Beamer Test: Beamer Benq W2700 Copyright: Lukmanazis / Shutterstock
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Die besten Beamer

Wir haben 37 Beamer getestet. Einen einzigen besten Beamer gibt es allerdings nicht, denn bei Videoprojektoren kommt es sehr auf den Anwendungsfall an. Der beste Beamer fürs Heimkino ist für uns der Epson EH-TW9400 aus dem LCD-Lager, oder der BenQ W5700 für alle, die DLP bevorzugen. Im Wohnzimmer liefern der BenQ TK850i mit DLP-Technik und der Epson EH-TW7100 als LCD-Beamer die besten Ergebnisse, beide sogar in 4K und mit HDR. Bei Präsentationen in hellen Räumen, aber auch fürs Public Viewing eignet sich der BenQ TH585 am besten – keiner bietet mehr Helligkeit zum aufgerufenen Preis.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, av-magazin.de, Heimkino, HIFI.DE und d-pixx.
Letztes Update: 11. November 2022

Wir haben einige neue Beamer fürs Heimkino und fürs Wohnzimmer getestet. Im Heimkino löst der Epson EH-TW9400 den EH-TW7400 an der Spitzenposition ab, weil der nicht mehr verfügbar ist. Darüber hinaus löst der neue Sony VPL-XW5000ES den Sony VPL-VW290 in den Empfehlungen für native UHD-Beamer ab.

Bei den Geräten fürs Wohnzimmer löst der BenQ X3000i den X1300i als Gaming-Empfehlung ab, weil er diesbezüglich noch besser optimiert ist. Der Epson EH-TW6150 löst den Vivitek HK2200 als Preistipp ab, weil der nicht mehr verfügbar ist. Neu hinzugekommen ist der BenQ TK700STi als Empfehlung für kurze Projektions-Distanz.

11. März 2022

Der Ultrakurzdistanz-Beamer Viewsonic X1000-4K ist bei den Wohnzimmer-Beamern neu hinzugekommen, an den Empfehlungen ändert das aber nichts.

2. September 2021

Wir haben den neuen BenQ V7000i in den Test aufgenommen, er gehört zur Gattung der sogenannten Laser TVs und verfehlte nur knapp unsere Empfehlung bei den Beamern fürs Wohnzimmer.

16. Juli 2021

Wir haben mit dem Sony VPL-VW290 den Nachfolger des VPL-VW270 getestet und ihn in unsere Empfehlungen mit aufgenommen.

11. Juni 2021

Wir haben drei neue Beamer getesetet. Bei den Wohnzimmer-Beamern hat der Ultrakurzdistanz-Beamer Epson EH-LS300B den Benq V6050 nach nur wenigen Monaten als Empfehlung abgelöst.

Bei den Beamern für Public Viewing und Präsentation hat der BenQ TH535 als Testsieger abgelöst, der ist nicht mehr verfügbar. Außerdem ist der Acer H6518STi dort unsere neue Empfehlung für Kurzdistanz-Projektionen.

9. Februar 2021

Bei den Beamern fürs Wohnzimmer hat der Benq TK850i den TK850 auf dem Siegerpodest abgelöst. Der Benq V6050 löst den Xiaomi Laser Projector Mi 150 bei den Ultrakurzdistanz-Projektoren ab, und der BenQ X1300i belegt die neue Empfehlung für Gaming-Beamer, der LG Largo4k HU70LS musste seinen Platz als Streaming-Empfehlung räumen, weil unser neuer Favorit das ebenfalls hervorragend beherrscht.

30. April 2020

Wir haben vier neue Beamer fürs Wohnzimmer getestet. Der neue Testsieger ist der BenQ TK850. Auch der Vivitek HK2200, der Xiaomi Laser-Projector MI 150 und der LG Largo 4K HU70LS sind neue Empfehlungen.

17. Januar 2020

Wir haben drei neue Beamer fürs Wohnzimmer getestet. Der BenQ W2700 ist unser neuer Testsieger. Auch die Modelle EH-TW7100 und EH-LS500 von Epson konnten eine Empfehlung erringen.

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Beamer erfreuen sich auch außerhalb des Büros schon seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Vor allem als Ersatz für einen großen Fernseher oder im Freien für Public Viewing bei Großereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft. Aber auch für den gemütlichen Filmabend sind Videoprojektoren ein tolles Erlebnis, daher setzen auch Heimkinoenthusiasten auf ein projiziertes Bild.

Aber kein Beamer kann alles gleich gut. Fürs Public Viewing braucht man vor allem einen sehr lichtstarken Projektor, da das nicht in abgedunkelten Räumen stattfindet. Fürs Heimkino kommt es dagegen mehr auf hohen Kontrast und natürliche Farben an. Und wer im Wohnzimmer Filme oder Fernsehen gucken will, braucht irgendwas dazwischen.

Daher haben wir unseren Beamer-Test in drei Kategorien aufgeteilt, so bekommt jeder den Beamer, den er braucht.

Was ist das perfekte Beamer-Bild?

Kaum stellen die Fernsehsender ihre Programme endlich aufs FullHD-Format mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten um, ist die Hardware- und auch die Filmindustrie schon wieder einen Schritt weiter: Mit dem Ultra High Definition (UHD) kommt die vierfache FullHD-Auflösung auf Leinwand und Display, das Bild besteht dann aus 3.840 × 2.160 Pixeln.

Bei Fernsehern ist UHD längst Standard, bei Beamern aber noch längst nicht. Projektoren, die diese Pixelflut bewältigen können, sind immer noch sehr teuer. Halbwegs bezahlbare Projektoren mit nativer 4K-Auflösung (UHD) gibt es nur mit LCD-Technik, deshalb haben wir die in unseren Test mit aufgenommen. Die bezahlbaren DLP-Beamer liefern dagegen »nur« FullHD Auflösung, die dann mehrmals und mit leichtem Versatz an die Leinwand geworfen wird – quasi als UHD light.

UHD bringt Beamer ins Schwitzen

Damit ist der UHD-Standard jedoch noch nicht komplett ausgeschöpft, denn er erlaubt neben der höheren Bildauflösung auch einen größeren Kontrastumfang (High Dynamic Range – HDR), sowie einen Farbraum, der den bislang geforderten bei Weitem übertrifft. Gerade der höhere Kontrastumfang – also ein helleres Weiß bei gleichzeitig dunklerem Schwarz – stellt Beamer vor enorme Herausforderungen.

Während es in der Bildschirmtechnik durchaus noch Potential in beide Richtungen gibt – also sowohl tieferes Schwarz als auch mehr Helligkeit – haben Beamer-Systeme nur bedingt die Möglichkeit, mehr Helligkeit bei gleichbleibendem Schwarzwert zu liefern.

Der größere Farbumfang ist dagegen bei vielen Beamern jetzt schon möglich. Oft schaffen sie eine akkurate Farbdarstellung allerdings erst nach aufwändiger Kalibrierung. Bestenfalls ist ein präzise justierter Farbraum bereits in den Voreinstellungen festgelegt und abrufbar.

Für Präsentation und Public Viewing gelten andere Regeln

Das gilt hauptsächlich für Beamer im Heimkino, fürs Wohnzimmer nur noch bedingt und kaum für Präsentationen und Public Viewing, denn dort hat eine hohe Lichtausbeute äußerste Priorität. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch über einen hellen Projektor den Spielfilm nach der Fußballübertragung ansehen kann. Nur muss man dann einige Farbabweichungen in Kauf nehmen: so tendiert sattes Grün oft eher in Richtung Gelb, was den Helligkeitseindruck erhöht. Oft sind auch die Farben generell etwas kühler abgestimmt, Weiß lässt dann eine leichte Tendenz in Richtung Blau erkennen.

Zwar gibt es meistens Bildvoreinstellungen mit dem Namen Kino, Cinema oder Film, doch ist die Wirkung meistens nicht so effektiv wie bei einem waschechten Heimkino-Beamer. Der wird dafür aber auch nicht die Helligkeit erreichen, die für Projektionen in hellen Räumen oder draußen nötig ist.

Beamer Technik-Überblick: DLP, LCD, UHP, LED

Bei der LCD-Technik wird die Lichtmenge für das jeweilige Bild durch den mehr oder weniger lichtdurchlässigen LCD-Chip gesteuert. Sogenannte DLP-Projektoren machen das anders, hier wird das Licht der Projektionslampe durch feinste Klappspiegel auf einem Chip nach Bedarf reflektiert.

DLP versus LCD – zwei Technologien mit Stärken und Schwächen

Der störende Regenbogeneffekt (RBE) von DLP-Projektoren, für den manche Menschen empfindlich sind, tritt bei LCD-Beamern nicht auf. Warum ist das so? Für das Bild vom DLP Projektor sind die winzigen Klappspiegel zuständig, diequasi ständig in Bewegung sind. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Farben durch ein schnell rotierendes Farbrad erzeugt werden. Da ist also viel Bewegung im Spiel, was bei manchen Inhakten zu ebendiesem Regenbogeneffekt führt. Abhilfe könnte ein Beamer mit gleich drei DLP-Chips schaffen, so das jede der Grundfarben (Rot, Grün und Blau) über jeweils einen Chip gesteuert wird. Das Farbrad wird dann nicht mehr benötigt, sodass auch die die Drehbewegung einfach weg fällt. Allerdings sind Projektoren mit drei DLPs selten und teuer, dass Texas Instruments weltweit der einzige DLP-Hersteller ist vereinfacht die Sache nicht.

LCD-Beamer verfügen dagegen für jede der drei Grundfarben (Rot, Grün und Blau) über einen LCD, ein rotierendes Farbrad wird nicht benötigt. Allerdings kommt es hier schon mal zu einem leichten Versatz der drei Farben, was sich in feinen Säumen gerade an Linien bemerkbar macht und so den Schärfeeindruck schmälert. Die exakte Abdeckung jedes Bildpunktes mit allen drei Grundfarben nennt man Konvergenz, den Versatz folgerichtig Konvergenzfehler.

Die Lichtquelle ist sowohl bei der DLP- als auch bei der LCD-Technik die gleiche – nämlich eine UHP-Lampe (Ultra High Performance). Sie wird so heiß, dass sie gekühlt werden muss, dennoch ist ihre Lebensdauer begrenzt. Zwar kann sie durchaus mehrere tausend Betriebsstunden betragen, gewechselt werden muss sie trotzdem irgendwann – zumal sich auch die Farbtemperatur altersbedingt verändert und so die optimale Farbwiedergabe nicht mehr gewährleistet ist.

UHP-Lampen müssen ausgetauscht werden – das kann ins Geld gehen

Wer jetzt denkt, einfach Glühlampe wechseln und fertig, der irrt. Denn UHP-Lampen für Projektoren sind teuer: Zwischen 100 und 400 Euro muss man für eine solche Ersatzlampe hinlegen. Unter anderem aus diesem Grund ist ein Betrieb im Eco-Modus sinnvoll, die Lampe hält dann länger und die Lüfter laufen leiser.

LED und Laser

So langsam bahnen sich bezüglich der Lichtquelle alternative Technologien den Weg: Gerade im Bereich von Präsentation und Business sind langlebige, energieeffiziente und robuste Lichtquellen gefragt, schließlich wird so ein Beamer auch mal transportiert. Das gleiche gilt für Allrounder fürs Wohnzimmer und für Beamer zum Rudelgucken sowieso. Aber auch im klassischen Heimkino machen sich zusehends alternative Lichtquellen breit.

War Optoma vor wenigen Jahren mit dem HD91 als erster Hersteller mit LEDs als Leuchtmittel im Heimkino unterwegs, so gibt es heute keinen Hersteller mehr, der ausschließlich auf die UHP-Lampe setzt, mindestens ein Modell mit Laser oder LED als Leuchtmittel hat jeder.

Auch die Preise haben, bedingt durch die sukzessiv steigenden Stückzahlen, deutlich nachgegeben, die Laser-Beamer in unserem Test sind zwar teurer als Ihre UHP-Pendants, das lässt sich aber durch die bessere Energieeffizienz und die längere Lebensdauer mittlerweile kompensieren. Für Firmen oder generell Kunden, die einen Projektor (auch) für Präsentationen nutzen, stellt sich diese Frage schlicht nicht, entscheidend ist, dass die Lichtquelle problemlos das ganze Beamer-Leben lang hält und somit Wartungskosten und Ausfallzeiten weitestgehend vermieden werden.

Die Distanz zur Leinwand

Benötigt man für die Projektion eines Bildes von etwa zwei Metern Breite mit einem normalen Beamer gut und gerne einen Abstand von über zwei bis vier und mehr Metern zur Leinwand, kommt ein Kurzdistanz-Projektor locker mit Entfernungen um die zwei Meter hin. Das ist von Vorteil, wenn entweder die Räumlichkeiten keinen größeren Abstand zulassen, oder man den Beamer lieber zwischen Sitzgruppe und Leinwand platziert, weil dann nicht jedesmal ein Schatten auf der Leinwand erscheint, sobald sich jemand vom Sessel erhebt. Näher dran steht nur noch ein Utrakurzdistanz-Beamer, dessen Abstand liegt deutlich unter einem Meter, sodass der Beamer problemlos auf dem Sideboard platziert werden kann. Dort bietet es sich dann an, direkt eine Soundbar zu integrieren, womit die entsprechenden Beamer oft einen besseren Sound haben als die meisten Fernseher.

Test: Die besten Beamer – Heimkino Beamer2 e1536921434565

Der beste Heimkino-Beamer

Wir haben mit 15 Beamern im Test eine Auswahl getroffen, die eine gute Übersicht über den aktuellen Markt für Heimkino-Beamer gibt, sowohl seitens der Preise, als auch hinsichtlich der cineastischen Ansprüche.

Preislich beginnt unsere Auswahl bei schlanken 1.400 Euro, reicht allerdings bis 5.500 Euro hinauf. Dieser stolze Preis wird für den aktuell günstigsten Beamer mit nativer 4K-Auflösung, den Sony VPL-VW290, fällig. Gegenüber dem Vorgänger VPL-VW270 ist die UVP allerdings um 500 Euro gestiegen. Als direkten Konkurrenten hat JVC denDLA-N5 ins Rennen geschickt. Der markiert bei JVC ebenfalls den Einstieg in die 4K-Projektion, ist nochmal knapp 500 Euro teurer, hat aber auch einige interessante Features mehr zu bieten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger LCD

Epson EH-TW9400

Test besten Beamer: Epson EH-TW9400
Der beste LCD-basierte Beamer mit 4K- und HDR-Kompatibilität.

Der Epson EH-TW9400 setzt auf ein bewährtes Chassis, der eigentliche Bildgeber arbeitet mit FullHD-Auflösung, die entsprechend für 4K-Wiedergabe aufbereitet wird. Dieser Trick, namens eShift funktioniert beim TW9400 hervorragend. Dank geschickten Feintunings ist es gelungen, dem Beamer zudem etwas mehr Helligkeit zu entlocken und gleichzeitig den Kontrast zu erhöhen. Das macht sich besonders gut bei HDR-Inhalten, die zudem bei Bedarf individuell abgestimmt werden können. Die komfortable Installation dank flexibler, motorisierter Optik sucht in dieser Klasse mittlerweile ihresgleichen.

Testsieger DLP

BenQ W5700

Test  besten Beamer: BenQ W5700
Zur Zeit der beste DLP-basierte Beamer mit 4K- und HDR-Kompatibilität, ab Werk kalibriert.

Der Benq W5700 bringt den Komfort, den man in der Preisklasse über 2.000 Euro erwartet mit, der horizontale und vertikale Lensshift sorgt zusammen mit dem 1.6-fachen Zoom für eine flexible Aufstellung. Er ist kompatibel mit 4K-, HDR- und sogar mit 3D-Inhalten, lässt sich sogar via USB-Schnittstelle über externe Speichermedien mit Inhalten versorgen. Als ganz besonderen Service stellt BenQ den W5700 ab Werk korrekt auf den BT.709 HDTV-Farbraum sowie den erweiterten DCI-P3 Kino-Farbraum ein, das entsprechende, individuelle Messprotokoll liegt dem Beamer bei.

Nativer 4K-Beamer

Sony VPL-XW5000ES

Beamer Test: Vplxw5000q Mid
Der VPL-XW5000ES ist der günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung und Laser-Lichtquelle.

Mit dem Sony VPL-XW5000ES hat der Hersteller nun den günstigsten Beamer mit nativer 4K-Auflösung und Laser-Lichtquelle auf dem Markt. Die Laser-Lichtquelle sorgt zusammen mit der hervorragenden Bildverarbeitung für knackscharfe, und brillante Bilder. Die Lichtausbeute des Lasers ist so groß, dass der XW5000 auch im nicht perfekt abgedunkelten Wohnzimmer-Kino eine gute Figur macht, sofern man das nötige Kleingeld übrig hat.

Günstigster nativer 4K-Beamer

JVC DLA-N5

Beamer Test: Jvc Dla N5
Der aktuell günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung kommt von JVC, er ist hervorragend ausgestattet und liefert eine bestechend gute Bildqualität.

JVC hat mit dem DLA-N5 nicht nur den Anschluss an Sony geschafft, sondern sogar noch eines draufgelegt. Der JVC DLA-N5 schafft es vom Start weg, nicht nur den HDTV Normfarbraum (BT.709) abzubilden, er erreicht zudem quasi auf Knopfdruck und ohne Kalibrierung den erweiterten DCI-Farbraum, der auch im echten Kino gefordert ist. Außerdem glänzt der JVC mit hervorragenden Kontrastwerten, wobei er von einer sogenannten adaptiven Iris, also einer automatischen Blende, unterstützt wird, ein Feature, was den direkten Konkurrenten von Sony nach wie vor abgeht.

Vergleichstabelle

Testsieger LCDEpson EH-TW9400
Testsieger DLPBenQ W5700
Nativer 4K-BeamerSony VPL-XW5000ES
Günstigster nativer 4K-BeamerJVC DLA-N5
JVC DLA-NP5
Sony VPL-VW290
Sony VPL-VW270
Optoma UHD51
Test besten Beamer: Epson EH-TW9400
  • Einfache Installation
  • Motorisierte Optik (Zoom, Fokus, Lensshift per Fernbedienung)
  • Perfekte Farbeinstellungen auf Knopfdruck
  • Günstig
  • Keine native 4K-Auflösung
Test  besten Beamer: BenQ W5700
  • 4K- und HDR-kompatibel
  • Ab Werk auf zwei Norm­farb­räume kalibriert
  • HDR-Feinabstimmung möglich
  • Verfügt über eine adaptive Iris
  • Keine native 4K-Auflösung
  • Die Iris ist zu hören
Beamer Test: Vplxw5000q Mid
  • Hervorragende Bild­qualität mit native 4K-Auflösung und HDR-Unterstützung
  • Sparsame Laserlichtquelle
  • Manuelles Objektiv
  • Recht hoher Preis
Beamer Test: Jvc Dla N5
  • Hervorragende Farbtreue quasi aus dem Stand
  • Sehr gute Bildqualität in UHD und HDR
  • Adaptive Iris
Test besten Beamer: JVC DLA-NP5
  • Hervorragende Farbtreue
  • Verbesserte HDR-Performance
  • Enorm laufruhig
  • Adaptive Iris
  • Ziemlich teuer
Beamer Test: Sony Vpl Vw290 B Schwarz
  • Hervorragende Bild­qualität mit native 4K-Auflösung und HDR-Unterstützung
  • Sehr hohe Bildschärfe
  • Hohe Signal­kompatibilität
  • Hoher Preis
Test  besten Beamer: Sony VPL-VW270
  • Native 4K-Auflösung
  • Hervorragender Kontrast
  • Akkurate Farbdarstellung
  • Hohe Signalkompatibilität
  • Ziemlich teuer
Test besten Beamer: Optoma UHD51
  • Sehr gute Detailauflösung
  • Sehr gute Kontrastwerte
  • Günstiger Preis
  • Keine native 4K-Auflösung
  • Wenig Zoom
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Beamer Test: Epson Eh Tw9400 Front

Testsieger LCD: Epson EH-TW9400

Der Epson EH-TW7400 war lange Zeit der günstigste Heimkino-Beamer, der UHD-Videos projizieren konnte. Die Produktion wurde mittlerweile eingestellt, und Restbestände gibt es kaum noch. Wir haben ihn daher durch den EH-TW9400 ersetzt, der ist zwar etwas teurer, hat aber auch einiges mehr für ein gepflegtes Heimkino zu bieten. Außerdem liegt er preislich immer noch deutlich unterhalb der Konkurrenz mit nativer 4K-Auflösung. Auch den TW9400 gibt es außer in Schwarz auch in weißen Gehäuse, er heißt dann

Testsieger LCD
Epson EH-TW9400
Test besten Beamer: Epson EH-TW9400
Der beste LCD-basierte Beamer mit 4K- und HDR-Kompatibilität.

Die Qualitäten des EH-TW9400 gehen weit über die Bildqualität hinaus, er bietet, wie allerdings auch schon der kleinere Bruder, einen Bedienkomfort ohnegleichen: Da mit Fokus, Zoom und Shift die gesamte Optik motorisiert ist, also per Fernbedienung gesteuert werden kann, lässt er sich bequem vom Sessel aus perfekt auf die Leinwand ausrichten. Als Hilfestellung kann man per Tastendruck ein Testbild einblenden. Nach dem Einschalten fährt aber erstmal die Abdeckung des Objektivs automatisch zur Seite – allein das hat schon was.

