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Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

In-Ear-Kopfhörer bis 100 Euro

In der Preisklasse von 75 bis 100 Euro ist das Qualitätsniveau insgesamt bereits schon sehr hoch. Die In-Ear-Kopfhörer von RHA, Sennheiser, Beyerdynamic, SoundMagic und Teufel liegen von der klanglichen Performance gar nicht so weit auseinander. Einziger Ausreißer war der Ur 6 von Beats by Dr. Dre – er war der einzige in dieser Gruppe, der uns überhaupt nicht überzeugte.

Den Ausschlag für die Favoriten gibt letztlich, dass sie neben der hervorragenden Gesamtabstimmung klanglich jeweils noch eine Schippe drauflegen können – mit jeweils unterschiedlichen Charakteristiken.

Mit dem Beyerdynamic iDX 160 iE, dem 1More E1001 und dem NuForce NE800M werden gleich drei In-Ears, die ursprünglich deutlich über 100 Euro angesiedelt waren, inzwischen für unter 100 Euro angeboten.

Somit haben wir in dieser Preisklasse nunmehr vier Empfehlungen: den Beyerdynamic iDX 160 iE, den RHA MA750i, den SoundMagic E80C und den Sennheiser Momentum M2.

Unsere Empfehlungen

Testsieger

Beyerdynamic iDX 160 iE

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Beyerdynamic iDX 160 iE
Mit dem ehemaligen Testsieger in der Kategorie über 100 Euro bekommen Sie durch den gesunkenen Preis hervorragende In-Ears zum Schnäppchenpreis.

von 1468 Lesern gekauft

Der ehemalige Sieger der Kategorie über 100 Euro sinkt im Preis und gewinnt trotzdem – oder erst recht. Der Beyerdynamic iDX 160 iE ist hervorragend verarbeitet, sehr gut ausgestattet und überzeugt mit einem unglaublichen Klangbild. Egal ob über das Smartphone oder an der Anlage – der iDX 160 iE macht überall eine gute Figur und bringt sogar Live Konzerte so gut rüber, dass man denkt, man wäre wirklich dabei.

Sehr solide

RHA MA750i

Test besten In-Ear-Kopfhörer: RHA MA750i
Etwas fummelige Kabelführung hinter dem Ohr, aber dafür werden Sie beim Joggen mit toller Musik belohnt.

Sehr stabil verarbeitet ist der RHA MA750i. Gleichzeitig ist er damit aber auch einer der schwersten In-Ears im Test. Das Kabel wird hinter dem Ohr verlegt, was bei sportlichen Betätigungen praktisch ist. Leider ist das nicht so einfach getan wie gesagt. Ein wenig Fummelei ist schon notwendig. Klanglich fühlt er sich bei moderner Musik zuhause. Da gibt es nichts auszusetzen. Klassik ist hingegen nicht so sein Gebiet, dafür sollten Sie auf andere Hörer zurückgreifen.

Allrounder

SoundMagic E80C

Test besten In-Ear-Kopfhörer: SoundMagic E80C
Ein wahrer Alleskönner: Sowohl Komfort als auch Klangbild stimmen beim SoundMagic E80C.

von 202 Lesern gekauft

Alles, was man sich wünscht, bekommt man mit dem SoundMagic E80C. Er ist nicht nur enorm komfortabel, sondern überzeugt auch klanglich. Er klingt etwas ausgewogener als der RHA und ist auch für den Einsatz mit klassischer Musik gut zu gebrauchen. Letztendlich liegen unsere Empfehlungen alle sehr nah beieinander – das ist oftmals einfach Geschmacksache.

Ausgewogen

Sennheiser Momentum M2

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Sennheiser Momentum M2
Wenn Sie lieber sanfte Töne anschlagen, macht Ihnen der Sennheiser sicher Freude. Gerade bei Klassik kann er sein Potential ausspielen.

Ein sehr harmonisches Klangbild liefert der Sennheiser Momentum M2. Wer sich bei klassischer Musik zuhause fühlt, kommt hier voll auf seine Kosten. Moderne Stücke hören sich auch gut an, da gibt es nicht zu meckern. Schade ist nur, dass lediglich vier Paar Passstücke beiliegen und keines davon aus Comply Foam besteht.

