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In-Ear-Kopfhörer Test: Inears Aufmacher Alternative
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.

 In-Ear-Kopfhörer Test: Sechs Um Euro

In-Ear-Kopfhörer für rund 100 Euro

In der Preisklasse zwischen 75 und 150 Euro ist das Qualitätsniveau insgesamt bereits schon sehr hoch. Für hochwertige Musikwiedergabe verzichten die Hersteller zusehends auf das fürs Smartphone so wichtige Mikrofon. Um Musik vom Smartphone abzuspielen, eignen sich auch In-Ears ohne Mikrofon, allerdings nicht mehr zum Telefonieren, aber wer nutzt schon sein Smartphone dazu, nur schnöde Telefonate zu führen.

Interessant ist zudem, dass in dieser Preisklasse die Anschlusskabel immer häufiger steckbar ausgelegt sind. Erfreulicherweise nutzen viele Hersteller dazu den Quasi-Standard MMCX, sodass man ein defektes Kabel auch gegen das eines Drittherstellers austauschen kann. Hersteller wie Shure nutzen diese Möglichkeit zudem, ihre In-Ears noch vielseitiger zu gestalten, für den Shure SE215 und andere Hörer gibt es sogar eine steckbare Bluetooth-Einheit.

Unsere Empfehlungen

Testsieger

Shure SE215

In-Ear-Kopfhörer Test: Shure Se215 Cl
Der SE215 liefert ein außergewöhnlich natürliches Klangerlebnis und ist erstaunlich günstig.

Keine Preise gefunden.

Der Shure SE215 ist ein echter Dauerbrenner, ursprünglich als günstiger In-Ear fürs Bühnen-Monitoring gedacht, kann er seinen professionellen Hintergrund kaum verbergen. Die Anschlusskabel sind hier seit eh und je gesteckt, sodass der SE215 in unterschiedlichen Versionen angeboten werden kann. Mit oder ohne Fernbedienung, sogar ein Bluetooth-Modul ist erhältlich. Auch klanglich genügt der SE215 professionellen Ansprüchen, die Kabel werden hinter dem Ohr entlanggeführt.

Auch gut

Final E4000

In-Ear-Kopfhörer Test: Final E4000
Auch der E4000 arbeitet nach bewährtem Konzept, ist aber besser ausgestattet als die günstigeren Kollegen und klingt ausgesprochen gut.

Der Final E4000 ist der zweitteuerste In-Ear aus der E-Reihe. Standesgemäß sind auch hier die Kabel an den In-Ears gesteckt, wobei man sich des bewährten MMCX-Standards bedient. Die E4000 lassen sich wie alle ihre Kollegen sehr einfach an der korrekten Stelle im Ohr platzieren und entfalten dort einen natürlichen, luftigen Sound. Wer die Kabel zur Vermeidung der sogenannten Mikrofonie lieber hinter den Ohren verlegen möchte, findet passende Bügelchen zur Kabelführung im Lieferumfang.

Wenn Geld egal ist

ikko Meteor OH1

In-Ear-Kopfhörer Test: Ikko Oh1 Meteor 1ba 1dd
Der Meteor OH1 von Ikko setzt auf außergewöhnliche Materialien, sitzt komfortabel im Ohr und klingt hervorragend.

Ganz neu auf dem deutschen Markt ist der Ikko Meteor Oh1. Die Gehäuse sollen aus Aluminium gefertigt sein, sehen wegen ihrer unregelmäßigen Oberfläche allerdings eher wie die namensgebenden Himmelskörper aus. Die blaue Lackierung changiert schön mit dem Lichteinfall, tonal macht der chinesische Hersteller aber keinerlei Experimente: Hier geht es neutral und mit enormer Spielfreude zu. Hier liegt er auf dem gleichen Niveau wie der Testsieger, lässt sich aber zugegebenermaßen leichter im Ohr platzieren.

Preistipp

Fostex TE 04

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Fostex TE 04
Der TE 04 von Fostex ist einer der günstigsten In-Ears, die auch Profi-Ansprüchen gerecht werden.

