Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.
last updateZuletzt aktualisiert:
Internetradios im Test: Testsieger um 100 Euro ist das Medion Life P85111.
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Die besten Internetradios mit CD

Wenn Sie noch einige CDs zu Hause haben, die Sie gerne ab und zu in Ihrem Radio abspielen möchten, dann ist ein Internetradio mit integrierten CD-Fach praktisch. Da man eine Funktion mehr zur Verfügung hat, muss man leider auch dafür zahlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

TechniSat DIGITRADIO 600

Das TechniSat Digitradio 600 ist nichts für kleine Räume. Die Lautsprecher, nebst nach unten abstrahlenden Subwoofern im stattliche Holzgehäuse, können durchaus auch größere Räume mühelos und vor allen Dingen klangstark beschallen. Im Hochglanz lackierten Gehäuse steckt modernste Technik, außerdem ist es auch in dezentem Anthrazit zu haben.

Deutlich teurer als unser Favorit ist das Roberts Stream 67, auch dieses Modell glänzt mit hervorragender Verarbeitung, ist deutlich größer und benötigt daher noch mehr Stellfläche. Die beiden Bass-Chassis und die Reflex-Öffnungen strahlen nach hinten ab, daher kann es seitens der Aufstellung die bessere Wahl sein. Auch zur Beschallung großer Räume eignet sich das Stream 67 besser als unser Favorit.

Preistipp

Albrecht DR 690 CD

Test besten Internetradios: Albrecht DR 690 CD
Das DR 690 CD bringt alles mit was man braucht, klingt gut und ist sehr günstig.

Das Albrecht DR 690 CD ist sehr gut verarbeitet, liefert guten Klang aus dem Internet, von CD und DAB-Sendern. Um die Frontpartie schön bündig und glatt zu halten, hat man das Bedienfeld kurzerhand nach oben aufs Gehäuse verlegt. Damit und mit der übersichtlichen Fernbedienung ist das Radio-Erlebnis ein Kinderspiel.

Design-Tipp

Hama DIR3505MSCBT

Test besten Internetradios: Hama DIR3505MSCBT
Weg vom Quader-Design, mit sehr guter Ausstattung und ebensolcher Klangqualität.

Mit dem DIR3505MSCBT beschreitet Hama neue Wege, zumindest das Design weicht von dem weit verbreiteten Quader ab. Der Standfuß lässt das Hama fast schweben, durch die gebogene Frontpartie nimmt es optisch weniger Platz in Anspruch. Seitens der Ausstattung fehlt es aber an nichts, auch klanglich kann das Hama voll überzeugen.

Unterbaufähig

Imperial DABMAN i450 CD

Test besten Internetradios: Imperial DABMAN i450 CD
Das Dabman i450 CD bringt direkt ein komplettes Montageset mit, um es unter den Hängeschrank in der Küche montieren zu können.

