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Internetradios im Test: Testsieger um 100 Euro ist das Medion Life P85111.
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Internetradios im Test: Testsieger um 200 Euro Hama DIR3115MS.

Die besten Internetradios für 200 Euro

In dieser Preisklasse ist die Verarbeitung oft etwas besser, die Ausstattung reichhaltiger und beim Klang setzten die Geräte um 200 Euro meistens – aber nicht immer – noch eine kleine Schippe drauf. Auch gibt es einige Produkte, die als Problemlöser fungieren oder eine Nische besetzen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das Hama DIR3115MS ist im Retro-Design der 60er gehalten und birgt doch modernste Digitaltechnik im weißen oder schwarzen Holzgewand. Dank intuitiver Bedienung ist die geballte Technik gut beherrschbar und auch der Klang lässt kaum Wünsche offen, obwohl das Hama nicht über einen zusätzlichen Tieftöner verfügt.

Besser aber teurer

Teufel 3sixty

Test besten Internetradios: Teufel 3sixty
Das Teufel 3sixty glänzt mit außergewöhnlichem Design und dem besten Klang – das kostet aber auch entsprechend.

Das Teufel 3sixty ist etwas teurer als unser Favorit, bedient nicht den Retro-Trend, setzt aber auf hervorragenden Klang. Kein Wunder, Teufel kommt ja schließlich aus dem Lautsprecherbau und das hört man dem 3sixty auch an: Dank der geschickten Konstruktionsweise gibt es satten, raumfüllenden Sound aus beinahe allen möglichen Quellen.

Erweiterbar

Sangean WFR-70

Test besten Internetradios: Sangean WFR-70
Der WFR-70 lässt sich mit einem passiven Zusatzlautsprecher einfach zu einem echten Stereo-Set erweitern.

Beim Sangean WFR 70 SmartLink 1 zeugt das schmale Hochkantformat davon, dass hier nur ein einzelner Lautsprecher für zugegebenermaßen sehr guten Klang sorgt. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit; das Radio lässt sich nämlich mit einem zweiten Lautsprecher zur echten Stereoanlage ausbauen und es gibt obendrein einen Anschluss für einen Subwoofer. Damit bietet das WFR 70 vom Start weg einen guten Klang, der sich fast nach Belieben ausbauen lässt.

Mobilitätssieger

Nordmende Transita 120IR

Test besten Internetradios: Nordmende Transita 120IR
Kompakt gebaut, gut verarbeitet modernste Technik im klassischen Gehäuse.

