Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Aufmacher
test
Letztes Update: 14.5.2021

Die beste Wildkamera

Wir haben 29 Wildkameras im Praxiseinsatz getestet. Die beste für die meisten ist die BlazeVideo A252. Sie ist einfach zu bedienen, reagiert zuverlässig und liefert tagsüber und nachts ordentliche Fotos und Videos. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist die Seissiger Special Cam LTE die erste Wahl. Sie ist teuer, bei der Videoqualität jedoch jeder anderen Wildkamera überlegen.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 14. Mai 2021

Wir haben fünf zusätzliche Wildkameras getestet. Die BlazeVideo A252 ist unser neuer Favorit. Unser bisheriger Testsieger, die Secacam Raptor, ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Testbericht entfernt.

27. November 2020

Mit der Victure HC500 haben wir eine neue Empfehlung für eine Wildkamera mit App-Steuerung.

30. Oktober 2020

Wir haben sieben neue Wildkameras getestet. Eine zusätzliche Empfehlung ist das WLAN-Modell Campark T80.

12. September 2019

Mit der Braun Scouting Cam Black500 Mini haben wir eine neue Wildkamera getestet. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Eine Wildkamera ist eine spezielle Art Überwachungskamera, die bewegte Objekte fotografiert und/oder filmt. Wildkameras arbeiten autark, da sie mit Akkus bzw. Batterien betrieben werden. Unsere Testkandidaten werden in der Regel mit acht AA-Batterien bestückt. Vorteil: Wildkameras lassen sich auch an den entlegensten Orten wie im Wald oder im Schrebergarten einsetzen, an denen keine Steckdose vorhanden ist.

Normalerweise hält eine Wildkamera mehrere Wochen durch, ohne dass die Batterien gewechselt werden müssen. Eine pauschale Angabe lässt sich hierzu nicht machen, denn der Strombedarf hängt von diversen Faktoren und Einstellungen ab. Wie oft wird die Kamera aktiviert, schießt sie nur einzelne Fotos oder nimmt sie auch längere Videos auf? Wer keine Lust auf regelmäßige Batteriewechsel hat, sollte sich nach einem Modell umschauen, an das sich ein Solarpanel anschließen lässt.

Zur Tarnung stecken Wildkameras in robusten Kunststoffgehäusen in Camouflage-Optik, denen auch Regen, Schnee und Wind nichts anhaben können. Die Montage erfolgt mittels Gurten an Baumstämmen oder am Waldboden.

Wir haben 29 Wildkameras zu Preisen zwischen 50 und 380 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BlazeVideo A252

Test  Wildkamera: BlazeVideo A252
Die A252 kommt ganz ohne Allüren aus. Sie überzeugt mit guten Fotos und Videos, sowie simpler Bedienung.

An der BlazeVideo A252 gibt es nichts zu meckern: Sie ist völlig intuitiv zu bedienen, hat ein großes Display, ist ordentlich verarbeitet und überzeugt speziell tagsüber mit tollen Fotos und Videos. Zudem stimmt ihr Preis – für weniger als 70 Euro erhält man viel Wildkamera und wenig Stress.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer eine Wildkamera mit hervorragender Videoqualität sucht, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Der Mercedes unter den Wildkameras ist die Seissiger Special Cam LTE. Sie hat die beste Foto- und Videoqualität aller getesteten Wildkameras, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts. Dank eingebauter SIM-Karte kann man die Ergebnisse auch aus der Ferne kontrollieren. So viel Luxus hat aber natürlich seinen Preis.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Die Victure HC300 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ihre Videoqualität ist top.

Sparfüchse sollten zur Victure HC300 greifen. Diese Wildkamera liefert gute Videos und Fotos und lässt sich einfach bedienen. Praktisch sind die beleuchteten Menütasten, wenn man im Dunkeln an den Einstellungen herumschraubt. Für gerade mal rund 50 Euro gibt es keine bessere Kamera.

Mit WLAN

Campark T80

Test  Wildkamera: Campark T80
Die Campark T80 hat man mithilfe ihrer WLAN-Schnittstelle auch mit dem Smartphone voll im Griff. Fotos und Videos können sich zudem echt sehen lassen.

Wer zumindest in der Nähe seiner Wildkamera Fotos und Videos per Smartphone kontrollieren sowie sämtliche Kamera-Einstellungen verändern will, bekommt mit der Campark T80 das optimale Modell zum fairen Preis. Außerdem sind Foto- und Videoqualität sowie der Bedienkomfort überzeugend.

Starker Allrounder

Victure HC500

Test  Wildkamera: Victure HC500
Tagsüber liefert die Victure HC500 mit die besten Fotos und Videos. Sie kann per App gesteuert werden und bietet ein sehr gutes Komplettpaket.