Die verschiedenen Einstellungen, beispielsweise für Filme mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen, lassen sich als Objektiv-Presets abspeichern und bei Bedarf abrufen. Auch der üppig bemessene zweifach Zoom trägt dazu bei, dass der Epson sich hervorragend bezüglich Leinwandabstand und gewünschter Bilddiagonale anpassen lässt.

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Beamer Test: Epson Eh Tw9400 Fronttop
Beim EH-TW9400 ist die Optikm komplett motorgesteuert, sogar der Objektiv-Schutz fährt bei Einschalten automatsich zur Seite.
Beamer Test: Epson Eh Tw9400 Bedieneinheit
Das Bedienfeld am Beamer erlaubt trotz der wenigen Tasten eine umfassende Bedienung, sie verschwindet normalerweise hinter einem Schieber.
Beamer Test: Epson Eh Tw9400 Back
An Schnittstellen ist alles vorhanden, was im Heimkino benötigt wird; auch eine RS232 sowie eine 12V-Trigger Buchse für Steuerungsaufgaben.
Beamer Test: Epson Eh Tw9400 Fb
Die Fernbedienung ist großzügig gestaltet und die Tasten leuchten bei Bedarf im abgedunkelten Heimkino.

Ebenfalls wichtig fürs Heimkino: Der EH-TW9400 ist nicht nur leise, er ist sehr leise. Selbst wenn die Lampe im hellsten Standardmodus leuchtet, schnurrt er kaum über die 30-dB-Grenze hinaus vor sich hin. Im Eco-Modus, welcher der Leinwand immer noch hervorragende 1100 farbkalibrierte Lumen beschert, wird er nahezu unhörbar. Die Kollegen aus dem DLP-Lager sind aus technischen Gründen oft etwas lauter unterwegs, was aber zumeist vom Filmton locker überdeckt wird.

Kompatibel mit UHD und HDR

Zwar verfügt der EH-TW9400 über keine native 4K-Auflösung, sondern arbeitet, wie seine Kollegen, mit einer Interpolation via eShift. Dafür kostet er aber nicht mal die Hälfte dessen, was Sony für seinen günstigsten, nativen 4K-Strahler VPL-VW290 aufruft.

Ebenfalls auf der Haben-Seite ist die sehr gute HDR-Unterstützung, bei der gerade der EH-TW9400 gegenüber seinem Vorgänger nochmal deutlich draufgesattelt hat. Sicher gibt es Beamer mit höherem Kontrast, gerade aus dem DLP-Lager, dennoch kann er nach dem Feintuning mit einer eindrucksvollen HDR-Performance punkten, zumal diese sich je nach Bildinhalt in mehreren Stufen anpassen lässt, oder man wählt hier einfach eine der beiden automatischen Anpassungen aus.

Aus den Vollen kann der Epson dann bei der Farbdarstellung schöpfen. Die Bildeinstellung steht werksseitig im »Hellen Kino«-Modus, standardmäßig ist hier die mittlere Helligkeitsstufe aktiv und bringt dann eine Lichtleistung von weit über 1500 Lumen an die Leinwand.

Viele Einstellungen zur Bild­optimierung

Beschränkt man sich auf den für FullHD-Kino gesetzten Farbraum (BT.709), reicht eine Reduktion der Lampenleistung auf den flüsterleisen Mittel- oder Eco-Betrieb und die Auswahl der Presets »Natürlich«. Prompt zeigt er sich farblich von seiner besten Seite. Auch die Farbtemperatur folgt der Einstellung von 6500 Kelvin fast bis aufs Grad genau, und das linear über den gesamten Helligkeitsbereich hinweg.

 Beamer Test: Epson Box
Epson EH-TW9400 bei Auslieferung: Der EH-TW9400 wird im hellen »Bright Cinema« Preset ausgeliefert. Das Bild ist etwas kühl abgestimmt, Weiß tendiert leicht in Richtung Violett. Alles in allem ist er perfekt fürs suboptimal abgedunkelte Wohnzimmer geeignet.

Allerdings erfordern die UHD-Spezifikationen die Darstellung eines Farbraumes, der den BT.709 weit übertrifft. Auch für diesen Fall hat der Epson eine Voreinstellung: im Preset »Digitales Kino« deckt er den Farbraum weit über die BT.709-Norm hinaus ab, er trifft damit sogar den Kino-Standard, wie der Name schon sagt. Für aktuelle UHD-Produktionen ist er also bestens gerüstet, jeder zusätzliche technische Aufwand, gerade auch bezüglich der Bildauflösung, schlägt sich deutlich im Preis nieder.

 Beamer Test: Epson Cal
Epson EH-TW9400, eingestellt: Die Lampe haben wir auf »Eco«-Betrieb gestellt, die Bildeinstellungen auf »Natürlich«, die Farbtemperatur steht auf 6.500 Kelvin, die er auch durch die Bank mustergültig einhält. Der Normfarbraum wird ohne weitere Maßnahmen akkurat wiedergegeben. Mit der Einstellung »Digital Kino« lässt sich der Farbraum auf Kino-Norm ausdehnen, was aber nicht für jede Produktion geeignet ist.

Kurz und gut, der TW9400 bietet Kinofeeling für Erwachsene und das bei flexibler Installation und mit wenig Einstellungsaufwand. Dank der hohen Lichtausbeute macht der Epson sogar im Wohnzimmer eine gute Figur, sogar hier mit sehr ordentlichen Kontrastwerten. Die Ausrichtung ist aber eindeutig: Je dunkler der Raum ist, umso besser kann sich unser Favorit entfalten.

Plastisches Bild ganz ohne 3D

Im komplett dunklen Testraum erreicht er schon mit normalen Blu-rays in FullHD-Auflösung ein beeindruckendes Kinoerlebnis und bleibt dabei nahezu unhörbar. Legt man dann eine UHD-Scheibe ein, die wie »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« zudem das HDR-Logo für erweiterte Dynamik trägt, wirkt das Bild geradezu plastisch, ganz ohne 3D. Besser kann das nur der VPL-VW290 der noch mehr Details zeigt, mit einem sichtbar höheren Kontrast. Allerdings kostet der auch mehr als das Doppelte.

Nachteile?

Größtes Manko des Epson EH-TW9400 ist sicherlich, dass die 4K-Auflösung lediglich durch Interpolation einer FullHD-Auflösung realisiert wird, andererseits ist ein Beamer mit nativer 4K-Auflösung mehr als doppelt so teuer.

Analoge Anschlüsse hat der Epson ebenfalls nicht. Ist man darauf angewiesen, weil man nicht das komplette Equipment neu kaufen möchte, sollte man sich den Optoma UHD51 anschauen, der hat zumindest noch eine VGA-Buchse.

Epson EH-TW9400 im Testspiegel

In der Audiovision (06/2019) erreichte der Epson ein »sehr gutes« Ergebnis mit 87 von 100 Punkten. Zusätzlich erlangt er das Prädikat »Highlight«. Tester Ekki Schmidt fasst sein Ergebnis folgendermaßen zusammen:

»Kein anderer Projektor bietet zu diesem Preis eine so große Flexibilität in Kombination mit einem hellen und dynamischen Bild inklusive HDR-UHD-Kompatibilität. Bei der Zwischenbildberechnung und der nativen Panel-Auflösung ist allerdings noch Luft nach oben.«

Die Zeitschrift Heimkino (05/2019) vergibt die Note 1,1 mit dem Prädikat »überragend« und dem Zusatz »Referenzklasse«. Getestet wurde die »W«-Variante mit Wireless-Option und weißem Gehäuse, diese ist allerdings nicht mehr verfügbar:

»Epson hat mit dem EH-TW9400W auch die aktuelle Generation des 9000er-Chassis nochmals aufgebohrt und ganz nebenbei ist sogar der UVP gesunken. Wieder einmal beweist Epson, dass der 9000er eine hervorragende Grundlage bildet, hoffentlich in absehbarer Zeit auch für 4K-Vergnügen ohne eShift.«

Alternativen

Andererseits wimmelt es dank der Aufholjagd aus dem DLP-Lager unterhalb dieser 2.000 Euro-Schwelle von »günstigeren« heimkinotauglichen Beamern. Es geht aber auch teurer, dafür mit nativer 4K-Auflösung.

DLP-Favorit: BenQ W5700

Der W5700 von BenQ ist schon ab Werk auf die beiden wichtigsten Norm-Farbräume justiert. Auf die Erfüllung des HDTV-Farbraumes (BT.709) und des erweiterten Kino-Farbraumes (DCI-P3) gibt man sogar Brief und Siegel. Jedem W5700 liegt ein Kuvert im schönsten BenQ-Violett bei, worin die entsprechende Messung dokumentiert ist, und zwar ganz individuell für jeden Beamer.

Testsieger DLP
BenQ W5700
Test  besten Beamer: BenQ W5700
Zur Zeit der beste DLP-basierte Beamer mit 4K- und HDR-Kompatibilität, ab Werk kalibriert.

Wie es sich für einen anständigen Heimkino-Projektor gehört, verfügt der W5700 über eine hervorragende Optik, die nicht nur für ein scharfes Bild sorgt, sondern sich außerdem perfekt auf die Leinwand ausrichten lässt. Zwei Einsteller oben auf dem Gehäuse bilden den Lensshift, mit dem Sie die Optik auch bei leicht schräger Aufstellung des Beamers perfekt senkrecht zur Leinwand ausrichten können. Je ein großer Ring an der Optik sind für die Einstellung von Fokus und Zoom zuständig. Sämtliche Einstellungen müssen per Hand vorgenommen werden, motorisierte Optiken gibt es nur im LCD-Lager oder zum höheren Preis.

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Beamer Test: Benq W5700 Front
Beamer Test: Benq W5700 Optik
Beamer Test: Benq W5700 Fernbedienung
Beamer Test: Benq W5700 Back
Beamer Test: Benq W5700 Zert

Eine akkurate Farbreproduktion ist natürlich Grundvoraussetzung für ein eindrucksvolles Heimkino-Erlebnis. In Zeiten von Filmen, die das Publikum außer mit 4K-Auflösung zudem mit dynamischem, hochkontrastigem Material beeindrucken wollen, muss auch der Beamer dem gewachsen sein. Das kann der BenQ tatsächlich, zwar wird auch hier die Bildauflösung aus einem FullHD-DLP-Chip hochgerechnet, das funktioniert aber mit jeder Generation besser.

 Beamer Test: Benq W5700 Box
Der BenQ W5700 ist schon ab Werk auf den HDTV Farbraum kalibriert, die Farbtreue ist hervorragend, die Lampe läuft im hellen Standardbetrieb, damit liefert der BenQ selbst im helleren Wohnzimmer ein brillantes, kontrastreiches Bild.

Auch die Optik, die groß vorn auf dem W5700 prangt, ist den hochauflösenden Bildsignalen durchaus gewachsen. Zudem ist sie noch sehr flexibel, mit einem 1,6-fachen Zoom und dem Lensshift, der sowohl horizontal als auch vertikal wirkt, dürfte die Aufstellung in keinem Wohnzimmer oder Heimkino mit allzu großen Schwierigkeiten verbunden sein.

 Beamer Test: Benq W5700 Cal
Im Eco-Betrieb ist das Bild etwas dunkler, das Schwarz ist nochmal tiefer, der Farbraum wird nach wie vor perfekt abgebildet, In den Einstellungen lässt sich sogar der erweiterte Kino-Farbraum aktivieren, den der BenQ auch akkurat wiedergibt.

Dank der werksseitigen Kalibrierung und der Auslieferung im Bildmodus »Cinema« der schon den HDTV-Normfarbraum vorgibt, kann der BenQ quasi direkt aus dem Karton loslegen. Nur die Lampe leuchtet im hellen Standardbetrieb, was eine hohe Lichtausbeute mit sich bringt, aber die Lebensdauer der Lampe um die Hälfte verkürzt. Können Sie den Kinoraum perfekt dunkel machen, reicht der Eco-Modus der Lampe vollkommen aus und bietet ganz nebenbei auch den besseren Schwarzwert.

Der W5700 erkennt HDR-Inhalte automatisch und stellt die entsprechenden Bildparameter optimal darauf ein. Im Menüpunkt HDR-Helligkeit bietet er die Möglichkeit eines Feintunings, der Kontrast kann jeweils zwei Stufen in Richtung hell oder dunkel verschoben werden, so können Sie das Bild je nach Geschmack bzw. Film optimieren.

Im Gegensatz zu den ersten günstigen DLP-Beamern mit 4K-Auflösung, kann der BenQ W5700 zudem 3D-Inhalte wiedergeben, vorausgesetzt, sie verfügen über die optional erhältliche Shutterbrille.

Wer unempfindlich gegenüber dem sogenannten Regenbogeneffekt (RBE) ist, erhält mit dem BenQ W5700 einen gut durchdachten Heimkino-Beamer, der quasi plug and play einsetzbar ist.

Der günstigste UHD-Laser-Beamer: Sony VPL-XW5000

De Sony VPL-XW5000ES ist der günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung, der über eine Laser Lichtquelle verfügt. Er ist kein Nachfolger des VPL-VW290, der diesen Platz vorher belegte, sondern eine komplette Neuentwicklung. Deshalb ist auch der VW290 nach wie vor verfügbar, er ist zudem deutlich größer als der XW5000, was nicht nur an der verwendeten Lichtquelle liegt. Beide gibt es außer in Schwarz auch in wohnzimmerfreundlichem Weiß.

Nativer 4K-Beamer
Sony VPL-XW5000ES
Beamer Test: Vplxw5000q Mid
Der VPL-XW5000ES ist der günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung und Laser-Lichtquelle.

Der VPL-XW5000ES ist zwar zu einem ähnlichen Preispunkt zu haben, wie sein Bruder, der VW290 mit herkömmlicher Lampe, allerdings ist die Laser-Technik aktuell noch so viel teurer als die alten UHP Lampen, dass sogleich die Frage im Raume stand, wie es gelingen konnte, den Preispunkt von immerhin knapp 6.000 Euro zu halten. Ganz einfach: Es wurde an anderer Stelle gespart, wenn man genau hinsieht, sogar an mehreren anderen Stellen.

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Beamer Test: Sony Vplxw5000 Front
Der Sony VPL-XW5000 ist deutlich schlanker gehalten als die Sonys mit herkömmlicher Lampe.
Beamer Test: Sony Vplxw5000 Side
Bedien- und Anschlussfeld sind an einer Seite untergebracht.
Beamer Test: Sony Vplxw5000 Ws
Der VPL-XW5000 ist auch in wohnzimmerfreundlichem Weiß zu haben.
Beamer Test: Sony Vpl Vw290 Fb
An der Fernbedienung waren offenbar keine Änderungen notwendig. Die drei Tasten rund um das Steuerkreuz sind allerdings schon mal Anlass für eine Fehlbedienung.

Was man nicht sieht, ist das neue SXRD-Panel, also das eigentlich bildgebende Bauteil. Es ist mit etwas kleiner als in dem 290-er und verfügt mit 3840 x 2160 Pixeln zudem über eine etwas geringere Auflösung. Da die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln jedoch exakt der UHD-Auflösung entspricht, ist das kein Nachteil. Was man indes direkt sieht – aus dem Beamer lugt eine verkleinerte Optik, die zudem noch nicht einmal motorisiert ist. Das heißt im Klartext: Sämtliche Einstellungen, wie Schärfe, Zoom und Lensshift müssen von Hand vorgenommen werden. Das wird zwar für gewöhnlich nur einmal, nämlich bei der Erstinstallation fällig, kann aber je nach Standort des Beamers durchaus umständlich sein.

Spätestens dann fällt auch die nächste Einsparmaßnahme auf: Ein Zweifach-Zoom ist in dieser Preisklasse – und auch darunter – eigentlich Standard. Nicht so beim XW5000 – der muss mit vergleichsweise knappem 1,6-Fach-Zoom auskommen. Das weiß man natürlich vor der Auswahl des Standortes, schränkt aber nichtsdestotrotz die Einsatzmöglichkeiten des Beamers erheblich ein.

Auf der Haben-Seite steht einerseits der geringere Energieverbrauch des Lasers im Betrieb, bei gleicher Helligkeit, andererseits die schon sprichwörtlich lange Lebensdauer des Leuchtmittels. Im Schnitt hält der Laser nämlich sogar viermal so lange wie eine vergleichbare UHP-Lampe. Der XW5000 hat zwar, ebenso wie der VW290 adaptive Blende, dafür nutzt er aber die technische Möglichkeit, dass man die Laser-Lichtquelle in der Helligkeit regeln kann, und zwar ans Filmgeschehen angepasst. Die UHP Lampe ist dazu viel zu träge. Entsprechend kann man beim XW5000ES den neuen Bild-Prozessor viel besser nutzen als beim 290er.

Die Fernbedienung hat sich bei Sony seit einigen Generationen nicht wesentlich verändert. Sie ist groß und handlich, das Tastenlayout übersichtlich und die Tasten leuchten bei Bedarf im dunklen Heimkino auf. Leider hat man auch am Design des Steuerkreuzes festgehalten, welches von drei weiteren Tasten eingerahmt wird. Gerade für Neulinge kann es da schon mal zu ungewollten Fehlbedienungen kommen.

Ab Werk läuft der Sony im Bildmodus »Kino Film 1« bei maximaler Laser-Heligkeit. Mit 6900 Kelvin ist er eher kühl abgestimmt, was im Wohnzimmer allerdings sehr gut funktioniert, und ohnehin mit wenigen Klicks korrigiert ist. Der ab Werk eingestellte »Farbraum 3« deckt den erweiterten DCI-Farbraum bereits zu fast hundert Prozent ab.

 Beamer Test: Sony Hdr Lampe Niedrig
Der Sony wird im Bildmodus »Kino Film1« im hellen Laser-Modus ausgeliefert. Die Farbtemperatur ist eher kühl abgestimmt, was sich aber mit wenigen Schritten korrigieren lässt. Der erweiterte DCI-Farbraum wird zu fast 100 Prozent abgedeckt.

Liegt HDR-Material an, schaltet der Sony automatisch in den »Kino Film 1 (HDR)« Modus um. Das bedeutet, dass die Gammakorrektur jetzt weitestgehend der vorgeschriebenen PQ-Kurvenform folgt, dabei jedoch in der Spitzenhelligkeit sanft abflacht, sodass keine unschönen Clipping-Artefakte in Form von überstrahlten Bildanteilen entstehen. Der erweiterte DCI-Farbraum bleibt dabei quasi unangetastet.

 Beamer Test: Sony Hdr Lampe Hoch
Die gleiche Szene, nur mit hoher Lampenhelligkeit: Die schemenhafte Darstellung des Hinterkopfes in der linken Bildhälfte ist nun viel deutlicher zu erkennen, ohne dass die dunklen Partien zu stark aufgehellt werden. Die hellen Elemente auf Kragen und Revers der Dame sind ebenfalls viel akzentuierter.

Gerade die HDR-Inhalte profitieren sichtbar vom neuen Prozessor, hier ist es insbesondere die Kontraststeuerung, welche direkt den Laser anspricht, indem er durch die Analyse der einzelnen Szenen die Laserhelligkeit in Echtzeit anpasst, dadurch kann man die nicht vorhandene adaptive Blende zum großen Teil kompensieren. Eine Preisklasse höher gibt es dann sogar eine Kombination aus Laser- und Blendensteuerung.

Die Bewegungserkennung und -kompensation, auch Zwischenbildberechnung oder Motionflow genannt, profitiert ebenfalls schlicht von der höheren Rechenleistung des neuen Bildprozessors. Bewegungen und Schwenks können in mehreren Stufen zwischen scharf und ruckelig sowie smooth und flüssig dargestellt werden, ganz wie es Ihnen gefällt – oder was das Quellsignal hergibt.

Außerdem sind in der Bildverarbeitung die genauen Daten der eingesetzten Optik hinterlegt, sodass nun auch die leichtesten Unschärfen, die zumeist an den Rändern und in den Ecken auftreten, Pixel für Pixel kompensiert werden können. Das Ergebnis ist ein hochauflösendes, knackscharfes Bild bis in die Ecken hinein.

Der Helligkeitsgewinn aus der Laser-Lichtquelle beschert dem Sony nochmal einen gewaltigen Puffer, der selbst im wenig abgedunkelten Wohnzimmer noch für hervorragende Kontraste sorgen kann, womit der XW5000ES auch dort eine sehr gute Figur macht – dann allerdings eher im weißen Gehäuse.

Mit echter 4K-Auflösung: JVC DLA-N5

Mit dem JVC DLA-N5 setzt JVC ein Statement in der Einstiegsklasse der Beamer mit nativer 4K-Auflösung. Die hervorragenden Kontrastwerte und der hohe Bedienkomfort sprechen für den JVC, ganz besonders hat uns die Farbreproduktion gefallen, der DLA-N5 zeigt sich auch ohne aufwändige Kalibrierung von seiner farbtreuen Seite.

Günstigster nativer 4K-Beamer
JVC DLA-N5
Beamer Test: Jvc Dla N5
Der aktuell günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung kommt von JVC, er ist hervorragend ausgestattet und liefert eine bestechend gute Bildqualität.