Ohne Headset

Westone UM1

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone UM1
Der Westone ist umfangreich ausgestattet und klangstark. Die erste Wahl für alle, die ohne Headset auskommen.

Keine Preise gefunden.

Der Westone UM1 ist unsere Empfehlung für In-Ears ohne Headset-Funktion. Trotz des günstigen Preises hat das Set des ursprünglich auf Hörgeräte spezialisierten Herstellers so einiges zu bieten: Das Kabel ist steckbar ausgelegt, satte 10 Paar Passstücke sind beigelegt und ebenso ein Reinigungswerkzeug sowie ein Aufbewahrungsbeutel.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerSehr solideAllrounderAusgewogenOhne Headset
Modell Beyerdynamic iDX 160 iE RHA MA750i SoundMagic E80C Sennheiser Momentum M2 Westone UM1 Fidue A73 Teufel Move Pro NuForce NE800M 1More E1001 Beyerdynamic iDX 120 iE Teufel Move Bose SoundSport Beats by Dr. Dre In-Ears
Test besten In-Ear-Kopfhörer: Beyerdynamic iDX 160 iETest besten In-Ear-Kopfhörer: RHA MA750iTest besten In-Ear-Kopfhörer: SoundMagic E80CTest besten In-Ear-Kopfhörer: Sennheiser Momentum M2Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone UM1Test besten In-Ear-Kopfhörer: Fidue A73Test besten In-Ear-Kopfhörer: Teufel Move ProTest besten In-Ear-Kopfhörer: NuForce NE800MTest besten In-Ear-Kopfhörer: 1More E1001Test besten In-Ear-Kopfhörer: Beyerdynamic iDX 120 iETest besten In-Ear-Kopfhörer: Teufel MoveTest besten In-Ear-Kopfhörer: Bose SoundSportTest besten In-Ear-Kopfhörer: Beats by Dr. Dre In-Ears
Pro
  • Klanglich hervorragend
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gutes Klangbild bei moderner Musik
  • Kabelführung hinter dem Ohr
  • Klanglich etwas ausgewogener als der RHA
  • Komfortabel zu tragen
  • Klassische Musik kommt gut zur Geltung
  • Viel Zubehör und 10 Paar Passstücke inklusive
  • Gesteckte Kabel
  • Ausgewogener Klang
  • Hoher Wirkungsgrad auch fürs Smartphone
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr guter Klang
  • Gutes Kabel
  • Gut für klassische Musik
  • Moderne Optik
  • Guter Klang
  • Gute Ausstattung
  • Solides Klangbild
  • Spielt alles, was man ihm zuträgt, gut und ohne Präferenz
  • Sitzt sicher im Ohr
  • Für den sportlichen Einsatz gut zu gebrauchen
  • Verarbeitung ist ordentlich
Contra
  • Aufbewahrung der Passstücke könnte besser sein
  • Nicht für klassische Musik geeignet
  • Insgesamt nicht ganz so ein gutes Klangbild wie der Testsieger
  • Leider nur wenig Ausstattung
  • Recht teuer
  • Mittelmäßige Verarbeitung
  • Feinzeichnung kommt nicht ganz an unseren Favoriten heran
  • Teurer als der Sennheiser
  • Leichte Betonung des Präsenzbereichs
  • Insgesamt nicht ganz so gut wie der Testsieger
  • Kabel neigt zum Verknoten
  • Wenige Passstücke dabei
  • Klanglich nicht ganz so gut wie die anderen
  • Bass klingt dünn
  • Mitgeliefertes Case ist unbrauchbar
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

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Testsieger: Beyerdynamic iDX 160 iE

Der Beyerdynamic iDX 160 iE war unser Testsieger in der Klasse der In-Ears über 100 Euro. Weil Beyerdynamic die UVP gesenkt hat, ist er inzwischen teilweise für deutlich unter 100 Euro zu haben und damit ein echtes Schnäppchen.