Ebenfalls zur zuverlässigen Smartphone-Steuerung taugt die Victure HC500. Sie beschert speziell tagsüber extrem gute Fotos und Videos und ist unkompliziert in der Bedienung. Natürlich ist sie wassergeschützt und eignet sich zur Montage per Stativ.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstigMit WLANStarker Allrounder
BlazeVideo A252 Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition Victure HC300 Campark T80 Victure HC500 Spypoint Link Micro LTE Apeman H55 Minox DTC 460 Minox DTC 1200 Braun Scouting Cam Black500 Mini SECACAM Raptor Mobile SECACAM HomeVista SECACAM HomeVista Mobile SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0 Victure HC100 Crenova Trail Camera Toguard H20 Icuserver Icucam 4 Apeman H45 Trail Camera Victure HC200 WingHome 350C
Test  Wildkamera: BlazeVideo A252Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38Test Wildkamera: Victure HC300Test  Wildkamera: Campark T80Test  Wildkamera: Victure HC500Test  Wildkamera: Spypoint Link Micro LTETest  Wildkamera: Apeman H55Test  Wildkamera: Minox DTC 460Test  Wildkamera: Minox DTC 1200Wildkamera Test: Braun Scouting Cam Black500 MiniWildkamera Test: Raptor Haupt Produktfoto Batterien SpeicherkarteTest Wildkamera: Secacam HomeVistaTest Wildkamera: Secacam HomeVista mobileTest Wildkamera: Secacam Wild-Vision Full HD 5.0Test  Wildkamera: Victure HC100Test  Wildkamera: Crenova Trail CameraTest  Wildkamera: Toguard H20Test  Wildkamera: Icuserver Icucam 4Test Wildkamera: Apeman H45 Trail CameraTest Wildkamera: Victure HC200Test Wildkamera: WingHome wildkamera
Pro
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Fairer Preis
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Reagiert auch aus großer Distanz
  • Einfache Bedienung
  • Foto- und Videoversand per SMS
  • Fernsteuerung möglich
  • Koffer
  • Tolle Foto- und Video­qualität
  • Einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Günstig
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weit­winkel­bereich
  • Sehr überzeugende Fotos und Videos
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weit­winkel­bereich
  • Sehr kompakt
  • Gute Fotoqualität
  • App-Steuerung
  • Einfach zu bedienen
  • Ordentliche Fotoqualität tagsüber
  • Sehr flache Bauweise
  • Blenden zum Tarnen am Baumstamm
  • Einfach zu bedienen
  • Ordentliche Fotos am Tag
  • Tagsüber sehr gute Foto- und Videoqualität
  • 4G-Modul
  • App-Steuerung
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr klein, sehr leicht
  • Einfache Bedienung
  • Tagsüber gute Fotoqualität
  • Gute Fotoqualität
  • Fernzugriff
  • Leuchtet nachts ordentlich aus
  • Einfache Bedienung
  • Großer Liefer­umfang
  • Überzeugende Fotoqualität
  • Großer Weit­winkel­bereich
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Überzeugende Foto­qualität
  • Großer Weit­winkel­bereich
  • Foto-Kontrolle per App und Browser
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Foto- und Videoqualität stimmt tagsüber
  • Einfache Bedienung
  • Speicherkarte und Batterien werden mitgeliefert
  • Preiswert
  • Fotos bei Tageslicht ganz ordentlich
  • 90-Grad-Aufnahmewinkel
  • Einfache Bedienung
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Ordentliche Nachtaufnahmen
  • 120-Grad-Aufnahmewinkel
  • Kompakte Bauweise
  • 1080p mit 30 Vollbildern
  • Sehr einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Mobilfunk-Anbindung
  • Tagsüber gute Fotos und Videos
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Einfache Bedienung
  • Großes Display
  • Preiswert
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
Contra
  • Etwas wenig Weitwinkel
  • Teuer
  • Zu wenig Weitwinkel
  • Fotos und Videos nachts etwas zu dunkel
  • In dunklen Bereichen gehen nachts viele Details verloren
  • Kein Display
  • Nur Fotos, keine Filme
  • Teuer
  • Nur 15 Bilder/Sekunde in höchster Videoauflösung
  • Fotos und Videos nachts zu dunkel
  • Schlechte Videos
  • Nachts zu geringe Aufhellung
  • Teuer
  • Teuer
  • Einstellungen lassen sich nur per App ändern
  • Kein kombinierter Foto-/Video-Modus
  • Nur 15 Bilder/Sekunde in höchster Videoauflösung
  • Fotos im Dunkeln extrem aufgehellt
  • Videos im Hellen etwas pixelig
  • Teuer
  • Videos leicht verpixelt
  • Teuer
  • Videos leicht verpixelt
  • Teuer
  • Belichtet im Dunkeln stark über
  • Teuer
  • Nur 15 Bilder bei höchster Auflösung
  • Videos mit mittelmäßiger Qualität
  • Nachts sind Objekte kaum zu erkennen
  • Kleines Display
  • Nur 15 Bilder bei höchster Auflösung
  • Fotos tagsüber aufgehellt
  • Deutliche Artefakte
  • Komplizierte Bedientasten
  • Details verwischen in Fotos
  • Videos mit starkem Rauschen und deutlicher Pixlbildung
  • Teuer
  • Kleiner Erfassungs­bereich
  • Zu starke Aufhellung bei Nachtaufnahmen
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Mäßige Bild- und Fotoqualität
  • Löst bei etwas größerer Entfernung nicht zuverlässig aus
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schlechte Videoqualität tagsüber
  • Objekte dürfen im Dunkeln nicht weit entfernt sein
Bester Preis
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Display2,3 Zoll2 Zoll2 Zoll2,3 Zoll2,0 Zoll-2 Zoll2,4 Zoll2,0 Zoll1,9 Zoll2 Zoll2 Zoll2 Zoll2,4 Zoll2 Zoll2,4 Zoll2 Zoll2,4 Zoll2,4 Zoll2,4 Zoll2,0 Zoll
max. Fotoauflösung20 MP12 MP16 MP20 MP30 MP12 MP20 MP12 MP20 MP16 MP12 MP12 MP12 MP12 MP16 MP20 MP16 MP12 MP12 MP12 MP12 MP
max. Videoauflösung1080p301080p301080p301296p301296p30-1080p151080p301080p301080p151080p301080p301080p301080p301080p151080p151080p301080p251080p301080p301080p30
Blitz36 IR-LEDs940 nm Schwarz-IR-Blitz38 IR-LEDs36 IR-LEDs36 IR-LEDs4 LEDs40 IR-LEDsk.A.60 IR-LEDs2 IR-LEDs (Schwarz)56 IR-LEDs (Schwarz)56 IR-LEDs (Schwarz)56 IR-LEDs (Schwarz)40 IR-LEDs (Schwarz)26 IR-LEDs47 IR-LEDs32 IR-LEDs52 IR-LEDs26 IR-LEDs (Schwarz)24 IR-LEDs58 IR-LEDs
Stromversorgung4 bzw. 8 AA-Batterienmax 12 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterien8 AA-Batterien8 AA-Batterien8 AA-Batterien8 AA-Batterien8 AA-Batterien12 AA-Batterienmax. 4 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterien, extern4 AA-Batterien8 AA-Batterien4 AA-Batterien8 AA-Batterienmax. 8 AA-Batterien, externmax. 8 AA-Batterienmax. 12 AA-Batterien
max. Standby-Zeitca. 3 bis 6 Monateca. 6 Monatek.A.ca. 6 Monatek.A.k.A.k.A.ca. 6 Monateca. 6 Monateca. 6 Monateca. 6 Monateca. 6 Monateca. 6 Monateca. 6 Monatek.A.k.A.k.A.ca. 5 Monateca. 6 Monatek.A.5 - 8 Monate
AnschlüsseMini-USB, externes NetzteilMini-USB, AntenneMini-USBMini-USB, externes NetzteilMini-USB, externes Netzteilexternes NetzteilMini-USB, externes NetzteilMini-USBMini-USB, externes NetzteilMini-USBMini-USB, TV-Out, AntenneMini-USB, TV-OutMini-USB, TV-OutMini-USB, TV-OutExterne StromversorgungMini-USB, ext. NetzteilMini-USB, AV, externes NetzteilMini-USB, externes NetzteilMini-USBMini-USBMini-USB
ZubehörMontage-MaterialAntenne, Simkarte, Tasche, Montage-MaterialMontage-MaterialMontage-Material, FernbedienungMontage-MaterialAntenne, Simkarte, Montage-MaterialMontage-MaterialMontage-Material, FrontblendeMontage-Material, AntenneMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-MaterialMontage-Material
Abmessungen15,5 x 11,2 x 7,6 cm14,7 x 12,2 x 8,4 cm14,4 x 10,4 x 7 cm13,5 x 10,1 x 7,6 cm14 x 9,6 x 7,8 cm7,8 cm x 11,1 cm x 5,6 cm14,4 x 10,4 x 7 cm23,7 x 12,5 x 2,6 cm14,2 x 11 x 7,7 cm10,4 x 7,5 x 4,3 cm13,1 x 9,8 x 7,7 cm13,1 x 9,8 x 7,7 cm13,1 x 9,8 x 7,7 cm13,1 x 9,9 x 7,7 cm11,6 x 9 x 5,8 cm16,8 x 12,4 x 11,2 cm8 x 5 x 4 cm13 x 11 x 8 cm (ohne Antenne)13,5 x 9,7 x 6,6 cm13,6 x 9,7 x 6,7 cm14,8 x 11,7 x 7,8 cm

Wie funktioniert eine Wildkamera?

Wildkameras lösen automatisch durch einen Bewegungsmelder aus. Der wird durch Bewegung und Wärme aktiviert – etwa, wenn ein Tier sich im Sensorbereich der Kamera aufhält. Die Intensität kann man in der Regel festlegen. Zu sensibel sollte man eine Wildkamera nicht einstellen, sonst kann es passieren, dass die Speicherkarte am nächsten Morgen voll ist, weil jede Astbewegung im Wind eine Aufnahme ausgelöst hat.

Ebenso anpassbar sind die Dauer einer Videoaufnahme, deren Qualität (bei FullHD-Auflösung ist Schluss) und die Pixelzahl, mit der Beweisfotos geschossen werden. Extras sind Zeitlupenaufnahmen oder Bilderserien. Datum und Uhrzeit lassen sich in Fotos und Filmen einbinden.

Nachts trennt sich die Spreu vom Weizen

Speziell nachts trennt sich bei Wildkameras die Spreu vom Weizen. Hier zeigt sich, wie gut der Nachtmodus funktioniert. Alle Kameras liefern bei Dunkelheit im Gegensatz zum Tag lediglich Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Infrarot-LEDs leuchten die Szenarien aus. Kameras mit White-LED-Blitz – diese Technik kommt bei den meisten Modellen zum Einsatz – erreichen nachts eine ordentliche Bildqualität mit guter Ausleuchtung und großer Reichweite. Da hier weniger LEDs als bei den teureren Kameras mit Black-LED-Technik erforderlich sind, ist der Stromverbrauch zudem etwas geringer.

Wildkamera Test: Raeu0224
Gut zu erkennen: die für die Tiere unsichtbare Infrarot-Beleuchtung.

Es gibt jedoch einen Nachteil: Beim Auslösen verursachen White-LEDs ein dezentes, aber dennoch sichtbares rotes Glühen. Die Kameras fallen folglich auf und lassen sich nicht perfekt tarnen. Wem es darauf ankommt, der muss zu einer Wildkamera mit Black-LEDs wie der Seissiger Special-Cam LTE greifen. Hier kommt ein unsichtbarer Infrarotblitz zum Einsatz. Gearbeitet wird im Bereich um 950 Nanometer. Diese Wildkameras sind dezenter, haben allerdings mitunter eine geringere Reichweite.

Für wen eignet sich eine Wildkamera?

Die Vielzahl der unterschiedlichen Einsatzszenarien ist groß. Mit Wildkameras kann man beispielsweise den Garten am Haus oder den Schrebergarten überwachen. Warum ist dauernd das Beet zertrampelt, wer hat schon wieder den Salat gefressen? Welcher tierische Besuch hieran schuld ist, weiß man nach Auswertung der Speicherkarte. Für Förster und Jäger eignen sich die Kameras zur Wildbeobachtung und zur Überwachung von speziellen Waldgebieten.

Wildkameras eignen sich nicht nur für Förster und Jäger

Doch das ist noch längst nicht alles. Wer bedient sich da ständig unerlaubt am Brennholzstapel oder entsorgt illegal seinen Müll? Im entlegenen Vereinsheim wurde schon wieder randaliert, die Spedition kämpft regelmäßig gegen nächtlichen Dieselklau und auf dem heimischen Dachboden hat sich ein Vierbeiner eingenistet. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Eine Wildkamera sollte entweder direkt in Bodennähe oder weiter oben beispielsweise an einem Baumstamm angebracht werden. So ist sie sowohl von Tieren als auch von Menschen nicht sofort zu erkennen.

Wie wird eine Wildkamera bedient?

Die Bedienung ist bei fast allen Wildkameras identisch. Sind Akkus und Speicherkarte eingelegt, kann man über Drucktasten und ein kleines Display sämtliche Einstellungen vornehmen. Hier gab es bei unseren Testkandidaten kaum Unterschiede. Für ihren Dauereinsatz werden die Kameras scharf geschaltet. Ein Bildschirm ist praktisch, um die Ergebnisse sofort kontrollieren zu können, ohne die Speicherkarten erst in einem Computer oder Notebook auswerten zu müssen. Ebenso erweist sich das Display als hilfreich beim Aufstellen und Ausrichten der Kamera. Störende Äste direkt vor der Linse lassen sich so vermeiden.

