Die besten In-Ear-Kopfhörer

  • Test In-Ear-Kopfhörer bis 50 Euro: RHA MA600i

Um die besten In-Ear-Kopfhörer zu finden, haben wir knapp 30 aktuelle In-Ear-Kopfhörer in vier Preisklassen zwischen 30 und 160 Euro von drei erfahrenen Testern probehören lassen. Wichtigste Erkenntnis: der richtige Sitz der Hörer im Ohr hat größere Auswirkungen auf die Klangqualität als Preis und Qualität der Schallwandler.

Update 27. November 2016

Deutschlandpremiere! Einer der ersten in Deutschland verfügbaren Etymotic hf3 InEars ist bei uns eingetroffen und wurde sogleich in die Testreihe aufgenommen.

Außerdem hat nun der SoundMagic E80C den E80S abgelöst, und ebenfalls für eine Überraschung gesorgt.

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28. Oktober 2016

Sechs brandneue In-Ears haben wir in unseren Test mit aufgenommen, mit einigen Überraschungen. Damit es nicht zu unübersichtlich wird, haben wir den Test ein wenig gestrafft.

Wir haben wochenlang recherchiert, dutzende Testberichte gelesen, hunderte Kundenbewertungen ausgewertet und mit allen wichtigen Herstellern gesprochen. Aus anfangs über 100 In-Ear-Kopfhörern haben wir schließlich 22 Modelle ausgewählt, die uns in ihrer jeweiligen Preisklasse am interessantesten erschienen.

Weil es bei In-Ear-Kopfhörern sehr stark auf den Sitz der Hörer im Ohr ankommt, wollten wir uns nicht auf einen Tester verlassen. Deshalb haben wir alle In-Ear-Kopfhörer unabhängig voneinander von drei erfahrenen Audio-Redakteuren probehören lassen und die Ergebnisse anschließend verglichen. Interessant war dabei: zwar gab es bei unseren drei Testern durchaus unterschiedliche Präferenzen bei den jeweiligen Top-Modellen der verschiedenen Preisklassen, doch wenn es darum ging, die Spreu vom Weizen zu trennen, waren sich die drei Tester erstaunlich einig.

Auf Anregungen unserer Leser und der enormen Bewegung auf dem Kopfhörer-Markt, haben wir uns nochmal einige interessante Testgeräte besorgt und für Sie reingehört, teilweise mit überraschenden Ergebnisse.

Getestet haben wir In-Ear-Kopfhörer mit Preisen von knapp 30 Euro bis rund 150 Euro. Natürlich kann man auch noch viel mehr für In-Ears ausgeben, aber für die meisten dürften schon 100 Euro über der Schmerzgrenze liegen.

In-Ear-Kopfhörer Test: Die Neuzugänge
Die Neuzugänge: Shure SE215m+, 1More E1001, Teufel Move Pro, SoundMagic E80C, SoundMagic E50C, Cabstone ComfortTune.

Uns hat vor allem interessiert, wie groß die Unterschiede in der Klangqualität zwischen günstigen und teuren In-Ears sind.

Um es vorwegzunehmen: sie sind nicht so groß, wie man auf den ersten Blick meinen würde. Man kann sie hören, wenn man gut hinhört, gerade die günstigeren Hörer meistern nicht alle Klangsituationen gut.

Es kommt aber auch bei hochpreisigen In-Ears vor, dass sie bei einer Musikrichtung überzeugen, bei einer anderen dagegen nicht – nur nicht so häufig. Ab einem Preis von rund 80 Euro spielten alle Ohrhörer auf einem sehr hohen Niveau mit nur geringen Unterschieden zu doppelt so teuren Kopfhörern.

Die Unterschiede im oberen Preissegment werden dann immer mehr eine Frage der persönlichen Präferenz. Das zeigt sich auch daran, dass die Meinungen unserer drei Tester bei den kostspieligeren Hörern zunehmend auseinander gingen: welchen man am besten findet, ist irgendwann vor allem Geschmacksache.

Das wichtigste: Die richtige Passform

Jeder In-Ear-Kopfhörer kann sein volles Potenzial erst ausspielen, wenn er korrekt im Ohr sitzt. Erst wenn die Schallöffnung an der richtigen Stelle vor dem Trommelfell sitzt, und die Abdichtung nach außen richtig passt, laufen die Hörer zur Höchstform auf.

Selbst kleinste Veränderungen der Position der Hörer im Ohr haben große Auswirkungen auf den Klang. Und weil jeder Mensch einen anderen Gehörgang hat, klingt der selbe In-Ear-Kopfhörer nicht bei jedem gleich, auch unabhängig von persönlichen Präferenzen und Geschmack.

