Fahrradhandschuhe Test: Gesamt
test
Letzte Aktualisierung:

Die besten Fahrradhandschuhe

Wir haben 42 Paar Fahrradhandschuhe getestet – vom kurzen, leichten Sommer-Rennradhandschuh bis zum winddichten Winterhandschuh. Sieger unter den Kurzfingerhandschuhen wurde der toll designte Ziener Cansen, bei den Winterhandschuhen hat uns der Chiba BioXCell Warm Winter am meisten überzeugt. In beiden Kategorien haben wir aber auch andere, interessante Empfehlungen.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 5. Oktober 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

3. Juni 2022

Wir haben acht weitere Fahrradhandschuhe für wärmere Tage getestet. Neue Empfehlungen sind der sehr komfortable Giro Supernatural und der minimalistische, aber dennoch bequeme Langfingerhandschuh Fox Ranger.

Der Q36.5 Unique wurde aus den Empfehlungen verdrängt und ist weiterhin unter „Außerdem getestet“ gelistet. Die Avidda Fahrradhandschuhe sind nicht mehr erhältlich, weshalb wir sie aus dem Testbericht entfernt haben.

26. November 2021

Wir haben den Testbericht in zwei Kategorien aufgeteilt: Sommer- und Winterhandschuhe. Außerdem haben wir unter herbstlichen Bedingungen neun weitere Winter-Fahrradhandschuhe getestet. Testsieger in der neu geschaffenen Kategorie wurden die Chiba BioXCell Warm Winter als Allrounder bei nasskaltem Wetter. Eine Empfehlung für den harten Winter sind die Gore Wear Thermo Split, in der Übergangssaison raten wir zum Ziener Cornelis Touch.

17. Juni 2021

Pünktlich zu den ersten wirklich warmen Tagen haben wir zehn weitere Fahrradhandschuhe getestet, und zwar ausschließlich Kurzfinger-Modelle für den Sommer. Unser neuer Favorit ist der Ziener Cansen, außerdem haben wir mit dem Roeckl Isar und dem Gore Wear C5 Vent zwei neue Empfehlungen. Der alte Testsieger von Avidda ist weiterhin eine günstige Alternative, die bisherigen Empfehlungen Grebarley Fahrradhandschuh und Rh+ Shark Evo Glove sind ab sofort unter „Außerdem getestet“ gelistet.

Weitere Updates
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Sommerhandschuh, Winterhandschuh, Handschuh für die Übergangszeiten – auf dem Markt tummeln sich viele Fahrradhandschuhe zwischen rund 10 und 80 Euro. Wir haben 42 Handschuhe herausgepickt und genauer untersucht. Dass die Markenhersteller die Nase vorne haben, beweisen die Testsieger – doch auch günstigere Modelle konnten überzeugen.

Von Gelpads und Wischfrottee: Fahrradhandschuhe im Test

Um die Handschuhe am Handgelenk verschließen, fixieren und unangenehmen Luftzug verhindern zu können, kommen Klett- und Reißverschlüsse zum Einsatz. Einige Modelle haben auch nur einen Stretch-Bund. Am besten funktioniert in unseren Augen ein Klettverschluss wie ihn die meisten Hersteller verwenden. Er lässt sich je nach Wunsch etwas fester verschließen und erlaubt ein gewisses Maß an Flexibilität. Besteht er nicht nur aus weichem Textil, sondern ist mit härteren Gummielementen versehen, lässt er sich besser greifen.

Gelpolster an der Handinnenfläche werden von einigen, aber längst nicht von allen Herstellern eingesetzt. Die meisten setzen aus Kostengründen auf Schaumstoffpolster, so auch im Test. Nachteil: Schaumstoff behält seine dämpfenden Materialeigenschaften speziell bei günstigeren Modellen nur selten über einen längeren Zeitraum, Gelpolster überzeugen über eine langanhaltend homogene Dämpfung.

Gel-Polster sind besser als Schaumstoff

Selfie auf dem Rad trotz langen Handschuhen? Kein Problem! Viele Hersteller versehen ihre Fingerhandschuhe mit Touchscreen-tauglichen Einnähern – meist am Zeigefinger. Das Wischmaterial funktioniert mal besser und mal schlechter, in den meisten Fällen ließ sich unser Smartphone im Test jedoch ganz gut bedienen. Die Touchscreen-Tauglichkeit ist in den letzten Jahren durchaus zu einem Kaufargument geworden.

Radfahrern läuft häufig die Nase. Taschentuch raus, Nase putzen, fertig – so geht die etwas hygienischere Variante. Wer allerdings fast jeden Tag auf dem Rad sitzt, wird für das Abwischen des »Nasentröpferls« nicht jedes Mal ein Taschentuch aus der Tasche ziehen wollen – Radprofis können ein Lied davon singen. Hier kommt das bei den meisten Fahrradhandschuhen verbaute Wischfrottee an der Seite des Daumens zur Geltung, das schnelle Abhilfe bei tropfender Nase erlaubt.

Natürlich kann man es auch zum Abwischen beschlagener Brillengläser verwenden – je nachdem, was einen mehr plagt. Hat man mehrere Handschuhpaare, kann man die verunreinigten Handschuhe nach den Fahrradtouren in die Wäsche geben, von mangelnder Hygiene kann also keine Rede sein.

Fahrradhandschuhe Test: Fahrradhandschuhe Aufmacher

Die besten Fahrradhandschuhe für den Sommer

Fahrradhandschuhe für den Sommer zeichnet in erster Linie eines aus: Eine leichte, luftige Konstruktion, gute Dämpfungseigenschaften und ein möglichst einfaches Handling. Sie machen Radtouren komfortabler: Wer einmal den feinen Unterschied zwischen »nackt« und »behandschuht« schätzen gelernt hat, wird auf einen Fahrradhandschuh nicht mehr verzichten wollen. Zudem sorgen Radhandschuhe auf Ausritten im Gelände für mehr Sicherheit. Wen es wider Erwarten auf die Nase legt und wenn man beim unfreiwilligen Abstieg mit dem Handballen bremst, verhindern sie schmerzhafte Schürfwunden. Kurzum: Fahrradhandschuhe sind ein echtes Must-Have für alle, die viel mit dem Rad unterwegs sind.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger Sommer

Ziener Cansen

Test  besten Fahrradhandschuhe: Ziener  Cansen
Die Ziener Cansen haben alles an Bord, was zuverlässige, bequeme Fahrradhandschuhe brauchen: angenehme Polsterung, gute Passform, vernünftiges Ausziehsystem – ein schön gemachter Handschuh für anspruchsvolle Radler.

Der Ziener Cansen stach aus der Masse an Test-Handschuhen auf Anhieb heraus. Der dezent designte Fahrradhandschuh bietet eine tolle Kombination aus Funktion, Passform und Materialeigenschaften. Gut gefallen hat uns insbesondere die Verarbeitung – der Ziener ist jeden Euro wert. Wo Fernost-Handschuhe oft auf zu grelle Applikationen oder zu viele irritierende Designelemente setzen, überzeugt der Cansen durch ein vornehm zurückhaltendes Design.

Wenn Geld egal ist

Giro Supernatural

Test besten Fahrradhandschuhe: Giro Supernatural
Sehr komfortabler, weil nahezu nahtloser Radhandschuh mit toller Belüftung für anspruchsvolle Radler und Touren.

Wow, was für ein Handschuh! Der Supernatural von Giro ist der Komfort-Überflieger im Test. Der Kurzfingerhandschuh kommt auf Innenfläche und Handrücken ohne Nähte aus, hat die von Elastic Interface entwickelte 3D-Form auf der Handfläche und schmiegt sich der Hand förmlich an. Giro hat viel Hirnschmalz in den Rennrad-Sommerhandschuh einfließen lassen, was man vom ersten Moment an merkt. Nie haben wir einen bequemeren fingerlosen Handschuh getragen. Der hat allerdings auch seinen Preis.

Für Bikeabenteurer

Roeckl Isar

Test  besten Fahrradhandschuhe: Roeckl Isar
Robuster, schön verarbeiteter und langlebiger Radhandschuh mit hohem Komfort und hohem Schutzfaktor.

Der Roeckl Isar ist ein rundum robuster, schön designter und sehr komfortabler Radhandschuh, der speziell Radlern gefallen wird, die auf Radtour keine Experimente machen wollen. Der Fahrradhandschuh funktioniert einfach, ist schön designt und trägt sich auch auf langen Touren angenehm. Durch seine etwas höhere Materialdicke eignet er sich zudem nicht nur für den Hochsommer.

Dünn und unkompliziert

Gore Wear C5 Vent Gloves

Fahrradhandschuhe Test: Gore Wear C5 Gloves E1623744815877
Dünner, hochgradig atmungsaktiver Radhandschuh aus atmungsaktivem Material, gehört zu den leichtesten im Test. Minimalistische, aber erstaunlich effektive Polsterung.

Luftig, luftiger, Gore C5 Vent – diese Fahrradhandschuhe sind die leichtesten und luftigsten im Test. Man erhält für 35 Euro einen federleichten Radbegleiter, der speziell an Hochsommertagen für Fahrspaß sorgt. Zwar verzichtet Gore Wear auf Features wie einen Klettverschluss, um das Gewicht zu drücken – dafür werden die Hände hier so gut belüftet, dass man kaum ins Schwitzen gerät. Ein Must-Have für sportliche Rennradler, die sich auch bei 30 Grad und mehr noch auf’s Rad schwingen.

Guter Langfinger

Fox Ranger

Test besten Fahrradhandschuhe: Fox Ranger
Einfach aufgebauter Fingerhandschuh ohne viel Schnickschnack, aber mit ausgezeichnetem Tragekomfort.

Die Fox Ranger sind wunderbar leichte, stretchige und stylische Fingerhandschuhe für Radler, die sich etwas mehr Wärme auf Touren aller Art wünschen. Die auffallend simpel gestalteten Fahrradhandschuhe kommen ohne viel Schnickschnack aus und vermitteln ein sehr direktes Gefühl für den Lenker. Für Komfortfans sind sie nichts – eher für Minimalisten, die einen Kurzfingerhandschuh suchen, mit dem sich das Rad bestens kontrollieren lässt.