Der Fostex TE04 ist der Preistipp in dieser Klasse und das hat seinen Grund in der üppigen Ausstattung sowie dem guten Klang zu einem vergleichsweise deutlich niedrigeren Preis. Natürlich sind auch hier die Kabel gesteckt und der TE04 ist der einzige In-Ear, der gleich zwei Kabel mitbringt – eins mit und eins ohne Mikrofon und Fernbedienung.

Mit Klangfilter

RHA T20i

In-Ear-Kopfhörer Test: Rha T20i
Der RHA T20i kann mit entsprechenden Klang-Filtern an individuelle Präferenzen angepasst werden.

Keine Preise gefunden.

Der RHA T20i bietet neben der gewohnten Klang- und Fertigungsqualität auch ein üppiges Zubehör-Paket. Neben den Eartipps, von denen wie üblich eine große Auswahl zur Verfügung steht, werden zusätzlich Klangfilter zum Draufschrauben mitgeliefert. Damit lässt sich die Klangcharakteristik des T20i dem individuellen Geschmack anpassen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istPreistippMit Klangfilter
ModellShure SE215Final E4000ikko Meteor OH1Fostex TE 04RHA T20i1More E1010Westone UM1Ultrasone PycoPioneer SE-CX7Teufel Move ProBose SoundSport
In-Ear-Kopfhörer Test: Shure Se215 ClIn-Ear-Kopfhörer Test: Final E4000In-Ear-Kopfhörer Test: Ikko Oh1 Meteor 1ba 1ddTest besten In-Ear-Kopfhörer: Fostex TE 04In-Ear-Kopfhörer Test: Rha T20iTest besten In-Ear-Kopfhörer: 1More E1010Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone UM1Test besten In-Ear-Kopfhörer: Ultrasone PycoTest besten In-Ear-Kopfhörer: Pioneer SE-CX7Test besten In-Ear-Kopfhörer: Teufel Move ProTest besten In-Ear-Kopfhörer: Bose SoundSport
Pro
  • Hervorragendes, ausgewogenes Klangerlebnis
  • Üppige Ausstattung
  • Kabel steckbar und sogar gegen Bluetooth-Modul austauschbar
  • Hervorragender Klang
  • Sehr einfach einzusetzen
  • Komfortabler Sitz
  • Kabel steckbar
  • Hervorragender Klang
  • Einfach einzusetzen
  • Umfangreiches, hochwertiges Zubehör
  • Sehr guter Klang
  • Sehr einfach einzusetzen
  • Viel Zubehör
  • Klangfilter zum Draufschrauben inklusive
  • Sehr großzügige Ausstattung
  • Recht ausgewogener Klang mit leichter Bassbetonung
  • Inklusive Adapter für HiFi-Anlage
  • Viel Zubehör und 10 Paar Passstücke inklusive
  • Gesteckte Kabel
  • Sehr kleine In-Ears, die in jedes Ohr passen
  • Unaufdringlicher Klang
  • Moderne Musik klingt sehr gut
  • Ohrbügel zum Joggen beigelegt
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr guter Klang
  • Gutes Kabel
  • Sitzt sicher im Ohr
  • Für den sportlichen Einsatz gut zu gebrauchen
Contra
  • Einsatz ist etwas fummelig, wie bei allen In-Ears mit Kabelverlegung hinter dem Ohr
  • Etwas mehr Punch im Tiefbass wäre schön
  • Stecker nicht gegen Verpolung gesichert
  • Recht schwer
  • Recht teuer
  • Etwas klobig geformt und deshalb nicht so komfortabel zu tragen
  • Feinzeichnung kommt nicht ganz an unseren Favoriten heran
  • Klanglich nicht ganz so gut wie die anderen
Bester Preis

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 In-Ear-Kopfhörer Test: Shure Se215 Inears

Testsieger: Shure SE215

Etwas Übung ist schon notwendig, die Shure SE215 korrekt ins Ohr einzusetzen und die Kabel hinters Ohr zu verlegen. Aus diesem Grund, nämlich zur individuellen Anpassung und für einen sicheren Halt, sind die Anschlusskabel genau im Ohrbogen etwas steifer als im restlichen Verlauf. Dadurch können sie passend hinters Ohr gebogen werden und behalten diese Form dann weitestgehend bei, sodass das Prozedere schon beim zweiten Einsatz einfacher von der Hand geht.

