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Die besten Fahrradhandschuhe

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Fahrradhandschuhe Test: Gesamt
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 15 Fahrradhandschuhe getestet – vom kurzen, leichten Sommer-Rennradhandschuh bis zum winddichten Winterhandschuh. Gesamtsieger wurde der kurze, leichte und günstige Fahrradhandschuh von Avidda – doch entsprechend des breiten Einsatzspektrums von Fahrradhandschuhen haben wir auch noch zahlreiche andere getestet.

Sommerhandschuh, Winterhandschuh, Handschuh für die Übergangszeiten – auf dem Markt tummeln sich viele Fahrradhandschuhe zwischen rund 10 und 80 Euro. Wir haben 15 Handschuhe herausgepickt und genauer untersucht.

Dass billig nicht gleichzeitig unbequem heißen muss, beweist der Testsieger – doch auch die teuersten Modelle konnten überzeugen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Viel Handschuh für wenig Geld

Avidda Fahrradhandschuhe

Test : Avidda Fahrradhandschuhe
Für einen sehr günstigen Preis bieten die Aviddas einen hohen Tragekomfort, eine flexible, anschmiegsame Innenhand und stretchiges, reflektierendes Obermaterial.

Der Avidda ist die Überraschung im Test – für nur zehn Euro bietet der Handschuh alles, was man für kürzere Ausritte auf dem Fahrrad braucht. Er ist bequem, bietet durch seine großen reflektierenden Flächen ein hohes Maß an Sicherheit und trägt sich durch elastische Bauteile sehr angenehm. Die Polsterung mag zwar etwas wulstig wirken – trotzdem empfehlen wir den Avidda allen Sparfüchsen, die einen gut funktionierenden Handschuh für kürzere Fahrten bis circa 30 bis 50 Kilometer suchen.

Qualität hat ihren Preis

Q36.5 Unique

Fahrradhandschuhe Test: Handschuhe
So viel Geld für einen kurzen Handschuh sind schon eine Ansage. Dafür erhält man einen nahezu nahtlosen, vorgeformten Rennradhandschuh, der die Test-Konkurrenz beim Tragekomfort souverän abhängt.

Wow, was für ein Handschuh! Das Modell Unique des italienischen Herstellers Q36.5 ist ein Komfort-Überflieger. Der Handschuh kommt auf Innenfläche und Handrücken ohne Nähte aus, zudem hat die von Elastic Interface entwickelte Handfläche 3D-Form. Das italienische Unternehmen hat ziemlich viel Hirnschmalz in den Rennrad-Sommerhandschuh einfließen lassen, was man vom ersten Moment an merkt. Nie haben wir einen bequemeren fingerlosen Handschuh getragen. Das hat allerdings auch seinen Preis: 65 Euro sind kein Pappenstiel.

Günstiger Langfinger

Grebarley Fahrradhandschuhe MTB

Test : Grebarley Fahrradhandschuhe MTB
Günstiger, stretchiger und komfortabler Langfingerhandschuh aus Strickmaterial. Angenehmes Neopren-Material am Bund, großes Wisch-Frottee.

Bequemer Strick trifft auf günstigen Preis – so lässt sich der dünne Fingerhandschuh von Grebarley am besten beschreiben. Der angenehm dünne Handschuh lässt Feuchtigkeit schnell entweichen, ist sehr flexibel und perfekt für Ausfahrten bei kühlem, noch nicht zu kaltem Wetter. Die Bündchen aus Neopren-ähnlichem Material schließen schön ab, praktische Features wie ein großes Wisch-Frottee und ein Touchscreen-Zeigefinger runden die Ausstattung des nicht einmal 20 Euro teuren China-Handschuhs ab.

Schlechtwetter-Allrounder

Rh+ Shark Evo Glove

Test : rh+ Shark Evo Glove
Angenehm sitzender Allrounder mit langlebiger Verarbeitung, schönen technischen Features wie der Gelpolsterung und unkompliziertem Handling.

Der Rh+ Shark Evo ist ein Handschuh von der Sorte, in der man sich gleich wohlfühlt. Rh+ kombiniert eine tolle Verarbeitung mit weichem, atmungsaktivem und vergleichsweise dünnem Softshell-Material. Der Handschuh eignet sich damit perfekt für Radtouren in den Übergangszeiten. Dicker als der Grebarley und dünner als ein reiner Winterhandschuh, ist er angenehm winddicht, verfügt über eine tolle Taktilität und wärmt bis in den einstelligen Minusgrad-Bereich. Wer auf Nummer sicher gehen und einen langlebigen Allround-Handschuh erwerben möchte, kann hier getrost zugreifen.

Warmes Winterwunder

Rh+ Soft Shell Glove

Test : rh+ Soft Shell Glove
Sehr warmer, angenehm sitzender und schön verarbeiteter Winterhandschuh, der bis rund -5°C Grad angenehm warm hält.

