Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Aufmacher
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Letzte Aktualisierung:

Die beste Wildkamera

Wir haben 34 Wildkameras im Praxiseinsatz getestet. Die beste für die meisten ist die BlazeVideo A252. Sie ist einfach zu bedienen, reagiert zuverlässig und liefert tagsüber und nachts ordentliche Fotos und Videos. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist die Seissiger Special Cam LTE die erste Wahl. Sie ist teuer, bei der Videoqualität jedoch jeder anderen Wildkamera überlegen.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
Jochen Wieloch begeistert sich nicht nur für moderne Technik in unterschiedlichsten Lebensbereichen. Der Germanist ist unter anderem Spezialist für Flachbildfernseher und hat ein Faible für Sport- und Outdoor-Themen. Außerdem interessiert er sich für Fortbewegungsmittel auf zwei und vier Rädern. Hierzu gehört ganz klassisch das Auto, aber auch E-Bike und E-Scooter. Der Copter-Pilot schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity, Auto Bild Klassik und Techstage.
Letztes Update: 14. Juni 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

5. November 2021

Wir haben fünf neue Wildkameras getestet. Die Braun Scouting Cam Black800 Mini und die Coolife H8201 haben gut abgeschnitten und sind zusätzliche Empfehlungen.

14. Mai 2021

Wir haben fünf zusätzliche Wildkameras getestet. Die BlazeVideo A252 ist unser neuer Favorit. Unser bisheriger Testsieger, die Secacam Raptor, ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Testbericht entfernt.

27. November 2020

Mit der Victure HC500 haben wir eine neue Empfehlung für eine Wildkamera mit App-Steuerung.

30. Oktober 2020

Wir haben sieben neue Wildkameras getestet. Eine zusätzliche Empfehlung ist das WLAN-Modell Campark T80.

12. September 2019

Mit der Braun Scouting Cam Black500 Mini haben wir eine neue Wildkamera getestet. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Eine Wildkamera ist eine spezielle Art Überwachungskamera, die bewegte Objekte fotografiert und/oder filmt. Wildkameras arbeiten autark, da sie mit Akkus bzw. Batterien betrieben werden. Unsere Testkandidaten werden in der Regel mit acht AA-Batterien bestückt. Vorteil: Wildkameras lassen sich auch an den entlegensten Orten wie im Wald oder im Schrebergarten einsetzen, an denen keine Steckdose vorhanden ist.

Normalerweise hält eine Wildkamera mehrere Wochen durch, ohne dass die Batterien gewechselt werden müssen. Eine pauschale Angabe lässt sich hierzu nicht machen, denn der Strombedarf hängt von diversen Faktoren und Einstellungen ab. Wie oft wird die Kamera aktiviert, schießt sie nur einzelne Fotos oder nimmt sie auch längere Videos auf? Wer keine Lust auf regelmäßige Batteriewechsel hat, sollte sich nach einem Modell umschauen, an das sich ein Solarpanel anschließen lässt.

Zur Tarnung stecken Wildkameras in robusten Kunststoffgehäusen in Camouflage-Optik, denen auch Regen, Schnee und Wind nichts anhaben können. Die Montage erfolgt mittels Gurten an Baumstämmen oder am Waldboden.

Wir haben 34 Wildkameras zu Preisen zwischen 50 und 380 Euro getestet. 17 davon sind aktuell noch verfügbar. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BlazeVideo A252

Test  Wildkamera: BlazeVideo A252
Kommt ganz ohne Allüren aus. Sie überzeugt mit guten Fotos und Videos, sowie simpler Bedienung.

An der BlazeVideo A252 gibt es nichts zu meckern: Sie ist völlig intuitiv zu bedienen, hat ein großes Display, ist ordentlich verarbeitet und überzeugt speziell tagsüber mit tollen Fotos und Videos. Zudem stimmt ihr Preis – für weniger als 70 Euro erhält man viel Wildkamera und wenig Stress.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer eine Wildkamera mit hervorragender Videoqualität sucht, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Der Mercedes unter den Wildkameras ist die Seissiger Special Cam LTE. Sie hat die beste Foto- und Videoqualität aller getesteten Wildkameras, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts. Dank eingebauter SIM-Karte kann man die Ergebnisse auch aus der Ferne kontrollieren. So viel Luxus hat aber natürlich seinen Preis.

Super klein

Braun Scouting Cam Black800 Mini

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini Klein
Sie wollen eine Wildkamera, die kaum auffällt? Dann ist die kompakte Braun Scouting Cam Black800 Mini die richtige Wahl.

Mit gerade mal 10,4 x 7,5 x 4,3 Zentimeter fällt die Braun Scouting Cam Black800 Mini sehr kompakt aus. Ihre Bedienung ist durchdacht und simpel und das Frontdisplay praktisch, um die Kamera optimal auszurichten. Gute Fotos und Videos helfen dabei, mögliche Eindringlinge auf dem eigenen Grundstück zu identifizieren.

Keine Klickgeräusche

Coolife H8201

Test Wildkamera: Coolife H953
Ohne IR-Klickgeräusche verrichtet sie ganz leise ihre Arbeit. Ihre Fotos und Videos haben eine gute Qualität.

Die Coolife H8201 ist mit einer Doppelkamera ausgestattet, verzichtet auf das störende Klickgeräusch, wenn die LEDs anspringen, und ermöglicht einen breiten Erfassungswinkel von 130 Grad. Die Foto- und Videoqualität kann sich sowohl tagsüber als auch nachts sehen lassen.

Vergleichstabelle

TestsiegerBlazeVideo A252
Wenn Geld egal istSeissiger Special Cam LTE Supersim-Edition
Super kleinBraun Scouting Cam Black800 Mini
Keine KlickgeräuscheCoolife H8201
Minox DTC 1200
SECACAM HomeVista Mobile
SECACAM Raptor Mobile
SECACAM HomeVista
Coolife H953
Coolife PH700A
Coolife H881
Spypoint Link Micro LTE
SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0
Minox DTC 460
Icuserver Icucam 4
Braun Scouting Cam Black500 Mini
WingHome 350C
Test  Wildkamera: BlazeVideo A252
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Fairer Preis
  • Etwas wenig Weitwinkel
Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Reagiert auch aus großer Distanz
  • Einfache Bedienung
  • Foto- und Videoversand per SMS
  • Fernsteuerung möglich
  • Koffer
  • Teuer
Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini Klein
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • 4K-Auflösung nur mit 10 Bildern pro Sekunde
  • Etwas wenig Weitwinkel
Test Wildkamera: Coolife H953
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Keine Klickgeräusche
  • Weiter Erfassungsbereich
  • 4K-Auflösung nur mit 10 Bildern pro Sekunde
Test  Wildkamera: Minox DTC 1200
  • Tagsüber sehr gute Foto- und Videoqualität
  • 4G-Modul
  • App-Steuerung
  • Einfach zu bedienen
  • Teuer
  • Einstellungen lassen sich nur per App ändern
  • Kein kombinierter Foto-/Video-Modus
Test Wildkamera: Secacam HomeVista mobile
  • Überzeugende Foto­qualität
  • Großer Weit­winkel­bereich
  • Foto-Kontrolle per App und Browser
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Videos leicht verpixelt
  • Teuer
Wildkamera Test: Raptor Haupt Produktfoto Batterien Speicherkarte
  • Gute Fotoqualität
  • Fernzugriff
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienung
  • Großer Liefer­umfang
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Teuer
Test Wildkamera: Secacam HomeVista
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weit­winkel­bereich
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Videos leicht verpixelt
  • Teuer
Test Wildkamera: Coolife H953
  • Einfache Bedienung
  • Gute Foto- und Videoqualität tagsüber
  • Kamera löst im Dunkeln zu selten und oft zu spät aus
  • 2.7K-Auflösung nur mit 20 Vollbildern
Test Wildkamera: Coolife PH700A
  • Einfache Bedienung
  • Gute Foto- und Videoqualität tagsüber
  • Nachts deutliches Rauschen
  • Nur 32 Gigabyte Speicher möglich
Test Wildkamera: Coolife H881
  • Einfache Bedienung
  • 125-Grad-Aufnahmewinkel
  • Recht ordentliche Fotos am Tag
  • Videos laufen nicht rund
  • Schärfe könnte besser sein
  • Nur 32 Gigabyte Speicher möglich
Test  Wildkamera: Spypoint Link Micro LTE
  • Sehr kompakt
  • Gute Fotoqualität
  • App-Steuerung
  • Kein Display
  • Nur Fotos, keine Filme
  • Teuer
Test Wildkamera: Secacam Wild-Vision Full HD 5.0
  • Foto- und Videoqualität stimmt tagsüber
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Belichtet im Dunkeln stark über
  • Teuer
Test  Wildkamera: Minox DTC 460
  • Sehr flache Bauweise
  • Blenden zum Tarnen am Baumstamm
  • Einfach zu bedienen
  • Ordentliche Fotos am Tag
  • Schlechte Videos
  • Nachts zu geringe Aufhellung
  • Teuer
Test  Wildkamera: Icuserver Icucam 4
  • Sehr einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Mobilfunk-Anbindung
  • Tagsüber gute Fotos und Videos
  • Teuer
  • Kleiner Erfassungs­bereich
  • Zu starke Aufhellung bei Nachtaufnahmen
Wildkamera Test: Braun Scouting Cam Black500 Mini
  • Sehr klein, sehr leicht
  • Einfache Bedienung
  • Tagsüber gute Fotoqualität
  • Nur 15 Bilder/Sekunde in höchster Videoauflösung
  • Fotos im Dunkeln extrem aufgehellt
Test Wildkamera: WingHome wildkamera
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Schlechte Videoqualität tagsüber
  • Objekte dürfen im Dunkeln nicht weit entfernt sein
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Wie funktioniert eine Wildkamera?

