Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Die beste Wildkamera

last updateZuletzt aktualisiert:
Wildkamera Test: 20190623
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultrahochauflösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Er schreibt unter anderem für audiovision, Tablet und Smartphone, i-fidelity und dpa.

Die beste Wildkamera für die meisten ist die SECACAM Raptor. Sie ist einfach zu bedienen, reagiert zuverlässig und liefert tagsüber und nachts ordentliche Fotos und Videos. Wer seine Fotos auch unterwegs oder zu Hause sofort auf seinem Smartphone oder Desktop-PC überprüfen will, greift zur SECACAM Raptor Mobile. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist die Seissiger Special Cam LTE die erste Wahl. Sie ist teuer, bei der Videoqualität jedoch jeder anderen Wildkamera überlegen.

Eine Wildkamera ist eine spezielle Art Überwachungskamera, die bewegte Objekte fotografiert und/oder filmt. Wildkameras arbeiten autark, da sie mit Akkus bzw. Batterien betrieben werden. Unsere Testkandidaten werden in der Regel mit acht AA-Batterien bestückt. Vorteil: Wildkameras lassen sich auch an den entlegensten Orten wie im Wald oder im Schrebergarten einsetzen, an denen keine Steckdose vorhanden ist.

Normalerweise hält eine Wildkamera mehrere Wochen durch, ohne dass die Batterien gewechselt werden müssen. Eine pauschale Angabe lässt sich hierzu nicht machen, denn der Strombedarf hängt von diversen Faktoren und Einstellungen ab. Wie oft wird die Kamera aktiviert, schießt sie nur einzelne Fotos oder nimmt sie auch längere Videos auf? Wer keine Lust auf regelmäßige Batteriewechsel hat, sollte sich nach einem Modell umschauen, an das sich ein Solarpanel anschließen lässt.

Zur Tarnung stecken Wildkameras in robusten Kunststoffgehäusen in Camouflage-Optik, denen auch Regen, Schnee und Wind nichts anhaben können. Die Montage erfolgt mittels Gurten an Baumstämmen oder am Waldboden.

Wir haben 15 Wildkameras zu Preisen zwischen 50 und 380 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

SECACAM Raptor

Test Wildkamera: Secacam Raptor
Die SECACAM Raptor bietet von allen Wildkameras den besten Kompromiss aus Qualität und Preis.

Die SECACAM Raptor ist eine grundsolide Wildkamera, die im Hellen und im Dunkeln zuverlässig ihre Arbeit verrichtet. Mitgeliefert wird alles, was man zur Inbetriebnahme benötigt. Praktisch: SECACAM bietet die Raptor auch mit Mobilfunk-Anbindung sowie in einer anderen Variante mit größerem Weitwinkel an.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer die beste Videoqualität wünscht, kommt an der Seissiger-Wildkamera nicht dran vorbei.

Der Mercedes unter den Wildkameras ist die Seissiger Special Cam LTE. Sie hat die beste Foto- und Videoqualität aller getesteten Wildkameras, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts. Dank eingebauter SIM-Karte kann man die Ergebnisse auch aus der Ferne kontrollieren. So viel Luxus hat aber natürlich seinen Preis.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Für diesen Preis ist die Victure HC300 unschlagbar, ihre Videoqualität ist top.

Sparfüchse sollten zur Victure HC300 greifen. Diese Wildkamera liefert gute Videos und Fotos und lässt sich einfach bedienen. Praktisch sind die beleuchteten Menütasten, wenn man im Dunkeln an den Einstellungen herumschraubt. Für gerade mal rund 50 Euro gibt es keine bessere Kamera.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstig
Modell SECACAM Raptor Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition Victure HC300 SECACAM Raptor Mobile SECACAM HomeVista SECACAM HomeVista Mobile SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0 Apeman H45 Trail Camera Victure HC200 SVMUU TC01 Earthtree TC 700 WingHome 350C Flagpower Mini Wildkamera Cenzo Wildkamera Wimius H4
Test Wildkamera: Secacam RaptorWildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38Test Wildkamera: Victure HC300Wildkamera Test: Raptor Haupt Produktfoto Batterien SpeicherkarteTest Wildkamera: Secacam HomeVistaTest Wildkamera: Secacam HomeVista mobileTest Wildkamera: Secacam Wild-Vision Full HD 5.0Test Wildkamera: Apeman H45 Trail CameraTest Wildkamera: Victure HC200Test Wildkamera: SVMUU TC01Test Wildkamera: Earthtree TC 700Test Wildkamera: WingHome wildkameraTest Wildkamera: Flagpower Mini WildkameraTest Wildkamera: Cenzo WildkameraTest Wildkamera: Wimius H4
Pro
  • Gute Fotoqualität
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Reagiert auch aus großer Distanz
  • Einfache Bedienung
  • Foto- und Videoversand per SMS
  • Fernsteuerung möglich
  • Koffer
  • Tolle Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Günstig
  • Gute Fotoqualität
  • Fermzugriff
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weitwinkelbereich
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weitwinkelbereich
  • Foto-Kontrolle per App und Browser
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Foto- und Videoqualität stimmt tagsüber
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Einfache bedienung
  • Sehr klein, sehr leicht
  • Einfache Bedienung
  • Lange Standbyzeit
  • Gute Fotoqualität
  • Gute Fotoqualität
  • Reagiert auch auf große Distanz
  • Großes Display
  • Einfache Bedienung
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Gute Fotos und Videos tagsüber
Contra
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Teuer
  • Zu wenig Weitwinkel
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Videos leicht verpixelt
  • Videos leicht verpixelt
  • Belichtet im Dunkeln stark über
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schlechte Videoqualität tagsüber
  • Objekte dürfen im Dunkeln nicht weit entfernt sein
  • Nur 15 Bilder/Sekunde in höchster Videoauflösung
  • Videos brechen nach einer Sekunde ab
  • Sehr kleiner Ausschnitt bei Videos
  • Zu geringe Ausleuchtung im Dunkeln
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Wie funktioniert eine Wildkamera?