Eine alte Marke ist zurück, das Nordmende Transita 120IR ist erst seit Kurzem auf dem Markt, wird allerdings von einem Primus der Szene produziert. TechniSat nutzt den Markennamen und hat das Transita 120IR außer mit moderner Technik auch mit klassischem Design und hervorragender Verarbeitung ins digitale Zeitalter transportiert. Auch Sie können das Transita überall mit hinnehmen – dank großem eingebauten Akku spielt es stundenlang, ohne das eine Steckdose in der Nähe sein muss.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBesser aber teurerErweiterbarMobilitätssieger
Modell Hama DIR3115MS Teufel 3sixty Sangean WFR-70 Nordmende Transita 120IR Roberts Stream 218 Sangean WFR-29C Sangean WFS-58 Numan Mini Two Imperial Dabman i450 Numan One Auna Connect Soundchef Hama DIT2000M Blaupunkt IRD 30C Sonoro Stream TechniSat DIGITRADIO 360 IR Sangean WFR-30 Bose Soundtouch 10
Test besten Internetradios: Teufel 3sixtyTest besten Internetradios: Sangean WFR-70Test besten Internetradios: Nordmende Transita 120IRTest Internetradio: Sangean WFR-29CTest besten Internetradios: Sangean WFS-58Test Internetradio: Numan Mini TwoTest Internetradio: Imperial Dabman i450Test Internetradio: Numan OneTest Internetradio: Auna Connect SoundchefTest Internetradio: Hama DIT2000MTest besten Internetradios: Blaupunkt IRD 30CTest Internetradio: Sonoro StreamTest Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 360IRTest Internetradio: Sangean WFR-30Test Internetradio: Bose Soundtouch 10
Pro
  • Sehr guter Klang
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Hervorragender Klang
  • Unterstützt aptX Codec
  • Sehr guter Klang
  • Ausbaufähig auf Stereo-Betrieb
  • Guter Klang
  • Kompakte Bauweise
  • Großer interner Akku
  • Sehr guter Klang
  • Bluetooth
  • Standard-Batterien/-Akkus
  • Sehr guter Klang
  • Leicht und kompakt
  • Standard-Batterien/-Akkus
  • Sehr guter Klang
  • Mit Akkus/Batterien transportabel
  • Ausbaufähig zum Stereo-System
  • Bluetooth mit NFC und aptX
  • Sehr guter Mono-Klang
  • Bluetooth und LAN
  • Variabel einsetzbar
  • Guter, bassstarker Klang dank 2.1-Konfiguration
  • Solide Verarbeitung
  • Sehr guter Klang mit Tiefgang
  • Unterbaufähig
  • Viele unterschiedliche Dekors erhältlich
  • Ergänzung zur klassischen HiFi-Anlage
  • Analoge und digitale Ausgänge
  • Guter Stereo-Klang
  • Günstiger Preis
  • Geringe Stellfläche
  • Guter Klang
  • Sehr gutes Design mit verschiednen Holz-Dekors
  • Sehr guter Klang
  • Guter Klang trotz Mono
  • Sehr guter Klang
Contra
  • Sämtliche Schnittstellen befinden sich auf der Rückseite
  • Einschränkungen in der Aufstellung wegen der seitlichen Lautsprecher
  • Keine Fernbedienung im Lieferumfang
  • Keine Fernbedienung
  • Kein Bluetooth
  • Kein Bluetooth
  • Für ein Mobilgerät recht groß
  • Kein Bluetooth
  • Keine Fernbedienung
  • Ohne DAB+
  • Proprietärer Akku-Pack optional verfügbar
  • Neigt im Bass zum Dröhnen
  • Bedienkonzept gewöhnungsbedürftig
  • Leicht verfärbter Klang
  • Ausschließlich für den Unterbau konzipiert
  • Kein Bluetooth
  • Wenig Schnittstellen
  • Nur Mono
  • Recht teuer
  • Wenig Schnittstellen
  • Schlechtes Display
  • Schleppende Software
  • Keine Fernbedienung
  • Hoher Preis
  • Weder RDS noch UKW
  • Proprietäres Multi-Room-System
Bester Preis
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Testsieger: Hama DIR3115MS

Das Hama DIR3115MS erinnert ein wenig an Küchenradios der 60er, insbesondere unser Testmuster mit weißem Gehäuse. Das ist durchaus gewollt, denn Retro ist in und solange Ausstattung, Verarbeitung und Klangqualität nicht darunter leiden, ist ein Hingucker durchaus gefragt.

Wem das Hama in Weiß nicht gefällt, der kann auf die schwarze Ausführung zurückgreifen, die sieht trotz der gleichen Design-Akzente etwas zeitloser aus, auch wenn hier ebenfalls die kupferfarbene Applikation dezent für Kontrast sorgt.

Das Hama DIR3115MS verfügt zudem über einen Zwillingsbruder, das DIR3100/3110 ist bis auf die Kupferlinie vollkommen identisch. Das DIR3115 ist darüberhinaus ausschließlich online zu haben, während Sie das DIR3100/3110 auch im klassischen Fachhandel erwerben können. Der Preis ist zumeist ebenfalls der gleiche.

Bedienung und Ausstattung

So scheinbar altbacken sich das DIR3115MS auch gibt, drinnen steckt alles, was ein modernes Internetradio braucht – und noch mehr: per UNDOK App lässt sich das Radio in ein Multiroom-System einbinden, beispielsweise mit den IR80MBT aus gleichem Hause. Aber auch andere, mit der App kompatible Geräte bandeln mit dem Hama Radio an.

Wo das WLAN nicht ausreicht oder nicht vorhanden ist, lässt sich das Hama per LAN verdrahten. Klassisches Radiohören ist dank der Integration von DAB+ und UKW ebenso möglich wie das kabellose Streamen vom Smartphone via Bluetooth oder der einfache Anschluss an die analoge AUX-Buchse. Die ist aber, wie leider alle anderen Schnittstellen auch, auf der Rückseite untergebracht.

