera kein Limit existiert, dann gibt es nur eine Empfehlung: Kaufen Sie sich die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Die ist die beste. Bei uns taucht sie lediglich erst hier bei den Alternativen auf, weil wohl nur die wenigsten dazu bereit sind, einen hohen Preis von knapp 400 Euro für eine solche Kamera auszugeben. Dafür erfüllt sie jedoch selbst professionelle Ansprüche.

Wildkamera Test: 20190702
Die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition ist recht wuchtig, die LTE-Antenne ragt deutlich in die Höhe.

Die Seissiger ist die größte Wildkamera in unserem Testfeld und mit 435 Gramm auch nicht gerade leicht. Markantes Merkmal ist die aufgeschraubte LTE-Antenne. Dank mitgeliefertem Baumgurt und Baumstativ lässt sich die Kamera aber problemlos montieren.

Über einen massiven Kunststoffbügel wird die Box aufgeklappt. Die benötigten zwölf Batterien werden ebenso wie eine 8-Gigabyte-SD-Karte mitgeliefert. Eine externe Stromversorgung ist möglich. Die Seissiger filmt mit maximal 1080p und 30 Vollbildern und fotografiert mit bestenfalls 12 Megapixeln. Die einfache Bedienung erfolgt über ein zwei Zoll großes Display.

Die Kamera arbeitet im Dunkeln mit einem 940 nm Schwarz-IR-Blitz (über die Anzahl der LEDs macht der Hersteller keine Angaben). Ein paralleler Modus mit Filmen und Fotografieren steht zur Verfügung. Ebenso kann man Serienbilder anfertigen, die maximale Videolänge pro Clip liegt bei 30 Sekunden. Zur Ausstattung gehören ferner Zeitraffer, Timer und das Festlegen der Empfindlichkeit. Im Bildstempel können Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur und Batteriezustand eingeblendet werden.

Wildkamera Test: 20190702
Mit zwölf Batterien an Bord hält die Kamera im Standbybetrieb maximal ein halbes Jahr durch.

Im Test löste die Seissiger von allen Modelle am zuverlässigsten aus, selbst über die größte Entfernung von 20 Metern. Bei der Videoqualität spielt sie tagsüber und nachts in ihrer eigenen Liga. Die Videos sehen aus wie mit einem richtigen Camcorder geschossen, super scharf, mit lebhaften Farben, frei von Artefakten und störenden Pixeln. Auch im Dunkeln hellt die Special-Cam LTE Supersim-Edition ihre Objekte schön auf und liefert perfekte Ergebnisse.

Der besondere Clou dieses Modells besteht darin, dass sie mit einer Supersim – einer für Wildkameras optimierten Multinetz-Prepaid-SIM-Karte mit fünf Euro Startguthaben – ausgeliefert wird. Auf Wunsch werden hochauflösende Fotos oder bis zu zehn Sekunden lange Clips sofort SSL-verschlüsselt per E-Mail verschickt. Per App, Internet oder SMS kann man die Kamera zudem fernsteuern und den Auslöser betätigen. In unserem Test trudelten die Fotos nur wenige Sekunden nach ihrer Entstehung in unserem E-Mail-Postfach auf dem Smartphone ein. Die Mindestaufladung der SIM-Karte pro Jahr beträgt 29 Euro, eine Grundgebühr und eine Vertragsbindung fallen nicht an.

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Geliefert wird die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition in einem stabilen Köfferchen, das Zubehör ist in einer separaten Box verstaut.

Wer das beste Modell mit viel Zubehör, praktischer Fernüberwachung und der überzeugendsten Videoqualität will, muss zu dieser Wildkamera greifen.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Für diesen Preis ist die Victure HC300 unschlagbar, ihre Videoqualität ist top.

von 1049 Lesern gekauft

Die Victure HC300 für knapp 50 Euro ist eine der günstigeren Wildkameras im Testfeld und eine Empfehlung für Schnäppchenjäger. Gehäuse und Bedienbarkeit unterscheiden sich nicht wesentlich von den Mitbewerbern. Die Batterien – acht Stück – werden von unten eingesetzt. Hier kann man auch ein externes Netzteil für die autarke Stromversorgung anschließen.

Wildkamera Test: 20190704
Lässt sich ebenfalls gut tarnen: die Victure HC300.