Testsieger

Shure SE215

In-Ear-Kopfhörer Test: Shure Se215 Cl
Der SE215 liefert ein außergewöhnlich natürliches Klangerlebnis und ist erstaunlich günstig.

Keine Preise gefunden.

Unsere Testmuster sind mit einer Universal-Fernbedienung und dem obligatorischen Mikrofon ausgestattet. Die Fernbedienung der SE215 funktioniert sowohl beim Android-Smartphone als auch beim iPhone, ein Umschalter auf der Rückseite (A/i) macht’s möglich. Einzige Voraussetzung ist natürlich, dass das Smartphone überhaupt noch über eine Headset-Buchse verfügt oder zumindest über einen entsprechenden Adapter für die USB-C oder die Lightning-Buchse.

Drei Eartipps bzw. Passstücke liegen dem Shure SE215 bei, allerdings sind alle drei aus Comply-Schaumstoff, und damit erste Wahl. Zusammen mit dem Kabel und den In-Ears passt alles in die Transporttasche, die aus starpazierfähigem Leinenstoff ist. Markierungen an den Kabeln wie an den In-Ears kennzeichnen den linken und den rechten Kanal, Verwechslungen sind damit weitgehend ausgeschlossen. Die Transporttasche ist zudem mit einem praktischen Karabiner-Haken ausgestattet, so dass sie bequem am Gürtel, am Rucksack oder anderen Accessoires befestigt werden kann.

Auch wenn das Einsetzen in die Ohren nicht ganz so einfach ist, wie bei manch anderen In-Ears, so wird der geringe Aufwand doch belohnt. In dieser Preisklasse gibt es kaum Hörer, die besser klingen; die SE215 bieten satten Punch im Bass, brillante Höhen, und schön auflösende Mitten, wobei keiner der Frequenzbereiche besonders bevorzugt wird. Sie bilden sämtliche Klangfarben perfekt ab, und schaffen dabei sogar ein dreidimensionales Klangbild, sofern die Aufnahme entsprechend hochwertig ist.

Alternativen

Wir halten noch weitere Modelle in diesem Preisbereich für empfehlenswert und möchten sie im Folgenden vorstellen.

Auch gut

Final E4000

In-Ear-Kopfhörer Test: Final E4000
Auch der E4000 arbeitet nach bewährtem Konzept, ist aber besser ausgestattet als die günstigeren Kollegen und klingt ausgesprochen gut.

Der Final E4000 lässt sich erheblich einfacher ins Ohr einsetzen als unser Favorit. Prinzipiell muss man hier auch nicht die Kabel hinter die Ohren fädeln, obwohl das auch beim E4000 möglich ist, die entsprechenden Bügel zur Kabelführung liegen jedenfalls bei.

Im Normalfall werden die Final E4000 einfach in Richtung Hörkanal geführt und finden fast von selbst den richtigen Platz. Das liegt unter anderem daran, dass sie sich wegen ihrer Bauform leichter führen lassen, außerdem hat der Hersteller wie bei der gesamten E-Reihe die Anschluss-Flansche der Passstücke und diese selbst entsprechend vorgeprägt, sodass sie die natürliche, leichte Krümmung des Gehörgangs leicht mitgehen. Das ist einfach, aber wirksam und vor allen Dingen komfortabel.

Derart eingesetzt ragen sie nur wenig aus dem Ohr und die Kabel fallen einfach nach unten. Nachteil dieser Tragweise: Geräusche, die das Kabel bei der Reibung auf der Kleidung verursacht, werden fast komplett auf die In-Ears und damit auf die Ohren übertragen. Verlegt man nun das Kabel hinter die Ohren, ist Schluss mit der Reibung und den entsprechenden Störgeräuschen. Wer es braucht, nutzt die Bügel zur Kabelführung – bei uns ging es auch gut ohne.