Einen Doppelsieg in einem Test für eine Firma gibt es selten. Mit dem Rh+ Soft Shell Glove gibt es jedoch bei den Winterhandschuhen einen klaren Gewinner und die zweite Auszeichnung für den italienischen Hersteller Rh+. Der Handschuh überzeugt vom ersten Anziehen an mit einer ausgezeichneten Passform, Wärmeleistung und einem lang anhaltend hohen Tragekomfort. Er bietet der Hand genug Platz, schränkt nicht ein und hängt die Konkurrenz mit sinnvollen Features wie dem gut bedienbaren Klettverschluss ab. Der Handschuh ist eine gute Wahl für Winterradler, die einen zuverlässig wärmenden Begleiter suchen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Viel Handschuh für wenig GeldQualität hat ihren PreisGünstiger LangfingerSchlechtwetter-AllrounderWarmes Winterwunder
ModellAvidda FahrradhandschuheQ36.5 UniqueGrebarley Fahrradhandschuhe MTBRh+ Shark Evo GloveRh+ Soft Shell GloveBoildeg Fahrradhandschuhe HalbfingerMacciavelli Fahrradhandschuhe für MännerSouke Fahrradhandschuhe HalbfingerGripGrab ProGelAlé MTB HandschuhGonex FahrradhandschuheUnder Armour Field Player 2.0Alé Winter GloveKyncilor Handschuhe schwarzUPhitnis Winterhandschuhe B-Forest
Test : Avidda FahrradhandschuheFahrradhandschuhe Test: HandschuheTest : Grebarley Fahrradhandschuhe MTBTest : rh+ Shark Evo GloveTest : rh+ Soft Shell GloveTest : Boildeg Fahrradhandschuhe HalbfingerTest : Macciavelli Fahrradhandschuhe für MännerTest : Souke Fahrradhandschuhe HalbfingerTest : GripGrab ProGelFahrradhandschuhe Test: L17854018 Fango Nero Giallofluo Gd024Test : Gonex FahrradhandschuheTest : Under Armour Field Player 2.0Test : Alé Winter GloveTest : Kyncilor Handschuhe schwarzTest : UPhitnis Winterhandschuhe
Pro
  • Überragendes Preisleistungs-Verhältnis
  • Großflächige Reflektoren
  • Schöne, kleine Ausziehlaschen
  • Dezentes, vielseitig kombinierbares Design
  • Überragende Passform
  • Keine Nähte auf Grifffläche und Handrücken
  • Lang anhaltend hoher Tragekomfort
  • Fester Griff
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Toller Preis-Leistungsverhältnis
  • Robustes Material an der Innenhand
  • Dampfdurchlässiger Strick außen
  • Sehr flexibel
  • Hoher Tragekomfort
  • Angenehme Passform
  • Robuste, langlebige Verarbeitung
  • Gelpolster an der Innenhand
  • Tolle Wärmeleistung
  • Angenehme Passform
  • Neopren-Schaft
  • Gut bedienbarer Klettverschluss
  • Preis-Leistung okay
  • Gute Passform
  • Angenehme Atmungseigenschaften
  • Tolle Passform
  • Praktische Ausziehschlaufen
  • Wisch-Frottee
  • Gute Dämpfung
  • Saubere Verarbeitung
  • Schöne Verarbeitung
  • Komfortable Gelpolsterung
  • Magnetfunktion
  • Auffällige Reflekoren
  • Leicht und atmungsaktiv
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flexibler Verschluss
  • Silikonapplikationen
  • Sehr flexibles, elastisches Material
  • Gute Atmungseigenschaften
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr flexibel/stretchig
  • Hochgradig atmungsaktiv
  • Anziehschlaufe
  • Angenehme Wärmeleistung
  • Gelposleterung
  • Ansprechendes Design
  • Kuscheliges Innenfutter
  • Verarbeitung zufriedenstellend
  • Angenehmes Temperaturmanagement
  • Dünnes, komfortables Material
  • Schönes Innenfutter
Contra
  • Fragwürdige Lebensdauer
  • Etwas wulstige Polsterung
  • Hoher Preis
  • Fragwürdige Lebensdauer
  • Hoher Preis
  • Etwas voluminös
  • Etwas gewöhnungsbedürftiges Design
  • Zweifelhafte Verarbeitungsqualität
  • Fragwürdige Lebensdauer
  • Vergleichsweise viele Nähte
  • Filigrane Auszielaschen
  • Kein Wischfrottee
  • Klettverschluss zieht Fäden an der Handschuhspitze
  • Enge Passform
  • Fragwürdige Verarbeitung
  • Eigentlich für Fußball konstruiert
  • Schmutzanfällige Innenhand
  • Keine Polsterung
  • Etwas labbrige Klett-Konstruktion am Handgelenk
  • Enge Passform
  • Unangenehmer Luftzug am Bund
  • Keine Polsterung
  • Kein Wischfrottee
  • Fragwürdige RV-Qualität
  • Beschichtung an der Innenhand löst sich
  • Keine Polsterung
  • Kein Wischfrottee
Bester Preis
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Kurze Handschuhtheorie: Von Gelpads und Wisch-Frottee