Die beiden Klappbügel mit Metallschnalle hinterlassen einen stabilen Eindruck. Das zwei Zoll große Display ist unter dem Frontdeckel gut geschützt, praktisch sind die beleuchteten Menütasten. Die 38 LEDs fallen im Dunkeln durch dezentes Glühen auf, gefilmt wird in 1080p mit 30 Bildern, fotografiert mit maximal 16 Megapixel. Ein Sensor unterscheidet automatisch zwischen Tag und Nacht.

Zur Ausstattung gehören ein Capture-Series-Modus für bis zu drei Fotos hintereinander, ein Zeitraffer-Modus, Passwortschutz und Zeitstempel. Intervall und Empfindlichkeit des Auslösers kann man beeinflussen, die maximale Videolänge beträgt fünf Minuten.

Die Fotoqualität ist überraschend gut. Im Hellen sind die Farben kräftig, die Detailzeichnung passt. Nachtaufnahmen sind ordentlich ausgeleuchtet.

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Viel Lob verdienen sich auch die Videos. Ob tagsüber oder im Dunkeln, die Bewegtbildaufnahmen wissen zu gefallen. Einziger Kritikpunkt: Der Bildausschnitt ist generell ziemlich klein, hier wäre etwas mehr Weitwinkel von Vorteil. Secacam bietet deshalb die Raptor und die HomeVista an, um wählen zu können. Generell ist die Victure HC300 für diesen Preis aber eine absolute Empfehlung.

Mit WLAN

Campark T80

Test Wildkamera: Campark T80
Die Campark T80 hat man dank WLAN per Smartphone voll im Griff, Fotos und Videos können sich zudem echt sehen lassen.

von 157 Lesern gekauft

Die Campark T80 für knapp 90 Euro ist eine gut ausgestattete Wildkamera mit einfacher Bedienung und lobenswerter Foto- sowie Videoqualität. Mit den Abmessungen von 13,5 x 10,1 x 7,6 Zentimetern gehört sie zu den eher kompakteren Vertretern. Das Display ist 2,3 Zoll groß, löst mit 320 x 240 Bildpunkten auf und liefert ausreichend Informationen und bildliche Impressionen der Umgebung für die optimale Ausrichtung. Ausgestattet ist die T80 zudem mit 36 Infrarot-LEDs im 850-nm-Bereich.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80
Die sandfarbene Campark T80 hat einen Erfassungsbereich von 120 Grad.

Die Verarbeitung und die Konstruktion der Campark kennt man von vielen anderen Wildkameras. Der Korpus besteht aus festem Kunststoff, zwei Metallklammern und zwei Kunststoffbügel halten die Box zusammen. Im Inneren schlummern acht AA-Batterien, die SD-Speicherkarte darf bis zu 32 Gigabyte an Daten fassen. Der Betrieb ist auch über ein separat erhältliches externes Netzteil möglich. Der Hersteller nennt eine Standby-Zeit von bis zu sechs Monaten.

Fotos lassen sich mit 20, 16, 12, 8, 5, 3 und 2 Megapixeln schießen. Die maximale Videoauflösung ist ein krummer Wert, nämlich 1728 x 1296 Pixel mit 30 Vollbildern. Vertrauter sind da die 1920 x 1080 Bildpunkte, ebenfalls mit 30 Vollbildern. Gefilmt wird im aktuellen MP4-Format. Der Hauptsensor hat einen Erfassungswinkel von 60 Grad, die beiden seitlichen kommen jeweils auf 30 Grad, sodass insgesamt 120 Grad zur Verfügung stehen. Die Auslösezeit liegt bei flotten 0,3 Sekunden.

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Das Menü ist einfach aufgebaut. Fotos und Videos können auch parallel aufgenommen werden. Für die Aufnahme-Intensität darf man aus drei Stufen wählen, der Shutterspeed ist zwischen 1/15, 1/20 und 1/30 anpassbar, und die maximale Videolänge liegt bei 180 Sekunden. Infos wie Datum, Uhrzeit und Temperatur können ins Bild und in das Video eingeblendet werden.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto1
Schönes Foto: Farben, Schärfe und Details stimmen.

Fotos am Tag sehen klasse aus: farbenfroh, scharf sowie mit sauberen Kanten und Konturen. Im Dunkeln wird speziell der Nahbereich aufgehellt – die gesamte Aufnahme ist recht scharf und rauschfrei, das gewünschte Objekt ist zwar zu erkennen, geht jedoch teilweise in der Nacht unter. Videos können bei Tageslicht ebenfalls voll überzeugen, hier stimmen alle Parameter, die ein gutes Bewegtbild ausmachen. Videos nach Sonnenuntergang kommen zwar ohne Bildfehler aus, allerdings sollte hier das Tier oder der zweibeinige Eindringling nicht zu weit von der Kamera entfernt sein.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto2
Hier geht Berner Kalle im Dunkeln etwas unter.

