Zitruspresse Test: Princess Master Juicer 201851
test
Veröffentlicht: 16.6.2021

Die beste Zitruspresse

Wir haben 9 Zitruspressen getestet. Die beste ist der Princess Master Juicer: Sie hat die höchste Saftausbeute, sieht super aus und macht am wenigsten Krach. Außerdem erledigt sie alles schnell und sauber und hat einen extrem guten Stand. Durch das hochwertige Material ist sie zudem die nachhaltigste Lösung. Preislich bewegt sich der Master Juicer allerdings in der oberen Liga, daher haben wir auch günstigere Alternativen für Sie.

Yvonne Fink
Yvonne Fink ist studierte Wirtschaftsjournalistin und schreibt am liebsten über Lifestyle-Themen, Familie und Kulinarik. Sie hat für Essen & Trinken geschrieben, stand bei Tim Mälzers Kochshow „Schmeckt nicht gibt’s nicht“ hinter der Kamera und leitete selbst ein Restaurant an der Alster. Die fleißige Hobby-Köchin und Mama einer kleinen Tochter testet mit Feuereifer Küchengeräte und alles rund ums Thema Baby.
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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Nichts geht über ein großes Glas frisch gepressten Orangensaft. Sei es zum Frühstück, für die Kinder (Vitamin C!) oder für extra leckere Longdrinks an lauen Sommerabenden mit Freunden. Frisch gepresste Säfte schmecken super und sind obendrein auch noch gesund. Zitruspressen gehören zwar nicht unbedingt zur klassischen Grundausstattung der deutschen Standard-Küche, doch der Trend geht in die Richtung.

Immer mehr Menschen wünschen sich bei den Speisen bzw. Getränken, die sie zu sich nehmen, Transparenz und wenige Zusatzstoffe. Deshalb gibt es auch immer mehr Produkte in den unterschiedlichsten Ausführungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse auf dem Markt. Gut für uns. Denn so können wir selber bestimmen, was in unseren Saft rein kommt und was nicht.

Wir haben 9 Zitruspressen getestet. Vom Fast-Profi-Gerät für 70 Euro bis zum Preistipp für 18 Euro ist alles mit dabei. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Princess Master Juicer 201851

Test Zitruspresse: Princess Master Juicer 201851
Der Master Juicer von Princess hat fast Profi-Qualität, eine sehr hohe Saftausbeute und die Reinigung geht einfach und schnell.

Der Master Juicer von Princess erledigt im besten Preis-Leistungs-Verhältnis das, was er soll: möglichst viel Saft aus unseren  Orangen rauszuholen. Er hat ordentlich Power und presst dank seines Hebelarms mühelos Orangen im Akkord, ohne dabei unangenehm laut zu sein. Durch das hochwertige Material ist diese Presse hoffentlich auch eine der haltbarsten – und damit nachhaltigsten.

Platzwunder

Arendo Zitruspresse

Test Zitruspresse: Arendo Edelstahl Zitruspresse elektrisch
Die Zitruspresse von Arendo überzeugt mit besonders großem Saftauffangbehälter.

Wer viele Gäste zum Brunch erwartet oder wenn die Kinder mal wieder eine Horde durstiger Freunde zu Besuch haben, ist die Zitruspresse von Arendo zu empfehlen. Denn der große Auffangbehälter mit einem Volumen von 1,2 Litern ist ungeschlagen. So bereiten Sie mal eben schnell für alle ausreichend Saft zu – und das ohne zwischendurch das Glas oder die Karaffe wechseln zu müssen. Wer schnell viel Saft auf einmal will und das zu einem günstigen Preis, ist mit der Zitruspresse von Arendo gut beraten.

Preistipp

Braun ‎CJ 3000

Test Zitruspresse: Braun Braun Tribute Collection CJ 3000 Zitruspresse
Die Braun CJ3000 ist kompakt, sehr einfach zu bedienen und überzeugt mit dem günstigen Preis.

