Die besten Blutdruckmessgeräte

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Blutdruckmessgeräte Test: Alle Handgelenk Blutdruckmessgeräte Im Test
Doreen Menz

Doreen Menz

testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Das beste Blutdruckmessgerät fürs Handgelenk ist das Sanitas SBC 22. Es misst sehr genau, hat ein großes Display mit großen, gut lesbaren Ziffern und lässt sich leicht bedienen. Zuverlässiger und genauer messen Blutdruckmessgeräte für den Oberarm. Hier ist unser Favorit das Medisana 530 Connect. Doch sowohl für das Handgelenk als auch für den Oberarm gibt es einige fast ebenso gute Alternativen.

Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk sind beliebt, weil sie einfach zu handhaben sind – aber sie messen nicht so genau wie Geräte, die mit einer Manschette am Oberarm messen, hat unser Test gezeigt.

Wir haben insgesamt 32 Blutdruckmessgeräte mit fünf Probanden getestet. Während von den 16 getesteten Handgelenk-Modellen nur drei sehr genaue Messwerte lieferten, zeigten bei den 16 Geräten für den Oberarm acht sehr genaue Messergebnisse. Grundsätzlich ist die Fehleranfälligkeit bei Handgelenk-Messgeräten größer als bei Oberarm-Modellen.

Messungen am Oberarm sind grundsätzlich genauer als am Handgelenk

Unsere Empfehlung ist daher: Wenn Sie Ihren Blutdruck wirklich genau wissen wollen, legen Sie sich ein Oberarm-Messgerät zu. Ihre Handhabung ist ebenfalls einfach und sie sind auch nicht viel teurer. Wenn Sie sich doch für ein Handgelenk-Gerät entscheiden, lassen Sie sich von falschen Messwerten nicht beunruhigen, sondern messen Sie lieber noch einmal nach, denn Fehlmessungen kommen hier deutlich häufiger vor.

Systolisch und diastolisch: Was ist wichtiger?

Misst man den Blutdruck, werden zwei Werte ermittelt: der systolische und der diastolische Blutdruck. Dabei handelt es sich um den höchsten und niedrigsten Druck, mit dem das Blut mit dem Pumpen des Herzens durch die Adern transportiert wird.

Zieht sich die linke Herzkammer zusammen, drückt sie das darin enthaltene Blut in die Hauptschlagader. Dadurch steigt der Blutdruck in den Gefäßen stark an. Dieser Spitzenwert ist der systolische Blutdruck. Anschließend entspannt sich die Herzkammer wieder und der Blutdruck sinkt ab. Dieser niedrige Wert ist der diastolische Blutdruck.

Blutdruckmessgeräte Test: Blutdruck Tabelle

Während der systolische Blutdruck also die Spitzenbelastung auf die Gefäße angibt, misst der diastolische Blutdruck gewissermaßen die Dauerbelastung. Spricht also jemand davon, dass er einen Blutdruck von beispielsweise 120 zu 80 hat, bedeutet das, dass der Druck in den Gefäßen maximal 120 und mindestens 80 ist – gemessen in »mmHg«, was für »Millimeter Quecksilbersäule«. Die Einheit geht auf alte Zeiten zurück, in denen für die Messungen Barometer auf Quecksilberbasis benutzt wurden. Heutzutage nennt man die Einheit auch »Torr«.

Beim Blutdruck kommt es immer auf beide Werte an: den systolischen und den diastolischen Blutdruck

Man kann nicht pauschal sagen, dass einer der beiden Blutdruckwerte »wichtiger« ist. Beide Werte sollten immer zusammen betrachtet werden, denn ihre Relation zueinander kann auf unterschiedliche Krankheitsursachen hindeuten und unterschiedliche Therapien erfordern.

So haben wir getestet

Das wichtigste bei einem Blutdruckmessgerät ist, dass es den Blutdruck möglichst genau und zuverlässig ermittelt. Um die Messgenauigkeit der Modelle zu bestimmen, haben wir mit allen Testgeräten den Blutdruck von fünf Probanden gemessen, zwei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 33 und 73 Jahren.