Ein pfiffiges Extra ist die mitgelieferte Fernbedienung, um die T80 ein- und auszuschalten. Diese stellt im Umkreis von bis zu zehn Metern einen eigenen WLAN-Hotspot bereit. Hat man auf einem Android- oder iOS-Mobilgerät die App »WIFI Hunting Camera« installiert und sich in das WLAN der Wildkamera eingewählt, so hat man auf dem Smartphone oder Tablet eine Live-Vorschau, kann Videos starten, Fotos schießen und sämtliche Kamera-Einstellungen verändern. Alle Aufnahmen lassen sich zudem anschauen. App-Einrichtung und Betrieb klappten im Test problemlos.

Die Campark T80 bietet zum fairen Preis eine sehr gut ausgestattete Wildkamera mit WLAN, Fernbedienung sowie sehr ordentlicher Foto- und Videoqualität. Dafür gibts eine eindeutige Kaufempfehlung.

Starker Allrounder

Victure HC500

Test Wildkamera: Victure HC500
Tagsüber liefert die Victure HC500 mit die besten Fotos und Videos. Sie kann per App gesteuert werden und bietet ein sehr gutes Komplettpaket.

von 104 Lesern gekauft

Mit der Victure HC500 haben wir noch eine Empfehlung für eine Wildkamera mit guter Bildqualität und WLAN-Steuerung. Bei diesem Modell sitzt das zwei Zoll große Display an der Front, es wird allerdings durch eine Klappe geschützt.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500
Öffnet man die vordere kleine Klappe der HC500, hat man sofort Zugriff auf das Display.

Die Victure HC500 hat die typische Tarnfarbe und wird mit acht AA-Batterien bestückt, optional ist der Betrieb über ein externes Netzteil möglich. Klappt man die Frontklappe auf, so findet man den zwei Zoll großen Bildschirm, um alle Einstellungen vorzunehmen und die Aufnahmen zu kontrollieren. Im SD-Kartenfach finden Speicherkarten mit einem maximalen Volumen von 128 Gigabyte Platz.

Der Erkennungswinkel von 120 Grad fällt angenehm groß aus, so muss sich das Tier nicht im unmittelbaren Sichtfeld vor der Kamera befinden, um erfasst zu werden. Nachts sorgen 36 Infrarot-LEDs für die Ausleuchtung. Fotos schießt die Kamera mit bis zu 30 Megapixeln, bei Videos liegt das Limit bei einer Auflösung von 1.728 x 1.296 Pixeln mit 30 Vollbildern. Wir haben bei unserem Testvideo zur gewöhnlichen Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten gegriffen.

Das farbige Menü ist selbsterklärend. Fotos und Videos lassen sich parallel realisieren, bis zu zehn Fotos können in Serie geschossen werden, und der Shutter-Speed ist anpassbar mit 1/15, 1/20 und 1/30. Die maximale Videolänge am Stück beträgt 180 Sekunden. Ebenso anpassbar ist die Empfindlichkeit, mit der die Victure auf tierische und menschliche Besucher mit Aufnahmen reagiert.

Der Hersteller nennt eine Auslösezeit von 0,2 bis 0,4 Sekunden. Uhrzeit und Datum können in die Fotos und Filme eingeblendet werden. Hier findet man als Zusatzinfos auch den Akkustand und die Temperatur. Eine Montage der HC500 auf einem Stativ ist möglich. Das robuste Gehäuse ist wasserdicht.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Tag
Auch ohne Sonne liefert die Victure tagsüber sehr ansehnliche Fotos.

Mit der Fotoqualität sind wir tagsüber sehr zufrieden. Bilder haben fast das Niveau einer einfachen Digitalkamera. Obwohl bei unseren Aufnahmen keine Sonne schien, sind die Farben natürlich, die Schärfe ist ordentlich und störendes Bildrauschen sucht man vergeblich. Auch die Kanten von Objekten sind klar gezeichnet.

Im Dunkeln muss man Abstriche hinnehmen. Die Ausleuchtung der Victure ist hier begrenzt. Berner Kalle, der sich nicht direkt vor der Kamera bewegt, ist anhand seines weißen Fells und der Augen zu erkennen, der große Schwarzanteil geht jedoch in der Nacht unter. Die nahen Grashalme, die kräftig ausgeleuchtet werden, protzen durch gute Schärfe.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Nacht
Nachts gehen einige Details verloren, wenn das Wunschobjekt etwas weiter entfernt ist.