Um die Handschuhe am Handgelenk verschließen, fixieren und unangenehmen Luftzug verhindern zu können, kommen Klett- und Reißverschlüsse zum Einsatz. Einige Modelle haben auch nur einen Stretch-Bund. Am besten funktioniert in unseren Augen ein Klettverschluss wie ihn die meisten Hersteller verwenden. Er lässt sich je nach Wunsch etwas fester verschließen und erlaubt ein gewisses Maß an Flexibilität. Besteht er nicht nur aus weichem Textil, sondern ist mit härteren Gummielementen versehen, lässt er sich besser greifen.

Gel-Polster an der Handinnenfläche werden von einigen, aber längst nicht von allen Herstellern eingesetzt. Die meisten setzen aus Kostengründen auf Schaumstoffpolster, so auch im Test. Nachteil: Schaumstoff behält seine dämpfenden Materialeigenschaften speziell bei günstigeren Modellen nur selten über einen längeren Zeitraum, Gelpolster überzeugen über eine langanhaltend homogene Dämpfung.

Gel-Polster sind besser als Schaumstoff

Selfie auf dem Rad trotz langen Handschuhen? Kein Problem! Viele Hersteller versehen ihre Fingerhandschuhe mit Touchscreen-tauglichen Einnähern – meist am Zeigefinger. Das Wisch-Material funktioniert mal besser und mal schlechter, in den meisten Fällen ließ sich unser Smartphone im Test jedoch ganz gut bedienen. Die Touchscreen-Tauglichkeit ist in den letzten Jahren durchaus zu einem Kaufargument geworden.

Radfahrern läuft häufig die Nase. Taschentuch raus, Nase putzen, fertig – so geht die etwas hygienischere Variante. Wer allerdings fast jeden Tag auf dem Rad sitzt, wird für das Abwischen des »Nasentröpferls« nicht jedes Mal ein Taschentuch aus der Tasche ziehen wollen – Radprofis können ein Lied davon singen. Hier kommt das bei den meisten Handschuhen verbaute Wisch-Frottee an der Seite des Daumens zur Geltung, das schnelle Abhilfe bei tropfender Nase erlaubt.

Natürlich kann man es auch zum Abwischen beschlagener Brillengläser verwenden – je nachdem, was einen mehr plagt. Hat man mehrere Handschuhpaare, kann man die verunreinigten Handschuhe nach den Fahrradtouren in die Wäsche geben – von mangelnder Hygiene kann also keine Rede sein.

Fahrradhandschuhe Test: Gesamt
15 Paar Fahrradhandschuhe im Test 11/2020 – die Entscheidung war nicht immer einfach, am Ende haben sich aber ein klarer Testsieger und mehrere Tipps herauskristallisiert.

So haben wir getestet

Alle 15 Handschuhe wurden einem mehrmonatigen Allwetter-Test entsprechend ihres spezifischen Einsatzbereichs unterzogen. Die Testbedingungen reichten dabei von heißen Sommertagen auf dem Rennrad bis hin zu Mountainbike-Touren bei Minustemperaturen. Die Teststrecken bewegten sich im Längenbereich von 10 bis 100 Kilometer. Jeder Handschuh wurde mehrmals getestet, um einen umfassenden Testeindruck zu erhalten. Einige Handschuhe wurden sogar bei Läufen, Bergtouren und Wanderungen eingesetzt.

Fahrradhandschuhe Test: Avidda

Testsieger: Avidda Fahrradhandschuh

Zehn Euro für einen Radhandschuh? Der niedrige Preis des in allen Regenbogenfarben schimmernden Avidda stimmt uns zunächst einmal skeptisch. Kann so günstig auch gut sein? Einmal angezogen, machen die Handschuhe jedoch sofort Spaß. Das moderne Design mit den rechtwinkligen Polstern gefällt, auch vom Komfort her kann der Handschuh auf Anhieb überzeugen.

Auf dem bei Amazon unter dem Namen Avidda erhältlichen Handschuh prangt zwar ein schwer entzifferbarer Schriftzug, der eine andere Marke zeigt – das zieht den Testsieg jedoch nicht in Zweifel!

Viel Handschuh für wenig Geld

Avidda Fahrradhandschuhe

Test : Avidda Fahrradhandschuhe
Für einen sehr günstigen Preis bieten die Aviddas einen hohen Tragekomfort, eine flexible, anschmiegsame Innenhand und stretchiges, reflektierendes Obermaterial.

