Kühlbox Test: Kühlboxen Aufmacher
test
Aktuell veröffentlicht: 13.8.2021

Die besten Kühlboxen

Wir haben 17 Kühlboxen getestet. Da sich passive, thermoelektrische und Kompressor-Kühlboxen nicht miteinander vergleichen lassen, haben wir in jeder Klasse einen Sieger gekürt: Die beste passive ist die Campingaz Icetime Plus 26L, die beste thermoelektrische ist die Severin KB 2923 und die beste Kompressorbox ist die Yeticool BX40.

Matthias Becker
hat Politikwissenschaft und Soziologie studiert und testet als passionierter Sportler alles, was mit Sport, Fitness und Ernährung zu tun hat.
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Nichts ist schlimmer als warmes Bier, aber auch viele andere Getränke schmecken warm einfach nicht gut – gerade im Sommer, wenn man sich nach einer Abkühlung sehnt. Fürs Picknick, den relaxten Tag am Badesee oder beim Camping schaffen Kühlboxen da Abhilfe. Sie sorgen nicht nur erfrischend kühle Getränke, sondern halten zum Beispiel auch das Grillgut länger frisch.

Kühlboxen gibt es in verschiedenen Bauweisen – von simplen, passiven Kühlboxen für wenig Geld bis hin zu großen Kompressor-Kühlboxen, die eigentlich eher mobile Mini-Kühlschränke sind. Was die beste Option ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, denn da kommt es auf den Einsatzzweck an: Die tollste Kompressor-Kühlbox ist keine gute Wahl, wenn man nur nachmittags ein paar Stunden an den Strand möchte; ebenso wenig hilfreich ist eine passive Kühlbox bei einer Woche Campingurlaub. Daher sollte man sich vor dem Kauf Gedanken machen, wie und wo man seine Kühlbox überwiegend verwenden will.

Wir haben 6 passive Kühlboxen, 6 thermoelektrische Kühlboxen und 5 Kompressor-Kühlboxen getestet – da ist für jeden Einsatzzweck die perfekte Kühlbox dabei.

Passive Kühlboxen

Für Tagesausflüge, bei denen man keinen Zugang zu Strom hat, sind passive Kühlboxen die beste Option. Wie der Name schon sagt kühlen sie nicht aktiv, sondern beschränken sich auf gute Isolierung und benötigen daher unbedingt vorgekühlte Getränke sowie Kühlakkus. Schon für wenig Geld findet man teilweise sehr ordentliche Kühlboxen – wenn es aber auf jedes Grad ankommt, sollte man etwas mehr Budget einplanen.

Kühlbox Test: Passive Kühlboxen
Unsere Empfehlungen unter den passiven Kühlboxen: die Campingaz Icetime Plus 26L und die Dometic Patrol 20.

Passive Kühlboxen sind die einfachste und günstigste Möglichkeit, um Getränke zu kühl zu halten. Sie kommen ohne Stromversorgung aus, sind durch die nicht vorhandene Elektronik sehr robust und überleben so auch einen Einsatz im Regen oder Sand unbeschadet. In der Regel sind passive Kühlboxen eher klein, sodass man sie problemlos eine gewisse Strecke tragen kann.

Bei der Kühlleistung verlassen sie sich ausschließlich auf gute Isolierung – es ist aber ratsam, trotzdem auch ein paar Kühlakkus aus dem Gefrierfach dazuzugeben. Das verlangsamt die Erwärmung erheblich.

Das bedeutet aber auch, dass man stets auf vorgekühlte Getränke angewiesen ist und darüber hinaus immer etwas Platz für die Kühlakkus einplanen muss. Und selbst wenn man genug Platz für eine Handvoll Kühlakkus hat: Lange hält die Kühlung nicht. Bei den meisten passiven Kühlboxen bleiben die Getränke nur etwa einen halben Tag wirklich angenehm kühl, und auch das nur, wenn man sie im Schatten bei möglichst niedriger Temperatur lagert.

Um die Kühldauer zu verlängern, sollte man möglichst viele Kühlakkus aus dem Gefrierfach in die Kühlbox legen.

Für Tagesausflüge zum See oder zum Strand – wo man normalerweise sowieso keine Stromquelle hat – sind passive Kühlboxen daher gut geeignet, schließlich möchte man dorthin sowieso nicht viel Gepäck mitnehmen. Für längerfristige Kühlung sollte man allerdings auf aktive Kühlboxen zurückgreifen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Beste passive Kühlbox

Campingaz Icetime Plus 26L

Test Kühlbox: Campingaz Icetime Plus 26L
Einfache Kühlbox, die gute Kühlung für wenig Geld liefert.

Im Gesamtpaket hat uns unter den passiven Kühlboxen die Campingaz Icetime Plus 26L am meisten überzeugt. Sie hält Getränke zuverlässig über viele Stunden kalt, macht einen stabilen Eindruck und kostet nicht die Welt. Gut gefallen haben uns auch ihre Abmessungen, insbesondere die Höhe: Selbst 1,5-Liter-Flaschen kriegt man problemlos unter. Perfekt für einen Tagesausflug an den See!

Für längere Einsätze

Dometic Patrol 20

Test Kühlbox: Dometic Patrol
Robust und schwer, hält Getränke aber auch länger als einen Tag kalt.

Für extremere Einsätze ist die Dometic Patrol 20 gedacht. Die schwere und robuste Kühlbox hält ihren Innenraum unter günstigen Umständen auch mehrere Tage kalt, ist dafür aber nicht so gut für den mobilen Einsatz geeignet. Muss man sie doch einmal tragen, so überzeugt der Griff immerhin mit einem angenehmen Schaumstoffüberzug. Der Fokus liegt jedoch eindeutig auf maximaler Isolierung – und die gelingt Dometic ausgezeichnet.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Beste passive KühlboxFür längere Einsätze
Campingaz Icetime Plus 26L Dometic Patrol 20 Your Gear Coolah 30L Linder Kühlbox Set 24L + 10L Lifewit 20L Kühltasche SPGOOD 20L Kühltasche
Test Kühlbox: Campingaz Icetime Plus 26LTest Kühlbox: Dometic PatrolTest Kühlbox: Your Gear Coolah 30LTest Kühlbox: Linder Kühlbox Set 24L + 10LTest Kühlbox: Lifewit 20L KühltascheTest Kühlbox: SPGOOD 20L Kühltasche
Pro
  • Gute Kühlleistung
  • Einfach, aber zuverlässig
  • Günstig
  • Hervorragende Kühlleistung
  • Simpler, aber absolut dichter Verschluss
  • Stabil und robust
  • Angenehmer Griff
  • Abfluss
  • Gute Kühlleistung
  • Stabil und robust
  • Guter Verschluss
  • Abfluss
  • Günstig
  • Ordentliche Kühlleistung im unteren Teil
  • Volumen lässt sich flexibel ausnutzen
  • Kompakt und leicht
  • Günstig
  • Volumen lässt sich flexibel ausnutzen
  • Kompakt und leicht
  • Günstig
Contra
  • Deckel hakt ein wenig
  • Keine Extras
  • Schwer
  • Nutzbares Volumen in Relation zur Größe klein
  • Teuer
  • Schlechte Verarbeitung
  • Deckel fällt leicht zu
  • Nur seitliche Tragegriffe
  • Deckel liegt nur auf und schließt nicht vollständig ab
  • Getränke oben werden schnell warm
  • Begrenzte Kühlleistung
  • Nur für kurze Ausflüge oder Einkaufen geeignet
  • Begrenzte Kühlleistung
  • Nur für kurze Ausflüge oder Einkaufen geeignet
Bester Preis
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Gewicht2,4 kg7,5 kg2,75 kg1,7 kg520 g660 g
Volumen26 L20 L30 L24 L (+10 L)20 L20 L
Abmessungen gesamte Box (LxBxH)40 x 32 x 42 cm53 x 36 x 37 cm52 x 37 x 33 cm40 x 24 x 36 cm36 x 28 x 24 cm33 x 25 x 26 cm
Abmessungen nutzbarer Innenraum (LxBxH)32 x 24 x 34 cm35 x 23 x 26 cm43 x 29 x 25 cm35 x 19 x 34 cm35 x 27 x 23 cm33 x 25 x 26 cm

Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Campingaz Icetime Plus 26l

Beste passive Kühlbox: Campingaz Icetime Plus 26L

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Campingaz Icetime Plus 26L hat unter den passiven Kühlboxen nicht die beste Isolierung und ist daher auch nicht die Box, die Getränke am längsten kalt hält. Trotzdem hat sie uns im Gesamtpaket aus Handhabung, Verarbeitung und Preis-Kühlleistungs-Verhältnis am meisten überzeugt.

Beste passive Kühlbox

Campingaz Icetime Plus 26L

Test Kühlbox: Campingaz Icetime Plus 26L
Einfache Kühlbox, die gute Kühlung für wenig Geld liefert.

In klassischem Hellblau und Weiß kommt die Icetime Plus 26L aus dem Paket und gibt sich so sofort als Kühlbox zu erkennen. Mit Maßen von 40 x 32 x 42 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe) bringt sie rund 2,4 Kilogramm auf die Waage, was zwar nicht superleicht ist, sich aber völlig im Rahmen bewegt – und irgendwo muss die Isolierung schließlich herkommen. Im Innenraum stehen 32 x 24 x 34 Zentimeter zur Verfügung, das ergibt ziemlich genau die angegebenen 26 Liter.

Auffällig ist besonders die Höhe: Die Icetime überragt alle anderen, ähnlich voluminösen passiven Kühlboxen um ein paar Zentimeter. So passen selbst 1,5-Liter-Flaschen stehend komfortabel rein, inklusive Kühlakkus konnten wir sieben solcher Flaschen unterbringen. Wer lieber seine »Halben« Bier mit zum See nehmen möchte, darf sich über Platz für etwa 16 0,5-Liter-Flaschen freuen – da steht einem lustigen Nachmittag nichts im Wege.

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Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Campingaz Icetime Plus 26l
Klassischer Kühlbox-Look: Die Campingaz Icetime Plus 26L.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Campingaz Icetime Plus 26l
Für einen Tagesausflug hält sie zuverlässig kühl, solange man sie nicht – wie wir hier – in der Sonne stehen lässt.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Campingaz Icetime Plus 26l
Der Deckel rastet (fast zu) gut ein. Ist der Griff nach oben gestellt, lässt er sich nicht öffnen.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Campingaz Icetime Plus 26l
In den 26 Litern Kapazität lässt sich einiges unterbringen – 16 "Halbe" haben wir untergekriegt, aber auch 1,5-Liter-Flaschen passen gut.

Wenig auszusetzen gibt es an der Verarbeitung: Wenn man kleinlich sein will, könnte man die hier und da nicht perfekten Übergänge monieren, für den Praxiseinsatz ist das allerdings kaum von Bedeutung. Die Kühlbox an sich macht einen stabilen Eindruck und darauf kommt es viel eher an. Der Deckel lässt sich öffnen, sobald der Tragegriff zur Seite weggeklappt wird. Das Öffnen selbst ist ein kleines bisschen schwergängig, was aber auch daran liegt, dass der Deckel beim Schließen hörbar einrastet und somit nahezu perfekt isoliert.

