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Die besten Blutdruckmessgeräte

last updateZuletzt aktualisiert:
Blutdruckmessgeräte Test: Visocor Hm60
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 47 Blutdruckmessgeräte getestet, davon 22 für das Handgelenk und 25 für den Oberarm. Das beste Modell fürs Handgelenk ist das Sanitas SBC 22. Es misst sehr genau, hat ein großes Display mit großen, gut lesbaren Ziffern und lässt sich leicht bedienen. Zuverlässiger und genauer messen Blutdruckmessgeräte für den Oberarm. Hier ist unser Favorit das Medisana 530 Connect. Doch sowohl für das Handgelenk als auch für den Oberarm gibt es einige fast ebenso gute Alternativen.

Update 3. Juli 2020

Wir haben 15 neue Modelle getestet, davon sechs für das Handgelenk und neun für den Oberarm. Bei den Handgelenk-Blutdruckmessgeräten ist das kompakte Visocor HM60 eine neue Empfehlung. Unter den Oberarm-Geräten konnten sich vor allem Withings BPM Connect und das Omron Evolv gut schlagen.

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13. November 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk sind beliebt, weil sie einfach zu handhaben sind – aber sie messen nicht so genau wie Geräte, die mit einer Manschette am Oberarm messen, hat unser Test gezeigt.

Wir haben insgesamt 47 Blutdruckmessgeräte mit fünf Probanden getestet. Während von den 22 getesteten Handgelenk-Modellen nur vier sehr genaue Messwerte lieferten, zeigten bei den 25 Geräten für den Oberarm zwölf sehr genaue Messergebnisse. Grundsätzlich ist die Fehleranfälligkeit bei Handgelenk-Messgeräten größer als bei Oberarm-Modellen.

Messungen am Oberarm sind grundsätzlich genauer als am Handgelenk

Unsere Empfehlung ist daher: Wenn Sie Ihren Blutdruck wirklich genau wissen wollen, legen Sie sich ein Oberarm-Messgerät zu. Ihre Handhabung ist ebenfalls einfach und sie sind auch nicht viel teurer. Wenn Sie sich doch für ein Handgelenk-Gerät entscheiden, lassen Sie sich von falschen Messwerten nicht beunruhigen, sondern messen Sie lieber noch einmal nach, denn Fehlmessungen kommen hier deutlich häufiger vor.

Systolisch und diastolisch: Was ist wichtiger?

Misst man den Blutdruck, werden zwei Werte ermittelt: der systolische und der diastolische Blutdruck. Dabei handelt es sich um den höchsten und niedrigsten Druck, mit dem das Blut mit dem Pumpen des Herzens durch die Adern transportiert wird.

Zieht sich die linke Herzkammer zusammen, drückt sie das darin enthaltene Blut in die Hauptschlagader. Dadurch steigt der Blutdruck in den Gefäßen stark an. Dieser Spitzenwert ist der systolische Blutdruck. Anschließend entspannt sich die Herzkammer wieder und der Blutdruck sinkt ab. Dieser niedrige Wert ist der diastolische Blutdruck.

Blutdruckmessgeräte Test: Blutdruck Tabelle

Während der systolische Blutdruck also die Spitzenbelastung auf die Gefäße angibt, misst der diastolische Blutdruck gewissermaßen die Dauerbelastung. Spricht jemand davon, dass er einen Blutdruck von beispielsweise 120 zu 80 hat, bedeutet das, dass der Druck in den Gefäßen maximal 120 und mindestens 80 ist – gemessen in »mmHg«, was für »Millimeter Quecksilbersäule« steht. Die Einheit geht auf alte Zeiten zurück, in denen für die Messungen Barometer auf Quecksilberbasis benutzt wurden. Heutzutage nennt man die Einheit auch »Torr«.

Beim Blutdruck kommt es immer auf beide Werte an: den systolischen und den diastolischen Blutdruck

Man kann nicht pauschal sagen, dass einer der beiden Blutdruckwerte »wichtiger« ist. Beide Werte sollten immer zusammen betrachtet werden, denn ihre Relation zueinander kann auf unterschiedliche Krankheitsursachen hindeuten und unterschiedliche Therapien erfordern.

Die Sache mit Bluetooth

Immer mehr Geräte bieten eine Bluetooth-Anbindung ans Smartphone. Eigentlich ist das eine gute Idee, denn so können Blutdruckmesswerte im Handy gespeichert und der Verlauf der Messwerte über einen längeren Zeitraum grafisch dargestellt werden. Doch leider hapert es oft an der Umsetzung.

Blutdruckmessgeräte Test: Ihealth Feel Bp5
Zum Aufzeichnen der Messwert im Smartphone muss bei manchen Bluetooth-Geräten die Smartphone-App geöffnet sein.

Oft ist das Verbinden der Geräte mit den Apps der Hersteller umständlich oder klappt nicht zuverlässig. Vor allem aber speichert nicht jedes Gerät im Test die gemessenen Daten automatisch im Hintergrund. Im besten Fall werden die Messwerte später übertragen, wenn man die App auf dem Smartphone öffnet, oft muss die App aber während des Messvorgangs geöffnet sein, teilweise muss man die Übertragung dann sogar noch manuell anstoßen.