Wir haben mit jedem Gerät an jedem Probanden mindestens drei Test-Messungen im Abstand von fünf Minuten durchgeführt. Als Vergleich diente eine Referenzmessung, die wir klassisch mit Stethoskop und einem geeichten manuellem Blutdruckmessgerät ermittelt haben, so wie es auch der Arzt verwendet. Alle Messungen wurden natürlich im Sitzen bei korrekter Körperhaltung vorgenommen.

Blutdruckmessgerät Test: Testaufbau

Bewertet haben wir einerseits die Abweichung zur Referenzmessung und andererseits die Varianz der Messungen sowie die Abweichungen der Messergebnisse zum Durchschnittswert und zum Median. Als sehr gut bewerteten wir Messungen, die maximal um ±5 vom Referenzwert abwichen oder eine Varianz von unter 5 oder weniger hatten. Das klingt auf den ersten Blick nach viel, doch genauer lässt sich der Blutdruck auch durch die manuelle Messung gar nicht feststellen. Auch Ihr Arzt wird fast immer auf den Zehner auf- oder abrunden.

Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit

Die Messgenauigkeit der Geräte ist äußerst unterschiedlich. Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit, teilweise lagen einzelne Geräte um 20 oder gar 30 Einheiten neben dem Referenzwert oder schwankten zwischen den Messungen um bis zu 20 Einheiten.

Neben der Messgenauigkeit haben wir auch Handhabung, Verarbeitung und Bedienung der Geräte bewertet. Welches Zubehör befindet sich im Lieferumfang? Wie groß sind die Displays? Sind alle Anzeigen gut zu erkennen? Wie leicht kann man die Manschetten anlegen und wie gut sitzen sie? Sind die Tasten verständlich beschriftet und kann man sie präzise drücken? Gibt es außergewöhnliche Sonderfunktionen, wie beispielsweise Bluetooth?

Die Sache mit Bluetooth

Immer mehr Geräte bieten eine Bluetooth-Anbindung ans Smartphone. Eigentlich eine gute Idee, denn so können Blutdruckmesswerte im Handy gespeichert und der Verlauf der Messwerte über einen längeren Zeitraum grafisch dargestellt werden. Doch leider hapert es an der Umsetzung.

Oft ist das Verbinden der Geräte mit den Apps der Hersteller umständlich oder klappt nicht zuverlässig. Vor allem aber speichert keines der Geräte im Test die gemessenen Daten automatisch im Hintergrund. Im besten Fall werden die Messwerte erst übertragen, wenn man die App auf dem Smartphone öffnet, meist muss die App aber während des Messvorgangs geöffnet sein, teilweise muss man die Übertragung dann noch manuell anstoßen.

Blutdruckmessgeräte Test: Ihealth Feel Bp5
Zum Aufzeichnen der Messwert im Smartphone muss bei allen Bluetooth-Geräten im Test die Smartphone-App geöffnet sein.

Das ist im Alltag viel zu kompliziert und daher nicht sinnvoll nutzbar. Es ist unverständlich, warum die Geräte nach jeder Messung nicht selbständig eine Verbindung zum Smartphone herstellen und die Geräte im Hintergrund übertragen ohne dass man das Smartphone öffnen und die jeweilige App aktivieren muss.

Das einzige Gerät mit Bluetooth-Übertragung, das wir mit Einschränkung empfehlen können ist das Messgerät von iHealth. Denn hier führt man die Messung direkt vom Smartphone aus, das Gerät selbst verfügt über keine Anzeige der Daten. Mehr dazu lesen Sie in unserer ausführlichen Besprechung zu dem Gerät auf der nächsten Seite.

Blutdruckmessgeräte Test: Alle Oberarm Blutdruckmessgeräte Im Test

Die besten Handgelenk-Blutdruckmessgeräte

Ist man häufig unterwegs oder misst den Blutdruck mehrmals am Tag, bietet sich ein Gerät für das Handgelenk an, denn das ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit.

Doch die Genauigkeit von Handgelenkgeräten steht und fällt mit der richtigen Körperhaltung. Zwar verlangen beide Bauarten, dass der Blutdruck auf Herzhöhe gemessen wird, bei Oberarmmessgeräten passiert das aufgrund der Position der Manschette aber automatisch, während Modelle zur Messung am Handgelenk ein abgewinkeltes Anstellen und Halten des Arms voraussetzen, um richtige Messergebnisse zu liefern.

