Die besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer

Die besten Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer, die komplett ohne Kabel auskommen, sind die AirPods von Apple. Kein anderes In-Ear-Set schafft es, klanglich beim Musikhören und Telefonieren gleichermaßen zu punkten. Die AirPods sitzen trotz – oder wegen – ihres außergewöhnlichen Designs in den meisten Ohren gut und sicher und die eingebauten Akkus verfügen über ein enormes Durchhaltevermögen.

Update 16. August 2017

Wir haben uns zwei neue kabellose Bluetooth-In-Ears angehört. Das auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset hat uns als neuer Preistipp überzeugen können.

Die Hama FreeStereo Twins sind recht günstig, sitzen aber nicht besonders gut.

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28. Juni 2017

Gleich zwei neue Modelle sind soeben eingetroffen: einmal die FreeStereo Twins von Hama für knapp 100 Euro, und außerdem das auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset für knapp die Hälfte, es gibt in den nächsten Tagen ein entsprechendes Update.

Ein komplett kabelloser Kopfhörer, das ist sicher nicht nur für Sportler ein Traum, sondern auch für jeden, der sich schon des Öfteren nach dem Hängenbleiben am Kabel die Stecker aus dem Ohr gerissen hat. In-Ears, die lediglich durch ein Nackenband verbunden sind, gibt es ja schon. Die Herausforderung der komplett kabellosen Hörer haben jetzt aber einige Hersteller angenommen.

Wir haben einige Modelle für Sie getestet. Preislich lagen sie zwischen sehr günstigen 24 und satten 300 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Trendsetter: Apple AirPods

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Apple AirPods
Gewöhnungsbedürftiger Look aber guter Klang – sowohl beim Telefonieren als auch beim Musik hören.

Die AirPods von Apple sind zum Musikhören und Telefonieren gleichermaßen gut geeignet. Die Form der Ohrstöpsel soll universell passen, ohne individuelle Passstücke montieren zu müssen. Dank Bluetooth sind sie nicht auf Apple-Geräte beschränkt, sondern auch für andere Geräte uneingeschränkt nutzbar.

Die Bedienung erfolgt per Klopfzeichen auf die AirPods, das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber besser als fummelige Tasten. Die Sprachverständlichkeit auf der Gegenseite ist bei den AirPods am besten, die Klangqualität beim Musikhören könnte besser sein, ebenso muss man beachten, dass die AirPods nicht in jedem Ohr perfekt sitzen.

Designstück: Erato Audio Apollo 7

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Apollo 7
Sehr gute Klangqualität, aber leider hält der Akku nicht allzu lange.

Die Erato Apollo 7 sind echte Design-Stücke, sie haben die Ideale Form, und ausreichend Passstücke an Bord, so dass sie in fast jedes Ohr passen – von allen von uns getesteten übrigens am besten. Belohnt wird das mit hervorragendem Sound beim Musikhören.

Das Handling ist ebenfalls sehr einfach gehalten; die Kanalbelegung erfolgt automatisch, es braucht also keine entsprechende Kennzeichnung. Die kleinen Taster zur Bedienung der Freisprech-Einrichtung sind dagegen etwas fummelig. Beim Telefonieren erreicht die Sprachverständlichkeit an der Gegenstelle nicht ganz die Qualität der Muse aus gleichem Hause.

Die Apollo 7 sind etwas für Klang-Enthusiasten, die notfalls auch mal telefonieren müssen

AirPod Konkurrenz: Erato Audio Muse 5

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Audio Muse 5
Akzeptable Sprachqualität und sehr lange Akkulaufzeit.

Die Muse 5 kommen ebenfalls von Erato, sie passen wegen ihrer Größe zwar nicht ganz so gut in den Ohren, bieten aber dennoch eine gute Musikwiedergabe und liefern außerdem eine etwas bessere Sprachqualität beim Telefonieren als die Apollo 7.