Mit dem Dabman i450 CD hat Hersteller Telestar dem klassischen Küchenradio ein CD-Laufwerk spendiert. Allein die Farbgebung ist facettenreich – das i450 CD gibt es mit weißem oder schwarzem Gehäuse, jeweils mit silberner bzw. schwarzer Alu-Frontplatte. Zum Lieferumfang gehört unter anderem ein solides U-Blech inklusive Montageschrauben, um das Dabman in der Küche unter einem Hängeschrank montieren zu können.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istPreistippDesign-TippUnterbaufähig
ModellTechniSat DIGITRADIO 600Roberts Stream 67Albrecht DR 690 CDHama DIR3505MSCBTImperial DABMAN i450 CDPure Evoke C-F6Auna Connect CDSangean DDR-66 BTAlbrecht DR 890 CDPearl IRS-700
Test Internetradio: TechniSat DIGITRADIO 600Test besten Internetradios: Roberts Stream 67Test besten Internetradios: Albrecht DR 690 CDTest besten Internetradios: Hama DIR3505MSCBTTest besten Internetradios: Imperial DABMAN i450 CDTest besten Internetradios: Pure Evoke C-F6Test Internetradio: Auna Connect CDTest Internetradio: Sangean DDR-66 BTTest Internetradio: Albrecht DR 890 CDTest Internetradio: Pearl IRS-700
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Ausstattung
  • Solide Verarbeitung
  • USB-Front-Buchse
  • Hervorragender Klang
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Guter Klang
  • Sehr gute Ausstattung
  • Günstiger Preis
  • Außergewöhnliches Design
  • Sehr viele Schnitsttellen
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Ausstattung
  • Kopfhörer- und USB-Buchse von vorn zugänglich
  • Hervorragender Klang
  • Tolles Design mit mehreren Farbvarianten
  • Guter Klang
  • AUX- und Kopfhörer-Buchse vorn zugänglich
  • Teleskop-Antenne
  • Sehr umfangreiche Ausstattung
  • Line-und SPDIF-Ausgang
  • Sehr guter Klang
  • Baugleich mit Auna Connect CD, mit ähnlichem Preis
  • Günstiger Preis
  • Guter Klang
Contra
  • Veraltete Display-Technik
  • AUX- und Kopfhörer-Buchse an der Rückseite
  • Aux- und Kopfhörer-Buchse auf der Rückseite
  • Lautstärke reicht nur für kleinere Räume
  • Sperriges externes Netzteil
  • Bluetooth-Verbindung etwas instabil
  • Sämtliche Schnittstellen auf der Rückseite
  • Weniger Dekor-Varianten als das Auna
  • Wurfantenne
  • CD-Laufwerk macht Geräusche
  • Kein Bluetooth
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Internetradio Test: Testsiger mit CD TechniSat Digitradio 600.

Testsieger: TechniSat Digitradio 600

Das TechniSat Digitradio 600 ist ein wuchtiges Gerät, überragt die direkte Konkurrenz zumindest in Breite und Höhe deutlich und setzt auch beim Gewicht mit fünf Kilo Maßstäbe. Selbst das deutlich teurere Sangean DDR-66 BT wiegt ein ganzes Kilo weniger. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich sorgt ein Tieftöner mit satten 120 Millimetern Durchmesser nach dem Downfire-Prinzip für Druck nach unten – und der wiegt natürlich.

Testsieger

TechniSat DIGITRADIO 600

Bedienung und Ausstattung

Aber auch das sauber lackierte Holzgehäuse ist ziemlich dick, damit so wenige Resonanzen wie möglich entstehen. Dennoch ist das Digitradio 600 alles andere als eine effekthaschende Wumms-Kiste, doch zum Klang gibt es weiter unten mehr. Das Digitradio verfügt, wie noch zwei weitere Geräte in diesem Test, über ein sogenanntes Slot-In-CD-Laufwerk, das heißt: Die Scheibe wird in den Schlitz gesteckt und dann von der Mechanik eingezogen, ähnlich wie in vielen CD-Playern im Auto. Eine raus- und reinfahrende Schublade gibt es hier nicht und so bleibt die Mechanik weitestgehend vor Staub geschützt.

Nachdem die CD eingeschoben und dort vom Laser eingelesen wurde, schaltet das Digitradio automatisch auf CD-Wiedergabe um, egal welche Quelle vorher aktiv war. Das machen übrigens bis auf das günstige VR-Radio von Pearl alle Testgeräte so, dort muss man sich recht umständlich ins Auswahlmenü begeben, um dann per Hand die CD als Wiedergabemedium auszuwählen.

Als Quellen stehen dem Digitradio 600 neben der CD auch weitere digitale wie analoge Quellen zur Verfügung: Außer den obligatorischen DAB+- und UKW-Empfangsmögliochkeiten gibt es auch eine AUX-Buchse für analoge Quellen – leider ist diese auf der Rückseite – und last but not least eine USB-Buchse für entsprechende Datenträger, diese ist aber zum Glück vorne angebracht.

Darüber hinaus nimmt das Radio auch gern per Bluetooth Kontakt zum Smartphone auf und wird dabei von NFC unterstützt. Das Logo und somit die aktive Fläche prangt unübersehbar auf der Gehäuseoberseite, das Smartphone muss also für eine Verbindung nur kurz aufgelegt werden.

