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Die besten Bügeleisen

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Bügeleisen Test: Testsieger Tefal Effectis Plus
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Wir haben elf Dampfbügelstationen und acht Dampfbügeleisen für Sie getestet. Die beste Dampfbügelstation ist die Tefal Effectis Plus. Sie macht nicht nur richtig viel Dampf, auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Wer nur ein einfaches Dampfbügeleisen sucht, für den ist das Braun Texstyle 9 SI 9188 die beste Wahl. Wie immer haben wir aber natürlich auch weitere Empfehlungen für Sie.

Update 25. April 2019

Wir haben die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Dampfbügelstationen mit separatem Wassertank laufen herkömmlichen Dampfbügeleisen immer mehr den Rang ab. Das hat einen einfachen Grund: Sie machen wesentlich mehr Dampf – und das erleichtert das Bügeln sehr.

Dampfbügelstationen bestehen aus einem Bügeleisen, das über einen Schlauch mit einem Wassertank verbunden ist, in dem ein Boiler untergebracht ist, der Wasser zu Dampf erhitzt. Der Vorteil: es kann mehr Wasser eingefüllt werden und es steht wesentlich mehr Dampf mit höherem Druck zur Verfügung als bei einem herkömmlichen Dampfbügeleisen.

Aber wer nur selten bügelt, braucht nicht unbedingt eine Dampfbügelstation. Die sind nämlich nicht nur deutlich größer und unhandlicher, sondern auch wesentlich teurer. Die billigste Dampfbügelstation im Test kostet knapp 60 Euro, die teuerste fast 300. Dampfbügeleisen gibt es schon ab 30 Euro, aber man kann auch 100 Euro dafür ausgeben.

Bügeln mit Dampf – warum?

Wer es schon einmal ausprobiert hat, weiß: Mit Wasserdampf kann man Textilien viel leichter glatt bügeln als ohne. Denn Wasserdampf durchdringt die Textilien und richtet die Fasern auf. Je höher der Dampfdruck ist, desto tiefer dringt der Wasserdampf in das Gewebe der Kleidungsstücke. 

Bügeleisen Test: Dampfbügeleisen und Dampfbügelstationen

Bei herkömmlichen Dampfbügeleisen wird der Dampf im Bügeleisen selbst erzeugt. Allerdings haben Dampfbügeleisen nur einen kleinen Wassertank, wer viel mit Dampf bügelt, muss öfters nachfüllen. Außerdem ist die Dampferzeugung bei Dampfbügeleisen an die Temperatur der Sohle des Bügeleisens gekoppelt. Bei geringer Bügeltemperatur steht daher nur wenig oder auch gar kein Dampf zur Verfügung.

Dampfbügelstationen liefern bei jeder Bügeltemperatur gleich viel Dampf

Praktischer und inzwischen deutlich populärer sind daher Dampfbügelstationen, bei denen Wassertank und Boiler in einem separaten Gerät untergebracht sind, das mit einem Schlauch mit dem Bügeleisen verbunden ist. Diese Stationen sind deutlich größer als Dampfbügeleisen, aber immer noch klein genug, dass man sie einfach auf das Bügelbrett stellen kann.

Aber aufgepasst, der Schlauch kann sehr heiß werden. Wir haben uns im Test tatsächlich eine kleine Brandblase zugezogen, weil der Schlauch versehentlich an eine nicht geschützte Hautstelle am Bein gelangte!

Die Trennung von Boiler und Bügeleisen hat neben der deutlich größeren Dampfentwicklung noch einen weiteren Vorteil: das Bügeleisen tropft nicht, die Kleidung wird nicht nass. Das ist ein entscheidender Unterschied zu Dampfbügeleisen, bei denen es nicht selten zu nassen Flecken auf der Kleidung kommt.

Der Wasserausstoß von Dampfbügeleisen wird in Gramm pro Minute gemessen. Je höher der Wert, desto besser fällt theoretisch das Bügelergebnis aus. Allerdings sollten Sie nicht grammgenau abwägen, denn ob ein Gerät nun 70 oder 80 Gramm pro Minute ausspuckt, ist vernachlässigbar. Unser Test hat gezeigt, dass man bereits mit Bügeleisen, die 100 Gramm Wasserdampf pro Minute ausstoßen, sehr gute Bügelergebnisse erreicht.

Um Strom zu sparen, geben Sie einfach etwas weniger Dampf – 80 bis 90 Prozent des Stromverbrauchs gehen auf den Dampfstoß zurück.

Neben der Menge des Wasserdampfes, der abgegeben wird, kommt es beim Bügeln auch darauf an, mit welchem Druck er ausgestoßen wird, denn davon hängt ab, wie gut und wie tief der Wasserdampf in die Textilien eindringt. Die meisten Geräte im Test arbeiten mit Werten zwischen 4 bis 6 bar.