Das Bedienfeld besteht aus den üblichen beiden Drehstellern für Lautstärke und Menü zwischen denen das Display leuchtet, sowie ganzen sechs Stationstasten darunter. Im Regelfall wird man das Gerät jedoch per Fernbedienung steuern, die nicht zu klein und damit schön übersichtlich gehalten ist.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist das fest angesetzte Netzkabel, hier blockiert nicht das x-te Steckernetzteil als großer lästiger Klotz mindestens zwei Steckdosen – das würden wir uns auch bei anderen Modellen wünschen.

Das Hama DIR3115MS im Klangtest

Die seitlich abstrahlenden Breitband-Lautsprecher sorgen für ein breites Stereo-Klangbild, auch ohne zusätzlichen Tieftöner gibt es einen sauberen Grundtonbereich und genügend Bass. Die Grundabstimmung des DIR3115MS ist insgesamt etwas heller als die des Numan, was zur besseren Sprachverständlichkeit beiträgt. Auch bei größeren Lautstärken neigt es kaum zum Dröhnen, außer man zwingt die beiden Lautsprecher per Equalizer an ihr Tiefton-Limit.

Individuelle Klang­einstellungen möglich

Nun hört sich »Equalizer« recht hochtrabend an, aber immerhin gibt es im entsprechenden Menüpunkt neben acht verschiedenen Presets für Klassik, Rock, Normal, etc., auch einen Speicherplatz für eigene Einstellungen. Die beschränken sich zwar auf die Bässe und Höhen, das reicht aber schon, denn grundsätzlich bietet die Lautsprecher-Ausstattung des Hama genug Spielraum für individuelle Klangeinstellungen.

Nachteile?

Ein Nachteil des Internetradios von Hama ist, dass sich sämtliche Anschlüsse auf der Rückseite befinden, zumindest die Kopfhörerbuchse, die USB-Schnittstelle und vielleicht noch der AUX-Eingang wären vorne besser zugänglich und damit dort sinnvoller untergebracht.

Die seitlich abstrahlenden Lautsprecher können je nach Aufstellungsmöglichkeit ebenfalls zum Problem werden. Sollten Sie gezwungen sein, das Radio in eine rechts und links geschlossene Nische einpassen zu müssen, ist das Hama nicht das Richtige für Sie.

Hama DIR3115MS im Testspiegel

Das Hama DIR3115MS wurde auf der IFA 2017 vorgestellt und ist erst seit Ende letzten Jahres auf dem Markt, die Tests sind daher noch rar gesät. Als eines der ersten Magazine testete die ‚ct (09/2017) das DIR3115MS, vergab aber keine Endnote:

»Der Klang des kompakten Hama-Radios ist für seine Größe überraschend druckvoll, reicht aber nicht ganz an den des Numan-Radios und des größeren Hama-Radios heran. Durch die beiden Lautsprecher rechts und links am Gerät braucht das Radio etwas Freiraum im Regal. Das Radio lässt sich einfach bedienen, dank der eng stehenden Knöpfe und Drehsteller geht das auch gut mit einer Hand. Es beherrscht zwar Spotify Connect, aber Bluetooth fehlt. Im Vergleich zu den anderen Geräten im Test fiel der schwache UKW-Empfang auf.«

Den unzureichenden UKW-Empfang konnten wir nicht nachvollziehen, allerdings bekommt das Hama auch regelmäßig Software-Updates, womit das Problem unter Umständen schon gelöst sein könnte.

Alternativen

Neben Frontstrahlern und 2.1 Systemen gibt es eine Reihe meist teurere Alternativen, denn das DIR3115MS gehört zu den günstigeren Modellen. Allerdings gibt es unter Umständen auch Design-Varianten, die Ihnen eher zusagen oder einfach besser zur Einrichtung passen.

Besser aber teurer

Teufel 3sixty

Test besten Internetradios: Teufel 3sixty
Das Teufel 3sixty glänzt mit außergewöhnlichem Design und dem besten Klang – das kostet aber auch entsprechend.

Das Teufel 3sixty ist etwas teurer als unser Favorit und steckt so gar nicht im Retro-Anzug. Es wäre allerdings kein Produkt von Teufel, wenn es über das markante Äußere hinaus nichts weiter zu bieten hätte.