Für alle, die ab und zu mal einen frisch gepressten Orangensaft trinken wollen, ist die Braun CJ 3000 die beste Lösung. Sie ist kompakt und platzsparend und hat einen Auffangbehälter für zwei Gläser Saft. Toll ist auch das lange Kabel. So kann man die Presse problemlos neben anderen Küchengeräten unterbringen, ohne ein großes Umräumen zu starten. Damit ist die Zitruspresse optimal für alle, die sie im Bedarfsfall einfach mal aus dem Schrank holen wollen. Und bei dem günstigen Preis kann man auch darüber hinwegsehen, dass sie ein bisschen lauter ist.

Für Profis

Caso CP330 Pro

Test Zitruspresse: Caso CP330 Pro
Die Caso CP330 Pro ist der Ferrari unter den Zitruspressen: sehr hochwertig, sehr leistungsstark und hochpreisig.

Die Caso CP330 Pro könnte, so wie sie ist, auch im Café um die Ecke stehen. Hochwertiger und rostfreier Edelstahl, super Halt dank extrem gut haftender Saugnäpfe und eine federleichte Handhabung durch den Hebelarm machen richtig Spaß. Allerdings ist der Preis auch ganz schön happig. Deshalb ist diese Zitruspresse auf jeden Fall etwas für leidenschaftliche Hobbyköche, die Freude daran haben, ihre Gäste mit dem tollsten Geräten zu beeindrucken. Besonders imposant: der sogenannte Universalpresskegel aus Edelstahl, mit dem man auch Grapefruits und sogar Granatäpfel pressen kann.

Einziger Nachteil, der uns aufgefallen ist: Durch die Kraft der 160-Watt-Maschine rutscht die Orangenhälfte schnell mal vom Presskegel. Wenn man aber den Kniff erstmal raus hat, läuft der Saft wie am Schnürchen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerPlatzwunderPreistippFür Profis
Princess Master Juicer 201851 Arendo Zitruspresse Braun ‎CJ 3000 Caso CP330 Pro Lebenlang LB389 Russel Hobbs 22760-56 Philips HR2752/90 WMF Stelio Bosch MCP3500N
Test Zitruspresse: Princess Master Juicer 201851Test Zitruspresse: Arendo Edelstahl Zitruspresse elektrischTest Zitruspresse: Braun Braun Tribute Collection CJ 3000 ZitruspresseTest Zitruspresse: Caso CP330 ProTest Zitruspresse: Cobus LebenslangTest Zitruspresse: Russel Hobbs 22760-56Test Zitruspresse: Philips HR2752/90Test Zitruspresse: WMF StelioTest Zitruspresse: Bosch MCP3500N
Pro
  • Aus rostfreiem Edelstahl
  • Fester Stand dank Saugnäpfe
  • Sehr hohe Saftausbeute
  • Großer Auffangbehälter
  • Platzsparend
  • Großer Auffangbehälter
  • Kabelaufwicklung
  • Einstellbarer Fruchtfleischanteil
  • Sehr günstig
  • Hochwertige Optik
  • Guter Stand
  • Leichte Bedienbarkeit
  • Platzsparend
  • Großer Auffangbehälter
  • Hochwertige Optik
  • Edelstahlkorpus
  • Cooles Design
  • Sehr leise
  • Hohe Saftausbeute
  • Solider Stand
  • Schlanke Optik
  • Großer Auffangbehälter
  • Schön langes Kabel
  • Einstellbarer Fruchtfleischanteil
Contra
  • Frucht verrutscht beim Pressen etwas
  • Leicht und klapprig
  • Kein guter Stand
  • Komplett aus Kunststoff
  • Ziemlich laut
  • Orangen können beim Pressen verrutschen
  • Sehr groß
  • Teuer
  • Presskegel aus Kunststoff
  • Braucht etwas länger
  • Etwas ausladend
  • Man muss etwas mehr Druck ausüben
  • Nervig zusammenzubauen
  • Etwas klapprig
  • Teile verkeilen sich
Bester Preis
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Leistung160 Watt40 Watt20 Watt‎160 Watt40 Watt60 Watt85 Watt85 Watt25 Watt
Lautstärke73 dB75 dB80 dB81 dB67 dB70 dB60 dB79 dB76 dB
Saftausbeute300 ml250 ml240 ml260 ml275 ml250 ml300 ml250 ml250 ml
Presszeit80 s78 s48 s80 s54 s80 s60 s60 s45 s
SaugnäpfeJaNeinNeinJaNeinNeinNeinNeinNein
Aufsatz für kleine FrüchteNeinJaNeinNeinJaJaNeinJaNein
SchutzabdeckungNeinJaNeinNeinJaJaJaJaJa
Saftauffang im GerätJaNeinNeinJaNeinJaJaJaNein
Zusatz-AuffangbehälterJaJaJaNeinJaNeinNeinNeinJa
Abmessungen33 x 21,4 x 33,8 cm20 x 20 x 27 cm16 x 15 x 16 cm32 x 20,5 x 32 cm14,4 x 12,3 x 20 cm16,8 x 16,2 x 27 cm26,4 x 26,4 x 28,5 cm15 x 16 x 26 cm20 x 22 x 17,8 cm
Gewicht2,7 kg0,8 kg0,7 kg3,24 kg0,7 kg1,2 kg‎1,5 kg1,7 kg0,9 kg