Wir hatten 16 Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk mit Preisen zwischen 10 und 50 Euro im Test. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sanitas SBC 22

Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22
Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Das Sanitas SBC 22 hat vor allem in der wichtigsten Disziplin überzeugt: beim Messen. Es hat mit die genausten Messergebnisse erzielt und liefert auch in anderen Disziplinen ein solides Gesamtpaket. Das Display ist gut ablesbar und dank Risiko-Skala kann man seinen Blutdruckwert schnell einschätzen. Das Handbuch ist nicht, wie bei anderen Konkurrenten, in winziger Schrift geschrieben, sodass auch ältere Menschen gut damit klarkommen. Auch die Haptik des Geräts ist in Ordnung, die Knöpfe lassen sich angenehm drücken und wirken langlebig. Unterm Strich bietet das Sanitas SBC 22 ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und ist daher unsere Top-Empfehlung bei den Handgelenk-Modellen.

Auch gut

Boso Medistar+

Das Boso Medistar+ punktet mit guter Verarbeitung, einem tollen, ausführlichen Handbuch mit großer Schrift, das auch ältere Menschen gut lesen können. Wie unsere anderen Empfehlungen lieferte es sehr genaue Messwerte. Das Display ist allerdings verhältnismäßig klein mit entsprechend kleiner Schrift. Dafür ist das Boso angenehm klein und kompakt. Auch preislich ist es attraktiv.

Das Blutdruckmessgerät BW 315 von Medisana überzeugt mit einem großen, gut lesbaren Display, guten Messergebnissen und angenehmem Tastendruck. Außerdem bietet das Gerät mit 120 Messungen pro Person viel Speicherplatz und ist für einen günstigen Preis zu haben. Die Messwerte waren zwar nicht ganz so genau wie beim Testsieger, aber immer noch gut.

Genaueste Messung

Hylogy MD-H21

Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-Blutdruckmessgerät
Das Hylogy ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

Das Hylogy MD-H21 lieferte von allen Handgelenk-Geräten die genauesten Messergebnisse. Es hat ein großes Display mit großen Ziffern, für die die ältere Generation dankbar sein wird. Fraglich ist nur, ob die Tasten lange durchhalten, denn die Verarbeitung könnte besser sein. Das Handbuch ist winzig mit kleiner Schrift, doch das Gerät tut, was es soll.