Das ist im Alltag viel zu kompliziert und daher nicht sinnvoll nutzbar. Es ist unverständlich, warum die Geräte nach jeder Messung nicht selbstständig eine Verbindung zum Smartphone herstellen und die Daten im Hintergrund übertragen, ohne dass man das Smartphone öffnen und die jeweilige App aktivieren muss. Immerhin zeigt sich mittlerweile Besserung: Einige Hersteller nutzen die Funktion nicht nur als reine Datenablage, sondern bieten weitergehende Funktionen, etwa die Übermittlung der Messwerte an einen Arzt. Auch in Bezug auf die zugehörigen Apps haben die Hersteller Fortschritte gemacht. Ungeschlagen ist dabei momentan die Firma Withings, die die Vernetzung ihrer Produkte konsequent in den Fokus ihrer Bemühungen stellt.

Blutdruckmessgerät Test: Testaufbau

So haben wir getestet

Das wichtigste bei einem Blutdruckmessgerät ist, dass es den Blutdruck möglichst genau und zuverlässig ermittelt. Um die Messgenauigkeit der Modelle zu bestimmen, haben wir mit allen Testgeräten den Blutdruck von fünf Probanden gemessen, zwei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 33 und 73 Jahren in der ersten Testrunde bzw. zwischen 26 und 49 Jahren im Update 07/2020.

Wir haben mit jedem Gerät an jedem Probanden mindestens drei Test-Messungen im Abstand von fünf Minuten durchgeführt. Als Vergleich diente eine Referenzmessung, die wir klassisch mit Stethoskop und einem geeichten, manuellen Blutdruckmessgerät ermittelt haben, so wie es auch der Arzt verwendet. Alle Messungen wurden natürlich im Sitzen bei korrekter Körperhaltung vorgenommen.

Bewertet haben wir einerseits die Abweichung zur Referenzmessung und andererseits die Varianz der Messungen sowie die Abweichungen der Messergebnisse zum Durchschnittswert und zum Median. Als sehr gut bewerteten wir Messungen, die maximal um ±5 vom Referenzwert abwichen oder eine Varianz von unter 5 oder weniger hatten. Das klingt auf den ersten Blick nach viel, doch genauer lässt sich der Blutdruck auch durch die manuelle Messung gar nicht feststellen. Auch Ihr Arzt wird fast immer auf den Zehner auf- oder abrunden.

Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit

Die Messgenauigkeit der Geräte ist äußerst unterschiedlich. Abweichungen von mehr als 10 Einheiten sind leider keine Seltenheit, teilweise lagen einzelne Geräte um 20 oder gar 30 Einheiten neben dem Referenzwert oder schwankten zwischen den Messungen um bis zu 20 Einheiten.

Neben der Messgenauigkeit haben wir auch Handhabung, Verarbeitung und Bedienung der Geräte bewertet. Welches Zubehör befindet sich im Lieferumfang? Wie groß sind die Displays? Sind alle Anzeigen gut zu erkennen? Wie leicht kann man die Manschetten anlegen und wie gut sitzen sie? Sind die Tasten verständlich beschriftet und kann man sie präzise drücken? Gibt es außergewöhnliche Sonderfunktionen, wie beispielsweise Bluetooth?

Die besten Handgelenk-Blutdruckmessgeräte

Ist man häufig unterwegs oder misst den Blutdruck mehrmals am Tag, bietet sich ein Gerät für das Handgelenk an, denn das ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit.

Doch die Genauigkeit von Handgelenkgeräten steht und fällt mit der richtigen Körperhaltung. Zwar verlangen beide Bauarten, dass der Blutdruck auf Herzhöhe gemessen wird, bei Oberarmmessgeräten passiert das aufgrund der Position der Manschette aber automatisch, während Modelle zur Messung am Handgelenk ein abgewinkeltes Anstellen und Halten des Arms voraussetzen, um richtige Messergebnisse zu liefern.

Wir hatten 22 Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk im Test. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sanitas SBC 22

Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22
Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Das Sanitas SBC 22 hat vor allem in der wichtigsten Disziplin überzeugt: beim Messen. Es hat mit die genausten Messergebnisse erzielt und liefert auch in anderen Disziplinen ein solides Gesamtpaket. Das Display ist gut ablesbar und dank Risiko-Skala kann man seinen Blutdruckwert schnell einschätzen. Das Handbuch ist nicht, wie bei anderen Konkurrenten, in winziger Schrift geschrieben, sodass auch ältere Menschen gut damit klarkommen. Auch die Haptik des Geräts ist in Ordnung, die Knöpfe lassen sich angenehm drücken und wirken langlebig. Unterm Strich bietet das Sanitas SBC 22 ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und ist daher unsere Top-Empfehlung bei den Handgelenk-Modellen.

Auch gut

Boso Medistar+

Blutdruckmessgerät Test: Boso Medistar+
Das Boso Medistar+ ist kompakt, gut verarbeitet und liefert sehr genaue Messergebnisse.

Das Boso Medistar+ punktet mit guter Verarbeitung, einem tollen, ausführlichen Handbuch mit großer Schrift, das auch ältere Menschen gut lesen können. Wie unsere anderen Empfehlungen lieferte es sehr genaue Messwerte. Das Display ist allerdings verhältnismäßig klein mit entsprechend kleiner Schrift. Dafür ist das Boso angenehm klein und kompakt. Auch preislich ist es attraktiv.