Fast keine Wünsche offen

Die Einrichtung des Digitradio ist denkbar einfach, am komfortabelsten übers WLAN, bei Beadarf aber auch über eine sichere, stabile LAN-Verbindung. Schon vorher kommt man allerdings mit dem Menü in Berührung, dieses ist genauso altbacken wie bei den anderen TechniSat-Radios, ausgenommen das Digitradio 110 IR, das als einziges Gerät über ein echtes grafisches Display verfügt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Digitradios (Digitradio 360IR, Digitradio 301 IR), zappt es sich beim Digitradio 600 zumindest einigermaßen flüssig durch die monochrome Welt des Dotmatrix-Displays.

Auch die Verlegung solch wichtiger Schnittstellen wie Kopfhörer- und AUX-Buchse auf die Rückseite ist nur schwer nachvollziehbar, immerhin hat man aber, wie gesagt, die USB-Schnittstelle vorne angebracht.

Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln, die Bedienung per übersichtlicher Fernbedienung und am Gerät ist weitestgehend selbsterklärend und das Wichtigste: ie Drahtlos-Verbindungen wie Bluetooth und WLAN sind schnell hergestellt. Dank der Kompatibilität mit UNDOK lässt sich das Digitradio zudem leicht in eine Multiroom-Installation einbinden und erlaubt zudem vereinfachten Zugang zu einer Reihe von Streaming-Diensten, zusätzlich zum hier allgegenwärtigen Spotify.

TechniSat Digitradio 600 im Klangtest

Die kleinen Ungereimtheiten seitens der Bedienelemente rücken allerdings nach der ersten Klangprobe in den Hintergrund: der stattliche Basslautsprecher sorgt zwar für druckvolle Bassunterstützung, übertönt allerdings dabei nicht die nach vorn gerichteten Breitband-Lautsprecher, sodass immer ein geschlossenes Klangbild entsteht. Das Digitradio ist in der Lage, auch größere Räume mit Klang zu erfüllen, die beiden Front-Lautsprecher schaffen es sogar, ein ganz ordentliches Stereobild zu erzeugen, zumindest, wenn man nah genug davor sitzt.

Tolle Bassperformance

Auch dies ist letztenendes der Breite des Gehäuses geschuldet, schmalere Geräte schaffen das meist nur mit seitlich abstrahlenden Lautsprechern. Das hat dann allerdings den bekannten Nachteil, dass sie eben auch rechts und links Platz benötigen, um frei in den Raum spielen zu können.

Die hochwertigen Breitbandlautsprecher sind außerdem dafür verantwortlich, dass das Digitradio 600 neben den musikalischen Fähigkeiten auch über eine gute Sprachverständlichkeit verfügt, was besonders bei Nachrichtensendungen einen unschätzbaren Vorteil birgt.

Nachteile?

Außer dem Display und der etwas unglücklichen Verteilung der Schnittstellen, hatten wir am Digitradio 600 nichts zu bemängeln. Das Display ist zwar ein Ärgernis, letztlich aber nur eines kosmetischer Art. Dass Buchsen wie der Kopfhörerausgang und der analoge AUX-Eingang auf der Rückseite versteckt wurden, findet man leider auch bei vielen anderen Geräten.

TechniSat Digitradio 600 im Testspiegel

Aufgrund der recht kurzen Marktpräsenz gibt es bislang lediglich einen einzigen Test des Digitradio 600, wir dürfen daher gespannt auf weitere Reaktionen sein:

Im Magazin InfoDigital (02/2017) erlangte das Digitradio auf anhieb den ersten Platz, punktgleich mit dem Sonoro Stereo 2, das allerdings auch das dopplete des Digitradios kostet.

Dieses erreichte den Testsieg mit einem »sehr guten« Ergebnis (Note 1,4), ausschlaggebend waren die gute Verarbeitung, sowie die sehr guten Multiroom-Fähigkeiten. Bemängelt wurde, dass das Gerät über keinen Line-Ausgang zum Beispiel für die Stereo-Anlage verfügt, außerdem der basslastige Sound.