Das bringt uns schon zu den Ergebnissen des Praxistests. Wie bereits angedeutet, musste sich die Icetime hier der deutlich teureren und schwereren Dometic Patrol geschlagen geben, alles andere wäre aber auch eine dicke Überraschung gewesen. Dennoch war die Performance unter der Raumtemperatur von 24 bis 26 Grad mit vier Kühlakkus durchaus respektabel – die beiden markierten Flaschen erwärmten sich im Durchschnitt nur um 2,3 Grad.

Somit ist man mit der Icetime auch für heißere Tage in der Sonne gut gerüstet – klar, Wunderdinge darf man nicht erwarten, aber für ein kühles Getränk am Nachmittag sollte es allemal reichen.

Für Tagesausflüge an den See oder Strand ist die Campingaz Icetime Plus 26L also der perfekte Begleiter. Sie ist nicht zu schwer und bietet angemessen viel Platz sowie eine sehr ordentliche Kühlleistung zu einem vergleichsweise kleinen Preis. Wer etwas mehr Platz braucht, kann sich auch die größere Icetime Plus 38L ansehen.

Für längere Einsätze: Dometic Patrol 20

Wer maximale Kühlung bzw. Isolierung braucht – zum Beispiel auf einem Wochenend-Campingtrip – und weiß, dass kein Strom zur Verfügung stehen wird, sollte zur Dometic Patrol greifen. Sie ist absolut in der Lage, Getränke länger als einen Tag kühl zu halten. Das geht allerdings auf Kosten der Handhabung – die Kühlbox ist sehr schwer und damit eher für den stationären Einsatz gedacht.

Für längere Einsätze

Dometic Patrol 20

Test Kühlbox: Dometic Patrol
Robust und schwer, hält Getränke aber auch länger als einen Tag kalt.

Stolze 7,5 Kilogramm zeigt die Waage an, als wir die Patrol wiegen. Damit fällt sie gewichtstechnisch komplett aus der Reihe der passiven Kühlboxen, denn alle anderen bewegen sich zwischen 500 Gramm und 2,75 Kilogramm. Hat man die Patrol einmal in der Hand, so weiß man zwei Dinge sofort. Erstens: Weit tragen will man sie sicherlich nicht. Und zweitens: Mit dem Gewicht geht aber auch eine ordentliche Robustheit und ausgezeichnetes Potenzial in puncto Isolierung einher – man spürt förmlich, dass die Box dichthält, egal was kommt.

Von den 53 x 36 x 37 Zentimetern (LxBxH), die die Patrol insgesamt misst, bleiben letztendlich nur 35 x 23,5 x 26 Zentimeter (und damit gut 20 Liter) Stauraum übrig – auch das spricht dafür, dass Dometic bei der Isolierung keine Experimente gemacht hat. Die Abmessungen selbst sind allerdings ein wenig unglücklich gewählt: Unsere 0,5-Liter-Wasserflaschen passen stehend gerade so nicht rein, genauso wie viele 0,5-Liter-Bierflaschen. Nur »Helles« passt, alle anderen Flaschen mussten wir legen, was das Fassungsvermögen der Kühlbox aber auch nicht perfekt ausnutzt. So konnten wir nur neun der 0,5-Liter-Flaschen unterbringen, während alle anderen passiven Kühlboxen mindestens 13 fassen. Ebenso problematisch ist es mit 1,5-Liter-Flaschen: Die passen nämlich nur halbliegend rein, nach vier Flaschen ist bereits Schluss.

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Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Dometic Patrol
Was für eine robuste Kühlbox: die Dometic Patrol 20.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Dometic Patrol
Große Box, kleiner Innenraum – alles für die Isolierung.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Dometic Patrol
Auch der Deckel mit seinen Gummiverschlüssen isoliert verblüffend gut.
Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Dometic Patrol
Zum Transport hat der Griff einen Schaumstoffüberzug. Lange Tragen möchte man trotzdem nicht, denn die Box ist ziemlich schwer.

Ist die Kühlbox einmal gefüllt, erfordert das Tragen einiges an Kraft. Folgerichtig zur hohen Belastung ist der Griff aus Metall, wobei oben in der Mitte ein Schaumstoffüberzug angebracht ist, der den Transport zumindest haptisch angenehm macht. Im Übrigen ist der Griff beim Tragen zwischen zwei Ausbuchtungen »gefangen«, so wackelt immerhin nicht so viel. Um die Box zu öffnen, muss der Griff zunächst über die kleinere Ausbuchtung zur Seite gedrückt werden. Der Verschluss besteht letztendlich nur aus zwei Gummiverschlüssen, die ebenfalls von zwei rechteckigen Höckern gehalten werden. Eine einfache, aber effektive Lösung.

Ebenso aus Gummi bestehen die Füße – richtig, die Patrol hat vier kleine Gummifüße. Die sind uns zugegebenermaßen erst aufgefallen, als wir die Box auf Holzparkett verschieben wollten, denn das geht nur ziemlich schwer – erst recht, wenn die Kühlbox voll ist. Klar, die Füße sollen den Boden schützen, aber wenn die Box mal im Weg steht und verschoben werden soll, ist es ein bisschen unpraktisch. Insgesamt merkt man einfach: Die Dometic Patrol ist gekommen, um zu bleiben.

Aufgefallen sind uns außerdem noch zwei weitere Extras: Der Abfluss, der sich bei der Reinigung als sehr hilfreich erweist, sowie die Vielzahl der beigelegten Dometic-Aufkleber, mit denen man die Kühlbox verzieren kann. Nett!

Kühlbox Test: Dometic
Schöne Idee – die vielen Aufkleber, die Dometic der Patrol beilegt.

Das beste kommt aber, wie so oft, zum Schluss, und so wollen wir nun noch ein paar Worte zur Kühlleistung verlieren. Kurzum: Die schwere Bauweise mit dicken Wänden zahlt sich vollkommen aus. Dometic wirbt damit, dass die Patrol tagelang Eis kalt halten kann. Unser anfänglicher 8-Stunden-Test bei Raumtemperatur von rund 25 Grad war daher nur ein Aufwärmen für die Box – nicht im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Wassertemperatur der auf durchschnittlich 6 Grad vorgekühlten Testflaschen ging nur am Anfang leicht hoch, danach hielt die Kühlbox von der 2- bis zur 8-Stunden-Marke die gleiche Wassertemperatur von durchschnittlich 7,3 Grad.

Deshalb ließen wir die Patrol gleich über Nacht stehen – und waren bei der Messung am nächsten Morgen sehr überrascht, denn die Temperatur war immer noch genau die gleiche. Wow! Okay, sicherlich war es nachts im Testraum etwas kälter, trotzdem ist die Performance äußerst beeindruckend. Nach 24 Stunden hatten sich die Flaschen um weniger als 2 Grad erwärmt.

Unter günstigen Bedingungen hält die Patrol tagelang kühl

Um die Patrol doch noch vor eine ernsthafte Herausforderung zu stellen, packten wir sie nach jenen 24 Stunden direkt in einen auf gut 30 Grad geheizten Testraum. Hier musste die Box doch ein wenig nachgeben: Nach vier weiteren Stunden erhöhte sich die Wassertemperatur von 7,3 Grad auf 8,8 Grad und nach einer weiteren Nacht betrug sie dann durchschnittlich 15,2 Grad – das ist nicht mehr wirklich kalt, aber nach zwei Tagen sei es der Patrol verziehen.

Für einen Tages- oder Wochenendausflug, während dem die Kühlbox nicht viel oder am besten gar nicht bewegt werden muss, ist die Dometic Patrol also super geeignet. In der Handhabung ist sie mit ihrem Gewicht zugegebenermaßen nicht die beste, dafür hält sie lange und zuverlässig kühl. Die tolle Kühlleistung lässt sich Dometic aber auch fürstlich entlohnen. Übrigens: Wer etwas mehr Kühlraum wünscht, kann die Patrol auch mit 35 Liter oder sogar 55 Liter Kapazität erwerben.

Außerdem getestet

Your Gear Coolah 30L

Als einzige passive Kühlbox hat die Your Gear Coolah 30L keinen klassischen Tragegriff, sondern ist mit zwei seitlichen Griffen ausgestattet. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, lässt sich gar nicht so leicht beantworten – Fakt ist aber, dass man die Kühlbox daher nicht einhändig alleine tragen kann, was vor allem bei einem kürzeren »Transportweg« durchaus nervig ist. Muss man die Box allerdings etwas weiter tragen oder ist sie schlicht schwer beladen, so lässt sie sich angenehm zu zweit tragen.

In Sachen Kühlleistung macht die Coolah ihren Job erwartungsgemäß gut – bei einer Raumtemperatur von durchgehend rund 25 Grad erwärmten sich die auf 7 Grad vorgekühlten Flaschen über 8 Stunden nur um knapp 2 Grad. Damit hat man immer noch wirklich kühle Getränke, und das Testergebnis lässt auch darauf hoffen, dass die Kühlbox selbst von ein paar Stunden direkter Sonneneinstrahlung nicht zu sehr ins Schwitzen gebracht wird. Der Innenraum selbst fasst gut 30 Liter. Wir konnten 18 0,5-Liter-Flaschen unterbringen, auch 1,5-Liter-Flaschen plus Kühlakkus passen locker liegend rein.

Warum es dennoch nicht zur Empfehlung gereicht hat? Die Coolah erlaubt sich Schwächen bei Verarbeitung und Handhabung. Zwar ist die Kühlbox an sich robust und mit einem stabilen Verschluss sowie einem Abfluss ausgestattet, aber schon beim ersten Betrachten fielen uns kleine Flecken, Unebenheiten und unsauber verarbeitete Übergänge auf. Im Praxistest hinterließen unsere Flaschen leichte Kratzer am Boden der Box, außerdem blieben dezente blaue Flecken der Etiketten zurück, die wir nicht so einfach entfernen konnten.

Ebenfalls gespart wurde bei der Konstruktion des Deckels: Der wird lediglich durch ein Stoffband gehalten und lässt sich nur bis ganz knapp über 90 Grad öffnen – bedeutet: Stößt man leicht gegen die Box, fällt der Deckel sofort zu, und damit auf die Hände bzw. Arme, die gerade etwas ein- oder ausräumen. Das ist nicht nur nervig, sondern tut auch weh, denn der Deckel ist, wie die ganze Kühlbox, recht schwer.

Linder Kühlbox Set 24L + 10L

Gleich zwei Boxen bekommt man beim Linder Kühlbox-Set: Eine 24-Liter-Box und eine Mini-10-Liter-Box. Die kleine Variante fasst nicht mehr als ein Sixpack Bier und auch keine Flaschen, die größer als 0,5 Liter sind – damit ist sie wirklich nur für ganz kurze Ausflüge allein oder zu zweit geeignet. Interessanter ist da schon die 24-Liter-Box, hier passen ca. 13 0,5-Liter-Flaschen oder alternativ sechs bis sieben 1,5-Liter-Flaschen rein.