Auch die Videoqualität kann tagsüber voll überzeugen. Bewegungen laufen sehr flüssig, und an Bildparametern wie Schärfe, Farbnatürlichkeit und Rauschverhalten haben wir nichts zu meckern. Die Victure gehört hier zu den besten Modellen im Testfeld. Auch nachts ist ein Hund deutlich als solcher zu erkennen. Vom schwarzen Fell ist zwar nicht viel zu sehen, aber die weißen Körperteile oder das Halsband heben sich deutlich in der Dunkelheit ab und machen es leicht, den Eindringling zu identifizieren.

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Über die für iOS- und Android-Geräte kostenlos erhältliche App »Hunting Camera Pro« kann man die HC500 über ihr eigenes WLAN fernsteuern. Dazu hat man Zugriff auf sämtliche Einstellungen, kann Fotos und Videos schießen und frühere Aufnahmen ansehen. Bilder und Filme lassen sich auf diese Weise auch auf das Smartphone herunterladen. Per WLAN können Verbindungen von maximal 40 Metern überbrückt werden.

Insgesamt liefert die Victure HC500 speziell tagsüber eine sehr gute Foto- und Videoqualität, eine unproblematische Bedienung und eine praktische App-Steuerung zum fairen Preis.

Außerdem getestet

Es gibt noch jede Menge Alternativen. Gerade für größeren Weitwinkel und die Bildauswertung aus der Ferne.

Braun Scouting Cam Black500 Mini

Die Braun Scouting Cam Black500 Mini ähnelt sehr stark der ebenfalls extrem kompakten Flagpower Mini Wildkamera, gut möglich, dass das Modell sogar identisch ist. Bestückt wird es mit lediglich vier Batterien, die eine Betriebszeit von maximal einem halben Jahr gewährleisten sollen. Die Kamera arbeitet mit zwei schwarzen IR-LEDs. Eine Schwäche bemerkt man sofort beim Blick in die technischen Daten. In der höchsten Auflösung von 1.920 x 1.080 filmt die Braun lediglich mit 15 Bildern pro Sekunde, dadurch gelingen Bewegungen alles andere als geschmeidig. Erst mit 720p sind die mittlerweile üblichen 30 Vollbilder möglich. Die Bedienung über die außenliegenden Tasten und das 1,9 Zoll große TFT-Farbdisplay ist wie bei den Mitbewerbern absolut unkompliziert.

Tagsüber ist die Fotoqualität sehr ordentlich. Die Bilder sind scharf, die Tiefenwirkung ist gut, ebenso die Farbnatürlichkeit. Abgesehen von der etwas unrunden Bewegungsdarstellung können sich auch die Videos sehen lassen. Bei Nachtaufnahmen hellt die Braun Fotos leider extrem auf, sodass das eigentliche Motiv in der überbelichteten Umgebung kaum zu erkennen ist. Videos sind stark verrauscht und mal zu hell und mal zu dunkel. Praktisch ist die Stativplatte, um die Wildkamera beispielsweise an einen Baum zu schrauben. Gefilmt wird im mittlerweile etwas antiquierten AVI-Format, neuere Formate komprimieren effektiver.

Löblich: Die Braun-Kamera löste im Test sehr zuverlässig aus. Als eine Katze durch den Aktionsradius flitzte, war die Überwachungskamera sofort empfangsbereit.

Die SECACAM Raptor Mobile ist baugleich mit der SECACAM Raptor, kostet aber 50 Euro mehr: Sie hat ein spannendes Extra an Bord, nämlich die Option, per E-Mail oder App-Benachrichtigung aufgenommene Fotos direkt zugeschickt zu bekommen. Die Einrichtung ist einfach: Über die Website des Herstellers oder die SECACAM-App meldet man sich an und gibt die mitgelieferte PIN ein. Eine separate SIM-Karte muss man nicht erwerben.

Mit dem Kauf der Wildkamera erhält man ein Startguthaben von 100 Bildsendungen. Ist dieses aufgebraucht, kann man Bildpakete über das Nutzerkonto im Control Center oder über die App nachkaufen. Für 100 Bilder werden 89 Cent, für 200 Bilder 1,59 Euro und für 500 Bilder 3,49 Euro fällig. Bezahlt wird per PayPal oder über Kreditkarte. Die Aufnahmen werden mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln verschickt.