Temperatureinstellung

Bei Baumwolle sollten Sie immer auf höchster Stufe und mit dem Maximalstoß an Dampf arbeiten. So bügelt es sich schnell und leicht. Bei feineren Textilien wie Seide oder Leinen ist aber Vorsicht geboten. Dampfen Sie hier nur auf niedriger Stufe und mit der kleinst möglichen Temperatur, die meist mit einem Stern gekennzeichnet ist.

Bügeleisen Test: Stellrad am Dampfbügeleisen

Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Textilien Sie hauptsächlich bügeln möchten, denn manche Bügeleisen bieten viele verschiedene Temperatur-Einstellungen, andere weniger.  Wenn Sie beispielsweise fast ausschließlich Baumwolle bügeln wollen, dann lohnt sich eine sehr kleinteilig einstellbare Dampfstation nicht.

Sohle, Zubehör & Co.

Als Sohle wird die Unterseite des Bügeleisens bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Beschichtungen, die je nach Material eine bessere Gleitfähigkeit versprechen. Unser Test zeigte: Die Gleitfähigkeit von beschichteten Sohlen ist am besten, mit ihnen lässt sich am leichtesten bügeln. Die Hersteller wählen für die Beschichtungsmaterialien klingende Namen wie Durillium, Glissium und Alumite, die meist auf  Aluminium-Sohlen aufgetragen werden. Aber es gibt auch Sohlen aus Edelstahl und mit Keramikbeschichtung, wobei Keramik vor allem im hochpreisigen Segment zu finden ist.

Bügeleisen Test: Mehr Dampf ist besser

Oft hört man, dass für den Gebrauch einer Dampfbügelstation auch ein sogenannter aktiver Bügeltisch notwendig ist. Das mag für manche Bügeltische zutreffen, denn ein normales Bügelbrett ist eigentlich nicht dafür ausgelegt, hohe Mengen an Dampf aufzufangen. Es kann also passieren, dass das Bügelbrett zu feucht wird und Wasser auf den Boden tropft.

Aktive Bügeltische sind keine Voraussetzung für eine Bügelstation

In unserem Test mit einem normalen Bügelbrett sind aber keinerlei Schwierigkeiten aufgetreten – und wir haben wirklich viel gebügelt! Und dabei hatte der verwendete Bügeltisch immerhin schon zehn Jahre auf dem Buckel. Trotzdem tropfte bei keiner Dampfbügelstationen Feuchtigkeit auf den Boden. Bevor Sie also in einen neuen Bügeltisch investieren, testen Sie erstmal, ob ihr alter es nicht auch tut.

Außerdem argumentieren die Hersteller oft, dass Bügelstationen zu schwer für handelsüblichen Bügeltische sind. Da kommt es auf die Konstruktion des Bügelbretts an. Unser Tipp: Finden Sie Ihren Bügeltisch zu wackelig, stellen Sie die Dampfbügelstation einfach auf den Boden. Die Verbindungsschläuche sind ausreichend lang.

Leitungswasser oder destilliertes Wasser?

Früher sollte man für Dampfbügeleisen destilliertes Wasser verwenden, denn Leitungswasser ist je nach Region mehr oder weniger stark verkalkt. Das kann nicht nur das Gerät schädigen, sonden hinterlässt beim Bügeln auch hässliche weiße Flecken.

Bügeleisen Test: Wasser einfüllen

Heute sind aber fast alle Dampfbügeleisen und Dampfbügelstationen für die Verwendung von normalem Leitungswasser ausgelegt. Viele haben dafür ein eigenes Entkalkungssystem. Aber auch sonst ist die Verwendung von destilliertem Wasser nicht so unproblematisch, wie man meinen würde. Denn destilliertem Wasser sind sämtliche Inhaltsstoffe entzogen, dadurch reagiert es leicht mit anderen Materialien und kann beispielsweise Edelstahl angreifen.

Am besten halten Sie sich an die Bedienungsanleitung Ihres Bügeleisens. Wenn Sie sehr kalkhaltiges Wasser haben, raten viele Hersteller zu einem Mischverhältnis zwischen destilliertem Wasser und Leitungswasser von 1:1, 1:2 oder 1:4.

In vielen Drogeriemärkten wird eigenes Bügelwasser angeboten. Das ist allerdings meist mit Duftstoffen versetzt und wird von den meisten Herstellern nicht empfohlen, da diese Zusätze wiederum das Bügeleisen beschädigen können.

Bügeleisen Test: Alle von getesteten Dampfbügelstationen und -bügeleisen
Alle von uns getesteten Dampfbügelstationen und Dampfbügeleisen.

So haben wir getestet

Aus dem großen Angebot haben wir nach umfangreicher Recherche elf Dampfbügelstationen und acht Dampfbügeleisen ausgewählt und ausführlich getestet.

Bei den Bügelstationen war uns besonders wichtig, herauszufinden, wie viel Dampf die Modelle wirklich abgeben und ob die Herstellerangaben dazu stimmen. Außerdem wollten wir natürlich wissen, wie gut sich die Stationen in der Praxis schlagen. Dafür haben wir gebügelt und bedampft was das Zeug hält.