Letzteres hängt sicher wesentlich von der Art der Aufstellung, insbesondere des Untergrundes ab, in den Equalizer-Einstellungen lässt sich aber auch der Bass zurücknehmen, falls der zu präsent erscheint. Für uns war entscheidend, dass das Digitradio 600 beste Voraussetzungen für einen knackigen Bass mitbringt, der bei guter Aufstellung nicht zum Dröhnen neigt. Runterdrehen kann man bei Bedarf immer noch.

Alternativen

Es geht immer auch etwas günstiger und auf jeden Fall auch teurer. Bei den günstigeren Geräten muss man Abstriche in Kauf nehmen, und bei dem einzigen teureren Gerät stellt sich die Frage, ob man die Mehrausstattung benötigt. Auch wenn man mit Platzproblemen zu kämpfen hat, kann eine der Alternativen interessant sein oder aber, man verzichtet auf das CD-Laufwerk.

Mit dem Stream 67 reizt Roberts die Preisspirale weit nach oben aus. Glücklicherweise ist es nicht nur das Gewicht des Radios, das sich der Konkurrenz mit über sieben Kilo entgegenstellt, auch die Verarbeitung des Boliden gibt keinen Anlass zur Kritik. So ist die Bedieneinheit oben auf dem Gerät komplett in gebürstetem Alu eingefasst, auch die beiden Knöpfe – Lautstärke und Tuning – sind solide gefertigt und laufen seidenweich. Wie schon gesagt ist das Stream 67 kein Leichtgewicht, es bringt gut doppelt soviel auf die Waage wie die meisten Konkurrenten – es ist allerdings auch etwas wuchtiger.

Deshalb gibt es im Innern auch Platz für insgesamt vier Lautsprecher-Chassis: Zwei Mittelhochtöner strahlen nach vorn ab – einer pro Stereokanal – zwei Tiefton-Chassis strahlen nach hinten ab, gemeinsam mit der dazugehörigen Bassreflex-Öffnung.

Die Ausstattung ist angemessen üppig, die Bedienung wartet mit einigen komfortablen Details auf: So verfügt das Roberts über ein sogenanntes Slot-in-CD-Laufwerk ohne Schublade. Wird eine CD eingeschoben, springt das Gerät direkt in den CD-Modus um und liest diese ein. Bei der Verteilung der Buchsen hatten die Designer aber offenbar den größeren Einfluss, zumindest die Kopfhörerbuchse ist vorn ergonomischer angebracht, der AUX-Eingang eigentlich auch.

Der Klang ist entsprechend dem Gehäuse und der Lautsprecherbestückung sehr voluminös ohne zu wuchtig rüberzukommen. Das Stream 67 kann gerne frei aufgestellt werden, da sich der Tieftonbereich dann entsprechend entfalten kann. Bei wandnaher Aufstellung verändert sich die Bass-Performance je nach Wandentfernung und -beschaffenheit, dafür lässt sich der Klang im Allegemeinen und eben auch der Bass im Besonderen im Equalizer schön anpassen.

»Size matters« – das gilt für das Roberts Stream 67 ganz ohne Zweifel, allerdings will die Größe auch akustisch geschickt genutzt werden und darf im Falle des Roberts zudem mit hochwertiger Verarbeitung einhergehen – womit der Preis im Grunde auch gerechtfertigt ist.

Preistipp

Albrecht DR 690 CD

Test besten Internetradios: Albrecht DR 690 CD
Das DR 690 CD bringt alles mit was man braucht, klingt gut und ist sehr günstig.

Das Albrecht DR 690 CD ist ganz neu auf dem Markt, verwöhnt aber mit den bekannten Tugenden der Marke: Gute Ausstattung zum knapp kalkulierten Preis. Da stört es nur wenig, dass es nur eine Gehäuseausführung gibt, nämlich die in Schwarz.