Der DLA-N5 ist die direkte Antwort auf den Sony VPL-VW270, der einige Zeit unsere Empfehlung für den günstigsten Heimkino-Beamer mit nativer 4K-Auflösung und HDR-Kompatibilität stellte. Auch preislich liegen beide mittlerweile auf Augenhöhe, obwohl der JVC nach unserer Meinung etwas mehr zu bieten hat.

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Beamer Test:  Jvc Dla N5
Beamer Test:  Jvc Dla N5 Rückseite
Beamer Test: Fernbedienung Jvc Dla N5
Beamer Test: Jvc Dla N5 Weiss

Die Installation des DLA-N5 ist erwartungsgemäß komfortabel, wobei die motorisierte Optik die perfekte Ausrichtung auf die Leinwand erleichtert – alles einfach per Fernbedienung. Wer möchte, kann zudem wichtige Bildparameter wie Farbton und Helligkeit quasi per Knopfdruck individuell auf die jeweilige Leinwand optimieren, dazu sind die gängigsten Leinwände in den insgesamt 148 Screen-Modi hinterlegt und können dort ausgewählt werden.

 Beamer Test: Jvc Hell
Ausgeliefert wurde der JVC zwar im Lampenmodus »gering«, die Umstellung der Lampe in den hellen Betrieb bringt wie erwartet ein Plus an Helligkeit, sodass auch im Wohnzimmer noch ein kontrastreiches Bild projiziert wird. Die Farbtreue bleibt dabei nahezu perfekt, auch der erweiterte DCI-Farbraum wird wie gefordert fast komplett abgedeckt.

Diese Einstellungen können zusammen mit denen der Optik in mehreren Presets hinterlegt werden. Was eigentlich einem mobilen Beamer, der auf wechselnde Rahmenbedingungen angepasst werden soll, gut zu Gesicht stünde, erscheint für den stationär ausgelegten JVC leicht übertrieben. Dieses Feature ist eigentlich auch etwas für hartgesottene Kino-Freaks, die schon mal über mehr als eine Leinwand verfügen.

Die Lens-Memory, die bis zu fünf unterschiedliche Konfigurationen der Optik als Preset abspeichert, zum Beispiel, um gelegentlich einen Anamorphoten, also eine 21:9 Vorsatzlinse zu aktivieren, hat der DLA-N5 von seinen FullHD-Kollegen übernommen, ein nicht zu unterschätzender Komfort.

 Beamer Test: Jvc Eco
Der JVC erreichte uns tatsächlich mit der Lampe im Eco-Betrieb, der Lüfter ist fast unhörbar leise, der Kontrast ist enorm und die Farbtreue ist jetzt schon perfekt, auch die Anpassung an den erweiterten Kino-Farbraum (DCI) gelingt auf Anhieb mustergültig.

Davon unabhängig war das Modell in unserem Test auf den Bild-Modus »Natürlich« eingestellt und lief mit geringer Lampenhelligkeit, was uns außer einem geringen Betriebsgeräusch obendrein noch eine vorbildliche Farbreproduktion beschert, wie die anschließende Messung mit dem Calman-Messsystem bestätigt. Im Grunde ist der DLA-N5 also direkt betriebsbereit.

Wir waren jedoch vor allem an der Leistungsfähigkeit des JVC in Sachen HDR interessiert. Die entsprechenden Spezifikationen fordern ja außer einer erhöhten Kontrastdynamik auch einen erweiterten Farbraum. Deshalb stellen wir den Bild-Modus auf HDR, der dann zudem den erweiterten DCI-Farbraum zur Verfügung stellt. Die Messung zeigt dann eine tatsächliche Abdeckung des erweiterten DCI-P3 Farbraumes bis zu 80 Prozent, was für einen Beamer ein hervorragendes Ergebnis ist, zumal der JVC das über nahezu alle Sättigungsstufen sehr homogen macht, von der Grün-Sättigung einmal abgesehen. Hier gibt es allerdings auch in höheren Preisregionen kein besseres Ergebnis.

Bezeichnend ist zudem, dass es dem DLA-N5 gelingt, auch den Gammawert entsprechend anzupassen. Hier gilt es, das Gamma an die sogenannte PQ-Kurve anzugleichen, für einen Beamer keine leichte Aufgabe. Aber auch hier schlägt sich der JVC sehr gut. Das lässt sich nicht nur messtechnisch ermitteln, bei entsprechendem Ausgangsmaterial erfreut uns der DLA-N5 mit nahezu plastischen, knackscharfen Bildern und sorgt zudem mit seiner nochmals verfeinerten ClearMotionDrive genannten Bewegungserkennung und Zwischenbild-Berechnung gleichzeitig für flüssige Bewegungen.

Filmfreunde, die es sich leisten können, kommen am JVC DLA-N5 kaum vorbei: Mit seiner hohen Lichtausbeute eignet er sich dabei nicht nur fürs gut abgedunkelte Heimkino, sondern schafft auch im Wohnzimmer-Kino eine kontrastreiche und farbtreue Projektion. Gamer oder Cineasten mit noch höherem Anspruch holen dagegen mit dem VC DLA-NP5 – für knapp 1.000 Euro mehr – alles aus dem Beamer heraus, was zur Zeit für unter 10.000 Euro geht.

Außerdem getestet

JVC DLA-NP5

Der JVC DLA-NP5 unterscheidet sich äußerlich so gut wie gar nicht vom DLA-N5, selbst auf dem Papier ist es erstmal nur der zusätzliche Buchstabe in der Typenbezeichnung. Auch den NP5 gibt es außer in Schwarz auch in weißem Gehäuse.

Unter dem Gehäuse hat sich dagegen einiges getan, so wurden die beiden HDMI-Anschlüsse, immer schon bekannt für hohe Datenraten, hier sogar nochmal aufgebohrt. Sie bieten nun die enorme Bandbreite von 48 Gigabit pro Sekunde, was für reine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz bei 4K-Auflösung reicht, und vor allem die Herzen der Gaming-Fraktion höher schlagen lässt.

Das ist allerdings noch nicht alles, würde auch kaum den gegenüber dem DLA-N5 leicht angehobenen Preis erklären. Konnte man bei dem noch per Update eine verbesserte HDR-Wiedergabe erreichen, so ist dies beim DLA-NP5 bereits fest integriert. Er profitiert vom sogenannten Tone Mapping: In der Frame Adapt HDR Einstellung analysiert die Bildverarbeitung das maximale Schwarz und die höchste Lichtausbeute jedes einzelnen Bildes und passt die entsprechenden Parameter in Windeseile an. Der Clou ist, dass man von dieser automatischen Nachjustierung so gut wie nichts mitbekommt, außer dass das Bild insgesamt noch kontrastreicher wirkt, als ohnehin schon.

Ansonsten liefert er auf Anhieb eine exzellente Farbtreue, und deckt mit HDR-Inhalten selbst den erweiterten DCI-Farbraum zu über 90 Prozent ab. Die Iris arbeitet zuverlässig und leise, überhaupt gehört das motorgesteuerte Objektiv zum Besten, was man in dieser Preisklasse bekommt. Kurz und gut; er vereint sämtliche hervorragenden Eigenschaften, die wir schon vom DLA-N5 kennen, und packt noch einiges für Enthusiasten oben drauf. Da der NP5 etwa 1.000 Euro teurer ist, fällt die Entscheidung ziemlich eindeutig aus: Der DLA-NP5 ist was für Gamer und Cineasten, die wirklich das letzte Fitzelchen aus ihrer Kino-Installation herausholen möchten und dafür die 1.000 Euro gerne zusätzlich investieren.

Sony VPL-VW290

Der Sony VPL-VW290 ist mit der günstigste Beamer mit nativer 4K-Auflösung. Der musste sich jetzt allerdings mit dem XW5000ES der Konkurrenz aus eigenem Hause geschlagen geben. Aus Gründen, die Sie im entsprechenden Test finden, wurde der VW290 von seinem Platz als günstigster 4K-Beamer verdrängt .

Die Leuchtkraft reicht beim VPL-VW290 allerdings auch für das gut abgedunkelte Wohnzimmer aus. Immerhin bringt er selbst im Eco-Betrieb der Lampe noch gut 800 Lumen an die Leinwand. Wenn das nicht reicht, bietet der helle Lampenbetrieb genug Reserven, um selbst HDR-Produktionen noch gerecht zu werden. Dann hält allerdings die Lampe nicht mehr so lange. Sony gibt deren Betriebsdauer zwar mit 6.000 Stunden an, das bezieht sich aber auf den Eco-Betrieb.

Allerdings sollten selbst bei intensivem Gebrauch einige Jahre vergehen, bis beim VPL-VW290 ein Lampenwechsel ansteht. Bis dahin gibt es vom Start weg kontrastreiche Filme mit natürlichen Farben, selbst bei anspruchsvoller UHD-Filmkost.

Bei der Installation liefert der Sony den gewohnten Komfort, über den auch die teureren Geschwister verfügen. Die Optik verfügt über einen 2-fach-Zoom und einen weiten Lensshift. Zoom und Lensshift sind ebenso motorisiert wie der Fokus für die Bildschärfe. Der Beamer kann also getrost unter die Decke gehängt und die Optik dann bequem per Fernbedienung optimal auf die Leinwand ausgerichtet werden. Zur Unterstützung kann zudem ein Gitter-Testbild eingeblendet werden.

Schon ab Werk – wo der Sony in den Bildmodus »Kino Film 1« eingestellt wird – verwöhnt er mit einer perfekten Farbtemperatur von 6.500 Kelvin und einem weit überdeckten HDTV-Farbraum. Liegt HDR-Material an, schaltet der Sony automatisch um. Das bedeutet, dass die Gammakurve für weitestgehend an die erforderliche Werte angepasst wird, und dass Ihnen die Einstellungen der verschiedenen HDR-Abstufungen per Fernbedienung zugänglich sind.

Ein wenig mehr HDR-Performance holt der neue Bildprozessor aus dem VPL-VW290 heraus, wenngleich er nicht die fehlende adaptive Iris ersetzen kann. Insbesondere die Bewegungserkennung und -kompensation, auch Zwischenbildberechnung oder Motionflow genannt, profitiert dagegen schlicht von der höheren Rechenleistung des X1 Bildprozessors. Bewegungen und Schwenks können in mehreren Stufen zwischen scharf und ruckelig sowie smooth und flüssig dargestellt werden, ganz wie es Ihnen gefällt – oder was das Quellsignal hergibt.

Außerdem sind in der Bildverarbeitung die genauen Daten der eingesetzten Optik hinterlegt, sodass nun auch die leichtesten Unschärfen, die zumeist an den Rändern und in den Ecken auftreten, Pixel für Pixel kompensiert werden können. Das Ergebnis ist ein hochauflösendes, knackscharfes Bild bis in die Ecken hinein.

Besonders im gut abgedunkelten Heimkino reizt der Sony sein Potential und das der Filme voll aus und sorgt so für ein fast perfektes Kino-Erlebnis.

Sony VPL-VW270

Der Sony VPL-VW270 löste recht unspektakulär seinen Vorgänger, den VPL-VW260 ab. Deutliche Verbesserungen gab es eher unter der Haube: So hat er die komplette Signalplatine vom deutlich teureren VW760 geerbt, was sich lediglich dadurch bemerkbar macht, dass der VW270 gegenüber seinem Vorgänger etwa einen Zentimeter höher ist.

Der VPL-VW270 verfügt nun mit Motionflow über eine hervorragende Zwischenbildberechnung. Die lässt sich in zwei Stufen einstellen oder schlicht ganz abschalten. Die Einstellung »True Cinema« ist dann etwas für Freunde des cineastischen Bildruckelns, das bei 24 Vollbildern pro Sekunde an das analoge Abspulen der Filmrollen erinnert.

Außerdem erkennt der VW270 am Quellsignal, ob er den erweiterten Farbraum und HDR aktivieren kann. Er erkennt sogar HLG (Hybrid Log Gamma), der wahrscheinlich der neue HDR-Sendestandard für TV-Übertragungen werden wird, und stellt sich automatisch auf das entsprechende Quellmaterial ein.

Die Signalerkennung funktioniert nach wie vor reibungslos. Liegt beispielsweise ein HDR-Signal an, lässt es sich mit dem nun aktiven Schieber im Menü stufenlos zwischen 1 und 100 abstimmen. Auch die Farbdarstellung hat der Sony-Beamer voll im Blick: Feinste Pastelltöne werden in allen Schattierungen und ohne sichtbare Brüche wiedergegeben, um gleich darauf das Heimkino mit satten, knackigen Farben zu füllen.

Wie gesagt, das alles macht er selbst frisch ausgepackt schon sehr akkurat. Im Eco-Betrieb wird er dann dunkler, aber auch kontrastreicher und nochmal deutlich leiser. Im Bildmodus »Referenz« erkennt er wieder an der Quelle, welcher Farbraum gefordert ist und liefert prompt. Tiefstes Schwarz grenzt er scharf von hellsten Weiß ab, ohne die Feinzeichnung in beiden Flächen zu vernachlässigen.

Noch ist der Sony VPL-VW270 erhältlich, ist zudem günstiger als der Nachfolger, ohne dass er sichtbar schlechtere Bildqualität abliefert, womit er fast sowas wie ein Schnäppchen ist, wenn auch auf hohem Niveau.

Optoma UHD51

Mit dem Optoma UHD51 ist man erstmal auf der sicheren Seite, zwar errechnet auch dieser Beamer seine 4K-Auflösung aus FullHD-Bildgebern, dafür bietet er allerdings eine akkurate Farbdarstellung, stellt sich gut auf HDR-Inhalte ein und unterstützt zudem 3D-Inhalte – und das alles zu einem knackigen Preis.

Beamer Test: Benq Optoma Epson1

Der beste Beamer fürs Wohnzimmer

Das Wohnzimmer lässt sich meistens nicht so perfekt abdunkeln wie das optimierte Heimkino, vielleicht möchte man das auch gar nicht. Deshalb stellt das Wohnzimmer ganz besondere Anforderungen an einen Beamer: Reicht im dunklen Heimkino eine Lichtausbeute um 700 Lumen vollkommen aus, so wirkt die gleiche Lichtausbeute im Wohnzimmer durch vorhandene Lichtquellen wie Fenster oder Reflexionen von den hellen Wänden oft flau.

Um im Wohnzimmer bestehen zu können, sollte man den Beamer dort auch möglichst unauffällig installieren können. Hier haben reine Heimkino-Beamer mit ihren großen Gehäusen eindeutig einen Nachteil, vor allem, wenn das große Gehäuse auch noch schwarz ist. Deshalb sind die Anforderungen an einen Beamer für den Gebrauch im Wohnzimmer klar umrissen: Hell, klein und unauffällig soll er sein oder zumindest ein schönes Gehäuse haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BenQ TK850i

Test  besten Beamer: BenQ TK850i
Der ideale Beamer fürs helle Wohnzimmer, jetzt mit Android-TV und WLAN.

Der TK850i von BenQ bietet eine hohe Lichtausbeute, sodass er auch im hellen Wohnzimmer eine Chance hat, kontrastreiche und farbtreue Bilder an die Leinwand zu werfen. Außerdem verfügt er über einen Sport-Modus, der Sportereignisse im heimischen Wohnzimmer zu einem perfekten Erlebnis machen. Der eigentliche Clou des i-Modells ist jedoch das integrierte WLAN in Kombination mit der Android TV Oberfläche. Damit bietet der Testsieger aus dem DLP-Lager ein völlig neues Streaming-Erlebnis.

LCD-Empfehlung

Epson EH-TW7100

Test besten Beamer: Epson EH-TW7100
Der TW7100 bietet ein hervorragendes Bild auch mit neusten Videostandards, er lässt sich außerdem optimal auf die Leinwand ausrichten.

Der Epson EH-TW7100 kann Filme in 4K-Auflösung wiedergeben und unterstützt außerdem den HDR-Standard. Mit seiner tollen Farbreproduktion und den großzügigen Einstellungsmöglichkeiten – er verfügt über vertikalen und horizontalen Lensshift – lässt er sich in fast jedes Wohnzimmer-Kino integrieren. Außerdem ist er die perfekte Wahl für alle, die empfindlich auf den sogenannten Regenbogen-Effekt reagieren, für den hauptsächlich Beamer mit DLP-Technik bekannt sind.

Für kleinere Räume

BenQ TK700STi

Test besten Beamer: BenQ TK700STi
Der TK700STi ist ein Problemlöser bei begrenztem Raumangebot.

Der BenQ TK700STi liefert ähnlich gute Bilder wie seine Kollegen, nur aus kürzerer Distanz zur Leinwand. Sie können mit diesem Kurzdistanz-Projektor aus nur zwei Metern Entfernung ein Bild mit 90 Zoll Diagonale an die Leinwand werfen. Er verarbeitet 4K-Material und schafft sogar eine gute Umsetzung von Hochkontrast-Videos im HDR-Standard. Darüberhinaus ist er Dank der Integration von Android TV und WLAN voll streaming-fähig.

Der beste Laser-TV

Epson EH-LS300B

Test  besten Beamer: Epson EH-LS300B
Der Epson EH-LS300 gehört als Ultrakurzdistanz-Beamer zu den sogenannten Laser TVs, außerdem ist Android TV schon installiert.

Der Epson EH-LS300B gehört zu den Ultrakurzdistanz-Beamern, er kann quasi direkt vor der Leinwand positioniert werden. Als Lichtquelle fungiert ein Laser, der dieser Beamer-Gattung den Namen Laser TV beschert hat. Mit seiner Android TV Oberfläche ähnelt der Beamer auch seitens des Bedienkomforts einem echten Smart TV.

Fürs Gaming

BenQ X3000i

Test besten Beamer: BenQ X3000i
Der X3000i verfügt über einen extrem kurzen Input Lag, damit eignet er sich selbst für anspruchsvolle Spiele.

Mit seiner geringen Signalverzögerung prädestiniert sich der BenQ X3000i in erster Linie für Gamer. Darüber hinaus kann er allerdings mit seiner Farbtreue und der guten HDR-Performance auch beim Anschauen von Filmen überzeugen. Er ist dank integriertem WLAN und Android TV Installation voll Streaming tauglich, und bei Bedarf wird der Sound von den eingebauten Lautsprechern reproduziert.

Preistipp

Epson EH-TW6150

Test besten Beamer: Epson EH-TW6150
Der EH-TW6150 ist für den Preis nicht nur super gut ausgestattet, er wirft auch ein sehr gute Bild auf die Leinwand.

Der Epson EH-TW6150 ist hell genug, um auch im wenig abgedunkelten Wohnzimmer für brillante Bilder mit gutem Kontrast zu sorgen. Er verarbeitet neben 4K-Inhalten auch HDR Material. Als EH-TW6250 ist sogar ein HDMI-Stick mit Android TV Installation integriert, gegen knappe 50 Euro Aufpreis. Ohnehin ist der Epson zum aufgerufenen Preis einer der am besten ausgestatteten UHD kompatiblen Beamer auf dem Markt und damit unser neuer Preistipp.

