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Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

In-Ear-Kopfhörer über 100 Euro

In der Preisklasse über 100 Euro satteln die Hersteller mit besserer Verarbeitung, vielfältigerer Ausstattung und besserem Klang auf. Interessanterweise klingen die meisten teuren In-Ears beim ersten Hinhören fast schon unspektakulär. Es gibt auch hier hin und wieder das momentan beliebte Sounding mit angehobenen Bässen, das läuft aber viel dezenter ab als in den meisten unteren Preisregionen. Insgesamt legt man hier viel mehr Wert darauf, dass nur noch die Musik klingt und die Hörer möglichst wenig Eigenklang entwickeln.

Es gibt auch hier regelmäßig Schnäppchen: Mehrere Kandidaten, darunter auch die ehemaligen Favoriten dieser Preisklasse, sind preislich eine Etage tiefer und somit unter die magische 100-Euro-Schwelle gerutscht, der Klangqualität tut das jedoch keinen Abbruch.

Auch hier bleibt das Rad nicht stehen und aktuell überschlagen sich die Hersteller geradezu, soviel Zubehör beizupacken, wie es nur irgend geht. Klanglich ist mit ausgefeilter, teurer Technik ebenfalls Boden gutzumachen, wenngleich die Unterschiede nurmehr Nuancen beschreiben und oft auch nur im direkten Vergleich überhaupt wahrgenommen werden – dabei spricht man hier eher von unterschiedlichen Klangcharakteren als von besserem oder schlechterem Klang.

Auch wenn man schon sehr lange und sehr genau hinhören muss, um bei diesen In-Ear-Kopfhörern qualitative Unterschiede ausmachen zu können, hatten wir am Ende auch hier einen klaren Favoriten.

Unsere Empfehlungen

Testsieger

Shure  SE215m+SPE

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Shure SE215m+SPE
Shure bietet ein hervorragendes Klangerlebnis und überzeugt mit einem guten Preis und üppiger Ausstattung.

von 269 Lesern gekauft

Tolle Detaillösungen, wie ein gestecktes Kabel und ein Reinigungsstäbchen, heben den Shure SE215m+SPE zusammen mit seinem hervorragenden Klang eindeutig auf das Siegertreppchen. Hier stimmt einfach alles und das zu einem sehr ordentlichen Preis. Egal welche Musik Sie hören, hiermit bekommen Sie immer das beste auf die Ohren – vorausgesetzt die Passstücke sitzen genau.

Besser aber teurer

Westone W10

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone W10
Westone hat den günstigsten der W-Range dieselbe Ausstattung und ein ähnliches Klangerlebnis wie seinen teureren Brüdern spendiert.

Keine Preise gefunden.

Wer mehr investieren kann und will, bekommt das mit dem Westone W10 auch. Mehr Ausstattung und mehr Klangqualität bietet der Kopfhörer und kitzelt auch feinste Details aus der Musik heraus. Trotzdem spielt er wie aus einem Guss. Der W10 verfügt außerdem über MMX-Steckanschlüsse und es werden sogar zwei Kabel mitgeliefert, eines mit Mikrofon und eines für reinsten HiFi-Genuss ohne Mikro.

Tolle Ausstattung

1More E1010

Test besten In-Ear-Kopfhörer: 1More E1010
Toller Klang, gute Ausstattung und das für unter 200 Euro.

Der 1More E1010 liegt gut unterhalb der 200-Euro-Schwelle und bietet in seinem Innern High-Tech vom Feinsten. Eine Kombination aus vier Treibern pro Hörer sorgt für einen ganz besonderen Klang. Das Erlebnis beginnt hier allerdings schon beim Auspacken, denn so hochwertig verpackt und mit einer so reichlichen Ausstattung versehen gibt es nur wenige Kopfhörer.

Ohne Headset

Etymotic ER3SE

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Etymotic ER3SE
Alternative ohne Headset mit neutraler Abstimmung.