Wildkamera Test: Raeu0249
Macht tagsüber klasse Fotos: die Secacam Raptor Mobile.

Praktisch: SECACAM wählt sich je nach Standort in das beste Netz ein, möglich sind das Mobilfunknetz von Vodafone und der Telekom. Die Raptor Mobile kann übrigens auch wie die SECACAM Raptor verwendet werden: Dazu lässt sich das Versenden der Bilder deaktivieren. Im persönlichen Control Center hat man unter anderen auch Batterie-, Speicher- und Kamerastatus im Blick. Wem dieser Fernzugriff wichtig ist, der sollte deshalb zur SECACAM Raptor Mobile greifen.

Mit der HomeVista können wir Ihnen noch ein Modell aus dem Hause SECACAM empfehlen. Es ist der SECACAM Raptor sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch in der Größe der Überwachungszone. Während die SECACAM Raptor einen Aufnahmewinkel von 52 Grad ermöglicht, beschert die HomeVista einen stolzen Weitwinkel von 100 Grad. So lassen sich deutlich größere Gebiete überwachen, die kontrollierte Zone ist sechs Mal so groß. Letztendlich hängt es also vom Einsatzzweck ab, ob man sich für die Raptor oder die HomeVista entscheidet. Die Foto- und die Videoqualität liegt auf einem Niveau.

Wildkamera Test: Hveu0363
Die HomeVista unterscheidet sich deutlich im erfassten Bildbereich vom Testsieger.

Die HomeVista filmt in 1080p und fotografiert ebenfalls mit 5 Megapixeln. Das Display ist zwei Zoll groß, die Arbeit im Dunkeln übernehmen 56 Black-LEDs. Zum üppigen Lieferumfang gehören eine 8-Gigabyte-Speicherkarte, acht eingelegte Batterien, ein Montagegurt sowie ein USB- und ein Videokabel.

SECACAM HomeVista Mobile

Genau wie es die SECACAM Raptor als Raptor mobile gibt, bietet der Hersteller auch die HomeVista als HomeVista mobile an. Der Aufpreis beträgt 50 Euro. Vorteil: Jetzt kann man per App oder über den Browser am PC überall auf der Welt die geschossenen Fotos einsehen. Voraussetzung ist lediglich eine Internetverbindung. Um eine Mobilfunkkarte muss man sich nicht kümmern, beim Kauf erwirbt man ein Komplettpaket. Die Registrierung ist blitzschnell abgeschlossen.

SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0

Die SECACAM-Flotte wird komplettiert durch die Wild-Vision Full HD 5.0. Die Unterschiede rein vom Papier her zu den anderen SECACAM-Wildkameras sind überschaubar. Sie filmt ebenfalls in 1080p und fotografiert mit nativen 5 Megapixeln, das Display ist zwei Zoll groß. Zu den Funktionen gehören Zeitraffer, Zeitschaltuhr und Passwortschutz. Wie die Raptor-Kameras hat auch die Wild-Vision einen Aufnahmewinkel von 52 Grad. Allerdings stehen ihr lediglich 40 und nicht 56 Black-LEDs wie den anderen SECACAM-Wildkameras in unserem Testfeld zur Verfügung. Ebenfalls verzichtet sie auf eine automatische Belichtungssteuerung. Noch ein Unterschied. Während die Raptor- und die HomeVista-Kameras auf dem Papier eine Reaktionszeit von 0,4 Sekunden besitzen, reagiert die etwas günstigere Wild-Vision Full HD 5.0 etwas träger. In den technischen Daten findet man als Angabe »< 1,0 Sek.«.

Fotos sind tagsüber knackig scharf, in Videos vermisst man hingegen sauber abgegrenzte Kanten. Videos und Fotos im Dunkeln sind nicht zu gebrauchen, da völlig überbelichtet. Möglicherweise lag an unserer Kamera ein Problem vor.

Die Victure HC100 ist eine preiswerte Wildkamera mit kleinem Display (2 Zoll) und wird mit vier AA-Batterien oder über ein externes Netzteil betrieben. Die beiden Verschlüsse bestehen aus Kunststoff, dieser hinterlässt jedoch einen recht stabilen Eindruck. Für die Ausleuchtung im Dunkeln sorgen 26 Infrarot-LEDs mit 850 nm, der Erfassungswinkel fällt mit 90 Grad angenehm groß aus.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten und einen Schiebeschalter. So bleibt es nicht aus, dass einige Tasten doppelt belegt sind und man das Menü beispielsweise erst durch einen langen Druck auf die Pfeiltaste nach oben öffnen kann. Fotos lassen sich mit 2, 5, 8 und 16 Megapixeln aufnehmen. Die Auslösezeit liegt bei 0,4 Sekunden. Filmt man in der maximalen Auflösung mit 1080p, so stehen lediglich 15 Vollbilder pro Sekunde zur Verfügung.