Vergleichstabelle

Testsieger SommerZiener Cansen
Wenn Geld egal istGiro Supernatural
Für BikeabenteurerRoeckl Isar
Dünn und unkompliziertGore Wear C5 Vent Gloves
Guter LangfingerFox Ranger
Roeckl Itamos
Q36.5 Unique
Giro Monaco II Gel
Vaude Mens Active Gloves
Alé Comfort Gloves
Q36.5 Unique Sommer Gloves Clima
O'Neal MTB DH FR Fingerlos
Meteor Radhandschuhe
Luroon Fahrradhandschuhe
Ziener Ceniz
100% Airmatic Gloves
GripGrab ProGel
Macciavelli Fahrradhandschuhe für Männer
Boildeg Fahrradhandschuhe Halbfinger
Souke Fahrradhandschuhe Halbfinger
Chiba Bio XCell Air
Bikingmoreok Fahrradhandschuhe
Rotto Fahrradhandschuhe
Test  besten Fahrradhandschuhe: Ziener  Cansen
  • Angenehm leicht
  • Flacher, funktionaler Klettverschluss
  • Silikonapplikationen für besten Sitz
  • Flexibel, keine Wulstbildung
  • Wischfläche bedingt aufnahmefähig
  • Vergleichsweise teuer
Test besten Fahrradhandschuhe: Giro Supernatural
  • Keine Nähte auf Grifffläche und Handrücken
  • Lang anhaltend hoher Tragekomfort
  • Fester Griff
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Hoher Preis
Test  besten Fahrradhandschuhe: Roeckl Isar
  • Angenehme Gelpolsterung
  • Griffiger Klettverschluss
  • Gut funktionierendes Ausziehsystem
  • Etwas steife Konstruktion
Fahrradhandschuhe Test: Gore Wear C5 Gloves E1623744815877
  • Sehr leicht und luftig
  • Schnell trocknend
  • Trägt kaum auf
  • Relativ teuer
  • Keine Protektoren
  • Kein Klettverschluss
Test besten Fahrradhandschuhe: Fox Ranger
  • Leicht
  • Gute Belüftung
  • Komfortabler Schnitt
  • Keine Dämpfung
Test  besten Fahrradhandschuhe: Roeckl  Itamos
  • Schöne Verarbeitung
  • Angenehm stretchig
  • Schön verarbeiteter Klettverschluss
Fahrradhandschuhe Test: Handschuhe
  • Überragende Passform
  • Keine Nähte auf Grifffläche und Handrücken
  • Lang anhaltend hoher Tragekomfort
  • Fester Griff
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Hoher Preis
Test besten Fahrradhandschuhe: Giro  Monaco II Gel
  • Sehr bequem
  • Hochwertiges Leder an der Innenhand
  • Vergleichsweise teuer
Test  besten Fahrradhandschuhe: Vaude Mens Active Gloves
  • Schöne Verarbeitung
  • Ausgezeichnete Dämpfung
  • Toller Sitz
  • Etwas fades Design
Fahrradhandschuhe Test: Al Comfort Gloves Gloves Black W
  • Gute Preis-Leistung
  • Angenehme Polsterung
  • Komfortabler Bund
  • Dezentes Design
Fahrradhandschuhe Test: Clima Unique Summer Gloves Front
  • Tolle Belüftung
  • Sehr komfortable Innenhand
  • Nahtlose Konstruktion
  • Sehr filigran
Test besten Fahrradhandschuhe: ONEAL MTB DH FR Fingerlos
  • Sehr einfaches Handling
  • Hoher Komfort
  • Fragwürdige Verarbeitung
Test  besten Fahrradhandschuhe: Meteor Radhandschuhe
  • Schöne, große Reflektionsfläche
  • Unschöne Verarbeitung
  • Antiquiertes Ausziehsystem
  • Unangenehme Wulstbildung
Test  besten Fahrradhandschuhe: Luroon Fahrradhandschuhe
  • Angenehmer Sitz
  • Gute Luftzufuhr
  • Reflektoren
  • Antiquiertes Ausziehsystem
  • Wulstige Gelpolster
Test  besten Fahrradhandschuhe: Ziener Ceniz
  • Angenehm luftig
  • Schön strechiges Material
  • Fummeliger Ausziehvorgang
  • Etwas simple Verarbeitung
Test besten Fahrradhandschuhe: 100% Airmatic Gloves
  • Coole Optik
  • Passform okay
  • Etwas steif
Test : GripGrab ProGel
  • Schöne Verarbeitung
  • Komfortable Gelpolsterung
  • Magnetfunktion
  • Auffällige Reflekoren
  • Kein Wischfrottee
Test : Macciavelli Fahrradhandschuhe für Männer
  • Tolle Passform
  • Praktische Ausziehschlaufen
  • Wisch-Frottee
  • Zweifelhafte Verarbeitungsqualität
  • Fragwürdige Lebensdauer
Test : Boildeg Fahrradhandschuhe Halbfinger
  • Preis-Leistung okay
  • Gute Passform
  • Angenehme Atmungseigenschaften
  • Etwas gewöhnungsbedürftiges Design
Test : Souke Fahrradhandschuhe Halbfinger
  • Gute Dämpfung
  • Saubere Verarbeitung
  • Vergleichsweise viele Nähte
  • Filigrane Ausziehlaschen
Test besten Fahrradhandschuhe: Chiba Bio XCell Air
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Ausgetüfteltes Dämpfungssystem
  • Hochwertiger Klettverschluss
  • Unangenehmer Sitz
  • Verarbeitung zweifelhaft
Test  besten Fahrradhandschuhe: Bikingmoreok
  • Günstiger Preis
  • Großflächiges Wischfrottee
  • Mangelhaftes Ausziehsystem
  • Wulstige, klebrige Gelpolster
Test  besten Fahrradhandschuhe: Rotto Fahrradhandschuhe
  • Schönes Ausziehsystem
  • Angenehm stretchig
  • Vielzahl von Polstern mit zweifelhafter Haltbarkeit
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 Fahrradhandschuhe Test: Ziener

Testsieger: Ziener Cansen

Die Ziener Cansen gehören zu den etwas teureren Fahrradhandschuhen im Test – und das merkt man. Schon bei einem ersten Kurztest über 12,5 Kilometer begeistern die Cansen mit ihrem tollen Sitz. Da kneift nichts, und die Handschuhe sind genau dort stretchig, wo sie stretchig sein sollen – am Handrücken und zwischen den Fingern. Keine Wulstbildung, schön verarbeitete Nähte – was braucht man mehr zum Glücklichsein?

Testsieger Sommer
Ziener Cansen
Test  besten Fahrradhandschuhe: Ziener  Cansen
Die Ziener Cansen haben alles an Bord, was zuverlässige, bequeme Fahrradhandschuhe brauchen: angenehme Polsterung, gute Passform, vernünftiges Ausziehsystem – ein schön gemachter Handschuh für anspruchsvolle Radler.

Voll überzeugt hat uns das geschmeidige »AX Suede«-Kunstleder an der Innenhand, es macht einen wertigen, robusten und langlebigen Eindruck. Dass die Handschuhe keine Geldämpfung, sondern »XRD Tech-Protektoren” und damit technisch durchdachte Polster haben, ist nicht von Nachteil – eher im Gegenteil. Die Dämpfung ist angenehm straff. Überzeugt hat uns auch die strategisch positionierte Silikon-Applikation im Griffbereich. Mit den FahrradhandschuheN hat man die Lenkergriffe stets gut unter Kontrolle.

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Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Ziener setzt beim Cansen auf ein durchdachtes Polstersystem, Silikonstreifen verbessern den Grip.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Schön ist auch die Belüftung, die Cansen schaffen den Spagat zwischen Schutz und Komfort.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Auch Funktion und Gestaltung der Wischfläche hat uns gefallen.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Das Ausziehsystem der Cansen lässt sich gut bedienen.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Das Obermaterial der Ziener Cansen ist sehr dampfdurchlässig.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener
Die Cansen gibt es in verschiedenen Farben. In Schwarz wirken sie stylisch und elegant.

Zwar haben die Cansen nicht das saugfähige Wischfrottee der Ziener Ceniz, dieses wäre an diesem dezent-schwarzen, eleganten Handschuh jedoch auch fehl am Platz. Außerdem tut es auch das stattdessen verbaute Mikrofaser-Textil auch. Uns haben die Ziener Cansen jedenfalls voll überzeugt – sie setzen sich damit auf den ersten Platz.

Alternativen

Zwar bietet unser Testsieger das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Gesamttest, aber auch weitere Modelle sind für andere Einsatzbereiche interessant. Wir haben daher weitere Empfehlungen für verschiedene Einsatzszenarien und aus unterschiedlichen Preisklassen.

Qualität hat ihren Preis: Giro Supernatural

Mit dem Supernatural geht Giro neue Wege. Das amerikanische Unternehmen hat sich mit Elastic Interface zusammengetan, einem italienischen Textil-Technologieexperten, und einen Fahrradhandschuh kreiert, der beim Tragekomfort Maßstäbe setzt. Die Innenhand kommt komplett ohne Nähte aus – Druckstellen sind damit passé. Besonders auf Langstrecken trägt sich der Supernatural damit einfach superangenehm.

Wenn Geld egal ist
Giro Supernatural
Test besten Fahrradhandschuhe: Giro Supernatural
Sehr komfortabler, weil nahezu nahtloser Radhandschuh mit toller Belüftung für anspruchsvolle Radler und Touren.

Doch auch was die weiteren Features angeht, gibt sich Giro keine Blöße. Der Supernatural verfügt über filigrane, aber trotzdem robuste Ausziehschlaufen, ein Klettverschluss sorgt für eine bessere Regulierbarkeit. Dazu ist der Supernatural einer der luftigsten Fahrradhandschuhe im Test – die stretchige Rückhand lässt viel Luft durch.

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Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
Die Giro Supernatural sitzen wie angegossen.
Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
Die nahtlose Innenhand sorgt für einen...
Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
...komfortablen Grip.
Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
Der Klettverschluss ist gut bedienbar und recht robust.
Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
Besonders angenehm ist die luftige Oberhand – und das unkomplizierte Ausziehsystem.
Fahrradhandschuhe Test: Giro Supernatural
Hervorzuheben ist auch das Gewicht – die Giros wiegen sehr wenig.

Natürlich hat das alles seinen Preis – doch der ist in diesem Fall durchaus angemessen, wie wir finden. Auch anspruchsvolle Radfahrer werden von diesem Fahrradhandschuh angetan sein, egal ob auf der Hausrunde oder beim Ausloten der Kondition: Der Supernatural macht einfach Spaß.

Für Bikeabenteurer: Roeckl Isar

»Durasense« steht auf der Handfläche der Roeckl Isar – und »Dura«, also etwas widerstandsfähiger, sind auch die Handschuhe. Doch auch der Komfort spielt hier eine große Rolle.

Für Bikeabenteurer
Roeckl Isar
Test  besten Fahrradhandschuhe: Roeckl Isar
Robuster, schön verarbeiteter und langlebiger Radhandschuh mit hohem Komfort und hohem Schutzfaktor.

Die Roeckl Isar richten sich in unseren Augen eher an Mountain- und Gravelbiker als an Rennradfahrer, auch E-Biker dürften mit den Handschuhen glücklich werden. Roeckl setzt auf eine raffinierte Kombination aus Schaumstoff- und Gelpolstern. Die Dämpfung ist gut, mit 52 Gramm sind sie allerdings auch ungefähr doppelt so schwer wie die Gore C5 Vent. Die beiden Fahrradhandschuhe zu vergleichen, ist jedoch ein Fauxpas – die Isar sind eben keine leichten Rennrad-Flitzer, sondern eher auf Langlebigkeit getrimmt.

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Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
Die Roeckl Isar zählen zu den bestausgestatteten Handschuhen im Test.
Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
Eine Kombination aus Gel- und Schaumstoffpolstern sorgt für einen ausgezeichneten Komfort.
Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
Das Ausziehsystem mit den "Täschchen" gehört zu den besten im Test.
Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
Die Wischfläche ist großzügig dimensioniert ...
Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
... und auch der flexible Klettverschluss hat uns sehr gut gefallen.
Fahrradhandschuhe Test: Roeckl
Durch die etwas steifere Konstruktion eignen sich die Roeckl Isar eher zum Mountainbiken, Gravelbiking und E-Biking.

Gut gefallen haben uns die Ausziehlaschen, da merkt man den erfahrenen Qualitätshersteller. An Klettverschluss, Nähten und Wischfläche gibt es grundsätzlich nichts zu bemängeln, wobei uns ein Wischfrottee, so hat es die Masse der Testhandschuhe inzwischen gezeigt, von der Feuchtigkeitsaufnahme etwas besser gefällt.

Wer auf Radtour keine Experimente machen will, ist mit den Roeckl Isar sehr gut beraten. Durch seine etwas höhere Materialstärke macht er zudem auch an nicht ganz so heißen Sommertagen eine gute Trage-Figur.

Dünn und unkompliziert: Gore Wear C5 Vent

Gore verfolgt bei seinen nur 25 Gramm (Paar) schweren C5 Vent Handschuhen einen minimalistischen Ansatz. Anstatt dicker Polster wie bei der Konkurrenz haben die C5 Vent nur sehr dünne, kaum hervortretende Schaumstoffpolster. Anstatt wuchtiger Protektoren ist hier – nichts! Der Name ist schließlich Programm, beim C5 Vent kommt Luft durch, und zwar von allen Seiten.

Dünn und unkompliziert
Gore Wear C5 Vent Gloves
Fahrradhandschuhe Test: Gore Wear C5 Gloves E1623744815877
Dünner, hochgradig atmungsaktiver Radhandschuh aus atmungsaktivem Material, gehört zu den leichtesten im Test. Minimalistische, aber erstaunlich effektive Polsterung.