Der Etymotic ER3SE ist einer unserer ersten In-Ears ohne Headset-Funktion. Stattdessen legt man besonders hohen Wert auf Klangqualität und auf ein Musikerlebnis ohne störende Unterbrechung durch Telefonate oder Benachrichtigungspiepsen. Den Etymotic schließt man daher eher an einen anderen mobilen Player an oder man stellt das Smartphone in den Flugzeugmodus, um nicht gestört zu werden.

Mit dem ER3XR hat Etymotic einen Bruder des ER3SE im Angebot: Preis und Ausstattung sind gleich, lediglich bei der klanglichen Orientierung unterscheiden sich die beiden. Der XR gibt sich etwas bassbetonter als der ausgewogen abgestimmte SE. Allerdings ist die Bassanhebung wirklich sehr dezent, sodass sie auf gar keinen Fall die hervorragend auflösende Mittelhochtonwiedergabe beeinflusst.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBesser aber teurerTolle AusstattungOhne Headset
ModellShure  SE215m+SPEWestone W101More E1010Etymotic ER3SEPioneer SE-CX7Etymotic hf3Bose SoundTrue UltraUltrasone Pyco
Test besten In-Ear-Kopfhörer: Shure SE215m+SPETest besten In-Ear-Kopfhörer: Westone W10Test besten In-Ear-Kopfhörer: 1More E1010Test besten In-Ear-Kopfhörer: Etymotic ER3SETest besten In-Ear-Kopfhörer: Pioneer SE-CX7Test besten In-Ear-Kopfhörer: Etymotic hf3Test besten In-Ear-Kopfhörer: Bose  SoundTrue UltraTest besten In-Ear-Kopfhörer: Ultrasone Pyco
Pro
  • Exzellentes Klangerlebnis
  • Üppige Ausstattung
  • Kabel steckbar und gegen Bluetooth-Modul austauschbar
  • Hervorragender, fein auflösender Klang
  • 10 Passstücke liegen bei
  • Inklusive zwei Anschlusskabel (eines ausschließlich für HiFi)
  • Recht ausgewogener Klang mit leichter Bassbetonung
  • Inklusive Adapter für HiFi-Anlage
  • Breites, offenes Klangbild
  • Kabel gesteckt
  • Moderne Musik klingt sehr gut
  • Ohrbügel zum Joggen beigelegt
  • Sehr feines Klangbild
  • Passstücke sitzen sehr gut im Ohr
  • Sehr kleine Hörer, die in jedes Ohr passen
Contra
  • Einsatz ist etwas fummelig, wie bei allen In-Ears mit Kabelverlegung hinter dem Ohr
  • Transport-Case ist etwas klobig
  • Müssen recht tief in den Ohrkanal eingesetzt werden
  • Etwas klobig geformt und deshalb nicht so komfortabel zu tragen
  • Müssen recht tief in den Ohrkanal eingesetzt werden
  • Sehr rund, klingt eher langweilig
  • Vergleichsweise teuer
  • Klingt zu unaufdringlich
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Testsieger: Shure SE215m+SPE

Der Shure SE215m+SPE ist unser Favorit in der Klasse ab 100 Euro aufwärts. Dabei wollen wir keinesfalls verhehlen, dass der Weg zum perfekten Sound auch beim Shure mit einer exzellenten Anpassung einhergehen muss. Aufgrund der Konstruktionsweise ist das kein ganz einfaches Unterfangen, aber Sorgfalt und Geduld wird hier mit einem hervorragenden Musikerlebnis belohnt.

Testsieger

Shure  SE215m+SPE

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Shure SE215m+SPE
Shure bietet ein hervorragendes Klangerlebnis und überzeugt mit einem guten Preis und üppiger Ausstattung.

von 269 Lesern gekauft

Der Shure SE215m+SPE ist der erste In-Ear von Shure, der mit Mikro und Fernbedienung ausgestattet ist. Höchste Zeit, finden wir, denn in Zeiten, in denen jeder mit dem Smartphone Musik hört, ist die Headset-Funktion einfach Pflicht.