Wildkameras lösen automatisch durch einen Bewegungsmelder aus. Der wird durch Bewegung und Wärme aktiviert – etwa, wenn ein Tier sich im Sensorbereich der Kamera aufhält. Die Intensität kann man in der Regel festlegen. Zu sensibel sollte man eine Wildkamera nicht einstellen, sonst kann es passieren, dass die Speicherkarte am nächsten Morgen voll ist, weil jede Astbewegung im Wind eine Aufnahme ausgelöst hat.

Ebenso anpassbar sind die Dauer einer Videoaufnahme, deren Qualität (bei FullHD-Auflösung ist Schluss) und die Pixelzahl, mit der Beweisfotos geschossen werden. Extras sind Zeitlupenaufnahmen oder Bilderserien. Datum und Uhrzeit lassen sich in Fotos und Filmen einbinden.

Nachts trennt sich die Spreu vom Weizen

Speziell nachts trennt sich bei Wildkameras die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, wie gut der Nachtmodus funktioniert. Alle Kameras liefern bei Dunkelheit im Gegensatz zum Tag lediglich Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Infrarot-LEDs leuchten die Szenarien aus. Kameras mit White-LED-Blitz – diese Technik kommt bei den meisten Modellen zum Einsatz – erreichen nachts eine ordentliche Bildqualität mit guter Ausleuchtung und großer Reichweite. Da hier weniger LEDs als bei den teureren Kameras mit Black-LED-Technik erforderlich sind, ist der Stromverbrauch zudem etwas geringer.

Wildkamera Test: Raeu0224
Gut zu erkennen: die für die Tiere unsichtbare Infrarot-Beleuchtung.

Es gibt jedoch einen Nachteil: Beim Auslösen verursachen White-LEDs ein dezentes, aber dennoch sichtbares rotes Glühen. Die Kameras fallen folglich auf und lassen sich nicht perfekt tarnen. Wem es darauf ankommt, der muss zu einer Wildkamera mit Black-LEDs wie der Seissiger Special-Cam LTE greifen. Hier kommt ein unsichtbarer Infrarotblitz zum Einsatz. Gearbeitet wird im Bereich um 950 Nanometer. Diese Wildkameras sind dezenter, haben allerdings mitunter eine geringere Reichweite.

Für wen eignet sich eine Wildkamera?

Die Vielzahl der unterschiedlichen Einsatzszenarien ist groß. Mit Wildkameras kann man beispielsweise den Garten am Haus oder den Schrebergarten überwachen. Warum ist dauernd das Beet zertrampelt, wer hat schon wieder den Salat gefressen? Welcher tierische Besuch hieran schuld ist, weiß man nach Auswertung der Speicherkarte. Für Förster und Jäger eignen sich die Kameras zur Wildbeobachtung und zur Überwachung von speziellen Waldgebieten.

Wildkameras eignen sich nicht nur für Förster und Jäger

Doch das ist noch längst nicht alles. Wer bedient sich da ständig unerlaubt am Brennholzstapel oder entsorgt illegal seinen Müll? Im entlegenen Vereinsheim wurde schon wieder randaliert, die Spedition kämpft regelmäßig gegen nächtlichen Dieselklau und auf dem heimischen Dachboden hat sich ein Vierbeiner eingenistet. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Eine Wildkamera sollte entweder direkt in Bodennähe oder weiter oben beispielsweise an einem Baumstamm angebracht werden. So ist sie sowohl von Tieren als auch von Menschen nicht sofort zu erkennen.

Wie wird eine Wildkamera bedient?

Die Bedienung ist bei fast allen Wildkameras identisch. Sind Akkus und Speicherkarte eingelegt, kann man über Drucktasten und ein kleines Display sämtliche Einstellungen vornehmen. Hier gab es bei unseren Testkandidaten kaum Unterschiede. Für ihren Dauereinsatz werden die Kameras scharf geschaltet. Ein Bildschirm ist praktisch, um die Ergebnisse sofort kontrollieren zu können, ohne die Speicherkarten erst in einem Computer oder Notebook auswerten zu müssen. Ebenso erweist sich das Display als hilfreich beim Aufstellen und Ausrichten der Kamera. Störende Äste direkt vor der Linse lassen sich so vermeiden.

Fernzugriff dank SIM-Karte

Teure Top-Modelle wie die Seissiger Special Cam LTE haben eine SIM-Karte integriert. Aufnahmen lassen sich so quasi von überall auf der Welt sofort auf einem Smartphone, Tablet oder PC anschauen. Außerdem hat man auch für Einstellungen einen Fernzugriff auf die Wildkamera. In den Einstellungen kann man in der Regel festlegen, dass sich ältere Aufnahmen überschreiben lassen. So ist die Speicherkarte nie voll, die letzten Videos und Fotos liegen immer vor. Auf größeren Speicherkarten haben jedoch für tausende Fotos und viele Stunden Film Platz.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wenn Sie die Kamera monatelang betreiben wollen ohne permanent die Batterien zu kontrollieren, sollte Ihre Wildkamera über eine externe Stromversorgung verfügen. Mittels Solarpanel können Sie das Modell komplett autark betreiben. Ein wichtiger Parameter ist die Reaktionszeit: Das ist die Zeitspanne, zwischen dem Zeitpunkt, in dem ein Tier oder ein Eindringling bemerkt wurde, bis zum Auslösen bzw. Starten der Aufnahme. Eine Reaktionszeit von weniger als einer Sekunde ist optimal – sonst fehlt auf dem Foto der entscheidende Protagonist.

Reaktionszeit und Reichweite sind zentral

Wichtig ist ebenfalls die Reichweite einer Wildkamera. Einige Hersteller geben eine Distanz von bis zu 50 Meter an, in der beispielsweise ein Wildschwein oder ein Reh erkannt werden. In der Realität ist eine Reichweite von 15 Meter ein ordentlicher Wert.

Checken Sie zudem die Auflösung der Kamera. Für ansehnliche Fotos sollten es mindestens fünf »echte« Megapixel sein, zum Filmen empfehlen wir Full-HD-Auflösung.Viele günstigere Kameras polieren die Pixelzahlen hoch, blasen diese quasi künstlich auf. Daraus resultieren Fabelwerte wie 20 Megapixel, die allerdings in der Regel keinen qualitativen Vorteil bescheren. Falls eine perfekte Tarnung der Kamera wichtig ist, achten Sie auf die Verwendung von schwarzen LEDs.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252

Unser Favorit: BlazeVideo A252

Die BlazeVideo A252 ist eine preiswerte Wildkamera, die alle Aufgaben souverän meistert. Über das 2,3 Zoll große Farbdisplay und die sechs Tasten ist die Bedienung völlig unkompliziert.

Testsieger
BlazeVideo A252
Test  Wildkamera: BlazeVideo A252
Kommt ganz ohne Allüren aus. Sie überzeugt mit guten Fotos und Videos, sowie simpler Bedienung.

Pfiffig: Je nach Einsatzzweck ist die BlazeVideo in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich – mit grüner Wald-, mit Bergwald- und mit brauner Tarnung. Der Betrieb ist wahlweise mit vier oder acht AA-Batterien möglich, die Standby-Zeit variiert je nachdem zwischen drei und sechs Monaten. Der Anschluss eines externen Netzteils ist möglich.