Der klassisch blau-weiße Look verrät sofort, dass es sich bei der Linder um eine Kühlbox handelt. An der Verarbeitung ist – zumindest für den Preis – nichts auszusetzen, höchstens die Deckel- bzw. Verschlusskonstruktion kommt doch sehr simpel daher: Um den Deckel aufzulegen, muss der geriffelte Griff auf eine Seite bewegt werden, dann bietet sich eine kleine Einkerbung, in die der Deckel eingelegt werden kann. Dreht man den Griff danach wieder hoch oder auch ganz auf die andere Seite, sitzt alles fest. Das klingt soweit nicht schlecht, allerdings schließt der Deckel nicht perfekt mit der Box ab, was die Kühlleistung natürlich beeinträchtigt.

Im Praxistest erwärmte sich die Flasche oben in der Kühlbox in 8 Stunden um 6,5 Grad – das ist leider zu viel und bestätigt unsere Vermutung, dass eben doch ein wenig Luft von oben reinkommt. Unten blieb es deutlich kühler, hier betrug die Differenz nur rund 4 Grad.

Mit einer etwas besseren Deckelkonstruktion hätte die Linder also das Zeug zur Empfehlung gehabt, so muss sie der Campingaz den Vortritt lassen. Dennoch: Zwei Kühlboxen für einen so günstigen Preis sind kein schlechter Deal und für kürzere Tagesausflüge durchaus geeignet.

Lifewit 20L Kühltasche

Neben vier klassischen, passiven Kühlboxen hatten wir noch zwei Kühltaschen im Test, die sich als sehr ähnlich entpuppten. Eine davon ist die Lifewit 20L-Kühltasche, gefertigt aus wasserdichtem und schmutzabweisendem Oxford-Material. Der Vorteil der Kühltaschen liegt auf der Hand: Die »Wände« sind flexibel, daher hat man es mit unterschiedlichen Flaschengrößen deutlich leichter, weil sich die Wände etwas ausbeulen lassen. Nur der Boden ist bei der Lifewit ein wenig stabilisiert, sodass sie auch voll beladen sicher steht und nicht so schnell kaputtgehen sollte. Ebenso gut: Die Kühlbox ist schön kompakt und wiegt nur gut 500 Gramm, damit lässt sie sich sehr angenehm transportieren.

Zum Transport steht ein Tragegriff mit Klettverschluss zur Verfügung, alternativ lässt sich auch ein kleiner Schulterriemen einklippen. Einen Deckel gibt es logischerweise nicht, die Tasche wird quasi wie ein Rucksack per Reißverschluss geschlossen. Optimale Kühlleistung gewährt das natürlich nicht, was sich leider auch im Test deutlich zeigte: Von durchschnittlich 6 Grad erwärmten sich die Flaschen in 8 Stunden auf etwa 11,5 Grad – wenn hier noch Sonne hinzukommt, bleiben die Getränke nicht lange kühl.

Auch hier gilt daher: Für kurze Ausflüge reicht es bei der Lifewit, und bei der Handhabung hat sie gegenüber klassischen Kühlboxen sogar die Nase vorn. Längerfristige, effiziente Kühlung darf man aber nicht erwarten.

SPGOOD 20L Kühltasche

Die SPGOOD-Kühltasche unterscheidet sich kaum von der Lifewit: Sie ist etwas heller, minimal kleiner, aber trotzdem etwas schwerer – rund 660 Gramm bringt sie auf die Waage. Dabei sind hier außerdem zwei Kühlakkus, die man jedoch selbst befüllen muss. In der Kühlleistung gibt es keinen nennenswerten Unterschied zur Lifewit: Auch hier gingen über 8 Stunden durchschnittlich gut 6 Grad verloren, was natürlich zu viel ist und darauf hindeutet, dass sie dem Ernstfall – also der prallen Sonne im Hochsommer – nicht so lange standhält.

Thermoelektrische Kühlboxen

Thermoelektrische Kühlboxen sind vor allem für kürzere Reisen oder Roadtrips eine gute Wahl. Sie sind in aller Regel sowohl mit 12-Volt- als auch mit 230-Volt-Anschluss ausgestattet und können so gleichermaßen im Auto wie im Haus an der normalen Steckdose genutzt werden. Die Kühlung funktioniert durch ein sogenanntes Peltier-Element, dessen Kühlleistung allerdings immer von der Umgebungstemperatur abhängig ist.

Kühlbox Test: Thermoelektrische Kühlboxen
Die beiden besten elektrischen Kühlboxen: die Severin KB 2923 und die Zorn E-Akku Cooler.

Die meisten thermoelektrischen Kühlboxen erreichen eine Kühlung von bis zu 20 Grad unter Umgebungstemperatur. Für den Betrieb bei normaler Raumtemperatur ist das absolut ausreichend, draußen in der Sommerhitze kann es allerdings knapp werden.

Außerdem sollte man auch bei diesen Boxen auf vorgekühlte Getränke zurückgreifen, denn warme Getränke mit elektrischen Kühlboxen auf Kühlschranktemperatur zu kühlen dauert sehr lange. Füllt man sie dagegen bereits mit kalten Getränken, wird die Temperatur schon nach kurzer Anlaufzeit gehalten – zumindest solange es in der Umgebung nicht allzu warm ist.

Kühlboxen mit Peltier-Element kühlen zwar aktiv, dennoch sollte man seine Getränke wenn möglich immer vorkühlen.

Im Test haben wir bemerkt: Unterschiede in der Performance waren unter unseren Testmodellen zwar messbar, aber nicht riesig. Sprich: Fast alle elektrischen Kühlboxen tun das, was sie sollen, ähnlich gut – und da es auch äußerlich nur wenige relevante Unterschiede gibt, lohnt es sich, neben unseren beiden Empfehlungen auch die Boxen unter »Außerdem getestet« anzuschauen und die aktuellen Preise zu vergleichen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Beste elektrische Kühlbox

Severin KB 2923

Test Kühlbox: Severin KB 2923
Neben einer Top-Kühlleistung bietet die Severin auch einige nützliche Extras.

Wer das letzte bisschen Kühlleistung herauskitzeln möchte, sollte sich die Severin KB 2923 ansehen. Sie lieferte im Test – wenn auch knapp – die besten Werte und hat auch sonst keine nennenswerten Nachteile – ganz im Gegenteil: Extras wie die Nutzung mit Powerbank oder ein ausreichend großes Kabelfach machen die Anwendung vielseitiger und angenehmer.

Wenn Geld egal ist

Zorn E-Akku-Cooler

Test Kühlbox: Zorn E-Akku-Cooler
Die Nutzung mit Akku für bis zu 20 Stunden ist das Highlight, aber auch sonst erlaubt sich die Zorn keine Schwächen.

Wie der Name schon vermuten lässt, kann man die Zorn E-Akku Cooler nicht nur wie gewöhnlich über 12-Volt- bzw. 230-Volt-Anschluss betreiben, sondern auch mit dem beigelegten Akku. Damit ist man bei der Nutzung schön flexibel – und muss dabei nichtmal Einbußen bei der Leistung in Kauf nehmen. Die Box kühlt ausgezeichnet und verbraucht im Netzbetrieb erfreulich wenig Strom. Dafür ist der Anschaffungspreis leider umso höher.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Beste elektrische KühlboxWenn Geld egal ist
Severin KB 2923 Zorn E-Akku-Cooler AEG Automotive Kühlbox KK 28 Zorn Z32 30L Mobicool MV 30
Test Kühlbox: Severin KB 2923Test Kühlbox: Zorn E-Akku-CoolerTest Kühlbox: AEG Automotive Kühlbox KK 28Test Kühlbox: Zorn Z32 30LTest Kühlbox: Mobicool MV 30
Pro
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Nutzung mit Powerbank möglich
  • Ausreichend großes Kabelfach
  • Batteriewächter
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Akku-Betrieb möglich
  • Recht geringer Stromverbrauch
  • Gute Kühlleistung
  • Geringer Stromverbrauch
  • Volumen lässt sich gut ausnutzen
  • Stufenlos einstellbare Leistung
  • Ordentliche Kühlleistung
  • Leicht
  • Ordentliche Kühlleistung
  • Leicht
  • Günstig
Contra
  • Recht hoher Stromverbrauch
  • Ziemlich schwer, vor allem inkl. Akku
  • Teuer
  • Sehr kleines Kabelfach
  • Schwer
  • Recht hoher Stromverbrauch
  • Laut
  • Hoher Stromverbrauch
Bester Preis
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Gewicht4,5 kg4,6 kg (mit Akku 6,3 kg)5,5 kg3,85 kg3,8 kg
Volumen28 L30 L28 L30 L29 L
Abmessungen gesamte Box (LxBxH)43 x 33 x 44 cm39 x 29 x 50 cm47 x 31 x 43 cm39 x 29 x 50 cm40 x 28 x 44 cm
Abmessungen nutzbarer Innenraum (LxBxH)34 x 24 x 35 cm33 x 24 x 42 cm36 x 24 x 34 cm33 x 24 x 42 cm34 x 25 x 37 cm
Kabellänge (12V/230V)1,65m/1,45m1,95m/1,65m2,05m/1,25m1,95m/1,65m1,65m/1,65m
Leistung (12V/230V)-/65W52W/61W53W/53W56W/67W60W/68W
Lautstärke in max. Betrieb (12V/230V)-/49dB48dB/51dB50dB/50dB48dB/50dB50dB/54dB
Kabelfachjajajajanein

Kühlbox Test: Severin Kb 2923

Beste elektrische Kühlbox: Severin KB 2923

Groß waren die Unterschiede zwischen den elektrischen Kühlboxen nicht, weshalb das Rennen um den Testsieg bis zum Ende spannend blieb. Schließlich setzt sich die Severin KB 2923 knapp durch – dank ausgezeichneter Kühlleistung und einigen nützlichen Extras.

Beste elektrische Kühlbox

Severin KB 2923

Test Kühlbox: Severin KB 2923
Neben einer Top-Kühlleistung bietet die Severin auch einige nützliche Extras.

Während sonst viele Kühlboxen im typischen Blau daherkommen, hat man sich bei Severin für ein auffälliges Giftgrün entschieden. Auch nicht ganz gewöhnlich sind die Ausstattung und die damit einhergehenden Möglichkeiten, die man mit der KB 2923 hat. Neben den obligatorischen 12-Volt- und 230-Volt-Kabeln findet man nämlich noch ein USB-Kabel, über welches die Kühlbox mit einer Powerbank betrieben werden kann – das ist so bei keiner anderen Box in unserem Test möglich. Damit man seine Powerbank sicher auf der Box ablegen kann, hat Severin gleich noch ein – anfangs etwas streng riechendes – Silikon-Pad mitgeliefert, das von selbst auf dem Deckel klebt und die Powerbank an Ort und Stelle hält.