Vom Handling ist der Shure dem T10 von RHA gar nicht so unähnlich, was seinerzeit dazu geführt hat, dass selbiger eben nicht aufs Siegertreppchen stieg. Was ist am Shure anders? Nun, das klangliche Ergebnis, was uns nach einiger Fummelei zu Gehör gebracht wurde, setzt sich nochmal deutlich von allen anderen Hörern ab – doch dazu später.

Die Ausstattung des Shure ist üppig. Im Case finden insgesamt sechs Paar Passstücke Platz, drei davon sind aus Memory-Schaumstoff aus hauseigener Produktion. Außerdem gibt es sogar ein Reinigungsstäbchen, um die Schallöffnung gegebenenfalls von Ohrenschmalz zu befreien. Das Einsetzen der In-Ears erfordert allerdings etwas Geschicklichkeit, weil die Anschlusskabel über die Ohren geführt werden müssen.

Danach verwöhnen die Shure-Hörer mit exzellentem Klang: Frei, offen, und dennoch mit gehörigem Bassfundament stehen sie selbst deutlich teureren Hörern in nichts nach – jedenfalls können Sie ihre Herkunft von der Profi-Bühne nicht verhehlen. Wer sich musikalisch gern in Studionähe begibt – sprich, einen möglichst neutralen Klang bevorzugt – ist mit den In-Ears von Shure auf dem richtigen Weg.

Das heißt allerdings nicht, dass der Shure SE215m+SPE gnadenlos analytisch ist, ganz im Gegenteil: Er vermittelt eine gute Portion Spielfreude und Spaß an der Musik.

Das Anschlusskabel ist übrigens gesteckt, kann also praktischerweise nach einem Kabelbruch ausgewechselt werden – oder auch andere Shure-In-Ears Smartphone-tauglich machen.

Alternativen

Besser aber teurer

Westone W10

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Westone W10
Westone hat den günstigsten der W-Range dieselbe Ausstattung und ein ähnliches Klangerlebnis wie seinen teureren Brüdern spendiert.

Keine Preise gefunden.

Der Westone W10 ist der kleinste und auch der günstigste einer ganzen Baureihe von Westone, die alle eines gemeinsam haben: Der W10 ist wie der W20 und der W30 mit BA-Treibern ausgestattet. Verfügt der W10 über einen einzigen Teiber pro Hörer, so sitzen im W20 zwei und im W30 sogar drei Treiber. Mit dem betriebenen technischen Aufwand steigen auch die Preise, so liegt der W30 mit knapp über 400 Euro an der Spitze. Wir wollen natürlich nicht verheimlichen, dass es auch noch einen W40 gibt, aber schon die drei von mir getesteten, günstigeren Hörer liefern meines Erachtens zu wenig Qualitätsgewinn im Klang in Relation zum Preisunterschied.

Die Ausstattung ist bei allen dreien gleichermaßen üppig: Gleich 10 Paar Passstücke, jeweils fünf aus Silikon und True-Fit-Foam, liegen dem Set bei. Die Kabel sind steckbar ausgeführt und es liegen zwei Varianten bei, eines mit Inline-Mikrofon und Fernbedienung und ein verdrilltes Kabel ohne Mikrofon zum Anschluss an mobile Audioplayer oder die HiFi-Anlage.

Zur Personalisierung oder als Mode-Gag hat Westone jeweils drei farbige Clips beigelegt. Die blauen, roten oder schwarzen Clips können an die Hörer geschraubt werden. Das nötige Werkzeug liegt bei.

Nimmt man sich ausreichend Zeit zum Aussuchen der richtigen Passstücke, wird man mit komfortablem Sitz und hervorragendem Klang belohnt. Zur besseren Unterscheidung der ziemlich fein abgestuften Passstücke sind sie farblich gekennzeichnet, was die Wahl extrem erleichtert.