Betrieben werden kann die A252 mit SD-Karten bis 128 Gigabyte Größe. Die Kamera fotografiert mit maximal 20 Megapixel und filmt in 1.080p bzw. 720p. Die Empfindlichkeitsstufe des Bewegungssensors ist dreistufig anpassbar, der Erfassungsbereich beträgt 70 Grad. Als Auslösezeit gibt der Hersteller 0,5 Sekunden an. Die Videodauer lässt sich zwischen zwei Sekunden und fünf Minuten programmieren, die Reichweite in der Nacht liegt bei maximal 20 Meter. 36 IR-LEDs hellen das Bild auf. Zusätzliche Extras sind ein optionaler Zeitstempel, ein Passwortschutz sowie ein Timer. Bei niedriger Energiespannung schlägt die A252 Alarm.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Innen
Das Display der Wildkamera ist gut ablesbar. Die Batterien verschwinden in der rechten Deckelhälfte.

Im farbigen Menü findet man sich auf Anhieb zurecht. Hier lassen sich alle Einstellungen blitzschnell vornehmen. Die BlazeVideo hat einen Modus an Bord, in dem sie fit für Videos und Fotos ist. Unter anderem steht auch eine Zeitraffer-Funktion zur Verfügung.

Das Gehäuse ist stabil, der Verschluss erfolgt über zwei Metallbügel. Wer will, kann die A252 auf ein Standard-Stativ aufschrauben.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Tag
Bei Aufnahmen mit Tageslicht macht die BlazeVideo-Wildkamera fast alles richtig.

Mit dem Testergebnis sind wir sehr zufrieden. Die Wildkamera liefert eine riesige Anzahl an Fotos, auf denen unser Testobjekt Kalle perfekt zu erkennen ist. So viel Auswahl hatten wir bisher selten. Tagsüber sind die Aufnahmen durchweg scharf, kein einziges Motiv ist verschwommen. Respekt!

Die Farben sind natürlich und kräftig, die Bildtiefe ist ordentlich und die Detailfreude gut. Nachts ist die Ausleuchtung nur brauchbar, wenn das Zielobjekt nicht weiter als zwei Meter entfernt ist. Bei der Schärfe muss man deutliche Einbußen hinnehmen. Dennoch ist die Zeichnung im Motiv zufriedenstellend, man erkennt auf jeden Fall, um welchen Eindringling es sich handelt.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Nacht
Nachts geht der Schärfe etwas die Puste aus, die wesentlichen Details sind bei nahen Objekten aber problemlos zu erkennen.

Stimmt die Beleuchtung, stimmt auch die Qualität des Videomaterials. Hier muss sich die A252 sogar vor günstigeren HD-Camcordern nicht verstecken. Das Bild strotzt nur so vor Detailfülle, Schärfe und Farben passen. Nachts geht die Brillanz natürlich verloren. Bei nahen Objekten liefert die BlazeVideo aber noch genug Bildinformationen, um alles Wesentliche zu identifizieren.

Für ihren Preis von knapp 70 Euro ist die BlazeVideo A252 eine richtig gute Wildkamera, die speziell tagsüber mit toller Foto- und Videoqualität überzeugt!

BlazeVideo A252 im Testspiegel

Bisher hat noch kein weiteres Testportal unseren Favoriten unter die Lupe genommen – sobald sich das ändert, werden wir die Ergebnisse hier verkünden.

Alternativen

Das Angebot an Wildkameras ist erstaunlich groß. Nicht nur beim Preis sind die Unterschiede erheblich, sondern auch bei der Qualität der Videos. Für höchste Ansprüche empfehlen wir die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Aber es gibt auch Alternativen mit WLAN, in besonders kompakten Maßen oder ohne Klickgeräusche.

Wenn Geld egal ist: Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wenn für das Budget einer Wildkamera kein Limit existiert, dann gibt es nur eine Empfehlung: Kaufen Sie sich die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Die ist die beste. Bei uns taucht sie lediglich erst hier bei den Alternativen auf, weil wohl nur die wenigsten dazu bereit sind, einen hohen Preis von knapp 400 Euro für eine solche Kamera auszugeben. Dafür erfüllt sie jedoch selbst professionelle Ansprüche.

Wenn Geld egal ist
Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition
Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer eine Wildkamera mit hervorragender Videoqualität sucht, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Die Seissiger ist die größte Wildkamera in unserem Testfeld und mit 435 Gramm auch nicht gerade leicht. Markantes Merkmal ist die aufgeschraubte LTE-Antenne. Dank mitgeliefertem Baumgurt und Baumstativ lässt sich die Kamera aber problemlos montieren.

Über einen massiven Kunststoffbügel wird die Box aufgeklappt. Die benötigten zwölf Batterien werden ebenso wie eine 8-Gigabyte-SD-Karte mitgeliefert. Eine externe Stromversorgung ist möglich. Die Seissiger filmt mit maximal 1080p und 30 Vollbildern und fotografiert mit bestenfalls 12 Megapixel. Die einfache Bedienung erfolgt über ein zwei Zoll großes Display.

Wildkamera Test: 20190702
Die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition ist recht wuchtig, die LTE-Antenne ragt deutlich in die Höhe.

Die Kamera arbeitet im Dunkeln mit einem 940 nm Schwarz-IR-Blitz (über die Anzahl der LEDs macht der Hersteller keine Angaben). Ein paralleler Modus mit Filmen und Fotografieren steht zur Verfügung. Ebenso kann man Serienbilder anfertigen, die maximale Videolänge pro Clip liegt bei 30 Sekunden. Zur Ausstattung gehören ferner Zeitraffer, Timer und das Festlegen der Empfindlichkeit. Im Bildstempel können Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur und Batteriezustand eingeblendet werden.

Wildkamera Test: 20190702
Mit zwölf Batterien an Bord hält die Kamera im Standbybetrieb maximal ein halbes Jahr durch.

Im Test löste die Seissiger von allen Modelle am zuverlässigsten aus, selbst über die größte Entfernung von 20 Meter. Bei der Videoqualität spielt sie tagsüber und nachts in ihrer eigenen Liga. Die Videos sehen aus wie mit einem richtigen Camcorder geschossen, super scharf, mit lebhaften Farben, frei von Artefakten und störenden Pixeln. Auch im Dunkeln hellt die Special-Cam LTE Supersim-Edition ihre Objekte schön auf und liefert perfekte Ergebnisse.

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Wildkamera Test: Imag0033
20 Meter Entfernung: Für den Auslöser der Seissiger ein Kinderspiel.
Wildkamera Test: Imag0067
Die Farben werden toll wiedergegeben, auch die Konturen sind super erkennbar.
Wildkamera Test: Imag0079
Selbst Nachtaufnahmen gelingen mit hoher Qualität.

Der besondere Clou dieses Modells besteht darin, dass sie mit einer Supersim – einer für Wildkameras optimierten Multinetz-Prepaid-SIM-Karte mit fünf Euro Startguthaben – ausgeliefert wird. Auf Wunsch werden hochauflösende Fotos oder bis zu zehn Sekunden lange Clips sofort SSL-verschlüsselt per E-Mail verschickt. Per App, Internet oder SMS kann man die Kamera zudem fernsteuern und den Auslöser betätigen. In unserem Test trudelten die Fotos nur wenige Sekunden nach ihrer Entstehung in unserem E-Mail-Postfach auf dem Smartphone ein. Die Mindestaufladung der SIM-Karte pro Jahr beträgt 29 Euro, eine Grundgebühr und eine Vertragsbindung fallen nicht an.

Geliefert wird die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition in einem stabilen Köfferchen, das Zubehör ist in einer separaten Box verstaut.

Wer das beste Modell mit viel Zubehör, praktischer Fernüberwachung und der überzeugendsten Videoqualität will, muss zu dieser Wildkamera greifen.

Super kompakt: Braun Scouting Cam Black800 Mini

Wer eine extrem kompakte Wildkamera mit ordentlicher Foto- und Videoqualität sucht, wird bei der Braun Scouting Cam Black800 Mini fündig. Die ist gerade mal 10,4 x 7,5 x 4,3 Zentimeter groß und wiegt lediglich 236 Gramm.

Super klein
Braun Scouting Cam Black800 Mini
Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini Klein
Sie wollen eine Wildkamera, die kaum auffällt? Dann ist die kompakte Braun Scouting Cam Black800 Mini die richtige Wahl.