Die Kabel selbst sind fest an der Kühlbox angebracht und wohnen in einem Kabelfach, das in den Deckel integriert ist und mit einem flexiblen Drehteller geöffnet und verschlossen wird. Das Kabelfach ist zwar nicht riesig, dennoch kriegt man dort alle drei Kabel gut unter und muss nicht jedes Mal alles feinsäuberlich aufwickeln, um das Fach schließen zu können – was aber auch ein wenig daran liegt, dass die Kabel mit 1,65 Meter und 1,45 Meter vergleichsweise kurz sind. Gerade im Auto oder Camper könnte das zum Problem werden.

Im Kabelfach befinden sich auch die beiden Schieberegler, mit denen man zwischen den verfügbaren Modi wählen kann. Ein Regler stellt schlicht die Wahl zwischen »Cold« und »Hot« – richtig, die Severin kann auch warmhalten, laut Herstellerangabe bei bis zu 50 Grad. Der andere Regler bietet die Optionen »Max«, »Eco« und »Off«, wobei hier etwas Fingerspitzengefühl gefragt ist, um die mittlere Position zu treffen.

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Kühlbox Test: Severin Kb 2923
Dasselbe in Grün? Nein, die Severin KB 2923 schlägt die Konkurrenz in Sachen Kühlleistung.
Kühlbox Test: Severin Kb 2923
Bei leerer Box und geöffnetem Deckel kippt sie fast, so schwer ist das Kühlaggregat oben.
Kühlbox Test: Severin Kb 2923
Knapp 30 Liter fasst die Box – für 1,5-Liter-Flaschen wird es aber eng.
Kühlbox Test: Severin Kb 2923
Das Kabelfach ist etwas größer als bei anderen Kühlboxen – sehr angenehm.
Kühlbox Test: Severin Kb 2923
Silikon-Pad aufkleben, Powerbank drauflegen und anschließen – und schon braucht es keine andere externe Stromquelle mehr.

Vor dem Praxistest musste sich die Severin noch wiegen und vermessen lassen. 4,5 Kilogramm zeigte die Waage an, aufgefallen ist uns aber vor allem, dass der Deckel ziemlich schwer ist und die Kühlbox deshalb in leerem Zustand mit geöffnetem Deckel fast umkippt. Die Maße im Innenraum betragen 34 x 25 x34 Zentimeter, was sich leider für 1,5-Liter-Flaschen als etwas ungünstig erweist, denn sie lassen sich so weder legen noch stellen. Bleibt nur die Möglichkeit »halbliegend« – das nimmt aber viel Platz in Anspruch, mehr als fünf Flaschen konnten wir so nicht unterbringen. Alle kleineren Flaschengrößen passen aber nach Belieben.

Der Praxistest selbst begann zunächst ernüchternd, denn die Box wollte am 12-Volt-Anschluss nicht anspringen. Nach Rücksprache mit Severin kamen wir dem Problem aber auf die Spur: Der Gleichrichter, den wir benutzten, um die Kühlbox auch über den 12-Volt-Anschluss an der normalen Steckdose betreiben zu können, lieferte nicht genug Spannung, denn der Batteriewächter schaltet die Box ab, sobald die Spannung unter ca. 12,3 Volt fällt.

Daher beschränkte sich unser Praxistest am 12-Volt-Anschluss schließlich auf einen kurzen Test im Auto, wo die Kühlbox bei laufendem Motor schließlich ihren Dienst verrichtete. Laut Hersteller ist die Performance an beiden Anschlüssen aber die gleiche, weshalb wir uns schließlich ausnahmsweise auf den ausgiebigen Test an der Steckdose beschränkt haben.

Hier bekam die KB 2923 auf 6 Grad vorgekühlte Flaschen und musste diese im 30 Grad warmen Testraum kühl halten – und das gelang ihr ausgezeichnet: Nach 24 Stunden hatte sich die Wassertemperatur bei 9,4 Grad eingependelt. Das ist mindestens 1-2 Grad besser als alle anderen getesteten Kühlboxen und auch generell mit knapp 21 Grad unter Umgebungstemperatur ein Spitzenwert. Dabei haben wir aber auch eine stolze Leistung von rund 65 Watt gemessen. Die Lautstärke ist mit 49 Dezibel absolut im Rahmen.

Spitzenwerte im Praxistest

Zusätzlich zum regulären Test haben wir die Severin schließlich noch im Eco-Modus sowie mit Powerbank laufen lassen. Im Eco-Modus bei 9 Watt hielt sie unsere Getränke auf knapp 15 Grad unter Umgebungstemperatur. An warmen Tagen ist das natürlich zu wenig, aber auch andere Boxen leisten im Eco-Modus nicht mehr.

Mit unserer kleinen 5.000-mAh-Powerbank lief die Kühlbox gut zwei Stunden im Eco-Modus, für eine 10.000-mAh-Powerbank gibt Severin 4,5 Stunden an. Möchte man die Kühlbox also hin und wieder mit Powerbank betreiben, sollte man unbedingt auf eine möglichst leistungsstarke Powerbank zurückgreifen – mit kleinen Modellen ist der Nutzen den Aufwand nicht wert.

Die Severin KB 2923 überzeugt letztendlich nicht nur mit einer tollen Kühlleistung, sondern auch mit den kleinen Extras: Betrieb mit Powerbank, ausreichend großes Kabelfach, Heizfunktion und Batteriewächter – der aber Fluch und Segen gleichermaßen sein kann. Dem gegenüber stehen nur das eher hohe Gewicht von 4,5 Kilogramm und die etwas kurzen Kabel.

Wenn Geld egal ist: Zorn E-Akku Cooler

Thermoelektrische Kühlboxen sind normalerweise auf eine externe Stromquelle angewiesen, aber es gibt auch Ausnahmen: Der Zorn E-Akku Cooler lässt sich wie eine normale Kühlbox über 12-Volt- und 230-Volt-Anschlüsse betreiben, bietet aber als dritte Option auch einen Akkubetrieb. Damit ist man deutlich flexibler in der Nutzung und übersteht problemlos ein paar Stunden ohne Leistungseinbußen.

Wenn Geld egal ist

Zorn E-Akku-Cooler

Test Kühlbox: Zorn E-Akku-Cooler
Die Nutzung mit Akku für bis zu 20 Stunden ist das Highlight, aber auch sonst erlaubt sich die Zorn keine Schwächen.

Die zusätzliche Möglichkeit des Akku-Betriebs erfordert natürlich Extra-Ausstattung. Auf dem Deckel befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem man die grundsätzliche Wahl zwischen 12-Volt- bzw. 230-Volt-Betrieb oder der Nutzung via Akku treffen muss. Links an der Box ist eine Halterung angebracht, in die der Akku einfach hereingeschoben wird. Der Akku selbst ist mit 27 x 20,5 x 4 Zentimeter und 1,7 Kilogramm ziemlich groß und schwer, aber er muss ja auch Leistung bringen – und das über möglichst lange Zeit. Verbunden wird der Akku über ein separates Kabel aus dem Kabelfach.

In jenem Kabelfach sind auch die Kabel für 12V- und 230V- Betrieb untergebracht. Mit einer Mini-Schiebetür wird das Fach verschlossen – so kann man im Notfall, wenn man die Kabel nicht sauber aufwickeln möchte, auch mal etwas »stopfen« und dann die Tür schnell zumachen. Und dieser Notfall wird eintreten, denn besonders groß ist das Fach leider nicht.

Positiv aufgefallen sind uns die vielen Einstellungsmöglichkeiten, die am Drehregler auf dem Deckel zur Verfügung stehen. Wo viele andere Kühlboxen sich auf »Max« und »Eco« beschränken, kann man bei der E-Akku Cooler noch ein paar Zwischenschritte wählen. Je nach Umgebungstemperatur ist das durchaus sinnvoll, da man so nicht nur Strom spart, sondern mit etwas Erfahrung auch die perfekte Temperatur für das Kühlgut erreicht. Eine Heizfunktion gibt es allerdings nicht.

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Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Was hängt denn da an der Seite?
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Ein Akku! Die Zorn E-Akku Cooler kann neben den gewohnten Anschlussmöglichkeiten auch einige Stunden per Akku betrieben werden.
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Bei der ohnehin sehr guten Kühlleistung wird man sicherlich nicht zornig.
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Der Drehregler für die Kühlleistung sowie der Schieberegler für den Wechsel zwischen 12/230V-Betrieb und Akkubetrieb.
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Das Highlight der Zorn: der Akku.
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Das Kabelfach mit Schiebetür dürfte gern einen Tick größer sein.
Kühlbox Test: Zorn E Akku Cooler
Inklusive Akku ist die Box ziemlich schwer.

Auffällig ist außerdem die Höhe der Box: Einen halben Meter ist sie insgesamt hoch, als nutzbarer Innenraum bleiben 33 x 24 x42 (LxBxH) Zentimeter. Damit steht sogar etwas mehr Volumen zur Verfügung als von Zorn angegeben. Die Höhe ist insofern gut, als dass man auch 1,5-Liter-Flaschen noch locker stehend unterbringt – alles kleinere lässt sich sowieso nach Belieben anordnen.

Der Praxistest bestand bei der Zorn E-Akku Cooler gleich aus vier Runden: jeweils ein 24-Stunden-Test am 12-Volt-Anschluss und am 230-Volt-Anschluss sowie Tests mit Akku auf maximaler Leistung und im Eco-Modus – so lange wie möglich. An den beiden üblichen Anschlüssen gab sich die Zorn keine Blöße und erreichte knapp hinter der Severin das zweitbeste Testergebnis. Kurioserweise haben wir am 12-Volt-Anschluss nach 24 Stunden im gut 30 Grad warmen Testraum eine durchschnittliche Wassertemperatur von 21 Grad unter Umgebungstemperatur gemessen, am 230-Volt-Anschluss aber »nur« 19,5 Grad – was aber auch mit wechselhaften Temperaturen über Nacht im Testraum zusammenhängen könnte. So oder so – die Ergebnisse sind super.

Besonders gespannt waren wir dann auf die Performance im Akku-Betrieb. Hier verspricht Zorn eine Laufzeit von rund 5,5 Stunden auf maximaler Leistung, die im Test sogar überboten wurde: Knapp 6,5 Stunden hielt der Akku durch, die Getränke waren danach nur marginal wärmer als an den anderen beiden Anschlüssen. Die Leistung mit Akku passt also ebenfalls!

Knapp 6,5 Stunden Akkulaufzeit auf maximaler Leistung

Mit dementsprechend hohen Erwartungen sind wir schließlich in die letzte Runde gegangen – mit Akku im Eco-Modus. Bis zu 20 Stunden Laufzeit gibt der Hersteller an, daher ließen wir die Kühlbox über Nacht laufen. Bei der Prüfung am nächsten Morgen nach 16 Stunden war die Kühlbox allerdings schon aus – eine kleine Überraschung, da die Vorgabe auf maximaler Leistung ja sogar übertroffen wurde. Immerhin: Lange kann die Kühlbox nicht aus gewesen sein, denn die Temperatur der Getränke betrug immer noch durchschnittlich 14,5 Grad bei knapp 30 Grad Raumtemperatur, was ein sehr guter Wert für den Eco-Modus ist.