Aufgrund ihrer Größe haben entsprechend große Akkus Platz in den Gehäusen, das ergibt eine enorme Akkulaufzeit von vier Stunden pro Ladung. Damit sind sie besonders für Leute geeignet, die viel telefonieren.

Preistipp: auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset

Test besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset
Günstig mit spartanischer Bedienung.

Das True Wireless In-Ear-Stereo-Headset von auvisio hat den Dokpav als Preisknaller abgelöst. Für knappe 50 Euro erhält man ein Headset inklusive Lade-, Transport-Dock, in dem die In-Ears bis zu vier mal wider aufgeladen werden können.

Die Passform ist dank der recht kompakten Abmessungen und der vier Passstücke im Lieferumfang sehr gut. Weil die auvisio Hörer sich gut ins Ohr einpassen, bringen sie auch einen sehr guten Klang beim Musikhören.

Vergleichstabelle

Der TrendsetterDesignstückAirPod KonkurrenzPreistippMusic EditionDer VorreiterOhne Lade-Dock
Modell Apple AirPods Erato Audio Apollo 7 Erato Audio Muse 5 auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset Motorola VerveOnes Music Edition Hama FreeStereo Twins Onkyo W800BT Dokpav X1T
Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Apple AirPodsTest besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Apollo 7Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Audio Muse 5Test besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-HeadsetTest besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Motorola VerveOnesTest besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: Hama FreeStereo TwinsTest besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Onkyo W800BTTest besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Dokpav X1T
Pro
  • Gute Klangqualität bei Musik Sprachqualität beim Telefonieren perfekt
  • Bedienung ohne Tasten sondern durch Tipp-Code
  • Hervorragende Klangqualität beim Musikhören
  • Sehr guter Sitz
  • Gute Klangqualität für Musik Sprachqualität in Ordnung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gute Klangqualität bei Musik Gute Passung im Ohr
  • Sprachqualität in Ordnung
  • Gute Klangqualität für Musik Sprachqualität in Ordnung
  • Pfiffige Aufbewahrungsbox
  • Sehr gute Musikwiedergabe mit knackigem Bass
  • Komplette Bedienung möglich
  • Hervorragende Klangqualität beim Musikhören, wenn sie richtig sitzen
  • Klangqualität bei Musik gut Passform sehr gut
Contra
  • Passt nicht in jedes Ohr
  • Weniger gute Sprachqualität beim Telefonieren
  • Beim Telefonieren hört man nur auf einem Kanal
  • Keine Lautstärke-Einstellung
  • Kein Skipping
  • Mitunter Funkaussetzer zwischen den beiden Kanälen
  • Umständliche Bedienung
  • Großer Korpus
  • Schlechte Sprachqualität und Aussetzer beim Telefonieren
  • Schwer einzupassen
  • Schlechte Sprachqualität beim Telefonieren
  • Schlechte Sprachqualität beim Telefonieren
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Ohne Ladeschale
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir hatten fast alle komplett kabellosen In-Ears, die zur Zeit erhältlich sind, im Test. Neben Apples AirPods waren die Apollo 7 und Muse 5 von Erato, die VerveOnes Music Edition von Motorola, die Onkyo W800BT sowie die besonders günstigen Dokpav X1T mit dabei. Neu hinzugekommen sind das auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset und die Hama FreeStereo Twins.

Oben: Erato Apollo 7, Motorola VerveOnes M.E, Dokpav X1T. Unten: Apple AirPods, Erato Audio Muse 5, Onkyo W800BT.

Komplett kabellos – gut oder schlecht?

Bluetooth-Kopfhörer bieten gegenüber den kabelgebundenen Kollegen ein deutliches Plus an Komfort. Um die für den Empfang notwendige Elektronik und die Akkus unterbringen zu können, verfügen die meisten In-Ear Bluetooth-Hörer entweder über einen Nackenbügel oder eine Kabelverbindung zwischen beiden Ohrstöpseln. Ganz kabellos sind die meiste Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer daher nicht.