Wildkameras lösen automatisch durch einen Bewegungsmelder aus. Der wird durch Bewegung und Wärme aktiviert – etwa, wenn ein Tier sich im Sensorbereich der Kamera aufhält. Die Intensität kann man in der Regel festlegen. Zu sensibel sollte man eine Wildkamera nicht einstellen, sonst kann es passieren, dass die Speicherkarte am nächsten Morgen voll ist, weil jede Astbewegung im Wind eine Aufnahme ausgelöst hat.

Ebenso anpassbar sind die Dauer einer Videoaufnahme, deren Qualität (bei Full-HD-Auflösung ist Schluss) und die Pixelzahl, mit der Beweisfotos geschossen werden. Extras sind Zeitlupenaufnahmen oder Bilderserien. Datum und Uhrzeit lassen sich in Fotos und Filmen einbinden.

Nachts trennt sich die Spreu vom Weizen

Speziell nachts trennt sich bei Wildkameras die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, wie gut der Nachtmodus funktioniert. Alle Kameras liefern bei Dunkelheit im Gegensatz zum Tag lediglich Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Infrarot-LEDs leuchten die Szenarien aus. Kameras mit White-LED-Blitz – diese Technik kommt bei den meisten Modellen zum Einsatz – erreichen nachts eine ordentliche Bildqualität mit guter Ausleuchtung und großer Reichweite. Da hier weniger LEDs als bei den teureren Kameras mit Black-LED-Technik erforderlich sind, ist der Stromverbrauch zudem etwas geringer.

Wildkamera Test: Raeu0224
Gut zu erkennen: Die für die Tiere unsichtbare Infrarot-Beleuchtung.

Es gibt jedoch einen Nachteil: Beim Auslösen verursachen White-LEDs ein dezentes, aber dennoch sichtbares rotes Glühen. Die Kameras fallen folglich auf und lassen sich nicht perfekt tarnen. Wem es darauf ankommt, der muss zu einer Wildkamera mit Black-LEDs wie der Seissiger Special-Cam LTE greifen. Hier kommt ein unsichtbarer Infrarotblitz zum Einsatz. Gearbeitet wird im Bereich um 950 Nanometer. Diese Wildkameras sind dezenter, haben allerdings mitunter eine geringere Reichweite.

Für wen eignet sich eine Wildkamera?

Die Vielzahl der unterschiedlichen Einsatzszenarien ist groß. Mit Wildkameras kann man beispielsweise den Garten am Haus oder den Schrebergarten überwachen. Warum ist dauernd das Beet zertrampelt, wer hat schon wieder den Salat gefressen? Welcher tierische Besuch hieran schuld ist, weiß man nach Auswertung der Speicherkarte. Für Förster und Jäger eignen sich die Kameras zur Wildbeobachtung und zur Überwachung von speziellen Waldgebieten.

Wildkameras eignen sich nicht nur für Förster und Jäger

Doch das ist noch längst nicht alles. Wer bedient sich da ständig unerlaubt am Brennholzstapel oder entsorgt illegal seinen Müll? Im entlegenen Vereinsheim wurde schon wieder randaliert, die Spedition kämpft regelmäßig gegen nächtlichen Dieselklau und auf dem heimischen Dachboden hat sich ein Vierbeiner eingenistet. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Eine Wildkamera sollte entweder direkt in Bodennähe oder weiter oben beispielsweise an einem Baumstamm angebracht werden. So ist sie sowohl von Tieren als auch von Menschen nicht sofort zu erkennen.

Wie wird eine Wildkamera bedient?

Die Bedienung ist bei fast allen Wildkameras identisch. Sind Akkus und Speicherkarte eingelegt, kann man über Drucktasten und ein kleines Display sämtliche Einstellungen vornehmen. Hier gab es bei unseren Testkandidaten kaum Unterschiede. Für ihren Dauereinsatz werden die Kameras scharf geschaltet. Ein Bildschirm ist praktisch, um die Ergebnisse sofort kontrollieren zu können, ohne die Speicherkarten erst in einem Computer oder Notebook auswerten zu müssen. Ebenso erweist sich das Display als hilfreich beim Aufstellen und Ausrichten der Kamera. Störende Äste direkt vor der Linse lassen sich so vermeiden.

