Die besten Internetradios für 100 Euro

Internetradios im Test: Testsieger um 100 Euro ist das Medion Life P85111.
Die Empfehlungen: Vorn links Medion Life P85135, dahinter das Blaupunkt IR 20, mittig das Medion Life P85111, rechts hinten das Hama IR80MBT, davor das Xoro DAB 600 IR und ganz vorn rechts das TechniSat DIGITRADIO 110IR.

Mit Preisen zwischen 70 und 150 Euro tummelt sich eine ganze Reihe einfach zu bedienender, gut ausgestatteter Internetradios auf dem Markt, die auch klanglich überzeugen können. Wir haben ein gutes Duzend Radios dieser Preisklasse getestet, darunter drei ganz besondere Kandidaten: Beim Auna Digi Plug handelt es sich, wie der Name schon suggeriert, um ein Steckdosen-Gerät. In das kompakte Gehäuse wurde ein Lautsprecher integriert, allerdings nur mono. Das ist pfiffig, der Klang aber mäßig, daher gibt es dafür keine Empfehlung von uns.

Eine solche erhalten aber die anderen beiden Besonderheiten: Inspiriert von WLAN-Lautsprechern a lá Bose SoundTouch hat Hama mit dem IR80MBT einen netzwerkfähigen Lautsprecher am Start. Der lässt sich mit einem Zwilling zu einem Stereo-Setup verbinden. Und TechniSat beweist ein Herz für Besitzer einer HiFi-Anlage: Mit Hilfe des Digitradio 110IR lässt sich die nämlich aufrüsten – Internetradio, DAB+ und Bluetooth sind dann möglich. Zudem sieht das Radio auch noch gut aus.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Medion Life P85111

Test Internetradio: Medion Life P85111
Umfassende Ausstattung und ein sehr guter Klang zum erschwinglichen Preis.
Amazon€ 99,99
eBay€ 129,99
computeruniverse.net€ 135,94

von 21 Lesern gekauft

Das Medion Life P85111 gehört zwar nicht zu den kompaktesten Internetradios, dafür hat es neben einer umfangreichen Ausstattung aber auch einen satten Klang zu bieten. Neben den Radiosendern und Streaming-Diensten aus dem Netz ist es zudem offen für DAB+ und sogar UKW wird noch unterstützt. Musik auf allen Kanälen also und das in hoher Qualität zu einem fairen Preis.

Das beste Kompakte

Blaupunkt IRD 300 WH

Test besten Internetradios: Blaupunkt IRD 300 WH
Viel Ausstattung, mit WLAN und Bluetooth.

Das Blaupunkt IRD 300 WH ist erst seit kurzem verfügbar, es steckt wie die meisten Blaupunkt Geräte in einem weißen Holzgehäuse, ist aber nicht nur für die Küche geeignet. Obwohl das IRD 300 sogar noch etwas kompakter ist, als unser Favorit, verfügt es dank seitlich abstrahlender Lautsprecher über ordentlichen Stereo-Sound. Das Farbdisplay gibt jederzeit Auskunft über die Quelle, wovon dem Blaupunkt einige zur Verfügung stehen.

Design Tipp

Medion Life P85135

Test Internetradio: Medion Life P85135
Für moderne Wohnumgebungen konzipiertes Internetradio in vielen Farbvarianten.

Mit dem Life P85135 kam gerade noch rechtzeitig das zweite Internetradio von Medion zum Testen an. Hier spielt eindeutig das Design die erste Geige, denn das Life P85135 gibt es in sechs Farbvarianten. Aber auch sonst ist das trapezförmige Gehäuse ein echter Hingucker. Klanglich ist es nicht ganz auf dem Niveau des großen Bruders, was am fehlenden Subwoofer liegt. Ausstattungsseitig kann es dagegen gut mithalten.

Preis-Leistungs-Tipp

Xoro DAB 600 IR

Test Internetradio: Xoro DAB 600 IR
Das DAB 600 IR bietet viel Radio zum kleinen Preis.

Mit dem DAB 600 IR schafft Xoro den Preis-Leistungs-Sieg. Das Gerät ist mit Stereo-Lautsprechern ausgestattet und kann neben Internetradio auch DAB+ und UKW empfangen. Auch hier ist das Gehäuse solide aus Holz gefertigt, dennoch kommt es klanglich nicht ganz an unseren Favoriten heran – muss es auch nicht, denn für knapp 100 Euro hat es schon genug zu bieten.