Gut ablesbar

Medisana BW 315

Das Medisana BW 315 überzeugt mit einem großen, gut lesbaren Display, guten Messergebnissen und angenehmem Tastendruck. Außerdem bietet das Gerät mit 120 Messungen pro Person viel Speicherplatz und ist für einen günstigen Preis zu haben. Die Messwerte waren zwar nicht ganz so genau wie beim Testsieger, aber immer noch gut.

Genaueste Messung

Hylogy MD-H21

Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-Blutdruckmessgerät
Das Hylogy MD-H21 ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

von 42 Lesern gekauft

Das Hylogy MD-H21 lieferte von allen Handgelenk-Geräten die genauesten Messergebnisse. Es hat ein großes Display mit großen Ziffern, für die die ältere Generation dankbar sein wird. Fraglich ist nur, ob die Tasten lange durchhalten, denn die Verarbeitung könnte besser sein. Das Handbuch ist winzig mit kleiner Schrift, doch das Gerät tut, was es soll.

Besonders kompakt

Visocor HM60

Test besten Blutdruckmessgeräte: Visocor HM60
Genaue Messungen im Kleinformat: Das Visocor HM60 nimmt kaum Platz weg.

Das Visocor HM60 ist kleiner als die meisten anderen Blutdruckmessgeräte auf dem Markt, nutzt seinen begrenzten Platz aber sehr gut aus. Es ist kein Feature-Monster, das mit Bluetooth-Verbindungen protzt, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche und misst dabei sehr genau. Besonders für Menschen, die auch unterwegs regelmäßig ihren Blutdruck messen müssen, ist das kompakte Gerät empfehlenswert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut ablesbarGenaueste MessungBesonders kompakt
ModellSanitas SBC 22Boso Medistar+Medisana BW 315Hylogy MD-H21Visocor HM60Omron RS6Omron RS7 Intelli ITLeicke Sharon LH67402CocoBear BP-40Omron RS2iHealth View BP7SBeurer BC 57Beurer BC 40Braun VitalScan 3Beurer BC 44Visomat Handy ExpressBeurer BC 54Beurer BC 85Sanitas SBM 03
Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22Blutdruckmessgerät Test: Boso Medistar+Test Blutdruckmessgerät: Medisana BW 315Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-BlutdruckmessgerätTest besten Blutdruckmessgeräte: Visocor HM60Test Blutdruckmessgerät: Omron RS6Test besten Blutdruckmessgeräte: Omron RS7 Intelli ITTest Blutdruckmessgerät: Leicke Sharon LH67402Test Blutdruckmessgerät: CocoBear BlutdruckmessgerätTest Blutdruckmessgerät: Omron RS2Test besten Blutdruckmessgeräte: iHealth View BP7STest Blutdruckmessgerät: Beurer BC 57Test Blutdruckmessgerät: Beurer BC 40Test Blutdruckmessgerät: Braun VitalScan 3Blutdruckmessgeräte Test: Beurer Bc 44Test Blutdruckmessgerät: Visomat Handy ExpressTest besten Blutdruckmessgeräte: Beurer BC 54Test besten Blutdruckmessgeräte: Beurer BC 85Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBM 03
Pro
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Zügige Messung
  • Konsistente Messwerte
  • Super Handbuch
  • 3 Jahre Garantie
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Günstig
  • Risiko-Skala
  • Sehr genaue Messung
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Viel Speicherplatz
  • Risiko-Skala
  • Genaue Messung
  • Platzsparend
  • Risiko-Skala
  • Relativ schnell
  • Extrem leise
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Gutes Armband
  • 3 Jahre Garantie
  • Relativ schnell
  • Extrem leise
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Gutes Armband
  • 3 Jahre Garantie
  • Beleuchtet
  • Großes, gut ablesbares Display
  • Sehr großes, gut lesbares Display
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Hübsches Design
  • Leuchtendes Display
  • Gute Manschette
  • Bluetooth- und App-Unterstützung
  • Großes Display mit großen Ziffern
  • Risiko-Skala
  • Konsistente diastolische Messwerte
  • Risiko-Skala
  • 3 Jahre Garantie
  • Angenehme Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Anleitung auf dem Gerät
  • Einfache Bedienung
  • Risiko-Skala
  • Große Anzeigen
  • Beleuchtetes Display
  • Großes Display
  • Solide Verarbeitung
  • Viel Speicherplatz
  • 3 Jahre Garantie
  • Risiko-Skala
  • Große Anzeigen
  • Gute Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Beleuchtetes Display
  • Anzeige für richtige Armhaltung
  • Risiko-Skala
  • Große Anzeigen
  • 2 Jahre Garantie
  • Günstig
  • Risiko-Skala
Contra
  • Sehr kleines Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Billige Verarbeitung
  • Schlechtes Handbuch
  • Display nicht blickwinkelstabil
  • Display nicht beleuchtet
  • Anleitung mit kleiner Schrift
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Bluetooth-Funktion funktioniert nicht gut
  • Teuer
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Schlechtes Handbuch
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Misst sehr langsam
  • Winziges Display
  • Messwerte nicht komplett exakt
  • Mäßig genaue Messwerte
  • Veralteter Mini-USB-Ladeanschluss
  • Anleitung mit kleiner Schrift
  • Relativ teuer
  • App verlangt eine Registrierung und taugt nichts
  • Icons auf dem Display schwer ablesbar
  • Teuer
  • Messwerte könnten besser sein
  • Manche Anzeigen schwer ablesbar
  • Schlechte Messwerte
  • Schlechte Messwerte
  • Teuer
  • Geringe Messgenauigkeit
  • Piepst bei der Messung
  • Pumpt sehr langsam auf
  • Völlig inkonsistente Messwerte
  • Geringe Messgenauigkeit
  • Display nicht blickwinkelstabil
  • Leert auch im ausgeschalteten Zustand Batterien
  • Sehr geringe Messgenauigkeit
  • Display nicht beleuchtet
  • Teuer
  • Schlechte Manschette
  • Aufgrund von Fehlermeldungen keine Messung möglich
  • Aufbewahrungsbox lässt sich schwer öffnen
Bester Preis