Fernzugriff dank SIM-Karte

Teure Top-Modelle wie die Seissiger Special Cam LTE haben eine SIM-Karte integriert. Aufnahmen lassen sich so quasi von überall auf der Welt sofort auf einem Smartphone, Tablet oder PC anschauen. Außerdem hat man auch für Einstellungen einen Fernzugriff auf die Wildkamera. In den Einstellungen kann man in der Regel festlegen, dass sich ältere Aufnahmen überschreiben lassen. So ist die Speicherkarte nie voll, die letzten Videos und Fotos liegen immer vor. Auf größeren Speicherkarten haben jedoch für tausende Fotos und viele Stunden Film Platz.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wenn Sie die Kamera monatelang betreiben wollen ohne permanent die Batterien zu kontrollieren, sollte Ihre Wildkamera über eine externe Stromversorgung verfügen. Mittels Solarpanel können Sie das Modell komplett autark betreiben. Ein wichtiger Parameter ist die Reaktionszeit: Das ist die Zeitspanne, zwischen dem Zeitpunkt, in dem ein Tier oder ein Eindringling bemerkt wurde, bis zum Auslösen bzw. Starten der Aufnahme. Eine Reaktionszeit von weniger als einer Sekunde ist optimal – sonst fehlt auf dem Foto der entscheidende Protagonist.

Reaktionszeit und Reichweite sind zentral

Wichtig ist ebenfalls die Reichweite einer Wildkamera. Einige Hersteller geben eine Distanz von bis zu 50 Meter an, in der beispielsweise ein Wildschwein oder ein Reh erkannt werden. In der Realität ist eine Reichweite von 15 Metern ein ordentlicher Wert.

Checken Sie zudem die Auflösung der Kamera. Für ansehnliche Fotos sollten es mindestens fünf »echte« Megapixel sein, zum Filmen empfehlen wir Full-HD-Auflösung.Viele günstigere Kameras polieren die Pixelzahlen hoch, blasen diese quasi künstlich auf. Daraus resultieren Fabelwerte wie 20 Megapixel, die allerdings in der Regel keinen qualitativen Vorteil bescheren. Falls eine perfekte Tarnung der Kamera wichtig ist, achten Sie auf die Verwendung von schwarzen LEDs.

So haben wir getestet

Wir haben 15 aktuelle Wildkameras getestet. Viele Modelle sind für unter 100 Euro zu haben, das günstigste im Test kostet gerade mal 50 Euro. Andererseits gibt es High-End Modelle für knapp 400 Euro. Sie sind eher für Profis wie Förster und Jäger gedacht und übertragen Bilder in Echtzeit übers Mobilfunktnetz.

Natürlich wäre es spannend gewesen, die Kameras im Wald zu verteilen und zu warten, welche Motive da in die Falle tappen. Doch wäre diese Herangehensweise aus mehreren Gründen nicht praktikabel gewesen – unter anderem, weil wir identische Testbedingungen für alle Modelle wollten, Tiere sich aber nicht vorschreiben lassen, wann und in welchem Abstand sie in die Sichtweite einer Wildkamera geraten.

Wildkamera Test: 20190623

Deshalb haben wir die Kameras selbst ausgelöst – mit Berner Sennenhund Kalle an der Leine oder geführt durch eine Leckerlie-Spur. Die Kameras waren tagsüber im Abstand von einem Meter nebeneinander auf einer Linie verteilt. Anschließend bewegten wir Kalle langsam nacheinander in einer Entfernung von 5, 10 und 20 Metern an den Wildkameras vorbei. Nachts wählten wir eine Distanz von 5 Metern, testeten die Modelle allerdings einzeln. Schließlich sollte eine schlechte Kamera nicht vom Blitz eines anderen Modells profitieren.

Eingestellt wurden jeweils die höchsten Video- und Fotoauflösungen und der Modus, in dem die Kameras filmen und fotografieren. Die Filmlänge wurde mit 20 Sekunden festgelegt, die Empfindlichkeit der Kameras auf mittel. Natürlich bietet jedes Modell zahlreiche individuelle Optionen, mit denen sich die Qualität möglicherweise noch optimieren lässt. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, jede Kamera mehrfach mit unterschiedlichen Settings zu testen. Deshalb haben wir uns jeweils für einen Kompromiss entscheiden müssen.

Wildkamera Test: 20190702

Testsieger: SECACAM Raptor

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die SECACAM Raptor ist nicht die beste Wildkamera. Die Seissiger Special Cam LTE ist bei der Videoqualität deutlich überlegen. Aber die ist so teuer, dass sie für die meisten wohl kaum in Frage kommt. Die Raptor bietet das bessere Preis-Leistungsverhältnis und ist daher für uns für die meisten die beste Wahl.

Testsieger

SECACAM Raptor

Test Wildkamera: Secacam Raptor
Die SECACAM Raptor bietet von allen Wildkameras den besten Kompromiss aus Qualität und Preis.