Die Lautsprecher-Chassis sind im stoffbezogenen Oberteil untergebracht und strahlen quasi rundum ab – bis auf den Tieftöner, der strahlt nach dem Downfire-Prinzip nach unten ab. Die Füße sorgen für den nötigen Abstand zur Standfläche.

Teufel setzt, anders als viele anderer Hersteller, auf soliden ABS-Kunststoff als Gehäusegrundlage und nicht auf Holz. Die Vorderseite wird von den beiden Bedienknöpfen bestimmt, die links und rechts auf der Spiegelfläche angebracht sind. Dazwischen befindet sich das Display – leider nur in Schwarzweiß-Ausführung. Darunter reihen sich die meisten Bedientasten auf, von denen vier als Speicher- oder Preset-Tasten fungieren.

Zwar ist die Bedienung des 3sixty eingängig, allerdings liegt ihm keine Fernbedienung bei. Wer Wert darauf legt, kann das Gerät auch mittels Raumfeld-App via Smartphone bedienen. Das Menü ist wie gesagt nur in Monochrom-Ausführung und mit geringer Auflösung sicher keine Augenweide, es reagiert aber schnell, ist übersichtlich und als Streaming-Quelle ist Spotify vorinstalliert. Nach einem Firmware-Update spielt das 3sixty zudem WAV-, FLAC-, MP3-, AAC- und WMA-Audio-Dateien vom USB-Datenträger ab.

Das Teufel 3sixty ist umfangreich ausgestattet, am meisten kann allerdings der Sound des Internetradios überzeugen; ein derart raumfüllendes, ausgewogenes Klangbild erwartet man nicht aus einem doch recht kompakten Gehäuse. Obwohl der Sound kaum Wünsche offen lässt, lassen sich Bässe und Höhen im Menü nochmal individuell anpassen.

Wer Wert auf hervorragenden Klang legt, gepaart mit modernem Design, wird gern ein paar Euro mehr ausgeben. Die fehlende Fernbedienung ersetzt man dann eben mit dem Smartphone.

Erweiterbar

Sangean WFR-70

Test besten Internetradios: Sangean WFR-70
Der WFR-70 lässt sich mit einem passiven Zusatzlautsprecher einfach zu einem echten Stereo-Set erweitern.

Das Sangean WFR 70 benötigt erstmal wenig Standfläche, liefert aber dennoch einen ausgesprochen guten Klang. Bedient wird das Gerät ausschließlich über die Tasten am Gerät selbst, eine Fernbedienung gehört leider nicht zum Lieferumfang und als Streaming-Dienst ist nur Spotify Connect vorinstalliert. Dafür lässt sich aber sowohl DAB+ als auch UKW empfangen.

Die Bedientasten auf der Alu-Frontplatte sind eindeutig beschriftet und nach einiger Zeit hat man das Menü auch mit den Tasten, aber mehr noch mit dem Jog-Dial rechts voll im Griff. Die Kommunikation läuft wahlweise über LAN oder WLAN, Bluetooth kann das WFR 70 nicht. Das ist erstmal mager und für den aufgerufenen Preis schwierig zu argumentieren. Beim Blick auf die Anschlüsse auf der Rückseite wird man aber entschädigt: Hier finden sich zwei Anschlussbuchsen, die bei Internetradios nicht so üblich sind. Einmal lässt sich ein externer Lautsprecher anschließen, entweder entspricht der den aufgedruckten Spezifikationen oder man gönnt sich gleich den auch optisch passenden Zusatzlaustprecher Sangean SP 40. Der ist passiv ausgelegt, die entsprechende Verstärkerstufe ist nämlich schon im WFR 70 eingebaut.

Damit nicht genug, wer das WFR 70 vielleicht nebst SP 40 im großen Wohnzimmer mit genug Tiefbassvolumen spielen lassen möchte, kann zusätzlich einen aktiven Subwoofer andocken, auch hierzu ist schon ein Anschluss vorhanden.

Allerdings spielt das Sangean WFR 70 auch ohne Unterstützung schon sehr ordentlich, sofern der Raum, in dem es spielt, nicht allzu groß ist. Der eingebaute Lautsprecher arbeitet nach dem Bassreflex-Prinzip, die solide Gehäusekonstruktion verhindert, dass es bei kräftigen Bässen zum Dröhnen kommt.