Um die ausgestoßenen Dampfmengen zu messen, haben wir die Stationen auf einer geeichten Präzisionswaage vor und nach einer Minute Dauerdampf gemessen. So konnten wir ermitteln, wieviel Gramm Wasserdampf abgegeben wird. Diesen Testvorgang haben wir pro Dampfbügelstation fünf Mal wiederholt, um Messungenauigkeiten auszuschließen. Die Messergebnisse waren überraschend konsistent und schwankten nur um wenige Gramm.

Unsere Messergebnisse weichen zum Teil erheblich von den Herstellerangaben ab. Das liegt möglicherweise daran, dass wir bei unserer Messung tatsächlich eine Minute lang Dampf abgelassen haben. Denn viele Dampfbügelstationen liefern am Anfang viel Dampf und dann geht ihnen schnell die Puste aus. Misst man nur den Dampfausstoß der ersten zehn Sekunden und multipliziert man den Wert mit sechs, kommt man auf wesentlich höhere Werte.

Beim Bügeln ist es aber wichtig, dass die Dauerdampfleistung auch wirklich von Dauer ist, daher ist unsere Messmethode unserer Ansicht nach wesentlich aussagekräftiger. Tatsächlich lieferten alle Dampfbügelstationen, bei denen wir einen hohen Wert maßen, auch eine konstant hohe Dampfleistung.

Große Unterschiede bei der Dampfmenge

Das Nachfüllen von Wasser war im Test nicht bei allen Maschinen während des Gebrauchs möglich, denn bei einigen Modellen sind Wassertank und Druckboiler nicht getrennt. Muss das Wasser direkt in den Boiler gefüllt werden, muss der erst abkühlen, bevor man ihn öffnen und Wasser nachfüllen kann. Öffnet man ihn, wenn er noch heiß ist, besteht wie bei einem Schnellkochtopf die Gefahr, dass einem kochendes Wasser ins Gesicht spritzt!

Beim Bügeltest haben wir verschiedene Textilien benutzt und den Dampfstoß mit mehreren Lagen Stoff getestet, um zu prüfen, wie tief der Dampf eindringt. Neben dem Dampfbügeln haben wir auch das Bügeln ohne Dampf ausprobiert. Hier mussten wir feststellen: Ohne Dampf bügeln lohnt sich nicht, nur das Siemens Slider, das Modell von Klarstein, das Perfect Care Elite Silence von Phillips und das Pro Express Control Plus von Tefal konnten hierbei zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Auch das »vertikale Dampfbügeln«, das alle Stationen bieten, haben wir ausprobiert. Dabei bedampft man ein hängendes Kleidungsstück mit dem Bügeleisen.

Achtung: Bitte Kleidungsstücke niemals am lebenden Objekt vertikal bedampfen! Heißer Wasserdampf führt schnell zu Verbrennungen!

Bei den Dampfbügeleisen lag unser Augenmerk weniger auf der grammgenauen Ermittlung des Dampfausstoßes, sondern mehr auf der subjektiven Bügelqualität. Das liegt auch daran, dass sich die Überprüfung der Dampfausstoßmenge nicht bei jedem Modell im messbaren Bereich bewegte.

Ein weiterer wichtiger Punkt für uns war, ob die Herstellerversprechen, dass das Bügeleisen nicht auf die Wäsche tropft, eingehalten wird. Fast alle Hersteller werben nämlich mit dem »Anti Drop«-Versprechen, dass die Wäsche trotz Dampfentwicklung und Löchern in der Sohle nicht volltropft. Im Praxistest mussten wir leider feststellen, dass das oft nicht der Fall ist. Besonders das Ultragliss von Tefal fiel hier negativ auf, weil es selbst nach dem Ausstecken und ohne Strom noch weiter tropfte.

Außerdem war uns sowohl bei den Stationen als auch bei den Bügeleisen die Verarbeitungsqualität wichtig. Doch auch eine gute Handhabung ist notwendig, schließlich arbeitet man mit einem Gerät, dass sehr heiß wird.

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Kommentare

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Regine Sperling
Regine Sperling

Ich besitze seit über zehn Jahren eine Rowenta Bügelstation, die ohne Pause ihren guten Dienst tut… Damals war es das einzige Modell, bei dem man während des Bügelns Wasser nachschütten konnte, weil der Boiler getrennt davon war. Bei allen anderen Geräten müsste man erst wie bei einem Dampfkochtopf warten, bis es etwas abgekühlt war, das hatte mich seinerzeit überzeugt. Nun nach zehn Jahren klappt es bei unsere, extrem kalkhaltigen Wasser nicht mehr so recht mit dem Entkalken… mich würde interessieren, ob es auch heute , obwohl sich alles so schnell weiterentwickelt, noch Modelle gibt, bei denen man erst abkühlen lassen… Mehr... »

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