Vergleichstabelle

TestsiegerBenQ TK850i
LCD-EmpfehlungEpson EH-TW7100
Für kleinere RäumeBenQ TK700STi
Der beste Laser-TVEpson EH-LS300B
Fürs GamingBenQ X3000i
PreistippEpson EH-TW6150
BenQ X1300i
BenQ V7000i
Viewsonic X1000-4K
Optoma CinemaX P2
BenQ V6050
Optoma UHD38
Xiaomi Laser-Projector MI 150
BenQ TK850
BenQ W2700
LG Largo4K HU70LS
Epson EH-LS500
Viewsonic X10-4K
Optoma UHL55
Viewsonic PX727-4K
Epson EH-LS100
Optoma UHD35STx
Optoma UHZ50
Test  besten Beamer: BenQ TK850i
  • Sehr helles, kontrast­reiches Bild
  • Adaptive Iris
  • Android-TV-Ober­fläche
  • Effizienter Sport-Modus
  • Nur vertikaler Lensshift
Test besten Beamer: Epson EH-TW7100
  • Sehr gutes, farb­treues Bild
  • Sehr guter Kontrast
  • Audioanschluss über Bluetooth
  • Lensshift horizontal und vertikal
Test besten Beamer: BenQ TK700STi
  • Sehr gutes, HDR-kompatibles Bild
  • Android TV inklusive
  • Mit Sport- und Gaming-Modus
Test  besten Beamer: Epson EH-LS300B
  • Sehr gutes, HDR-kompatibles Bild
  • Mit Android-TV-Ober­fläche
  • Hervorragende Audio-Qualität
  • Kein 3D
Test besten Beamer: BenQ X3000i
  • Sehr gutes UHD-Bild mit HDR-Unterstützung
  • Sehr geringe Eingangs­latenz
  • Modi für perfektes Gaming-Erlebnis
Test besten Beamer: Epson EH-TW6150
  • Sehr gutes, helles Bild
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Optional mit Android TV ausgestattet
Beamer Test: Benq X1300iled
  • Sehr gutes UHD-Bild
  • Geringe Eingangs­latenz
  • Mehrere Modi für perfektes Gaming-Erlebnis
  • Sehr guter Sound
  • Ohne Lensshift
Beamer Test: Benq I960 Front
  • Hervorragendes Bild
  • Mit UHD und HDR kompatibel
  • Android-TV-Ober­fläche
  • Hochwertig verarbeitet
Test besten Beamer: Viewsonic X1000-4K
  • Hervorragendes Bild
  • Hervorragende Audio-Performance
  • UHD und HDR kompatibel
  • USB-Stick mit An­droid-TV inklusive
Test  besten Beamer: Optoma CinemaX P2
  • Mit UHD und HDR kompatibel
  • Toller Sound zum Film
  • Präzise Installation möglich
Test  besten Beamer: BenQ V6050
  • Sehr gutes, helles Bild
  • Optimale Ausrichtung auf die Lein­wand
  • Toller Sound
Beamer Test: Optoma Uhd38
  • Sehr gutes, helles Bild
  • Geringe Eingangs­latenz
  • Geringer Zoom-Bereich
Test  besten Beamer: Xiaomi Laser-Projector MI 150
  • Sehr gutes Bild
  • Gute HDR-Umsetzung
  • Zugang zu allen Streaming-Diensten
  • Recht einfaches Farb­management
Test  besten Beamer: BenQ TK850
  • Sehr helles, kontrast­reiches Bild
  • Adaptive Iris
  • USB-Media­player
  • Effizienter Sport-Modus
  • Lensshift nur vertikal möglich
Test besten Beamer: BenQ W2700
  • Hervorragende Farb­wieder­gabe
  • Ab Werk kalibriert
  • Sehr guter Kontrast
  • Einfache Installation
  • Adaptive Iris
Test  besten Beamer: LG Largo4K HU70LS
  • Sehr gute HDR-Umsetzung
  • Streaming wie mit dem Smart-TV
  • WebOS als Benutzer­ober­fläche
  • Geringe Licht­ausbeute
Test besten Beamer: Epson EH-LS500
  • Sehr gutes, farb­treues Bild
  • Gute Bild­geometrie
  • Sehr gute Ausleuchtung
  • Die Bauweise lässt keine Montage an der Decke zu
Test  besten Beamer: Viewsonic X10-4K
  • 4K-kompatibel
  • HDR-kompatibel
  • Geringe Licht­ausbeute
  • Kein Zoom
Test  besten Beamer: Optoma UHL55
  • Gute Farb­wiedergabe
  • Kompakte Bau­weise, dadurch flexibel einsetzbar
  • 4K-kompatibel
  • Geringe Licht­ausbeute
  • Kein Zoom
Test besten Beamer: Viewsonic PX727-4K
  • Einfache Installation
  • Schon ab Werk sehr gut kalibriert
  • Keine 3D-Wieder­gabe
Test besten Beamer: Epson EH-LS100
  • Passt oft dort, wo andere Beamer nicht zu stellen sind
  • Enorme Helligkeits­reserven
  • Sehr gute Farb­darstellung
  • Auflösung nicht ganz film­konform
  • Recht hoher Preis
Test besten Beamer: Optoma UHD35STx
  • Sehr gute Bildqualität
  • Kurzdistanz-Optik mit Festbrennweite
  • Vertikaler Lensshift
  • Nur 1,3-fach Zoom
Test besten Beamer: Optoma UHZ50
  • Hervorragendes Bild inklusive HDR-Unterstützung
  • Moderne Laser-Lichtquelle
  • Viele Schnittstellen
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 Beamer Test: Benq Tk850i Aufm

Testsieger: BenQ TK850i

Der BenQ TK850i gleicht seinem Vorgänger an dieser Position, dem BenQ TK850 bis aufs Haar, was kaum verwunderlich ist, schließlich hat sich äußerlich so gut wie nichts geändert. Auch die Technik ist die gleiche geblieben, sodass der TK850i mit seiner hohen Lichtausbeute selbst im hellen Wohnzimmer noch kontrastreiche Bilder an die Leinwand bringt.

Testsieger
BenQ TK850i
Test  besten Beamer: BenQ TK850i
Der ideale Beamer fürs helle Wohnzimmer, jetzt mit Android-TV und WLAN.

Die Installation im Wohnzimmer ist dank der 1,3-fachen Zoom-Objektiv und dem integrierten Lensshift ohne große Schwierigkeiten möglich. Um eine Bildbreite von zwei Metern zu erhalten, liegt der Abstand zur Leinwand zwischen zwei und drei Metern. Er kann wahlweise auch über Kopf unter der Decke montiert werden, die Bildausgabe lässt sich entsprechend umstellen, außerdem fällt das weiße Gehäuse an den meisten Wohnzimmerdecken kaum auf. Ganz im Gegenteil: Die türkisfarbene Metallfront setzt schöne Design-Akzente, ebenso wie die aufgeräumte Rückseite.

Dagegen fällt kaum auf, dass der Gehäusedeckel des TK850i jetzt abnehmbar ist, darunter gibt Platz und Anschlüsse für den QS01 Dongle, der dem Beamer beiliegt und der sowohl die WLAN-Technik als auch eine komplette Android-TV-Installation enthält. Wem das Einsetzendes Dongles zu fummelig ist, sollte sich auf einen Händler verlassen, der diese Arbeit gern übernimmt.

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Beamer Test: Benq Tk850i
Der TK850i sieht seinem Namensvetter ohne i zum Verwechseln ähnlich, nur die zweite Fernbedienung aus dem Lieferumfang macht den offensichtlichen Unterschied.
Beamer Test: Benq Tk850i Lensshift
Die Einsteller für Zoom, Fokus und Lensshift befinden sich unter einer Klappe.
Beamer Test: Benq Tk850i Back
Schön anzusehen – auf der aufgeräumt gestalteten Rückseite gibt es unter anderem eine USB-Buchse für externe Datenträger.
Beamer Test: Benq Tk850i Dongle
Unter dem Deckel wird der Dongle mit dem integrierten WLAN und der Android-Installation montiert, das macht im Zweifel gern der Händler.
Beamer Test: Benq Fernbedienungen
Der i-Version des TK850 liegen zwei Fernbedienungen bei, eine normale Beamer-Fernbedienung und ein für den smarten Betrieb, die allerdings vollkommen ausreicht.

Einstellarbeit und Bildqualität

Einmal aufgestellt, lässt sich die Bildgröße mit dem Zoom korrigieren, ohne dass Sie mit dem Fokusregler die Schärfe nachführen müssen, das macht die aufwändige Optik des BenQ von ganz alleine. Lässt sich der BenQ TK850i nicht ganz senkrecht zur Leinwand positionieren, hilft die vertikale Linsenverschiebung – der sogenannte Lensshift – bei der korrekten Ausrichtung.

Hilft bei diesen und anderen Einstellarbeiten noch das bekannte Beamer-Menü, geht es nach der Installation an die Einbindung ins WLAN und damit auch ins Internet. Neben vielen Streaming-Diensten ist auch der Play Store eingerichtet und nur einen Klick entfernt. Wem das Zappen durch die kacheln der Apps mit der Fernbedienung zu umständlich ist, der kann auch den Google Assistant aktivieren, das zugehörige Mikrofon befindet sich in der smarten Fernbedienung, die neben der herkömmlichen Beamer-Fernbedienung zum Lieferumfang gehört.

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Beamer Test: Benq Screenshot
Beamer Test: Benq Screenshot
Beamer Test: Benq Screenshot

Anders als der W2700i ist der TK850i nicht schon ab Werk kalibriert. Das ist aber kein Problem, da BenQ schon seit langem Wert darauf legt, dass die Beamer auch ohne aufwändige Kalibrierung ein sehr gutes Filmerlebnis garantieren – und sei es durch die gezielte Auswahl des entsprechenden Bildmodus.

Das ist bei dem TK850i nicht anders, er erreichte uns allerdings im Bildmodus »Sport«, der aber schon mit einer gut abgestimmten Farbtemperatur und einer natürlichen Farbreproduktion überraschen konnte. Nach Umstellung in den Cinema-Bildmodus, die Lampe steht gleichzeitig im Eco-Betrieb, liegt die Farbtemperatur perfekt bei 6500 Kelvin im Soll, dasselbe gilt für die Abdeckung des HDTV-Normfarbraums.

 Beamer Test: Benq Tk850i Screenshot Std
BenQ wurde uns im Sportmodus ausgeliefert, bei voller Lampenleistung. Die Farbtemperatur liegt schon jetzt bei filmtauglichen 6300 Kelvin, wie die Messung zeigt. Der angestrebte BT.709 Farbraum für HDTV wird deutlich überdeckt, was völlig in Ordnung geht, weil es besser ist, als wenn Farben nicht in voller Sättigung wiedergegeben werden.

Auch beim BenQ TK850i ist im 4K-Betrieb das übliche leise Brummeln hörbar, das wir schon von anderen DLP-Beamern kennen. Das liegt am sogenannten Pixel-Shifting, da der DLP-Chip ja nur über eine FullHD-Auflösung verfügt, welche entsprechend hochgerechnet, und mehrfach projiziert werden muss. Da dies zum Teil auch mechanisch passiert, hört man neben dem Lüftergeräusch eben auch das besagte leichte Brummeln.

Wen das stört, der kann den »Silent-Modus« im Menü auswählen. Sogleich wird der Beamer leise, projiziert allerdings auch nur noch mit FullHD-Auflösung. Aus diesem Grunde werden 3D-Filme leiser projiziert, weil es diese nur in maximal FullHD gibt. Die 3D-Shutterbrille müssen Sie allerdings extra kaufen, sie gehört nicht zum Lieferumfang.

Wird dem BenQ ein HDR-Signal zugeführt, stellt sich der Bildmodus automatisch darauf ein. Der erweiterte Kino-Farbraum wird zu über 90 Prozent abgedeckt. Noch besser arbeitet die Gamma-Korrektur, die folgt ziemlich exakt der geforderten sogenannten PQ-Kurve. Damit liefert der TK850 eine hervorragende HDR-Performance, die sich im Menü in plus minus zwei Schritten an die Gegebenheiten im Wohnzimmer anpassen lässt.

Beim TK850i wird der Kontrast mit Hilfe einer adaptiven Iris verbessert, also einer Blende, die sich auf den Bildinhalt einstellt, sodass bei dunklen Bildern so wenig Licht wie möglich abgegeben wird. Da sie nicht ganz lautlos arbeitet, ist sie mitunter zu hören, wenn beispielsweise bei einem Hell/Dunkel-Umschnitt auch noch der Filmton sehr leise ist. Bei sehr schnellen Wechseln zwischen hellen und dunklen Szenen kann die Iris auch schon mal hinterherhinken, das Bild beginnt scheinbar zu »pumpen«. Stellt man sie dann in den Low-Modus lässt sie zu schnelle Wechsel einfach aus und das Pumpen verschwindet. Hier lohnt sich sich das Experimentieren mit den Einstellungen, um je nach Film den intensivsten Kontrast herauszuholen.

 Beamer Test: Benq Tk850i Screenshot Eco
Außer dem Sport-Modus gibt es zudem den Bildmodus fürs Wohnzimmer, der etwas zu kühl ist. Im Cinema-Modus sollte noch die Farbtemperatur auf normal gestellt werden, womit sie bei perfekten 6500 Kelvin liegt. Wird dem BenQ HDR-Material zugeführt, stellt sich der Bildmodus entsprechend automatisch um, mit einem sehr guten Ergebnis.

Auf der Rückseite des BenQ TK850i gibt es außer den üblichen HDMI-Buchsen noch eine USB-Buchse, die mit »Media-Reader« beschriftet ist. Hier können Sie entweder einen Stick oder eine externe Festplatte mit Videos, Fotos oder Audio-Daten einstöpseln. Dabei werden sie automatisch an Bildauflösung und das Seitenverhältnis angepasst, welches der Beamer in der Lage ist wiederzugeben. Der Ton wird entweder von den recht potenten eingebauten Lautsprechern übernommen, oder, was meist besser ist, von einer externen Box – idealerweise von einer Soundbar. Dann geht das Signal wahlweise über die digitale SPDIF- oder die analoge Klinken-Buchse.

Der Ton lässt sich zudem entsprechend anpassen, hier hat uns insbesondere der Sport-Modus gefallen, da der BenQ den Trick beherrscht, den Kommentatoren trotz des üblichen Tumults im Stadion gebührend verständlich zu machen. Aber auch die anderen Presets, wie Musik, Film oder sogar der Gaming-Sound können sich durchaus hören lassen.

Nachteile?

Wegen seiner höheren Lichtausbeute ist die Farbdarstellung des BenQ TK850i nicht so akkurat wie beim W2700, dafür kann er sich besser gegen Fremd- und Streulicht durchsetzen, ein Kompromiss, den man besonders in dieser Preisklasse eingehen muss.

Das leicht hörbare Pixel-Shifting kann besonders in leisen Passagen, wenn es nicht vom Filmton kaschiert wird, etwas nervig sein. Darunter leiden prinzipbedingt allerdings alle günstigen DLP-Beamer, so sie denn 4K-Material wiedergeben sollen. Im FullHD-Betrieb und bei 3D-Wiedergabe, wenn er automatisch auf FullHD umschaltet, ist der BenQ dagegen sehr leise.

BenQ TK850i im Testspiegel

Vor einiger Zeit hatte unser Autor selbst das Vergnügen, den BenQ im Magazin Heimkino zu testen. In der Ausgabe 4/2020 erreicht der BenQ TK850 die Note 1,2 in der Spitzenklasse:

»BenQ ist es gelungen, mit dem TK850 einen Beamer mit hervorragenden Ausgangsdaten fürs Heimkino perfekt an ein helles Wohnzimmer anzupassen. Der TK850 entwickelt selbst im hellen Wohnzimmer reichlich Helligkeit, einen hohen Kontrast und brillante Farben, damit stellen Fremd- und Streulicht kein Problem mehr dar.«

Die Audiovision (03/2021) vergibt 76 von 100 Punkten mit dem Prädikat »gut« und schlussfolgert:

»Der BenQ TK850i ist ein formschöner 4K-Home- Entertainment-Projektor, der mit seiner hohen Lichtausbeute, HDR sowie sinnvoller Smartfunktionen mit Apps und Sprachsteuerung für Heimkino und Wohnzimmer gleichermaßen geeignet ist.«

Das AV-Magazin vergab im November 2020 keine Note, bewertete den Beamer aber als »sehr gut«:

»In Summe ist der BenQ TK850i bestens für das Wohnzimmer geeignet, dank hoher Lichtausbeute, neuer Smartfunktionen mit App, Sprachsteuerung und HDR.«

Alternativen

Wenn unser Testsieger nicht ganz das ist, was Sie suchen, wenn Sie beispielsweise empfindlich auf den sogenannten Regenbogeneffekt reagieren, sie über eingeschränkte Aufstellungsmöglichkeiten verfügen, oder schlicht noch weniger investieren wollen, kann eine unserer Empfehlungen die bessere Wahl sein.

Der beste mit LCD-Technik: Epson EH-TW7100

Entgegen dem ersten Eindruck bei der Typenbezeichnung gehört der Epson EH-TW7100 eher zur EH-TW6-er-Reihe als zum EH-TW7400, der ja unseren aktuellen Favoriten bei den Heimkino-Beamern stellt. Dennoch ist der EH-TW7100 seitens der Ausstattung nah an den Bruder angelehnt, er schließt quasi die Lücke zwischen der sehr preiswerten 6er Reihe und den richtigen Heimkino-Boliden.

LCD-Empfehlung
Epson EH-TW7100
Test besten Beamer: Epson EH-TW7100
Der TW7100 bietet ein hervorragendes Bild auch mit neusten Videostandards, er lässt sich außerdem optimal auf die Leinwand ausrichten.

Als Epson EH TW7000 gibt es den gleichen Beamer etwas günstiger, dann siond allerdings keine Lautsprecher eingebaut. Die Bedienung und vor allem die Bildqualität sind bei beiden gleich. Beide verfügen über eine umfangreiche Lensshift-Einstellung, sowie einen Zoom- und einen Fokus-Steller an der Optik.

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Beamer Test: Epson Eh Tw7100
Beamer Test: Epson Eh Tw7100 Lensshift
Beamer Test: Epson Eh Tw7100 Anschluesse
Beamer Test: Epson Eh Tw7100 Bedienfeld
Beamer Test: Epson Eh Tw7100 Fb

Das fängt bei der großzügig dimensionierten Optik an – der Zoomfaktor beträgt sehr ordentliche 1,6 – außerdem gibt es sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Korrekturmöglichkeit, den sogenannten Lensshift. Das Bild kann also in der Größe und der Geometrie optimal auf die Leinwand projiziert werden, ohne dass die Korrekturen zu Lasten der Bildauflösung gehen.

Beschränkte sich der EH-TW6700 noch auf schnöde FullHD-Auflösung, so nimmt der EH-TW7100 nun auch 4K Inhalte an seinen HDMI-Buchsen an, um sie dann auf die Leinwand zu projizieren. Zwar wird die höhere Bildauflösung, wie bei allen Beamern in dieser Preisklasse, durch Rechentricks und Pixelverschiebung erreicht, das gelingt aber sehr gut! Außerdem liefert der EH-TW7100 ausreichend Kontrast, um auch HDR-Inhalten gerecht werden zu können.

Beamer Test: Epson Eh Tw7100hell
Der EH-TW7100 steht bei Auslieferung im Bildmodus »Helles Kino«, die Helligkeit des Lasers steht auf 100 Prozent. Das Bild ist insgesamt etwas kühl, der HDTV-Normfarbraum wird allerdings schon jetzt sehr großzügig abgedeckt.

Mit seinem 1,6-fach Zoom und dem Lensshift, der sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Korrektur erlaubt, gibt sich der Epson sehr unkritisch seitens der Aufstellung. So benötigt er für eine Bildbreite von zwei Metern, was einer Diagonalen von 90 Zoll entspricht, eine Entfernung von 2,64 bis 4,3 Metern von der Leinwand, was in den meisten Wohnzimmern problemlos funktionieren dürfte.

Anschließend erfolgt die Feinabstimmung des Bilds. Hierzu stellt man den Bildmodus, der werksseitig bei unserem Gerät im Test auf »Helles Kino« stand, auf »Natürlich«. Darüberhinaus stellten wir die Lampe in den Eco-Betrieb, die Farbtemperatur lässt sich ebenfalls im Menü auf die Normkonformen 6500 Kelvin einstellen. Auf Sicht passt es dann schon, messtechnisch lag der EH-TW7100 mit 6400 Kelvin etwas darunter, dafür aber schön gleichmäßig über den gesamten Helligkeitsbereich auf einem Level. Der Rest geht automatisch: Der EH-TW7100 stellt sich auf den erforderlichen Farbraum ein und bildet den HDTV-Farbraum sehr gut, den erweiterten Kino-Farbraum immer noch gut ab.

Beamer Test: Epson Eh Tw7100cal
Wie jeder Epson-Beamer verfügt der EH-TW7100 über den Bildmodus »Natürlich«, die Lampe stellen wir in den Eco-Betrieb und die Farbtemperatur auf die gewünschten 6500 Kelvin. Der erforderliche Farbraum wird automatisch erkannt und bis auf eine leichte Abweichung in Grün sehr genau wiedergegeben. Die Farbabweichungen sind nur noch messbar, zu sehen ist nichts außer natürlichen Farben.

Besonders im helleren Wohnzimmerkino kann der Epson mit seiner enormen Lichtausbeute bei gleichzeitig sehr guter Farbreproduktion überzeugen. Auch HDR-Inhalten wird er dabei gerecht, weil der Kontrastumfang trotzdem ausreichend hoch ist. Unterstützt wird auch der EH-TW7100 dabei von einer adaptiven Iris. Allerdings arbeitet sie nicht ganz so leise wie bei teureren Beamern, sodass sie bei harten Hell/Dunkel Umschnitten mitunter gut zu hören ist, es sei denn, der Filmton überdeckt ihre Aktivitäten. Das sogenannte »Pumpen«, was dadurch entsteht, dass die Iris bei schnellen Umschnitten nur verzögert folgen kann, lässt sich vermeiden, wenn man die Iris in den langsamen Modus oder ganz abschaltet. Das geht ganz einfach mit der »Iris«-Taste auf der Fernbedienung.

Der EH-TW7000 verzichtet auf die adaptive Iris und die eingebauten Lautsprecher, projiziert aber trotzdem 4K-Inhalte und legt sogar eine beachtliche HDR-Performance an den Tag. Dank der Einsparmaßnahmen, von denen die der Lautsprecher noch am besten zu verschmerzen ist, liegt er mit seinem UVP schon unterhalb der 1000-Euro-Schwelle.

Wer allerdings Wert auf den höheren Kontrast, und damit eine bessere HDR-Performance legt, sollte in den EH-TW7100 investieren. Er ist für uns der beste LCD-Beamer im Test. Der Mehraufwand lohnt sich, vor allem weil entsprechende HDR-Filme außer auf Scheiben zunehmend auch von Streaming-Diensten angeboten werden.

Kurzdistanz: BenQ TK700STi

Benötigt man für die Projektion eines Bildes von etwa zwei Metern Breite mit einem normalen Beamer gut und gerne einen Abstand zwischen über zwei bis vier und mehr Metern zur Leinwand, kommt der BenQ TK700STi locker mit 1,80 bis ca. 2,20 Metern hin. Er wird damit zum echten Problemlöser, wenn entweder die Räumlichkeiten keinen größeren Abstand zulassen, oder man den Beamer lieber zwischen Sitzgruppe und Leinwand platziert.