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Blutdruckmessgerät Test: Sanitas Sbc 22

Testsieger: Sanitas SBC 22

Das Sanitas SBC 22 hat uns mit sehr guten Messwerten, guter Verarbeitung und großem Funktionsumfang bei gleichzeitig sehr günstigem Preis von allen Handgelenk-Geräten am meisten überzeugt: Es ist das günstigste Modell der gesamten Testreihe.

Testsieger

Sanitas SBC 22

Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22
Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Es misst den Blutdruck sehr genau, auch der aktuelle Puls wird angezeigt, wie bei allen anderen Geräten im Test. Eine detaillierte Risiko-Skala ist am Rand des LC-Displays aufgedruckt, sodass man sofort seine Ergebnisse einordnen kann.

Das SBC 22 warnt vor Herzrhythmusstörungen und kann eine Durchschnittswertberechnung vornehmen. Der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Durchschnittswert der letzten drei Messungen werden angezeigt. Auch je ein Symbol für Herzrhythmusstörung, Aufpumpen/Ablassen, Puls, Benutzer und Batteriestand ist vorhanden. Das Gerät hat eine Abschaltautomatik, Datum und Uhrzeit können eingestellt werden.

Genaue Werte, mittlere Geschwindigkeit

Es gibt insgesamt vier Tasten: Uhrzeit, Speicherungen, Benutzer und Start/Stopp-Taste. Die Blutdruckangaben sind gut lesbar, die Pulsziffern sind schon etwas kleiner, beim Datum wird es für Ältere dann schon etwas schwieriger. Die Dauer der Messung bewegt sich mit circa 45 Sekunden im Mittelfeld. Das Gerät braucht einen kurzen Moment bis es loslegt, dafür sind die Werte am Ende sehr genau.

Die Manschette ist gehärtet, sodass das Anlegen etwas leichter fällt. Sie ist für einen Handgelenkumfang von 13,5 bis 19,5 Zentimetern geeignet. Eine kleine Anleitung zum korrekten Anlegen ist auf der Manschette aufgedruckt. Batterien sowie eine Aufbewahrungsbox sind im Lieferumfang enthalten. Die Aufbewahrungsbox ist klein, handlich und lässt sich gut öffnen.

Das Sanitas hat zwei Benutzerprofile, bei denen jeweils 60 Messungen gespeichert werden können. Das Umstellen der Nutzerprofile geht dank eigener Taste relativ einfach.

Überschaubare Kritikpunkte

Die Kritikpunkte sind überschaubar: Das Handbuch ist verständlich und umfangreich, die Schrift könnte aber größer sein. Das Design des Sanitas ist nicht besonders modern, aber bei medizinischen Geräten legen wir den Fokus auf die Genauigkeit der Messergebnisse. Alles in allem ist das Sanitas SBC 22 ein solides Gerät, das gut verarbeitet und stabil gebaut ist. Für den Fall der Fälle gewährt der Hersteller drei Jahre Garantie.

Sanitas SBC 22 im Testspiegel

Das ETM Testmagazin (2/2019) hat das Sanitas SBC 22 ebenfalls getestet und mit der Endnote 92,32 % (»sehr gut«) bewertet:

»Das SBM 22 von Sanitas besteht aus stabilen Materialien und ist makellos verarbeitet; es lässt sich so leicht verwenden, dass unsere Testerinnen und Tester nicht einmal in die äußerlich wie innerlich (inhaltlich) ordentliche Dokumentation sehen mussten. Dass das SBM 22 während des Messens prüft, ob die Manschette korrekt positioniert worden ist, erweist sich in vielen Situationen als nützlich. Der Manschettenschlauch ist mit seinen 60 Zentimetern allemal ausreichend, um den Blutdruck in bequemer Position messen zu können.

Mit der leicht einstellbaren Alarm-Funktion kann man sich an bis zu zwei verschiedenen Zeitpunkten daran erinnern lassen, den Blutdruck zu messen. Der Bildschirm stellt alle Werte (Blutdruck und Puls) in einer Größe dar, die es auch Personen mit schlechter(er) Sehstärke erlaubt, sie bei allen Lichtverhältnissen abzulesen. Hinterleuchtet wird der Bildschirm aber nicht. Die (Farb-)Skala nach dem Maßstab der WHO erleichtert es, die ermittelten Werte einzuordnen.