Die schwarze Holzdekor-Oberfläche ist ordentlich verarbeitet und das Gehäuse ist recht groß – man benötigt also entsprechend Stellfläche. Auch nach oben hin sollte genug Platz vorhanden sein, da die Bedienknöpfe auf dem Gerät angebracht sind, sodass man im engen Regal im Zweifel nicht sieht, was man tut. Natürlich lässt sich das DR 690 CD auch komplett per Fernbedienung bedienen – die ist, ebenso wie das Bedienfeld auf dem Gerät, recht übersichtlich gehalten und gibt damit keine Rätsel auf.

Als Quellen dienen neben den Stationen des Internetradios auch DAB+, UKW mit RDS, Bluetooth und natürlich CD. Ein Icon für Spotify oder einen anderen Streamingdienst gibt es im Menü nicht, da nutzt man idealerweise die auf dem Handy installierten Dienste und überträgt sie per Bluetooth.

Das ist allerdings auch schon mit der einzige Kompromiss, den man ob des günstigen Preises eingehen muss – neben der USB-Buchse für externe Quellen, die ebenfalls nicht vorhanden ist. Um die Frontpartie schön sauber zu halten, musste neben dem AUX-Eingang auch die Kopfhörer-Buchse nach hinten wandern. Löblich ist dagegen das CD-Laufwerk, hier fährt der Schlitten aus und zieht sich dann mit CD wieder zurück. Auch wenn die sogenannten Slot-in Laufwerke – ohne Schlitten – sicher ihre Vorteile haben, so kann es schon mal zur »Verstopfung« kommen, weil man ja nicht sieht, ob nicht schon eine CD drin steckt. Dieses Problem hat man hier nicht.

Dank des großen Gehäusevolumens und der beiden Bassreflex-Öffnungen kann das DR 690 CD mit einem satten Sound aufwarten, den man sogar unverzerrt bis zum Anschlag aufreißen kann. Da letztlich auch hier etwas gespart werden musste, füllt der Klang gerade große Räume nicht befriedigend aus. Dennoch bietet das DR 690 CD gemessen am Preis eine tolle Ausstattung und Verarbeitung.

Design-Tipp

Hama DIR3505MSCBT

Test besten Internetradios: Hama DIR3505MSCBT
Weg vom Quader-Design, mit sehr guter Ausstattung und ebensolcher Klangqualität.

Dank des Standbügels und der Form wirkt das Hama DIR3505MSCBT entsprechend leicht, das Gehäuse ist jedoch ebenso stabil wie bei der Konkurrenz, entsprechend liegt das Betriebsgewicht des Hama dann auch mit vier Kilo im Normbereich, es ist also kein Plastikbomber. Rund ums Display sind die Bedienelemente angebracht: zwei Reihen zugegebenermaßen recht schlanke Schalter und ein Jog-Dial in der Mitte. Der schmale, unscheinbare CD-Schacht fährt auf Tastendruck sehr schnell aus und ein – und wirkt dabei alles andere als klapprig.

Insgesamt ist das DIR3505 nach der Aufstellung leicht nach oben geneigt, es kann also auch auf einem niedrigen Sideboard stehen und strahlt trotzdem gut Richtung Ohrhöhe ab. Es lässt sich allerdings nicht in der Neigung verstellen, sollte folgerichtig auch nicht zu hoch platziert werden.

Die Einbindung ins Netzwerk geht dank WPS ebenso schnell wie bei allen anderen, für alle Fälle gibt es zudem auch eine LAN-Buchse. Bluetooth muss leider ohne NFC und auch ohne den aptX-Codec auskommen und die Tasten sind wirklich recht klein geraten. Auch die Bedienung, gerade die des CD-Laufwerkes, ist nicht immer eindeutig. So fährt die CD-Lade nur raus und rein, wenn die entsprechende Taste am Gerät betätigt wird – und auch nur dann, wenn das Gerät im CD-Betrieb steht. Über die Fernbedienung lässt sich das Fach gar nicht öffnen oder schließen. Außerdem fiel auf, dass das CD-Laufwerk mit älteren CDs mit leicht zerkratzter Oberfläche Aussetzer produziert, das Stream 67 spielte dieselbe CD anstandslos ab.