Im Test nehmen wir den Handschuh auf dem Tourenrad mit auf eine 20-Kilometer-Runde durch den Landkreis. Was uns insbesondere gefällt, ist das unkomplizierte Handling. Der Klettverschluss funktioniert zufriedenstellend, dazu punktet der Handschuh mit schön vernähten Ausziehlaschen, die einen langlebigeren Eindruck machen als die bei vielen anderen Modellen vernähten Schlaufen, die ab und zu dazu neigen, nach mehreren Nutzungszyklen abzureissen.

Avidda hat zudem zwischen Handfläche und Fingerballen eine Stretchzone eingenäht. So passt sich der Handschuh, der in verschiedenen Größen erhältlich ist, zusätzlich der Handgröße an.

Was den Avidda markant von der Masse abhebt, ist indes seine große Reflektionsfläche. Der gesamte Handrücken reflektiert – das bietet kein anderer Handschuh im Test. Insgesamt bringt das Modell ein gewisses Maß an Eleganz mit. Für diesen günstigen Preis sieht er jedenfalls optisch ansprechender aus als viele teurere Handschuhe.

Auch was das Anziehen angeht, haben die Konstrukteure mitgedacht – bei Fahrradhandschuhen eher eine Seltenheit. Am Bündchen ist eine praktische Anziehlasche angebracht. Bleibt ehrlicherweise die Frage, wie lange die günstigen Aviddas durchhalten. Zur Qualität kann man schließlich erst nach 200 bis 300 gefahrenen Kilometern etwas sagen. Wir werden die Handschuhe genauer im Blick behalten und im Falle des Falles negative Test-Eindrücke hier nachtragen.

Alternativen

Zwar bietet unser Testsieger das beste Preis-Leistungsverhältnis im Gesamttest – aber auch weitere Modelle sind für andere Einsatzbereiche interessant. Wir haben noch weitere Empfehlungen, die wärmer sind, einen noch höheren Tragekomfort und/oder eine noch bessere Haltbarkeit aufweisen.

Qualität hat ihren Preis

Q36.5 Unique

Fahrradhandschuhe Test: Handschuhe
So viel Geld für einen kurzen Handschuh sind schon eine Ansage. Dafür erhält man einen nahezu nahtlosen, vorgeformten Rennradhandschuh, der die Test-Konkurrenz beim Tragekomfort souverän abhängt.

Die Q36,5 Summer Glove Unique Handschuhe waren ausgesprochene Nachzügler im Test – und haben uns überrascht. Zum einen, was den Preis angeht – sie kosten zwischen 65 und 90 Euro. Zum anderen, was den Tragekomfort angeht – die Handschuhe sind mit Abstand die bequemsten fingerlosen Modelle im Test. Das liegt primär an ihrer Nahtfreiheit, was gleichzeitig das primäre Kaufargument ist.

«The first thee-dimensional, seamless and elastic palm for cycling gloves” schreibt der Entwickler und Hersteller der 3D-Handinnenfläche, das italienische Unternehmen Elastic Interface, über den Handschuh – und diese Dreidimensionalität merkt man auch. Der Handschuh schmiegt sich der Hand an, da reibt und zwickt nichts. Er sitzt schlichtweg wie eine zweite Haut.

Auf unserer 100-Kilometer-Testrunde begeistern die Handschuhe mit einem beeindruckenden Tragekomfort, die Handschuhe tragen sich nahezu »schwerelos«. Die Belüftung über das großflächige Mesh auf dem Handrücken ist beeindruckend. Großflächige Reflektoren an den Seiten sorgen für ein hohes Maß an Sichtbarkeit. Ob einem der Handschuh 65 Euro wert ist, bleibt dahingestellt. Radfahrer, die bereit sind, die hohe Summer zu investieren, bekommen jedoch einen Handschuh, der in Sachen Tragekomfort alle anderen Handschuhe im Test in den Schatten stellt.

Günstiger Langfinger

Grebarley Fahrradhandschuhe MTB

Test : Grebarley Fahrradhandschuhe MTB
Günstiger, stretchiger und komfortabler Langfingerhandschuh aus Strickmaterial. Angenehmes Neopren-Material am Bund, großes Wisch-Frottee.

Die Handschuhe mit dem etwas sperrigen Namen Grebarley gefallen auf Anhieb durch ihr weiches Strickmaterial. Es fasst sich sehr flexibel an – und trägt sich entsprechend komfortabel.

Von der Materialstärke her reihen sich die Handschuhe im Testvergleich ungefähr in der Mitte ein. Im Test tragen wir sie an einem kühlen Oktobermorgen – wo sie für ausreichend Wärme sorgen, aber schnell an ihre Grenze kommen, was die Wärmeleistung angeht.

Die Innenhand ist angenehm gepolstert, der chinesische Hersteller scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Wir können die nicht einmal 14 Euro teuren, in unspektakulärem grau gehaltenen Handschuhe daher durchaus für Gelegenheitsfahrer empfehlen. Was nämlich die Haltbarkeit angeht, sind wir hingegen etwas skeptisch, denn der Übergangsbereich von elastischem Strick zu steiferen Materialzonen stellt nicht selten eine Sollbruchstelle dar. Der Langzeittest wird zeigen, was der Handschuh zu leisten im Stande ist.