Das SBM 22 ermittelt den Blutdruck in präziser Art und Weise – dies hat das Modell in der vollends standardisierten messtechnischen Kontrolle (MTK) bewiesen. Daher erhält das SBM 22 von Sanitas mit 92,32 % die Testnote »sehr gut«.«

Falls wir in Zukunft noch weitere Testergebnisse finden, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Auch unsere Alternativen können sich sehen lassen – manche Geräte haben mehr Speicher, ein besonders großes Display oder sind besonders formschön. Je nachdem, wie man seine Prioritäten setzt, ist hier für jeden etwas dabei. Aber das Wichtigste: Alle unsere Empfehlungen haben sehr gute Messergebnisse erzielt.

Auch gut

Boso Medistar+

Blutdruckmessgerät Test: Boso Medistar+
Das Boso Medistar+ ist kompakt, gut verarbeitet und liefert sehr genaue Messergebnisse.

Das Boso Medistar+ punktet mit einem sehr ausführlichen Handbuch mit großer Schrift. Es sieht ein wenig schicker aus als der Testsieger und macht einen hochwertigen Eindruck. Das Display ist leider etwas klein, dafür ist das Gerät schön klein und kompakt.

Es gibt nur ein Benutzerprofil, das 90 Messungen speichern kann. Außerdem ist ein Gastmodus verfügbar.

Da das Medistar+ nur mit zwei Tasten ausgestattet ist, ist die Bedienung sehr einfach. Die gehärtete Manschette lässt sich bequem anlegen.

Angezeigt werden der systolische und diastolische Blutdruck sowie der Puls und eine Batterieanzeige – das war es auch schon. Allerdings warnt auch das Medistar+ bei Herzrhythmusstörungen. Man kann sich auch einen Mittelwert seiner Messungen anzeigen lassen. Mit 35 Sekunden Messdauer liegt das Gerät im Normalbereich. Eine Risiko-Skala ist leider nicht aufgedruckt. Auf das Boso Medistar+ gibt es ebenfalls drei Jahre Garantie.

Gut ablesbar

Medisana BW 315

Das Medisana BW 315 liefert ebenfalls ein gutes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Die Verarbeitung ist solide, das Display gut lesbar. Die Knöpfe haben sehr angenehme Druckpunkte.

Das Gerät trumpft besonders mit seinem großen Speicher von je 120 Messungen für zwei Personen auf. Auch das Medisana zeigt den Durchschnittswert der letzten drei Messungen an und erkennt Arrhythmien. Eine Risiko-Skala zum Einschätzen der Messungen ist am Rand des Displays aufgedruckt. Die Manschette lässt sich einfach anbringen.

Die Messung dauert circa 40 Sekunden. Unsere Messwerte waren zwar nicht ganz so exakt wie beim Hylogy MD-H21, Sanitas SBC 22 oder Boso Medistar+, aber immer noch gut genug für eine Empfehlung.

Genaueste Messung

Hylogy MD-H21

Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-Blutdruckmessgerät
Das Hylogy MD-H21 ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

von 42 Lesern gekauft

Das Hylogy MD-H21 hat die genausten Messungen im Test erzielt. Leider ist es aber nicht besonders gut verarbeitet und auch das Handbuch ist für ältere Menschen eine Zumutung, denn die Schrift ist winzig klein und die wenigen Informationen sind noch dazu in schlechtem Deutsch verfasst.

Allerdings bietet das Hylogy viel Speicherplatz – wie das Medisana kann es für zwei Benutzer je 120 Messungen speichern. Auch das Display ist groß und gut lesbar. Eine Risiko-Skala ist ebenfalls vorhanden. Wer besonders viel Wert auf eine möglichst exakte Messung legt, ist mit dem Hylogy MD-H21 gut beraten.

Besonders kompakt

Visocor HM60

Test besten Blutdruckmessgeräte: Visocor HM60
Genaue Messungen im Kleinformat: Das Visocor HM60 nimmt kaum Platz weg.

Wenn man oft unterwegs ist, regelmäßig den Blutdruck messen muss und das Messgerät nicht mit anderen Personen teilt, hat mit dem Visocor HM60 ein attraktives Angebot vor sich. Spielereien darf man von dem Gerät nicht erwarten, dafür aber eine hohe Messgenauigkeit.

Das Design des HM60 ist regelrecht bieder. Alles ist dort, wo man es erwartet, und auch die drei Bedientasten rechts neben dem Display kennt man schon von anderen Modellen. Lediglich die geringen Ausmaße fallen ins Auge, vor allem wenn man es im direkten Vergleich mit den Konkurrenzmodellen sieht.

Der Bildschirm ist, passend zum Rest des Gehäuses, nicht allzu groß, nutzt den zur Verfügung stehenden Platz aber sehr gut aus. Die Messwerte werden in großen Ziffern dargestellt. Leider kann man das nicht über die Uhrzeit sagen, denn diese kann mit schlechten Augen leicht übersehen oder zumindest nicht ganz so einfach entziffert werden.

Leider ist das Display weder beleuchtet, noch blickwinkelstabil – sieht man schräg aufs Display, nimmt die Lesbarkeit rapide ab. Aufgrund der Handhaltung, die das Blutdruckmessen am Handgelenk zwangsläufig fordert, ist das kein allzu großer Nachteil, nichtsdestotrotz ist es eine Schwachstelle.