Mobilitätssieger

Nordmende Transita 120IR

Test besten Internetradios: Nordmende Transita 120IR
Kompakt gebaut, gut verarbeitet modernste Technik im klassischen Gehäuse.

Nordmende ist zurück, wenn auch »nur« als Markenname. Das Transita 120IR ist eines der ersten Produkte von TechniSat, auf dem der traditionsreiche Markenname prangt. Allerdings gibt es noch mehr Bezüge; so wird das Transita 120IR, wie die meisten Produkte von TechniSat, in Deutschland produziert. Außerdem hat man sich an dem Mende-typischen Design orientiert. Alu und Holz sind die bevorzugten Materialien, die beim Transita zum Einsatz kommen.

Da ist es kaum verwunderlich, dass das recht kompakte Internetradio mit knapp 1,5 Kilo ebenso viel auf die Waage bringt, wie das größere Stream 218 von Roberts. Ein Teil des Gewichtes fällt allerdings auch auf den internen Akku, der mit 5000 mAh genug Kapazität für mehrere Stunden Betrieb hat. Die Betriebsdauer hängt von verschieden Faktoren ab; neben der Lautstärke ist auch relevant, ob das Radio WLAN, DAB+ oder UKW als Quelle nutzt, wobei WLAN noch die meiste Energie kostet.

Die Bedienung ist mit den beiden Drehknöpfen absolut intuitiv, da stört es nur wenig, dass das Display nicht farbig ist. Auf den Stationstasten – oder besser Favoritentasten – lassen sich insgesamt zehn Favoriten abspeichern, egal, ob UKW, DAB+ oder Internetradio.

Klanglich bleibt es zwar leicht hinter den mobilen Geräten von Sangean und Roberts zurück, diese verfügen allerdings auch über je zwei Lautsprecher für den Stereobetrieb und sind damit im Vorteil. Der fette interne Akku, die hervorragende Verarbeitung und nicht zuletzt das außergewöhnliche Design sowie der günstige Preis entscheiden das Rennen letztlich für das Transita 120IR, wenn auch knapp.

Außerdem getestet

Das Roberts Stream 218 ist etwas größer als unser aktueller mobiler Favorit. Auch hier ist die Verarbeitung top, es gibt zwei Lautsprecher und das Smartphone lässt sich per Bluetooth anschließen.

Das Roberts Stream 218 ist trotz seines recht hohen Gewichts eindeutig für den mobilen Einsatz konzipiert. Mit Strom versorgt wird es dann mit Standard-Akkus oder Batterien im LR20 Format mit reichlich Kapazität. Gerade für den mobilen Einsatz ist eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone nützlich, die das Roberts ebenfalls bietet.

Klanglich lässt man bei Roberts ohnehin nichts anbrennen und so überzeugt auch das Stream 218 mit satten ausgewogenem Sound, selbst bei hohen Pegeln. Wer es nicht allzu kompakt braucht und etwas mehr Geld investieren möchte, macht mit dem Stream 218 nichts falsch.

Das Sangean WFR-29C ist ziemlich kompakt, wiegt deutlich weniger als die beiden anderen mobilen Internetradios und kann dennoch klanglich mithalten. Abstriche muss man aber bezüglich der Schnittstellen machen: Bluetooth kann das Sangean nicht. Schade, denn gerade unterwegs will man einfach und schnell Musik vom Smartphone abspielen können und das geht nun mal am besten mit Bluetooth.

Das Sangean WFS 58 ist ebenfalls mit einem Griff versehen, ein Blick auf die Unterseite verrät, dass sich dort ein Batteriefach befindet. Sechs Batterien oder Akkus (ein entsprechender Umschalter ist im Fach) der Größe AA können eingesetzt werden und sorgen dann für einige Stunden Musik auch ohne Steckdose.

Das WFS 58 kommuniziert via WLAN, Bluetooth und notfalls auch per LAN-Kabel, nur auf eine Fernbedienung wurde verzichtet, wohl um zu vermeiden, dass die im mobilen Betrieb verloren geht. Wie dem auch sei, auch ohne lässt sich durch das übersichtliche Menü scrollen, sodass auch die Einrichtung kein Hexenwerk ist.