Was Sie über Zitruspressen wissen müssen

Frisch gepresster Saft – ob nun von Orange, Zitrone oder Limette – schmeckt immer besser als gekaufter, abgepackter Saft – sei er noch so frisch. Zudem ist frischer Saft immer gesünder. Warum? Ganz einfach: Die wertvollen Vitamine bauen sich rasend schnell ab, wenn sie mit Sauerstoff und Sonnenlicht in Kontakt kommen. Sobald ein »frisch gepresster« Saft also einige Zeit im Kühlregal im Laden stand, hat er lange nicht mehr so viele Vitamine wie der Saft, den wir uns in der Küche selbst zubereiten. Also: Orange aufschneiden, fertig, los!

Warum eine Zitruspresse kaufen?

Doch warum unbedingt eine elektrische Zitruspresse, wenn es auch mit der Hand geht? Für zwischendurch, wenn man zum Beispiel beim Backen ein bisschen Zitronensaft benötigt oder eine leckere Nudelsauce oder ein Salatdressing mit einem Schuss frischem Orangensaft verfeinern will, ist der Handbetrieb völlig okay. Aber für größere Mengen Saft wird das Auspressen mit der Hand oder mit einer manuellen Presse doch schnell zur Tortur.

Zitruspresse Test: Zitruspresse
Frisch gepresster Saft ist gesünder und schmeckt besser!

Deshalb lohnt es sich allemal in eine elektrisch betriebene Zitruspresse zu investieren. Die produziert in kurzer Zeit große Mengen Saft und schont nicht nur das Handgelenk sondern auch den Geldbeutel, weil man mit Hilfe einer elektrischen Zitruspresse viel mehr Saft aus seiner Orange rausbekommt. Schafft man sich also eine elektrische Presse an, hat man das ausgegebene Geld relativ zügig wieder drin.

Noch ein Pluspunkt ist, dass die meisten strombetriebenen Pressen die Möglichkeit bieten, den Anteil des besonders gesunden Fruchtfleischs selbst zu bestimmen. So können Sie selbst variieren: völlig stückchenfrei (für die nörgelnden Kids) oder mit maximaler Ausbeute der sehr gesunden Frucht-Membranen für z. B. eine leckeren Cocktail am Abend.

Welche Arten von Zitruspressen gibt es?

Zitruspressen gibt es mit zwei Mechanismen: Entweder presst man die halbierte Frucht mit der Hand auf den Presskegel, der dann automatisch anfängt zu rotieren, oder die Zitrusfruchthälften werden mithilfe eines Hebels auf den Presskopf gedrückt, der sich dann ebenso automatisch dreht.

Beide Varianten funktionieren super, wobei man bei der Variante mit der Hand ein bisschen mehr Halt hat. Denn beim Testen der Hebelarm-Pressen sind uns die Orangenhälften mehrfach etwas verrutscht, sodass wir sie nachjustieren mussten, um eine optimale Saftausbeute zu bekommen. Bei den Pressen, bei denen man die Früchte mit der Hand auf den rotierenden Presskegel drückt, ist der Halt perfekt. Dafür ist die aufzuwendende Kraft etwas höher und die Finger verkrampfen leichter als bei der Variante mit dem Hebelarm.