Die Manschette trägt sich angenehm und ist einseitig gehärtet, was das das Anlegen erleichtert. Diese ist zum Glück nicht, wie bei einigen Konkurrenten, so angebracht, dass sie das Batteriefach verdeckt, was uns einiges nerviges Herumfummeln ersparte.

Ein unspektakuläres, aber sehr genaues Gerät

An und für sich wäre das Visocor HM60 damit ein recht unspektakuläres Modell, wäre da nicht die hohe Messgenauigkeit, die neben den kleinen Maßen Anlass für unsere Empfehlung war. Es war das mit Abstand genaueste Handgelenkmodell im Update 07/2020 und eines von gerade einmal vier im gesamten Test, die überhaupt eine sehr hohe Genauigkeit bewiesen. Und da der Sinn und Zweck des Blutdruckmessens per se der Erhalt von möglichst präzisen, belastbaren Zahlen ist, können wir über die verschmerzbaren Nachteile hinwegsehen.

Außerdem getestet

Das Omron RS6 macht einen sehr edlen Eindruck. Und auch sonst kann es überzeugen: Die Messwerte sind genau und konsistent, die Tasten knackig, die Verarbeitung sehr gut. Das Display ist schön groß und zeigt ebenfalls große Ziffern an, wodurch es sich einfach ablesen lässt. Die gute Verarbeitung fällt nicht nur beim Gerät selbst, sondern auch bei der Manschette auf, die sich sehr angenehm auf der Haut trägt und sich sehr leicht anlegen lässt.

Das Gerät ist außerdem im Betrieb verblüffend leise, man hört es kaum. So kann man auch problemlos mitten in der Nacht messen, ohne fürchten zu müssen, den Partner zu wecken. Eine Messung geht mit rund 30 Sekunden überdies ziemlich flott über die Bühne. Ein Benutzer kann 90 Messungen speichern, es gibt eine Manschettensitzkontrolle sowie einen Höhenpositionierungssensor – das bietet kaum ein anderes Gerät. Vor Herzrhythmusstörungen wird gewarnt, und auch eine Durchschnittswertberechnung aus den letzten drei Messungen ist möglich.

Die Aufbewahrungsbox ist genauso edel wie das Gerät selbst und hat im Inneren noch eine kleine Anleitung zur richtigen Anwendung. Der einzige Minuspunkt ist der Preis.

Das Omron RS7 Intelli IT ähnelt dem ebenfalls von uns getesteten Vorgänger und teilt auch die meisten seiner Stärken. Besonders lobenswert ist das Betriebsgeräusch – oder besser gesagt: das Fehlen desselben. Denn das Omron RS7 ist so gut wie lautlos. Man fragt sich unweigerlich, warum das andere Hersteller nicht genauso machen.

Leider ist das RS7 Intelli IT, wie schon sein Vorgänger davor, nicht günstig. Außerdem hatten wir – noch mehr als beim Vorgänger – etwas durchwachsene Messdaten. Bei zwei Testpersonen waren die Werte noch in einem vertretbaren Rahmen, bei den anderen drei waren die Abweichungen aber klar zu hoch, wobei vor allem die systolischen Werte betroffen waren. So ungenau wie bei den Beurer-Geräten waren die Messungen des Omron RS7 zwar nicht, aber man bekommt für weniger Geld genauere Modelle anderer Hersteller.

Wer auf die flüsterleise Lautstärke partout nicht verzichten will, kann unter Vorbehalt zugreifen, eine Empfehlung zu geben halten wir angesichts der Daten aber für unangebracht.

Leicke Sharon LH67402

Das Leicke Sharon LH67402 ist beleuchtet. Es misst relativ genau und hat ein großes, gut lesbares Display. Zwar ist es mit einer Bluetooth-Funktion ausgestattet, diese ist allerdings nur mäßig tauglich. Das Handbuch hat eine sehr kleine Schrift, eine Person kann 60 Messungen speichern. Das Armband ist bequem, rutscht aber ein wenig. Den Preis finden wir für das Gebotene zu hoch, allerdings hat das Messgerät ein schickes, modernes Design.

Das CocoBear BP-40 hat ein sehr großes, gut lesbares Display. Auch eine Risiko-Skala ist vorhanden. Das Handbuch ist nicht sehr hilfreich, auch die Verarbeitung des Geräts könnte besser sein. Zwei Personen können je 90 Messungen speichern. Das Gerät ist baugleich mit dem ebenfalls von uns getesteten, mittlerweile aber nicht mehr erhältlichen Hylogy MD-H35. Die Messwerte lagen teils deutlich zu weit von der Referenzmessung entfernt und auch die Varianz der Messungen war zu hoch.

Das Omron RS2 hat nur 30 Speicherplätze für eine Person, was wir besonders aufgrund der fehlenden Möglichkeit einer Datensynchronisation für etwas mager halten. Es kann unregelmäßige Herzschläge erkennen und hat eine gute Anleitung. Das Gerät misst eher langsam, das Display könnte größer sein und ist auch nicht beleuchtet. Generell wirkt das Gerät einfach veraltet. Immerhin bestehen drei Jahre Garantie darauf.

