Die besten In-Ear-Kopfhörer

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Um für Sie die besten In-Ear-Kopfhörer zu finden, haben wir über 50 aktuelle In-Ear-Kopfhörer mit Preisen zwischen 10 und 160 Euro von drei erfahrenen Testern probehören lassen und in fünf Preisklassen die jeweils besten gekürt. Wichtigste Erkenntnis: Der richtige Sitz der Hörer im Ohr hat größere Auswirkungen auf die Klangqualität als Preis und Qualität der Kopfhörer.

Update 19. Oktober 2018

Wir haben unsere Empfehlungen überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

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29. August 2018

Fünf neue Hörer aus drei Preisklassen konnten wir dem Test hinzufügen. Der Klim Fusion ist bei weitem der günstigste, der 1More E1010 und der Westone W10 liegen mit um die 200 Euro etwa beim 10-fachen, die Westone W20 und W30 nochmal deutlich darüber.

4. Juni 2018

Wir haben drei In-Ears ohne Mikrofon in den Test aufgenommen, einmal den Westone UM1 für knapp 100 Euro sowie den Etymotic ER3SE und seinen Bruder den Etymotic ER3XR, beide für den stolzen Preis von über 200 Euro mit jeweils anderer klanglicher Abstimmung.

2. Juni 2017

Wir haben noch einmal 11 weitere In-Ears probegehört. Diesmal waren günstige an der Reihe. Bei den Modellen für unter 15 Euro konnte lediglich der Hörer von Toplus überzeugen.

Außerdem haben wir In-Ears von Apple, BlitzWolf und Sony in der Kategorie bis rund 30 Euro ergänzt.

7. April 2017

Ein Großteil der von uns ursprünglich empfohlenen Kopfhörer bis 30 Euro ist teurer geworden, bei vielen teureren Kopfhörern sind die Preise dagegen gesunken. Wir haben viele neue Modelle gehört und in jeder Preisklasse unsere Empfehlungen aktualisiert.

27. November 2016

Deutschlandpremiere! Einer der ersten in Deutschland verfügbaren Etymotic hf3 InEars ist bei uns eingetroffen und wurde sogleich in die Testreihe aufgenommen.

Außerdem hat nun der SoundMagic E80C den E80S abgelöst, und ebenfalls für eine Überraschung gesorgt.

28. Oktober 2016

Sechs brandneue In-Ears haben wir in unseren Test mit aufgenommen, mit einigen Überraschungen. Damit es nicht zu unübersichtlich wird, haben wir den Test ein wenig gestrafft.

Weil es bei In-Ear-Kopfhörern sehr stark auf den Sitz der Hörer im Ohr ankommt, wollen wir uns nicht auf einen Tester verlassen. Derselbe In-Ear, der bei dem einem toll klingt, kann den anderen enttäuschen. Deshalb lassen wir alle In-Ear-Kopfhörer unabhängig voneinander von drei erfahrenen Audio-Redakteuren probehören. Interessant dabei: Zwar gibt es bei unseren drei Testern durchaus unterschiedliche Präferenzen bei den jeweiligen Top-Modellen der verschiedenen Preisklassen, doch wenn es darum geht, die Spreu vom Weizen zu trennen, sind sich die drei Tester meist erstaunlich einig.

Wir hören laufend neue Modelle und ersetzen nicht mehr erhältliche In-Ears durch neue Favoriten. So sind unsere Empfehlungen stets aktuell.

Teurer heißt nicht unbedingt besser

Preislich liegen die von uns getesteten In-Ear-Kopfhörer zwischen 10 Euro bis rund 160 Euro. Natürlich kann man auch noch viel mehr für In-Ears ausgeben, aber für die meisten dürften schon 100 Euro über der Schmerzgrenze liegen.

Die Unterschiede in der Klangqualität zwischen günstigen und teuren In-Ears sind nicht so groß, wie man auf den ersten Blick meinen würde – zumindest wenn man die ganz günstige Klasse unter 15 Euro außen vor lässt. Schon für 25 Euro gibt es sehr gut klingende In-Ear-Kopfhörer, allerdings nicht viele.