Die SECACAM Raptor wird als Komplettpaket geliefert. Batterien, Speicherkarte, Befestigungsgurt und Kabel für PC und Fernseher gehören zum Lieferumfang. Die Raptor hat zwei Batteriefächer: Vier Batterien verschwinden unten im Gerät hinter einer Klappe, hier sitzen auch die SD-Speicherkarte und die Anschlüsse, unter anderem für eine externe Stromversorgung. Die vier anderen Energieträger werden im Geräterücken eingelegt.

Ausstattung und Bedienung

Die SECACAM arbeitet mit 56 Black-LEDs und hat ein zwei Zoll großes Farbdisplay, das erst zugänglich ist, wenn das Kameragehäuse über zwei seitliche Bügel aufgeklappt wurde. Die Reaktionszeit liegt bei 0,4 Sekunden, die Empfindlichkeit des Auslösers ist dreistufig einstellbar. Die maximale Sensorreichweite gibt der Hersteller mit 15 Metern an. Gefilmt wird mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde, die native Foto-Auflösung liegt bei 5 Megapixeln, allerdings ist auch eine Interpolation auf 8 und 12 Megapixel möglich.

Einfache Bedienung über Drucktasten

Die Bedienung über Drucktasten ist simpel. Im Menü legt man den Modus fest (nur Fotos, nur Filme oder beides), bestimmt Auflösung und Fotogröße und definiert die Filmlänge (maximal 59 Sekunden). Zeitraffer und Zeitschaltuhr gehören zur Ausstattung – wenn die SECACAM beispielsweise tagsüber deaktiviert werden soll, kann man das hier eingeben. Über den »Blitzmodus« regelt man, ob man maximale Schärfe, maximale Reichweite oder eine optimale Balance bei Nachtaufnahmen wünscht. Die Anzahl der aktiven LEDs kann von 56 auf 25 reduziert werden, um das Bild weniger stark aufzuhellen.

Wildkamera Test: 20190702
Sowohl die linke Box mit dem Display wird mit vier Batterien bestückt als auch die Rückseite.

Aufnahmewinkel und Kapazität

Die Raptor hat einen Aufnahmewinkel von 52 Grad, das entspricht einem Normalobjektiv. Wer einen größeren Aufnahmebereich wünscht, muss zur baugleichen SECACAM HomeVista mit 100-Grad-Objektiv greifen. Auf die mitgelieferte 8-Gigabyte-Speicherkarte passen rund 4.000 Fotos. Ist der Speicher voll, werden alte Aufnahmen überschrieben. Mit einer Batterieladung kommt die Kamera im Standbybetrieb etwa ein halbes Jahr weit, wenn sie nur gelegentlich filmt und fotografiert.

Ein Zeitstempel auf den Fotos verrät, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit die Kamera einen Eindringling auf zwei oder vier Beinen aufgenommen hat. Sogar die Mondphase wird eingeblendet.

Die Kamera kann gestellt oder aufgehängt werden

Die Montage ist dank des mitgelieferten Gurts ein Kinderspiel. Natürlich kann man die Raptor auf den Boden stellen. Dann sollte sie jedoch auf einem speziellen Stativ sicher verschraubt werden. Alternativ kann sie an einen Baumstamm gezurrt werden.

Foto- und Videoqualität

Die Fotos der Raptor sind scharf, Objekte haben eine saubere Kontur und die Farben sind kräftig, aber dennoch natürlich. Nachts lässt sich gut erkennen, wer da sein Unwesen treibt. Leichtes Rauschen lässt sich nicht vermeiden. Mitunter kann es sogar von Vorteil sein, die Anzahl der aktiven LEDs zu verringern, damit das Bild nicht zu stark aufgehellt wird.

Videos hinken der Qualität von Fotos hinterher. Hier ist selbst tagsüber deutliches Bildrauschen zu sehen, auch Artefakte kann die Wildkamera nicht unterdrücken. Nachts aufgenommene Filme wirken dagegen deutlich homogener, auch hier ist die Erkennbarkeit ordentlich.

Insgesamt punktet die SECACAM Raptor durch ihre einfache Bedienung, zahlreiche Einstelloptionen, die robuste Bauweise und ihre zuverlässigen Aufnahmen. Speziell Fotos sehen sehr gut aus, Videos hinken etwas hinterher. Preis und Leistung stimmen bei dieser Wildkamera. Wer eine bessere Qualität will, muss 200 Euro drauflegen und zu unserer ersten Empfehlung von Seissiger greifen.

Alternativen

Das Angebot an Wildkameras ist erstaunlich groß. Nicht nur beim Preis sind die Unterschiede erheblich, sondern auch bei der Qualität der Videos. Für höchste Ansprüche empfehlen wir die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Und wir haben noch einen Preistipp für Sie.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer die beste Videoqualität wünscht, kommt an der Seissiger-Wildkamera nicht dran vorbei.