Mit WLAN

Hama IR80MBT

Test Internetradio: Hama IR80MBT
Hama wandelt mit dem IR80BT auf den Spuren von Bose, ist aber besser ausgestattet.

Das Hama IR80MBT ist die Antwort des Zubehör-Spezialisten auf Boses SoundTouch-Familie. Auch das IR80BT kann einzeln oder im Multiroom-Verbund spielen, benötigt allerdings zur Installation, ebenso wie Bose, eine App. Im Gegensatz zu den Amerikanern nutzt Hama jedoch die UNDOK Pattform, dadurch ist der Hama-Lautsprecher auch mit anderen Herstellern kompatibel.

Erweiterung

TechniSat DIGITRADIO 110 IR

Test Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 110IR
Das schöne kleine Digitradio ist als Ergänzung für die HiFi-Anlage die erste Wahl.

Viele Nutzer wollen eigentlich gar kein neues Radio, sondern einfach nur die vorhandene Anlage mit modernen, digitalen Quellen verbinden. Dafür bietet TechniSat eine Lösung an. Das Digitradio 110 IR ist ein schmuckes, kleines Kästchen, das überwiegend aus Display zu bestehen scheint. Es empfängt neben Internetradio-Sendern auch DAB+ und UKW, außerdem ist ein Bluetooth-Empfänger eingebaut, der Verbindung zum Smartphone aufnehmen kann, um auch dieses mit der Anlage zu verbinden.

Vergleichstabelle

TestsiegerDas beste KompakteDesign TippPreis-Leistungs-TippMit WLANErweiterung
Modell Medion Life P85111 Blaupunkt IRD 300 WH Medion Life P85135 Xoro DAB 600 IR Hama IR80MBT TechniSat DIGITRADIO 110 IR Blaupunkt IR 20 Imperial Dabman i200 TechniSat DIGITRADIO 301 IR Pearl IRS-650 Imperial i110 Blaupunkt IRK 1620 Auna Digi Plug Auna IR-120
Test Internetradio: Medion Life P85111Test besten Internetradios: Blaupunkt IRD 300 WHTest Internetradio: Medion Life P85135Test Internetradio: Xoro DAB 600 IRTest Internetradio: Hama IR80MBTTest Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 110IRTest Internetradio: Blaupunkt IR 20Test Internetradio: Imperial Dabman i200Test Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 301 IRTest Internetradio: Pearl IRS-650Test Internetradio: Imperial i110Test besten Internetradios: Auna Digi PlugTest Internetradio: Auna IR-120
Pro
  • Sehr guter Klang
  • Einfache Bedienung
  • Umfassende Ausstattung
  • Guter Klang
  • Recht kleine Standfläche
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr gute Ausstattung
  • Guter Klang
  • Mehrere Farb-Varianten erhältlich
  • Üppige Ausstattung
  • Günstiger Preis
  • Sehr guter Klang
  • Multiroom fähig
  • Bluetooth
  • Kompaktes, Schönes Design
  • Großes, sehr gut abzulesendes Display
  • Alternativlos als Ergänzung
  • Guter Klang
  • Einfache Bedienung
  • Kompakte Abmessungen
  • Sehr gute Ausstattung
  • Preset-Tasten am Gerät
  • LAN-Schnittstelle
  • Geringe Stellfläche
  • Guter Klang
  • Umfangreich ausgestattet
  • Günstiger Preis
  • Guter Klang
  • Kompakte Abmessungen
  • Kann ein Problemlöser sein
  • Einfache Handhabung
  • Kleine Stellfläche
  • USB-Eingang
Contra
  • Benötigt relativ große Standfläche
  • Kein USB-Eingang
  • Keine Streaming-Dienste installiert
  • Kunststoffgehäuse
  • Klang könnte besser sein
  • Einrichtung ausschließlich über App möglich
  • Kein DAB+ Empfang
  • Sprunghafte Lautstärke-Einstellung
  • Klang nur mittelmäßig
  • Kleines Monochrom-Display
  • Ohne Fernbedienung
  • Sehr verfärbtes Klangbild
  • Unsauber verarbeitet
  • Außer WLAN kein Input
  • Zu teuer für die Ausstattung
  • Ausschließlich Steckdose als Einsatzbereich
  • Sehr dünner Klang
  • Steckernetzteil anfällig
  • Menü läuft zäh
  • Klanglich unzureichend
Bester Preis
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Testsieger: Medion Life P85111