So ist die Oberseite der Fahrradhandschuhe sehr dünn, was die Atmungsfähigkeit verbessert. Um den Grip zu verbessern, ist die gesamte Innenhand aus einem Material gefertigt, das einen ausgezeichneten Halt am Lenker erlaubt. Der filigrane Fahrradhandschuh wendet sich eher an Rennradler als an die Crash-Fraktion, die den gelegentlichen Bodenkontakt im Bikepark pflegt. Für Komfortfreunde und Gel-Fans ist er auch nichts, denn der Handschuh verlangt die trainierte Hand.

1 von 6
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Die Gore Wear C5 Vent sind die leichtesten Handschuhe im Test.
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Die Wischfläche ist ausreichend groß - die Saugfähigkeit ist durchschnittlich.
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Das Material der Innenhand ist sehr "grifffreundlich".
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Die Dämpfung fällt bei den Gore Wear C5 Vent minimal aus.
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Gore Wear verzichtet bei diesen Modellen zugunsten des Gewichts auf einen Klettverschluss.
Fahrradhandschuhe Test: Gore
Trotz des minimalistischen Ansatzes haben uns die C5 Vent sehr gut gefallen. Sie eignen sich insbesondere für den Sommereinsatz.

An einem warmen Frühsommertag testen wir den Handschuh auf einer 75-Kilometer-Rennradrunde. Sofort wird deutlich: Das minimalistische Konzept geht auf! Der Fahrradhandschuh lässt Feuchtigkeit schnell entweichen, lässt zudem ausreichend Luft an die Hand und überzeugt durch einen komfortablen Sitz. Als einer von nur wenigen FahrradhandschuheN im Test kommen der Gore C5 Vent ohne Klettverschluss aus, was in diesem Fall nicht von Nachteil ist, denn der Sitz ist auch so gut. Fragt sich nur, wie es nach mehreren An- und Ausziehvorgängen aussieht. Der Langzeittest wird es zeigen!

Minimalistisch, aber sehr bequem: Fox Ranger

Fox ist ein Unternehmen, das seine Ursprünge im Motocross-Bereich hat – das merkt man dem Ranger auch an. Sein Camouflage-Muster kommt etwas martialisch daher – doch keine Angst, der Ranger ist ganz zahm. »Weniger ist mehr« könnte man in seinem Fall sagen, denn beim Ranger verzichtet Fox auf allzu viele Reize in Form von Dämpfungselementen, aufwändigen Applikationen und Gummiaufnähern.

Guter Langfinger
Fox Ranger
Test besten Fahrradhandschuhe: Fox Ranger
Einfach aufgebauter Fingerhandschuh ohne viel Schnickschnack, aber mit ausgezeichnetem Tragekomfort.

Doch genau dieser Minimalismus zeichnet den Handschuh aus – die naht- und dämpfungslose Innenhand vermittelt ein sehr direktes Gefühl für das, was unter dem Vorderrad geschieht. Komfortfans werden hier nicht fündig, aber alle, die auf eine direkte Rückmeldung Wert legen, werden den Handschuh schnell zu schätzen wissen. Gut gefallen hat uns das atmungsaktive Obermaterial, der wertige Reißverschluss und das schön eingefasste Stretchbündchen. Dezente Silikon-Applikationen an Zeige- und Mittelfinger sorgen für mehr Rutschsicherheit, die Bedienung eines Touchscreens ist mit dem Ranger ebenfalls möglich.

1 von 5
Fahrradhandschuhe Test: Fox Ranger
Fox kommt aus dem Motocross-Bereich – das merkt man den Handschuhen optisch auch an.
Fahrradhandschuhe Test: Fox Ranger
Die Ranger werden besonders Minimalisten begeistern.
Fahrradhandschuhe Test: Fox Ranger
Die Handschuhe sind angenehm leicht.
Fahrradhandschuhe Test: Fox Ranger
Stretchige Oberhand, funktionaler Klettverschluss und Wischleder – hier ist alles an Bord.
Fahrradhandschuhe Test: Fox Ranger
Silikon-Applikationen sorgen für besten Grip, dazu kommt ein "Wischfinger" für das Smartphone.

Schnörkellos praktisch – so lässt sich der Eindruck, den der Fox Ranger hinterlässt, vielleicht am besten zusammenfassen. Von den getesteten Sommer-Fingerhandschuhen hat uns dieser Fahrradhandschuh jedenfalls am besten gefallen.

Außerdem getestet

Roeckl Itamos

Roeckl muss niemand etwas vormachen – die Itamos machen vom ersten Anziehen an Spaß. Die Fahrradhandschuhe verfügen über einen angenehm regulierbaren Klettverschluss, die Passform ist bei der getesteten Größe 9 ausgezeichnet. Besonders gut hat uns die Positionierung der Gelpolster gefallen. Diese sorgen für angenehme Dämpfung, ohne dabei unangenehme Wülste zu bilden.

Die Verarbeitung der Roeckls ist vorbildlich, keine überstehenden Nähte, keine Nähte, die heikle Reibestellen verursachen. Gelungen ist auch die Ausziehfunktion. Die beiden Täschchen, in denen man mit den Fingern einhakt, machen einen deutlich langlebigeren Eindruck als herkömmliche Ausziehbändchen, die gerne mal ausreißen.

Wenn man bei den Itamos jammert, dann auf hohem Niveau. So ist Weiß unseres Erachtens bei einem Fahrradhandschuh eine etwas heikle Farbe – bei intensiverer Benutzung werden die weißen Einnäher nicht allzu lange weiß bleiben. Aber schließlich gibt es den Itamos in vielen verschiedenen Farben – weiß war nur unser Testmuster.

Q36.5 Unique

Die Q36.5 Summer Glove Unique Handschuhe haben uns überrascht. Zum einen, was den Preis angeht – sie kosten zwischen 65 und 90 Euro. Zum anderen, was den Tragekomfort angeht – sie gehören zu den bequemsten fingerlosen Fahrradhandschuhen im Test. Das liegt primär an ihrer Nahtfreiheit, was gleichzeitig das primäre Kaufargument ist.

»The first three-dimensional, seamless and elastic palm for cycling gloves” schreibt der Entwickler und Hersteller der 3D-Handinnenfläche, das italienische Unternehmen Elastic Interface, über den Fahrradhandschuh – und diese Dreidimensionalität merkt man auch. Der Handschuh schmiegt sich der Hand an, da reibt und zwickt nichts. Er sitzt schlichtweg wie eine zweite Haut.

Auf unserer 100-Kilometer-Testrunde begeistern die Unique mit einem beeindruckenden Tragekomfort, die Fahrradhandschuhe tragen sich nahezu »schwerelos«. Die Belüftung über das großflächige Mesh auf dem Handrücken ist beeindruckend. Reflektoren an den Seiten sorgen für mehr Sichtbarkeit bei Dämmerlicht. Ob einem der Handschuh 65 Euro wert ist, bleibt allerdings dahingestellt. Radfahrer, die bereit sind, die hohe Summe zu investieren, bekommen jedoch einen Handschuh, der in Sachen Tragekomfort Maßstäbe setzt.

Giro Monaco II Gel

Die im Vergleich recht klein ausfallenden Giro Monaco II Gel gehören zu den komfortabelsten Fahrradhandschuhen im Test – kein anderer Handschuh ist mit einer so umfassenden und wertigen Polsterung ausgestattet. An der Innenhand setzt Giro auf hochwertiges Pittards-Leder, das der Produktlebensdauer durchaus zuträglich sein dürfte.

Kehrseite der robust gepolsterten Innenhand ist eine relative Inflexibilitat, der Fahrradhandschuh fühlt sich auch etwas klein an. Im Zweifelsfall sollte man ihn eine Größe größer nehmen.

Eines strahlt das Modell auf jeden Fall aus: Verlässlichkeit. Im Giro Monaco II Gel fühlt man sich gut geschützt. Trotz seiner überzeugenden Features hat die Konkurrenz im Testvergleich ein wenig die Nase vorne, was die Passform angeht – sorry, Giro!

Vaude Mens Active Gloves

Oh, wie angenehm! Das etwas konservative Streifendesign sollte nicht davon ablenken, dass man es im Falle der Vaude Men’s Active Gloves mit geschmeidigen, ausgezeichnet sitzenden Radhandschuhen zu tun hat. Kurzum: sehr komfortabel!

Zwar fallen diese relativ klein aus, doch das ist kein Grund, sie nicht zu kaufen, im Zweifel eben eine Nummer größer. Die robusten Ausziehbändchen sehen so aus, als würden sie zahlreiche Lastwechsel überstehen, die Schaumstoffpolster haben genau die richtige Dimensionierung, dämpfen angenehm und sind nicht zu wulstig. Auch das Wischfrottee hat uns im Test überzeugt – das »Nasentröpferl” lässt sich ebenso gut entfernen wie eine verschmierte Brille reinigen.

Die recht leichten Fahrradhandschuhe kosten zwar rund 30 Euro und gehören damit zur »gehobenen Mittelklasse” im Test, das sind sie in unseren Augen aber auch wert. Die Verarbeitung der in Vietnam hergestellten Handschuhen lässt nicht zu wünschen übrig – gut gefallen hat uns auch der flach profilierte Klettverschluss, der sich der Hand angenehm anschmiegt. Wäre die Konkurrenz nicht so stark und etwas pfiffiger designt – die Men’s Active Gloves hätten das Zeug zum Stockerl gehabt.

Alé Comfort Gloves

Knapp 30 Euro ruft Alé für seine Comfort Radhandschuhe ab – unserer Meinung nach sind sie jeden Cent davon wert. Die Passform der Handschuhe ist für einen italienischen Hersteller angenehm entspannt. Was uns außerdem gefallen hat, ist das Material – hier hat Alé genau den richtigen Mittelweg zwischen Elastizität und Robustheit gefunden. Bieten die Handschuhe am Handrücken sehr viel Flexibilität, schützt die robuste Innenhand vor Verletzungen bei Stürzen.

Durch den wertigen Klettverschluss und den angenehm elastischen Bund lassen sich die Handschuhe darüber hinaus schnell anpassen. Alé setzt darüber hinaus auf wertige Gelpolster, die grobere Schläge effektiv abdämpfen. Auch die Ausziehlaschen finden wir gelungen – Alé ist eben längst kein Greenhorn mehr, wenn es um funktionale Radbekleidung geht. Leider ist die Luft an der Testspitze inzwischen dünn geworden, und so müssen sich die Alé Comfort dann doch knapp geschlagen geben. Die Konkurrenz in Form von Gore, Roeckl oder Ziener punktet mit etwas überzeugenderen Alleinstellungsmerkmalen.

Q36.5 Unique Sommer Gloves Clima

Ein Hauch von einem Fahrradhandschuh – dieser Gedanke kommt einem in den Kopf, wenn man die Unique Summer Gloves Clima von Q36,5 auspackt. Der Hersteller kombiniert ein elegantes, schwerelos wirkendes italienisches Design mit einer komfortablen, nahtlosen Innenhand. Die Fahrradhandschuhe kommen ohne Klettverschluss aus, doch halten auch so erstaunlich gut. Allein Fans eines engeren Sitzes und einer etwas strafferen Passform werden den Handschuh etwas zu locker finden. Das minimalistische Ausziehsystem, das mit gerade mal einer Lasche auskommt, kann im Test ebenfalls überzeugen.

Die mit luftigem Obermaterial ausgestatteten Fahrradhandschuhe begleiten uns auf einer 900 km-Radreise und geben sich keine Blöße. Wir sind in heißen Gegenden unterwegs, hierfür eignen sich die sommerlich-luftigen Handschuhe perfekt. Für die im Test entscheidende »Breitentauglichkeit« sind sie indes etwas zu filigran. Ein Wischfrottee fehlt ebenso wie ein Verbindungssystem – dafür dürften diese Handschuhe mit die leichtesten im Test sein. Auch ist das helle Design nicht unbedingt schmutzunempfindlich. Wer allerdings einen absolut hitzetauglichen und schön gestalteten Fahrradhandschuh sucht, sollte sich die Unique Summer Gloves Clima genauer anschauen.