Klanglich kann selbst der Westone W10 im Vergleich zu unserem Favoriten noch eine kleine Schippe drauflegen. Er liefert ein sehr schön ausgewogenes Klangbild und noch etwas mehr Feinzeichnung im Mittelhochtonbereich. Der Tieftonbereich wird manchen zu dünn erscheinen, allerdings wird bei den Westones nicht nachgeschoben. Wenn die Musik das hergibt, liefert der W10 einen trockenen, knackigen Bass – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Tolle Ausstattung

1More E1010

Test besten In-Ear-Kopfhörer: 1More E1010
Toller Klang, gute Ausstattung und das für unter 200 Euro.

Der 1More E1010 ist ein technischer Leckerbissen und macht schon beim Auspacken klar, dass er in die oberste Kategorie einzuordnen ist. Ein solides Case beinhaltet neben dem Kopfhörer noch die fein säuberlich nach Durchmessern getrennten Passstücke, einen Flugzeug-Adapter und – man staune– einen Adapter vom 3,5-mm-Stecker auf die große 6,3-mm-Klinke, die an HiFi-Anlagen anzutreffen ist.

Damit man das Ganze auch unterwegs alles schön verstauen kann, liegt noch ein schönes Hardcase aus Leder bei. Aber schön sein allein reicht ja bekanntlich nicht, zumindest nicht bei Kopfhörern. Also die richtigen Passstücke ausgewählt, den E1010 eingesetzt und los geht’s. Anders als bei unserem Favoriten, muss man beim 1More E1010 kein Kabel hinters Ohr verlegen. Brillenträger freut das und auch so sitzen die Stöpsel sicher und komfortabel in den Ohren.

Dort können sie dann ihr volles Klangpotenzial entfalten, das aus insgesamt vier Treibern pro Kanal generiert wird. Ein Treiber ist herkömmlich dynamisch ausgelegt, drei weitere folgen dem Prinzip der BA-Treiber. Jeder Treiber ist für einen bestimmten Frequenzbereich zuständig, dennoch klingt der 1More wie aus einem Guss, wenngleich auch in den Tiefen hörbar angehoben. Hier folgt man ganz dem aktuellen Trend, wenngleich die etwas angehobenen Bässe keinesfalls den Mittelhochton-Bereich an die Wand spielen. Auch der kommt gut zur Geltung, spielt aber nicht so differenziert auf wie bei unserem Favoriten oder gar den Westone-Hörern.

Der 1More E1010 verschafft mancher Stimmlage einen angenehm sonoren Grundton und weiß mit seinem enormen Tragekomfort auch über einen längeren Zeitraum zu gefallen.

Ohne Headset 2

Etymotic ER3XR

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Etymotic ER3SE
Alternative ohne Headset mit angehobenem Bass.

Der Etymotic ER3SE und sein Bruder, der ER3XR, sind unsere ersten In-Ears ohne Headset-Funktion in der Preisklasse über 100 Euro. Außerdem sind beide mit deutlich über 200 Euro recht teuer, lohnt sich der Kauf?

Angesichts der Verarbeitung und Ausstattung gibt es kaum etwas an den Etymotic-Hörern zu mäkeln. Sie sind schlank, leicht und tragen – vorausgesetzt sie sind richtig eingesetzt – kaum auf. Die Kabel sind, ähnlich wie beim Shure SE215m+SPE, gesteckt, allerdings ohne Inline-Mikrofon und -Fernbedienung. Trotzdem sind sie bei einem Kabelbruch genauso leicht auszuwechseln. Zur Ausstattung gehören allerdings nur vier Paar Passstücke, auf den ersten Blick ein wenig mau in dieser Preisklasse. Allerdings sind drei Paar in sogenannter 3-Flange- oder Tannenbaum-Ausführung gehalten, sodass sie nach außen hin immer größer werden und im Grunde jedes Ohr abdichten sollten. Ein weiteres Paar besteht aus Schaumstoff, ist recht groß, lässt sich aber schön klein kneten, sodass es die meisten Ohren, für die die anderen etwas zu garstig sind, problemlos abgedichtet werden.