Einige Hersteller versuchen, auch diesem letzten Kabel den Garaus zu machen. Onkyo stellte mit dem W800BT bereits auf der IFA 2015 den ersten Bluetooth-In-Ear Modell ganz ohne Kabel vor, ein knappes Jahr später kam er in den Handel. Kurz darauf führte Apple mit dem iPhone 7 das erste Smartphone ganz ohne Kopfhörer-Buchse ein – und die dazu passenden AirPods, ebenfalls In-Ears ganz ohne Kabel.

Mit Kabel hat man bessere Klangeigenschaften

So interessant komplett kabellose In-Ear-Kopfhörer auf den ersten Blick erscheinen: Bessere Klangeigenschaften haben nach wie vor Bluetooth-In-Ears, deren Ohrstöpsel zumindest mit Kabel oder Nackenbügel verbunden sind. Die Ohrstücke sind bei ihnen oft kleiner konstruiert, da Elektronik und Akku im Nackenband untergebracht werden können. Das erhöht den Tragekomfort – bis auf das lästige Kabel.

Bei komplett kabellosen In-Ears wird das Signal vom Smartphone zu einem der beiden In-Ears per Bluetooth übertragen, während die Kommunikation zwischen den beiden Ohrstöpseln über ein anderes Funkprotokoll läuft. Es müssen also beide Ohrstöpsel mit entsprechender Elektronik plus Akku ausgestattet werden – das braucht Platz und macht sie schwerer.

Den Herstellern ist es mittlerweile zwar gelungen, die Elektronik klein und leicht zu halten, aber die Akkus werden nicht kleiner. Die Größe der heute erhältlichen Ohrstöpsel wird daher hauptsächlich von Größe und Kapazität der darin verbauten Akkus bestimmt. Doch viel Platz steht einfach nicht zur Verfügung, weshalb die Laufzeit dieser In-Ears meist bereits nach drei bis 4 Stunden erschöpft ist.

Die Lösung der Hersteller: Die In-Ears haben ihre Tankstelle in Form eines Anschlussdocks mit integriertem Akku direkt dabei. So kann man die In-Ears unterwegs bis zu dreimal nachladen – vorausgesetzt, es ist komplett aufgeladen.

Mit diesem Trick können die kabellosen Bluetooth-In-Ears bei der Laufzeit mit ihren semi-kabellosen Kollegen gleichziehen, natürlich abgesehen von den Pausen zum Nachladen zwischendrin.

Handling und Bedienung

Bei allen In-Ears kommt es auf die richtige Passung an. Sie bestimmt nicht nur den Tragekomfort, sondern ist auch Voraussetzung für eine satte und konturierte Tieftonwiedergabe. Also setzten wir die Testkandidaten in mehrere unterschiedliche Ohren und horchten genau hin.

Vorab ging es aber um die Bedienung, schließlich müssen die unabhängigen Ohrstöpsel nicht nur mit dem Smartphone verbunden werden, sondern benötigen auch eine Verbindung zueinander, die meist auf Funk basiert.

Auf die Passform kommt es an

Da kein Raum für viele Bedienelemente ist, muss man sich zumeist mit der jeweils vorhandenen Multifunktionstaste begnügen, die in jedem unserer Probanden zum Ein-/Aus-Schalten und zur Aktivierung des Pairings genutzt werden muss.

Oft wird man dabei von einer Sprachausgabe unterstützt, mitunter müssen jedoch auch unterschiedliche akustische Signale reichen. Zudem sind im Betrieb die Tasten auch fürs Telefonieren und Zappen durch die Tracks zuständig, quasi per Morse-Code.