Schlechtwetter-Allrounder

Rh+ Shark Evo Glove

Test : rh+ Shark Evo Glove
Angenehm sitzender Allrounder mit langlebiger Verarbeitung, schönen technischen Features wie der Gelpolsterung und unkompliziertem Handling.

Reinschlüpfen und sofort wohlfühlen. So erging es uns mit dem Modell Shark von Rh+. Die Passform der rund 50 Euro teuren Handschuhe ist ausgezeichnet – die italienische Firma hat eine geschickte Kombination aus Stretch-Materialien und festeren Materialien geschneidert.

Was die Materialstärke angeht, reiht sich der »Hai« ungefähr in der Mitte des Testfeldes ein. Er ist dicker als der getestete Alè MTB Glove, aber dünner als beispielsweise das Modell von Kyncilor. Somit fühlt er sich angenehm flexibel an, behindert nicht bei Lenkmanövern und lässt sich angenehm kompakt auch in kleinen Trikotaschen verpacken. Der mit Gelpolstern ausgestattete Handschuh hat uns alles in allem auch auf langen Touren in Sachen Komfort gut gefallen.

Schließlich nehmen wir den Shark sogar bei einer Bike&Hike-Tour mit, wo er einen reibungslosen Wechsel vom Rad- auf den Wandermodus ermöglichte, auch bei steilen, kräftezehrenden Anstiegen mit Wanderstöcken überzeugen konnte und schließlich noch mit ausgezeichneten Trocknungseigenschaften punktete. Ein echter Happy-Go-Lucky-Handschuh für mit einem großen Einsatzspektrum!

Warmes Winterwunder

Rh+ Soft Shell Glove

Test : rh+ Soft Shell Glove
Sehr warmer, angenehm sitzender und schön verarbeiteter Winterhandschuh, der bis rund -5°C Grad angenehm warm hält.

Der Rh+ Soft Shell Glove hat uns während der kältesten Test-Tage voll überzeugt. Das liegt in erster Linie an der Passform. Gerne hätten wir einem anderen Winterhandschuh-Hersteller wie Kyncilor oder Alé einen Kauftipp verliehen, die Konkurrenz kann dem Rh+ jedoch nicht das Wasser reichen. Auch hier lautet nämlich die Devise: Reinschlüpfen und wohlfühlen!

Was die Wärmeleistung angeht, ist man mit dem Rh+ Soft Shell Glove bis etwa minus sieben Grad recht komfortabel unterwegs. Gut gefallen hat uns auch die etwas steifere Klettverschlusslasche, die die Bedienung vereinfacht. Auch von der Positionierung der Polster an der Handinnenfläche her hat uns der Handschuh überzeugt. Wie bei einem Winterhandschuh nicht weiter ungewöhnlich, ist das Futter beim Rh+ Soft Shell Glove etwas dicker – das führt zu einem etwas »wulstigen« Fahrgefühl. Behält man aber im Hinterkopf, dass man es mit einem waschechten Winterhandschuh zu tun hat, ein vernachlässigbarer Nachteil.

Besonders gut hat uns der neoprenartige Armabschluss gefallen. Er schmiegt sich dem Handgelenk förmlich an, zusammen mit dem Klettverschluss hat Luftzug so keine Chance. Hier hat das Modell erneut im Vergleich zur testinternen Winterhandschuh-Konkurrenz die Nase vorne. Rh+ versieht den Handschuh darüber hinaus mit reflektierenden Elementen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, kleine Silikonnoppen an der Innenhand verhindern ein Abrutschen. Alles in allem kann der Handschuh das Winterhandschuh-Rennen jedoch durch seine ausgezeichnete Passform für sich entscheid. Bravo, Rh+!

Außerdem getestet

Boildeg Fahrradhandschuhe Halbfinger

Der Handschuh mit dem wohl seltsamsten Namen in Testfeld (soll Boildeg »gekochtes Ei« heißen?) fällt durch ein wenig ansprechendes Design auf. Der Print soll offensichtlich an ein Skelett erinnern – das passt vielleicht zu Halloween oder zu Handschuhen für den Einsatz im Dirtpark, für kurze Radhandschuhe, die man vielleicht auch auf dem Rennrad nutzt, wirkt das Gekrakel etwas fehl am Platz. Wir wollen aber nicht zu kritisch sein – schließlich ist ja Design nicht alles und über Geschmack lässt sich streiten. Was den Tragekomfort angeht, können die Handschuhe punkten. Durch die weiche Konstruktion passen sie sich der Hand auf angenehme Weise an.

Leider zeigt sich jedoch schon nach einer einzigen Tour, dass das Obermaterial nicht sonderlich robust ist – hier und da zeigen sich kleine Reibestellen, an denen das Material Fäden lässt. Schön ist wiederum, dass die Handschuhe über Ausziehschlaufen verfügen – so kann man sie mit wenigen Handgriffen ausziehen. Alles in allem reiht sich das Modell »zwischendrin« ein. Um oben mitspielen zu können, fehlt den Handschuhen das gewisse Etwas und die Materialqualität.