Daher liegen In-Ear-Kopfhörern immer mindestens drei Paar Passstücke unterschiedlicher Größe bei – selbst den günstigsten. Kostspieligere Hörer kommen sogar mit bis zu 10 Passstücken.

Auch wenn sie in Ausführung und Größe immer paarweise vorliegen, heißt das nicht, dass Ihr linkes Ohr mit der gleichen Größe zurechtkommt wie Ihr rechtes. Denn mit den Ohren ist es wie mit Fingerabdrücken – jedes ist einzigartig. Es kann also durchaus sein, dass ein Hörkanal enger ist als der andere, dann muss man eben für links und rechts unterschiedliche Passstücke nehmen.

Die richtige Passform für das eigene Ohr zu finden, ist also gar nicht so leicht. Doch die Mühe sollte man sich machen. Denn auch der beste In-Ear-Kopfhörer, der nicht richtig sitzt, klingt nicht so gut wie ein billiger, der richtig sitzt.

Ein weiteres Kriterium ist guter Tragekomfort. Idealerweise sitzen die Passstücke so perfekt, dass man sie schon nach wenigen Minuten kaum noch spürt. Das wollte uns bei einigen Hörern auch nach stundenlangem Ausprobieren von dutzenden Passtücken nicht gelingen. Manchmal passt ein Hörer einfach nicht in ein Ohr.

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich Zeit für die Anpassung der In-Ear-Kopfhörer nehmen, Ihre Ohren werden es Ihnen doppelt danken.

Einige In-Ear-Hörer ab etwa 100 Euro sind mit Schaumstoff-Passstücken von Comply ausgestattet. Dieser Schaumstoff wird zwischen Daumen und Zeigefinger zusammengerollt und damit komprimiert. Anschließend ins Ohr gesteckt passt er sich perfekt der Form des Gehörgangs an und dichtet gleichzeitig optimal ab.

Diese Comply Foam Passstücke sind bei vielen Hörer-Ohr-Kombinationen die beste, ja mitunter oft die einzige praktikable Lösung. Viele Musiker schwören beim Monitoring übrigens auf diese preiswerte Variante der individuellen Passform.

Weitaus kostspieliger sind individuell angepasste Systeme: Hierfür arbeiten manche Hersteller von In-Ear-Kopfhörern mit Hörgeräte-Akustikern zusammen, bei denen der Kunde sogenannte Otoplastiken anfertigen lässt, die Hersteller wie InEar oder Rhines dann in ihre Wandlersysteme einbauen.

Eine ähnliche, aber günstigere Lösung bietet Beyerdynamic für seine hochwertigeren In-Ear-Kopfhörer an: In einer Zweigstelle der Hörgeräte-Akustiker-Kette Kind kann man sich ebenfalls Otoplastiken erstellen lassen, die dann anstatt der beigelegten Passstücke aufgesteckt werden. Diese tragen konstruktionsbedingt deutlich mehr auf als die integrierten Lösungen, erfüllen aber ihren Zweck, nämlich die individuelle Passform.

Kopfhörer oder Headset?

In-Ear-Kopfhörer sind vor allem für den mobilen Einsatz beliebt, weil man sie immer dabei haben kann. Meistens hört man mit ihnen übers Smartphone Musik.

Aus diesem Grund machen für uns reine In-Ear-Kopfhörer ohne Mikrofon wenig Sinn – wenn man sich schon gute In-Ears zulegt, will man die zumindest auch gelegentlich zum Telefonieren benutzen. Aus diesem Grund haben wir nur In-Ear-Kopfhörer mit Mikro getestet, oft auch Headsets genannt.

Viele der von uns getesteten Kopfhörer gibt es aber auch in Versionen ohne Mikro – und zwar meist ein ganzes Stück günstiger. Wer weiß, dass er die Telefonie-Funktion nicht braucht, kann also Geld sparen.

Weil Android-Smartphones und Apples iPhones sich bei der Musik-Steuerung unterscheiden, gibt es meist eine Version für Android und eine für iPhones. Manchmal gibt es aber auch nur eine iPhone oder nur eine Android-Version.

Prinzipiell sollte die Telefonie-Funktion dennoch sowohl bei Android-Smartphones wie auch iPhones funktionieren, nur die Musiksteuerung funktioniert dann möglicherweise über die Fernbedienung nicht. Das konnten wir aber nicht bei allen In-Ears testen. Im Zweifel also lieber vorher nachfragen oder ausprobieren.