Sitzen die Final E4000 korrekt an Ort und Stelle, dichten sie erstens sehr gut ab, sitzen zweitens ziemlich sicher und außerdem sehr komfortabel in den Ohren. Der Klang ist dem der In-Ears von Shure nicht ganz unähnlich, im Vergleich fehlt es den E4000 allenfalls am letzten Punch im Tieftonbereich. Das machen sie aber mit einer außergewöhnlich luftigen Darbietung des Mittelhochton-Bereiches wieder wett. Sie reichen zwar nicht so tief in den Basskeller wie die Shure, versuchen das aber auch nicht durch Anhebung des Pegels im Oberbass zu kaschieren, sondern bleiben immer ehrlich und natürlich.

Wenn Geld egal ist

ikko Meteor OH1

In-Ear-Kopfhörer Test: Ikko Oh1 Meteor 1ba 1dd
Der Meteor OH1 von Ikko setzt auf außergewöhnliche Materialien, sitzt komfortabel im Ohr und klingt hervorragend.

Der Name kommt nicht von ungefähr, der Ikko Meteor OH1 sieht wirklich aus wie ein keiner, weit gereister Himmelskörper in Miniatur. Die vermeintlichen Bruchkanten und die blaue Lackierung kaschieren allerdings sehr wirkungsvoll den wahren Materialeinsatz, der den Neulingen zugrundeliegt – die Treibergehäuse des Meteor OH1 sind angeblich aus Aluminium. Auch wenn ich nicht am Lack kratzen wollte, um das zu verifizieren, nehmen wir dem Hersteller das ohne weiteres ab.

Die Ikko Meteor OH1 haben allerdings noch mehr zu bieten, um auch als individuelles Schmuckstück durchzugehen. Das Kabel ist gewendelt, was rein optische Gründe hat und es ist obendrein an den Treibergehäusen gesteckt. Stecker und Gehäuse lassen sich eindeutig anhand von Farbringen in rechts und links zu unterscheiden. Allein beim Einstecken gibt es zwei Möglichkeiten für die Einsteckrichtung. Die Meteor In-Ears nutzen weder MMCX-, noch eine andere die Steckrichtung eindeutig kennzeichnende Verbindung.

Man kann die Ikkos also ohne weiteres falsch gepolt verkabeln, was zur Folge hat, dass die musikalische Bühne sich nicht klar zwischen rechts und links aufspannt, sondern die Musik irgendwo diffus aus dem Raum zu tönen scheint. Spätestens dann sollte man bei einem der beiden In-Ears das Kabel umstecken. Laut Hersteller ergibt sich die korrekte Polarität übrigens aus der Verbindung von Kabelbogen und Treibergehäuse, schließlich sollen die Kabel jeweils nach vorn aus den Ohren winden – ein kleiner Farbklecks oder besser eine feste Nut, welche die Steckrichtung vorgibt, wäre sicher die bessere Lösung.

Wenn sie einmal im Ohr sitzen, was erstaunlich einfach geht, korrekt angeschlossen sind und mit entsprechendem musikalischen Futter versorgt werden, lässt sich dieser Fauxpas schnell wieder vergessen. Nun liegt der Meteor OH1 sehr nah an der Soundqualität des Shure, auch hier geht’s trocken und tief in den Basskeller und die Anbindung des Mittelhochton-Bereichs über einen schönen Grundton lässt keine Wünsche offen. Er klingt im Mittelhochtonbereich etwas luftiger, wobei wir uns nicht anmaßen, zu bestimmen, was besser ist. Es ist einfach ein anderer Klang-Charakter. Hat man das Problem mit der Einsteckrichtung der Kabel gelöst, verwöhnt der Meteor OH1 mit sehr gutem Tragekomfort, einem ausgezeichneten Klangerlebnis und bietet zudem den Scharm eines feinen Schmuckstücks, Echtleder-Etui inklusive.

Preistipp

Fostex TE 04

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Fostex TE 04
Der TE 04 von Fostex ist einer der günstigsten In-Ears, die auch Profi-Ansprüchen gerecht werden.