Klanglich liefert auch dieses Sangean erwartungsgemäß gute Ergebnisse ab, auch wenn es sich hier nur um eine Monogerät handelt.

Das Numan Mini Two benötigt dank seiner Bauweise zwar eine geringe Stellfläche und bringt sogar einen schönen Tragegriff mit, an das optionale Akkupack, wodurch es überhaupt erst mobil wird, muss man aber schon beim Kauf zusätzlich denken. Im Gegensatz zu den beiden anderen mobilen Kandidaten passen hier nämlich keine Standard-Akkus. Dafür gibt es eine Bluetooth-Schnittstelle fürs Smartphone und sogar eine LAN-Buchse.

Damit ist das Numan auch bestens für den stationären Einsatz vorbereitet. Das recht üppige Eigengewicht von gut 1,5 Kilo sorgt für hohe Standfestigkeit, auch wenn es mal etwas lauter aus dem Lautsprecher tönt. Zum Mitnehmen an den Badesee ist das Numan Mini Two eher nicht gedacht, aber um es an einem lauen Sommerabend mal mit auf die Terrasse oder auf den Balkon zu nehmen, ist es genau richtig. Auch klanglich kann das Numan Mini Two vollkommen überzeugen, selbst wenn es nur mono spielt.

Imperial Dabman i450

Beim Imperial Dabman I450 handelt es sich um einen waschechten Hybriden, denn dank mitgelieferter Bügel und dem passenden Befestigungsmaterial lässt es sich wie ein klassisches Küchenradio unter den Hängeschrank bauen. Im Gegensatz etwa zum Auna Connect Soundchef muss das Dabman I450 nicht zwangsläufig unter dem Schrank hängen, ein kräftiger, nach unten abstrahlender Subwoofer sorgt immer für voluminösen Sound.

Das Dabman kann von ebenso vielen Quellen gespeist werden wie unser Favorit, digital wie analog ist möglich. Für letztere wurde sogar ein Kabel beigelegt. Keine Frage, dass neben dem obligatorischen WLAN auch Bluetooth zu den drahtlosen Übertragungsmöglichkeiten zählt und sollte das WLAN mal für unzureichenden Datenfluss sorgen, kann man auf ein LAN-Kabel zurückgreifen.

Das Imperial Dabman I450 ist damit ideal für alle, die ein gut klingendes Unterbau-Radio für die Küche suchen.

Das Numan One steckt in einem dicken Holzgehäuse. Das und der nach unten abstrahlende Subwoofer sorgen für das beachtliche Betriebsgewicht von 2,5 Kilo.

Das One ist ein echtes 2.1-System mit entsprechend sattem Sound, der dank des integrierten Subwoofers bis tief in den Basskeller reicht. Manchem Hörer mag das Numan One zu dunkel abgestimmt sein, da lässt sich aber mit den Klang-Presets Abhilfe schaffen.

Völlig unkonventionell funktionieren dagegen die Bedienelemente: Statt an der Front sind sie oben auf dem Gerät untergebracht. Es handelt sich um ein Clickwheel zum Zappen durchs Menü, das rundum von einer ganzen Schar kleiner Tasten umgeben ist. Das so angesteuerte Menü reagiert prompt und überaus flüssig.

Wer auf feine Holzoberflächen steht und sich nicht vor außergewöhnlichen Bedienkonzepten scheut, für den ist das Numan One genau das Richtige.

Auna Connect Soundchef

Das Auna Connect Soundchef ist das einzige echte Unterbaugerät, eine Halterung mit Aufnahme für die Befestigungsschrauben ist im Gehäuse fest eingebaut. Entsprechend ist auch das Bedienteil nebst Display für den Betrieb unter dem Hängeschrank ausgerichtet. Die Lautsprecher strahlen nach unten ab, sodass der Klang, je nach Einbauumgebung, leicht mittenbetont rüberkommt. Es werden insgesamt fünf verschiedene Dekors angeboten, sodass das Gerät sich gut in die verschiedenen Küchen integrieren kann. Klanglich kann es aber nicht mit dem ebenfalls unterbaufähigen Imperial Dabman i450 mithalten.