Trotzdem hat sie alles an Bord, was eine echte Wildkamera auszeichnet. Das 2 Zoll große TFT-Display befindet sich außen und nicht wie bei vielen anderen Modellen auf der Innenseite. Vorteil: So kann man nicht nur nachträglich die Ergebnisse kontrollieren, sondern bereits bei der Montage der Kamera checken, ob die Ausrichtung stimmt.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini
Lässt sich aufgrund ihrer winzigen Maße überall gut verstecken: die Braun Scouting Cam Black800 Mini.

Aufgebaut ist die Braun wie alle Wildkameras als kleine Plastikbox. Der Verschluss erfolgt über zwei Kunststoffbügel. Die Verarbeitungsqualität ist gut. Im Inneren befinden sich das Fach für vier AA-Batterien, der Ein/Ausschalter, eine Mini-USB-Buchse sowie der Slot für die MicroSD-Karte. Die maximale Speicherkapazität liegt bei 512 Gigabyte.

Optional kann die Stromversorgung über ein externes Netzteil hergestellt werden. Zum Lieferumfang gehören neben einem Gurt auch ein Stativ sowie eine Halterung. Die Wildkamera lässt sich einfach aufschrauben. Mit den vier Batterien soll eine maximale Standby-Zeit von 6 Monaten erreicht werden.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini Akkus
Die Wildkamera von Braun wird über vier AA-Batterien oder ein externes Netzteil mit Strom versorgt.

Braun wirbt zwar damit, dass die Black800 Mini Filme mit 4K-Auflösung aufnehmen kann. Das stimmt auch. Aber Achtung, die Bildrate sinkt dann auf indiskutable 10 Bilder pro Sekunde. Erste Wahl sollten deshalb 1080p mit 30 Vollbildern oder 720p60 sein. Fotos schießt die Kamera mit maximal 20 Megapixel (5200 x 3900 Pixel). In den Einstellungen kann man zwischen den Modi »Foto«, »Video« sowie »Foto & Video« wählen.

Der Sichtwinkel fällt mit 70 Grad recht schmal aus. Die Auslösezeit liegt bei 0,2 Sekunden, das Auslöseintervall kann man zwischen 5 Sekunden und 60 Minuten festlegen. Bis zu drei Fotos in Serie sind möglich, Nachtaufnahmen werden durch zwei schwarze LEDs (850 nm) aufgehellt. Die maximale Nachtsicht- bzw. Auslösedistanz beträgt 20 Meter.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Mini Tag
Hier kommt Kalle: Berner und Umgebung sind gut zu erkennen, obwohl sich wie so häufig im November die Sonne nicht blicken lässt.

Zeitrafferaufnahmen werden unterstützt, ebenso lässt sich die Empfindlichkeit der Bewegungserfassung dreistufig anpassen. Zudem stehen ein Fotostempel und ein Passwortschutz zur Verfügung. Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten auf dem Gehäuse und ist vollkommen selbsterklärend, die weiße und rote Schrift auf dem Display ist sehr gut ablesbar. Die Braun fotografiert im JPG-Format, Videos werden im AVI-Format abgespeichert, wodurch die Dateien bedingt durch die schlechtere Komprimierung größer sind als im MP4-Format.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Braun Black800 Nacht
Die Schärfe ist nicht top, aber trotzdem sieht man dank der Kamera von Braun sofort, wer hier an der Hecke entlang schleicht.

Fotos am Tag sehen sehr ordentlich aus – scharf, detailfreudig und mit natürlichen Farben. Statischen Motiven im Dunkeln fehlt es ein wenig an Plastizität, man kann aber einen möglichen Eindringling gut erkennen. Sobald etwas Bewegung ins Spiel kommt, kann die Braun nachts Objekte nicht scharfstellen. Videos laufen angenehm flüssig. Bei ausreichend Umgebungslicht ist die Feinzeichnung gut, und auch die Farbdarstellung passt. Im Dunkeln hellt die Black800 Mini zufriedenstellend auf, bei Schärfe und Plastizität muss man naturgemäß Abstriche machen.

Als kompakte Wildkamera können wir die Braun Scouting Cam Black800 Mini insgesamt empfehlen.

Ohne Klickgeräusche: Coolife H8021

Weites Blickfeld, 4K-Auflösung, Doppelkamera und keine IR-Klickgeräusche – die Coolife H8201 wartet mit einigen Besonderheiten auf. Zudem lösen drei Sensoren mit einer kurzen Auslösegeschwindigkeit von 0,1 Sekunden aus.

Keine Klickgeräusche
Coolife H8201
Test Wildkamera: Coolife H953
Ohne IR-Klickgeräusche verrichtet sie ganz leise ihre Arbeit. Ihre Fotos und Videos haben eine gute Qualität.

Das Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und nach Standard IP66 wasserdicht. Der Verschluss erfolgt über zwei stabile Metallbügel. Die Montage gelingt unter anderem auf einem mitgelieferten kleinen Stativ, die Stromversorgung erfolgt mittels acht AA-Batterien oder über ein optionales externes Netzteil.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H8021
Arbeitet mit Doppelkamera: die Coolife H8201.

Fast schon standardmäßig befindet sich gut geschützt im Inneren ein 2,4 Zoll großes Display. Die Ablesbarkeit ist gut, die Bedienung einfach und selbsterklärend. Verwendet werden können MicroSD-Speicherkarten bis zu einer Größe von 512 Gigabyte. Mit 130 Grad fällt der Erfassungsbereich angenehm weitwinklig aus. Die H8201 löst auf eine Distanz von bis zu 25 Meter aus.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H8021 Batterien
Mit acht AA-Batterien soll die Coolife im Standby-Betrieb bis zu 18 Monate durchhalten.

Auch wenn die Coolife prinzipiell mit 4K-Auflösung aufnimmt, so handelt es sich hierbei um eine Mogelpackung. Denn 4K bedeutet bei Coolife, dass nur mit 10 Vollbildern gefilmt werden kann. 20 sind es bei 2.7K (2688 x 1520). Deshalb sollte man 1080p mit 30 Vollbildern oder 720p mit sogar 60 Vollbildern pro Sekunde auswählen. In den Einstellungen der H8201 sieht man, dass die genannten Auflösungen nur als »Tagesvideoauflösung« zur Verfügung stehen. Nachts kann man sich zwischen 1920x1080p, 1280x720p und 640x480p entscheiden.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H8201 Tag
Ordentliches Ergebnis: Auch ohne Sonne schießt die H8201 ein ausgewogenes Foto.

Ähnlich verhält es sich bei Fotos. Während die »Tag Fotoauflösung« maximal 20 Megapixel bietet, sind es nachts nur 2 MP. Die Serienaufnahme gestattet bis zu zehn Fotos in Serie, Videos müssen mindestens 3 Sekunden und dürfen maximal 10 Minuten lang sein. Die Empfindlichkeit, wie die H8201 auf Bewegungen reagieren soll, ist dreistufig anpassbar. Zudem gehören eine Zeitrafferaufnahme, eine Daueraufnahme sowie ein Fotostempel zur Ausstattung. Aufnahmen erfolgen im AVI-Format.

Die Wildkamera verzichtet zudem auf die klassischen Klickgeräusche, wenn die Infrarotlichter zum Filmen oder Fotografieren anspringen, um Tiere nicht zu stören. Für die nächtliche Beleuchtung sind 44 LEDs (850 nm) verbaut. Aufnahmen, die niemand ohne Erlaubnis sehen darf, lassen sich durch einen Passwortschutz sperren.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H8201 Nacht
Nachts leuchtet die Coolife ihr Motiv nicht allzu stark aus – so wird eine Überbelichtung vermieden.

Sowohl tagsüber als auch nachts haben wir an der Fotoqualität nichts auszusetzen. Bilder im Hellen sind sehr ausgewogen, recht scharf, mit guter Detailtreue und natürlichen Farben. Nachtaufnahmen sind eher dunkler gehalten, das Motiv ist nicht überbelichtet. Dadurch gehen bei größerer Entfernung zwar Details in dunklen Bereichen wie beispielsweise im schwarzen Fell des Berners verloren, allerdings ist das Rauschverhalten top.