Für kleinere Räume
BenQ TK700STi
Test besten Beamer: BenQ TK700STi
Der TK700STi ist ein Problemlöser bei begrenztem Raumangebot.

Der TK700STi wird zusammen mit dem HDMI-Dongle QS01 ausgeliefert, der muss lediglich in die dritte HDMI-Schnittstelle eingesetzt werden, die sich unter einem Deckel auf der Rückseite befindet. der war bei unserem Testgerät bereits eingesetzt, sodass wir gleich loslegen konnten. Allerdings ist das Einsetzen auch kein Hexenwerk und erfordert lediglich einen Schraubendreher, um den Deckel zu abzunehmen.

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Beamer Test: Blackfriday2
Beamer Test: Benq Tk700sti Top
Beamer Test: Benq Tk700sti Back
Beamer Test: Benq Tk700sti Dongle
Beamer Test: Benq Tk700sti Fb

Direkt nach dem Einschalten erscheint die bekannte Android-Oberfläche, die sogleich bei der Einrichtung des Smart TV Systems behilflich ist, inklusive dem Zugang zum WLAN und damit zum Internet. Dann können Sie sich mit ihrem Google Account anmelden und kommen damit in den Genuss des Google Assistant, das Mikrofon dazu ist zusammen mit einer entsprechenden Taste auf der Fernbedienung zu finden. Um die teilweise vorinstallierten Streaming-Dienste nutzen zu können, ist selbstredend auch dort der entsprechende Account notwendig, weiter Dienste können bei Bedarf einfach aus dem PlayStore nachgeladen werden.

Mit Hilfe der verstellbaren Füße, des Zooms und des Fokus lässt er sich optimal auf die Leinwand ausrichten. Der 1,2-fache Zoom bietet dabei genügend Spielraum für Anpassungen in Bildgröße, beziehungsweise Projektionsabstand. Eventuell notwendige Korrekturen kann man dann noch mit der Trapez-Korrektur vornehmen.

Bereits ab Werk steht der TK700STi im Bildmodus »Cinema«, die Lampe ist im hellen Normalbetrieb. Die Farbtemperatur liegt leicht unterhalb der HDTV-Norm von 6500 Kelvin, bei der Abbildung des Normfarbraums erlaubt sich der BenQ schon in dieser Einstellung keinen Schnitzer, wir konnten jedenfalls durch unsere Messung eine akkurate Abdeckung des BT.709 Farbraumes dokumentieren.

Liegt HDR-Material am Eingang an, schaltet er umgehend in den Bildmodus HDR10 oder HLG um, je nach Input. Alternativ steht der HDR-Gaming-Bildmodus zur Verfügung. Der Gammawert wird entsprechend den Vorgaben angepasst, außerdem lässt sich nun die HDR-Intensität im erweiterten Bild-Menü mit einem Schieber in vier Stufen zwischen -2 und +2 einstellen. Beim Test erzielten wir mit der Einstellung +1 den besten Kompromiss zwischen besonders hellen und stockdunklen Sequenzen, was natürlich abhängig vom Film und der Umgebung ist.

Der BenQ TK700STi entpuppt sich als Problemlöser mit besonderen Qualitäten. Außerdem ist er dank der Gaming-Optimierungen die Idealbesetzung für gelegentliche Spielabende. Wenn noch weniger Abstand zur Leinwand notwendig ist, wäre beispielsweise der Optoma UHD35STx eine Alternative, allerdings muss der ohne Zoom auskommen.

Ersetzt Smart TV und Soundbar: Epson EH-LS2300

Beim Epson EH-LS300B steht das B in der Typenbezeichnung für die schwarze Ausführung, allerdings gibt es den Ultrakurzdistanz-Beamer auch in Weiß. In manchen Wohnzimmern passt das schlicht besser. Beiden gemeinsam ist die langlebige Laser-Lichtquelle und Android TV als Oberfläche. Darüberhinaus hat der Beamer einen Sound, den kein Flachbildschirm erzeugen kann.

Bereits beim ersten Einschalten merkt man sofort, dass etwas anders ist: Die Android-TV-Oberfläche meldet sich zu Wort und möchte den »Fernseher« mit einem Google Account verbinden. Die bekanntesten Streaming-Dienste sind bereits installiert, außerdem sind der USB-Eingang und das Netzwerk als Quellen ebenfalls in die Oberfläche eingebunden – ganz so wie beim Smart TV.

Der beste Laser-TV
Epson EH-LS300B
Test  besten Beamer: Epson EH-LS300B
Der Epson EH-LS300 gehört als Ultrakurzdistanz-Beamer zu den sogenannten Laser TVs, außerdem ist Android TV schon installiert.

Wie alle Ultrakurzdistanz-Beamer, darf der EH-LS300B quasi mit dem Rücken direkt vor der Leinwand aufgestellt werden, um dann trotzdem ein Bild von beachtlicher Größe zu erzeugen. Die Anschlüsse sind entsprechend tief ins Gehäuse verlegt, sodass sie nicht allzu weit herausragen. Das gilt insbesondere für die Netzbuchse. Anders als manch andere Kollegen, verfügt der Epson über keinerlei Hilfsmittel wie Lineale oder andere Abstandshalter, welche die perfekte Ausrichtung erleichtern. Allerdings ist er dafür auch etwas günstiger.

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Beamer Test: Epson Eh Ls300
Der Epson EH-LS300 ist die perfekte Alternative zum Fernseher. Es gibt in auch in Weiß.
Beamer Test: Epson Eh Ls300 Back
Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite. Das ist hier die der Leinwand zugewandte Seite.
Beamer Test: Epson Eh Ls300 Fokus
Die Bedienelemente sind an der Seite, unter einer Klappe ist das Strellrad für den Fokus.
Beamer Test: Epson Eh Ls300 Fb
Die Fernbedienung passt zu einem Smart TV. Es gibt sogar eine Taste, die direkt zu YouTube führt.
Beamer Test: Screenshot Epson Geometrie
Mit Hilfe eines Testbildes kann die Bildgeometrie perfekt ausgerichtet werden.
Beamer Test: Screenshot Epson Einrichtung
Man kann den Beamer auch direkt mit dem Google Account verbandeln, muss man aber nicht.
Beamer Test: Screenshot Epson Androidtv
Alle gängigen Streaming-Dienste sind nur einen Klick entfernt, wie auch der Play Store.
Beamer Test: Screenshot Epson Audio
Der Ton kann umfangreich individuell angepasst werden.

Wie üblich, lässt sich der Epson EH-LS300B allerdings mit Hilfe der Schraubfüße in die Waage bringen, wenn auch in engen Grenzen, denn viel Spielraum bieten sie nicht. Die abschließende Trapezkorrektur arbeitet dafür umso detaillierter: EinTestbild wird eingeblendet, und schon kann man das Bild an insgesamt sechs Punkten Stück für Stück »geradeziehen«. Das kann, je nach den eigenen Ansprüchen, eine Weile dauern, lohnt sich aber.

Nachdem der EH-LS300B korrekt ausgerichtet ist, geht es an die Einstellung des Bildes bezüglich Farbdarstellung und Kontrast. Der Epson verträgt sogar Inhalte in 4K-Auflösung und mit HDR Kontrast. Allerdings wird die hohe Auflösung auf FullHD heruntergerechnet. Erhalten bleibt dabei neben dem erweiterten Farbraum auch der hohe Kontrastumfang des HDR.

Direkt aus dem Karton steht der Farbmodus des Beamers auf »Lebendig«, der Laser auf hellen 100 Prozent. Die Folge ist ein helles, allerdings recht kühl abgestimmtes Bild. Die Messung des Farbraumes in unserem Test ergibt schon jetzt, dass der Normfarbraum für HDTV deutlich überabgedeckt wird, der Epson kann also deutlich mehr.

 Beamer Test: Epson Eh Ls300 Lebendig
Ausgeliefert wird der Epson im Farbmodus »Lebendig« und mit einem Laser, der auf 100 Prozent leuchtet. Das Bild ist zwar schön hell, hat aber auch einen sichtbaren Stich ins Blaue. Allerdings wird der HDTV-Normfarbraum schon jetzt überdeckt, was immer ein gutes Zeichen ist.

Anschließend stellen wir den EH-LS300B in den Bildmodus »Natürlich«, der Laser soll nun mit 50 Prozent Helligkeit auskommen, die Farbtemperatur stellen wir nach Sicht auf die Position 8. Das Bild ist jetzt dunkler, die Abstimmung sieht schon aus, wie wir es aus dem Kino gewohnt sind. Die Messung ergibt eine Farbtemperatur von etwa 6.500 Kelvin und eine Abdeckung des Normfarbraumes wie auch dem Lehrbuch.

Bei HDR-Inhalten hatten wir im Test das beste Ergebnis im Farbmodus »Lebendig«, mit der Farbtemperatur auf Position 8 sowie einer Helligkeit von 80 Prozent. Letzteres liefert den höchsten Kontrastumfang, zusammen mit dem tiefsten Schwarz.

Um den Ton muss man sich ebenso wenig Sorgen machen, schließlich hat Epson sich sich hier die kompetente Unterstützung der Spezialisten von Yamaha geholt. Entsprechend kann sich das Ergebnis hören lassen. Der Klang entwickelt ein ähnliches Potential wie eine Soundbar und lässt sich zudem individuell anpassen. Das bietet kein Fernseher, noch dazu kommt der Ton beim Ultrakurzdistanz-Beamer genau aus der Richtung der Leinwand, also des Bildes. So soll es sein.

 Beamer Test: Epson Eh Ls300 Kino
Im Farbmodus »Natürlich« und bei um 50 Prozent verringerter Lichtausgabe macht der Epson immer noch ein recht helles Bild, nur mit dem Unterschied, dass die Farbwiedergabe diesmal perfekt ist. Der Normfarbraum für HDTV wird exakt abgedeckt.

Der Epson EH-LS300B ist eine gute Alternative zum Großbild-Fernseher, aktuell ist er in Weiß sogar noch etwas günstiger. Neben der smarten Android-Oberfläche bringt er gleich den angemessenen Sound fürs Filmvergnügen mit. Die eingebaute Laser-Lichtquelle hält nicht nur sehr lange, sie bleibt auch während ihrer gesamten Lebensdauer sehr farbstabil.

Der Spielmacher: BenQ X3000i

Beamer mausern sich zunehmend zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zum Fernseher im Wohnzimmer. Nun hat BenQ den BenQ X3000i derart optimiert, dass er auch für Gamer interessant wird. Dank integriertem WLAN und Android TV macht er aber auch sonst eine gute Figur im Wohnzimmer.

BenQ X1300i

Beamer Test: Benq X1300iled
Der X1300i eignet sich mit seiner kurzen Latenz vorzüglich zum Zocken.

Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, weicht doch allein das Würfeldesign deutlich vom gängigen Beamer-Erlebnis ab. Die üblichen Bedienelemente, wie Zoom- und Fokus-Steller, sowie die Bedientasten sind beim X1300i an der Seite zu finden, während auf der Rückseite, wie üblich, die Schnittstellen auf Input warten.

Ganz oben auf der Agenda für gaming-taugliche Displays steht eine schnelle Bildverarbeitung. Das Bildsignal soll in möglichst kurzer Zeit vom Eingang bis zum Bildschirm oder in diesem Fall zur Leinwand gelangen. Die Intention ist klar: Sobald der Spieler eine Aktion auf der Leinwand erkennt, kann er reagieren. Jede Millisekunde, die das Bild später auf der Leinwand erscheint, geht von der Reaktionszeit des Spielers ab und kann das Aus bedeuten.

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Beamer Test: Benq X3000i Slant
Beamer Test: Benq X3000i Back
Beamer Test: Benq X3000i Bedienelemente
Beamer Test: Benq X3000i Fb
Beamer Test: Benq X3000i Fuss

Beim X1300i benötigt das Bild, je nach Einstellung, zwischen 8 und 16 Millisekunden vom HDMI-Eingang bis zur Leinwand, was theoretisch für die meisten Spiele reichen sollte. Da dieser sogenannte Input Lag, also die Verzögerung, messtechnisch nur recht aufwändig zu ermitteln ist, belassen wir es bei einem Praxistest.

Dazu verbindet ein Kollege den BenQ kurzerhand mit seiner Playstation, startet den Gaming-Modus im Bildmenü und lässt es ordentlich krachen. Im GameMaestro genannten Schnellstartmenü lassen sich zudem optimierte Audio- und Grafikeinstellungen für die unterschiedlichen Spiel-Genres aktivieren. Die entsprechende Taste auf der Fernbedienung ist unmissverständlich mit dem Symbol eines Gaming-Controllers versehen.

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Beamer Test: Benq X3000i Screen
Beamer Test: Benq X3000i Screen
Beamer Test: Benq X3000i Screen

Außer den Spielmodi wie den FPS-Mode für Ego-Shooter, den RPG-Modus für Rollenspiele und den Sports Game-Mode für eine realistische Darstellung von Sportspielen, erlaubt der GameMaestro zusätzlich die Detailanpassung (Aus, Niedrig, Hoch) sowie die Aktivierung des Schnellmodus, der die Bildverarbeitung beschleunigt, allerdings auch weniger Rücksicht auf eine akkurate Darstellung legt.

Im Zweifel kommt der BenQ dabei sogar ohne externe Lautsprecher aus, da er selbst über eine sehr gute Tonabteilung verfügt. Die beiden eingebauten Lautsprecher agieren wahlweise nach den Voreinstellungen, wie Kino, Musik, Spiel oder Sport, oder aber man stellt den 5-Band Equalizer im Benutzermodus nach den eigenen Vorstellungen ein.

Unser Gaming-Experte war zumindest von der Bildperformance sehr angetan, vor allem auch, weil der BenQ viele Möglichkeiten zum Feintuning zu bieten hat. Der Input Lag des BenQ war im Test in keiner Spielphase ein Problem, das vergleichsweise große Bild hat dagegen eine gigantische Wirkung.

 Beamer Test: Benq X1300i Screenshot Cinema
Im Bildmodus Cinema liefert der Gaming-Spezialist eine hervorragende Farbraumabdeckung mit nur minimalen, nicht sichtbaren Abweichungen. Selbst die Gammakurve sorgt für eine gute Durchzeichnung in allen Helligkeitsbereichen. Da muss man nichts mehr kalibrieren.

Bezüglich der Bildqualität erweist sich der BenQ X1300i als echter Allrounder: Egal, was ihm an die Buchse kommt – er setzt aller erforderlichen Bildparameter nach seinen technischen Möglichkeiten um. Und die sind tatsächlich umfangreicher, als man es dem Würfel auf den ersten Blick zutraut. Bekommt er einfaches FullHD-Material angeliefert, verwöhnt er mit einer akkuraten Farbwiedergabe, die in dieser Preisklasse selten anzutreffen ist. Unsere Messungen ergaben im Test eine akkurate Abdeckung des BT.709 Normfarbraums, der für HDTV-Produktionen maßgeblich ist – das ganze funktioniert quasi auf Tastendruck, ohne dass wir irgendwelche Einstellungen anpassen mussten.

 Beamer Test: Benq X1300i Screenshot Hdr
Auch im Gaming HDR Modus wird der X3000i höchsten Ansprüchen gerecht. Die Durchzeichnung in allen Kontraststufen gelingt ihm sehr gut, auch der nun erforderliche größere Farbraum wird weitgehend abgedeckt. Und wieder reicht die Auswahl des Bildmodus »Game«, HDR erkennt der Beamer automatisch.

Der BenQ X1300i ist viel mehr als ein ausgeprägter Gaming-Spezialist. Er ist vielmehr ein hervorragender Entertainer fürs Wohnzimmer, mit hervorragender Bildqualität. Die liefert er ganz von selbst, ohne aufwändige Kalibrierung, trotzdem ist er für jegliches Feintuning offen. Dank seiner sehr guten Tonabteilung kommt er unter Umständen auch ohne externe Unterstützung aus.

Viel Beamer für wenig Geld: Epson EH-TW6150

Epson EH-TW6150 und der EH-TW6250 unterscheiden sich nur in Bezug auf den im letzteren bereits vorinstallierten HDMI-Stick mit Android TV. Der Preisunterschied zwischen beiden beträgt knappe 50 Euro. Der Hintergedanke; wer noch keinen Android TV hat, nun aber endlich mit dem Beamer gerne streamen möchte, der holt sich den EH-TW6250. Wer dagegen bereits entsprechend ausgestattet ist, oder vorerst darauf verzichten möchte, spart sich jetzt ein paar Euro, kann aber gegebenenfalls später noch nachrüsten.

Preistipp
Epson EH-TW6150
Test besten Beamer: Epson EH-TW6150
Der EH-TW6150 ist für den Preis nicht nur super gut ausgestattet, er wirft auch ein sehr gute Bild auf die Leinwand.

Der EH-TW6150 sieht mit seinem eher zweckmäßigen Design fast schon ein wenig altbacken aus, keine Spur vom modernen Design eines smarten Entertainers. Doch der Schein trügt, der EH-TW 5150 und sein Zwillingsbruder bringen für den Preis mit etwa 1000 Lumen eine beachtliche Helligkeit an die Leinwand – farbkalibriert und im Eco-Betrieb, versteht sich. Im mittleren Lampenmodus, den Epson bei einigen Projektoren mit UHP-Lampe anbietet sind es sogar 1200 Lumen. Das Licht reicht selbst im unzureichend abgedunkelten Wohnzimmer für ein fast ungetrübtes Filmvergnügen.

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Beamer Test: Epson Eh Tw6150
Beamer Test: Epson Eh Tw6150 Optik
Beamer Test: Epson Eh Tw6150 Back
Beamer Test: Epson Eh Tw6150 Fb

Außerdem lässt sich der EH-TW6150 mit einem entsprechenden HDMI-Stick problemlos zum smarten Beamer umwandeln, mit dem Sie auch Streaming-Dienste nutzen können. Beim Zwillingsbruder, dem EH-TW6250, ist der Dongle mit installiertem Android TV wie gesagt schon eingebaut, sodass das Menü einfach über die Home-Taste der Fernbedienung aufgerufen werden kann.

Bei der Aufstellung gibt er sich besonders unkritisch: Der 1,6-fache Zoom gepaart mit dem vertikalen Lensshift und der effektiven Trapez-Korrektur ist er nicht nur seitens des Projektionsabstandes variabel, sondern auch von der Ausrichtung zur Leinwand.

Auch wenn der Beamer lediglich mit einem LCD-Panel in FullHD Auflösung ausgestattet ist, ist er dennoch in der Lage, 4K-Material auf die Leinwand zu bringen, einfach per eShift, wie so viele andere Beamer auch, sofern sie nicht gleich das Fünffache kosten.

Leichte Abstriche muss man lediglich in Sachen Farbtreue machen, mit den beiden Favoriten kommt er da nicht ganz mit, schlägt sich aber erstaunlich gut. Er bietet im Menü unter anderem die beiden Farbräume BT.709 für HDTV und BT.2020 für HDR Produktionen an. Zwar deckt er den erweiterten BT.2020 Farbraum nur unzureichend ab, das schaffen ohnehin nur ganz wenige, zumindest zeigt er aber mehr Abstufungen und Nuancen, als der normale BT.709 hergibt.

Der EH-TW6150 ist einfach in der Installation und im alltäglichen Gebrauch, er verarbeitet selbst anspruchsvolle UHD-Kost und eignet sich optional zum Streaming. Epson hat hier ein wirklich günstiges Komplettpaket gepackt.

Außerdem getestet

Optoma UHD35STx

Der Optoma UHD35STx gehört zur Kategorie der Kurzdistanz-Beamer, mit nur einem Meter Abstand zur Leinwand kann er ein Bild mit 90 Zoll Diagonale an die Leinwand werfen. Damit die Projektion dennoch möglichst ohne optische Verzerrungen erfolgt, hat man beim UHD35STx auf eine Zoom-Optik verzichtet, die Bildgröße wird allein durch den Abstand zur Leinwand verändert. Als Zoom-Optik hätte ein solch weitwinkliges Objektiv den Preis deutlich nach oben getrieben.

Man muss sich also beim Einsatz des UHD35STx schon ziemlich sicher bezüglich des Standortes sein. Andererseits kann er den Abstand zur Leinwand im Vergleich zu unserer aktuellen Kurzdistanz-Empfehlung nochmal halbieren.

Ansonsten gibt es allerdings keine halben Sachen, auch der UHD35STx verarbeitet problemlos 4K-Material und unterstützt zudem HDR Hochkontrast-Produktionen. Die Farbdarstellung ist erwartungsgemäß hervorragend, ebenso die HDR-Umsetzung. Der zieht zudem buchstäblich noch ein weiteres As aus dem Ärmel; er kann einen Input Lag von nur vier Millisekunden realisieren und empfiehlt sich damit insbesondere bei Hardcore-Gamern. Auch hier birgt das Konzept des Kurzdistanz-Beamers einen unbestreitbaren Vorteil; die nahe Positionierung zur Leinwand erlaubt es den Spielern, hinter dem Beamer Platz zu nehmen, so steht keiner mehr unversehens zwischen Beamer und Leinwand und damit auch nicht im Bild. Zwei Audio-Ausgänge, analog und digital, runden den Optoma ab, da kann man von der Soundbar bis zum Surround-System jede externe Sound-Lösung anschließen.