Einzig Apples AirPods funktionieren da etwas anders: Hier ist die Pairing-Taste an der kompakten Lade- und Aufbewahrungs-Box angebracht, sie sollte also immer dabei sein. Nur das günstigste Paar In-Ears kommt ohne Lade- und Aufbewahrungsbox aus: Die Dokpav X1T werden direkt per USB-Kabel aufgeladen und haben zur Aufbewahrung lediglich einen kleinen Stoffbeutel parat.

Klang – Musik und Telefon

Neben den musikalischen Fähigkeiten, die wie gesagt stark von der Passung im Ohr abhängig sind, soll man die Ohrstöpsel auch zum Telefonieren nutzen können. Dafür muss mindestens einer der Ohrstöpsel über ein Mikrofon verfügen.

Bei In-Ears mit Kabel ist das Mikrofon meist ins Kabel integriert und lässt sich in Richtung Mund bewegen, um eine bessere Sprachverständlichkeit zu erreichen.

Das ist hier anders: Die Mikrofone sind weit weg vom Mund und müssen über eine entsprechende Richt-Charakteristik verfügen. Auch hier haben wir genau hingehört, und teilweise dramatische Unterschiede feststellen können.

Bei In-Ears ohne Kabel ist das Mikro weit weg vom Mund

Last but not least haben wir auch die Akkulaufzeit gestoppt, und zwar ausschließlich die der Ohrstöpsel. Zwar verfügen alle Testteilnehmer, bis auf einen, über eine kombinierte Lade- und Aufbewahrungs-Box, die mit einem größeren Akkupack bestückt ist, aber damit kann man die In-Ears natürlich während des Ladevorgangs nicht benutzen.

Kabellose In-Ears – Testsieger Apple AirPods

Testsieger: Apple AirPods

Als Apple beim iPhone 7 die Kopfhörer-Buchse gestrichen hat, musste eine kabellose Lösung her. Das Ergebnis sind die AirPods.

Der Trendsetter: Apple AirPods

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Apple AirPods
Gewöhnungsbedürftiger Look aber guter Klang – sowohl beim Telefonieren als auch beim Musik hören.

Sie sind aber nicht nur fürs iPhone geeignet. Dank Bluetooth als Übertragungsprotokoll kann man die AirPods auch mit Geräten jenseits der Apple-Welt verwenden.

Ausgeliefert werden die AirPods direkt in der schlanken Lade- und Aufbewahrungsbox. Ein Anschlusskabel (USB auf Lightning) ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten – und die AirPods sind bei Lieferung bereits aufgeladen.

Weder die AirPods, noch mein Android-Smartphone zickten beim Pairing: Einfach die Box öffnen, auf die unscheinbare Taste drücken und das Smartphone im Bluetooth-Netz sichtbar machen – schon werden die AirPods gelistet. Mit dem iPhone dürfte das Pairing sogar noch ein bißchen schneller gehen.

Kabellose In-Ears im Test: Testsieger Apple AirPods
Keine Passstücke: Die AirPods sitzen entweder – oder nicht.

Ins Ohr eingesetzt ist so ein AirPod erstmal gewöhnungsbedürftig, zumindest wenn man klassische In-Ears mit Passstücken gewohnt ist. Denn die Pods werden in den Gehörgang eingesetzt, so dass die Stäbchen nach unten zeigen.

Hundertprozentige Abdichtung wie bei Comply-Passstücken erreicht man damit nicht, und man hat anfangs das Gefühl, die AirPods würden jeden Moment herausfallen. Das tun sie jedoch nicht, jedenfalls nicht schneller als andere In-Ears auch.

Wer allerdings in seinen Ohren keinen richtigen Halt für die AirPods findet, oder gar keinen akzeptablen Sound erreicht, für den sind sie schlicht ungeeignet. Wer aber auch mit den normalen Kopfhörern zurechtkommt, die Apple mit dem iPhone mitliefert, wird auch mit den AirPods keine Probleme haben: ihre Passform ist praktisch identisch.