Macciavelli Fahrradhandschuhe für Männer

Die kurzen Fahrradhandschuhe von Macciavelli sind günstig, bequem und in der Gestaltung angenehm dezent. Damit reichen sie für die meisten sommerlichen Einsatzszenarien aus. Sie sind mit Schaumstoffpolstern angenehm gedämpft, das Material macht einen vergleichsweise verlässlichen Eindruck. Somit sind sie die perfekte Wahl für Gelegenheitsradfahrer, die nicht zu viel Geld ausgeben und dafür einen komfortablen Handschuh erwerben wollen. Eines fällt sofort auf – der Maccivalli gleicht von der Konstruktion her dem Boildeg wie ein Ei dem anderen. Zwar ist das Design unterschiedlich, er scheint jedoch in der gleichen Firma geschneidert worden zu sein.

Der kurze Handschuh tut, was er soll, ist zwar relativ eng geschnitten, dafür aber angenehm elastisch und gut gepolstert. Für einen geringen Preis von rund 15 Euro bietet das Modell ein im Vergleich zu anderen kurzen Handschuhen recht ansprechendes Design. Hier hat Macciavelli (für alle Politikwissenschaftler: der Name wird übrigens tatsächlich falsch geschrieben) gegenüber anderen Billigheimern die Nase vorn. Besonders gut gefällt die Ausziehfunktion in Form zweier Schlaufen – die machen auf den ersten Blick einen ebenfalls recht langlebigen Eindruck. Die aus einem Stück gefertigte Kunstleder-Innenhand ist weich, flexibel und anschmiegsam. Der chinesische Hersteller hat dem Handschuh darüber hinaus ein großes Wischfrottee verpasst. Sollte die Nase also einmal laufen – kein Problem. Bei der Testausfahrt fällt der Handschuh dadurch auf, dass er kaum auffällt – und das ist gut so. Doch wie wir beim Boildeg schon sagten: Um oben mitspielen zu können, fehlt auch dem Macciavelli das gewisse Etwas.

Souke Fahrradhandschuhe Halbfinger

Der optisch für unseren Geschmack recht ansprechenden Souke Multisport Glove ist bei Amazon für knapp 16 Euro neben Blau auch in Rot, Neon, Weiß und ganz Schwarz bestellbar – große Auswahl! Die Handinnenflächen bestehen aus einem lederähnlichen, griffigen Material und sind an den neuralgischen Ballenbereichen mit Schaumstoffeinlagen gepolstert. Eine Perforierung im Bereich der Handinnenfläche und an den Fingern sorgt für ein wenig Belüftung. Der Handrücken besteht größtenteils aus leichtem, gut lüftendem Mesh, der Daumenrücken bietet mit seinem saugfähigen Mikrofasermaterial die Möglichkeit der Schweißaufnahme, ein klassischer Klettverschluss fixiert die Handschuhe.

Die Verarbeitung ist ansprechend und in unseren Augen sorgfältig ausgeführt. Das Anziehen wird durch eine kleine, gummierte Grifflasche erleichtert. Auch hier wird das Ausziehen der Handschuhe durch je zwei kurze Bändchen zwischen Zeige- und Mittelfinger beziehungsweise Ring- und kleinem Finger enorm erleichtert. Die Handschuhe sitzen gut, auf den ersten Blick können wir keine störenden Nähte feststellen. Auf der ersten etwas länger ausfallenden Testfahrt mit dem Bergrad durch die bayerischen Voralpen zeigt sich, dass die fünf unterschiedlich geformten Schaumstoffpolster gut platziert sind und mit ihren fünf Millimetern Stärke sehr gute Arbeit leisten. Unser Fazit: Ein günstiger, gut dämpfender und sauber verarbeiteter Kurzfinger-Fahrradhandschuh mit ein paar hilfreichen kleinen Gimmicks. Wäre die Kurzfinger-Konkurrenz nicht etwas durchdachter, der Souke hätte eine Chance verdient!