Mit manchen Modellen können auch Limetten verarbeitet werden

Einige Zitruspressen kommen mit einer praktischen Sonderausstattung. Zum Beispiel haben viele Pressen einen Extra-Presskopf für kleinere Zitrusfrüchte mit dabei. Das bedeutet, dass man ohne großen Aufwand oder Umbaumaßnahmen auch Limetten, Zitronen und Co. pressen kann.

Für die optimale Saftausbeute sorgt die Funktion der Wechselrotation. Das bedeutet, dass der Presskegel sich erst in die eine und dann in die andere Richtung dreht. So wird das Fruchtfleisch besonders intensiv ausgequetscht und kein Tropfen Saft geht verloren. Auch Fruchtfleisch, das im Auffangsieb landet, wird durch die drehende Bewegung noch mal besonders intensiv ausgedrückt – Kerne bleiben dabei trotzdem im Sieb hängen.

Direkt ins Glas oder lieber auf Masse pressen? Manche Zitruspressen haben die Möglichkeit, zwischen den beiden Varianten zu wählen. Durch einen hochklappbaren Ausguss sammelt sich der Saft in einer Auffangschale. Das Volumen der Auffangschalen variiert hier immer ein wenig von Modell zu Modell. Ist man fertig mit dem Pressen, klappt man den Ausguss einfach wieder runter und der ganze Saft fließt in den gewünschten Behälter – sei das nun eine Karaffe oder ein Glas. Der Ausguss bewährt sich auch als Tropfschutz. Entscheidet man sich z. B. dazu seinen Saft direkt ins Glas zu pressen, läuft immer noch etwas Saft nach, auch wenn man bereits fertig ist. Klappt man hier einfach den Ausguss hoch, tropft nichts mehr.

Ein Auffangbehälter ist praktisch

Eine weitere Variante ist die mit dem Auffangbehälter. Hier kann man nicht direkt ins Glas oder die Karaffe pressen, sondern der Saft sammelt sich in einem Behälter direkt unter dem Presswerk. Das ist sehr praktikabel, weil man nur das Presswerk abnehmen muss und dann den Auffangbehälter, so wie er ist, auf den Tisch stellen kann. Er dient also auch als Karaffe, wenn man will.

Egal, für welches Produkt man sich am Ende entscheidet: Alle können in die Geschirrspülmaschine bzw. die Teile, die mit Saft in Berührung gekommen sind. Das ist bei den nach dem Pressen sehr klebrigen Geräten ein enormer Vorteil. Wichtig ist, dass man die Zitruspressen sehr zeitnah nach der Verwendung einmal kurz unter Wasser abspült und am besten ganz reinigt. Gerade die feinen Membranen des Fruchtfleischs können sonst sehr hartnäckig an der Presse kleben bleiben.

Zitruspresse Test: Princess Master Juicer 201851

Testsieger: Princess Master Juicer

Der sehr hübsche Princes  Master Juicer überzeugt mit höchster Saftausbeute, robustem und langlebigem Material und ausgezeichneter Standfestigkeit. Sie ist leicht zu reinigen, geschirrspülmaschinengeeignet – und kostet nicht die Welt. Mehr kann man von einer Alltagspresse nicht erwarten.

Testsieger

Princess Master Juicer 201851

Test Zitruspresse: Princess Master Juicer 201851
Der Master Juicer von Princess hat fast Profi-Qualität, eine sehr hohe Saftausbeute und die Reinigung geht einfach und schnell.

Der Master Juicer ist sehr solide. Der Hebelarm wackelt nicht und lässt sich leicht bedienen. Der Presskegel eignet sich für kleine und große Früchte und die Zitruspresse lässt sich kinderleicht auseinanderbauen, was sehr bei der Reinigung hilft. Dank der Saugnäpfe unter dem Sockel steht die Zitruspresse wie eine Eins.