Hörtest

Einmal eingesetzt leisten die AirPods klanglich zwar keine Wunderdinge, bei mir war der Klang jedoch durchaus akzeptabel. Zwar gehen die In-Ears nicht besonders tief in den Basskeller, tröten aber auch nicht nervig im Mittel-Hochtonbereich herum. Auch wenn das Urteil verhalten klingt: die AirPods gehörten klanglich zu den besten im Test – nur die Apollo 7 von Erato klangen einen Tick besser.

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Apple AirPods
Stylisch und top verarbeitet wie man es von Apple kennt.

Richtig zur Sache geht es beim Telefonieren: Die Rufannahme geschieht per leisem Klopfzeichen auf dem rechten AirPod, und sofort höre ich meinen Anrufpartner klar und deutlich über beide In-Ears. Das war nicht bei allen Testteilnehmern der Fall, manche kommunizieren beim Telefonieren nur über ein Ohr.

Im Vergleich zu den anderen Testgeräten war ich über die AirPods von meinem Anrufpartner am besten zu verstehen, ohne hörbaren Unterschied zum normalen Telefonieren ohne Headset. Bei den meisten anderen klang die Stimme weit entfernt wie aus der Freisprecheinrichtung im Auto, mit teils schlechter Sprachverständlichkeit. Hier machten die AirPods ganz klar die beste Figur.

Bedienung

Da Apple völlig auf Tasten verzichtet, ist die Bedienung nur per Sprachsteuerung über Siri möglich. Siri benötigt allerdings immer eine Internetverbindung, um zu funktionieren und man darf sich nicht zu fein dazu sein, Selbstgespräche zu führen. Denn genau darauf läuft es hinaus, wenn man die Perspektive anderer Bahnfahrer einnimmt, die man in der Früh auf dem Weg zur Arbeit trifft.

Nur Sprachsteuerung über Siri möglich

Um Siri zu aktivieren, tippt man zweimal auf einen der beiden Ohrstecker und sagt ihr dann, was man möchte – zum Beispiel einen Titel weiter springen. Für viele wäre es sicher hilfreich, wenn wenigstens die Grundfunktionen über Tippbefehle zu steuern wären. Doch letztlich geht die Musik- und Lautstärkesteuerung ohnehin am schnellsten und unkompliziertesten, wenn man einfach das Smartphone dafür benutzt. So vermeidet man jedenfalls auch argwöhnische Blicke von Mitreisenden.

Bei der Akkulaufzeit zeigen die AirPods, was sie können: Mit satten vier Stunden bei voller Lautstärke erfüllen sie die Herstellerangaben fast auf die Minute. Wenn die Musik leiser ist, ist sicher noch eine Stunde mehr drin.

Die Box kann die AirPods zudem bis zu fünf mal nachladen – das dauert allerdings jedesmal eine gute Stunde und ist damit nur auf langen Reisen oder im Urlaub interessant.

Nachteile?

Ein Nachteile kann die geringe Anpassungsfähigkeit sein, da die AirPods bauartbedingt keine Passstücke haben. Allerdings konnten wir keine großartigen Probleme feststellen, was aber nichts heißen muss. Wem sie nicht passen, der muss zu den Alternativen greifen: die Apollo 7 etwa sind sehr anpassungsfähig.

Der Ladeanschluss der Box ist als Lightning-Schnittstelle ausgelegt, also muss das Kabel auf Reisen immer dabei sein – für Android-Besitzer ist das eher lästig.

Die Bauform mit den langen Stäbchen kann dazu führen, dass sie mit vorhandenem Ohrschmuck kollidieren, dieses Problem haben allerdings auch andere Hörer, je nach Ausführung des Ohrschmucks.