Testsieger

Beyerdynamic iDX 160 iE

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Beyerdynamic iDX 160 iE
Mit dem ehemaligen Testsieger in der Kategorie über 100 Euro bekommen Sie durch den gesunkenen Preis hervorragende In-Ears zum Schnäppchenpreis.

von 1468 Lesern gekauft

Hervorragende Verarbeitung, gepaart mit reichhaltiger Ausstattung – es liegt auch ein Satz Comply Foam-Passstücke bei – und einem vorzüglichen Klangbild, hebt den Kopfhörer von der Konkurrenz ab. Dabei war er schon zum Startpreis von knapp 150 Euro noch vergleichsweise günstig.

Auf den ersten Blick ist der iDX 160 iE dem günstigeren iDX 120 iE ziemlich ähnlich. Die Unterscheide stecken im Detail: So sind die Gehäuse noch etwas aufwändiger gestaltet, die Inline-Bedienung mit dem eingebauten Mikrofon hat nun eine schöne Metalleinfassung und nicht zuletzt hat man dem iDX 160 iE ein Paar Comply Passstücke spendiert.

Da der Austausch recht leicht vonstatten geht, nimmt man sich gerne etwas Zeit zur Anpassung. Idealerweise sortiert man vorher die Passstücke entsprechend der Größe und Ausführung, da Beyerdynamic sie leider lieblos zusammengewürfelt in einer schlichten Plastiktüte ausliefert.

Wer gerne zu zweit an einem Smartphone hören möchte, findet zudem einen als Verteiler fungierenden Adapter im Lieferumfang. So ist das Musikhören am Smartphone kein einsames Vergnügen mehr. Sämtliche Kabel sind übrigens standesgemäß als Flachbandvariante ausgeführt. Untergebracht ist alles in einem stabilen Hard-Case.

Ganz egal, was man dem iDX 160 iE vorsetzt, es bleibt nie beim kurzen Reinhören. Dafür sitzt er zu angenehm im Ohr, ist wunderbar leicht und spielt derart offen und dynamisch, dass man das Stück auf jeden Fall zu Ende hören muss. Und das Nächste. Und das Nächste. Trotz aller perfekt ausdifferenzierter Feinheiten wird der Hörer nie nervig analytisch, sondern spielt immer wie aus einem Guss.

Der iDX 160 iE nimmt einen mit, vom Live Konzert der Red Hot Chilli Peppers über Songs of Innocence von U2 mit Bonos markanter Stimme bis hin zum selbst aufgenommenen klassischen Konzert. Immer trifft er die Atmosphäre perfekt, stellt alle Instrumente an ihren Platz und gibt bei Eigenproduktionen exakt die Raumakustik wieder. Man vergisst praktisch, dass man über Kopfhörer hört.

Natürlich kann man die Aufbewahrung der vielen Passstücke besser lösen als es bei Beyerdynamic der Fall ist – RHA zeigt, wie es geht. Dafür verwöhnt einen der Beyerdynamic klanglich aber auf ganzer Linie.

Alternativen

Sehr solide

RHA MA750i

Test besten In-Ear-Kopfhörer: RHA MA750i
Etwas fummelige Kabelführung hinter dem Ohr, aber dafür werden Sie beim Joggen mit toller Musik belohnt.

Der RHA MA750i gehört nicht zu den Leichtgewichten unter den In-Ears. Mit ihm hat man schon ordentlich was in der Hand beziehungsweise im Ohr. Damit macht der RHA MA750i zusammen mit seinem großen Bruder, dem RHA T10i, den wertigsten und solidesten Eindruck aller getesteten In-Ears.

Der MA750i setzt auf stabile Verkabelung. Zudem sind der Stecker, die Inline-Fernbedienung mit Mikrofon sowie die Kabelteilung mit Metallhülsen verstärkt. Das Anschlusskabel ist so ausgelegt, dass es hinter den Ohren verlegt wird, quasi als Zugentlastung oder bei sportlicher Betätigung.