Zitruspresse Test: Princess Master Juicer 201851
Die Princess Master Juicer ist toll verarbeitet und presst richtig viel Saft.

Der leistungsstarke Motor holt wirklich den letzten Tropfen aus unseren Orangen raus: 300 Milliliter. Das war das Maximum im Test. Mit 80 Sekunden hat das zwar auch etwas gedauert, das lag aber daran, dass die Orangenhälften durch die Power der Maschine etwas verrutscht sind. Sie war auch sehr leise – nur als die Orangenhälfte verrutscht war, ging die Lautstärke kurz auf 73 Dezibel hoch.

Wer gerne viel und oft frischen Zitrussaft trinkt und ein Gerät haben möchte, das im Küchenbild einen festen Platz hat, ist mit dem Master Juicer bestens beraten.

Nachteile?

Außer der anfänglichen Schwierigkeit die Frucht auf dem Presskegel zu fixieren, gibt es hier nichts zu beanstanden. Und auch hier hat man den Dreh im wahrsten Sinne schnell raus.

Princess Master Juicer im Testspiegel

Noch gibt es keine seriösen Tests zum Master Juicer – sobald welche erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Zitruspressen gibt es wirklich unzählige. Fast alle Hersteller von Küchenkleingeräten haben eine oder sogar mehrere im Sortiment. Für alle Bedürfnisse und finanzielle Mittel ist etwas dabei.

Platzwunder: Arendo Zitruspresse

Was die Auffangmenge angeht, ist die Arendo Zitruspresse unerreicht. Mit ihren 1,2 Litern Fassungsvermögen schlägt sie alle Testkandidaten um Längen. Die Zitruspresse eignet sich gerade wegen des Auffangvolumens optimal für Familien mit Kindern.

Platzwunder

Arendo Zitruspresse

Test Zitruspresse: Arendo Edelstahl Zitruspresse elektrisch
Die Zitruspresse von Arendo überzeugt mit besonders großem Saftauffangbehälter.

Sie sieht ein bisschen aus wie ein moderner Wasserkocher. Bis auf den Edelstahlfuß besteht das Gerät aus robustem Kunststoff und ist somit leichter (‎836 Gramm) und auch minimal wackeliger als der Testsieger von Princess. Trotzdem hat die Arendo einen guten, soliden Stand und man kann mühelos und schnell viele Orangen auf einmal pressen. Der Presskegel dreht sich geschmeidig ohne viel Geruckel geschmeidig in beide Richtungen und presst so das Fruchtfleisch zusätzlich aus.

Wir fanden es auch toll, dass die Zitruspresse von Arendo mit einem Kunststoffdeckel geliefert wird. Denn, muss mal alles flott gehen, ist es gut, wenn man den Presskopf bis zur Reinigung kurz abdecken kann. So trocknet der Matsch aus Fruchtfleisch und Kernen nicht so gnadenlos fest, wie er es ohne täte. Auch im Stand-by-Modus ist dieser Staubschutz Gold wert. Denn durchs tägliche Kochen setzten sich schnell mal Fettpartikel und Staub an den Kunststofflamellen fest. Kein Mensch hat Zeit und Lust, ein Gerät VOR der Verwendung erstmal gründlich zu reinigen.

Preiswert: Braun CJ 3000

Die Braun CJ 3000 war das preiswerteste Modell unter unseren Probanden im Test 06/2021. Hier wird sich auf das Wesentliche konzentriert: Saft pressen.

Preistipp

Braun ‎CJ 3000

Test Zitruspresse: Braun Braun Tribute Collection CJ 3000 Zitruspresse
Die Braun CJ3000 ist kompakt, sehr einfach zu bedienen und überzeugt mit dem günstigen Preis.

Kein Schnickschnack, kein Edelstahl, kein besonders leistungsstarker Motor sondern gerade mal 20 Watt – und trotzdem eine absolute Kaufempfehlung. Denn die Braun CJ 300 presst schnell (48 Sekunden für 240 Milliliter) und solide und hat sogar noch einen Fruchtfleischanteil-Regulator. Auch hier sorgt der in beide Richtungen drehende Presskegel für maximale Saftausbeute. Und zwar startet die Richtung mit jedem neuen Aufsetzen einer Frucht in die jeweils andere Drehrichtung als vorher. So simpel, so gut.