Apple AirPods: Das sagen die Anderen

Auch für die Tester von Computer Bild (12/2016) stehen die AirPods auf dem ersten Platz – auch klanglich. Sie überzeugt außerdem der komfortable Sitz im Ohr und die lange Akkulaufzeit. Einzig die Sprachsteuerung wird Apple als Nachteil ausgelegt:

»Als einzige bisher getestete kabellose Bluetooth-In-Ears dichten die leichten AirPods den Gehörgang nicht ab und sitzen deshalb am komfortabelsten. Das Design ist Geschmackssache, dennoch überzeugen die AirPods im Test: Allen Zweiflern zum Trotz fallen sie beim Sport nicht heraus und sitzen absolut sicher – selbst wenn man es provoziert. Mit minimalem Vorsprung vor Jabras Elite Sport klingen sie am besten und der Akku hält mit knapp über 6 Stunden (statt der von Apple versprochenen 5) am längsten von allen bisher getesteten kabellosen Bluetooth-In-Ears. Unpraktisch: Die Bedienung, also Rufannahme, Musik- oder Lautstärkesteuerung funktioniert bei den AirPods ausschliesslich via Siri.«

Julia Maehner von CHIP (03/2017) ist ebenfalls angetan von der langen Akkulaufzeit, lässt aber sonst kaum ein gutes Haar an den AirPods:

»Die Apple AirPods sind die komplett drahtlosen Bluetooth-Kopfhörer des iPhone-Herstellers – das lässt viel hoffen. Im Test überzeugen vor allem die lange Akku-Laufzeit und die bequeme Verbindung zu Apple-Produkten. Doch in den wirklich wichtigen Kategorien Klang, Steuerung und Design schneiden die AirPods unterdurchschnittlich schlecht ab.«

Die Kritik am Klang ist allerdings für uns nicht nachvollziehbar. Wir finden den Klang überdurchschnittlich gut – wenn die Stöpsel passen.

Auch die Stiftung Warentest (02/2017) hat sich die AirPods angesehen. Ein Plus gibt es hier für die Passform – fast alle Tester kamen gut mit den Stöpseln zurecht:

»Apples Motto ist offensicht­lich wie immer: One size fits all. Tatsäch­lich scheinen die AirPods in ziemlich viele Ohren gut zu passen: Drei von fünf Testern empfanden den Sitz dauer­haft als gut und sicher. Auch bei starken und schnellen Kopf­bewegungen fielen ihnen die Kapseln nicht aus den Ohren.«

Auch die einfache Kopplung mit iPhone und Android-Geräten wird von den Warentestern gelobt. Beim Klang kommen die AirPods aber nicht gut weg:

»Den Klang bewerteten die meisten Tester als wenig spektakulär. Den Prüfern fehlten die Höhen, die Bass­wieder­gabe empfanden viele als zu kräftig. Die Stimm­wieder­gabe stuften sie als etwas quäkig ein.«

Aber auch dieses Urteil können wir im Vergleich mit den anderen komplett kabellosen In-Ears nicht nachvollziehen.

Andere Empfehlungen

Unter dem Strich hat für uns Apple mit den AirPods die Nase vorn. Klanglich geht es allerdings auch etwas besser – wenn man bereit ist, mehr Geld auszugeben. Allerdings gibt es mittlerweile auch Geräte, die deutlich günstiger zu haben sind, und eine gute Alternative darstellen, sofern man einige Einschränkungen in Kauf nimmt.

Designstück: Erato Audio Apollo 7

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Apollo 7
Sehr gute Klangqualität, aber leider hält der Akku nicht allzu lange.

Wer größten Wert auf Klangqualität legt, und mit dem One-Size-Fits-All-Design der Apple AirPods nicht zurecht kommt, sollte sich den Apollo 7  von Erato ansehen. Auch die Box der Apollo 7 Audio ist relativ kompakt und lässt sich daher gut mitnehmen. Das Pairing geht schnell, der erste Stöpsel hat für die freie Seitenwahl, der andere nimmt den Kanal der übrig ist.