Wenn für das Budget einer Wildkamera kein Limit existiert, dann gibt es nur eine Empfehlung: Kaufen Sie sich die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Die ist die beste. Bei uns taucht sie lediglich erst hier bei den Alternativen auf, weil wohl nur die wenigsten dazu bereit sind, knapp 400 Euro für eine solche Kamera auszugeben. Dafür erfüllt sie jedoch selbst professionelle Ansprüche.

Wildkamera Test: 20190702
Die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition ist recht wuchtig, die LTE-Antenne ragt deutlich in die Höhe.

Die Seissiger ist die größte Wildkamera in unserem Testfeld und mit 435 Gramm auch nicht gerade leicht. Markantes Merkmal ist die aufgeschraubte LTE-Antenne. Dank mitgeliefertem Baumgurt und Baumstativ lässt sich die Kamera aber problemlos montieren.

Über einen massiven Kunststoffbügel wird die Box aufgeklappt. Die benötigten zwölf Batterien werden ebenso wie eine 8-Gigabyte-SD-Karte mitgeliefert. Eine externe Stromversorgung ist möglich. Die Seissiger filmt mit maximal 1080p und 30 Vollbildern und fotografiert mit bestenfalls 12 Megapixeln. Die einfache Bedienung erfolgt über ein zwei Zoll großes Display.

Die Kamera arbeitet im Dunkeln mit einem 940 nm Schwarz-IR-Blitz (über die Anzahl der LEDs macht der Hersteller keine Angaben). Ein paralleler Modus mit Filmen und Fotografieren steht zur Verfügung. Ebenso kann man Serienbilder anfertigen, die maximale Videolänge pro Clip liegt bei 30 Sekunden. Zur Ausstattung gehören ferner Zeitraffer, Timer und das Festlegen der Empfindlichkeit. Im Bildstempel können Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur und Batteriezustand eingeblendet werden.

Wildkamera Test: 20190702
Mit zwölf Batterien an Bord hält die Kamera im Standbybetrieb maximal ein halbes Jahr durch.

Im Test löste die Seissiger von allen Modelle am zuverlässigsten aus, selbst über die größte Entfernung von 20 Metern. Bei der Videoqualität spielt sie tagsüber und nachts in ihrer eigenen Liga. Die Videos sehen aus wie mit einem richtigen Camcorder geschossen, super scharf, mit lebhaften Farben, frei von Artefakten und störenden Pixeln. Auch im Dunkeln hellt die Special-Cam LTE Supersim-Edition ihre Objekte schön auf und liefert perfekte Ergebnisse.

Der besondere Clou dieses Modells besteht darin, dass sie mit einer Supersim – einer für Wildkameras optimierten Multinetz-Prepaid-SIM-Karte mit 5 Euro Startguthaben – ausgeliefert wird. Auf Wunsch werden hochauflösende Fotos oder bis zu zehn Sekunden lange Clips sofort SSL-verschlüsselt per E-Mail verschickt. Per App, Internet oder SMS kann man die Kamera zudem fernsteuern und den Auslöser betätigen. In unserem Test trudelten die Fotos nur wenige Sekunden nach ihrer Entstehung in unserem E-Mail-Postfach auf dem Smartphone ein. Die Mindestaufladung der SIM-Karte pro Jahr beträgt 29 Euro, eine Grundgebühr und eine Vertragsbindung fallen nicht an.

Geliefert wird die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition in einem stabilen Köfferchen, das Zubehör ist in einer separaten Box verstaut.

Wer das beste Modell mit viel Zubehör, praktischer Fernüberwachung und der überzeugendsten Videoqualität will, muss zu dieser Wildkamera greifen.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Für diesen Preis ist die Victure HC300 unschlagbar, ihre Videoqualität ist top.

Für knapp 50 Euro ist die Victure HC300 eine der günstigeren Wildkameras im Testfeld und eine Empfehlung für Schnäppchenjäger. Gehäuse und Bedienbarkeit unterscheiden sich nicht wesentlich von den Mitbewerbern. Die Batterien – acht Stück – werden von unten eingesetzt. Hier kann man auch ein externes Netzteil für die autarke Stromversorgung anschließen.

Wildkamera Test: 20190704
Lässt sich ebenfalls gut tarnen: die Victure HC300.

Die beiden Klappbügel mit Metallschnalle hinterlassen einen stabilen Eindruck. Das zwei Zoll große Display ist unter dem Frontdeckel gut geschützt, praktisch sind die beleuchteten Menütasten. Die 38 LEDs fallen im Dunkeln durch dezentes Glühen auf, gefilmt wird in 1080p mit 30 Bildern, fotografiert mit maximal 16 Megapixel. Ein Sensor unterscheidet automatisch zwischen Tag und Nacht.

Zur Ausstattung gehören ein Capture-Series-Modus für bis zu drei Fotos hintereinander, ein Zeitraffer-Modus, Passwortschutz und Zeitstempel. Intervall und Empfindlichkeit des Auslösers kann man beeinflussen, die maximale Videolänge beträgt fünf Minuten.

Die Fotoqualität ist überraschend gut. Im Hellen sind die Farben kräftig, die Detailzeichnung passt. Nachtaufnahmen sind ordentlich ausgeleuchtet.