O'Neal MTB DH FR Fingerlos

Haarscharf, aber doch nicht. Das ist das Fazit für den bequemen O’Neal MTB DH FR, der uns auf Anhieb sehr gut gefallen hat. Der Fahrradhandschuh begeistert zunächst einmal durch sein unkomplizierte Handhabung – hier ist alles dran, was sich Radfahrer wünschen. Ein Wischfrottee sorgt für klare Sicht, der Strechbund irritiert zunächst durch seinen straffen Sitz, vereinfacht aber letzten Endes das Handling. Auch die »Shock Pads« getaufte Dämpfung an der Innenhand hat uns ganz gut gefallen, wie auch die praktischen Ausziehlaschen.

O’Neal ruft für das alles 20 Euro ab – ein mehr als fairer Preis, wie wir finden. Die MTB DH FR Fahrradhandschuhe hätten das Zeug, hier ganz vorne mitzuspielen, wenn die Verarbeitung nicht etwas fragwürdig wäre. Eine Vielzahl von Nähten und der nicht sonderlich langlebig wirkende Handrücken sind dafür verantwortlich, dass der Handschuh nicht die Verlässlichkeit ausstrahlt, die die Spitzenreiter im Test auszeichnet. Von Update zu Update wird die Luft an der Test-Spitze dünner – das bekommt auch der O’Neal zu spüren.

Meteor Radhandschuhe

Eine helle Himmelserscheinung sind die Meteor nicht unbedingt – dafür haben sie aber eine der größten Reflektionsflächen im Test. Leider fällt gleichzeitig mit als erstes die etwas unsaubere Verarbeitung ins Auge – mal steht hier ein Faden ab, mal ist hier eine Naht etwas unsauber geführt. Schade, das verhindert den »Aufstieg« im Testranking.

Beim Tragen fällt zudem eine unangenehme »Wulstbildung” auf: Winkelt man die Finger an und legt die Hand an den Griff, bildet sich ein unangenehmer, auftragender Wulst. Bei kurzen Strecken mag das nicht von Nachteil sein, bei längeren Ausritten dürfte es zu unangenehmen Druckstellen kommen.

Der Ausziehvorgang gestaltet sich darüber hinaus schwierig, da die Laschen schwer zu greifen sind. Noch vor fünf Jahren waren solche Details vielleicht noch nicht von Belang, inzwischen ist die Konkurrenz jedoch besser geworden und clevere Auszieh-Systeme vereinfachen das Handling von Radhandschuhen ungemein. Von daher bleibt nur zu sagen: Das Geld ist in einem Markenhandschuh, zum Beispiel von Vaude oder Ziener, deutlich besser angelegt.

Luroon Fahrradhandschuhe

Im Vergleich zu dem meisten anderen Billigheimern im Test tragen sich die Luroon auf Anhieb recht gut. Die zunächst wulstig wirkenden Polster entpuppen sich als leidlich bequem – für seinen Preis von rund 17 Euro ist der Luroon sicher kein schlechter Handschuh.

Der Klettverschluss funktioniert anständig, das Wischfrottee ist saugkräftig – was hingegen die Haltbarkeit der Gelpolster angeht, sind wir etwas skeptisch. Sie stecken in einer Plastikhülle, wie sie auch bei vielen anderen Billighandschuhen verwendet wird. Wir wollen dem Fahrradhandschuh nichts unterstellen, doch bei anderen Produkten erwies sich diese Hülle als nicht sonderlich haltbar und anfällig für Risse. Besonders dann, wenn man die Fahrradhandschuhe häufig prallem Sonnenlicht aussetzt.

Wie dem auch sei – wer den Handschuh sorgfältig aufbewahrt und nicht zu lange UV-Strahlung aussetzt, dürfte durchaus länger Freude damit haben. Dauernutzer und Alltagsradler sollten allerdings etwas mehr Gel – pardon, Geld in die Hand nehmen und sich einen Markenhandschuh leisten. Insgesamt gilt auch hier: Das Testfeld ist zu gut besetzt, als dass der Luroon eine Chance auf einen der vorderen Plätze hätte.

Ziener Ceniz

Markenware, aber ein bisschen zu simpel gemacht – so lässt sich das Testergebnis des rund 16 Euro teuren Ziener Ceniz zusammenfassen. Für einen Markenhersteller ist dieser Preis eine Kampfansage – und man merkt, dass hier und da etwas gespart werden musste. Trotzdem lobenswert, dass es ein Qualitätshersteller wie Ziener mit der Fernost-Konkurrenz aufnimmt!

Obwohl wir den Ceniz in der gleichen Größe wie seinen Marken-Kollegen Cansen getestet haben, sitzt er nicht ganz so gut. So als ob ihn der Hersteller auf einen andere Handgröße zugeschnitten hätte. Der Fahrradhandschuh ist zwar sehr elastisch, das ändert jedoch nichts daran, dass wir uns in ihm nicht ganz so wohl fühlen – auch das Ausziehen mit den beiden Bändchen ist etwas fummelig. Auch wirkt die Verarbeitung im Vergleich mit der Fernost-Konkurrenz etwas uninspiriert.

Doch auch Positives gibt es zu berichten: Das Wisch-Frottee des mit Gelpolstern versehenen Handschuhs gehört zu den besten und saugfähigsten im Sortiment. Trotzdem reicht es für den Ziener Ceniz im Testvergleich nur für einen Platz auf den Rängen.

100% Airmatic Gloves

Würde es im Test um den Style-Faktor gehen – die 100% Airmatic hätten definitiv die Nase vorne, zumindest bei den Langfinger-Handschuhen. Die komplett in schwarz gestalteten Freeride- bzw. Bikepark-Handschuhe verfügen über kleine, dreieckige Gummihöcker am Handrücken und der Oberseite der Finger, die zum einen cool aussehen und zum anderen die Hände vor unangenehmen Bekanntschaften mit dem Untergrund schützen.

100% hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Markt etabliert – und so merkt man anhand der Silikon-Applikationen an Zeige- und Mittelfinger, der verstärkten Innenhand sowie dem flexiblen Bündchen mit robust ausgeführtem Klettverschluss, dass hier eine Menge Hirn im Handschuh steckt. Wer seine Bike-Abenteuer schnell auf Instagram teilen möchte – gerne! Mit dem Zeigefinger lässt es sich nach Lust und Laune auf dem Smartphonedisplay herumwischen.

Doch auch hier müssen wir letzten Endes sagen: Wäre unser Test ein reiner Freeridehandschuh-Test, wäre der 100% ganz vorne mit dabei. Test-intern muss er sich jedoch mit einem Platz weiter hinten zufrieden geben – zu schmal ist sein Einsatzbereich. Für den klassischen Tourenbiker ist er etwas zu steif und zu wenig atmungsaktiv.

GripGrab ProGel

GripGrab ist einer der alten Hasen im Fahrradhandschuh-Geschäft – oder zumindest eine der etablierten Firmen, denn auf dem deutschen »Ausrüstungs-Radar« tauchte die Marke erst vor ein paar Jahren auf. So sind wir gespannt, was der GripGrab ProGel so auf dem Kasten – oder besser gesagt, unter dem Gel-Polster hat. Rein optisch unterscheiden sich die dänischen Fahrradhandschuhe, die immerhin etwas mehr als 25 Euro kosten, kaum von der günstigen Konkurrenz. Die Unterschiede liegen wie so oft im Detail. Lassen sich andere Handschuhe nur schwer miteinander verknüpfen, wenn man sie verstauen will, sind in beide GripGrabs Magnete integriert, mit denen sich die Handschuhe schnell verbinden lassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen kurzen Fahrradhandschuhen haben die GripGrabs keine Anziehschlaufen – zwischen Ring- und Mittelfinger befinden sich vielmehr »Schwimmhäute«, mit denen sich die Handschuhe leichter ausziehen lassen. In der Praxis funktioniert das jedoch nicht ganz so gut wie mit den Schlaufen – und nur wenige Dinge sind beim Handling von kurzen Fahrradhandschuhen ärgerlicher als wenn man beim Ausziehen längere Zeit herumfummeln muss, ehe es funktioniert. Auch ist kein Wischfrottee mit an Bord und es wird nicht ganz klar, warum man im Vergleich zum Testsieger rund 15 Euro mehr für den GripGrab ausgeben sollte. Auch wenn die GripGrabs schön bequem sind, bleibt ihnen somit nur ein Platz auf den Rängen.

Macciavelli Fahrradhandschuhe für Männer

Die kurzen Fahrradhandschuhe von Macciavelli sind günstig, bequem und in der Gestaltung angenehm dezent. Damit reichen sie für die meisten sommerlichen Einsatzszenarien aus. Sie sind mit Schaumstoffpolstern angenehm gedämpft, das Material macht einen vergleichsweise verlässlichen Eindruck. Somit sind sie die perfekte Wahl für Gelegenheitsradfahrer, die nicht zu viel Geld ausgeben und dafür einen komfortablen Handschuh erwerben wollen. Eines fällt sofort auf – der Macciavelli gleicht von der Konstruktion her dem Boildeg wie ein Ei dem anderen. Zwar ist das Design unterschiedlich, er scheint jedoch in der gleichen Firma geschneidert worden zu sein.

Der kurze Handschuh tut, was er soll, ist zwar relativ eng geschnitten, dafür aber angenehm elastisch und gut gepolstert. Für einen geringen Preis von rund 15 Euro bietet das Modell ein im Vergleich zu anderen kurzen Fahrradhandschuhen recht ansprechendes Design. Hier hat Macciavelli (für alle Politikwissenschaftler: der Name wird übrigens tatsächlich falsch geschrieben) gegenüber anderen Billigheimern die Nase vorn. Besonders gut gefällt die Ausziehfunktion in Form zweier Schlaufen – die machen auf den ersten Blick einen ebenfalls recht langlebigen Eindruck. Die aus einem Stück gefertigte Kunstleder-Innenhand ist weich, flexibel und anschmiegsam. Der chinesische Hersteller hat dem Handschuh darüber hinaus ein großes Wischfrottee verpasst. Sollte die Nase also einmal laufen – kein Problem. Bei der Testausfahrt fällt der Handschuh dadurch auf, dass er kaum auffällt – und das ist gut so. Doch wie wir beim Boildeg schon sagten: Um oben mitspielen zu können, fehlt auch dem Macciavelli das gewisse Etwas.

Boildeg Fahrradhandschuhe Halbfinger

Der Handschuh mit dem wohl seltsamsten Namen in Testfeld (soll Boildeg »gekochtes Ei« heißen?) fällt durch ein wenig ansprechendes Design auf. Der Print soll offensichtlich an ein Skelett erinnern – das passt vielleicht zu Halloween oder zu Handschuhen für den Einsatz im Dirtpark, für kurze Radhandschuhe, die man vielleicht auch auf dem Rennrad nutzt, wirkt das Gekrakel etwas fehl am Platz. Wir wollen aber nicht zu kritisch sein – schließlich ist ja Design nicht alles und über Geschmack lässt sich streiten. Was den Tragekomfort angeht, können die Fahrradhandschuhe punkten. Durch die weiche Konstruktion passen sie sich der Hand auf angenehme Weise an.

Leider zeigt sich jedoch schon nach einer einzigen Tour, dass das Obermaterial nicht sonderlich robust ist – hier und da zeigen sich kleine Reibestellen, an denen das Material Fäden lässt. Schön ist wiederum, dass die Handschuhe über Ausziehschlaufen verfügen – so kann man sie mit wenigen Handgriffen ausziehen. Alles in allem reiht sich das Modell »zwischendrin« ein. Um oben mitspielen zu können, fehlt den Fahrradhandschuhen das gewisse Etwas und die Materialqualität.