GripGrab ist einer der alten Hasen im Fahrradhandschuh-Geschäft – oder zumindest eine der etablierten Firmen, denn auf dem deutschen »Ausrüstungs-Radar« tauchte die Marke erst vor ein paar Jahren auf. So sind wir gespannt, was der GripGrab Progel so auf dem Kasten – oder besser gesagt, unter dem Gel-Polster hat. Rein optisch unterscheiden sich die dänischen Handschuhe, die immerhin etwas mehr als 25 Euro kosten, kaum von der günstigen Konkurrenz. Die Unterschiede liegen wie so oft im Detail. Lassen sich andere Handschuhe nur schwer miteinander verknüpfen, wenn man sie verstauen will, sind in beide GripGrabs Magnete integriert, mit denen sich die Handschuhe schnell verbinden lassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen kurzen Handschuhen haben die GripGrabs keine Anziehschlaufen – zwischen Ring- und Mittelfinger befinden sich vielmehr »Schwimmhäute«, mit denen sich die Handschuhe leichter ausziehen lassen. In der Praxis funktioniert das jedoch nicht ganz so gut wie mit den Schlaufen – und nur wenige Dinge sind beim Handling von kurzen Fahrradhandschuhen ärgerlicher als wenn man beim Ausziehen längere Zeit herumfummeln muss, ehe es funktioniert. Auch ist kein Wischfrottee mit an Bord und es wird nicht ganz klar, warum man im Vergleich zum Testsieger rund 15 Euro mehr für den GripGrab ausgeben sollte. Auch wenn die GripGrabs schön bequem sind, bleibt ihnen somit nur ein Platz auf den Rängen.

An einem bedeckten Sonntagnachmittag nehmen wir den Alé MTB Glove mit auf eine 45-Kilometer-Tour mit dem Rennrad. Die Handschuhe tragen sich erstaunlich angenehm, sie schränken nicht ein und begeistern mit einer ausgezeichneten Taktilität und Flexibilität. Als wir allerdings versuchen, mit dem Handschuh unser Smartphone zu bedienen, sind wir etwas enttäuscht. Obwohl der Zeigefinger offenbar dafür vorgesehen ist, will die Bedienung des Smartphones nicht recht gelingen. Vielleicht muss das Material hier nochmal überarbeitet werden. Ansonsten fällt auf: Man sollte vermeiden, mit dem etwas filigraneren Material an der Spitze des Handschuhs den Klettverschluss zu berühren denn dieser zupft schnell Fäden aus den Fingerkuppen. Bereits nach wenigen Einsätzen sieht der Handschuh so etwas »gerupft« aus.

Die Alé MTB Gloves fallen zudem relativ kurz aus. Wir empfehlen, sie im Zweifel eine Größe größer zu kaufen – es wäre jedoch unfair, dies in die Bewertung einfließen zu lassen. Trotzdem: Der Sitz hat uns bei den Alé-Handschuhen nicht vollends überzeugt und der Grebarley macht im Segment der Übergangshandschuhe einen komfortableren, ja sogar etwas robusteren Eindruck. Somit bleibt dem Alé MTB Glove im Rahmen dieses Tests nur ein hinterer Platz.

Gonex Fahrradhandschuhe

Beim Auspacken sind wir von den Gonex – Fingerhandschuhen nicht sonderlich angetan. Sie wirken schlichtweg billig, das Material zu filigran und die Farbgebung etwas unglücklich. Wenig später werden wir jedoch eines Besseren belehrt. Einmal angezogen, fühlen sich die China-Handschuh nämlich recht angenehm an. Die Polsterung ist korrekt positioniert, das dünne Material lässt Feuchtigkeit schnell entweichen und ist angenehm stretchig. Wir erlauben uns, den Gonex nicht nur beim Radfahren einzusetzen, sondern auch bei einem Morgenlauf über zehn Kilometer. Hier überzeugt der Handschuh mit einer tollen Flexibilität und einem angenehmen Atmungsverhalten. Wie bei einigen anderen Handschuhen im Test wird in der Kürze der Zeit nicht ganz klar, wie lange die recht filigran wirkenden Nähte des Gonex halten – wir werden das über einen längeren Zeitraum untersuchen.

Trotzdem bleibt uns am Ende nur zu sagen: Wäre der Grebarley mit seinem Strickmaterial nicht so ein Handschmeichler, der Gonex hätte eine Auszeichnung verdient – erst recht angesichts seines beeindruckenden Preis-Leistungs-Verhältnisses!

Under Armour Field Player 2.0

Überraschung! Beim Under Armour Field Player 20 hat sich ein Modell unter die Fahrradhandschuh-Beststeller auf Amazon gemogelt, das hier nicht unbedingt etwas zu suchen hat. »Fußballhandschuh« liest man in der Beschreibung, und tatsächlich fasst sich der Field Player recht dünn und filigran an, die üblichen Fahrradhandschuh-Features wie Polsterungen am Handballen und Klettverschluss am Handgelenk sucht man vergeblich. Dafür trägt er sich geradezu federleicht – wir würden ihn sofort zum Laufen anziehen! Zum Radfahren ist er indes nur sehr bedingt geeignet, auch die größtenteils weiße Innenhand prädestiniert ihn nicht unbedingt zum Einsatz auf schwarzen Lenkergriffen.