Fernzugriff dank SIM-Karte

Teure Top-Modelle wie die Seissiger Special Cam LTE haben eine SIM-Karte integriert. Aufnahmen lassen sich so quasi von überall auf der Welt sofort auf einem Smartphone, Tablet oder PC anschauen. Außerdem hat man auch für Einstellungen einen Fernzugriff auf die Wildkamera. In den Einstellungen kann man in der Regel festlegen, dass sich ältere Aufnahmen überschreiben lassen. So ist die Speicherkarte nie voll, die letzten Videos und Fotos liegen immer vor. Auf größeren Speicherkarten haben jedoch für tausende Fotos und viele Stunden Film Platz.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wenn Sie die Kamera monatelang betreiben wollen ohne permanent die Batterien zu kontrollieren, sollte Ihre Wildkamera über eine externe Stromversorgung verfügen. Mittels Solarpanel können Sie das Modell komplett autark betreiben. Ein wichtiger Parameter ist die Reaktionszeit: Das ist die Zeitspanne, zwischen dem Zeitpunkt, in dem ein Tier oder ein Eindringling bemerkt wurde, bis zum Auslösen bzw. Starten der Aufnahme. Eine Reaktionszeit von weniger als einer Sekunde ist optimal – sonst fehlt auf dem Foto der entscheidende Protagonist.

Reaktionszeit und Reichweite sind zentral

Wichtig ist ebenfalls die Reichweite einer Wildkamera. Einige Hersteller geben eine Distanz von bis zu 50 Meter an, in der beispielsweise ein Wildschwein oder ein Reh erkannt werden. In der Realität ist eine Reichweite von 15 Meter ein ordentlicher Wert.

Checken Sie zudem die Auflösung der Kamera. Für ansehnliche Fotos sollten es mindestens fünf »echte« Megapixel sein, zum Filmen empfehlen wir Full-HD-Auflösung.Viele günstigere Kameras polieren die Pixelzahlen hoch, blasen diese quasi künstlich auf. Daraus resultieren Fabelwerte wie 20 Megapixel, die allerdings in der Regel keinen qualitativen Vorteil bescheren. Falls eine perfekte Tarnung der Kamera wichtig ist, achten Sie auf die Verwendung von schwarzen LEDs.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252

Unser Favorit: BlazeVideo A252

Die BlazeVideo A252 ist eine preiswerte Wildkamera, die alle Aufgaben souverän meistert. Über das 2,3 Zoll große Farbdisplay und die sechs Tasten ist die Bedienung völlig unkompliziert.

Testsieger

BlazeVideo A252

Test  Wildkamera: BlazeVideo A252
Die A252 kommt ganz ohne Allüren aus. Sie überzeugt mit guten Fotos und Videos, sowie simpler Bedienung.

Pfiffig: Je nach Einsatzzweck ist die BlazeVideo in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich – mit grüner Wald-, mit Bergwald- und mit brauner Tarnung. Der Betrieb ist wahlweise mit vier oder acht AA-Batterien möglich, die Standby-Zeit variiert je nachdem zwischen drei und sechs Monaten. Der Anschluss eines externen Netzteils ist möglich.

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Betrieben werden kann die A252 mit SD-Karten bis 128 Gigabyte Größe. Die Kamera fotografiert mit maximal 20 Megapixel und filmt in 1.080p bzw. 720p. Die Empfindlichkeitsstufe des Bewegungssensors ist dreistufig anpassbar, der Erfassungsbereich beträgt 70 Grad. Als Auslösezeit gibt der Hersteller 0,5 Sekunden an. Die Videodauer lässt sich zwischen zwei Sekunden und fünf Minuten programmieren, die Reichweite in der Nacht liegt bei maximal 20 Meter. 36 IR-LEDs hellen das Bild auf. Zusätzliche Extras sind ein optionaler Zeitstempel, ein Passwortschutz sowie ein Timer. Bei niedriger Energiespannung schlägt die A252 Alarm.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Innen
Das Display der Wildkamera ist gut ablesbar. Die Batterien verschwinden in der rechten Deckelhälfte.

Im farbigen Menü findet man sich auf Anhieb zurecht. Hier lassen sich alle Einstellungen blitzschnell vornehmen. Die BlazeVideo hat einen Modus an Bord, in dem sie fit für Videos und Fotos ist. Unter anderem steht auch eine Zeitraffer-Funktion zur Verfügung.

Das Gehäuse ist stabil, der Verschluss erfolgt über zwei Metallbügel. Wer will, kann die A252 auf ein Standard-Stativ aufschrauben.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Tag
Bei Aufnahmen mit Tageslicht macht die BlazeVideo-Wildkamera fast alles richtig.

Mit dem Testergebnis sind wir sehr zufrieden. Die Wildkamera liefert eine riesige Anzahl an Fotos, auf denen unser Testobjekt Kalle perfekt zu erkennen ist. So viel Auswahl hatten wir bisher selten. Tagsüber sind die Aufnahmen durchweg scharf, kein einziges Motiv ist verschwommen. Respekt!

Die Farben sind natürlich und kräftig, die Bildtiefe ist ordentlich und die Detailfreude gut. Nachts ist die Ausleuchtung nur brauchbar, wenn das Zielobjekt nicht weiter als zwei Meter entfernt ist. Bei der Schärfe muss man deutliche Einbußen hinnehmen. Dennoch ist die Zeichnung im Motiv zufriedenstellend, man erkennt auf jeden Fall, um welchen Eindringling es sich handelt.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Nacht
Nachts geht der Schärfe etwas die Puste aus, die wesentlichen Details sind bei nahen Objekten aber problemlos zu erkennen.

Stimmt die Beleuchtung, stimmt auch die Qualität des Videomaterials. Hier muss sich die A252 sogar vor günstigeren HD-Camcordern nicht verstecken. Das Bild strotzt nur so vor Detailfülle, Schärfe und Farben passen. Nachts geht die Brillanz natürlich verloren. Bei nahen Objekten liefert die BlazeVideo aber noch genug Bildinformationen, um alles Wesentliche zu identifizieren.

Für ihren Preis von knapp 70 Euro ist die BlazeVideo A252 eine richtig gute Wildkamera, die speziell tagsüber mit toller Foto- und Videoqualität überzeugt!

Alternativen

Das Angebot an Wildkameras ist erstaunlich groß. Nicht nur beim Preis sind die Unterschiede erheblich, sondern auch bei der Qualität der Videos. Für höchste Ansprüche empfehlen wir die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Und wir haben noch einen Preistipp für Sie.

Wenn Geld egal ist: Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wenn für das Budget einer Wildkamera kein Limit existiert, dann gibt es nur eine Empfehlung: Kaufen Sie sich die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Die ist die beste. Bei uns taucht sie lediglich erst hier bei den Alternativen auf, weil wohl nur die wenigsten dazu bereit sind, einen hohen Preis von knapp 400 Euro für eine solche Kamera auszugeben. Dafür erfüllt sie jedoch selbst professionelle Ansprüche.

Wenn Geld egal ist

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer eine Wildkamera mit hervorragender Videoqualität sucht, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Die Seissiger ist die größte Wildkamera in unserem Testfeld und mit 435 Gramm auch nicht gerade leicht. Markantes Merkmal ist die aufgeschraubte LTE-Antenne. Dank mitgeliefertem Baumgurt und Baumstativ lässt sich die Kamera aber problemlos montieren.

Über einen massiven Kunststoffbügel wird die Box aufgeklappt. Die benötigten zwölf Batterien werden ebenso wie eine 8-Gigabyte-SD-Karte mitgeliefert. Eine externe Stromversorgung ist möglich. Die Seissiger filmt mit maximal 1080p und 30 Vollbildern und fotografiert mit bestenfalls 12 Megapixel. Die einfache Bedienung erfolgt über ein zwei Zoll großes Display.

Wildkamera Test: 20190702
Die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition ist recht wuchtig, die LTE-Antenne ragt deutlich in die Höhe.

Die Kamera arbeitet im Dunkeln mit einem 940 nm Schwarz-IR-Blitz (über die Anzahl der LEDs macht der Hersteller keine Angaben). Ein paralleler Modus mit Filmen und Fotografieren steht zur Verfügung. Ebenso kann man Serienbilder anfertigen, die maximale Videolänge pro Clip liegt bei 30 Sekunden. Zur Ausstattung gehören ferner Zeitraffer, Timer und das Festlegen der Empfindlichkeit. Im Bildstempel können Datum, Uhrzeit, Mondphase, Temperatur und Batteriezustand eingeblendet werden.

Wildkamera Test: 20190702
Mit zwölf Batterien an Bord hält die Kamera im Standbybetrieb maximal ein halbes Jahr durch.

Im Test löste die Seissiger von allen Modelle am zuverlässigsten aus, selbst über die größte Entfernung von 20 Meter. Bei der Videoqualität spielt sie tagsüber und nachts in ihrer eigenen Liga. Die Videos sehen aus wie mit einem richtigen Camcorder geschossen, super scharf, mit lebhaften Farben, frei von Artefakten und störenden Pixeln. Auch im Dunkeln hellt die Special-Cam LTE Supersim-Edition ihre Objekte schön auf und liefert perfekte Ergebnisse.

1 von 3
Wildkamera Test: Imag0033
20 Meter Entfernung: Für den Auslöser der Seissiger ein Kinderspiel.
Wildkamera Test: Imag0067
Die Farben werden toll wiedergegeben, auch die Konturen sind super erkennbar.
Wildkamera Test: Imag0079
Selbst Nachtaufnahmen gelingen mit hoher Qualität.