Abgerundet wird die Ausstattung mit zwei winzigen Ersatzfiltern, die vor der Schallöffnung sitzen, sowie einem Werkzeug, das sowohl zum Filterwechsel als auch zur Reinigung der winzigen Öffnung dient. Ein schönes, solides Case ist bei diesem Preis obligatorisch.

Allein das Einführen der Hörer ist nicht ganz trivial, sie sollen nämlich möglichst nah vor dem Trommelfell sitzen. Also Passstücke drauf und vorsichtig in den Ohrkanal einsetzen, dann leicht schräg nach oben fahren – und keine Bange, auch wenn sie etwas brachial aussehen: Die Tannenbaum-Passstücke sind aus weichem Silikon gefertigt und passen sich sehr angenehm an.

Belohnt wird der Einsatz mit herrlich natürlichem Klang und sehr feiner Auflösung im Mittelhochtonbereich. Beim Bass scheiden sich dann die Geister, besser gesagt die beiden Hörer: Während der Etymotic ER3SE bis in den tiefsten Basskeller hinabreicht ohne auch nur ein Quäntchen mehr auf die Schippe zu legen, als vom Tonmeister vorgegeben, hebt der ER3XR hier ein klein wenig an. Das macht er derart dezent, dass es eigentlich nur im A-B-Vergleich richtig auffällt, beiden gemeinsam bleibt die exzellente Auflösungsfähigkeit über alle Frequenzen, sowie eine atemberaubend große Bühne, sofern die Aufnahme das hergibt. Bei keinem der beiden Hörer wird man jemals das Headset vermissen.

Außerdem getestet

Pioneer SE-CX7

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Pioneer SE-CX7

Keine Preise gefunden.

Auch gut gefallen hat uns der Pioneer SE-CX7. Sein Spezialgebiet ist die moderne Musik, da fühlt er sich zuhause und zeigt, was er kann. Klassik ist nicht so sehr was für ihn. Wenn Sie mit ihm joggen gehen wollen, können Sie die beiliegenden Ohrbügel verwenden.

Klanglich tritt der Pioneer weniger massiv auf, als er aussieht, wenngleich er auch bei heftigen Bass-Attacken immer im Tritt bleibt. Er schafft ein gehöriges Maß an Präsenz und Spritzigkeit und macht damit bei moderner Musik richtig Spaß. Für klassische Musik ist er aber nicht der ideale Spielpartner.

Der Etymotic hf3 ist der kleinere Bruder der beiden ER3, außerdem ist ein Headset im Kabel integriert. Hier sind die Kabel übrigens nicht gesteckt, ansonsten ist die Ausstattung jedoch die gleiche: Vier Paar Passstücke, drei davon in Tannenbaum-Ausführung und eines mit dem gleichen, großen Schaumstoffbommel, der sich aber auch hier schön klein zusammenkneten lässt.

Klanglich spielt der hf3 ähnlich auf wie seine teuren Brüder, wenngleich er nicht ganz die Auflösungsfähigkeit in den Mitten und Höhen teilen kann. Der Bass ist auch hier einen Hauch angehoben, sodass er tendenziell eher dem ER3XR entspricht.

Bose SoundTrue Ultra

Test besten In-Ear-Kopfhörer: Bose  SoundTrue Ultra

Keine Preise gefunden.

Der SoundTrue Ultra von Bose sitzt derart perfekt im Ohr, dass man ihn schon nach wenigen Takten kaum noch spürt, denn die speziellen Passstücke sorgen für sehr guten Halt in den Windungen der Ohrmuschel.