Um es gleich vorweg zu nehmen, der Fostex TE04 ist kein reines Mode-Accessoire, auch wenn es den Hörer in diversen modischen Farben gibt. Dennoch handelt es sich um einen ernstzunehmenden In-Ear, dafür spricht allein schon die üppige Ausstattung und der Klang, der alles andere als eine Dreingabe ist.

Die Treiber-Gehäuse der Fostex TE04 mit ihren Farbapplikationen sind zwar nur aus Kunststoff und sehen auch nicht besonders teuer aus, sind aber jeden Cent wert, zumal der Preis tatsächlich erstaunlich niedrig ist, bei dem was die In-Ears zu bieten haben.

Trotz des recht einfachen Materials sind die TE04 ziemlich hochwertig gefertigt. Wem das nicht reicht, der werfe mal einen Blick auf die überaus großzügige Ausstattung. Die Kabel sind nach dem MMCX-System steckbar, außerdem liegen dem Fostex gleich zwei Anschlusskabel bei: eins mit Inline-Mikrofon fürs Smartphone und ein zweites für rein musikalische Zwecke, ohne Mikrofon.

Die Fostex TE04 lassen sich mit der Kabelverlegung hinter den Ohren recht einfach einsetzen, sitzen komfortabel und dichten obendrein gut ab. Dafür sind hauptsächlich die vier Sets Passstücke verantwortlich, allesamt aus weichem Silikon. Sehr gute Voraussetzungen für vernünftige Klangverhältnisse also. Ein leichter Hang zur Loudness ist sicher beabsichtigt, um auch dem dünnsten Smartphone einen vollen Sound zu entlocken. Im direkten Vergleich mit dem Shure zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied. So löst der Fostex gerade im Mittelhochton-Bereich längst nicht so fein auf wie unser Favorit. Außerdem fehlt das Quäntchen Glitzern im Hochtonbereich, der Fostex zeigt sich hier eher von der gnädigen Seite, so werden bei manchen Produktionen die Spitzen einfach etwas abgerundet.

Klanglich können sie zwar kaum mit den anderen Empfehlungen mithalten, seitens Ausstattung und Tragekomfort allerdings schon – und der gute Preis lässt so manches kleine Manko schnell vergessen.

Mit Klangfilter

RHA T20i

In-Ear-Kopfhörer Test: Rha T20i
Der RHA T20i kann mit entsprechenden Klang-Filtern an individuelle Präferenzen angepasst werden.

Keine Preise gefunden.

Der RHA T20i ist nicht nur mit reichlich Zubehör gesegnet, so wie man es vom schottischen Hersteller gewohnt ist, er hat auch technisch einiges zu bieten, wofür man sonst wohl tiefer in die Tasche greifen muss. Die In-Ears sind etwas schlanker als manche Konkurrenten in ähnlicher Bauweise, passen daher selbst in kleinere Ohren sehr gut und dichten diese mit Hilfe der großzügigen Auswahl an mitgelieferten Passstücken gut nach außen ab.

Auch die T20i sind so konstruiert, dass die steckbaren Kabel hinter den Ohren verlegt werden. Anders als viele Kollegen hat man bei RHA allerdings ein Herz für Smartphone-Besitzer – und ein Inline-Mikrofon mit Fernbedienung ist ins Kabel integriert.

Die insgesamt zehn Paar Passstücke unterschiedlichster Ausführung (darunter zweimal Comply), sind allesamt in einem Metall-Tray untergebracht, das sorgt für Übersicht und erleichtert in jedem Fall die perfekte Anpassung. Damit dies alles auch unterwegs gut verstaut werden kann, gibt es ein schönes, geräumiges Transport-Case dazu.

Zum Lieferumfang gehören außerdem insgesamt drei Paar Filter zum Aufschrauben auf die Schalltrichter. Die sind ebenfalls auf einem Metallträger befestigt, damit sie nicht verloren gehen. Das heißt, einer ist bereits je auf den In-Ears montiert, nämlich die silber markierten, für eine ausgewogene Abstimmung. Wer es gern etwas deftiger im Basskeller mag, wechselt die silbernen gegen die schwarz markierten aus und bekommt eine Bass-Anhebung. Die bronzefarbenen Filter sorgen dagegen für eine Anhebung des Hochtons.