Souke Fahrradhandschuhe Halbfinger

Der optisch für unseren Geschmack recht ansprechenden Souke Multisport Glove ist bei Amazon für knapp 16 Euro neben Blau auch in Rot, Neon, Weiß und ganz Schwarz bestellbar – große Auswahl! Die Handinnenflächen bestehen aus einem lederähnlichen, griffigen Material und sind an den neuralgischen Ballenbereichen mit Schaumstoffeinlagen gepolstert. Eine Perforierung im Bereich der Handinnenfläche und an den Fingern sorgt für ein wenig Belüftung. Der Handrücken besteht größtenteils aus leichtem, gut lüftendem Mesh, der Daumenrücken bietet mit seinem saugfähigen Mikrofasermaterial die Möglichkeit der Schweißaufnahme, ein klassischer Klettverschluss fixiert die Handschuhe.

Die Verarbeitung ist ansprechend und in unseren Augen sorgfältig ausgeführt. Das Anziehen wird durch eine kleine, gummierte Grifflasche erleichtert. Auch hier wird das Ausziehen der Handschuhe durch je zwei kurze Bändchen zwischen Zeige- und Mittelfinger beziehungsweise Ring- und kleinem Finger enorm erleichtert. Die Fahrradhandschuhe sitzen gut, auf den ersten Blick können wir keine störenden Nähte feststellen. Auf der ersten etwas länger ausfallenden Testfahrt mit dem Bergrad durch die bayerischen Voralpen zeigt sich, dass die fünf unterschiedlich geformten Schaumstoffpolster gut platziert sind und mit ihren fünf Millimetern Stärke sehr gute Arbeit leisten. Unser Fazit: Ein günstiger, gut dämpfender und sauber verarbeiteter Kurzfingerhandschuh mit ein paar hilfreichen kleinen Gimmicks. Wäre die Kurzfinger-Konkurrenz nicht etwas durchdachter, der Souke hätte eine Chance verdient!

Chiba Bio XCell Air

Die Chiba BioXcell Air trumpfen nicht nur mit einigen interessanten Features auf – auch, was den Preis angeht, ordnen sie sich relativ weit oben ein. Für eine UVP von 41,95 Euro darf man schon etwas erwarten. Im Test nehmen wir die mit einem aufwändigen Dämpfungssystem ausgestatteten Handschuhe mit auf eine 45 km-Runde. Erste Erkenntnis: Die BioXcell-Dämpfungspolster sind relativ steif und dick. In der Praxis federn sie so ziemlich alles weg, was einem unter die Reifen kommt. Nach Auskunft des Herstellers sollen sie bei etwa 80 Prozent aller Karpaltunnelsyndrom-Fälle für Abhilfe sorgen. Wir haben (zum Glück) kein Karpaltunnelsyndrom – von daher können wir die Effizienz der Polster auch nicht abschließend bewerten.

Zunächst wirken die Fahrradhandschuhe sehr komfortabel und gefallen uns durchaus auch, was ihre Dämpfungseigenschaften angeht – wenn nicht ein kleines Detail wäre, dass das Tragen der Handschuhe unangenehm macht. Dreht man eine längere Runde und werden die Hände schwitzig, neigt die Lasche, an der der Knopf zum Verknüpfen der Handschuhe befestigt ist, dazu, sich nach innen zu wölben – wodurch sich der kleine Knopf unangenehm in das Handgelenk bohrt. Auch finden wir die Ausziehhilfen – sie bestehen aus jeweils zwei Bändchen – etwas zu filigran. Wer weiß, wie lange sie halten!? Sorry Chiba, aber für den Preis hätten wir da etwas mehr Köpfchen erwartet, denn die Verbindungsknöpfe abzuschneiden, damit sie sich nicht ins Handgelenk bohren, ist nun auch keine ernstzunehmende Option…

Und noch etwas: Bei den Chibas stehen die Fäden an den Abschlussnähten in alle Richtungen ab. Nach nur einer Tour beginnt sich die Naht am linken Daumen bereits aufzulösen. Das können sogar einige NoName-Hersteller deutlich besser.

Bikingmoreok Fahrradhandschuhe

»More or less okay« – so lässt sich der Name der Bikingmoreok-Fahrradhandschuhe ganz gut übersetzen. Wir testen die Handschuhe auf derselben 55-Kilometer-Tour wie die Vaude Men’s Active Gloves – dass sie nur die Hälfte kosten, merkt man sofort.

Die groß ausfallenden Fahrradhandschuhe fühlen sich zwar zunächst recht bequem an, dann nervt aber die etwas labbrige Konstruktion. Okay, vielleicht hätte eine Größe kleiner besser gepasst – wir bezweifeln jedoch, dass sich dadurch die Passform verbessert hätte. Der Klettverschluss macht einen billigen Eindruck, die Ausziehlaschen sind darüber hinaus deutlich umständlicher zu bedienen als die Systeme, die bei Konkurrenzmodellen wie zum Beispiel von Ziener verwendet werden. Radhandschuhe haben sich inzwischen weiterentwickelt – und auch auf solche Details kommt es an.

Das Wischfrottee geht in Ordnung, weniger gefallen haben uns wiederum die Gelpolster. Diese sind schlichtweg zu wulstig, die Oberfläche ist zudem zu klebrig. Sie dämpfen Schläge zwar anständig weg, vermitteln jedoch ein schwammiges Gefühl für den Lenker. Damit reihen sich die Handschuhe in die Kategorie »besser ein paar Euro mehr für bessere Qualität”-Fraktion und damit auf den hinteren Plätzen im Test ein.

Rotto Fahrradhandschuhe

Bei seinen Fahrradhandschuhen hat Rotto ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Die mit 16 Euro recht günstigen Handschuhe verfügen über ein regelrechtes »Polstergebirge« – die Schaumstoff- und insbesondere die drei kleinen Gelpolster sind recht wulstig und ragen deutlich mehr über die Handschuhoberfläche hinaus als die Polsterung der Konkurrenzprodukte.

Für kurze Ausfahrten ist das nicht unbedingt schlecht, auch die Passform geht in Kombination mit dem gut haltenden Klettverschluss in Ordnung. Gefallen hat uns auch das saugkräftige Wischfrottee. Für längere Ausfahrten hätte den Rottos jedoch etwas weniger »Profil« gut getan, auch befürchten wir, dass die vielen Pölsterchen des Handschuhs ihre Form nicht allzu lange halten werden.

Und ein weiteres Manko ist uns aufgefallen – die Ausziehlaschen sind zwar schön und gut, aber etwas zu eng. Man bekommt sie bei schnellen Ausziehvorgängen vor allem mit etwas dickeren »Männerfingern« nicht gut genug in den Griff, am Ende hilft womöglich nur ein komplettes Umkrempeln der Handschuhe. Kurzfazit: Die Rotto Fahrradhandschuhe landen auf den hinteren Plätzen.

Fahrradhandschuhe Test: Gesamt

Die besten Fahrradhandschuhe für den Winter

Die Aussage »Radfahren im Winter ist nur was für Hartgesottene!« stimmt nicht. Hat man nämlich die richtige Ausrüstung und vor allem Bekleidung am Start, macht das Radeln auch in der kalten Jahreszeit Spaß. Kernbestandteil sind dabei die Radhandschuhe. Wer bereit ist, etwa 50 Euro zu investieren, wird erstaunt sein, was ein Winter-Fahrradhandschuh zu leisten im Stande ist. Im Laufe der letzten Jahre haben die Hersteller jede Menge Hirn in die Entwicklung warmer sowie wind- und wasserdichter Radhandschuhe gesteckt – das spürten wir im Test!

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger Winter

Chiba BioXCell Warm Winter

Test besten Fahrradhandschuhe: Chiba Bio XCell Warm Winter
Funktionaler, wetterfester Winterhandschuh mit schöner Verarbeitung und funktionalen Details.

Der Chiba Bio Xcell Winter ist für uns der beste Allround-Winterhandschuh. Er trägt sich erstaunlich komfortabel, ist super-wetterfest und auch bei Temperaturen im niedrigen einstelligen Minusbereich noch warm genug. Außerdem lässt sich mit ihm auch noch das Smartphone super bedienen – bei Winterhandschuhen beileibe keine Selbstverständlichkeit. Im Gegensatz zu einigen anderen Kandidaten hat uns zudem die Verarbeitung des Chiba sehr gut gefallen.

Auch gut

Rh+ Soft Shell Glove

Test : rh+ Soft Shell Glove
Sehr warmer, angenehm sitzender und schön verarbeiteter Winterhandschuh, der bis rund -5°C Grad angenehm warm hält.

Der Rh+ Soft Shell Glove überzeugt vom ersten Anziehen an mit einer ausgezeichneten Passform, Wärmeleistung und einem lang anhaltend hohen Tragekomfort. Er bietet der Hand genug Platz, schränkt nicht ein und hängt die Konkurrenz mit sinnvollen Features wie dem gut bedienbaren Klettverschluss ab. Der Handschuh ist eine gute Wahl für Winterradler, die einen zuverlässig wärmenden Begleiter suchen.

Bester dünner Langfinger

Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove

Test besten Fahrradhandschuhe: Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove
Schön verarbeiteter, fair bepreister Langfinger-Handschuh für Frühling und kalte Sommertage.

Der Ziener Cornelis Touch ist der perfekte Handschuh, wenn es um Ausfahrten an einem kalten Frühlingsmorgen oder auch um eine Alpenüberquerung geht. Besonders gut gefallen hat uns das Design – hier hat Ziener einen schönen Mittelweg zwischen Komfort und Funktionalität gefunden. Durch die »Grip Control«-Technologie punktet der Handschuh darüber hinaus mit einer ausgezeichneten Grifffestigkeit.

Der Wärmste

Gore Wear Thermo Split

Test besten Fahrradhandschuhe: Gore Wear  Thermo Split
Sehr warmer, wind- und wasserabweisender Winter-Radhandschuh für die ganz kalten Tage.

Wärmer geht nicht: Allein schon das Hineinschlupfen in den Gore Wear Thermo Split ist eine Offenbarung. Der weich gepolsterte, dick gefütterte Winterhandschuh ist zuverlässig winddicht, hat die besten Isolationseigenschaften im Test und ist der perfekte Begleiter für Radfahrer, die sich auch bei Eiseskälte nach draußen wagen. Durch sein Volumen ist er allerdings etwas unpräzise – diesen Handschuh sollte man wirklich nur bei Temperaturen anziehen, bei denen alle anderen Fahrradhandschuhe versagen.