Der Alé Winter Glove ist neben dem Rh+ Softshell Glove der zweite reine Winterhandschuh eines namhaften Radausrüstungsherstellers im Test. Von Beginn an hat er es gegen die Rh+-Konkurrenz allerdings schwer. Er ist etwas weniger stark gefüttert und deckt damit einen nicht ganz so breiten Temperaturbereich ab. Zudem fällt leider auch hier ins Gewicht, dass Alé-Handschuhe offensichtlich etwas kleiner auszufallen scheinen. Es ziept an den Fingerspitzen. Erstaunlich ist, dass wir auch beim Alé Winter Glove wie bei den anderen Marken die Größe L testen – Alé sollte also gegebenenfalls seine Größenstaffelung ein wenig überarbeiten.

Auch wenn man von der Größenthematik absieht, zieht der Alé im Vergleich zum Rh+ den Kürzeren. Er hat kein Wischfrottee/leder, der labbrige Klettverschluss lässt sich schlechter bedienen als der etwas steifere am Rh+. Zudem hat er keinen separaten Neopren-Schaft bzw. Armbündchen, sondern wird aus größeren Textilstücken gefertigt. Die Folge: Der Handschuh schließt am Handgelenk schlechter ab. Kurzum: In diesem Fall ist die Konkurrenz zu gut, als dass für Alé etwas zu holen wäre. Immerhin wird er von einem Landsmann geschlagen – auch Rh+ ist ein Unternehmen aus Italien.

Kyncilor Handschuhe schwarz

Oh, sind die schön flauschig! Das ist unser erster Eindruck, als wir die Kyncilor in die Hand nehmen. Ähnlich wie die Modelle von UPhitnis verfügt das Modell von Kyncilor über einen Reißverschluss am Handrücken, der den An- und Ausziehvorgang vereinfacht. Die Handschuhe fallen von der Größe her normal aus – etwas größer als beispielsweise die Modelle von Alé. Bei einer ersten kurzen Ausfahrt tragen sie sich zunächst recht angenehm. Ein Manko fällt jedoch bereits nach kurzer Fahrzeit auf. Am Bund schließt der Handschuh sehr schlecht ab – ein absolutes No-Go für einen Winter- bzw. Übergangszeiten-Handschuh! Man könnte ein Auge zudrücken, den Ärmel über den Handschuh ziehen und gut ist. Nachdem das aber oft nicht praktikabel ist und der Jackenärmel gerne vom Handschuh rutscht, nervt die »Lücke« gerade bei winterlich kalten Temperaturen schnell, da mag das Innenfutter noch so flauschig sein.

Daneben gleichen die Kyncilor in vielen Punkten den Handschuhen von UPhitnis. Sie haben keine Polsterung an der Innenhand und kein Wischfrottee. Am Ende bleibt die Frage, für welchen Zweck die Handschuhe eigentlich genäht wurden – reine Rad-Winterhandschuhe sind sie jedenfalls nicht, eher Allroundhandschuhe, die fürs Wandern und Spazierengehen besser geeignet sind als fürs Radfahren.

UPhitnis Winterhandschuhe B-Forest

Die chinesische Firma Shenzhen Weiyaka Technology vertreibt unter der Marke  UPhitnis über Amazon so einiges – von Taucherbrillen bis hin zu Baseball Caps. Und natürlich die Sporthandschuhe »B-Forest« für die kältere Jahreszeit, die es heute zu testen gilt. Bis auf je zwei kleine rote Aufnäher kommen sie ganz in schwarz daher. Hergestellt aus dünnem, innen sehr angenehm mit Fleece bzw. Kunstfell beschichtetem Neopren. Die Oberfläche der Handinnenseite ist mit einer gummierten Netzstruktur zur Verbesserung der Griffigkeit versehen. Das
Material der Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger erlaubt die Bedienung des Smartphones.

Verschlossen werden die B-Forest per Reißverschluss am Handrücken. Wir nehmen die Handschuhe zunächst mit auf die Bike-Runde über unseren Hausberg. Es ist früh am Morgen, die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Die Handschuhe lassen sich einfach anziehen und mit dem Reißverschluss ebenso schnell und einfach verschließen. Die Passform ist angenehm, die Handschuhe haben keine störenden Nähte und für diese Temperaturen absolut ausreichende Isolationseigenschaften. Dank der Handinnenflächen-Beschichtung lässt der Halt an den Lenkergriffen nichts zu wünschen übrig. Gepolstert sind die Modelle allerdings nicht, wie die Kyncilor haben auch die UPhitnis zudem kein Wischfrottee.

Auf der Heimfahrt setzt leichter Nieselregen ein, die Hände bleiben trotzdem warm und trocken. Je nach Kälteempfinden empfiehlt es sich jedoch, bei deutlichen Minustemperaturen zu besser gefütterten Handschuhen zu greifen – leichte Minustemperaturen sind in unseren Augen aber problemlos drin. Eigentlich ein vorsichtig positives Gesamtfazit – wäre da nicht eine kleine Stelle, an der sich nach den ersten paar Fahrten die Gummierung an der Handinnenfläche löst. Das ist nach so kurzer Zeit ein No-Go, egal wie teuer oder günstig die Handschuhe auch sind!

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