Viel Lob verdienen sich auch die Videos. Ob tagsüber oder im Dunkeln, die Bewegtbildaufnahmen wissen zu gefallen. Einziger Kritikpunkt: Der Bildausschnitt ist generell ziemlich klein, hier wäre etwas mehr Weitwinkel von Vorteil. Secacam bietet deshalb die Raptor und die HomeVista an, um wählen zu können. Generell ist die Victure HC300 für diesen Preis aber eine absolute Empfehlung.

Außerdem getestet

Es gibt noch jede Menge Alternativen. Gerade für größeren Weitwinkel und die Bildauswertung aus der Ferne.

SECACAM Raptor Mobile

Die SECACAM Raptor Mobile ist baugleich mit der SECACAM Raptor, kostet aber 50 Euro mehr: Sie hat ein spannendes Extra an Bord, nämlich die Option, per E-Mail oder App-Benachrichtigung aufgenommene Fotos direkt zugeschickt zu bekommen. Die Einrichtung ist einfach: Über die Website meinesecacam.de oder die SECACAM-App meldet man sich an und gibt die mitgelieferte PIN ein. Eine separate SIM-Karte muss man nicht erwerben.

Mit dem Kauf der Wildkamera erhält man ein Startguthaben von 100 Bildsendungen. Ist dieses aufgebraucht, kann man Bildpakete über das Nutzerkonto im Control Center oder über die App nachkaufen. Für 100 Bilder werden 89 Cent, für 200 Bilder 1,59 Euro und für 500 Bilder 3,49 Euro fällig. Bezahlt wird per PayPal oder über Kreditkarte. Die Aufnahmen werden mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln verschickt.

Wildkamera Test: Raeu0249
Macht tagsüber klasse Fotos: die Secacam Raptor Mobile.

Praktisch: SECACAM wählt sich je nach Standort in das beste Netz ein, möglich sind das Mobilfunknetz von Vodafone und der Telekom. Die Raptor Mobile kann übrigens auch wie die SECACAM Raptor verwendet werden: Dazu lässt sich das Versenden der Bilder deaktivieren. Im persönlichen Control Center hat man unter anderen auch Batterie-, Speicher- und Kamerastatus im Blick. Wem dieser Fernzugriff wichtig ist, der sollte deshalb zur SECACAM Raptor Mobile greifen.

Mit der HomeVista können wir Ihnen noch ein Modell aus dem Hause SECACAM empfehlen. Es ist der SECACAM Raptor sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch in der Größe der Überwachungszone. Während die SECACAM Raptor einen Aufnahmewinkel von 52 Grad ermöglicht, beschert die HomeVista einen stolzen Weitwinkel von 100 Grad. So lassen sich deutlich größere Gebiete überwachen, die kontrollierte Zone ist sechs Mal so groß. Letztendlich hängt es also vom Einsatzzweck ab, ob man sich für die Raptor oder die HomeVista entscheidet. Die Foto- und die Videoqualität liegt auf einem Niveau.

Wildkamera Test: Hveu0363
Oben die Raptor, unten die HomeVista: Die beiden Wildkameras von SECACAM unterscheiden sich deutlich im erfassten Bildbereich.

Wildkamera Test: Raeu0231

Die HomeVista filmt in 1080p und fotografiert ebenfalls mit 5 Megapixeln. Das Display ist zwei Zoll groß, die Arbeit im Dunkeln übernehmen 56 Black-LEDs. Zum üppigen Lieferumfang gehören eine 8-Gigabyte-Speicherkarte, acht eingelegte Batterien, ein Montagegurt sowie ein USB- und ein Videokabel.

SECACAM HomeVista Mobile

Genau wie es die SECACAM Raptor als Raptor mobile gibt, bietet der Hersteller auch die HomeVista als HomeVista mobile an. Der Aufpreis beträgt 50 Euro. Vorteil: Jetzt kann man per App oder über den Browser am PC überall auf der Welt die geschossenen Fotos einsehen. Voraussetzung ist lediglich eine Internetverbindung. Um eine Mobilfunkkarte muss man sich nicht kümmern, beim Kauf erwirbt man ein Komplettpaket. Die Registrierung ist blitzschnell abgeschlossen.

SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0

Die SECACAM-Flotte wird komplettiert durch die Wild-Vision Full HD 5.0. Die Unterschiede rein vom Papier her zu den anderen SECACAM-Wildkameras sind überschaubar. Sie filmt ebenfalls in 1080p und fotografiert mit nativen 5 Megapixeln, das Display ist zwei Zoll groß. Zu den Funktionen gehören Zeitraffer, Zeitschaltuhr und Passwortschutz.

Wie die Raptor-Kameras hat auch die Wild-Vision einen Aufnahmewinkel von 52 Grad. Allerdings stehen ihr lediglich 40 und nicht 56 Black-LEDs wie den anderen SECACAM-Wildkameras in unserem Testfeld zur Verfügung. Ebenfalls verzichtet sie auf eine automatische Belichtungssteuerung. Noch ein Unterschied. Während die Raptor- und die HomeVista-Kameras auf dem Papier eine Reaktionszeit von 0,4 Sekunden besitzen, reagiert die etwas günstigere Wild-Vision Full HD 5.0 etwas träger. In den technischen Daten findet man als Angabe »< 1,0 Sek.«.