Die Kabelverlegung hinter dem Ohr ist allerdings etwas tricky – besonders, wenn es schnell gehen soll. Es ist doch eine ziemliche Fummelei, die Ohrstücke richtig ins Ohr zu kriegen und das Kabel übers Ohr zu legen. Mit einer Hand wollte uns das partout nicht gelingen, aber möglicherweise hat man mit etwas Übung irgendwann den Dreh raus.

Wie auch bei den anderen Modellen kommt der RHA mit vielen Passstücken, sodass für jedes Ohr das Richtige dabei sein dürfte: Neben den acht Silikon-Passstücken finden sich noch zwei Paar Complys im Lieferumfang. Das Case ist derweil aus schickem, ebenfalls solidem Kunstleder gefertigt.

Einmal korrekt eingesetzt brilliert der RHA MA750i mit einer guten Portion Ausgewogenheit und liefert im wichtigen Grundton- und Stimmenbereich eine klare, unverfärbte Performance. Beim Tiefton dreht der RHA dann richtig auf und kann mit knackigem Bass und hervorragender Impulstreue bei moderner Musik richtig zupacken. Mit viel Spielfreude und guter Attacke lässt er bei treibenden Beats die anderen Hörer träge aussehen. Kurzum: Bei moderner Musik macht der RHA richtig Spass.

Bei klassischer Musik fühlt er sich dagegen nicht zuhause. Streichinstrumente klingen bei ihm etwas flach und kühl, fast blechern, und das warme Timbre der Streicher geht bei ihm verloren.

Damit ist der RHA MA750i unsere klare Empfehlung für alle, die es gern modern und knackig mögen. Wer auch oder überwiegend Klassik hört, ist dagegen mit unserer zweiten Empfehlung besser bedient.

Allrounder

SoundMagic E80C

Test besten In-Ear-Kopfhörer: SoundMagic E80C
Ein wahrer Alleskönner: Sowohl Komfort als auch Klangbild stimmen beim SoundMagic E80C.

von 202 Lesern gekauft

Nach vielen weiteren Hörproben steht fest: Der SoundMagic E80C steht dem Beyerdynamic iDX 160 iE den anderen Favoriten in nichts nach und schafft, sich sowohl mit seiner extravaganten Ausstattung als auch mit seinen feinen Klangeigenschaften selbstbewusst auf Ohrenhöhe zu positionieren.

Besonderes Merkmal: Der SoundMagic E80C kann dank eines mitgelieferten Adapters sowohl mit dem iPhone (außer iPhone 7 und später) als auch mit den meisten Android-Smartphones betrieben werden. Das hat im Tests mit unterschiedlichen Smartphones bestens funktioniert, inklusive Fernbedienung. Ein weiterer Adapter teilt das Kabel in Kopfhörer- und Mikrofonstecker auf. Damit passt er als Headset sogar an diverse Tablets, Laptops und PCs.

Auch die restliche Ausstattung des E80C kann sich sehen lassen: Neun Paar Passstücke liegen dem Hörer bei, drei davon aus Comply Foam in S, M und L. Ein kleines, solides Case gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Im Handling zeigt er sich sogar weniger zickig als der RHA, bei dem die starren Kabel um die Ohren gelegt werden müssen. Beim E80C baut SoundMagic das System deutlich kompakter und die Kabelführung führt einfach geradlinig heraus.

Eingesetzt tragen die Stöpsel kaum auf, es dürften auch für alle möglichen Ohrkanäle die passenden Passstücke dabei sein – kurzum: Die SoundMagic gehören seit Langem zu den komfortabelsten In-Ears, die wir im Einsatz hatten. Neben dem Komfort können sie aber auch klanglich überzeugen.

Der E80C klingt vielleicht einen Hauch ausgewogener als der RHA MA750i. Er gibt sich in den Höhenlagen etwas differenzierter, während der RHA ganz unten dezent, aber konturiert nachschiebt. Auch gelingt dem SoundMagic E80C das Kunststück, die Bühne noch einen Tick größer und räumlicher abzubilden. Ob der E80C Ihr Favorit ist, hängt aber von Ihren klanglichen Vorlieben und Komfortpräferenzen ab.