Vergleichstabelle

Testsieger WinterChiba BioXCell Warm Winter
Auch gutRh+ Soft Shell Glove
Bester dünner LangfingerZiener Cornelis Touch Long Bike Glove
Der WärmsteGore Wear Thermo Split
Roeckl Ravensburg
Rh+ Shark Evo Glove
Grebarley Fahrradhandschuhe MTB
Cevapro Fahrradhandschuhe
Ziener Donni GTX
Chiba BioXCell Light Winter
Alé Winter Glove
Alé MTB Handschuh
Vaude Kuro Gloves II
Kyncilor Handschuhe schwarz
Under Armour Field Player 2.0
Craft Siberian 2.0
UPhitnis Winterhandschuhe B-Forest
Test besten Fahrradhandschuhe: Chiba Bio XCell Warm Winter
  • Schöne Verarbeitung
  • Gutes Griffgefühl
  • Wind- und wasserdicht
  • Klettverschluss reibt Grundmaterial auf
Test : rh+ Soft Shell Glove
  • Tolle Wärmeleistung
  • Angenehme Passform
  • Neopren-Schaft
  • Gut bedienbarer Klettverschluss
  • Etwas voluminös
Test besten Fahrradhandschuhe: Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove
  • Tolle Passform
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Faires Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schönes Design
  • Etwas dünn
  • Nur für moderate Temperaturen geeignet
Test besten Fahrradhandschuhe: Gore Wear  Thermo Split
  • Sehr warm
  • Sehr kuschelig
  • Sehr komfortabel
  • Winddicht und wasserabweisend
  • Voluminös
  • Schwammiges Griffgefühl
Test besten Fahrradhandschuhe: Roeckl Ravensburg
  • Am besten abschließender Bund im Test
  • Zusätzlich aufwändiger Klettverschluss
  • Funktionaler "Wischfinger"
  • Zuverlässig winddicht
  • Nähte nicht sonderlich schön verarbeitet
Test : rh+ Shark Evo Glove
  • Hoher Tragekomfort
  • Angenehme Passform
  • Robuste, langlebige Verarbeitung
  • Gelpolster an der Innenhand
  • Hoher Preis
  • Schnelle Abnutzung
Test : Grebarley Fahrradhandschuhe MTB
  • Toller Preis-Leistungsverhältnis
  • Robustes Material an der Innenhand
  • Dampfdurchlässiger Strick außen
  • Sehr flexibel
  • Fragwürdige Lebensdauer
Test besten Fahrradhandschuhe: Cevapro Fahrradhandschuhe
  • Preiswert
  • Sehr komfortabel
  • Zweifelhafte Haltbarkeit
  • Keine Dämpfung
Test besten Fahrradhandschuhe: Ziener  Donni GTX
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Zuverlässig warm auch bei niedrigen einstelligen Minusgraden
  • Angenehme Polsterung
  • Bequem
  • Zuverlässig winddicht
  • Silikon-Applikationen lösen sich ab
  • Keine Smartphone-Wischfunktion
Test besten Fahrradhandschuhe: Chiba BioXCell Light Winter
  • Auffälliges Design
  • Toll zum Smartphone bedienen geeignet
  • Schöne Taktilität
  • Aufwändige Polsterung
  • Etwas dünn
  • Nur für moderate Minustempetaruren geeignet
Test : Alé Winter Glove
  • Angenehme Wärmeleistung
  • Gelposleterung
  • Ansprechendes Design
  • Etwas labbrige Klett-Konstruktion am Handgelenk
  • Enge Passform
Fahrradhandschuhe Test: L17854018 Fango Nero Giallofluo Gd024
  • Leicht und atmungsaktiv
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flexibler Verschluss
  • Silikonapplikationen
  • Klettverschluss zieht Fäden an der Handschuhspitze
  • Enge Passform
Test besten Fahrradhandschuhe: Vaude Kuro Gloves II
  • Lockerer Schnitt
  • Komfortables Futter
  • Sehr zugiger Abschluss
  • Nicht regulierbar
  • Komfort verbesserungswürdig
Test : Kyncilor  Handschuhe schwarz
  • Kuscheliges Innenfutter
  • Verarbeitung zufriedenstellend
  • Unangenehmer Luftzug am Bund
  • Keine Polsterung
  • Kein Wischfrottee
  • Fragwürdige RV-Qualität
Test : Under Armour Field Player 2.0
  • Sehr flexibel/stretchig
  • Hochgradig atmungsaktiv
  • Anziehschlaufe
  • Eigentlich für Fußball konstruiert
  • Schmutzanfällige Innenhand
  • Keine Polsterung
Test besten Fahrradhandschuhe: Craft Siberian 2.0
  • Schön verarbeitet
  • Große Reflektorstreifen
  • Fällt sehr eng aus
Test : UPhitnis Winterhandschuhe
  • Angenehmes Temperaturmanagement
  • Dünnes, komfortables Material
  • Schönes Innenfutter
  • Beschichtung an der Innenhand löst sich
  • Keine Polsterung
  • Kein Wischfrottee
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Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio XCell Winter
Der Winterhandschuh-Testsieger Chiba Bio XCell Winter besticht durch ein technisches, aufgeräumtes Design.

Testsieger: Chiba BioXCell Warm Winter

Chiba – mit dieser oberbayerischen Marke hatten wir bisher noch nicht das Vergnügen. Es steht eine längere Radreise in Tschechien an – perfekte Testbedingungen. Primaloft-gefüttert, durch »Eurotex« wasserdicht – gleich am ersten Morgen regnet es und wir sind gespannt, ob die Bio XCell Winter dicht halten. Siehe da, sie tun es! Mit trockenen Händen besteigen wir die S-Bahn Richtung Münchner Hauptbahnhof.

Testsieger Winter
Chiba BioXCell Warm Winter
Test besten Fahrradhandschuhe: Chiba Bio XCell Warm Winter
Funktionaler, wetterfester Winterhandschuh mit schöner Verarbeitung und funktionalen Details.

Die rund 40 Euro teuren Handschuhe überzeugen auf Anhieb. Sie sind nicht nur winddicht, sondern auch angenehm warm. Chiba geht zudem einen angenehmen Mittelweg – die Handschuhe sind nicht zu dick gefüttert und vermitteln somit ein für einen Winterhandschuh sehr gutes Griff-Gefühl.

Auf unserer 250 Kilometer langen Test-Tour purzeln die Temperaturen auf etwa Minus fünf Grad – unter Windeinfluss wird es sogar noch etwas kälter – trotzdem fühlen wir uns in den Chibas wohl. Das nasskalte Novemberwetter bringt die Handschuhe an ihre Grenzen, doch sie geben sich nicht geschlagen.

1 von 5
Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio Xcell Winter
Die Chiba BioXCell Warm Winter: Ein "Wischleder" ist hier ebenso an Bord ...
Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio Xcell Winter
... wie das etwas gewöhnungsbedürftige, aber letztendlich sehr komfortable BioXCell Dämpfungselement.
Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio Xcell Winter
Die Handschuhe sind koppelbar, auch eine Anziehschlaufe hat Chiba verbaut.
Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio Xcell Winter
Ungewöhnlich ist die Position des Klettverschlusses an der Handschuhoberseite.
Fahrradhandschuhe Test: Chiba Bio Xcell Winter
Auch reflektierende Zonen sind vorhanden.

Was uns in der Tat auch gut gefallen hat, ist das Design. In »dark grey melange« schauen die Fahrradhandschuhe fast schon elegant aus, und auch die Bedienung des Smartphones fällt mit diesen Handschuhen vergleichsweise leicht. Kurzum: Was die (moderaten) Winter-Fingerhandschuhe angeht, haben uns die Chiba Bio XCell Warm Winter am besten gefallen und sie bekommen einen klaren Kauftipp.

Alternativen

Die Chiba BioXCell Warm Winter haben uns im Testvergleich unter den Winterhandschuhen am besten gefallen – doch auch andere Hersteller haben empfehlenswerte Winter- bzw. Übergangshandschuhe im Programm.

Auch gut: Rh+ Soft Shell Glove

Der Rh+ Soft Shell Glove hat uns während der kältesten Test-Tage voll überzeugt. Das liegt in erster Linie an der Passform. Auch hier lautet nämlich die Devise: reinschlüpfen und wohlfühlen!

Auch gut
Rh+ Soft Shell Glove
Test : rh+ Soft Shell Glove
Sehr warmer, angenehm sitzender und schön verarbeiteter Winterhandschuh, der bis rund -5°C Grad angenehm warm hält.

Was die Wärmeleistung angeht, ist man mit dem Rh+ Soft Shell Glove bis etwa minus sieben Grad recht komfortabel unterwegs. Gut gefallen hat uns die etwas steifere Klettverschlusslasche, die die Bedienung vereinfacht. Auch von der Positionierung der Polster an der Handinnenfläche her hat uns der Handschuh überzeugt. Wie bei einem Winterhandschuh nicht weiter ungewöhnlich, ist das Futter beim Rh+ Soft Shell Glove etwas dicker – das führt zu einem etwas »wulstigen« Fahrgefühl.

1 von 7
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Der Rh+ Soft Shell Glove konnte im Test ebenfalls überzeugen.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Er eignet sich auch für den Einsatz bei einstelligen Minustemperaturen.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Ein Smartphone zu bedienen ist mit dem Rh+ kein Problem.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Die Fütterung des Soft Shell Glove fällt stärker aus – das fällt im Einsatz jedoch nur bedingt auf.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Durch den gut bedienbaren Klettverschluss grenzt sich das Modell von der Konkurrenz ab.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Die Wischfläche hilft gegen laufende Nasen und beschlagene Brillengläser.
Fahrradhandschuhe Test: Rh+softshell
Auch hier gibt es reflektierende Buchstaben.

Besonders gut haben uns die neoprenartigen Armbündchen gefallen. Sie schmiegen sich dem Handgelenk förmlich an, zusammen mit dem Klettverschluss hat Luftzug so keine Chance. Hier hat das Modell im Vergleich zur testinternen Winterhandschuh-Konkurrenz die Nase vorne. Rh+ versieht den Handschuh darüber hinaus mit reflektierenden Elementen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, kleine Silikonnoppen an der Innenhand verhindern ein Abrutschen.

Alles in allem kann der Handschuh im Winterhandschuh-Rennen durch seine ausgezeichnete Passform absolut überzeugen – auch nach vielen Nutzungszyklen macht der Handschuh noch richtig Spaß, die Abnutzung hält sich in Grenzen. Bravo, Rh+!

Bester dünner Langfinger: Ziener Cornelis Touch

5 bis 15 Grad ist – je nach eigenem Kälteempfinden – der Temperatur-Einsatzbereich, den wir nach unseren recht zufriedenstellenden Tests auf einer mehrstündigen Rund im hügeligen Alpenvorland dem Ziener Cornelis Touch zuschreiben würden. Mit dem Cornelis hat Ziener einen sehr sauber und aufwändig gefertigten, leichten und elastischen Fahrradhandschuh für kühlere Tage in Frühling und Herbst im Sortiment. Der aufgerufene Preis von rund 29 Euro erscheint uns angesichts der tollen Verarbeitung sehr fair.

Bester dünner Langfinger
Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove
Test besten Fahrradhandschuhe: Ziener Cornelis Touch Long Bike Glove
Schön verarbeiteter, fair bepreister Langfinger-Handschuh für Frühling und kalte Sommertage.

Auf der Handoberseite kommt eine winddichte, atmungsaktive und wasserabweisende Windshield-Membran zum Einsatz. Die Handinnenflächen sind mit einer Vielzahl kleiner, dreieckiger Silikon-Applikationen versehen, die für einen überraschend guten Grip am Lenker sorgen und den Tragekomfort keineswegs negativ beeinflussen. Der Umfang des Handschuhs am Bündchen kann mit einem Klettverschluss eingestellt werden.

1 von 5
Fahrradhandschuhe Test: Ziener Cornelis
Die Ziener Cornelis Touch sind relativ dünn und perfekt für die Übergangszeiten geeignet.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener Cornelis
Ziener hat ihnen reflektierende Elemente verpasst, außerdem sind sie aus winddichtem Material hergestellt.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener Cornelis
Der Klettverschluss ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener Cornelis
Durch die Silikon-Applikationen haben die Handschuhe einen ausgezeichneten Griff.
Fahrradhandschuhe Test: Ziener Cornelis
Wie der Name schon sagt, sind die Cornelis Touch auf die Bedienung von Smartphones vorbereitet.

Wie der Zusatz »Touch« im Namen ahnen lässt, bestehen die äußersten Fingerspitzen an Daumen und Zeigefinger aus elektrisch leitendem Material, was die Bedienung eines Smartphones ermöglicht, ohne dass man hierzu die Handschuhe ausziehen müsste. Etwas enttäuschend hat uns jedoch der unpraktisch hohe Anpressdruck, der dazu erforderlich ist – vor allem bei noch trockener Hand. Aufgrund der guten Passform, dem hohen Tragekomfort, der sehr guten Griffigkeit und dem überschaubaren Preis verdient der Ziener Cornelis Touch aus unserer Sicht aber durchaus eine Kaufempfehlung.

Der Wärmste: Gore Wear Thermo Split

Wie genial ist der denn! Wenn man in den Gore Wear Thermo Split hineinschlüpft, kommt sich die Hand so vor, als würde sie auf Daunen gebettet. Dieser Hybrid-Handschuh – er ist halb Fäustling, halb Fingerhandschuh – bringt das Thema Isolation bei Winterhandschuhen auf ein neues Level.

Der Wärmste
Gore Wear Thermo Split
Test besten Fahrradhandschuhe: Gore Wear  Thermo Split
Sehr warmer, wind- und wasserabweisender Winter-Radhandschuh für die ganz kalten Tage.