Mit recht deutlichem Abstand gelangt das Medion Life P85111 auf unser Siegertreppchen in der Preisgruppe um 100 Euro. Das liegt sicher nicht allein an den recht großen Abmessungen, sondern ohne Zweifel auch daran, dass es bereits seit Ende 2015 auf dem Markt ist. Nach einem Update verfügt es jetzt über eine gewisse Marktreife.

Testsieger

Medion Life P85111

Test Internetradio: Medion Life P85111
Umfassende Ausstattung und ein sehr guter Klang zum erschwinglichen Preis.
Amazon€ 99,99
eBay€ 129,99
computeruniverse.net€ 135,94

von 21 Lesern gekauft

Bedienung und Ausstattung

Wie umfangreich besagtes Update war und ob nicht sogar Teile der Hardware verändert wurden, lässt sich nicht sagen. Fakt ist aber, dass insbesondere die Stabilität des WLAN-Empfangs erheblich dazugewonnen hat.

Augenfälliges Merkmal des Life P85111 sind die beiden großen Drehknöpfe rechts und links vom Display, zu allem Überfluss werden diese nach dem Einschalten jeweils von einem Kranz aus leuchtenden LEDs umgeben. Glücklicherweise lassen sich besagte LEDs im Menü dimmen und bei Bedarf auch ganz abschalten – und das sogar nach einer vorgegebenen Zeit.

Die Einbindung ins WLAN geht schnell, komfortabel und sicher per WPS-Taste

Das Menü der beiden getesteten Medion-Geräte weicht erfrischend vom Einerlei der meisten Konkurrenz-Produkte ab. Es ist klar strukturiert, lässt sich intuitiv bedienen und reagiert sehr flüssig. So lässt sich das P85111 schnell ins WLAN integrieren, wobei man, wie eigentlich bei allen Testgeräten, auf die WPS-Funktion zurückgreifen sollte. Dann muss man keine Passwörter eingeben, was sonst mit der Fernbedienung schnell zum Geduldspiel wird. Voraussetzung ist natürlich, dass der eigene Router ebenfalls über eine WPS-Funktion verfügt.

Wem das WLAN trotz Update zu instabil ist, der kann das Life P85111 auch per LAN-Kabel ans Netzwerk und damit ans Internet anschließen. Eine entsprechende Buchse ist an der Rückseite angebracht, an der auch die meisten anderen Anschlüsse und die beiden Antennen zu finden sind.

Nun stehen neben diversen Internet-Radiosendern auch einige Streaming-Dienste zur Verfügung, allen voran mit Aldi Life Musik quasi der hauseigene Dienst. Doch auch Spotify, Tidal und Napster sind vorkonfiguriert und mit nur wenigen Klicks eingerichtet.

Die Listen der Radio-Sender – ob nun aus dem Internet, per DAB+ oder UKW – werden übersichtlich und in sinnvolle Kategorien aufgeteilt im Menü aufgelistet. So kann man sich wahlweise durch die Genre oder die Regional-Sender klicken, um seine Lieblingssender zu finden. Mit einem längeren Druck auf die entsprechende Taste der Fernbedienung kann man dem Sender dann einen der Speicherplätze zuordnen.

Über die USB-Buchse an der Front lässt sich übrigens Musik von Speicher-Sticks abspielen, die Tracks werden komfortabel auf dem Display ausgewählt. Auch für analoge Zuspieler ist das Life P85111 zugänglich, ein entsprechendes Kabel liegt dem Radio bei.

Medion Life P85111 im Klangtest

Der Sound des Life P85111 ist satt und voluminös. Das liegt vor allem daran, dass neben den seitlich abstrahlenden Breitband-Lautsprechern ein nicht zu knapp bemessener Tieftöner in bester Subwoofer-Manier für den entsprechenden Nachdruck im Bass sorgt. Er tut das nach dem Downfire-Prinzip, strahlt also nach unten ab, dort sollte also eine feste, klapperfreie Unterlage für entsprechend saubere Reflexionen sorgen.