Ausgewogen

Sennheiser Momentum M2

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Sennheiser Momentum M2
Wenn Sie lieber sanfte Töne anschlagen, macht Ihnen der Sennheiser sicher Freude. Gerade bei Klassik kann er sein Potential ausspielen.

Der Sennheiser Momentum M2 fühlt sich mehr der Harmonie verpflichtet. Er klingt stimmig und ausgewogen und brilliert vor allem bei klassischer Musik und stimmenorientierten Ensembles. Große Streichorchester löst er wunderschön warm und fein auf, Klavier klingt brilliant und präzise.

Aber auch bei moderner Musik macht der Sennheiser eine sehr gute Figur: Sein Bassfundament muss sich wahrlich nicht vor dem des RHA MA750i verstecken. Doch der Sennheiser scheint hier nicht ganz so sehr am Gas zu hängen wie der RHA und wirkt nicht ganz so spielfreudig.

Allerdings ist das angesichts der Tatsache, dass wir in den Genuss eines Direktvergleichs kommen konnten, reine Erbsenzählerei. Nach einiger Zeit fühle ich mich bei der atmosphärisch enorm dichten Live Performance von »In Extremo« mit dem Sennheiser ebenso mitgerissen wie mit dem RHA.

Während der RHA also bei moderner Musik ein klein wenig mehr Spaß macht, ist der Sennheiser wandlungsfähiger, weil er auch mit Klassik sehr gut klarkommt.

Klanglich spielen sowohl der RHA M750i als auch der Sennheiser Momentum M2 problemlos in der Oberliga von bis zu doppelt so teuren In-Ear-Kopfhörern mit.

Das Kabel ist als Flachbandkabel ausgeführt, was mit einer gewissen Verdrillsicherheit einhergeht. Die Kennung des linken Ohrstöpsels wird, wie bei Sennheiser üblich, mit drei tastbaren Punkten markiert.

Sennheiser legt nur die üblichen vier Paar Passstücke in Silikon-Ausführung bei. Das ist schade, denn sein ganzes Potential konnte der Kopfhörer in unserem Test erst mit Complys entfalten. Aber wie gesagt: Das muss bei Ihren Ohren nicht genauso sein. Und angesichts des guten Preises des Sennheisers kann man darüber hinwegsehen.

Immerhin hat Sennheiser an einen praktischen Einsatz im Hard-Case gedacht, wo sich Kabel, Stecker und Hörer geordnet und sicher unterbringen lassen.

Ohne Headset

Westone UM1

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone UM1
Der Westone ist umfangreich ausgestattet und klangstark. Die erste Wahl für alle, die ohne Headset auskommen.

Keine Preise gefunden.

Der Westone UM1 sieht nicht nur teurer aus als er ist, er arbeitet auch mit ausgefeilter Technik: Traditionell aus dem Hörgeräte- und Profimusikerbereich stammend, arbeitet der Hersteller mit sogenannten Balanced Armature (BA)-Wandlern. Außerdem sind die Kabel steckbar ausgeführt, lassen sich also bei Bedarf auswechseln oder gegen ein Bluetooth-Set des Westone WX, den wir in der Bluetooth-Kategorie getestet haben, austauschen.

Darüber hinaus verfügt das UM1-Set über ganze 10 Paar Passstücke, jeweils fünf aus Silikon und True-Fit Foam, dem hauseigenen Schaumstoff. Die Passstücke sind von unterschiedlicher, sehr fein abgestufter Größe und zur Sicherheit nochmal farblich gekennzeichnet. Ein kleines Werkzeug zur Reinigung der Schallaustrittsöffnung liegt ebenfalls bei. Damit alles auch unterwegs gut untergebracht ist, gibt es einen soliden Aufbewahrungsbeutel obendrauf.

Die fein abgestuften Passstücke machen die Anpassung ins eigene Ohr zu einem kleinen Geduldspiel, das sich letztlich jedoch lohnt, denn richtig eingesetzt und mit dem Kabel für zusätzlichen Halt übers Ohr verlegt, sitzen die Westone UM1 sicher und komfortabel im Gehörgang. Außerdem liefern sie ein klares, offenes Klangbild, lösen in den Mitten und Höhen wunderbar fein auf und gehen sehr tief in den Basskeller. Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Die Westones sind keine Bassmonster mit besonders hervorgehobenem Tieftonbereich. Sie dichten der Musik nichts an, lassen aber auch nichts weg. Für Freunde trommelfellmassierender Tiefbassgewitter sind sie daher nicht geeignet.