Hama hat mit dem DIT2000M eindeutig die HiFi-Klientel im Visier, nicht umsonst passt das Gerät nicht nur optisch sondern auch mit der klassischen Breite von 430 Millimetern perfekt zur heimischen Anlage. Neben Internetradio wird DAB+ und herkömmlicher UKW-Empfang angeboten, sodass mindestens ein Gerät aus der HiFi-Anlage verschwinden kann – der Tuner. Wenn es nicht dieser Formfaktor sein muss, gefällt uns das TechniSat Digitradio 110 IR für weniger Geld besser. Für alle, die ihren Hifi-Turm mit Internetradio erweitern wollen, ist das Hama aber eine gute Wahl.

Das Blaupunkt IRD 30C ist etwas besser ausgestattet als das IRK 1620, immerhin gibt es hier DAB+ und UKW. Außerdem strahlen die Stereo-Lautsprecher seitlich ab, deshalb ist es noch recht kompakt und klingt zudem ordentlich. Es ist eine gute Wahl, wenn der Stellplatz begrenzt ist, man aber nicht auf Stereoklang verzichten will.

Ein wahres Design-Stück ist das Sonoro Stream, was sich einerseits in der Vielfalt der verfügbaren Oberflächen und andererseits im Preis niederschlägt. Wegen der Hochformat-Bauform beschränkt sich das Gerät auf Mono-Klang mit nur einem Lautsprecher. Der Klang ist dann aber sehr gut, ebenso wie das Handling – mit nur wenigen Tasten erschließen sich sämtliche Funktionen, sowohl am Gerät selbst als auch auf der Fernbedienung.

Der Bose SoundTouch 10 ist der kleinste Wireless-Speaker aus der großen SoundTouch-Familie von Bose und Vorbild unter anderem für das Hama IR80MBT. Eigentlich handelt es sich hier wie dort nicht um ein Internetradio im herkömmlichen Sinne. Auch wenn sich das Bose nach der Einrichtung per App mit nur wenigen Tasten bedienen lässt, ist doch für wichtige Einstellungen wie neue »Sender« oder Streaming-Dienste immer ein Smartphone nötig. Bei uns läuft die gesamte SoundTouch-Familie unter der Rubrik Multiroom-Systeme, den ausführlichen Test dazu können Sie hier lesen.

TechniSat DIGITRADIO 360 IR

Auch wenn es nicht das älteste in diesem umfangreichen Testfeld ist, sieht man dem Digitradio 360IR von TechniSat die lange Marktpräsenz an. Seitens der Ausstattung und auch klanglich kann das Digitradio zwar überzeugen, aber bei der Bedienung hapert es. Spätestens nach dem Einschalten wird klar: das Dotmatrix-Display ist veraltet, das Menü reagiert nur mit Verzögerungen und versprüht den Charme früher DOS-Versionen.

Die Preisgestaltung des Sangean WFR-30 ist kaum nachvollziehbar. Das Gerät ist zwar schön kompakt und damit für die kleine Küche oder das überschaubare Home-Office gut geeignet, leider musiziert das Sangean aber nur monophon und auch das nur mit mittelmäßigem Klang. Eine Fernbedienung liegt nicht bei, es muss also alles am Gerät bedient werden. Für diese schwache Leistung ist es schlicht zu teuer.

7
Kommentare

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Markus
Markus

Hallo Herr Johannsen,

ist das Blaupunktradio (IRD 300 ) mit der UNDOK-App steuerbar und auch multiroomfähig?
Danke!

Redaktion
Redaktion

Ja, beides ist möglich.

Gordian
Gordian

Hallo Herr Johannsen,
welche dieser Geräte unterstützen RECIVA (und nicht Frontier Silicon) ??
RECIVA unterstützt ca. 1000 Sender, die auf anderen Portalen überhaupt nicht vorhanden sind.
Danke im voraus für die Antwort.

Redaktion
Redaktion

Reciva spielt im Markt kaum mehr eine Rolle, da von Reciva auch kein DAB unterstützt wird. Wir werden auf die Unterschiede der beiden Provider demnächst in einem ausführlichen Update eingehen.

Sabine klinke
Sabine klinke

Tolles Radio!Würde ich gerne weiter empfejlen

Walter
Walter

Hervorragend, umfassend, gründlich und gut verständlich. Eine große Hilfe!

Odin Urvater
Odin Urvater

Ich habe 2 Stück!

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