Im Rahmen der Praxistests haben wir schließlich noch Leistung und Lautstärke gemessen: 52 Watt und 48 Dezibel am 12-Volt-Anschluss, 61 Watt und 51 Dezibel am 230-Volt-Anschluss. Beides ist vor allem anhand der guten Kühlergebnisse vollkommen in Ordnung.

Mit der Zorn E-Akku Cooler ist man also nicht nur sehr flexibel aufgestellt, sondern kann sich auch auf eine durchgängig gute Kühlleistung verlassen. Relevante Kritikpunkte sehen wir nicht, alles ist clever und simpel gelöst. Der einzige Wermutstropfen ist der Preis von knapp 350 Euro – das ist natürlich happig für eine elektrische Kühlbox.

Außerdem getestet

AEG Automotive Kühlbox KK 28

Eine ebenfalls gute Kühlbox bekommt man mit der AEG Kühlbox KK 28. Im Praxistest hielt sie die Wassertemperatur am 12-Volt-Anschluss auf 18,5 Grad unter Umgebungstemperatur, am 230-Volt-Anschluss sogar auf 19,5 Grad unter Umgebungstemperatur. Beides sind gute Werte, allerdings wurde die AEG von unseren Empfehlungen knapp übertrumpft. Dafür verbraucht sie aber auch weniger Strom – an beiden Anschlüssen haben wir 53 Watt gemessen, der niedrigste Wert unter den elektrischen Kühlboxen.

Die Leistung selbst lässt sich über einen kleinen Drehregler im Kabelfach stufenlos einstellen, so kann man je nach Umgebungstemperatur etwas Strom sparen und die Temperatur im Innenraum genau regulieren. Jenes Kabelfach hat uns jedoch einiges an Nerven gekostet, denn es ist sehr klein geraten und außerdem mit einer Klappe ausgestattet, die einrasten muss. Bedeutet: Man muss die Kabel schon sehr ordentlich aufwickeln oder mit Engelsgeduld reindrücken (und beten, dass langfristig nichts kaputt geht), bis man endlich das erlösende »Klick« der Klappe hört. Zu allem Überfluss bleibt die Klappe dabei nicht offen stehen, sondern fällt stetig auf die Hände, die gerade verzweifelt versuchen, die Kabel unterzukriegen. Schade, das geht besser.

Schließlich darf sich die AEG aber doch noch über zwei Siege freuen – wobei der Ruhm des höchsten Gewichts wohl eher zweifelhaft ist. 5,5 Kilogramm zeigte die Waage an, damit ist die KK 28 klar die schwerste der elektrischen Kühlboxen. Praktisch hingegen ist die Länge der Box: Der Innenraum misst hier 36 Zentimeter, sodass man selbst 1,5-Liter-Flaschen je nach Art (nahezu) flach hinlegen kann. Auf diese Weise haben wir acht 1,5-Liter-Flaschen untergebracht. Spitzenwert!

Wer also etwas Kraft hat und sich vom kleinen Kabelfach nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, bekommt mit der AEG KK 28 eine gut performende und fein einstellbare Kühlbox.

Mobicool MV 30

Aufs Wesentliche reduziert ist die Mobicool MV30. Extras wie Kabelfach, Heizfunktion oder stufenlos einstellbare Leistung sucht man vergeblich – die Mobicool tut einfach das, was sie soll: kühlen. Auch hier erreicht sie zwar keine Topwerte, aber unsere gemessenen 17,5 Grad (12-Volt-Anschluss) bzw. 18,5 Grad (230-Volt-Anschluss) unter Umgebungstemperatur sind vollkommen in Ordnung.

Zum Einstellen der Kühlleistung steht ein einfacher Schieberegler zur Verfügung, hier hat man standardmäßig nur die Wahl zwischen »Max« und »Eco« – was aber in den meisten Fällen auch ausreicht. Im maximalen Betrieb verbraucht die MV30 allerdings 60 (12 Volt) bzw. 68 Watt (230 Volt), was im Vergleich schon viel ist und den eigentlich günstigen Preis auf lange Sicht relativiert.

Als etwas störend empfanden wir auch die Lautstärke im Maximalbetrieb. 50 (12 Volt ) bzw. 54 Dezibel (230 Volt) ist zwar in Zahlen gar nicht so viel lauter als die anderen elektrischen Kühlboxen, gefühlt ist es aber deutlicher. Außerdem tönt die Mobicool relativ markant – im Paralleltest mit drei anderen Boxen haben wir sie immer herausgehört. Im gleichen Raum schlafen möchte man damit eher nicht.

Wer eine simple Kühlbox für unregelmäßige Einsätze sucht und dafür nicht so viel Geld ausgeben möchte, sollte sich die Mobicool MV30 näher anschauen. Alle anderen fahren mit unserem Testsieger aber besser.

Zorn Z32 30L

Äußerlich ähnelt die Zorn Z32 ziemlich ihrem »großen« Bruder, dem Zorn E-Akku Cooler. Die Unterschiede sind im Wesentlichen nur die fehlende Ausstattung für den Akku-Betrieb, ein marginal anders designter Drehregler zum Einstellen der Leistung sowie die Farbe: Die Z32 ist blau, der E-Akku Cooler grau.

Also gleiches Aussehen, gleiche Leistung? Diese Vermutung zweifelten wir schon beim Wiegen vor dem Test an, denn die Z32 ist mit rund 3,8 Kilogramm um knapp 800 Gramm leichter als der E-Akku Cooler. Und unsere Zweifel bestätigten sich: An beiden Anschlüssen wurden die Getränke in der Z32 im direkten Vergleich um rund 3 Grad wärmer – und das, obwohl sie sogar etwas mehr Strom verbraucht. Nach 24 Stunden betrug der Unterschied zur Umgebungstemperatur hier 18 bzw. 16,5 Grad. Schlecht ist das zwar nicht, aber die Z32 bleibt so doch ein Stück hinter den Boxen von Severin oder AEG aus dem gleichen Preissegment zurück.

Ansonsten bleiben aber die gleichen Vorteile wie beim E-Akku Cooler: der auf mehrere Leistungsstufen verstellbarer Drehregler, die gute Höhe der Kühlbox und die Schiebetür am Kabelfach, die das Verstauen der Kabel erleichtert. In Sachen Handhabung gibt es also nichts zu kritisieren, alles ist durchdacht und praktisch gelöst.

Die Zorn Z32 ist insgesamt eine solide Kühlbox – bei ähnlichem Preis bevorzugen wir aber andere Modelle mit etwas stärkerer Kühlleistung.

Kompressor-Kühlboxen

Kompressor-Kühlboxen sind im Prinzip nichts anderes als kleine Kühlschränke: Sie funktionieren technisch genauso wie der Kühlschrank in der Küche. Dank Kompressor-Kühltechnik ist man nicht von der Umgebungstemperatur abhängig, sondern kann sein Kühl- bzw. Gefriergut auch bei hohen Temperaturen problemlos auf bis zu -20 Grad kühlen.

 Test: Kompressor Kühlboxen Empfehlungen
Unsere Favoriten unter den Kompressor-Kühlboxen: Links die Yeticool BX40, rechts die Mobicool MCF32.

Wie thermoelektrische Kühlboxen können auch Kompressor-Modelle an einem 12-Volt-Anschluss oder an der normalen Steckdose benutzt werden. Was die Ausstattung angeht, sind Kompressor-Boxen aber eine ganze Klasse besser: Die gewünschte Zieltemperatur lässt sich hier in aller Regel aufs Grad genau auf einem Display einstellen, dazu gibt es häufig Extras wie Eco-Modus, Innenbeleuchtung, Rollen und ausziehbare Tragegriffe oder sogar App-Steuerung.

Vor der Nutzung einer Kühlbox im eigenen Auto sollte man sich über die Autobatterie informieren, denn nicht alle Batterien sind gleich.

Wichtig ist auch ein Entladeschutz. Denn betreibt man seine Kühlbox über die Autobatterie, sollte die Kühlbox die Batterie nie soweit »aussaugen«, dass man nicht mehr vom Fleck kommt. Das Problem dabei: Nicht jede Batterie ist gleich. Die von uns getesteten Kompressor-Kühlboxen haben deshalb drei Stufen zur Auswahl, ab welcher Spannung die Kühlbox abgeschaltet wird, um die Auto-Batterie zu schützen.

Bei regelmäßigen Camping-Einsätzen, längeren Urlauben oder auch im LKW führt kein Weg an einer Kompressor-Kühlbox vorbei. Im Test hat sich gezeigt: Kühlen können die Boxen alle ähnlich gut, interessante Unterschiede gibt es aber bei Ausstattung, Gewicht, Handhabung – und natürlich dem Preis.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Beste Kompressor-Kühlbox

Yeticool BX40

Test Kühlbox: Yeticool BX40
Kühlbox mit App-Steuerung und Rollen, die ihre Zieltemperatur zuverlässig erreicht und viele Einstellungen bietet.

Die Yeticool BX40 steht in erster Linie für zuverlässige Kühlung, hat aber auch eine hervorragende Ausstattung zu bieten. Positiv aufgefallen sind uns die Rollen zum einfacheren Transport, das informative Display und die dennoch intuitive Bedienung – die übrigens auch über eine App möglich ist. Die Kühlbox hat knapp 40 Liter Fassungsvermögen und ist dabei mit 13 Kilogramm nicht allzu schwer.

Kompakt, leicht und günstig

Mobicool MCF32

Test Kühlbox: Mobicool MCF32
Günstige und leichte Kühlbox, die tut was sie soll und nicht viel Strom verbraucht.