Gore Wear hat diesem Handschuh so ziemlich alles an Handschuh-Technologie verpasst, was aktuell State of the Art ist. Gore-Tex Infinium sorgt für zuverlässig winddichte Eigenschaften – da zieht garantiert nichts. Durch die Silikonbesätze hat man mit dem Handschuh einen ausgezeichneten Grip. Das Primaloft-Futter sorgt für mollige Wärme. Allerdings ist der Handschuh durch sein Volumen nicht sonderlich präzise. Soll bedeuten, dass es Gore Wear bei der Konstruktion des Handschuhs primär um die Wärmeleistung und nicht unbedingt darum ging, dass man damit auch Stecknadeln sortieren kann. Möchte man also ein gutes Gefühl für den Fahrradlenker haben und/oder oft am Gepäck hantieren wollen, kommt vielleicht eher ein dünnerer Fingerhandschuh in Frage.

1 von 6
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Die Gore Thermo Split sind die wärmsten Handschuhe im Test.
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Ihre Füllung aus Primaloft sorgt für mollige Wärme.
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Auch hier ist ein "Wischfinger" an Bord, ebenso Silikon-Applikationen für einen besseren Halt.
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Die Gores kommen ohne Klettverschluss aus, was aber angesichts des clever konstruierten Bündchens nicht von Nachteil ist.
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Die Gore Tex Infinium-Technologie bietet besten Wetterschutz.
Fahrradhandschuhe Test: Gore Thermo Split
Der Smartphone-Finger in Nahaufnahme: Die Verarbeitung der Gore-Handschuhe weiß zu überzeugen.

Wir haben den Handschuh zugegebenermaßen einfach nur genossen. Endlich bei -5 Grad zum Bäcker radeln, ohne dass es an den Händen auch nur geringfügig kalt wird. Endlich bei schönem Winterwetter eine Trainingsrunde drehen, ohne dass einem die Griffel abfrieren. Überrascht hat uns der (nicht regulierbare) Bund aus Neopren, der den Handschuh erstaunlich gut abdichtet. Da können sich andere Hersteller etwas abschauen. Kommt einmal ein Regen- oder Schneeschauer – auch kein Problem. Die Nässe perlt an der Außenhaut des Handschuhs zuverlässig ab.

Geradezu perfekt eignet sich der Handschuh auch für Ganzjahresradler und Rennradler, die den Winter durchtrainieren. Klarer Vorteil gegenüber einem Fingerhandschuh: Kleiner Finger, Ringfinger und Mittelfinger können sich durch die Dreifinger-Konstruktion des Handschuhs gegenseitig wärmen, durch den separierten Zeigefinger ist die Schaltung dabei noch gut bedienbar. Winterbegeisterte Radfreunde werden im Gore Wear Thermo Split jedenfalls ihren neuen besten Handschuh-Freund finden!

Außerdem getestet

Roeckl Ravensburg

Mit dem Modell Ravensburg hat Roeckl eigens für den Wintereinsatz entwickelte Fahrradhandschuhe im Sortiment, die alleine schon durch ihre neongelbe Farbe auffallen und dadurch mehr Sicherheit bei nebligen Verhältnissen und in der Dunkelheit bieten, wofür auch die reflektierenden Flächen sorgen.

Der recht großzügig geschnittene Handschuh sitzt ansonsten ganz ausgezeichnet. Überragend ist die Kombination aus Strickbündchen und umgeschlauftem Klettverschluss. Einen so gut abschließenden Armabschluss hat sonst kein Handschuh im Test! Wären da nicht Kleinigkeiten wie die etwas wulstigen, unschön verarbeiteten Nähte – der Roeckl hätte in der Winterhandschuh-Wertung ganz oben mitgespielt.

Bei unserer Testfahrt, die bei etwa fünf Grad Plus stattfindet, kann der Roeckl Ravensburg indes voll überzeugen. Er lässt dank Gore-Tex Inifinium keinen lästigen Luftzug durch, hält angenehm warm – und ist zudem noch angenehm wasserdicht. Was den Einsatz unter wirklich harten Winterbedingungen angeht, bleiben da wahrlich kaum Wünsche offen. Für uns ein top Handschuh, speziell für Ganzjahresradler.

Rh+ Shark Evo Glove

Reinschlüpfen und sofort wohlfühlen. So erging es uns mit dem Modell Shark von Rh+. Die Passform der rund 50 Euro teuren Handschuhe ist ausgezeichnet – die italienische Firma hat eine geschickte Kombination aus Stretch-Materialien und festeren Materialien geschneidert.

Was die Materialstärke angeht, reiht sich der »Hai« ungefähr in der Mitte des Testfeldes ein. Er ist dicker als der getestete Alè MTB Glove, aber dünner als beispielsweise das Modell von Kyncilor. Somit fühlt er sich angenehm flexibel an, behindert nicht bei Lenkmanövern und lässt sich angenehm kompakt auch in kleinen Trikotaschen verpacken. Der mit Gelpolstern ausgestattete Handschuh hat uns alles in allem auch auf langen Touren in Sachen Komfort gut gefallen.

Schließlich nehmen wir den Shark sogar bei einer Bike&Hike-Tour mit, wo er einen reibungslosen Wechsel vom Rad- auf den Wandermodus ermöglichte, auch bei steilen, kräftezehrenden Anstiegen mit Wanderstöcken überzeugen konnte und schließlich noch mit ausgezeichneten Trocknungseigenschaften punktete. Ein echter Happy-Go-Lucky-Handschuh für mit einem großen Einsatzspektrum!

Grebarley Fahrradhandschuhe MTB

Die Fahrradhandschuhe mit dem etwas sperrigen Namen Grebarley gefallen auf Anhieb durch ihr weiches Strickmaterial. Es fasst sich sehr flexibel an – und trägt sich entsprechend komfortabel. Von der Materialstärke her reihen sich die Handschuhe im Testvergleich ungefähr in der Mitte ein. Im Test tragen wir sie an einem kühlen Oktobermorgen – wo sie für ausreichend Wärme sorgen, aber schnell an ihre Grenze kommen, was die Wärmeleistung angeht.

Die Innenhand ist angenehm gepolstert, der chinesische Hersteller scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Wir können die nicht einmal 14 Euro teuren, in unspektakulärem grau gehaltenen Fahrradhandschuhe daher durchaus für Gelegenheitsfahrer empfehlen. Was nämlich die Haltbarkeit angeht, sind wir hingegen etwas skeptisch, denn der Übergangsbereich von elastischem Strick zu steiferen Materialzonen stellt nicht selten eine Sollbruchstelle dar. Der Langzeittest wird zeigen, was der Handschuh zu leisten im Stande ist.

Cevapro Fahrradhandschuhe

Was für ein Tragegefühl! Die günstigen Cevapro Radhandschuhe – Preispunkt rund 20 Euro – haben uns verblüfft. Als wir sie an einem regnerischen Oktobertag das erste Mal anziehen, überzeugen die relativ dünnen Handschuhe sofort mit einem ausgezeichneten Tragekomfort. Sehr elastisch und eng anliegend schränken sie nicht ein, die Silikon-Applikationen an der Handinnenseite sorgen für einen festen Griff.

Auf unserer Testfahrt bei etwa 7 Grad Plus stoßen die Handschuhe aber bereits an ihre Grenzen. Kälter sollte es nicht werden! Außerdem fällt auf – die Fahrradhandschuhe sind nicht winddicht, hier pfeift es durch. Zwar nicht schlimm, aber bei kälteren Temperaturen doch deutlich spürbar.

Trotzdem: Im Testvergleich haben sie uns unter den Billig-Handschuhen sehr gut gefallen. Sie stechen Konkurrenzmodelle beim Tragekomfort souverän aus, da sie nicht so steif und angenehm flexibel sind – hier schlüpft man einfach gerne rein. Im Test landen sie daher erstaunlich weit vorne. Ein günstiger Handschuh für »wärmere« Temperaturen.

Ziener Donni GTX

Es ist Ende November, die Wolken hängen tief, die Temperatur wird sich auf der Radtour, die vor uns liegt, zwischen sechs Plusgraden und zwei Minusgraden bewegen. Perfekte Bedingungen, um den Ziener Donni GTX zu testen! Positiv fällt sofort der einfach bedienbare Klettverschluss auf, das Reinschlüpfen fällt leicht, auch die Isolationseigenschaften lassen nicht zu wünschen übrig. Auf unserer 85 km-Tour wird es uns nicht einmal kalt an den Fingern. Schön!

Nicht so schön finden wir die Tatsache, dass sich noch vor dem ersten Tragen die Silikonbeschichtung an den Fingern ablöst. Außerdem sucht man großflächige, reflektierende Applikationen vergeblich. Zwar ist der Donni GTX durch sein neongrün schön auffällig, wer aber viel im Dunkeln fährt, würde sich über etwas »Zusatzsicherheit« freuen, Auch eignen sich die Donnis nicht zum Bedienen von Smartphones – heutzutage zumindest bei Fingerhandschuhen fast schon ein No-Go. Wer ein Foto der Tour oder ein Selfie schießen will, muss die Donnis also zunächst ablegen.

Im Test haben es die Zieners schwer. Zwar sind sie im Netz für einen durchaus fairen Preis von rund 50 Euro zu haben, in der Winterhandschuhkonkurrenz müssen sie sich jedoch den Chibas geschlagen geben.

Chiba BioXCell Light Winter

Bei den Chiba Bio XCell Light Winter stellt sich uns schnell die Frage: Für welchen Temperaturbereich sind diese Handschuhe gemacht? Für richtig kalte Wintertage – soll heißen, Temperaturen unter der Nullgradgrenze – sind sie unserer Meinung nach zu dünn. Bei unserer Testfahrt, die bei etwa -2 Grad stattfindet, verschwinden sie schnell wieder in der Tasche und werden durch wärmere Modelle ersetzt. Zwar werden die Handschuhe als winddicht beschrieben, doch auch das können wir nicht unumwunden bestätigen.

Am nächsten Tag ziehen wir sie bei etwa 4 oder 5 Grad Plus an. Hier zeigen sie sich von ihrer besseren Seite – auch der Wind fällt bei dieser Temperatur nicht mehr ganz so ins Gewicht. Dass sie nicht weiter oben landen, hat den schlichten Grund, dass die Konkurrenz in dieser Produkt- und Preisklasse das etwas glücklichere Händchen für die Details hat. Außerdem erscheint uns der Preis von rund 40 Euro etwas zu hoch.

Alé Winter Glove

Der Alé Winter Glove ist neben dem Rh+ Softshell Glove der zweite reine Winterhandschuh eines namhaften Radausrüstungsherstellers im Test. Von Beginn an hat er es gegen die Rh+-Konkurrenz allerdings schwer. Er ist etwas weniger stark gefüttert und deckt damit einen nicht ganz so breiten Temperaturbereich ab. Zudem fällt leider auch hier ins Gewicht, dass Alé-Handschuhe offensichtlich etwas kleiner auszufallen scheinen. Es ziept an den Fingerspitzen. Erstaunlich ist, dass wir auch beim Alé Winter Glove wie bei den anderen Marken die Größe L testen – Alé sollte also gegebenenfalls seine Größenstaffelung ein wenig überarbeiten.

Auch wenn man von der Größenthematik absieht, zieht der Alé im Vergleich zum Rh+ den Kürzeren. Er hat kein Wischfrottee/leder, der labbrige Klettverschluss lässt sich schlechter bedienen als der etwas steifere am Rh+. Zudem hat er keinen separaten Neopren-Schaft bzw. Armbündchen, sondern wird aus größeren Textilstücken gefertigt. Die Folge: Der Handschuh schließt am Handgelenk schlechter ab. Kurzum: In diesem Fall ist die Konkurrenz zu gut, als dass für Alé etwas zu holen wäre. Immerhin wird er von einem Landsmann geschlagen – auch Rh+ ist ein Unternehmen aus Italien.