Beim Hama arbeiten zwei Breitbänder nach vorn, die Bassreflex-Öffnungen sind auf der Rückseite, eine zusätzliches Bass-Chassis gibt es nicht. Dafür klingt das DIR3505 sehr gut und kann, je nach Aufstellung, gut unten nachdrücken. Auch wenn es beim Maximalpegel nicht zu Verzerrungen kommt, so ist das Hama doch eher zur Beschallung mittelgroßer Räume geeignet, im Wohnzimmer mit mehr als 20 Quadratmeter klingt es doch etwas verloren.

Wer die übliche Quaderform leid ist und nur gut gepflegte CDs sein Eigen nennt, macht mit dem Hama DIR3505 sicher nichts falsch, zumal es sich preislich auch eher im Rahmen bewegt.

Unterbaufähig

Imperial DABMAN i450 CD

Test besten Internetradios: Imperial DABMAN i450 CD
Das Dabman i450 CD bringt direkt ein komplettes Montageset mit, um es unter den Hängeschrank in der Küche montieren zu können.

Dem Imperial Dabman i450 CD liegt ab Werk ein Montage-Set für die Montage unter einem Küchen-Hängeschrank bei, dazu passt auch das weiße Gehäuse. Wem das zu »küchenmäßig« ist, der hat dann nur noch die Option, das schwarze Gehäuse zu wählen.

Ganz zur optionalen festen Montage passt es, dass sowohl der USB-Anschluss als auch die Kopfhörerbuchse bequem von vorn zugänglich sind. Hinten gibt es neben einem echten Netzschalter, um das Dabman i450 CD bei längerer Abwesenheit stromlos zu machen, eine LAN-Buchse und nur eine einzige Bassreflex-Öffnung.

Beim späteren Klangtest werfen wir dann doch etwas ungläubig einen zweiten Blick auf die Rückseite, bis wir bemerken, dass die eine Öffnung ausschließlich für den Basslautsprecher arbeitet, der im Boden des Dabman i450 CD eingesetzt und nach dem Downfire-Prinzip wie ein Subwoofer für den satten Tiefbass zuständig ist. Die beiden Breitbandlautsprecher rechts und links vom Bedienfeld müssen sich daher nur um die mittleren und hohen Frequenzen kümmern.

Damit der Subwoofer genug Spielraum nach unten hat, sorgen die Füße des Dabman für genügend Abstand. Vor allem, wenn das Montage-Blech an den eingelassenen Gewinden an der Unterseite verschraubt und anschließend unterm Hochschrank befestigt wird, kann sich der der Basslautsprecher ungehemmt entfalten.

Damit der gute Klang auch eine entsprechende Grundlage hat, werden neben den üblichen Quellen wie Internetradio, DAB+, UKW und CD auch Streamingdienste wie Napster, Qubuz, Tidal, Deezer, Palco MP3 und weitere unterstützt – für Spotify Connect gibt es wie so oft ein extra Icon im Menü. Beim CD-Laufwerk handelt es sich um ein sogenanntes Slot-in, die CD wird auf halbem Wege geschnappt und hineingezogen, um dann ohne hörbare Laufwerksgeräusche abgespielt zu werden.

Das Dabman i450 CD ist ein tolles Internetradio, nicht nur für die Küche, zumindest wenn man es mit dem Design nicht so eng sieht.

Außerdem getestet

Das Pure Evoke C F6 ist nochmal etwas teurer als beispielsweise das Dabman i450 CD, ist aber erstens noch edler verarbeitet und ist außerdem in mehreren Holz-Varianten zu bekommen, nämlich außer im von uns getesteten Walnuss noch in Eiche Grau und Sienna Schwarz, allesamt mit Holzmaserung. Neben dem Internetradio und dem CD-Laufwerk stehen auch hier die üblichen Quellen, wie DAB+, UKW mit RDS, Bluetooth und sogar AUX zur Verfügung – das Spotify Connect Icon findet sich wie üblich schon im Menü.