Was das Design betrifft, gibt sich das iHealth View BP7S modern – weitgehend. Das schneeweiße Äußere mit abgerundeten Kanten erinnert unweigerlich an Apple, was in Anbetracht des Herstellernamens vermutlich auch so gewollt ist. Und wie es sich für High-Tech gehört, verfügt das View BP7S sowohl über eine Bluetooth-Schnittstelle als auch über einen Akku. Etwas mehr retro wird es, wenn man letzteren aufladen möchte, denn dazu steht ein Mini-USB-Port bereit. Richtig: Mini. Nicht Micro-USB oder gar USB-C. Der Anblick irritiert, denn der hoffnungslos veraltete Standard hat eigentlich schon seit über zehn Jahren ausgedient.

Das Display ist ist so im Gehäuse integriert, dass man es im ausgeschalteten Zustand nicht sehen kann. Angeschaltet leuchten nur die Lettern selbst auf, was ziemlich stylish und modern aussieht. Dass diese aus einzelnen grünen Punkten bestehen, erinnert aber wiederum eher an die Anzeigen an alten Radioweckern, also auch hier wieder eine kleine Prise Retro. Die Ziffern sind nur mittelgroß, sodass Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen eventuell Probleme beim Ablesen bekommen könnten. Ähnliches gilt für die mehrsprachige und recht dicke Anleitung, deren Schrift ziemlich klein geraten ist.

Die Manschette ist angenehm weich und auf einer Seite leicht gehärtet, sodass man den Blutdruckmesser gut anlegen kann. Für den Transport des Geräts liegt eine Box aus Kunststoff bei.

Die zugehörige App namens iHealth gleicht die Daten mit den auf dem Messgerät gespeicherten ab und stellt sie anschließend übersichtlich in einer Liste oder als Graph dar. Dafür muss man die App aber zuerst Öffnen und die Übertragung anstoßen. Wer noch andere Produkte der Firma besitzt, etwa smarte Waagen oder Fitness-Uhren, kann deren Daten ebenfalls damit verknüpfen.

Insgesamt gefällt uns das iHealth View BP7S ganz gut, aber leider waren die Messwerte durchwachsen. Genauer gesagt, lag die Streuung ungefähr auf dem Niveau des Omron RS7 Intelli IT. Mit anderen Worten: Wir hatten auch noch ungenauere Blutdruckmessgeräte im Test, aber eben auch genauere – und dafür ist das iHealth View zu teuer.

Das Beurer BC 57 hat eher durchwachsen gemessen – und das zu einem stolzen Preis. Das Handbuch finden wir in Ordnung, auch die Handhabung des Geräts geht klar. Zwei Personen können 60 Messungen speichern. Die Einstufung der Messwerte mittels Risiko-Skala ist möglich, ebenso eine Durchschnittswertberechnung. Das große Display hat große Ziffern, dennoch lassen sich manche Icons nur schwer ablesen. Die Bluetooth-Funktion ist umständlich in der Einrichtung und bei der Bedienung. Man benötigt die Health Manager App von Beurer und muss sich dort registrieren. Man hat immerhin die Option, die Messwerte nur lokal auf dem Smartphone zu speichern. Zur Übertragung muss die App geöffnet sein und man muss die Übertragung über das Gerät anstoßen.

Das Beurer BC 40 ist zwar gut verarbeitet und mit seinem abgerundeten Gehäuse auch ansehnlich, aber leider ist das mit fünf Zentimetern Diagonaldurchmesser eigentlich recht große Display nicht sinnvoll genutzt. Die Genauigkeit der Messwerte ließ bei allen fünf Probanden zu Wünschen übrig, teilweise lagen die Messwerte 20 Einheiten über oder unter dem Referenzwert. Das Gerät hat eine Risiko-Skala und kann vor Herzrhythmusstörungen warnen. 60 Speicherplätze sind für eine Person verfügbar. Man kann sich den Morgen- und Abendblutdruck der letzten sieben Tage anzeigen lassen. Auf das Gerät gibt es drei Jahre Garantie.

Braun VitalScan 3

Test Blutdruckmessgerät: Braun VitalScan 3

Keine Preise gefunden.

Das Braun VitalScan 3 macht erstmal einen sehr guten Eindruck: Es hat eine angenehme Haptik und ist gut verarbeitet. Auch die Druckpunkte der Tasten sind angenehm. Leider hatten wir teils sehr schlechte Messergebnisse, weshalb es als Empfehlung für uns nicht in Frage kommt. Eine Person kann 90 Messungen speichern und man kann sich den Mittelwert der letzten drei Messungen anzeigen lassen. Im Handbuch gibt es viele Informationen, jedoch ist die Schrift sehr klein. Uns hat gefallen, dass eine kleine Anleitung direkt auf dem Gerät aufgedruckt ist.

Das Beurer BC 44 ist ein Purist: Es hat weder Bluetooth, noch Nutzerprofile oder einen Speicher für die Messergebnisse. Die einzigen »Luxusaspekte«, wenn man sie denn so nennen möchte, sind seine Display-Beleuchtung und die auf einer Seite gehärtete Manschette. Da es außer der Ein-Aus-Taste keine weiteren Bedienelemente gibt, gestaltet sich die Bedienung äußerst einfach.

Bei vier von fünf Testpersonen lagen die Messergebnisse weit vom Referenzwert entfernt, außerdem hatten die Daten eine starke Streuung in beide Richtungen. Bei der fünften Person waren die Abweichungen geringer, im Vergleich zu anderen Blutdruckmessgeräten aber immer noch nur mittelprächtig.