Optoma UHZ50

Modernste Laser-Lichtquelle, reichlich Schnittstellen auf der Rückseite und vorinstallierte Streaming-Dienste, so präsentiert sich der Optoma UHZ50. Zum aufgerufenen Preis ein überaus faires Angebot, will man meinen. Allerdings offenbaren sich im Alltagsbetrieb auf dem zweiten und dritten Blick einige unschöne Fallstricke. Den Anfang macht sicherlich der knapp bemessene 1,3-fach Zoom, der die Wahl des Standortes nicht unerheblich einschränkt. Dafür punktet die Optik mit ihrer Abbildungsleistung, die nahezu frei von Artefakten ist. Die Geometrie lässt sich zudem mit einem recht effizient arbeitenden vertikalen Lensshift sehr gut korrigieren.

Beim Blick auf die Rückseite entpuppen sich die drei HDMI-Schnittstellen als ziemlich selektiv, will heißen, HDMI 1 ist fürs Gaming optimiert, wogegen die Bewegungskompensation »PureMotion« nur an HDMI 3 arbeitet. Das schränkt zwar nicht per se ein, das muss man aber wissen, damit man die entsprechenden Quellen auch direkt richtig zuordnet und entsprechend einsteckt. Außer den HDMI-Schnittstellen stehen noch diverse USB-Buchsen zur Verfügung, der integrierte Media-Player spielt hier neben Filmen und anderen Medien sogar Office-Dokumente ab.

Dank eingebautem WLAN-Stick und der hauseigenen Oberfläche ist der Beamer nicht nur auf die HDMI- und USB-Eingänge angewiesen, sondern eignet sich auch zum Streamen. Netflix und Amazon Prime sind bereits vorinstalliert, das Nachladen zusätzlicher Dienste kann sich dagegen als schwierig herausstellen, denn die Oberfläche basiert zwar auf Android, ist aber im Grunde ein hauseigenes Betriebssystem, mit direkter Anbindung an den Optoma Marketplace.

Wenn man mit dem Angebot zurecht kommt, erweist sich der Optoma UHZ50 als anschlussfreudiger Entertainer im Wohnzimmer, mit hervorragender Bildqualität und langlebiger Laser-Lichtquelle.

BenQ X1300i

Der BenQ X1300i ist quasi der Vorgänger, bzw. der kleinere Bruder unserer aktuellen Empfehlung fürs Gaming. Tatsächlich hatte er diesen Platz inne, bis die Konkurrenz aus eigenem Stall ihm den Rang ablief. Unser neuer Gaming Favorit ist noch schneller, sodass der Input Lag nochmal um die Hälfte verringert werden konnte, die Farbdarstellung gerade um erweiterten Farbraum ist noch akkurater, er ist sogar etwas heller, allerdings auch deutlich teurer. Wer es nicht ganz so flink braucht, ist daher mit dem X1300i immer noch sehr gut bedient.

Beim X1300i benötigt das Bild, je nach Einstellung, zwischen 8 und 16 Millisekunden vom HDMI-Eingang bis zur Leinwand, was theoretisch für die meisten Spiele reichen sollte. In unserem Praxistest war das jedenfalls so.

Der GameMaestro hat in diesem Beamer sein Debut, bereits der X1300i lässt sich mit Hilfe verschiedener Genre-Presets und Feinabstimmungen für viele Spielsituationen optimieren. Auch er kommt dank sehr guter Lautsprecherausstattung zur Not ohne externe Audio-Lösung aus. Die beiden eingebauten Lautsprecher agieren wahlweise nach den Voreinstellungen, wie Kino, Musik, Spiel oder Sport, oder aber man stellt den 5-Band Equalizer im Benutzermodus nach den eigenen Vorstellungen ein.

Bezüglich der Bildqualität erweist sich der BenQ X1300i als echter Allrounder. Bekommt er einfaches FullHD-Material angeliefert, verwöhnt er mit einer akkuraten Farbwiedergabe, die in dieser Preisklasse selten anzutreffen ist. Unsere Messungen ergaben im Test eine akkurate Abdeckung des BT.709 Normfarbraums, der für HDTV-Produktionen maßgeblich ist – das ganze funktioniert quasi auf Tastendruck, ohne dass wir irgendwelche Einstellungen anpassen mussten.

Der BenQ X1300i ist viel mehr als ein ausgeprägter Gaming-Spezialist. Er ist vielmehr ein hervorragender Entertainer fürs Wohnzimmer, mit hervorragender Bildqualität. Dank seiner sehr guten Tonabteilung kommt er oft auch ohne externe Unterstützung aus.

BenQ V7000i

Rein äußerlich ähnelt der BenQ V7000i dem kürzlich ebenfalls getesteten V6000 bis aufs Haar. Nur der mitgelieferte Dongle und ein Blick in die Spezifikationen zeigt einige Unterschiede. Der Dongle wird in eine der beiden HDMI-Buchsen sowie zur Spannungsversorgung in eine der USB-Buchsen gesteckt und beschert dem Beamer eine Android-TV-Oberfläche, passend dazu gibt es auch eine neue Fernbedienung mit Google-Assistant-Taste und eingebautem Mikro für die Sprachsteuerung. Laut Datenblatt stellt der V7000i weniger Helligkeit zur Verfügung, man kann also davon ausgehen, dass ein zwischengeschalteter Filter für eine verbesserte Farbdarstellung sorgt. Außerdem wird ein Farbrad mit sechs statt drei Farbsegmenten eingesetzt, was für eine Verringerung des sogenannten Regenbogeneffekts sorgt, auf den manche Zuschauer empfindlich reagieren.

Die Aufstellung des BenQ V7000i geht ebenso wie die des V6000, es stehen mit den höhenverstellbaren Füßen, den ausziehbaren Linealen und schließlich der automatischen Trapezkorrektur auch die gleichen effektiven Hilfsmittel zur Verfügung. Um eine Bilddiagonale von satten 100 Zoll zu erreichen, beträgt der Abstand des V7000i zur Leinwand nur etwa 63 Zentimeter. Wie immer bei Ultrakurzdistanzprojektoren, beziehen wir uns hier auf den Abstand der optischen Einheit und nicht etwa dem der Rückseite zur Leinwand. Zu dicht darf der Beamer ohnehin nicht an die Wand, damit Platz für den Dongle und einen HDMI-Stecker bleibt.

Der BenQ V7000i steht ab Werk im Bildmodus »Helles Kino«, der Laser leuchtet im sparsamen und nicht ganz so hellen Ecomodus. Die Farbtemperatur erreicht durchweg die geforderten 6.500 Kelvin, und der BT.709-Normfarbraum für HDTV wird großzügig überdeckt. Um Unterschiede zwischen HDR (Hochkontrast) und SDR (Standardkontrast) kodierten Filmen sichtbar zu machen, nutzen wir gerne den »Bladerunner 2049« in UHD-Auflösung mit HDR. Was mit normalem Kontrast eher düster im weniger düster erscheint, bekommt mit aktiviertem HDR-Bildmodus eine enorme Tiefe, weil helle Bildanteile stärker leuchten, ohne dass die dunklen Flächen gleichermaßen mit aufgehellt werden. Die Gamma-Einstellungen, die auch beim BenQ im Falle eines HDR-Signals auf die erforderlichen Werte fixiert werden, sorgen dafür, dass auch die Zwischentöne fein durchgezeichnet werden.

Die Abbildung des erweiterten Kino-Farbraumes DCI P3 geling dem V7000i ebenfalls perfekt. Bei entsprechendem Filmmaterial werden nun auch Farbabstufungen sichtbar, die vom HDTV-Farbraum gar nicht erfasst werden.

Der BenQ V7000i ist zwar teurer als die meisten anderen Ultrakurzdistanz-Beamer in unserem Test, aber wie kaum ein anderer verbindet er eine riesige Bilddiagonale mit hervorragender Bildqualität mit UHD- und HDR-Support sowie Android-TV-Oberfläche. Damit ist er ein veritabler Gegner eines jeden smarten Großbildfernsehers.

Viewsonic X1000-4K

Anders als die meisten Konkurrenten mit Ultrakurzdistanz-Beamern im Programm setzt Viewsonic beim X1000-4K keine Laser als Leuchtmittel ein – sondern LEDs. Ähnlich arbeiten – mit dem X10 und dem X100 – auch schon die kleineren Projektoren dieser Reihe.

Die Tonabteilung zeigt einmal mehr die Früchte der Zusammenarbeit von Viewsonic mit den Audiospezialisten von Harman-Kardon. So kommen insgesamt vier Lautsprecher-Chassis zum Einsatz – zwei Hochtöner und zwei Breitband-Lautsprecher bilden die solide Grundlage einer 2.0 Soundbar. Je Kanal stehen 20 Watt Leistung zur Verfügung, die für genug Power sorgen, um jedes normale Wohnzimmer zu beschallen. Bei Bedarf lässt sich der Tiefbass-Bereich mit einem extern angeschlossenen Subwoofer ausbauen, der Viewsonic verfügt jedenfalls über eine entsprechende Ausgangsbuchse.

Der geringe Abstand zur Leinwand fordert eine akkurate Ausrichtung des Beamers. Der X1000-4K hat hierzu zwei höhenverstellbare Füße integriert. Das funktioniert ganz ohne Fummelei mit zwei leicht erreichbaren Rändelschrauben. Darüber hinaus gibt es noch die übliche automatische Trapezkorrektur, die aber ebenso wie der automatische Fokus auch über einen manuellen Modus verfügt. Der Viewsonic lässt sich also ziemlich unkompliziert aufstellen und optimal auf die Leinwand ausrichten.

Seitens der Bildabstimmung hakte es dagegen zumindest bei unserem Modell im Test noch etwas. So wird der X1000-4K zwar im besonders hellen TV-Modus ausgeliefert, allerdings passt die dort voreingestellte Farbtemperatur von 9300 Kelvin in keine uns bekannte Norm. Das Bild ist viel zu kühl und sogar leicht blaustichig.

Zwar lässt sich die Farbtemperatur auch separat einstellen, nur die Umstellung auf die gewünschten 6500 Kelvin blieb nahezu fruchtlos. Womöglich ist das nur ein Bug in der Software, schließlich konnten wir die gewünschte Farbtemperatur trotzdem einstellen, dazu muss man nur etwas tiefer ins Farbmanagement eintauchen und die Werte von Rot, Grün und Blau einzeln einstellen.

Der X1000-4K verfügt über eine ganze Reihe Schnittstellen, verkabelte wie drahtlose gleichermaßen. So gibt es insgesamt drei HDMI-Eingänge, außerdem insgesamt vier USB-Buchsen, eine davon im praktischen USB-C Formfaktor, sowie eine weitere unter einem Deckel auf der Rückseite. Das ist der ausgewiesene Steckplatz für den USB-Dongle aus dem Lieferumfang, der neben dem WiFi-Empfänger auch das Android TV Betriebssystem enthält.

Der Ausgang für einen Subwoofer, je ein Ein- und Ausgang für analoges Audio, sowie ein digitaler Audio-Ausgang bilden die Schnittstellen der Tonabteilung. Vom internen 16-Gigabyte-Speicher stehen zudem immerhin rund zwölf als Datenspeicher zur Verfügung.

Koordiniert wird das Ganze vom asiatischen Android-Abkömmling mit dem Namen Aptoid. Die Oberfläche unterscheidet sich zwar kaum von einer herkömmlichen Android-Installation, hat aber keinen Zugang zum Play Store.

Der Viewsonic X1000-4K gehört in seinem Bereich zwar nicht zu den besonders teuren Geräten, dennoch muss man die kleinen Fallstricke, wie etwa im Farbmanagement oder das Betriebssystem nicht in Kauf nehmen – schließlich ist das hauptsächlich Software, die sich ja bekanntlich per Update verbessern lässt.

Optoma CinemaX P2

Der Optoma CinemaX P2 ist ein echter Tausendsassa: Er liefert nicht nur ein riesiges Bild aus kürzester Entfernung zur Leinwand, er verfügt zudem über eine Android-basierte Oberfläche und kann dank TapCast App direkt Display-Inhalte vom Smartphone auf die große Leinwand spiegeln. Der eingebaute Mediaplayer spielt Filme direkt von einem USB-Stick ab.

Zur der perfekt parallelen Installation vor der Leinwand stehen zwei solide Papp-Lineale zur Verfügung. Die Höhenverstellung der Füße ist leicht von außen Zugänglich, so das der Optoma schnell in der Waage steht.

Von Hause aus kann der CinemaX P2 4K HDR Material projizieren. Wie andere DLP-Beamer auch, nutzt er hierzu keine native 4K-Auflösung, sondern das sogenannte XPR-Shift-Verfahren, bei dem das Video nacheinander leicht versetzt an die Leinwand projiziert wird.

Schon bei der Auslieferung steht der Optoma im Bildmodus »Cinema« und liefert eine Kino gerechte Farbdarstellung. Allerdings leuchtet der Laser mit voller Power

Der Optoma CinemaX P2 kann durchaus einen Smart TV ersetzen, allerdings funktionierte die Oberfläche bei unserem Test nicht immer reibungslos. Das tut der hervorragenden 4K HDR Performance natürlich keinen Abbruch und auch der Ton ist weit mehr als eine Notlösung, schließlich hat man seit Jahren das Knowhow der Audioverarbeitung im eigenen Haus.

BenQ V6050

Der BenQ V6050 gehört ebenfalls in die Kategorie Ultrakurzdistanz-Beamer im Test und war bislang unsere Empfehlung für sogenannte Laser TVs. Er ist allerdings nicht ganz billig, was nur teilweise an der Wahl der Lichtquelle und der aufwändigen Sound-Abteilung liegt. Bereits beim Einschalten des aufgestellten Beamers setzt BenQ ein Statement in Sachen Bedienkomfort und Verarbeitung: Leise surrend fährt eine metallene Abdeckung auf und gibt die Spiegel-Optik frei. Auch die Fernbedienung ist hochwertig verarbeitet und verfügt über ein großzügiges Tasten-Layout.

Die hochwertige Verarbeitung und die ausgeklügelten Detaillösungen machen sich dann auch bei der Aufstellung des V6050 bemerkbar. Wie alle Ultrakurzdistanz-Projektoren, sollte auch der BenQ perfekt vor der Leinwand ausgerichtet werden – wird er nur wenige Millimeter verrückt, hat das gleich enorme Auswirkungen auf die Bildgeometrie. Gerade jetzt bietet der BenQ einigen Komfort, den günstigere Konkurrenten oftmals vermissen lassen.

So lassen sich einfach zwei Anschlagslineale aus der Rückseite herausziehen, was eine korrekt parallele Ausrichtung des Beamers zur Leinwand um Einiges erleichtert. Außerdem lässt sich der V6050 mit Hilfe von Schraubfüßen in die Waage bringen, womit die abschließenden Trapezkorrektur entlastet wird, weil hier dann nur noch Feinarbeit geleistet werden muss.

Ist der V6050 korrekt ausgerichtet, geht es an die Einstellung des Bildes bezüglich Farbdarstellung und Kontrast. Gerade letzterer ist ja für HDR Inhalte besonders wichtig, und stellt gerade für sehr helle Beamer eine besondere Herausforderung dar. Liegt normales FullHD Signal an den HDMI-Buchsen an, erreicht man mit der Bildeinstellung »Cinema« schon ein sehr gutes Ergebnis. Der Norm-Farbraum für HDTV wird, wie schon im Menü angezeigt fast nahtlos abgedeckt. Selbst im Eco-Betrieb des Lasers reicht die Lichtausbeute immer noch für satte 1.600 Lumen, womit der Beamer sogar im hellen Wohnzimmer noch ein brillantes Bild an die Leinwand zaubert. Der Schwarzwert bleibt mit erfreulich niedrig, entsprechend gut sind die Kontrastwerte.

Wie üblich schaltet der BenQ V6050 den Bildmodus auf HDR-Betrieb um, sobald ein entsprechendes Signal an den Buchsen ankommt. Auch das macht er im Test erwartungsgemäß sehr gut. Wir bekommen eine Reproduktion des erweiterten D65 P3 Farbraumes von über 90 Prozent. Der Kontrast bleibt auf hohem Niveau, und die Gammakurve nähert sich ebenfalls den vom HDR-Standard geforderten Werten an. Ohne große Kalibriermaßnahmen schafft der BenQ Laser TV ein tolles Kinoerlebnis, egal mit welchem Ausgangsmaterial.

Auch die eingebauten Lautsprecher sind alles andere als Makulatur, zwar gibt es Soundbars, die gerade aus dem Filmsound noch mehr herausholen können, der BenQ lässt es aber mehr krachen, als es die meisten Fernseher aus eigener Kraft schaffen. Außerdem gibt es auch im Audio-Menü diverse Presets, bis hin zu benutzerdefinierten, individuellen Einstellmöglichkeiten.

Der BenQ V6050 ist eine perfekte Alternative zum Großbild-Fernseher, auch wenn er nicht ganz billig ist. Dafür bringt er den guten Ton gleich mit und sieht zudem gut aus. Als V6000 gibt es ihn auch in Weiß, was in manchen Einrichtungen besser passen dürfte. Die Technik und die Bild- und Ton-Performance ist die gleiche.

Optoma UHD38

Auch bei Optoma hat man das Potential erkannt, was in einem Beamer steckt, der fürs Gaming optimiert wurde. Mit dem UHD38 setzt man genau auf diese Nische, die wohl in naher Zukunft ihr Nischendasein verlassen wird. Zusammen mit dem UHD38 wurde der UHD385 vorgestellt, der liefert weniger Helligkeit und ist damit etwas günstiger, ansonsten gibt es keine Unterschiede. Allerdings arbeitet der Optoma noch mit einer herkömmlichen UHP-Lampe statt mit LED oder Laser, wodurch er auch etwas günstiger ist.

Beim Optoma UHD38 verlässt man sich außerdem fast vollkommen auf externe Audiogeräte. Er bietet dafür sowohl einen analogen als auch einen digitalen Ausgang, verzichtet allerdings auf hochwertigeren internen Sound.

Beim Bild lässt man sich dagegen nicht lumpen. Auch der Optoma arbeitet mit einer blitzschnellen Signalverarbeitung. Die Dauer, die das Bildsignal vom Eingang bis zur Leinwand benötigt – der sogenannte Input Lag – beträgt maximal etwa 16, bei entsprechenden Signalen mit etwa 8 Millisekunden sogar nur halb so viel.

Neben FullHD und 3D kann der Optoma auch 4K-HDR-Signale verarbeiten – und zwar bei Filmen und beim Gaming. Wie bei Optoma üblich, liefern die entsprechenden Voreinstellungen im Menü schon sehr gute Ergebnisse. Der Bildmodus »Kino« funktioniert sehr gut, für optimale Farbtreue mit allen Eingangssignalen stellen wir den Optoma-Beamer für gewöhnlich in den Bildmodus »Bezug«.

Die Umschaltung zwischen HDR und SDR erfolgt automatisch, ist die Spielkonsole angeschlossen, wählt man beim Optoma UHD38 auf jeden Fall den speziellen Gaming-Modus aus. Hier werden außer den grafischen Elementen, wie Detail- und Farbtreue vor allem die Verarbeitungsgeschwindigkeit optimiert. Für einen adäquates Sounderlebnis schließt man idealerweise eine Soundbar oder einen anderen externen Lautsprecher an, die internen Lautsprecher sind eher eine Notlösung.

Der Optoma UHD38 ist ein günstiger UHD-Beamer mit Gaming-Optimierung. Für gelegentliche Spielchen im Wohnzimmer eignet er sich bestens, vor allem, wenn eine Soundbar oder ähnliches Gerät für die entsprechende Audio-Unterstützung sorgt.

Xiaomi Laser-Projector MI 150

Altbacken ist der Xiaomi Laser Projector Mi 150 nicht, egal, ob er nun als Beamer oder Laser-Fernseher durchgeht. Schließlich nutzt er ein modifiziertes Android als Bedienoberfläche und eröffnet mit dem WLAN oder LAN-Zugang zu Netzwerk und Internet die schöne bunte Welt des Streamings. Dabei begnügt sich der Mi 150 nicht allein mit Filmen in FullHD-Auflösung, sondern ist auch offen für 4K und HDR. Zudem liefert er dank seiner Aufstellungsweise (nämlich direkt vor der Leinwand) und der integrierten Lautsprecher definitiv besseren Sound als die meisten Fernseher.

Auch wenn der Mi 150 fast direkt vor der Leinwand stehen darf, sollten die Anschlusskabel nicht im Weg sein. Wird er circa 45 Zentimeter vor der Leinwand platziert (wir messen hier die Entfernung des Objektivs), erreichen wir ein Bild von zwei Metern Breite, was einem Bildschirm von 90 Zoll entspricht!

Der Laser Projector Mi 150 sollte perfekt vor der Leinwand ausgerichtet werden – wird er nur wenige Millimeter verrückt, hat das gleich enorme Auswirkungen auf die Bildgeometrie. Zwei Rändelschrauben hinten rechts und links erlauben die saubere Einstellung der Neigung, diese sind leicht von der Seite zugänglich und lassen sich unabhängig voneinander einstellen, schnell hat man da das Bild in der gewünschten Höhe und vor allem im rechten Winkel.