Filme können erwartungsgemäß nicht mit einem HD-Camcorder mithalten, das Rauschen ist jetzt dezent sichtbar, die Schärfe könnte einen Tick besser sein. Alle anderen Parameter sind aber ordentlich abgestimmt, für eine Wildkamera ist die Videoqualität absolut ausreichend. Nachts sind wir positiv überrascht, weil jetzt fast keine störenden Artefakte zu erkennen sind. Der Film ist erstaunlich homogen, befindet sich das Wunschobjekt halbwegs mittig im Fokus, sind Detaildarstellung und Plastizität wirklich gelungen.

Die Coolife H8201 hat keine nennenswerte Schwäche. Von der vermeintlichen 4K-Auflösung sollten Sie sich nicht blenden lassen, mit Full-HD sind Sie aufgrund der höheren Bildfrequenz besser bedient. Ansonsten punktet die Wildkamera durch einen großen Erfassungsbereich, einfache Bedienung und eine ausgewogene Bildqualität.

Außerdem getestet

Minox DTC 1200

Die Minox DTC 1200 gehört mit einem Preis von rund 440 Euro zu den teuersten Wildkameras am Markt. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Die dreh- und faltbare Antenne weist darauf hin, dass es sich bei diesem Modell um eine Wildkamera mit 4G-Sendefunktion und vorinstallierter SIM-karte handelt. Zum Lieferumfang gehört neben dem Montagematerial auch eine 16 Gigabyte große microSD-Speicherkarte mit SD-Adapter.

Die Kamera ist sehr stabil verarbeitet, der Bügel zum Verschließen ist ebenfalls äußerst robust. An der Gehäusefront sitzt ein zwei Zoll großes TFT-Farbdisplay. Für einen autarken Betrieb von bis zu sechs Monaten benötigt man zwölf AA-Batterien, zudem verfügt die Minox über eine Möglichkeit zur externen Stromversorgung. Sie unterstützt GPS-Ortung, hat eine Auslösezeit von 0,6 Sekunden, und der Bewegungssensor hat eine Reichweite von bis zu 20 Meter.

Fotos schießt die DTC 1200 mit maximal 20 Megapixel (Serienaufnahmen mit bis zu zehn Fotos), die höchstmögliche Videoauflösung beträgt 1.080p30, die einstellbare Videolänge variiert zwischen 5 und 60 Sekunden. In Fotos und Videos kann man Datum, Zeit, Auslöse-Ereignis, Mondphase, Temperatur und Batteriestatus einstempeln.

Über das Frontdisplay lassen sich zwar alle eingestellten Parameter anzeigen, aber nicht verändern. Das geht leider nur per App (für iOS und Android), was wir als Nachteil betrachten. Ebenfalls schade: Man muss sich zwischen Foto- und Videomodus entscheiden. Ein kombiniertes Setting, wie es fast alle anderen Wildkameras haben, existiert hier nicht. Die Bedienung per App ist ansonsten einfach und intuitiv, hier passt man unter anderem die Infrarot-Reichweite und die Belichtungszeit bei Nacht an.

Mit der Fotoqualität tagsüber sind wir abgesehen von einem minimalen Blaustich sehr zufrieden. Schärfe und Bildtiefe stimmen, Details werden sauber herausgearbeitet, Kalles Fell glänzt in ganzer Pracht. Nachts ist der Bereich vor der Kamera extrem aufgehellt, das Motiv dahinter geht dadurch etwas verloren und ist bei unseren Testaufnahmen fast immer unscharf, obwohl wir die Belichtungszeit auf »schnell« für weniger Bewegungsunschärfe gestellt haben.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc1200 Tag
Tagsüber liefert die Minox Fotos, die das Qualitätsniveau einer einfachen Digitalkamera haben.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc1200 Nacht
Nachts sind wir jedoch weder mit der Ausleuchtung noch mit der Schärfe zufrieden.

Filmaufnahmen mit Tageslicht überzeugen durch sehr natürliche Farben, bei der Schärfe übertreibt es die DTC 1200 fast ein wenig. Für eine Wildkamera ist das Ergebnis allerdings top. Nachts hingegen wäre mehr Schärfe wünschenswert, die Ausleuchtung ist in Ordnung.

Um die App zu nutzen, ist ein Datenabo für 5,99 Euro im Monat erforderlich. Inbegriffen ist eine unbegrenzte Anzahl an Bildern, die über das 4G-Sendemodul per App zugänglich gemacht werden. Das funktioniert im Test problemlos. Alle Bilder werden zudem in der Minox-Cloud gespeichert.

Insgesamt ist die Minox DTC 1200 eine teure, aber sehr gute Wildkamera. Wir vermissen jedoch neben Einstellmöglichkeiten direkt an der Kamera einen kombinierten Modus zum Filmen und Fotografieren.

SECACAM HomeVista Mobile

Genau wie es die SECACAM Raptor als Raptor mobile gibt, bietet der Hersteller auch die HomeVista als HomeVista mobile an. Der Aufpreis beträgt 50 Euro. Vorteil: Jetzt kann man per App oder über den Browser am PC überall auf der Welt die geschossenen Fotos einsehen. Voraussetzung ist lediglich eine Internetverbindung. Um eine Mobilfunkkarte muss man sich nicht kümmern, beim Kauf erwirbt man ein Komplettpaket. Die Registrierung ist blitzschnell abgeschlossen.

SECACAM Raptor Mobile

Die SECACAM Raptor Mobile ist baugleich mit der SECACAM Raptor, kostet aber 50 Euro mehr: Sie hat ein spannendes Extra an Bord, nämlich die Option, per E-Mail oder App-Benachrichtigung aufgenommene Fotos direkt zugeschickt zu bekommen. Die Einrichtung ist einfach: Über die Website des Herstellers oder die SECACAM-App meldet man sich an und gibt die mitgelieferte PIN ein. Eine separate SIM-Karte muss man nicht erwerben.

Mit dem Kauf der Wildkamera erhält man ein Startguthaben von 100 Bildsendungen. Ist dieses aufgebraucht, kann man Bildpakete über das Nutzerkonto im Control Center oder über die App nachkaufen. Für 100 Bilder werden 89 Cent, für 200 Bilder 1,59 Euro und für 500 Bilder 3,49 Euro fällig. Bezahlt wird per PayPal oder über Kreditkarte. Die Aufnahmen werden mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln verschickt.

Wildkamera Test: Raeu0249
Macht tagsüber klasse Fotos: die Secacam Raptor Mobile.

Praktisch: SECACAM wählt sich je nach Standort in das beste Netz ein, möglich sind das Mobilfunknetz von Vodafone und der Telekom. Die Raptor Mobile kann übrigens auch wie die SECACAM Raptor verwendet werden: Dazu lässt sich das Versenden der Bilder deaktivieren. Im persönlichen Control Center hat man unter anderen auch Batterie-, Speicher- und Kamerastatus im Blick. Wem dieser Fernzugriff wichtig ist, der sollte deshalb zur SECACAM Raptor Mobile greifen.

SECACAM HomeVista

Mit der HomeVista können wir Ihnen noch ein Modell aus dem Hause SECACAM empfehlen. Es ist der SECACAM Raptor sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch in der Größe der Überwachungszone. Während die SECACAM Raptor einen Aufnahmewinkel von 52 Grad ermöglicht, beschert die HomeVista einen stolzen Weitwinkel von 100 Grad. So lassen sich deutlich größere Gebiete überwachen, die kontrollierte Zone ist sechs Mal so groß. Letztendlich hängt es also vom Einsatzzweck ab, ob man sich für die Raptor oder die HomeVista entscheidet. Die Foto- und die Videoqualität liegt auf einem Niveau.

Wildkamera Test: Hveu0363
Die HomeVista unterscheidet sich deutlich im erfassten Bildbereich vom Testsieger.

Die HomeVista filmt in 1080p und fotografiert ebenfalls mit 5 Megapixeln. Das Display ist zwei Zoll groß, die Arbeit im Dunkeln übernehmen 56 Black-LEDs. Zum üppigen Lieferumfang gehören eine 8-Gigabyte-Speicherkarte, acht eingelegte Batterien, ein Montagegurt sowie ein USB- und ein Videokabel.

Coolife H953

Und noch eine Wildkamera von Coolife: Die H953 steckt in einem robusten Kunststoffgehäuse mit zwei Metallklammern als Verschluss. Interessant sind einige technische Details. Dazu gehört die maximale Auflösung beim Filmen. 2.7 K mit 2688 x 1520 Pixeln ist drin, allerdings nur mit 20 Vollbildern. Unruhige Bewegungen sind die Folge, deshalb scheidet diese Option aus. Erste Wahl ist vielmehr 1080p30.