Das führt folglich dazu, dass Bewegungen in Videos nicht geschmeidig gelingen. Unser Testvideo am Tag ist pixelig und rauscht, obwohl die Sonne von hinten scheint, sind die Farben sehr blass und die Belichtungssteuerung hat Probleme. Nachts muss das bewegte Objekt sehr nahe am Objektiv vorbeilaufen, sonst verschwindet es in der Dunkelheit. Fotos sehen tagsüber recht ordentlich aus, nachts muss man jedoch die Lupe nehmen, um Kalle zu erkennen.

Im Großen und Ganzen kann die Akaso TC04 überzeugen. Schade nur, dass sie in höchster Auflösung mit 1080p lediglich mit 15 Vollbildern pro Sekunde filmt. Wem Videoaufnahmen wichtig sind, für den scheidet diese Wildkamera damit aus. Bestückt ist die Akaso mit acht AA-Batterien, das Display ist 2,4 Zentimeter groß. Die Bedienung ist unkritisch, die Verarbeitung in Ordnung. Der Objektivwinkel fällt mit 120 Grad schön groß aus. Fotos werden mit bis zu 14 Megapixeln festgehalten, die Auslösegeschwindigkeit liegt bei 0,4 Sekunden, gearbeitet wird mit 42 Infrarot-LEDs.

Fotos am Tag können sich sehen lassen: Die Farben stimmen, die Schärfe liegt jedoch eher in der Mitte des Motivs und geht zu den Bildrändern hin etwas verloren. Im Dunkeln ist die Ausleuchtung zwar gut, jedoch bleibt die Schärfe auf der Strecke. Außerdem sind Fotos verpixelt. Bei Videos hapert es ob der 15 Vollbilder an der Bewegungsdarstellung, außerdem kann sich die Akaso Pixelbildung und Bildfehler in homogenen Flächen nicht verkneifen.

Akaso TC05

Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2010 Akasotc05

Keine Preise gefunden.

Im Gegensatz zur Akaso TC04 ist die Akaso TC05 dazu in der Lage, in höchster Auflösung in 1080p mit 25 Vollbildern zu filmen. Leider werden die Aufnahmen ebenfalls im mittlerweile antiquierten AVI-Format aufgezeichnet, was ein echter Speicherfresser ist. Komischerweise sehen die Videos unter den typischen Windows-Mediaplayern äußerst merkwürdig aus: Entweder werden die Clips viel zu schnell abgespielt, oder sie laufen mit normaler Geschwindigkeit, dann aber wenig geschmeidig und leicht unrund.

Die TC05 wird wahlweise mit vier oder sechs AA-Batterien betrieben. Die Gehäusequalität ähnelt der TC04, das Display fällt mit 2,4 Zoll ebenfalls schön groß aus, und die Bedienung ist simpel. Zum Einsatz kommen 42 IR-LEDs. Fotos gelingen mit bis zu 16 Megapixel, der Erfassungsbereich ist mit 120 Grad angenehm breit, sodass man möglichst viel auf den Fotos und Filmen zu sehen bekommt.

Fotos, die man bei Tageslicht aufnimmt, sehen gut aus. Die Farben sind stimmig und die Schärfe passt. In Videos hingegen erkennt man deutliches Rauschen, auch das Geschwindigkeitsproblem nervt. Die Ausleuchtung im Dunkeln ist ordentlich, Fotos und Videos können sich hier wahrlich sehen lassen.

Die Crenova Trail Camera kommt mit 32 Gigabyte großer Speicherkarte und benötigt zum Betrieb acht AA-Batterien. Ihre 47 Infrarot-LEDs arbeiten im 940-nm-Bereich, wodurch das Glühen der LEDs nur minimal ausfällt. Fotos werden mit bis zu 20 Megapixeln gespeichert, Videos in Full-HD-Auflösung leider nur mit 15 Vollbildern pro Sekunde, weshalb sich das Thema ruhige Bewegungen auch schon erledigt hat. Erst mit 1280 x 720 Pixeln sind 30 fps möglich. Die Menüstruktur ist simpel, die Kontrolle und die Einstellungen gelingen über das 2,4 Zoll große Display mühelos. Der Erfassungswinkel liegt bei 120 Grad. Mit 0,2 Sekunden ist die Blitz-Auslösedauer sehr gering. Auch die Crenova lässt sich auf einem Stativ montieren und über ein 6-Volt-Netzteil extern mit Strom versorgen.