Legt der Musikfan jedoch Wert auf eine Wiedergabe, wie sie dem Tonmeister vorgeschwebt haben mag, sind sie ein echter Gewinn – und ein preiswerter noch dazu. Da möchte man zurecht beim Musikhören nicht durch Telefongebimmel gestört werden.

Außerdem getestet

Der Fidue A73 ist leicht und damit gut zu tragen. Wenn Sie gerne am Smartphone Musik hören, kommt Ihnen der Fidue A73 mit einer guten Lautstärkeregelung entgegen. Auch sonst gibt er sich klanglich sehr ausgewogen. Ein bisschen anders hätte man die Anschlüsse platzieren können – hinter dem Ohr ist es nicht nur für Brillenträger unangenehm.

Der Teufel Move Pro ist im Vergleich zum normalen Move deutlich verbessert worden. Das betrifft zum einen das Kabel, das sich nicht mehr so schnell verknotet und somit länger hält, und zum anderen den Klang. Da hat der Move Pro deutlich zugelegt und kommt fast an unseren Favoriten heran. Ausstattung gibt es aber leider nicht mehr als man schon vom Move gewohnt ist.

NuForce NE800M

Test besten In-Ear-Kopfhörer: NuForce NE800M

Keine Preise gefunden.

Der NuForce NE800M ist sauber gefertigt und stattlich ausgestattet. Auch hier gehören zwei Paar Comply Foam-Passstücke zum Lieferumfang. Dabei klingt der NE800M zum Glück nicht kohlenschwarz – zumindest, wenn es das Stück nicht hergibt.

Zackig folgt er auch schärfsten Impulsen, ohne zu nerven. Die Folge ist ein präziser, aber nicht zu dicker Bass. Der NuForce NE800M hat ein besonderes Faible für klassische Musik, ist aber deutlich teurer als der Sennheiser Momentum M2, der deshalb die bessere Wahl ist.

Kopfhörer, insbesondere In-Ears, werden zusehends zu modischen Accessoires. Oft bleibt der Klang dabei auf der Strecke – nicht so beim Newcomer 1More mit dem E1001.

Kopfhörer, Kabel, Adapter und Passstücke sind separat in kleinen Schachteln untergebracht. Passstücke sind ganze neun Paare dabei, davon drei Größen in Schaumstoff. Die solide Verpackung verfügt über einen Magnetverschluss.

Meine Vorurteile bezüglich der Klangqualitäten musste ich bereits nach den ersten Takten Musik revidieren: Außer einer leichten Betonung des Präsenzbereichs klingt der E1001 angenehm natürlich und macht auch bei längeren Sessions keinen Stress.

Beyerdynamic iDX 120 iE

Der Beyerdynamic iDX 120 iE liefert direkt sieben Silikon-Passstücke mit. Das Ganze findet in einem mitgelieferten Soft-Case Platz. Im Gegensatz zu Sennheiser und RHA ist der rechte Kanal hier tastbar und das Kabel klassenüblich als Flachband ausgeführt.

Außerdem ist es am Y-Verteiler, der zu den beiden Hörern führt, ebenfalls gesteckt – zum leichteren Verlegen unter die Kleidung. Bei sorgfältig ausgesuchten Passstücken verwöhnt der Beyerdynamic mit solidem Grundton und weitem Klangbild.

Da auch der Tiefbass dabei nicht zu kurz kommt und der iDX 120 iE sehr rund und ausgewogen abgestimmt ist, qualifiziert er sich zum Allrounder.

Der Move von Teufel glänzt mit pfiffigem Design. Leider neigt das auffällige rote Kabel zum Verknoten, was auf Dauer zu Kabelbrüchen und Schlimmerem führen kann.