Das Omron RS6 macht von allen Blutdruckmessgeräten im Test den edelsten Eindruck. Aber auch sonst kann es überzeugen: Die Messwerte sind genau und konsistent, die Tasten knacki,  die Verarbeitung sehr gut. Das Display ist schön groß und zeigt ebenfalls große Ziffern an, wodurch es sich einfach ablesen lässt. Vor allem aber ist es das mit Abstand leiseste Gerät im Test. Während andere Blutdruckmessgeräte beim Aufpumpen mitunter recht geräuschvoll quäken, hört man vom Omron fast keinen Mucks. Der einzige Minuspunkt ist der Preis, denn das Omron RS6 ist das teuerste aller getesteten Geräte fürs Handgelenk.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutAuch gutGenaueste MessungEdel und leise
Modell Sanitas SBC 22 Boso Medistar+ Medisana BW 315 Hylogy MD-H21 Omron RS6 Leicke Sharon LH67402 CocoBear BP-40 Omron RS2 MeasuPro MP-BPM50W-EU Beurer BC 57 Beurer BC 40 Braun VitalScan 3 SIMBR HA-XYJ-003 Visomat Handy Express Hylogy MD-H35 Sanitas SBM 03
Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22Blutdruckmessgerät Test: Boso Medistar+Test Blutdruckmessgerät: Medisana BW 315Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-BlutdruckmessgerätTest Blutdruckmessgerät: Omron RS6Test Blutdruckmessgerät: Leicke Sharon LH67402Test Blutdruckmessgerät: CocoBear BlutdruckmessgerätTest Blutdruckmessgerät: Omron RS2Test Blutdruckmessgerät: MeasuPro Handgelenk-BlutdruckmessgerätTest Blutdruckmessgerät: Beurer BC 57Test Blutdruckmessgerät: Beurer BC 40Test Blutdruckmessgerät: Braun VitalScan 3Test Blutdruckmessgerät: SIMBR Blutdruckmessgerät HandgelenkTest Blutdruckmessgerät: Visomat Handy ExpressTest Blutdruckmessgerät: Hylogy BlutdruckmessgerätTest Blutdruckmessgerät: Sanitas SBM 03
Pro
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Zügige Messung
  • Konsistente Messwerte
  • Super Handbuch
  • 3 Jahre Garantie
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Günstig
  • Risiko-Skala
  • Sehr genaue Messung
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Risiko-Skala
  • Relativ schnell
  • Extrem leise
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Gutes Armband
  • 3 Jahre Garantie
  • Beleuchtet
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr großes, gut lesbares Display
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Beleuchtet
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Risiko-Skala
  • Bluetooth- und App-Unterstützung
  • Großes Display mit großen Ziffern
  • Risiko-Skala
  • Konsistente diastolische Messwerte
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Angenehme Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Anleitung auf dem Gerät
  • Beleuchtete Tasten
  • Großes, gut lesbares Display
  • Gute Haptik
  • Risiko-Skala
  • Großes Display
  • Solide Verarbeitung
  • Viel Speicherplatz
  • 3 Jahre Garantie
  • Großes, gut lesbares Display
  • Risiko-Skala
  • 2 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Risiko-Skala
Contra
  • Sehr kleines Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Billige Verarbeitung
  • Schlechtes Handbuch
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Bluetooth-Funktion funktioniert nicht gut
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Schlechtes Handbuch
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Misst sehr langsam
  • Winziges Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Schlechtes Handbuch
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • App verlangt eine Registrierung und taugt nichts
  • Icons auf dem Display schwer ablesbar
  • Teuer
  • Messwerte könnten besser sein
  • Manche Anzeigen schwer ablesbar
  • Schlechte Messwerte
  • Schlechte Messwerte
  • Teuer
  • Laut
  • Langsam
  • Stark schwankende Messwerte
  • Piepst bei der Messung
  • Pumpt sehr langsam auf
  • Völlig inkonsistente Messwerte
  • Schlechtes Handbuch
  • Messungen nicht gut
  • Schlechte Manschette
  • Aufgrund von Fehlermeldungen keine Messung möglich
  • Aufbewahrungsbox lässt sich schwer öffnen
Bester Preis

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Blutdruckmessgerät Test: Sanitas Sbc 22

Testsieger: Sanitas SBC 22

Das Sanitas SBC 22 hat uns mit sehr guten Messwerten, guter Verarbeitung und großem Funktionsumfang bei gleichzeitig sehr günstigem Preis von allen Handgelenk-Geräten am meisten überzeugt:  Es ist das günstigste Modell der gesamten Testreihe.

Testsieger

Sanitas SBC 22

Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22
Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Es misst den Blutdruck sehr genau, auch der aktuelle Puls wird angezeigt wie bei allen anderen Geräten im Test. Eine detaillierte Risiko-Skala ist am Rand des LCD-Displays aufgedruckt, sodass man sofort seine Ergebnisse einordnen kann.

Das SBC 22 warnt vor Herzrhythmusstörungen und kann eine Durchschnittswertberechnung vornehmen. Der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Durchschnittswert der letzten drei Messungen werden angezeigt. Auch je ein Symbol für Herzrhythmusstörung, Aufpumpen/Ablassen, Puls, Benutzer und Batteriestand ist vorhanden. Das Gerät hat eine Abschaltautomatik, Datum und Uhrzeit können eingestellt werden.

Es gibt insgesamt vier Tasten: Uhrzeit, Speicherungen, Benutzer und Start/Stopp-Taste. Die Blutdruckangaben sind gut lesbar, die Pulsziffern sind schon etwas kleiner, beim Datum wird es für Ältere dann schon etwas schwieriger. Die Dauer der Messung bewegt sich mit circa 45 Sekunden im Mittelfeld. Das Gerät braucht einen kurzen Moment bis es loslegt, dafür sind die Werte am Ende sehr genau.

Die Manschette ist gehärtet, sodass das Anlegen etwas leichter fällt. Sie ist für einen Handgelenkumfang von 13,5 bis 19,5 Zentimetern geeignet. Eine kleine Anleitung zum korrekten Anlegen ist auf der Manschette aufgedruckt. Batterien sowie eine Aufbewahrungsbox sind im Lieferumfang enthalten. Die Aufbewahrungsbox ist klein, handlich und lässt sich gut öffnen.