Schon nach den ersten Klängen wird man sehr angenehm in den sich ausbreitenden Klangteppich hineingezogen. Wenn es dann mal etwas knackiger und zackiger zur Sache geht, merkt man aber schnell, dass der Bose ein Schmeichler ist. Die Stücke verlieren leicht an Kontur, die von den Tracks bekannten Ecken und Kanten werden nett abgerundet und sanft entschärft – es fehlt vor lauter Gefälligkeit schlicht an Biss.

Der Pyco des bayrischen Herstellers Ultrasone ist recht klein und mit nur fünf Gramm für beide Hörerstöpsel zudem sehr leicht. Neben dem Hörer und seiner Verkabelung finden fünf Paar Silikon-Passstücke und zwei Paar aus Comply-Foam im soliden Hard-Case Platz.

Damit passt er in beinahe jedes Ohr. Der Pyco klingt unaufdringlich und rund und kann mit seinem eher warmen Timbre vor allem Langzeithörer überzeugen.

Allerdings fehlt ihm dadurch bei manchen Tracks das gewisse Quäntchen Spritzigkeit und Spielfreude. Im Vergleich zu den anderen In-Ears dieser Preisklasse hat uns der Ultrasone Pyco enttäuscht – gerade, weil er der Teuerste im Test war. Da hatten wir uns mehr erwartet.

102
Kommentare

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Anna
Anna

Vielen Dank für die ausführlichen Bewertungen!
Ich lege keinen Wert auf Mikrofon etc., sondern suche nur die für diesen Preis (bis ca. 30 Euro) insgesamt beste Klangqualität um Musik zu hören. Wären dann für mich die Xiaomi QTER02JY oder die Beyerdynamic Beat Byrd besser geeignet? Ausreichend komfortabel sind den Bewertungen zu Folge beide. Diese beiden Modelle sind in meiner Vorauswahl, weil die Xiaomi-Kopfhörer Testsieger wurden und die Klangqualität der Beat Byrd sogar mit „sehr gut“ bewertet wurde.

Anna
Anna

Gut wäre es allerdings auch, wenn die Umgebung selbst beim Anhören von Musik mit hoher Lautstärke wenig bis gar nichts davon hören könnte.

Goran
Goran

Danke für die ausführlichen Berichte. Nach etlichen Jahren mit den Sennheiser CX-150 (19 Euro Kopfhörer), die nach meinem Geschmack sogar deutlich besser spielten als die Sennheiser CX-300 II Precision (40-50 Euro) und alles andere was wir damals zwischen 20-40 Euro von Philips oder Sony probierten klanglich in Grund und Boden spielte, war ich nach 2 Kabelbrüchen bereit für was neues. Zwischenzeitlich machten die AKGs von Samsungs S8 einen guten Job und ich habe mir jetzt die SoundMagic E11C bestellt in der Hoffnung, einen höherwertigen Nachfolger für meine Lieblingskopfhörer von Sennheiser zu finden. Bin gespannt wie die so sind.

Goran
Goran

Wenige Tage später habe ich nun die Kopfhörer erhalten. Die Verarbeitung ist sehr gut. Ich befürchte, dass meine Hörgewohnheiten wohl sehr stark von dem abweichen, was hier im Test für gut befunden wird. Die SoundMagic sind ok, insbesondere die transparente Wiedergabe im Hoch und Mittenbereich ist sehr schön. Im Tiefton leider nicht tiefreichend genug und etwas zurückhaltend für meinen Geschmack. Es gibt Kopfhörer, die als Basslastig beschrieben werden und plötzlich einen Buckel in einem sehr merkwürdigen Bereich haben (bsp. 60-200hz). Da ich viel mit Subwoofer höre, bin ich höhere Pegel unter 40hz gewohnt und wenn man auch noch unter 30hz… Mehr... »

Josephine Forna
Josephine Forna

Toller Vergleich, das einzige was mir fehlt sind ein paar angaben zur Langlebigkeit der einzelnen In Ears.