Es ist erstaunlich, was klanglich aus dem Evoke C F6 rauskommt, obwohl nur zwei Breitband-Lautsprecher eingesetzt werden. Der Bass ist fast so knackig und konturiert wie bei Geräten mit extra Subwoofer. Das Evoke C F6 klingt dabei ziemlich ausgewogen und ist sicher eine gute Wahl fürs gepflegte Wohnzimmer, in der Küche ist die weiße Fernbedienung dagegen eher suboptimal.

Etwas günstiger ist dagegen das Auna Connect CD zu haben. Auch hier findet alles im kleineren Gehäuse Platz und statt Subwoofer erhalten die beiden Lautsprecher durch eine Bassreflex-Öffnung auf der Rückseite Unterstützung. Bluetooth muss ohne NFC-Unterstützung auskommen, dafür ist die Kopfhörerbuchse gut zugänglich an der Front untergebracht. Das Auna Connect CD sieht dem Albrecht DR 890 CD weiter unten zum Verwechseln ähnlich, lediglich die Lautsprecherabdeckungen unterscheiden sich: beim Auna sind sie rund, beim Albrecht eckig. Diese Ähnlichkeiten setzen sich auch seitens der Bedienung und der Performance fort.

Dass das Auna und eben nicht das Albecht hier eine Empfehlung bekommt, ist nicht allein dem etwas günstigeren Preis geschuldet, sondern in erster Linie einigen wenigen Ausstattungsdetails, in denen sich die beiden Zwillinge dann doch voneinander unterschieden.

So ragt eine feste Teleskopantenne aus der Rückseite des Auna und sorgt für gute Empfangsverhältnisse für UKW und DAB+, während dem Albrecht eine schnöde Wurfantenne beiliegt. Außerdem gibt es das Auna außer in Walnuss und Schwarz noch in Weiß, dieses Dekor ist bei Albrecht nicht verfügbar, dafür gibt es hier aber die Möglichkeit einer feineren Lautstärkeabstufung mit 32 Stufen, bei Auna muss man sich mit 20 begnügen.

Klanglich nehmen sich allerdings beide nichts, auch die Verarbeitung ist tadellos, selbst die Verwendung einer CD-Schublade anstatt eines Slot-In-Laufwerkes teilen beide. Da lohnt es sich, auf Feinheiten, wie Tagespreis und Lieferbarkeit zu achten oder eben auf die Gehäusedekors, sie machen im Großen und Ganzen mit keinem der Geräte etwas falsch.

Das Sangean DDR-66 BT bietet neben den üblichen Schnittstellen für alle möglichen Quellgeräte, zu denen neben der USB-Buchse hier auch ein Kartenslot für SD-Karten gehört, einen analogen sowie einen digitalen Ausgang. Letzterer ist in dieser Gerätekategorie eher selten anzutreffen, er bietet aber für einige Szenarien einen unbestreitbaren Vorteil: Gerade Besitzer einer hochwertigen HiFi-Anlage können diese nun um einige weitere Quellen erweitern.

Nun lässt sich neben den Internetsendern auch Bluetooth, andere WLAN-Quellen, DAB+ und sogar ein CD-Player an den Verstärker der HiFi-Anlage anschließen – üblicherweise analog. Im Falle des Sangean DDR-66 geht das jedoch auch digital, denn oftmals verfügen moderne HiFi-Verstärker über digitale Eingänge, mit vorzüglichen Wandlern.

Wer seitens anschließbarer Quellen auf Nummer sicher gehen will und zudem Wert auf exzellente Verarbeitung legt, der ist mit dem Sangean sicher gut beraten – vorausgesetzt man scheut die Mehrkosten nicht.

Zum Albrecht DR 890 CD muss nur wenig mehr gesagt werden, als zum Auna Connect CD schon gesagt wurde: solide Verarbeitung, üppige Ausstattung und nicht zuletzt ein schönes Gehäuse, nur leider ist keine weiße Variante verfügbar. Auch das Albrecht DR 890 CD ist jeden Cent wert, vor allem wenn man neben dem schönen Holz-Finish wert auf angemessenen Klang legt.