Durch die kompakte Bauweise passen die Apollos in die meisten Ohren, dichten gut ab und bieten damit beste Voraussetzungen für einen guten Klang. Sie klingen mit großzügiger räumlicher Abbildung und solidem Bassfundament tatsächlich besser als die AirPods, können allerdings mit der Sprachqualität beim Telefonieren nicht ganz mithalten.

Außerdem fordert die kompakte Bauform ihren Tribut: 2,5 Stunden Musik in voller Lautstärke sind drin, danach müssen die Apollos aufgeladen werden. Für lange Reisen sind die Erato Apollo 7 daher nichts.

Darüber hinaus kosten sie mehr als 50 Prozent mehr als die AirPods von Apple, die deshalb für die meisten die bessere Wahl sein dürften.

AirPod Konkurrenz: Erato Audio Muse 5

Test besten Bluetooth In-Ears ohne Kabel: Erato Audio Muse 5
Akzeptable Sprachqualität und sehr lange Akkulaufzeit.

Die Muse 5 kommen wie die Apollo 7 von Erato Audio, sind aber völlig anders konstruiert. Sie wirken im Ohr wie Hörgeräte, können aber wegen ihrer großen Gehäuse nicht abschließend im Ohrkanal platziert werden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Passstücke quasi zweigeteilt sind: Einmal für den Ohrkanal und einmal zum Anschmiegen an die Ohrmuschel.

Bei unzureichender Passung ist der Sound entsprechend dünn, ohne Substanz im Bass- und Grundtonbereich, außerdem leidet in den meisten Ohren auch der Tragekomfort. Bei mir passten zum Beispiel nur die kleinsten Passstücke, die Pads für die Ohrmuschel ließ ich einfach weg.

Die üppigen Gehäusedimensionen haben indes auch einen gewissen Vorteil: Eine Akkuladung hält mit über vier Stunden noch länger als unser Favorit. Die Sprachqualität der Erato Muse 5 beim Telefonieren ist ebenfalls akzeptabel.

Preistipp: auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset

Test besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer: auvisio True Wireless In-Ear-Stereo-Headset
Günstig mit spartanischer Bedienung.

Das True Wireless In-Ear-Stereo-Headset von auvisio ist der absolute Preisknaller. Zwar kostet das Set doppelt so viel, wie das X1T, aber weniger als ein Drittel der AirPods. Dafür passen sie sogar besser in manche Ohren, und eine praktische Aufbewahrunsgbox mit integrierter Ladestation gibt’s dazu.

Auch die Akkulaufzeit kann sich sehen, respektive hören lassen; das Set läuft mit einer Ladung immerhin über zweieinhalb Stunden, und das bei voller Lautstärke. Dank des mitgelieferten Lade-Docks kann man die Hörer dann noch vier mal aufladen.

Die Passung der Ohrstöpsel ist wirklich gut, das liegt an ihrem schlanken Design und an den vier mitgelieferten Passstücken. Richtig eingesetzt vermitteln sie ein ziemlich ausgewogenes Klangerlebnis, zumindest beim Musikhören. Zur Bedienung gibt es lediglich eine großflächige Taste auf jedem Stöpsel, hier kann die Musik unterbrochen und ein Telefonat geführt werden, das ist alles an Bedienkomfort.

Da das True Wireless In-Ear-Stereo-Headset zudem noch eine recht akzeptable Sprachverständlichkeit beim Telefonieren bietet, ist es eine günstige Alternative zu unserem Favoriten.

Außerdem getestet

Music Edition: Motorola VerveOnes Music Edition

Die VerveOnes von Motorola gibt es in mehreren Varianten, wir orderten die »M.E.«, was für »Music Edition« steht. Sie sind etwas kompakter als beispielsweise die Muse 5, und dadurch etwas leichter im Ohr zu platzieren. Allerdings kam es bereits beim Einsetzen zu Funkaussetzern zwischen den beiden In-Ears.