Mit bis zu 24 Monaten ist die Standby-Zeit extrem lang, und die Auslösezeit – zumindest auf dem Papier – von 0,1 Sekunden super kurz. Die maximale Blitzentfernung beträgt 35 Meter, und bei Serienaufnahmen lassen sich bis zu zehn Bilder am Stück schießen. Außerdem passen Speicherkarten mit bis zu 512 Gigabyte in die Wildkamera.

Zur Ausstattung gehören Mini-USB-Buchse, AV-Ausgang und die Möglichkeit, ein externes Netzteil für die Stromversorgung zu nutzen. Im übersichtlichen Menü – das Display ist 2,4 Zoll groß – findet man Zeitraffer und Zeitstempel, Videos können zwischen 3 Sekunden und 10 Minuten lang sein, und Fotos dürfen mit bis zu 20 MP auflösen. Für Nachtaufnahmen kommen 46 schwarze und eine weiße LED zum Einsatz. Der Aufnahmewinkel fällt mit 90 Grad eher klein aus.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H953 Tag
Ausgewogenes Bild mit minimaler Bewegungsunschärfe, im Hellen überzeugt die H953.

Tagsüber liefert die H953 gute Ergebnisse. Fotos sind scharf, natürlich und detailreich, abgesehen von deutlich sichtbarem Rauschen können auch Videos absolut überzeugen. Nachts hat die Coolife Probleme. Obwohl wir eine Serienaufnahme mit drei Fotos, mit fünf Sekunden den kleinstmöglichen Aufnahmeabstand und die höchste Empfindlichkeit bei Bewegungen eingestellt haben, bleibt die Speicherkarte im ersten Durchgang komplett leer. Im zweiten Durchlauf schießt die Wildkamera immer noch erstaunlich wenige Fotos und Videos, auf denen unser Berner nur sehr selten und – zumindest auf den Bildern – immer ab- bzw. angeschnitten zu sehen ist.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H953 Nacht
Im Dunkeln stimmt das Timing der Coolife nicht, die Fotos sind bestenfalls nur wie hier dezent angeschnitten, meistens ist Kalle allerdings lediglich zur Hälfte zu sehen.

Das Bildrauschen ist recht stark, in dunklen Bereichen könnte die Durchzeichnung besser sein. Auch Videos sind von deutlichem Bildrauschen betroffen. Deshalb auch hier unser Tipp: Wer bei Coolife bleiben will, greift zur H8201.

Coolife PH700A

Ganz in Schwarz und nicht im traditionellen Camouflage-Look kommt die Coolife PH700A daher. Sie hellt Nachtaufnahmen mit 27 IR-LEDS (940 nm) auf und verfügt neben einem Gewinde für ein Stativ über eine Mini-USB-Buchse und ein MicroSD-Kartenfach (bis 32 Gigabyte, Speicherkarte gehört zum Lieferumfang).

Metallbügel verschließen die beiden Komponenten der Wildkamera sicher. Im Inneren schlummert das 2,4 Zoll große TFT-Display. Hier steuert man die PH700A über acht Tasten. Wie nahezu bei jeder Wildkamera ergibt sich die Bedienung von selbst, offene Fragen fallen nicht an.

Die Coolife filmt im AVI-Format mit einer maximalen Auflösung von 1080p30. Fotos gelingen mit bis zu 16 Megapixel (4608 x 3456 Bildpunkte), bis zu drei Fotos in Serie sind drin. Videos dürfen eine Länge zwischen 3 Sekunden und 10 Minuten haben. Zeit und Datum lassen sich einblenden, ein Passwortschutz der Aufnahmen ist möglich, zudem besteht die Option für Zeitrafferaufnahmen.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife Ph700a Tag
Schönes Bild: Ist genügend Licht vorhanden, macht die PH700A gute Bilder.

Die PH700A ähnelt bei der Qualität der Aufnahmen ein wenig der Coolife H8201. Markantester Unterschied ist der Erfassungsbereich: Während die PH700A einen Bereich von 90 Grad berücksichtigt, schafft die H8201 satte 130 Grad. Dieser Aspekt sollte bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen – je nachdem, welcher Blickwinkel besser zu dem beabsichtigten Vorhaben passt.

Bedenken sollte man aber auch: Die H8201 arbeitet im 850-nm-Bereich und nimmt Speicherkarten mit bis zu 512 Gigabyte auf, während bei der PH700A bei 32 Gigabyte Schluss ist. Ihr Aufnahmebereich erstreckt sich auf bis zu 20 Meter, die Auslösezeit liegt bei 0,2 Sekunden.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife Ph700a Nacht
Nachts nimmt das Rauschen zu, die Klarheit geht verloren.

Am Tag sind Fotos und Videos homogen ausgeleuchtet, die Farben stimmen, Details werden gut herausgearbeitet. In Filmen ist jedoch ein deutliches Rauschen zu bemerken. Nachdem die Sonne untergegangen ist, verstärkt sich teilweise das störende Rauschen. Bei vielen Fotos geht die saubere Struktur von Objekten verloren. In Videos ist die Ausleuchtung zwar gut, aber auch hier ist das deutliche Bildrauschen eine Schwäche. Die Coolife H8201 hat hier ein wenig die Nase vorne.

Coolife H881

Die Coolife H881 erfasst mit einem Blickwinkel von 125 Grad einen recht großen Aufnahmebereich. Das heißt, aus geringer Entfernung ist ein großer Bildausschnitt möglich. Sie filmt mit einer maximalen Auflösung von 1920 x 1080 und 25 Vollbildern, außerdem sind 1280 x720p, 720 x 480p, 640 x 480p und 320 x 240p möglich. Bei Fotos sind bis zu 21 Megapixel mit 5616 x 3744 Bildpunkten drin.

Die H881 kann parallel fotografieren und filmen, schießt bis zu drei Fotos in Serie und erlaubt eine Videolänge zwischen 3 Sekunden und 10 Minuten. Als maximale Auslösedistanz gibt der Hersteller 25 Meter an. Ebenso gehören zur Ausstattung Zeitrafferaufnahme und ein Fotostempel, um Zeit und Datum einzublenden. Die Auslösegeschwindigkeit beträgt 0,2 Sekunden.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H881 Tag
Dank des Erfassungswinkels von 125 Grad nimmt die Coolife einen großen Bildausschnitt auf.

Das stabile Klappgehäuse lässt sich mit kleinen Metallbügeln verschließen. Im Dunkeln arbeitet die Coolife mit 46 schwarzen und 3 weißen LEDs. Das Display ist 2,4 Zoll groß, die Bedienung ist simpel, das Bedienkonzept logisch. Montagematerial wird mitgeliefert, zudem kann die Wildkamera per Stativ festgeschraubt werden, eine externe Stromversorgung ist möglich.

Fotos gelingen bei Tageslicht mit ordentlicher Schärfe, natürlichen Farben und guter Detailzeichnung. Nachts ist die Aufhellung akzeptabel, zumindest im Zentrum, in den Außenbereichen lässt die Helligkeit spürbar nach. Die Schärfe ist durchwachsen. Obwohl Videos in HD-Auflösung mit 25 Vollbildern abgespielt werden, laufen diese nicht richtig rund, so, als sei mit einer geringeren Bildwiederholrate gefilmt worden. Die Aufnahmen werden im nicht mehr ganz taufrischen AVI-Format abgespeichert.

Wildkamera Test: Wildkameras November2021 Coolife H881 Nacht
Nachts ist speziell der mittlere Bildbereich gut ausgeleuchtet.

Tagsüber muss man mit leichtem Rauschen und einer dezenten Überschärfung leben, nachts fehlt es ein wenig an Schärfe. Wenn es ein Coolife-Modell sein soll, empfehlen wir eher die H8201.

Spypoint Link Micro LTE

Bei der Link-Micro LTE handelt es sich Hersteller Spypoint zufolge um die kleinste Datenübertragungskamera auf dem Markt. Die Wildkamera ist gerade mal 7,8 x 11,1 x 5,6 Zentimeter groß, hinzu kommt die Mobilfunkantenne, die sich abklappen und in jede Richtung drehen lässt. Ausgeliefert wird die Spypoint mit einer SIM-karte, aufgrund eines SIM-Locks lassen sich Karten anderer Hersteller nicht verwenden.