Um den 90-Millimeter-Tieftöner gut unterbringen zu können und dem Gehäuse zudem eine solide akustische Grundlage zu geben, ist das Gerät mit 19 Zentimetern recht tief geraten, was die Aufstell-Möglichkeiten unter Umständen einschränken könnte.

Toller Klang auch für größere Räume

Auf einer soliden Grundlage und mit ausreichend Platz für die seitliche Abstrahlung der beiden Breitband-Lautsprecher entfaltet das Life P85111 einen erwachsenen Sound, der außerdem mit guter Stereobreite überrascht. Natürlich ersetzt auch das Life P85111 keine Anlage mit Einzelboxen, es liefert aber auch für größere Räume genug Klangvolumen.

Nachteile?

Der Anlass vieler Beschwerden über die WLAN-Verbindung, die seit der Markteinführung 2015 im Netz kursieren, traten in unserer Test-Umgebung nicht ein einziges Mal auf.

Laut Medion hängt die WLAN-Konnektivität sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten ab; Abhilfe könne die Zuweisung einer festen IP für das Radio am Router schaffen. Wie gesagt, wir hatten auch mit der komfortablen WPS-Verbindung keinerlei Probleme, selbst nach einer Trennung vom Stromnetz und einem Ortswechsel loggte sich das Radio anstandslos wieder ins vorher ausgewählte WLAN ein.

Der größte Nachteil des Medion Radios ist buchstäblich seine Größe, aufgrund der Tiefe von 19 Zentimetern verschwindet es nicht gerade im Regal oder auf dem Sideboard. Dieser Nachteil lässt sich eigentlich nur mit dem großen Bass-Chassis kompensieren, das nach unten abstrahlt und dem Radio so zu einem echt satten Sound verhilft.

Medion Life P85111 im Testspiegel

In der 12/2016 erschienenen Ausgabe der Computer Bild konnte unser Favorit den Testsieg unter insgesamt sechs getesteten Geräten mit der Note 2,13 (gut) erringen, außerdem wurde das Gerät zugleich Preis-Leistungssieger:

»Die beleuchteten Drehregler erleichtern die Bedienung, die trotz der dunklen Beschriftung ganz gut klappt. Das große, spiegelnde Display geht mit gutem Kontrast in Ordnung.«

Das gleiche Ergebnis erzielte es zeitgleich in der Audio Video Foto Bild:

»Medion zeigt, wie günstig ein gut ausgestattetes Radio sein kann. Es empfängt außer UKW und DAB+ auch Musik von Internetradio-Stationen, zusätzlich spielt es Musik von USB-Speichern und von Spotify. Der Anschluss ans Internet erfolgt über LAN oder WLAN […] Die seitlich abstrahlenden Lautsprecher sorgen für ein gutes Stereobild, insgesamt ist der Klang des Testsiegers etwas schlank.«

Alternativen

Kleiner, schöner oder auch günstiger geht es auch und nicht jeder braucht die Vielfalt der Wiedergabe-Quellen, die unser Favorit bietet. Mitunter reicht auch ein abgespecktes Modell, um kleinere Räume zu beschallen. Auch ein WLAN-Lautsprecher und ein Zuspieler für die HiFi-Anlage sind unter unseren Favoriten.

Das beste Kompakte

Blaupunkt IRD 300 WH

Test besten Internetradios: Blaupunkt IRD 300 WH
Viel Ausstattung, mit WLAN und Bluetooth.

Das Blaupunkt IRD 300 WH ersetzt unsere vormalige kompakte Empfehlung aus gleichem Hause, das IR 20. Das IRD 300 benötigt zwar etwas mehr Standfläche als das IR 20, ist dafür aber auch mit Stereo-Lautsprechern ausgestattet. Klanglich kann es zwar immer noch nicht mit unserem Favoriten mithalten, bietet dafür aber etwas mehr Ausstattung als jener.

Im soliden Holzgehäuse gibt es neben dem WLAN- auch ein Bluetooth-Modul, das unserem Favoriten fehlt. Dafür verzichtet man beim IRD 300 auf eine Kopfhörer- und eine USB-Buchse, und die analogen Ein- und Ausgänge befinden sich auf der Rückseite. Die Einbindung ins WLAN gelingt beinahe ebenso zügig, wie das Pairing mit einem Bluetooth-Zuspieler, letzteres wird nämlich von NFC unterstützt und geht mit einem kompatiblen Smartphone noch einen Tick schneller und komfortabler.