Ewiger Frust: Kabelbruch

Die Kabel von In-Ear-Kopfhörern sind oft eine frustrierende Fehlerquelle, sei es aufgrund ihrer Neigung, sich zu unlösbaren Knoten zu verheddern, oder – oft als Folge davon – im Inneren zu brechen. Dann kommt es sobald man sich ein bisschen bewegt zum Wackelkontakt und die Musik setzt aus – nervig. Kabelbrüche sind mit Abstand die häufigste Fehlerursache bei In-Ear-Kopfhörern.

Die Hersteller wissen um diese Schwachstellen, die meist an den Verbindungen zum Stecker oder zu den Wandlern auftreten, und reagieren mit entsprechenden Maßnahmen.

Oft gibt es sowohl am Stecker als auch an den Wandlern einen ausgeprägten Knickschutz, die Isolierung und das Kabel werden in sich verstärkt, teilweise mit der Folge, dass die Flexibilität leidet. Doch meist passiert das Malheur dann doch irgendwann, wenn auch etwas später.

Manche Hersteller sind dazu übergegangen, die Kabel wie bei hochwertigen Bügel-Kopfhörern steckbar zu machen. Diese Konstruktion findet man oft bei hochpreisigen In-Ear-Kopfhörern.

Allerdings kann man auch selbst seinen Teil dazu beitragen, dass man möglichst lange von heilen Kabeln profitiert: Wenn man sich bewusst macht, wie fein die einzelnen Litzen unter der Kunststoff-Isolierung sind, und bedenkt, dass das als Leiter verwendete Kupfer nicht zu den besonders zugfesten Metallen gehört, wird man die Kabel seiner In-Ear-Kopfhörer vielleicht vorsichtiger handhaben.

Vor allem sollte man die In-Ear-Hörer nicht schnell zu einem Knäuel zusammengewickelt in die Tasche stopfen, und anschließend irgendeine Kabelschlaufe greifen und die guten Stücke wieder herauszerren – sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie kaputt sind.

Wem das alles zu kompliziert ist, der kann auch kabellose Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer in Betracht ziehen – auf das letzte Quäntchen Klang-Qualität muss man dann aber verzichten.

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Kommentare

50 Kommentare zu "Die besten In-Ear-Kopfhörer"

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Meine cx 300 von sennheiser sind nun zum zweiten Mal an kabelbruch gestorben. Suche nun bessere in ears. Hat jemand ne Empfehlung. Möglichst nicht teuer als 50 Euro.

Someone
Someone

Die SoundMAGIC E10C sollen sehr gut für 50 Euro sein. Wenn du basslastiges wie Elektro, House/Deephouse oder HipHop/Black hörst

Gerhard
Gerhard

Danke für den tollen, ausführlichen Test! Weiter so!

Kein JBL dabei?

Wäre toll wenn ihr das nächste mal die Degauss Labs Noir auch testen könntet. 🙂

Nehmt die Xiaomi Hybrid mit in den Test 😉

oh gott… 20 paar getestet, von denen mindestens 17 von einem 30€ in-ear geschlagen werden. ihr hättet euch mal die xiaomi hybrid anhören sollen.
Und bei 100€ bitte noch die Degauss Labs Noir testen und die 1More.

Die Xiaomi spielen einige 150€ inears an die wand… auch qualitativ

Sven Bosma

Johanna Negele

Soundmagic E10S

Mark Lebowski

LASMEX E6i InEar Kopfhoerer Flugzeugstecker zubeho https://www.amazon.de/dp/B00LVCG5ZU/ref=cm_sw_r_cp_api_co8vxbKBHDZ4S

Für mich seit Langem die besten, vor allem Preis/Leistung stimmt hier zu 100%!

Wer auf bass steht der kommt um urBeats nicht herum… Einfach geil die teile+wunderschoen verarbeitet… Und die gibt es auch noch in den zum iPhone passenden farben…

Habt ihr euch denn keine Shure in ear Monitore angeguckt?

Atomic floyd superdarts titanium

Habt ihr einen Tipp für gute aber nicht so teure inEar Bluetooth Kopfhörer?

Ja schon längst durchgelesen 😀 trd danke!!!

Ok danke

Wir werden’s versuchen. Sonst schau einfach nächstes Wochenende nochmal vorbei. Oder meld dich für unseren Newsletter an!

Sehr gut!! Könnt ihr mich dann explizit nochmal drauf markieren oder drauf hinweisen? 🙂

Ja! Der Test kommt Ende der Woche!

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