Auf den ersten Blick hat das Pearl IRS 700 eine recht deutliche Ähnlichkeit zum Sangean DDR-66 BT, welches locker zum dreifachen Preis angeboten wird. Allerdings reicht neben dem genaueren Blick auch der erste haptische Eindruck, um den Preisunterschied wenigstens Ansatzweise zu erklären. Neben dem Finish gibt es dann auch seitens der Ausstattung und ebenso des Klanges deutliche Unterschiede. Macht schon das CD-Laufwerk teilweise interessante Geräusche beim Ein- und Ausfahren der CD, so muss man nach Einsetzen selbiger das Radio manuell auf CD-Betrieb umstellen. Für ein solideres und klangstarkes Gerät muss man nur wenig mehr ausgeben, wie Auna mit dem Connect CD beweist.

11
Kommentare

avatar
Bernd Clausen
Bernd Clausen

Diese Infos aus den Tests und auch den Kommentaren sind hilfreich. Verwunderlich ist nur, dass man kaum Infos zum Kopfhörerausgang bekommt. Viele Taschenradios und zunehmend auch Kofferradios besitzen nur noch 1 (!) Lautsprecher – also MONO Wiedergabe. Mag auf Baustellen und unterwegs ok sein, aber zu Hause? Bei manchen Radios ist jedoch der Kopfh. Ausgang in Stereo! Auch ist es praktisch, wenn die geräte über einen Audio Ausgang verfügen würden. (Bis vor ca. 30 Jahren hieß das „Tonabnehmer Ausgang“). Dann spielt das Klangbild des RX (Empfänger) keine Rolle. Man schließt dort einen Stereo Verstärker mit tollen Boxen an und alles… Mehr... »

Blinki
Blinki

Eine Frage zur Suche von Sender x. Am PC/ Tablet kann ich den Namen ja eingeben, anklicken, hören. Irgendwo speichern. Am Wlanradio sehe ich oft nur „scan“- Tasten. Das ist ja schon beim UKW- Empfang Mist, online unbrauchbar.
Wie suche ich also Sender, wenn die nicht voreingestellt sind in o.g. Portalen?

Redaktion
Redaktion

Im Menü „Internetradio“ gibt es üblicherweise das Untermenü „Sender“, dort außer den Unterkategorien „Länder“, „Genres“ etc. auch „Sender suchen“. Mithilfe der dort eingeblendeten Tastatur und der Steuertasten auf der Fernbedienung kann man dann Sendernahmen eingeben. Das ist zwar etwas mühsam, funktioniert aber. 😉

Blinki
Blinki

Danke, ist ja wie beim Wlan TV. Nur winzig eben.

Markus
Markus

Hallo Herr Johannsen,

ist das Blaupunktradio (IRD 300 ) mit der UNDOK-App steuerbar und auch multiroomfähig?
Danke!

Redaktion
Redaktion

Ja, beides ist möglich.

Gordian
Gordian

Hallo Herr Johannsen,
welche dieser Geräte unterstützen RECIVA (und nicht Frontier Silicon) ??
RECIVA unterstützt ca. 1000 Sender, die auf anderen Portalen überhaupt nicht vorhanden sind.
Danke im voraus für die Antwort.

Redaktion
Redaktion

Reciva spielt im Markt kaum mehr eine Rolle, da von Reciva auch kein DAB unterstützt wird. Wir werden auf die Unterschiede der beiden Provider demnächst in einem ausführlichen Update eingehen.

Sabine klinke
Sabine klinke

Tolles Radio!Würde ich gerne weiter empfejlen

Walter
Walter

Hervorragend, umfassend, gründlich und gut verständlich. Eine große Hilfe!

Odin Urvater
Odin Urvater

Ich habe 2 Stück!

Seite 1Evolution eines Klassikers
Seite 2Die besten Internetradios um 100 Euro
Seite 3Die besten Internetradios um 200 Euro
Seite 4Die besten Internetradios mit CD