Mit steigendem Preis steigt auch das allgemeine Qualitätsniveau. Auch hier kann man Unterschiede hören, wenn man gut hinhört, aber das kommt auch immer auf die Musikrichtung an. Sehr gute Kopfhörer zeichnen sich vor allem auch dadurch aus, dass sie bei allen Musikrichtungen gut klingen. Die meisten günstigeren Hörer meistern dagegen nicht alle Klangsituationen gleich gut.

In-Ear-Kopfhörer Test: Die Neuzugänge
Neuzugänge: Shure SE215m+, 1More E1001, Teufel Move Pro, SoundMagic E80C, SoundMagic E50C, Cabstone ComfortTune.

Es kommt aber auch bei hochpreisigen In-Ears vor, dass sie bei einer Musikrichtung überzeugen, bei einer anderen dagegen nicht – nur nicht so häufig. Ab einem Preis von rund 80 Euro spielten alle Ohrhörer auf einem sehr hohen Niveau mit nur geringen Unterschieden zu doppelt so teuren Kopfhörern.

Die Unterschiede im oberen Preissegment werden dann immer mehr zu einer Frage der persönlichen Präferenz. Das zeigt sich auch daran, dass die Meinungen unserer drei Tester bei den kostspieligeren Hörern zunehmend auseinander geht: welchen man am besten findet, ist irgendwann vor allem Geschmacksache.

Das wichtigste: Die richtige Passform

Jeder In-Ear-Kopfhörer kann sein volles Potenzial erst ausspielen, wenn er korrekt im Ohr sitzt. Erst wenn die Schallöffnung an der richtigen Stelle vor dem Trommelfell sitzt, und die Abdichtung nach außen richtig passt, laufen die Hörer zur Höchstform auf.

Selbst kleinste Veränderungen der Position der Hörer im Ohr haben große Auswirkungen auf den Klang. Und weil jeder Mensch einen anderen Gehörgang hat, klingt der selbe In-Ear-Kopfhörer nicht bei jedem gleich, auch unabhängig von persönlichen Präferenzen und Geschmack.

Daher liegen In-Ear-Kopfhörern immer mindestens drei Paar Passstücke unterschiedlicher Größe bei – selbst den günstigsten. Kostspieligere Hörer kommen sogar mit bis zu 10 Passstücken.

Nur wenn die Hörer richtig sitzen, entfaltet sich der ganze Klang

Auch wenn sie in Ausführung und Größe immer paarweise vorliegen, heißt das nicht, dass Ihr linkes Ohr mit der gleichen Größe zurechtkommt wie Ihr rechtes. Denn mit den Ohren ist es wie mit Fingerabdrücken – jedes ist einzigartig. Es kann also durchaus sein, dass ein Hörkanal enger ist als der andere, dann muss man eben für links und rechts unterschiedliche Passstücke nehmen.

Die richtige Passform für das eigene Ohr zu finden, ist also gar nicht so leicht. Doch die Mühe sollte man sich machen. Denn auch der beste In-Ear-Kopfhörer, der nicht richtig sitzt, klingt nicht so gut wie ein billiger, der richtig sitzt.

Ein weiteres Kriterium ist guter Tragekomfort. Idealerweise sitzen die Passstücke so perfekt, dass man sie schon nach wenigen Minuten kaum noch spürt. Das wollte uns bei einigen Hörern auch nach stundenlangem Ausprobieren von dutzenden Passtücken nicht gelingen. Manchmal passt ein Hörer einfach nicht in ein Ohr.

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich Zeit für die Anpassung der In-Ear-Kopfhörer zu nehmen, Ihre Ohren werden es Ihnen doppelt danken.

Einige In-Ear-Hörer ab etwa 100 Euro sind mit Schaumstoff-Passstücken von Comply ausgestattet. Dieser Schaumstoff wird zwischen Daumen und Zeigefinger zusammengerollt und damit komprimiert. Anschließend ins Ohr gesteckt passt er sich perfekt der Form des Gehörgangs an und dichtet gleichzeitig optimal ab.

Diese Comply Foam Passstücke sind bei vielen Hörer-Ohr-Kombinationen die beste, ja mitunter oft die einzige praktikable Lösung. Viele Musiker schwören beim Monitoring übrigens auf diese preiswerte Variante der individuellen Passform.

Weitaus kostspieliger sind individuell angepasste Systeme: Hierfür arbeiten manche Hersteller von In-Ear-Kopfhörern mit Hörgeräte-Akustikern zusammen, bei denen der Kunde sogenannte Otoplastiken anfertigen lässt, die Hersteller wie InEar oder Rhines dann in ihre Wandlersysteme einbauen.