Wer eine simple Kompressor-Kühlbox sucht, die ordentlich kühlt und nicht die Welt kostet, ist bei der Mobicool MCF32 genau richtig. Sie ist zwar mit rund 30 Litern Volumen nicht die geräumigste Box, dafür aber schön leicht und kompakt. Die wichtigen Einstellungsmöglichkeiten für den normalen Gebrauch sowie grundlegende Ausstattung sind an Bord – auf das eine oder andere Extra muss man aber verzichten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Beste Kompressor-KühlboxKompakt, leicht und günstig
Yeticool BX40 Mobicool MCF32 Yeticool TX50 Dual Zone Prime-Tech Kompressor-Kühlbox 28L
Test Kühlbox: Yeticool BX40Test Kühlbox: Mobicool MCF32Test Kühlbox: Yeticool TX50 Dual ZoneTest Kühlbox: Prime-Tech Kompressor-Kühlbox 28L
Pro
  • Kühlt gut und zuverlässig
  • Für Größe recht leicht
  • Schönes Bedienfeld und Display
  • App-Steuerung mit vielen Einstellungen
  • Rollen
  • Gute Kühlung
  • Leicht
  • Günstig
  • Recht geringer Stromverbrauch
  • Großteil der Box kühlt sehr gut
  • Zwei-Kammern-Nutzung möglich
  • App-Steuerung mit vielen Einstellungen
  • Rollen
  • Viele kleine Extras
  • Leise
  • Gute Performance bei Gefriergut
  • Geringer Stromverbrauch
Contra
  • Gefriert Kühlgut langsamer
  • Kühlt nur bis -10 Grad
  • Keine Extras
  • Schlechte Aufteilung von Kühl- und Gefrierfach
  • Schwache Kühlung am Kompressor
  • Kompressor geht zu früh aus
  • Zieltemperatur wird nicht ganz erreicht
  • Kühlraum kleiner als laut Herstellerangabe
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
Gewicht13 kg11,4 kg15,5 kg12,4 kg
Volumen (eigene Messung)ca. 38 Lca. 29 Lca. 45 Lca. 25 L
Abmessungen gesamte Box (LxBxH)61 x 39 x 47 cm60 x 36 x 40 cm71 x 35 x 45 cm60 x 38 x 37 cm
Kabellänge (12V/230V)3,50m/2,15m2,05m/1,90m3,50m/2,15m3,05m/5,75m (12V-Kabel + Adapterkabel)
Lautstärke in max. Betrieb (12V/230V)49 dB/49 dB43 dB/47 dB49 dB/ 50 dB44 dB/44 dB
EntladeschutzJa, drei StufenJa, drei StufenJa, drei StufenJa, drei Stufen
Rollenjaneinjanein

Kühlbox Test: Yeticool Bx40

Beste Kompressor-Kühlbox: Yeticool BX40

Knapp war das Rennen bei den Kompressor-Kühlboxen – alle Boxen haben ihre Stärken und Schwächen. Am Ende hat uns die Yeticool BX40 aber am meisten überzeugt. Den Ausschlag dafür gegeben hat die zuverlässige und schnelle Kühlung im Kombination mit einem guten Bedienfeld, zusätzlicher App-Steuerung sowie einfachem Transport dank Rollen und ausziehbarem Griff.

Beste Kompressor-Kühlbox

Yeticool BX40

Test Kühlbox: Yeticool BX40
Kühlbox mit App-Steuerung und Rollen, die ihre Zieltemperatur zuverlässig erreicht und viele Einstellungen bietet.

Yeticool – ein netter Name für einen Kühlbox-Hersteller, der aber auch Erwartungen schürt. Bevor wir getestet haben, ob die Kühlbox wirklich auf Yeti-Level kühlt, musste sie aber erst einen kritischen Blick aufs Äußere und die Ausstattung über sich ergehen lassen.

Mit 13 Kilogramm glatt hat die BX40 bei uns eingewogen – in Anbetracht der gut 38 Liter Volumen (Herstellerangabe: 40 Liter) ist das ein eher geringes Gewicht. Zum Tragen sind keine richtigen Griffe angebracht, sondern nur zwei seitliche Einkerbungen. Für kurze Strecken reicht das, muss man die Kühlbox aber mal etwas weiter transportieren, gehen einem vermutlich die Finger auf. Daher hat Yeticool der Kühlbox zusätzlich Rollen und einen ausziehbaren Griff spendiert, sodass man sie wie einen Koffer ziehen kann. Gut!

Über der rechten Einkerbung zum Tragen befindet sich der einzige Anschluss. Hierfür gibt es Kabel für Zigarettenanzünder und Steckdose. Stolze 3,50 Meter ist das 12-Volt-Kabel lang – super, denn so ist man mit dem Aufstellort für die Kühlbox im Camper sehr flexibel. Das Kabel für die Steckdose kommt auf rund 2,15 Meter, was immer noch vergleichsweise lang ist.

1 von 5
Kühlbox Test: Yeticool Bx40
Unser Favorit bei den Kompressor-Kühlboxen: die Yeticool BX40.
Kühlbox Test: Yeticool Bx40
Der Kompressor hängt oben – darunter ist noch etwas Platz.
Kühlbox Test: Yeticool Bx40
Der einzige Anschluss. Darunter die Einkerbung zum Tragen.
Kühlbox Test: Yeticool Bx40
Will oder kann man die Box nicht tragen, so lässt sie sich schnell zum Rollenkoffer umfunktionieren.
Kühlbox Test: Yeticool Bx40
Display und Bedienfeld: informativ, schnell reagierend und mit reichlich Einstellungen.

Einen ebenso guten Eindruck haben Bedienfeld und Display hinterlassen. Alle Tasten reagieren blitzschnell und geben ein angenehmes, haptisches Feedback, das Display ist gut ablesbar und liefert alle wichtigen Informationen auf einmal. Zum Einstellen der Zieltemperatur benutzt man direkt die Plus- und Minus-Tasten. Die Set-Taste ist nur dafür da, zwischen maximalem Betrieb und Eco-Modus zu wechseln sowie die Stufe des Batteriewächters zu wählen – hier gibt es standardmäßig drei Stufen mit einer Ausschaltspannung von 9,6, 10,1 und 11,1 Volt.

Auf dem Display der BX40 wird man immer über die aktuelle Anschlussspannung informiert. Tatsächlich fiel die Spannung während eines kurzen Tests am 12-Volt-Kabel einmal unter die eingestellten 11,1 Volt – und schon nach wenigen Sekunden ging die Kühlbox aus und quittierte das Problem mit einem »F1« auf dem Display. Dann hat man die Möglichkeit, eine niedrige Stufe beim Entladeschutz auszuwählen oder die Kühlbox eben aus zu lassen. In jedem Fall gut zu wissen, dass der Batteriewächter funktioniert.

Ein nettes Extra, das Yeticool außerdem anbietet und das die Bedienung noch einen Tick komfortabler macht, ist die App-Steuerung. Einfach die Yeticool-App herunterladen (eine Anmeldung ist nicht nötig), Bluetooth am Smartphone aktivieren und die Kühlbox einschalten – und schon suchen und verbinden sich die beiden Geräte. Dann hat man auf dem Smartphone alle Einstellmöglichkeiten, die es auch auf dem Display gibt, sowie einige weitere. Interessant ist unter anderem die Hysterese, also wie weit die aktuelle Temperatur von der eingestellten Temperatur abweichen darf, bis sich der Kompressor wieder einschaltet.

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Kühlbox Test: Screenshot 08 12 12 35 24 343 Com.yeticool.fridge.controller
Kühlbox Test: Screenshot 08 12 12 32 04 755 Com.yeticool.fridge.controller
Kühlbox Test: Screenshot 08 12 12 30 13 126 Com.yeticool.fridge.controller
Kühlbox Test: Screenshot 08 12 12 32 19 095 Com.yeticool.fridge.controller

Ein kleiner Bug ist uns aber auch aufgefallen: Startet man die App neu, wird als Zieltemperatur immer 0 Grad angezeigt. Drückt man dann einmal auf Plus oder Minus, springt die App glücklicherweise sofort zur eigentlich eingestellten Temperatur. Das ist anfangs etwas verwirrend, aber nicht so schlimm, wenn man es weiß. Insgesamt ist die App-Steuerung aber ein komfortables Extra, zum Beispiel wenn man draußen sitzt und nicht extra in den Camper gehen will, um etwas zu verstellen.

Beim Blick ins Innere der BX40 fällt sofort auf, dass der Kompressor hier nicht wie bei vielen anderen Boxen seitlich unten liegt, sondern seitlich oben quasi an der Decke hängt. Das hat Vor- und Nachteile: Dadurch, dass das Kühlgut so nicht direkt auf dem Kompressor liegt, sondern mit einem kleinen Abstand darunter, bleibt es vergleichsweise etwas kälter. Allerdings kann es auch nervig werden, Sachen von dort unten herauszukramen – vor allem, wenn die Kühlbox voll ist. Außerdem kommt so weniger Tageslicht in die Box, was die Suche von bestimmten Getränken nochmal erschwert, besonders weil die Box keine eigene Innenbeleuchtung hat.

Kommen wir nun aber zur Gretchenfrage: Kühlt die BX40 wirklich auf Yeti-Niveau? Um das herauszufinden, haben wir die Kühlbox mit nicht vorgekühlten Wasserflaschen fast voll beladen und die Aufgabe gestellt, möglichst schnell auf 5 Grad zu kühlen. Nach ca. 2,5 Stunden zeigte die BX40 bereits die Zieltemperatur an – das war aber natürlich etwas voreilig, denn so schnell zieht das Kühlgut nicht mit. Selbst nach rund 4 Stunden betrug die Wassertemperatur noch zwischen 8 und 12 Grad – ein erstmal durchschnittlicher Wert, der sicher auch daran liegt, dass der Kompressor zwischenzeitlich schon ausgegangen war.

Deutlich besser sah es schließlich nach 8 Stunden aus: Hier haben wir Temperaturen zwischen 6 und 8,5 Grad gemessen, nach 24 Stunden hatten sich die Temperaturen schließlich bei 5-7 Grad eingependelt. Super! So genau und zuverlässig war keine andere Kühlbox im Test.

Die eingestellte Zieltemperatur wird zuverlässig und präzise erreicht

Etwas schwerer tat sich die BX40 beim Gefriertest. Hier schaffte sie es nach einem Tag noch nicht ganz, auf die Minimaltemperatur von -20 Grad zu kommen. Das Display zeigte die letzten Stunden konstant Werte zwischen -15 und -18 an, ganz »fertig« wurde sie aber nicht. Dennoch waren unsere Kühlakkus gut vereist und unser Infrarotthermometer zeigte zwischen -14 und -21 Grad an. Mit diesem Wissen sollte man die Kühlbox vielleicht auch beim Gefrieren nur auf etwa -16 Grad einstellen, um etwas Energie zu sparen.

Der Stromverbrauch pendelte sich übrigens nach einigen Stunden im Betrieb bei rund 48 Watt ein, was für eine Kühlbox dieser Größe ein guter Wert ist. Ganz so leise wie die Konkurrenz arbeitet die Yeticool aber nicht: Rund 49 Dezibel haben wir gemessen, wobei die Kühlbox ein wenig dröhnt. Im selben Raum schlafen möchte man vielleicht nicht – oder man muss sich dran gewöhnen.

Insgesamt ist die Yeticool BX40 eine gut ausgestattete Kühlbox mit sinnvollen Extras und vor allem einer guten und zuverlässigen Kühlleistung. Ganz günstig ist sie leider nicht – wobei der Preis hier bei einschlägigen Online-Shops recht schwankend ist und man mit glücklichem Timing auch noch einen guten Deal machen kann. Falls man nicht so viel Platz braucht bzw. zur Verfügung hat, könnte auch die Yeticool BX30 interessant sein.

Kompakt, leicht und günstig: Mobicool MCF32

Wer nach einer simplen Kompressor-Kühlbox sucht und dafür nicht so viel Geld ausgeben möchte, ist bei der Mobicool MCF32 goldrichtig. Denn der Name Mobicool ist Programm: Dank des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen ist die Kühlbox schön mobil und hält dabei die Getränke zuverlässig cool. Für den normalen Gebrauch bietet die MCF32 eigentlich alles, was man braucht – hier und da bemerkt man aber die Einsparungen.

Kompakt, leicht und günstig

Mobicool MCF32

Test Kühlbox: Mobicool MCF32
Günstige und leichte Kühlbox, die tut was sie soll und nicht viel Strom verbraucht.