Es werden lediglich drei Passstücke mitgeliefert. Zusammen mit den Hörern passt alles ins hochwertige, schöne Case. Klanglich gibt sich der Move in positivem Sinne eher als unauffälliger Allround-In-Ear. Er spielt stressfrei alles, was ihm angetragen wird, ohne dass er bestimmte Präferenzen hat – abgesehen von einer leichten Überhöhung im Präsenzbereich.

Der Bose SoundSport sitzt ebenso sicher im Ohr und kommt in poppigen Farben, weil das vermutlich sportlicher wirkt. Klanglich fällt der Kopfhörer aber ein gutes Stück hinter den SoundTrue Ultra aus demselben Hause zurück.

Dabei ist der SoundTrue Ultra ebenso »wetterfest« wie der SoundSport. Aufgrund des wesentlich besseren Klangs ist der SoundTrue Ultra – trotz des etwas höheren Preises – der bessere Deal.

Beats by Dr. Dre In-Ears

Der In-Ear-Kopfhörer der Kultmarke Beats by Dr. Dre ist schlicht zu teuer. Die Verarbeitung ist ordentlich, der Lieferumfang hält sich dagegen in Grenzen. Mit insgesamt vier Passstücken aus Silikon steht er zwar nicht allein da, aber das Case, das aus dem gleichen Silikon gefertigt zu sein scheint, ist schlicht unbrauchbar.

Gerade in der Paradedisziplin der Marke Beats, der Basswiedergabe, versagt er. Er klingt dünn und wirkt bei komplexeren Stücken überfordert.

Der Beats urBeats 6 ist bei allen drei Testern in der Hörprobe glatt durchgefallen.

102
Kommentare

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Anna
Anna

Vielen Dank für die ausführlichen Bewertungen!
Ich lege keinen Wert auf Mikrofon etc., sondern suche nur die für diesen Preis (bis ca. 30 Euro) insgesamt beste Klangqualität um Musik zu hören. Wären dann für mich die Xiaomi QTER02JY oder die Beyerdynamic Beat Byrd besser geeignet? Ausreichend komfortabel sind den Bewertungen zu Folge beide. Diese beiden Modelle sind in meiner Vorauswahl, weil die Xiaomi-Kopfhörer Testsieger wurden und die Klangqualität der Beat Byrd sogar mit „sehr gut“ bewertet wurde.

Anna
Anna

Gut wäre es allerdings auch, wenn die Umgebung selbst beim Anhören von Musik mit hoher Lautstärke wenig bis gar nichts davon hören könnte.

Goran
Goran

Danke für die ausführlichen Berichte. Nach etlichen Jahren mit den Sennheiser CX-150 (19 Euro Kopfhörer), die nach meinem Geschmack sogar deutlich besser spielten als die Sennheiser CX-300 II Precision (40-50 Euro) und alles andere was wir damals zwischen 20-40 Euro von Philips oder Sony probierten klanglich in Grund und Boden spielte, war ich nach 2 Kabelbrüchen bereit für was neues. Zwischenzeitlich machten die AKGs von Samsungs S8 einen guten Job und ich habe mir jetzt die SoundMagic E11C bestellt in der Hoffnung, einen höherwertigen Nachfolger für meine Lieblingskopfhörer von Sennheiser zu finden. Bin gespannt wie die so sind.

Goran
Goran

Wenige Tage später habe ich nun die Kopfhörer erhalten. Die Verarbeitung ist sehr gut. Ich befürchte, dass meine Hörgewohnheiten wohl sehr stark von dem abweichen, was hier im Test für gut befunden wird. Die SoundMagic sind ok, insbesondere die transparente Wiedergabe im Hoch und Mittenbereich ist sehr schön. Im Tiefton leider nicht tiefreichend genug und etwas zurückhaltend für meinen Geschmack. Es gibt Kopfhörer, die als Basslastig beschrieben werden und plötzlich einen Buckel in einem sehr merkwürdigen Bereich haben (bsp. 60-200hz). Da ich viel mit Subwoofer höre, bin ich höhere Pegel unter 40hz gewohnt und wenn man auch noch unter 30hz… Mehr... »

Josephine Forna
Josephine Forna

Toller Vergleich, das einzige was mir fehlt sind ein paar angaben zur Langlebigkeit der einzelnen In Ears.