So ganz linear ist der Klang mit den silbernen Filtern allerdings auch nicht, so ist gegenüber dem SE215 eine Senke im für Stimmen und die meisten akustischen Instrumente so wichtigen Mitteltonbereich zu vernehmen. Mit anderen Worten: Der RHA hat schon in linearer Abstimmung einen leichten Loudness-Charakter. Der lässt sich dann mittels der Wechselfilter nur noch wahlweise zu Gunsten tiefer oder hoher Frequenzen verschieben. Dennoch ist gerade mit den wechselbaren Filtern eine individuelle Klangabstimmung möglich.

Außerdem getestet

Der 1More E1010 liegt aktuell knapp über 100 Euro und bietet in seinem Innern High-Tech vom Feinsten. Eine Kombination aus vier Treibern pro Hörer sorgt für einen ganz besonderen Klang. Ein solides Case beinhaltet neben dem Kopfhörer auch die fein säuberlich nach Durchmessern getrennten Passstücke, einen Flugzeug-Adapter und einen 6,3-mm-Klinken-Adapter, zum Anschluss an die an HiFi-Anlage. Der 1More E1010 liefert in erster Linie tiefen, satten Bass, der allerdings auf Kosten der Mittelhochtöne geht, die hören sie sich im Vergleich recht dumpf an. Beim Tragekomfort gibt es dagegen keine Kompromisse; der E1010 lässt sich einfach einsetzen und sitzt dann komfortabel im Ohr.

Westone UM1

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone UM1

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Der Westone UM1 sieht nicht nur teurer aus als er ist, er arbeitet auch mit ausgefeilter Technik: Traditionell aus dem Hörgeräte- und Profimusikerbereich stammend, arbeitet der Hersteller mit sogenannten Balanced Armature (BA)-Wandlern. Die Kabel sind steckbar ausgeführt, lassen sich also bei Bedarf auswechseln oder gegen ein Bluetooth-Set des Westone WX, den wir in der Bluetooth-Kategorie getestet haben, austauschen. Darüber hinaus verfügt das UM1-Set über ganze zehn Paar Passstücke, jeweils fünf aus Silikon und True-Fit Foam, dem hauseigenen Schaumstoff. Ein kleines Werkzeug zur Reinigung der Schallaustrittsöffnung liegt ebenfalls bei. Damit alles auch unterwegs gut untergebracht ist, gibt es einen soliden Aufbewahrungsbeutel obendrauf.

Sitzen die Westone UM1 sicher und komfortabel im Gehörgang, liefern sie ein klares, offenes Klangbild, lösen in den Mitten und Höhen wunderbar fein auf und gehen sehr tief in den Basskeller. Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Die Westones sind keine Bassmonster mit besonders hervorgehobenem Tieftonbereich. Für Freunde trommelfellmassierender Tiefbassgewitter sind sie daher weniger geeignet.

Der Pyco des bayrischen Herstellers Ultrasone ist recht klein und mit nur fünf Gramm für beide Hörerstöpsel zudem sehr leicht. Neben dem Hörer und seiner Verkabelung finden fünf Paar Silikon-Passstücke und zwei Paar aus Comply-Foam im soliden Hard-Case Platz. Damit passt er in beinahe jedes Ohr. Der Pyco klingt unaufdringlich und rund und kann mit seinem eher warmen Timbre vor allem Langzeithörer überzeugen. Allerdings fehlt ihm dadurch bei manchen Tracks das gewisse Quäntchen Spritzigkeit und Spielfreude. Im Vergleich zu den anderen In-Ears dieser Preisklasse hat uns der Ultrasone Pyco enttäuscht – gerade, weil er der Teuerste im Test war. Da hatten wir mehr erwartet.

Pioneer SE-CX7

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Pioneer SE-CX7

Keine Preise gefunden.