Das Sanitas hat zwei Benutzerprofile, bei denen jeweils 60 Messungen gespeichert werden können. Das Umstellen der Nutzerprofile geht dank eigener Taste relativ einfach.

Die Kritikpunkte sind überschaubar: Das Handbuch ist verständlich und umfangreich, die Schrift könnte aber größer sein. Das Design des Sanitas ist nicht besonders modern, aber bei medizinischen Geräten legen wir den Fokus auf die Genauigkeit der Messergebnisse. Alles in allem ist das Sanitas SBC 22 ein solides Gerät, das gut verarbeitet und stabil gebaut ist. Für den Fall der Fälle gewährt der Hersteller drei Jahre Garantie.

Sanitas SBC 22 im Testspiegel

Bislang gibt es noch keine weiteren Tests zum SBC 22. Sobald andere Tests erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Auch unsere Alternativen können sich sehen lassen – manche Geräte haben mehr Speicher, ein besonders großes Display oder sind besonders formschön. Je nachdem, wie man seine Prioritäten setzt, ist hier für jeden etwas dabei. Aber das Wichtigste: Alle unsere Empfehlungen haben sehr gute Messergebnisse erzielt.

Auch gut

Boso Medistar+

Das Boso Medistar+ punktet mit einem sehr ausführlichen Handbuch mit großer Schrift. Es sieht ein wenig schicker aus als der Testsieger und macht einen sehr wertigen Eindruck. Das Display ist leider etwas klein, dafür ist das Gerät schön klein und kompakt.

Es gibt nur ein Benutzerprofil, das 90 Messungen speichern kann. Lediglich ein Gastmodus ist verfügbar.

Da das Medistar+ nur mit zwei Tasten ausgestattet ist, ist die Bedienung sehr einfach. Die gehärtete Manschette lässt sich bequem anlegen.

Angezeigt werden der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Puls und eine Batterieanzeige – das war es dann auch schon. Allerdings warnt auch das Medistar+ bei Herzrhythmusstörungen. Man kann sich auch einen Mittelwert seiner Messungen anzeigen lassen. Mit 35 Sekunden Messdauer liegt das Gerät im Normalbereich. Eine Risiko-Skala ist leider nicht aufgedruckt. Auf das Boso Medistar+ gibt es ebenfalls drei Jahre Garantie.

Das Medisana BW 315 liefert ebenfalls ein gutes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Die Verarbeitung ist solide, das Display gut lesbar. Die Knöpfe haben sehr angenehme Druckpunkte.

Das Gerät trumpft besonders mit seinem großen Speicher von je 120 Messungen für zwei Personen auf. Auch das Medisana zeigt den Durchschnittswert der letzten drei Messungen an und erkennt Arrhythmien. Eine Risiko-Skala zum Einschätzen der Messungen ist am Rand des Displays aufgedruckt. Die Manschette lässt sich einfach anbringen.

Die Messung dauert circa 40 Sekunden. Unsere Messwerte waren zwar nicht ganz so exakt wie beim Hylogy MD-H21, Sanitas SBC 22 oder Boso Medistar+, aber immer noch gut genug für eine Empfehlung.

Genaueste Messung

Hylogy MD-H21

Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-Blutdruckmessgerät
Das Hylogy ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

Das Hylogy MD-H21 hat die genausten Messungen im Test erzielt. Leider ist es aber nicht besonders gut verarbeitet und auch das Handbuch ist für ältere Menschen eine Zumutung, denn die Schrift ist winzig klein und die wenigen Informationen sind noch dazu in schlechtem Deutsch verfasst.

Allerdings bietet das Hylogy viel Speicherplatz – wie das Medisana kann es für zwei Benutzer je 120 Messungen speichern. Auch das Display ist groß und gut lesbar. Eine Risiko-Skala ist ebenfalls vorhanden. Wer besonders viel Wert auf eine möglichst exakte Messung legt, ist mit dem Hylogy gut beraten.

Das Omron RS6 ist ohne Frage das schickste Blutdruckmessgerät im Test. Die gute Verarbeitung fällt nicht nur beim Gerät selbst, sondern auch bei der Manschette auf, die sich sehr angenehm auf der Haut trägt und sich sehr leicht anlegen lässt. Das Gerät ist außerdem im Betrieb verblüffend leise, man hört es kaum. So kann man auch problemlos mitten in der Nacht messen, ohne fürchten zu müssen, den Partner zu wecken. Eine Messung geht mit rund 30 Sekunden überdies ziemlich flott über die Bühne.