Eine ähnliche, aber günstigere Lösung bietet Beyerdynamic für seine hochwertigeren In-Ear-Kopfhörer an: In einer Zweigstelle der Hörgeräte-Akustiker-Kette Kind kann man sich ebenfalls Otoplastiken erstellen lassen, die dann anstatt der beigelegten Passstücke aufgesteckt werden. Diese tragen konstruktionsbedingt deutlich mehr auf als die integrierten Lösungen, erfüllen aber ihren Zweck, nämlich die individuelle Passform.

Kopfhörer oder Headset?

In-Ear-Kopfhörer sind vor allem für den mobilen Einsatz beliebt, weil man sie immer dabei haben kann. Meistens hört man mit ihnen übers Smartphone Musik.

Der Großteil der von uns getesteten Hörer ist demzufolge als Headset ausgelegt. Zwar gibt es einige der von uns getesteten Kopfhörer auch in Versionen ohne Mikro, dennoch haben wir uns entschieden, auch einige reine Kopfhörer in den Test aufzunehmen.

Wer kein Mikro braucht, kann Geld sparen

Einerseits gibt es gerade bei den verkabelten Hörern nach wie vor unterschiedliche Ausführungen für Android oder iPhones, andererseits tauchen mehr und mehr Smartphones auf, die gar keine Kopfhörerbuchse mehr haben, und komplett auf Bluetooth setzen.

Außerdem gibt es für qualitätsbewusste Musikhörer immer mehr Alternativen zum Smartphone. Solche Digital-Audio-Player (DAP) sind vorrangig auf beste Musikwiedergabe getrimmt, und verstehen sich ,anders als die meisten Smartphones, auch auf HiRes-Audio Formate. Ein integriertes Mikrofon wäre dort nur unnötiger Ballast, so

dass man das Budget besser in Klangoptimierung steckt, oder die Hörer ohne Headset schlicht günstiger machen kann.

Ewiger Frust: Kabelbruch

Die Kabel von In-Ear-Kopfhörern sind oft eine frustrierende Fehlerquelle, sei es aufgrund ihrer Neigung, sich zu unlösbaren Knoten zu verheddern, oder – oft als Folge davon – im Inneren zu brechen. Dann kommt es sobald man sich ein bisschen bewegt zum Wackelkontakt und die Musik setzt aus – nervig. Kabelbrüche sind mit Abstand die häufigste Fehlerursache bei In-Ear-Kopfhörern.

Die Hersteller wissen um diese Schwachstellen, die meist an den Verbindungen zum Stecker oder zu den Wandlern auftreten, und reagieren mit entsprechenden Maßnahmen.

Sorgsame Handhabung erhöht die Lebensdauer

Oft gibt es sowohl am Stecker als auch an den Wandlern einen ausgeprägten Knickschutz. Die Isolierung und das Kabel werden in sich verstärkt, teilweise mit der Folge, dass die Flexibilität leidet. Doch meist passiert das Malheur dann doch irgendwann, wenn auch etwas später.

Manche Hersteller sind dazu übergegangen, die Kabel wie bei hochwertigen Bügel-Kopfhörern steckbar zu machen. Diese Konstruktion findet man oft bei hochpreisigen In-Ear-Kopfhörern.

Allerdings kann man auch selbst seinen Teil dazu beitragen, dass man möglichst lange von heilen Kabeln profitiert: Wenn man sich bewusst macht, wie fein die einzelnen Litzen unter der Kunststoffisolierung sind, und bedenkt, dass das als Leiter verwendete Kupfer nicht zu den besonders zugfesten Metallen gehört, wird man die Kabel seiner In-Ear-Kopfhörer vielleicht vorsichtiger handhaben.

Vor allem sollte man die In-Ear-Hörer nicht schnell zu einem Knäuel zusammengewickelt in die Tasche stopfen, und anschließend irgendeine Kabelschlaufe greifen und die guten Stücke wieder herauszerren – sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie kaputt sind.