Fotos sind tagsüber knackig scharf, in Videos vermisst man hingegen sauber abgegrenzte Kanten. Videos und Fotos im Dunkeln sind nicht zu gebrauchen, da völlig überbelichtet. Möglicherweise lag an unserer Kamera ein Problem vor.

Wildkamera Test: Pict0177
Viel zu hell: Sämtliche Nachtaufnahmen der Wild-Vision Full HD 5.0 sind komplett überbelichtet.
Wildkamera Test: Pict0065
Stimmt das Umgebungslicht, stimmen auch die Fotos.

Apeman H45 Trail Camera

Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen: Die Apeman H45 Trail Camera ist keine Wildkamera für die Ewigkeit. Die beiden Kunststofflaschen, die die Vorderseite des Gehäuses mit Display auf dem Rückenteil mit Akkus halten, haben bei unserem Modell bereits nach wenigen Schließvorgängen einen sehr labilen Eindruck hinterlassen. Eine leichte Berührung genügt, und das Gehäuse schnappt auf. Plastikschrott ist hier bald vorprogrammiert.

Wildkamera Test: Apeman
Auf dem Foto der Apeman H45 Trail Camera kann man Kalle nur erahnen.

Bereits ab Entfernungen von 10 Metern verweigerte die Apeman H45 Trail Camera im Test die Aufnahme. Obwohl sie in Full-HD aufzeichnet, vermittelt das Bild keinen HD-Eindruck. Das Bild vermatscht, ist unscharf und verfügt über kaum Raumtiefe. Im Dunkeln produziert die Kamera enorme Artefakte, auf Fotos saufen Details ab.

Die Victure HC200 hat den billigen Verschluss der Apeman H45 Trail Camera und ist äußerlich nahezu identisch. Auch wenn man die Front aufklappt und das 2,4 Zoll große Display zum Vorschein tritt, erkennt man sofort: Diese beiden Wildkameras stammen höchstwahrscheinlich aus demselben Werk.

Wildkamera Test: Victure Hc200
Scharf ist anders: Die Victure HC200 hat nicht nur nachts Probleme.

Für die identische Technik spricht, dass auch die Victure kein Bedürfnis hat, auf etwas weiter entferntere Lebewesen zu reagieren. Selbst im Garten auf kurze Distanz wollte die Wildkamera unseren Berner Kalle – zumindest tagsüber – nicht aufnehmen. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, da die Videoqualität ohnehin mehr als bescheiden ist. Artefakte und starkes Rauschen sind die nächtlichen Begleiterscheinungen, ein scharfes Foto von unserem Vierbeiner Kalle gelang der Cam nicht.

Die SVMUU TC01 ist identisch zur Apeman HC45 Trail Camera und der Victure HC200. Die gelieferten Aufnahmen sind weit weg von der Full-HD-Auflösung, mit der die Kamera filmen soll. Artefakte und Bildrauschen bestimmen Fotos und Videos im Dunkeln. Leider verzichtet auch die SVMUU TC01 nicht auf den billigen Plastikverschluss mit garantiert kurzer Lebensdauer.

Wildkamera Test: Svmuu
Es könnte ein Berner sein: Die Nacht-Performance der SVMUU TC01 ist dürftig.
Wildkamera Test: Imag0078
Im Hellen liefert die Wildkamera bessere Ergebnisse.

Earthtree TC 700

Test Wildkamera: Earthtree TC 700

Keine Preise gefunden.

Und noch ein Modell, das wir bereits von Apeman, Victure und SVMUU her kennen: Die Earthtree TC700 hat dieselben Macken, liefert bescheidene Foto- und Videoqualität, nimmt nur bei relativ kurzer Distanz zuverlässig auf und ist billig verarbeitet. Bei Nachtaufnahmen waren teilweise extreme Streifen im Bild. Auch hier gilt deshalb: Ein Kauf lohnt sich nicht.

Wildkamera Test: Imag0057
Weil Kalle sich ein Nickerchen gönnt, nimmt ein Einhorn auf einem Bobbycar seine Arbeit auf. Trotz störender Streifen im Bild kann man auf dem Foto der Earthtree TC700 halbwegs erkennen, wer hier unterwegs ist und durch Menschenkraft gezogen wird. Das ist nicht auf allen Bildern so.
Wildkamera Test: Imag0594
Auch tagsüber: Die störenden Streifen dürften nicht sein.

Die Winghome 350C zeichnet sich durch ein sehr robustes und gut schließendes Gehäuse aus. Wenn der seitliche Bügel satt einrastet, erinnert das an eine Brotdose. Der Bildschirm fällt mit zwei Zoll etwas kleiner aus, Einstellungen sind aber dennoch problemlos möglich. Im Dunkeln fällt die Kamera dank 58 Schwarzlicht-Infrarot-LEDs nicht auf.