Der besondere Clou dieses Modells besteht darin, dass sie mit einer Supersim – einer für Wildkameras optimierten Multinetz-Prepaid-SIM-Karte mit fünf Euro Startguthaben – ausgeliefert wird. Auf Wunsch werden hochauflösende Fotos oder bis zu zehn Sekunden lange Clips sofort SSL-verschlüsselt per E-Mail verschickt. Per App, Internet oder SMS kann man die Kamera zudem fernsteuern und den Auslöser betätigen. In unserem Test trudelten die Fotos nur wenige Sekunden nach ihrer Entstehung in unserem E-Mail-Postfach auf dem Smartphone ein. Die Mindestaufladung der SIM-Karte pro Jahr beträgt 29 Euro, eine Grundgebühr und eine Vertragsbindung fallen nicht an.

YouTube

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Geliefert wird die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition in einem stabilen Köfferchen, das Zubehör ist in einer separaten Box verstaut.

Wer das beste Modell mit viel Zubehör, praktischer Fernüberwachung und der überzeugendsten Videoqualität will, muss zu dieser Wildkamera greifen.

Gut und günstig: Victure HC 300

Die Victure HC300 für knapp 50 Euro ist eine der günstigeren Wildkameras im Testfeld und eine Empfehlung für Schnäppchenjäger.

Gut & günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Die Victure HC300 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ihre Videoqualität ist top.

Gehäuse und Bedienbarkeit unterscheiden sich nicht wesentlich von den Mitbewerbern. Die Batterien – acht Stück – werden von unten eingesetzt. Hier kann man auch ein externes Netzteil für die autarke Stromversorgung anschließen.

Wildkamera Test: 20190704
Lässt sich ebenfalls gut tarnen: die Victure HC300.

Die beiden Klappbügel mit Metallschnalle hinterlassen einen stabilen Eindruck. Das zwei Zoll große Display ist unter dem Frontdeckel gut geschützt, praktisch sind die beleuchteten Menütasten. Die 38 LEDs fallen im Dunkeln durch dezentes Glühen auf, gefilmt wird in 1080p mit 30 Bildern, fotografiert mit maximal 16 Megapixel. Ein Sensor unterscheidet automatisch zwischen Tag und Nacht.

Zur Ausstattung gehören ein Capture-Series-Modus für bis zu drei Fotos hintereinander, ein Zeitraffer-Modus, Passwortschutz und Zeitstempel. Intervall und Empfindlichkeit des Auslösers kann man beeinflussen, die maximale Videolänge beträgt fünf Minuten.

Die Fotoqualität ist überraschend gut. Im Hellen sind die Farben kräftig, die Detailzeichnung passt. Nachtaufnahmen sind ordentlich ausgeleuchtet.

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Viel Lob verdienen sich auch die Videos. Ob tagsüber oder im Dunkeln, die Bewegtbildaufnahmen wissen zu gefallen. Einziger Kritikpunkt: Der Bildausschnitt ist generell ziemlich klein, hier wäre etwas mehr Weitwinkel von Vorteil. Secacam bietet deshalb die Raptor und die HomeVista an, um wählen zu können. Generell ist die Victure HC300 für diesen Preis aber eine absolute Empfehlung.

Mit WLAN: Campark T80

Die Campark T80 für knapp 90 Euro ist eine gut ausgestattete Wildkamera mit einfacher Bedienung und lobenswerter Foto- sowie Videoqualität. Mit den Abmessungen von 13,5 x 10,1 x 7,6 Zentimetern gehört sie zu den eher kompakteren Vertretern. Das Display ist 2,3 Zoll groß, löst mit 320 x 240 Bildpunkten auf und liefert ausreichend Informationen und bildliche Impressionen der Umgebung für die optimale Ausrichtung. Ausgestattet ist die T80 zudem mit 36 Infrarot-LEDs im 850-nm-Bereich.

Mit WLAN

Campark T80

Test  Wildkamera: Campark T80
Die Campark T80 hat man mithilfe ihrer WLAN-Schnittstelle auch mit dem Smartphone voll im Griff. Fotos und Videos können sich zudem echt sehen lassen.

Die Verarbeitung und die Konstruktion der Campark kennt man von vielen anderen Wildkameras. Der Korpus besteht aus festem Kunststoff, zwei Metallklammern und zwei Kunststoffbügel halten die Box zusammen. Im Inneren schlummern acht AA-Batterien, die SD-Speicherkarte darf bis zu 32 Gigabyte an Daten fassen. Der Betrieb ist auch über ein separat erhältliches externes Netzteil möglich. Der Hersteller nennt eine Standby-Zeit von bis zu sechs Monaten.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80
Die sandfarbene Campark T80 hat einen Erfassungsbereich von 120 Grad.

Fotos lassen sich mit 20, 16, 12, 8, 5, 3 und 2 Megapixel schießen. Die maximale Videoauflösung ist ein krummer Wert, nämlich 1728 x 1296 Pixel mit 30 Vollbildern. Vertrauter sind da die 1920 x 1080 Bildpunkte, ebenfalls mit 30 Vollbildern. Gefilmt wird im aktuellen MP4-Format. Der Hauptsensor hat einen Erfassungswinkel von 60 Grad, die beiden seitlichen kommen jeweils auf 30 Grad, sodass insgesamt 120 Grad zur Verfügung stehen. Die Auslösezeit liegt bei flotten 0,3 Sekunden.

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Das Menü ist einfach aufgebaut. Fotos und Videos können auch parallel aufgenommen werden. Für die Aufnahme-Intensität darf man aus drei Stufen wählen, der Shutterspeed ist zwischen 1/15, 1/20 und 1/30 anpassbar, und die maximale Videolänge liegt bei 180 Sekunden. Infos wie Datum, Uhrzeit und Temperatur können ins Bild und in das Video eingeblendet werden.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto1
Schönes Foto: Farben, Schärfe und Details stimmen.

Fotos am Tag sehen klasse aus: farbenfroh, scharf sowie mit sauberen Kanten und Konturen. Im Dunkeln wird speziell der Nahbereich aufgehellt – die gesamte Aufnahme ist recht scharf und rauschfrei, das gewünschte Objekt ist zwar zu erkennen, geht jedoch teilweise in der Nacht unter. Videos können bei Tageslicht ebenfalls voll überzeugen, hier stimmen alle Parameter, die ein gutes Bewegtbild ausmachen. Videos nach Sonnenuntergang kommen zwar ohne Bildfehler aus, allerdings sollte hier das Tier oder der zweibeinige Eindringling nicht zu weit von der Kamera entfernt sein.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto2
Hier geht Berner Kalle im Dunkeln etwas unter.

Ein pfiffiges Extra ist die mitgelieferte Fernbedienung, um die T80 ein- und auszuschalten. Diese stellt im Umkreis von bis zu zehn Metern einen eigenen WLAN-Hotspot bereit. Hat man auf einem Android- oder iOS-Mobilgerät die App »WIFI Hunting Camera« installiert und sich in das WLAN der Wildkamera eingewählt, so hat man auf dem Smartphone oder Tablet eine Live-Vorschau, kann Videos starten, Fotos schießen und sämtliche Kamera-Einstellungen verändern. Alle Aufnahmen lassen sich zudem anschauen. App-Einrichtung und Betrieb klappten im Test problemlos.

Die Campark T80 bietet zum fairen Preis eine sehr gut ausgestattete Wildkamera mit WLAN, Fernbedienung sowie sehr ordentlicher Foto- und Videoqualität. Dafür gibts eine eindeutige Kaufempfehlung.

Starker Allrounder: Victure HC500

Mit der Victure HC500 haben wir noch eine Empfehlung für eine Wildkamera mit guter Bildqualität und WLAN-Steuerung. Bei diesem Modell sitzt das zwei Zoll große Display an der Front, es wird allerdings durch eine Klappe geschützt.

Starker Allrounder

Victure HC500

Test  Wildkamera: Victure HC500
Tagsüber liefert die Victure HC500 mit die besten Fotos und Videos. Sie kann per App gesteuert werden und bietet ein sehr gutes Komplettpaket.

Die Victure HC500 hat die typische Tarnfarbe und wird mit acht AA-Batterien bestückt, optional ist der Betrieb über ein externes Netzteil möglich. Klappt man die Frontklappe auf, so findet man den zwei Zoll großen Bildschirm, um alle Einstellungen vorzunehmen und die Aufnahmen zu kontrollieren. Im SD-Kartenfach finden Speicherkarten mit einem maximalen Volumen von 128 Gigabyte Platz.

Der Erkennungswinkel von 120 Grad fällt angenehm groß aus, so muss sich das Tier nicht im unmittelbaren Sichtfeld vor der Kamera befinden, um erfasst zu werden. Nachts sorgen 36 Infrarot-LEDs für die Ausleuchtung. Fotos schießt die Kamera mit bis zu 30 Megapixeln, bei Videos liegt das Limit bei einer Auflösung von 1.728 x 1.296 Pixeln mit 30 Vollbildern. Wir haben bei unserem Testvideo zur gewöhnlichen Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten gegriffen.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500
Öffnet man die vordere kleine Klappe der HC500, hat man sofort Zugriff auf das Display.

Das farbige Menü ist selbsterklärend. Fotos und Videos lassen sich parallel realisieren, bis zu zehn Fotos können in Serie geschossen werden, und der Shutter-Speed ist anpassbar mit 1/15, 1/20 und 1/30. Die maximale Videolänge am Stück beträgt 180 Sekunden. Ebenso anpassbar ist die Empfindlichkeit, mit der die Victure auf tierische und menschliche Besucher mit Aufnahmen reagiert.