Auch gut gefallen hat uns der Pioneer SE-CX7. Sein Spezialgebiet ist die moderne Musik, da fühlt er sich zuhause und zeigt, was er kann. Klassik ist nicht so sehr was für ihn. Wenn Sie mit ihm joggen gehen wollen, können Sie die beiliegenden Ohrbügel verwenden. Klanglich tritt der Pioneer weniger massiv auf als er aussieht, wenngleich er auch bei heftigen Bass-Attacken immer im Tritt bleibt. Er schafft ein gehöriges Maß an Präsenz und Spritzigkeit und macht damit bei moderner Musik richtig Spaß. Für klassische Musik ist er aber nicht der ideale Spielpartner.

Der Teufel Move Pro ist im Vergleich zum normalen Move deutlich verbessert worden. Das betrifft zum einen das Kabel, das sich nicht mehr so schnell verknotet und somit länger hält und zum anderen den Klang. Da hat der Move Pro deutlich zugelegt und kommt fast an unseren Favoriten heran. Ausstattung gibt es aber leider nicht mehr als man schon vom Move gewohnt ist.

Der Bose SoundSport sitzt ebenso sicher im Ohr und kommt in poppigen Farben, weil das vermutlich sportlicher wirkt. Klanglich fällt der Kopfhörer aber ein gutes Stück hinter den SoundTrue Ultra aus demselben Hause zurück. Dabei ist der SoundTrue Ultra ebenso wetterfest wie der SoundSport. Aufgrund des wesentlich besseren Klangs ist der SoundTrue Ultra – trotz des etwas höheren Preises – der bessere Deal.

102
Kommentare

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Anna
Anna

Vielen Dank für die ausführlichen Bewertungen!
Ich lege keinen Wert auf Mikrofon etc., sondern suche nur die für diesen Preis (bis ca. 30 Euro) insgesamt beste Klangqualität um Musik zu hören. Wären dann für mich die Xiaomi QTER02JY oder die Beyerdynamic Beat Byrd besser geeignet? Ausreichend komfortabel sind den Bewertungen zu Folge beide. Diese beiden Modelle sind in meiner Vorauswahl, weil die Xiaomi-Kopfhörer Testsieger wurden und die Klangqualität der Beat Byrd sogar mit „sehr gut“ bewertet wurde.

Anna
Anna

Gut wäre es allerdings auch, wenn die Umgebung selbst beim Anhören von Musik mit hoher Lautstärke wenig bis gar nichts davon hören könnte.

Goran
Goran

Danke für die ausführlichen Berichte. Nach etlichen Jahren mit den Sennheiser CX-150 (19 Euro Kopfhörer), die nach meinem Geschmack sogar deutlich besser spielten als die Sennheiser CX-300 II Precision (40-50 Euro) und alles andere was wir damals zwischen 20-40 Euro von Philips oder Sony probierten klanglich in Grund und Boden spielte, war ich nach 2 Kabelbrüchen bereit für was neues. Zwischenzeitlich machten die AKGs von Samsungs S8 einen guten Job und ich habe mir jetzt die SoundMagic E11C bestellt in der Hoffnung, einen höherwertigen Nachfolger für meine Lieblingskopfhörer von Sennheiser zu finden. Bin gespannt wie die so sind.

Goran
Goran

Wenige Tage später habe ich nun die Kopfhörer erhalten. Die Verarbeitung ist sehr gut. Ich befürchte, dass meine Hörgewohnheiten wohl sehr stark von dem abweichen, was hier im Test für gut befunden wird. Die SoundMagic sind ok, insbesondere die transparente Wiedergabe im Hoch und Mittenbereich ist sehr schön. Im Tiefton leider nicht tiefreichend genug und etwas zurückhaltend für meinen Geschmack. Es gibt Kopfhörer, die als Basslastig beschrieben werden und plötzlich einen Buckel in einem sehr merkwürdigen Bereich haben (bsp. 60-200hz). Da ich viel mit Subwoofer höre, bin ich höhere Pegel unter 40hz gewohnt und wenn man auch noch unter 30hz… Mehr... »

Josephine Forna
Josephine Forna

Toller Vergleich, das einzige was mir fehlt sind ein paar angaben zur Langlebigkeit der einzelnen In Ears.