Klanglich sind sie akzeptabel, wegen des doch recht großen Bodys kann es jedoch sein, dass sie in der Ohrmuschel drücken. Die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist vergleichbar mit dem Preistipp, auch der Preis hat mittlerweile nachgelassen.

Der Vorreiter: Onkyo W800BT

Die W800BT von Onkyo waren wohl tatsächlich die ersten In-Ears ganz ohne Kabel – schließlich wurden sie schon auf der IFA 2015 vorgestellt. Entsprechend groß sind die Onkyos dann auch ausgefallen. Damit sie Halt im Ohr finden, werden die Passstücke von kleinen Flügelchen unterstützt, die sich im Ohr festhaken sollen.

Dennoch dichten sie in den meisten Fällen kaum ab, es fehlt Bassfundament und die Onkyos klingen entsprechend dünn. Auch die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren lässt zu wünschen übrig.

Hama FreeStereo Twins

Auch Zubehörspezialist Hama hat mit den Freestereo Twins ein entsprechendes Headset am Start. Günstig ist es allemal, allerdings sind die Ohrstöpsel recht groß und jeweils mit drei Tasten versehen, die zum Pairen, fürs Telefonieren und zur Lautstärke-Einstellung dienen.

Die Bedienung ist bei eingesetzten Stöpseln recht fummelig, und beim Freisprechen kommt es gern zu Aussetzern. Klanglich können sie allerdings mit einem soliden Bassfundament und einer sonst natürlichen Wiedergabe überzeugen.

Ohne Lade-Dock: Dokpav X1T

Mit knapp über 20 Euro sind die Dokpav X1T die bei weitem billigsten Testkandidaten. Die X1T sind die einzigen im Test, die ohne Lade- Aufbewahrungsbox auskommen müssen. Das geht für den Preis in Ordnung, sofern man mit etwa drei Stunden Akkulaufzeit auskommt. Ein Nachladen unterwegs ist ja nicht möglich, es sein denn, man hat einen passenden Akkupack dabei.

Die Musikwiedergabe geht in Ordnung, beim Telefonieren ist allerdings weder der Gesprächspartner gut zu verstehen, noch ist er deutlich zu hören.

Kommentare

59 Kommentare zu "Die besten kabellosen Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer"

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Warum habt Ihr nicht The Dash, The DashPro und The Headphone von BRAGI getestet? Ich bin super hochzufrieden mit den Teilen!

Redaktion

Die haben wir leider nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen.

Alles klar, danke für die Info!

Wie praktisch sind die denn?! Mal keine Kabel, die einem im Weg sind. Hab ich vorher wirklich noch nie gesehen! Würde mich riesig darüber freuen und mein Mann sicherlich auch. Gerade wenn ich unterwegs bin, da sind die Kabel immer sehr nervig mit meinem Rollstuhl. Ich verheddere mich oft und dann fallen sie mir aus dem Ohr. Liebe Grüße und ich wünsche euch ein schönes Wochenende! <3
Kennst du solche Kopfhörer Pollyanna Tukaj?

Das ist ja mal eine tolle Erfindung. Meine Kleine reißt mir immer am Kabel herum.

Wow das wäre der Hammer endlich Musik hören zu können, ohne immer das lästige Kabel irgendwie rumbaumeln zu haben -damit wäre der anstehende Frühlingsputz sicher kein Problem

richtig geil sowas habe ich gesucht

Coole Sache der Mororola!

Thomas Weiß …für deine nächste Schularbeit?

KABELLOS IST EINFACH GEILER ! 🙂

die sehen ja cool aus! 🙂

tolles teil

Genial

Unfassbar, die Technik ist einfach unglaublich unfassbar (y) so ganz ohne Kabel, wie geil ist das denn

Bluetooth ohne Kabel….Genial 🙂

Sehr cool… Kabellos ist top..

Einfach….GEIL!!!!!!!!

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