Der Hersteller nennt eine Auslösezeit von 0,2 bis 0,4 Sekunden. Uhrzeit und Datum können in die Fotos und Filme eingeblendet werden. Hier findet man als Zusatzinfos auch den Akkustand und die Temperatur. Eine Montage der HC500 auf einem Stativ ist möglich. Das robuste Gehäuse ist wasserdicht.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Tag
Auch ohne Sonne liefert die Victure tagsüber sehr ansehnliche Fotos.

Mit der Fotoqualität sind wir tagsüber sehr zufrieden. Bilder haben fast das Niveau einer einfachen Digitalkamera. Obwohl bei unseren Aufnahmen keine Sonne schien, sind die Farben natürlich, die Schärfe ist ordentlich und störendes Bildrauschen sucht man vergeblich. Auch die Kanten von Objekten sind klar gezeichnet.

Im Dunkeln muss man Abstriche hinnehmen. Die Ausleuchtung der Victure ist hier begrenzt. Berner Kalle, der sich nicht direkt vor der Kamera bewegt, ist anhand seines weißen Fells und der Augen zu erkennen, der große Schwarzanteil geht jedoch in der Nacht unter. Die nahen Grashalme, die kräftig ausgeleuchtet werden, protzen durch gute Schärfe.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Nacht
Nachts gehen einige Details verloren, wenn das Wunschobjekt etwas weiter entfernt ist.

Auch die Videoqualität kann tagsüber voll überzeugen. Bewegungen laufen sehr flüssig, und an Bildparametern wie Schärfe, Farbnatürlichkeit und Rauschverhalten haben wir nichts zu meckern. Die Victure gehört hier zu den besten Modellen im Testfeld. Auch nachts ist ein Hund deutlich als solcher zu erkennen. Vom schwarzen Fell ist zwar nicht viel zu sehen, aber die weißen Körperteile oder das Halsband heben sich deutlich in der Dunkelheit ab und machen es leicht, den Eindringling zu identifizieren.

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Über die für iOS- und Android-Geräte kostenlos erhältliche App »Hunting Camera Pro« kann man die HC500 über ihr eigenes WLAN fernsteuern. Dazu hat man Zugriff auf sämtliche Einstellungen, kann Fotos und Videos schießen und frühere Aufnahmen ansehen. Bilder und Filme lassen sich auf diese Weise auch auf das Smartphone herunterladen. Per WLAN können Verbindungen von maximal 40 Metern überbrückt werden.

Insgesamt liefert die Victure HC500 speziell tagsüber eine sehr gute Foto- und Videoqualität, eine unproblematische Bedienung und eine praktische App-Steuerung zum fairen Preis.

Außerdem getestet

Spypoint Link Micro LTE

Bei der Link-Micro LTE handelt es sich Hersteller Spypoint zufolge um die kleinste Datenübertragungskamera auf dem Markt. Die Wildkamera ist gerade mal 7,8 x 11,1 x 5,6 Zentimeter groß, hinzu kommt die Mobilfunkantenne, die sich abklappen und in jede Richtung drehen lässt. Ausgeliefert wird die Spypoint mit einer SIM-karte, aufgrund eines SIM-Locks lassen sich Karten anderer Hersteller nicht verwenden.

Die Link-Micro LTE ist gut verarbeitet und wird wahlweise über acht AA-Batterien oder ein separat zu erwerbendes Netzteil mit Strom versorgt. Erster Minuspunkt: Die Wildkamera besitzt kein Display. Sämtliche Einstellungen müssen über die für iOS und Android erhältliche Spypoint-App vorgenommen werden. Das finden wir etwas umständlich. Zweite negative Überraschung: Die Link-Micro LTE kann nicht filmen, sondern lediglich Fotos mit bis zu 12 Megapixel schießen.

In der App kann man unter anderem die Verzögerungszeit (sofort bis 30 Minuten) einstellen, die Auslöse-Empfindlichkeit festlegen und sich für Mehrfachaufnahmen (bis zu zwei Bilder pro Erfassung) entscheiden. Der Bedienkomfort ist ordentlich. Tagsüber sind wir mit den Fotos sehr zufrieden. Die Farben sind kräftig, die Schärfe ist gut, und von störendem Bildrauschen ist nichts zu sehen. Für die nächtliche Aufhellung sorgen vier LEDs. Auch hier punkten die Aufnahmen durch überraschend viele Details und eine vernünftige Ausleuchtung.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Link Micro Lte Tag
Tagsüber liefert die Spypoint-Kamera erstaunlich gute Fotos.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Link Micro Lte Nacht
Auch nachts bleiben alle relevanten Informationen erhalten.

Die Infrarotreichweite beträgt bis zu 24 Meter, die Auslösegeschwindigkeit liegt bei 0,5 Sekunden. In die Bilder lassen sich Datum, Uhrzeit, Mondphase und Temperatur einstempeln.

Geschossene Fotos lassen sich über die App anschauen und herunterladen. Im »Free«-Tarif haben Nutzer jeden Monat 100 Bilder zur Übertragung frei. Bei »Basic« (5 Euro bei monatlicher Zahlung; 4 Euro bei jährlicher Zahlung) sind 250 Bilder, bei »Standard« (10 Euro bei monatlicher Zahlung; 7 Euro bei jährlicher Zahlung) 1.000 Bilder und bei »Premium« (15 bzw. 10 Euro) unbegrenzt viele Bilder pro Monat enthalten.

Wer eine Wildkamera ausschließlich für gute Fotos sucht und diese per Mobilfunk auf sein Smartphone übertragen will, findet in der Spypoint Link-Micro LTE ein sehr interessantes Modell. Uns stören jedoch das fehlende Display und die fehlende Möglichkeit, spannende Objekte auch zu filmen.

Apeman H55

Die Apeman H55 versteckt unter der aufklappbaren Frontklappe ein zwei Zoll großes Display, die acht benötigten AA-Batterien werden von unten in das Gehäuse eingeführt. Eine Stromversorgung über ein externes Netzteil ist möglich. Für die Aufhellung des Motivs im Dunkeln sorgen 40 kleine 940-nm-IR-LEDs. Die Bedienung der Wildkamera ist simpel.

Diese filmt mit maximal 20 Megapixel und filmt in bis zu 1.080p. Damit sind wir aber auch schon bei der eklatanten Schwäche: Leider sind bei der Auflösung nur 15 Vollbilder möglich, weshalb Bewegungen nicht sonderlich flüssig aussehen. Das AVI-Aufnahmeformat ist zudem nicht mehr taufrisch und alles andere als optimal, was das Thema Komprimierung angeht.

Die Auslösezeit ist kurz und liegt zwischen 0,3 und 0,6 Sekunden, der Erfassungsbereich beträgt 90 Grad und die Sichtweite zum Tier oder erfassten Objekt sollte 15 Meter nicht überschreiten. In Fotos und Videos kann man Uhrzeit, Datum und Temperatur einblenden. Die Videolänge ist zwischen fünf Sekunden und fünf Minuten anpassbar, zudem schießt die Apemann H55 bis zu drei Bilder in Serie.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Apeman H55 Tag
Nicht brillant, aber solide sehen die Apeman-Fotos bei Tag aus.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Apeman H55 Nacht
Nachts muss man schon ganz genau hinschauen, um unseren Berner zu erkennen.

Abgesehen von der unruhigen Bewegungsdarstellung sehen Videos bei Tag ganz ordentlich aus. Die Schärfe ist gut, die Farben erscheinen recht natürlich, nur dezentes Bildrauschen kann sich die Kamera nicht verkneifen. Nachts hebt sich das schwarze Fell unseres Berners Kalle jedoch fast nicht vom dunklen Hintergrund ab, obwohl er sich maximal drei Meter vor der Linse aufhält. Das Helligkeitsdefizit fällt auch bei Fotos in der Nacht auf. Tagsüber sind die Bilder recht akzeptabel, wenn auch nicht brillant.

Insgesamt ist die Apeman H55 eine solide Wildkamera, die leider in der höchsten Auflösung nur mit 15 Vollbildern pro Sekunde filmt und im Dunkeln einige Details für sich behält.

Minox DTC 460

Die Minox DTC 460 ist optisch eine Wildkamera, die aus der Reihe tanzt. Sie ist keine drei Zentimeter tief und kann optional mit verschiedenen Frontblenden verkleidet werden, um sich optimal an unterschiedliche Bäume anzupassen. Eine Frontblende mit grober Baumrindenstruktur gehört zum Lieferumfang.

Zunächst müssen wir ein wenig suchen, um das Batteriefach zu finden. Die acht AA-Batterien sitzen in zwei Stangenmagazinen, die mit einem kurzen Ruck herausgezogen werden. An der Front (unter der Blende versteckt) befindet sich das 2,4 Zoll große TFT-Farbdisplay. Die Bedienung über insgesamt neun kleine Tasten ist selbsterklärend. Hierüber kann man unter anderem eine Fotoauflösung bis 12 Megapixel und eine Filmauflösung von maximal 1.080p30 einstellen, sich für bis zu drei Serienbilder und Intervallaufnahmen zwischen 10 und 60 Sekunden entscheiden.

Die Minox hat eine Auslösezeit von 0,7 Sekunden und reagiert auf Entfernungen von bis zu 15 Meter. Nachts soll ein Blitz mit Low Glow und 850 nm die Aufnahmen aufhellen. Datum, Zeit, Temperatur und Mondphase lassen sich in Fotos und Videos stempeln.