Im Bild-Einstellungsmenü erfolgt dann schnell die Ernüchterung, es gibt nur sechs Presets und einen Benutzer-Modus. Die Presets lassen keine Bildkorrektur zu, der Benutzer-Modus nur einige wenige. Trotzdem lässt sich der Xiaomi Laser Projector Mi 150 mit wenigen Einstellungen ein sehr gutes Bild entlocken. Direkt beim ersten Start stand der Beamer im Bildmodus »Film«, und die Farbtemperatur lag augenscheinlich grob im Bereich um die gewünschten 6.500 Kelvin. Auch die Abdeckung des Normfarbraumes gelang dem Xiaomi in dieser Einstellung schon beachtlich gut.

Einzig die Durchzeichnung in den mittleren Helligkeitsbereichen ist in dieser Einstellung im Test nicht besonders, was an einer recht flach verlaufenden Gamma-Kurve liegt, an der sich allerdings nichts ändern lässt. Eine Einstellung der Farbtemperatur in Standard, Warm und Kühl steht nur im Custom-Preset zur Verfügung. Die Einstellung Warm zeigte dann ein ähnliches Ergebnis wie das Preset »Film«, zauberte allerdings ein etwas helleres Bild an die Leinwand.

Der Xiaomi kann natürlich auch was mit HDR-Inhalten anfangen, sobald ein entsprechendes Signal anliegt, erscheint das Preset »HDR« im Bildmenü. Der Mi 150 passt dann sogleich alle wichtigen Parameter an, sodass wir tatsächlich einen leicht erweiterten Farbraum messen konnten, außerdem erhöht sich der Kontrastumfang, weil die Helligkeitswerte sich jetzt an die geforderte PQ-Gamma-Kurve angleichen, wenn auch moderat.

Technisch gehört schon einiges dazu, gerade bei HDR-Inhalten einem guten OLED-Bildschirm die Stirn zu bieten, dennoch schafft es der Xiaomi Laser Projector Mi 150 eine interessante Alternative zu liefern. Den besseren Ton gibt es obendrein und letztlich ist der Beamer viel einfacher an Ort und Stelle platziert und nimmt nicht so viel Raum ein, gerade wenn er abgeschaltet ist.

BenQ TK850

Der BenQ TK850 verzichtet er sowohl aufs WLAN als auch auf die Android-TV Oberfläche. Dadurch ist er auch etwas günstiger und damit eine echte Alternative für alle, die den Beamer im hellen Wohnzimmer aufstellen wollen, auf die komplette Vernetzung aber verzichten können.

Wen das leise Brummeln im 4K-Betrieb stört, der kann den »Silent-Modus« im Menü auswählen. Sogleich wird der Beamer leise, projiziert allerdings auch nur noch mit FullHD-Auflösung. Aus diesem Grunde werden 3D-Filme leiser projiziert, weil es diese nur in maximal FullHD gibt. Die 3D-Shutterbrille müssen Sie allerdings extra kaufen, sie gehört nicht zum Lieferumfang.

Auch der TK850 stellt den Bildmodus automatisch um. Sobald ein HDR-Signal zugeführt wird, stellt sich der Bildmodus automatisch darauf ein. Der Kontrast wird ebenfalls mit einer adaptiven Iris verbessert.

Eine USB-Buchse auf der Rückseite des TK850 dient zum Anschluss externer Datenträger, allerdings ist das Handling ohne Android-Oberfläche nicht so komfortabel wie beim i-Modell. Den Ton übernehmen die recht gut klingenden eingebauten Lautsprechern oder, was meist besser ist, eine externen Box, die wahlweise über die digitale SPDIF- oder die analoge Klinkenbuchse angeschlossen wird.

Wer auf den Komfort und die Streaming-Möglichkeiten der Android-Oberfläche unseres Favoriten verzichten kann, bekommt mit dem TK850 ein günstigere Alternative.

BenQ W2700

Wegen seiner etwas geringeren Lichtausbeute eignet sich der BenQ W2700 weniger im hellen Wohnzimmer als die beiden TK850-Modelle. Können Sie Ihr Wohnzimmer dagegen sehr gut verdunkeln, liefert der W2700 die besseren Farben und ist zudem schon ab Werk kalibriert.

Ganz so wie der TK850i mit Android TV und WLAN ergänzt wurde, ist BenQ auch beim W2700 vorgegangen: Eben weil der W2700 schon ab Werk kalibriert ist, fallen die Einstellungsarbeiten entsprechend kurz aus. Wie bei den meisten Beamern fürs Heim- oder Wohnzimmerkino liegt auch unserem Testgerät das individuelle Messprotokoll bei. Die zur Sicherheit vorgenommene Messung bestätigt die Plug-and-Play Ambitionen: Bereits im ab Werk eingestellten »Cinema«-Modus (mit heller Lampeneinstellung) liefert der BenQ eine akkurate Abdeckung des BT.709-Normfarbraumes für HDTV.

Selbst wenn die Lampe im dunkleren Eco-Betrieb leuchtet, liefert der W2700 eine farbtreue Wiedergabe und verbessert, wie erwartet, den Schwarzwert. Wenn es im Wohnzimmer dunkel genug für den Eco-Betrieb ist, kann man damit also Strom sparen, die Lebensdauer der Lampe verlängern, und hat nebenbei noch einen sehr leisen Beamer, da die Lüftung deutlich heruntergefahren werden kann.

Anschließend füttern wir den Beamer im Test mit 4K-HDR-Signalen, um herauszufinden, ob er dann auch den entsprechend geforderten erweiterten Farbraum abbilden kann, und wie er obendrein mit der höheren Kontrastdynamik zurecht kommt.

Wird der W2700 mit 4K-Material gefüttert, ist sogleich der Bild-Modus »DCI-Cinema« im Menü verfügbar. Wird der aktiviert, schiebt sich ein zusätzliches Filter in den Lichtweg, und sorgt für fast 100 Prozent Abdeckung des DCI-Farbraumes, wie er auch im Kino projiziert wird. Andererseits halbiert sich die maximale Helligkeit gegenüber dem Bildmodus »Cinema«, deshalb sollten Sie Ihr Wohnzimmerkino sehr gut abdunkeln können. Geht das nicht, kann man getrost im normalen »Cinema«-Modus bleiben, und hat dann ein helleres Bild, was den DCI-Farbraum immer noch zu über 90 Prozent abdeckt.

So oder so nimmt der Kontrast zu, durch den Einsatz der adaptiven Iris, also einer Blende, die sich auf den Bildinhalt einstellt, sodass bei dunklen Bildern so wenig Licht wie möglich abgegeben wird. Da diese nicht ganz lautlos arbeitet, ist sie mitunter zu hören, wenn beispielsweise bei einem Hell/Dunkel-Umschnitt auch noch der Filmton sehr leise ist. Bei sehr schnellen Wechseln zwischen hellen und dunklen Szenen kann die Iris auch schon mal hinterherhinken, das Bild beginnt scheinbar zu »pumpen«. Stellt man sie dann in den »Low«-Modus, lässt sie zu schnelle Wechsel einfach aus und das Pumpen verschwindet. Hier lohnt sich sich das Experimentieren mit den Einstellungen, um je nach Film den intensivsten Kontrast herauszuholen.

Da der W2700 auf alle analogen Bildquellen verzichtet, sieht die Rückseite entsprechend aufgeräumt aus; die beiden vorhandenen HDMI-Eingänge sind mit HDCP2.2 kompatibel und somit für UHD-Quellen geeignet. Es gibt außerdem einen analogen sowie einen optischen Audio-Ausgang, sowie eine USB-Buchse, die für alle möglichen externen Laufwerke zuständig ist. Der BenQ spielt hierüber neben verschiedenen Film- und Foto-Dateien übrigens auch Office-Dokumente und PDFs ab, hat also einen vollwertigen Mediaplayer eingebaut.

LG Largo4K HU70LS

Der Largo4k HU70LS kleiner ist als die meisten Konkurrenten, zumindest solange man das riesige Netzteil außen vor lässt. Der HU70LS ist einer der ersten Beamer von LG, der über die gleiche WebOS Oberfläche verfügt, wie die Fernseher aus gleichem Hause, was ihm unter anderem den Zugang zu diversen Streaming-Diensten ermöglicht.

Die LG Magic Remote Fernbedienung verbindet sich sofort nach dem Einschalten mit dem Beamer und projiziert eine Art Cursor oder Mauszeiger an die Leinwand, damit lässt sich der Projektor wie mit einer Maus bedienen – auswählen, anklicken, fertig. Mühsam wird es erst, wenn per Magic Remote und eingeblendeter Tastatur WLAN-Passwörter oder URLs eingegeben werden sollen, denn der HU70LS verfügt auch über einen kompletten Browser.

Das ist es aber nicht allein, denn per WebOS lassen sich auch andere im Hausnetzwerk befindlichen Gerätschaften steuern, sofern sie dem OCF Standard entsprechen. Und das sind einige, da dieser außer von LG auch von Microsoft, Samsung und vielen anderen namhaften Herstellern unterstützt wird.

Der Ton gelangt wahlweise per SPDIF-Ausgang oder drahtlos via Bluetooth zum externen Kopfhörer, Lautsprecher oder zur Soundbar. Abgesehen von dem recht großen Netzteil, das auch irgendwo untergebracht werden will, lässt sich der LG problemlos aufstellen, mit wenigen Handgriffen ist er optimal aufgestellt und auf die Leinwand ausgerichtet.

Der LG steht ab Werk im Bildmodus »Standard«, und obwohl die Farbtemperatur warm eingestellt ist, kann man das von einer gemessenen Farbtemperatur von 7.100 Kelvin kaum behaupten, fürs Wohnzimmer geht das aber noch in Ordnung und der Blaustich hält sich in Grenzen. Der Normfarbraum für HDTV wird großzügig überdeckt, soweit so gut.

Stellt man den Bildmodus auf »Kino«, die Lampe in den Eco-Betrieb erreichen wir eine sehr gute Abdeckung des BT.709 Normfarbraumes, die Farbtemperatur erreicht dann allerdings fast 8.000 Kelvin, was nun auch im Wohnzimmer zu kühl ist.

Wie bei den meisten Konkurrenten, stellt sich das Bild auch beim HU70LS automatisch in den »HDR«-Modus, sobald ein entsprechendes Signal ankommt. Um die Grundlage (ausreichend Licht) für eine gute HDR-Performance zu erhalten, stellen wir die Lampe statt auf den Eco- auf den helleren Mittel-Betrieb um. Die Farbtemperatur liegt nun mit 6.800 Kelvin nur leicht über dem Ideal von 6.500 Kelvin, was nicht der Rede wert ist, den erweiterten Farbraum bildet der HU70LS zu über 90 Prozent ab und eine Gammakurve nah am PQ-Ideal sorgt für gute Durchzeichnung in allen Helligkeitsbereichen.

Mit dem LG Largo4k HU70LS bekommen Sie einen Beamer, der es locker mit den Streaming-Fähigkeiten eines Fernsehers aufnimmt. Dass Sie bei Bedarf auch andere Geräte in ihren Hausnetzwerk vom Projektor aus ansteuern können, ist eine nette Dreingabe, denn vom Fernseher aus ist das längst möglich.

Epson EH-LS500

Der Epson EH LS500 ist ein Vertreter aus der Ultrakurzdistanz-Fraktion. Das heißt, er kann auf dem Sideboard direkt vor der Leinwand stehen und trotzdem ein größeres Bild projizieren als die meisten Fernseher. Er ist tatsächlich auch als Alternative zum Fernseher gedacht, zumal er mit 4K und HDR auch die aktuellen Videostandards unterstützt und mit einer hellen Laser-Lichtquelle lange für gute Bilder sorgen kann.

Allein der zusätzliche Aufbau auf dem Beamer erinnert stark an die Ansaughutze eines Sportwagens, beherbergt aber die Optik. Wahrscheinlich ist es genau diese Art, die Optik unterzubringen, die verhindert, dass der EH-LS500 über Kopf unter der Decke platziert werden kann. Zumindest rät Epson bereits in den Unterlagen des Projektors dringend davon ab.

Wie der Name des EH-LS500 schon vermuten lässt, ist er außerdem mit einem Laser als Lichtquelle bestückt, das macht ihn besonders wartungsarm. Der Laser soll nämlich ein ganzes Beamer-Leben halten, dadurch lässt sich ein Teil des höheren Preises im Vergleich zu einem Projektor mit herkömmlicher UHP-Lampe kompensieren.

Der EH-LS500 liefert ebenfalls 4K-Auflösung, auch wenn das in dieser Preisklasse nur rein rechnerisch gilt, und der Epson die e-Shift Technik zur Hilfe nehmen muss, um auf annähernde 4K-Auflösung zu kommen. Außerdem verträgt er auch hochkontrastiges, er ist nämlich mit den HDR-Standards HDR10 und HLG HDR kompatibel, wobei letzterer der fürs Fernsehen vorgesehene Übertragungsstandard ist.

Bei der Aufstellung ist der EH-LS500 recht genügsam, zumindest, was den Abstand zur Leinwand betrifft. Um eine Bildbreite von zwei Metern zu erreichen, braucht der Abstand des Beamers zur Leinwand nur 75 Zentimeter zu betragen. Gemeint ist hier der Abstand der stoffbespannten Vorderkante des Beamers. Soll das Bild noch größer sein, muss auch der Abstand zur Leinwand größer werden, da bei den meisten Sideboards bei 60 Zentimetern Tiefe Schluss ist. Da heißt es nun: eine Sonderlösung finden oder auf die ultimative Bildgröße verzichten. Allerdings entspricht eine Bildbreite von zwei Metern schon der Bilddiagonalen eines 90-Zoll-Fernsehers!

Das Bild ist dann schnell eingestellt, zumal der EH-LS500 über vergleichsweise überschaubare Einstellmöglichkeiten verfügt. Am Besten wählt man zum anschauen von Filmen den Bildmodus »Kino« und regelt die Helligkeit des Lasers je nach Raumhelligkeit stufenweise von 100 auf minimale 50 Prozent herunter. Den erforderlichen Farbraum stellt der Projektor je nach Signal an der Quelle automatisch zur Verfügung. Die Farbtemperatur von gemessenen 6.800 Kelvin liegt zwar etwas über dem Soll von 6.500 Kelvin, geht aber im Wohnzimmer-Kino voll in Ordnung.

Zwar verfügt der EH-LS500 über zwei eingebaute Lautsprecher, die sogar aus Richtung Leinwand in den Raum abstrahlen, für einen umfassenden Filmgenuss sollte man aber auf externe Lautsprecher, oder besser noch, eine Soundbar zurückgreifen.

Ein Ultrakurzdistanz-Beamer wie der EH-LS500 ist in der Lage, selbst im recht hellen Wohnzimmer noch für ein riesiges, brillantes Bild zu sorgen und ist damit ein echter Konkurrent zum Fernseher, zumindest wenn mehr als 65 Zoll Bilddiagonale gefragt sind.

Optoma UHL55

Mit dem UHL55 hat Optoma einen der ersten smarten Beamer auf den Markt gebracht. Nicht nur, dass er über LAN, WLAN und diverse USB- und HDMI-Schnittstellen fast allen modernen Quellen gerecht wird, er verfügt sogar über einen internen Speicher mit 10 Gigabyte Kapazität. Außerdem ist er kompatibel mit Amazon Alexa und der Google-Home-Sprachsteuerung, kann also leicht in eine entsprechende Infrastruktur integriert werden.

Gesteuert wird das Ganze über eine Bedienoberfläche, die eher an einen Media-Player erinnert als an einen Projektor. Damit der UHL55 trotzdem schön kompakt bleibt, ist er mit einer LED-Lichtquelle ausgestattet. Die ist kleiner als eine Lampe und lässt sich mit weniger Aufwand kühl halten.

Hier liegt allerdings auch ein Manko, denn trotz nomineller Lichtausbeute von 2.500 Lumen dürfte er diese unter alltäglichen Bedingungen kaum erreichen. Mit optimierter Farbwiedergabe schafft er gerade einmal 500 Lumen, was aber in einem abgedunkelten Wohnzimmer ausreicht, zumal der Kleine dabei auch 4K- und HDR-Content angemessen wiedergeben kann.

Dank seiner automatischen Trapezkorrektur richtet der Optoma die Projektion in Windeseile aus und man hat schnell eine ordentliche Bildgeometrie. Das ist schon deshalb auch notwendig, weil der Optoma aus Platz- und Budgetgründen auf optischen Zoom und Lensshift verzichtet.

Auch die Farbwiedergabe kann sich schon ab Werk sehen lassen. Es gibt keine sichtbare Farbpreferenz, also auch keinen Farbstich. Die LEDs leuchten mit 100 Prozent Helligkeit und man kann sie im Menü in 10-Prozent-Schritten an die Raumhelligkeit anpassen: Je dunkler der Raum, desto weiter lässt sich auch der Beamer herunterregeln – zugunsten des Kontrastes.

Der Optoma UHL55 ist kompakt und recht leicht, sodass er sich prima mobil einsetzen ließe. Für gewöhnlich hat man dann aber wenig Einfluss auf die Lichtverhältnisse, auf die man trifft, sodass man nie sicher sein kann, ob er sein Potential voll ausspielen kann. Auch die Einbindung ins WLAN und in vorhandene Alexa-Infrastruktur prädestinieren ihn für den flexiblen Einsatz in den eigenen vier Wänden – fast wie ein Tablet mit riesigem Bildschirm.

Viewsonic X10-4K

Das erste, was beim Viewsonic X10-4k auffällt – außer dem extravaganten Design – ist der volltönende Gong, der erklingt, wenn der Beamer in den Betriebsmodus hochgefahren ist. Kein Wunder: Stolz prangt das Logo von Harman Kardon auf dem Gehäuse. Da weiß man sofort, wer für den erstaunlich raumfüllenden Sound verantwortlich ist, der aus dem vergleichsweise kompakten Gehäuse kommt.

Mit LAN und WLAN-Anschluss ist der Viewsonic X10-4k komplett netzwerkfähig. Das Menü wird, anders als bei den meisten anderen Beamern, von einer grafischen Oberfläche geprägt. Viewsonic greift hier auf Android als Betriebssystem zurück, weil sich dort auch am besten der Mediaplayer integrieren lässt.

Zwar lassen sich zusätzlich zu den vorinstallierten weitere Apps herunterladen, allerdings nicht wie gewohnt vom PlayStore, sondern vom Aptoide Store. Das Angebot an Apps ist hier überschaubarer, dadurch findet man für den Beamer sinnvolle Anwendungen auch schneller – einen Großteil davon stellt Viewsonic dort sogar selbst zur Verfügung.

Wie es sich für einen smarten Beamer gehört, ist der X10-4k mit Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel, sodass sich die Einstellungen außer mit der Fernbedienung auch per Sprachsteuerung vornehmen lassen. Ein feiner Zug ist, dass beim X10 die Möglichkeit besteht, den permanenten Lauschangriff während des Standby-Betriebs einfach abzustellen. Der Beamer lässt sich dann zwar nicht auf die Stichworte »Hey Google« oder »Alexa« wieder einschalten, lauscht dafür aber auch nicht permanent in den Raum.

Der Viewsonic X10-4k bringt seine Quellen quasi gleich mit, er lässt sich per externem Laufwerk, Netzwerk und Internet mit Inhalten füttern. Natürlich gibt es auch HDMI-Buchsen für konventionelle Quellen, wie einen Blu-ray-Player oder TV-Receiver. Auch für einen guten Ton sind keine Peripherie-Geräte notwendig, lediglich die geringe Lichtausbeute muss man beim Betrieb berücksichtigen, es sollte schon recht dunkel zugehen.

Viewsonic PX727-4K

Der Viewsonic Px727 4k kann sowohl 4K- als auch HDR-Inhalte wiedergeben, allerdings verzichtet er auf die Projektion von 3D-Filmen. Alles andere macht er jedoch sehr gut.

Allerdings haben andere Projektoren mittlerweile so deutlich im Preis nachgegeben, dass der Viewsonic im Vergleich dazu keinen Mehrwert mehr zu bieten hat. Wenn Sie ihn für deutlich unter 1.000 Euro ergattern und auf 3D-Wiedergabe verzichten können, bleibt er jedoch eine interessante Alternative.

Epson EH-LS100

Der Epson EH-LS100 war lange Zeit unsere Empfehlung für die Ultrakurzdistanz-Projektion, da er selbst knapp vor der Leinwand aufgestellt werden, und trotzdem ein großes Bild an die Leinwand werfen kann.

Dabei darf der EH-LS100 wahlweise auf dem Sideboard stehen oder unter der Decke hängen, was man mit dem Nachfolger, dem EH LS500, nicht kann. Der EH-LS100 wirft nur Videos mit maximal FullHD-Auflösung an die Leinwand, da ist man mit dem letztlich besser bedient, zumal der finanzielle Mehraufwand aktuell nicht besonders groß ist.

Der Epson EH-LS100 ist der perfekte Fernseherersatz, wenn man auf 4K und HDR verzichten kann und auch der Preis eventuell noch nachlässt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, den Projektor unter die Decke hängen zu können.

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Der beste Beamer für Public Viewing und Präsentation

Beamer, die in Tagungsräumen zum Einsatz kommen, haben meist noch stärker mit äußeren Lichteinflüssen zu kämpfen, als Beamer die im Wohnzimmer genutzt werden. Die Räume sind meistens sehr groß und wenn man eine entsprechend große Projektionsfläche füllen möchte, ist hier eine besonders hohe Lichtausbeute gefragt. Auch beim Public Viewing müssen möglichst viele Betrachter einen Blick auf die Leinwand werfen können. Da macht man sich weniger Gedanken darum, ob man gut abdunkeln kann – wenn nicht sowieso im Freien geschaut wird.