Rene Böhm
Rene Böhm

Hallo!
Die Tests sind ja echt ausführlich besser geht es ja kaum.
Hab mir überlegt die B&O H3 – 2gen zu kaufen, habe aber bis jetzt keine guten und so ausführlichen test gefunden wie bei euch.
Leider habt ihr die B&O nicht im test dabei, aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem weiterhelfen oder sie kommen ja mal bei euch zum testen.

Macht weiter so bei euch wird man sehr ausführlich und und gut informiert.
Danke an alle die sich die Zeit und Mühe machen.

Sepp
Sepp

Toller Test, vielen Dank!
Kleiner Fehler: Wo ihr den 1More E1010 getestet habt, ist das Bild vom E1001 – hat mich etwas irritiert.

Kalaschnikow Kalle
Kalaschnikow Kalle

Man war das peinlich sorry wollte mich beschweren das ihr nicht auf die Kabel ein geht mein Browser hat die seite nicht richtig geladen und Große teile des Textes haben gefehlt.

Super Testberichte danke sehr.

Ich geh mich mal schnell schämen 😅

Fu Mohr
Fu Mohr

Hallo, mich würde der neue Sennheiser In Ear 40 Pro interessieren, von den Daten und Beschreibungen her ein sehr interessanter IEM.

Oleks
Oleks

Habt ihr auch die Sony MDR-EX650AP da zum Vergleich ?
Also würde mal gerne wissen welcher Kopfhörer da nen ähnlichen Sound liefern würde da der eine Sony den ihr getestet habt leider einer ist von der „Extra Bass“ Reihe und mein 650Ap eher nen Augeglicheren Sound hat. Welchen Kopfhörer kannst du mir da empfehlen Praktisch als Upgrade zum 650AP

Damian
Damian

Serwus! Wie sind die Final E3000c so?

Alfred
Alfred

Sind die Xiaomi sogar besser als die teureren E50 ?
Habe nämlich vor mir welche zu kaufen.

Jan Marian
Jan Marian

Die Xiaomi Dual Treiber werden von manchen hier sogar so sehr gelobt, dass sie angeblich sogar besser sein sollen als die besten Kopfhörer höherer Preisklassen.
Trifft dies denn zu ? Sind die Xiaomi Dual Treiber klanglich besser als die SoundMagic E50C ?
Ich würd‘ mich über eine Antwort sehr freuen 🙂
LG

EnesBlacc
EnesBlacc

Könntet ihr mal die Klim Fusion testen? Auf Amazon gerade für 19,90€ zu haben und ich habe nur positives darüber gehört

Redaktion
Redaktion

Machen wir! Schon bestellt.

Tommy
Tommy

Die Klim Fusion bewegen sich unterhalb der Rock Zircon. Das Zubehör ist nett und auch eine deutsche Marke (nur die Marke) aber klanglich sind die Fusion ne mittlere Katastrophe. Da spielen wie weit günstigeren Asiaten in einer komplett anderen Liga.

hoschu
hoschu

schlecht recherchiert. die in-ears von Xiaomi haben sehr wohl eine Typenbezeichnung. bei dem modell auf dem Foto handelt es sich um die Piston Pro, die aber aus meiner Sicht von den noch günstigerem piston IV getoppt werden, die hier gar nicht aufgeführt werden

Bernd
Bernd

Danke für die umfangreichen Tests. Mir fehlt allerdings bei jedem Kopfhörer die Angabe wie stark Kabelgeräusche durchschlagen. Bei den meisten ist das ein Problem, weil sie die Adern im inneren zu billig aufbauen. Dadurch entstehen veränderbare Kapazitäten die zu Geräuschen im Kopfhörer führen.

josefinn
josefinn

vielen Dank – sehr ausführlich – ich bin allerdings explizit auf der Suche nach In-ear-Kopfhörer mit Ohrbügel (und Kabel) – wäre dazu eine Aufstellung möglich?

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