Bei der Bedienoberfläche greift der Hersteller auf die übliche Software zurück, modifiziert wird sie nur leicht, so dass beim Einschalten das Blaupunkt-Logo erscheint – das muss an Individualität reichen. Die Oberfläche reagiert flüssig sowohl die Fernbedienung, als auch das Bedienfeld am Gerät selbst.

Klanglich liegt es eher im Mittelfeld, was kein Wunder ist, da das IRD 300 im Gegensatz zu unserem Favoriten über keinen Subwoofer verfügt und das gesamte hörbare Frequenzband mit zwei Breitband-Lautsprechern abdecken muss.

Das Blaupunkt-Radio ist dennoch unsere Empfehlung, wenn nur wenig Platz vorhanden ist, man jedoch nicht auf guten Stereoklang verzichten will.

Design Tipp

Medion Life P85135

Test Internetradio: Medion Life P85135
Für moderne Wohnumgebungen konzipiertes Internetradio in vielen Farbvarianten.

Das Medion Life P85135 ist neuer als unser Favorit, was sich unschwer am frischen Design erkennen lässt. Im schicken Pult-Format steht es in sechs Farben zur Verfügung und stellt damit unseren Design-Favoriten. Wir erhielten die moosgrüne Variante zum testen, die dann sogleich den Charme der 70er versprühte, was nicht zuletzt auch dem Kunststoffgehäuse geschuldet ist.

Glücklicherweise gibt es fünf alternative Farbvarianten, darunter selbstverständlich schwarz und weiß. Das Innenleben ist jedoch stark an den großen Bruder angelehnt, so dass auch hier diverse Quellen unterstützt werden. Selbst eine LAN-Buchse darf nicht fehlen und der USB-Eingang ist unter einer Klappe geschützt auf der Gehäuse-Oberseite angebracht. Lediglich die Kopfhörer-Buchse musste aus Gründen des Designs auf die Rückseite wandern.

Die beiden Breitband-Lautsprecher für den linken und rechten Kanal strahlen hier nach vorn, so dass das Radio auch in der Ecke stehen darf. Auf den Subwoofer wurde dagegen ganz verzichtet, ebenfalls um das Gehäuse nicht zu wuchtig gestalten zu müssen.

Dennoch klingt das P85135 ausgesprochen gut, wenn auch nicht mit der Tiefton-Substanz seines großen Bruders. Das Display ist ebenfalls etwas kleiner, reicht aber für das gut strukturierte Menü vollkommen aus.

Das Medion Life P85135 ist unsere Empfehlung für Freunde außergewöhnlichen Designs und variabler Farbgestaltung. Technisch überzeugt es ebenso wie unser Favorit.

Preis-Leistungs-Tipp

Xoro DAB 600 IR

Test Internetradio: Xoro DAB 600 IR
Das DAB 600 IR bietet viel Radio zum kleinen Preis.

Mit dem DAB 600 IR hat Xoro ein üppig ausgestattetes Internetradio zum Schnäppchenpreis im Angebot. Mit einer Gehäuseausführung in Nussbaum erhält man mit dem DAB 600 IR ein vielseitiges Internetradio, das neben DAB+ auch UKW empfangen kann und auch analoge Quellen nicht außen vor lässt.

Das Gehäuse ist auch hier aus Holz gefertigt, schön verarbeitet und bietet eine gute Grundlage für satten Sound, sogar in Stereo. Das Xoro verfügt pro Kanal über einen Breitband-Lautsprecher, beide strahlen nach vorn ab und sorgen für eine akzeptable Stereobreite. Trotz der guten Voraussetzungen bleibt das DAB 600 IR klanglich allerdings hinter unserem Favoriten zurück.

Installiert ist auch hier die nur leicht modifizierte Standard-Oberfläche, die aber flüssig auf sämtliche Eingaben reagiert. Die notwendigen Einsparungen, um diesen Preis mit der angegebenen Ausstattung zu halten, liegen eher im Detail. So verzichtet das Xoro-Radio auf einen vorinstallierten Streaming-Dienst und auf die komfortablen RDS-Funktionen beim UKW-Empfang.