Rene Böhm
Rene Böhm

Hallo!
Die Tests sind ja echt ausführlich besser geht es ja kaum.
Hab mir überlegt die B&O H3 – 2gen zu kaufen, habe aber bis jetzt keine guten und so ausführlichen test gefunden wie bei euch.
Leider habt ihr die B&O nicht im test dabei, aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem weiterhelfen oder sie kommen ja mal bei euch zum testen.

Macht weiter so bei euch wird man sehr ausführlich und und gut informiert.
Danke an alle die sich die Zeit und Mühe machen.

Sepp
Sepp

Toller Test, vielen Dank!
Kleiner Fehler: Wo ihr den 1More E1010 getestet habt, ist das Bild vom E1001 – hat mich etwas irritiert.

Kalaschnikow Kalle
Kalaschnikow Kalle

Man war das peinlich sorry wollte mich beschweren das ihr nicht auf die Kabel ein geht mein Browser hat die seite nicht richtig geladen und Große teile des Textes haben gefehlt.

Super Testberichte danke sehr.

Ich geh mich mal schnell schämen 😅

Fu Mohr
Fu Mohr

Hallo, mich würde der neue Sennheiser In Ear 40 Pro interessieren, von den Daten und Beschreibungen her ein sehr interessanter IEM.

Oleks
Oleks

Habt ihr auch die Sony MDR-EX650AP da zum Vergleich ?
Also würde mal gerne wissen welcher Kopfhörer da nen ähnlichen Sound liefern würde da der eine Sony den ihr getestet habt leider einer ist von der „Extra Bass“ Reihe und mein 650Ap eher nen Augeglicheren Sound hat. Welchen Kopfhörer kannst du mir da empfehlen Praktisch als Upgrade zum 650AP

Damian
Damian

Serwus! Wie sind die Final E3000c so?

Alfred
Alfred

Sind die Xiaomi sogar besser als die teureren E50 ?
Habe nämlich vor mir welche zu kaufen.

Jan Marian
Jan Marian

Die Xiaomi Dual Treiber werden von manchen hier sogar so sehr gelobt, dass sie angeblich sogar besser sein sollen als die besten Kopfhörer höherer Preisklassen.
Trifft dies denn zu ? Sind die Xiaomi Dual Treiber klanglich besser als die SoundMagic E50C ?
Ich würd‘ mich über eine Antwort sehr freuen 🙂
LG

EnesBlacc
EnesBlacc

Könntet ihr mal die Klim Fusion testen? Auf Amazon gerade für 19,90€ zu haben und ich habe nur positives darüber gehört

Redaktion
Redaktion

Machen wir! Schon bestellt.

Tommy
Tommy

Die Klim Fusion bewegen sich unterhalb der Rock Zircon. Das Zubehör ist nett und auch eine deutsche Marke (nur die Marke) aber klanglich sind die Fusion ne mittlere Katastrophe. Da spielen wie weit günstigeren Asiaten in einer komplett anderen Liga.

hoschu
hoschu

schlecht recherchiert. die in-ears von Xiaomi haben sehr wohl eine Typenbezeichnung. bei dem modell auf dem Foto handelt es sich um die Piston Pro, die aber aus meiner Sicht von den noch günstigerem piston IV getoppt werden, die hier gar nicht aufgeführt werden

Bernd
Bernd

Danke für die umfangreichen Tests. Mir fehlt allerdings bei jedem Kopfhörer die Angabe wie stark Kabelgeräusche durchschlagen. Bei den meisten ist das ein Problem, weil sie die Adern im inneren zu billig aufbauen. Dadurch entstehen veränderbare Kapazitäten die zu Geräuschen im Kopfhörer führen.

josefinn
josefinn

vielen Dank – sehr ausführlich – ich bin allerdings explizit auf der Suche nach In-ear-Kopfhörer mit Ohrbügel (und Kabel) – wäre dazu eine Aufstellung möglich?

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