Mit ihren 11,4 Kilogramm ist die Mobicool MCF32 ein echtes Leichtgewicht unter den Kompressor-Kühlboxen. Zugegeben – wirklich viel Kapazität bietet sie nicht, aber in den gut 29 Litern Fassungsvermögen (Herstellerangabe: 32 Liter) lässt sich doch einiges unterbringen. Dank des schlanken Äußeren reichen die beiden ausklappbaren, seitlichen Tragegriffe völlig aus. Zumindest in leerem Zustand kann man die Kühlbox noch gut alleine tragen, und auch Rollen bedarf es nicht unbedingt.

Es stehen zwei Anschlüsse zur Verfügung: einer für 12-24 Volt, der andere für 100-240 Volt. Beide Anschlüsse werden von einer Gummiabdeckung geschützt, was durchaus sinnvoll und tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Test ist. Die entsprechenden Kabel für Zigarettenanzünder bzw. Steckdose sind mit jeweils rund zwei Metern im direkten Vergleich etwas kurz geraten, dennoch sollte das im Praxiseinsatz in den seltensten Fällen ein Problem darstellen. Was uns aber auch auffiel: Die Buchse des 12-Volt-Anschlusses ist so schwergängig, dass gerade beim Herausziehen des Kabels das mulmige Gefühl aufkommt, etwas kaputtzumachen.

1 von 5
Kühlbox Test: Mobicool Mcf32
Leicht und kompakt: die Mobicool MCF32.
Kühlbox Test: Mobicool Mcf32
Auch hier befindet sich der Kompressor oben.
Kühlbox Test: Mobicool Mcf32
Zwei Anschlüsse, beide mit Schutzkappe. Sehr gut!
Kühlbox Test: Mobicool Mcf32
Nicht das schönste Bedienfeld, aber es hat alles, was man braucht.
Kühlbox Test: Mobicool Mcf32
Die Tragegriffe lassen sich für den Transport ausklappen.

Keine Experimente hat Mobicool beim Bedienfeld gemacht – hier ist alles wie gewohnt. Neben dem Display, das jedoch bei großer Helligkeit schlecht ablesbar wird, und dem An/Aus-Schalter gibt es eine Set-Taste sowie einen Plus- und einen Minus-Knopf. Mit der Set-Taste wird durch die Einstellungen geschaltet, die da wären: Zieltemperatur, Einheit der Temperatur und Stufe des Entladeschutzes (drei Stufen wählbar). Das war es auch schon – einen Eco-Modus etwa sucht man vergeblich, wobei er auch nicht wirklich nötig wäre, da die Kühlbox selbst im maximalen Betrieb durchschnittlich nur 40-50 Watt verbraucht.

Beim Einstellen der Zieltemperatur bemerkt man schnell, dass die Kühlbox nicht tiefer als -10 Grad kühlen kann. Wir haben natürlich trotzdem versucht, unsere Kühlakkus zu vereisen, was aber erwartungsgemäß nicht so gut geklappt hat. Nach einem Tag Betrieb hat die MCF32 laut eigener Angabe zwar schon lange die -10 Grad erreicht, aber unser Infrarotthermometer war anderer Meinung: -2 bis -6 Grad zeigte es bei den Kühlakkus an, die zwar leicht vereist waren, aber doch noch ziemlich leicht eingedrückt werden konnten. Mit empfindlicher Tiefkühlkost sollte man also vorsichtig sein – wer die MCF32 aber ohnehin nur als Kühlschrank-Ersatz oder zum Getränke kühlen verwenden will, kann darüber getrost hinwegsehen.

Gutes Preis-Kühlleistungs-Verhältnis

Im Kühltest lieferte die Mobicool zwar keine Spitzenergebnisse, stellte uns gerade angesichts des kleinen Preises aber doch zufrieden. Nach knapp 3,5 Stunden erreichte die Kühlbox die angepeilten 5 Grad, zu diesem Zeitpunkt betrug die Wassertemperatur der nicht vorgekühlten Flaschen zwischen 8 und 13 Grad. Das ist zwar eine recht große Spanne, aber die hohe Temperatur betraf nur die Flaschen direkt am Kompressor, der hier übrigens wie auch bei der Yeticool BX40 oben angebracht ist. Nach 8 Stunden hatte sich dieser Unterschied fast komplett relativiert. Schließlich pendelte sich die Wassertemperatur zwischen 8 und 9 Grad ein. Kälter wurde es nicht mehr – wer also noch kältere Getränke oder Lebensmittel möchte, sollte die Kühlbox lieber noch tiefer einstellen.

Insgesamt ist die Mobicool MCF32 eine schlichte, aber solide Kompressor-Kühlbox mit kaum Schwächen. Vor allem in der Handhabung macht sie sich sehr gut. Wer sich für die Mobicool interessiert, aber noch mehr Platz benötigt, kann sich die größeren Versionen anschauen, denn es gibt die MCF auch mit 58 Litern Fassungsvermögen.

Außerdem getestet

Yeticool TX50 Dual Zone

Als einzige Kompressor-Kühlbox in unserem Test kann die Yeticool TX50 Dual Zone gleichzeitig kühlen und gefrieren, denn sie besteht aus zwei Fächern. Setzt man die vorgesehene Trennwand ein, so lassen sich auf dem Touch-Display beide Kammern separat einstellen. Natürlich lässt sich die Kühlbox auch »normal« nur mit einem großen Fach betreiben, dann erlischt das Display der rechten Kammer.

Was erstmal sehr nützlich und clever klingt, hat in der Praxis aber einen gewaltigen Haken: Man muss zwangsläufig die rechte Kammer als kälteres Fach benutzen – nur leider sitzt dort auch der Kompressor, weswegen es naturgemäß immer etwas wärmer ist. So hat die Kühlbox enorme Schwierigkeiten, die Minimaltemperatur von -20 Grad zu erreichen und läuft auch über mehrere Tage quasi ununterbrochen. Nach 24 Stunden waren unsere Kühlakkus jedenfalls noch nicht komplett vereist – vor allem die, die direkt über dem Kompressor lagen. Bei verderblichen Lebensmitteln kann das zum Problem werden.

Das ist schade, denn ansonsten macht die TX50 Dual Zone einen ausgezeichneten Eindruck. Neben den obligatorischen seitlichen Tragegriffen hat Yeticool der Box auch Rollen spendiert, was anhand des nutzbaren Volumens von gut 45 Litern und vor allem des Gewichts von 15,5 Kilogramm sehr sinnvoll ist.

Und auch sonst ist alles an Bord, was man sich wünscht: dreistufig einstellbarer Entladeschutz, Eco-Modus, Innenbeleuchtung, zwei Körbe sowie ein Wasserabfluss. Sogar ein USB-Anschluss zum Aufladen des Smartphones steht zur Verfügung. Die Krönung ist die App-Steuerung per Bluetooth: Hier kann man – wie auch bei der Yeticool BX40 – nicht nur alle Standardeinstellungen vornehmen, sondern zum Beispiel auch die Hysterese einstellen, also ab wie viel Grad über Zieltemperatur der Kompressor wieder angehen soll. Super!

Im Praxistest ohne Trennwand, also mit nur einem großen Fach, schnitt die TX50 Dual Zone ebenfalls zufriedenstellend ab. Klar, als große Kühlbox braucht sie etwas länger, um warme Getränke herunterzukühlen – die Zieltemperatur von 5 Grad hatte sie daher erst nach knapp 8 Stunden erreicht. Dann waren die Getränke auch wirklich kalt, wobei wir hier große Unterschiede zwischen linker und rechter Seite der Kühlbox gemessen haben. Links, also weit weg vom Kompressor, betrug die Wassertemperatur sogar rund 3 Grad, während die Getränke am Kompressor nicht kälter als 8-10 Grad wurden.

Fazit: Könnte man die linke Kammer als kältere benutzen und wären die Temperaturunterschiede innerhalb der Kühlbox nicht so groß, hätten wir die Yeticool Dual Zone sicher empfohlen. So bleibt ein etwas gemischtes Gefühl – als reine Kühlbox lässt sie sich dennoch super benutzen.

Prime-Tech Kompressor-Kühlbox 28L

Die kleinste Kompressor-Kühlbox im Test ist die Prime Tech 28L. Jene 28 Liter Fassungsvermögen wären per se schon nicht viel – leider bietet das eigentliche Kühlfach effektiv aber nur gut 20 Liter Volumen. Knapp 5 Liter kommen noch dazu, wenn man das Nebenfach über dem Kompressor mitrechnet, das aber nicht direkt gekühlt wird. So ist der eigentlich nützliche Raum sehr knapp bemessen und selbst 1-Liter-Flaschen lassen sich nicht mehr vernünftig unterbringen. Damit ist die Prime Tech 28L grundsätzlich nur für kleine Einsätze geeignet – fairnesshalber möchten wir aber erwähnen, dass es die Box auch in größerer Ausführung (40, 50 oder 60 Liter) gibt.

Zum Betrieb steht nur ein 12- bzw. 24-Volt-Anschluss zur Verfügung, für das Kabel ist aber auch ein Adapterkabel für die Steckdose dabei. Beide Kabel sind rund drei Meter lang, sodass man schön flexibel ist, was den Standort der Kühlbox angeht. Das Bedienfeld besteht standardmäßig nur aus An/Aus-Taste, Set-Taste sowie Plus- und Minus-Taste zum Einstellen von Zieltemperatur (bis -22 Grad ist möglich) und Stufe des Entladeschutzes. Optisch macht es leider nicht den hochwertigsten Eindruck.

So auch der Rest der Box: An den Griffen unseres Testmusters waren Kratzer, der Deckel lässt sich beidseitig zu leicht abnehmen, bei unvorsichtigem Gebrauch hat man ihn schnell ganz in der Hand. Noch dazu hat die Kühlbox ihren starken, chemischen Geruch bis zum Ende des Testzeitraums nicht verloren. Dass es einen (schwer zugänglichen) Notfallschalter gibt, der durchgängige Kühlung erlaubt, falls das Display einmal ausfällt, sagt leider schon viel aus. Wenigstens mussten wir ihn im Test nicht benutzen.

In Ordnung – wenn auch nicht überragend – war dann wieder das Ergebnis des Kühltests. Auf 5 Grad eingestellt kühlte die Prime Tech unsere nicht vorgekühlten Flaschen bei nahezu voller Beladung in knapp 8 Stunden auf 9-10 Grad herunter – signifikant kälter wurde es danach aber nicht mehr. Auffällig war auch, dass der Kompressor schon nach 40 Minuten (!) das erste Mal ausging, weil die vorgegebene Innentemperatur scheinbar erreicht wurde – die Getränke waren zu dem Zeitpunkt immer noch quasi auf Raumtemperatur. Dafür arbeitet die Kühlbox aber leise (rund 44 Dezibel) und verbraucht durchschnittlich zwischen 42 und 45 Watt, ebenfalls ein guter Wert.