Ein Benutzer kann 90 Messungen speichern, es gibt eine Manschettensitzkontrolle sowie einen Höhenpositionierungssensor – das bietet kaum ein anderes Gerät. Vor Herzrhythmusstörungen wird gewarnt und auch eine Durchschnittswertberechnung aus den letzten drei Messungen ist möglich.

Die Aufbewahrungsbox ist genauso edel wie das Gerät selbst und hat im Inneren noch eine kleine Anleitung zur richtigen Anwendung.

Zu den Kritikpunkten gehören die nicht ganz so genauen Messwerte – und der hohe Preis: Das Omron war das teuerste Handgelenk-Messgerät im Test.

Außerdem getestet

Leicke Sharon LH67402

Das Leicke Sharon LH67402 ist wie das MeasuPro beleuchtet. Es  hat relativ genau gemessen und hat ein großes, gut lesbares Display. Zwar ist es mit einer Bluetooth-Funktion ausgestattet, diese funktioniert allerdings eher mäßig. Das Handbuch hat eine sehr kleine Schrift, eine Person kann 60 Messungen speichern. Das Armband ist bequem, rutscht aber ein wenig. Den Preis finden wir für das Gebotene zu hoch, allerdings hat das Messgerät ein schickes, modernes Design.

Das CocoBear BP-40 hat ein sehr großes, gut lesbares Display. Auch eine Risiko-Skala ist vorhanden. Das Handbuch ist nicht sehr hilfreich, auch die Verarbeitung des Geräts könnte besser sein. Zwei Personen können je 90 Messungen speichern. Das Gerät ist baugleich mit dem Hylogy MD-H35. Die Messwerte lagen teils deutlich zu weit von der Referenzmessung entfernt und auch die Varianz der Messungen war zu hoch.

Das Omron RS2 hat nur 30 Speicherplätze für eine Person. Es kann unregelmäßige Herzschläge erkennen und hat eine gute Anleitung. Das Gerät misst eher langsam, auch das Display könnte größer sein. Generell wirkt es veraltet. Auf das Gerät bestehen drei Jahre Garantie.

MeasuPro MP-BPM50W-EU

Test Blutdruckmessgerät: MeasuPro Handgelenk-Blutdruckmessgerät

Keine Preise gefunden.

Das MeasuPro MP-BPM50W-EU kann je 60 Speichermessungen für zwei Personen vornehmen. Die Messwerte könnten besser sein. Das Handbuch hat uns nicht gefallen – das Heft und die Schrift sind sehr klein und gerade für ältere Menschen ungeeignet. Außerdem sind die Texte in gebrochenem Deutsch geschrieben. Wir finden gut, dass das Display beleuchtet ist. Eine Risiko-Skala ist neben dem Display aufgedruckt.

Das Beurer BC 57 hat eher durchwachsen gemessen – und das zu einem stolzen Preis. Das Handbuch finden wir in Ordnung, auch die Handhabung des Geräts geht klar. Zwei Personen können 60 Messungen speichern. Die Einstufung der Messwerte mittels Risiko-Skala ist möglich, ebenso eine Durchschnittswertberechnung. Das große Display hat große Ziffern, dennoch lassen sich manche Icons nur schwer ablesen.Die Bluetooth-Funktion ist umständlich in der Einrichtung und bei der Bedienung. Man benötigt die Health Manager App von Beurer und muss sich bei Beurer registrieren. Man hat immerhin die Option, die Messwerte nur lokal auf dem Smartphone zu speichern. Zur Übertragung muss die App geöffnet sein und man muss die Übertragung über das Gerät anstoßen.

Das Beurer BC 40 ist zwar gut verarbeitet und mit seinem abgerundeten Gehäuse auch ansehnlich, aber leider ist das mit fünf Zentimetern Diagonaldurchmesser eigentlich recht große Display nicht sinnvoll genutzt. Die Genauigkeit der Messwerte ließ bei allen fünf Probanden zu Wünschen übrig, teilweise lagen die Messwerte 20 Einheiten über oder unter dem Referenzwert. Das Gerät hat eine Risiko-Skala und kann vor Herzrhythmusstörungen warnen. 60 Speicherplätze sind für eine Person verfügbar. Man kann sich den Morgen- und Abendblutdruck der letzten sieben Tage anzeigen lassen. Auf das Gerät gibt es drei Jahre Garantie.