Durch die extrem schlanke Bauweise lässt sich die DTC 460 nicht wie andere Wildkameras eigenständig aufstellen, sie muss mit dem mitgelieferten Montagematerial an einen Baumstamm geschnallt werden. Alternativ setzt man sie auf ein Stativ. Eine externe Stromversorgung ist nicht möglich.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc460 Tag
Tagsüber macht die Minox DTC 460 bei Fotos eine gute Figur.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc460 Nacht
Nachts kann man jedoch nur erahnen, dass hier ein Berner vor der Linse ist.

Die Videoqualität kann uns nicht überzeugen. Die Aufnahmen sind tagsüber trotz HD-Auflösung zum Teil stark verpixelt und überbelichtet. Schärfe und Detailwiedergabe sind bescheiden. Nachts könnte die Aufhellung intensiver sein. Fotos punkten am Tag schon deutlich mehr. Im Dunkeln muss man allerdings sehr genau hinschauen, um in unserem Fall Berner Kalle zu erkennen, der keine drei Meter entfernt ist.

Optik und Konzept der Minox DTC 460 sind pfiffig. Für rund 150 Euro erwarten wir jedoch eine bessere Videoqualität.

Minox DTC 1200

Die Minox DTC 1200 gehört mit einem Preis von rund 440 Euro zu den teuersten Wildkameras am Markt. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen. Die dreh- und faltbare Antenne weist darauf hin, dass es sich bei diesem Modell um eine Wildkamera mit 4G-Sendefunktion und vorinstallierter SIM-karte handelt. Zum Lieferumfang gehört neben dem Montagematerial auch eine 16 Gigabyte große microSD-Speicherkarte mit SD-Adapter.

Die Kamera ist sehr stabil verarbeitet, der Bügel zum Verschließen ist ebenfalls äußerst robust. An der Gehäusefront sitzt ein zwei Zoll großes TFT-Farbdisplay. Für einen autarken Betrieb von bis zu sechs Monaten benötigt man zwölf AA-Batterien, zudem verfügt die Minox über eine Möglichkeit zur externen Stromversorgung. Sie unterstützt GPS-Ortung, hat eine Auslösezeit von 0,6 Sekunden, und der Bewegungssensor hat eine Reichweite von bis zu 20 Meter.

Fotos schießt die DTC 1200 mit maximal 20 Megapixel (Serienaufnahmen mit bis zu zehn Fotos), die höchstmögliche Videoauflösung beträgt 1.080p30, die einstellbare Videolänge variiert zwischen 5 und 60 Sekunden. In Fotos und Videos kann man Datum, Zeit, Auslöse-Ereignis, Mondphase, Temperatur und Batteriestatus einstempeln.

Über das Frontdisplay lassen sich zwar alle eingestellten Parameter anzeigen, aber nicht verändern. Das geht leider nur per App (für iOS und Android), was wir als Nachteil betrachten. Ebenfalls schade: Man muss sich zwischen Foto- und Videomodus entscheiden. Ein kombiniertes Setting, wie es fast alle anderen Wildkameras haben, existiert hier nicht. Die Bedienung per App ist ansonsten einfach und intuitiv, hier passt man unter anderem die Infrarot-Reichweite und die Belichtungszeit bei Nacht an.

Mit der Fotoqualität tagsüber sind wir abgesehen von einem minimalen Blaustich sehr zufrieden. Schärfe und Bildtiefe stimmen, Details werden sauber herausgearbeitet, Kalles Fell glänzt in ganzer Pracht. Nachts ist der Bereich vor der Kamera extrem aufgehellt, das Motiv dahinter geht dadurch etwas verloren und ist bei unseren Testaufnahmen fast immer unscharf, obwohl wir die Belichtungszeit auf »schnell« für weniger Bewegungsunschärfe gestellt haben.

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Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc1200 Tag
Tagsüber liefert die Minox Fotos, die das Qualitätsniveau einer einfachen Digitalkamera haben.
Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Minox Dtc1200 Nacht
Nachts sind wir jedoch weder mit der Ausleuchtung noch mit der Schärfe zufrieden.

Filmaufnahmen mit Tageslicht überzeugen durch sehr natürliche Farben, bei der Schärfe übertreibt es die DTC 1200 fast ein wenig. Für eine Wildkamera ist das Ergebnis allerdings top. Nachts hingegen wäre mehr Schärfe wünschenswert, die Ausleuchtung ist in Ordnung.

Um die App zu nutzen, ist ein Datenabo für 5,99 Euro im Monat erforderlich. Inbegriffen ist eine unbegrenzte Anzahl an Bildern, die über das 4G-Sendemodul per App zugänglich gemacht werden. Das funktioniert im Test problemlos. Alle Bilder werden zudem in der Minox-Cloud gespeichert.

Insgesamt ist die Minox DTC 1200 eine teure, aber sehr gute Wildkamera. Wir vermissen jedoch neben Einstellmöglichkeiten direkt an der Kamera einen kombinierten Modus zum Filmen und Fotografieren.

Braun Scouting Cam Black500 Mini

Die Braun Scouting Cam Black500 Mini ähnelt sehr stark der ebenfalls extrem kompakten Flagpower Mini Wildkamera, gut möglich, dass das Modell sogar identisch ist. Bestückt wird es mit lediglich vier Batterien, die eine Betriebszeit von maximal einem halben Jahr gewährleisten sollen. Die Kamera arbeitet mit zwei schwarzen IR-LEDs. Eine Schwäche bemerkt man sofort beim Blick in die technischen Daten. In der höchsten Auflösung von 1.920 x 1.080 filmt die Braun lediglich mit 15 Bildern pro Sekunde, dadurch gelingen Bewegungen alles andere als geschmeidig. Erst mit 720p sind die mittlerweile üblichen 30 Vollbilder möglich. Die Bedienung über die außenliegenden Tasten und das 1,9 Zoll große TFT-Farbdisplay ist wie bei den Mitbewerbern absolut unkompliziert.

Tagsüber ist die Fotoqualität sehr ordentlich. Die Bilder sind scharf, die Tiefenwirkung ist gut, ebenso die Farbnatürlichkeit. Abgesehen von der etwas unrunden Bewegungsdarstellung können sich auch die Videos sehen lassen. Bei Nachtaufnahmen hellt die Braun Fotos leider extrem auf, sodass das eigentliche Motiv in der überbelichteten Umgebung kaum zu erkennen ist. Videos sind stark verrauscht und mal zu hell und mal zu dunkel. Praktisch ist die Stativplatte, um die Wildkamera beispielsweise an einen Baum zu schrauben. Gefilmt wird im mittlerweile etwas antiquierten AVI-Format, neuere Formate komprimieren effektiver.

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Wildkamera Test: Dscf0005
Tagsüber liefert die Braun-Wildkamera scharfe Bilder mit Zusatzinformationen.
Wildkamera Test: Dscf0023
Nachts hingegen ist das Szenario viel zu hell erleuchtet.

Löblich: Die Braun-Kamera löste im Test sehr zuverlässig aus. Als eine Katze durch den Aktionsradius flitzte, war die Überwachungskamera sofort empfangsbereit.

SECACAM Raptor Mobile

Die SECACAM Raptor Mobile ist baugleich mit der SECACAM Raptor, kostet aber 50 Euro mehr: Sie hat ein spannendes Extra an Bord, nämlich die Option, per E-Mail oder App-Benachrichtigung aufgenommene Fotos direkt zugeschickt zu bekommen. Die Einrichtung ist einfach: Über die Website des Herstellers oder die SECACAM-App meldet man sich an und gibt die mitgelieferte PIN ein. Eine separate SIM-Karte muss man nicht erwerben.

Mit dem Kauf der Wildkamera erhält man ein Startguthaben von 100 Bildsendungen. Ist dieses aufgebraucht, kann man Bildpakete über das Nutzerkonto im Control Center oder über die App nachkaufen. Für 100 Bilder werden 89 Cent, für 200 Bilder 1,59 Euro und für 500 Bilder 3,49 Euro fällig. Bezahlt wird per PayPal oder über Kreditkarte. Die Aufnahmen werden mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln verschickt.

Wildkamera Test: Raeu0249
Macht tagsüber klasse Fotos: die Secacam Raptor Mobile.

Praktisch: SECACAM wählt sich je nach Standort in das beste Netz ein, möglich sind das Mobilfunknetz von Vodafone und der Telekom. Die Raptor Mobile kann übrigens auch wie die SECACAM Raptor verwendet werden: Dazu lässt sich das Versenden der Bilder deaktivieren. Im persönlichen Control Center hat man unter anderen auch Batterie-, Speicher- und Kamerastatus im Blick. Wem dieser Fernzugriff wichtig ist, der sollte deshalb zur SECACAM Raptor Mobile greifen.

SECACAM HomeVista

Mit der HomeVista können wir Ihnen noch ein Modell aus dem Hause SECACAM empfehlen. Es ist der SECACAM Raptor sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch in der Größe der Überwachungszone. Während die SECACAM Raptor einen Aufnahmewinkel von 52 Grad ermöglicht, beschert die HomeVista einen stolzen Weitwinkel von 100 Grad. So lassen sich deutlich größere Gebiete überwachen, die kontrollierte Zone ist sechs Mal so groß. Letztendlich hängt es also vom Einsatzzweck ab, ob man sich für die Raptor oder die HomeVista entscheidet. Die Foto- und die Videoqualität liegt auf einem Niveau.