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Kommentare

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Oleks
Oleks

Habt ihr auch die Sony MDR-EX650AP da zum Vergleich ?
Also würde mal gerne wissen welcher Kopfhörer da nen ähnlichen Sound liefern würde da der eine Sony den ihr getestet habt leider einer ist von der „Extra Bass“ Reihe und mein 650Ap eher nen Augeglicheren Sound hat. Welchen Kopfhörer kannst du mir da empfehlen Praktisch als Upgrade zum 650AP

Damian
Damian

Serwus! Wie sind die Final E3000c so?

Alfred
Alfred

Sind die Xiaomi sogar besser als die teureren E50 ?
Habe nämlich vor mir welche zu kaufen.

Jan Marian
Jan Marian

Die Xiaomi Dual Treiber werden von manchen hier sogar so sehr gelobt, dass sie angeblich sogar besser sein sollen als die besten Kopfhörer höherer Preisklassen.
Trifft dies denn zu ? Sind die Xiaomi Dual Treiber klanglich besser als die SoundMagic E50C ?
Ich würd‘ mich über eine Antwort sehr freuen 🙂
LG

EnesBlacc
EnesBlacc

Könntet ihr mal die Klim Fusion testen? Auf Amazon gerade für 19,90€ zu haben und ich habe nur positives darüber gehört

Redaktion
Redaktion

Machen wir! Schon bestellt.

Tommy
Tommy

Die Klim Fusion bewegen sich unterhalb der Rock Zircon. Das Zubehör ist nett und auch eine deutsche Marke (nur die Marke) aber klanglich sind die Fusion ne mittlere Katastrophe. Da spielen wie weit günstigeren Asiaten in einer komplett anderen Liga.

hoschu
hoschu

schlecht recherchiert. die in-ears von Xiaomi haben sehr wohl eine Typenbezeichnung. bei dem modell auf dem Foto handelt es sich um die Piston Pro, die aber aus meiner Sicht von den noch günstigerem piston IV getoppt werden, die hier gar nicht aufgeführt werden

Bernd
Bernd

Danke für die umfangreichen Tests. Mir fehlt allerdings bei jedem Kopfhörer die Angabe wie stark Kabelgeräusche durchschlagen. Bei den meisten ist das ein Problem, weil sie die Adern im inneren zu billig aufbauen. Dadurch entstehen veränderbare Kapazitäten die zu Geräuschen im Kopfhörer führen.

josefinn
josefinn

vielen Dank – sehr ausführlich – ich bin allerdings explizit auf der Suche nach In-ear-Kopfhörer mit Ohrbügel (und Kabel) – wäre dazu eine Aufstellung möglich?

Ulli Stibane
Ulli Stibane

Gerade den Shure SE215M+ geordert und das obwohl ich „Sennheise-Jünger“ bin – ich hoffe Euer Test enttäuscht mich nicht!! Ansonsten: Klasse Bewertungen der InEars – hat mir sehr gefallen – weiter so !!

cheers!

Ralf Hildebrandt
Ralf Hildebrandt

Tolle Seite, prima Test. Endlich Licht im Dschungel. Danke!

Mário Pedro
Mário Pedro

Bin froh dass ich damals die Hybrid Dual von Xiaomi mit dem Xiaomi Redmi Note 3 bestellt habe. Beides top Geräte für einen top Preis

Thomas Nitzpon
Thomas Nitzpon

Danke für den Test – hatte mir daraufhin den Xoaomi bestellt und finde ihn erstmal echt toll !

Alexander Ziemann
Alexander Ziemann

Noch besser sind die Xiaomi Piston Version 1. Die werden aber leider nicht mehr gebaut.

Markus Spreitzer
Markus Spreitzer

Ich kann nicht nachvollziehen warum ein teurer Kopfhörer ein Headset braucht.
Bringt doch nur Leuten etwas, die mit einem Smartphone hören.
Menschen, die Wert auf Sound legen, nutzen vielfach andere Optionen um schon beim Ausgabe Gerät besseren Sound zu erzielen

Thomas Windhausen
Thomas Windhausen

Sehe ich auch so.
Nutze IEMs zum Musik hören, nicht zum telefonieren.

Die meisten guten und auch günstigen IEMs haben das Mikrofon am rechten Kabel zum Ohr hin. Das stört mich extrem, wenn ich mich damit bewege :/

Flo Pon
Flo Pon

JBL einfach nur top

Do Beurer
Do Beurer

Mee Audio wäre in diesem Vergleich noch spannend. Der M6 pro soll ja dem Shure sehr nahe kommen.