Einzig die Bildauflösung ist fürs Public Viewing vorgegeben, während es bei der Präsentation darauf weniger ankommt, denn die meisten Quellen lassen sich praktischerweise an die Projektor-Auflösung anpassen. Beim Rudelgucken von Sportübertragungen ist da schon zumindest FullHD-Auflösung gefordert, wenn nicht sogar 4K, denn runterschalten kann man schließlich immer noch.

Auch wenn sich sicher der eine oder andere Beamer, den wir als Wohnzimmer-Gerät deklariert haben zum gemeinschaftlichen Fußball-Gucken eignet, so ist das anders herum meist nicht möglich. Die jetzt folgenden fünf Exemplare haben es nicht so sehr mit einer akkuraten Farbdarstellung und satten Kontrasten, wie wir sie beim Film aber brauchen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

BenQ TH585

Test  besten Beamer: BenQ TH585
Mit enormer Lichtausbeute, flexibler Aufstellung und dem günstigen Preis kann der TH585 punkten.

Mit hoher Lichtausbeute bei gleichzeitig natürlichen Farben eignet sich der BenQ TH585 optimal für Public Viewing und Präsentationen, selbst in helleren Räumen. Dank der eingebauten Lautsprecher kommt er beim Ton in den meisten Fällen ohne externe Lösungen aus. Die vielfältigen Schnittstellen machen ihn für fast jede Quelle zugänglich.

In der Kurzdistanz

Acer H6518STi

Test  besten Beamer: Acer H6518STi
Acer hat mit dem H6518STi einen Beamer für kleinere Räume und kürzeren Abstand zur Leinwand am Start.

Der Acer H6518STi ist der perfekte Beamer, wenn der Abstand zur Leinwand für normale Projektoren zu gering ist, um eine angemessen große Projektion zu bekommen. Er verfügt über die wichtigsten Schnittstellen und kann mit dem mitgelieferten WLAN-Stick problemlos ins Netzwerk eingebunden werden.

Innovatives Beamer-Konzept

LG Presto HU80KSW

Test  besten Beamer: LG Presto HU80KSW
So flexibel einsetzbar wie der Presto HU80 war bislang noch kein Beamer.

Der LG Presto HU80KSW aus der CineBeam-Reihe ist ein ganz besonderes Stück Beamer-Technologie. Dank seiner extravaganten Bauform wirft er sowohl längs unter der Decke montiert als auch hochkant vor der Leinwand platziert ein ordentliches Bild auf eben jene Leinwand. Er löst in 4K auf, wenn auch interpoliert, und braucht dank Laser-Lichtquelle wahrscheinlich in seinem ganzen Beamer-Leben keinen Lampenwechsel. Die recht geringe Lichtausbeute und der maue Kontrast erfordern allerdings ziemlich düstere Raumverhältnisse.

Vergleichstabelle

TestsiegerBenQ TH585
In der KurzdistanzAcer H6518STi
Innovatives Beamer-KonzeptLG Presto HU80KSW
BenQ TK800
Viewsonic PX700HD
Viewsonic PX747-4K
Test  besten Beamer: BenQ TH585
  • Gute Bildqualität in allen Anwendungen
  • Auch für Filme geeignet
  • Geringer Zoom
Test  besten Beamer: Acer H6518STi
  • Helle Projektion auf kurzer Distanz
  • Tolle Optik mit geringen Verzerrungen
  • WLAN Dongle gehört zum Lieferumfang
  • Für Filme kaum geeignet
Test  besten Beamer: LG Presto HU80KSW
  • Lässt sich aufgrund seines Designs für Ultrakurz- und Normal-Distanzen einsetzen
  • 4K- und HDR kompatibel
  • Kalibriert geringe Lichtausbeute
  • Wenig Kontrast
Test besten Beamer: BenQ TK800
  • Perfekt auf Sport und Präsentation abzustimmen
  • Kommt ohne separate Tonausgabe aus
  • Für Filme nur bedingt geeignet
Test  besten Beamer: Viewsonic PX700HD
  • Sehr günstiger, heller FullHD-Beamer
  • 3D-kompatibel
  • Farbdarstellung für Filme nicht gut geeignet
Test besten Beamer: Viewsonic PX747-4K
  • Sehr günstiger, heller 4K-Beamer
  • Farbdarstellung für Filme nicht gut geeignet
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 Beamer Test: Benq Th585

Testsieger: BenQ TH585

Der BenQ TH585 ist trotz seiner kompakten Abmessungen erstaunlich hell. Selbst im farbkalibrierten Eco-Betrieb strahlt er die Leinwand immer noch mit weit über 1.000 Lumen an und schafft dabei immerhin eine Bildbreite von zwei Metern.

Testsieger
BenQ TH585
Test  besten Beamer: BenQ TH585
Mit enormer Lichtausbeute, flexibler Aufstellung und dem günstigen Preis kann der TH585 punkten.

Damit und mit dem dezidierten Bildmodus für Fußball und andere Sportarten eignet sich der TH585 ganz hervorragend für das gemeinsame Filmvergnügen auf der Terrasse. Zumindest in der Abenddämmerung darf er unter Umständen sogar im Eco-Betrieb laufen.

1 von 5
Beamer Test: Benq Th585
Der BenQ ist zwar kompakt, aber sehr leuchtstark.
Beamer Test: Benq Th585 Zoomfokus
Fokus und Zoomring sind leicht von oben zugänglich.
Beamer Test: Benq Th585 Back
Das Anschlussfeld hält alle Möglichkeiten bereit.
Beamer Test: Benq Th585 Bedienfeld
Das Bedienfeld auf dem Beamer erlaubt die gleichen Zugriffe wie die Fernbedienung.
Beamer Test: Benq Th585 Fb
Bewährter BenQ-Standard, man findet sich sofort zurecht.

Der TH585 ist recht schnell eingerichtet, mit dem 1,1-fachen optischen Zoom lässt sich die gewünschte Bildgröße ohne Auflösungsverluste einstellen. Der Zoom ist damit zwar etwas knapp, für mehr Flexibilität muss man dann eben den Standort wechseln oder auf den digitalen Zoom zurückgreifen, der geht allerdings zu Lasten der Bildauflösung geht. Zur Einstellung der korrekten vertikalen Neigung gibt es vorn ein Rändelrad, mit dem diese justiert werden kann. Darüber hinaus sind auch die beiden hinteren Füße weit in der Höhe verstellbar.

Dank der anschlussfreudigen Rückseite, wo neben den beiden HDMI-Eingänge auch analoge Quellen berücksichtigt werden, wird der BenQ zu einer kleinen, aber gut ausgestatteten Schaltzentrale. Es gibt sogar einen VGA-Ausgang, der das Eingangssignal an einen zusätzlichen Beamer oder Bildschirm weiterreichen kann. Selbst der Ton kann separat eingespeist und auch abgenommen werden. Für den Einsatz im Wohnzimmer oder draußen ist der TH585 also bestens gerüstet, seitens der Lichtausbeute und der Bildqualität gilt das gleiche.

Helligkeit zählt

 Beamer Test: Benq Th585 Living Room
Der BenQ wird im Bildmodus »Living Room« ausgeliefert, also Wohnzimmer. Die Farbtemperatur ist mit etwa 7.000 Kelvin nur geringfügig höher als die filmtauglichen 6.500 Kelvin und damit tatsächlich schon fürs Wohnzimmer geeignet.

Schon beim ersten Einschalten ist der TH585 sehr hell, die Lichtausbeute beträgt auf dem Papier satte 3.500 ANSI Lumen, was das hinzugezogene Mess-Equipment bestätigt. Außerdem können wir dem BenQ eine Farbtemperatur um die 7.000 Kelvin bescheinigen, was nur wenig über den geforderten 6.500 Kelvin liegt. Er ist hier schon deutlich besser abgestimmt als sein Vorgänger.

 Beamer Test: Benq Th585 Cinema
Stellt man den Bildmodus auf »Cinema« und die Lampe in den Eco-Betrieb, wird das Bild deutlich wärmer, dann ist die Abdeckung des HDTV-Normfarbraumes fast perfekt.

Im Bildmodus »Cinema« und der Lampenhelligkeit im Eco-Betrieb zeigt er dann schon echte Kino-Qualitäten. Die Farbtemperatur sinkt nun deutlich unter die geforderten 6.500 Kelvin, der Normfarbraum für HDTV wird dagegen vorbildlich abgedeckt.

Nachteile?

Beim TH585 hat BenQ die wenigen Nachteile des Vorgängers quasi ausgemerzt. Einzig auf die Wiedergabe von 4K-Material muss man beim TH585 verzichten, und für analoges Video gibt es nur den einen VGA-Eingang. Allerdings ist der TH585 auch sehr günstig.

BenQ TH585 im Testspiegel

Vom BenQ TH585 gibt es bislang noch keine weiteren Testergebnis. Wir liefern sie aber nach, sobald sich hier etwas neues ergibt.

Alternativen

Nicht nur der BenQ ist für Public Viewing und Präsentationen eine gute Wahl, auch unsere drei Alternativen können sich durchaus sehen lassen.

Für die kurze Distanz: Acer H6518STi

Zwischen einem Beamer für den Anstand zur Leinwand im Bereich von zwei bis drei Metern und den Ultrakurzdistanz-Geräten, die direkt vor der Leinwand stehen können, schließen Geräte wie der Acer H6518STi eine Lücke. Mit einem Abstand zur Leinwand von nur einem Meter (für ein Bild von zwei Metern Breite) passt er perfekt auf den Wohnzimmertisch im kleineren Wohnzimmer oder in gleicher Entfernung unter die Decke.

In der Kurzdistanz
Acer H6518STi
Test  besten Beamer: Acer H6518STi
Acer hat mit dem H6518STi einen Beamer für kleinere Räume und kürzeren Abstand zur Leinwand am Start.

Schon an der recht weit hervorlugenden Optik lässt sich erkennen, dass es sich beim Acer um keinen normalen Beamer handelt. Oben, wo normalerweise die beiden Stellräder für Zoom und Fokus zu finden sind, gibt es hier nur einen einzigen, nämlich den für den Fokus, also die Schärfe. Das hat seinen Grund darin, dass die Optik auch ohne Zoom schon sehr aufwendig ist, weil es trotz der Nähe ja so wenige Verzerrungen wie möglich geben soll. Ein Zoom würde die Optik erheblich verteueren, und damit auch den Beamer.

1 von 5
Beamer Test: Acer H6518sti
Der Acer H6518STi ist prädestiniert, große Bilder aus kurzer Distanz zu projizieren.
Beamer Test: Acer H6518sti Linse
Bei der Optik handelt es sich um ein Weitwinkel-Objektiv, das Glas ragt entsprechend weit aus dem Gehäuse.
Beamer Test: Acer H6518sti Fb
Die Fernbedienung ist unspektakulär und recht übersichtlich.
Beamer Test: Acer H6518sti Back
Alle wichtigen Schnittstellen sind vorhanden, links unter einer Abdeckung ist der USB-Stick fürs WLAN schon eingesteckt.
Beamer Test: Acer H6518sti Komplett
Zum Lieferumfang des Acer gehört ein Highspeed HDMI-Kabel sowie eine Transporttasche, in welcher der Beamer nebst Zubehör untergebracht werden kann.

Man muss bei der Installation also etwas improvisieren bzw. ist von vornherein auf eine bestimmte Bilddiagonale festgelegt. Zwar kann man auch den digitalen Zoom bemühen, der kostet nur, wie immer, auch Auflösung.

Ist einmal der Richtige Platz für den H6518STi gefunden, kann er sogleich mit einem ausgesprochen hellem Bild begeistern. Das ist kaum verwunderlich, schließlich steht er ab Werk im besonders hellen Präsentationsmodus. Bei Präsentationen nimmt man es mit natürlichen Farben nicht so genau, Hauptsache die einzelnen Felder der Torten-Diagramme sind gut voneinander zu unterscheiden und man muss den Meeting-Raum nicht abdunkeln.

Das gilt beim Public Viewing nicht mehr, denn schließlich soll der Rasen angemessen grün sein, und man möchte nach Möglichkeit auch die Trikots sauber voneinander unterscheiden können. Da hilft dann der »Film«-Modus, der selbst bei heller Lampe natürlichere Farben liefert als der »Präsentations«-Modus.

 Beamer Test: Acer H6518sti Präsentation
Im Präsentationsmodus kommt es auf möglichst hohe Lichtausbeute an, daher werden die Farben Grün und Blau stark bevorzugt. Das Bild ist entsprechend kühl abgestimmt.

Auch wenn der Acer mal für einen Film zwischen den Spielen gut ist, so liegen seine Qualitäten doch eindeutig bei einem möglichst hellen Bild. Der eingebaute Lautsprecher reicht für Kommentatoren vollkommen aus, ist beim Rudelgucken aber ohnehin meistens überflüssig.

 Beamer Test: Acer H6518sti Film
Im Filmmodus und bei der Lampeneinstellung im ECO-Betrieb ist die Farbtemperatur nur geringfügig niedriger, aber der Beamer ist ja auch nicht für Filmabende konzipiert.

Der Acer H6518STi ist ein Präsentations- und Public-Viewing Spezialist, wenn es um räumliche Einschränkungen geht. Er mag kleine, helle Räume und kann besonders dort für knackigen Großbild-Spaß sorgen, wo anderen Geräten schlicht der Raum für eine richtig große Projektion fehlt.

Flexibel einsetzbar: LG Presto HU80KSW

Ob der LG Presto HU80KSW unter der Decke hängen, vor die Leinwand gestellt oder gar gelegt werden soll, steht Ihnen vollkommen frei: Der Klappspiegel vor der Optik macht es möglich, dass der Turm nahezu aus jeder Position ein vernünftiges Bild auf die Leinwand projiziert. Der massive Tragebügel kann den Presto HU80 dabei in die gewünschte Schräglage setzen und erleichtert darüber hinaus natürlich den Transport.

Innovatives Beamer-Konzept
LG Presto HU80KSW
Test  besten Beamer: LG Presto HU80KSW
So flexibel einsetzbar wie der Presto HU80 war bislang noch kein Beamer.

Der Presto HU80 kann also aus fast allen Lebenslagen ein großes Bild projizieren. Dabei gelingt im in den meisten Fällen auf Anhieb eine nahezu unverzerrte Projektion. Dank der vielen Schnittstellen und der Mediaplayer-Funktionalität ist er selbst bei der Auswahl der Quelle ziemlich anspruchslos, und das drahtlos und verkabelt.

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Beamer Test: Lg Cinebeam
Der Presto HU80 in voller Größe: Er kann als Turm aufgestellt werden, lässt sich aber auch vor die Leinwand legen.
Beamer Test: Lg Cinebeam Steuerkreuz
Ein simples Steuerkreuz reicht für die Bedienung am Gerät.
Beamer Test: Lg Cinebeam Kabelroller
Wie beim Staubsauger wird per Knopfdruck das Kabel eingerollt und verschwindet im Gehäuse.
Beamer Test: Lg Cinebeam Fokus
Optik und Spiegel werden an den seitlich angebrachten Rädern aufeinander abgestimmt und scharfgestellt.
Beamer Test: Lg Cinebeam Anschl Seitl
Rund um den Beamer sind alle wichtigen Schnittstellen gut erreichbar.
Beamer Test: Lg Cinebeam Anschluesse
...oder gut versteckt untergebracht.

Er löst in 4K auf, wenn auch interpoliert, und braucht dank Laser-Lichtquelle wahrscheinlich in seinem ganzen Beamer-Leben keinen Lampenwechsel. Die recht geringe Lichtausbeute und der maue Kontrast erfordern allerdings ziemlich düstere Raumverhältnisse.

Dank einer hervorragend funktionierenden Automatik rastet das Bild schon wenige Sekunden nach der Aufstellung des Beamers in die vermeintlich gewünschte Geometrie ein. Hier sind offenbar Lagesensoren am Werk, die erkennen, ob der Projektor steht oder liegt. Zusammen mit der dann eingestellten Spiegelposition wird dann errechnet, wo in etwa die gewünschte Projektionsfläche sein könnte. Das Feintuning und die Scharfstellung macht man dann per Hand mit dem Spiegel und den beiden Rädchen seitlich am Gehäuse.

 Beamer Test: Lg Cinebeam Box
Eine automatische Grundeinstellung liefert zwar ein sehr helles Bild, allerdings mit einem deutlichen Blaustich, auch die anderen Farben sehen nicht wirklich natürlich aus.

Allerdings ist das Bild extrem blaustichig, was sich mit der messtechnisch ermittelten Farbtemperatur von etwa 10.000 Kelvin deckt. Hier heißt es dann Hand anlegen, was angesichts des WebOS Menüs, welches der Beamer von den LG-Fernsehern übernommen hat, zwar ungewohnt, aber doch machbar ist.

 Beamer Test: Lg Cinebeam Cal
Die Umstellung der Farbtemperatur von »mittel« auf »warm« oder »natürlich« brachte dann viel zu niedrige Werte, mithin eine zu warme Abstimmung mit wahlweise Grün- oder Rotstich. Erst die Korrektur der Werte für Blau (-25) und Rot (+15) in den Einstellungen zur Weißbalance führte dann zu einem für Filme akzeptablen Ergebnis.

Leider ist das schöne Menü mehr auf die Funktionen als Media-Player ausgerichtet als auf eine akkurate Abstimmung des Projektors. Man muss also beim LG Presto HU80 auf eine perfekte Farbabstimmung wie bei den Wohnzimmer- oder gar Heimkino-Beamern verzichten. Das muss man allerdings auch bei den anderen Geräten in dieser Kategorie – hier kommt es letztendlich auf Helligkeit, einfache Einrichtung, flexible Aufstellung und vielleicht einen gewissen Grad an Mobilität an. Der LG Presto HU80 kann in allen Bereichen punkten.

Außerdem getestet

BenQ TK800

Beim TK800 bringt BenQ den bekannten Sport-Modus ein, den man auch schon aus anderen Geräten kennt. Das ist aber noch nicht alles, eine leistungsfähige Tonabteilung nebst integrierten Lautsprechern macht den BenQ unabhängig von externen Lautsprechern, wenngleich sich auch diese selbstverständlich anschließen lassen. On top hat man dem TK800 einen speziellen Fußballmodus spendiert, der Bild und Ton zusätzlich für Fußball- und andere Sport-Ereignisse optimiert.

Im Fussballmodus wird insgesamt die Farb- und Bewegungsdarstellung optimiert. Die sehr gute Tonabteilung des TK800 mit den potenten, eingebauten Lautsprechern erlaubt es zudem, dass die Stimme des Kommentators automatisch leicht angehoben werden kann, sodass sie trotz Jubelchöre aus dem Stadion gut zu verstehen ist. So kann man selbst beim Public Viewing getrost auf zusätzliche Lautsprecher verzichten. Die Kommentare sind gut zu verstehen, jubeln kann man dann selbst.

Wenn es beim Public Viewing um rasante Sportübertragungen geht, ist der TK800 eine gute Wahl.

Viewsonic PX747-4K

Der Viewsonic PX747-4K zeigt nicht nur seitens der Typenbezeichnung seine Verwandtschaft zum PX727 4K, er steckt auch im gleichen Gehäuse. Während letzterer sich dank eines speziellen Farbrades auch für eine sehr gute Film-Performance qualifiziert, geht es dem PX747-4K um nichts anderes als um schiere Helligkeit – und das zu einem äußerst attraktiven Preis.

Viewsonic PX700HD

Der Viewsonic PX700HD ist ein solide gemachter, heller und auch kontrastreicher Beamer. Seine Spezialität sind helle Bilder, welche die FullHD-Auflösung nicht überschreiten, aber gerne auch im 3D-Format vorliegen dürfen. Er ist besonders günstig in der Anschaffung, recht transportabel und dürfte gerade beim kurzfristig anberaumten Rudelgucken seine Freunde finden.

Der Viewsonic PX700HD schafft den Spagat zwischen hoher Lichtausbeute und sauberer Farbwiedergabe sehr gut. Das besondere Gaming-Preset dürfte Gelegenheitsspielern entgegenkommen – dann ist die Farbdarstellung zwar nicht mehr so gut, dafür wird aber die Signalverarbeitung beschleunigt, und bekanntlich ist Reaktionszeit beim Gaming mindestens der halbe Sieg.

So haben wir getestet

Jede Anwendung stellt andere Anforderungen an einen Projektor: während der Beamer im perfekt abgedunkelten Heimkino nicht gegen gefürchtete fremden Lichtquellen oder Streulicht anstrahlen muss, sieht das bei der Projektion im Wohnzimmer, Besprechungsraum oder gar im Freien ganz anders aus.

Wichtig ist also neben der Leuchtkraft auch die Fähigkeit, dunkle Partien auch dunkel, idealerweise schwarz darstellen zu können, und das möglichst gleichzeitig, da ein Bild ja auch meistens aus dunklen und hellen Teilen besteht.

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Beamer Test: Mit diesem Chart wird der ANSI-Kontrast gemessen.
Beamer Test: Der maximale Kontrast.
Beamer Test: Die Helligkeitsverteilung auf der Leinwand.