Das Braun VitalScan 3 macht erstmal einen sehr guten Eindruck: Es hat eine angenehme Haptik und ist gut verarbeitet. Auch die Druckpunkte der Tasten sind angenehm. Leider hatten wir teils sehr schlechte Messergebnisse, weshalb es als Empfehlung für uns nicht in Frage kommt. Eine Person kann 90 Messungen speichern und man kann sich den Mittelwert der letzten drei Messungen anzeigen lassen. Im Handbuch gibt es viele Informationen, jedoch ist die Schrift sehr klein. Uns hat gefallen, dass eine kleine Anleitung direkt auf dem Gerät aufgedruckt ist.

Das SIMBR HA-XYJ-003 ist solide verarbeitet und hat eine sehr gute Haptik. Die Tasten haben nicht nur einen guten Druckpunkt, sondern auch eine Beleuchtung. Mit einer Diagonalen von 5,6 Zentimetern gehört sein Display zu den größten unter den getesteten Handgelenkmessgeräten. Die Manschette sitzt gut und ist sehr angenehm zu tragen. Leider ist das Gerät beim Messen weder schnell, noch sonderlich leise. Wirklich schlecht waren unsere Messwerte, die bei allen Testpersonen großzügig hin und her schwankten. Daher können wir nur vom Kauf abraten.

Visomat Handy Express

Auch das Visomat Handy Express ist im Test mit äußerst unzuverlässigen Messwerten aufgefallen. Ein wenig nervig war auch das Piepsen und die lange Dauer der Messungen. Immerhin hat das Gerät von Visomat ein großes Display und ist solide verarbeitet. Viel Speicherplatz und drei Jahre Garantie sind auch nicht verkehrt. Es erkennt Vorhofflimmern, Herzrhythmusstörungen, erhöhten Pulsdruck, gibt Auskunft über die Elastizität der Gefäße, hat eine Manschettensitz- und Bewegungskontrolle – aber das hilft alles nicht, wenn die Messwerte nicht stimmen.

Das Hylogy MD-H35 ist baugleich zum Cocobear, die beiden Geräte unterscheiden sich nur beim aufgedruckten Logo. Dementsprechend gilt alles, was wir über das Cocobear berichten konnten, auch für das MD-H35. Es kann für zwei Personen je 90 Messungen speichern. Das Handbuch ist ebenfalls klein mit winziger Schrift und gebrochenem Deutsch. Es sieht gleich aus, kommt mit der gleichen Ausstattung und lieferte im Test auch ähnlich schlechte Messwerte.

Das Sanitas SBM 03 hat ein relativ großes Display, von dem sich die Blutsruckwerte dank den großen Ziffern gut ablesen lassen. Leider ist das auch das einzig positive, das wir über das Gerät berichten können. Bereits bei der Lesbarkeit der restlichen Schrift wird es schwieriger: Datums- und Uhrzeitsanzeige sind sogar noch kleiner, sodass man sie nur mit Lesebrille oder Adleraugen richtig erkennen kann. Beim Anlegen merkt man schnell, dass die Manschette unbequem ist, etwas kratzt und vor allem nicht vernünftig sitzt, sondern schon bei kleinsten Bewegungen verrutscht. Vor allem aber lieferte unser Testgerät schon nach wenigen Messungen keine Messwerte mehr sondern quittierte unsere Bemühungen beharrlich mit »Error«. Vielleicht haben wir ein Montagsmodell erwischt, aber so erfüllt das Sanitas SBM 03 seine Grundfunktion nicht und ist ein Fall für die Reklamation.

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Kommentare

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Ernst Reinwein
Ernst Reinwein

Bei einem Blutdruckmessgerät ist das Piepen im Rhythmus des Pulses ganz wichtig, da man akustisch Pulsunregelmäßigkeiten bemerkt, noch ehe das entsprechende Symbol am Display aufleuchtet. (PS:Ist dies der Fall kann man die Herzrhythmusstörungen, die oft nur am Morgen auftreten, zB mit Beuerer ME80 aufzeichnen und für den Arzt ausdrucken)

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