Alé MTB Handschuh

An einem bedeckten Sonntagnachmittag nehmen wir den Alé MTB Glove mit auf eine 45-Kilometer-Tour mit dem Rennrad. Die Fahrradhandschuhe tragen sich erstaunlich angenehm, sie schränken nicht ein und begeistern mit einer ausgezeichneten Taktilität und Flexibilität. Als wir allerdings versuchen, mit dem Handschuh unser Smartphone zu bedienen, sind wir etwas enttäuscht. Obwohl der Zeigefinger offenbar dafür vorgesehen ist, will die Bedienung des Smartphones nicht recht gelingen. Vielleicht muss das Material hier nochmal überarbeitet werden. Ansonsten fällt auf: Man sollte vermeiden, mit dem etwas filigraneren Material an der Spitze des Handschuhs den Klettverschluss zu berühren denn dieser zupft schnell Fäden aus den Fingerkuppen. Bereits nach wenigen Einsätzen sieht der Handschuh so etwas »gerupft« aus.

Die Alé MTB Gloves fallen zudem relativ kurz aus. Wir empfehlen, sie im Zweifel eine Größe größer zu kaufen – es wäre jedoch unfair, dies in die Bewertung einfließen zu lassen. Trotzdem: Der Sitz hat uns bei den Alé-Handschuhen nicht vollends überzeugt und der Grebarley macht im Segment der Übergangshandschuhe einen komfortableren, ja sogar etwas robusteren Eindruck. Somit bleibt dem Alé MTB Glove im Rahmen dieses Tests nur ein hinterer Platz.

Vaude Kuro Gloves II

Mit den Jahren hat Vaude ein ansehnliches Radbekleidungs-Produktportfolio auf die Beine gestellt. Speziell für Pendler hat das Unternehmen einiges zu bieten – wie die Kuro Gloves II. Die mit einem auffälligen Reflektorstreifen ausgestatteten Fahrradhandschuhe sind angenehm winddicht, allerdings nicht allzu dick. Ein Aha-Effekt beim Reinschlüpfen, wie wir ihn beispielsweise beim Gore Wear Thermo Split oder beim gleich teuren Chiba Bio XCell Warm Winter verspürt haben, bleibt ebenfalls aus.

Okay, Handschuhbündchen sind immer ein heikles Thema. Wir bevorzugen bei Winterhandschuhen ganz klar Modelle, die mit einem Klettverschluss ausgestattet sind. Beim Vaude fehlt ein solcher – und noch dazu schließt das Bündchen im Test schlecht ab, es »zieht wie Hechtsuppe«, wie man so schön sagt. Wenn man natürlich den Jackenärmel über die Stulpe des Handschuhs zieht, ist dieser Nachteil wieder vernachlässigbar, doch dieses »wenn« macht eben den feinen Unterschied zu durchdachteren Handschuhen aus.

Kurzum – da müssen die Produktentwickler nochmal ran. Gore Wear hat es zum Beispiel geschafft, ein Bündchen zu entwerfen, bei dem es bei weitem nicht so zieht – ohne dass man den Jackenärmel darüber knalleng tragen müsste. Sorry, Vaude – in diesem Fall landet der Kuro in der Winter-Wertung recht weit hinten.

Kyncilor Handschuhe schwarz

Oh, sind die schön flauschig! Das ist unser erster Eindruck, als wir die Kyncilor in die Hand nehmen. Ähnlich wie die Modelle von UPhitnis verfügt das Modell von Kyncilor über einen Reißverschluss am Handrücken, der den An- und Ausziehvorgang vereinfacht. Die Handschuhe fallen von der Größe her normal aus – etwas größer als beispielsweise die Modelle von Alé. Bei einer ersten kurzen Ausfahrt tragen sie sich zunächst recht angenehm. Ein Manko fällt jedoch bereits nach kurzer Fahrzeit auf. Am Bund schließt der Handschuh sehr schlecht ab – ein absolutes No-Go für einen Winter- bzw. Übergangszeiten-Handschuh! Man könnte ein Auge zudrücken, den Ärmel über den Handschuh ziehen und gut ist. Nachdem das aber oft nicht praktikabel ist und der Jackenärmel gerne vom Handschuh rutscht, nervt die »Lücke« gerade bei winterlich kalten Temperaturen schnell, da mag das Innenfutter noch so flauschig sein.

Daneben gleichen die Kyncilor in vielen Punkten den Fahrradhandschuhen von UPhitnis. Sie haben keine Polsterung an der Innenhand und kein Wischfrottee. Am Ende bleibt die Frage, für welchen Zweck die Handschuhe eigentlich genäht wurden – reine Rad-Winterhandschuhe sind sie jedenfalls nicht, eher Allroundhandschuhe, die fürs Wandern und Spazierengehen besser geeignet sind als fürs Radfahren.

Under Armour Field Player 2.0

Überraschung! Beim Under Armour Field Player 20 hat sich ein Modell unter die Fahrradhandschuh-Beststeller auf Amazon gemogelt, das hier nicht unbedingt etwas zu suchen hat. »Fußballhandschuh« liest man in der Beschreibung, und tatsächlich fasst sich der Field Player recht dünn und filigran an, die üblichen Fahrradhandschuh-Features wie Polsterungen am Handballen und Klettverschluss am Handgelenk sucht man vergeblich. Dafür trägt er sich geradezu federleicht – wir würden ihn sofort zum Laufen anziehen! Zum Radfahren ist er indes nur sehr bedingt geeignet, auch die größtenteils weiße Innenhand prädestiniert ihn nicht unbedingt zum Einsatz auf schwarzen Lenkergriffen.

Craft Siberian 2.0

Einer unserer ersten Winter-Fahrradhandschuhe war ein Craft, sozusagen ein Urahn des immerhin 60 Euro teuren Siberian 2.0. Die schwedische Firma – übrigens auch ein großer, traditionsreicher Funktionsunterwäsche-Ausstatter – war früh dran mit spezieller Winter-Fahrradbekleidung, und so sind wir gespannt, was uns erwartet.

Leider, leider scheint bei der Konstruktion des Siberian etwas schief gelaufen zu sein. Reinschlüpfen und wohl fühlen ist hier nicht. Normalerweise tragen wir Handschuhgröße 10/L. Der zunächst zugesendete Test-10er ist jedoch viel zu klein. Also tauschen wir den Handschuh in einen 11/XL um – und werden erneut enttäuscht. Die Finger sind zu eng geschnitten, es schnürt einem fast schon das Blut ab, das Abknicken der Finger beim Umgreifen des Lenkers fällt schwer – bei einem Winterhandschuh ein No Go. Wir geben dem Siberian, was Testfahrten angeht, zwar noch eine dritte und eine vierte Chance, aber es wird nicht besser. Randnotiz: »Wurstfinger« haben wir keine, daran kann es also nicht liegen!

Ein Handschuh, der zu eng ist, fällt in einem Handschuhtest leider raus, die Bewertung der anderen Features erübrigt sich somit. Zwar haben wir überlegt, ob der Sinn des zu engen Schnitts darin besteht, dass man den Craft Siberian 2.0 erst einmal »eintragen« muss, ehe er passt – wie bei einem Lederbergschuh. Das können uns dann aber doch nicht recht vorstellen. Kurzum: Der Craft hinterlässt uns etwas ratlos.

UPhitnis Winterhandschuhe B-Forest

Die chinesische Firma Shenzhen Weiyaka Technology vertreibt unter der Marke UPhitnis über Amazon so einiges – von Taucherbrillen bis hin zu Baseball Caps. Und natürlich die Sporthandschuhe »B-Forest« für die kältere Jahreszeit, die es heute zu testen gilt. Bis auf je zwei kleine rote Aufnäher kommen sie ganz in schwarz daher. Hergestellt aus dünnem, innen sehr angenehm mit Fleece bzw. Kunstfell beschichtetem Neopren. Die Oberfläche der Handinnenseite ist mit einer gummierten Netzstruktur zur Verbesserung der Griffigkeit versehen. Das Material der Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger erlaubt die Bedienung des Smartphones.

Verschlossen werden die B-Forest per Reißverschluss am Handrücken. Wir nehmen die Fahrradhandschuhe zunächst mit auf die Bike-Runde über unseren Hausberg. Es ist früh am Morgen, die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Die Handschuhe lassen sich einfach anziehen und mit dem Reißverschluss ebenso schnell und einfach verschließen. Die Passform ist angenehm, die Handschuhe haben keine störenden Nähte und für diese Temperaturen absolut ausreichende Isolationseigenschaften. Dank der Handinnenflächen-Beschichtung lässt der Halt an den Lenkergriffen nichts zu wünschen übrig. Gepolstert sind die Modelle allerdings nicht, wie die Kyncilor haben auch die UPhitnis zudem kein Wischfrottee.

Auf der Heimfahrt setzt leichter Nieselregen ein, die Hände bleiben trotzdem warm und trocken. Je nach Kälteempfinden empfiehlt es sich jedoch, bei deutlichen Minustemperaturen zu besser gefütterten Handschuhen zu greifen – leichte Minustemperaturen sind in unseren Augen aber problemlos drin. Eigentlich ein vorsichtig positives Gesamtfazit – wäre da nicht eine kleine Stelle, an der sich nach den ersten paar Fahrten die Gummierung an der Handinnenfläche löst. Das ist nach so kurzer Zeit ein No-Go, egal wie teuer oder günstig die Handschuhe auch sind!

So haben wir getestet

Alle 42 Fahrradhandschuhe wurden einem mehrmonatigen Allwetter-Test entsprechend ihres spezifischen Einsatzbereichs unterzogen. Die Testbedingungen reichten dabei von heißen Sommertagen auf dem Rennrad bis hin zu Mountainbike-Touren bei Minustemperaturen.

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Fahrradhandschuhe Test: Fahrradhandschuh Alle
Fahrradhandschuhe Test: Gesamt
Fahrradhandschuhe Test: Gesamt

Die Teststrecken bewegten sich im Längenbereich von 10 bis 100 Kilometer. Jeder Handschuh wurde mehrmals getestet, um einen umfassenden Testeindruck zu erhalten. Einige Fahrradhandschuhe wurden sogar bei Läufen, Bergtouren und Wanderungen eingesetzt.

Die wichtigsten Fragen

Wie groß sollte ein Fahrradhandschuh ausfallen?

Nicht zu groß und nicht zu klein. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass einige Hersteller US-Größen (S, M, L usw.) verwenden und andere die Größe nach Breite der Handfläche in Zentimeter angeben (z.B. 9, was einer US-L entspricht). Leider fallen die Handschuhe einzelner Hersteller etwas kleiner oder etwas größer aus. Große Ausreißer konnten wir im Test aber keine feststellen. Ist man nicht sicher, welche Größe benötigt wird, am besten zwei Größen bestellen.

Gel- oder Schaumstoffdämpfung – was ist besser?

Gelpolster in Radhandschuhen – das war Mitte der 90er-Jahre „the next big thing“. In der Zwischenzeit haben die Hersteller jedoch auch Schaumstoffpolster am Start, die den Gelpolstern in nichts nachstehen, was sich auch bei unseren Empfehlungen zeigt. Von daher unser Tipp: Hauptsache bequemer Sitz UND gepolstert, die Art der Polsterung ist sekundär. Außerdem hat der Test bewiesen: Besser ein gut gemachtes Schaumstoffpolster als ein schlecht gemachtes Gelpolster.

Welche Features sollte ein Radhandschuh haben?

Wischfläche zur Reinigung von Brille oder zum Abwischen des „Nasentröpferls“, funktionales Ausziehsystem, Polsterung und Klettverschluss. So einfach das klingt, so schwierig ist es – nicht alle Hersteller haben alles an Bord. Vor allem beim Ausziehsystem hakt es – im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Billighersteller setzen auf simple Ausziehlaschen, die schwer zu greifen sind. Der Ausziehvorgang mit den Laschen ist zudem umständlich. Besser sind Bändchen zwischen den Fingern oder gar „Täschchen“, in denen man mit den Fingerspitzen einhaken und die Kraft beim Ausziehen sehr definiert übertragen kann. Im Idealfall sind auch noch Reflektoren an Bord – mehr Sicherheit im Straßenverkehr ist nie falsch.

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 Test: Artboard

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