Visomat Handy Express

Auch das Visomat Handy Express ist im Test mit äußerst unzuverlässigen Messwerten aufgefallen. Ein wenig nervig war auch das Piepsen und die lange Dauer der Messungen. Immerhin hat das Gerät von Visomat ein großes Display und ist solide verarbeitet. Viel Speicherplatz und drei Jahre Garantie sind auch nicht verkehrt. Es erkennt Vorhofflimmern, Herzrhythmusstörungen, erhöhten Pulsdruck, gibt Auskunft über die Elastizität der Gefäße, hat eine Manschettensitz- und Bewegungskontrolle – aber das hilft alles nicht, wenn die Messwerte nicht stimmen.

Das Beurer BC 54 erinnert mit seinem schwarzen Gehäuse etwas an Modelle des Konkurrenten Omron, ein genauerer Blick offenbart aber schnell einige für Beurer typische Charakteristika: Es gibt zwei Profile, die sich dank eigener Tasten schnell und einfach anwählen lassen und jeweils 60 Speicherplätze bieten, die Risiko-Skala ist wieder mit von der Partie, und wer möchte, kann die Messwerte mit dem Smartphone synchronisieren.

Die Verarbeitung lässt keinen Anlass zur Klage, die Tasten haben einen guten Druckpunkt und die großen Ziffern der Messwerte auf dem beleuchteten Display lassen sich gut entziffern – nicht aber kleinere, wie etwa die der angezeigten Uhrzeit. Durchgefallen ist das BC 44 aber nicht deshalb, sondern wegen seiner Messwerte, die zu den ungenauesten im Test gehörten.

Am Beurer BC 85 fällt als erstes sein großes Display auf. Er erstreckt sich auf eine Diagonale von 8,1 Zentimetern, die das Gerät auch gut nutzt: Die Ziffern sind groß und deutlich lesbar abgebildet. Per einfachem Tastendruck kann eins der zwei verfügbaren Nutzerprofile angewählt werden, außerdem finden sich an der Vorderseite die Taste zum Anschalten, eine farbige Risiko-Skala und eine Anzeigeleiste, die bei der Bestimmung der richtigen Armhaltung hilft. Gehen die 60 Speicherplätze, die pro Profil zur Verfügung stehen, zur Neige, lassen sich die Messwerte per Bluetooth auf ein Smartphone übertragen.

Die Manschette ist in Ordnung und lässt sich aufgrund ihrer leicht schrägen Aufhängung gut zurechtziehen, ist aber nicht gehärtet – dadurch spart sie zwar am Packmaß bei einem Transport, ist aber etwas schwieriger anzulegen als die gehärteten Varianten.

Leider krankte das Beurer BC 85 im Test an exorbitanten Abweichungen gegenüber dem Referenzwert – und zwar bei allen fünf Testpersonen gleichermaßen. Damit war es das mit Abstand ungenaueste Handgelenk-Blutdruckmessgerät in der gesamten Testrunde 07/2020. Außerdem scheint sich das BC 85 auch im ausgeschalteten Zustand an seiner Stromzufuhr zu bedienen: Bereits während unserer Messungen machten die mitgelieferten Batterien schlapp, wenige Messungen und etwa eine Woche ungenützten Herumliegens später waren auch unsere Austauschbatterien zu drei Vierteln leer – aus welchem Grund auch immer. Deshalb und vor allem aufgrund der extrem falschen Messwerte können wir das Modell auf keinen Fall empfehlen.

Das Sanitas SBM 03 hat ein relativ großes Display, von dem sich die Blutdruckwerte dank den großen Ziffern gut ablesen lassen. Leider ist das auch das einzig positive, das wir über das Gerät berichten können. Bereits bei der Lesbarkeit der restlichen Schrift wird es schwieriger: Datums- und Uhrzeitsanzeige sind sogar noch kleiner, sodass man sie nur mit Lesebrille oder Adleraugen richtig erkennen kann.

Beim Anlegen merkt man schnell, dass die Manschette unbequem ist, etwas kratzt und vor allem nicht vernünftig sitzt, sondern schon bei kleinsten Bewegungen verrutscht. Vor allem aber lieferte unser Testgerät schon nach wenigen Messungen keine Messwerte mehr, sondern quittierte unsere Bemühungen beharrlich mit »Error«. Vielleicht haben wir ein Montagsmodell erwischt, aber so erfüllt das Sanitas SBM 03 seine Grundfunktion nicht und ist ein Fall für die Reklamation.

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Kommentare

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Herr Müller
Herr Müller

Als Qualitätskriterium vermisse ich das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
https://www.hochdruckliga.de/messgeraete-mit-pruefsiegel.html

Erica
Erica

Das Medisana MTP Pro besitzt keine Bluetooth-Funktion

Redaktion
Redaktion

Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

Ernst Reinwein
Ernst Reinwein

Bei einem Blutdruckmessgerät ist das Piepen im Rhythmus des Pulses ganz wichtig, da man akustisch Pulsunregelmäßigkeiten bemerkt, noch ehe das entsprechende Symbol am Display aufleuchtet. (PS:Ist dies der Fall kann man die Herzrhythmusstörungen, die oft nur am Morgen auftreten, zB mit Beuerer ME80 aufzeichnen und für den Arzt ausdrucken)

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