Bei Tageslicht werden helle Bildbereiche, wie etwa der Himmel, komplett überstrahlt. Der ist zwar in der Realität leicht hellblau, davon ist aber nichts mehr zu sehen. Auch die graue Mauer hat plötzlich einen Kalkstein-Look. Zudem sorgt das Objektiv für eine leichte optische Verzerrung. Bei Nachtaufnahmen wird das Bild gut aufgehellt, das bewegte Objekt ist dadurch problemlos zu erkennen. Die Schwierigkeiten mit der Überbelichtung bleiben auch im Video. Zudem machen sich deutliche Artefakte bemerkbar.

Die Toguard H20 ist dazu in der Lage, mit maximal 1080p und 30 Vollbildern aufzuzeichnen. Außerdem knipst sie mit bis zu 16 Megapixeln. Im Inneren lagern vier AA-Batterien, außerdem befindet sich hier der 2 Zoll große Bildschirm mit den üblichen Settings. Die Bedienung wird jedoch erschwert, weil sich die Symbole auf den sechs kleinen, braunen Tasten kaum erkennen lassen. Das ist mehr als ungünstig gelöst. Der große Klappbügel zum Verschließen des Gehäuses besteht aus Kunststoff und dürfte gerne etwas satter einrasten. Für die Ausleuchtung sorgen 22 Infrarot-LEDs, die Auslösegeschwindigkeit liegt bei 0,3 bis 0,8 Sekunden. Der Erfassungswinkel beträgt 120 Grad.

In Fotos stimmt die Farbe, detailreiche Passagen wie etwa Blätter an einem Busch verwischen jedoch gnadenlos. Deutlich sichtbare Pixel im Bild sind ein zusätzliches Problem. Bei Nachtaufnahmen hat die Toguard Schwierigkeiten, selbst sich ganz langsam bewegende Objekte scharf zu stellen. Videos am Tag sind wahnsinnig am Flirren – hier tanzen die einzelnen Pixel Samba, die Schärfe ist entsprechend dürftig. Nachts tritt dieses Manko nur in den beleuchteten Bereichen auf, der Rest verschwindet in der Dunkelheit.

Der Icucam 4 sieht man sofort an, dass es sich bei ihr um ein besser ausgestattetes Modell handelt. Die abschraubbare und abklappbare Antenne ist für den 4G-Versand der Bilder konzipiert, um auch per App oder Web-Browser auf Fotos und Videos der Wildkamera zugreifen zu können. Die Kamera besteht aus sehr schlagfestem Kunststoff, der seitliche Bügel rastet satt ein und verschließt die Icucam 4 sicher. Der Erfassungswinkel liegt bei 50 Grad, 52 Infrarot-LEDs sollen Objekte bis zu einer Entfernung von 40 Metern ausleuchten. Die Auslösezeit beträgt 0,3 Sekunden. Für die Stromversorgung kann man entweder bis zu acht AA-Batterien einlegen oder einen separaten Lithium-Ionen-Akku anschließen.

Die Bedienung mit beleuchteten Tasten ist quasi selbsterklärend, das Menü ist unterteilt in »Kamera«, »Sensor«, »Mobil« und »Einstell.«. Fotos gelingen mit maximal 12 Megapixeln, Videos mit 1080p und 25 Vollbildern. Bis zu neun Serienbilder sind möglich, Filme dürfen maximal 60 Sekunden dauern, auch Zeitrafferaufnehmen gehören zur Ausstattung.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto1
Tagsüber liefert die Icucam 4 überzeugende Ergebnisse, bei nahen Objekten muss die Kamera exakt ausgerichtet sein.

Grundsätzlich ist uns bei dieser Wildkamera der Erfassungswinkel von 50 Grad zu klein. Bei sehr vielen Aufnahmen ist unser Berner Kalle außerhalb des Bildausschnitts oder stark angeschnitten. Bei größeren Entfernungen ist dies kein Problem. Die Fotoqualität mit Tageslicht überzeugt. Farben sind kräftig, die Schärfe ist ebenso wie die Detaildarstellung gut. Im Nachtbilder-Setup »Ausgeglichen« sind Fotos sehr stark aufgehellt. Dadurch gehen Konturen und Details verloren, das Zielobjekt ist nur schwer zu erkennen. Videos im Hellen punkten ähnlich wie Fotos, im Dunkeln erweist sich die starke Aufhellung ebenfalls als Problem.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto2
Zu hell: Nachts hellt die Wildkamera ihre Umgebung zu stark auf.