Die Link-Micro LTE ist gut verarbeitet und wird wahlweise über acht AA-Batterien oder ein separat zu erwerbendes Netzteil mit Strom versorgt. Erster Minuspunkt: Die Wildkamera besitzt kein Display. Sämtliche Einstellungen müssen über die für iOS und Android erhältliche Spypoint-App vorgenommen werden. Das finden wir etwas umständlich. Zweite negative Überraschung: Die Link-Micro LTE kann nicht filmen, sondern lediglich Fotos mit bis zu 12 Megapixel schießen.

In der App kann man unter anderem die Verzögerungszeit (sofort bis 30 Minuten) einstellen, die Auslöse-Empfindlichkeit festlegen und sich für Mehrfachaufnahmen (bis zu zwei Bilder pro Erfassung) entscheiden. Der Bedienkomfort ist ordentlich. Tagsüber sind wir mit den Fotos sehr zufrieden. Die Farben sind kräftig, die Schärfe ist gut, und von störendem Bildrauschen ist nichts zu sehen. Für die nächtliche Aufhellung sorgen vier LEDs. Auch hier punkten die Aufnahmen durch überraschend viele Details und eine vernünftige Ausleuchtung.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Link Micro Lte Tag
Tagsüber liefert die Spypoint-Kamera erstaunlich gute Fotos.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Link Micro Lte Nacht
Auch nachts bleiben alle relevanten Informationen erhalten.

Die Infrarotreichweite beträgt bis zu 24 Meter, die Auslösegeschwindigkeit liegt bei 0,5 Sekunden. In die Bilder lassen sich Datum, Uhrzeit, Mondphase und Temperatur einstempeln.

Geschossene Fotos lassen sich über die App anschauen und herunterladen. Im »Free«-Tarif haben Nutzer jeden Monat 100 Bilder zur Übertragung frei. Bei »Basic« (5 Euro bei monatlicher Zahlung; 4 Euro bei jährlicher Zahlung) sind 250 Bilder, bei »Standard« (10 Euro bei monatlicher Zahlung; 7 Euro bei jährlicher Zahlung) 1.000 Bilder und bei »Premium« (15 bzw. 10 Euro) unbegrenzt viele Bilder pro Monat enthalten.

Wer eine Wildkamera ausschließlich für gute Fotos sucht und diese per Mobilfunk auf sein Smartphone übertragen will, findet in der Spypoint Link-Micro LTE ein sehr interessantes Modell. Uns stören jedoch das fehlende Display und die fehlende Möglichkeit, spannende Objekte auch zu filmen.

SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0

Die SECACAM-Flotte wird komplettiert durch die Wild-Vision Full HD 5.0. Die Unterschiede rein vom Papier her zu den anderen SECACAM-Wildkameras sind überschaubar. Sie filmt ebenfalls in 1080p und fotografiert mit nativen 5 Megapixeln, das Display ist zwei Zoll groß. Zu den Funktionen gehören Zeitraffer, Zeitschaltuhr und Passwortschutz. Wie die Raptor-Kameras hat auch die Wild-Vision einen Aufnahmewinkel von 52 Grad. Allerdings stehen ihr lediglich 40 und nicht 56 Black-LEDs wie den anderen SECACAM-Wildkameras in unserem Testfeld zur Verfügung. Ebenfalls verzichtet sie auf eine automatische Belichtungssteuerung. Noch ein Unterschied. Während die Raptor- und die HomeVista-Kameras auf dem Papier eine Reaktionszeit von 0,4 Sekunden besitzen, reagiert die etwas günstigere Wild-Vision Full HD 5.0 etwas träger. In den technischen Daten findet man als Angabe »< 1,0 Sek.«.

Fotos sind tagsüber knackig scharf, in Videos vermisst man hingegen sauber abgegrenzte Kanten. Videos und Fotos im Dunkeln sind nicht zu gebrauchen, da völlig überbelichtet. Möglicherweise lag an unserer Kamera ein Problem vor.

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Wildkamera Test: Pict0177
Viel zu hell: Sämtliche Nachtaufnahmen der Wild-Vision Full HD 5.0 sind komplett überbelichtet.
Wildkamera Test: Pict0065
Stimmt das Umgebungslicht, stimmen auch die Fotos.

Minox DTC 460

Die Minox DTC 460 ist optisch eine Wildkamera, die aus der Reihe tanzt. Sie ist keine drei Zentimeter tief und kann optional mit verschiedenen Frontblenden verkleidet werden, um sich optimal an unterschiedliche Bäume anzupassen. Eine Frontblende mit grober Baumrindenstruktur gehört zum Lieferumfang.

Zunächst müssen wir ein wenig suchen, um das Batteriefach zu finden. Die acht AA-Batterien sitzen in zwei Stangenmagazinen, die mit einem kurzen Ruck herausgezogen werden. An der Front (unter der Blende versteckt) befindet sich das 2,4 Zoll große TFT-Farbdisplay. Die Bedienung über insgesamt neun kleine Tasten ist selbsterklärend. Hierüber kann man unter anderem eine Fotoauflösung bis 12 Megapixel und eine Filmauflösung von maximal 1.080p30 einstellen, sich für bis zu drei Serienbilder und Intervallaufnahmen zwischen 10 und 60 Sekunden entscheiden.

Die Minox hat eine Auslösezeit von 0,7 Sekunden und reagiert auf Entfernungen von bis zu 15 Meter. Nachts soll ein Blitz mit Low Glow und 850 nm die Aufnahmen aufhellen. Datum, Zeit, Temperatur und Mondphase lassen sich in Fotos und Videos stempeln.

Durch die extrem schlanke Bauweise lässt sich die DTC 460 nicht wie andere Wildkameras eigenständig aufstellen, sie muss mit dem mitgelieferten Montagematerial an einen Baumstamm geschnallt werden. Alternativ setzt man sie auf ein Stativ. Eine externe Stromversorgung ist nicht möglich.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc460 Tag
Tagsüber macht die Minox DTC 460 bei Fotos eine gute Figur.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc460 Nacht
Nachts kann man jedoch nur erahnen, dass hier ein Berner vor der Linse ist.

Die Videoqualität kann uns nicht überzeugen. Die Aufnahmen sind tagsüber trotz HD-Auflösung zum Teil stark verpixelt und überbelichtet. Schärfe und Detailwiedergabe sind bescheiden. Nachts könnte die Aufhellung intensiver sein. Fotos punkten am Tag schon deutlich mehr. Im Dunkeln muss man allerdings sehr genau hinschauen, um in unserem Fall Berner Kalle zu erkennen, der keine drei Meter entfernt ist.

Optik und Konzept der Minox DTC 460 sind pfiffig. Für rund 150 Euro erwarten wir jedoch eine bessere Videoqualität.

Icuserver Icucam 4

Der Icucam 4 sieht man sofort an, dass es sich bei ihr um ein besser ausgestattetes Modell handelt. Die abschraubbare und abklappbare Antenne ist für den 4G-Versand der Bilder konzipiert, um auch per App oder Web-Browser auf Fotos und Videos der Wildkamera zugreifen zu können. Die Kamera besteht aus sehr schlagfestem Kunststoff, der seitliche Bügel rastet satt ein und verschließt die Icucam 4 sicher. Der Erfassungswinkel liegt bei 50 Grad, 52 Infrarot-LEDs sollen Objekte bis zu einer Entfernung von 40 Metern ausleuchten. Die Auslösezeit beträgt 0,3 Sekunden. Für die Stromversorgung kann man entweder bis zu acht AA-Batterien einlegen oder einen separaten Lithium-Ionen-Akku anschließen.

Die Bedienung mit beleuchteten Tasten ist quasi selbsterklärend, das Menü ist unterteilt in »Kamera«, »Sensor«, »Mobil« und »Einstell.«. Fotos gelingen mit maximal 12 Megapixeln, Videos mit 1080p und 25 Vollbildern. Bis zu neun Serienbilder sind möglich, Filme dürfen maximal 60 Sekunden dauern, auch Zeitrafferaufnahmen gehören zur Ausstattung.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto1
Tagsüber liefert die Icucam 4 überzeugende Ergebnisse, bei nahen Objekten muss die Kamera exakt ausgerichtet sein.

Grundsätzlich ist uns bei dieser Wildkamera der Erfassungswinkel von 50 Grad zu klein. Bei sehr vielen Aufnahmen ist unser Berner Kalle außerhalb des Bildausschnitts oder stark angeschnitten. Bei größeren Entfernungen ist dies kein Problem. Die Fotoqualität mit Tageslicht überzeugt. Farben sind kräftig, die Schärfe ist ebenso wie die Detaildarstellung gut. Im Nachtbilder-Setup »Ausgeglichen« sind Fotos sehr stark aufgehellt. Dadurch gehen Konturen und Details verloren, das Zielobjekt ist nur schwer zu erkennen. Videos im Hellen punkten ähnlich wie Fotos, im Dunkeln erweist sich die starke Aufhellung ebenfalls als Problem.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto2
Zu hell: Nachts hellt die Wildkamera ihre Umgebung zu stark auf.