Sparfüchse kümmert das aber wenig, sie erhalten mit dem DAB 600 IR ein vielseitiges Internetradio zum Schnäppchenpreis, das auch noch akzeptabel klingt.

Mit WLAN

Hama IR80MBT

Test Internetradio: Hama IR80MBT
Hama wandelt mit dem IR80BT auf den Spuren von Bose, ist aber besser ausgestattet.

Hama hat sich beim IR80MBT von Boses SoundTouch-Familie inspirieren lassen: Auch der IR80MBT ist eigentlich »nur« ein Lautsprecher mit WLAN-Anschluss. Er funktioniert auch einzeln, lässt sich mit einem Zwilling aber auch zu einem Stereo-Pärchen aufstocken. Zur Ersteinrichtung ist im Gegensatz zu den anderen Internetradios ein Tablet oder ein Smartphone notwendig. Hier orientiert man sich eindeutig am Vorbild von Bose oder Sonos.

Im Gegensatz zu den Amerikanern setzt Hama indes nicht auf ein hauseigenes und damit proprietäres System, sondern bedient sich, wie viele andere auch, bei UNDOK. Ist diese App auf dem Smartphone installiert, kann man per WLAN einen direkten Kontakt zum IR80MBT aufbauen. Hier gehört dann die Einbindung ins vorhandene WLAN zu den wichtigsten Aufgaben. Im Gegensatz zu den Bose-Speakern kann das IR80MBT übrigens auch als Bluetooth-Speaker fürs Smartphone dienen.

Per WLAN ist das IR80MBT von jedem Smartphone im selben Netz erreichbar, vorausgesetzt, auch hier ist die kostenlose UNDOK App installiert. Die Definition eines Stereo-Pärchens in den linken und rechten Kanal wird übrigens absolut simpel per Umschalter an der Rückseite eines jeden Lautsprechers vorgenommen, bei uns stand das Einzelexemplar selbstredend auf »ST« wie »stereo«.

Die per Smartphone eingerichteten Presets können nach erfolgter Installation auch einfach per Fernbedienung abgerufen werden. Der Klang eines Lautsprechers ist schon hervorragend, als Stereo-Pärchen reichen sie für’s Büro oder kleine Wohnzimmer vollkommen aus.

Erweiterung

TechniSat DIGITRADIO 110 IR

Test Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 110IR
Das schöne kleine Digitradio ist als Ergänzung für die HiFi-Anlage die erste Wahl.

Das TechniSat Digitradio 110 IR ist ein schmuckes, kleines Kästchen, das überwiegend aus Display zu bestehen scheint. Vorzugsweise steht es in Kabel-Nähe zur herkömmlichen Stereo-Anlage. Kabelnähe deshalb, weil das Digitradio 110 IR über einen analogen und einen optischen Digitalausgang verfügt.

Verbindet man diese Ausgänge mit einer vorhandenen Stereo-Anlage, ist die im Handumdrehen voll digitalisiert. Auf einen Schlag können Sie nun neben den vielfältigen Internet-Radio-Sendern auch DAB+ empfangen. Auch Streaming-Dienste wie Spotify werden nun zugänglich, ob nun über den WLAN-Anschluss des Digitradio oder via Bluetooth vom Smartphone.

Eigene Lautsprecher bringt das Digitradio allerdings nicht mit, dafür ist es auch gar nicht gedacht. Die vielen digitalen Quellen, die es erschließt, profitieren dagegen vom bestmöglichen Klang einer echten Stereo-Anlage.

Das recht große Display bietet der Bedienoberfläche reichlich Entfaltungsmöglichkeiten, bedient wird komfortabel per App oder Fernbedienung. Die gehört ebenso zum Lieferumfang wie ein Audio-Kabel und eine Wurfantenne für den Empfang von DAB+ und UKW.

Außerdem getestet

Blaupunkt IR 20

Das Blaupunkt IR 20 benötigt nur wenig Standfläche, verzichtet wird auf DAB+ und es muss zudem mit einem Mono-Lautsprecher auskommen. Dafür klingt das Blaupunkt-Radio sehr gut, was nicht zuletzt am soliden, sauber verarbeiteten Holzgehäuse liegt. Das Radio von Blaupunkt ist unsere Empfehlung, wenn nur wenig Platz vorhanden ist, man jedoch nicht auf guten Klang verzichten will.