So haben wir getestet

Passive Kühlboxen

Nach dem Auspacken haben wir zunächst die Verarbeitung und die Handhabung der Kühlboxen beurteilt. Besonders wichtig waren uns hierbei Robustheit der Box an sich sowie die Wertigkeit der elementaren Bauteile, sprich Deckel, Verschluss und Griff.

Anschließend wurden die Kühlboxen vermessen und gewogen, hier gab es im bunten Testfeld ziemlich große Unterschiede. Bei dieser Gelegenheit stellen wir uns auch die Frage: Wie effizient lässt sich das Fassungsvermögen eigentlich nutzen? Zu diesem Anlass durften 0,5-Liter-Bier- und Wasserflaschen in den Boxen probeliegen, besonders interessant wurde es aber erst bei den 1-Liter-Softdrink-Flaschen sowie den 1,5-Liter-Wasserflaschen.

Kühlbox Test: Passive Kühlboxen Gruppenfoto
Die passiven Kühlboxen aus dem Test 08/2021.

Das Herzstück unseres Tests war natürlich der Praxiseinsatz: Hier haben wir die Boxen mit jeweils zehn 0,5-Liter-Wasserflaschen befüllt, die vorher mit einer Kompressor-Kühlbox auf ca. 6 Grad vorgekühlt wurden. Zwei Flaschen haben wir markiert und stets an die gleiche Position gelegt. Unterstützung bekamen die Boxen von vier Kühlakkus aus dem Eisfach, die jeweils an den Seiten positioniert wurden, sodass sie keinen direkten Kontakt zu den Flaschen haben.

Wir haben die Kühlboxen dann acht Stunden lang bei einer Raumtemperatur von 24 bis 26 Grad stehen lassen und im Zwei-Stunden-Takt die Wassertemperatur der beiden markierten Flaschen gemessen. Als Testergebnis haben wir schließlich die Temperaturerhöhung aus dem Durchschnitt beider Flaschen berechnet.

Elektrische Kühlboxen

Wie auch bei den passiven Kühlboxen, haben wir bei den elektrischen Vertretern zunächst aufs Äußere geschaut. An der Verarbeitung hatten wir bei keiner Box großartig etwas auszusetzen und auch bei Deckel und Griff gab es keine relevanten Unterschiede. Stattdessen kam es uns eher auf Dinge wie Anschluss- und Einstellungsmöglichkeiten oder Kabelfach an.

Standardmäßig hat jede der hier getesteten elektrischen Kühlboxen einen 12-Volt- und einen 230-Volt-Anschluss, sodass die Boxen im Auto oder Camper und im Haus gleichermaßen genutzt werden können. Zwei Kandidaten lassen sich sogar mit Powerbank bzw. Akku betreiben, was natürlich ein immenser Vorteil ist, da man zumindest vorübergehend auf eine externe Stromquelle verzichten kann. Alle getesteten elektrischen Kühlboxen bietet einen Eco-Modus oder die Möglichkeit, die Leistung manuell zu regeln. Manche Boxen sind außerdem auch in der Lage, den Inhalt warmzuhalten. Das haben wir zwar nicht explizit getestet, ist aber trotzdem ein kleiner Pluspunkt.

Kühlbox Test: Thermoelektrische Kühlboxen Gruppenfoto
Die elektrischen Kühlboxen aus dem Test 08/2021.

Beim Thema Kabelfach scheiden sich die Geister. Einerseits ist es praktisch, die fest installierten Kabel nicht vergessen oder verlieren zu können, andererseits wird das Verstauen gerne mal zum Spießrutenlauf, wenn das Kabelfach zu klein geraten ist – und ein defektes Kabel zu ersetzen ist ebenfalls nur schwer möglich. Daher haben wir hier von Fall zu Fall in Abhängigkeit von der Größe beurteilt. Dabei haben wir übrigens auch die Kabellänge gemessen – gerade im Auto spielt das durchaus eine Rolle.

Auch die thermoelektrischen Kühlboxen mussten sich vor dem Praxistest noch wiegen und messen lassen. Auf der Waage gab es merkliche Unterschiede, während die Abmessungen meist nur um ein bis zwei Zentimeter voneinander abweichen – kein Wunder, da alle getesteten Modelle fast das gleiche Fassungsvermögen haben. Dabei ist uns aufgefallen: Schon etwa zwei Zentimeter mehr Länge oder Höhe machen einen großen Unterschied, wenn man z. B. 1,5-Liter-Flaschen kühlen möchte.

Der Praxistest bestand bei den elektrischen Kühlboxen aus zwei Testrunden, eine am 12-Volt-Anschluss und eine am 230-Volt-Anschluss. Die Testbedingungen waren jeweils die gleichen: Wir haben den Testraum auf ca. 30 Grad vorgeheizt und die Boxen mit jeweils zwölf 0,5-Liter-Wasserflaschen befüllt, die vorher mit einer Kompressor-Kühlbox auf ca. 6 Grad vorgekühlt wurden. Zwei davon haben wir markiert und stets an die gleiche Position gelegt – eine an den Rand der zweiten, unteren Reihe, die andere in die Mitte der obersten Reihe. Nach vier, acht und 24 Stunden haben wir jeweils die Wassertemperatur der markierten Flaschen gemessen. Die durchschnittlichen Ergebnisse haben wir dann in Relation zur Raumtemperatur gesetzt.

Kühlboxen Test: Beispielbild Kühlbox
Mit der Wärmebildkamera haben wir einen Blick in die Kühlbox von Zorn geworfen. Damit wird der Unterschied zur Umgebungstemperatur besonders deutlich.

Im Zuge des Praxistests haben wir schließlich noch Leistung und Lautstärke an beiden Anschlüssen sowie im Eco-Modus gemessen. Gibt es die Möglichkeit, eine Kühlbox mit Akku oder Powerbank zu betreiben, so haben wir das ebenfalls getestet – vor allem, wie lange das geht.

Kompressor-Kühlboxen

Auch bei den Kompressor-Kühlboxen haben wir uns zunächst das Äußere und die Ausstattung angeschaut. Aufgrund von Größe und Gewicht der meisten Kompressor-Kühlboxen sind stabile, seitliche Tragegriffe Pflicht – noch besser finden wir Rollen. Ebenso wichtig war uns ein hochwertiger Deckel mit zuverlässigem Verschluss, denn die beste Kühlleistung nützt nichts, wenn der Deckel nicht ordentlich abschließt. Innenbeleuchtung oder ein Korb sind nette Extras, die die Handhabung etwas erleichtern.

Danach haben wir uns die Anschlussmöglichkeiten angesehen und die zugehörigen Kabel gemessen, denn mit langen Kabeln ist man flexibler. Wichtig bei Kompressor-Kühlboxen ist zudem ein informatives Display mit möglichst vielen Einstellungsmöglichkeiten. Pluspunkte gab es hier unter anderem für einen Eco-Modus oder einen in Abstufungen einstellbaren Entladeschutz.

Kühlbox Test: Kompressor Kühlboxen Gruppen
… und die Kompressor-Kühlboxen.

Vor dem Praxistest haben wir die Boxen gewogen und vermessen. Interessant: Nicht alle Boxen kommen auf das vom Hersteller versprochene Fassungsvermögen. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch wieder ausprobiert, wie gut sich verschiedene Flaschengrößen verstauen lassen.

Der Praxistest bestand aus zwei Aufgaben: Zuerst wurden die Boxen nahezu voll mit ungekühlten Flaschen beladen und mussten diese bei einer Raumtemperatur von rund 25 Grad auf 5 Grad herunterkühlen. Dabei kam es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf Zuverlässigkeit an, denn so manche Kühlbox zeigte schon nach kurzer Zeit die Zieltemperatur an, obwohl die Wassertemperatur noch weit von 5 Grad entfernt war. Deshalb haben wir den Kühlboxen einen Tag Zeit gegeben und nach 4, 8 und 24 Stunden die Temperatur von vier markierten Flaschen gemessen.

Im zweiten Teil wurde überprüft, ob und wie schnell die Boxen ihre Minimaltemperatur erreichen – meist waren das laut Herstellerangabe -20 Grad. Dafür haben wir sie mit jeweils acht Kühlakkus befüllt und wiederum einen Tag gewartet. Am Ende haben wir die Temperatur in der Kühlbox sowie der Akkus selbst mit einem Infrarotthermometer überprüft. Während der Praxistests haben wir schließlich noch Stromverbrauch und Lautstärke gemessen.

Die wichtigsten Fragen

Welche Arten von Kühlboxen gibt es?

Im Prinzip lassen sich vier Kühlbox-Arten unterscheiden: Passive Kühlboxen beschränken sich auf Isolierung und sind damit auf vorgekühlte Getränke angewiesen. Thermoelektrische Kühlboxen kommen meist mit 12V- und 230V-Anschluss und sind in der Lage, aktiv auf etwa 20 Grad unter Umgebungstemperatur zu kühlen. Diese Begrenzung fällt bei Kompressor-Kühlboxen weg, die von ihrer Leistung her schon mit Mini-Kühlschränken vergleichbar sind. Schließlich gibt es noch Absorber-Kühlboxen, die zusätzlich auch mit Gas betrieben werden können.

Welche Kühlbox ist für welchen Zweck geeignet?

Für einen Tagesausflug zum See reicht in der Regel eine passive Kühlbox – gute Modelle sind auch bei höheren Temperaturen in der Lage, vorgekühlte Getränke zumindest ein paar Stunden lang angenehm kühl zu halten. Für alles weitere – also etwa einen mehrtägigen Camping-Ausflug – empfiehlt sich definitiv eine Box mit aktiver Kühlung. Diese lassen sich im Auto bzw. Camper anschließen, aber auch an normalen Steckdosen. Thermoelektrische Kühlboxen sind hier die günstige Option, allerdings auch in ihrer Leistung begrenzt. Wirklich komfortabel campt es sich mit einer Kompressor-Kühlbox – aber die hat ihren Preis.

Müssen Getränke vorgekühlt in die Kühlbox?

Das kommt auf die Kühlbox an. Bei passiven Kühlboxen kommt man an der Vorkühlung logischerweise nicht vorbei, und auch bei thermoelektrischen Kühlboxen ist es sehr empfehlenswert, die Getränke vorher schon im Kühlschrank zu lagern. Kompressor-Boxen kommen noch am besten mit ungekühlten Getränken klar, aber auch hier dauert es ein paar Stunden, bis der Inhalt wirklich angenehm kalt ist. Fazit: Vorkühlen, wann immer es geht!

Wie lange halten Kühlboxen Getränke kalt?

Wirklich interessant ist diese Frage nur in Bezug auf passive Kühlboxen, und hier sind die Unterschiede recht groß. Kühltaschen halten der Sonne in der Regel nur wenige Stunden stand, während massive und gut isolierte Boxen auch durchaus etwas länger als einen Tag angenehme Temperaturen halten können. Für aktive kühlende Boxen gilt: Solange sie angeschlossen sind, im Prinzip unendlich lang – für thermoelektrische Kühlboxen darf es dabei allerdings nicht zu warm sein.

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