Auch toll gelöst ist die Sache mit dem Fruchtfleischanteil. Man dreht einfach den gesamten Aufsatz auf die gewünschte Stärke. Wobei 1 für wenig und 5 für viel Fruchtfleisch steht. Clever ist auch, dass die Messskala auf dem Auffangbehälter der Braun schwarz gedruckt ist und nicht transparent, wie bei anderen Geräten. So kann man auch bei vollem Behälter super erkennen, wie viel Ausbeute man sich erpresst hat.

Die Zitruspresse ist super handlich und schwups wieder gereinigt und im Schrank verstaut – optimal also für Leute, die gelegentlich Zitrussaft pressen wollen.

Profi: Caso CP330 Pro

Vorweg: Die Caso CP330 Pro war die teuerste unserer Test-Teilnehmer. Wir sagen: zurecht! Denn der gebürstete Edelstahl und der elegante Hebelarm, der das Pressen so leicht macht, dass man quasi gar keinen Druck ausüben muss machen diese Zitruspresse zum absoluten Luxus-Objekt. Auch der Universalpresskegel trägt zu diesem exquisiten Gesamteindruck bei.

Für Profis

Caso CP330 Pro

Test Zitruspresse: Caso CP330 Pro
Die Caso CP330 Pro ist der Ferrari unter den Zitruspressen: sehr hochwertig, sehr leistungsstark und hochpreisig.

Die Caso CP330 Pro presst in kurzer Zeit Orangensaft im Akkord. Bei 160 Watt ist sie damit aber auch am lautesten (81 Dezibel), was aber nicht stört. Die erste Orangenhälfte verrutschte uns durch die Power des Motors. Aber auch hier hatten wir schnell raus, wie man die Frucht flott fixiert. Der Hebelarm lässt sich sehr geschmeidig bedienen, der Motor surrt und schon ist die gesamte Frucht ausgepresst. Es bleibt wirklich nur noch die leere Schale über.

Sie ist die einzige Zitruspresse im Test, die einen Presskegel aus hochwertigem Edelstahl hat. Das sieht nicht nur super aus, sondern sorgt auch dafür, dass sich der Presskegel noch leichter reinigen lässt. Das Auffangsieb ist ebenso aus Edelstahl gearbeitet und fängt das gesamte Fruchtfleisch und alle Kerne vollständig auf. Klasse finden wir die Saugnäpfe unter dem Motor-Sockel, die für einen bombenfesten Stand sorgen – praktisch beim doch gelegentlich feuchten Saftpressen!

Rundum ist die Caso CP330 Pro eine sehr luxuriöse Zitruspresse für anspruchsvolle Hobby-Köche.

Außerdem getestet

Lebenlang LB389

Die kompakte Lebenlang ist der Arendo in ihrem Handling sehr ähnlich, allerdings fasst sie mit 700 Milliliter nur ungefähr halb so viel Flüssigkeit. Dafür ist sie schön klein (‎14,4 x 12,3 x 20 cm) und lässt sich sehr einfach bedienen, reinigen und wieder verstauen, wenn man es denn möchte. Trotz Einfachheit kommt sie mit zwei unterschiedlich großen Presskegeln, was das Pressen von diversen Zitrusfrüchten möglich macht.

Besonders gut hat uns hier die Saftausbeute von 275 Millilitern gefallen. Sehr praktisch zum Servieren ist auch der Henkelgriff. Punktabzug gibt es für das Material. Der Kunststoff ist leicht und nicht sonderlich robust. Wir würden auch deshalb eher zur sehr ähnlichen Arendo raten, da sie noch mehr Saft auffangen kann und nicht viel teurer ist.