Imperial Dabman i200

Den Imperial Dabman I200 von Telestar gibt es in drei Farbvarianten, wir hatten das Gerät in Nussbaum-natur zum Test. Trotz Stereo-Lautsprecher klingt es nicht wesentlich besser als das IR20 von Blaupunkt. Die Lautstärke-Einstellung macht recht große Sprünge, so dass eine feine Anpassung kaum möglich ist. Bedienerfreundlich sind die fünf Preset-Tasten an der Vorderseite, so kann man auch ohne Fernbedienung den gewünschten Sender mit einem Tastendruck einschalten.

TechniSat DIGITRADIO 301 IR

Das TechniSat Digitradio 301 IR ist eigentlich ein schönes Gerät, leider will die Menü-Oberfläche nicht so recht zu dem winzigen Monochrom-Display passen. Dass das besser geht, konnten wir direkt am 110IR sehen, das Display ist größer und in Farbe, so dass Sender- und andere Informationen nicht nach MS-DOS-Oberfläche aussehen. Dafür reagiert die Oberfläche flüssig und auch der Klang kann sich hören lassen, was auch hier dem soliden Gehäuse und dem gut ausgewählten Lautsprecher geschuldet ist.

Pearl IRS-650

Das IRS-650 von Pearl ist zwar üppig ausgestattet, muss sich aber in puncto Preis-Leistung dem Xoro geschlagen geben. Schließlich ist es etwas teurer, bringt aber nicht mehr Ausstattung mit. Im Gegenteil: Es gibt deutliche Mängel in der Verarbeitung und es klingt trotz Stereo nicht besser als das Blaupunkt, sondern ziemlich verfärbt.

Imperial i110

Das Imperial I110 ist sehr günstig, aber auch sparsam ausgestattet, ohne DAB und UKW, selbst die USB-Buchse dient nur als Stromquelle. Die Einrichtung stellt keine große Herausforderung dar, auch das Standardmenü reagiert flüssig. Klanglich reicht es nicht an das Blaupunkt IR20 heran, wäre aber eine günstigere Alternative zum Blaupunkt IRK1620.

Blaupunkt IRK 1620

Das Blaupunkt IRK 1620 kann im Gegensatz zu unserer Empfehlung IR20 nur wenig überzeugen. Es ist spartanisch ausgestattet, da weder DAB noch UKW zu empfangen sind, der Lautsprecher strahlt nach oben ab, was unserer Meinung nach im täglichen Gebrauch in Wohn- oder gar Küchenbereich zu Verschmutzungen und schlimmstenfalls zum Ausfall des Lautsprechers führen kann. Eine Fernbedienung gehört nicht zum Lieferumfang, dennoch ist es aktuell etwas teurer als das IR20. Wer unbedingt einen nach oben abstrahlenden Lautsprecher benötigt kann aber mit den Einschränkungen leben.

Auna Digi Plug

Beim Auna Digi Plug handelt es sich um ein Internetradio, das in ein Steckdosen-Gehäuse integriert wurde. Die einzig sinnvolle Anwendung ist dafür in der Küche, nur dort befinden sich in der Regel Steckdosen in Reich- und Hörweite. Der Klang lässt allerdings zu wünschen übrig, was bei der kompakten Bauform aber nicht überrascht. Für den günstigen Preis geht das aber in Ordnung.

Auna IR-120

Das Auna IR 120 ist würfelförmig und benötigt sehr wenig Stellfläche. Auch hier strahlt der Lautsprecher nach oben ab, was zum Beispiel in der Küche sinnvoll sein kann. Außer WLAN gibt es neben dem USB-Eingang, der MP3s abspielen kann, keine weiteren Empfangsquellen. Das Standard-Menü reagiert etwas zäh. Unser Testmuster hatte einen Wackler in der Netzteil-Peripherie, so dass es immer wieder zu langwierigen Neustarts kam.

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Kommentare

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Sabine klinke
Sabine klinke

Tolles Radio!Würde ich gerne weiter empfejlen

Walter
Walter

Hervorragend, umfassend, gründlich und gut verständlich. Eine große Hilfe!

Odin Urvater
Odin Urvater

Ich habe 2 Stück!