Die benötigte Mobilfunkkarte gehört bei der Icucam 4 zum Lieferumfang. Ein Konto ist online schnell eingerichtet, für Android- und Apple-Geräte sind Apps verfügbar, alternativ wählt man sich per Browser ein. Per 4G- oder LTE-Verbindung werden Fotos bereitgestellt, drei Sendegrößen lassen sich einstellen. Je nach Größe und Anzahl der Bilder werden fiktive Coins vom Benutzerkonto abgezogen, 4.000 Coins gehören zum Paket. 300 neue Coins kosten beispielsweise 9 Euro, 1.000 Coins 20 Euro.

Für rund 250 Euro ist die Icucam 4 kein Schnäppchen. Sie liefert ordentliche Ergebnisse. Wir ziehen jedoch die Secacam Raptor Mobile bzw. die Secacam HomeVista Mobile mit 100-Grad-Weitwinkelobjektiv vor.

Braun Scouting Cam Black500 Mini

Die Braun Scouting Cam Black500 Mini ähnelt sehr stark der ebenfalls extrem kompakten Flagpower Mini Wildkamera, gut möglich, dass das Modell sogar identisch ist. Bestückt wird es mit lediglich vier Batterien, die eine Betriebszeit von maximal einem halben Jahr gewährleisten sollen. Die Kamera arbeitet mit zwei schwarzen IR-LEDs. Eine Schwäche bemerkt man sofort beim Blick in die technischen Daten. In der höchsten Auflösung von 1.920 x 1.080 filmt die Braun lediglich mit 15 Bildern pro Sekunde, dadurch gelingen Bewegungen alles andere als geschmeidig. Erst mit 720p sind die mittlerweile üblichen 30 Vollbilder möglich. Die Bedienung über die außenliegenden Tasten und das 1,9 Zoll große TFT-Farbdisplay ist wie bei den Mitbewerbern absolut unkompliziert.

Tagsüber ist die Fotoqualität sehr ordentlich. Die Bilder sind scharf, die Tiefenwirkung ist gut, ebenso die Farbnatürlichkeit. Abgesehen von der etwas unrunden Bewegungsdarstellung können sich auch die Videos sehen lassen. Bei Nachtaufnahmen hellt die Braun Fotos leider extrem auf, sodass das eigentliche Motiv in der überbelichteten Umgebung kaum zu erkennen ist. Videos sind stark verrauscht und mal zu hell und mal zu dunkel. Praktisch ist die Stativplatte, um die Wildkamera beispielsweise an einen Baum zu schrauben. Gefilmt wird im mittlerweile etwas antiquierten AVI-Format, neuere Formate komprimieren effektiver.

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Wildkamera Test: Dscf0005
Tagsüber liefert die Braun-Wildkamera scharfe Bilder mit Zusatzinformationen.
Wildkamera Test: Dscf0023
Nachts hingegen ist das Szenario viel zu hell erleuchtet.

Löblich: Die Braun-Kamera löste im Test sehr zuverlässig aus. Als eine Katze durch den Aktionsradius flitzte, war die Überwachungskamera sofort empfangsbereit.

WingHome 350C

Die Winghome 350C zeichnet sich durch ein sehr robustes und gut schließendes Gehäuse aus. Wenn der seitliche Bügel satt einrastet, erinnert das an eine Brotdose. Der Bildschirm fällt mit zwei Zoll etwas kleiner aus, Einstellungen sind aber dennoch problemlos möglich. Im Dunkeln fällt die Kamera dank 58 Schwarzlicht-Infrarot-LEDs nicht auf.

Der Erfassungswinkel der Kamera liegt bei 110 Grad, diese beherrscht auch Zeitraffer-Aufnahmen und lässt Fotos und Videos per Passwort schützen, damit niemand anderes Zugriff darauf hat.

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Wildkamera Test: Syew0198
Viel weiter als drei Meter darf Kalle nicht entfernt sein, sonst hat die Winghome im Dunkeln Probleme, ihn zu erkennen.
Wildkamera Test: Syew0069
Tagsüber löst sie auch auf große Entfernungen zuverlässig aus.

Die bewegten Nachtaufnahmen der Winghome 350C sehen besser aus als die tagsüber. Im Hellen neigt das Modell nämlich zu stark verrauschten und verpixelten Videos, nachts ist das Material deutlich besser. Das bewegte Objekt sollte sich allerdings in unmittelbarer Näher zur Kamera aufhalten, sonst verschwindet es im Dunkeln. Das trifft auch bei Fotos zu. Fünf Meter genügen schon, und Tier oder Mensch sind nur noch schemenhaft zu erkennen.

So haben wir getestet

Wir haben 34 aktuelle Wildkameras getestet. Viele Modelle sind für unter 100 Euro zu haben, das günstigste im Test kostet gerade mal 50 Euro. Andererseits gibt es High-End Modelle für knapp 400 Euro. Sie sind eher für Profis wie Förster und Jäger gedacht und übertragen Bilder in Echtzeit übers Mobilfunktnetz.

Natürlich wäre es spannend gewesen, die Kameras im Wald zu verteilen und zu warten, welche Motive da in die Falle tappen. Doch wäre diese Herangehensweise aus mehreren Gründen nicht praktikabel gewesen – unter anderem, weil wir identische Testbedingungen für alle Modelle wollten, Tiere sich aber nicht vorschreiben lassen, wann und in welchem Abstand sie in die Sichtweite einer Wildkamera geraten.

Wildkamera Test: 20190623

Deshalb haben wir die Kameras selbst ausgelöst – mit Berner Sennenhund Kalle an der Leine oder geführt durch eine Leckerlie-Spur. Die Kameras waren tagsüber im Abstand von einem Meter nebeneinander auf einer Linie verteilt. Anschließend bewegten wir Kalle langsam nacheinander in einer Entfernung von 5, 10 und 20 Meter an den Wildkameras vorbei. Nachts wählten wir eine Distanz von fünf Meter, testeten die Modelle allerdings einzeln. Schließlich sollte eine schlechte Kamera nicht vom Blitz eines anderen Modells profitieren.

Eingestellt wurden jeweils die höchsten Video- und Fotoauflösungen und der Modus, in dem die Kameras filmen und fotografieren. Die Filmlänge wurde mit 20 Sekunden festgelegt, die Empfindlichkeit der Kameras auf mittel. Natürlich bietet jedes Modell zahlreiche individuelle Optionen, mit denen sich die Qualität möglicherweise noch optimieren lässt. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, jede Kamera mehrfach mit unterschiedlichen Settings zu testen. Deshalb haben wir uns jeweils für einen Kompromiss entscheiden müssen.

Die wichtigsten Fragen

Wie werden Wildkameras mit Strom versorgt?

So gut wie alle Wildkameras beziehen ihren Strom über AA-Batterien. So ist eine Standby-Zeit von bis zu 6 Monaten möglich. Praktisch sind die Optionen, ein Netzteil oder ein Solarpanel anzuschließen.

Welche Vorteile bieten Wildkameras mit integrierter Simkarte?

Wildkameras mit 4G-Modul können Fotos und zum Teil auch Videos direkt an eine App auf Smartphones und Tablets schicken. So kann man Aufnahmen von überall kontrollieren. Außerdem lassen sich fast alle
Einstellungen aus der Ferne vornehmen.

Worauf sollte man achten, wenn die Wildkamera gute Filmergebnisse liefern soll?

Achten Sie auf eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Ganz wichtig: Die Kamera sollte mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde filmen. Einige Modelle filmen nur mit 15 Vollbildern, wodurch die Ergebnisse sehr ruckelig aussehen.

Wie werden Motive nachts aufgehellt?

Wildkameras arbeiten wahlweise mit White-LED-Blitz oder mit Black-LED-Technik. Bei White-LEDs sind Ausleuchtung und Reichweite größer, allerdings kann das sichtbare rote Glühen von Tieren oder Eindringlingen bemerkt werden. Black-LEDs mit unsichtbarem Infrarotblitz fallen nicht auf, haben jedoch mitunter eine geringere Reichweite bei der Aufhellung.

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 Test: Artboard

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