Philips HR2752/90

Sie sieht nicht nur ein bisschen aus wie ein Raumschiff, sie klingt auch so: Die Philips HR2752/90 schnurrt leise wie ein Kätzchen. Mit 60 Dezibel war sie mit Abstand die leiseste Maschine im Test. Geschmeidig presst sie in guter Geschwindigkeit so viel Saft, wie es nur wenige Testgeräte geschafft haben: 300 Milliliter. Eine Empfehlung in Sachen Qualität gibt es dafür auf jeden Fall.

Allerdings ist das Design nicht für jeden was. Das ausladende Presswerk nimmt unnötig viel Platz in der Küche ein und fügt sich auch optisch nicht gut ein. Die Philips HR2752/90 ist ähnlich teuer wie der Testsieger Princess Master Juicer 201851, kann auch genauso viel Saft pressen und ist dabei sogar leiser, sieht aber sehr gewöhnungsbedürftig aus. Deshalb unsere Empfehlung: Wem es nicht um die Optik geht, der macht mit der Philips HR2752/90 definitiv keinen Fehler.

WMF Stelio

Die WMF Stelio ist in Sachen Luxus der Caso CP330 Pro recht ähnlich. Auch hier gilt: hochwertiger Edelstahl, sehr robuster Stand, super Optik. Auch die Kosten sind mit knapp 40 Euro für eine hebellose Zitruspresse ganz ordentlich. Aber auch hier ist der Preis es durchaus wert. Zwei Presskegelgrößen, ein 85-Watt-Motor und der Edelstahlsiebeinsatz machen ordentlich was her.

Trotz der Power mussten wir schon etwas Kraft aufwenden, um 250 Milliliter Saft zu pressen. Das ist etwas enttäuschend, denn sie sieht aus, als könne sie mehr. Mit 79 Dezibel ist sie auch in Sachen Lautstärke eher im höheren Bereich. Fazit: Für den Preis gibt es bessere Zitruspressen.

Russel Hobbs 22760-56

Sie ist der WMF Stelio in Größe, Gewicht und Optik recht ähnlich, doch der Preis der Russel Hobbs überzeugt. Da sieht man gern darüber hinweg, dass sie nur 250 Milliliter Saft aus drei Orangen presst. Dafür ist sie auch noch ca. zehn Dezibel leiser.

Auch sie mach das Pressen von unterschiedlich großen Zitrusfrüchten möglich, da sie mit zwei verschieden großen Presskegeln geliefert wird. Wir finden: eine solide Zitruspresse für den alltäglichen Gebrauch in Luxus-Optik.

Bosch MCP3500N

Die Bosch MCP3500N ist die einzige Zitruspresse, von der wir wirklich sagen: Lassen Sie das lieber. Wir konnten die guten Bewertungen und Rezensionen im Netz so gar nicht verstehen. Ja, sie hat einen schön großen Auffangbehälter, ein richtig langes Kabel und zwei Siebe für einen variabel einstellbaren Fruchtfleischanteil. ABER: Wir haben schon beim Auspacken des Kartons halb die Nerven verloren.

Denn die zwei Aufsätze, die den Fruchtfleischanteil regulieren, waren verkeilt. Es hat Minuten gedauert diese (intakt) auseinander zu bekommen und dann wieder richtig zusammenzusetzen. Auch das Pressen war einfach nur nervig, denn die gesamte Haptik und die Handhabung sind schlicht klapprig. Die Reinigung ging so flott wie bei allen anderen Zitruspressen auch. Aber bis wir die Maschine reinigen konnten, mussten wir sie erst mal wieder auseinander gebaut bekommen. Die beiden Siebe waren derartig mit dem Presskopf verkeilt, dass wir fast aufgegeben haben. So macht Saftpressen definitiv keinen Spass. Die vergleichbare Braun CJ 3000 ist eine deutlich bessere Alternative im selben Preissegment.

So haben wir getestet

Wir haben aus dem riesigen Angebot 9 Zitruspressen ausgewählt und mit jeweils drei Saftorangen gleicher Größe getestet. Die drei Orangen wiegen jeweils ziemlich genau 570 Gramm. Wichtig war für uns natürlich vor allem die Saftausbeute. Bei allen Zitruspressen lag sie zwischen 240 und 300 Millilitern.