Wildkamera Test: Hveu0363
Die HomeVista unterscheidet sich deutlich im erfassten Bildbereich vom Testsieger.

Die HomeVista filmt in 1080p und fotografiert ebenfalls mit 5 Megapixeln. Das Display ist zwei Zoll groß, die Arbeit im Dunkeln übernehmen 56 Black-LEDs. Zum üppigen Lieferumfang gehören eine 8-Gigabyte-Speicherkarte, acht eingelegte Batterien, ein Montagegurt sowie ein USB- und ein Videokabel.

SECACAM HomeVista Mobile

Genau wie es die SECACAM Raptor als Raptor mobile gibt, bietet der Hersteller auch die HomeVista als HomeVista mobile an. Der Aufpreis beträgt 50 Euro. Vorteil: Jetzt kann man per App oder über den Browser am PC überall auf der Welt die geschossenen Fotos einsehen. Voraussetzung ist lediglich eine Internetverbindung. Um eine Mobilfunkkarte muss man sich nicht kümmern, beim Kauf erwirbt man ein Komplettpaket. Die Registrierung ist blitzschnell abgeschlossen.

SECACAM Wild-Vision Full HD 5.0

Die SECACAM-Flotte wird komplettiert durch die Wild-Vision Full HD 5.0. Die Unterschiede rein vom Papier her zu den anderen SECACAM-Wildkameras sind überschaubar. Sie filmt ebenfalls in 1080p und fotografiert mit nativen 5 Megapixeln, das Display ist zwei Zoll groß. Zu den Funktionen gehören Zeitraffer, Zeitschaltuhr und Passwortschutz. Wie die Raptor-Kameras hat auch die Wild-Vision einen Aufnahmewinkel von 52 Grad. Allerdings stehen ihr lediglich 40 und nicht 56 Black-LEDs wie den anderen SECACAM-Wildkameras in unserem Testfeld zur Verfügung. Ebenfalls verzichtet sie auf eine automatische Belichtungssteuerung. Noch ein Unterschied. Während die Raptor- und die HomeVista-Kameras auf dem Papier eine Reaktionszeit von 0,4 Sekunden besitzen, reagiert die etwas günstigere Wild-Vision Full HD 5.0 etwas träger. In den technischen Daten findet man als Angabe »< 1,0 Sek.«.

Fotos sind tagsüber knackig scharf, in Videos vermisst man hingegen sauber abgegrenzte Kanten. Videos und Fotos im Dunkeln sind nicht zu gebrauchen, da völlig überbelichtet. Möglicherweise lag an unserer Kamera ein Problem vor.

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Wildkamera Test: Pict0177
Viel zu hell: Sämtliche Nachtaufnahmen der Wild-Vision Full HD 5.0 sind komplett überbelichtet.
Wildkamera Test: Pict0065
Stimmt das Umgebungslicht, stimmen auch die Fotos.

Victure HC100

Die Victure HC100 ist eine preiswerte Wildkamera mit kleinem Display (2 Zoll) und wird mit vier AA-Batterien oder über ein externes Netzteil betrieben. Die beiden Verschlüsse bestehen aus Kunststoff, dieser hinterlässt jedoch einen recht stabilen Eindruck. Für die Ausleuchtung im Dunkeln sorgen 26 Infrarot-LEDs mit 850 nm, der Erfassungswinkel fällt mit 90 Grad angenehm groß aus.

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten und einen Schiebeschalter. So bleibt es nicht aus, dass einige Tasten doppelt belegt sind und man das Menü beispielsweise erst durch einen langen Druck auf die Pfeiltaste nach oben öffnen kann. Fotos lassen sich mit 2, 5, 8 und 16 Megapixel aufnehmen. Die Auslösezeit liegt bei 0,4 Sekunden. Filmt man in der maximalen Auflösung mit 1080p, so stehen lediglich 15 Vollbilder pro Sekunde zur Verfügung.

Das führt folglich dazu, dass Bewegungen in Videos nicht geschmeidig gelingen. Unser Testvideo am Tag ist pixelig und rauscht, obwohl die Sonne von hinten scheint, sind die Farben sehr blass und die Belichtungssteuerung hat Probleme. Nachts muss das bewegte Objekt sehr nahe am Objektiv vorbeilaufen, sonst verschwindet es in der Dunkelheit. Fotos sehen tagsüber recht ordentlich aus, nachts muss man jedoch die Lupe nehmen, um Kalle zu erkennen.

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Wildkamera Test: Wildkameras 2020 Victurehc100 Foto1
Fotos mit Tageslicht sehen halbwegs scharf aus, strotzen aber nicht vor Farbe und Kontrast.
Wildkamera Test: Wildkameras 2020 Victurehc100 Foto2
Nachtaufnahmen geraten zum Suchbild, wenn sich das bewegte Objekt nicht direkt vor der Kamera aufhält.

Crenova Trail Camera

Die Crenova Trail Camera kommt mit 32 Gigabyte großer Speicherkarte und benötigt zum Betrieb acht AA-Batterien. Ihre 47 Infrarot-LEDs arbeiten im 940-nm-Bereich, wodurch das Glühen der LEDs nur minimal ausfällt. Fotos werden mit bis zu 20 Megapixeln gespeichert, Videos in Full-HD-Auflösung leider nur mit 15 Vollbildern pro Sekunde, weshalb sich das Thema ruhige Bewegungen auch schon erledigt hat. Erst mit 1280 x 720 Pixeln sind 30 fps möglich. Die Menüstruktur ist simpel, die Kontrolle und die Einstellungen gelingen über das 2,4 Zoll große Display mühelos. Der Erfassungswinkel liegt bei 120 Grad. Mit 0,2 Sekunden ist die Blitz-Auslösedauer sehr gering. Auch die Crenova lässt sich auf einem Stativ montieren und über ein 6-Volt-Netzteil extern mit Strom versorgen.

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Wildkamera Test: Dscf0060
Überbelichtet und leicht verzerrt: Die Crenova-Kamera hat deutliche Defizite.
Wildkamera Test: Dscf0016
Nachts reicht die Aufhellung aus, um Kalle gut zu erkennen.

Bei Tageslicht werden helle Bildbereiche, wie etwa der Himmel, komplett überstrahlt. Der ist zwar in der Realität leicht hellblau, davon ist aber nichts mehr zu sehen. Auch die graue Mauer hat plötzlich einen Kalkstein-Look. Zudem sorgt das Objektiv für eine leichte optische Verzerrung. Bei Nachtaufnahmen wird das Bild gut aufgehellt, das bewegte Objekt ist dadurch problemlos zu erkennen. Die Schwierigkeiten mit der Überbelichtung bleiben auch im Video. Zudem machen sich deutliche Artefakte bemerkbar.

Toguard H20

Die Toguard H20 ist dazu in der Lage, mit maximal 1080p und 30 Vollbildern aufzuzeichnen. Außerdem knipst sie mit bis zu 16 Megapixeln. Im Inneren lagern vier AA-Batterien, außerdem befindet sich hier der 2 Zoll große Bildschirm mit den üblichen Settings. Die Bedienung wird jedoch erschwert, weil sich die Symbole auf den sechs kleinen, braunen Tasten kaum erkennen lassen. Das ist mehr als ungünstig gelöst. Der große Klappbügel zum Verschließen des Gehäuses besteht aus Kunststoff und dürfte gerne etwas satter einrasten. Für die Ausleuchtung sorgen 22 Infrarot-LEDs, die Auslösegeschwindigkeit liegt bei 0,3 bis 0,8 Sekunden. Der Erfassungswinkel beträgt 120 Grad.

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Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2010 Toguardh20 Foto1
Details wie links im Gebüsch gehen völlig verloren, die Toguard neigt zum starken Verwischen.
Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2010 Toguardh20 Foto2
Die nächtliche Schärfedarstellung ist ein Problem, selbst wenn sich Objekte fast nicht bewegen.

In Fotos stimmt die Farbe, detailreiche Passagen wie etwa Blätter an einem Busch verwischen jedoch gnadenlos. Deutlich sichtbare Pixel im Bild sind ein zusätzliches Problem. Bei Nachtaufnahmen hat die Toguard Schwierigkeiten, selbst sich ganz langsam bewegende Objekte scharf zu stellen. Videos am Tag sind wahnsinnig am Flirren – hier tanzen die einzelnen Pixel Samba, die Schärfe ist entsprechend dürftig. Nachts tritt dieses Manko nur in den beleuchteten Bereichen auf, der Rest verschwindet in der Dunkelheit.

Icuserver Icucam 4

Der Icucam 4 sieht man sofort an, dass es sich bei ihr um ein besser ausgestattetes Modell handelt. Die abschraubbare und abklappbare Antenne ist für den 4G-Versand der Bilder konzipiert, um auch per App oder Web-Browser auf Fotos und Videos der Wildkamera zugreifen zu können. Die Kamera besteht aus sehr schlagfestem Kunststoff, der seitliche Bügel rastet satt ein und verschließt die Icucam 4 sicher. Der Erfassungswinkel liegt bei 50 Grad, 52 Infrarot-LEDs sollen Objekte bis zu einer Entfernung von 40 Metern ausleuchten. Die Auslösezeit beträgt 0,3 Sekunden. Für die Stromversorgung kann man entweder bis zu acht AA-Batterien einlegen oder einen separaten Lithium-Ionen-Akku anschließen.