Die benötigte Mobilfunkkarte gehört bei der Icucam 4 zum Lieferumfang. Ein Konto ist online schnell eingerichtet, für Android- und Apple-Geräte sind Apps verfügbar, alternativ wählt man sich per Browser ein. Per 4G- oder LTE-Verbindung werden Fotos bereitgestellt, drei Sendegrößen lassen sich einstellen. Je nach Größe und Anzahl der Bilder werden fiktive Coins vom Benutzerkonto abgezogen, 4.000 Coins gehören zum Paket. 300 neue Coins kosten beispielsweise 9 Euro, 1.000 Coins 20 Euro.

Für rund 250 Euro ist die Icucam 4 kein Schnäppchen. Sie liefert ordentliche Ergebnisse. Wir ziehen jedoch die Secacam Raptor Mobile bzw. die Secacam HomeVista Mobile mit 100-Grad-Weitwinkelobjektiv vor.

Apeman H45 Trail Camera

Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen: Die Apeman H45 Trail Camera ist keine Wildkamera für die Ewigkeit. Die beiden Kunststofflaschen, die die Vorderseite des Gehäuses mit Display auf dem Rückenteil mit Akkus halten, haben bei unserem Modell bereits nach wenigen Schließvorgängen einen sehr labilen Eindruck hinterlassen. Eine leichte Berührung genügt, und das Gehäuse schnappt auf. Plastikschrott ist hier bald vorprogrammiert.

Wildkamera Test: Apeman
Auf dem Foto der Apeman H45 Trail Camera kann man Kalle nur erahnen.

Bereits ab Entfernungen von 10 Metern verweigerte die Apeman H45 Trail Camera im Test die Aufnahme. Obwohl sie in Full-HD aufzeichnet, vermittelt das Bild keinen HD-Eindruck. Das Bild vermatscht, ist unscharf und verfügt über kaum Raumtiefe. Im Dunkeln produziert die Kamera enorme Artefakte, auf Fotos saufen Details ab.

Die Victure HC200 hat den billigen Verschluss der Apeman H45 Trail Camera und ist äußerlich nahezu identisch. Auch wenn man die Front aufklappt und das 2,4 Zoll große Display zum Vorschein tritt, erkennt man sofort: Diese beiden Wildkameras stammen höchstwahrscheinlich aus demselben Werk.

Wildkamera Test: Victure Hc200
Scharf ist anders: Die Victure HC200 hat nicht nur nachts Probleme.

Für die identische Technik spricht, dass auch die Victure kein Bedürfnis hat, auf etwas weiter entferntere Lebewesen zu reagieren. Selbst im Garten auf kurze Distanz wollte die Wildkamera unseren Berner Kalle – zumindest tagsüber – nicht aufnehmen. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, da die Videoqualität ohnehin mehr als bescheiden ist. Artefakte und starkes Rauschen sind die nächtlichen Begleiterscheinungen, ein scharfes Foto von unserem Vierbeiner Kalle gelang der Cam nicht.

Die Winghome 350C zeichnet sich durch ein sehr robustes und gut schließendes Gehäuse aus. Wenn der seitliche Bügel satt einrastet, erinnert das an eine Brotdose. Der Bildschirm fällt mit zwei Zoll etwas kleiner aus, Einstellungen sind aber dennoch problemlos möglich. Im Dunkeln fällt die Kamera dank 58 Schwarzlicht-Infrarot-LEDs nicht auf.

Der Erfassungswinkel der Kamera liegt bei 110 Grad, diese beherrscht auch Zeitraffer-Aufnahmen und lässt Fotos und Videos per Passwort schützen, damit niemand anderes Zugriff darauf hat.

Die bewegten Nachtaufnahmen der Winghome 350C sehen besser aus als die tagsüber. Im Hellen neigt das Modell nämlich zu stark verrauschten und verpixelten Videos, nachts ist das Material deutlich besser. Das bewegte Objekt sollte sich allerdings in unmittelbarer Näher zur Kamera aufhalten, sonst verschwindet es im Dunkeln. Das trifft auch bei Fotos zu. Fünf Meter genügen schon, und Tier oder Mensch sind nur noch schemenhaft zu erkennen.

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