Auch die Lautstärke haben wir gemessen, indem wir mit einem Dezibel-Messer im Abstand von 30 Zentimetern die Geräuschkulisse erfasst haben. Ergebnis: Alle Zitruspressen sind wirklich ziemlich leise. Beim Pressen war uns wichtig: Wie standfest ist das Gerät? Verrutscht es? Verrutschen die Einzelteile?

Zitruspresse Test: Gruppenfoto
Alle Zitruspressen aus dem Test 06/2021 (im Hintergrund links ist die H.Koenig AGR86, die defekt geliefert und nicht getestet wurde).

Dann haben wir noch geprüft, wie gut das Fruchtfleisch aufgefangen wird und ob die Kerne sauber vom Saft getrennt werden. Auch das war bei allen Zitruspressen der Fall. Da gab es wirklich keine Abweichungen. Außer natürlich bei den Pressen, bei denen ein höherer Fruchtfleischanteil gewünscht und entsprechend einstellbar ist. Um eine Vergleichbarkeit zu erzielen, haben wir aber auch diese Zitruspressen in der Funktion »ohne Fruchtfleisch« getestet.

Dann haben wir auch noch die Zeit gestoppt. Wie lange dauert es, bis alle drei Orangen gepresst und der Saft im Glas bzw. im Behälter ist? Hier gab es eklatante Unterschiede.

Zum Schluss haben wir getestet, wie gut sich die Zitruspressen reinigen lassen. Alle Pressen bzw. die jeweiligen Press-Aufsätze dürfen in die Geschirrspülmaschine dürfen. Mehr Sinn macht es aber meist, sie gleich mit der Hand zu spülen. Daher haben wir das auch so getestet. Auch hier gab es kaum Unterschiede: Alle 9 Zitruspressen ließen sich ziemlich unkompliziert unter fließendem Wasser abspülen. Je mehr Teile die Geräte hatten, desto länger dauerte diese Prozedur natürlich.

Darüber hinaus haben wir die Optik, die Wertigkeit des Materials, die Handhabung, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Bedienbarkeit bewertet.

Die wichtigsten Fragen

Wie reinigt man eine Zitruspresse am besten?

Alle Zitruspressen, die wir getestet haben, waren geeignet, um in der Geschirrspülmaschine gereinigt zu werden (exklusive des Motorblocks). Am schnellsten und effektivsten geht jedoch die Reinigung unter fließend Wasser mit einer weichen Spülbürste. So erwischt man garantiert auch ggf. eingekeilte Zitruskerne und jeden noch so kleinen Fitzel Fruchtfleisch. Gerade die feinen Siebe laufen in der Geschirrspülmaschine  Gefahr eher noch mehr Schmutz-Kleinteile aufzufangen.

Worauf muss man beim Kauf einer Zitruspresse achten?

Am wichtigsten ist es zu überlegen, wozu die Presse genutzt werden soll. Ab und zu mal ein Glas Saft pressen? Oder tagtäglich eine Horde durstiger Kinder mit Saft versorgen? Denn es gibt sehr verschiedene Produkte auf dem Markt, die von der Funktion, aber auch vom Preis auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Kann man mit einer Zitruspresse nur Orangen pressen?

Nein. Viele Geräte kommen mit einem extra Presskegel, der sich auch zum Pressen von kleinen Zitrusfrüchten, wie z.B. Limetten und Zitronen eignet. Einige Hersteller haben Zitruspressen, die sogar ganze Granatäpfel gepresst bekommen.

Wie wichtig ist die Wattzahl einer Zitruspresse?

Nicht so relevant, wie man denkt. Denn auch Zitruspressen mit einer geringen Wattzahl können ordentlich Saft herstellen. Ggf. muss man ein wenig mehr Druck ausüben und ein bisschen mehr Geduld mitbringen. Doch die Wattzahl beeinflusst die Saftausbeute am Ende wenig.

Kann man Zitruspressen auch mit Batterie betreiben?

Nein. Alle von uns getesteten Geräte können ausschließlich per Kabel mit Strom versorgt werden.

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