Die Bedienung mit beleuchteten Tasten ist quasi selbsterklärend, das Menü ist unterteilt in »Kamera«, »Sensor«, »Mobil« und »Einstell.«. Fotos gelingen mit maximal 12 Megapixeln, Videos mit 1080p und 25 Vollbildern. Bis zu neun Serienbilder sind möglich, Filme dürfen maximal 60 Sekunden dauern, auch Zeitrafferaufnehmen gehören zur Ausstattung.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto1
Tagsüber liefert die Icucam 4 überzeugende Ergebnisse, bei nahen Objekten muss die Kamera exakt ausgerichtet sein.

Grundsätzlich ist uns bei dieser Wildkamera der Erfassungswinkel von 50 Grad zu klein. Bei sehr vielen Aufnahmen ist unser Berner Kalle außerhalb des Bildausschnitts oder stark angeschnitten. Bei größeren Entfernungen ist dies kein Problem. Die Fotoqualität mit Tageslicht überzeugt. Farben sind kräftig, die Schärfe ist ebenso wie die Detaildarstellung gut. Im Nachtbilder-Setup »Ausgeglichen« sind Fotos sehr stark aufgehellt. Dadurch gehen Konturen und Details verloren, das Zielobjekt ist nur schwer zu erkennen. Videos im Hellen punkten ähnlich wie Fotos, im Dunkeln erweist sich die starke Aufhellung ebenfalls als Problem.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Icucam4 Foto2
Zu hell: Nachts hellt die Wildkamera ihre Umgebung zu stark auf.

Die benötigte Mobilfunkkarte gehört bei der Icucam 4 zum Lieferumfang. Ein Konto ist online schnell eingerichtet, für Android- und Apple-Geräte sind Apps verfügbar, alternativ wählt man sich per Browser ein. Per 4G- oder LTE-Verbindung werden Fotos bereitgestellt, drei Sendegrößen lassen sich einstellen. Je nach Größe und Anzahl der Bilder werden fiktive Coins vom Benutzerkonto abgezogen, 4.000 Coins gehören zum Paket. 300 neue Coins kosten beispielsweise 9 Euro, 1.000 Coins 20 Euro.

Für rund 250 Euro ist die Icucam 4 kein Schnäppchen. Sie liefert ordentliche Ergebnisse. Wir ziehen jedoch die Secacam Raptor Mobile bzw. die Secacam HomeVista Mobile mit 100-Grad-Weitwinkelobjektiv vor.

Apeman H45 Trail Camera

Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen: Die Apeman H45 Trail Camera ist keine Wildkamera für die Ewigkeit. Die beiden Kunststofflaschen, die die Vorderseite des Gehäuses mit Display auf dem Rückenteil mit Akkus halten, haben bei unserem Modell bereits nach wenigen Schließvorgängen einen sehr labilen Eindruck hinterlassen. Eine leichte Berührung genügt, und das Gehäuse schnappt auf. Plastikschrott ist hier bald vorprogrammiert.

Wildkamera Test: Apeman
Auf dem Foto der Apeman H45 Trail Camera kann man Kalle nur erahnen.

Bereits ab Entfernungen von 10 Metern verweigerte die Apeman H45 Trail Camera im Test die Aufnahme. Obwohl sie in Full-HD aufzeichnet, vermittelt das Bild keinen HD-Eindruck. Das Bild vermatscht, ist unscharf und verfügt über kaum Raumtiefe. Im Dunkeln produziert die Kamera enorme Artefakte, auf Fotos saufen Details ab.

Victure HC200

Die Victure HC200 hat den billigen Verschluss der Apeman H45 Trail Camera und ist äußerlich nahezu identisch. Auch wenn man die Front aufklappt und das 2,4 Zoll große Display zum Vorschein tritt, erkennt man sofort: Diese beiden Wildkameras stammen höchstwahrscheinlich aus demselben Werk.

Wildkamera Test: Victure Hc200
Scharf ist anders: Die Victure HC200 hat nicht nur nachts Probleme.

Für die identische Technik spricht, dass auch die Victure kein Bedürfnis hat, auf etwas weiter entferntere Lebewesen zu reagieren. Selbst im Garten auf kurze Distanz wollte die Wildkamera unseren Berner Kalle – zumindest tagsüber – nicht aufnehmen. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, da die Videoqualität ohnehin mehr als bescheiden ist. Artefakte und starkes Rauschen sind die nächtlichen Begleiterscheinungen, ein scharfes Foto von unserem Vierbeiner Kalle gelang der Cam nicht.

WingHome 350C

Die Winghome 350C zeichnet sich durch ein sehr robustes und gut schließendes Gehäuse aus. Wenn der seitliche Bügel satt einrastet, erinnert das an eine Brotdose. Der Bildschirm fällt mit zwei Zoll etwas kleiner aus, Einstellungen sind aber dennoch problemlos möglich. Im Dunkeln fällt die Kamera dank 58 Schwarzlicht-Infrarot-LEDs nicht auf.

Der Erfassungswinkel der Kamera liegt bei 110 Grad, diese beherrscht auch Zeitraffer-Aufnahmen und lässt Fotos und Videos per Passwort schützen, damit niemand anderes Zugriff darauf hat.

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Wildkamera Test: Syew0198
Viel weiter als drei Meter darf Kalle nicht entfernt sein, sonst hat die Winghome im Dunkeln Probleme, ihn zu erkennen.
Wildkamera Test: Syew0069
Tagsüber löst sie auch auf große Entfernungen zuverlässig aus.

Die bewegten Nachtaufnahmen der Winghome 350C sehen besser aus als die tagsüber. Im Hellen neigt das Modell nämlich zu stark verrauschten und verpixelten Videos, nachts ist das Material deutlich besser. Das bewegte Objekt sollte sich allerdings in unmittelbarer Näher zur Kamera aufhalten, sonst verschwindet es im Dunkeln. Das trifft auch bei Fotos zu. Fünf Meter genügen schon, und Tier oder Mensch sind nur noch schemenhaft zu erkennen.

So haben wir getestet

Wir haben 29 aktuelle Wildkameras getestet. Viele Modelle sind für unter 100 Euro zu haben, das günstigste im Test kostet gerade mal 50 Euro. Andererseits gibt es High-End Modelle für knapp 400 Euro. Sie sind eher für Profis wie Förster und Jäger gedacht und übertragen Bilder in Echtzeit übers Mobilfunktnetz.

Natürlich wäre es spannend gewesen, die Kameras im Wald zu verteilen und zu warten, welche Motive da in die Falle tappen. Doch wäre diese Herangehensweise aus mehreren Gründen nicht praktikabel gewesen – unter anderem, weil wir identische Testbedingungen für alle Modelle wollten, Tiere sich aber nicht vorschreiben lassen, wann und in welchem Abstand sie in die Sichtweite einer Wildkamera geraten.

Wildkamera Test: 20190623

Deshalb haben wir die Kameras selbst ausgelöst – mit Berner Sennenhund Kalle an der Leine oder geführt durch eine Leckerlie-Spur. Die Kameras waren tagsüber im Abstand von einem Meter nebeneinander auf einer Linie verteilt. Anschließend bewegten wir Kalle langsam nacheinander in einer Entfernung von 5, 10 und 20 Meter an den Wildkameras vorbei. Nachts wählten wir eine Distanz von fünf Meter, testeten die Modelle allerdings einzeln. Schließlich sollte eine schlechte Kamera nicht vom Blitz eines anderen Modells profitieren.

Eingestellt wurden jeweils die höchsten Video- und Fotoauflösungen und der Modus, in dem die Kameras filmen und fotografieren. Die Filmlänge wurde mit 20 Sekunden festgelegt, die Empfindlichkeit der Kameras auf mittel. Natürlich bietet jedes Modell zahlreiche individuelle Optionen, mit denen sich die Qualität möglicherweise noch optimieren lässt. Allerdings würde es den Rahmen sprengen, jede Kamera mehrfach mit unterschiedlichen Settings zu testen. Deshalb haben wir uns jeweils für einen Kompromiss entscheiden müssen.

Die wichtigsten Fragen

Wie werden Wildkameras mit Strom versorgt?

So gut wie alle Wildkameras beziehen ihren Strom über AA-Batterien. So ist eine Standby-Zeit von bis zu 6 Monaten möglich. Praktisch sind die Optionen, ein Netzteil oder ein Solarpanel anzuschließen.

Welche Vorteile bieten Wildkameras mit integrierter Simkarte?

Wildkameras mit 4G-Modul können Fotos und zum Teil auch Videos direkt an eine App auf Smartphones und Tablets schicken. So kann man Aufnahmen von überall kontrollieren. Außerdem lassen sich fast alle
Einstellungen aus der Ferne vornehmen.

Worauf sollte man achten, wenn die Wildkamera gute Filmergebnisse liefern soll?

Achten Sie auf eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Ganz wichtig: Die Kamera sollte mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde filmen. Einige Modelle filmen nur mit 15 Vollbildern, wodurch die Ergebnisse sehr ruckelig aussehen.

Wie werden Motive nachts aufgehellt?

Wildkameras arbeiten wahlweise mit White-LED-Blitz oder mit Black-LED-Technik. Bei White-LEDs sind Ausleuchtung und Reichweite größer, allerdings kann das sichtbare rote Glühen von Tieren oder Eindringlingen bemerkt werden. Black-LEDs mit unsichtbarem Infrarotblitz fallen nicht auf, haben jedoch mitunter eine geringere Reichweite bei der Aufhellung.

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