Rene Böhm
Rene Böhm

Hallo!
Die Tests sind ja echt ausführlich besser geht es ja kaum.
Hab mir überlegt die B&O H3 – 2gen zu kaufen, habe aber bis jetzt keine guten und so ausführlichen test gefunden wie bei euch.
Leider habt ihr die B&O nicht im test dabei, aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem weiterhelfen oder sie kommen ja mal bei euch zum testen.

Macht weiter so bei euch wird man sehr ausführlich und und gut informiert.
Danke an alle die sich die Zeit und Mühe machen.

Sepp
Sepp

Toller Test, vielen Dank!
Kleiner Fehler: Wo ihr den 1More E1010 getestet habt, ist das Bild vom E1001 – hat mich etwas irritiert.

Kalaschnikow Kalle
Kalaschnikow Kalle

Man war das peinlich sorry wollte mich beschweren das ihr nicht auf die Kabel ein geht mein Browser hat die seite nicht richtig geladen und Große teile des Textes haben gefehlt.

Super Testberichte danke sehr.

Ich geh mich mal schnell schämen 😅

Fu Mohr
Fu Mohr

Hallo, mich würde der neue Sennheiser In Ear 40 Pro interessieren, von den Daten und Beschreibungen her ein sehr interessanter IEM.

Oleks
Oleks

Habt ihr auch die Sony MDR-EX650AP da zum Vergleich ?
Also würde mal gerne wissen welcher Kopfhörer da nen ähnlichen Sound liefern würde da der eine Sony den ihr getestet habt leider einer ist von der „Extra Bass“ Reihe und mein 650Ap eher nen Augeglicheren Sound hat. Welchen Kopfhörer kannst du mir da empfehlen Praktisch als Upgrade zum 650AP

Damian
Damian

Serwus! Wie sind die Final E3000c so?

Alfred
Alfred

Sind die Xiaomi sogar besser als die teureren E50 ?
Habe nämlich vor mir welche zu kaufen.

Jan Marian
Jan Marian

Die Xiaomi Dual Treiber werden von manchen hier sogar so sehr gelobt, dass sie angeblich sogar besser sein sollen als die besten Kopfhörer höherer Preisklassen.
Trifft dies denn zu ? Sind die Xiaomi Dual Treiber klanglich besser als die SoundMagic E50C ?
Ich würd‘ mich über eine Antwort sehr freuen 🙂
LG

EnesBlacc
EnesBlacc

Könntet ihr mal die Klim Fusion testen? Auf Amazon gerade für 19,90€ zu haben und ich habe nur positives darüber gehört

Redaktion
Redaktion

Machen wir! Schon bestellt.

Tommy
Tommy

Die Klim Fusion bewegen sich unterhalb der Rock Zircon. Das Zubehör ist nett und auch eine deutsche Marke (nur die Marke) aber klanglich sind die Fusion ne mittlere Katastrophe. Da spielen wie weit günstigeren Asiaten in einer komplett anderen Liga.

hoschu
hoschu

schlecht recherchiert. die in-ears von Xiaomi haben sehr wohl eine Typenbezeichnung. bei dem modell auf dem Foto handelt es sich um die Piston Pro, die aber aus meiner Sicht von den noch günstigerem piston IV getoppt werden, die hier gar nicht aufgeführt werden

Bernd
Bernd

Danke für die umfangreichen Tests. Mir fehlt allerdings bei jedem Kopfhörer die Angabe wie stark Kabelgeräusche durchschlagen. Bei den meisten ist das ein Problem, weil sie die Adern im inneren zu billig aufbauen. Dadurch entstehen veränderbare Kapazitäten die zu Geräuschen im Kopfhörer führen.

josefinn
josefinn

vielen Dank – sehr ausführlich – ich bin allerdings explizit auf der Suche nach In-ear-Kopfhörer mit Ohrbügel (und Kabel) – wäre dazu eine Aufstellung möglich?

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