Der Erfassungswinkel der Kamera liegt bei 110 Grad, diese beherrscht auch Zeitraffer-Aufnahmen und lässt Fotos und Videos per Passwort schützen, damit niemand anderes Zugriff darauf hat.

Wildkamera Test: Syew0198
Viel weiter als drei Meter darf Kalle nicht entfernt sein, sonst hat die Winghome im Dunkeln Probleme, ihn zu erkennen.
Wildkamera Test: Syew0069
Tagsüber löst sie auch auf große Entfernungen zuverlässig aus.

Die bewegten Nachtaufnahmen der Winghome 350C sehen besser aus als die tagsüber. Im Hellen neigt das Modell nämlich zu stark verrauschten und verpixelten Videos, nachts ist das Material deutlich besser. Das bewegte Objekt sollte sich allerdings in unmittelbarer Näher zur Kamera aufhalten, sonst verschwindet es im Dunkeln. Das trifft auch bei Fotos zu. Fünf Meter genügen schon, und Tier oder Mensch sind nur noch schemenhaft zu erkennen.

Flagpower Mini Wildkamera

Mit einem Gewicht von nur 143 Gramm und den Abmessungen von 10,5 x 8 x 4 Zentimetern ist die Flagpower Mini Wildkamera ein absolutes Leichtgewicht und problemlos zu verstecken. Obwohl sie nur mit vier Batterien betrieben wird, gibt der Hersteller eine maximale Standbyzeit von acht Monaten an. Auch auf ein Display muss man nicht verzichten, dieses befindet sich an der Front und ist zwei Zoll groß.

Die Schärfe und der generelle Look von Videos sind ordentlich, allerdings zeichnet die Mini-Kamera in der höchsten Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln lediglich mit 15 Bildern pro Sekunde auf. Bewegungen sehen dadurch sehr ruckelig und unnatürlich aus. Erst mit 1.280 x 720 Bildpunkten sind 30 Vollbilder möglich. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Wildkamera Test: Dscf0041
Sie spielt sogar ganz anständig mit der Schärfe: die Flagpower Mini Wildkamera.
Wildkamera Test: Dscf0070
Nichts zu erkennen: Im Dunkeln hat die Kamera jedoch gnadenlos versagt.

Tagsüber produziert die Flagpower ordentliche Fotos. Im Dunklen war jedoch kein einziges brauchbares Bild dabei.

Schade, die Cenzo Wildkamera hätte möglicherweise das Zeug für eine Empfehlung gehabt. Denn ihre Fotos sehen echt scharf aus, etwas weniger Schärfe wäre sogar wünschenswert. Doch ebenso wichtig ist natürlich auch die Videoqualität. Diese können wir aber nicht beurteilen. Obwohl wir 20 Sekunden als Filmlänge im Menü eingestellt haben, brechen die Videoaufnahmen konsequent nach einer Sekunde ab. Das ist natürlich indiskutabel und wahrscheinlich nur die Macke unseres Modells. Trotzdem ist eine aussagekräftige Bewertung nicht möglich. Wir werden die Cenzo deshalb noch einmal nachtesten.

Wildkamera Test: Dscf0293
Scharf, aber etwas zu blasse Farben: Im Gegensatz zum Filmen hatte die Cenzo Wildkamera bei Fotos keine Probleme.

Sie ist mit einem 90-Grad-Weitwinkelobjektiv ausgestattet, fotografiert mit maximal 12 Megapixeln und filmt wie die Konkurrenz in 1.080p. Das Display ist 2,4 Zoll groß, die Bedienung unkompliziert.

Die Wimius H4 arbeitet mit 42 Black-LEDs und fotografiert mit maximal 20 Megapixeln – natürlich werden die einzelnen Bildpunkte hochgerechnet. Die vom Hersteller angegebene Auslösezeit fällt mit 0,2 Sekunden extrem gering aus. Zu den Extras gehören Multiaufnahme, Intervallaufnahme, Zeitraffer, Timer, Passwortschutz, Zeitstempel sowie LED-Anzeige bei niedrigem Batteriestand, die Bedienung ist wie bei allen getesteten Wildkameras unproblematisch.

Nach der Auswertung der Ergebnisse bei Tag hätten wir der Wimius eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Sie hat zuverlässig ausgelöst, auch Fotos und Videos aus 20 Metern Entfernung aufgenommen. Farben sind kräftig, Bilder sind scharf. Die Videoqualität ist etwas schlechter, aber durchaus akzeptabel. Jedoch müsste der Ausschnitt im Video größer sein. Es sieht aus, als hätte man herangezoomt.

Wildkamera Test: Sunp0051
Tagsüber liefert die Wimius H4 sehr ordentliche Fotos.
Wildkamera Test: Sunp0139
Wenn die Sonne weg ist, verabschiedet sich leider auch die Qualität.

Nachts muss sich das Objekt der Begierde direkt vor der Kamera befinden. Ab einem Abstand von zwei Metern wird es sehr dunkel, dann kann man teilweise nur noch erahnen, was sich da bewegt. Auch Schärfe und Raumtiefe lassen zu wünschen übrig.

Kommentare

avatar